27. Stil der schönen Literatur. Gibt es einen Funktionalstil der s/L

Werbung
1.Werdegang der Stilistik.
St. stammt aus antiken u mittelalterlichen Poetik u
besonders Rhetorik (Lehre vom sprachlichen Ausdruck Untersuchung r Wortwahl u Wortverbindungen, r
Redefiguren). Rhetoren s 17.-18.Jh. stellen die Lehre von
Stilen im Mittelpunkt des Interesses (zB Rhetorik von
Белобоцкий in Russland oder Stiltheorie von Lomonosov u
seine “Rhetorik” (1748)). Der Terminus St. erschien Anf s
19.Jh. in Werken von deutschen Romantikern in Zus-hang
mit m Begriff “Individualitaet r schöpferischen Person.” Mitte
s 19.Jh – Versuche, St. wissenschaftlich zu begruenden:
“Philosophie s Stils” von Spencer (1852) u Steinthal (1866).
Theoretische Grundlagen schufen Веселовский (“Aus r
Geschichte s Epithetons” 1895) u Потебня. Linguistische St.
im heutigen Sinne faengt mit n Werken von Bally (Балли)
(“Traktat ueber e franzoes St.” 1909) an u wird zum
selbstaendigen Teil r Sprachwissenschaft in Werken von
Linguisten s Prager wissenschaftl Zirkels, in Russland –
Konzeption von Виноградов. 1912 eroeffnet Соссюр
Lehrstuhl fuer linguist St.
St – Teil r Linguistik. Befasst sich mit n Variationen s Stils
einer Sprache u seinem Gebrauch. Dabei werden sowohl
schriftlich niedergelegte Texte erfasst, als auch r muendl
Gebrauch. Bei r St. geht es nicht um Unterschiede im
Dialekt, sondern um unterschiedliche Anwendungen r
Sprache abhängig von Kontext oder Situation. Zur St.
gehören e Untersuchung r Wortwahl, r Intonation, r
Rhythmik, s Satzbaus u ähnlicher Eigenschaften abhängig
zB von Tradition, Zeitperiode u Genre.
St. u Textlinguistik konkurrierten. In n 50er wurde Textling
selbstaendig. T-l analysiert Regularitaeten,
Gesetzmaessigkeiten r Texte. St. beschreibt
charakteristische sprachl Reaktion u Abweichungen von
erwarteten Normen u Regeln. An heutige St. schlieBt sich
Interpretationstheorie in r Computerlinguistik an.
2. Haupttendenzen r linguistischen Stilistik im 20.Jh.
St – Teil r Linguistik. Befasst sich mit n Variationen s Stils einer Sprache u
seinem Gebrauch. Dabei werden sowohl schriftlich niedergelegte Texte erfasst,
als auch r muendl Gebrauch. Bei r St. geht es um unterschiedliche
Anwendungen r Sprache abhängig von Kontext oder Situation.
Viele Tendenzen u Schulen, weil r Gegentand „Stil“ vielseitig ist.
1)e engste Auffassung – amerik deskriptive Linguistik (40er-50er s 20.Jh). St.
befasste sich mit r Untersuchung r Strukur r mehr als aus einem Satz
bestandenen Einheiten – Bearbeitung r Saetze, ihre Gruppierung zu Absaetzen.
(Vertreter – Хилл) – desktiptive St.
2)in r heutigen engl Textlinguistik identifiziert man St mit r Textgrammatik
(Хендрикс), sie begrenzt Variabilität u freie Wahl r Griffe u Formen vom
Sprechenden oder Autor – Textst.
3)30-40 s 20.Jh. Prager ling Schule. St ist Lehre von r Korrelation zwischen m
Text u Stil als auBertextuelles Subsystem r Sprache – funktionale St.
4)50er - St ist Lehre vom Sprachgebrauch (heute – Винокур) – pragmatische St.
5)ab 20er – St in Zus-hang mit r schoenen Literatur u m Schaffen konkreter
Autoren. Leigt r Poetik nah.
3 u 4 – praktischer Ansatz, beim Sprachunterricht. 1,2 u 5 –theoretischer. Im
Zentrum r St liegt s Problem s Sprechaktes u Textes als Resultat s Sprechaktes:
Sender – Text – Empfaenger. (Якобсон, Лихачев)
4. Begriff „Textsorte”. T/s od. r Texttyp is ein wichtiger
Begriff r Textlig-k. Riesel: T/s – ne konkrete
Erscheinungsform nes best. funktionalen Stils od. Substils in
nem geschlossenen Textganzen.
Jed Text erscheint immer als Exemplar ner best. T/s. Man k
sagen, dass wir bestim T/s produzieren (wenn wir sprechen)
u rezepieren (wenn empfangen). Jed gegebene Text
kann/soll ner T/s zugeordnet w. Das geschieht intuitiv.
e Zahl r T/s ist riesig (Brief, Todesanzeige, Reklame, Rezept,
Telegramm): M.Dimter im Rechtschreibduden von 1973 hat
mehr als 1600 Textsortennamen gezählt, von denen „nur“
500 grundlegender, e übrigen Bezeichnungen seien als
„abgeleitet“ zu charakterisieren;
als grundlegend: Bericht
als Ableitungen: Reisebericht, Arbeitsbericht,
Ergebnisbericht;
Bei r Differenzierung von T/s soll man s auf 2 Krit stützen:
a.
textinterne K. (morpholog., lexik., gr. Ebene,
Interpunktion u.Ä.)
b.
textexterne K. (sind vom Sprecher u. Hörer
bestimmt: Intention des Sprechers,
Sachverhalt, Sit
(symmetrisch/asymmetrisch),
Gestaltungsform: dialog/monolog Rede).
e T/s ist ein Ideal, weil nicht erreichbar. Kann als ein Muster
wirken, bei r Textproduktion orientieren.
2. Jede T/s hat ihre innere qualitative Wesensmerkmale
(Stilzüge) und w in nem Funktionalstil realisiert. Elise Riesel
unterscheidet 5 F/s:
1. S. der öffentlichen Rede
2. S. der Wissenschaft
3. S. der Presse u. Publizistik
4. S. der Alltagsrede
5. S. der schönen Lit-r
Fleischer (DDR) folgt im allgemeinen diesem Konzept, er
verbindet doch die ersten beiden Stile (1,2) in den Stil r
Sachprosa.
Was lässt Texte unter einem Stilbegriff verbinden? Die Texte
eines F/s haben
1)gemeinsame Auswahlkriterien der Stilmittel, bestimmte
Stilzüge (qualitative Merkmale e-s F/s)
z.B. Argumentation für n S. r Wissenschaft u. n S. r Presse
u. Publizistik, die Bildlichkeit für n S. r sch. Literatur, Kürze
für n Stil r Alltagsrede
2) spezifische komm Verwendungsweise (an e-m passenden
Ort, mit e-m passenden Gesprächspartner)
Stilzüge:
1. allgemeine – h e-n gr Geltungsbereich
2.spezifische - erfüllen best, engere gesellsch. Aufgaben
1.allgemeine:Logik, Expressivität, Bildkraft – allgemeine
Stilzüge, sind in unterschiedl. funktionalen Stilen zu finden,
ab in unterschiedl. Ausgestaltung u. Ausmaß; e
grundlegenden Kat-n jeglicher Komm-n.
Logik: Teilfaktoren wie Klarheit, Sachlichkeit, Genauigkeit,
Abstraktionsvermögen – bilden vornehmlich e
Wesensmerkmale wissenschaftlicher Info.
Expressivität: Stilzug mit gr Geltungsbereich, allgemein für
alle Typen u. Sorten sprachlicher Aussage.
Bildkraft: hat 2 Komponenten:
Bildhaftigkeit(=Anschaulichkeit,direkte Bilder, übliche
Benennungen) – in der schönen Lit-r, Presse u. Publizistik
(Reportagen, Reisebericht, Presseinformationen),
Alltagsrede, ab auch im Stil r Wissenschaft u. s ofiziellen
Verkehrs, weil verständlich, direkt
Bildlichkeit (indirekte Bilder) – in allen Gebieten der
Alltagsrede, spielt wesentliche Rolle im Stil r schön.Lit-r, r
Presse u. Publizistik
2. spezifische:
z.B. Förmlichkeit als typischer Stilzug der öffentlicher Rede;
ihre auffallenden Teilfaktoren (Wesensmerkmale) – r
ofizielle, trockene Ton, e Unpersönlichkeit u.
Distanzwahrung, Mangel an Expressivität – treten je nach m
konk T/s mehr od. weniger in den Vordergrund.
5. s Wort als Objekt r mikrostil.Analyse. Konnotation in r Stil-k.
Funktionale, normative,expressive Stilfaerbung.
Riesel: e Mikrosti-k befasst s mit r stil. Ch-k sprachl Grundeinheiten u.
unterschiedl Stilfiguren u ihren Verwendungsmoeglichkeiten im Keinkontext od
erweiterten Kont (uebersatzmaessige Formen, Absaetze, Absatzfolge).
Aufgabe r Mikrost - e stil Leistung r sprachl Einheiten aller Ebenen zu erkennen
u zu systematisieren. S Wort ist e kleinste relativ selbststaendige sprachliche
Einheit
E stil Bedeutung ner sprachl Einheit besteht aus 2 Faktoren: 1) aus
Kontextstilfaerbung- Stilfaerbung s Wortes, r W-fuegung, s Affixes, r morphol.
Form od r synt. Konstruktion im Kontext 2) aus stil Konnotation
(Nebensinn,Oberton,Untertext) - e Gesamtheit von Gedanken, Gefuehl,
Stimmungen, Vorstellungen, e r Sender durch e sprachstil Gestaltungs ganz
Kontextes m Empfaenger verstaendlich macht (das alles implizit). E
Konnotationen koenn ne Reihe von Willensausserungen als Reaktion
hervorrufen und dadurch m Kommunikationsakt nen hohen Wirkungsgrad
verleihen. Kon-tionen und Kontextstilf-g duerfen einander nich gleichgesetzt w.
E konnotativen Elemente bilden gewiss nen relevanten Teil s stil. Effekts, man
darf sie ab nich von r denotativen Grundlage (=ihre Basis) lossreissen.
Lubimowa: Es gibt e denotative Hauptbedeutung - e konnotative
emotionale Mitbed-g,e oft subjektiv is u nur im Kontext verstanden w. e
Stillfaerbung ergibt sich aus r konn Bedeutung (Gesicht u Visage, Haupt u Kopf
gleichen in ihrer denot Bed-g, bez s auf n selben Koerperteil, ha ab nen ussuelle
eingeschraenkten Gebrauchsbereich, Visage Warig ugs, Duden –salopp).
Adelung sprach von Stilschicht – Wuerde r W-r.
Wiss-ler Klappenbach ordnete e W-r ner Stilschicht/ ebene/ hoehe zu- von
normalsprachl (null markiert) macht ein Stufenmodell: (Markierung/-praedikate,
-etiketten, Marker)
Vulgaer (verrecken) - salopp (abkratzen) – umg (ins Grass beissen). – neutr/
normale Mittelschicht(sterben) – hoch (die Seele aushauchen) – poetisch (e
Augen fuer ewig schliessen)-dichterisch.
Neutrale W-r – Konsens, untere Schichten – Chaos. Kontextuelle Konn – Kind:
Ich will fressen. – konnotiert, s W kommt in verschied Stilschichten vor. Ein
Wechsel in ne andere Stilschicht k als Stilbruch od stil Griff bewertet w.
Typische Konnot-on k geografisch markiert s (zB saechseln - говор.посаксонски), sozial-, sondersprachlich -, diachronisch markiert = Archaismen.
Stilfaerbungen(Stilkoloritt) - e uebliche im Wb bereits fixierte Nuance von
Woertern u Fuegungen.
Funktionale- jene Konnotationen, e ein Wort durch seine Bildungsweise und
seine funktionale Verwendung erhaelt. Z.B.: die Inanspruchname (Buerokratie,
Kanzleideutsch), zwecks (Amtsdeutsch).
Normative- die Grundnorn fuer saemtliche funk Stile; e normalsprachliche
(einfach-literarische) Basis r Ausdrucksschattierungen. e einzelnen Punkte r
normativen Stilfaerbungsskala bilden 2-oder-mehrgliedrige synonymische
Reihen.
Semantisch-expressive (expressive)- (Klappenbach u Steinitz): 1) scherzh
(Metapher,komische Wortbindungen –in Adamskostuem 2) vertraulich-довер.
Koseformen: Mein Lieber, was denkst Du? 3) verhuellen Vertuschung von
Peinlichkeiten z.B- vollschlanke Dame, Mode fuer Mollige, mollig-korpulent
4)altertuemernd- устар. –veraltende Woerter zb: r Perron, r Kondukteur
5)gespreizt- напыщен. –unnatuerlich geziert z.b.: Wir
beehren uns- мы соблаговол; aktenkundig- Kanzleid, Papierd 6)uebertrieben
zB Teenagersprache: echt, furchtbar,abscheulich reich,megacool,megaschwul,
Gigaparty
7)abwertend zB letzter Dreck 8)spoettisch –leichter abwert. Beigeschmack zB
Er empfing uns mit strenger Amtsmiene. 9) schimpf. Maleditologie-befasst sich
mit den Schimpfwoert. Invektiv –zB Du,Kamel 10) derb – groeberer W/gebrauch
11)verniedrigend-умилительно, сюси-пуси
6. Mittel r Bildkraft. Bildlichkeit u Bildhaftigkeit. R Text is bildlich, hat
Bilder drin, haben unterschiedl Funktionen je nach m Bereich. In Sachtexten
sorgen sie fuer e Verdeutlich-g von Sachverhalten.
Vom Inhalt u r Form her unterscheid Riesel 2 Arten r Bildkraft (общая
образность) - Bildlichkeit (образность) (Sterne zittern), mit unmittelbaren,
indirekten Bildern verbunden u Bildhaftigkeit (наглядность) mittelbaren
od direkten Bildern.
Наглядность достигается любыми лексич средствами. Д/ достижения
образности текста нужны тропы – стилистич фигуры переосмысления.
Dort, wo ein Autor Sichtbares aus r Realitaet, Erinnerung, Vorstellung
ohne uebertragbare Ausdruecke anschaulich verdeutlicht, liegt ne
unmittelbare Bildlichkeit od nach Riesel Bildhaftigkeit vor.
(Ohne Uebertragung r Bedeutung, man bedient s r normalen W-r). e moderne
Lit, Poesie bevorzugt einfache Bilder (Ночь. Улица. Фонарть. Аптека – alles
konkret). Texte: Presseinfo – Reisefuehrer, -bericht; Sachtexte – Beschreibung
nes Geraets). Bildhaftigkeit w durch treffende Wortwahl erreicht (man kann stat
“gehen u trinken” “lispeln u nippen” gebrauchen - bildhafter). Es gibt besondere,
bildhafte W-r u allgemeine, blasse. Ab bildhafte sin nicht immer gut fuer nen
Amtsbrief, eher fuer enen Privatbrief (Mein innigstgeliebtes Maeuschen!)
Mittelbare/indir Bilder. – опосредованные переносом значения. Hier
haben wir schon mit ner Umdeutung zu tun. Unter indirekten od
mittelbaren Bildern w solche verstanden, e in r Form semantischer
Figuren bzw. Tropen mit Hilfe s Bides nen anderen Sinn
ausdruecken, r durch s gewaehlte Bild ganz od teilweise assoziert od
symbolisiert w. Also mittelbare Bilder haben immer nen
symbolhaften Charakter (mein Arm wurde wunderbar repariert/ Musik
naschen). e sprachlichen Ausdruecke wirken hier wie
Hinweisschilder fuer s Gemeinte. In umgedeuteten Texten
mues wir diese mittelbaren Bilder zuerst mal entziffern. Wenn
wir nen Mann als Loewen bezeichnen, dann ist es ein relativ klares Bild.
Aber wir muessen aus dem Kontext noch erschliessen koennen, welche
Qualitaeten s Loewen hier in n Vordergrund treten. Er kaempft
wie ein Loewe od er ist ein Salonloewe.
Vergleich steht zw n Mitteln r Bildhaftigkeit – lichkeit.
Ungezwungenheit als typischer Stilzug r Alltagsrede;
Wesensmerkmale: Variationen der Lockerheit u.
Auflockerung der Darstellung auf allen Ebenen.
!!!sobald ein spezifischer Stilzug aus seinem „Mutterstil“ in
ein anderes Stil übergeht (z.B. Termini aus dem S. der
Wissenschaft in n Pressestil – erhalten Nebenbedeutung,
wie Perestrojka (zuers+, dann - ); od Ungezwungenheit in n
Stil r Sachprosa), dient er schon besonderen stil. Zwecken!!!
-es gibt auch obligatorisch-primäre Stilzüge: im Stil r
Wissenschaft ist das e Logik
und fakultativ-sekundäre: emotionalle Expressivität und
Bildkraft kön im Stil r Wissenschaft nur fak-sek auftreten
(dies hauptsächlich in populär-wissensch. Prosa, mehr in
gesellschaftwissen. als technischen Tsexten).
T je nach ihrem Funktionalstil h ihre Funktionen, z.B.
journalistische Texte – ihre Hauptfunktionen sind
Wirkungsabsicht u. Meinungsbildung
Publizistischer Stil hat gegenüber anderen Stilen dominante
– meinungsbildende F-n + didaktische F-n (разъяснит.) +
aesthetische F-n + meinungsbildende F-n (kann
humanistisch u. antihumanistisch s)
ab künstlerische Literatur u. wissenschaftl. Lit-r h auch
meinungsbildende F-n
7. Stil Differenzierung s modern deu W/s.
2 gr Gr: 1) stilistisch undifferenzierter Wortbestand (in allen
komm Bereichen von allen Deutschsprachigen verstanden u
gerbraucht). Grundkriterien – Allgemeinverstaendlichkeit u gebraeuchlichkeit, vollstaendige Neutralitaet. W-r h keine
unmittelbaren Synonyme, weil sie Allgemeinbegriffe mit gr
Bedeutungsumfang u geringer Bedeutungstiefe ausdruecken
(zB Tisch).
2) stilistisch differenzierter Bestand (W-r u Wendungen,
deren Verwendungsmoeglichkeiten durch best inner- u
auBerling Faktoren eingeengt sin). Grundkriterium- nicht
allen Deutschsprachigen verstaendlich, w nicht von allen
gebraucht. W-r h kein einheitliches stilistisches Modell.
E charakterologische Lexik – W-r u Wendungen
unterschiedlicher Stilfaerbung, e nich allen Sprachbenutzern
bekannt sin, da sie zeitliche, territoriale, berufliche, soziale u
nationale Gegebenheiten charakterisieren. e stilistische
Leistung dieser Ausdruecke besteht in r Wiedergabe
unterschiedlicher Kolorite. S Kolorit – fuer konkrete
Ereignisse, Sachverhalte u Sit charakteristische
Atmosphaere, e dank r sprachlichen Eigenart ihrer
Wiedergabe fuehlbar w. Wir mues dabei zw bewuBter
Koloritzeichnung und m natuerlichen Kolorit r Aussage
unterscheiden.
a) Typisierte Kolorite, denen gesellschaftl Determinanten
zugrunde liegen. Dazu gehoeren: 1) historisches K 2)
nationales K im engen Sinn (innerhalb einer Sprache) 3)
nationales K im weiteren Sinn (verschiedene
Nationalsprachen) 4) soziales K (auch berufliches K)
b) Individualisierende K-e, e Einzelmenschen nach ihrer
persoenlichen Eigenart im ganzen, aber vor allem nach ihrer
Sprechweise charakterisieren (Sprachportraet).
Wir betrachten den W/z, r alle Kolorite sprachstilistisch
aktualisiert.
1. Historismen u lexikal Archaismen Funktion – Praegung
des Zeitkolorits. Realien r Vergangenheit – Benennungen
von Aemtern u Wuerden, von heute vergessenen od anders
benannten Gegenstaenden... (zB r Pantalon – klavierartiges
Instrument; weiland fuer einst, frueher; Magnifizenz – Rektor
ner Uni (noch im Umlauf))
2. Neologismen 1) W-r, e zu nem bestim Zeitpunkt, aus nem
bestim Anlass entstehen (zB Atomtrieb, Appartementhaus)
2)W-r, e gleichfalls durch hist Umstaende bedingt, neu
entstehen u im Laufe ner gewissen Zeit in fast allen komm
Bereichen gebraucht w. Dann ab gehen sie in den passiven
Wortbestand ueber – voruebergehende Neologismen 3)
einmalige (okkasionelle) (zB e Montagmorgenstadt: laut,
volkreich, lebendig) Dazu auch Modewoerter (zB fabelhaft,
sagenhaft, toll, einmalig, erstklassig...) Stil Anachronismen
(Zeitwidrigkeiten) (zB Weinert in der “Baenkelballade vom
Kaiser Nero” spricht ueb Bomben. Benzin und Bars)
3. Nationale u territ Dubletten, Dialektismen (Helvetismen,
Austriazismen, Ugs.) (zB motten (schweiz) fuer schwelen,
glimmen) (poelzen (oesterr) fuer abstuetzen). Hyperdeutsch
– wenn Menschen, e s gewoehnlich nicht an e
literarsprachlichen Normen s Gesellschaftsverkehrs halten,
m Gespraechspartner durch tadelloses Hochdeutsch
imponieren woll, kommt es leicht zu ner gewissen
Ueberkompensierung. (N Schulkindern w immer wieder e
Umschreibung des V mit tun als Fehler angekreidet: sie tat
an der Tafel schreiben anstatt sie schreibt. Daher kann man
von uebervorsichtigen Kleinen e Fuegung zu hoeren
bekommen: der Zahn weht anstatt tut weh) (zB im
schwaebischen Diaekt fehlt e Vorsilbe zer-, an ihrer Stelle
tritt ver-: Papier verreiBen. Junger Schiller schrieb
hyperhochdeutsch: zerschiedene Szenen)
4. Fremdsprachige W-r (Internationalismen) dienen zur
Untermalung s nationalen, manchmal auch soz (frz. W-r im
Deu-n s 17. Jh.) Kolorits. (heute e Party, s Auge-Make-up)
(Sportbereich Fitness, topfit)
Fremdsprachige Zitate – histor, nation, soz Koloritzeichnung,
expressiv-stilistische Effekte
5. Termini, Berufslexik, Berufsjargonismen (Ursache –
wissenschaftlich-technische Revolution) schaffen
professionelles, manchmal soz Kolorit. Natuerliches
Berufskolorit – Interview mit Fachleuten, e m Nichtfachmann
lebensnahe Begriffe u deren Benennungen erlaeutern.
Schuelerlexik: Oesterreichisches Kind: Heuer habe ich lauter
Einser! So gute Noten habe ich schon lange nicht gehabt!
Deutsches Kind: Dieses Jahr habe ich lauter Einsen! So gute
Zensuren hatte ich schon lange nicht! Journalisten zur
Sprachoekonomie: Manus fuer Manuskript, im Schnitt fuer
Durchschnitt. Realienbezeichnungen\ Realienwoerter.
6. Soz Jargonismen – spezifische Lexik bestim Kreise von
Menschen, e sich bewuBt von ihrem Sprachkollektiv
8. Satz als Objekt r makrostil Analyse. Satzarten. e Sätze weisen
stilprägende Besonderheiten auf. r S. spiegelt besondere Stileigenheiten s
Autors wider. An nem Satz erkennt man e Besonderheiten ds funktionalen Stils,
man k die Textsorte an nem Satz erkennen. e Länge s S u Art der Verbindung
( syndetisch, asyndetisch sind Parameter, e bei r Analyse berücksichtigt w
sollen. Auch e Satzarten haben einen stilistischen Wert.
Nach r Zieleinstellung s Sprechers untersch s: Aussagesatz ( Vermittlung von
Info); Fragesatz, womit r Sender e fehlende Info vom Empfänger erhalten will,
Aufforderungssatz, womit r Sender den Empfänger zu ner Tat anregen will u
Ausrufesatz (manchmal). Seine Redeabsicht ist Gefühlsäußerung üb ne Info.
(And Grammatiker betrachten ihn eher als eine Abart r erwähnten Sätze). r
Aussagesatz hat stilistische Nullfärbung. r Fragesatz enthaelt kein
Bewertungssem; sein Hauptsem ist Frage. r eigentliche Funktionsbereich r
Fragesätze ist mündlicher Verkehr. In r schönen Lit findet man e Frage-Antworteinheit vor allem in r Figurensprache, ab auch in r erlebten Rede. Man
beleuchtet e innere Welt r Personen und ihre Absichten. In r Autorensprache
erscheint r Fragesatz, wenn r Autor n unmittelbaren Kontakt mit m Publikum
aufnimmt. ne absolute stilistische Markierung h unechte Fragesätze u zwar ne
Aufforderungsfrage od ne rhetorische Frage. ne Aufforderungsfrage drückt
nen emotionalen ungeduldigen Befehl od ne höffliche Bitte, nen gemilderten
Wunsch. Wirst (willst) du jetzt ruhig sein? s Sem „Aufforderung“ drängt s Sem „
Frage“ zurück. s Sem Mitteilung kann auch e Oberhand gewinnen. Dazu
gehören rhetorische Fragen, deren Redeabsicht n Aussagesätzen näher kommt,
u e Ausrufesätze in r Form nes Fragesatzes. Im 2 Fall erfolgt ne merkwürdige
Wandlung r Bedeutung: ein aüßerlich negativer Satz enthält ne positive
Bedeutung u umgekehrt. Wer denkt denn jetzt daran?`= Niemand denkt daran.
Wer denkt jetzt nicht daran? = Alle denken daran. e rhetorischen Fragen w
auch im wissenschaftlichen Stil verwendet. r Sender verlangt nur scheinbar ne
Information; er kennt sie bereits u erteilt sie selbst; er bezweckt mit ner Frage
logische Denkhaltung seines Empfängers.
e Funktionsbereiche r Ausrufesätze sind Alltagsrede, schöne Lit, Appelle u
Losungen. e Sachprosa vermeidet n Ausruf. In n Stil r Wissenschaft dringt er
selten ein, nur im Fall, wenn Streit od Polemik einsetzt. r Ausrufes. k
verschiedene Strukturen h: e Struktur nes Fragesatzes Bin ich glücklich! Od nes
Nebensatzes Dass ich nicht lache! Er kann auch ne implizite Verneinung
enthalten. Er und ein Lügner! In jedem Ausrufesatz w ne Bewertung realisiert (
Bewunderung, Mißbilligung, Freude, Zorn, Ironie.) Man verwendet e
Ausrufesätze auch zur Steigerung der Aussage.
r Aufforderungss.i st meistens an nen Modus ( Imperativ ) gebunden. Einige
Arten r Aufforderungssaetze (offizielle Befehle, Forderungen, Verbote) sin
kategorisch u nich emotional. And Arten ( Aufrufe, Appelle, Bitten, Ratschläge,
nicht offiz Befehle) sin emotional u könn verschiedene Konnotationen
wachrufen. Bitte, verlassen Sie den Raum, er soll gelüftet werden! Scheren Sie
sich zum Teufel! r Auff-s. ist auch ein wirkungsvolles künstlerischs Mittel. e Art
der Willensäußerung gehört zur Charakteristik s Sprachporträts, s Zeitkolorits, s
sozialen Milues – diese Aufgabe erfüllt er in r Figurensprache. In r
Autorensprache kann er e Darstellug beleben, Dynamik hineinbringen, den
Leser durch unmittelbare Kontaktaufnahme aufrütteln. In r Dichtung erfolgt mit r
Hilfe s Auff-s zB. e Personifizierung. Rinne, rinne, Wässerlein, Waschemir das
Linnen rein!
9. Arten r syntaktischen Verbindungen. Man untersch 2
Arten: Beiordnung u Unterordnung. Im Gegensatz zu ihrer
gram Bedeutung ist ihre stilistische Leistung überaus groß.
Jede Beiordnung bildet ne offene Reihe, e fortgesetz w kann.
Dabei sin Verbindungsmittel von Bedeutung u zwar Asyndeton
(бессоюзн) und Polysyndeton (союзн). A. - e konjunktioslose
Anreihung mehrerer W-r u Sätze, P. – e mehrfache
Verwendung von Konjunktionen (geweohnlich ein u
derselben). Asynt Beiordn-g Gerüste tauchen in e Flut,
schwimmen, Stricke, Säcke verbinden s Taue gleiten ins
wasser, strecken s, ziehen, heben. Polysynt U es wallet u
siedlt u braust u zischt. Beiden Verbindungsarten sin 2
Merkmale eigen: Emotionalität u Dynamik. Sie untersch s
dadurch, ss s A zum Ausdruck ner stoßweise vorrückenden
Bewegung dient, s P dagegen hat ne gleichmäßg rhytmische
Bewegung widerspiegelt. Beim A verspürt man ne innere Hast.
e polysyndetische Beiordnung w auch verwendet, wenn r
Erzähler ruhig m Ereignisse nachgeht, zB in nem
Kindermaerchen od – erzaehl-g: U dann gingen sie in n Wald;
in n T-en arschaischer Praeg-g, Bibel, feierlicher, hymnischer
Ton
r Wechsel von A zu P k n veraenderten Rhytmus u e
anderstartige Sehweise andeuten. In r modernen Prosa s
eintoenige P zum Stilmerkmal geword, ohne Hast.
Durch e asyndetische Beiordnung w e Vielseitigkeit u
Mannigfaltigkeit r dargestellten Handlungen, Erscheinungen,
Gegensätze untermalt.
Bei r Unterordnung handelt es s um Verbindung Teile in nem
Satz. Sie k auch asyndetisch u polysyndetisch s. Sie sassen
dort, vor s 2 Flaschen, geleert e eine, e handere halb voll –
Eindruck ner stossweise hervorgebrachten Beschreib-g.
ne implizite Unterordnung ( ohne Bindeelemente) ist
schwächer als e explizite; der Nebensatz tritt auf diese Weise
aus m Hintergrund in n Vordergrund: Nach Jahren hatte
Michael das Gefühl, er sei erst ein paar Wochen in Hollywood.
Oft stoßen wir auf asyndetische Verknüpfung nes Nebensatzes
mit m Hauptsatz. r Nebensatz w trotz seiner inneren
Abhängigkeit als ne selbständige Mitteilung geprägt, was seine
Wirkung erhöht. Sie sahen: Sie hatten ihn heruntergeholt uas
m Schloß. Auch in r Wissenschft greift man zu solchen
Formen. s P ist beliebt bei ner Häufung von Nebensätzen
desselben Ranges. r abschliessende enthält manchmal ne
Zusammensetzung. Sprichw-r u Sentenzen sin oft asyn
gestaltet – Kuerze u Praegnanz: Alles vergeht, Tugend
besteht.
absondern woll: Oberschichten u deklassierte Elemente.
Adelsjargon: Seine Majestaet haben befohlen;
hoechstselbst, hoechstpersonlich. s\r Argot (Kriminelle,
Nichtwerktaetige): Knast, Zet fuer Gefaengnis, Café, Viereck
fuer Gefaengniszelle.
10. Sprachoekonomie.
Eingliedrige u elliptische Saetze.
Die Tendenz zur Sprachökonomie ist ne r wichtigsten
Tendenzen der Gegenwartsprache. Zu n Mitteln r
Sprachökonomie gehören auch eingliedrige u elliptische
Sätze. e meisten eingliedriegen S-e u alle elliptischen S-e
sin stillistisch markiert u funktional gefärbt.
Eingliedrige S-e. Einige Abarten: eingliedrige
Nominativsätze, Verbalsätze (Imperativ- InfinitivPartizipialsätze), Adverbialsätze u Partikelsätze. e Verbal- u
Adverbialsätze dienen zum Ausdruck r Anweisungen,
Befehle od Verbote. Aufstehen! Aufgestanden! Vorwärts! e
Interjektionssätze w als emotionale Ausrufe od Signale r
Kontaktaufnahme verwendet. ( Hurra! Hallo!) Im Still r
Wissenschaft u s öffentlichen Verkehrs sind sie unzulässig.
Mannigfaltig is r Wert r Nominativsätze. Sie widerspiegeln
Situationsbilder u bewirken nen visuellen meist statischen
Eindruck. Od nen dynamischen, als ob ein Bild s andre
ablöst. Max Fuhr durch die Stadt. Rotes Licht. Grünes
Licht.Shalten. Abfahren......(heiduczek, Abschied von den
Engeln.). Sie kön auch e innere Rede gestalten. Sie sind
auch für szenische Anweisungen in nem Theaterstück od
Drehbuch typisch.
Alle elliptischen Sätze sin stilistisch markiert: einige
elliptische S-e kennzeichnen e Alltagsrede, andere kommen
in r Publizistik od in r schönen Lit. 2 Funktionalsile r
Wissenschaft und der öffentlichen Verkehr greifen selten
dazu. Oft w e elliptische S-e in r Alltagsrede gebraucht - im
Gespräch, in r Frage-Antwort- Einheit. Wer war dabei? Mein
Nachbar. Ab e ell S-e sind in r Alltagsrede kein gewolltes
Stilmittel, sie entstehen in ner inoffiziellen Atmosphäre u w
durch Aufregung, verwundung u.s.w. verursacht.
In einigen Genres r Publizistik entsprechen e Ellipsen r
Stilnorm: Inserate, Bekanntgebunden, Wetterberichte,
Werbung. e Ellipse ist e übliche Form r Artikelüberschriften.
In r schönen Lit w sie als ein bewußtes Stilmittel gebraucht,
um z. B. in r Figurensprache n Stil r Alltagsrede zu imitieren.
Immer mehr verbreitet s die Parzellierung r Sätze. Sie
besteht in r Isolierung nes Satzteils od dessen Wiederholung
in Form nes selbständigen Satzes. Sie schafft n Eindruck ner
stoßweise ausgesprochenen Rede u Emotionen. So war
das. Damals. Gestern. (Borchert, die Elbe).... Und Mein
Onkel? Ach, mein Onkel! Breit, braun, brummend.
ne Art Ellipse stellt r Satzabruch (Aposiopese) dar. Er kann
unterschiedlich motiviert s: situations-bedingte A. (Errerung);
andeutende A. r Sprecher führt n S. bis zum wichtigsten
Wort, Gedanken, w nicht formuliert. r Empfänder soll die
Fortsetzung erraten; apotropäische A ( abwertende W.
Tabus)
11. Stilistische Aufgabe r Wf. Anakoluth, Prolepse, Aposiopese,
Ausklammer-g, Ausglied-g, Nachtrag, Inversion. Aufgaben r Wf:strukturbildende (gram) bei r Gestaltung r Satzarten u. Wortgruppen, kommunikative bei r Angabe Thema-Rhema-Gliederung, stilistische, bewirkt
expressive Hervorhebung einzelner Satzteile u e Auslösung gewisser Stileffekte.
e Wf unterliegt gewissen Gesetzmäßigkeiten.
1. Gesetzmäßigkeit: e Anordnung r Elemente ner Mitteilung w von ihrem
Mitteilungswert bestimmt. Als Ausgangspunk r Mitteilung tritt s Thema, e Basis,
gewöhnlich in r Form s Satzsubjekts auf. e übrigen Elemente reihen s ihrem
komm Gewicht nach ein. In r Satzfolge verwandelt s s Rhema nes Satzes in s
Thema s darauf folgenden Satzes, aus r Endstellung rückt es in e
Spitzenstellung, e Endstellung w von nem neuen Thema ersetzt. e deu Sprache
verfügt üb ne besondere Satzbauvariant mit es, um s Rhema-Subjekt ans Ende
zu rücken Man nennt e Partikel Füllstück od präludierendes es. Es wirkt wie ein
Signal r Abgrenzung r dichterischen Welt von r Welt s Lesers. Nach es folgen
gewöhnlich Verben mit blasser Semantik, e nur s Erscheinen s RhemaSubjekts vorbereiten: Es war... Es lebte. s Objekt erstrebt e Letzstellung,
dadurch w e endgültige Entspannung im Satz erreicht.
2. stil Gesetzmäßigkeit besteht im Wechsel r Ein-u Ausklammerung. Es sin 2
Parallelnormen, mit deren Hilfe ein Satz entweder als ne geschlossene Ganzheit
od als ne Reihe von Satzabschnitten gestaltet w. Gewohnlich w ne Wortgruppe
ausgeklammert, nich einzelnes Wort. r eingeklammerte Teil ist meist inhaltlich u
formell abgeschlossen genug, um ohne die ausgeklammerten Teile sinnvol zu
bleiben. Ausgeklammert werden häufig: a) Adverbialien, besonders die Adv-en
des Vergleichs. b)
Prädikatsattribute, c) Appositionen, d) Präpositionen (oft im Passiv), e)
attributive Präpositionalgruppen.
e Absonderung erfolgt im Falle, wenn e Rahmenkonstruktion fehlt. e
abgesonderten Satzteile w strukturell u intonatorisch vom übrigen Satz
abgehoben. Sie kön Vorderstellung, Nachstellung od Zwischenstellung
einnehmen. Dabei w e Aussage lebhaft, ungezwungen, dynamisch. e
ausgeklammerten u abgesonderten Gruppen sin relativ selbständig, deswegen k
man sie in Form r Sätze isolieren. Man nennt s Isolierung, Parzellierung,oder
absolute Absonderung. Sie versärken einzelne Teile r Aussage.
e Ausklammerung findet s in allen Stilarten. Ihre Quelle- Alltagsrede. Prinzip r
Ausklammerung: Man muß n Rahmenanfang noch im Ohr haben, wenn r
Rahmenschluss drankommt.
Dank r anwachsenden Annäherung zw. mündlicher u schriftlicher
Erscheinungsform r deu Lit-sprache dringt e Ausklammerung in andere Stilarten
ein, vor alem in e schöne Lit. Auch is e Ausklammerung im Stil r Publizistik u s
öffentl Verkehrs beliebt.
3. Gesetzmäßigkeit betrifft e Abweichungen von r normativen Wf in r Prosa u
beruht auf r Unvorhersagbarkeit. Je stärker e Neigung s entsprechenden
Satzgliedes zu ner bestim Stellung verletzt w, desto stärker w s Satzglid
hervorgehoben. Z.B. e Umstellung s Genitivattributs aus m Nachfeld s
Substantives ins Vorfeld wirkt gefühlsmäßig u poetisch. Od man nennt e feste
Zweitstelle s verbum finitum im Aussagesatzt e privilegierte Stelle s Verbs. Die
Endstellung (d.h. Verstoß gegn e Norm) wirkt archaisch, feierlich, gehoben.
4. Gesetzmäßigkeit besteht im polyfunktionalen Ch-r ein u derselben Wf.
Unterbrechung r Satzkonstruktion.
e Prolepse (Neuansatz), r Nachtrag, die Parenthese - Abarten r stil
kolorierten Wf. Prolepse- konstruktionskonformer Neuansatz, besteht in r
Wiederaufnahme nes in Spitzenstellung stehenden, abgesonderten Substantivs
durch ein Pronomen od Adv: e Großmutter, sie wußte so vile Märchen zu
erzählen!
e Prolepse verleiht r Rede Ungezwungenheit, emotionale Färbung, nen
gewissen Rhythmus. Alltagsrede, in r Sachprosa unzulaessig Als Gegenstück
zur Prolepse gilt r Nachtrag – Plazierung r Satzglieder außerhaln s
Satzrahmens nach Komma u Punkt (Absonderung nes Substantivs od ner
Wortgruppe in Schlußstellung). Beide - Auflockerung, Glieder-g in kleinere
Syntagmen, erleichtern n Satzbau. In spontaner mündl Rede, lit Texten,
Werbetexten - e Info w scheinbar nachträglich angehängt: Wir produzieren
Schreibmaschinen, sehr gute Schreibmaschinen.od Oh, dass sie ewig grünen
bliebe, die schöne Zeit der jungen Liebe!
Parenthese - kommentierender u praezesierender,
konstruktionsunterbrechender Einschub – Schaltsätze,-gruppen,-wörter, e
mitten in den Satz eingefügt w, ohne formelle Verbindungselemente mit m
übrigen Teil s Satzes. Sie w intonatorisch u graphisch abgegrenzt: sie war
gstern, wie soll man das nennen, eine...
e P k emotionalen Inhalt u expressiven Ausdruckswert h. Sie enthält ne
Bewertung: Die stolze Amalie, es war unglaublich, glaubte auch...; Kommentare
s Autors:Er saß mit einer gewissen Ungeniertheit(was dem General mißfiel) im
Sessel, frei und selbstgefallig; od zusätzliche Mitteilung: Hardekopf,er hatte...
gemeldet, daß er den Befehl ausgeführt hatte, stand...
Satzreduktion – Mittel r Sprachoekonomie, Ellipsen, Satzverkuerz-gen,
Satzabbruch
Satzabbruch (Aposiopese) stellt eine Art Ellipse dar. r Sprecher unterbricht
seine Aussage u der Empfänger soll e Fortsetzung selbst erraten, k
unterschiedlich motiviert s: 1) situationsbedingte A.: entsteht durch Erregung
oder Dazwischenrede s Anderen: „Ja, aber...“ sagte sie fassungslos... ; 2)
andeutende A.: r Sprecher führt n Satz bis zum wichtigsten Wort, Gedanken,
dieser Gedanken w nicht formuliert, Spannungssteiger-g, Ironie: Wenn alle
schläft und ein nur spricht und das nennt man ......(Unterricht); Рекламная… 3)
apotropäische A: unheilabwehrend (einige Wörter sind Tabus): да иди ты…,
(ueberfluessig, in Telegrammen, Schlagzeilen, in spontaner Rede)
s Anakoluth – konstruktionsfremder Neuansatz, mit r fehlenden gramm
Kongruenz, Verstoß gegen e richtige syntaktische Verbindung in r muednl Rede.
Dieser Kerl, dem werde ich es schon zeigen!
12. Stilwerte r gram. Kategorien
1.Artikel - s Hauptzeichen r Kat. –r Best/Unbest. Im Deu
gibts 3 Artikelarten: n best., unbest., n Nullartikel. e
stilgestaltende Rolle s A-s äußert s darin, ss jed einzelne
funktionale Stil Besonderheiten s Artikelgebrauchs aufweist. n
Stil r Alltagsrede erkennt man an n gekürzten Artikelformen
(`nen,`ne) u am häufigsten Gebrauch s bestimm A-s vor n
Personnenamen: e war wohl im Blinde, e Katharina. r Stil r
öffentlichen Rede neigt zum Weglassen s A-s, wo e Aussage
möglichst knapp, sachlich u emotionslos geprägt w muß
(Kanzlei- u Gerichtsdokumenten, Anzeigen,
Bekanntmachungen) zB Bahnsteig gesperrt, Eintritt verboten.
Auffallend ist r Artikellosigkeit im Stil der Publizistik u zwar in n
Übershriften u Schlagzeilen ner Zeitung -Stilnorm. r Grund r
Artikellosigkeit- Interess, Spannung, Wißbegierde zu wecken.
e Abstrakta gebr man gewöhnlich artikellos od mit m best r
unbest A vor n Abstrakta ist ungewöhnlich, er stellt sie
ebenfalls als auffallende, mit besonderen Eigenschaften
versehene Gemütsregungen dar: In r stillen Frau gärten ein
Haß u ne Wut empor. Was n Artikelgebrauch so kompliziert
macht, ist s Vorhandensein 2 Gesprächspartner, deren
Informiertheit in Bezug auf n Gesprächsgegenstand nicht
unbedingt zusammenfällt. Möglich ein Gegenstand/Begriff ist:
a) beiden Gesprächspartnern bekannt, b) unbekannt, c) nur
nem bekannt. Dies benutzt r Schriftsteller zum künstlerischen
Zweck. Er kann s in n Sender od Empfänger versetzen u n
Blickpunkt r Darstellung ändern.
2. 3 Modi: n Indikativ, Imperativ, Konjunktiv. r Ind. betrachtet
man als amodal, farblos, als e-n Nullmodus, weil e
Kommunikation an e reale objektive Wirklichkeit gebunden ist.
r Imperativ (Nicht-Wirklichkeit, Aufforederung, unmittelbare
Ansprache an n Empfänger). e emotional-expressiven
Nuancen s Imp-s hängen von r lexikalischen Füllung s Satzes.
Pesonalpronomen „du“ verstärkt n schroffen Ton: Schweig
du!. Typisch für e Alltagsrede sind einige interjektionsartige
Imp-e: Hör mal zu! s 2 Gebrauchsgebiet s Imp-s sind manche
Genres s Stils s öffent Rede u r Publizistik: (Geschäftsbriefe,
Anweisungen, Anzeigen Bekanntmachungen, Losungen,
Appele, Werbung). e Werbung greift zum Imp, um en direkten
Kontakt mit m Empfänger aufzunehmen. In r schön Lit findet s
r Imp bei r Wiedergabe mündl Rede in r Figurensprache
(Charakteristik s Sprachporträts, s Zeitkolorits) u in r
Autorensprache (um Darstellung zu beleben, Dynamik), wenn r
Dichter unmittelbare Kontaktaufnahme mit m Leser erstrebt.
Mit Hilfe s Imp-s erfolgt e Personifizierung: rinne, rinne,
Wasserlein! R Konj I ist r Umgangsp fremd, in n Mundartenverschwunden, nur interjektionsartige Ausrufungen:
gottseidank!, gottbewahre!. Formen: möge, Es sei - gehoben.
N Stil r Wiss-ft erkennt man an Wendungen: man vergleiche,
ABC sei ein Winkel. R Konj r indir Rede als Modus r Info is ne
häufige Erscheinung in Protokollen, Berichten, im St r Publz u r
öff Rede. e Wiederholung s Konj-s in r indir Rede ist Ausdruck
r Ironie. e Komparativsätze mit als, als ob, wie wenn – für
poetische vergleiche, die r Metapher nahekommen.
3. Genus s Aktiv- mobile, elastische Genusform. Passiv
gebraucht man im wiss Stil, ab auch in r Alltagsrede. 3gliedrige Genusstruktur: S Aktiv stellt e handlung in ihrer
natürlichen Geschehensrichtung dar: Täter, Agens=)
Handlung=) Objekt r handlung (Patiens), im passiv umgekehrt:
Patiens (=handlung (=Täter. Die 1 semant-stil Leistung r
Genera in r Änderung r Blickpunktrichtung, e 2 - Satzsubjekt ist
Gegenstand r Äußerung, besitzt Themawert, Rhemawert
kommt m Objekt zu. 3. Besonderheit s Pass- sin differinzierung
r Art r Einwirkung aufs Patiens seitens s Agens. Opposition
von/durch ermöglicht mannigfaltige stil Auswertung: 1. Von
stellt Naturerscheinungen als selbständige Kräfte: Vom Wind
zerrissen 2 Personifizierung s Leblosen: Er wurde von r
Arbeitslosigkeit aufgefressen. Durch bedeutet Verminderung r
Aktivitätt s Agens. Zweigliedrige Pass u Stativ sind Idealformen
für Stil r Sachprosa, wo Feststellungen, Beschreibungen
geliefert w. Zweigl-es Pass trägt zur trockenen offiziellen
Sachlichkeit im Stil r öff Rede. S Stat malt Ruhelage, betont n
Abschluß od s Ergebnis r Handlung: e Versammlung ist
geschloßen. Eingliedriges Pass gebr man zum Ausdruck s
kategorischen Befehls: Jetzt w geschlafen!, od r Dauer,
Wiederholung.
Tempus: Es gibt Z/f, e uns in nem Kontext gewohnt od
ungewohnt erscheinen. Faustregel:
1.s Perfekt ist richtg, wo e Verg-heit noch in e Gegenwart
hineinwirkt.
2.s Präteritum w gebraucht, wenn man ganz in e Vergang.
eintauchen
3. Beide Z/f stehen oft nebeneinander: e Gänse kamen näher
(gilt nicht mehr), ich habe sie gescheucht (gilt bis jetzt).
ab: es gibt stehende Redewendungen – im Präteritum: wie in
L. verlautete,
im Perfekt: sie haben hier nichts verloren; oft w s Präteritum
vermeidet, weil es hässlich klingt: er lud uns ein, du batst mich;
man bevorzugt Prät in Fällen, wenn man kürzer s will: (ich war
statt ich bin gewesen), in n Schlagzeilen aus Platzökonomie,
im Kino in Actionfilmen – keine Zeit fürs Perfekt.
Dialektal: im Nordd bevorzugt man Prät: er kam erst grade im
Südd, Österreichisch w s Perfekt bevorzugt
in manchen Dialekten gibts kein Prät: es ist einmal ein Prinz
gewesen
13. Stilwert r W/a. Nominal- u Verbalstil. E Wahl best W/a
erlaubt n Nominal/ Substantiv-, Verbal- u. Adjektivstil
untersch. Nach welchen Merkmalen: Verbalstil in einigen
Stillehren w behauptet, ss V/s nen höheren Wert als
Nominalstil hat, weil e Darstellungen im V/s „lebendiger“
wirken; doch allein s Quantum r W-r reicht nich aus, um ein
Kriterium zu s, im V/s werden
viele dynamische V eigesetzt
Nominalisierungen
(Streckformen,
Genetivketten) w gemieden
Im Stil r Alltagsrede, Presse u. Publizistik, in einigen
Textsorten r schön Lit w r V/s bevorzugt.
z.B. Erzählungen, Berichte, Reportagen.
Nominalstil: e umgekehrte Tendenz – Genetivketten,
Streckformen (in Empfang nehmen), Abstrakta.
Im N/s w wissenschaftl., bürokratische, wirtschaftl, ling Texte
realisiert.
E Wahl r W/a haengt vom Funktionalstil, jeweiligen
Textsorte,
doch es gibt Ausnahmen, bes in der heutigen Lit-r, man
bevorzugt N/s
W/a, e in diesem od jenem Stil gebraucht w, haben ihren
Stilwert.
z.B. Verben auf – ieren haben nen offiziellen Klang
(tabuisieren, sensibilisieren)
-Unwörter: vorprogrammieren (vor+ vor), kuren, urlauben statt Urlaub machen
-man soll zu viele Substantivierungen meiden, weil r Text zu
bürokratisch wirkt.
-wenn man e handelnden Personen nicht nennen will, kann
man zu Passivkonstruktionen greifen.
Adverbien: sind Umstandsw-r, bieten Zeit- u Ortsangabe,
können Verben ergänzen;
3 Gruppen:
1.Modalw-r (man nennt sie auch Gewürzw-r, sie
kommentieren, schätzen ein, modifizieren n Satz inhaltlich):
freilich, wahrscheinlich, vielleicht, wohl, gewissermaßen...
2.Adverbiale Aussageverstärker: ja, ganz u gar, stets, u
überhaupt, bloß, nur, etwa, ah, also, eben... (Es gibt eben,
schon, also, ja , denn Spagetti)
3.Verneinungsmöglichkeiten mit Hilfe von Adv: in r Litotes
(Verneinung durch e Bejaung s Minimums) nicht besonders
klug, nicht gerade; Euphemismen: Nullarbeit statt
Arbeitslosigkeit;
Verneinungen können direkt s – mit Hilfe von Adv od
Indefinitpron: alle (die Gurken sind alle), alles andere als...,
kein, keinerlei, keineswegs, keinesfalls, nein, nie, niemals,
nimmer, Null (nichts), ohne, wenig, negativ, nichtig, ohne zu,
wenig, werder noch;
Vorsilben als direkte Verneinungen (27): amoralisch,
asymmetrisch, ablehnen, abweichen, Abnorm, aufheben,
ausbleiben, dementieren, disqualifizieren, degradieren,
misslingen, wegschaffen, zurückweisen, intolerant,
ohnmächtig, überhören...
Nachsilben als direkte V.: koffeinfrei, ideenlos, inhaltsleer.
indirekte, integrierte Verneinung: Boikott, betrügen, Dreck
(das geht dich einen Dreck an), falsch, sich hüten etw. zu
tun, täuschen
halbe Verneinung: faulenzen, knapp, zweifeln, schlecht (sch.
möglich), kaum, selten, nicht ganz...
14. Lautmalerei (Onomatopöie)
L/m- bewußte Verwend-g gewissr Laute zum still-n Effekt. Ihre Wurzel- in r
Volksdichtung. Bestrebt, Naturgeräusche nachzuahmen, schafft r Mensch
Schallw-r, meist in der Form von Interjektion. (wau-wau, miau). Schallw-r
verleihen r Rede Lebhaftigkeit, Anschaulichk, + auch die Naivität u
Ungezwungenheit r Erzähl. Ein Stein fiel ins Wasser- Bums! Leises
Geräuch:tapp,tapp. Schallinterjektionen bilden ne Unterlage für verbale u
nominale Ableitungen: bimmeln, bammeln, Bimmel, Gelispel, Geflüster,
Geklingel. L/m ist mit gewissen Bedingungen verknüpft. Es sind: 1 e
Übereinstimmung mit r Thematik, d.h. mit r Bedeutung s Wortes, m kleinen u
großen Kontext, 2 e Häufung u ne bestim Anordnung r Laute, e n
phonologischen Parallelismus verkörpern. r Konsonant „r“ mit seiner
vibrierenden Artiulation entspricht m Geräusch s Donners, Gebrülls, die
Konsonanten s, z, sch, scht – Zischlaute, Immitation r Dauergeräusche. e
Wiederholng desselben Konsonanten im Anlaut gehört zur altertümlichen
Tradition r germanischen Dichtung, unter m Namen Stabreim od Alliteration
bekannt ist. In r modern Literat dient Allit als Reizmittel. Kreuz und quer, Sonne,
Sand und Segelboote, Land und Leute. e Wederholung derselben Vokalen im
Inlaut heißt Assonanz. Man tängelt und schäkert mit den lieben zärtlichen
Engelein.+ mit Rat und Tat.
18. Epitheta. a) Ep- jede Merkmalsbestimmung nes
Substantivs, durch e r betreffende Begriff logisch-sachlich
konkretisiert od emotional eingeschatzt w. Haeufig sin im
Beiwort diese beiden Funktionen vereinigt.
b) s E erstreckt s ub alle Stile
d) w grammatisch ausgedrueckt durch adjektivisches
u partizipiales Attr (vor- od nachgestellt), durch
Praepositionalattribut u Apposition, durch
Praedikatsattribut u Attributsatz. In manchen Fallen k s
Bestimmungswort s Kompositums als Kleinstkontext e
Funktion s Epithetons uebernehmen (bei manchen
Stilforschern w nur s attributive Adj als Beiwort
anerkannt.
2) Konkretisierende Epitheta finden wir ausnahmlos in
allen kom Bereichen. Mit ihrer Hilfe entsteht im
BewuBtsein s Lesers e Vorstellung von Farbe, Form,
Klang, Geruch u and Sinnesempfindungen, ab auch ne
logische SchluBfolgerung auf wesentliche Merkmale u
Eigenschaften. r Grad ihrer Bildhaftigkeit is — je
nach m Kontext — bald starker, bald geringer:
Ep in r Sachprosa tragen zur Verdeutlichung u naheren
Erklaerung s Gesagten bei: eine Frage von
grundsaetzlicher Bedeutung, e anliegenden
Dokumente Zwar vermitteln sie nich Bildhaftigkeit,
ab jedenfalls durch genauere Info ne gewisse
Veranschaulichung.
3) Bewertende, emotionale Ep offenbaren e persoenlichen
Beziehungen s Senders zum Gegenstand r Darstellung,
kommen daher im Stil r offiziell-direktiven wie r
erkenntnistheoretisch informierenden Sachprosa
seltener vor. ne Ausnahme bildet allerdings e
polemische Lit. w in r Publizistik verwendet u Alltagsrede
(entztickenden Menschen, schrecklich interessanten Roman,
Bombenerfolg)
Bes wichtig sin Ep, e e personliche Einstellung s
Sprechenden anzeigen, in r schoen Lit. Sie offenbaren
Sympathie u Antipathie zum Gegenstand r Rede,
zeugen von Protest, Kampf u Leidenschaft
4) Nach Erscheinungsform untersch:

stehende

unerwartete
h verschiedenen Ausdruckswert.
stehend - mit ihrem ubergeordneten Begriff ne formelhafte
Verbindung bilden, z.B. in r Volksdichtung: grunes Gras,
kiihler Brunnen, tiefesTal, feines Liebchen, base (alte)
Hexe, buckliges (winziges) Mdnnlein, stolzer
(grausamer) Ko'nig; das holde, traute Mddchen mit r
schneeweifien Hand u r marmorweiflen Stirn.
wechseln mit d Zeitgeist, mit r soz Gesinnung, mit m
Gebiet r Verwendung. kostlicher Wein – perlender Wein?
lilienweiBe Haut – sonngebraeunte Haut
die stehenden Epitheta in den Fiigungen sensationelle
Neuerscheinung, staunend billige Preise, konkurrenzloses
Angebot – schreiende Geschaeftsreklame.
unerwarteten auf uebertragener Bed-g (metaphorische Ep):
e schlafenden Schaufenster waren voll von Modeschmuck.
nur im Kontext eindeutig determinierbar.
5) Lieblingsepitheton -Lexeme, e zuner best Zeit, innerhalb
nes bestim Kollektivs, von bestim soz Gruppen, von
bestim literarischen Richtungen u einzelnen Dichtern
haeufig gebraucht w, gehen Verbindungen mit moeglichst
viel Substantiven ein (in den 20er Jah s 20. Jh buergerliche Jugend – fabelhaft). e Modew-r: dantesk,
michelangelesk (nach dem Modell: grotesk),
In den Volksmassen – oft mundartlich gefaerbte
Lieblingsep, verschieden nach den territorialen Gebieten
statt dreist, herausfordernd im Berlinischen: keB (ein
kleines, kesses Madchen; ne kesse Sohle aufs Parkett
legen, d.h. ,,flott tanzen")
Ein Lieblingsepitheton r Osterreicher –fesch (,,elegant,
schick, sportlich aussehend").
h keine lange Dauer.
Lieblingsep in literarischen Richtungen :
,,Sturm und Drang": wild, sturmisch, verworren, rebellisch,
unbandig;
6)
s tautologische Epi – solche Beiw-r, e
von
ihrem uebergeordneten substantivischen Begriff ein
Merkmal hervorheben, s ohnehin schon in ihm selbst enthalten is:
ein Riese von ungeheurer Gestalt; eine Tarnkappe, e
unsichtbar macht.
dient als emotionales Verstarkungsmittel.
Tautologische konnen fast in allen Stilarten vorkomm:
bes haufig in r Alltagsrede;
Im Amtsstil: nach erfolgter Oberprufung r Akten... die
stattgefundene Erhebung hat bewiesen...
16. Tropen. Klassifikation. E Eigenschaften machen n Stil
erkennbar. Daraus ergibt s r strukturelle Aspekt s Stils:
1. lautliche Parameter (Reime, Alliterat)
2. rhythmische Gestalt (Versmass)
3. Elemete r graph Ebene
4. Lexeme mit beson stil Werten (konnotierte Lexik, Lexik mit
stil fachlicher, soz, regional,zeitl Markier-g – Neolog,
Archaism)
5. Erscheinungformen r Syntax (Satzform, ungeweohn
Satzglieder-g, Mittel r Kohaerenz)
6. morpholog Erscheinungen (Tempus, Genus)
7. Besonderheiten r W/bildung (Frequenz einziger
W/gruppen)
8. Elemente thematischer Rheien (semant Netze,
Wortfamilie)
9. Tropen
ne Auss-g od ne Textverwend-g erhaelt stil Sinn erst in ner
Sit. Es w ein Sachverhalt hervorgehoben. R stil Sinn is ne
Anspiel-g auf etw.
Stilfiguren/ rhet Figuren – Stilmerkmale s Satzstils, bei
denen es um e Veraender-gen r Satzgestalt handelt, u zwar
sind s Veraender-gen, e mit r Zeit zu festen Schmuckformen
r Texte w.
E antike Rhetorik bediente s fuer n Schmuck nes Systems
von Satzfigurenm Gedankenfig, Tropen, s auf 4 Veraendergskategorien beruht:
1. e Prozedur s Hinzufuegens/ Zuwachsens
2. e Proz r Auslass-g
3. Proz r Umstell-g (Transposition)
4. Immutation (Sinnaender-g) gilt nur fuer e Tropen
I) Fig r Hinzufueg-g (дополн-е смысла ч/з приращ-е) 2 –
Fig r Haeufung u Wiederholungsfig
Wiederholungsfig:
1.Reduplikation/ Anadipose griech – Wiederhol-g s
Zeilenendes am naechsten Zeilenanfang ...x/x...
2. Anapher – W-g nes Satzteils zu Beginn aufeinander
folgender W/gruppen (Syntagme, Saetze) x.../x...
ne Art Parallelismus (s Wasser rauschte, s Wasser schwoll)
3. etymologiosche Fig – W-g s gleichen W/stammes (gar
schoene Spiele spiele ich mit dir, nen schweren Gang
gehen)
II) Fig r Auslass-g –Spar-g notwendiger Satzteile (Ellipsen,
Zeugma)
III) Fig r Umstell-g – ungeweohnliche Stell-g von W-rn u
Satzgliern, e auffaelig sind (Hab e Leute gesehehn –
emotionale W/f)
Oxymoron - Unterform r Antithese, Verb-g 2 scheinbar
widersprechender Begriffe zu ner sinvollen Aussage;
Gegensatzverb-g (beredtes Schweigen, Hassliebe, e armen
Reichen)
Chiasmus – Ueberkreuzteil-g anthitetischer Wortpaar r
Satzglieder od Saetze, auch ne Gegesatzverb-g (wer viel
redet, erfaehrt wenig; Ihr Leben is dein Tod, ihr Tod ist dein
Leben)
Stilfig – alle Assoziationsmittel. Ass nach Aehnlichkeit,
Gegensaetzen u Kontiguitaeten (Zugehoer-g r Begriffe zu
nem Bereich – W/feldzusamm-haenge aufgrudn s
Weltwissens)
Metapher – Ass nach Aehnlichkeit
Oxym – Ass nach Gegensaetzen
Etymolog Fig – nach Kontiguitaet
TROPEN
Beim Vergleich w e Vorstell-gsbreiche getrennt vermittelt, bei
n and Tropen verschmelzen, es erfolg e Ersetz-g s
urspruenglichen W-s durch ein anderes.
2 Gruppen:
nach m Mass r Vollstaendigkeit r Bed-gsverschied-g
1. Grenzverschieb-gstropen с незаверш переносом знач)
Periphrasen/ Umschreib-gen
Antonomasien (spezif Periphrasen ne Pers od ein geogr
Objekt w durch Umschreib-g ersetzt - Dichterfuerst)
Litotes
Hyperbel/ Uebertreib-g
Mejosis/ Untertreib-g
Metonymie + Synekdoche
2. Sprungtropen (с заверш) – staerkere Verschmelz-g r
Bilder, Metapher alle Arten u damit verwandte Allegorie
Ersetz-g/ Substitution erfolgt auch nach einigen Krit:
1. s Krit r Aehnlichkeit kennzeichnet e Metapher (verkuerzter
Vergleich, Verb-g 2 Bildfelder ohne Vergleichspartikel)
2. Gegenteil – Ironie, Oxymoron
3. doppelte Vernein-g – e Litotes
4. Bezieh-g r Kontiguitaet – Metonnymie (Leben u Tod)
Metonymie (s Weisse Haus dementiert, Goethe lesen, r
Wein srteht im Keller) –Verb-g NICHT nach Aehnlichkeit. Zur
Probe r Met noch in r Antike – aus m metonymiscr Verb-g
laesst s ein Syntagma bilden – Regier-g im Weissen Haus,
Haggisпопка.

Erzeuger/ Firma fuer Erzeugnis (Xerox)

Autor fuer Werk

Eigentumer fuer Eigentum

Material fuer Produkt (коллекция бронзы,
почистить серебро)

Gefaess fuer Inhalt (Glas trinken)
Bacho vrichi – M aufgrund r Besitzverhaeltnisse u
wesentliches Merkmal (Rotkaeppchen, e Trompete)
17.Vergleichestehen zw n Mitteln r Bildhaftigkeit u – lichkeit (Riesel).
V-e - e einfachsten u moeglicherweise aeltesten Formen sprachlicher
Verdeutlichung in Bildern.
Sie sind keine mittelbaren Bilder im eigentlichen Sinne s Wortes, weil e verglichenen Bilder
od Begriffe bei m Vergleich miterwaehnt werden!!!
Ab sie verdeutlichen s Gemeinte, d h r Bildspender u BiIdempfaenger stehen noch
nebeneinander. Es gibt noch ne semantische Verbindung zwischen den Vergleichsgroessen
- s sog. tertium comparationis (основа сравнения) –s Dritte s Vergleichs.
Achiles kaempfte wie ein Loewe in r Schlacht.
Jeder V – Basis fuer Metapher, wenn V schon vollendet ist, = Metapher: Achiles
war ein Loewe in r Schlacht. Als tertium comparationis w vorausgesetzt, dass
Tapferheit, die sich im Kaempfen beweist, zum Wesen s Loewen gehoert. r
Loewe muss unbedingt ueb diese Qualitaet verfuegen. Wenn wir diese Grundlage s
Vergleiches akzeptieren, so ist ein Vergleich zw Achil und m Loewen moeglich.
Vergleiche benutzen unbedingt Vergleichspartikeln:
wie (sie strahlt wie ein Stern; wie 3 Tage Wetter),
als + Konjunktiv (Es war als haette der Himmel die Erde still gekuesst.),
als (ob/ wie) (r Sturm tobte, als ob alle Winde auf einmal losgelassen seien; Ich bin so klug
als wie zuvor).
Seltener Konjun gleichsam,veraltet
Mit Verben k man Vergleiche bilden:
gleichen (r Berg glich ner Pyramide). Wir koen s jetzt umschreiben,
transformieren u daraus dieses wie od als ob kriegen: r Berg sah so aus, als ob
s ne P waere.
aehneln - s Gebaeude aehnelte em Schiff.
Vergleiche kommen nich nur in poetischen Texten vor, auch in r Alltagssprache
u Sachtexten.
e stilistische Leistung s Vergleichs besteht :
1) in r groesseren Veranschaulichung s Gemeinten;
2) in r moeglichen Verdeutlichung u Praezisierung;
3) in r Einfuegung bestim Konnotationen;
(Tiervergleiche sin nicht immer universal, kulturspezifisch, Vergleiche mit n historischen Persoenlichkeiten)
stehende Vergleiche, e allen bekannt sind,absolut motiviert, ehoeren zu unserer
sprachlichen Kompetenz (stark wie ein Schwein – arab Kultur
Okkasionelle V haenen davon ab, von welchem Bild e Person ausgeht.
Klassif:
1) nach m Wesen u r pragmatischen Wirkung nach unterscheid
a) n Vergleich aufgrund direkter (eigentlicher) Bedeutung, mit rationaler,
objektiv-praezisierender Aussageabsicht,
b) aufgrund metaphorischer, uneigentlicher Bedeutung, meist hyperbolisch
zugespitzt, emotional u subjektiv bewertend.
In beiden Faellen handelt es s jedoch um s In-Beziehung-Setzen 2 W-r aus mehr od
weniger unterschiedlichen Sinnbereichen; was e beiden Lexeme
miteinander verbindet, ist ein gemeinsames lexisches Bedeutungselement
(Vergleichsbasis od tertium comparationis).
r rational prazisierende Vergleich kann zweifellos zu den Mitteln r
Bildhaftigkeit eingereiht w. e wiss Prosa neigt zu sachlichen u sinnfaelligen
Vergleichen: Es entstand eine Masse, leicht u poroes wie Bimsstein.
e metaphorischen, hyperbolisch-emotionalen Vergleiche sin meist subjektiv
bewertend. e uneigentliche Bedeutung, in r Bildlichkeit mit
Bildhaftigkeit vereint sein soll, um pragmatische Wirkung auf n Empfaenger
auszuueben.
2) Klassifizierung r V nach ihrer Haeufigkeit u Verbreitung:
individuelle (okkasionelle),
gemeinsprachliche (allmahlich verblassende)
verblaBte Vergleiche.
In r schoenen Lit, in r Publizistik u Alltagsverkehr stoBen wir oft auf
Einmalbildungen:
Vergleiche von starker Bildkraft haben oft Chancen, in n Sprachusus einzugehen.
Einmalige Fuegungen, d.h. auf rein subjektiver Basis, auf individuellen
Phantasie- u Gefuehlsvorstellungen aufgebaute Vergleiche stellen e sog.
kuehnen Bilder dar.
3) nach der Struktur: knappe, erweiterte, ausgebaute (geschlossene).
e knappen mit wie, als, als ob. In n ersten beiden Faellen folgen Vergleiche
mit positiver Feststellung er ist so alt wie du; er ist jiinger als du, wahrend mit
als ob m Sinn nach negative bzw. irreale Bilder entstehen: Du tust so, als ob
du ein kleines Kind waerest.
Als knappste Form s V darf man wohl ein Kompositum ansehen, in m r
Vergleich im Bestimmungswort eingeschlossen ist (honigsueB,
messerscharf; Kirschenmund, mit BienenfleiB (arbeiten).
Erweiterte, d. a. Doppelvergleiche: Er schwankte beim Gehen, wie ein Kranker
oder wie ein Betrunkener.
e geschlossenen w in r Stiltheorie als Gleichnisse bezeichnet. Es geht um
breit angelegte Bilder, bei denen entweder r Vergleichsbereich od r
Grundbereich angeschwellt ist.
r Vergleich ist mehr od weniger in allen Bereichen des gesellschaftlichen
Sprachverkehrs verbreitet, da es im allgemeinen (mit Ausnahme einzelner
kuehner Vergleiche) leichtverstaendlich ist. Hier w s tertium
comparationis genannt od zumindest deutlich darauf hingewiesen.
3. Funktionalstil. ist aus r Prager Schule hervorgegangen
(Mathesius 1926, Трубецкой Якобсон, Трнка, Скаличка). Auf
r Grundlage r Arbeitn von Saussure, Kurtene. 30-40 s 20 Jh.
Gegenstand – funktionale Differenz-g von SPr0n u e Theorie r
Dichterspr – Poetik. (Jakobson). Spr als funktionales Sys, als
Sys von Ausdrucksmitteln, e komm Zwecken dienen u
betrachten als funkt u strukturelle Wiss-ft Strukturalismus. 32
Funktionalspr-n:

Konversationsspr

Fachspr

Dichterspr
Sie untersch zw. gesprochener u geschriebener Spr, zw. r
vorbereiteten u spontanen Ausserung. Jakobson “Ueb e
Poetik r Spr” untersch 3 Sprachfunktionen – aesthet, poetische
u stilist.
In den 60er Jw funktionale Betrachtung r Sprache in r sowjet
Linguistik erweitert von Riesel (75 Arbeit “s Neben- u
Ineinander r Lit-stile”). Fleischer u Michel (DDR) entw e funkt
St-k “ST-k r deu Gegenwartsspr”
Stil (Riesel) – funktionsgerechter, durch ausser- u innerling
Momente bedingter Gebrauch s sprachl Potenzials im schrift u
muednl Gesellschaftsverkehr.
Sie versteht unter m Stil:
-Stile ergeben sich aus n Funktionen r Spr (Verstaendigung,
Mitteilung, Wirkung).
-Stile stellen rekurente Verwendungsweisen dar.
-Stile sin nich bloss Ausdruck s subjektiven Sprachwillens,
sond gesellschaftlich sanktioniert. Mittel s Sprachsys-s w zu
best Zwecken ausgewaehlt u kombiniert, stehen als
automatische sprachliche Formen m Benutzer zur Verfuegung,
koenn jedoch individuell modifiziert w.
1 Stil r offentlichen Rede
2 r Wissenschaft (Sachlichkeit,ohne Emotionen,ohne
Wertung)
3 r Presse u Publ-k (expressiv , Klischees, Volksweissheiten,
Einstellungslexik)
4 r Alltagsrede
5 r schoenen Lit
klerikaler, epistolarer Stil
Es gibt ab Abweichungen von dieser Schema. Fur Texte es
bestim F/s sin bestim Auswahlkriterien (zb Wortwahl, Laenge r
Satze, Tropen), bestim Stilzuege typisch.
Gemeinsam n Tnes F/s sind
1.
Auswahlkrit s spr Potenzials – Stilelemente
2.
Stilzuege
3.
spezif komm Verwendungsweise
F/s = Funk+Stilzug + Stilelement, sozialdeterminiert
Stilzug-стилевая черта – qualitative Wesensmerkmale nes
F/s u ner T/s., e ein bestimm Mikrosystem von schprachlichen
Mitteln aller Ebenen zu ihrer Aktualisierung nach sich ziehen.
(Sachlichkeit, Klarheit, Abstraktion, Dichte, Gedraengheit) zB
Logik - Stilzug r Wissenschaft, Bildkraft-schoene Lit,
Expressivitaet-Alltagsrede. Stilzuge sin von r Funktion
abhaengig.
Funktion-globale Aufgaben , e Mitteilungen in einem
Lebensbereich bedienen. (aestaetische, manipulative,
didaktisierende). F – Korrelation zw ausser- u sprachl
Gebrauchsweisen (typ Verwendungsweisen von
Ausdrucksmitteln s Sys r Spr)
Stilzuege materialisieren s in Stilelementen. Nach r Art r
Korrelatio zw Funk u m Stilzug untersch man F/s. Stilzuege h
preskreptiven Ch-r, keine Willkuer.
Stilelement- jedes sprachliche Element kann zum
Stilelement w (zB Fig, Abkuerzungen, w/bildende Elemen,
Tropen, Termini, neutrale W-r, graphostil, phonostiol Mittel)
Textsorte – nich materiell, ideal, ein Muster von nem Text in
unserer Kompetezn.
T/s - konventionell geltende Muster fuer komplexe spr Handlgen u lass s als jeweils typische Verbind-gen von kontextuellen
Sit, komm-funkt y strukturellen (gr u themat) Merkmalen
beschreiben

star normierte

weniger
Riesel: T/s – ne konkrete Erscheinungsform nes best.
funktionalen Stils od. Substils in nem geschlossenen
Textganzen.
Jed Text erscheint immer als Exemplar ner best. T/s. Man k
sagen, dass wir bestim T/s produzieren (wenn wir sprechen) u
rezepieren (wenn empfangen). Jed gegebene Text kann/soll
ner T/s zugeordnet w. Das geschieht intuitiv.
e Zahl r T/s ist riesig (Brief, Todesanzeige, Reklame, Rezept,
Telegramm): M.Dimter im Rechtschreibduden von 1973 hat
mehr als 1600 Textsortennamen gezählt, von denen „nur“ 500
grundlegender, e übrigen Bezeichnungen seien als „abgeleitet“
zu charakterisieren;
als grundlegend: Bericht
als Ableitungen: Reisebericht, Arbeitsbericht, Ergebnisbericht;
Bei r Differenzierung von T/s soll man s auf 2 Krit stützen:
c.
textinterne K. (morpholog., lexik., gr. Ebene,
Interpunktion u.Ä.)
d.
textexterne K. (sind vom Sprecher u. Hörer
bestimmt: Intention des Sprechers,
Sachverhalt, Sit (symmetrisch/asymmetrisch),
Gestaltungsform: dialog/monolog Rede).
Teil-Ganzes-Bezih-g – Synekdoche (Abart r Metonymie). E
Bezeihn-g nes Teils anstelle s Ganzen u umgek. S beruht
auf quantitativem Prinzip

Pars pro toto (Dach fuer ein Haus)

Totum pro parte (Stadt, ganz Dtl,
Metropole fuer Regier-g; Bonn zieht nach
Berlin)

Pluralis modeste (мы посоветовались и
решили)

Pluralis Auctoris (на стр мы указали)

Pluralis Majestetis (Мы, Ник 2)
Metapher - nach r Aehnluchkeit (Mond is ne Zitrone – ist
wie ne ZItrone), e Verwend-g s W-s in nem anderen als
seinem urspruenglichen Bed-gsbereich. Oft ist damit ein
bildhafter Sprachgebrauch verbunden. Durch metaphorische
Bed-gsuebertragungen wachsen haeufig n W-rn neue Bedgen zu. Feste/ lexikalisierte/ abgegriffnene/ lexikalische/
tote Metaphern – M, e r Erweiter-g s W/s dienen, wir
erkennen sie nich mehr (Tischbein, Schreibfeder,
Nasenruecken, Schraubenkopf, Bergfuss) Manchmal w W-r
mit konkreter Bed-g zu Abstrakta (durchfallen, zuruecktreten)
Neuartige M-rn – umpolen
Substantivische - Wasserhahn, Fingerhut
Adjektivische – spitze Bemerk-g
Verbale – zuruecktreten
Andere Glieder-g:
Konventionelle – Dachschaden
Poetische
Kuehne – hohe Stufe r Uebertrag-g, liegt nich klar auf r
Hand(Porzellan – schwarze Milch von Fruehe)
Katachrese – engleiste, misslungene M (m japanischen
Minister ist ein Erdrutsch gelungen, Metro geht bald in e
Luft).
Nach m Umfang untersch man:

Wortmet

Satzmet (Redensarten u Aphorismen)

Textmet (r Sinn k manna us m Ganzen
erschliessen – Fabeln – Krylos, Lessing,
Gleichnisse, Parabeln - Kafka )
Synaestesie – W-r aus m Bereich r Sinneswahrnehm-g w
mit nem anderen Sinnesbreich kombiniert (auesses Klingeln,
sanfte Stimme, duftiges Gefuehl, spitzer Schrei, warme
Farben, griller Klang)
Personifizier-g - n Nichtlebenwesen/ OBjekten w
menschliche Eigenschaften zugeschrieben (gelassen steig
e Nacht ans Land, aenglstliche Baeume)
Allegorie (griech Anderssagen) – ne abstrakte Stufe r Met,
wo ne Erschein-g durch jn dargestellt w, durch ne Figur,
koerperhafte Verbildlich-g von Ideen u abstrakten Begriffen.
(Frau Sorge, Gereichtigkeit – Frau mit Schwert u Waage, r
Tod –Sensenmann, Rhein – vater, Liebe -Cupid)
Periphrase- (griech Umschreib-g) s Einfache drueckt s
Komplizierte aus (Gott- Allmaechtigte, sofort – stehenden
Fusses), Euphomismus bedient s oft r P. (солнце нашей
поэзии)

Bildlich (fluessiges Gold fuer Erdoel,
Dichterfuerst)

Logisch (Elbmetropole fuer Dresden,
Goethestadt fuer Weimar)
Antonomasie – (Dichterfuerst, Elbflorenz, 3 Rom)
19. Lek-gr Mittel zum Ausdruck von Hum/Satire
Wortwitze
1) Doppelsinn- Aktualisier-g von 2 Bed-gen in nem Kontext
– figurative u dir Bed-g, Stilfigur, verdankt Ursprung r
Mehrdeutigk s W-s/ r Homonymie. Oft assoziiert isoliert W
mit denotativ Bedeut. r Leser versteht, welch Bed gültig ist. r
Dopp treibt sein Spiel mit Mög-keiten falscher Auslegung von
Polysemie/Homon im Kontext. Besond häufig- in r
Volksdicht, auf Dopp beruhen viel Scherze/ Rätsel: Warum
sind e Ärzte e gründ-en Leut r Welt? –Weil sie alles bei r
Wurzel anfassen( Wur –s Zahns, etw bei rWur anfass –
gründl machen) (Manche verdienen s Geld, s sie gar nich
verdienen)
2) Wortspiele- phonetisch od gr/syntakt (крепко за
шаферки держись, баран; wer nem, ne Schule baut, geht
selbst hinein) - 2 verschied W-r w durch e phonet Änderung,
e Variation in r W/bildung, Spiele mit lex Element r
stehenden Verbind, verschied Art r Kontamination, usw
irgendwie zueinand in Verbind-g gesetzt. e Lautesten (die –n
meist Lärm machen) sind nicr immer e Lautersten (von
lauter-aufrichtig=e Ehrlichsten). Besser heute aktiv als
morgen radioaktiv (Protestaktionen). Wir lassen uns nicht
verKohlen (kontamin). Irren ist maennlich. Gott sei Pank.
Usinnige Wortspiele – Suedamerika is krumm (Metonymie)
Vorverbindungen mit Ueberraschungs bzw
Verfremdungseffekt.
s Oxymoron- e scheinbare widersinnige Verbind von
Gegensätz, deren Vereinig wieder ne sinnvolle Ganzheit
ergibt; ist dazu beruf, widersprüchl Erschein-e r Wirklichk
express ausdrück. Kopulative Zusamm-setzung:
Freundfeind, dummklug; attributives Verhältn: häßliche
Schönheit, närrische Weisheit. Bei Schrifftstell, oxym-sche
Epithteta: helldunkel, zartkräftig.+süßer Schauder, ein
weißer Rabe ( Seltenheit), ein lebender Leichnam (völlig
vefallener Mensch).
Adj+ Subst, Komposit, adj Konpos, Bindestrich, 2 Subst
(Schwere r Leichtigkeit)
Zeugma- (Er ergriff sein Gepaekc u Flucht) - bewußte
Vereinig begriffl unvereinbarer W-r, gr-sch durch gleichartige
Satzglieder ausgerückt. Sie könn durch ein gemeinsam Verb
od Adj verbund, od unverbund als bloße Aufzählung.
Entsteht Komik, Satire. Er brach s Spigel auf u s Gesprech
nicht ab. Ich nahm meine Tasche u Abschied von ihm.
Schlagsatz- scheinbar-widersinnige Aussage, S/gr od Satz,
e durch en Inhalt m Vorangegebenen widerspr. e Stadt ist
schön u gefällt einem, wenn man sie mit m Rücken ansieht
Falschkoppelung-beruht auf scheinbar widersinniger
Zusammenstellung; aus gr-er Sicht ist e Verbind tatsächl
unrichtig, zB, ein Attrib vor ein Subst gesetzt wird, u m es
lgisch nich passt. Geht oft in n Sprachgebrauch Ein
möblierter Herr (H, r möbl Zimmer sucht)- Volksmund. Frau
is motorisiert.+ gebildete Umgangsspr.(Umg r Gebildeten),
Kinderhemden im Alter von 10-12 Jahr.
Parodie u Travestie –
– spottende abwandelnde Imitationnen mehr od weniger
bekannter ernsthafter Texte aus Kritik od Verdruass od
Spielerei. Meist is Parodie ne Veraender-g s Inhalts bei
Beihbehalt-g r Form (bes poetische Parodie). Bei r T umgek:
aendert e Form, bewahrt n Inhalt – beide makrostil
Einheiten.
Vergleich – wie 3 Tage Regenwetter, wie bestellt u nich
abgeholt
Metapher – Antonomasie (sprechende Namen) k
Katachrese (misslungene) Metapher: Wir lassen uns das
soz Netz nicht durchloechern; e Metro geht bald in e Luft
(Galgenhumor)
Ironie – nach r Substitution, Gegegnsaetzen (ich denke s
eine, sage s andere), Intonation – Du hast dich wirklich
ueberboten
Paradoxon – s Billigste is s Teurste
Metonymie –
Bacho vrichi – M aufgrund r Besitzverhaeltnisse u
wesentliches Merkmal (Rotkaeppchen, e Trompete)
20. Text als Objekt linguostilis Forschung. Darstellungsarten.sin Textteile, e an
ne bestim sprachstilist. Form gebunden sin nach m Zweck un Art r Aussage. Jed
Mitteilung ist an nen Empfaenger gerichtet u soll zweckmaessig ausgeformt w.
1)Berichten. Protokoll, Arbeits-, Sport,-Wetterbericht, Chronik, Lebenslauf,
Reportage, Referieren. Sinn s Berichts: n Empfaenger ueb n Ablauf nes
Geschehens informieren. R Berichterstatter erstrebt ne objektive Wiedergabe s
Sachverhalts. R Bericht soll moeglichst vollstaendig u lueckenlos s, e Ereignisse
reihen sich in ihrer natuerl. Folge an. E beforzugte Zeitform is s Praeter., beim
Referieren u im Wetterbericht s Praesens (od Futur). Typisch fur n Ber. sin
Passivgebrauch, Indikativ, unpersoenl Saetze. Man kann auch in r indir Rede
berichten, dann erscheint r Konjunktiv. Ne Sonderrolle kommt r Reportage zu:
sie laesst subjektive Anteilnahme u emotionale Faerbung zu. Sie ist ein
Grenzfall zw Berichten u Erzaehlen.
2)Erzaehlen. Zweck - nicht sachliche Info, sondern Einwirkung auf n
Empfaenger. R Erzaehler will seinen Zuhoerer packen, in Spannung versetzen.
Er bildet seinen Stoff auf seinen Geschmack, kann subjektiv, emotional, ironisch
s. s wirkt sich auf s gewaehlte Wortgut u e gram Gestaltung aus: neben m
Praeteritum - s Perfekt, Plusq, Praes. s bevorzugte Genus ist Aktiv;
abwechslungsreich ist r Gebr r Modi. Oft erzaehlt man von eigenen Erlebnissen
in r 1. Pers. 3)Beschreiben.m Empfaenger ne genaue Vorstellung r
Beobachtungen zwecks Info zu vermitteln. B-n ist e Hauptd-a in Wissenschaft u
Technik. Man benutzt terminologischen W/s, da s Beschr-g in r regel
berufsgebunden ist. Jede Beschr-g eroertet zugleich. Hauptzuege:
Verallgemeinerung u Exaktheit. E gram Ausgestaltung: Gebrauch s
verallgemeinernden Praes, s verallgem Artikels, s Indikativ, s Passiv u Stativ, r
man-Saetze.
4) Schildern. E Beschreibung ist erlebnismaessig kuenstlerischgerichtet. r
Beobachter spricht von r Wirkung, e e Gegenstaende auf ihn ausueben, er
formuliert Eindruecke. S Schildern bezieht e Darstellung r Gefuehle ein, obwohl
als Grundlage exakte Beschreibung bleibt. Landschafts-,Bild-,
Erlebnisbeschreibung- dabei beruehrt s s Schildern mit m Erzaehlen u
Beschreiben.
5)Charakterisieren verlangt Stellungnahme u Urteil. Es geht um ne Wertung ner
Person. Das ist e subjektivste D-a. Abarten r Ch-k sind: - Char nes Menschen
aus r Umwelt; s literarische Portraet (Char-ik ner literar Gestalt); - sachliches
Gutachten zu ner Diplomarbeit, ner Dissertation, nem Buch. Je nachdem, ob e
Char-ik praxisbezogen, literarisch od dokumentarisch is, aendert sich e spr
Ausgestaltung. Zum Ch-n koennte man s Kommentieren zaehlen, s sich auf
literarische Werke, Presseartikel u.a.m. bezieht.
E Gesamtheit r D-a, genauer gesagt, ihre Anordnung in nem Text bezeichnen
wir als stilist. Darbietungsform.
21. Erzählperspektive is ne Blickrichtung s Textes in
räumlicher, zeitlicher, personaler, gedanklicher Hinsicht,
widerspiegelt e ideologische, psychologische, ästhetische
Einstellung s Verfassers. ne Perspektive gibts in jeder Art von
Kunst: ein Maler wählt nen bestimm Blickpunkt, von m er e
Gegenstände seines Gemäldes widergibt. Jeder hat seine
Mittel. r Schriftsteller verfügt üb e Spr.
Komponenten r EP:
1. Am natürlichen Kommunikationsprozess beteiligen s 2
Gesprächspartner: Sender u Empfänger. Ab in r
schöngeistigen Literatur sin sie zeitlich u räumlich getrennt. e
EP immer wechselt. Ab r Autor ist r Sender, Leser –
Empfänger, Erzähler - Figuren. r Autor kann in Szene treten (in
r Ich-Form; in Tagebüchern, Reisebeschreibungen) od s
tarnen. r Erzähler kommt in r Ich- Form od Er-Form. Er kann
Beobachter od Chronist od Betrachter s. E EP r Figuren
manifestiert s in r Figurensprache, in r erlebten Rede, teilweise
in r Autorensprache. s Geschehen kann vom Blickpunkt ner
Figur geschildert w. Es kann so viele EP geben, als handelnde
Personen mitwirken. Davon signalisieren Artikelgebrauch, Z/f,
Satzaufbau. e EP s Lesers, Empfängers kann in verschiedener
Grad zur Geltung kommen. Jeder Autor ist bestrebt, seinen
Leser zu beeinflussen (offen od versteckt). e offene Einstellung
auf n Leser-Anrede an n Leser, Fragesätze, Schaltsätze mit
Kommentaren s Autors, lexikalische Auswahl, e Ich-Form.
2. r räumlich-zeitliche Blickpunkt: Wir betrachten e zeitliche u e
räumliche Perspektive getrennt. In Wirklichkeit sind sie kaum
abzuordnen. Für n Inhalt u e Form s Werkes ist e fiktive
(Erzählzeit) Zeit wichtig. r Erzähler u e Figuren gehören nicht
immer demselben Zeitraum an. e Erzählzeit kann stillstehen
od s im Tempo entw.s Kunstwerk ist wirksamer, wennr Leser s
in e erzählte Welt hineinleben kann.e Z/f können e Gestahlt s
Erzählers od Betrachters signalisieren, dabei s Präteritum
distanziert, s Präsens vermindert n Abstand zw dem Autor und
Leser.
3. Im Zusammenhang mit r zeitlichen Perspektive steht s
Erzähltempo. Es kann ruhig, episch, rasch s. Als sprachliches
Hauptzeichen dienen e Z/f. s Prateritum schildert e Ereignisse
u ihre Folge.
22. Sprachportraet. findet seinen Asdruck vorrangig in r
Figurenspr, s ist an e Arten r Rededarstell-gen
angeschlossen. E Begriffe „lit Port“ u „Sprachportraet“ sin
auseinanderzuhalten.
s lit Portraet – aeussere u innere Ch-k r handelnd Personen
druch n Autor/ Erzaehler, Handl-gen u Aeusser-gen r hand
Personen selbs, ihre Namen (sprechende Namen Prof
Unrat)
s Sprachport (Sprachch-k)- ne Teilchar-sier-g ner
dargestellten Person durch ihre Art, s sprachlich kundzutun.
W gemalt durch:

Figurenspr –dir Rede

Erlebte

Indir

Autorenspr, wenn r Verfasser od Figuren e
Sprechart r hand Pers beurteilen
Jede Pers – ne einzigartige Indiv-taet, Vertreter ner soz,
berufl, nat, hist Gemeinschaft -> individuelle u allgemeintypisierte Zuege. zB. Buddenbrooks- ie erste Bekanntschaft
r Konsulin mit Permaneder: ne humorvolle Szene; beide
Figuren verkörpern bestim soz Gruppen: e Konsulin stammt
aus höheren Kreisen, Perman. –aus Kleinbürgertum. Ihre
Begegnung ist r Zusammenstoß 2 Welte. s tadelose Deutsch
r Konsulin kontrastiert mit r dialekten Sprechakt Perman-s. e
Sprechart Perman-s stellt bloß nen Teil seiner gesamten Chk dar. In nem Dichtwerk ergänzen beim SP alle Arten
Rededarstellungen einander. e eigene Sprechart jedes
Menschen verrät sein Wesen. Direkte Rede w zum Spiegel s
Inneren ner Person. e handelnden Personen gebrauchen
ihre Lieblingsw-r u – ausdrücke (Tony - vornehm).
e erlebte Rede gibt Einsicht ins innere Leben s Menschen.
Dir Rede kann manchmal täuschen, erlebte Rede bedeutet
nen Einblick in e geheimste Gedankenwelt.
e indirekte Rede verrät e Innenwelt r Person in geringerem
Masse, nur wenn Lieblingsw-r, typische Auesser-gen, ab ist
eine Verschmelzung von Zitat & indirekter Rede, gewöhnlich
mit ironischer Untermalung.
23. Stil r öff Rede kognitive u komm Funktion in r strickt offiziellen
zwischenmenschlichen, u zwar im Bereich r rechtlichen Beziehungen u
Verwaltung. Spr r offiz Unterlagen (in n politischen, wirtschaftlichen Bereichen,
im Bereich r internat Bezieh-gen, Rechtspflege, Militaerbereich, offiz
Institutionen u Organisat) u im Leben einzelner Mneschen, auch in r mündl Form
– e Spr r Verhandlungen, r unfeierlichen Sitzungen, Tagungen, ofiziellen
Empfaenge
Inhalt r komm Funktion – preskriptiv (e Menschen kontrolliieren) u direktive
(direkte Wirkung auf s Verhalten r Menschen anhand r Gesetze, Erlasse,
Anweisungen usw). Es gibt direktiv-normative Dokumente (wirtschaft, soz,
ideolog, polit) regeln s Verhalten r Menschen, betsimmen e Taetogekeit s
Staates, s Kollektivs u jedes Menschen, u normative – sind sehr aehnlich,
umfassen e Verhaltensregeln – Mittel r Kontrolle r Gesellschaft.
Stilzuege –Unpersoenlichkeit, Sachlichkeit, gedraegte Kuerze, leichte
Fassbarkeit, strenge lit Form,.lit-sprachl Standard, keine Emotionalitaet. Senderim Namen s Staates, Institution or Amtsangestellten.
Textsorten:
Beschluesse, Parlamentserlasse, Verordnungen. Unterlagen im
polit Bereich
Diplomatische Verträge, Protokolle, Noten, Memorandum
Unterlagen im diplomatischen Bereich
Gesetzbuecher, Unterlagen im Bereich s Rechts
Befehle, Verordnungen, Unterlagen im Militaerbereich
Geschaeftskorrespondenz, Protokolle, Befehle, Vorschriften,
Bekanntmachung, Telegramme inoff Institutionen
Offizielle Unterlagen im privaten Leben nes Menschen
(Zeugnisse, Testamente, Bescheinigung, Entschuldigung
(объяснительная записка), Vollmacht (доверенность) usw)
Es gibt strenge Regeln, nach denen e Texte dieses Stils verfasst w, um oeffentl
Komm-aufgaben zu loesen.
Architektonische Mittel:
Absätze
Numerierung einzelner Teile r Auesser-g
Kapitel
Es darf keine Mherdeutigkeiten u Missverstaendnisse entstehen
n unpersönl Ch-r r öffent Rede schaffen:
e wichtigste Struktur – Tatsachenbericht (композиционно-речевая форма –
«констатирующее сообщение»)
Modalverben (soll, muss)
Verb – befehlen, fordern, anordnen, veranlass
V im Imperativ
Unpersoeln Konsrruktionen (erfoderlich, zulaessig)
Kj
Alle Texte sin standardisiert – Mittel r Sprachoekonomie.
R unpersoenl Ch-r wird erreicht durch:
stehende Redewendungen u Klischees (in Kraft treten, zur
Genehmigung vorgelegte, als Anlage senden wir)
s unpersönl Pronomen man, Verben in r 3. Form, Passiv
Sammelsubst – (e Wahlen, e Werktaetien)
Termini, funktional gefärbte Lexik (ausfertigen, in Anerkenn-g r
Tatsache)
Anredeformen, verschiedene Formeln (Hoeflichkeit u Abstand)
Logische Expressivitaet u Bildlichkeit u trockender, kalt-hoefflicher Ton
ist moeglich in einigen T/s. Exp-tate w durch Feierlichkeit, u wo dieser Stil mit
dem Stil r Publ-k s ueberlappt – Parteidokumente (Protokolle, Resolutionen,
Nachruf, Worte s Gedenkens слова прощания)
Auf r Spr r oeffentl Rede spricht man nicht, das is e SPr r Mitteil-g, nicht r
Komm-n:
o
Komplizierte syntakt Struktur (erweiterte, Hypotax, Parataxe)
o
Nominatlstil (in Uebereinstimm0g, zwecks, laut, betreffs, kraft
dessen) u , Strekcformen, Kompisita, Termini, fremdsprachige
W-r (Note, Memorandum, Attache), Genitivkennten
o
Archaismen (Exzellenz)
o
Stehende Redwen-gen (innewohnende Rechte)
Muendl Form: Reden vor Gericht, streitiges kontradiktorisches
Gerichtsverfahren (Anwalt u Anklaeger)– Suche nach r Wahrheit. Funktionen
herausfinden, beweisden u ueberzeugen. Stilzuege:
Aussagekraft, Genauigkeit, Logik, Kuerze, Emotionalitaet, Klarheit, Wahr-ug r
Etikkete. Dialoge u Monologe, ab auch Mittel r Ugs – Wiederholgen,Parenthese, Aposiopese, Ausrufesaetze.
25. Stil r Presse u P-k. Stil r Agitation u Propaganda, r
journalist Texte genannt. Riesel: dieser Stil dient als Waffe
im ideolog Kampf. Pub Stil hat gegenueber and Stilen:
1) dominante – meinungsbildende F-n + didaktische/
explikative (разъяснит.) + aesthetische (ab künstlerische Lit
26. Stil r Alltagsrede -Stil, von m die Menschen bei r alltäglichen
Kommunikation Gebrauch mach. Dieses Stils bedienen s alle Alters- u
Berufsgruppen, ist in r schönen Lit präsent. Im Geltungsbereich untersch 2
Sphären:
1.
alltäglich-umgangssprachliche (Familie, Freundeskreis);
24. Stil r Wiss-ft. E gesell Sopezifik – Gewinn-g u Verbreit-g
theoret u praktisch-r Forschungsergebnisse aus versch
Fachbereichen, Erklaer-g neuer Erkenntnisse u
Gesetzmaessigkeiten mit hilfe sachlich-systemat Beweisfuehrg u gelegentlich mit polemischer Argumentier-g.
2 Gattungsstile nach m Sender-Empfaenger-Verhaeltnis –
akademisch-wiss Forscherstil (Sachkundiger,
Abstraktionsstufe) u populaerwiss Stil (breiteste Schichten r
Bevoelker-g).
Grad r Express-vitaet – objektive Sachdarstell-g (logische
Expres) u polemische Darstell-g (emotionale) – stilist
Darbietungsformen.
Gesellwiss u mathemat-technisch u naturwiss Sachprosa.
T/s – reale Etrsscheinungsform s wiss Stils in geschlossenen
Textganzen – Diss, Monographie, Abhandl-g,
Zeitschriftenaufsatz, Annotation, Rezension, Essay, nach r
Einstell-g zum Empfaenger – Lehrbuch, -brief, enzyklop
Grundriss, kurzgefasstes Nachschlagewerk. Munedl: Kollegien
(geschlossenen Vorlesungsreieh), Einzelvortrag, wiss Diskuss
2) Stilzuege – stilpraegende u –normende Wesensmerkmale
jeglichen Komm-aktes. Stilzuege rufen zu ihrer sprachl
Realisier-g ein Mikrosys von Asdrucksmitteln aller Ebenen
hervor
Logik – obligator u primaerer Hauptstilzug: Teilfaktoren –
Klarheit, Sachlichkeit, Genauigkeit, Folgerichtigkeit,
Abstraktionsvermoegen + logische Komponenete s Stilzugs
Express-taet!!
E motionale Exp-taet bleibt in beiden Bereichen r wiss Prosa
fakultativ – haengt teils vom Thema u T/s, teil vom
Individualstil.
Bildkraft – Bildhaftigkeit (anschaulich, sinnfaellige
Ausdrucksweise - Stilnorm) u Bildlichkeit (nicht als Schmuck) –
Mittel r Erkenntnis, um nen neuen Begriff zu bezeichnen
(Elektronengehirn nes Raumschiffes). In r populaerwiss Lit
nimm Bildlichkeit dank ihrer Anschaulichkeit u r emotionalen
Wirk-g auf n Leser festen Platz ein – bewahrt vor Monotonie u
unpersoenl Standardisier-g.
E Anzahl r individuellen Metaphern in math-techn u naturwiss
T/s is halb so gross wie in gesellschaftswiss. In polemisch u
populaerwiss - individuelle Metaphern staerker vertreten
(Vergleiche seltener). In beiden Substilen – mehr Metaphern
als V wegen Nennfunktion
3) Stilelemente:
W/s – Grundlage jeder wiss Asdrucksweise – neutrale liter
Lexik in Verb-g mit funktionalstilist, d h deu u fremsprachig
Terminologie u Realienbezeichnungen.
Termini u Realienbezeichnungen – Sprachoekonomie.
Mathem-tech u naturwiss Facharbeiten – wort u
emotiosnaermer als philolog u hist, verwenden aussersprachl
Hilfsmittel zur Beweisfuehr-g – Symbole, Skizzen, Strichbilder,
Diagram, Tabellen.
Terminolog Neologismen, durch Zus-setzung gebildet
(Wissenschaftswissenschaft), durch Kurzw-r/Buchstanbenw-r
(RGW), sprachoekonomische Ausklammer-gen
(gramma(tikal)isch).
Man meint, Termini sind eindeutig – falsch, sie h verschied
Bed-gen in verschied Wissen-ften (Ellipse in Ling-k u Math-k).
Man verzichtet auf Rinschalt-g griech u lat Brocken, ersetzt
durch deu.
Streckformen (aus Verbalsubst u Funktionsverb) viele.
sStrenger Forscherstil tendiert zum Nominalstil, im
populaerwiss – wegen Konkretheit - Verbalstil.
Zitate, Belege - Beweismaterial
Gr Bau - - Logik – Verwend-g nominaler Satzbauplaene –
einfache Aufzaehl-g, Reih-g, Passkonstruktionen, and Mittel
unpersoenl Aussage mit Nicht-Nenn-g s Agens- in allen
Substilen.
In r populaerwiss- unterhaltsame u spannende Ueberschriften.
Aussagesatz dominiert, ab auch Ausrufesatz zu polemischen
Zwecken.
Fragesaetze – fuer beide wiss Substile typisch –rhet Fragen,
Frage u Antwort – Dynamisier-g u Herstell-g s Kontakts zw
Redner u Publikum od Mittel r Polemik.
Parallelismus u Antithese, Aufzaehlg, Widerhol-g als lexisch-gr
Mittel r logisch u emotionalen Expres-vitatet.
Hypotaxe – Unterordn-g, logisch
Innere u aeussere Gliederungsmittel – aim Dienst r Logik Absaetze u Kapiteluebergaenge. Wendungen (Was dieser
Frage betrifft, Erwaehnenswert is, Es muss betont werden) Vorreiter, sprachliche Klischees (Wie schon auf S gesagt
wurde...), das sin Mittel r Verzahung Das all erliechtert
Uebersicht u Systematik.
Populaerwiss Stubstil – erziehereische Funkt.
u. wissenschaftl. Lit h auch meinungsbildende F-n – wiss
Polemik)
2) Genresvielfalt
3) Mannigfaltigkeit funktionaler u semantisch-expressiver
Sprachelemente: neutrale Termini erhalten konn Nebenbedg – Perestrojka, Sonderlexik, express Phraseologie;
Sentenzen u Volksweisheiten; Einstell-gslexik; Aktualisiergen, pub Neologismen; Automatisier-gen u pub Klischees u
Stereotypen + Ausdruecke. Dialektismen dienen Humor u
Satire. Typisch fuer Lexik u Phraseologie ist das
Ueberwiegen r literarisch-ugs Stilfaerbung, e ne emitionale
Faerbung bewirkt.
Bildlichkeit dienst in P-k zur emtionalen Darstellung, durch
sprachliche Bilder w r Text leichter fassbar, bewegter u
leidenschaftlicher (amtliche Luegennetze).
Auch bildhafte Periphrasen u Epitheta, Mittel r Satire
(Wortwizt, unlogische Verbindungen u stilistische Paradoxe
– Sterbensmittelindustrie statt Vernichtungswaffenindustrie;
satirische Neologismen durch Wortbildung – Passivist von
Aktivist; s Verkleinerungssuffix kann e Ironie ausdruecken Experimentchen). E Mittel r Satire dringen sogar in
nuechtern-sachliche Genres s Zeitungsstils ein (Bericht,
Chronik, Kurznachrichten).
Stilzuege:
1.
Je nach r T/s emotional od sachlich
2.
Annaehrung an n Stil r schoen Lit
(Reportage u Feulleton) od s oeffentl
Verkehrs r eingache od erweiterte Bericht,
Kommentar, Chronik u and sachlichoeffiziellen Formen) od r Wiss-ft (polit u
wissen Artikel);
3.
allgemeinverstaendlich
monologische T/s s Stils :
2 Gruppen r publ Texte: Zeitungs- u Zeitschriftspubl-k
(gedruckt) u sozial-politische Beredsamkeit (muendlich).
Zeitung umfasst T/s: Artikel, Berichte, Kommentare,
Nachricht, Ueberblick, Rezension, Reportage, Feulleton.
Man untersch in r Zeitungs- u Zeitschriftspub-k 3 Gruppen r
T/s: informative, analytische u künstlerisch-publizistische
Informative Textsorten: Abarten sin wahrheitsgetreu u
objektiv:
1.
offiziell-informativ (kurz, objektiv,
wahrheitsgtreu, genau Info - kurze
Mitteilung, Mitteilung, Chronik, Bericht,
Interview)
2.
sachlich-informativ (objektiv, nicht
emotional, nicht expressiv, -Kommunique,
Bericht, Zus-fassung eines Dokuments,
Ueberblick)
3.
inoffiziell-informativ (expressiv, literarischugs, genaue u kurze Info – kurze Mitteilung)
4.
informativ-expressiv (Mitteilung, weniger
expressiv)
Analytische: Verbdinung r Informationensfunktion mit r
Funktion r Erlaeuterung, Deutung (analytisch) –Artikel,
Interview, Rezension, Chronik, Reportage, Ueberblick,
Leitartiek, Kommentar, Ansrpache, Beschreibung,
Grusswort, Aufruf, Losung
Künstlerisch-publizistische: Rede, Artikel, Reportage, Essay,
Feulleton, Glosse, Rezension (Syntese r Stilzuege –
analytisch, objektiv, emotional, subjektiv)
r publizistische Stil (miteingeschlossen Zeitungsstil) is
mannigfaltiger als e Stile s oeffentl Verkehrs u r
Wissenschaft. Charakteristisch is ne Verbindung von
Verkehrs- u Ausdrucksfunktion r Spr, muss sowohl sachliche
als auch emotionale Ueberzeugungskraft haben.
-> Funktionen – informative u agitatorischpropagandistische (aus der letzten Funktion ergibt sich
auch e emotional-expressive Funktion – im Text wird e
Meinung, e Wertung s Autors explizit zum Ausdruck
gebracht)
Grunlage r Sprache dieses Stils – Verbindung r
Elemente verschiedener Stile (Verbindung s Standards u
Expression)
Ch-k einiger Zeitungsgenres:
Leitartikel (s wichtigste Ereignis, orientiert n Leser)
Bericht (инфо) (s lakonischste, laut Tatsachen, nur ein
Ereignis od ne Tatsache, objektiv, genau, nicht emotional u
offiziell)
Artikel (eine breite Palette r Problematik, problematisch,
kritisch, analytisch)
Kommentar (analytisch, erlauert Ereignisse + wirkt auf den
Leser ein)
Glosse (глосса) (witzig u sarkastisch, sehr kurze Mitteilung
am Rande, satirisches Genre, Einwirkung auf n Leser)
Reportage (erlebnismaessig – Ich hab selbst gesehen,
erlebt, teil genommen, dynamisch, e Persoenlichkeit s
Autors kommt zum Ausdruck)
Dialogische u polylogische T/s :
Gespraech (беседа) – Fragen u Antworten, Besprechung
eines Problems
Meinungsstreit (диспут) - Meinungsverschiedenheiten
Diskussion – eine Form s Streites, Meinunsgaustausch, eine
Streitfrage, Ziel – Konsensus, emotional, Streben nach ner
friedlichen Loesung, Toleranz
Polemik – Ziel – seine Meinung zu verteidigen, e s
Opponenten zu widerlegen, kriegerischer u kritischer Ch-r,
manchmal – Hohn, Spott, Zorn, Verachtung
Interview – Dialog – Nachforschung
R Rednersubstil s Stils r Presse u Pub muendlich u
schriftl. Muendlich:
Vortrag – eine oeffentliche Rede zum wirtschaftl, sozial-polit,
kulturell-aufklaernden, ethisch-sittlichen usw Thema,
beinhaltet ne Empfehlung, Loesung ner Aufgabe u
manchmal Anweisung zum Handeln.
Rechenschaftsbericht (отчетный доклад) – Analyse r
geleisteten Arbeit, deren Resultate, Auswertung r Nachteile,
Erfolge us. Offiziell, wenig Agitation u Propaganda,
2.
alltäglich-professionelle (inoff Kommunikation im
professionel Umfeld).
Für beide Sphären sin Merkmale typisch:

Stabilität r Verhältnisse zw n
Kommunikanten;

Ein professionell od alltäglich bedingter
Themenkreis;

Ungezwungenheit.
Extraling Kennzeichen s Stils r Alltagsrede

konkret-sachliches Denken

konkreter Inhalt

inoffiz

Natürlichkeit

Vertraulichkeit

Automatismus

Vorherrschen von dialogischer Kommunikationsform
r Geltungsbereich r Alltagsrede ist durch konkreten Inhalt gekennzeichnet, r
Träger von inhaltlichen, emotionellen, subjektiv-wertenden u modalimperativischen Info ist. Für n Stil ist ne stark ausgeprägte natürliche
Emotionalität typisch, e vor allem durch Intonation, Syntax, Mimik u Gestik zum
Ausdruck gebracht w. r subjektiv-wertende Aspekt r Alltagsrede drückt s
Verhalten s Sprechers zum Gegenstand r Äußerung, zum Adresaten u zur
Äußerung selbst aus. Abgesehen von konkret-sachlichem Denken ist auch
bildliches Denken u e mit ihm verbundene bildliche Expressivität typisch. Texte
dieses Stils sind stilistisch markiert (ungezwungen, lässig, oft auch familiär). Für
diesen Stil ist vorwiegend unmittelbarer Kontakt charakteristisch, r mit m
Gebrauch von Dialog u mündlicher Rede verbunden ist. Sprachökonomie ist
stark ausgeprägt (sprachelemente w durch extra- und paralinguistische Mittel
ersetzt: Gestik, Mimik usw). e mündliche Komunikationsform gibt e Möglichkeit
Äußerungen durch Wiederholung, Präzesierung zu korrektieren.
Genres des Stils
Im Stil gibts keine Genres im wahren Sinne s Wortes, mit ausnahme solcher
genre-stilistischer Formen wie „persönlicher Brief“, „Zettel“, „Streit“, „Diskusion“,
deren Grenzen verschwommwn sin. e vorwiegende Sprachform ist r Dialog, r im
Alltagsgespräch keine strukturelle Ganzheit aufweist, da e Themen andauernd
wechseln (aufgrund verschiedener Assoziationen u Reaktionen auf e Ausenwelt,
e zum neuen Thema w können). s h, ein längerer Dialog ist strukturell nicht
einheitlich, sondern besteht aus ner Reihe von Mikrodialogen mit Mikrothemen u
Mikrosit.
Besonderheiten r Texte
e Grundlage - Umgangssprache, e unmittelbar mit m Dialog verbunden ist.
Lokale Differenzierung r Umgangssprache ist meist auf r lautlichen Ebene
verzeichnet, e Dialekte verlieren mittlerweile immer mehr an Bedeutung.
Differenzionsskala (Riesel):

Literarisch-ugs

Familiär (salopp)

Vulgär, grob
Gemeinlinguistische Kennzeichen der Ugs

hohe Aktivität nichtliterarischer Sprachmittel, darunter
salopper Elemente auf alle Ebenen

unvollständig strukturierte Gestaltung r sprachlichen
Einheiten (auf phonetischer, syntaktischer, teilweise
morphologischer Ebenen)

Vorherrschaft von sprachlichen Einheiten mit konkretem
Inhalt auf allen Ebenen

Abgeschwächte Verbindung zw Satzteilen bzw. kein
deutlicher Ausgdruck, Gestaltung dieser Verbindung

Reichtum an expressiven, subjektiv-wertenden
Sprachmitteln auf allen sprachlichen Ebenen

Redestandard u Phraseologismen umgangssprachlichen
Ch-rs

Okkasionalismen

Reichtum an persönlichen Formen (Personalpronomen)
Wesenszüge r alltäglichen Kommunikation: Konkretheit, Anschaulichkeit,
einfache sprachliche Mittel, Emotionalität, Ungezwungenheit.
Konkretheit
Auf lautlicher Ebene: Vielfalt von konkretisierenden Intonationsmodellen,
Geräuschimmitationen u lautliche bildlichkeit.
Auf lexikalischer Ebene: e Polionomie (Tendenz alles beim Namen zu nennen,
allermögliche Bedeutungsnuancen auszudrücken), z.B.„gehen“: stampfen,
trotten, trabeln, taumeln, watschen, torkeln, humpeln
Auf r Ebene r Wortbildung: weite Neste verwandter Wörter: Verben mit prefixen:
bei jmdm. vorbeischauen, bei jmdm. aufkreuzen.
Auf r lexikalisch-phraseologischen Ebene: lexikalische unphraseologische
Metafern, situative Synonimie, Überdenkung vorhandener Kontominationen:
„Bescheidenheit ist eine Zier“ + „doch weiter kommt man ohne ihr“ (Umdeutung)
Auf morphologischer Ebene: Vorrang von persönlichen formen r Verben,
Nominalisierung u Adverbialisierung von Numeralien, r Gebrauch voller Adj im
Prädikativ.
Auf syntaktischer Ebene: Vorrang von nominativen Konstruktionen, e n
konkreten Sinn hervorheben: Nur nicht mit schmutzigen Händen! (wenn s Kind
von der Straße kommt und nen Apfel nehmen will);
Tendenz zur „Intellektualisierung“ u Abstragisierung: abstrakte Substantive
vertreiben verbale Konstruktionen: e Aussicht auf Besserung ist minimal.
e Abstragisierung kommt im Gebrauch von Termini im weiten Sinn u
Adjektivation mittels suffixierung: saumäßig, klecherweise u.s.w.
Emotionalität stellt n Komplex verschiedener Expressivitätstypen.
Auf phonetischer ebene: verschiedene Intonationsmodelle, e auch mit
paralinguistischen Mitteln, wie Mimik u Gestik verbunden. schnelles Tempo
prevaliert u verursacht Lautreduktionen. Ein langsames Tempo kann
zurückgehaltenen Ärger, Trost signalisieren.
Auf lexikalischer Ebene: emotionell u wertend gefärbte Lexik u Phraseologie.
Negative od saloppe u subjektiv-umgedeutete stilistische (auch ironische u
spaßhafte) stilistische Färbung ist verbreitet: Geklimper für erstklassiges
Klavierspielen, Bude für Wohnung.
Positive emotionalität kommt intonatorische zum Ausdruck: So ein niedliches
Mädchen!
W-rn mit emotionell-wertende Bedeutung h: Himmlisch! Einsame Spitze! Unsinn!
Quatsch!
u mit intensifizierender Bedeutung: brüllen, flehen, miserabel. Es werden auch
oft Suffixe, u Affixähnliche Komponente Unmasse, Hundewetter, Bombenerfolg,
ultrafein. + „Dekomposita“ (sehr lange Zusammensetzungen):
leiderlebenslänglichlausiglange Leitung.
Erweiterungsmittel (Attribute, Adverbiale, Partikeln), syntaktische
Phraseologismen: vollinhaltlich einverstanden; er ist so dumm, wie er aussieht,
ich schmeisse dich an die Wand, dass du klebenbleibst.
Periphrasen solcher neutralen W-r wie nichts, nicht, niemand, niemals: Er hat
sich nicht die Bohne drum gekümmert! Kein Teufel/ kein Schwein/ keine Selle
hat davon gewusst.
Formulierung neuer Aufgaben, is ne kollektive Arbeit,
durchdacht, Argumentation, genau, deutlich, begruendet
Politische Rede – programmatisch, gehalten von nem
fuehrenden Funktionaeren auf ner Tagung, Parteitag,
Sitzung,
Diplomatische Rede- offizielle Rede nes Diplomaten
Kundgebungsrede (митинговая речь) – Massenrede,
verstaendlich, immer aktuell, sehr emotional, gespannt,
pathetisch, dureckt gemeinsame Gefuhle u Anliegen
Nachruf (надгробная речь) – traurig, bewertend, beschreibt
den Verstorbenene u seine Taten
E Rednerstil naerht sich zum r schoen Lit u befolgt e Normen
r schriftli Rede, zum anderen hat einige Eigenschaften r
muendl Rede (erweiterte gram Konstruktionen, syntaktische
Parallelismen) lexikalische Wiederholungen, Aufzaehlungen,
elliptische Konstruik, Nachtrag, usg W-r u Wendungen,
Abkuerzungen, Mimik, Gestik. ne bes Bedeutung haben e
Figuren (Klimax, Inversion, Anthitese, rhetorische Frage,
Antwort-Frage-Konstruktion, Wiederholung) +
Umgangsprache (einfache Saetze, Abweichnungen von n
Regeln, usg Lexik u Phraseologismen -> ungezwungen) +
Tropen + Intonation + Sinn fuer Humor!
Stilzuege: Richtigkeit, Reichtum r Sprache, Kuerze u
Wortschwall (многословие), Deutlichkeit u Genauigkeit
29. Begriff “Norme” u “Stilistische Kompetenz”. u
Handlunsgaspekte r St-k, auf r Basis r pragmatischen St-k.
Sprechen = Handeln, u jedes Sprechen u Handeln ist
regelgeleitet u folgt Muster
Handlungsmuster (Johen Rehbein)- gesellschaftliche
produzierte u reproduzierbare Handlungsformen, d h
Einheiten r Kompetenz, weil sie gesellschaftlich determiniert
sind, u konkrete Handlungen nach diesen Mustern sind
Realisierung – Performanz (реализация компетенции на
практике)
Im H/m sind einige Handlungstypen wie fragen, auffordern,
erzaehlen, mit Ausserungsformen konventionell verknuepft.
HM = HT (fragen, auffordern, erzaehlen) + konventionelle
Auesserungsform
HT warnen:+ Bitte vom Bahnsteig zuruecktreten! - in diesem
Typ r Sit ist diese Auesserung eher typisiert als
individualisiert. E Alternativen werden nicht gegeben, Beim
HM gruessen kann man waehlen – (zulaecheln, nicken,
winken, e Hand reichen, n Hut lueften, verbale Moeglichkeit:
Hallo, Gruess Gott, Halloechen, Guten Morgen, Moin od n
Fuss reichen, wenn die Haende schmutzig sind). Dabei gibts
2 Bedingen, wenn ne Grussformel ne Alternativmoeglichkeit
ist:
1.
Begruessungen muess e Eigenschaften
haben, e fuers Gruessen im Allgemeinen
gelten
2.
es muss irgendeine Verwandtschaft mit
Musteraspekten geben, e Alternative ist im
Interjektionen, interjektionale Verben, emotionell-expressive Partikeln: Etsch! Ho
ruck! Bum! Husch!
Bildlich-metaforische Lexik: e Kellnerin krallte n Teller auf den Tisch.
Tropen: Kalambur: schlank wie eine Tonne; Zeugma: Ich biete Ihnen mein Herz,
meine Hand und meinen PKW an; Oxymoron: sich laut ärgern; unkorrekte
Ausdrücke: Bitte platzen sie sich!
Auf r syntaktischen Ebene: Thema und Rhema haben ihre eigene intonatorische
Gestaltung: Wie komme ich zur Metro?- Zur Metro- hier links entlang. e
Aufgliederung nes Satzes in mehrere intonatorisch als abgeschlossen gestaltete
Teile: Leg das hin! Sofort! Hierher!
Syntaktisch-konstruktive Partikeln: Was soll’st denn! Wie soll man hier nicht! Tja!
Interjektionen u interjektionale Phrasen: O, je, o, je! Oho! Nanu!
Personalpronomen w oft durch Demonstrativpronomen ersetzt: Wer hat das
gesagt?- Der Peter? Na wenn der etwas sagt, so kümmere ich mich nicht sehr
viel darum.
e Konstruktion: Substantiv im Nominativ + von + Substantiv im Dativ drückt e
Einstellung s Sprechers gegenüber m Gesprächspartner aus:
Ein Engel von ner Mutter! Dieser Waschlappen von nem Menschen!
Ungezwungenheit
Kommt neben Intonation u Phraseologie auch durch solche Mittel zum
ausdruck:

unvollständige Strukturen auf alle sprachliche Ebenen

Anschlusscharakter r strukturellen Satzorganisation

strukturellen Sinkretismus

vorherrschaft r synthetischen Sprachgestaltung

funktionall gefärbte Strukturen auf allen Ebenen
Für die Syntax – einfache Saetze, Nachtrag, Anakoluth, Prolepse
Einige phonetisch-morphologische Besonderheiten: die Verschmelzung r
Verbeformen, e in –st enden mit m Personalpronomen du in e Form –ste:
Verstehste?
Reduktionen: ’nen Hunger, hab’, sie’s
27. Stil der schönen Literatur. Gibt es einen Funktionalstil der s/L oder
literarische Genrestile und künstlerische Individalstile? Die meisten Gelehrten –
für, weil dass in dichterischer Fiktion mit Hilfe künstlerischer Bildkraft die
Wirklichkeit widerspiegelt und zu den wichtigsten Fragen des Lebens klar und
entschieden Stellung genommen wird
Der Stil der Dichtwerke stellt tatsächlich eine ganz besondere funktionale
Verwendungsweise der Sprache dar. Er wird durch die Verbindung von
kommunikativen und ästhetischen Faktoren in einem so hohen Grade
gekennzeichnet, wie sie keinem anderen Stil eigen ist.
Kein anderer funktionaler Stiltyp gestattet eine solche Fülle und Werte von
Ausdrucksmöglichkeiten.
Stilzug – die Bildhaftigkeit
Stilmittel: Tropen, Figuren, elliptische Sätze (Riesel),
Gattungen (Textsorten)
Typologie der Berichter:
Ich-Erzähler
Er-Erzähler
Der personifizierte Erzähler (Серенус Цайтблом в «Докторе Фаустусе»)
Die Funktion eines schöngeistigen Textes – ästhetische, ein wichtiges Merkmal
– Information im Text implizit und explizit
Riesel: Textkomposition
Es lassen sich drei Komponenten de Textkomposition unterscheiden
innerer (thematisch-gedanklicher) Aufbau
Muster konventionell vorhanden ist, ist
vorgegeben
s Fehlen r stilistischen Alternative wirkt auch stilistisch. HM
ist festgelegt, Routineformenln, e formelhaften
Aeusserungen. “Auffordern” deckt ne breitgefaecherte Plette
von HT: bitten, befehlen, erpressen, vorschlagen
(Moeglichkeiten: ich schlage vor, das Auto da abzustellen,
Parken wir das Auto dort drueben! Ich haette …geparkt, Hier
darf das Auto nicht bleiben) Stilistischer Sinn hat hier
Handlungsalternativen in Bezug auf ein Ziel – respektieren,
autoritaeren Sinn mit duerfen, Vorschlag mit ner vorsichtigen
Frage usw.
Stilistischer Sinn – etwas, was Stil zum Ergebnis r Handlung
beitraegt, zu n Folgen r Handlung – Stilwirkung.
Вывод: есть некоторые правила языка, которые
находятся над индивидом, или в соц сфере, и даже в
культурно обусловленной ориентации носителя
культуры. И есть выбор действующихв дан языке
правил, осуществляемых говорящими в различ
ситуациях, причем альтернативные возможности
использования говорящими данных правил
определяются не толдьо его личными предпочтениями.
Отсюда: Stil ist beiden: Kompetenz u Performanz.
Stilistische Kompetenz – Teilkompetenz r komm Kompetenz
Stil – ein Perfoprmanzphaenomen (реализация
компетенции на практике). Stilgefuehl steht fuer stil
Kompetenz: angemessen od nicht. Dabei setzt man ein
Wissen voraus, das in r Kompetenz erhaeltlich ist.
Performanz – Realisierung r Vorgabung r KOmpetenz.
Darueber hinaus kommt Individualitaet hinzu – e individuelle
Performanz. R Kombination “Performanz +INdividualitaet”
werden keine Grenzen gesetzt. Wenn man gegen e Regeln
verstoesst, kann es ein grober Verstoss sein oder etwas
Originelles (Tabubruch). Es muss aber ne Norm geben,
damit man von etw abweichen konnte.
E individuelle Abweichungen, e nicht als Regelanwendung
beschrieben werden, werden als Fehler od Stilblueten
beschrieben.
1. bestimmte HM duerfen konventionelle nur mit Ausdruck
best-r Einstellungen durchgefuehrt werden (Schulaufsatz –
kein Humor). Ebenso gelten fuer bestimmte INhalte
bestimmte Einstellungskonventionen (ueber religioese Dinge
muss man ernsthaft reden). Es handelt sich dabei um
Angemessenheitsgrad.
2. s Erwartbare ist das Angemessene
3. e Abweichung von r Regel ist moeglich, aber muss im
Kontext od in r Sit sinvoll sein.
4. Es ist mit Graden r Angemessenheit zu rechenen:
konventionell angemessen (полностью соот-ет номре),
abweichend angemessen ((частично уместно), mehr oder
weniger angemessen
Strittige Faelle sind bestimmte Haeufgungen Aeusserungen
(Tautologie od Prallelismus), streotype Haeufung in
Kochrezepten – ein wiederholter Griff, textbindendes Prinzip.
Fazit: Stil – als Performanz (stilistische Eigenschaft/
Merkmal konkreter Texte)
u
als Kompetenz (bezogen auf Stilnormensystem)-> Prozesse
r Stilerzeugung (aufseiten s Senderns) u r Stilwirkung
(Empfaenger). NB: Dabei sind persoenlichkeitsspezifische
Variationen s Sprachnormensystems bei Sender u Empf –r
mit beruecksichtig.
Stilkompetenz - aktive (worauf wir uns bei r Textaufnahme
stuetzen) u passive (das, was uns verraet).
Norm:
3 Arten Verstoesse gegen e Norm:
1. Richtigkeit/ Nicht- (Verstoss gegen gr, sem usw Normen,
Konzentration dieser Fehler ist gefaehrlich – Наш флот
боится весь мир)
2. Verstoss gegen e aestetische Norm u n guten Geschmack
mindert e Rezeptionslust
3. syntakt Fehler
2 Formen r Verstosse: Stilbluete ist gefaehrlicher als falscher
Kasus, u Stilbruech liegt vor, wenn ohne unverkennbare
Intention ein Inventar auf stil Ebene gewechselt wird.
Sprach- u Stilnorm – e Gesamtheit historisch
veraenderlicher, aber dennoch ueber groessere
Zeitabschnitte hinaus stabil kodifizierter
Gesetzmaessigkeiten, e e Beschaffenheit wie n Gebrauch r
sprachl Einheiten auf allen Ebebenen bewerten u
verbindliche Kriterien fuer richtig/ fak=lsch, angemessen/
ungemessen darstellen (Riesel).
Norm – gesellschaftliche Anwendungsformen (Georg
Michel).
Norm haengt von ling u ausserling Faktoren ab. Sie ist
zweifellos ne innersprachliche Erscheinung. Extraling
Determinanten sind:
1)
Zeit (N aendert sich mit r Zeit, heute
“absteigen” is veraltend)
2)
Nation (fuer Oesterreicher gelten andere
Normen – ich bin gesessen)
3)
Sprachschicht (Lit-spr, Ugs u territoriale
Dialekte besitzen ihre eigenen Normen)
4)
Komm bzw stilistischer Gebracushwert (2
gruppen r Noemn – stlistisch neutrale
(gelten fuer Lit-spr u Ugs) u stilistisch
markierte (an best
Verwengungsmoeglichkeiten gebunden Angesicht s Vaters – Wasch Dir Dein
Angesicht! - falsch)).
5)
Ganzheitsstrukturen unterschiedlicher
gesellschaftlicher Spezifik
Verstoss gegen e Norme (Riesel):
1)
alle Faelle, e auf mangelnde Beherrschung r
grundlegendes Sprachgesetze beruhen
2)
Normverletzungen, e zur Infostoerung
-
äuBerer (architektonisch-formaler) Aufbau
Verbindung zwischen innerem und äuBerem Aufbau –
stilistische bzw künstlerische Darbietungsform als inhaltlich –
formales Kompositionsglied
формы, крупные и мелкие, как-то: роман, эпос, поэма, рассказ…
Wünschenswert слова:
Хронотоп – художественное пространство-время (неразрывность времени
и прост-ва)
Der Protagonist
Der Plot
Gattungen
Unter der Kategorie ґGattungґ werden in der Regel Texte kьnstlich
zusammengefaЯt, die gemeinsame formale, strukturale oder inhaltliche
Merkmale aufweisen. Fьr den deutschen Sprachraum ist Goethes Bestimmung
der Gattungen folgenreich geworden. Fьr ihn gibt es nur "drei echte
Naturformen der Poesie: die klar erzдhlende, die enthusiastisch aufgeregte und
die persцnlich handelnde: Epos, Lyrik und Drama" (Goethe, S. 187)
Problematisch an Goethes Definition ist vor allem die Parallelisierung
menschlicher Handlungen und literarischer Formen. Seine Einteilung aber kann
sich teilweise auf Aristoteles berufen. Wenn von Lyrik bei ihm auch nicht die
Rede ist, so hat er in seiner Poetik doch bereits eine wesentliche
Unterscheidung zwischen dem Drama und dem Epos ausgemacht.
Eine groЯe Schwierigkeit bei der Einteilung der Literatur in Gattungen
besteht hдufig darin, daЯ strikte Klassifizierungen vorgeschlagen werden, in
denen bei weitem nicht alle konkreten Texte ihren eindeutigen Platz finden
Die drei groЯen Bereiche der Literatur - Epik, Dramatik, Lyrik - bilden
natьrlich auch vielfдltige Unterbereiche aus (auch ґUntergattungenґ, manchmal
auch ґGenreґ). Im Bereich der erzдhlenden Literatur ist von "einfachen Formen"
die Rede gewesen, die in ihren Form- und Ausdrucksmцglichkeiten relativ
festgelegt sind (wie Schwank, Fabel, Parabel, Kalendergeschichte,
Kurzgeschichte, Legende, Sage, Mдrchen, Anekdote). Zu ihnen gesellen sich
die komplizierter strukturierten, damit aber auch wandlungsfдhigeren
"GroЯformen" (Epos, Novelle, Roman).
In der Dramatik begegnet uns die Grundunterscheidung zwischen
Tragцdie und Komцdie, eine Differenzierung, die noch sehr viele variable
Gestaltungsmцglichkeiten birgt. Die verschiedenen Untergattungen (Commedia
dell’arte, bьrgerliches Trauerspiel, Revolutionsdrama, lyrisches Drama,
Dokumentartheater, Parabeltheater usw.) schrдnken dann diese Mцglichkeiten
weiter ein. Sie sind aber als historische Varianten ein Ausdruck fьr die
Formenvielfalt und Wandlungsfдhigkeit der Dramatik.
Nicht zuletzt bringen die modernen Medien Bewegung in ein starr und
unhistorisch gedachtes Gattungsschema. Das Film- oder Fernsehdrehbuch oder
auch der Internet-Roman sind nur einige Beispiele dafьr. Sicherlich ist es
sinnvoll, von willkьrlichen Setzungen abzusehen (z.B. der Zusammenfassung
aller Texte, in denen eine Katze vorkommt, zu einer Gattung) und Werke
anzuerkennen, die Merkmale mit mehreren Gattungen teilen kцnnen. Damit wird
das Gattungsgefьge ein offenes, das als eine hilfreiche Konstruktion des
Literaturtheoretikers, nicht aber als unhistorisches und quasi natьrlich
gegebenes Einteilungsschema von Literatur zu nehmen ist.
fuehren
3)
Unmotivierte Abweichungen von r Norm
Es gibt vermeitnlichen Verstoss gegen e Norm (bei Autoren:
“Wer nicht will, r wird gewollt”; “R Frieden ist
ausgebrochen!”)
Herunterladen
Explore flashcards