LEICHTATHLETIK-WM 2013 Moskau- Lushniki Für LAPTOPWERK

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LEICHTATHLETIK-WM 2013 Moskau- Lushniki
Für LAPTOPWERK PLUS: KLAUS BLUME
Der Hamburger Autor und Sportjournalist berichtete seit 1983 in Helsinki von allen
Leichathletik-WM. Beim Debüt in der finnischen Hauptstadt sendete er LiveReportagen für Radio Luxemburg (Foto) und veröffentlichte in der "WELT" ein
großes Interview mit DDR-Sprinterin Marlies Göhr.
Seine aktuellen WM-Beiträge werden durch LWP-Spezialstatistik ergänzt.
2013-08-18
Deutsches Team wieder Weltklasse
Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) gehört wieder zu
den fünf stärksten der Welt. Das ist - für alle hiesigen Athleten
- der wichtigste Hinweis aus den in Moskau beendeten 14.
Weltmeisterschaften. Es ist, vor Olympia 2016 in Rio de
Janeiro, zugleich mehr als ein Fingerzeig, weil sich die
deutsche Leichtathletik nicht mehr ausschließlich auf seine
Werfer verlassen muss.
Stärkste Gruppe in Halle
Gold für Raphael Holzdeppe im Stabhochsprung, Silber für
Michael Schrader im Zehnkampf - da keimt Hoffnung auf.
Wobei der Pfälzer Holzdeppe, nach dem Dreispringer Charles
Friedek, erst der zweite deutsche schwarze LeichtathletikWeltmeister ist. Friedek hatte 1999 den Dreisprung gewonnen.
Michael Schrader, aus Duisburg kommend, für Leverkusen
startend aber seit geraumer Zeit in Halle an der Saale zu
Hause, setzt mit seiner Silbermedaille die große deutsche
Zehnkampf-Tradition fort.
Sie hatte - übrigens auch in Halle - schon1956 mit Walter
Meier als Olympia-Sechsten von Melbourne begonnen.
Warum es Schrader dorthin zog? „Weil mit Rico Freimuth,
Norman Müller und mir in Halle die stärkste ZehnkampfGruppe der Welt zusammen trainiert.“ Für Olympia-Medaillen
2016 in Rio de Janeiro.
Dopingkontrollen ziehen
Die weltweiten Dopingkontrollen ziehen offenbar. Sogar dort,
wo Doping an der Tagesordnung zu sein scheint. So wurden
allein im Gastgeberland Rußland, vor den Welttitelkämpfen,
44 (!) Leichtathleten des Doping überführt. Auch auf Jamaika
und in Kenia stoppten Kontrollen den Wildwuchs. Doch auch
sonst wachsen Bestleistungen nicht mehr ungeprüft in den
Himmel. Das zeigte sich auch in Moskau. Der Satz des neuen
Weitsprung-Weltmeisters Alexander Menkow aus Rußland
(8,56 Meter) zählt, zum Beispiel, nicht mal zu den 50
weitesten Sprüngen aller Zeiten. Die 43,74 Sekunden des
amerikanischen 400-Meter-Weltmeisters LaShawn Merritt
rangieren in der ewigen Weltbestenliste lediglich an 17. Stelle!
Dennoch brachte Moskau auch Zukunftweisendes. Durch die
Hochspringer Bogdan Bondarenko (Ukraine) und Mutaz Essa
Basrshim (Quatar) sowie durch die 21jährige amerikanische
Hürdensprinterin Brianne Rollins. Vielleicht gelingt
Bondarenko schon am 1. September, beim ISTAF in
Berlin, ein Sprung über die neue Weltrekordhöhe von
2,46 Meter. Wenn er dort, den Sieg bereits in der
Tasche, sich in aller Öffentlichkeit seiner schwarzen
Stützstrümpfe entledigt, sollte man auf alles gefasst
sein. Brianne Rollins wiederum, ein Show- nicht nur ein
Lauftalent, holte sich über 100 Meter Hürden mit 12,26
Sekunden die Goldmedaille. Immerhin mit dem
viertschnellsten Resultat aller Zeiten. Den Weltrekord
(12,21 Sekunden) stellte vor 25 (!) Jahren die Bulgarin
Jordanka Donkowa auf. Den wird Rollins nun jagen.
Schon Rio im Blickpunkt
Die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro werfen
ihre Schatten voraus. Vor allem die
lateinamerikanischen und afrikanischen Athleten
machten deshalb schon in Moskau mobil. Vor allem die
erste kolumbianische Leichtathletik-Weltmeisterin
Caterine Ibargüen. Die 29-jährige Olympiazweite von
2012 gewann den Dreisprung. Daheim aber ist schon
lange ein Superstar! Rekordhalterin auch im Hoch- (1,93
m) und im Weitsprung (6,73 m) und zugleich eine
exzellente Siebenkämpferin. Drei Kubanerinnen
wirbelten indessen im Diskusfinale, während die
afrikanischen Sprinterinnen Blessing Okagbare (Nigeria)
und Muriel Ahouré (Elfenbeinküste) schon heute als
Olympia-Favoritinnen gelten.
So, wie der kenianische Speerwerfer Julius Yego, der
Einzige in Kenias Team, der kein Läufer ist. Bei Olympia
2012 in London wurde er 12., in Moskau, nur knapp
geschlagen, schon Vierter. Der Mann trainiert meistens
nach Youtube-Vorlagen, denn Speerwurftrainer gibt es
in Kenia nicht. In Rio will er Gold, was sonst?
Simulation im Hotel
Und die Superstars von Moskau? Natürlich Usain Bolt,
der nach 2016 in Rio, als dann wohl uneinholbare
Legende, aufhören will. Er wäre dann 29 Jahre und es
wäre an der Zeit. Denn schon in Moskau war er weitaus
langsamer als bei allen seinen früheren Titelgewinnen -
und schneller wird ein älterer Sprinter nun einmal nicht
mehr.
Mo Farrah, 2012 in London schon Olympiasieger über
5000 und 10 000 Meter, wiederholte dieses Kunststück
in Moskau. Der gebürtige Somalier hält außerdem den
Europarekord über 1500 Meter (3:28,81 Minuten) und ist
auch einer der besten Halbmarathonläufer der Welt
(1:00:59 Stunden) - was für eine Bandbreite! Doch dem
meist in den USA lebenden Briten ist die amerikanische
Anti-Doping-Behörde auf den schnellen Fersen. Dessen
simulierte Höhentests in Hotelzimmern betrachtet sie als
„unlautere Mittel“.
Vielleicht steigt ja ein 19jähriger Äthiopier in die Riege
dieser Superstars auf: Mohammad Aman, der
Weltmeister über 800 Meter. Er stammt zwar aus Asela,
dem Geburtsort des großen Langstrecklers Haile
Gebreselassie, doch er ist der erste äthiopische
Mittelstreckler von Weltruf, weil sein Verband vor Jahren
ein Entwicklungsprogramm für Läufe von 100 bis 1500
Meter aufgelegt hat. Rio de Janeiro warf seine Schatten
dort schon vor Jahren voraus.
SO, 18. August (6)
Speer F
G OBERGFÖLL Christina (Offenburg) 69.05
S NICKLE Kimberley (AUS) 66.60
B ABAKUMOVA (RUS) 65.09
4. STAHl Linda (Leverkusen) 64.78
13. MOLITOR Kathrina (Leverkusen) 60.32
Dreisprung M
G TAMGHO Teddy (FRA) 18.04
S PICHARDO Pedro Pablo (CUB) 17.68
B CLAYE Will (USA) 17.52
1500 m M
G KIPROP Asbel (KEN) 3:26.28
S CENTROWITZ Matthew (USA) 3:36.78
B CRONJE Johan (RSA) 3:36.83
5.TESFAYE Homiyu (Frankfurt/M) 3:37.03
27.SCHLANGEN Karsten (LG Nord Berlin) 3:40.31
800 m F
G SUM Eunice Jepkoech (KEN) 1:57.38
S SAVINOVA Mariya (RUS) 1:57.80
B MARTINEZ Brenda (USA) 1:57.91
4x100 m F
G JAM 41.29
S USA 42.75
B GBR 42.87
4. GER (KWADO Yasmin, WEIT Inna, PINTO Tatjana, SAILER Verena)
42.90
4x100 m M
G JAM 37.36
S USA 37.66
B CAN 37.92
4. GER (JAKUBCZYK Lucas/Berlin, KNIPPHALS Sven/Wolfsburg, REUS
Julian/Wattenscheid, KELLER Martin/Leipzig) 38.04
Medaillen
Nach 47 von 47 Entscheidungen
1 RUS 7-4-6=17
2 USA 6-14-5=25
3 JAM 6-2-1=9
4 KEN 5-4-3=12
5 GER 4-2-1=7
5 ETH 3-3-4=10
7 GBR 3-0-3=6
8 CZE 2-0-1=3
8 UKR 2-0-1=3
10 FRA 1-2-1=4
11 POL 1-2-0=3
12 CRO 1-0-0=1
12 NZL 1-0-0=1
12 COL 1-0-0=1
12 TRI 1-0-0=1
12 IRL 1-0-0=1
12 SWE 1-0-0=1
12 UGA 1-0-0=1
19 AUS 0-1-1=2
20 CIV 0-2-0=2
21 CAN 0-1-4=5
22 CHN 0-1-3=4
23 CUB 0-1-2=3
24 NED 0-1-1=2
24 NGR 0-1-1=2
26 BOT 0-1-0=1
26 FIN 0-1-0=1
26 HUN 0-1-0=1
26 ITA 0-1-0=1
26 QAT 0-1-0=1
31 ESP 0-0-2=2
31 SRB 0-0-2=2
33 JPN 0-0-1=1
33 EST 0-0-1=1
33 DJI 0-0-1=1
33 DOM 0-0-1=1
33 MEX 0-0-1=1
33 RSA 0-0-1=1
Medaillen für Deutschland (4-2-1=7)
GOLD
1 HOLZDEPPE Raphael (Zweibrücken) Stab
2 HARTING Robert (SCC Berlin) Diskus
3 STORL David (Chemnitz) Kugel
4 OBERGFÖLL Christina (Offenburg) Speer
SILBER
1 SCHRADER Michael (Leverkusen) Zehn
2 SCHWANITZ Christina (Chemnitz) Kugel
BRONZE
1 OTTO Björn (Köln) Stab
Weitere Plätze.doc
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2013-08-16 Die WM-Top- Story
Wenn es an Bondarenkos schwarze
Stützstrümpfe geht...
Als Sotomayor Kokain schnupfte und Sjöberg auf das Grab des Vaters pisste
Mit Kopf, Rücken und Schulter schwebte Bogdan
Bondarenko bereits über der Weltrekordhöhe von 2,46
Meter - aber dann touchierte er die Hochsprunglatte
doch noch mit seinen Hüften, um ein, zwei Millimeter!
Mehr war‘s nicht - und die Latte fiel. Geschehen beim
WM-Finale in Moskau. Drei Wochen zuvor, in London,
hatte Bondarenko sogar 2,47 Meter auflegen lassen,
aber auch vergebens. Warum 2,47 Meter? „2-4-7“,
antwortete der 23jährige Ukrainer damals, „ist eine Zahl,
die ich mir deshalb gut merken kann, weil es der Code
von unserer Eingangstür in Kiew war.“ Den hat er nun
ändern lassen und vielleicht in Moskau auch deshalb
eine andere Weltrekordhöhe anvisiert.
Drittbester aller Zeiten
Wer weiß? Hochspringer sind Gambler; Spieler, die sich
alle möglichen Tricks ausdenken und sie auch
beherrschen. Dessen ungeachtet, ist Bogdan
Bondarenko wohl der beste Leichtathlet dieses Jahres.
Nicht Usain Bolt, auch nicht der britische Langstreckler
Mo Farrah. Denn außerhalb des Sprints dümpeln die
Weltbesten nur im besseren Mittelmaß vor sich in. Ein
Beispiel: Der Amerikaner LaShann Merritt gewann das
400-Meter-Finale in hervorragenden 43,74 Sekunden.
Doch er schaffte damit nur die 17-beste Leistung aller
Zeiten.
Bondarenko aber erreichte mit seinem Siegessprung
von Moskau über 2,41 Meter das drittbeste Resultat aller
Zeiten - hinter dem kubanischen Weltrekordler Javier
Sotomayor (2,45 m) und dem Schweden Patrick Sjöberg
(2,42 m). Unter den zehn besten Hochspringern - deren
Leistungen aber fast ausschließlich aus den 1980er- und
1990er-Jahren stammen - befinden sich nun auf einmal
zwei aus dieser Saison: neben Bondarenko auch das
Supertalent Mutaz Essa Barshim (2,40 Meter) aus
Quatar.
Buch über das „Täubchen“
Da keimt Hoffnung auf. Denn in der Regel liegen die
besten Ergebnisse im Hochsprung auch schon sehr
lange zurück. Der Junioren-Weltrekord des früheren
Jugoslawen Dragutin Topic (2,37 m) ist zum Beispiel
bereits 23 Jahre alt; der Hallen-Europarekord des
Kölners Carlo Thränhardt (2,42 m) stammt sogar aus
dem Jahre 1988. Aber Thränhardt springt immer noch
recht hoch: 2012 stellte er in Eberstadt mit 1,87 Meter
eine neue Weltbestleistung für über 55-Jährige auf.
Ein anderer deutscher Hochspringer der früheren
Weltspitze, Rolf Beilschmidt, arbeitet derzeit an einem
Buch über den ukrainischen Hochspringer Wladimir
Jaschtschenko. Beilschmidt hatte 1977 und 1978 gegen
„Wolodja - das Täubchen“ verloren. Keine Schande, weil
„das Täubchen“ bei Fachleuten noch immer als
talentiertester Hochspringer aller Zeiten gilt. Schlimm
nur, dass „Wolodja“ derart unverdrossen dem Wodka
zusprach, dass ihn mit 40 Jahren eine Leberzirrhose
dahin raffte.
Grabschändung
was er alles mit Wodka betäuben musste? Patrick
Sjöberg, Thränhardts Kumpel und Kontrahent, erzählt,
zum Beispiel, in seiner Autobiographie, wie sich sein
Stiefvater Viljo Nousiainen jahrelang an ihm sexuell
vergangen hat. Schon im Kindesalter, denn Nousiainen
war zugleich sein Stiefvater. In Göteborg haben die Stadtväter sogar eine Straße
nach ihm benannt. Sjöberg nimmt dazu keine Stellung,
er schreibt stattdessen: „Einmal habe ich sogar auf sein
Grab gepisst.“
Hochsprunggeschichten? 1993 ging die Nachricht um
die Welt, Ana Fidelio Quirot, die zweimalige
Weltmeisterin über 800 Meter, habe bei einem
Küchenunfall einen furchtbaren Unfall erlitten. Ein
Petroleumkocher sei in ihrer Küche in Havanna
explodiert. Die Quirot, die damals im sechsten Monat
schwanger war, so hieß es jedoch hinter vorgehaltener
Hand, habe sich das Leben nehmen wollen. Denn der
Vater des Kindes - war es Hochsprung-Weltrekordler
Sotomayor, wie damals geflüstert wurde - sei ja einer
anderen versprochen . . .
Ein miserabler Abgang
Apropos, Sotomayor: Am 23. Juli 1993 sprang er 2,45
Meter hoch. Weltrekord! 1999 wurde er bei den
Panamerikanischen Spielen in Winnipeg (Kanada) des KokainMissbrauchs überführt. Bei den Weltmeisterschaften
2001 in Edmonton erwischten sie ihn mit der
Dopingdroge Nandrolon - Kubas Superstar gab auf. Ein
miserabler Abgang, dennoch gilt sein Wort noch immer,
geht es um Hochsprung: „Bondarenko hat das
Selbstvertrauen, das man für einen Hochsprung-
Weltrekord braucht“, verkündete er jetzt im „Radio
Habana Club“.
Vielleicht gelingt das ja am 1. September, beim ISTAF in
Berlin? Wenn Bondarenko dort, den Sieg bereits in der
Tasche, sich dann in aller Öffentlichkeit seiner
schwarzen Stützstrümpfe entledigt, solle man auf einen
Supersprung gefasst sein. Über 2,46 oder gleich über
2,47 Meter?
SA, 17. August (7)
Marathon M
G KIPROTICH Stephen (UGA) 2:09:51
S DESISA Lelisa (ETH) 2:10:12
B TOLA Tadese (ETH) 2:10:23
Hoch F
G SHOKINA Svetlana (RUS) 2.03
S BARRETT Brigitta (USA) 2.00
B BETTIA Ruth (ESP) 1.97
13. JUNGFLEISCH Marie-Luise (Tübingen) XXX
Speer M
G VESELY Vitzeslav (CZE) 87.17
S PITKÄMÄKI Tero (FIN) 83.40
B TARABIN Dmitri (RUS) 86.23
14. SEIFERT Bernhard (Jena) 80.02
24. HAMANN Lars (Dresden) 77.10
30. RÖHLER Thomas (Jena) 74.45
5000 m F
G DEFAR Meseret (ETH) 14:50,19
S CHEROND Mercy (KEN) 14:51.22
B AYANA Almaz (ETH) 14:51.33
100 m H F
G ROLLINS Brianna (USA) 12.44
S PERASON Sally (AUS) 12.50
B PORTER Tiffany (GBR) 12:55
16. HILDEBRAND Nadine (Sindelfingen) 13:04
4x400 m F
G RUS 3:20,19
S USA 3:20.41
B GBR 3:22.71
200 m M
G BOLT Usain (JAM) 19.66
S WEIR Warren (JAM) 19.79
B MITCHELL Curtis (USA) 20.04
FR, 16. August (6)
Hammer F
G LYSENKO Tatyana (RUS) 78.80
S WlODARCZYK Anita (POL) 78.46
B zHANG Wenxiu (CHN) 75.58
18. HEIDLER Betty (Frankfurt/M) 68.83
20. KLAAS Kathrin (Frankfurt/M) 68.34
Weit M
G MENKOV Aleksandr (RUS) 8.56
S GAHSAH Ignasius (NED) 8.29
B RIVERA Luis (MEX) 8.27
6. REIF Christian (Rehlingen) 8.22
9. BAYER Sebastian (Hamburg) 7.98
18. CAMARA Alyn (Leverkusen) 7.77
Kugel M
G STORL David (Chemnitz) 21.73
S WHITING Ryan (USA) 21.57
B ARMSTRONG Dylan (CAN) 21.34
5000 m M
G FARAH Mohamed (GBR) 13:26.98
S GBRHIWET Hagos (ETH) 13:27.26
B KOECH Isah Kiplangat (KEN) 13:27.26
20. (12.VL1) GABUS Arne (Tübingen)13:24,26
200 M F
G FRASER-PRYCE Shelly-Ann (JAM) 22.17
S AHOURE Murielle (CIV) 22.32
B OKAGBARE Blessing (NGR) 22.32
4x400 m M
G USA 2:58.71
S JAM 2:59.88
B RUS 2:59.90
5. BEL 3:01.02
12. (3.VL3) Deutschland (David Gollnow/München, Eric
Krüger/Magdeburg, Thomas Schneider/Magdeburg, Jonas
Olass/München)3:02,62
DO, 15. August (6)
Hoch M
G BONDARENKO Bohdan (UKR) 2.41
S BARSHIM Muhaz Essa (QAT) 2.38
B DROUIN Derek (CAN) 2.38
Dreisprung F
G IBARGÜEN Caterina (COL) 14.85
S KONEVA Ekaterina (RUS) 14.81
B SALADUHA Olha (UKR) 14.65
3000 m Hi M
G KEMBOI Ezekiel (KEN) 8:06.01
S KIPRUTO Conseslus (KEN) 8:06.37
B MEKHISSI-BENABBAD Mahiedine (FRA) 8:07.86
17. (6.VL2) ULICZKA Steffen (Kronshagen) 8:28,32
400 m H F
G HEJNOVA Zuzana (CZE) 52.83
S MUHAMMAD Dalilah (USA) 54.09
B DEMUS Lashinda (USA) 54.27
400 m H M
G GORDON Juhue (TRI) 47.69
S TINSLEY Michael (USA) 47.70
B BEKRIC Emir (SRB) 48.05
DNS SCHIRRMEISTER Silvio (Chemnitz) nicht angetreten
1500 m F
G AREGAWI Abeba (SWE) 4:02.67
S SIMPSON Jennifer (USA) 4:02.99
B OBIRI Hellen Onsando (KEN) 4:03.86
25. (10.VL3) SUJEW Diana (Hamburg) 4:09,40
MI, 14. August (1)
50 km Gehen m
G HEFFERNAN Robert (IRL) 3:37:56
S RYZHKOV Mikhail (RUS) 3:38.58
B TALLENT Jared (AUS) 3:40:03
2013-08-13 Die Top-WM-Story
Die drei Borlée-Brüder Kevin, Jonathan und Dylan (von links) liefen mit ihrem
Klubkameraden Arnaud Destatte belgischen Rekord.
Foto: Website The Borlèes
Das könnte eine
Weltpremiere werden
Die Borlées: Eine belgische Familie will als Staffel eine WM-Medaille
Die seit 175 Jahren erscheinende „Times of India“ ist
zweifellos eine der wichtigsten Stimmen Asiens. Als
besondere Kenner der belgischen Leichtathletik-Szene
traten deren Sportreporter allerdings nie in Erscheinung.
Doch vor zwei Tagen stellte ausgerechnet die „Times of
India“ eine Reportage ins Netz, die alle LeichtathletikExperten elektrifiziert hat.
Jonathan probte schon
Denn diese Story, sorgfältig recherchiert, trug die
Überschrift: „Die berühmtesten Zwillinge der Welt.“ Es
ging darin um die 25jährigen Belgier Jonathan und Kevin
Borlée. Kevin hatte bei den Weltmeisterschaften 2011 in
Daegu über 400 Meter Platz drei belegt, Jonathan wurde
am heute abend in Moskau hinter dem neuen
Weltmeister LaShawn Merrit (USA/43,74 s) in 44,54
Sekunden) Vierter.
Am Freitag aber wollen die Borlées - schon bei den
Vorläufen der 4 x 400-Meter-Staffel - die Sache
endgültig auf die Spitze treiben. Dann nämlich wollen die
Zwillinge gemeinsam mit ihrem 21-jährigen Bruder Dylan
und einen noch zu benennenden vierten Läufer richtig
auftrumpfen. Zu dieser schnellen Familie gehört
übrigens noch eine Schwester, die 27jährige Olivia; bei
den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann sie
gemeinsam mit der belgischen 4x100-Meter-Staffel
schon mal Silber.
Vater "Trainer Europas"
Doch, was deren drei Brüder jetzt in Moskau anstellen
wollen, ist eine Welt-Uraufführung. Denn nie zuvor hat
es eine Weltklasse-Staffel gegeben, nicht bei
Olympischen Spielen, auch nicht bei
Weltmeisterschaften, deren Kern aus drei Brüdern
bestanden hat. Vater Jacques Borlée, schon 2011 zum
„Trainer Europas“ gekürt, hofft: „Wir können Bronze
holen, vielleicht sogar mehr.
Eine solche Aussage hat sogar die altehrwürdige
„Chikago Tribune“, die auch schon seit 160 Jahren
erscheint, auf den Plan gerufen. Denn der sogenannte
„Viertelmeiler“, also der 400-Meter-Spezialist, spielt bei
den berühmten Efeu-Universitäten an der
amerikanischen Ostküste, eine ganz andere, eine viel
prominentere Rolle im jeweiligen Sport-Team als
andernorts. Vor allem, als in Europa. Und diese Rolle
sollten, anstelle der eigentlich die Szene
beherrschenden Amerikaner, nun ausgerechnet zwei
Belgier spielen? Trotz des WM-Titels für den Amerikaner
Merrit - aber eben in der Staffel.
Talent von den Eltern
Wie er denn dabei seine Rolle sehe, fragte die „Trib“ aus
der windigen Stadt am Michigan-See Vater Jacques
Borlée. Und der sagte: „Als Vater lobe ich, ermutige und
tröste auch. Als Coach aber analysiere ich und
entwickele Pläne fürs nächste Rennen.“ Und zwar strikt
nach der Devise: „Jeder, der nur auf sich schaut, ist ein
Verlierer.“ In Belgien habe man deshalb einst
gemeinsam mit der früheren flämischen WeltklasseSprinterin Kim Gavaert trainiert; in den USA - an der
Florida State University - mit dem amerikanischen 400Meter-Weltrekordler Michael Johnson (43,18 Sekunden).
„Twin Towers“ nennen sie in Florida inzwischen die
Borlée-Zwillinge aus der belgischen Gemeinde WoluweSaint Lambert. Das Talent haben den Beiden wohl die
Eltern in die Wiege gelegt. Der Vater, vor 57 Jahren im
Kongo zur Welt gekommen, als ehemaliger 15maliger
belgischer Meister, die Mutter als frühere
Spitzensprinterin. Alles andere hätten sie sich, mit Hilfe
ihres Vaters, aber erarbeiten müssen. Jacques Borlée:
„Dabei geht es hauptsächlich um den Mentalbereich,
schon, um auch ohne Doping Top-Zeiten zu erzielen.“
Finalbesetzung 4X400 m Männer:
USA 2:59.85
JAM 3:00.41
TRI 3:00.48
GBR 3:00.50
BEL 3:00.81 - im Endlauf 5. 3:01.02
BRA 3:01.09
POL 3:01.73
RUS 3:01.81
DI, 13. August (7)
20 km Gehen F
G LASHMANOVA Elene (RUS) 1:27.08
S KIRDYAPKINA Anisiya (RUS) 1:27:11
B LIU Hong (CHN) 1:28:10
Diskus M
1. HARTING Robert (SCC Berlin) 69.11
S MALACHOWSKI Piotr (POL) 68.36
B KANTER Gerd (EST) 65.19
4. WIERIG Martin (Magdeburg) 65.02
13 HARTING Christoph (SCC Berlin) 62.28
Stabhoch F
Qualifikation
G ISINBAEVA Elena (RUS) 4.89
S SUHR Jennifer (USA) 4.82
B SILVA Yarisley (CUB) 4.82
4. SPIEGELBURG Silke (Leverkusen) 4.75
8. LYZHI Lisa (Ludwigshafen) 4.55
10. GADSCHIEW Kristina (Zweibrücken) 4.45
Siebenkampf F
1. MELNICHENKO Ganna (UKR) 6586
(100m H:13.29/Hoch: 1.86/Kugel: 13.85/200 m: 23.87/Weit: 6.69/Speer:
41.87/800m:2:09.85 )
2. THEISEN EATON Brianne (CAN) 6530
(13.17/1.83/13.07/24.18/6.37/45.442:09.03)
3. SCHIPPERS Dafne (NED) 6477
(13.17/1.83/12.91 /22.84/6.35/41.47/2:08.62 )
4. RATH Claudia (Frankfurt/M) 6662
(13.55/1.83/12.88/24.27/6.67/39.04/2:06.43)
17. MÄCHTIG Julia (Neubrandenburg) 6021
(14.38/1.71/15.48/25.45/6.07/44.74/2:18.28)
X BIESENBACH Kira (Leverkusen) DNF
(13.88/1.71/12.91) zum 200 m-Lauf nicht angetreten
800 m M
G AMAN Mohammed (ETH) 1:43.21
S SYMMONDS Nick (USA) 1:43.55
B SOULEIMAN Ayanleh (DJI) 1:43.76
3000 m Hi F
G CHEYWA Milcah Chemos (KEN) 9:11.65
S CHEPKURU Lidya (KEN) 9:12,55
B ASSEFA Sofia (ETH) 9:12,84
8. MÖLDNER-SCHMIDT Antje (Cottbus) 9:36.06
9. KRAUSE Gesa Felicitas (Frankfurt/M) 9:37.11
400 m M
G MERRITT LaShawn (USA) 43.74
S McQuay (USA) 44.40
B SANTOS Lugelin (DOM) 44.52
MO, 12. August (6)
Stabhoch M
G HOLZDEPPE Raphael (Zweibrücken) 5.89
S LAVILLENIE Renaud (FRA) 5.89
B OTTO Björn (Köln) 5.82
5. MOHR Malte (Wattenscheid) 5.82
Kugel F
G ADAMS Valerie (NZL) 20.88
S SCHWANITZ Christina (Chemnitz) 20.41
B GONG Lijao (CHN) 19.95
13. TERLECKI Josephine (Magdeburg) 17.87
Hammer M
G FAJDEKPawel (POL) 81.97
S PARS Kristiàn (HUN) 80.30
B MELICH Lukas (CZE) 79.36
10. ESSER Markus (Leverkusen) 76.25
400 m F
G OHURUOGU Christine (GBR) 49.41
S MONTSHO Amantle (BOT) 49.61
B KRIVOSHAPKA Atonina (RUS) 49.78
22. (8.SF3) CREMER Esther (TV Wattenscheid) 52.42
110 m H M
G OLIVER David (USA) 13.00
S WILSON Ryan (USA) 13.13
B SHUBENKOV Sergey (RUS) 13.24
24.(5.VL3) BALNUWEIT Erik (Leipzig) 13.68
100 m F
G FRASER-PRYCE Shelly-Ann (JAM) 10.71
S AHOURE Murielle (CIV) 10.93
B JETER Carmelita (USA) 10.94
10. (3.HF1) SAILER Verena (Mannheim) 11.16
24. (8.HF3) PINTO LOFAMAKANDA Tatjana (Münster) 11.54
2013-08-11
Nur eine Art "Ko-Bolt?"
„Usain Bolt ist sauber“ - und war auch in Moskau der Schnellste
Als würde die gesamte Leichtathletik, rund um den
Globus, aus einer einzigen Disziplin bestehen und nur
von einem Athleten verkörpert werden: Von Usain Bolt
im 100-Meter-Sprint. Eine längst weltweite Wahrnehmung, die der Internationale Leichtathletik-Verband
(IAAF) seit fünf Jahren geschürt - und immer mehr
zugespitzt hat. „Usain Bolt ist sauber“, sagte denn auch
der 80jährige IAAF-Präsident Lamine Diack in Moskau.
Acht wurden erwischt
Eine gewagte These, zumal Diack diese Behauptung
großzügig auf den gesamten 100-Meter-Lauf
ausgedehnt hat. Und das, obwohl acht der Top-TenSprinter in der ewigen Weltbestenliste irgendwann
einmal mit Doping erwischt worden sind. In diesem
Sommer der Amerikaner Tyson Gay, immerhin der
Weltschnellste des Jahres, und Bolts Landsmann Asafa
Powell. Ein Mann, den sie zuvor nicht nur auf Jamaika
als Legende bezeichnet haben.
Was Lamine Diakck, unbeeindruckt von all diesen
Dopingfällen über Usain Bolt behauptet, bleibt freilich
fragwürdig. Andererseits helfen bloße Verdächtigungen
auch nicht weiter. Auch jene des Mainzer Mediziners
Perikles Simon nicht, der im ZDF-Sportstudio meinte, die
IAAF würde gegenüber der Welt-Anti-Doping-Agentur
(WADA) wissenschaftliche Studien zurückhalten. Helmut
Digel, das deutsche Councilmitglied der IAAF, konterte:
„Simon unterstellt uns auch, dass wir gute Athleten
schützen - wer solche Behauptungen in die Welt setzt,
muss sie auch beweisen.“
Mißtrauen wird genährt
Beweise, die bis heute fehlen. Dennoch, um Bolt herum
gibt es in Jamaika kaum noch einen Sprinter, der nicht
schon einmal des Dopings überführt worden ist. Und das
nährt nun einmal das Misstrauen. Sogar im eigenen
Lande.
Bolts 21-jähriger Landsmann Kemar Bailey-Cole, sagt
zum Beispiel: „Noch ein bisschen mehr, und ich werde
vom 100-m-Lauf desillusioniert. Ich glaube, dass dieser
Sport auf der Kippe steht.
Er kann 100 Fehler machen
Mag sein, doch in Moskau wirkte Bolt souveräner als
noch vor zwei Wochen in London, wo ihn die
Journalisten mit Doping-Fragen gelöchert haben. Er
wollte heute Abend ja sogar Weltrekord laufen, auch,
weil er seine beiden bisherigen Weltrekorde - über 100
und 200 m - auch jeweils bei einer WM gelaufen ist 2009 in Berlin. Daraus wurde nichts, aber der WM-Titel
war in 9,77 Sekunden - selbst im Regen von Moskau niemals gefährdet.
Das Vorgeplänkel: 9,85 Sekunden vor zwei Wochen in
London, mit einem miserablen Start! Das imponierte und
deshalb sagte Doppel-Olympiasieger Donovan Bailey
über Bolt: „Er kann 100 Fehler machen zwischen
Startblock und Ziellinie - und er wird doch gewinnen.“
Auf der Spur von Carl Lewis?
Ist Bolt also nun endgültig auf den Spuren von Carl
Lewis, der 1983 in Helsinki den ersten Weltmeistertitel
über 100 Meter gewonnen hat? Insgesamt hole Lewis in
seiner Karriere acht WM-Titel sowie je eine Silber- und
eine Bronzemedaille. Doch 1998 wurde „Carl der Große“
(Sports Illustrated, New York) bei den amerikanischen
Ausscheidungswettkämpfen der Einnahme von drei
Dopingmitteln (Ephadrin, Pseudoephedrin,
Phenylpropanolamin) überführt - doch nicht gesperrt.
Das Nationale Olympische Komitee der USA behauptete
seinerseits, die Einnahme sei unabsichtlich erfolgt.
Dessen ungeachtet will Usain Bolt endlich Carl Lewis
übertrumpfen - als Titelsammler, nicht etwa als
Dopingsünder.
SO, 11. August (6)
20 km Gehen M
G IVANOV Aleksandr (RUS) 1:20.58
S CHEN Ding (CHN) 1:21:09
B LOPEZ Maiguel Angel (ESP) 1:21:21
9. LINKE Christopher (Potsdam) 1:22:36
Weit F
G REESE Brittney (USA) 7.01
S OKAGBARE Blessing (NGR) 6.99
B SPANOVIC Ivana (SRB) 6.82
12. MOGUENARA Sostene (Wattenscheid) 6.42
17. MALKUS Lena (Münster) 6.49
18. MIHAMBO Malaika (Oftersheim) 6.49
Diskus F
G PERKOVIC Sandra (CRO) 67.99
S ROBERT-MICHON Melina (FRA) 66.28
B BARRIOS Yarelys (CUB) 66.96
4. MÜLLER Nadine (Halle) 66.47
13. FISCHER Julia (SCC Berlin) 60.09
Zehnkampf M
1. EATON Ashton (USA) 8809
(100m: 10.35/Weit: 7.73/Kugel: 14.39/Hoch:1.93/400 m:46.02/110mH:
13.72/Diskus: 45.00/Stab: 5.20/Speer.64.83/1500 m: 4:29.80 )
2. SCHRADER Michael (Leverkusen) 86.70
(10.73/7.85/14.56/1.99/47.66/14.29/46.44/5.00/65.67/4:25,38)
3. WARNER Damian (CAN) 8512
(10.43/7.39/14.23/2.05/48.61/13.96/44.13/4.80/64.67/4:29,97)
7. FREIMUTH Rico (Halle) 8382
(10.60/7.22/14.80/1.99/48.40/13.90/48.74/4.90/65.21/4:27.83)
11. BEHRENBRUCH Pascal (Frankfurt/M) 8316
(10.95/7.19/15.86/1.99/48.40/14.46/45.66/4.70/67.07/4:37.21)
10 000 m F
G DIBABA Tirunesh (ETH) 30:43.35
S CHERONO Gladys (KEN) 30:45.17
B OLJRA Belaynesh (ETH) 30:46.98
DNF MOCKENHAUPT Sabrina (Sieg) ausgestiegen
100 m M
G BOLT Usain (JAM) 9.77
S GATLIN Justin (USA) 9.85
B CARTER Nesta (JAM) 9.95
28. (5.VL4) REUS Julian (Wattenscheid ) 10.27
34. (5.VL1) KELLER Martin (Leipzig) 10.32
---------------------------------------------------------------------------SA, 10. August (2)
Marathon F
G KIPLAGAT Edna Ngeringwony (KEN) 2:25:44
S STRANEO Valeria (ITA) 2:25:58
3. FUKUSHI Kayoko (JPN) 2:27:45
Ohne deutsche Starterin
10 000 m M
G FARAH Mohamed (GBR) 27:21,71
S JEILAN Ibrahim (ETH) 27:22,23
B TANUI Paul Kipngetich (KEN) 27:22.61
Ohne deutschen Starter
----------------------------------------------------------------------------
Deutsches Team.xlsx
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100. TOUR DE FRANCE 2013
WM LEICHTATHLETIK 2013
WM NORDISCH Val die Fiemme 2013
SPORT-KALENDER 2013
SPORT-ARCHIV 2012
SPORT-ARCHIV 2011
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