Paola Bianchis UNO fokussiert auf die

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KosmosTheater – Das Theater mit dem Gender
1070 Wien, Siebensterngasse 42 | T: 01/523 12 26 | www.kosmostheater.at
Do, 23.5. – Sa, 1.6. | Di – Sa | 20:30 Uhr
Die Griechen – Ein Sparprogramm
Sehr frei nach ungefähr allen Werken von Aristophanes
Uraufführung
Ein Gastspiel von Narrenterrasse
Text & Regie: Anne Frütel | Bühne: Projekt Y | Dramaturgie: Wolfgang Vasicek
Mit: Anna Schönberg, Vanessa Payer Kumar, Martin Zoglmann, Artur Ortens und
Jacqueline Sattler
© Anne Frütel
CHOR Oh Hellas! Holde, Edle!
Was ist nur, was, mit dir geschehn?
Einst reichstes aller Länder, ist seit nem Jahr nun schon
das alte Bettelweib, die Armut, mit ihrem düstern Angsicht,
verbuckelt und verwarzt, und krank dazu an allen Innereien,
hier bei uns eingekehrt und lähmt uns und das ganze Land
mit grausamen Gorgonenblick.
Wie leere Augen starren blind uns die Geschäfte an,
wenn wir wie früher durch die Innenstadt spazieren.
Denn wer kein Geld hat, kann nun mal nichts kaufen,
und wer nichts zu verkaufen hat, verdient kein Geld.
Das Land liegt in die Knie gebrochen stöhnend da,
den Kopf am Boden, stoßweis atmend.
GRIECHENLAND 2013. Es ist kein Geld mehr da. Und keiner weiß, wo es eigentlich hin ist.
Und dann ist eines Tages auch noch die gesamte Regierung über Nacht verschwunden. Das Land
scheint dem Untergang geweiht. Alle BürgerInnen Griechenlands fügen sich in ihr Schicksal. Alle
BürgerInnen? Nein! Trygaia, eine Frau aus der Vorstadt, bricht auf, um Götter und Göttinnen am
Olymp zur Rechenschaft zu ziehen.
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KosmosTheater – Das Theater mit dem Gender
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TRYGAIA Ich weiß nicht, wie, doch da!
Da! Da! Da oben!
Am so genannten heilgen Berg Olymp,
Da oben tobt ne üble Schweinerei,
die uns hier unten unser Geld geraubt!
Und ob's die Obren waren oder andre,
ob gar die Götter selbst sich reich bedient
Das eine sag ich euch:
Ich werde nicht in Trübsal sitzen
Und hier um die verlornen Eulen heulen.
Ich sage euch: Mir steht's bis hier!
Ich zieh jetzt höchstpersönlich zum Olymp,
Und schlag den Göttern erstmal ihre heilgen Mäuler ein.
Dann frag ich sie, wo unser Geld geblieben.
Sie werden's wissen, da sie ja allwissend sind.
Und dann, dann bring ich unser Geld zurück.
Sie muss jedoch feststellen, dass es oben am Olymp nur mehr einen Gott, Plutos, den Gott des
Reichtums, gibt. Die anderen Götter liegen zerlegt und in Säcken verschnürt auf dem Müll.
Beim Gott des Reichtums, richtet Trygaia wenig aus, erfährt jedoch immerhin, dass es unter ihren
MitbürgerInnen noch welche gibt, die unter den Matratzen reiche Schätze horten. Sie kehrt nach
Athen zurück, mit einer aus dem Götterabfall neu zusammengezimmerten Göttin, die sie Thedike, die
Göttin der Umverteilung, nennt. Mit dieser Göttin will sie ihre MitbürgerInnen überzeugen, die
sinnlosen Opfer an die Götter sein zu lassen und den Reichtum unter den Griechen neu zu verteilen.
Doch Oligos, ein reicher Mann von weither, erscheint und die Griechen wählen ihn zu ihrem neuen
Anführer.
THEDIKE Merkt ihr denn nicht?
Das ist doch alles Taktik, Strategie und Phrase,
Eitle Despotenheg'monie
Rhetorik für euphorische Idioten,
frenetische Demagogie!
Ihr solltet diese Dinge doch durchschauen,
War es doch Griechenvolk, das einst sie so benannt!
OLIGOS Ich frage euch:
Wer hat's erfunden?
Auch die Ökonomie und Liberal sind Griechenwort.
Nur diesen dankt ihr eure goldnen Zeiten.
Kalkulation, Investition und Risiko,
dazu von Zeit zu Zeit ein Monopol.
Der Laden rennt!
Trygaia, die Hauptfigur des Stückes (sehr frei der Figur des Trigäus aus Aristophanes' "Der Frieden"
nachempfunden), ist eine klassische, moderne weibliche Heldenfigur: Sie als Einzige sucht
Gerechtigkeit. Und doch ist ihr Vorgehen moralisch nicht unzweifelhaft: Ihre Triebfeder ist der Zorn,
und so schlägt sie Türen ein, beschimpft die Götter und Göttinnen, lügt, betrügt, stiehlt, setzt den
Olymp in Brand, und provoziert in Griechenland eine bürgerkriegsähnliche Situation, um die
BürgerInnen Griechenlands zu einer gerechteren Gesellschaft zu bewegen. Am Ende ist sie damit
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nicht erfolgreich, und das verdankt sich dem Auftauchen einer Figur vom Typus eines Frank Stronach,
der den GriechenbürgerInnen dann eben doch besser in den Kram passt.
Dieses große Drama findet auf einer Bühne statt, die armseliger nicht sein könnte. Denn es geht in
dem Stück nicht nur um "die Griechen", sondern um den gesamten Teil der Welt, der sich auf das
antike Griechenland als "Wiege der abendländischen Kultur" beruft. Was man hier sieht, ist der
heutige Ausverkauf der großen Ideen des demokratischen Abendlandes. Und so bedient sich das
Stück schamlos und billig quer durch die Motivwelt der antiken Mythologie. Insbesondere
Aristophanes, Urvater aller politischen Komödiendichter, war, was Form, Personal, Sprache und
Motive betrifft, maßgeblich an der Entstehung dieses Stückes beteiligt.
Das Stück ist eine Art doppeltes Kippbild, das ständig von der heutigen Zeit zur Antike und zurück und
zwischen Komödie und Tragödie hin und her changiert. WutbürgerInnen treffen auf
Finanzgottheiten, ein bissiges Zeitstück im abgefuckt-antiken Gewand.
Anne Frütels „Die Griechen-Ein Sparprogramm“ entstand im Zuge ihrer Forschungsarbeit zur
aristophanischen Komödie und erhielt eine Projektförderung der Kulturabteilung der Stadt Wien.
www.annefruetel.at/diegriechen
Karten: € 17,– | erm. 13,– & 10,– | KosmosEuro 1,– | Sparpaket 72,–
Reservierung: Tel. 01/523 12 26 | www.kosmostheater.at | karten@kosmostheater.at
Kassaöffnungszeiten: Di – Sa, 18 – 21 Uhr
Pressekontakt: Andrea Klem | presse@klemfrau.com | T: +43 (0)676 / 621 31 85
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BIOGRAFIEN
ANNE FRÜTEL, Theaterschaffende als Schauspielerin, Musikerin, Regisseurin, Autorin und
Bühnenbildnerin sowie Produzentin. Schauspielregiestudium am Max-Reinhardt-Seminar Wien.
Schauspielerin und Bratschistin bei Theater Tanto, internationale Gastspielreisen. Inszenierungen von
Jean Genet "Die Zofen", Alexander Ostrowskij "Der Wald", Alistair Foot "No sex please, we are
British!" mit jeweils eigenem Bühnenbild, Sommertheater Ulmerfeld. Dramatikstipendium des
bm:ukk 2009 für "Raissa, Awesome", Jurypreis beim Nachwuchswettbwerb Theater Drachengasse
2010 für "Einbau", Gewinnerin des Wettbewerbs "Schreiben zwischen den Kulturen" der Edition Exil
2008 mit "Einbau", Gewinnerin des Minidramawettbewerbs des Kabinetttheaters Wien 2012 mit
"Die Abschaffung des Opportunismus durch Mehrheitsentscheid". Eigene Projekte in Kombination
von Autorenschaft, Regie, Produktion und Darstellung: 2005 "Hart am Limit- Eine post-BrechtRevue", 2009 "Heilung", 2010/11 "Einbau". Weitere Stücke: "Aus dem Leben der Albatrosse", verlegt
bei Gleichzeit-Verlag, Wien. Forschungsarbeit und Rezensionen im Themenfeld Komödie für
theaterforschung.de
www.annefruetel.at
ANNA SCHÖNBERG, Schauspielerin.Geboren 1978 in Hildesheim. Lebt in Berlin. Ausbildung zur
Schauspielerin am Max-Reinhardt -Seminar, Wien. Engagements unter anderem am Stadttheater
Klagenfurt, Theaterdiscounter Berlin, Ballhaus Ost , Hebbel Theater und Sophiensäle Berlin,
Stadttheater Rudolstadt, Theatersommer Ludwigsburg. Zuletzt mehrere Jahre im Engagement am
Theater Paderborn.
VANESSA PAYER KUMAR, Schauspielerin. Ausbildung am Konservatorium der Stadt Wien und bei
Jean-Paul Denizon, Paris. Arbeitete an Bühnen wie dem Theater in der Josefstadt, Festspiele
Reichenau, Stadttheater Aachen, Landesbühne Hannover sowie Neue Bühne Villach, Theater
Drachengasse, Aktionstheater Ensemble, W.U.T, Scala, u.a. Improvisationstheater und Theatersport
mit dem u.r.theater auf zahlreichen Bühnen in Österreich und im market theatre, Seattle. Auftritte
bei "Dinner & Crime"-Shows. Zahlreiche Projektentwicklungen, u.a. mit "TEV"(Theatre of Eternal
Values) im New Players Theatre in London. Spielt in Film und Fernsehen, letzter Kinofilm "Local
Heroes" von Henning Backhaus.
www.vanessapayerkumar.com
ARTUR ORTENS, Regisseur, Schauspieler und Sänger. Geboren 1968 in Graz. Paritätische
Reifeprüfung für Ballett, Gesangstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz
bei Professor Ernst Dieter Suttheimer, paritätische Reifeprüfung als Schauspieler. Engagements als
Schauspieler und Musicaldarsteller im Theater im Keller in Graz, Grazer Straßentheater, Next Liberty
Graz, an der Grazer Oper, Orpheum Graz, Bad-Hersfelder-Festspiele, Schlosstheater Fulda,
Landestheater Eisenach, Schlosstheater Celle, Dinner & Crime. Regiearbeiten im Theater im Keller,
Orpheum Graz, Next Liberty, Freien Bühne Wieden, Interkulttheater Wien, Metropol, Schauspielhaus
Wien. Gründung der "theater initiative graz" mit der Inszenierung von "Die Dreigroschenoper".
www.arturortens.com
MARTIN ZOGLMANN, Sänger. Gesangsstudium bei KS Otto Edelmann und Prof. Sebastian Vittucci.
Er sang z.B. in Österreich im Schönbrunner Schlosstheater, der Kammeroper, im ORF
RadioKulturhaus, Theatersommer Kirchstetten, Theater am Petersplatz im Festspielhaus St. Pölten,
etc. Sprecher bei mehreren Hörspielproduktionen. Sein Repertoire umfasst Werke von Claudio
Monteverdi bis Hans Werner Henze, vor allem Mozart-Rollen wie die Titelpartie in "Le nozze di
Figaro", Leporello in "Don Giovanni", Osmin in "Die Entführung aus dem Serail" und Sarastro in "Die
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KosmosTheater – Das Theater mit dem Gender
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Zauberflöte". Zuletzt sang er den Rocco in "Fidelio" beim Beethovenfest in Bonn und den De Fiesque
in "Maria di Rohan" von Donizetti. Er trat auch als Liedsänger mit Franz Schuberts Zyklen "Die schöne
Müllerin", "Die Winterreise" sowie Robert Schumanns "Dichterliebe" auf.
www.zoglmann.com
JACQUELINE SATTLER, Schauspielerin und Dramaturgin. Geboren 1987 in Wien. Staatliches
Schauspieldiplom an der Schauspielakademie Elfriede Ott, Ausbildung zur Dramaturgin im Rahmen
der Werkstätte Kunstberufe in Kooperation mit dem internationalen Theaterinsitut der Unesco.
Engagements unter anderem am Theater in der Josefstadt in Wien, beim Theaterfestival Spleen in
Graz, in der Theaterkapelle in Berlin sowie bei den Nestroyfestspielen auf der Burg Liechtenstein.
www.jacqueline.sattler.at
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KARTEN:
Erm. Kartenpreis zu EUR 13,-: Mit Ö1-Clubcard, wien.at-Clubcard
Erm. Kartenpreis zu EUR 10,-: Für SchülerInnen, StudentInnen (bis 27 J.), Lehrlinge, Zivildiener, Arbeitslose,
PensionistInnen, RollstuhlfahrerInnen samt Begleitperson, IG-Mitglieder (IGFT, IG AutorInnen, IG Bildende Kunst, IG
Kultur)
KosmosEuro: 3 KosmosEuros pro Vorstellung (Premieren ausgenommen). Keine Ausweise oder Nachweise nötig,
einfach zur Abendkassa kommen! Reservierung nicht möglich.
Sparpaket 72,- (6-Karten-Package): 1 Jahr gültig, einlösbar bei allen Vorstellungen an der Abendkassa,
Vorabreservierung obligatorisch. Sparpaket 72: uneingeschränkt übertragbar.
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