HIV and Ageing - Women for Positive Action

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Älter werden
– Herausforderungen für
Frauen mit HIV
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Women for Positive Action is supported by a grant from Abbott
Inhalt
Einleitung
Körperliche Herausforderungen
Emotionale, psychologische und psychiatrische
Herausforderungen
Rat und Hilfe
Zusammenfassung und Fallbeispiele
Weiterführende Informationen
2
Einleitung
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Women for Positive Action is supported by a grant from Abbott
Die Weltbevölkerung altert
In 2050 werden ca. 25% der Weltbevölkerung 60 Jahre und älter sein
Schätzung
3000
Menschen in Millionen
•
2500
2000
1500
2009
2025
1000
2050
500
0
0-19
20-29
30-39
40-49
50-59
≥60
Alter in Jahren
4
Internationale Datenbank des US Census Bureau
Menschen im Alter von 60 und
mehr Jahren – weltweit
5
www.helpage.d
Epidemiologie 2013
o
4,2 Millionen Menschen im Alter von ≥50 Jahren leben
weltweit mit HIV, davon 2,5 Millionen in Subsahara-Afrika
o
Prävalenz von HIV bei Menschen ≥50 Jahren hat sich seit
1995 verdoppelt
o
13% aller Erwachsenen, die mit HIV leben, sind ≥50
Jahre
6
Mahy et al., 2014
HIV und Alter weltweit
7
UNAIDS GAP Report 07/2013
Lebenserwartung
von HIV-PatientInnen
•
Die Lebenserwartung von PatientInnen mit Zugang zur ART ist
inzwischen mit der Lebenserwartung der Allgemeinbevölkerung
vergleichbar
8
1. Antiretroviral Therapy Cohort Collaboration (2008) Lancet
2. Swiss HIV Cohort Study (Mai 2009)
Neudiagnosen bei älteren
Menschen (1)
•
Der Anteil von HIV-Infektionen und -Neudiagnosen bei
älteren Menschen steigt1-3
•
Die tatsächlichen Infektionsraten bei Menschen ≥50 sind
wegen niedriger Testraten oft nicht bekannt4
9
1. EuroHIV End-year Report (2006)
2. Simone MJ et al (2008) Geriatrics
3. Dougan S et al (2004) Epidemiol Infect
4. Pratt G et al (2010) Age and Ageing
Neudiagnosen bei älteren
Menschen (2)
Europa:
• der Anteil von Frauen ≥50 Jahren an neuen HIV/Aids-Fällen ist
von 7,4% im Jahr 2004 auf 12,5% im Jahr 2010 gestiegen1
UK:
• Neudiagnosen bei älteren Erwachsenen haben sich zwischen
2000 und 2009 mehr als verdoppelt2:
2009: 13% aller Diagnosen3
• 2009: 25% aller Diagnosen bei Menschen ≥50 Jahre werden bei
Frauen gestellt4
•
10
1. WHO/ECDC (2010) HIV/AIDS surveillance in Europe 2010
2. www.hpa.org.uk/hpr/archives/2010/hpr4710.pdf
3. www.hpa.org.uk/hpr/archives/2010/hpr4710.pdf
4. Smith R et al (2010) HIV Medicine
Deutschland: Neudiagnosen
bei Frauen nach Alter
HIV-Neudiagnosen bei Frauen 2013
120
100
Anzahl Fälle
80
60
40
20
0
Altersgruppen
11
www.rki.de, survstat, Datenabfrage 09.10.2014
Warum gibt es immer mehr
ältere Menschen mit HIV?
•
Menschen, die mit HIV und HAART älter und alt
werden
•
Menschen, bei denen HIV im mittleren oder
fortgeschrittenen Lebensalter diagnostiziert wird
unterschiedliche Bedürfnisse,
unterschiedliche Herausforderungen
12
Späte Diagnosen…
•
Ältere Menschen werden oft erst spät auf HIV
getestet, weil
• ältere Menschen sich trotz möglicher Infektionsrisiken
nicht für gefährdet halten
• das medizinische Personal bei älteren Menschen HIV
als Krankheitsursache nicht in Betracht zieht
13
… und ihre Folgen
•
eine späte Diagnose bedeutet auch eine späte
Behandlung1
•
eine späte Behandlung kann für ältere Menschen
negative Folgen haben2-4
• ältere PatientInnen mit CD <200 bei der Diagnose haben ein
14-fach erhöhtes Sterberisiko4
•
aber: ältere PatientInnen können aus der HAART den
gleichen Nutzen ziehen wie jüngere5
14
1. Rotily M et al (2000) Int J STD AIDS
2. Kirk (2006) J Am Geriatr Soc
3. COHERE Study Group (2008) AIDS
4. Smith R et al (2010) Lancet
5. Perez JL et al (2003) Clin Infect Dis
HIV und älter werden
Alter
BegleitErkrankungen
HIV/Aids
HAART
15
Mod. nach Gazzard B., Aging and AIDS: new clinical endpoints in clinical practice. IAS 2007, MOPL 103
Begleiterkrankungen bei älteren
Menschen mit HIV
•
•
•
•
•
•
•
•
Herz-Kreislauf-Erkrankungen / koronare
Herzkrankheit
Metabolisches Syndrom / Diabetes Mellitus
Leber- und Nierenerkrankungen
Osteopenie / Osteoporose
Neuropathien
Malignome
Demenz / neurokognitive Defizite
Depressionen
16
HIV und altersbedingte
Erkrankungen
•
Eine Studie aus den Niederlanden zeigt für Menschen mit
HIV ein signifikant erhöhtes Risiko für Alterserkrankungen
im Vergleich zu Menschen ohne HIV:
•
•
•
•
Bluthochdruck
Herzanfall
periphere Arterienerkrankungen
eingeschränkte Nierenfunktion
45%
4%
3%
4%
vs. 31%
vs. 2%
vs. 1%
vs. 2%
•
traditionelle Risikofaktoren (z.B. Rauchen, Übergewicht,
hoher Blutdruck, Bewegungsmangel) erhöhen die Risiken
• die Dauer der HIV-Infektion, der Behandlung und der
Immunsuppression beeinflusst die Risiken
17
Schouten J et al. 2014
Konsens
•
HIV und HAART…
• … können den Prozess des Alterns
beeinflussen
• … können die Entwicklung von altersspezifischen Erkrankungen beeinflussen
18
High et al. J Acquir Immune Defic Syndr 2012; 60
Offene Fragen
•
Warum entwickeln Menschen mit HIV einige altersbedingte Symptome und Erkrankungen früher als
Menschen ohne HIV?
• Mögliche Erklärungen:
•
HIV beschleunigt den Alterungsprozess, z.B. durch entzündliche
Prozesse
• HIV verstärkt andere Faktoren, die das Risiko für bestimmte
Erkrankungen steigern
•
Weitere Forschung ist notwendig!
19
Ältere Frauen mit HIV
Älterwerden stellt Frauen
mit HIV vor dieselben HerausForderungen wie Frauen ohne
HIV, es kommen aber hinzu
Konsequenzen der HIVInfektion
Konsequenzen der
länger dauernden
HAART
20
Häufiger bei älteren
Frauen mit HIV:
• hormonelle Veränderungen
• kardiovaskuläre Erkankungen
• nicht-Aids-definierende
Infektionen
• Nierenerkrankungen
• nicht-Aids-definierende
Krebserkrankungen
• muskuläre/skelettäre
Veränderungen
• nicht-Aids-bedingte
neurokognitive/psychiatrische
Veränderungen, Stimmungsschwankungen und Störungen
des zentralen Nervensystems
Körperliche
Herausforderungen
für Frauen beim
Älterwerden
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Menopause
– die Wechseljahre
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Menopause – die Wechseljahre
•
Die Menopause ist das Ende von Eisprung und
Menstruation
• die Konzentration des weiblichen Geschlechtshormons, des
Östrogens, sinkt
•
Die Menopause wird mit einem erhöhten Risiko in
Zusammenhang gebracht für
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Diabetes
• Osteopenie/Osteoporose
•
Eine verfrühte Menopause (vor dem 45. Lebensjahr)
• erhöht das Risiko für diese Erkrankungen
• kann mit erhöhter Sterblichkeit in Zusammenhang stehen
23
Vorzeitige Wechseljahre?
• Studien sind nicht eindeutig
• einige Studien berichten von vorzeitigem Eintritt der Menopause
bei Frauen mit HIV1
• DIDI-Studie (Italien):
• vorzeitige Menopause tritt bei Frauen mit und ohne HIV etwa gleich
häufig auf (7,6% vs. 7,1%),
• aber: der Anteil von Frauen <40 mit vorzeitiger Menopause ist bei
Frauen mit HIV höher (5,2% vs. 1,8%)1
• Frauen mit CD4 <200 Zellen/mm3 sind bei Eintritt der Menopause
im Durchschnitt jünger2
• Eine vorzeitige Menopause ist wahrscheinlicher bei
• fortgeschrittenem HIV-Stadium
• früherem Drogengebrauch
1. Schoenbaum et al. (2005) Clin Infect Dis
24
2. Cicconi P et al. EACS Congress 2011
Der Einfluss von HIV auf
Wechseljahres-Symptome
•
Wechseljahres-Symptome sind bei Frauen mit HIV
häufiger als bei Frauen ohne HIV1-3
• dazu gehören neben Schlaflosigkeit und Herzrasen
weitere gefäßbedingte (vasomotorische), psychologische
und gynäkologische Symptome
•
Frauen mit HIV nach den Wechseljahren haben
häufiger als HIV-negative Frauen
• eine geringere Knochendichte, einen erhöhten
Knochenstoffwechsel und größere Raten an Verlust der
Knochenmasse4
25
1. Ferreira CE et al (2007) J Gynaecol Endocrinol; 2. Santoro N et al.
Maturitas 2009;64:160-164; 3. Boonyanurak et al. (2012) Menopause;
4. Yin MT et al. J Clin Endocrinol Metab 2012;97(2):554-62
Risikofaktoren für den vorzeitigen
Eintritt der Wechseljahre
Immunsuppression
geringere CD4-ZellZahlen
Rauchen
sozioökonomischer
Status
bis zu 1 oder
2 Jahre früher
z.B. niedriges
Bildungsniveau,
Arbeitslosigkeit oder
Armut
26
HIV, Nebenwirkungen, Wechseljahre – Verwechslungsgefahr!
Hitzewallungen/
Nachtschweiß
Stimmungsschwankungen,
Depressionen
vaginale Trockenheit
unregelmäßige
Menstruation
Schlafstörungen
Erschöpfung,
Herzrasen
Sorgfältiges Beobachten (Monitoring) und
Ursachenabklärung sind wichtig!
27
Hormonersatztherapie (HET)
bei Frauen mit HIV
•
Eine HET kann bei einigen Frauen mit HIV sinnvoll sein.
•
Die Risiken können schwerer wiegen als die Vorteile,
wenn die Frauen:
• rauchen,
• übergewichtig sind,
• Thrombosen, Brustkrebs, Diabetes, hohen Cholesterinspiegel,
Leberprobleme oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der
Familienanamnese aufweisen.
•
Östrogen und/oder Progesteron stehen nachweislich in
Wechselwirkung mit vielen HIV-Medikamenten.
28
Management der Menopause (1)
•
Begleiterscheinungen und Auswirkungen der
Menopause können beeinflusst werden durch:
• effektive HAART, Adhärenz
• gesunden Lebensstil
• Rauchen einstellen
• Hormonersatztherapie
• Symptommanagement
• alternative Therapien
29
Management der Menopause (2)
•
Wichtige Fragen für das Gespräch mit der Ärztin
oder dem Arzt:
• Was sind Wechseljahres-Symptome, was nicht?
• Welche medizinischen Untersuchungen sind im Zusammenhang
mit der Menopause erforderlich?
• Was kann frau anwenden oder tun, um mögliche
Wechseljahresbeschwerden zu lindern?
• Welche Wechselwirkungen zwischen ART und HET gibt es?
• Wie bekomme ich Zugang zu Selbsthilfegruppen/Peer Groups?
• Welche weiteren Informationsquellen gibt es?
30
Osteoporose
– Verlust der
Knochendichte
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Erhöhtes Osteoporose-Risiko bei
Frauen mit HIV
•
Eine verringerte Dichte der Knochen (Bone
Mineral Density, BMD) kann auf HIV oder auf die
ART zurückzuführen sein
• Vitamin-D-Mangel kommt bei HIV-Patientinnen relativ häufig vor
•
In einer Studie war die BMD von Hüfte und
Wirbelsäule bei Frauen mit HIV im Vergleich zu
Frauen ohne HIV signifikant verringert
• fortgeschrittenes Alter wird ebenfalls mit einer geringen BMD in
Zusammenhang gebracht
32
Arnsten J.H. et al. (2006) Clin Infect Dis
Risikofaktoren für niedrige
Knochendichte
Klassisch
Sekundär
Chronische Erkrankungen (z.B. Hyperpara-
weibliches Geschlecht; weiße
Hautfarbe; Alter
Familienanamnese
Amenorrhoe/frühe Menopause
Rauchen, Alkohol, zu wenig Bewegung
Vitamin-D-Mangel
thyreoidismus, Hyperthyreose, Lebererkrankungen,
rheumatologische Erkrankungen, Essstörungen …)
Hypogonadismus
Störungen der Nierenfunktion
Mangelernährung (niedriger BMI)
Medikamente (z.B. “Pille”, Kortikosteroide,
Antikonvulsiva, Blutgerinnungshemmer)
HIV-bedingt
Zytokine
HAART-bedingt
Nukleosidanaloga / mitochondriale
Dysfunktion
(z.B. TNFa, IL6)
Abnehmende Muskel- und Fettmasse
Proteaseinhibitoren
Fettablagerung im Knochenmark
Lipodystrophie
33
Adapted from Glesby MJ (2003) Clin Infect Dis
Folgen der Osteoporose
•
•
Osteoporose ist ein wesentlicher Risikofaktor für Knochenbrüche
(Frakturen)
Erhöhtes Sturzrisiko bei Frauen mit HIV → bei Osteoporose erhöhtes
Fraktur-Risiko
34
Triant V.A. et al. (2008) J Clin Endocrinol Metab
Management von Osteoporose
bei Frauen mit HIV (1)
•
Knochendichtetest
•
Strategien zur Verringerung des OsteoporoseRisikos:
• körperliche Aktivität, vor allem Training mit Gewichten
• angemessene Kalzium-Zufuhr mit der Nahrung, ggf. Substitution
• Vitamin D-Substitution
• Vermeiden von Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum
• Vermeiden von HIV-Medikamenten, die mit erhöhtem BMDVerlust in Zusammenhang stehen
• Standardmedikamente zur Behandlung und Prävention von
Osteoporose (z.B. Bisphosphonate)
35
Management von Osteoporose
bei Frauen mit HIV (2)
•
Wichtige Fragen für das Gespräch mit der Ärztin
oder dem Arzt:
• Habe ich derzeit ein Risiko für Osteoporose? Werde ich mit
zunehmendem Alter ein Risiko dafür haben?
• Auf welche Symptome sollte ich achten?
• Was kann ich für meine Knochengesundheit tun?
• Nehme ich Medikamente ein, die mein Risiko für Osteoporose
steigern?
• Wann sollte ich ein Osteoporose-Screening machen lassen?
• Gibt es weitere Tests, die ich durchführen lassen sollte?
36
Management von Osteoporose
bei Frauen mit HIV (3)
•
Weitere wichtige Fragen für das Gespräch mit
der Ärztin oder dem Arzt:
• Welche Medikamente gibt es zur Behandlung der Osteoporose?
•
Welche Vorteile und Nebenwirkungen haben sie?
•
Haben sie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, die ich einnehme,
z.B. mit meinen HIV-Medikamenten?
• Wie viel Kalzium und Vitamin D sollte ich mit meiner Nahrung
aufnehmen? Soll ich zusätzlich Kalzium und Vitamin D
einnehmen?
• Was kann ich sonst noch tun, um mein Risiko für Osteoporose
oder Knochenbrüche zu senken?
• Wo erhalte ich weitere Informationen?
37
Kardiovaskuläre
Erkrankungen (CVD)
– HerzKreislaufErkrankungen
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Herz- Kreislauf-Erkrankungen
(CVD) und HIV
•
CVD zählen heute zu den häufigsten Todesursachen bei
Menschen mit HIV
•
Neben klassischen Risikofaktoren können auch die HIVInfektion und die ART das Risiko erhöhen
• einige antiretrovirale Substanzen können das Herzinfarktrisiko
erhöhen1
•
Bei Frauen in der Allgemeinbevölkerung steigt das Risiko
für CVD nach den Wechseljahren an
• bislang fehlen aussagefähige Studien zum CVD-Risiko bei
Frauen mit HIV
39
Worm et al. 2010
Herz-Kreislauf-Erkrankungen in
der Allgemeinbevölkerung
•
In Deutschland sterben jährlich 340.000 Menschen an HerzKreislauf-Erkrankungen, die Hälfte davon Frauen
•
Das Risiko von Frauen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt nach
den Wechseljahren:
•
•
Alter 35 – 45:
Alter 65 – 75:
Männer : Frauen 5 : 1
Männer : Frauen 2 : 1
•
In den letzten Jahren Anstieg des Risikos auch bei Jüngeren
(Rauchen, Pille ...)
•
40% der Frauen über 55: erhöhter Cholesterinspiegel
•
Mehr als 50% der Frauen über 45: erhöhter Blutdruck
•
fast 50% der Frauen über 50: Übergewicht
40
Risikofaktoren für Herz-KreislaufErkrankungen
Familienanamnese
Bewegungsmangel,
Fehlernährung
Übergewicht
Geschlecht
Alter
Rauchen
HIV-Infektion1
HerzKreislaufErkrankungen
Bluthochdruck
HAART1
chronische
Entzündungen
1Genaue
Depression,
Stress
Einflüsse werden noch erforscht
Fettstoffwechselstörungen
41
Diabetes
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
•
Frauen mit HIV können ein erhöhtes Risiko für CVD
haben
•
Andere Faktoren erhöhen das Risiko für CVD wesentlich
Beeinflussbare Faktoren
Nicht beeinflussbare Faktoren
Rauchen
Alter
Blutdruck und Cholesterin
Geschlecht
Körperliche Aktivität
Vererbung
Ernährung, Übergewicht
(einschl. ethnischer
Zugehörigkeit)
Diabetes
Stress, Depressionen
42
ART und Herzinfarkt-Risiko
Herzinfarkte sind umso häufiger, je länger eine ART
dauert
•
„Die Inzidenz eines Myokardinfarkts (MI) steigt mit längerer Exposition gegenüber einer ARTKombinationstherapie nachweislich an“1
Inzidenz pro 1000 Personenjahre
•
8
DAD-Studie: Inzidenz von MI bei HIV+-Patienten im Vergleich zu
Patienten ohne Exposition gegenüber ART
7
6
5
4
p < 0,001 für die
Tendenz
3
2
1
0
keine
<1
1-2
2-3
3-4
>4
Exposition (Jahre)
43
Friis-Moller N 2003
Management des CVD-Risikos
bei Frauen mit HIV (1)
•
Wichtige Fragen für das Gespräch mit der Ärztin
oder dem Arzt:
• Habe ich persönliche Risikofaktoren für eine Herz-KreislaufErkrankung ?
• Soll ich an einem Screening-Programm teilnehmen?
• Auf welche Anzeichen und Symptome einer CVD sollte ich achten?
• Welche Behandlungsstrategien stehen zur Verfügung?
• Gibt es Lebensstiländerungen, Nahrungsergänzungsmittel oder
Medikamente, die mein Risiko oder die Folgen von CVD verringern
können?
• Wo erhalte ich weitere Informationen?
44
Management des CVD-Risikos
bei Frauen mit HIV (2)
•
Strategien, um das Risiko zu verringern:
• Rauchen einstellen
• Bluthochdruck kontrollieren und ggf. behandeln
• Ernährungsgewohnheiten prüfen und ggf. Cholesterin
medikamentös senken
• Diabetes kontrollieren und ggf. behandeln
• körperliche Aktivität/Bewegung überprüfen und ggf. steigern
• Depression behandeln
• Standardmedikamente zur Behandlung und
Prävention von CVD
45
HIV und Schlaganfall
• In der Allgemeinbevölkerung sinken die Schlaganfallraten, aber bei Menschen mit HIV steigen sie.
• Der Alterungsprozess von Menschen mit HIV mit den
Folgen der ART für den Stoffwechsel trägt wahrscheinlich
zur Vielfalt von Gefäßerkrankungen im Gehirn bei.
• Diagnose und Behandlungsstrategien müssen HIVspezifische Ursachen berücksichtigen, auch wenn der
Schlaganfall bei Menschen mit HIV auf die gleichen
Ursachen zurückzuführen ist.
46
Gottesmann RE 2014
Krebserkrankungen
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Krebs bei HIV
• In der ART-Ära:
•
treten Aids-definierenden Erkrankungen seltener
auf (Kaposi-Sarkom, Non-Hodgkin-Lymphom,
Zervix-Karzinom)1
•
sind nicht-Aids-definierende Tumoren häufiger als
Aids-definierende1,2 und treten z.T. 10 bis 20 Jahre
früher als in der Normalbevölkerung auf3
•
stirbt ein Drittel der HIV-PatientInnen an Tumoren
48
1 M Silverberg et al (2009) AIDS
2 C Smith et al (2014) Lancet
3 M Hleyhel et al (2014) AIDS
Brustkrebs
•
weltweit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen;
bei HIV-Infektion möglicherweise seltener1
•
Risiko steigt mit dem Alter
•
regelmäßige (Selbst-) Untersuchungen und Mammographie-Screenings (gemäß bevölkerungsweiten
Empfehlungen) erhöhen die Rate früh diagnostizierter
Erkrankungen
•
Wechselwirkungen zwischen Krebsmedikamenten
und ART beachten (ggf. Dosisanpassung)
49
1 M Silverberg et al (2009) AIDS
Erhöhte Tumorraten
•
Krebsarten, die mit Rauchen im Zusammenhang stehen
• ↑ um Faktor 2,8
• Lungen-, Kopf-Hals-, Speiseröhren-, Blasenkrebs1
•
Krebsarten, die durch andere Viren ausgelöst werden
• ↑ um Faktor 11,5
• Analkrebs, Non-Hodgkin-Lymphom, Leberzell-Karzinom, Zervixkarzinom1
•
Hautkrebs, dessen Ursache am ehesten LifestyleFaktoren sind2
• deutlich erhöht für Nicht-Melanome, weniger deutlich für Melanome
50
1 M Helleberg et al (2014) AIDS
2 M Silverberg et al (2009) AIDS
Lungenkrebs
•
Risikofaktoren, nach Einflussstärke1:
Rauchen
2. Alter
3. COPD (Chronisch obstruktive Lungenkrankheit)
4. HIV
1.
•
wenn sich die CD4-Zellen erholen, gleicht sich das
Risiko an das der Gesamtbevölkerung an2
•
wichtigste Präventivmassnahme: Rauchstopp
51
1 K Sigel et al (2012) AIDS
2 M Hleyhel et al (2014) AIDS
Gebärmutterhalskrebs
•
weltweit eine der häufigsten Krebserkrankungen
bei Frauen1,2
•
an den Ursachen beteiligt:
• Infektion mit krebserregenden Humanen Papilloma-Viren (HPV)
• tiefer CD4-Nadir2
•
Risiko-Reduktion durch:
• HPV-Impfung von Mädchen / jungen Frauen vor dem ersten
Geschlechtsverkehr
• Vermeiden eines tiefen CD4-Nadirs2
• Screening (gemäß den Richtlinien) und Behandlung von
Krebsvorstufen
52
1 AE Grulich et al (2007) Lancet
2 G Clifford et al (2014) submitted
Analkrebs
•
•
•
•
•
Risiko um Faktor 7-28 erhöht im Vergleich zu Frauen
ohne HIV-Infektion1
Anzahl Hochrisiko-HPV im Analkanal höher als an
der Zervix2
Screening auf Vorstufen regional unterschiedlich
gehandhabt
Behandlung von Vorstufen mit noch enttäuschenden
Resultaten (hohe Rezidivrate)3
bessere Prognose bei kleineren Tumoren4 bzw. in
lokalisierten frühen Phasen5
53
1 JY Hou et al (2012) JAIDS
2 I Heard et al (ICAAC 2014) abstract H-1199
3 M Schim van der Loeff et al (2014) Curr HIV/ AIDS Rep
4 K Siegel et al (2013) Sex Health
5 A Abbas et al (2010) Oncology
Leberkrebs
•
meist bei Koinfektion mit Hepatitis B oder C
•
zusätzlicher Risikofaktor: Alkoholkonsum
•
bei Hepatitis C: Entstehung auf dem Boden einer Zirrhose
•
bei Hepatitis B: auch ohne Zirrhose möglich
•
frühe (z.T. heilbare) Stadien bei regelmäßigem Screening
gemäß Empfehlungen (Sonografie) erkennbar
54
Nierenerkrankungen
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Nierenschäden
•
Die Nierenfunktion nimmt mit dem Alter ab - unabhängig von HIV.
•
HIV-Infektionen bedeuten ein erhöhtes Risiko für
Nierenschäden1; vor allem bei unbehandelter Infektion.
•
Bei HIV-Infektion wird ab 60 Jahren von erhöhtem Risiko
ausgegangen.2
•
Erhöhter Blutdruck und Diabetes können die Nieren schädigen
und sind bei HIV-PatientInnen im Alter häufiger.3
•
Zusätzlich sind Nierenschäden durch Koinfektionen mit Hepatitis
B, Hepatitis C und Syphilis sowie durch Immunkomplexnephritis
(chronische Nierenentzündung) möglich.
56
1 A Mocroft et al (2010) AIDS
2 Vortrag A Mocroft, Glasgow 2014 (O 322)
3 B Hasse et al (2011) CID
ART und die Nieren
•
Unter bestimmten ART-Medikamenten kann die Nierenfunktion
nachlassen:
• bei Boosterung mit Cobicistat und unter Dolutegravir ist dieses
Nachlassen ein scheinbares und vollständig reversibel
• bei Tenofovir in Kombination mit bestimmten Proteasehemmern (z.B.
Ritonavir) können bleibende Nierenschäden entstehen
• einige Proteasehemmer stehen im Verdacht, Nierensteine zu verursachen
•
Bei Frauen ist das Risiko für Schäden durch die ART möglicherweise
höher (geringeres Körpergewicht, verminderte Ausscheidung).4,5
57
1 J Yombi et al (2014) AIDS
2 S Jose et al (2014) JID
3 A Mocroft et al (2010) AIDS
4 M Gandhi et al (2004) Ann Rev Pharm Tox
5 E Nicastri et al (2007) J Antimicr Chemother1
Vorsichtsmaßnahmen
•
Messen der Nierenfunktion
• bei stabilen PatientInnen 2 x jährlich; vor Start einer ART und (bei
bestimmten Medikamenten, insbesondere Tenofovir) in definierten
Abständen
•
Überwachen von Nierenschäden
• bei stabilen PatientInnen 1 x jährlich; vor Start oder Wechsel einer
ART
• Urin-Analyse oder Messung der Albumin-/ Protein-Ausscheidung
•
Häufigere Untersuchungen
• bei zusätzlichen Risiken, z.B. durch Begleitmedikamente,
-krankheiten; hohes Alter
58
IDSA Guideline Chronic kidney disease/ HIV CID 2014
EACS guidelines 2014
Zusatzmaßnahmen
•
Risikofaktoren behandeln:
• Diabetes
• erhöhter Blutdruck (Hypertonie)
•
Bei Nierenschädigung:
• ART anpassen, bei Bedarf: andere Medikamente
• nierenschädigende Behandlung möglichst vermeiden
• besondere Vorsicht bei Wechselwirkungen zwischen
Medikamenten
59
Gebrechlichkeit
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Definition
•
Bei der Diagnose von Gebrechlichkeit als Syndrom
müssen die folgenden Kriterien erfüllt sein:
ungewollter Gewichtsverlust
subjektiv empfundene Erschöpfung
wenig körperliche Aktivität
Langsamkeit – gemessen an der benötigten
Gehzeit für eine Distanz von 3 m
Schwäche der Greifkraft
61
Fugate Woods N. et al (2005) J Am Geri Soc
HIV und frühzeitige
Gebrechlichkeit
•
Ein 55-jähriger Patient, dessen HIV-Infektion über einen Zeitraum von
0-4 Jahren besteht, weist die gleiche Gebrechlichkeit auf wie ein 65jähriger HIV-negativer Patient
6%
Prävalenz der Gebrechlichkeit
4%
2%
0%
35
40
Jahre der HIV-Infektion:
45
Alter, Jahre
0
0-4
50
4-8
55
8-12
62
Desquilbet L. et al. (2007)J Gerontol A Biol Sci Med Sci
Gebrechlichkeit
bei Frauen mit HIV
•
Ein schwerer Verlust von CD4-Zellen kann Langsamkeit, Schwäche
und Gebrechlichkeit bedeuten
• Frauen mit CD4-Zellzahlen von <100 Zellen/mm3 weisen eine 2,7-fach
höhere Prävalenz der Gebrechlichkeit auf
•
Zu weiteren Faktoren für Gebrechlichkeit gehören:1
• Arbeitslosigkeit
• größere Anzahl an begleitenden Erkrankungen und frühere
opportunistische Krankheiten
• höherer Schweregrad einer Depression
• Anwendung von Antidepressiva
• geringere Serumalbuminkonzentration
•
Gebrechliche Patientinnen müssen öfter und bis zu fünfmal länger ins
Krankenhaus.2
63
Emotionale,
psychologische und
psychiatrische
Herausforderungen
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Neurokognitive
Störungen
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Neurokognitive Störungen und
HIV
•
Neurokognitive Störungen bei HIV-PatientInnen haben in
den letzten Jahren deutlich zugenommen
• Prävalenz 30 – 50%
•
Zunahme vor allem durch längere Lebenserwartung
•
HIV-assoziierte neurokognitive Störungen (HAND)
umfassen kognitive, emotionale, motorische und
vegetative Veränderungen
Störungen können zu
Einschränkungen bei
alltäglichen Aufgaben,
im Beruf und in sozialen
Beziehungen führen.
66
Eggers, C, Rosenkranz T 2014
Einflussfaktoren für HAND
•
chronische Immunaktivierung bei langer Dauer der HIVInfektion (> 10 Jahre)
• entzündliche Veränderungen im peripheren Nervensystem
•
•
physiologischer Alterungsprozess
antiretrovirale Medikamente
• unterschiedliche Wirksamkeit im Zentralen Nervensystem (ZNS)
•
Ko-Faktoren
• therapiebedingte metabolische Störungen
• mitochondriale Toxizität der ART
• Begleiterkrankungen (z.B. Syphilisinfektion, psychiatrische
Erkrankungen, Alkohol- und Drogengebrauch, Hepatitis-CKoinfektion)
67
Kategorien für HAND
• Asymptomatisches Neuropsychologisches Defizit (ANPD)
• mit standardisierten Tests messbar, aber keine Alltagsbeeinträchtigung
• andere Ursachen müssen ausgeschlossen sein (z.B. Alkohol- und
Drogenmissbrauch, Depressionen, Psychosen …)
• Mildes neuro-kognitives Defizit (MND)
• mit standardisierten Tests messbar, Einschränkungen im Alltag
bemerkbar, von PartnerInnen/Angehörigen bestätigt
• HIV-assoziierte Demenz (HAD)
• mit standardisierten Tests messbar, erhebliche kognitive
Beeinträchtigungen, Alltag allein nicht mehr zu bewältigen
68
Symptome von HAND
kognitiv
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen,
Verlangsamung gedanklicher Leistungen
(Auffassung, Verarbeitung)
emotional
Verlust von Antrieb und Initiative, sozialer Rückzug mit
Verlust sozialer Kompetenz, Depressivität, verringerte
emotionale Schwingungsfähigkeit
motorisch
Verlangsamung und Störung der Feinmotorik (z.B.
Tippen auf Tastatur, Knöpfe schließen), Gangstörung
vegetativ
Miktionsstörungen (Dranginkontinenz, verminderte
Libido, Erektionsstörungen)
69
Nach Eggers C und Rosenkranz T 2014
Neurologische Störungen bei
Frauen mit HIV
•
•
•
neurologische
Einschränkungen bei bis
zu ≥50% der HIVPatientInnen3
neurologische Störungen
bei Frauen mit HIV
häufiger als bei Frauen
ohne HIV1,2
Risiko steigt mit
zunehmendem Alter2
CDC: Centers for Disease Control and Prevention; A =
asymptomatisch; B = symptomatisch; C = Auf AIDS hinweisende
Erkrankungen
70
1. Maki P.M. et al. (2009) Neurology
2. Maki P.M. et al. (2009) Neuropsychol Rev
3. Clifford D.B.( 2008) Top HIV Med
Negativer Adhärenzzyklus
Neurokognitive
Störungen können bei
älteren PatientInnen zu
geringerer Adhärenz
führen
Suboptimale Adhärenz
kann PatientInnen für
neurokognitive
Störungen anfälliger
machen
Eine wirksame ZNS-gängige ART kann zur Erhaltung der
neurokognitiven Gesundheit beitragen
71
Ettenhofer M.L. et al. (2009) Am J Geriatr Psychiatry
Frauen und HAND
•
keine Geschlechtsunterschiede bezüglich des
Fortschreitens von HAND1
• geringfügig mehr Männer als Frauen entwickeln eine HIVassoziierte Demenz, aber
• mehr Frauen als Männer zeigen ein asymptomatisches
neuropsychologisches Defizit2
•
Veränderungen der Geschlechtshormone oder Störungen
der Insulinrezeptorfunktion könnten bei Frauen mit HIV
die Entwicklung und den Schweregrad von HAND
beeinflussen
• Östrogen und Testosteron können Entzündungsmarker
beeinflussen und neuroprotektiv wirken3
72
1. Robertson K 2004,
2. Arendt G 2014
3. Wojna et al 2012
4. Gerena Y 2012
Gebrechlichkeit
und kognitive Funktion
• Der Frailty-Index kann eine gesunde kognitive
Alterung (keine Depressionen, kognitiven oder
funktionalen Einschränkungen) vorhersagen.
•
Index umfasst 37 Gesundheitsvariablen (ohne HIV-assoziierte
Einschränkungen)
•
Höhere Werte, also ausgeprägtere Gebrechlichkeit, verringern die
Chancen auf eine gesunde kognitive Alterung
•
Bluthochdruck als einzige der 37 Variablen seltener bei PatientInnen
mit gesunder kognitiver Alterung
73
Wallace L et al, 2014
Management
neurokognitiver Störungen (1)
• Wichtige
Themen für das Gespräch mit der Ärztin
oder dem Arzt:
• Screening-Programme/-Untersuchungen auf
neurologische Störungen
• Lebensstil-Veränderungen
• Antiretrovirale Therapie, Einsatz anderer Medikamente
• weitere Informationsquellen
74
Management
neurokognitiver Störungen (2)
• Zum
Erhalt kognitiver Funktionen1,2,3:
• vielfältige kognitive Beschäftigungen
• Bewegung und Sport
• gesunde, ausgeglichene Ernährung mit viel Obst und
Gemüse, Verzicht auf Zusatz von Fetten und Salz
• Vitamin-D3-Substitution
• Stressmanagement: Meditation, Yoga
• Verzicht auf Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum,
Drogen
• ausreichend Schlaf
75
Depression
und Angst
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Depression und Angst
•
Depressionen und Angstzustände treten bei Frauen mit
HIV häufig auf1
• Depressionen bei Menschen mit HIV/Aids
2-10 mal so häufig wie in der
Allgemeinbevölkerung
• bei Frauen bis zu 7x häufiger
•
Bei guter sozialer
Unterstützung können
ältere Menschen mit HIV
weniger Symptome einer
Depression zeigen als jüngere
77
Schlechte Adhärenz und
erhöhte
Mortalität
Depression
Increases Mortality in
Psychiatric Disorders in HIV-Infected Patients
s
ontinuation
of on
ARTART
Patients
Dauer der ART nach
rsons
 Study assessed
association of
Symptomen
von Depression
HIV-bezogene Mortalität nach
Symptomen von Depression2
HIV-Related Mortality
1.0
or
s
ad
% of
and
721.
Cumulative Survival
HIV-
depressive symptoms with HIV-related
mortality and decline in CD4+ cell
BDI(N
< 15
= 765)
1.0 counts in HERS cohort
 15 as limited,
 Depression (CES-D)BDI
defined
0.8 intermittent, or chronic

Multivariate analysis: increased
RR of mortality in women with
0.6 chronic depressive symptoms
(2.0; 95% CI:
P = .0001
0.4 1.0-3.8) vs those with limited or
no symptoms
 Mortality in patients with CD4+ < 200
0.2
Cumulative Survival
1
0.9
0.8
Limited depression
Intermittent depression
Chronic depression
–
Chronic depression: 54%( RR: 4.3; 95%
CI: 1.6-11.6) vs limited depression
0 – Intermittent depression: 48% (RR: 3.5;
95% 20
CI: 1.1-10.5)
limited
0 10
30 40vs 50
60depression
70
– Limited depression: 21%
Time on HAART (Mos)
Ickovics JR, et al. JAMA. 2001;285:1466-1474.
clinicaloptions.com/hiv
0.7
0
1
2
3
4
5
6
7
Total Time in Study (Yrs)
clinicaloptions.com/hiv
78
1. Bangsberg D.R. et al (2001) ICAAC, Chicago, USA
2. Ickovics J.R. et al (2001) JAMA
HIV, Depression und Menopause
•
Eine Studie mit 835 HIV-positiven und 335 HIV-negativen
Frauen (Kontrollgruppe) im Rahmen der Women‘s
Interagency HIV Study (WIHS) zeigte:
• Frauen litten in der frühen Menopause häufiger unter depressiven
Symptomen als Frauen vor, in einem späteren Stadium oder nach
der Menopause
• depressive Symptome waren bei unbehandelten Frauen
besonders ausgeprägt
• ausgeprägte depressive Symptome waren mit Nicht-Adhärenz zur
ART assoziiert
79
Rubin LH et al., 2014
Management
von Depression und Angst (1)
•
Sorgfältige Diagnostik, um angemessene Interventionen
sicherzustellen
•
Strategien mit nachweislich positiver Wirkung auf HIVPatientInnen:
• interpersonale Therapie
• kognitiv-behaviourale Therapieansätze
• soziale Unterstützung, Kontakte zu Selbsthilfegruppen
• Bewegung, Massage
• medikamentöse Therapie
80
Management
von Depression und Angst (2)
•
Wichtige Themen für das Gespräch mit der Ärztin
oder dem Arzt:
• Anzeichen und Symptome von Depression/Angstzuständen
• Screening-Programme/Untersuchungen auf Depression und
Angstzustände
• Mögliche Therapien oder Gruppenangebote zur Unterstützung bei
Depression und Angstzuständen
• Maßnahmen, die den Lebensstil betreffen (z.B. Aktivitäten,
Aufgaben, Ernährung, Bewegung) und/oder Medikamente, die das
Risiko für oder die Folgen von Depression/Angstzuständen mindern
können
• weitere Informationsquellen
81
Schlafstörungen
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Ursachen und Folgen
•
•
•
Schlafstörungen sind medizinische Probleme, die eine
Behandlung erfordern können.
Bei fehlender Behandlung können Schlafstörungen andere
Erkrankungen – z.B. eine Depression – verschlimmern.
Schlafstörungen kommen bei Frauen häufiger vor als bei
Männern und nehmen mit dem Alter zu.
Stimmung,
Depression,
Angstzustände
Schlafqualität,
Schlaflosigkeit
83
Management
von Schlafstörungen (1)
•
Strategien umfassen:
• Analyse der möglichen Ursachen
• medikamentöse Therapie
• bessere Schlafhygiene
•
z.B. weniger Mittagsschlaf und mehr Aktivitäten während des
Tages
• Management von Depression und Angstzuständen
• Entspannungstechniken
60
84
Hudson A.L. et al. Nurs Res 2008;57(5):360-366
Management
von Schlafstörungen (2)
•
Wichtige Themen für das Gespräch mit der
Ärztin oder dem Arzt:
• Anzeichen und Symptome von Schlafstörungen
•
Ein- und Durchschlafstörungen; Schlaflosigkeit
• Aktivitäten in Bezug auf den Lebensstil und Ernährung
• Medikamente
• weitere Informationsquellen
85
Probleme
in Familie
und Erziehung
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Besondere Herausforderungen
•
Ältere Frauen sind besonders belastet, wenn sie
• sich sowohl um ihre eigene Gesundheit, als auch um die
ihrer Kinder, Enkel oder anderer - auch älterer Angehöriger kümmern müssen
• Probleme bei der Offenlegung ihrer Erkrankung
gegenüber ihren Kindern haben
• unter einem nicht mehr erfüllbaren Kinderwunsch leiden
•
oft haben sie die Familiengründung wegen der HIV-Infektion
hinaus gezögert und wurden vom vorzeitigen Beginn der
Menopause überrascht
87
Rat
und Hilfe
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Unterstützungsbedarf
bei zunehmendem Alter
•
Ältere Frauen mit HIV benötigen ggf. mehr gesundheitsbezogene und emotionale Unterstützung als ältere HIVnegative Frauen
Ältere Frauen mit HIV können durch regelmäßige
Gesundheitsuntersuchungen mehr Zuversicht
erlangen
Linderung von
Bedenken/Ängsten um
ihre Gesundheit
Finanzielle Umstände und die Unterstützung des
Partners können sich bei älteren Frauen mit HIV
verschlechtern
Zusätzliche Unterstützung
durch die Community oder
das Gesundheitswesen
Belastung bei der Betreuung pflegebedürftiger
Eltern oder beim Verlust der Eltern
89
Informationen und
Unterstützung zu
Betreuung und Verlust
Angebote für Frauen mit HIV bei
zunehmendem Alter
Gefühle von Stigmatisierung
und Isolation kommen auch
bei älter werdenden Frauen
mit HIV häufig vor
Ärzte und Ärztinnen müssen
Verantwortung übernehmen,
wenn es um die
Herausforderungen von
Frauen mit HIV beim
Älterwerden geht, um sie
besser unterstützen und
beraten zu können
HIV? ART? Alter? Wenn es
zu erklären gilt, was durch
die Infektion und was durch
den normalen
Alterungsprozess verursacht
wird, sind nur begrenzt
Informationen verfügbar
Selbsthilfegruppen und der
Erfahrungsaustausch mit
anderen, die mit HIV älter
werden, können hilfreich sein
und Frauen ermutigen,
sinnvolle Aufgaben und
Verantwortung zu übernehmen
90
Enriquez M. et al. (2008) J Assoc Nurses AIDS Care
Zusammenfassung
und Fallbeispiele
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Älter werdende Frauen mit HIV
•
Frauen mit HIV stehen mit zunehmendem Alter wachsenden
körperlichen und seelischen Herausforderungen gegenüber.
• Mit
•
angemessenen Interventionen
• Änderungen des Lebensstils
• einer guten Kooperation bei der Unterstützung durch ÄrztInnen,
Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen
• können diese Herausforderungen besser bewältigt werden.
•
Geschlechtsspezifische Unterschiede müssen in Diagnostik und
Therapie berücksichtigt werden.
•
Frauen mit HIV benötigen mit zunehmendem Alter ggf. zusätzliche
gesundheitsbezogene, emotionale und psychosoziale Unterstützung.
92
Fallbeispiele
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Fallbeispiel 1 – Merkmale
•
54-jährige Frau
• Inhaberin eines Restaurants
• arbeitet lange
• HIV-Diagnose im Jahr 2005; war verzweifelt
•
•
litt seit der Diagnose an depressiven Episoden und fühlt
sich seit kurzem ängstlicher; leidet unter Stimmungsschwankungen und Schlafproblemen
möchte wissen, wann sie wieder in der Lage sein wird,
sich wie sich selbst zu fühlen
• muss sich konzentrieren, um die mit ihrer Arbeit einhergehenden
Verpflichtungen zu bewältigen
• möchte ihre Stimmung und ihr emotionales Wohlbefinden besser
kontrollieren können
94
Fallbeispiel 1 – Maßnahmen
•
•
Untersuchung auf Depression/Angstzustände und Schlaflosigkeit
Überprüfen der ART auf ARV-Medikamente, die die Stimmung
beeinflussen könnten
• Veränderung der ART in Betracht ziehen, um potenzielle Auslöser von
Depression/Angstzuständen auszuschließen
•
Besprechen pharmakologischer und verhaltensbezogener
Interventionen zur Behandlung von Depression/Angstzuständen und
Schlaflosigkeit
•
•
•
•
•
mehr Bewegung
Entspannungstherapien, z. B. Massage
Antidepressiva und/oder Medikamente zur Stimmungsstabilisierung?
Beruhigungsmittel?
Bessere Schlafhygiene?
95
Fallbeispiel 2 – Merkmale
•
42-jährige Frau
• HIV-Diagnose vor über 15 Jahren
• Behandlungsbeginn vor 7 Jahren
•
Todesfall aufgrund kardiovaskulärer Erkrankung
in der Familie
• mäßig erhöhter Cholesterinwert und Blutdruck in der Anamnese
•
starke Raucherin seit früher Jugend
• erheblicher Alkohol- und Cannabiskonsum
• hat Schlafprobleme und leidet an Angstzuständen
96
Fallbeispiel 2 – Maßnahmen
•
Besprechen von Verhaltensänderungen zur Senkung des Risikos für
CVD und vorzeitiges Eintreten der Menopause
• Rauchen und Drogenkonsum einstellen
• Mäßigung des Alkoholkonsums
• bessere Ernährung und mehr Bewegung
•
Untersuchung auf Depression/Angstzustände und Schlaflosigkeit
•
Überprüfen der ART auf Medikamente, die die Stimmung
beeinflussen können
• Veränderung der ART in Betracht ziehen, um potenzielle Auslöser von
Depression/Angstzuständen auszuschließen?
•
Besprechen pharmakologischer und verhaltensbezogener
Interventionen zur Behandlung von Depression/Angstzuständen und
Schlaflosigkeit
97
Fallbeispiel 3 – Merkmale
•
65-jährige Frau
•
•
•
•
•
•
•
lebt allein
kommt kaum mit der Sozialhilfe über die Runden
HIV-Diagnose im Jahr 1991
unter langfristiger ART
fühlt sich sozial isoliert und allein und leidet an Anfällen
von schwerwiegender Depression
wird immer gebrechlicher und leidet an Verlust des
Kurzzeitgedächtnisses
es ist wahrscheinlich, dass sie in den nächsten Monaten
in ein Pflegeheim ziehen muss
• aufgrund ihrer HIV-Infektion hat sie Bedenken, ob sie akzeptiert wird
98
Fallbeispiel 3 – Maßnahmen
•
Untersuchung auf Depression/Angstzustände und Schlaflosigkeit
•
Überprüfen der ART auf ARV-Medikamente, die die Stimmung
beeinflussen könnten
• Veränderungen der ART in Betracht ziehen, um potenzielle Auslöser von
Depression/Angstzuständen auszuschließen?
•
Besprechen pharmakologischer und verhaltensbezogener
Interventionen zur Behandlung von Depression/Angstzuständen
• Entspannungstherapien, z.B. Massage
• mehr Bewegung
• Antidepressiva und/oder Medikamente zur Stimmungsstabilisierung?
•
Besprechen der sozialen Unterstützung
• Gruppenangebote für Frauen mit HIV
• Unterstützung bei der Suche nach geeigneter Pflege, betreutem Wohnen
o.ä.
99
Interessante Links
und Lektüre für
Frauen in
Deutschland
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
Zu HIV allgemein
•
www.aidshilfe.de
Informationsmaterialien, aktuelle Infos, Veranstaltungskalender
•
www.stiftung-gssg.org
Informationen und Projekte zum Mitmachen und gegen
Ausgrenzung
•
www.daignet.de
Informationen der Deutschen AIDS-Gesellschaft
•
www.dagnae.de
Informationen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener
Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter, u.a. Adressen von HIVSchwerpunktpraxen
•
http://50plushiv.wordpress.com/
Eine Studie über das Älterwerden mit HIV/Aids in Deutschland
•
www.rki.de
Epidemiologische Daten und Berichte zu HIV/Aids in Deutschland
101
Für Beratung
und finanzielle Hilfen
•
www.aidshilfe-beratung.de
•
www.hiv-migration.de
•
www.aids-stiftung.de
Unterstützung für Menschen mit HIV in finanziellen Notlagen
102
Für Frauen-Fragen (1)
•
www.netzwerkfrauenundaids.de
Infos und Termine vom bundesweiten Netzwerk Frauen und Aids
•
www.frauengesundheitsportal.de/themen/hiv-aids/
Plattform für qualitätsgeprüfte Informationen und Webseiten
•
www.frauenundhiv.info
Info-Seite der Deutschen Aids-Hilfe für Frauen
•
http://wunderbar-positive-frauenwelt.de/
Selbsthilfeblog für Frauen mit HIV
103
Für Frauen-Fragen (2)
•
www.daignet.de
Sektion All Around Women special
www.daignet.de/site-content/die-daig/aawsall-around-women-special
•
http://3a.dagnae.de/
3A: Arbeitsgruppe Ärztinnen und Aids in der DAGNAE
•
www.waldschloesschen.org
Infos über Veranstaltungen für Menschen mit HIV, z.B. bundesweite Treffen
für Frauen mit HIV
104
Selbsthilfe-Netzwerke
•
http://netzwerkplus.eu
Netzwerk der Menschen mit HIV und Aids
•
www.afrolebenplus.de
Netzwerk der HIV-positiven Afrikanerinnen und Afrikaner in Deutschland
•
www.hetero.aidshilfe.de
Netzwerk HIV-positiver heterosexueller Menschen
•
www.angehoerige.org
Netzwerk der Angehörigen von Menschen mit HIV
•
www.dcab-hiv.de
•
www.sportler-gegen-stigma.de
105
Wichtige regionale Projekte
•
www.xxelle-nrw.de
Informationen und Veranstaltungen für Frauen mit HIV in NRW
•
www.fgz-muc.de
FrauenGesundheitsZentrum München: Informationen, Veranstaltungen und
Broschüren zur Frauengesundheit; Projekt „Positive Frauen“
106
Für internationales Engagement
•
www.womenforpositiveaction.org
Info-Materialien für Frauen mit HIV und für Fachkräfte im Gesundheitswesen
in mehreren Sprachen
•
www.womeneurope.net
Webseite des internationalen Netzwerks WECARe+ (Women in Europe and
Central Asia Regions plus) - Informationen für Frauen mit HIV in mehreren
Sprachen
•
www.shetoshe.org
Website des internationalen Peer Support Programms
Deutsche Webseite: www.sheprogramm.de
107
Zeitschriften zu HIV
•
DHIVA
• Magazin für Frauen zu Sexualität, HIV und Gesundheit
www.dhiva.de
•
Projekt Info
• Zeitschrift, Betroffene informieren Betroffene
www.projektinfo.de
•
HIV-Report
• Online-Zeitschrift der Deutschen Aidshilfe, ausführliche Informationen
zuchwerpunkttheme
www.hivreport.de
•
HIV & more
• Zeitschrift für medizinische Fachkreise und Betroffene
www.hivandmore.de
•
LhivFE Magazin
• Zeitschrift der Firma Abbvie für Menschen mit HIV
108
Zu Erkrankungen im Alter (1)
•
www.osteoporose-deutschland.de
Infos des Bundesselbsthilfeverbandes für Osteoporose
•
www.netzwerk-osteoporose.de
Infos des Netzwerks Osteoporose
•
www.herzstiftung.de
Infos der Deutschen Herzstiftung, auch zu Herzerkrankungen bei Frauen
•
www.frauengesundheitsportal.de/themen/herzkreislauferkrankungen/
Infos zu Herzerkrankungen bei Frauen und zur Vorbeugung
109
Zu Erkrankungen im Alter (2)
•
www.fitimalter-dge.de
Infos der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. und des
Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
zur gesunden Ernährung im Alter
•
www.gesund-aktiv-aelter-werden.de
Das Gesundheitsportal der BZgA bietet für ältere Menschen Informationen auch zu
den Themen Demenz, Ernährung, Osteoporose und Wechseljahre
•
www.ffgz.de/ratgeberin/downloads/Flyer_Herzinfarkt.pdf
•
www.ffgz.de/zeitschrift_clio/CLIO-Frame.htm
kostenpflichtige Zeitschrift zu Gesundheitsthemen, z.B. Brustgesundheit
110
Lesetipps
•
Länger leben - älter werden mit HIV
Broschüre aus der Reihe Med-Info der DAH
www.aidshilfe.de/de/shop/laenger-leben-aelterwerden-mit-hiv
•
positiv gesund leben
Informationen für Frauen mit HIV
www.aidshilfe.de/de/shop/positiv-gesund-leben
•
eben leben
Texte, Gedichte, Bilder von Frauen mit HIV
www.fgz-muc.de/fgz/fgz_shop/broschueren.php
111
Lesetipps
•
Wechseljahre – praktische Begleitung für diese Lebensphase
Broschüre des Frauengesundheitszentrums Berlin mit vielen Tipps
www.fgz-muc.de/fgz/fgz_shop/broschueren.php oder
www.ffgz.de/12.bestell/BESTELL-Frame.htm
•
Der Beckenboden
Broschüre des FrauenGesundheitsZentrums München mit vielen Tipps und
Übungen
www.fgz-muc.de/fgz/fgz_shop/broschueren.php
•
•
Vorsorge, Vollmacht, Betreuungs-, PatientInnen-Verfügung
Leitfaden für Bevollmächtigte
Formularsatz und Hinweise zum Umgang mit einer Betreuungsvollmacht
Gegen Versandkosten hier zu bestellen:
www.fgz-muc.de/fgz/fgz_shop/broschueren.php
112
Vielen Dank
für Ihre
Aufmerksamkeit
WFPA wird aus einer freien Zuwendung von AbbVie finanziert
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