T-Test für unabhängige Stichproben ***Beispiel 1

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SoSe 06,
Statistik mit SPSS
15-06-06
Überblick Mittelwertvergleiche
1. Fragestellungen
2. Übersicht T-Tests
3. T-Test für unabhängige Stichproben
4. Box-Plots für Gruppenunterschiede
1. Mögliche Fragestellungen
In der Sozialforschung sind häufig Mittelwertunterschiede von Interesse:
 Verdienen Männer mehr als Frauen?
 Bewerten Männer die SPD anders als Frauen?
 Schätzen sich Ostdeutsche weiter links ein als Westdeutsche?
Voraussetzungen für die Berechnung von Mittelwertunterschieden: Metrische
Variablen aus Stichproben mit normalverteilten Werten (bei Ordinaldaten oder
fehlender Normalverteilung: Nichtparametrische Tests)
 Zeigen sich signifikante Abweichungen zwischen den jeweiligen Gruppen,
dann kann man davon ausgehen, dass diese Unterschiede auch in der
Grundgesamtheit bestehen.
2. Übersicht T-Tests
1.
•
•
•
T-Test bei einer Stichprobe: prüft, ob der Mittelwert einer einzelnen Variablen von
einer angegebenen Konstanten abweicht.
T-Test bei unabhängige Stichproben: Vergleicht die Mittelwerte einer Variablen für
zwei Fallgruppen (z.B. Unterschiede zw. Männern und Frauen bei der Bewertung
der SPD).
T-Test bei gepaarten Variablen: Vergleicht den Mittelwert zweier Variablen für eine
einzelne Gruppe (z.B. Blutdruckwerte in Zeitreihe.
Einfaktorielle Varianzanalyse: Mittelwertvergleich für mehr als zwei Gruppen
3. Beispiele T-Test für unabh. Stichproben
Beispiel: Es soll untersucht werden, ob zwischen Männern und
Frauen ein signifikanter Unterschied bei der Bewertung der SPD
(Skalometer SPD, f028_1) besteht.
H0: Zwischen Männern und Frauen besteht kein Unterschied in
den Mittelwerten der Bewertung der SPD
H1: Zwischen Männern und Frauen besteht ein Unterschied in den
Mittelwerten der Bewertung der SPD
1. Beispiel
Anschließend „einfügen“ und weiter im Syntaxfenster...
T-Test für unabhängige Stichproben
***Beispiel 1, Mittelwertunterschiede Skalometer SPD
Männer/Frauen.
T-TEST
GROUPS = geschlecht (0 1)
/MISSING = ANALYSIS
/VARIABLES = skalospd
/CRITERIA = CI(.95) .
***Kurzform.
Gruppierungsvariable
t-test grou geschlecht (0 1)
Testvariable
/var skalospd
/crit ci (.95).
95% Konfidenzintervall
Gruppenstatistiken
geschlecht Geschlecht
skalospd 0 Mann
1 Frau
N
Mittelwert
1210
,7985
1295
,8215
Standardfehl
Standarda
er des
bweichung Mittelwertes
2,87301
,08260
2,91729
,08105
Test bei unabhängigen Stichproben
Levene-Test der
Varianzgleichheit
skalospd Varianzen sind gleich
Varianzen sind nicht
gleich
F
,326
Signifikanz
,568
T-Test für die Mittelwertgleichheit
T
-,199
df
Sig. (2-seitig)
2503
,843
-,199 2496,061
,843
95%
Konfidenzinterva
Mittlere
Standardfehle ll der Differenz
Differenz r der Differenz Untere Obere
-,02299
,11579 -,25004 ,20406
-,02299
,11573 -,24993 ,20394
Levene-Test zur Überprüfung Varianzgleichheit:
H0: Varianzen sind gleich
H1: Varianzen sind nicht gleich
Der Signifikanzwert von .568 besagt, dass bei einer Ablehnung der Nullhypothese die
Irrtumswahrscheinlichkeit bei 56,8% liegt. Damit liegt sie deutlich über den geforderten 5% (Sig. <= 0.05). Die H0 wird somit beibehalten, d.h. die Varianzen sind gleich
(s.o.).
Liegt der Signifikanzwert bei <= 0.05 (also Irrtumswahrscheinlichkeit <= 5%) dann
wird davon ausgegangen, dass die Varianzen nicht gleich sind.
Test bei unabhängigen Stichproben
Levene-Test der
Varianzgleichheit
skalospd Varianzen sind gleich
Varianzen sind nicht
gleich
F
,326
Signifikanz
,568
T-Test für die Mittelwertgleichheit
T
-,199
df
Sig. (2-seitig)
2503
,843
-,199 2496,061
,843
95%
Konfidenzinterva
Mittlere
Standardfehle ll der Differenz
Differenz r der Differenz Untere Obere
-,02299
,11579 -,25004 ,20406
-,02299
,11573 -,24993 ,20394
1.
Varianzen sind gleich: Ergebnis des T-Tests in der Zeile "Varianzen sind gleich„.
(bei Varianzungleichheit: Signifikanz des T-Tests in der Zeile "Varianzen sind nicht
gleich„).
2.
Hier: p-Wert = 0,843, d.h. der Mittelwertunterschied von 0,023 ist nicht
signifikant (Irrtumswahrscheinlichkeit bei Ablehnung der Nullhypothese: 84,3%).
3.
Das 95% - Konfidenzintervall: Das Intervall zwischen –0,25 und +0,2 enthält mit
einer 95%igen Wahrscheinlichkeit den unbekannten Populationsparameter (also
hier den Mittelwertunterschied)
D.h. der Mittelwertunterschied zwischen Männern und Frauen liegt in der
Grundgesamtheit (alle volljährigen Deutschen) vermutlich zwischen –0,25 und
+0,2.
2. Beispiel
***Beispiel 2, Mittelwertunterschiede Skalometer SPD
Ost/West.
t-test grou region (0 1)
/var skalospd
/crit ci (.99).
Gruppenstatistiken
region Ost/West
skalospd 0 West
1 Ost
N
Mittelwert
1995
,8398
511
,6956
Standarda
bweichung
2,91041
2,83607
Standardfehl
er des
Mittelwertes
,06517
,12551
Test bei unabhängigen Stichproben
Levene-Test der
Varianzgleichheit
skalospd Varianzen sind gleich
Varianzen sind nicht
gleich
F
,528
Signifikanz
,468
T-Test für die Mittelwertgleichheit
T
1,004
df
Sig. (2-seitig)
2503
,315
1,020 806,460
,308
99%
Konfidenzinterva
Mittlere
Standardfehle ll der Differenz
Differenz r der Differenz Untere Obere
,14419
,14360 -,22599 ,51437
,14419
,14142 -,22094
,50933
1.
Varianzen sind gleich: Ergebnis des T-Tests in der Zeile "Varianzen sind gleich„.
2.
Hier: p-Wert = 0,315, d.h. der Mittelwertunterschied von 0,014 ist nicht
signifikant (Irrtumswahrscheinlichkeit bei Ablehnung der Nullhypothese: 31,5%).
3.
Das 99% - Konfidenzintervall liegt zwischen –0,23 und +0,5. D.h. der Mittelwertunterschied zwischen Männern und Frauen liegt in der Grundgesamtheit (alle
volljährigen Deutschen) vermutlich zwischen –0,23 und +0,5.
3. Beispiel
***Beispiel 3, Mittelwertunterschiede Skalometer PDS
Ost/West.
t-test grou region (0 1)
/var skalopds
/crit ci (.95).
Gruppenstatistiken
region Ost/West
skalopds 0 West
1 Ost
N
Mittelwert
1959
-2,6639
505
,1982
Standarda
bweichung
2,78850
3,15061
Standardfehl
er des
Mittelwertes
,06300
,14020
Test bei unabhängigen Stichproben
Levene-Test der
Varianzgleichheit
F
skalopds Varianzen sind gleich 7,032
Varianzen sind nicht
gleich
T-Test für die Mittelwertgleichheit
Signifikanz
T
,008 -20,008
df
Sig. (2-seitig)
2462
,000
-18,621 720,586
,000
95%
Konfidenzintervall
der Differenz
Mittlere
Standardfehle
Differenz r der Differenz
Untere
Obere
-2,86211
,14305 -3,14261 -2,58160
-2,86211
,15370 -3,16387 -2,56035
1.
Varianzen sind nicht gleich: Ergebnis des T-Tests in der Zeile "Varianzen sind nicht
gleich„.
2.
Hier: p-Wert = 0,00, d.h. der Mittelwertunterschied von 2,9 ist hoch signifikant
(Irrtumswahrscheinlichkeit bei Ablehnung der Nullhypothese: kleiner als 0,1%).
3.
Das 95% - Konfidenzintervall liegt zwischen –3,1 und –2,65. D.h. der Mittelwertunterschied zwischen Männern und Frauen liegt in der Grundgesamtheit (alle
volljährigen Deutschen) vermutlich zwischen –3,1 und –2,65.
4. Box-Plots
***Boxplot Skalometer PDS
nach Region.
exa skalopds by region
/plot boxplot
/stat des.
Statistiken
Univariate Statistiken
region Ost/West
skalopds 0 West
Mittelwert
95% Konfidenzintervall Untergrenze
des Mittelwerts
Obergrenze
Statistik
-2,6639
-2,7875
5% getrimmtes Mittel
Median
Varianz
Standardabweichung
Minimum
Maximum
Spannweite
Interquartilbereich
Schiefe
Kurtosis
Mittelwert
95% Konfidenzintervall Untergrenze
des Mittelwerts
Obergrenze
-2,8955
-4,0000
7,776
2,78850
-5,00
5,00
10,00
5,00
,892
-,412
,1982
-,0773
5% getrimmtes Mittel
Median
Varianz
Standardabweichung
Minimum
Maximum
Spannweite
Interquartilbereich
Schiefe
Kurtosis
,2202
1,0000
9,926
3,15061
-5,00
5,00
10,00
5,11
-,330
-1,015
1 Ost
Standar
dfehler
,06300
-2,5404
,055
,111
,14020
,4736
,109
,217
Irrtumswahrscheinlichkeit
Irrtumswahrscheinlichk.
Bedeutung
Symbol
P> 0,05
P<= 0,05
P<= 0,01
P<= 0,001
nicht signifikant
signifikant
sehr signifikant
höchst signifikant
n.s.
*
**
***
(>5%)
(<= 5%)
(<= 1%)
(<= 0,1%)
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