Immunotoxikologische Untersuchung zur Biokompatibilität von

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Tierärztliche Hochschule Hannover
Immunotoxikologische Untersuchung zur Biokompatibilität von
abbaubaren Implantaten aus Magnesiumbasislegierungen
INAUGURAL-DISSERTATION
zur Erlangung des Grades eines
Doktors der Veterinärmedizin
- Doctor medicinae veterinariae (Dr. med. vet.)
vorgelegt von
Klaas Feser
Wilhelmshaven
Hannover 2009
Wissenschaftliche Betreuung:
Univ.-Prof. Dr. M. Kietzmann
Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie
1. Gutachter: Prof. Dr. M. Kietzmann
2. Gutachter: Prof. Dr. A. Meyer-Lindenberg
Tag der mündlichen Prüfung: 15.12.2009
Meiner lieben Familie
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
01
2. Literaturübersicht
03
2.1. Dendritische Zellen
03
2.1.1. Hämatopoese und Reifung der DC
03
2.1.2. Migration naiver DC und Antigen-Aufnahme
05
2.1.3. Migration reifender DC in lymphatische Organe
07
2.1.4. Antigenprozessierung und –präsentation durch DC
09
2.2. Rolle von Magnesium im Organismus
11
2.2.1. Magnesium: Resorption und Ausscheidung
12
2.2.2. Toxikologische Bedeutung von Magnesium
13
2.3. Magnesiumbasislegierung
2.3.1. Magnesium-Calcium-Legierungen
14
17
2.4. Capture-ELISA
19
2.5. FACS-Analyse
19
2.5.1. Annexin V-FITC und PI
20
2.6. XTT-Proliferationstest
21
2.7. MLR (Mixed Leukocyte Reaction)
21
3. Material und Methoden
3.1. Material
22
22
3.1.1. Geräte
22
3.1.2. Verbrauchsmaterial
23
3.1.3. Reagenzien
23
3.1.4. Magnesiumbasislegierungen
24
3.1.5. Puffer und Lösungen
25
3.1.6. Kits
26
3.1.7. Antikörper
27
3.1.8. Mäuse
27
3.1.9. Software
27
Inhaltsverzeichnis
3.2. Methoden
28
3.2.1. Generierung von DC
28
3.2.2. Gewinnung muriner T-Zellen
29
3.2.3. Herstellung der Degradationsmedien
29
3.2.3.1.
Bestimmung der Magnesium- und Calciumkonzentration
in den Degradationsmedien
30
3.2.4. In-vitro-Untersuchungen mit Magnesiumund Calcium-Salzen
3.2.4.1.
Inkubation der DC mit MgCl2 und CaCl2
3.2.5. In-vitro-Untersuchungen mit Magnesiumbasislegierungen
3.2.5.1
32
33
36
Kultivierung der DC in den Degradationsmedien der
Magnesiumbasislegierungen
37
3.2.6. Zytokinbestimmung
39
3.2.7. Migrationsassay
40
3.2.8. FACS-Analyse
41
3.2.8.1.
Vitalitätstest (Annexin V-FITC und PI, XTT)
41
3.2.8.2.
Untersuchung der Expression von CD11c und CD86
42
3.2.8.3.
MLR (Mixed Leukocyte Reaction)
42
3.3. Statistische Auswertung
4. Ergebnisse
43
44
4.1. Magnesium und Calciumkonzentration in den Degradationsmedien
44
4.2. Vergleichende Darstellung der In-vitro-Ergebnisse zwischen MgCl2,
CaCl2 und den Magnesiumbasislegierungen
45
4.2.1. DC-Zellzahl und MØ-Zellzahl im Vergleich zwischen
MgCl2, CaCl2 und Degradationsmedien
45
4.2.2. Vitalität (Annexin V-FITC und PI, XTT)
52
4.2.3. Freisetzung von TNF-α
61
4.2.4. Migrationsassay
64
4.2.5. Expression der Oberflächenmoleküle CD11c und CD86
66
4.2.6. T-Zellproliferation in der MLR
71
Inhaltsverzeichnis
5. Diskussion
5.1. Degradationsversuche der Magnesium-Calcium-Legierungen
76
76
5.2. DC-Zellzahl, MØ-Zellzahl und Vitalität der DC nach MgCl2- und CaCl2Inkubation bzw. nach Kultivierung in den Degradationsmedien
78
5.3. TNF-α-Sekretion der DC nach MgCl2- und CaCl2Inkubation bzw. nach Kultivierung in den Degradationsmedien
79
5.4. Auswanderungsverhalten von DC nach MgCl2- und CaCl2-Inkubation
bzw. nach Kultivierung in den Degradationsmedien
80
5.5. Expression von CD11c/CD86 auf DC nach MgCl2- und CaCl2Inkubation bzw. nach Kultivierung in den Degradationsmedien
81
5.6. Mixed Leukocyte Reaction mit DC, nach Präinkubation mit MgCl2
und CaCl2 bzw. nach Kultivierung in den Degradationsmedien
82
6. Zusammenfassung
85
7. Summary
87
8. Literaturverzeichnis
88
9. Anhang
108
Abkürzungsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Abb.
Abbildung
A. bidest
Aqua bidestillat (zweifach destilliertes Wasser)
Ag
Antigen
APC
Antigenpräsentierende Zellen
BC
Boyden Chamber
BSA
Bovines Serum Albumin
ca.
circa
Ca2+
Calcium
CLP
common lymphoid progenitor cells
CMP
common myeloid progenitor cells
CCL
Chemokin Ligand
CCR
Chemokin Rezeptor
CD
Cluster of Differentiation
CFSE
carboxyfluorescein diacetate succinimidylester
CTL
zytotoxische T-Zellen
DC
Dendritic Cell(s), dendritische Zelle(n)
DC-SIGN
DC-specific intercellular adhesion molecule-grabbing nonintegrin
DMEM
Dulbecco`s Modified Eagle`s Medium
d.h.
das heißt
DMSO
Dimethylsulfoxid
DNCB
2,4-Dinitrochlorobenzol
ELISA
enzyme-linked immunosorbent assay
et al.
et alii (und andere)
FACS
Durchflusszytometer, fluorescensce-activated cell sorter
FITC
Fluorescein-Isothiocyanat
FKS
foetales Kälberserum
FSC
Vorwärtsstreulicht, forwardscatter
g
Gramm oder Erdbeschleunigung: 9,81m/s2
GM-CSF
granulozyte-macrophage colony-stimulating factor
Abkürzungsverzeichnis
h
Stunde
iDC
unreife DC, immature DC
IFN
Interferon
IL
Interleukin
LAM
Lipoarabinomannan
LPS
Lipopolysaccharid
MØ
Makrophagen
MCP-1
monocyte chemoattractant protein-1
mDC
reife DC, mature DC
mg
milli(10-3)gramm
Mg2+
Magnesium
MHC
Haupthistokompatibilitätskomplex, major histcompatibility complex
min
Minute
MIP-3β
macrophage-inflammatory-Protein-3β
ml
milli(10-3)liter
MLR
mixed leukocyte reaction
mmol
milli(10-3)molar
MMP
Matrix-Metalloproteinasen
MTT
Zytotoxizitäts-Test (3-(4,5-Dimethylthiazol-2-yl)-2,5-diphenylTetrazoliumbromid)
MW
Molekulargewicht oder Mittelwert
OD
optische Dichte
o.g.
oben genannten
NF-κB
nuclear factor κB
NK-Zellen
natürliche Killerzellen
PAMP
Pathogen-assoziierte molekulare Muster
PBS
Phosphat-gepufferte Saline
PE
Phycoerythrin
Pen/Strep
Penicillin/Streptomycin
PGE
Prostaglandin E
PI
Propidium Iodid
Abkürzungsverzeichnis
pH
negativer dekadischer Logarithmus der Protonen-Konzentration
PLA
Polylaktid
PRR
Mustererkennungs-Rezeptoren, pattern recognition receptors
PS
Phosphatidylserin
PTH
Parathormon
RDH
recommended daily allowance
RNA
Ribonukleinsäure
XTT
Tetrazoliumsalz (Natrium3`-[1-(phenylaminocarbonyl)-3,4tetrazolium]-bis(4-methoxy-6-nitro)-benzolsulfonsäure-hydrat)
RANTES
regulation and activated normal T-cell expressed and secreted
RT
Raumtemperatur
S.D.
Standartabweichung
SE
Seltene Erden
s.o.
siehe oben (im selben Abschnitt)
SSC
Seitwärtsstreulicht, sidescatter
Tab.
Tabelle
TCR
T-cell receptor
TH-Zelle
T-Helfer-Zelle
TLR
Toll-like receptor
TNF
Tumornekrosefaktor
TM
Warenzeichen
u.a.
unter anderem
wt%
Gewichtsprozent, weight percent
z.B.
zum Beispiel
%
Prozent
®
eingetragenes Warenzeichen
°C
Grad Celsius
µ
mikro, 10-6
*
schwach signifikant (Irrtumswahrscheinlichkeit 5 %)
**
signifikant (Irrtumswahrscheinlichkeit 1 %)
***
hoch signifikant (Irrtumswahrscheinlichkeit 0,1 %)
Einleitung
1. Einleitung
Der Einsatz von abbaubaren Implantaten aus Magnesiumbasislegierungen in
der Chirurgie setzt bei vollständiger Degradation im Körper eine uneingeschränkte
Biokompatibilität voraus. Das Immunsystem spielt dabei eine wichtige Rolle.
Fremdstoffe, die in den Organismus gelangen, werden vom Immunsystem erkannt
und bewertet. Als Reaktion des Immunsystems kann es zur Ausbildung einer
Toleranz oder einer Immunität kommen (JANEWAY et al., 2002). Das Immunsystem
besteht
aus
einer
unspezifischen
(angeborenen)
Immunabwehr
und
einer
spezifischen (erworbenen) Immunabwehr, denen verschiedene Funktionsweisen
zugrunde liegen und die sich bei einer Immunantwort gegenseitig ergänzen.
Dendritische Zellen (DC) werden der unspezifischen Immunabwehr zugeordnet und
spielen, als wichtige Gruppe der antigenpräsentierenden Zellen (APC), eine große
Rolle für die Aktivierung und Einbeziehung der spezifischen Immunabwehr, da sie in
der Lage sind Antigene aufzunehmen und diese den T-Lymphozyten der regionalen
Lymphknoten zu präsentieren. Durch Stimulation der T-Lymphozyten kann somit
eine Immunantwort initiiert werden (JANEWAY et al., 2002).
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Erkenntnisse über die Beeinflussung der
Zellfunktionen von murinen DC durch abbaubare Magnesiumbasislegierungen zu
gewinnen. In der Literatur gibt es lediglich Angaben zur Allergietestung von
degradablen metallischen Magnesiumlegierungen (ABELN, 2009). Die Beeinflussung
der Funktion von DC durch abbaubare Magnesiumbasislegierungen wurde bisher
nicht untersucht. Zum Einsatz kommen reines Magnesium und Legierungen auf
Magnesium-Calcium-Basis.
In vitro wird zuerst der Einfluss von Magnesium- und Calcium-Salzen auf die
unterschiedlichen Phasen der DC-Maturation untersucht. Im Mittelpunkt stehen zum
einen die Vitalität der DC und die Expression diverser Oberflächenmoleküle, sowie
das Auswanderverhalten der DC in einem Migrationsassay. Die T-Zellstimulation
durch DC in der Mixed Leukocyte Reaction (MLR) ist ein weiterer Schwerpunkt
dieser Arbeit.
-1-
Einleitung
Einleitung
Anschließend werden Degradationsmedien aus verschiedenen abbaubaren
Magnesiumbasislegierungen hergestellt. Untersucht wird das Degradationsverhalten
sowie die Magnesium- und Calciumkonzentration in den Degradationsmedien mit
Hilfe
photometrischer
Degradationsmedien
auf
Messungen.
die
Weiterhin
unterschiedlichen
wird
Phasen
der
der
Einfluss
der
DC-Maturation
hinsichtlich der Vitalität, der Expression diverser Oberflächenmoleküle, sowie des
Auswanderverhaltens untersucht.
Außerdem wird die T-Zellstimulation durch DC in der Mixed Leukocyte Reaction
(MLR) untersucht.
-2-
Literaturübersicht
2. Literaturübersicht
2.1. Dendritische Zellen
Die dendritischen Zellen (DC) sind leukozytären Ursprungs und spielen eine
wichtige Rolle in der Überwachung und Steuerung der Immunabwehr. Ihre
hauptsächliche Funktion ist die Präsentation von Antigenen an T-Lymphozyten, um
diese
zu
stimulieren.
Daher
bezeichnet
man
die
DC
als
professionelle
antigenpräsentierende Zellen (APC) (CAUX et al., 2000). DC sind für die
Sensitivierung MHC-restringierender T-Zellen, die Entwicklung der T-Zell abhängigen
Antikörperproduktion sowie für die Induktion der immunologischen Toleranz
verantwortlich (STEINMAN, 1991; STINGL und BERGSTRESSER, 1995). Erstmals
wurden die DC 1868 von LANGERHANS in der basalen Epidermis menschlicher
Haut entdeckt. Aufgrund ihrer vielen Ausläufer (Dendriten) missdeutete er jedoch ihre
Form und hielt sie für Nervenzellen (LANGERHANS, 1868). Erst in der Mitte der
siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden die DC als solche von STEINMAN
und COHN (1973) als neuer Zelltyp in peripheren lymphatischen Organen der Maus
entdeckt und beschrieben. Aufgrund ihrer baumartig verzweigten Zytoplasmaausläufer wurden sie als Dendritsche Zellen (dendron, griechisch = Baum)
bezeichnet. In den folgenden Jahrzehnten wurden DC zusätzlich im Blut (VAN
VOORHIS et al., 1982), im Knochenmark (EGNER et al., 1993) und in verschieden
Organen beschrieben, wie zum Beispiel in der Leber (PRICKETT et al., 1988), in der
Lunge (SERTL et al., 1986) und im Darm (PAVIL et al., 1996).
2.1.1. Hämatopoese und Reifung der DC
Die dendritischen Zellen entwickeln sich über Zwischenstufen der DCVorläuferzellen aus pluripotenten häematopoetischen CD34+-Stammzellen aus dem
Knochenmark. Bei den DC-Vorläuferzellen können zwei Typen unterschieden
werden: die myeloiden Vorläuferzellen (common myeloid progenitor cells, CMP) und
die lymphoiden Vorläuferzellen (common lymphoid progenitor cells, CLP) (LIU,
2001). Die Stimulation von linienspezifischen Vorläuferzellen mit granulocyte-
-3-
Literaturübersicht
macrophage colony-stimulating factor (GM-CSF) (PULENDRAN et al., 2001) und
TNF-α führt zur Bildung von vier unterschiedlichen DC-Subtypen. Es entstehen
epitheliale DC (Dermis), interstitielle DC (Herz, Niere, Darm, Lunge), myeloide DC
und plasmazytoide DC (VERMAELEN und PAUWLS, 2005). Unterschieden werden
die DC-Subpopulationen aufgrund ihrer Verteilung im Gewebe, ihrer Morphologie
und ihrer Funktion (WU und DAKIC, 2004), wobei jedes Mitglied die Kontrolle über
einen
anderen
Teil
des
Immunsystems
besitzt.
Für
die
Funktion
als
antigenpräsentierende Zellen durchlaufen myeloide DC verschiedene Stadien der
Reifung (Maturation). Man unterscheidet immature, semi-maturierte und mature DC.
Am Anfang besiedeln immature gewebeständige DC die peripheren Organe. Diese
sind unreife DC mit einer geringen Anzahl costimulatorischer Oberflächenmoleküle
und einer Heraufregulation endozytotischer Rezeptoren. In den peripheren Organen
verharren sie in einer Art Ruhestadium, um Antigene phagozytotisch und
makropinozytotisch aus ihrer Umgebung aufzunehmen (JANEWAY et al., 2002).
Nachdem immature DC Antigene aufgenommen haben, werden sie durch
inflammatorische Signale (wie z.B. TNF-α, IL-1β) aktiviert und wandern hauptsächlich
durch das lymphatische System zu den sekundären Lymphorganen. Bei ihrer
Wanderung kommt es zur Reifung maturer DC, die die Antigene (Ag) für die AgPräsentation aufbereiten. Mature DC sind reife DC. Sie unterscheiden sich von den
unreifen DC in zwei wesentlichen Punkten: Zum einen können sie keine Antigene
mehr aufnehmen, dafür besitzen sie jedoch eine starke costimulatorische Aktivität
sowie eine hohe Expression von MHC-Klasse II-Strukturen (CAUX et al., 2000). Über
die CD-Moleküle (cluster of differentiation) können immature und mature DC
voneinander unterschieden werden (Tabelle 1). Charakteristisch für reife DC ist die
Expression des Zelloberflächenproteins CD11c, welches in der Lage ist, eine
Adhäsion zwischen Zellen bei der Immunantwort zu ermöglichen. Weiterhin wichtig
für die DC-Entwicklung ist CD40. Durch Bindung des Liganden CD40L an aktivierte
T-Zellen kommt es zur terminalen Reifung der DC durch Hochregulation von CD80,
CD86 (LAMBRECHT, 2001). Diese Hochregulation sorgt zusätzlich für eine
Aktivierung naiver T-Zellen (JANEWAY und TRAVERS, 1997). Von immaturen und
maturen DC sind zusätzlich die semi-maturierten DC zu unterscheiden. Dieses sind
-4-
Literaturübersicht
DC, die nicht vollständig gereift sind. Sie unterscheiden sich von maturierten DC
durch eine geringe Expression von kostimulatorischen Molekülen. Außerdem fehlt
den semi-maturierten DC die Fähigkeit, proinflammatorische Zytokine auszuschütten.
Aufgrund dieser Tatsache sind sie in der Lage, Selbstantigen und apoptotisches
Zellmaterial zu den sekundären Lymphorganen zu transportieren und über dort
ansässige T-Zellen eine Toleranz zu vermitteln (LUTZ und SCHULER, 2002;
STEINMAN et al., 2003a). Dies geschieht durch Reifung unreifer T-Zellen zu IL-10
produzierenden Supressor-Zellen (JONULEIT et al., 2000; DHODAPKAR et al.,
2001). Sie spielen also eine wichtige Rolle in der Immuntoleranz.
Tabelle 1: Einteilung der DC nach den Cluster of Differentiation (CD) (JANEWAY und
TRAVERS, 1997)
CD31/34
MHCII
CD11b
CD11c
CD14
CD25
CD40
CD68
CD80/86
Stammzelle
+
-
-
-
-
-
-
-
-
Unreife DC
-
-
+
-/+
+
-
-
+
-
Reife DC
-
+
-
+
-
+
+
-
+
2.1.2. Migration naiver DC und Antigen-Aufnahme
Neu generierte DC migrieren aus dem Blut in die nicht lymphatischen Organe.
Sie orientieren sich bei ihrer Wanderung anhand von Oberflächenstrukturen auf
ortständigen Zellen und Chemokinreizen an den Orten lokaler Infektionen, in die sie
verstärkt einwandern. Je nach Reifungsgrad weisen die DC unterschiedliche
Rezeptormuster auf und variieren dementsprechend unterschiedlich in ihrem
Verhalten gegenüber Chemokinen. Für die Migration von unreifen DC spielen vor
allem inflammatorische Chemokine wie z.B. CCL2/MCP-1, CCL3/MIP-1α, CCL4/MIP1β und CCL5/RANTES eine große Rolle (CAUX et al., 2000). Diese Chemokine
werden u.a. von unreifen DC nach Antigenkontakt für die Rekrutierung immaturer DC
und T-Zellen sezerniert. Zur Unterstützung der Migration sind unreife DC außerdem
in der Lage, Matrix-Metalloproteinasen (MMP) zu synthetisieren, welche in den
Geweben eine elastolytische Kapazität aufweisen (CAUX et al., 2000). Am Ort der
-5-
Literaturübersicht
Entzündung stehen den DC verschieden Mechanismen zur Antigenaufnahme zur
Verfügung:
die
rezeptorvermittelte
Endozytose
und
Phagozytose
und
die
rezeptorunabhängige Mikro- und Makropinozytose (SALLUSTO et al., 1995). Bei der
rezeptorvermittelten
Endozytose
werden
verschiedene
Mustererkennungs-
Rezeptoren (pattern recognition receptors, PRR) durch die Erkennung von
Pathogen-assoziierten molekularen Mustern (pathogen-associated molecular pattern,
PAMP) aktiviert (JANEWAY und MEDZHITOV, 2002). Zu den wichtigsten PRR
gehören u.a. die C-Typ-Lektin-Rezeptoren (Mannoserezeptor) (ENGERING et al.,
1997), DEC-205 und DC-SIGN
(DC-specific intercellular adhesion molecule-
grabbing nonintegrin) (MAHNKE et al., 2000; GEIJTENBEEK et al., 2000).
Außerdem können über Fc-y Rezeptor Typ 1 (CD64) und Typ 2 (CD32) und C3b
Komplement-Rezeptor
(CD11b)
optionierte
Partikel
und
Immunkomplexe
aufgenommen werden (FANGER et al., 1996). Die Phagozytose dient der
Inkorporation von apoptotischen und nekrotischen Zellfragmenten (CD36 und avβ3
oder avβ5 Integrinen) (ALBERT et al., 1998), Viren und Bakterien (INABA et al.,
1993). Bei der rezeptorunabhängigen Makropinozytose wird von den DC permanent
extrazelluläre Flüssigkeit mit eventuell vorhandenen Pathogen-Strukturen in
Bläschen aufgenommen (JANEWAY et al., 2002). Durch Ausleiten der Flüssigkeit
durch Wasserkanäle (Aquaporine) werden die in den Bläschen befindlichen Antigene
konzentriert. Durch die Fähigkeit der DC, Antigene zu erkennen, wird schon bei der
Initiierung einer Immunantwort die Wichtigkeit der aufgenommenen Strukturen
erkannt und somit die DC mit der Information einer Erregerinvasion in Alarmzustand
versetzt und aktiviert. Beispielsweise erkennen DC LPS (Lipopolysaccharid) aus
Zellwänden gramnegativer Bakterien mit der Kombination der Toll-like receptors
(TLRs) TLR2 und TLR4 und CD14 (RESCIGNO et al., 1999). Über die TLRs wird der
Transkriptionsfaktor NF-KB (nuclear factor kB) aktiviert. Es kommt zur Reifung der DC
und Regulierung verschiedener Effektorfunktionen, einschließlich der Expression des
major histocompatibility complex (MHC) und der Zytokinausschüttung (WALLET et
al., 2005). Aber auch andere Antigene, wie zum Beispiel bakterielle DNS (HACKER
et al., 1998; AKBARI et al., 1999), Doppelstrang RNS aus Influenzaviren (CELLA et
al., 1999) und LAM (Lipoarabinomannan) (KRUTZIG und MODLIN, 2004), können
-6-
Literaturübersicht
eine Reaktion der DC in Form eines Reifungsschrittes bei Kontakt verursachen.
Neben den exogenen Faktoren, also von außen auf den Körper einwirkenden
Faktoren, können auch endogene körpereigene immunologische Mechanismen in
ruhenden DC einen Ausreifungsschritt induzieren. So kann z.B. eine lokale
Produktion von TNF-α oder IL-1 (CUMBERBATCH und KIMBER, 1995), eine
Änderung des Gleichgewichts zwischen pro- und inflammatorischen Signalen oder
die Aufnahme von Immunkomplexen über Fc-Rezeptoren ruhende DC dazu
veranlassen, einen Reifungsschritt in Richtung maturer DC durchzuführen. Die
zahlreichen Möglichkeiten, DC zu aktivieren, dienen alle der Rekrutierung
immunkompetenter Zellen in inflammatorische Gebiete und somit der Steigerung der
angeborenen Immunität. Nach der Aktivierung der DC kommt es zu zahlreichen
morphologischen Veränderungen auf Seiten der DC. Durch die Neuorganisation des
Zytoskeletts, die Modifikation der Adhäsionsstrukturen, den Verlust der Endozytoseund Phagozytoserezeptoren und die Heraufregulation von MHC-Molekülen bereitet
sich die DC auf ihre Funktion als antigenpräsentierende Zelle vor (WINZLER et al.,
1997).
2.1.3. Migration reifender DC in lymphatische Organe
Nach der Aktivierung der DC kommt es zur Reifung und zur Migration der DC
über die Lymphflüssigkeit zu den lymphatischen Organen. Bei der Reifung kommt es
zu einer Desensibilisierung der DC gegenüber inflammatorischen Chemokinen
(CCL3/MIP-1α, CCL4/MIP-1β und CCL5/RANTES) durch Herunterregulierung der
entsprechenden Rezeptoren (SALLUSTO et al., 1998; SOZZANI et al., 1999). Durch
diese Herunterregulierung können sich maturierende DC den lokalen Gradienten der
inflammatorischen Chemokine entziehen. Parallel wird der Chemokinrezeptor CCR7
hochreguliert. Dieser Rezeptor ist für die Wanderung der DC sehr wichtig, da er die
von lymphatischen Organen ausgehenden Chemokine CCL19 und CCL21 erkennt
(STEINMAN, 2003b). Somit können die DC das inflammatorische Gewebe über den
Lymphstrom
entlang
eines
chemotaktischen
Gradienten
in
Richtung
der
lymphatischen Organe verlassen. Nach Ankunft in den T- und B-Zell-Zonen
-7-
Literaturübersicht
sekundärer lymphoider Organe können die DC selbst CCL19 und CCL21
sezernieren um zusätzlich für eine Verstärkung der chemotaktischen Signale zu
sorgen (DIEU et al., 1998, SALLUSTO et al., 1998). Darüber hinaus werden durch
die Chemokine CCL19, CCL18 und CCL22 zusätzlich naive T-Zellen und TGedächtnis-Zellen von den maturierenden DC angelockt. Die Abbildung 2.1.3.-a
zeigt eine schematische Darstellung des Zusammenhanges zwischen Chemokinen
und der DC-Reifung in Anlehnung an MCCOLL (2002) und LEBRE et al. (2005).
-8-
Literaturübersicht
Ag
CCR7
maturierende
DC
CCL2 /3/5
drainierendes
Lymphgefäß
CCR1/2/5/6
Blutgefäß
CCL19/21
Immature DC
naive TZellen
mDC
MHCII
CD40
Immunantwort
CD80/86
(Immunität, Toleranz)
sekundäres Lymphorgan
(Lymphknoten/Milz etc.)
Chemokine
Chemokinrezeptoren
Oberflächenmoleküle
Abb. 2.1.3.-a: Schematische Darstellung der Zusammenhänge zwischen Chemokinen und
der DC-Reifung (MCCOLL, 2002; LEBRE et al., 2005). Immature DC gelangen über die Blutgefäße
entlang
des
Chemokingradienten
der
inflammatorischen
Chemokine
CCL2/3/5
in
die
inflammatorischen Gewebe. Nach Ag-Aufnahme kommt es zur Expression des Chemokinrezeptors
CCR7. Durch diesen Rezeptor ist es den nun reifenden (maturierenden) DC möglich, entlang des
Chemokingradienten von CCL19 und CCL20 zu den sekundären Lymphorganen zu wandern. Dort
kommt es zur Antigenpräsentation und zur Einleitung einer Immunantwort.
-9-
Literaturübersicht
2.1.4. Antigenprozessierung und –präsentation durch DC
Die Migration der DC in die lymphatischen Organe dient der Präsentation der
aufgenommenen Antigene an immunkompetente Zellen, um eine spezifische
Immunantwort zu induzieren. In den lymphatischen Organen können die DC mit TZellen, B-Zellen und natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) interagieren. Für die T-ZellAntigenpräsentation werden die von den DC aufgenommenen Pathogene durch
intrazelluläre Enzyme in immunogene Peptide abgebaut und an MHC-Moleküle
gebunden. Es existieren zwei verschiedene Sorten von MHC-Molekülen (MHCKlasse I-Moleküle und MHC-Klasse II-Moleküle), die bei der Beladung mit Peptiden
aus jeweils unterschiedlichen Zellkompartimenten (dem Zytosol und dem vesikulären
System) bedient werden (PAMER und CRESSWELL, 1998). Peptide, die an MHCKlasse I-Moleküle gebunden werden, interagieren mit dem T-cell receptor (TCR) von
CD8+ zytotoxischen T-Zellen (CTL). Peptide aus dem vesikulären System werden
von den DC an MHC-Klasse II-Molküle gebunden. Diese interagieren mit den TCR
der CD4+ T-Helferzellen. Das alleinige Erkennen eines präsentierten Antigens durch
einen TCR einer T-Zelle reicht jedoch noch nicht für eine adäquate Aktivierung der TZellen aus. Aus diesem Grund werden von reifen DC neben den MHC-Molekülen
zusätzlich Korezeptoren auf ihrer Oberfläche exprimiert. Für die Modulation einer TZell Antwort
wichtige Korezeptoren sind CD80, CD83, CD86 und CD40
(LATCHUMANAN et al., 2002; FLORIDO et al., 2004). Erst durch die Kombination
der Verbindungen MHC-Moleküle zu TCRs und der Korezeptoren CD80/CD86 zu
CD28 (T-Zellen) kommt es zur Bildung immunologischer Synapsen (LAMBRECHT,
2001). Zusätzlich bewirkt die Bindung zwischen CD40 zu CD40L (aktivierte T-Zellen)
eine Steigerung der Expression von stabilen MHC-Molekülen, eine Hochregulation
von CD86 (LAMBRECHT, 2001) und eine vermehrte Produktion von IL-12, IL-6 und
TNF-α (LUTZ und SCHULER, 2002; GAD et al., 2003) mit der Folge einer
zusätzlichen Aktivierung weiterer T-Zellen. Aber nicht nur T-Zellen können von DC
aktiviert werden. Sie sind außerdem in der Lage, die B-Zell-Proliferation und Differenzierung zu beeinflussen (DUBOIS et al., 1999) sowie Zellen des
angeborenen Immunsystems, wie zum Beispiel NK-Zellen (ZITVOGEL, 2002),
- 10 -
Literaturübersicht
Eosinophile und Makrophagen über Chemokine, Zytokine oder direkten Kontakt zu
aktivieren (PICCIOLI et al., 2002).
2.2. Rolle von Magnesium im Organismus
Magnesium ist ein essentielles Mineral im Organismus und ist an einer
Vielzahl von physiologischen Funktionen im Organismus beteiligt. Besonders für
intrazelluläre, energieabhängige (metabolische) Reaktionen spielt Magnesium eine
große Rolle, da es praktisch an allen ATP-abhängigen Reaktionen beteiligt ist
(WOLF und CITTADINI, 2003). Wichtige Enzyme sind u.a. die Adenylatzyklase,
ATPasen in Membranen (Substrat der Enzyme: ATP-Mg2+-Komplex) oder die
alkalische Phosphatase, bei der Magnesium das Enzym bindet und aktiviert
(WILLIAMS, 1993). Außerdem ist Magnesium beteiligt an der Aufrechterhaltung des
elektrischen Potentials von Nervenzellen, der Muskelkontraktion (physiologischer
Calcium-Antagonist)
(BIESALSKI
et
und
al.,
der
Regulation
1999).
von
Schließlich
Kaliumist
und
Calciumkanälen
Magnesium
bei
der
Nukleinsäurebiosynthese wichtig, da es zum einen der Stabilisierung ihrer tertiären
Struktur, und zum anderen als Co-Faktor im Metabolismus der Nukleinsäuren dient
(WOLF und CITTADINI, 2003). Im Großen und Ganzen ist Magnesium an über 300
enzymatischen Reaktionen als Co-Faktor beteiligt, so dass eine ständige Regulation
des Magnesiumspiegels im Organismus gewährleistet sein muss. Im Körper eines
Erwachsenen befindet sich ca. 20-28 g Magnesium wobei 60-65 % im Knochen
gespeichert sind. Dort ist Magnesium ein wichtiger Bestandteil und übt in Form des
Hydroxylapatits in Knochen und Zähnen Stützfunktion aus. Der Rest befindet sich
hauptsächlich in der Muskulatur (27 %) und in anderen Organen (6-7 %) (SHILS,
1997). Im Plasma befindet sich nur etwa 1 % Magnesium. Ein Großteil des
intrazellulären Magnesiums ist im Endoplasmatischen Retikulum, gefolgt von den
Mitochondrien und im Zellkern lokalisiert (HEATON, 1993). Dabei liegt etwa 90 % in
gebundener Form vor, wobei es hauptsächlich an Nukleinsäuren, ATP (als ChelatKomplex), negativ geladene Phospolipide und Proteine gebunden ist (WOLF und
CITTADINI, 2003). Je höher die metabolische Aktivität einer Zelle desto höher ist
- 11 -
Literaturübersicht
auch dessen intrazelluläre Magnesiumkonzentration, so dass gerade bei Skelett- und
Herzmuskelzellen intrazelluläre Magnesiumkonzentrationen von 5 bis zu 20 mmol/l
erreicht werden können (MCCARTHY und KUMAR, 1999).
2.2.1. Magnesium: Resorption und Ausscheidung
Die freie extrazelluläre Magnesiumkonzentration wird mit Hilfe eines
komplexen Regelsystems konstant gehalten. Die Resorption von Magnesium erfolgt
über den Dünndarm (Jejunum und Ileum) parazellulär durch passive Diffusion
(SCHWEIGEL und MARTENS, 2000) als auch transzellulär durch einen carriervermittelten Prozess (TRPM6-Kanal) (FINE et al., 1991; QUAMME, 1997; WÄRING,
2008). Durch diesen aktiven Transport ist es möglich, Magnesium entgegen
ungünstigen Membranspannungsverhältnissen und Magnesiumgradienten in den
interstitiellen Raum zu transportieren (FINE et al., 1991; QUAMME, 1997). Unter
normalen Bedingungen liegt die Resorptionsrate zwischen 30-50 % des durch die
Nahrung aufgenommenen Magnesiums. Bei einer geringen Magnesiumaufnahme
kann die Resorptionsrate allerdings über den aktiven Transporter bis zu 70 %
gesteigert werden, um die extrazelluläre Magnesiumkonzentration konstant zu halten
(BRANNAN et al., 1976; WÄRING, 2008). Außerdem werden bei einem geringen
Magnesium-Serumspiegel u.a. Calcitriol (aktive Form von Vit. D) und Parathormon
(PTH) freigesetzt, so dass die Magnesiumaufnahme aus dem Dünndarm und der
Transport in den Extrazellularraum erhöht werden (BIESALSKI et al., 1999).
Die Ausscheidung von Magnesium erfolgt überwiegend über die Niere. Nach
glomerulärer
Filtration
wird
Magnesium
jedoch
zum
größten
Teil
wieder
rückresorbiert, so dass nur etwa 3-5 % der glomerulär filtrierten Magnesiummenge
tatsächlich
mit
dem
Endharn
ausgeschieden
werden
(QUAMME,
1993;
SCHAAFSMA, 1997). Als Hauptregulationsorgan ist die Niere in der Lage, über
spezielle
Sensoren
Magnesiumkonzentration
Veränderungen
wahrzunehmen.
in
der
Bei
einem
extrazellulären
geringen
freien
Magnesium-
Serumspiegel kommt es im Organismus zu einer vermehrten Bildung von PTH und
folglich zur Erhöhung von Calcitriol mit der Folge einer Erhöhung der tubulären
- 12 -
Literaturübersicht
Magnesium-Rückresorption
und
einer
Hemmung
der
renalen
Magnesium-
Ausscheidung (BIESALSKIE, 2002; FLEET et al., 2001). Bei einem MagnesiumÜberschuss im Organismus wird vermehrt Calcitonin (Antagonist von PTH)
synthetisiert, welches die renale Magnesium-Ausscheidung stimuliert und somit die
extrazelluläre Magnesium-Konzentration senkt (QUAMME, 1993; SARIS et al., 2000;
FLEET und CASHMAN, 2001).
2.2.2. Toxikologische Bedeutung von Magnesium
Magnesium ist relativ untoxisch. Die empfohlene Recommended Daily
Allowance (RDA) für Magnesium liegt bei Erwachsenen zwischen 310-420 mg
(NATIONAL ACADEMY OF SCIENCES, 1999). Die physiologische MagnesiumKonzentration im Serum liegt zwischen 0,75-1 mmol/l (WEISINGER und BELLORINFONT, 1998). Da der Magnesiumhaushalt durch ein komplexes Regelsystem über
Aufnahme und Abgabe konstant gehalten wird, ist bei gesunden Menschen eine
Hypermagnesiämie in der Regel relativ selten, da zu viel aufgenommenes
Magnesium über die Niere wieder ausgeschieden wird. Bei exzessiver Einnahme von
Magnesiumsalzen oder magnesiumhaltiger Arzneimitteln (z.B. Antacida) kann es
gerade bei Patienten mit einer gestörten Nierenfunktion zu Symptomen einer
Hypermagnesiämie kommen. Leitsymptome sind vor allem zentralnervöse Störungen
mit
curareähnlichen
Lähmungserscheinungen,
Bradykardie,
Hypotonus
und
Hypoventilation. Die ersten Symptome können ab einer Magnesium-Konzentration im
Serum von 2,0 mmol/l auftreten. Lähmung, Herzstillstand und Koma treten bei
Konzentrationen über 7 mmol/l auf (SWAMINATHAN, 2003).
Die Hypomagnesiämie, also eine Unterversorgung mit Magnesium, kommt im
Vergleich zur Hypermagnesiämie häufiger vor. Ursachen können zum einen eine
Umverteilung des Magnesiums von der Extrazellulärflüssigkeit in die Zellen oder
Knochen sein oder mangelhafte nutritive Aufnahme (AL-GHAMDI et al., 1994;
FAWCETT et al., 1999). Weitere Ursachen sind u.a. gastro-intestinale (z.B.
chronische Diarrhoe), renale (z.B. erhöhte Diurese, Nephropathien), Alkoholismus
und
medikamentöse
Ursachen
(z.B.
- 13 -
Diuretika,
elektrolytfreie
Infusionen)
Literaturübersicht
(SWAMINATHAN, 2003). Eine Hypomagnesiämie tritt häufig in Kombination mit
anderen Elektrolytstörungen auf. So kann zusätzlich eine Hypokaliämie (RYAN,
1993), Hypophosphatämie oder Hypocalcämie (FATEMI et al., 1991) vorliegen. An
Symptomen treten Schwindel, Ataxie, vermehrte Erregbarkeit, Krämpfe, Tetanie und
schwerwiegende Organstörungen wie Herzarrhythmien auf (SWAMINATHAN, 2003).
Außerdem wurde bei Patienten mit Osteoporose ein Magnesiummangel in den
trabekulären Knochen festgestellt (SOJKA, 1995).
2.3. Magnesiumbasislegierungen
Der Einsatz von Magnesiumbasislegierungen als resorbierbares metallisches
Osteosynthesematerial und in der Weichteilchirurgie zeigte sich in den letzten Jahren
als sehr viel versprechend (MEYER-LINDENBERG et al., 2003; SWITZER, 2005;
WITTE et al., 2005). Gegenüber herkömmlich eingesetzten nichtresorbierbaren
Implantaten aus Titan oder Stahl haben sie den Vorteil, dass sie sich mit der Zeit im
Organismus auflösen. Dadurch kann eine zweite Operation zur Entfernung der
Implantate und somit ein zweites Narkoserisiko umgangen werden (STAIGER et al.,
2006). Auch im Vergleich zu anderen degradablen Implantatmaterialien wie zum
Beispiel synthetische Polymere (resorbierbare Implantate an nicht tragenden
Knochen)
zeigen
die
Magnesiumbasislegierungen
bei
frei
Resorptionszeit eine deutlich höhere Festigkeit (CLAES, 1992;
OKUNO,
1999;
KAESE,
Magnesiumbasislegierungen
2002).
die
Somit
guten
kombinieren
mechanischen
einstellbarer
SHIKINAMI und
Implantate
aus
Eigenschaften
der
herkömmlichen Implantate mit den Vorteilen der resorbierbaren Materialien.
Der Gedanke, Implantate aus Magnesium in der Osteosynthese einzusetzen, ist
jedoch nicht neu. Bereits 1907 setzte LAMBOTTE eine Magnesium-Platte ein, um
eine Unterschenkelfraktur zu versorgen. Da das Implantatmaterial aus reinem
Magnesium jedoch unter starker Gasbildung zu schnell korrodierte, schlug der
Versuch fehl (LAMBOTTE, 1932). Daraufhin wurden in den folgenden Jahrzehnten
Implantate
aus
verschiedenen
Korrosionsbeständigkeit
sowie
Magnesiumlegierungen
die
entwickelt,
In-vivo-Eigenschaften
- 14 -
zu
um
die
verbessern.
Literaturübersicht
VERBRUGGE (1934) und MCBRIDE (1938) setzten in den 30er Jahren Implantate
aus Magnesium-Aluminium-Legierung zur Versorgung verschiedener Frakturen beim
Menschen erfolgreich ein. Vorteilhaft für die Magnesiumlegierungen war eine
komplette Auflösung im Organismus ohne Irritationen und toxische Nebenwirkungen.
Allerdings stellte VERBRUGGE (1934) ebenfalls bei der Korrosion der Implantate
eine Gasbildung fest, jedoch ohne Schädigung des Organismus. Die Vermutung von
VERBRUGGE (1934), dass das entstandene Gas Wasserstoff sei, widerlegte
MCBRIDE (1938) indem er die Gasblasen punktierte und analysierte. Er fand ein
Gemisch aus 81 % Stickstoff, 7 % Wasserstoff, 6 % Sauerstoff und 5 % Kohlendioxid.
TROITSKII und TSITRIN untersuchten 1944 die Auswirkung von MagnesiumCadmium-Legierungen als Implantatmaterial für verschiedene Frakturen. Im Bereich
des Implantats wurden keine Entzündungsreaktionen festgestellt. Auch trat kein
Anstieg der Magnesiumkonzentration im Serum auf. Die Korrosionsbeständigkeit
variierte bei den Versuchen zwischen fünf Wochen und 12 Monaten (TROITSKII und
TSITRIN,
1944).
1972
wurden
erstmals
Multikomponenten-Legierungen
als
Implantatmaterial eingesetzt, die neben Calcium oder Aluminium zusätzlich 4 wt%
Seltene Erden (SE) und geringe Mengen an Silber, Mangan, Zirkonium oder Silizium
enthielten (STROGANOV et al., 1972) mit dem Resultat einer verlangsamten
Korrosion. Die Implantate in Form von Pins (Ø 3mm) konnten im Organismus bis zu
fünf Monate nachgewiesen werden.
Der Gedanke, Magnesiumlegierungen mit geringen Anteilen an Seltenen Erden (SE)
als Implantatmaterial zu verwenden, wurde in neueren Arbeiten weiter untersucht
(SWITZER, 2005; WITTE et al., 2005; WITTE et al., 2006a; ABELN, 2006). Die
Tabelle 2 soll einen Überblick über die eingesetzten Magnesiumlegierungen geben.
Tabelle 2: Übersicht der eingesetzten Magnesiumlegierungen (ABELN, 2006)
Magnesium-Aluminium-Zink-Legierungen Magnesium-Seltene Erden-Legierungen
AZ 31 (3 wt% Aluminium, 1 wt% Zink)
LAE 442 (4 wt% Lithium, 4 wt%
Aluminium, 2 wt% Seltene Erden (SE)
AZ 91 (9 wt% Aluminium, 1 wt% Zink)
WE 43 (4 wt% Yttrium, 3 wt% SE)
- 15 -
Literaturübersicht
SWITZER
(2005)
untersuchte
die
Implantationseigenschaften
der
o.g.
Magnesiumlegierungen im Vergleich zu herkömmlichen Implantatmaterialien wie
PLA (Polylaktid) und Titan. Die Legierungen wurden als Magnesiumstifte
intramedullär in die Femora von Meerschweinchen implantiert. Bei den Versuchen
konnte gezeigt werden, dass bei der Korrosion der Implantate im Organismus
ebenfalls Gas gebildet wurde, allerdings war die Gasbildung bei WE43 und LAE442
deutlich geringer als bei AZ31 und AZ91 (SWITZER, 2005). Wie auch bei MCBRIDE
(1938) konnte bei der Untersuchung des gebildeten Gases kein Wasserstoff
nachgewiesen werden (WITTE et al., 2005).
Aus immunologischer Sicht
untersuchten WITTE et al. (2006b), ob biodegradable Magnesiumlegierungen bei
ihrer Degradation zu einer Aktivierung des Immunsystems führen. Hierfür wurden
Zylinder der Magnesiumlegierung AZ91 in die rechten distalen Femurkondylen von
Kaninchen implantiert. Als Kontrolle dienten autogene Knochenzylinder, die in die
linken distalen Femurkondylen implantiert wurden. Drei bzw. sechs Monate nach
Implantation konnte keine signifikant erhöhte Immunantwort festgestellt werden. Als
Indikator für eine Immunantwort wurde die Anwesenheit von neutrophilen
Granulozyten und CD3+ T-Zellen gemessen (WITTE et al., 2006b). ABELN (2006)
führte prädiktive Allergietestungen mit den Legierungen AZ91, AZ31, WE43 und
LAE442 (Tabelle 2) durch, um das allergene Potential der Magnesiumlegierungen zu
ermitteln.
Hierfür wurden die Testsubstanzen zunächst in gelöster Form und
anschließend als Späne im Epikutantest bei Mäusen untersucht. Ein allergenes
Potential konnte für die getesteten Legierungen nicht festgestellt werden. Als
Kriterium für eine allergene Wirkung wurden Biopsien der Haut auf Spongiosis,
Ödem, mononukleäres Infiltrat in der Dermis und Epidermis und perivaskuläres
Infiltrat in der Dermis untersucht (ABELN, 2006). WITTE et al. (2006a) verglich das
Korrosionsverhalten der Magnesiumlegierung AZ91 und LAE442 zwischen In-vitroKorrosion und In-vivo-Korrosion. Er stellte fest, dass die Korrosionsraten der
Legierungen im In-vivo-Tiermodell vier mal niedriger waren als die im In-vitroVersuch. Außerdem zeigten LAE442 und AZ91 im Vergleich In-vitro- zu In-vivoUntersuchungen gegensätzliche Korrosionsraten. Im In-vivo-Tiermodell erwies sich
- 16 -
Literaturübersicht
die Legierung LAE442 als korrosionsresistenter als die Legierung AZ91. Im In-vitroVersuch zeigte jedoch die Legierung AZ91 höhere Korrosionsresistenz als LAE442.
2.3.1. Magnesium-Calcium-Legierungen
Mit
dem
Hintergrund
eine
absolute
Bioverträglichkeit
der
Magnesiumbasislegierungen zu garantieren, wurden in den letzten Jahren zusätzlich
Untersuchungen mit Magnesium-Calcium-Legierungen durchgeführt (BACH et al.,
2005; KRAUSE et al., 2005, 2006; MEYER-LINDENBERG et al., 2007; VON DER
HÖH, 2008; LI et al., 2008). Trotz Allergietestung (ABELN, 2006) scheinen
Aluminium und Seltene Erden, die in den Magnesiumbasislegierungen AZ31, AZ91
bzw. WE43 und LAE442 verwendet wurden, aus toxikologischer Sicht als bedenklich
(LI et al., 2008). Aluminium ist bekannt als neurotoxisch bei parenteraler Gabe und
wird in Verbindung gebracht mit Alzheimischer Krankheit (EL-RAHMAN, 2003).
Seltene Erden wie zum Beispiel Yttrium, Cer(ium) und Praseodymium haben bei
parenteraler Gabe lebertoxische Wirkung (YUMIKO et al., 1997).
Dagegen erscheint Calcium zur Herstellung binärer Magnesiumlegierungen als
resorbierbares Osteosynthesematerial vielversprechend, da Calcium wie auch
Magnesium ein wichtiger Bestandteil im Knochengewebe ist (LI et al., 2008).
Außerdem erhofft man sich einen positiven Effekt für die Frakturheilung bei der
Freisetzung von Mg2+ und Ca2+ während der Degradation, da Magnesium essentiell
für die Aufnahme des Calciums in den Knochen ist (SERRE et al., 1998).
Erste In-vitro-Versuche mit Magnesium-Calcium-Legierungen zeigten ausreichende
mechanische Eigenschaften für den Einsatz als Knochenimplantate (BACH et al.,
2005). KRAUSE et al. (2005) und MEYER-LINDENBERG et al. (2007) untersuchten
eine Calcium-haltige Magnesiumlegierung (MgCa0.8 mit 0,8 wt% Ca) und zwei
Magnesiumlegierungen mit Beimengungen von Seltenen Erden (LAE442 und WE43)
im Tiermodell. Dafür wurden Magnesiumstifte der drei Legierungen intramedullär in
die Tibiamarkhöhle von Kaninchen implantiert. MgCa0.8 zeigte eine gute
Biokompatibilität bei moderater Degradationsrate in den ersten drei Monaten nach
- 17 -
Literaturübersicht
Implantation (KRAUSE et al., 2005). Im direkten Vergleich zu WE43 und LAE442
zeigte MgCa0.8 geringere Festigkeitswerte (KRAUSE et al., 2005).
In
einer
Pilotstudie
Degradationsverhalten
Kaninchenmodell.
Für
untersuchte
verschiedener
den
Versuch
VON
(2008)
das
Magnesium-Calcium-Legierungen
im
wurden
DER
aus
vier
HÖH
Magnesium-Calcium-
Legierungen Implantate mit drei verschiedenen Oberflächen (glatt, rau und gestrahlt)
hergestellt. Die Tabelle 3 soll einen Überblick über die verwendeten MagnesiumCalcium-Legierungen geben.
Tabelle 3: Übersicht verwendeter Magnesium-Calcium-Legierungen (VON DER
HÖH, 2008)
Magnesium-Calcium-Legierung
wt% Calcium
MgCa0.4
0,4
MgCa0.8
0,8
MgCa1.2
1,2
MgCa2.0
2,0
Zur Herstellung einer rauen Implantatoberfläche wurden die Implantate durch einen
nachgelagerten Schleifprozess bearbeitet. Die gestrahlten Implantatoberflächen
wurden
durch
Partikelbestrahlung
von
glatten
Implantaten
erzeugt
(Partikeldurchmesser 300-400 µm, Strahlzeit 30 s). Anschließend wurden die
Implantate
für
sechs
Wochen
in
die
medialen
Femurkondylen
beider
Hintergliedmaßen eingesetzt. Unabhängig von den Calciumkonzentrationen in den
Implantaten oder der Oberflächenstruktur zeigten die Implantate eine gute
Verträglichkeit. Untersuchungen auf das Degradationsverhalten zeigten, dass
Implantate mit glatter Oberfläche stabiler degradierten als Implantate mit rauer oder
gestrahlter Oberfläche. Die Degradation in Bezug auf die Calciumkonzentration war
bei MgCa1.2 am schwächsten, bei MgCa0.4 am stärksten (VON DER HÖH, 2008).
Diese Ergebnisse stehen im Gegensatz zu In-vitro-Degradationsversuchen
von DENKENA et al. (2005, 2006). Für den Degradationsversuch wurden die
Magnesium-Calcium-Legierungen MgCa0.4, MgCa0.8 und MgCa2.0 für 72 Stunden
- 18 -
Literaturübersicht
einer 5%igen NaCl2-Lösung ausgesetzt. Die Auswertung zeigte, dass bis zu einem
Calciumanteil von 0,8 wt% Calcium die Legierungen gleichmäßig korrodierten. Bei
den Legierungen mit höheren wt% Calcium verlief die Degradation stärker und
inhomogener (DENKENA et al., 2005; DENKENA et al., 2006).
LI et al. (2008) führten Zellkulturversuche mit verschiedenen MagnesiumCalcium-Legierungen durch. Unter anderem untersuchten sie den Einfluss von
MgCa1 (1 wt% Calcium) auf die Vitalität und Morphologie von murinen Fibroblasten
(L929- Zellen). Dafür wurden die L929-Zellen in Dulbecco`s Modified Eagle`s
Medium (DMEM) kultiviert. Ab Tag 1 der Kultivierung wurden die L929-Zellen mit
unterschiedlichen Verdünnungsstufen (0 %, 50 %, 90 %) des Degradationsmediums
der Legierung MgCa1 inkubiert. Am Tag 2, 4 und 7 wurde die Vitalität der Zellen
mittels MTT bestimmt. Die Auswertung zeigte, dass MgCa1 keinen zytotoxischen
Effekt auf L929-Zellen hat. Darüber hinaus schien die Vitalität der in unverdünnten
Degradationsmedium kultivierten L929-Zellen besser zu sein als die Vitalität von
L929-Zellen in der Kontrolle (LI et al., 2008).
2.4. Capture-ELISA
Beim Capture-ELISA beschichtet man eine Mikrotiterplatte mit Antikörper
gegen das nachzuweisende Antigen. Durch Zugabe der zu untersuchenden Probe
wird das Antigen von den Antikörpern gebunden (Antigen-Antikörper-Komplex).
Durch Waschen kann anschließend nicht gebundenes Material entfernt werden.
Anschließend wird durch Zugabe eines zweiten Antikörpers, an dem ein Enzym
gebunden ist, eine Farbreaktion ausgelöst. Die entstehende Farbreaktion kann mit
Hilfe eines Photometers gemessen werden. Sie ist proportional zur Enzymaktivität
und somit zu der vorhandenen Menge an Antigen (BROCK et al., 2001; LUTTMANN
et al., 2006).
2.5. FACS-Analyse
Die FACS-Analyse (Fluorescence activated cell sorting) beruht auf dem Prinzip der
Durchflusszytometrie. Dabei werden Zellen über eine Kapillare an einen Laserstrahl
- 19 -
Literaturübersicht
vorbei gesaugt. An den Zellen kommt es zu einer Lichtstreuung, die von einem
Photodetektor gemessen wird. Für die Beurteilung der Lichtstreuung dienen zwei
Parameter. Die Zellgröße wird durch die Streuung des Lichtes in Richtung des
Laserstrahl bestimmt (Vorwärtsstreulicht, forwardscatter, FSC). Die Größe und
Struktur des Zellkerns (Granularität) wird durch das in einem 90° Winkel an inneren
Zellstrukturen reflektierte Licht bestimmt (Seitwärtsstreulicht, sidescatter, SSC).
Neben
diesen
Parametern
können
die
Zellen
zusätzlich
mit
einem
Fluoreszenzfarbstoff markiert werden. Dabei kommt es beim Passieren des Lasers
zur Anregung des Farbstoffes, der daraufhin Licht einer bestimmten Wellenlänge
emittiert. Man unterscheidet bei der Markierung der Zellen mit Fluoreszenzfarbstoff
zwischen der Oberflächenmarkierung und der intrazellulären Markierung. Außerdem
wird zwischen einer direkten Markierung (Antikörper mit Fluoreszenzfarbstoff) und
einer
indirekten
Markierung
(unmarkierter
Primärantikörper
und
markierter
Sekundärantikörper) unterschieden (JANEWAY et al., 2002; LUTTMANN et al.,
2006).
2.5.1. Annexin V-FITC und PI
In apoptotischen Zellen wird das Membranphospholipid Phosphatidylserin (PS) durch
Veränderung der Zytoplasmamembran nach außen gekehrt. Der markierte
Antikörper Annexin V-Fluorescein-Isothiocyanat (Annexin V-FITC) bindet mit hoher
Affinität an PS. Der Farbstoff Propidiumiodid (PI) dient der intrazellulären Markierung
von Nukleinsäuren. In lebenden Zellen mit intakter Zytoplasmamembran kann PI
nicht in das Zytoplasma gelangen. Aufgrund dieser Eigenschaften lassen sich die
Zellen bezüglich ihrer Vitalität einteilen in vitale Zellen (Annexin V-FITC negativ; PI
negativ), Zellen in frühem Apoptose-Stadium (Annexin V-FITC positiv, PI negativ)
und sterbende oder tote Zellen (Annexin V-FITC positiv, PI positiv) (BD
PharmingenTM Technical Data Sheet, Product Information).
- 20 -
Literaturübersicht
2.6. XTT-Proliferationstest
Zum Nachweis zytotoxischer Effekte kann die metabolische Aktivität einer
Zelle Aufschluss über ihre Vitalität geben. Mit Hilfe des XTT-Proliferationstest kann
diese metabolische Aktivität vitaler Zelle gemessen werden. Unter Oxidation von
NAD(P)H +H+ zu NAD(P)+ wird das schwach gefärbte Tetrazoliumsalz XTT
(Natrium3`-[1-(phenylaminocarbonyl)-3,4-tetrazolium]-bis(4-methoxy-6-nitro)benzolsulfonsäure-hydrat)
vorwiegend
durch
mitochondriale
Dehydrogenasen
intakter Zellen zu einem wasserlöslichen, stark gefärbten Formazan umgewandelt.
Diese Farbstoffbildung wird gemessen, wobei die entstehende Farbintensität mit der
Zahl lebender Zellen korreliert (MOSMANN, 1983).
2.7. MLR (Mixed Leukocyte Reaction)
Mit Hilfe der heterologen MLR (Mixed Leukocyte Reaction) kann die Fähigkeit
der unterschiedlich behandelten DC, T-Lymphozyten zur Proliferation anzuregen,
untersucht werden. Dafür werden T-Lymphozyten einer NMRI-Maus mit DC einer
BALB/c-Maus zusammen gebracht. Bei aktivierten DC werden die MHC-Moleküle
der DC von den T-Lymphozyten als fremd erkannt. Dadurch kommt es zu einer
Proliferation, also Zellteilung, der T-Lymphozyten. Die Proliferationsrate kann mit
Hilfe des Farbstoffs CFSE (Carboxyfluorescein diacetate succinimidylester), mit dem
die T-Lymphozyten markiert werden, sichtbar gemacht werden. Nach Diffusion in die
Zelle wird die Acetatgruppe des CFSE von intrazellulären Esterasen gespalten, so
dass ein fluoreszierender Farbstoff gebildet wird, der die Zytoplasmamembran nicht
mehr passieren kann. Bei einer Zellteilung der T-Lymphozyten wird der Farbstoff zur
Hälfte an die Tochterzelle weitergegeben und damit die Fluoreszensintensität auf die
Hälfte reduziert. Mit Hilfe der FACS-Analyse kann die Fluoreszensintensität und
somit die Proliferationsrate der T-Lymphozyten ausgewertet werden (Molecular
Probes, Invitrogen Product Information).
- 21 -
Material und Methoden
3. Material und Methoden
3.1. Material
3.1.1. Geräte
HERAcell®150, Heraeus, Hanau, D
Brutschrank
Binder, Tuttlingen, D
Kühlzentrifuge
Zentrifuge 5804 R, Eppendorf,
Hamburg, D
Zentrifuge 5403, Eppendorf, Hamburg,
D
Mikroskop
Axiovert 25, Zeiss, Oberkochen, D
Neubauer-Zählkammer
VWR, Hannover, D
Mikroplattenleser
MRX Microplate Reader Dynatech,
Denkendorf, D
Ultrospec®2000, Pharmacia Biotech,
Photometer
Cambridge, UK
Heraeus Lamin Air® TL 2448, Heraeus,
Sterilbank
Hanau, D
Pipettierhilfe
Accu-jet®pro, Brand, Wertheim, D
Feinwaage
ALS 120-4, Kern, Balingen, D
Vortexer
Heidolph Reax top, Heidolph,
Schwabach, D
Janke & Kunkel, IKA® Labortechnik,
Staufen, D
Wasserbad
Büchi, Flawil, CH
GFL®, Burgwedel, D
Durchflusszytometer
Coulter Epics XL, Beckman Coulter,
FLA, USA
- 22 -
Material und Methoden
3.1.2. Verbrauchsmaterial
Polypropylen-Röhrchen (15 ml/50 ml)
Greiner, Frickenhausen, D
Reaktionsgefäße (1,5/ 2 ml)
Eppendorf, Hamburg, D
Greiner, Frickenhausen, D
Sarstedt, Nümbrecht, D
Petrischalen (100 mm x 20 mm)
tissue culture dish cell+, Sarstedt, D
6-,12-,24,-96-well-plates
Greiner, Frickenhausen, D
Pipetten
Eppendorf, Hamburg, D
(2,5/ 20/ 100/ 200/ 1000/ 2500 µl)
LABMATETM, Abimed, Langenfeld, D
Pipettenspitzen
Eppendorf Tips, Eppendorf, Hamburg,
(0,1-10/ 2-200/ 500-1000/ 500-2500 µl)
D
Pipettenspitzen (2-200/ 500-1000 µl)
Greiner, Frickenhausen, D
Plastikpipetten (10/ 25 ml)
Greiner, Frickenhausen, D
Zellschaber (24 cm)
TPP, Schweiz
Sterilfilter
Minisart, Sartorius, Göttingen, D
96-well-plates, round-bottom
Greiner, Frickenhausen, D
6-well-plates mit Einsätzen
Greiner, Frickenhausen, D
(8.0 µm Porengröße)
Einmalspritzen, 2/10 ml
Omnifix, Braun, Melsungen, D
Einmal-Injektions-Kanüle (Gr.18)
Braun, Melsungen, D
Einmal-Injektions-Kanüle (19 G)
Sterican®, Braun, Melsungen, D
Einmal-Injektions-Kanüle, (Gr. 20)
Omnifix, Braun, Melsungen, D
Skalpellklinge (22)
Bayha, Tuttlingen, D
3.1.3. Reagenzien
RPMI-1640-Medium
Biochrom, Berlin, D
A. bidest
Sigma-Aldrich Chemie, Steinheim, D
Streptomycin
Invitrogen GmbH, Karlsruhe, D
Penicillin
Invitrogen GmbH, Karlsruhe, D
Fetales Kälberserum (FKS)
PAA, Pasching, A
- 23 -
Material und Methoden
Rinderserum Albumin (BSA)
Sigma-Aldrich Chemie, Steinheim, D
β-Mercaptoethanol
Sigma-Aldrich Chemie, Steinheim, D
Ethanol
Roth, Karlsruhe, D
GM-CSF
R&D-Systems, Wiesbaden, D
Polyvidon-Iod-Lösung
Braunol, Braun, Melsungen, D
Lipopolysaccharid (LPS, E. coli 0172:B8)
Sigma-Aldrich Chemie, Steinheim, D
Trypsin
Sigma-Aldrich Chemie, Steinheim, D
Trypan-Blau
Sigma-Aldrich Chemie, Steinheim, D
Tween20
Sigma-Aldrich Chemie, Steinheim, D
Schwefelsäure 2N
Merck, Darmstadt, D
3,3`,5,5-Tetramethylbenzidine (TMB) Liquid
Sigma-Aldrich Chemie, Steinheim, D
Dimethylsulfoxid (DMSO)
Sigma-Aldrich Chemie, Steinheim, D
Etoposide (VP-16)
Merck, Darmstadt, D
Blei(II)chlorid
(MW = 278,10)
Merck, Darmstadt, D
Magnesium(II)chlorid
Merck, Darmstadt, D
Calcium(II)chlorid
Merck, Darmstadt, D
3.1.4. Magnesiumbasislegierungen
Mg(pur) (reines Magnesium)
Institut für Werkstoffkunde, Garbsen, D
MgCa0.6 (0,6 wt% Calcium)
Institut für Werkstoffkunde, Garbsen, D
MgCa0.8 (0,8 wt% Calcium)
Institut für Werkstoffkunde, Garbsen, D
MgCa1.0 (1,0 wt% Calcium)
Institut für Werkstoffkunde, Garbsen, D
MgCa1.2 (1,2 wt% Calcium)
Institut für Werkstoffkunde, Garbsen, D
- 24 -
Material und Methoden
3.1.5. Puffer und Lösungen
Zellkultur:
DC-Medium:
FKS
10%
Penicillin/Streptomycin
1%
Β-Mercaptoethanol
50 µM
Das Medium wurde in RPMI-1640-Medium hergestellt.
PBS-Puffer
NaCl
137 nM
KCl
2,7 mM
Na2PO4
7,5 mM
KH2PO4
1,5 mM
Der Puffer wurde mit A. bidest. hergestellt; pH 7,4.
Hämolyse-Puffer
NH4Cl
0,15 M
Na2-EDTA
0,13 mM
Na HCO3
10 mM
Der Puffer wurde mit A. bidest. hergestellt; pH 7,3.
Erythrozyten-Lysepuffer
NH4Cl
0,15 M
EDTA
0,34 mM
KHCO3
10 mM
Der Puffer wurde mit A. bidest. hergestellt.
- 25 -
Material und Methoden
FACS-Analyse:
PBS/BSA-Waschpuffer
BSA
1%
Die Lösung wurde in PBS hergestellt; pH 7,4.
Binding-Puffer (Annexin V-FITC)
Herstellung des Puffers aus dem Annexin V-FITC Detection Kit I (BD Biosciences
Pharmingen). Die Stammlösung wurde um den Faktor 10 mit PBS verdünnt.
Elisa:
Waschpuffer
Tween 20
0,05%
Die Lösung wurde in PBS hergestellt; pH 7,4.
10 x TBE
Tris-HCl (pH 8,0) 0,9 M
Borsäure 0,9 M
EDTA (pH 8,0) 20 mM
Die Lösung wurde bei Bedarf um den Faktor 10 mit H2O verdünnt.
Reagent Diluent (ELISA)
BSA
1%
Die Lösung wurde in PBS hergestellt; pH 7,4.
3.1.6. Kits
DuoSet® Mouse TNF-α ELISA
R&D Systems, Minneapolis, MN, USA
Annexin V-FITC Apoptosis Detection Kit I
BD Biosciences Pharmingen™,
Hamburg, D
XTT Cell proliferation-kit
Promega, USA
Testkit Nanocolor Härte 20
Machery-Nagel, Düren, D
- 26 -
Material und Methoden
3.1.7. Antikörper
FITC anti-mouse CD86
BD Biosciences Pharmingen™,
Hamburg, D
PE anti-mouse CD 11c
BD Biosciences Pharmingen™,
Hamburg, D
Streptavidin-Peridin Chlorophyll-a Protein
BD Biosciences Pharmingen™,
(SAv-Per CP) Conjugate
Hamburg, D
CellTrace™ CFSE
Invitrogen™, Oregon, USA
3.1.8. Mäuse
Für die DC-Gewinnung wurden weibliche Mäuse des Stammes BALB/c, sowie für die
MLR (Mixed Leukocyte Reaktion) weibliche Mäuse des Stammes NMRI verwendet.
Die Tiere waren acht Wochen alt und wurden von Charles River (Sulzfeld, D)
bezogen.
3.1.9. Software
Expo 32 ADC XL 4 Color
Beckman Coulter, FLA, USA
Expo 32 ADC Analysis
Beckman Coulter, FLA, USA
Microsoft® Office 2003-Edition
Microsoft®, Washingten, WA, USA
GraphPad Prism®5
GraphPad Software, CA, USA
- 27 -
Material und Methoden
3.2. Methoden
3.2.1. Generierung von DC
Für die Generierung von DC wurden nach LUTZ et al. (1999) aus dem
Knochenmark
von
BALB/c-Mäusen
DC-Vorläuferzellen
gewonnen
und
im
Brutschrank für 10 Tage bei 37 °C und 5 % CO2 kultiviert. Dazu wurde die BALB/cMaus durch zervikale Dislokation getötet und der Femur herauspräpariert. Mit Hilfe
einer Skalpellklinge wurde der Femur von umliegender Muskulatur befreit und
anschließend in 70 %-igem Ethanol 2-5 Minuten desinfiziert und in sterilem PBS
gewaschen. Für die Entnahme der Stammzellen aus der Markhöhle wurden die
Femurenden mit der Skalpellklinge abgetrennt. Mit Hilfe von Kanüle und Spritze
konnte anschließend das Knochenmark mit 5 ml sterilem PBS aus dem Femur
herausgespült
werden.
Dabei
wurde
die
Zellsuspension
in
einem
Zentrifugenröhrchen aufgefangen und die Zellen durch Pipettieren vereinzelt.
Anschließend wurde die Zellsuspension zentrifugiert (290 g, 4 °C, 10 Minuten).
Danach wurde der Überstand verworfen und das Zellpellett mit 5 ml RPMI-1640Medium resuspendiert. Für die Bestimmung der gewonnenen Zellzahl wurden zu
einem Aliquot der Zellsuspension Erythrozyten-Lysepuffer gegeben (Verdünnung
1:2). Nach ca. 5 Minuten Inkubation wurden die Zellen in Trypanblau (Verdünnung
1:3) in der Neubauer-Zählkammer ausgezählt.
Für einen Ansatz wurden 2x106 Zellen benötigt. Diese wurden in 10 Wells einer 12well-plate aufgeteilt, sodass sich pro Well 2x105 DC-Vorläuferzellen in 1 ml DCMedium befanden. Anschließend wurden die Stammzellen mit 20 ng/ml granulozytemacrophage colony-stimulating factor (GM-CSF) versetzt (INABA et al., 1992), um
myeloide DC zu generieren. Nach LUTZ et al. (1999) entstehen dabei adhärente
Makrophagen (MØ), nicht-adhärente reife DC (MHCIIhigh) und unreife DC (MHCIIlow).
Es folgte eine zweitägige Inkubation im Brutschrank bei 37 °C und 5 % CO2. Am 3.
Tag der Kultivierung erfolgte eine Zugabe von 1 ml DC-Medium pro Well und 20
ng/ml GM-CSF. An den Tagen 6, 8 und 10 wurde jeweils 1 ml Medium pro Well
entnommen, das Zellpellett durch Zentrifugation gewonnen und nach Resuspension
mit frischem Medium und GM-CSF zur Kultur zurückgegeben.
- 28 -
Material und Methoden
3.2.2. Gewinnung muriner T-Zellen
Die Proliferationsrate der T-Zellen als Reaktion auf die behandelten DC wird mit Hilfe
der Mixed Leukocyte Reaction (MLR) bestimmt. Hierbei handelt es sich um eine
heterologe Reaktion, bei der T-Zellen einer NMRI-Maus mit DC einer BALB/c-Maus
zusammengebracht werden.
Die benötigten T-Zellen wurden nach GUNZER et al. (2001) aus der Milz von NMRIMäusen gewonnen. Dazu wurde die NMRI-Maus durch zervikale Dislokation getötet
und die Milz herauspräpariert. Anschließend wurden die beiden Enden der
Milzkapsel eröffnet und mit Hilfe einer Kanüle und einer Spritze die Milzpulpa mit 10
ml sterilem PBS ausgespült. Die Zellsuspension wurde in einem Zentrifugenröhrchen
aufgefangen und zentrifugiert (1000 g, 4 °C, 10 Minuten). Der Überstand wurde
verworfen und das Zellpellet mit 5 ml Hämolysepuffer versetzt, um die vorhandenen
Erythrozyten zu lysieren. Nach 5 Minuten wurde durch Zugabe von 45 ml sterilem
PBS der Hämolysepuffer neutralisiert und somit der Vorgang gestoppt. Nach
erneuter Zentrifugation (1000 g, 4 °C, 10 Minuten) wurde das Pellet in 10 ml RPMI1640-Medium (+ 10 % FKS + 1 % Penicillin/Streptomycin) resuspendiert.
Anschließend wurde die Zellsuspension in einer cell+-Petrischale im Brutschrank
(37 °C, 5 % CO2) für 2 Stunden inkubiert. Nach der Inkubation wurden die nicht
adhärenten Zellen vorsichtig mit einer Pipette gewonnen. Somit wurde eine TZellpopulation mit einer Reinheit von 60-70 % gewonnen. Anschließend wurden die
T-Zellen nach erneuter Zentrifugation in 5 ml sterilem PBS resuspendiert und in
Trypanblau, mit Hilfe der Neubauer-Zählkammer, gezählt.
3.2.3. Herstellung der Degradationsmedien
Für die Herstellung der Degradationsmedien wurden zuerst die Legierungen
im Autoklaven sterilisiert. Anschließend wurden für jede Legierung 10 ml DC-Medium
in ein 50 ml Polypropylen-Röhrchen vorgelegt und ein Legierungsplättchen (Ø 8 mm,
Höhe 2mm, Oberfläche 150,8 mm2) dazu gegeben. Für eine gleichmäßige
Degradation wurden die DC-Medien für 72 h im Wasserbad (37 °C) unter ständiger
- 29 -
Material und Methoden
Bewegung mit den Legierungen inkubiert. Nach der 72-stündigen Inkubation wurden
die einzelnen Degradationsmedien mit Hilfe von Spritze und Sterilfilter von
ungelösten Bestandteilen befreit.
3.2.3.1. Bestimmung der Magnesium- und Calciumkonzentration in
den Degradationsmedien
Die Magnesium- und Calciumkonzentration in den Degradationsmedien wurde
mit Hilfe des Testkits Nanocolor Härte 20 (Machery-Nagel, Düren, D) mittels eines
photometrischen Verfahrens bestimmt. Der Test beruht auf der Messung der
Gesamthärte des Mediums, welche vor allem durch Magnesium- und Calcium-, aber
auch geringfügig durch Barium- und Strontiumionen bestimmt wird. Dazu wird die
Farbintensität von Phtaleinpurpur mittels Photometer gemessen, welche von der
Gesamthärte des umgebenden Mediums abhängt. Anschließend werden die
Calciumionen durch Zugabe eines speziellen Chelators maskiert, sodass bei
wiederholter Messung die Härte nur noch vom Magnesiumgehalt abhängt. Der
Calciumgehalt kann abschließend aus den Messwerten der Gesamthärte und des
Magnesiumgehaltes errechnet werden.
Für die Bestimmung der Magnesium- und Calciumkonzentration wurden
zunächst jeweils fünf Kalibrationsstandards mit den Konzentrationen 0,2; 0,4; 0,6; 0,8
und 1,0 mmol/l angesetzt. Außerdem wurden zur Überprüfung von verschiedenen
Magnesium/Calcium-Kombinationen 9 Kalibrationsstandards von Lösungen mit 0,5
bis 0,1 mmol/l Magnesium/Calcium angesetzt. Die Tabelle 4 soll einen Überblick
über die Kalibrationsstandards geben.
- 30 -
Material und Methoden
Tabelle 4: Überblick Kalibrationsstandards im DC-Medium
MgCl2-Konz. [mmol/l]
CaCl2-Konz. [mmol/l]
MgCl2-/CaCl2-Konz.
[mmol/l]
0.2
0.2
0.5/0.5
0.4
0.4
0.4/0.4
0.6
0.6
0.3/0.3
0.8
0.8
0.2/0.2
1.0
1.0
0.1/0.1
0.5/0.4
0.4/0.5
0.3/0.2
0.2/0.3
Danach wurden die Proben der Degradationsmedien vorbereitet. Dafür wurden zum
einen unverdünnte Aliquots der Degradationsmedien aus Mg(pur), MgCa0.6,
MgCa0.8, MgCa1.0 und MgCa1.2 entnommen und zum anderen Aliquots mit einer
Verdünnung 1:10 hergestellt. Anschließend wurde aus dem Testkit Nanocolor Härte
20
die
Phtaleinpurpurlösung
angesetzt
und
pro
Probe
180
µl
der
Phtaleinpurpurlösung in die Wells einer 96-Well Platte vorgelegt. Danach wurden von
jeder Probe 6 µl Lösung hinzu gegeben und gründlich durch auf und ab pipettieren
gemischt. Anschließend wurde die Gesamthärte photometrisch (570 nm) gemessen.
Nach der Bestimmung der Gesamthärte wurde die 96-Well-Platte aus dem
Photometer entnommen und in jedes Probenwell 6 µl des Calciumchelators aus dem
Testkit zugegeben. Danach wurden die Proben erneut bei 570 nm gemessen. Die
daraus resultierten optischen Dichten werden aufgrund der vorherigen Maskierung
der Calciumionen hauptsächlich durch Magnesium bestimmt.
Für die Errechnung der Magnesiumkonzentration wurde aus den optischen Dichten
der Standards eine Kalibrationsfunktion errechnet. Diese wurde anschließend zur
Rückrechnung der an den Proben gemessenen Konzentrationen aus den
gemessenen optischen Dichten benutzt.
- 31 -
Material und Methoden
2
1,8
Optische Dichte
1,6
1,4
y = 0,4259x + 1,3086
R2 = 0,9753
1,2
y = 0,461x + 1,296
R2 = 0,9666
1
0,8
0,6
0,4
0,2
0
0
0,2
Abb. 3.2.2.2.-a:
0,4
0,6
0,8
1
1,2
Salzkonzentration
Errechnete Kalibrationsfunktion aus den an den Standards gemessenen optischen
Dichten der Gesamthärtemessung und der Magnesiummessung. Y= optische Dichte,
2
X= Salzkonzentration, R = Bestimmtheitsmaß (>0,95).
Für die Errechnung der Calciumkonzentration wurden für die Standards und jede
Probe die bei der Magnesiummessung erfassten, optischen Dichten von den
optischen Dichten der Gesamthärtemessung subtrahiert. Aus diesem Differenzwert
der Standards konnte mittels linearer Regression eine Kalibrationsfunktion errechnet
und mit dieser die Calciumkonzentration in den Proben errechnet werden. Die
Magnesium-
und
Calciumkonzentrationsmessungen
wurden
jeweils
achtmal
durchgeführt.
3.2.4. In-vitro-Untersuchungen mit Magnesium- und Calcium-Salzen
Als Grundlage für die Versuche mit den Magnesium- und Calciumsalzen
dienten Degradationsversuche mit Magnesiumbasislegierungen (Kapitel 3.2.3.), bei
denen im Kulturmedium Magnesiumkonzentrationen zwischen 0,2 mmol/l und 10
mmol/l gemessen wurden. Durch die Zugabe von Magnesium- und Calciumsalzen in
unterschiedlichen Konzentrationen zum Kulturmedium der DC sollte ein möglicher
Einfluss auf die Zellfunktion von murinen DC untersucht werden. Zuerst wurde der
Einfluss von Magnesium- und Calcium-Salzen auf die unterschiedlichen Phasen der
DC-Maturation untersucht. Im Mittelpunkt standen zum einen die Vitalität der DC und
die Expression diverser Oberflächenmoleküle untersucht in der Durchflusszytometrie,
- 32 -
Material und Methoden
sowie das Auswanderverhalten der DC in einem Migrationsassay. Mit Hilfe der Mixed
Leukocyte Reaction (MLR) konnte die Fähigkeit der DC, naive T-Zellen zur
Proliferation anzuregen, untersucht werden. Versuche mit weiteren DC-Kulturen
bestanden in der Gewinnung von Kulturüberständen zur Detektion des Zytokins
TNF-α als Reaktion auf die Magnesium- und Calciumsalze.
3.2.4.1. Inkubation der DC mit MgCl2 und CaCl2
Für
die
Bestimmung
der
Vitalität,
der
TNF-α-Sekretion,
der
Migrationsbereitschaft, der Expression von CD11c/CD86 und der MLR wurden die
DC pro Versuchsansatz ab dem 3. Tag der Kultivierung in jeweils fünf Gruppen für
die Magnesiumchlorid- und Calciumchlorid-Behandlung unterteilt. Tabelle 5 gibt
einen Überblick über die Kultivierung der DC-Vorläuferzellen und deren Behandlung.
- 33 -
Material und Methoden
Tabelle 5: Übersicht zur Kultivierung der DC-Vorläuferzellen mit MgCl2 und CaCl2
einzelner Versuche
Tag
Inkubation mit CaCl2
der Inkubation mit MgCl2
Kultivierung
Tag 0
Aussäen von 2x105 DC-Vorläuferzellen/ml in 10 Wells einer 12well-plate + GM-CSF
Tag 3
Zugabe von 1 ml DC-Medium,
Zugabe von 1 ml DC-Medium,
GM-CSF und
GM-CSF und
2+
Einstellung der Mg -Konz. im
Einstellung der Ca2+-Konz. im
Kulturmedium.
Kulturmedium.
Gruppe 1: 0,1 mmol/l MgCl2
Gruppe 6: 0,1 mmol/l CaCl2
Gruppe 2: 1,0 mmol/l MgCl2
Gruppe 7: 1,0 mmol/l CaCl2
Gruppe 3: 10,0 mmol/l MgCl2
Gruppe 8: 10,0 mmol/l CaCl2
Gruppe 4+5: unbehandelte
Gruppe 9+10: unbehandelte
Kontrolle
Tag 6
Kontrolle
Mediumwechsel, GMCSF und
Mediumwechsel, GM-CSF und
MgCl2.
CaCl2.
Tag 8
Behandlung wie Tag 6
Behandlung wie Tag 6
Tag 9
Je nach Versuchsdurchführung Behandlung der Gruppe 5 und 10
als Positiv-Kontrolle.
1. LPS-Stimulation (ELISA, CD11c/CD86)
2. Etoposide (Vitalitätstest)
3. Bleichlorid (Migrationsassay)
Tag 10
Versuchsdurchführung:
Zellzahlbestimmung der DC und der MØ
Vitalitätstest, Migrationsassay, Ansetzen der MLR,
Aufbewahrung der Kulturüberstände für Zytokinbestimmung
Die Anzahl der durchgeführten Versuche sind im Anhang (Kapitel 9.) dargestellt.
- 34 -
Material und Methoden
Für die Versuche mit MgCl2 wurden die Kulturmedien der Gruppen 1-3 auf
unterschiedliche Mg2+-Konzentrationen eingestellt. In der Gruppe 1 enthielt das
Kulturmedium 0,1 mmol/l MgCl2, das Kulturmedium der Gruppe 2 enthielt 1 mmol/l
MgCl2 und das Kulturmedium der Gruppe 3 enthielt 10 mmol/l MgCl2. Für die
Versuche mit CaCl2 wurden die Ca2+-Konzentrationen der Kulturmedien der Gruppen
6-8 eingestellt. In der Gruppe 6 enthielt das Kulturmedium 0,1 mmol/l CaCl2, das
Kulturmedium der Gruppe 7 enthielt 1 mmol/l CaCl2 und das Kulturmedium der
Gruppe 8 enthielt 10 mmol/l CaCl2. Die Gruppen 4 und 9 bildeten die unbehandelten
Kontrollen, d.h. DC, die in unbehandeltem DC-Medium kultiviert wurden. Die DC der
Gruppe 5 und 10 wurden als Positiv-Kontrollen verwendet. Dazu wurden die DC der
Gruppe 5 und 10 ab Tag 9 der Kultivierung je nach Versuchsdurchführung
unterschiedlich behandelt. In Anlehnung an HÜNERMANN (2006) wurde als PositivKontrolle für die TNF-α-Sekretion und die Expression von CD11c/CD86 dendritische
Zellen mit 1 µg/ml LPS stimuliert, da LPS einen positiven Effekt auf die TNF-αSekretion hat und eine Steigerung der CD11c/CD86 positiven DC bewirkt. Als
Positiv-Kontrolle für die Migrationsbereitschaft wurden die DC, ebenfalls in
Anlehnung an HÜNERMANN (2006), mit 100 µmol/l Bleichlorid inkubiert, da
Bleichlorid eine gesteigerte Migration bei DC bewirkt. Als Positiv-Kontrolle für die
Bestimmung der Vitalität wurden die DC mit Etoposide [20 µg/ml] (Apoptose-inducer)
inkubiert. Am Tag 10 der Kultivierung erfolgte die Durchführung der Versuche, wobei
zunächst die Kulturüberstände der einzelnen Gruppen gewonnen und die DCZellzahl mit Hilfe der Neubauer-Zählkammer bestimmt wurde.
Zusätzlich wurde die Anzahl der Makrophagen (MØ) ermittelt. Dazu wurden
die adhärenten Zellen, die sich nach 10 Tagen der DC-Kultivierung am Boden der
Wells der 12-well-plate befanden, mit Trypsin und Zellschaber vom Boden gelöst.
Anschließend wurde die Zellsuspension zentrifugiert (400 g, 4 °C, 10 Minuten) und in
500 µl RPMI-1640-Medium resuspendiert. Danach wurden die MØ ebenfalls in
Trypanblau mit Hilfe der Neubauer-Zählkammer gezählt.
- 35 -
Material und Methoden
3.2.5. In-vitro-Untersuchungen mit Magnesiumbasislegierungen
Für die Versuche wurden fünf verschiedene Magnesiumbasislegierungen
eingesetzt. Zum einen reines Magnesium (Mg(pur)) und zum anderen MagnesiumCalcium-Legierungen
(Gewichtsprozent
mit
(wt%):
vier
0,6;
0,8;
unterschiedlichen
1,0;
1,2).
Für
Calciumkonzentrationen
die
Versuche
wurden
Legierungsplättchen mit einem Durchmesser von 8 mm und einer Höhe von 2 mm
verwendet. Hergestellt wurden die Legierungen im Institut für Werkstoffkunde der
Leibniz
Universität
Hannover.
Die
Zylinder
wurden
aus
stranggepresstem
Rohmaterial der entsprechenden Calciumgehalte durch spanende Bearbeitung
hergestellt. Anschließend wurden die Werkstücke im Institut für Fertigungstechnik
und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover auf einen Durchmesser
von 8 mm gedreht und bei einer Höhe von 2 mm abgestochen. Für die Kultivierung
der DC wurden zunächst Degradationsmedien aus den einzelnen Legierungen
hergestellt (Kapitel 3.2.3.). Im Anschluss erfolgte die Messung der Magnesium- und
Calciumkonzentration in den Degradationsmedien (Kapitel 3.2.3.1.). Um den Einfluss
der Degradationsmedien aus den einzelnen Legierungen auf die Funktion der DC zu
untersuchen, wurden die DC zunächst in den Degradationsmedien kultiviert.
Anschließend wurden, wie bei den Magnesium- und Calcium-Salzen, die Zellzahl der
DC und der MØ nach der Kultivierung bestimmt. Weiterhin wurden die Vitalität
(Kapitel 3.2.8.1.) der DC und die Expression der Oberflächenmoleküle CD11c/CD86
(Kapitel 3.2.8.2.) in der FACS-Analyse untersucht. Außerdem wurden ein
Migrationsassay (Kapitel 3.2.7.) und eine MLR (Kapitel 3.2.8.3.) durchgeführt. Die
Kulturüberstände wurden mittels ELISA auf das Zytokin TNF-α (Kapitel 3.2.6.)
untersucht.
- 36 -
Material und Methoden
3.2.5.1. Kultivierung der DC in den Degradationsmedien der
Magnesiumbasislegierungen
Nach der DC-Generierung (Kapitel 3.2.1.) wurden die DC ab Tag 3 der
Kultivierung in sieben Gruppen unterteilt. Anschließend wurden die einzelnen
Gruppen mit den unterschiedlichen Degradationsmedien versetzt. Die Tabelle 6 gibt
einen Überblick über die Kultivierung der DC-Vorläuferzellen und deren Behandlung
mit den Degradationsmedien. Die Anzahl der durchgeführten Versuche ist im Anhang
(Kapitel 9) dargestellt.
- 37 -
Material und Methoden
Tabelle 6: Übersicht über die Kultivierung der DC-Vorläuferzellen in den
Degradationsmedien
Tag
der Behandlung der DC mit den Degradationsmedien
Kultivierung
Tag 0
Aussäen von 2x105 DC-Vorläuferzellen/ml in 7 Wells einer 12-wellplate + GM-CSF.
Herstellung der Degradationsmedien (Mg(pur), MgCa0.6, MgCa0.8,
MgCa1.0, MgCa1.2)
Tag 3
Gewinnung der Degradationsmedien und Sterilfiltration.
Zugabe der Degradationsmedien zu den DC der einzelnen Gruppen
+ GM-CSF.
Gruppe A: Degradationsmedien Mg(pur)
Gruppe B: Degradationsmedien MgCa0.6
Gruppe C: Degradationsmedien MgCa0.8
Gruppe D: Degradationsmedien MgCa1.0
Gruppe E: Degradationsmedien MgCa1.2
Gruppe F, G: Zugabe von 1ml DC-Medium + GM-CSF
Tag 6
Mediumwechsel, GM-CSF
Tag 8
Behandlung wie Tag 6
Tag 9
Je nach Versuchsdurchführung Behandlung der Gruppe G als
positive Kontrolle.
1. LPS-Stimulation (ELISA, CD11c/CD86)
2. Etoposide (Vitalitätstest)
3. Bleichlorid (Migrationsassay)
Tag 10
Versuchsdurchführung:
Zellzahlbestimmung der DC und der MØ
Vitalitätstest, Migrationsassay, Bestimmung CD11c/CD86,
Ansetzen der MLR, Zytokinbestimmung aus Kulturüberstände
- 38 -
Material und Methoden
Die DC der Gruppen A bis E wurden in den Degradationsmedien der
Legierungen Mg(pur), MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0 und MgCa1.2 kultiviert. In der
Gruppe F wurden die DC in unbehandeltem DC-Medium kultiviert und die Gruppe G
diente als Positiv-Kontrolle. Dazu wurden die DC der Gruppe G, je nach
Versuchsdurchführung, ab Tag 9 der Kultivierung unterschiedlich behandelt. In
Anlehnung an HÜNERMANN (2006) wurde als Positiv-Kontrolle für die TNF-αSekretion und die Expression von CD11c/CD86 dendritische Zellen mit 1 µg/ml LPS
stimuliert, da LPS einen positiven Effekt auf die TNF-α-Sekretion hat und eine
Steigerung der CD11c/CD86 positiven DC bewirkt. Als Positiv-Kontrolle für die
Migrationsbereitschaft wurden die DC, ebenfalls in Anlehnung an HÜNERMANN
(2006), mit 100 µmol/l Bleichlorid inkubiert, da Bleichlorid eine gesteigerte Migration
bei DC bewirkt. Als Positiv-Kontrolle für die Bestimmung der Vitalität wurden die DC
mit Etoposide [20 µg/ml] (Apoptose-inducer) inkubiert. Am Tag 10 der Kultivierung
erfolgte die Durchführung der Versuche, wobei zunächst die Kulturüberstände der
einzelnen Gruppen gewonnen und die DC-Zellzahl mit Hilfe der NeubauerZählkammer bestimmt wurde.
Zusätzlich wurde die Anzahl der Makrophagen (MØ) ermittelt. Dazu wurden
die adhärenten Zellen, die sich nach 10 Tagen der DC-Kultivierung am Boden der
Wells der 12-well-plate befanden, mit Trypsin und Zellschaber vom Boden gelöst.
Anschließend wurde die Zellsuspension zentrifugiert (400 g, 4 °C, 10 Minuten) und in
500 µl RPMI-1640-Medium resuspendiert. Danach wurden die MØ ebenfalls in
Trypanblau mit Hilfe der Neubauer-Zählkammer gezählt.
3.2.6. Zytokinbestimmung
Für den Nachweis des Zytokins TNF-α in den Kulturüberständen wurde ein Enzymelinked Immunosorbent Assay (ELISA) durchgeführt. Dazu wurde der DuoSet® Mouse
TNF-α ELISA (R&D Systems, Minneapolis, USA) verwendet. Als Positiv-Kontrolle für
die TNF-α-Sekretion wurden die DC der Gruppe 5 und 10 (Tabelle 5) bzw. Gruppe G
(Tabelle 6) am Tag 9 der DC-Kultivierung mit 1 µg/ml LPS stimuliert. Die Zellen
wurden durch Zentrifugieren (400 g, 4°C, 10 min) aus den Kulturüberständen entfernt.
- 39 -
Material und Methoden
Zusätzlich wurde eine Mikrotiterplatte mit 100 µl/Well Capture-Antikörper (TNF-α: 0,8
µg/ml in PBS) beschichtet und über Nacht bei RT inkubiert. Anschließend wurde die
Platte drei Mal mit Waschpuffer gewaschen, mit 300 µl/Well Reagent Diluent 1 h bei
RT blockiert und erneut gewaschen. Pro Well wurden 100 µl Probe bzw. Standard
aufgetragen. Nach 2 h Inkubation bei RT wurde die Platte gewaschen und 100
µl/Well Detection-Antikörper (TNF-α: 150 ng/ml in Reagent Diluent) aufgetragen. Es
folgte eine Inkubationszeit von 2 h bei RT. Anschließend wurde die Platte gewaschen
und 100 µl/Well Streptavidin-HRP (Meerrettich-Peroxidase) aufgetragen. Nach 20
min wurde die Platte gewaschen und 100 µl/Well TMB-Substrat (Tetramethylbenzidin
+ H2O2) aufgetragen. Die enzymatische Reaktion wurde nach 10 bis 20 min durch
Zugabe von 50 µl/Well 2N H2SO4 gestoppt und die optische Dichte bei 450 nm
gemessen. Die Zytokinkonzentration ließ sich aus der Standardkurve berechnen.
3.2.7. Migrationsassay
Um die Auswanderungsbereitschaft der unterschiedlich behandelten DC beurteilen
zu können, wurde am Tag 10 der DC-Kultivierung ein Migrationsassay (GUTZMER et
al., 2004) durchgeführt. Am Tag 8 der Kultivierung wurde vorher das Medium der
Gruppe 5 und 10 (Tabelle 5) bzw. Gruppe G (Tabelle 6) als Positiv-Kontrolle mit 100
µmol/l Bleichlorid versetzt (HÜNERMANN, 2006). Am 10. Tag wurden die DC durch
Zentrifugation (290 g, 4 °C, 10 Minuten) vom Medium getrennt und in 500 µl neuem
DC-Medium resuspendiert. Anschließend wurden die Zellen in Trypanblau
(Verdünnung 1:3) mit Hilfe der Neubauer-Zählkammer gezählt. Danach wurden in die
Wells einer 6er Transwell-Platte jeweils 1 ml DC-Medium vorgelegt. Anschließend
wurden pro Gruppe 200.000 DC in 300 µl Medium auf die Membran einer 6er
Transwell-Platte (Porengröße 8 µm) gebracht und für 90 Minuten im Brutschrank (37
°C, 5 % CO2) inkubiert. Nach 90 Minuten Inkubation wurde die Membran vorsichtig
entfernt und das Medium aus dem Well gewonnen und zentrifugiert (1000 g, 4 °C, 10
Minuten). Das Zellpellett wurde anschließend in neuem DC-Medium (100 µl)
aufgenommen und in Trypanblau mit Hilfe der Neubauer-Zählkammer gezählt.
- 40 -
Material und Methoden
3.2.8. FACS-Analyse
Die FACS-Analyse wurde für die Bestimmung der Vitalität (Annexin V-FITC
und PI) (Kapitel 3.2.8.1), die Untersuchung der Expression von CD11c und CD86
(Kapitel 3.2.8.2.) und die Bestimmung der T-Zellproliferationsrate (Kapitel 3.2.9.)
verwendet. Die verwendeten Antikörper, die bei den FACS-Analysen zum Einsatz
gekommen sind, sind an fluoreszierende Farbstoffe (FITC, PE) gekoppelt und gegen
die Oberflächenmoleküle CD11c (PE anti-mouse CD 11c), CD86 (FITC anti-mouse
CD 86) und dem membranphospholipid Phosphatidylserin (PS) (Annexin V-FITC) der
DC gerichtet. Die Markierung von Zellen für die FACS-Analysen in der hier
vorliegenden Arbeit wird unter 3.2.8.1. bis 3.2.8.3. beschrieben.
3.2.8.1. Vitalitätstest (Annexin V-FITC und PI, XTT)
Annexin V-FITC und PI: Für die Untersuchung wurde das Kulturmedium der
DC der Gruppe 5 und 10 (Tabelle 5) bzw. Gruppe G (Tabelle 6) mit 20 µg/ml
Etoposide (VP-16) 16 Stunden vor Versuchsdurchführung inkubiert. Da VP-16 ein
Apoptose-Inducer ist, dienten die DC dieser Gruppen als Positiv-Kontrolle. Am Tag
10 der DC-Kultivierung wurden die Kulturmedien der einzelnen Gruppen mit den
darin enthaltenen DC abgenommen und zentrifugiert (400 g, 4 °C, 10 Minuten).
Anschließend wurden die DC in 500 µl PBS resuspendiert. Danach wurden Aliquots
der einzelnen Gruppen in Trypanblau (Verdünnung 1:3) mit Hilfe der NeubauerZählkammer gezählt. Für die Färbung wurde das Annexin V-FITC Apoptosis
Detection Kit I (BD Pharmingen™) verwendet. Dazu wurden pro Gruppe 100.000 DC
in 200 µl PBS resuspendiert. Nach zweimaligem Waschen in PBS wurden die Zellen
im Anschluss in 100 µl Binding-Puffer aufgenommen. Anschließend wurden die DC
mit Annexin V-FITC und PI (beide in einer Verdünnung 1:20) versetzt und für 15
Minuten bei RT inkubiert. Danach wurde die Färbung durch Zugabe des vierfachen
Volumens an Binding-Puffer gestoppt. Die Auswertung erfolgt mit Hilfe der FACSAnalyse.
XTT: Für den Versuch wurden von jeder Gruppe 100.000 DC in 200 µl DCMedium auf eine 96-Well-Mikrotiterplatte gegeben. Anschließend wurde die
- 41 -
Material und Methoden
gebrauchsfertige Bestimmungslösung des XTT Cell Proliferation-Kit (Promega, USA)
aufgetragen. Nach einstündiger Inkubation im Brutschrank (37 °C, 5 % CO2) erfolgte
die Auswertung in einem Mikrotiterplattenlesegerät (Wellenlänge= 450 nm).
3.2.8.2. Untersuchung der Expression von CD11c und CD86
Zur Untersuchung der DC-Aktivierung wurden die Oberflächenmoleküle
CD11c (als DC-Marker) und CD86 (als DC-Aktivierungsmarker) mittels FACSAnalyse bestimmt. Die Fluoreszenzfärbung der Zelloberflächenantigene erfolgte
direkt über Fluorescein-Isothiocyanat (FITC) und Phycoerthrin (PE) markierten
Antikörpern. Die anschließend gemessene Intensität des Fluoreszenzsignals ist
proportional zur Menge an gebundenen Antikörpern und gibt somit Auskunft über die
Expression der Oberflächenmoleküle CD11c und CD86.
Als Positiv-Kontrollen wurden die DC der Gruppen 5 und 10 (Tabelle 5) bzw.
Gruppe G (Tabelle 6) mit LPS (1µg/ml) stimuliert. Anschließend wurden die DC der
einzelnen Gruppen in PBS aufgenommen und auf eine 96-Well-Mikrotiterplatte
gegeben. Danach wurde die Platte zentrifugiert (400 g, 4 °C, 6 Minuten) und der
Überstand verworfen. Im Anschluss wurden die Zellen in PBS/BSA-Waschpuffer (1
%ig) gewaschen. Danach wurden die Antikörper PE (anti-mouse CD11c) und FITC
(anti-mouse CD86) in PBS/BSA (Verdünnung 1:200) auf die DC gegeben. Nach 30
Minuten Inkubation wurden die Zellen zwei Mal in PBS/BSA gewaschen und in
Reaktionsgefäße überführt. Anschließend erfolgte die Auswertung mittels FACSAnalyse.
3.2.8.3. MLR (Mixed Leukocyte Reaction)
Für den Versuch wurden zunächst die T-Lymphozyten aus der Milz einer
NMRI-Maus gewonnen und gezählt (Kapitel 3.2.2.). Anschließend wurden 4x106 TLymphozyten in 4 ml PBS aufgenommen und mit 0,5 µmol/ml CFSE versetzt. Damit
der Farbstoff in die Zellen diffundieren konnte, erfolgte eine Inkubation von 10
Minuten im Brutschrank (37 °C, 5 % CO2). Anschließend wurde die Reaktion durch
Zugabe des 5-fachen Volumens eiskalten RPMI-Medium und 5-minütiger Inkubation
- 42 -
Material und Methoden
auf Eis gestoppt. Danach wurden die Zellen zentrifugiert (1000 g, 4 °C, 10 Minuten)
und in 4 ml frischem RPMI-Medium resuspendiert. Dieser Schritt wurde zweimal
wiederholt. Anschließend wurden die T-Lymphozyten in 4 ml DC-Medium
aufgenommen. Für die Inkubation mit den unterschiedlich behandelten DC, wurden
jeweils 105 T-Lymphozyten mit 104 DC pro Gruppe in Wells einer 96-Well-Platte
(round-bottom) gegeben. Danach wurden die Zellen für 4 Tage im Brutschrank (37
°C, 5 % CO2) kultiviert. Für die Auswertung wurden die Zellen der einzelnen Gruppen
am 4. Tag zentrifugiert und in frischem DC-Medium resuspendiert. Die Auswertung
der Proliferationsrate der T-Lymphozyten erfolgte mit Hilfe der FACS-Analyse.
3.3. Statistische Auswertung
Die Darstellungen der Ergebnisse (DC-Zellzahl und MØ-Zellzahl, TNF-αELISA, Migrationsassay und XTT-Test) erfolgten unter Angabe von Mittelwerte (MW)
und Standardabweichungen (S.D.). Die statistische Auswertung der Ergebnisse
erfolgte mit dem Programm GraphPadPrism. Die unterschiedlich behandelten
Gruppen sind jeweils mit der Kontrollgruppe bzw. untereinander auf signifikante
Differenzen untersucht worden. Eine Irrtumswahrscheinlichkeit von 5% galt als
schwach signifikant (*); lag sie bei 1%, wurde sie als signifikant (**) bzw. bei 0,1% als
hoch
signifikant
(***)
eingestuft.
Hierfür
wurde
zuerst
eine
parametrische
Varianzanalyse (One-way-ANOVA) und im Anschluss der Dunnetts Test als posthoc-Test durchgeführt. Die Ausnahmen hierbei sind die Ergebnisse der MLR,
CD11c/CD86, Annexin V-FITC- Vitalitätstest. Die Darstellungen der Ergebnisse
dieser Tests sind repräsentative Ergebnisse aus drei identisch verlaufenden
Versuchen. Alle Versuche wurden in mindestens drei unabhängigen Anläufen
durchgeführt.
Die
Anzahl
der
Messwerte
(n)
im
Ergebnisteil
gibt
den
Stichprobenumfang identischer Versuche an. Die Einzelwerte aller durchgeführten
Versuche sind in den Anhangstabellen (Kapitel 9) aufgeführt. Die Darstellung der
Ergebnisse der Konzentrationsmessungen für Magnesium und Calcium sind
Einzelwerte
aus
acht
identisch
durchgeführten
- 43 -
Konzentrationsmessungen.
Ergebnisse
4. Ergebnisse
4.1.
Magnesium-
und
Calciumkonzentration
in
den
CaCl2
wurden
Degradationsmedien
Als
Grundlage
für
die
Versuche
mit
MgCl2
und
Degradationsversuche mit reinem Magnesium (Mg(pur)) und vier verschiedenen
Magnesiumbasislegierungen durchgeführt (MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0, MgCa1.2).
Die Degradationsversuche zeigten keine signifikanten Unterschiede zwischen den
einzelnen Legierungen in Bezug auf die Magnesiumkonzentration (Abb. 4.1.-a). In
der Regel schwankten die Magnesiumkonzentrationen in den Degradationsmedien
zwischen 0,6 und 1,5 mmol/l. Bei den Legierungen mit erhöhten wt% Calcium
(MgCa1.0, MgCa1.2) zeigten sich jedoch größere Unterschiede bezüglich ihrer
Degradationsgeschwindigkeit. So wurden bei dem Degradationsmedium der
Legierung MgCa1.0 z.T. Magnesiumkonzentrationen bis zu 3,5 mmol/l gemessen.
Durch die Kalibrationsstandards für CaCl2 zeigte sich, dass bis zu einer CaCl2Konzentration von 0,2 mmol/l die optische Dichte erfassbar und eindeutig zugeordnet
werden konnte. Die Calciumkonzentration in den Degradationsmedien war nach 72stündiger Inkubation im Wasserbad unterhalb der Nachweisgrenze von 0,2 mmol/l.
- 44 -
Ergebnisse
Mg (mmol/l)
4
3
2
1
0
a
M
gC
a
M
gC
a
gC
M
gC
M
1.
0
0.
8
0.
6
a
M
1.
2
MgCa0.6 MgCa0.8 MgCa1.0 MgCa1.2
gP
Mg(pur)
Abb. 4.1.-a: Einzelwerte der Mg2+-Konzentration [mmol/l] in den Degradationsmedien von
Mg(pur) und den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0, MgCa1.2. Die Legierungsplättchen
2
(Höhe 2 mm, Ø 8 mm, Oberfläche 150,8 mm ) wurden über 72 h mit 10 ml DC-Medium im Wasserbad
(37 °C) inkubiert. Dargestellt sind die Einzelwerte aus acht identisch durchgeführten Messungen. Die
Einzelwerte siehe Tabelle 9.1. im Anhang.
4.2. Vergleichende Darstellung der In-vitro-Ergebnisse zwischen
MgCl2, CaCl2 und den Magnesiumbasislegierungen
Für einen besseren Vergleich der Versuche mit MgCl2, CaCl2 und den
Magnesiumlegierungen, werden die Ergebnisse aus den einzelnen Versuchen
zusammen dargestellt.
4.2.1. DC-Zellzahl und MØ-Zellzahl im Vergleich zwischen MgCl2,
CaCl2 und Degradationsmedien
Am Tag 10 der DC-Kultivierung wurden die unterschiedlich behandelten DC in
Trypanblau mit Hilfe der Neubauer-Zählkammer gezählt. Zusätzlich wurden die MØ
vom Boden der Wells mit Trypsin gelöst und ebenfalls mit Hilfe der NeubauerZählkammer gezählt. Bei den DC, die mit erhöhten MgCl2-Konzentrationen im
Kulturmedium kultiviert wurden, zeigte sich ein signifikanter Rückgang der DC-
- 45 -
Ergebnisse
Zellzahl (Abb. 4.2.1-a). Außerdem ist eine Dosisabhängigkeit erkennbar. Bei einer
Mg2+-Konz. von 10 mmol/l im Kulturmedium ist der Rückgang der DC hoch
signifikant. Bei der Auszählung der MØ-Zellzahl zeigte sich, dass bei einer Mg2+Konz. von 10 mmol/l im Kulturmedium der Anteil an MØ signifikant zunimmt (Abb.
4.2.1-b). Auch hier deutet sich eine Dosisabhängigkeit an.
1400000
1200000
*
**
DC-Zellzahl
1000000
***
800000
600000
400000
200000
0
Kontrolle
MgCl 0.1 mmol/l
MgCl 1 mmol/l
MgCl 10 mmol/l
Abb. 4.2.1.-a: DC-Zellzahlen nach 10-tägiger Kultivierung in mit MgCl2 angereichertem DCMedium. Die DC der Kontrollgruppe wurden unter Standardbedingungen kultiviert. Mit steigender
MgCl2-Konzentration im Kulturmedium zeigt sich ein stärkerer Rückgang der DC-Zellzahl im Vergleich
zur Kontrolle. Dargestellt sind die Mittelwerte aus drei identisch verlaufenden Versuchen. * P < 0,05;
** P < 0,01; *** P < 0,001 verglichen mit Kontrolle. Die Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.2.
aufgeführt.
- 46 -
Ergebnisse
**
120000
100000
Zellzahl
80000
60000
40000
20000
0
Kontrolle
MgCl 0.1 mmol/l
MgCl 1 mmol/l
MgCl 10 mmol/l
Abb. 4.2.1.-b: MØ-Zellzahl nach 10-tägiger Kultivierung der DC-Vorläuferzellen in mit MgCl2
angereichertem
DC-Medium.
Die
MØ-Zellzahl
der
Kontrollgruppe
sind
MØ,
die
bei
Standardkultivierung von DC-Vorläuferzellen entstanden sind. Bei einer MgCl2-Konzentration von 10
mmol/l im Kulturmedium zeigte sich, dass der Anteil an MØ aus den DC-Vorläuferzellen signifikant
zunimmt. Dargestellt sind die Mittelwerte aus drei identisch verlaufenden Versuchen. ** P < 0,01
verglichen mit Kontrolle. Die Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.3. aufgeführt.
- 47 -
Ergebnisse
In der CaCl2-Gruppe zeigte sich ebenfalls, dass mit erhöhter Ca2+Konzentration im Kulturmedium der Anteil der DC nach 10-tägiger Kultivierung der
DC-Vorläuferzellen abnimmt (Abb. 4.2.1.-c) Ab einer Konzentration von 1 mmol/l
CaCl2 ist der Rückgang der DC signifikant. Eine Dosishabhängigkeit zeichnet sich
ab. Bei der Auszählung der MØ zeigte sich, dass der Anteil an MØ aus den DCVorläuferzellen bei einer CaCl2-Konzentration von 10 mmol/l signifikant zunimmt
(Abb. 4.2.1.-d). Auch in der CaCl2-Gruppe zeichnete sich eine Dosisabhängigkeit ab.
1400000
*
1200000
1000000
Zellzahl
***
800000
600000
400000
200000
0
Kontrolle
CaCl 0.1 mmol/l
CaCl 1 mmol/l
CaCl 10 mmol/l
Abb. 4.2.1.-c: DC-Zellzahlen nach 10-tägiger Kultivierung in mit CaCl2 angereichertem DCMedium. Die DC der Kontrollgruppe wurden unter Standardbedingungen kultiviert. Mit steigender
CaCl2-Konzentration im Kulturmedium zeigte sich ein stärkerer Rückgang der DC-Zellzahl im
Vergleich zur Kontrolle. Dargestellt sind die Mittelwerte aus drei identisch verlaufenden Versuchen.
* P < 0,05; *** P < 0,001 verglichen mit Kontrolle. Die Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.4.
aufgeführt.
- 48 -
Ergebnisse
160000
***
140000
120000
Zellzahl
100000
80000
60000
40000
20000
0
Kontrolle
CaCl 0.1 mmol/l
CaCl 1 mmol/l
CaCl 10 mmol/l
Abb. 4.2.1.-d: MØ-Zellzahlen nach 10-tägiger Kultivierung der DC-Vorläuferzellen in mit
CaCl2 angereichertem DC-Medium. Die MØ-Zellzahl der Kontrollgruppe sind MØ, die bei
Standardkultivierung von DC-Vorläuferzellen entstanden sind. Bei einer CaCl2-Konzentration von 10
mmol/l im Kulturmedium zeigte sich, dass der Anteil an MØ aus den DC-Vorläuferzellen signifikant
zunimmt. Dargestellt sind die Mittelwerte aus drei identisch verlaufenden Versuchen. *** P < 0,001
verglichen mit Kontrolle. Die Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.5. aufgeführt.
- 49 -
Ergebnisse
Bei
den
Versuchen
mit
den
Degradationsmedien
wurden
die
DC-
Vorläuferzellen ab Tag 3 der DC-Kultivierung in den Degradationsmedien von
Mg(pur) und den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0, MgCa1.2 angezüchtet.
Am Tag 10 erfolgte die Auszählung der DC mittels Neubauer-Zählkammer. Es zeigte
sich nur bei den Degradationsmedien der Legierungen MgCa1.0 und MgCa1.2 ein
signifikanter Rückgang der DC-Zellzahl nach 10-tägiger Kultivierung der DC-
DC Zellzahl am Tag 10 der Kultivierung
Vorläuferzellen (Abb. 4.2.1.-e).
1200000
1000000
*
**
MgCa 1.0
MgCa 1.2
800000
600000
400000
200000
0
Kontrolle
Mg(pur)
MgCa 0.6
MgCa 0.8
Abb. 4.2.1.-e: DC-Zellzahlen nach 10-tägiger Kultivierung der DC-Vorläuferzellen in den
Degradationsmedien von Mg(pur) und den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0, MgCa1.2.
Für die Degradationsmedien wurden die einzelnen Legierungen über 72 h mit dem DC-Medium im
Wasserbad (37 °C) inkubiert. DC der Kontrollgruppe wurden unter Standardbedingungen kultiviert.
Dargestellt sind die Mittelwerte aus fünf identisch verlaufenden Versuchen. * P < 0,05; ** P < 0,01
verglichen mit Kontrolle. Die Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.6. aufgeführt.
- 50 -
Ergebnisse
Bei der Auswertung der MØ-Zellzahl zeigte sich, dass bei den DCVorläuferzellen, die im Degradationsmedium der Legierung MgCa1.0 kultiviert
Adherente Zellen am Tag 10 der Kultivierung
wurden, der Anteil an MØ tendenziell erhöht ist (Abb. 4.2.1.-f).
60000
*
50000
40000
30000
20000
10000
0
Kontrolle
Mg(pur)
MgCa 0.6
MgCa 0.8
MgCa 1.0
MgCa 1.2
Abb. 4.2.1.-f: MØ-Zellzahlen nach 10-tägiger Kultivierung der DC-Vorläuferzellen in den
Degradationsmedien von Mg(pur) und den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0, MgCa1.2.
Die MØ-Zellzahl der Kontrollgruppe sind MØ, die bei Standardkultivierung von DC-Vorläuferzellen
entstanden sind. Bei dem Degradationsmedium der Legierung MgCa1.0 zeigt sich, dass der Anteil an
MØ aus den DC-Vorläuferzellen tendenziell zunimmt. Dargestellt sind die Mittelwerte aus fünf
identisch verlaufenden Versuchen. * P < 0,05 verglichen mit Kontrolle. Die Einzelwerte sind im
Anhang Tabelle 9.7. aufgeführt.
- 51 -
Ergebnisse
4.2.2. Vitalität (Annexin V-FITC und PI, XTT)
Als Voraussetzung für die nachfolgenden Versuche wurde zunächst mittels
FACS-Analyse (Annexin V-FITC) und XTT-Test die Vitalität der DC bestimmt.
Annexin V-FITC: Als Positivkontrolle für die FACS-Analyse wurde ein Teil der DC
am Tag 9 mit 20 µg/ml Etoposide versetzt. Die Markierung mit PI zeigte in der
Analyse keinen Unterschied zwischen den einzelnen Versuchsansätzen und ist
daher in den folgenden Darstellungen nicht dargestellt.
MgCl2: Ab dem 3. Tag der DC-Kultivierung wurden die Kulturmedien der
einzelnen Gruppen auf 0.1 mmol/l, 1.0 mmol/l und 10 mmol/l MgCl2 eingestellt. Am
Tag 10 erfolgte die Untersuchung der Vitalität der DC.
In Abbildung 4.2.2.-a sind die Histogramme von Annexin V-FITC markierten DC
eines
repräsentativen
Versuches
dargestellt.
Die
Tabelle
7
zeigt
eine
Zusammenstellung der prozentualen Annexin V-FITC positiven DC. Der Einfluss von
MgCl2 auf die Vitalität der DC wurde in drei unabhängigen Versuchen dargestellt
(Werte im Anhang Tabelle 9.8.). Bei den mit MgCl2 behandelten DC war im Vergleich
zur Kontrolle und der Positivkontrolle kein Anstieg an apoptotischen Zellen zu
erkennen. Bei der Positivkontrolle mit Etoposide wurde ein Anstieg der apoptotischen
DC von über 50% gemessen.
- 52 -
Ergebnisse
a)
b)
25,6 %
50,5 %
d)
c)
20,6 %
e)
17,1 %
17,2 %
Abb. 4.2.2.-a: Histogramme der Analyse Annexin V-FITC von DC, die mit MgCl2
angereichertem Kulturmedium kultiviert wurden: a) unbehandelte Kontrolle (DC, die unter
Standardbedingungen kultiviert wurden), b) Positivkontrolle (Zugabe von 20 µg/ml Etoposide 24 h vor
Versuchsdurchführung), c) MgCl2 0,1 mmol/l, d) MgCl2 1,0 mmol/l, e) MgCl2 10 mmol/l.
Dargestellt ist ein repräsentatives Ergebnis aus drei identisch verlaufenden Versuchen. Pro Ansatz
wurden 5000 DC gemessen. Die Einzelwerte sind im Anhang Tab.9.8. aufgeführt.
Tabelle 7: Zusammenstellung der prozentualen Annexin V-FITC positiven DC
Probe
Annexin V-FITC
a) Unbehandelte Kontrolle
25,6 %
b) Etoposide (Positiv-Kontrolle)
50,5 %
c) MgCl2
0,1 mmol/l
20,6 %
d) MgCl2
1,0 mmol/l
17,1 %
e) MgCl2
10 mmol/l
17,2 %
- 53 -
Ergebnisse
CaCl2 : Für die Untersuchungen mit CaCl2 wurden die DC ab Tag 3 der
Kultivierung in mit 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l, 10 mmol/l CaCl2 versetzten Kulturmedien
kultiviert. Am Tag 10 erfolgte die Durchführung des Vitalitätstest (Annexin V-FITC
und PI). In der Abbildung 4.2.2.-b sind die Histogramme der Analyse Annexin V-FITC
von DC eines repräsentativen Versuchs dargestellt. Die Tabelle 8 zeigt eine
Zusammenstellung der prozentualen Annexin V-FITC positiven DC. Der Einfluss von
CaCl2 auf die Vitalität der DC wurde in drei unabhängigen Versuchen dargestellt
(Werte im Anhang Tabelle 9.9.). Im Vergleich zur Kontrolle zeigten die DC bis zu
einer CaCl2-Konz. von 1,0 mmol/l keinen Rückgang der Vitalität. Bei 10 mmol/l CaCl2
zeigten die DC allerdings einen erheblichen Anstieg der apoptotischen DC auf über
70 %.
- 54 -
Ergebnisse
b)
a)
25,6 %
c)
50,5 %
d)
e)
15,4 %
17,2 %
71,8 %
Abb. 4.2.2.-b: Analyse Annexin V-FITC von DC, die mit CaCl2 angereicherten Kulturmedium
ab Tag 3 der DC-Kultivierung kultiviert wurden: a) unbehandelte Kontrolle (DC die unter
Standardbedingungen kultiviert wurden): b) Positivkontrolle (Zugabe von 20 µg/ml Etoposide 24 h vor
Versuchsdurchführung), c) CaCl2 0,1 mmol/l, d) CaCl2 1,0 mmol/l, e) CaCl2 10 mmol/l.
Dargestellt ist ein repräsentatives Ergebnis aus drei identisch verlaufenden Versuchen. Pro Ansatz
wurden 5000 DC gemessen. Die Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.9. aufgeführt.
Tabelle 8: Zusammenstellung der prozentualen Annexin V-FITC positiven DC
Probe
Annexin V-FITC
a) Unbehandelte Kontrolle
25,6 %
b) Etoposide (Positiv-Kontrolle)
50,5 %
c) CaCl2
0,1 mmol/l
15,4 %
d) CaCl2
1,0 mmol/l
17,2 %
e) CaCl2
10 mmol/l
71,8 %
- 55 -
Ergebnisse
Degradationsmedien: Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung in den
Degradationsmedien der Legierungen Mg(pur), MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0 und
MgCa1.2 kultiviert. Für die Degradationsmedien wurden die Legierungen über drei
Tage im DC-Medium inkubiert (Kap.:3.2.2.1.). Die Auswertung der Vitalität erfolgte
am Tag 10 der DC-Kultivierung mittels FACS-Analyse. In der Abbildung 4.2.2.-c sind
die Histogramme eines repräsentativen Versuchs der Analyse Annexin V-FITC
dargestellt. Die Tabelle 9 zeigt eine Zusammenstellung der prozentualen Annexin VFITC positiven DC. Der Einfluss der Degradationsmedien auf die Vitalität der DC
wurde in drei unabhängigen Versuchen dargestellt (Werte im Anhang Tab. 9.10.).
Die Analyse zeigte, dass die Vitalität der DC, die in den Degradationsmedien
kultiviert wurden, im Vergleich zu den Kontrollen, nicht wesentlich beeinträchtigt
wurde. Allerdings stieg der Anteil an apoptotischen DC in der Gruppe Mg(pur) leicht
auf 33,4 % an. Im Vergleich zur Positivkontrolle ist dieser Anstieg jedoch sehr gering.
- 56 -
Ergebnisse
a)
b)
c)
25,6 %
50,5 %
d)
e)
33,4 %
f)
28,0 %
26,6 %
24,8 %
Abb. 4.2.2.-c: Histogramme der Analyse Annexin V-FITC von
g)
DC, die in den Degradationsmedien der Legierungen Mg(pur),
24,5 %
MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0, MgCa1.2 ab Tag 3 der DCKultivierung kultiviert wurden: a) unbehandelte Kontrolle (DC die
unter Standardbedingungen kultiviert wurden): b) Positivkontrolle
(Zugabe von 20 µg/ml Etoposide 24 h vor Versuchsdurchführung),
c) Mg(pur), d) MgCa0.6, e) MgCa0.8, f) MgCa1.0, g) MgCa1.2.
Dargestellt ist ein repräsentatives Ergebnis aus drei identisch
verlaufenden Versuchen. Pro Ansatz wurden 5000 DC gemessen.
Die Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.10. aufgeführt.
Tabelle 9: Zusammenstellung der prozentualen Annexin V-FITC positiven DC
Probe
Annexin V-FITC
a) Unbehandelte Kontrolle
25,6 %
b) Etoposide (Positiv-Kontrolle)
50,5 %
c) Mg(pur)
33,4 %
d) MgCa0.6
28,0 %
e) MgCa0.8
26,6 %
f) MgCa1.0
24,8 %
g) MgCa1.2
24,5 %
- 57 -
Ergebnisse
XTT-Test:
Zum
Nachweis
der
Zellvitalität
wurde
zusätzlich
ein
XTT-Test
durchgeführt (Kapitel 3.2.1.7.). Bei den Darstellungen handelt es sich um
Zusammenfassungen der Mittelwerte aus vier Versuchen. Die Vitalität der Kontrolle
wurde auf 100% gesetzt um die Versuche besser vergleichen zu können.
MgCl2: Für die Versuche mit MgCl2 wurden die Kulturmedien der DC ab Tag 3
der Kultivierung auf unterschiedliche MgCl2-Konz. (0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l, 10 mmol/l)
eingestellt. Am Tag 10 erfolgte die Durchführung des XTT-Test. Die DC zeigten
unabhängig von der MgCl2-Konz. keine Beeinträchtigung bezüglich ihrer Vitalität im
Vergleich zur Kontrolle (Abb. 4.2.2.-d).
120
% vitale Zellen
100
80
60
40
20
0
Kontrolle
MgCl 0.1 mmol/l
MgCl 1 mmol/l
MgCl 10 mmol/l
Abb. 4.2.2.-d: XTT-Test nach Inkubation der DC mit MgCl2 ab Tag 3 der DC-Kultivierung. Die
Kontrolle sind DC, die unter Standardbedingungen kultiviert wurden. Im Vergleich zur Kontrolle
zeigten die DC, die mit MgCl2 behandelt wurden, keinen signifikanten Rückgang ihrer Vitalität.
Dargestellt sind die Mittelwerte der prozentualen Anteile vitaler Zellen. n=4. Die Einzelwerte sind im
Anhang Tabelle 9.11 aufgeführt.
- 58 -
Ergebnisse
CaCl2: Für die Versuche mit CaCl2 wurden die Kulturmedien ab Tag 3 der DCKultivierung auf 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/ und 10 mmol/l CaCl2 eingestellt. Am Tag 10
der Kultivierung erfolgte der XTT-Test. Der Vitalitätstest zeigte einen Rückgang der
vitalen Zellen bei einer Konz. von 10 mmol/l CaCl2 im Vergleich zur Kontrolle (Abb.
4.2.2.-e).
120
**
% vitale Zellen
100
80
60
40
20
0
Kontrolle
CaCl 0.1 mmol/l
CaCl 1 mmol/l
CaCl 10 mmol/l
Abb. 4.2.2.-e: XTT-Test nach Inkubation der DC mit CaCl2 ab Tag 3 der DC-Kultivierung. Die
Kontrolle sind DC, die unter Standardbedingungen kultiviert wurden. Im Vergleich zur Kontrolle war
bei einer Konz. von 10 mmol/l CaCl2 ein signifikanter Rückgang der vitalen Zellen zu beobachten.
Dargestellt sind die Mittelwerte der prozentualen Anteile vitaler Zellen. n=4. ** P < 0,01 verglichen mit
Kontrolle. Die Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.12. aufgeführt.
- 59 -
Ergebnisse
Degradationsmedien: Für den XTT-Test wurden die DC ab dem 3. Tag der
Kultivierung in den Degradationsmedien der Legierungen Mg(pur), MgCa0.6,
MgCa0.8, MgCa1.0 und MgCa1.2 kultiviert. Am 10. Tag erfolgte die Auswertung der
Vitalität der DC mittels XTT-Test. Hierbei konnte kein signifikanter Rückgang der
vitalen Zellen bei den unterschiedlich behandelten DC im Vergleich zur Kontrolle
festgestellt werden (Abb. 4.2.2.-f).
120
% vitale Zellen
100
80
60
40
20
0
Kontrolle
Mg(pur)
MgCa0.6
MgCa0.8
MgCa1.0
MgCa1.2
Abb. 4.2.2.-f: XTT-Test der DC nach Inkubation in den Degradationsmedien von Mg(pur) und
den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0, MgCa1.2 ab Tag 3 der DC-Kultivierung wurden.
Die Kontrolle sind DC, die unter Standardbedingungen kultiviert wurden. Die DC, die in den
unterschiedlichen Degradationsmedien kultiviert wurden, zeigten keinen signifikanten Rückgang
vitaler Zellen. Dargestellt sind die Mittelwerte der prozentualen Anteile vitaler Zellen. n=5. Die
Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.13. aufgeführt.
- 60 -
Ergebnisse
4.2.3. Freisetzung von TNF-α
Für
die
Untersuchung
der
Freisetzung
des
Zytokins
TNF-α
wurden
die
Kulturüberstande der unterschiedlich behandelten DC gewonnen und mittels ELISA
(Kapitel 3.2.1.4.) untersucht. Als Negativ-Kontrolle blieb ein Ansatz unbehandelt und
als Positiv-Kontrolle wurde eine Gruppe der DC am Tag 9 der Kultivierung mit LPS (1
µg/ml) stimuliert.
MgCl2: Die DC wurden ab Tag 3 der DC-Kultivierung in Kulturmedien mit
2+
Mg -Konz. von 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l kultiviert. Nach 10-tägiger
Kultivierung wurden die Kulturüberstände gewonnen und mittels ELISA auf das
proinflammatorische Zytokin TNF-α untersucht. Einen signifikanten Anstieg der TNFα-Ausschüttung konnte nur bei der Positiv-Kontrolle festgestellt werden. Die
Ausschüttung von TNF-α bei den mit MgCl2 behandelten DC blieb auf dem Niveau
der Negativ-Kontrolle (Abb. 4.2.3.-a).
1000
TNF alpha [pg/ml]
900
***
800
700
600
500
400
300
200
100
0
Ko LPS
Ko
MgCl 0.1 mmol/l
MgCl 1 mmol/l
MgCl 10 mmol/l
Abb. 4.2.3.-a: TNF-α [pg/ml] in Kulturüberständen von DC nach Inkubation mit 0,1 mmol/l, 1,0
mmol/l und 10 mmol/l MgCl2 ab Tag 3 der DC-Kultivierung. Ein signifikanter Anstieg der TNF-α
zeigte sich nur bei den DC, die mit LPS stimuliert wurden. Dargestellt sind die Mittelwerte der
Messungen aus fünf Kulturüberständen. *** P < 0,001 verglichen mit Kontrolle. Die Einzelwerte sind
im Anhang Tabelle 9.14. aufgeführt.
- 61 -
Ergebnisse
CaCl2: In der CaCl2-Gruppe wurden die DC ab Tag 3 der DC-Kultivierung in
Kulturmedien mit Ca2+-Konz. von 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l kultiviert.
Nach 10-tägiger Kultivierung wurden die Kulturüberstände gewonnen und auf das
Zytokin TNF-α untersucht. Auch in den Kulturüberständen der mit CaCl2 behandelten
DC wurde keine signifikante Erhöhung der TNF-α-Freisetzung im Vergleich zur
Negativkontrolle gemessen (Abb. 4.2.3.-b).
1000
TNF alpha [pg/ml]
900
***
800
700
600
500
400
300
200
100
0
Ko LPS
Ko
CaCl 0.1 mmol/l
CaCl 1 mmol/l
CaCl 10 mmol/l
Abb. 4.2.3.-b: TNF-α [pg/ml] in Kulturüberständen von DC nach Inkubation mit 0,1 mmol/l, 1,0
mmol/l und 10 mmol/l CaCl2 ab Tag 3 der DC-Kultivierung. Ein signifikanter Anstieg der TNF-α
zeigte sich nur bei den DC, die mit LPS stimuliert wurden. Dargestellt sind die Mittelwerte der
Messungen aus fünf Kulturüberständen. *** P < 0,001 verglichen mit Kontrolle. Die Einzelwerte sind
im Anhang Tabelle 9.15. aufgeführt.
- 62 -
Ergebnisse
Degradationsmedien: Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung in den
Degradationsmedien von Mg(pur) und den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8,
MgCa1.0 und MgCa1.2 kultiviert. Nach 10-tägiger Kultivierung wurden die
Kulturüberstände gewonnen und mittel ELISA auf die Freisetzung von TNF-α
untersucht. Im Vergleich zur Negativ-Kontrolle konnte kein signifikanter Anstieg der
Zytokinausschüttung festgestellt werden (Abb. 4.2.3.-c).
900
***
800
TNF alpha [pg/ml]
700
600
500
400
300
200
100
0
Ko LPS
Ko
Mg(pur)
MgCa0.6
MgCa0.8
MgCa1.0
MgCa1.2
Abb. 4.2.3.-c: TNF-α [pg/ml] in Kulturüberständen von DC nach Kultivierung in den
Degradationsmedien von Mg(pur) und den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0, MgCa1.2 .
Ein signifikanter Anstieg der TNF-α zeigte sich nur bei den DC, die mit LPS stimuliert wurden.
Dargestellt sind die Mittelwerte der Messungen aus fünf Kulturüberständen. *** P < 0,001 verglichen
mit Kontrolle. Die Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.16. aufgeführt.
- 63 -
Ergebnisse
4.2.4. Migrationsassay
Um die Auswanderungsbereitschaft der DC nach MgCl2-, CaCl2- und
Degradationsmedium-Inkubation beurteilen zu können, wurde am Tag 10 der DCKultivierung ein Migrationsassay durchgeführt. Als Negativ-Kontrolle wurde ein DCAnsatz unter Standardbedingungen kultiviert, als Positiv-Kontrolle wurde ein DCAnsatz am Tag 9 der Kultivierung mit 100 µmol/l Bleichlorid (Pb) versetzt. Bei den
DC, die mit MgCl2 inkubiert wurden, zeigte sich bei einer Konzentration von 10
mmol/l MgCl2 ein signifikanter Anstieg der Auswanderungsbereitschaft der DC (Abb.
4.2.4.-a). Auch die DC, die mit CaCl2 inkubiert wurden, zeigten ab einer
Konzentration
von
10
mmol/l
CaCl2
einen
signifikanten
Anstieg
der
Migrationsbereitschaft (Abb. 4.2.4.-b). Bei den DC, die in den Degradationsmedien
von Mg(pur) und den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0 und MgCa1.2
kultiviert wurden, zeigte sich bei MgCa1.2 ein schwach signifikanter Anstieg der
Auswanderungsbereitschaft der DC (Abb. 4.2.4.-c).
45000
***
Ausgewanderte DC/ml
40000
**
35000
30000
25000
20000
15000
10000
5000
0
Kontrolle
Pb 100 µmol/l
MgCl 0.1 mmol/l
MgCl 1.0 mmol/l
MgCl 10 mmol/l
Abb. 4.2.4.-a: Migrationsassay der DC nach Inkubation mit 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10
mmol/l MgCl2 ab Tag 3 der DC-Kultivierung. Die Kontrolle sind DC, die unter Standardbedingungen
kultiviert wurden. Als Positiv-Kontrolle dienten DC, die am Tag 9 der Kultivierung mit 100 µmol/l
Bleichlorid (Pb) inkubiert wurden. Im Vergleich zur Kontrolle zeigte sich ein signifikanter Anstieg der
Auswanderungsbereitschaft der DC bei einer Konzentration von 10 mmol/l MgCl2. Dargestellt sind die
Mittelwerte aus sechs identisch durchgeführten Versuchen. ** P < 0,01; *** P < 0,001 verglichen mit
Kontrolle. Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.17. aufgeführt.
- 64 -
Ergebnisse
45000
***
Ausgewanderte DC/ml
40000
***
35000
30000
25000
20000
15000
10000
5000
0
Kontrolle
Pb 100 µmol/l
CaCl 0.1 mmol/l
CaCl 1 mmol/l
CaCl 10 mmol/l
Abb. 4.2.4.-b: Migrationsassay von DC nach Inkubation mit 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10
mmol/l CaCl2 ab Tag 3 der DC-Kultivierung. Die Kontrolle sind DC, die unter Standardbedingungen
kultiviert wurden. Als Positiv-Kontrolle dienten DC, die am Tag 9 der Kultivierung mit 100 µmol/l
Bleichlorid (Pb) inkubiert wurden. Im Vergleich zur Kontrolle zeigte sich ein signifikanter Anstieg der
Auswanderungsbereitschaft der DC bei einer Konzentration von 10 mmol/l CaCl2. Dargestellt sind die
Mittelwerte aus sechs identisch durchgeführten Versuchen. *** P < 0,001 verglichen mit Kontrolle.
Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.18. aufgeführt.
- 65 -
Ausgewanderte DC/ml
Ergebnisse
50000
45000
40000
35000
30000
25000
20000
15000
10000
5000
0
***
*
Kontrolle
Pb 100
µmol/l
Mg(pur)
MgCa0.6
MgCa0.8
MgCa1.0
MgCa1.2
Degradationsmedien
Abb. 4.2.4.-c: Migrationsassay der DC, die in den Degradationsmedien von Mg(pur) und den
Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0 und MgCa1.2 ab Tag 3 der DC-Kultivierung kultiviert
wurden. Die Kontrolle sind DC, die unter Standardbedingungen kultiviert wurden. Als Positiv-Kontrolle
dienten DC, die am Tag 9 der Kultivierung mit 100 µmol/l Bleichlorid (Pb) inkubiert wurden. Im
Vergleich zur Kontrolle zeigte sich ein schwach signifikanter Anstieg der Auswanderungsbereitschaft
der DC, die im Degradationsmedium der Legierung MgCa1.2 kultiviert wurden. Dargestellt sind die
Mittelwerte aus neun identisch durchgeführten Versuchen. . * P < 0,05; *** P < 0,001 verglichen mit
Kontrolle. Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.19. aufgeführt.
4.2.5. Expression der Oberflächenmoleküle CD11c und CD86
Mittels FACS-Analyse wurde die Expression der Oberflächenmoleküle CD11c
als DC-Marker und CD86 als DC-Aktivierungsmarker nach MgCl2-, CaCl2- und
Degradationsmedium-Inkubation gemessen. Als Positiv-Kontrolle wurde eine Gruppe
der DC am Tag 9 der Kultivierung mit LPS stimuliert. Die Darstellungen sind
repräsentative Ergebnisse aus drei identisch durchgeführten Versuchen und werden
als Dotplots dargestellt, wobei der Quadrant G2 die CD11c- und CD86-positiven DC
darstellt. In der Abbildung 4.2.5.-a sind die Dotplots von DC, die ab Tag 3 ihrer
Kultivierung in Kulturmedien mit Konzentrationen von 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10
mmol/l MgCl2 kultiviert wurden. Die Tabelle 10 zeigt eine zusammenfassende
Darstellung der CD11c/CD86-positiven DC nach MgCl2-Inkubation. In der MgCl2Gruppe konnte keine Erhöhung der CD11c/CD86-positiven Zellen im Vergleich zur
- 66 -
Ergebnisse
Negativkontrolle festgestellt werden. In der Abbildung 4.2.5.-b sind die Dotplots von
DC, die mit CaCl2-Konz von 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l inkubiert wurden.
Die Tabelle 11 zeigt eine zusammenfassende Darstellung der CD11c/CD86-positiven
DC nach CaCl2-Inkubation. Hier zeigte sich ebenfalls keine Erhöhung der
CD11c/CD86-positiven Zellen innerhalb der CaCl2-Gruppe im Vergleich zur
Negativkontrolle. In der Abbildung 4.2.5.-b sind die Dotplots von DC, die in den
Degradationsmedien von Mg(pur) und den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8,
MgCa1.0
und
MgCa1.2
kultiviert
wurden.
Die
Tabelle
12
zeigt
eine
zusammenfassende Darstellung der CD11c/CD86-positiven DC nach Kultivierung in
den
entsprechenden
Degradationsmedien.
Bei
den
DC,
die
in
den
Degradationsmedien kultiviert wurden, zeigte sich bei allen eine leichte Erhöhung der
CD11c/CD86-positiven Zellen im Vergleich zur Negativkontrolle. In Bezug auf die
LPS-stimulierten DC ist die Steigerung allerdings gering.
- 67 -
Ergebnisse
b)
a)
CD86
6,1
16,6
%
%
CD11c
c)
d)
6,5
e)
%
4,6
%
6,1
%
Abb. 4.2.5.-a: Expression von CD11c und CD86 von DC nach Inkubation mit 0,1 mmol/l, 1,0
mmol/l und 10 mmol/l MgCl2 ab Tag 3 der DC-Kultivierung: a) unbehandelte Kontrolle, b) PositivKontrolle (LPS-Stimulation) c) 0,1 mmol/l MgCl2, d) 1,0 mmol/l MgCl2, e) 10 mmol/l MgCl2. Als
Positivkontrolle wurden DC am Tag 9 der Kultivierung mit 1 µg/ml LPS stimuliert. Der Quadrant G 2
zeigt den Prozentsatz CD11c/CD86-positiven DC. Es wurde keine Steigerung der CD11c/CD86positven Zellen festgestellt. Dargestellt ist ein repräsentatives Ergebnis aus 3 unabhängigen
Versuchen. Pro Ansatz wurden 5000 Zellen gemessen. Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.20.
dargestellt.
Tabelle 10: Zusammenfassende Darstellung der CD11c/CD86-positiven DC
Probe
Annexin V-FITC
a) Unbehandelte Kontrolle
6,1 %
b) LPS (Positiv-Kontrolle)
16,6 %
c) MgCl2
0,1 mmol/l
6,5 %
d) MgCl2
1,0 mmol/l
4,6 %
e) MgCl2
10 mmol/l
6,1 %
- 68 -
Ergebnisse
CD86
a)
b)
6,1
%
16,6 %
CD11c
c)
e)
d)
5,9
%
5,9
%
7,6
%
Abb. 4.2.5.-b: Expression von CD11c und CD86 von DC nach Inkubation mit 0,1 mmol/l, 1,0
mmol/l und 10 mmol/l CaCl2 ab Tag 3 der DC-Kultivierung: a) unbehandelte Kontrolle, b)
Positivkontrolle (LPS-Stimulation) c) 0,1 mmol/l CaCl2, d) 1,0 mmol/l CaCl2, e) 10 mmol/l CaCl2. Als
Positiv-Kontrolle wurden DC am Tag 9 der Kultivierung mit 1 µg/ml LPS stimuliert. Der Quadrant G 2
zeigt den Prozentsatz CD11c/CD86-positiven DC. Es wurde keine Steigerung der CD11c/CD86positven Zellen festgestellt. Dargestellt ist ein repräsentatives Ergebnis aus 3 unabhängigen
Versuchen. Pro Ansatz wurden 5000 Zellen gemessen. Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.21.
dargestellt.
Tabelle 11: Zusammenfassende Darstellung der CD11c/CD86-positiven DC
Probe
Annexin V-FITC
a) Unbehandelte Kontrolle
6,1 %
b) LPS (Positiv-Kontrolle)
16,6 %
c) CaCl2
0,1 mmol/l
5,9 %
d) CaCl2
1,0 mmol/l
5,9 %
e) CaCl2
10 mmol/l
7,6 %
- 69 -
Ergebnisse
CD 86
a)
b)
f)
8,4
%
7,4
%
CD 11c
d)
c)
9,2
e)
%
9,2
%
6,7
%
Abb. 4.2.5.-c: Expression von CD11c und CD86 der DC, die in den Degradationsmedien von
Mg(pur) und den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0 und MgCa1.2 ab Tag 3 der DCKultivierung kultiviert wurden: a) Mg(pur), b) MgCa0.6, c) MgCa0.8, d) MgCa1.0 e) MgCa1.2. Der
Quadrant G 2 zeigt den Prozentsatz CD11c/CD86-positiven DC. Es wurde keine Steigerung der
CD11c/CD86-positven Zellen festgestellt. Dargestellt ist ein repräsentatives Ergebnis aus 3
unabhängigen Versuchen. Pro Ansatz wurden 5000 Zellen gemessen. Einzelwerte sind im Anhang
Tabelle 9.22. dargestellt.
Tabelle 12: Zusammenfassende Darstellung der CD11c/CD86-positiven DC
Probe
Annexin V-FITC
a) Mg(pur)
8,4 %
b) MgCa0.6
7,4 %
c) MgCa0.8
9,2 %
d) MgCa1.0
9,2 %
e) MgCa1.2
6,7 %
- 70 -
Ergebnisse
4.2.6. T-Zellproliferation in der MLR
Mit Hilfe der heterologen MLR (Mixed Leukocyte Reaction) wurde die
Fähigkeit der unterschiedlich behandelten DC, T-Lymphozyten zur Proliferation
anzuregen,
untersucht.
Es
wurden
drei
unterschiedliche
Versuchsansätze
untersucht. Zuerst wurden die DC mit 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/ und 10 mmol/l MgCl2 ab
Tag 3 der DC-Kultivierung inkubiert. Im zweiten Ansatz wurden die DC mit 0,1
mmol/l, 1,0 mmol/ und 10 mmol/l CaCl2 inkubiert und zuletzt wurden die DC in den
Degradationsmedien von Mg(pur) und den Legierungen MgCa0.6, MgCa0.8,
MgCa1.0 und MgCa1.2 kultiviert. Bei allen Versuchsansätzen wurde eine
unbehandelte Kontrolle als Negativ-Kontrolle verwendet. Diese sind T-Lymphozyten,
die mit unter Standardbedingungen kultivierten DC inkubiert wurden.
Bei der
Darstellung der Ergebnisse handelt es sich um Histogramme von repräsentativen
Ergebnissen aus jeweils 3 Versuchen. In der Abbildung 4.2.6.-a sind Histogramme
von T-Lymphozyten, die mit MgCl2-behandelten DC inkubiert wurden. Die Tabelle 13
zeigt eine zusammenfassende Darstellung der prozentualen T-Zellproliferation in der
MgCl2-Gruppe. Bei allen drei MgCl2-Konzentrationen zeigte sich eine geringe
Steigerung der T-Zellproliferation im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle.
Die Abbildung 4.2.6.-b zeigt die Histogramme der T-Lymphozyten nach Inkubation
mit CaCl2-behandelten DC. Die Tabelle 14 zeigt eine zusammenfassende
Darstellung der prozentualen T-Zellproliferation in der CaCl2-Gruppe Bei einer
Konzentration von 10 mmol/l CaCl2 zeigte sich eine starke Erhöhung der TZellproliferation im Vergleich zur Kontrolle. In der Abbildung 4.2.6.-c sind die
Histogramme
der
T-Lymphozyten
nach
Inkubation
mit
DC,
die
in
den
Degradationsmedien kultiviert wurden. Die Tabelle 15 zeigt eine zusammenfassende
Darstellung der prozentualen T-Zellproliferation. Bei den Degradationsmedien,
speziell bei Mg(pur) und MgCa1.2, zeigte sich eine leichte Erhöhung der
Proliferationsrate im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle.
- 71 -
Ergebnisse
Zellzahl
a)
Intensität CFSE
b)
c)
d)
Abb. 4.2.6.-a: Histogramme von CFSE markierten T-Lymphozyten nach Ko-Inkubation mit
MgCl2-behandelten DC: a) unbehandelte Kontrolle, b) MgCl2 0,1 mmol/l, c) MgCl2 1,0 mmol/l, d)
MgCl2 10 mmol/l. Im Histogramm-Plot ist der Prozentsatz der proliferierten T-Lymphozyten
angegeben. Im Vergleich zur Kontrolle zeigt sich eine minimale Steigerung der T-Zellproliferation. Pro
Ansatz wurden 10.000 T-Lymphozyten gemessen. Repräsentatives Ergebnis aus 3 unabhängigen
Versuchen. Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.23. dargestellt.
Tabelle 13: Zusammenfassende Darstellung der prozentualen T-Zellproliferation
Probe
Annexin V-FITC
a) Unbehandelte Kontrolle
48,7 %
b) MgCl2
0,1 mmol/l
61,6 %
c) MgCl2
1,0 mmol/l
61,1 %
d) MgCl2
10 mmol/l
53,8 %
- 72 -
Ergebnisse
a)
Zellzahl
Intensität CFSE
b)
d)
c)
Abb. 4.2.6.-b: Histogramme von CFSE markierten T-Lymphozyten nach Ko-Inkubation mit
CaCl2-behandelten DC: a) unbehandelte Kontrolle, b) CaCl2 0,1 mmol/l, c) CaCl2 1,0 mmol/l, d) CaCl2
10 mmol/l. Im Histogramm-Plot ist der Prozentsatz der proliferierten T-Lymphozyten angegeben.
Starke Erhöhung der T-Zellproliferation bei einer Konz. von 10 mmol/l CaCl2. Pro Ansatz wurden
10.000 T-Lymphozyten gemessen. Repräsentatives Ergebnis aus 3 unabhängigen Versuchen.
Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.24. dargestellt.
Tabelle 14: Zusammenfassende Darstellung der prozentualen T-Zellproliferation
Probe
Annexin V-FITC
a) Unbehandelte Kontrolle
48,7 %
b) CaCl2
0,1 mmol/l
55,5 %
c) CaCl2
1,0 mmol/l
59,1 %
d) CaCl2
10 mmol/l
77,5 %
- 73 -
Ergebnisse
a)
Zellzahl
Intensität CFSE
b)
c)
e)
f)
d)
Abb. 4.2.6.-c: Histogramme von CFSE markierten T-Lymphozyten nach Ko-Inkubation mit in
Degradationsmedien kultivierten DC: a) unbehandelte Kontrolle, b) Mg(pur), c) MgCa0.6 d)
MgCa0.8, e)
MgCa1.0, f) MgCa1.2. Im Histogramm-Plot ist der Prozentsatz der proliferierten T-
Lymphozyten angegeben. Es zeigt sich eine minimale Erhöhung der T-Zellproliferation bei allen
Degradationsmedien. Pro Ansatz wurden 10.000 T-Lymphozyten gemessen. Repräsentatives
Ergebnis aus 3 unabhängigen Versuchen. Einzelwerte sind im Anhang Tabelle 9.25. dargestellt.
- 74 -
Ergebnisse
Tabelle 15: Zusammenfassende Darstellung der prozentualen T-Zellproliferation
Probe
Annexin V-FITC
a) unbehandelte Kontrolle
51,2 %
b) Mg(pur)
58,4 %
c) MgCa0.6
55,6 %
d) MgCa0.8
53,5 %
e) MgCa1.0
57,2 %
f) MgCa1.2
58,7 %
- 75 -
Diskussion
5. Diskussion
Ziel dieser Arbeit war es, Erkenntnisse über die Beeinflussung der Zellfunktionen
von murinen DC und T-Zellen durch biokompatible, abbaubare Implantate aus
Magnesium-Calcium-Legierungen zu gewinnen. Untersucht wurden eine reine
Magnesiumlegierung (Mg(pur)) und vier Magnesium-Calcium-Legierungen mit
steigenden Calciumkonzentrationen (MgCa0.6 mit 0,6 wt% Calcium, MgCa0.8 mit
0,8 wt% Calcium, MgCa1.0 mit 1,0 wt% Calcium und MgCa1.2 mit 1,2 wt% Calcium).
Von den Legierungen wurden Degradationsmedien hergestellt, in denen die
dendritischen Zellen kultiviert wurden. Parallel dazu wurden Versuche mit MgCl2 und
CaCl2 in Konzentrationen von 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l durchgeführt. Als
Grundlage für die Versuche mit MgCl2 und CaCl2 dienten Degradationsversuche mit
Magnesiumbasislegierungen,
bei
denen
Magnesiumkonzentrationen
im
Kulturmedium zwischen 0,2 mmol/l und 10 mmol/l gemessen wurden.
5.1. Degradationsversuche der Magnesium-Calcium-Legierungen
Bei den Versuchen zeigte sich, dass das Korrosionsverhalten der Legierungen
mit geringen wt% Calcium stabiler war als bei den Legierungen MgCa1.0 und
MgCa1.2. Gerade die Legierung MgCa1.0 zeigte eine große Varianz bezüglich der
gemessenen Magnesiumkonzentrationen im Degradationsmedium (Abb. 4.1.-a). Die
Magnesiumkonzentrationen in den Degradationsmedien der Legierung MgCa1.0
variierten zwischen 0,9 mmol/l und 3,5 mmol/l. Gründe für die unterschiedlichen
Degradationsgeschwindigkeiten der Legierung MgCa1.0 könnten unter anderen
unterschiedliche Calciumkonzentrationen innerhalb einer Legierungscharge sein. So
wurden bei Legierungen, die schneller degradierten, im Institut für Werkstoffkunde
(Leibnitz
Universität
Hannover)
tendenziell
höhere
Calciumkonzentrationen
festgestellt als bei Legierungen, die stabiler degradierten (mündliche Mitteilung C.
Krause, Institut für Werkstoffkunde der Leibniz Universität Hannover). Dieses
Ergebnis zeigt, dass bei der Herstellung der Magnesium-Calcium-Legierungen mit
höheren
Calciumkonzentrationen
eine
- 76 -
Variabilität
bezüglich
der
Diskussion
Calciumkonzentrationen
innerhalb
einer
Charge
besteht.
Eine
schnellere
Degradation von Legierungen mit höheren Calciumkonzentrationen zeigte sich
ebenfalls bei den In-vitro-Degradationsversuchen von DENKENA et al. (2005, 2006).
Für
den Degradationsversuch
wurden
von DENKENA
Magnesium-Calcium-
Legierungen mit steigendem wt% Calcium (MgCa0.4 mit 0,4 wt% Ca, MgCa0.8 mit
0,8 wt% Ca und MgCa2.0 mit 2,0 wt% Ca) für 72 Stunden einer 5%igen NaCl2Lösung ausgesetzt. Die Auswertung zeigte, dass bis zu einem Calciumanteil von 0,8
wt% die Legierungen gleichmäßig korrodierten. Bei den Legierungen mit höheren
wt% Calcium verlief die Degradation stärker und inhomogener (DENKENA et al.,
2005,
2006).
VON
DER
HÖH
(2008)
untersuchte
ebenfalls
das
Degradationsverhalten von Magnesium-Calcium-Legierungen, allerdings im In-vivoModell. Zum Einsatz kamen vier verschiedene Magnesium-Calcium-Legierungen
(MgCa0.4 mit 0,4 wt% Ca, MgCa0.8 mit 0,8 wt% Ca, MgCa1.2 mit 1,2 wt% Ca und
MgCa2.0 mit 2,0 wt% Ca). Dabei zeigte sich eine genaue gegensätzliche
Degradation im Vergleich zu DENKENA et al. (2005, 2006). WITTE et al. (2006)
beschrieb
ebenfalls
die
gegensätzlichen
Degradationseigenschaften
von
Magnesiumlegierungen in In-vitro- und In-vivo-Degradationsversuchen, sodass die
tatsächlichen Degradationseigenschaften von Magnesiumlegierungen wahrscheinlich
nur im Gewebe untersucht werden können. Aus diesem Grund würde sich das
isoliert perfundierte Rindereuter für Degradationsversuche im Gewebe anbieten
(BÄUMER und KIETZMANN, 2000). Dabei werden die Implantate in Hauttaschen
des Rindereuters für eine Zeitspanne von 6-8 Stunden implantiert. Um die Implantate
herum
würden
mit
Hilfe
eines
Mikrodialyseschlauches
freigesetzte
Ionen
herausgespült und quantifiziert werden. Durch die photometrische Messung der
Kalibrationsstandards für CaCl2 zeigte sich, dass erst ab einer CaCl2-Konzentration
von 0,2 mmol/l die optische Dichte erfassbar und eindeutig zugeordnet werden
konnte. Die Calciumkonzentration in den Degradationsmedien war nach 72-stündiger
Inkubation im Wasserbad unterhalb der Nachweisgrenze von 0,2 mmol/l.
- 77 -
Diskussion
5.2. DC-Zellzahl, MØ-Zellzahl und Vitalität der DC nach MgCl2- und
CaCl2-Inkubation bzw. nach Kultivierung in den Degradationsmedien
Die Kultivierung der DC-Vorläuferzellen zeigte, dass mit steigender Mg2+Konzentration die Zellzahl der DC nach sechstägiger Kultivierung signifikant abnimmt
(Abb. 4.2.1.-a). Das gleiche Bild zeigten ebenfalls DC, die in steigenden Ca2+Konzentrationen kultiviert wurden. Auch hier nahm die Zellzahl der DC im Vergleich
zur unbehandelten Kontrolle signifikant ab (Abb. 4.2.1.-c). Bei den DC, die in den
Degradationsmedien der Legierungen MgCa1.0 und MgCa1.2 kultiviert wurden,
zeigte sich ebenfalls ein schwach signifikanter Rückgang der DC-Zellzahl (Abb.
4.2.1.-e). Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass Magnesium und Calcium in
steigenden Konzentrationen und Magnesium-Calcium-Legierungen eventuell einen
zytotoxischen oder apoptotischen Effekt auf DC haben könnten. Aus diesem Grund
wurden die Vitalität der DC sowie die Zellfraktion der Makrophagen untersucht. Die
Untersuchung der Vitalität der DC mittels FACS-Analyse und XTT-Test (Kapitel:
3.2.8.1.) zeigte, dass sowohl Magnesium als auch die Degradationsmedien keinen
Einfluss auf die Vitalität der DC haben (Abb. 4.2.2.-a,-c,-d,-f). Bei den DC, die in dem
Degradationsmedium von Mg(pur) kultiviert wurden, war der Anteil an apoptotischen
Zellen leicht erhöht. Im Vergleich zur Positivkontrolle (Etoposide) war der Anstieg
allerdings sehr gering (Abb. 4.2.2.-c). Der Anteil an nekrotischen Zellen war bei allen
Versuchen im Vergleich zur Kontrolle nicht verändert. LI et al. (2008) untersuchten
ebenfalls
den
Einfluss
von
Degradationsmedien
von
Magnesium-Calcium-
Legierungen auf die Vitalität von murinen Fibroblasten (L929-Zellen). Dafür wurden
die L929-Zellen in Dulbecco`s Modified Eagle`s Medium (DMEM) kultiviert. Ab Tag 1
der Kultivierung wurden die L929-Zellen mit unterschiedlichen Verdünnungsstufen
(0 %, 50 %, 90 %) des Degradationsmediums der Legierung MgCa1 inkubiert. Am
Tag 2, 4 und 7 wurde die Vitalität der Zellen mittels MTT bestimmt. Die Auswertung
zeigte, dass MgCa1 keinen zytotoxischen Effekt auf L929-Zellen hat. Darüber hinaus
schien die Vitalität der in unverdünnten Degradationsmedium kultivierten L929-Zellen
besser zu sein als die Vitalität von L929-Zellen in der Kontrolle (LI et al., 2008).
- 78 -
Diskussion
Dieses Phänomen konnte für DC nicht beobachtet werden. Allerdings zeigte sich bei
der Untersuchung der Makrophagenpopulation (Kapitel: 4.2.1.), dass mit steigender
Magnesiumkonzentration
die Ausdifferenzierung der
Makrophagen
aus DC-
Vorläuferzellen signifikant zunahm (Abb. 4.2.1.-b). Ebenso stieg der Anteil der
Makrophagen bei der Kultivierung der DC-Vorläuferzellen im Degradationsmedium
der Legierung MgCa1.0 signifikant an (Abb. 4.2.1.-d). Es scheint also, dass neben
L929-Zellen auch Makrophagen die Anwesenheit von Magnesium favorisieren.
CAICEDO et al. (2008) zeigten bei humanen Makrophagen, die mit metallischen
Salzen und Legierungen inkubiert wurden, eine Aktivierung und eine Erhöhung der
IL-1β-Sekretion. Zum Einsatz kamen Cobalt (Co), Chrom (Cr) und Molybdän (Mo)Salze sowie Co-Cr-Mo-Legierungen (CAICEDO et al., 2008). Ob Magnesium
ebenfalls in höheren Konzentrationen zu einer Aktivierung von Makrophagen führte,
wurde nicht untersucht.
Im Gegensatz zu Magnesium zeigte Calcium bei einer Konzentration von 10 mmol/l
einen signifikanten Rückgang der Vitalität sowohl in der FACS-Analyse als auch im
XTT-Test. Dieses Ergebnis scheint allerdings in Bezug auf Magnesium-CalciumLegierungen
keine
(patho)physiologische
Relevanz
zu
haben,
da
Calciumkonzentrationen von 10 mmol/l in den Degradationsmedien der Legierungen
nicht erreicht wurden.
5.3. TNF-α-Sekretion der DC nach MgCl2- und CaCl2-Inkubation bzw.
nach Kultivierung in den Degradationsmedien
Die alleinige Inkubation der DC mit MgCl2 und CaCl2 zeigte, unabhängig der
Konzentration, keine signifikante Steigerung der TNF-α-Freisetzung im Vergleich zur
unbehandelten Kontrolle (Abb. 4.2.3.-a und -b). Im Mittel allerdings zeigten die DC,
die mit MgCl2 und CaCl2 inkubiert wurden, eine höhere TNF-α-Sekretion als die
unbehandelte Kontrolle. Die tendenzielle Steigerung ist nicht signifikant. Eine
signifikant erhöhte Freisetzung von TNF-α konnte nur bei LPS-stimulierten DC
beobachtet werden. Bei den DC, die in den Degradationsmedien der MagnesiumCalcium-Legierungen inkubiert wurden, zeigte sich ebenfalls im Mittel eine
- 79 -
Diskussion
tendenzielle Steigerung der TNF-α-Freisetzung, die bei den Degradationsmedien der
Legierungen MgCa1.0 und MgCa1.2 am größten war. Auch hier war die tendenzielle
Steigerung nicht signifikant. Im Vergleich zur Positivkontrolle mit LPS war die TNF-αFreisetzung allerdings gering.
Das proinflammatorische Zytokin TNF-α spielt eine wichtige Rolle bei der Aktivierung
und Maturation, sowie der Expression diverser Oberflächenmoleküle von DC (AIBA
1998). Neben den DC sind auch aktivierte Makrophagen in der Lage TNF-α zu
produzieren
um
im Entzündungsgeschehen
weitere Zellen
zu mobilisieren
(SPIEKSTRA et al., 2005). Wie zuvor beschrieben, ist bei der Kultivierung der DCVorläuferzellen, gerade bei MgCl2, CaCl2 und den Degradationsmedien, der Anteil
der Makrophagen signifikant gestiegen. Da Makrophagen ebenfalls in der Lage sind
TNF-α zu produzieren, könnte die leichte Erhöhung von TNF-α auch von den
Makrophagen stammen.
5.4. Auswanderungsverhalten von DC nach MgCl2- und CaCl2Inkubation bzw. nach Kultivierung in den Degradationsmedien
In einem Migrationsassay wurde das Auswanderungsverhalten von DC nach
Inkubation mit MgCl2, CaCl2 und den Degradationsmedien untersucht. Als PositivKontrolle wurde in Anlehnung an HÜNERMANN (2006) Bleichlorid (100 µmol/l)
verwendet. Ein signifikanter Anstieg der Migrationsrate der DC konnte nach
Inkubation mit MgCl2 bzw. CaCl2 in der jeweils höchsten Konzentration (10 mmol/l)
im Vergleich zur Kontrolle gezeigt werden. Bei den DC, die im Degradationsmedium
der Legierung MgCa1.2 kultiviert wurden, zeigte sich ebenfalls ein schwach
signifikanter
Anstieg
der
Migrationsrate.
Normalerweise
wird
in
einem
Migrationsassay die Migrationsbereitschaft der DC auf ein Chemokin (z.B. MIP-3β)
untersucht. Bei den durchgeführten Versuchen wurde auf diesen zusätzlichen
Stimulus verzichtet, da bei früheren Untersuchungen im Institut der Pharmakologie,
Toxikologie und Pharmazie (Tierärztliche Hochschule Hannover) gezeigt werden
konnte, dass der Einsatz von Chemokinen im Vergleich zu keiner zusätzlichen
Stimulation zu keinem qualitativen Unterschied bezüglich der Migrationsrate der DC
- 80 -
Diskussion
führte. Voraussetzung für die DC-Migration ist die Auslösung ihrer Maturation. Durch
die Aufnahme von Antigen kommt es auf Seiten der DC zur Veränderung des DCPhänotyps einhergehend mit einer verstärkten Expression costimulatorischer
Moleküle (CD80, CD86, CD40 und MHCII) und Ausschüttung unterschiedlicher
Zytokine (z.B. TNF-α, IL-6, IL-12) (AIBA, 1998).
Aufgrund der eigenen Untersuchung wurde gezeigt, dass MgCl2 und CaCl2 in
hohen Konzentrationen einen Stimulus auf die DC darstellten. Dadurch wurde die
Maturation, in Form einer gesteigerten Migrationsbereitschaft, der DC beeinflusst.
Die geringe Migration der DC, die mit niedrigen Konzentrationen von MgCl2 und
CaCl2 inkubiert wurden, ist als Spontanmigration zu deuten und ist Ausdruck der
physiologischen steady state migration. Spontanmigration zeigten ebenfalls DC, die
in
den
Degradationsmedien
inkubiert
wurden.
Nur
die
DC,
die
im
Degradationsmedium der Legierung MgCa1.2 kultiviert wurden, zeigten eine
schwach
signifikante
Erhöhung
der
Migrationsbereitschaft.
Für
eine
(patho)physiologische Relevanz müsste die Legierung MgCa1.2 in weiteren
Migrationsversuchen im Gewebe untersucht werden.
5.5. Expression von CD11c/CD86 auf DC nach MgCl2- und CaCl2Inkubation bzw. nach Kultivierung in den Degradationsmedien
Um eine mögliche Aktivierung der unterschiedlich behandelten DC weiter zu
untersuchen, wurden die DC auf die Expression von CD11c/CD86 untersucht. Die
Expression
von
Charakteristisch
CD86
für
ist
reife
Ausdruck
DC
einer
(mature
stattgefundenen
DC)
ist
die
DC-Aktivierung.
Expression
des
Zelloberflächenproteins CD11c, welches in der Lage ist, eine Adhäsion zwischen
Zellen bei der Immunantwort zu ermöglichen (LAMBRECHT, 2001). LPS-stimulierte
DC wurden bei diesem Versuch als Positiv-Kontrolle verwendet, da LPS eine
Aktivierung und somit eine Reifung von immaturen DC in Richtung maturen DC
bewirkt (AIBA, 1998).
Eigene Untersuchungen zeigten, dass es bei DC, die mit unterschiedlichen
Konzentrationen von MgCl2 oder CaCl2 inkubiert wurden, nicht zu einer Steigerung
- 81 -
Diskussion
der Expression von CD11c/CD86 kommt (Abb. 4.2.5.-a). Vergleichbare Studien mit
metallischen Salzen wurden von MANOME et al. (1999) durchgeführt. Hierbei kam
es bei DC, die mit NiCl2, MnCl2 und MoCl2 inkubiert wurden, zu einer Hochregulation
von CD86. Dies ging einher mit einer gesteigerten Produktion der Zytokine TNF-α,
IL-1β und IL-12. In Anbetracht eigener TNF-α-Messungen, bei denen kein
signifikanter Anstieg festzustellen war (Kapitel: 4.2.3.), liegt die Vermutung nahe,
dass die CD86-Expression in Abhängigkeit von einem bestimmten Zytokinmilieu
erfolgt. AIBA (1998) zeigte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit vom
Vorhandensein der Substanzen TNF-α, GM-CSF und IL-1β für die CD86-Expression,
indem die DC mit o.g. Zytokinen stimuliert und die Expression CD86 auf den Zellen
untersucht wurden. In der Analyse der DC, die in den Degradationsmedien der
Magnesium-Calcium-Legierungen kultiviert wurden, zeigte sich ebenfalls, dass der
Anteil an CD11c/CD86 positiven DC auf dem Niveau der unbehandelten Kontrolle
blieb (Abb. 4.2.5.-c).
5.6. Mixed Leukocyte Reaction mit DC, nach Präinkubation mit
MgCl2 und CaCl2 bzw. nach Kultivierung in den Degradationsmedien
Bei den Versuchen mit MgCl2 präinkubierten DC zeigte sich bei der Mixed Leukocyte
Reaction (MLR) eine leichte Erhöhung der T-Zellproliferation im Vergleich zur
unbehandelten Kontrolle (Abb. 4.2.6.-a). Ebenfalls zeigte sich bei den Versuchen mit
DC, die in den verschiedenen Degradationsmedien kultiviert wurden, eine leichte
Erhöhung der T-Zellproliferation (Abb. 4.2.6.-c). Vergleicht man allerdings diese TZellproliferationen mit den Ergebnissen aus der CaCl2-Gruppe, zeigte sich nur eine
geringgradige Steigerung. Besonders für die T-Zellen, die mit 10 mmol/l CaCl2
präinkubierten DC gepaart wurden, zeigte sich eine starke Erhöhung der TZellproliferation (Abb. 4.2.6.-b). MANOME et al. (1999) beschrieben einen
Zusammenhang zwischen einer erhöhten CD86-Expression von DC verbunden mit
einer gesteigerten T-Zellproliferation in der MLR. In eigenen Untersuchungen konnte
dieses jedoch nicht bestätigt werden, da die Expression von CD11c/CD86 bei allen
Versuchsreihen auf dem Niveau der unbehandelten Kontrolle blieb (Kapitel: 4.2.5.).
- 82 -
Diskussion
Neben maturen (CD11c/CD86 positiv) DC sind auch semimature DC in der Lage
eine T-Zellantwort zu initiieren. Im Vergleich zu maturen DC fehlt ihnen die Fähigkeit
proinflammatorische Zytokine (z.B. TNF-α) auszuschütten. Aufgrund dieser Tatsache
sind sie in der Lage beispielsweise apoptotisches Zellmaterial zu den sekundären
Lymphorganen zu transportieren und über dort ansässige T-Zellen eine Toleranz zu
vermitteln (LUTZ und SCHULER 2002; STEINMAN et al., 2003a). Dies geschieht
durch Reifung unreifer T-Zellen zu IL-10 produzierenden Supressor-Zellen
(JONULEIT et al., 2000; DHODAPKAR et al., 2001). Sie spielen also eine wichtige
Rolle in der Immuntoleranz. Verantwortlich für eine gesteigerte T-Zellproliferation
könnten neben TNF-α auch andere Zytokine sein (z.B.: IL-2). LI et al. (2008) führten
In-vivo-Versuche mit Magnesium-Calcium-Implantaten durch. Dabei untersuchten sie
histologisch das Gewebe um die Implantationsstelle. Zwei Monate nach Implantation
konnten sie einige Lymphozyten identifizieren, jedoch gab es keine Anzeichen auf
eine erhöhte Immunreaktion. VON DER HÖH (2008) untersuchte ebenfalls die
Biokompatibilität
Kaninchenmodell.
verschiedener
Für
den
Magnesium-Calcium-Legierungen
Versuch
wurden
aus
vier
im
Magnesium-Calcium-
Legierungen (MgCa0.4 mit 0,4 wt% Ca, MgCa0.8 mit 0,8 wt% Ca, MgCa1.2 mit 1,2
wt% Ca und MgCa2.0 mit 2,0 wt% Ca) Implantate hergestellt, mit drei verschiedenen
Oberflächen (glatt, rau und gestrahlt). Zur Erstellung einer rauen Implantatoberfläche
wurden die Implantate durch einen nachgelagerten Schleifprozess bearbeitet. Die
gestrahlten Implantatoberflächen wurden durch Partikelbestrahlung von glatten
Implantaten
erzeugt
(Partikeldurchmesser
300-400
µm,
Strahlzeit
30
s).
Anschließend wurden die Implantate für sechs Wochen in die medialen
Femurkondylen
beider
Hintergliedmaßen
eingesetzt.
Unabhängig
von
den
Calciumkonzentrationen in den Implantaten oder der Oberflächenstruktur zeigten die
Implantate eine gute Verträglichkeit. Bei histologischen Untersuchungen dominierten
bei allen Implantaten die Makrophagen. Dieser Befund deutet ebenfalls nicht auf eine
erhöhte Abwehrreaktion hin. Nur bei gestrahlten Implantaten zeigten sich neben
Makrophagen zusätzlich Fremdkörperzellen, Plasmazellen und Lymphozyten. Als
Grund vermutete VON DER HÖH (2008) eine schnellere Degradation von
gestrahlten Magnesium-Calcium-Legierungen.
- 83 -
Diskussion
Zusammenfassend erwiesen sich bei der Herstellung der Degradationsmedien
die Legierungen bis zu 0,8 wt% Calcium am stabilsten. Die Legierungen mit 1,0 und
1,2
wt%
Calcium
zeigten
stärkere
Degradation.
Unabhängig
von
der
Calciumkonzentration in den Legierungen konnte allerdings keine zytotoxische und
apoptotische Wirkung auf DC festgestellt werden. Auch zeigte die Produktion des
Zytokins TNF-α keinen signifikanten Unterschied zur unbehandelten Kontrolle. Bei
der Untersuchung der Funktion von DC im Migrationsassay konnte eine leichte
Erhöhung der Migrationsbereitschaft im Degradationsmedium der Legierung
MgCa1.2 festgestellt werden. Auf die Expression von CD11c und CD86 hatten die
Degradationsmedien der Legierungen ebenfalls keinen Einfluss. Nur in der MLR
zeigte sich bei den T-Zellen ein geringer Anstieg der Proliferationsrate. Im Vergleich
zu den T-Zellen, die mit 10 mmol/l CaCl2 behandelten DC inkubiert wurden, war der
Anstieg der Proliferationsrate allerdings gering. Aufgrund der Ergebnisse scheinen
Magnesium-Calcium-Legierungen bis zu 1,0 % Calcium aus immunotoxikologischer
Sicht als unbedenklich, da sie keinen Einfluss auf die Funktion von murinen DC
haben. Bei MgCa1.2 müssten im Bereich der MLR (Zytokinbestimmung in
Überständen
der
MLR),
und
der
Migration
Untersuchungen durchgeführt werden.
- 84 -
(In-vivo-Migration)
weitere
Zusammenfassung
6. Zusammenfassung
Klaas Feser
Immunotoxikologische Untersuchung zur Biokompatibilität von abbaubaren
Implantaten aus Magnesiumbasislegierungen
Abbaubare Magnesiumbasislegierungen sind neue Materialien, die als
Implantate in der Orthopädie und in der Weichteilchirurgie eingesetzt werden. In der
vorliegenden Arbeit ist die Beeinflussung der Zellfunktionen muriner DC durch
abbaubare
Magnesiumbasislegierungen
untersucht
worden,
da
die
DC
im
Organismus eine wichtige Rolle als antigenpräsentierende Zellen übernehmen. Für
die Untersuchung wurden murine dendritische Zellen in Degradationsmedien aus
reinem Magnesium (Mg(pur)) und aus Magnesium-Calcium-Legierungen mit
steigendem wt% Calcium (0,6 %, 0,8 %, 1,0 % und 1,2%) kultiviert. In einem zweiten
Versuchsansatz wurden murine DC mit MgCl2 und CaCl2 in steigenden
Konzentrationen (0,1 mmol/l – 10 mmol/l) inkubiert. Die Kultivierung der DC über
sechs Tage in den Degradationsmedien zeigte keine Beeinflussung der Vitalität
sowohl im XTT-Test als auch im Annexin V-FITC Assay. Ebenso waren die
Produktion von TNF-α und die Expression von CD86 nicht beeinflusst durch die
Kultivierung der DC in den Degradationsmedien. Im Migrationsassay konnte gezeigt
werden, dass die Migrationsrate der DC, die im Degradationsmedium der Legierung
MgCa1.2 kultiviert wurden, leicht anstieg. Weiterhin zeigte sich in der Mixed
Leukocyte Reaction bei allen Degradationsmedien nur eine maximal schwache
Steigerung der Proliferationsrate. Bei den DC, die mit MgCl2 und CaCl2 in steigenden
Konzentrationen inkubiert wurden, zeigte sich bei 10 mmol/l CaCl2 ein signifikanter
Rückgang der Vitalität, sowie eine Steigerung der Migrationsrate und der TZellproliferation.
Diese
Ergebnisse
haben
jedoch
wahrscheinlich
keine
(patho)physiologische Relevanz, da bei der Degradation der Legierungen solch hohe
Konzentrationen nicht erreicht werden. Zusammenfassend zeigte sich im In-vitro-
- 85 -
Zusammenfassung
Versuch mit murinen DC, dass Magnesium-Calcium-Legierungen bis zu 1,0 wt%
Calcium aus immunotoxikologischer Sicht keinen Einfluss auf die Vitalität und
Funktion von murinen DC haben.
- 86 -
Summary
7. Summary
Klaas Feser
Immunotoxicological studies on the biocompatibility of degradable implants
from magnesium-based alloys
Degrading magnesium alloys are new materials for implants used in
orthopaedic and trauma surgery. The aim of this study was to investigate the
influence of degradable magnesium alloys on the function of dendritic cells as these
cells represent the major antigen presenting cells of the body. At first degradation
media were made out of the alloys Mg(pur) (pure magnesium), MgCa0.6 (0,6 wt%
Ca), MgCa0.8 (0,8 wt% Ca), MgCa1.0 (1,0 wt% Ca) und MgCa1.2 (1,2 wt% Ca). In
parallel, murine bone marrow derived dendritic cells were incubated with increasing
concentrations (0,1 mmol/l – 10 mmol/l) of magnesium chloride and calcium chloride,
respectively. Incubation of DC with degradation media over 6 days had no influence
on cell viability (XTT and Annexin V-FITC assay). Additionally, the production of TNFα and the expression of CD86 were not enhanced by incubation with degraded
magnesium alloys. Only the DC migration was marginal influenced by degradation
media of the alloy MgCa1.2. Furthermore, the T cell proliferation was marginally
influenced by dendritic cells which were cultivated in degradation media. DC which
were incubated with increasing concentrations of MgCl2 und CaCl2 showed only in
the high CaCl2 concentration (10 mmol/l) an enhanced apoptosis and an increase of
DC
migration
and
T
cell
proliferation.
This
result
is
probably
not
of
(patho)physiologically relevance, as these concentrations will not be achieved with
degradation of magnesium alloys. Taken together magnesium-calcium-alloys up to
1,0 wt% calcium had no immunotoxicological effects on murine bone marrow derived
dendritic cells.
- 87 -
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Anhang
9. Anhang
Tabelle 9.1.: Magnesiumkonzentration in den Degradationsmedien
Die Legierungen Mg(pur); MgCa0.6; MgCa0.8; MgCa1.0 und MgCa1.2 wurden für 72h mit 10ml DCMedium im Wasserbad (37°C) inkubiert. Anschließend erfolgte die Bestimmung der Magnesium- und
Calciumkonzentration mit Hilfe des Testkits Nanocolor Härte 20. n=8
Messung
1
2
3
4
5
6
7
8
MW
S.D.
Mg(pur)
MgCa0.6
MgCa0.8
MgCa1.0
MgCa1.2
[mmol/l]
[mmol/l]
[mmol/l]
[mmol/l]
[mmol/l]
1,03
0,97
0,68
0,50
1,59
0,43
1,64
1,50
1,04
0,49
1,31
1,37
1,19
1,25
1,72
1,08
1,74
1,22
1,36
0,24
1,05
1,39
0,78
1,20
1,52
1,15
1,74
1,62
1,30
0,32
3,48
3,36
0,95
1,29
1,05
1,47
1,47
1,18
1,78
1,03
1,78
1,13
1,85
1,18
0,69
2,09
1,99
1,13
1,48
0,51
Tabelle 9.2.: DC-Zellzahlen nach 10-tägiger Kultivierung in, mit MgCl2
angereichertem, DC-Medium
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung in MgCl2 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l kultiviert. Am
Tag 10 wurde die Zellzahl der DC bestimmt. n=3
n1
DC-Zellzahl/Well
n2
n3
Kontrolle
1269000
1255500
1327500
MgCl2 0,1 mmol/l
982599
1047500
904500
MgCl2 1,0 mmol/l
963000
949500
936000
MgCl2 10 mmol/l
630000
850500
751500
- 108 -
Anhang
Tabelle 9.3.: MØ-Zellzahl nach 10-tägiger Kultivierung der DC-Vorläuferzellen
in, mit MgCl2 angereichertem, DC-Medium
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung in MgCl2 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l kultiviert. Am
Tag 10 wurde die Zellzahl der MØ bestimmt. n=3
Kontrolle
n1
45000
MØ-Zellzahl/Well
n2
30750
MgCl2 0,1 mmol/l
48000
34500
43500
MgCl2 1,0 mmol/l
55500
45750
45750
MgCl2 10 mmol/l
117000
74250
82500
n3
39750
Tabelle 9.4.: DC-Zellzahlen nach 10-tägiger Kultivierung in, mit CaCl2
angereichertem, DC-Medium
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung in CaCl2 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l kultiviert. Am
Tag 10 wurde die Zellzahl der DC bestimmt. n=3
Kontrolle
n1
1269000
DC-Zellzahl/Well
n2
1255500
n3
1327500
CaCl2 0,1 mmol/l
1113750
1147500
963000
CaCl2 1,0 mmol/l
1068750
982500
940500
CaCl2 10 mmol/l
472500
249375
657000
- 109 -
Anhang
Tabelle 9.5.: MØ-Zellzahl nach 10-tägiger Kultivierung der DC-Vorläuferzellen
in, mit CaCl2 angereichertem, DC-Medium
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung in MgCl2 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l kultiviert. Am
Tag 10 wurde die Zellzahl der MØ bestimmt. n=3
Kontrolle
n1
45000
MØ-Zellzahl/Well
n2
30750
CaCl2 0,1 mmol/l
69000
33750
45750
CaCl2 1,0 mmol/l
81000
38250
53250
CaCl2 10 mmol/l
144000
87000
81750
n3
39750
Tabelle 9.6.: DC-Zellzahl nach 10-tägiger Kultivierung der DC-Vorläuferzellen in
den Degradationsmedien der Legierungen Mg(pur), MgCa0.6, MgCa0.8,
MgCa1.0, MgCa1.2.
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung in den Degradationsmedien der einzelnen Legierungen
kultiviert. Am Tag 10 wurde die Zellzahl der DC bestimmt. n=5
Kontrolle
n1
918000
DC-Zellzahl/Well
n2
n3
999000
1089000
n4
841500
n5
1004000
Mg(pur)
778500
855000
1012500
598500
822000
MgCa0.6
738000
781500
963000
724500
696000
MgCa0.8
781500
913500
918000
607500
762000
MgCa1.0
657000
805500
855000
787500
657000
MgCa1.2
756000
774000
553500
657000
598500
- 110 -
Anhang
Tabelle 9.7.: MØ-Zellzahl nach 10-tägiger Kultivierung der DC-Vorläuferzellen in
den Degradationsmedien der Legierungen Mg(pur), MgCa0.6, MgCa0.8,
MgCa1.0, MgCa1.2.
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung in den Degradationsmedien der einzelnen Legierungen
kultiviert. Am Tag 10 wurde die Zellzahl der MØ bestimmt. n=5
Kontrolle
n1
38250
MØ-Zellzahl/Well
n2
n3
n4
38250
33000
43500
Mg(pur)
36750
36750
35250
51000
39000
MgCa0.6
45750
45750
36000
46500
47250
MgCa0.8
43500
43500
34500
55500
49500
MgCa1.0
46500
39000
48000
48750
45750
MgCa1.2
45000
38250
54750
57000
48000
n5
35350
Tabelle 9.8.: Analyse Annexin V-FITC von DC, die mit MgCl2 angereicherten
Kulturmedium kultiviert wurden
Positiv-Kontrolle: Zugabe von 20 µg/ml Etoposide 24 h vor Versuchsdurchführung. Pro Ansatz wurden
5000 DC gemessen. n=3
Kontrolle
Versuch 1
25,6
Annexin V-FITC
[%]
Versuch 2
23,6
Versuch 3
22,3
Etoposide 20µg/ml
50,5
56,6
54,6
MgCl2 0,1 mmol/l
20,6
17,1
23,8
MgCl2 1,0 mmol/l
17,1
17,0
21,1
MgCl2 10 mmol/l
17,2
20,1
22,8
- 111 -
Anhang
Tabelle 9.9.: Analyse Annexin V-FITC von DC, die mit CaCl2 angereicherten
Kulturmedium kultiviert wurden
Positiv-Kontrolle: Zugabe von 20 µg/ml Etoposide 24 h vor Versuchsdurchführung. Pro Ansatz wurden
5000 DC gemessen. n=3
Kontrolle
Versuch 1
25,6
Annexin V-FITC
[%]
Versuch 2
23,6
Versuch 3
22,3
Etoposide 20µg/ml
50,5
56,6
54,6
CaCl2 0,1 mmol/l
15,4
17,1
21,7
CaCl2 1,0 mmol/l
17,2
20,1
25,5
CaCl2 10 mmol/l
71,8
64,3
68,5
Tabelle 9.10.: Analyse Annexin V-FITC von DC, die in den Degradationsmedien
der Legierungen Mg(pur), MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0, MgCa1.2 kultiviert
wurden
Positiv-Kontrolle: Zugabe von 20 µg/ml Etoposide 24 h vor Versuchsdurchführung. Pro Ansatz wurden
5000 DC gemessen. n=3
Kontrolle
Versuch 1
25,6
Annexin V-FITC
[%]
Versuch 2
23,6
Versuch 3
22,3
Etoposide 20µg/ml
50,5
56,6
54,6
Mg(pur)
33,4
33,1
28,7
MgCa0.6
28,0
28,0
24,3
MgCa0.8
26,6
23,7
20,1
MgCa1.0
24,8
30,7
21,8
MgCa1.2
24,5
25,8
21,5
- 112 -
Anhang
Tabelle 9.11.: XTT-Test nach Inkubation der DC mit MgCl2
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung mit MgCl2 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l inkubiert.
Am Tag 10 erfolgte die Auswertung der Vitalität mittels XTT-Test. n=4
Kontrolle
Vitale DC [%]
n2
n3
100
100
n1
100
n4
100
MgCl2 0,1 mmol/l
102,03
97,5
89,62
93,22
MgCl2 1,0 mmol/l
91,60
101,35
87,97
81,67
MgCl2 10 mmol/l
97,89
99,97
97,26
71,12
Tabelle 9.12.: XTT-Test nach Inkubation der DC mit CaCl2
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung mit CaCl2 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l inkubiert.
Am Tag 10 erfolgte die Auswertung der Vitalität mittels XTT-Test. n=4
Kontrolle
Vitale DC [%]
n2
n3
100
100
n1
100
n4
100
CaCl2 0,1 mmol/l
89,15
101,27
92,90
72,81
CaCl2 1,0 mmol/l
92,06
90,66
83,64
77,88
CaCl2 10 mmol/l
84,52
80,31
77,95
64,36
Tabelle 9.13.: XTT-Test der DC nach Inkubation in den Degradationsmedien der
Legierungen Mg(pur), MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0, MgCa1.2
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung in den jeweiligen Degradationsmedien kultiviert
Am Tag 10 erfolgte die Auswertung der Vitalität mittels XTT-Test. n=5
Kontrolle
n1
100
n2
100
Vitale DC [%]
n3
100
Mg(pur)
93,44
96,51
89,00
91,02
97,00
MgCa0.6
103,71
96,64
95,07
91,75
94,93
MgCa0.8
104,50
94,69
85,43
81,43
88,45
MgCa1.0
99,88
95,46
83,22
105,95
85,17
MgCa1.2
107,24
102,58
100,30
92,77
98,91
- 113 -
n4
100
n5
100
Anhang
Tabelle 9.14.: TNF-α [pg/ml] in Kulturüberständen von DC nach Inkubation mit
0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l MgCl2
Als Positivkontrolle wurden DC mit LPS (1 µg/ml) stimuliert. n=5
LPS
Kontrolle
MgCl2 0,1 mmol/l
MgCl2 1,0 mmol/l
MgCl2 10 mmol/l
n1
486
n2
718
TNF-α[ pg/ml]
n3
876
n4
n5
63
4
55
18
75
166
127
105
162
28
158
69
109
202
8
129
75
109
243
61
Tabelle 9.15.: TNF-α [pg/ml] in Kulturüberständen von DC nach Inkubation mit
0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l CaCl2
Als Positivkontrolle wurden DC mit LPS (1 µg/ml) stimuliert. n=5
LPS
Kontrolle
CaCl2 0,1 mmol/l
CaCl2 1,0 mmol/l
CaCl2 10 mmol/l
n1
486
n2
718
TNF-α[ pg/ml]
n3
876
63
4
55
18
75
178
119
24
97
75
160
125
136
81
59
99
111
117
117
71
- 114 -
n4
n5
Anhang
Tabelle 9.16.: TNF-α [pg/ml] in Kulturüberständen von DC nach Kultivierung in
den Degradationsmedien der Legierungen Mg(pur), MgCa0.6, MgCa0.8,
MgCa1.0, MgCa1.2
Als Positivkontrolle wurden DC mit LPS (1 µg/ml) stimuliert. n=5
n1
486
n2
718
TNF-α[ pg/ml]
n3
876
63
4
55
18
75
65
99
67
63
14
MgCa0.6
26
111
77
75
38
MgCa0.8
101
77
67
89
4
MgCa1.0
97
67
83
129
59
MgCa1.2
83
85
89
127
18
LPS
Kontrolle
Mg(pur)
n4
n5
Tabelle 9.17.: Migrationsassay der DC nach Inkubation mit 0,1 mmol/l, 1,0
mmol/l und 10 mmol/l MgCl2
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung mit MgCl2 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l inkubiert.
Am Tag 10 erfolgte die Auswertung der Migration. Als Positivkontrolle wurden DC mit 100 µmol/l
Bleichlorid (Pb) inkubiert. n=6
PbCl2
Kontrolle
MgCl2 0,1 mmol/l
MgCl2 1,0 mmol/l
MgCl2 10 mmol/l
Ausgewanderte DC/ml
n3
n4
39750
27000
n1
33000
n2
37500
n5
33750
n6
27750
18750
24000
15000
28500
15000
20250
28500
24000
27000
23250
18000
16500
27750
19500
23250
30000
27000
15750
36250
30750
33000
33750
23250
27750
- 115 -
Anhang
Tabelle 9.18.: Migrationsassay von DC nach Inkubation mit 0,1 mmol/l, 1,0
mmol/l und 10 mmol/l CaCl2
Die DC wurden ab Tag 3 der Kultivierung mit CaCl2 0,1 mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l inkubiert.
Am Tag 10 erfolgte die Auswertung der Migration. Als Positivkontrolle wurden DC mit 100 µmol/l
Bleichlorid (Pb) inkubiert. n=6
Pb
n1
33000
Ausgewanderte DC/ml
n2
n3
n4
37500
39750
27000
n5
33750
n6
27750
Kontrolle
18750
24000
15000
28500
15000
20250
CaCl2 0,1 mmol/l
24000
27750
21000
33000
20250
18000
CaCl2 1,0 mmol/l
19500
30750
20250
29250
24000
19500
CaCl2 10 mmol/l
33750
29250
38250
38250
28500
33750
Tabelle 9.19.:
Migrationsassay der DC, die in den Degradationsmedien der
Legierungen Mg(pur), MgCa0.6, MgCa0.8, MgCa1.0 und MgCa1.2 kultiviert
wurden
Als Positivkontrolle wurden DC mit 100 µmol/l Bleichlorid (Pb) inkubiert. n=9
Kontrolle
Ausgewanderte DC/ml
n1
n2
n3
n4
n5
n6
n7
n8
n9
26250 16500 18000 27000 22500 32250 25500 17250 24000
Pb
39750 42000 41250 38250 43500 39750 30750 43500 33750
Mg(pur)
30750 29250 27000 29250 29250 30750 24750 23250 19500
MgCa0.6
21750 24750 24000 27750 24000 31500 25500 23250 24750
MgCa0.8
22500 27000 24000 30750 33750 29250 22500 24750 26250
MgCa1.0
38250 30750 31500 33750 29250 33750 19500 18000 22500
MgCa1.2
30750 31500 29250 23250 29250 27000 28500 27750 33750
- 116 -
Anhang
Tabelle 9.20.: Expression von CD11c und CD86 von DC nach Inkubation mit 0,1
mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l MgCl2
Positivkontrolle: Zugabe von 1 µg/ml LPS 24h vor Versuchsdurchführung. Pro Ansatz wurden 5000
DC gemessen. n=3
Kontrolle
CD11c/CD86- positive DC
[%]
Versuch 1
Versuch 2
Versuch 3
6,1
8,6
8,0
LPS
16,6
34,6
20,7
MgCl2 0,1 mmol/l
5,6
10,0
7,2
MgCl2 1,0 mmol/l
4,6
6,8
5,6
MgCl2 10 mmol/l
6,1
6,7
4,5
Tabelle 9.21.: Expression von CD11c und CD86 von DC nach Inkubation mit 0,1
mmol/l, 1,0 mmol/l und 10 mmol/l CaCl2
Positivkontrolle: Zugabe von 1 µg/ml LPS 24h vor Versuchsdurchführung. Pro Ansatz wurden 5000
DC gemessen. n=3
Kontrolle
CD11c/CD86- positive DC
[%]
Versuch 1
Versuch 2
Versuch 3
6,1
8,6
8,0
LPS
16,6
34,6
20,7
CaCl2 0,1 mmol/l
5,9
6,7
10,7
CaCl2 1,0 mmol/l
5,9
5,0
6,7
CaCl2 10 mmol/l
7,6
6,7
9,9
- 117 -
Anhang
Tabelle
9.22.:
Expression
von
CD11c
und
CD86
von
DC,
die
den
Degradationsmedien der Legierungen Mg(pur), MgCa 0.6, MgCa 0.8, MgCa 1.0
und MgCa 1.2 kultiviert wurden.
Positivkontrolle: Zugabe von 1 µg/ml LPS 24h vor Versuchsdurchführung. Pro Ansatz wurden 5000
DC gemessen. n=3
Kontrolle
CD11c/CD86-positive DC
[%]
Versuch 1
Versuch 2
Versuch 3
5,8
8,8
8,0
LPS
16,6
34,6
20,7
Mg(pur)
8,4
9,5
7,6
MgCa0.6
7,4
8,0
5,8
MgCa0.8
9,2
6,4
7,4
MgCa1.0
9,2
8,1
8,6
MgCa1.2
6,7
6,0
5,8
Tabelle 9.23.: CFSE markierten T-Lymphozyten nach Ko-Inkubation mit MgCl2behandelten DC
Pro Ansatz wurden 10.000 T-Lymphozyten gemessen. n=3
Kontrolle
Versuch 1
48,7
T-Zellproliferation
[%]
Versuch 2
53,3
Versuch 3
37,6
MgCl2 0,1 mmol/l
61,6
52,3
41,3
MgCl2 1,0 mmol/l
61,1
52,1
42,6
MgCl2 10 mmol/l
53,8
49,6
53,6
- 118 -
Anhang
Tabelle 9.24.: CFSE markierten T-Lymphozyten nach Ko-Inkubation mit CaCl2behandelten DC
Pro Ansatz wurden 10.000 T-Lymphozyten gemessen. n=3
Kontrolle
Versuch 1
48,7
T-Zellproliferation
[%]
Versuch 2
53,3
Versuch 3
37,6
CaCl2 0,1 mmol/l
55,5
44,9
42,2
CaCl2 1,0 mmol/l
59,1
57,9
39,0
CaCl2 10 mmol/l
77,5
65,0
76,2
Tabelle 9.25.: CFSE markierten T-Lymphozyten nach Ko-Inkubation mit in
Degradationsmedien kultivierten DC
Pro Ansatz wurden 10.000 T-Lymphozyten gemessen. n=3
Kontrolle
Versuch 1
51,2
T-Zellproliferation
[%]
Versuch 2
38,0
Versuch 3
44,9
Mg(pur)
58,4
42,3
46,2
MgCa0.6
55,6
42,4
47,3
MgCa0.8
53,5
42,2
46,7
MgCa1.0
57,2
43,4
51,4
MgCa1.2
58,7
45,8
53,3
- 119 -
Hiermit
erkläre
Untersuchung
ich,
zur
dass
ich
die
Biokompatibilität
Dissertation
von
„Immunotoxikologische
abbaubaren
Implantaten
aus
Magnesiumbasislegierungen“ selbständig verfasst habe.
Ich habe keine entgeltliche Hilfe von Vermittlungs- bzw. Beratungsdiensten
(Promotionsberater oder andere Personen) in Anspruch genommen. Niemand hat
von mir unmittelbar oder mittelbar entgeltlich Leistungen für Arbeiten erhalten, die im
Zusammenhang mit dem Inhalt der vorgelegten Dissertation stehen.
Ich habe die Dissertation am folgenden Institut angefertigt:
Institut für Pharmakologie, Toxikologie und Pharmazie
der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Bünteweg 17, 30559 Hannover.
Die Dissertation wurde bisher nicht für eine Prüfung oder eine Promotion oder für
einen ähnlichen Zweck zur Beurteilung eingereicht.
Ich versichere, dass ich die vorstehenden Angaben nach bestem Wissen vollständig
und der Wahrheit entsprechend gemacht habe.
Danksagung
An dieser Stelle bedanke ich mich recht herzlich bei all denen, die zum Gelingen
dieser Arbeit beigetragen haben, insbesondere:
-
Herrn Prof. Dr. Manfred Kietzmann für die Überlassung des interessanten
Themas, der stets freundlichen und humorvollen Unterstützung und der
abwechslungsreichen Konversationen.
-
Herrn Prof. Dr. Wolfgang Bäumer für die gewährte Unterstützung, der
hervorragenden Betreuung sowie für die immerwährende Geduld.
-
Herrn Dr. Frank Niedorf für den Rat und Tat bei analytischen Fragen sowie
den abwechslungsreichen Mittagspausen.
-
den stets hilfsbereiten und fröhlichen Mitarbeitern der Arbeitsgruppe – Viki,
Caro, Isa und Hans-Herbert Bohr – für die Hilfe im Labor.
-
Meinen Mitdoktoranten für jede Menge Spaß und aufmunternde Gesprächen.
-
Meinen Chefs Ludger und Paul, die es möglich gemacht haben, Doktorarbeit
und Praxis unter einen Hut zu bekommen und meinen Kollegen Armin, Mattias
und Ruth, die, durch zahlreiche Überstunden, mir genügend Freizeit für die
Doktorarbeit verschafften.
-
meinen lieben Eltern für die liebevolle Unterstützung und den Rückhalt, den
sie mir all die Jahre boten.
-
Silvia für die Geduld, den liebevollen Rückhalt und das größte Geschenk:
Unseren kleinen Sohn Pitt.
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