Bodenuntersuchung für den Neubau eines Einkaufszentrums am

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Dr. Torsten Böcke
Thyssenstraße 123 - 125
46535 Dinslaken
Tel.: 0 20 64 / 470 420
Fax: 0 20 64 / 470 421
e-mail: [email protected]
Bodenuntersuchung für den
Neubau eines Einkaufszentrums am
Hans-Böckler-Platz in
Dinslaken
Auftraggeber: Stadt Dinslaken
Projekt-Nr.:
i 1065
Dinslaken,
30.09.08
Inhaltsverzeichnis
1
Vorgang und Veranlassung .........................................................................................3
2
Verwendete Unterlagen ...............................................................................................3
3
Allgemeine Angaben.....................................................................................................3
4
Durchgeführte Untersuchungen .................................................................................4
4.1
Rammkernsondierungen.................................................................................................4
4.2
Sondierungen mit der schweren Rammsonde ................................................................4
4.3
Bodenprobennahmen......................................................................................................4
4.4
Einmessen der Sondieransatzpunkte ..............................................................................5
4.5
Untersuchung der Betonaggressivität.............................................................................5
4.6
Korngrößenanalysen.......................................................................................................5
5
Ergebnisse .....................................................................................................................5
5.1
Derzeitige Geländehöhen ...............................................................................................5
5.2
Bodenaufbau...................................................................................................................6
5.3
Bodenwasserverhältnisse ...............................................................................................7
5.4
Ergebnisse der Rammsondierungen ...............................................................................7
5.5
Bodenmechanische Kennwerte ......................................................................................8
5.6
Bodenklassen nach DIN 18300 ......................................................................................8
5.7
Frostempfindlichkeit nach ZTVE-StB ...........................................................................9
5.8
Betonaggressivität des Grundwassers ............................................................................9
5.9
Hydraulische Leitfähigkeit .............................................................................................9
6
Schlussfolgerungen zu den Baugrundverhältnissen................................................10
6.1
Hinweise zur Gründung................................................................................................10
6.2
Hinweise zur Trockenhaltung von Kellerräumen ........................................................12
6.3
Hinweise zu den Erdarbeiten........................................................................................13
7
Schlussfolgerungen zur Niederschlagswasserversickerung ...................................14
8
Verzeichnis verwendeter Karten und Schriften......................................................16
Anhang:
Labordatenblatt zur Betonaggressivität des Grundwassers
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Bodenmechanische Kennwerte..........................................................................................8
Tabelle 2: Lösungsklassen der Gesteine nach DIN 18300 .................................................................8
Tabelle 3: Frostempfindlichkeit der Gesteine nach ZTVE-StB..........................................................9
Tabelle 4: Betonaggressivität der Probe P GW 1 ...............................................................................9
Tabelle 5: Durchlässigkeitsbeiwerte K nach HAZEN und nach BEYER ............................................10
Anlagenverzeichnis
Anlage 1
Lageplan im Maßstab 1 : 500
Anlagen 2 – 4:
Bohrprofile im Maßstab der Höhe von 1: 50
Anlage 5
Kornverteilungslinien der Proben P 5.2, P 11.2 und P 12.1
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1 Vorgang und Veranlassung
Auf dem Hans-Böckler-Platz in Dinslaken soll ein Einkaufszentrum errichtet werden. Zur Vorbereitung dieser Maßnahme beauftragte die Stadt Dinslaken das unterzeichnende Büro damit, die Baugrund- und Versickerungsverhältnisse zu beurteilen. Die hierfür erforderlichen Untersuchungen erfolgten auf Grundlage eines Angebots vom 01.09.08.
2 Verwendete Unterlagen
Das Amt für Gebäudewirtschaft und Liegenschaften der Stadt Dinslaken stellte die folgenden Unterlagen zur Verfügung:

Bestandspläne im Maßstab von 1 : 500 und 1 : 750

1 Bestandslageplan Versorgungsleitungen „Am Neutor / Hans-Böckler-Platz“ im Maßstab
von 1 : 500 zum Stand vom 13.02.03
Zur Beurteilung der langfristigen Grundwasserverhältnisse wurden Messstellendaten des Landesamts
für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ausgewertet.
Die veröffentlichten Schriften und regionalgeologischen Karten, die im Rahmen der Gutachtenerstellung herangezogen wurden, sind im Abschnitt 8 aufgeführt.
3 Allgemeine Angaben
Auf dem Hans-Böckler-Platz ist nördlich der Wiesen-, westlich der Hans-Böckler- und östlich der
Saarstraße ein Einkaufszentrum geplant. Das Bauvorhaben soll auf dem Parkplatz und den angrenzenden Grünstreifen errichtet werden. Es schließt im Norden eine Straße ein, die von der Wiesenstraße
im Westen bis zur Hans-Böckler-Straße im Osten verläuft.
Da die Bodenuntersuchung zur Vorbereitung der Baumaßnahme durchgeführt worden ist, standen
zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung keine detaillierten Planungsvorgaben, z. B. zu einer möglichen
Unterkellerung des Gebäudes, zur Verfügung. Zudem war noch nicht festgelegt ist, ob das gesamte
Grundstück überbaut werden soll. Daher waren die Untersuchungen auch darauf auszulegen, die Voraussetzungen für eine Niederschlagswasserversickerung zu prüfen.
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4 Durchgeführte Untersuchungen
Zur Beurteilung der Bodenverhältnisse wurden Rammkern- und Rammsondierungen auf dem HansBöckler-Platz niedergebracht. Sie wurden in den Grünstreifen und auf der Parkplatzfläche angesetzt.
Ihre Pflasterung musste ebenso wie die hoch verdichteten Partien eines flächig verbreiteten Schlackehorizonts aufgebohrt werden.
Die zeitliche Verteilung der Geländearbeiten wurde mit dem Ordnungsamt der Stadt Dinslaken abgestimmt. Die Sondieransatzpunkte mussten unter Berücksichtigung unterirdisch verlegter Leitungen
und des Kfz-Verkehrs auf dem Parkplatz festgelegt werden. Unter diesen Gesichtspunkten ist auch die
im Norden an den Platz grenzende Straße nicht in die Untersuchungen einbezogen worden.
4.1 Rammkernsondierungen
Zwischen dem 16. und dem 25.09.08 erfolgten 12 Rammkernsondierungen RKS 1 bis RKS 12, die bis
6 m unter Geländeoberkante (GOK) geführt wurden. Ihre Ansatzpunkte sind in der Anlage 1 und ihre
Ergebnisse in den Anlagen 2 bis 4 als Säulenprofile dargestellt.
4.2 Sondierungen mit der schweren Rammsonde
Neben den Ansatzpunkten der Rammkernsondierungen wurden am 04. und am 11.09.08 zwölf schwere Rammsondierungen abgeteuft (DPH nach DIN 4094-3, Spitzenquerschnitt 15 cm2). Hierdurch wurde die Schlagzahl n10 ermittelt, die jeweils notwendig ist, um die Sonde 10 cm tief in den Boden zu
treiben. Die Sondierungen erreichten mit 6 m u. GOK die Endteufe der benachbarten Rammkernsondierungen. Die Ergebnisse sind in den Anlagen 2 bis 4 in Form von Rammdiagrammen wiedergegeben.
4.3 Bodenprobennahmen
Dem Bohrgut der Rammkernsondierungen wurden insgesamt 12 Bodenproben entnommen. Sie stammen zum einen aus der Auffüllung, so dass Rückstellproben für eine etwaige verwertungstechnische
Beurteilung zur Verfügung stehen, und zum anderen aus dem nichtbindigen gewachsenen Boden, um
dessen Durchlässigkeit zu bestimmen (s. Abschn. 4.6). Die Probenbezeichnungen und Entnahmetiefen
sind in der Anlage 2 dargestellt. Die nicht analysierten Proben liegen bis 3 Monate nach Erstellung
des Gutachtens im unterzeichnenden Büro vor.
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4.4 Einmessen der Sondieransatzpunkte
Die Lage der Sondieransatzpunkte wurde anhand des zur Verfügung gestellten Lageplans und mit
Hilfe eines Maßbandes eingemessen. Ihre absoluten Höhen ergaben sich aus einem Nivellement, das
sich an einen Kanaldeckel auf dem Hans-Böckler-Platz anschloss (s. Anl. 1). Seine Höhe ist nach
Mitteilung des Tiefbauamts der Stadt Dinslaken im Jahr 2002 in m ü. NHN eingemessen worden. Die
auf dieser Basis ermittelten Sondieransatzpunkthöhen sind in den Anlagen 2 bis 4 aufgeführt
(s. a. Abschn. 5.1).
4.5 Untersuchung der Betonaggressivität
Um die Betonaggressivität des Grundwassers zu beurteilen, wurde im Bohrloch der Sondierung
RKS 10 eine Probenahmesonde bis 5,0 m u. GOK niedergebracht, um die Grundwasserprobe P GW 1
aus einer Tiefe zwischen 4,0 und 5,0 m u GOK zu entnehmen. Die Probe wurde dem chemischen Labor biomar GmbH, Oberhausen, zur Bestimmung der betonaggressiven Anteile nach DIN 4030 überstellt. Die Datenblätter des Labors sind im Anhang beigefügt (s. a. Abschn. 5.8).
4.6 Korngrößenanalysen
Um die Durchlässigkeit des natürlich gewachsenen, nichtbindigen Gesteins zu ermitteln, wurden
3 Korngrößenanalysen vorgenommen. Zu diesem Zweck wurden die Proben P 5.2, P 11.2 und P 12.1
im Labor nach DIN 18123 gesiebt. Anhand dieser Ergebnisse ließ sich die Korngrößenverteilung
bestimmen, die wiederum für die Bestimmung des Durchlässigkeitsbeiwertes K nach DVGW W 113
herangezogen wurde. Die Körnungslinien der untersuchten Proben ergeben sich aus der Anlage 5. Auf
den K-Wert wird im Abschnitt 5.9 eingegangen.
5 Ergebnisse
5.1 Derzeitige Geländehöhen
Dem zur Verfügung stehenden Lageplan und dem durchgeführten Nivellement zufolge fällt der HansBöckler-Platz von rd. 29,5 m ü. NHN im Südosten bis auf rd. 29,0 m ü. NHN im Westen ab.
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5.2 Bodenaufbau
Auf dem Parkplatz wurde eine 8 cm starke Pflasterung aufgebohrt. Im Bereich der Grünstreifen ist
ein aufgefüllter, humoser Oberboden aus schwach bis stark schluffigen Fein- und Mittelsanden
vorhanden, die bis in Tiefen zwischen 0,25 und 0,35 m u. GOK reichen (rd. 28,6 – 29,2 m ü. NHN).
Darunter folgt sowohl auf der gepflasterten Fläche als auch auf den Grünstreifen eine graue, zum Teil
Schlacke, die bis in Tiefen zwischen 0,3 und 1,6 m erfasst wurde (rd. 27,9 bis 29,0 m ü. NHN). Da sie
zum Teil hoch verdichtet bzw. verfestigt ist, musste die Schlacke teilweise aufgebohrt werden. Die
Mächtigkeit des Materials, das der Bodengruppe [GW] nach DIN 18196 entspricht, schwankt zwischen 0,15 und 1,35 m, ohne dass sich ein Verteilungsmuster erkennen lässt.
Zur Tiefe schließt sich an allen Ansatzpunkten eine Auffüllung an. Sie setzt sich aus wechselnd kiesigen Sanden, die vielfach schwach schluffig bis schluffig ausfallen, aus Sand-Schluff-Gemischen und
aus wechselnd sandigen Schluffen zusammen. Die bindigen Partien lagen in weicher bis halbfester
Konsistenz vor. Das Material führt Fremdbestandteile aus Ziegelbruch, Mörtelresten, Schlacke, Asche, Kohle und Holzresten. Sie treten als Einzelfunde, in Anteilen von mehr als 10 Vol.-% und in der
Sondierung RKS 3 als kompakte Lage in einer Stärke von 1,9 m auf. Der stark wechselnden Zusammensetzung entsprechend ist die Auffüllung den Bodengruppen [SE], [SW], [GW], [SU], [SU*], [UL]
und [UM] zuzuordnen. Sie wurde bis in Tiefen zwischen 1,45 und 2,6 m u. GOK erbohrt (rd. 26,5 –
27,8 m ü. NHN). Die Basis des Materials, die sich am Ansatzpunkt RKS 11 aufgrund eines Bohrverlusts nicht eindeutig eingrenzen lässt, liegt im Osten zwischen 27,6 und 27,8 m ü. NHN, um von dort
nach Westen in wechselnde Niveaus zwischen 26,5 und 27,55 m ü. NHN abzufallen.
Das natürlich anstehende Gestein setzt mit Hochflutablagerungen ein. Sie bestehen aus schwach bis
stark schluffigen Fein- und Mittelsanden (Bodengruppen SU, SU*) sowie aus wechselnd feinsandigen
Schluffen (Bodengruppen UL, UM), die in weicher bis steif-halbfester Konsistenz auftraten. Diese
gemischtkörnigen und bindigen Gesteine reichen bis in Tiefen zwischen 2,3 und 3,0 m u. GOK (26,3
bis 26,8 m ü. NHN).
Den Abschluss der erbohrten Schichtenfolge bilden Terrassenablagerungen. Sie werden durch Mittel- bis Grobsande aufgebaut, die untergeordnet wechselnd kiesige Anteile führen (Bodengruppe SE,
untergeordnet SW). Darin sind vereinzelt dünne Lagen aus schwach humosen Fein- und Mittelsanden
enthalten. Sie stehen an den Ansatzpunkten RKS 4 und RKS 6 in einer Stärke von 0,05 m zwischen
2,75 und 2,95 m u. GOK an (26,3 – 26,4 m ü. NHN). Zudem stellte sich in der Sondierung RKS 11
ein vereinzelt humoser Mittelsand zwischen 2,95 und 3,3 m u GOK ein (rd. 26,1 - 26,4 m ü. NHN).
Die Terrassengesteine erstrecken sich den vorliegenden geologischen Karten zufolge bis mehr als 15
m unter Gelände.
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5.3 Bodenwasserverhältnisse
Die Sondierungen erfasstem die Grundwasseroberfläche im September 2008 in Tiefen zwischen 3,9
und 4,15 m u. GOK. Hieraus folgen absolute Grundwasserstände von rd. 25,0 bis 25,3 m ü. NHN.
Um den höchsten, in der Vergangenheit aufgetretenen Grundwasserstand zu ermitteln, standen langfristige Grundwassermessstellendaten des LANUV zur Verfügung. Anhand dieser Beobachtungsreihen wurden die folgenden Bemessungsgrundwasserstände ermittelt:
- höchster Grundwasserstand:
26,8 m ü. NN
- mittlerer, höchster Grundwasserstand:
25,8 m ü. NN
- niedrigster Grundwasserstand:
24,6 m ü. NN
Der höchste Grundwasserstand stellte sich zuletzt jeweils im Frühjahr 1994 und 1995 ein.
Sofern die genannten Werte auf künftige Ereignisse übertragen werden, ist zu berücksichtigen, dass
sich anhand der vorliegenden Datenreihen etwaige zukünftige Änderungen des Wasserhaushalts, die
sich auch aus bergbaulichen Einwirkungen ergeben und die Grundwasserstände beeinflussen, nicht
erfassen lassen.
Unabhängig von den Grundwasserverhältnissen können sich versickernde Niederschläge in und über
den feinkörnigen Partien der Auffüllung und der Hochflutablagerungen als Stauwässer sammeln. Sie
wurden im September 2008 durch die Sondierung RKS 1 zwischen 0,85 und 1,2 m u. GOK innerhalb
der Auffüllung erfasst.
5.4 Ergebnisse der Rammsondierungen
Die Rammdiagramme der Sondierungen DPH 1 bis DPH 12 (s. Anl. 2 bis 4) geben die Verteilung der
Schlagzahlen n10 in Abhängigkeit von der Tiefe wieder. Demnach überwiegt in der Schlacke oberflächennah eine dichte bis sehr dichte Lagerung. Sie geht in den tieferen Schlackepartien teilweise in
lockere und mitteldichte Lagerungsverhältnisse über.
Die hohen Schlagzahlen, die innerhalb des Schlackehorizonts auftreten, setzen sich zum Teil in den
höheren Partien der unterlagernden Auffüllung fort. Ihre n10-Werte nehmen mit wachsender Tiefe ab,
so dass die nichtbindigen Partien des Materials vielfach nur sehr locker bis locker gelagert sind. Wiederholt fiel die Sonde in der Auffüllung um 10 cm durch.
In den Hochflutablagerungen halten die geringen Schlagzahlen bereichsweise durch. Ansonsten
kommt es zu einem geringfügigen Schlagzahlanstieg, der aber Werte n10 > 10 nur untergeordnet erreicht.
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Im Übergang zu den Terrassenablagerungen stellen sich häufig deutlich größere Schlagzahlen ein, so
dass den überwiegend enggestuften Sanden in der Regel eine mitteldichte bis dichte Lagerung zuzuordnen ist. Lediglich ihre höchsten, wenige dm starken Abschnitte sind auf eine lockere Lagerung
beschränkt, die auch in der Sondierung DPH 7 ab 5,8 m u. GOK bis zur Endteufe von 6,0 m u. GOK
zu verzeichnen ist.
5.5 Bodenmechanische Kennwerte
Bodenart
(Bodengruppe n. DIN 18196)
Wichte
Wichte u.
erdfeucht  Auftrieb '
kN/m3
kN/m3
Kohäsion
c’
kN/m2
Reibungswinkel '

Steifemodul
Es
MN/m2
Auffüllung, Schlackehorizont
- [SE], [SW], [GW], [SU]
- [SU*], [UL], [UM]
18 – 20
18 – 20
9 – 11
9 – 11
0
0 – 10
30 – 40
25 – 32
10 – 80
5 – 15
Hochflutablagerungen
- SU
- SU*, UL, UM
19 – 21
19 – 21
10 – 12
10 – 12
0
3–5
32 – 35
25 – 32
20 – 50
8 – 20
18 – 21
9 – 12
0
35 – 37,5
60 – 120
Terrassenablagerungen
(SE, SW)
Tabelle 1: Bodenmechanische Kennwerte
5.6 Bodenklassen nach DIN 18300
Gestein
DIN 18196
DIN 18300
Auffüllung (einschl.
Schlackehorizont)
[SE], [SW], [GW], [SU],
Klasse 3 – 4 (leicht bis mittelschwer lösbar)
[SU*], [UL], ], UM]
Hochflutablagerungen
SU, SU*, UL, UM
Terrassenablagerungen SE, SW
Klasse 3 – 4 (leicht bis mittelschwer lösbar)
Klasse 3 (leicht lösbar)
Tabelle 2: Lösungsklassen der Gesteine nach DIN 18300
Die Schlacke, die als geschlossener Horizont auf dem gesamten Platz eingebaut worden ist, konnte
durch die Sondierungen vielfach nicht durchteuft werden. Es ist daher nicht auszuschließen, dass das
Materials aufgrund hoher Verdichtung bzw. Verfestigung den Lösungsklassen 6 bis 7 zuzuordnen ist.
Sofern das übrige aufgefüllte Material Steine (Korngröße > 63 mm) mit einem Anteil von mehr als
30 % und/oder mit einem Rauminhalt von mehr als 0,01 m3 aufweist, ist es höheren Klassen zuzuordnen.
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Die gemischtkörnigen und bindigen Gesteine der Auffüllung und der Hochflutablagerungen können
infolge von Witterungseinflüssen in einen breiigen und flüssigen Zustand übergehen, so dass sie dann
der Klasse 2 entsprechen (fließende Bodenart).
5.7 Frostempfindlichkeit nach ZTVE-StB
Gestein
DIN 18196
ZTVE-StB
Auffüllung (einschl.
Schlackehorizont)
[SE], [SW], [GW], [SU],
[SU*], [UL], ], UM]
Klasse F1 – F3
(nicht bis sehr frostempfindlich)
Hochflutablagerungen
SU, SU*, UL, UM
Klasse F1 – F3
(nicht bis sehr frostempfindlich)
Terrassenablagerungen SE, SW
Klasse F1 (nicht frostempfindlich)
Tabelle 3: Frostempfindlichkeit der Gesteine nach ZTVE-StB
5.8 Betonaggressivität des Grundwassers
Die Analyse der Betonaggressivität nahm das chemische Labor biomar GmbH an der Grundwasserprobe P GW 1 vor (s. Datenblatt im Anhang). Das Ergebnis ist in der Tabelle 4 im Vergleich zu den
Expositionsklassen nach DIN EN 206-1 dargestellt.
Probe
pH-Wert
CO2 angreifend
[mg/l]
Ammonium
[mg/l]
Magnesium
[mg/l]
Sulfat
[mg/l]
P GW 1
6,7
1,1
0,1
13,5
157
Expositionsklasse XA 1
< 6,5
> 15,0
> 15,0
> 300,0
> 200,0
Expositionsklasse XA 2
< 5,5
> 40,0
> 30,0
>1.000,0
> 600,0
Expositionsklasse XA 3
< 4,5
> 60,0
> 3.000,0
> 3.000,0
> 100
Tabelle 4: Betonaggressivität der Probe P GW 1 im Vergleich zu den Expositionsklassen nach DIN EN 206-1
5.9 Hydraulische Leitfähigkeit
Die Auffüllungen und Hochflutablagerungen bestehen aus nichtbindigen, gemischtkörnigen und bindigen Böden. Der schwankenden Korngrößenzusammensetzung entsprechend wird diesen Gesteinen
anhand von Erfahrungswerten eine Durchlässigkeit von K > 1 x 10-4 bis K > 1 x 10-8 m/s zugeordnet.
Um die Terrassenablagerungen zu beurteilen, wurden an den Proben P 5.2, P 11.2 und P 12.1 Korngrößenanalysen vorgenommen. Ihre Kornverteilungslinien sind in der Anlage 5 wiedergegeben. Demnach stellen die untersuchten Proben enggestufte, fein- und grobsandige Mittelsande dar. Aus der
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Körnungslinie ließ sich nach DVGW W 113 der Durchlässigkeitsbeiwert K mit Hilfe der Methoden
von HAZEN und von BEYER bestimmen (s. Tab. 5). Die Durchlässigkeit K der untersuchten Proben
beläuft sich somit auf
9,3 x 10-5 bis 3,6 x 10-4 m/s.
Formel
Randbedingung
Nach HAZEN: K = 0,0116 x (d10)
Nach BEYER: K = C x (d10)
Probe
Tiefe
2
2
U = 1 – 20, d10 = 0,06 - 0,6 mm
Gestein
[m u. GOK]
d60
[mm]
d10
[mm]
U
C
KBeyer
[m/s]
KHazen
[m/s]
0,4772
0,1764
2,7
0,010
3,1 x 10-4 3,6 x 10-4
2,75 - 4,00
Mittelsand, grobsandig,
schwach feinsandig
2,95 - 3,30
Mittelsand, feinsandig, schwach
grobsandig, schwach kiesig
0,33
0,1015
3,3
0,009
9,3 x 10-5 1,2 x 10-4
2,70 - 3,10
Mittelsand, feinsandig, schwach
grobsandig
0,3447
0,121
2,8
0,010
1,5 x 10-4 1,7 x 10-4
P 5.2
P 11.2
P 12.1
5  U = d60/d10, d10 = 0,1 – 3,0 mm
Tabelle 5: Durchlässigkeitsbeiwerte K nach HAZEN und nach BEYER (d60: Korndurchmesser bei 60 % Siebdurchgang; d10: Korndurchmesser bei 10 % Siebdurchgang; U = Ungleichförmigkeit; C: Proportionalitätsfaktor)
Da die Proben P 11.2 und P 12.1 vergleichsweise feinkörnig ausfallen, kann davon ausgegangen werden, dass sich die Terrassenablagerungen insgesamt durch Werte K > 1 x 10-4 m/s charakterisieren
lassen.
6 Schlussfolgerungen zu den Baugrundverhältnissen
6.1 Hinweise zur Gründung
Das vorliegende Gutachten ist beauftragt worden, um die Baumaßnahme vorzubereiten. Da somit
noch keine detaillierten Planungsvorgaben zur Verfügung stehen, können nur generelle Hinweise zu
den Gründungsverhältnissen gegeben werden. Vor diesem Hintergrund wird im Folgenden zunächst
angenommen, dass das Vorhaben nicht unterkellert wird. Anschließend wird auf eine mögliche Unterkellerung des Einkaufszentrums eingegangen.
Eine Flachgründung eines nicht unterkellerten Vorhabens wird zum Teil dem flächig verbreiteten,
locker bis sehr dicht gelagerten Schlackehorizont und zum Teil der tieferen Auffüllung direkt auflagern. Diese besteht aus nichtbindigen, gemischtkörnigen und zum Teil weichen, bindigen Gesteinen,
die geschlossene Lagen aus Ziegelbruch, Mörtelresten und Schlacke führen. Das Material weist sehr
gering verdichtete Partien auf, so dass die Rammsonde wiederholt um 0,1 m durchfiel. Vor diesem
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Hintergrund wird davon abgeraten, die Lasten in den Schlackehorizont bzw. die Auffüllung abzutragen.
Ein Teilaustausch des Materials kann nicht empfohlen werden, da die gering tragfähigen Partien vor
allem in den tieferen Auffüllungsabschnitten auftreten. Für einen vollständigen Austausch der Auffüllung sind, gemessen an den Sondierergebnissen, Aushubtiefen von 1,45 bis 2,6 m u. GOK und im
Mittel von 2,0 m erforderlich. In Abhängigkeit von den noch festzulegenden Lasten ist zudem zu prüfen, ob auch die relativ setzungsempfindlichen, 0,15 bis 1,2 m mächtigen Hochflutablagerungen und
die humosen Einschaltungen der höchsten Terrassenpartien (s. u.) ausgetauscht werden müssen. Somit
wird ggf. ein Aushub bis in Tiefen zwischen 2,3 und 3,0 m notwendig. Er entspricht bei einer durchschnittlichen Tiefe von 2,7 m in etwa der Ausschachtung, die auch für einen Keller erforderlich wird.
Unter diesen Voraussetzungen dürfte ein Austausch der Auffüllung mit einem unverhältnismäßig
hohen finanziellen Aufwand verbunden sein. In eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung müssen zudem
noch die Kosten für die Verwertung bzw. Beseitigung des Auffüllungsaushubs eingehen, die anhand
einer Beurteilung des Materials nach LAGA ermittelt werden müssen.
Vor diesem Hintergrund lässt sich eine Gründung über Bohrpfähle in Erwägung ziehen, die in die
nichtbindigen, mitteldicht bis dicht gelagerten Terrassenablagerungen reichen. Sie stellen einen ausreichend tragfähigen Baugrund dar, um eine Pfahlmantelreibung in Rechnung stellen zu können. Um
den Pfahlspitzenwiderstand zu ermitteln, ist die Tragfähigkeit der Terrassensande in größeren als den
hier untersuchten Tiefen festzustellen.
Sofern keine hohen Punkt- oder Linienlasten abgetragen werden müssen, kann der Baugrund auch mit
Hilfe einer Rüttelstopfverdichtung verbessert werden. In diesem Rahmen wird grobkörniges Material
über einen Rüttler seitlich in den zu verbessernden Boden gestopft, so dass tragfähige Säulen entstehen. Da der vorhandene Boden hierdurch verdrängt wird, fällt kein Aushub an. Folglich entfallen
solche Kosten, die für eine Verwertung der Auffüllung bei einem Bodenaustausch oder einer Bohrpfahlgründung entstehen.
Bei einem ausreichend engen Verdichtungsraster bewirken die Säulen einen verbesserten Baugrund,
der für eine Flachgründung mit zulässigen Bodenpressungen in der Größenordnung von 200 bis
250 kN/m2 geeignet ist. Die Verdichtung muss bis in ausreichend tragfähiges Gestein reichen. Da die
Hochflutablagerungen, die zum Teil eine weiche Konsistenz und eine geringe Verdichtung besitzen,
setzungsempfindlich ausfallen, wird empfohlen, die Säulen zumindest 0,5 m in die nichtbindigen Terrassenablagerungen unter den humosen Einschaltungen (s. u.) einbinden zu lassen. Die tatsächlich
anzusetzenden Bodenpressungen und die zu erwartenden Setzungen sind mit einem Spezialtiefbauunternehmen abzustimmen.
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Die Gründungstiefe einer möglichen Unterkellerung ist noch nicht bekannt. Wird davon ausgegangen, dass eine Ausschachtung bis etwa 3 m unter Gelände bzw. bis mindestens 26,3 m ü. NHN geführt
wird, so werden, gemessen an den Sondierergebnissen, die Terrassensande freigelegt. Etwaige Tieferschachtungen sind aufgrund von Mächtigkeitsschwankungen der Auffüllung und der Hochflutablagerungen einzuplanen. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass im Bereich früherer Bauvorhaben in der
weiteren Umgebung des Hans-Böckler-Platzes organische Böden aus humosen Terrassensanden und
Torfen angetroffen wurden. Die Sande führen in den hier vorgenommenen Sondierungen lediglich
schwach humose Anteile, die bis in das o. g. Niveau von 26,3 m ü. NHN reichen. Vereinzelte humose
Gehalte, die jedoch nicht das tragende Korngerüst der Sande beeinflussen, wurden bis 26,1 m ü. NN
erfasst. Dennoch wird vorsorglich empfohlen, den Baugrund anhand ergänzender Sondierungen auf
organische Böden zu überprüfen, um über die Notwendigkeit und ggf. das Ausmaß von Tieferschachtungen befinden zu können.
Da die nichtbindigen Terrassenablagerungen unter den humosen Einschaltungen im Wesentlichen
mitteldicht bis dicht gelagert sind, bietet sich eine Gründung über eine tragende Bodenplatte an, die
unter Berücksichtigung der Grundwasserverhältnisse auch in Kombination mit einer weißen Wanne
zu empfehlen ist (s. Abschn. 6.2). Sofern sehr hohe Punkt- oder Linienlasten anfallen, ist zu prüfen,
ob in entsprechenden Bereichen zusätzliche Sondergründungsmaßnahmen notwendig werden.
6.2 Hinweise zur Trockenhaltung von Kellerräumen
Der höchste, in der Vergangenheit aufgetretene Grundwasserstand wird nach Abschnitt 5.3 mit
26,8 m ü. NN angesetzt. Im Abschnitt 6.1 ist empfohlen worden, eine tragende Bodenplatte im Niveau
der Terrassenablagerungen herzustellen. Unter dieser Voraussetzung liegt die Kellersohlenunterkante
tiefer als der höchste Grundwasserstand, so dass ein Untergeschoss gegen drückendes Wasser
abgedichtet werden muss.
Es wird empfohlen, aus der Arbeitsraumsohle etwaige tief reichende Auffüllungen und Hochflutablagerungen zu entfernen. Hierdurch sind die nichtbindigen Terrassenablagerungen freizulegen, denen
nach Abschnitt 5.9 eine Durchlässigkeit K > 1 x 10-4 m/s zugeordnet wird. Unter dieser Voraussetzung ist es ausreichend, Maßnahmen gegen drückendes Wasser entsprechend DIN 18195-6 bis zumindest 0,3 m über den höchsten Grundwasserstand zu führen, wenn zugleich auch der Arbeitsraum
mit einem nichtbindigen Material verfüllt wird, das eine Durchlässigkeit K > 1 x 10-4 m/s besitzt. Zu
diesem Zweck kann ggf. anfallender Aushub der Terrassensande mit einem Schluffgehalt von weniger
als 5 % verwendet werden.
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i 1065, September 2008
Seite 13
Falls ein Material mit einer geringeren als der o. g. Durchlässigkeit wieder eingebaut wird, ist nach
DIN 18195-6 aufgrund von Stauwässern in der Arbeitsraumverfüllung eine Abdichtung gegen drückendes Wasser bis 300 mm über die zukünftige Geländeoberkante vorzusehen.
6.3 Hinweise zu den Erdarbeiten
Ein nicht unterkellertes Bauvorhaben kann nach Abschnitt 6.1 über Bohrpfähle oder mit Hilfe von
Rüttelstopfsäulen gegründet werden. Für die entsprechenden Arbeiten ist ein standfestes Arbeitsplanum Voraussetzung, dass durch den großflächig eingebauten Schlackehorizont gegeben ist. Sofern die
Schlacke örtlich fehlt oder in geringer Stärke nur wenig verdichtet ist, müssen ggf. ergänzende Schotterpartien eingebaut werden. Es wird empfohlen, die weiteren Arbeitsschritte mit dem Bodengutachter
und Spezialtiefbauunternehmen abzustimmen, wenn Planungsvorgaben zur Verfügung stehen. Sofern
ein Austausch der Auffüllung vorgenommen werden soll, können die hierfür erforderlichen Erdarbeiten entsprechend den Hinweisen durchgeführt werden, die im Folgenden für eine Unterkellerung gegeben werden.
Es wird davon ausgegangen, dass die Ausschachtung für eine Unterkellerung bis in die Terrassenablagerungen reichen wird. Die Baugrubenwände werden durch die wechselhaft zusammengesetzte und
zum Teil sehr gering verdichtete Auffüllung und durch die nichtbindigen bis bindigen Hochflutablagerungen aufgebaut. Unter diesen Voraussetzungen wird bei einer überschlägig abgeschätzten Baugrubentiefe von etwa 3 m empfohlen, Böschungen einer offenen Baugrube unter einem Winkel von
maximal 45° anzulegen. Steilerer Böschungsneigungen sollten nur dann realisiert werden, wenn die
Ausschachtungstiefe festgelegt und die Böschungsstandsicherheit überprüft worden ist.
Sofern für eine offene Baugrube nicht genügend Fläche zur Verfügung steht, muss ein Verbau hergestellt werden. Bei einer ausreichenden Wasserhaltung (s. u.) kann anhand der ausstehenden Planungsvorgaben ein Berliner Verbau geprüft werden, dessen Träger in die Terrassenablagerungen einbinden.
Im September 2008 trafen die Sondierungen das Grundwasser zwischen 25,0 und 25,3 m ü. NHN an.
Wird zudem die o. g. Baugrubentiefe von ca. 3 m unter Gelände bzw. eine Ausschachtungssohlhöhe
von 26,3 m ü. NN betrachtet, so wird keine Absenkung erfolgen müssen. Auch bei einem mittleren
höchsten Grundwassertand von 25,8 m ü. NN besteht ein ausreichender Abstand zu o. g. Baugrubensohle. Eine Absenkung wird daher nur unter ungünstigen Verhältnissen notwendig, um das Grundwasser zumindest 0,5 m unter Baugrubensohle zu halten.
Sofern sich das Grundwasser im Niveau der Hochflutablagerungen und der Auffüllung bewegt, muss
aufgrund ihrer feinkörnigen Partien eine Vakuumabsenkung vorgenommen werden. Nur für den Fall,
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i 1065, September 2008
Seite 14
dass die Grundwasseroberfläche im Niveau der Terrassenablagerungen liegt, ist eine Schwerkraftabsenkung ausreichend. Sofern der niedrigste Grundwasserstand von 24,6 m ü. NN nicht unterschritten
wird, werden sich in den nichtbindigen Terrassensanden keine Setzungen einstellen, die sich nachteilig auf die benachbarte Bebauung auswirken. Da allerdings in der Umgebung des Bauvorhabens humose und torfführende Gesteine nicht auszuschließen sind, wird empfohlen, eine Absenkung auch im
Hinblick auf etwaige Auswirkungen auf die benachbarte Bebauung zu planen.
In und über den feinkörnigen Partien der Auffüllung und der Hochflutablagerungen können sich
Stauwässer einstellen, die in der Regel über eine offene Wasserhaltung beherrschbar sind. Bei starken
Wasserzutritten werden ggf. ergänzende Maßnahmen notwendig, da die feinkörnigen Partien der Auffüllung und der Hochflutablagerungen Fließsandeigenschaften annehmen können. So lassen sich in
offenen Baugruben Kiesschüttungen vor den Böschungen herstellen, um diese zu stabilisieren und
austretende Wässer zu fassen. Bei einem Berliner Verbau ist unter Umständen eine Vakuumabsenkung vorzunehmen, um Stauwasserzutritte zu verhindern.
Unter diesen Gesichtspunkten ist eine Erkundung der Bodenwasserverhältnisse vor Aufnahme der
Erdarbeiten ratsam. Zu diesem Zweck können Probeschürfe mit Hilfe eines Baggers erfolgen. Mit
Hilfe von Rammpegeln lassen sich die Bodenwasserverhältnisse bereits frühzeitig und mit Hilfe von
Wiederholungsmessungen erfassen.
Sofern in der Ausschachtungssohle gemischtkörnige, bindige oder organische Böden anstehen, sind
die entsprechenden Partien zu entfernen. Bei geringen Aushubkubaturen können Tieferschachtungen
durch Magerbeton und anderenfalls durch nichtbindige, weitgestufte Tragschichten ausgeglichen werden. Geeignet sind Sand-Kies-Gemische (z. B. der Körnung 0/32 mm) oder Schotter (z. B. 0/45 mm),
deren Körnungslinie innerhalb des Sieblinienbereichs für Tragschichten nach ZTV SoB-StB liegt.
7 Schlussfolgerungen zur Niederschlagswasserversickerung
Es wird davon abgeraten, in die erbohrte Auffüllung zu versickern, da sie zum Teil feinkörnig aufgebaut ist und zudem anthropogene Fremdstoffe führt.
Der gewachsene Boden setzt mit nichtbindigen, gemischtkörnigen und bindigen Hochflutablagerungen ein. Ihren relativ feinkörnigen Böden wird eine Durchlässigkeit von K < 5 x 10-6 m/s zugeordnet.
Sie erreichen somit nicht die Grenzdurchlässigkeit von K = 5 x 10-6 m/s, die versickerungsgeeignetes
Gestein nach MURL (1998) zumindest besitzen muss. Daher ist auch eine Versickerung in diese Böden nicht zu empfehlen.
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i 1065, September 2008
Seite 15
Die tieferen Terrassensande sind zwar grundsätzlich für eine Versickerung geeignet, doch ist zu berücksichtigen, dass sie in Phasen hoher Grundwasserstände vollständig wassergesättigt vorliegen. So
kann das Grundwasser bei einem höchsten Stand von 26,8 m ü. NN bis in die Auffüllung und die
Hochflutablagerungen aufsteigen. Unter dieser Voraussetzung wird sich das Grundwasser in diesen
Gesteinen sammeln und nur verzögert abgegeben werden. Somit ist davon auszugehen, dass zeitweise
eine Versickerung in die ausreichend durchlässigen Terrassenablagerungen unterbunden wird. In solchen Phasen wird sich versickerndes Wasser in und über den feinkörnigen Gesteinen stauen und als
Schichtenwasser unkontrolliert der Nachbarbebauung zufließen. Unter diesen Voraussetzungen wird
von einer Versickerung von Niederschlagswasserabflüssen abgeraten.
Dinslaken, den 30.09.08
(Dr. Torsten Böcke, Dipl.-Geol.)
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Seite 16
8 Verzeichnis verwendeter Karten und Schriften
DIN EN 206-1: Beton.- Teil 1: Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität. Juli 2001
DIN 1054-2005: Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau. Januar 2005
DIN 4022-1: Schichtenverzeichnis für Bohrungen ohne durchgehende Gewinnung von gekernten Proben im Boden und im Fels. September 1987
DIN 4023: Baugrund- und Wasserbohrungen - Zeichnerische Darstellung der Ergebnisse. März 1984
DIN 4030: Beurteilung betonangreifender Wässer, Böden und Gase. Juni 1991
DIN 4094-3: Rammsondierungen. Januar 2002
DIN 18196: Erd- und Grundbau.- Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke. Juni 2006
DIN 18300: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen „Erdarbeiten“. Oktober
2006
DVGW: Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs: Ermittlung, Darstellung und Auswertung der
Korngrößenverteilung wasserleitender Lockergesteine für geohydrologische Untersuchungen und für
den Bau von Brunnen. Merkblatt W 113. April 1983. 17 S.
DWA: Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall: Planung, Bau und Betrieb
von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser. April 2005
GLA, 1995: Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Ingenieurgeologische Karte 1 : 25.000,
Blatt 4406 Dinslaken. Blatt 1, Blatt 2
GLA, 1995b: Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Geologische Karte 1 : 25.000, Blatt
4406 Dinslaken.
LUA, 1995: Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen: Grundwassergleichenkarte von NordrheinWestfalen. Stand: April 1988. Maßstab 1 : 50.000. Blatt L 4506 Duisburg. 1995
LWA, o.D.: Landesamt für Wasser und Abfall: Grundwassergleichenkarte von Nordrhein-Westfalen.
Stand: Oktober 1963. Maßstab 1 : 50.000. Blatt L 4506 Duisburg.
LWA, o.D.: Landesamt für Wasser und Abfall: Grundwassergleichenkarte von Nordrhein-Westfalen.
Stand: Oktober 1973. Maßstab 1 : 50.000. Blatt L 4506 Duisburg.
LWA, 1976a: Landesamt für Wasser und Abfall: Hydrologische Karte von Nordrhein-Westfalen im
Maßstab 1 : 25.000. Grundrisskarte. Blatt 4406 Dinslaken
LWA, 1976b: Landesamt für Wasser und Abfall: Hydrologische Karte von Nordrhein-Westfalen im
Maßstab 1 : 25.000. Profilkarte. Blatt 4406 Dinslaken
MURL (1998): Niederschlagswasserbeseitigung gemäß § 51a des Landeswassergesetzes. RdErl. d.
Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft vom 18.05.1998. MBl. NW 39, 1998,
S. 654 – 665
ZTVE-StB 94: Zusätzliche technische Vorschriften und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau.
Hrsg. von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (Ausgabe 1994, Fassung 1997)
ZTV SoB-StB 04: Zusätzliche technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von
Schichten ohne Bindemittel im Straßenbau. Hrsg. von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und
Verkehrswesen, Ausgabe 2004
Neubau eines Einkaufzentrums am Hans-Böckler-Platz in Dinslaken
Anhang
Labordatenblatt zur Betonaggressivität des Grundwassers
AUFTRAGGEBER:
Dr. T. Böcke
Herrn Thebingbuß
Thyssenstr. 123-125
46535 Dinslaken
AUFTRAG VOM:
18.09.08
PROJEKT:
Hans Böckler-Platz
i 1065
PROBENEHMER:
Auftraggeber
PROBENAHMEDATUM:
18.09.08
PROBENEINGANG:
18.09.08
UNTERSUCHUNGSUMFANG:
siehe Analysenergebnisse
UMFANG DES BERICHTES:
(incl. Deckblatt)
2 Seiten
BERICHTSDATUM:
24.09.08
BERICHTERSTATTER:
Dr. Petra Albrecht
Die Untersuchungen beziehen sich ausschließlich auf vorgenanntes Untersuchungsobjekt und sind nicht ohne weitere
Prüfung auf andere Objekte übertragbar.
24.09.08
Projekt-Nr. i 1065
Hans-Böckler-Platz
Wasseruntersuchung :
(zur Bestimmung der Betonaggressivität des Grundwasser gemäß DIN 4030)
Parameter
PGW 1
Angriffsgrad
Einheit
RKS 10
schwach
stark
sehr stark
4,00-5,00 m
angreifend
angreifend
angreifend
pH-Wert
kalklösende Kohlensäure (CO2)
6,7
6,5-5,5
< 5,5-4,5
< 4,5
1,1
15-40
> 40-100
> 100
mg/l
Ammonium
0,10
15-30
> 30-60
> 60
mg/l
Magnesium
13,5
300-1000
> 1000-3000
> 3000
mg/l
Sulfat
157
200-600
> 600-3000
> 3000
mg/l
Analysenverfahren :
Parameter
DIN-Verfahren
Ammonium
Calcitsättigung
Magnesium
pH-Wert
Sulfat
DIN 38 406-E5
DIN 38 404-C10
DIN EN ISO 7980-E3a
DIN 38 404-C5
DIN EN ISO 10304-1-D19/20
Bestimmungsgrenze
0,05
0,1
0,1
mg/l
mg/l
mg/l
0,1
mg/l
RKS/DPH 1
RKS/DPH 2
RKS/DPH 3
RKS/DPH 4
c k le
RKS/DPH 6
r - S tr
aße
RKS/DPH 5
RKS/DPH 7
H an
s - Bö
RKS/DPH 8
RKS/DPH 9
RKS/DPH 10
RKS/DPH 11
RKS/DPH 12
Legende
Rammkern und schwere
RKS/DPH 1 Rammsondierung
Rammkern-, schwere
RKS/DPH 10 Rammsondierung und
Grundwasserprobenahme
Kanaldeckel [m ü. NHN]
D 29.25
Anlage 1
September 2008
Lageplan
Maßnahme:
Bodenuntersuchung für den
Neubau eines Einkaufszentrums
auf dem Hans-Böckler-Platz in
Dinslaken
Auftraggeber: Stadt Dinslaken
Maßstab: 1 : 750
Proj.-Nr.: i 1065
RKS 1
29.5
29.04 m ü NHN
0
29
28.5
0.25 (28.79)
A
A, fS - mS, h, u (Oberboden), f, dunkelbraun
0.45 (28.59)
A
A, Schlacke, f', grau
A
A, S, u, g, Ziegelbruchstücke, Schlacke,
Mörtelreste, f, dunkelgraubraun
A
A, S, u, g, Ziegelbruchstücke,
Schlacke.
_
Mörtelreste,
f, dunkelgraubraun
_
A, U, s, stf, Klopfwasser, graubraun,
braun
0.85 (28.19)
28
1.20 (27.84)
27.5
DPH 2
DPH 1
m ü. NHN
P 1.1 (0.45 - 1.45 m)
1.45 (27.59)
A
29.19 ü. NHN
10
20
30
40
50
29.5
Schlagzahlen je 10 cm
Pflasterung
0.08 (29.11)
0
vorgebohrt
10
20
30
40
50
0.0
29
177
66
64
117
A
A, Schlacke, f, grau
28.5
0.85 (28.34)
1.0
A
1.0
A, S, fg, Ziegelbruchstücke, Keramikbruchstücke,
Asche, f, schwärzlich braun
28
1.50 (27.69)
27.5
A
fS, u, ms, f, gelbbraun
A, U, s, fg'', Schlacke, Asche, wch, schwärzlichgrau
2.0
27
2.0
U, fs, wch, gelbbraun, braun
2.30 (26.74)
26.5
Schlagzahlen je 10 cm
U, fs, stf, graubraun, braun
1.80 (27.24)
1.95 (27.09)
27
RKS 2
0.0
m ü. NHN
29.19 m ü. NHN
29.04 m ü. NHN
2.40 (26.79)
2.55 (26.64)
2.70 (26.49)
2.75 (26.44)
Bohrverlust
2.60 (26.44)
_
U, fs, ms', stf, ockerbraun, beigebraun
mS, fs, u', f, beigebraun, braun
fS, u, ms, f, grau
26.5
3.0
26
26
3.0
mS, gs, fg', fs'', f, beigebraun
mS, gs, fs', fg', f, beigebraun
25.5
25.5
3.70 (25.34)
25
3.95 (25.09)
4.00 (25.19)
mS, fs, gs, fg'', f, beigebraun
3.95 (25.09)
4.05 (24.99)
mS, fs, gs, fg'', beigebraun
4.00 (25.19)
4.0
25
4.0
24.5
24.5
mS, gs, fs', fg', beigebraun
5.0
24
mS - gS, fs', fg', mg'', beigebraun
24
5.0
5.55 (23.64)
23.5
23.5
mS - gS, fs', beigegrau
6.00 (23.19)
6.00 (23.04)
23
Endteufe erreicht
6.0
Endteufe erreicht
6.0
Endteufe erreicht
23
Endteufe erreicht
Legende
steif
m ü. NHN
29.5
29
Pflasterung
0.08 (29.05)
A
28.5
0
vorgebohrt
10
20
30
40
0.25 (29.04)
A, Schlacke, f', grau
A, fS, u', h'', ms'' (Oberboden), f, mittelbraun
0
10
20
30
40
A
A, Schlacke, f', grau
28
1.10 (28.19)
61
55
A
A
A, fS, g', u'', Einzelfunde an Schlacke,
f, dunkelbraun
A
A, fS, u, fg', Einzelfunde an Ziegelbruchstücken,
f, dunkelbraun
Schluff (U)
mittelkiesig (mg)
schluffig (u)
29.5
50
feinkiesig (fg)
GW angebohrt
kiesig (g)
Nebenanteile
'' sehr schwach
'_ schwach
stark
grobsandig (gs)
1.0
28
Mittelsand (mS)
27.5
fS - mS, u, f, beigegraubraun
1.85 (27.44)
Feuchtigkeit
f feucht
f' schwach feucht
mittelsandig (ms)
2.0
2.0
27
humos (h)
28.5
1.65 (27.64)
A, Ziegelbruchstücke, Mörtelreste, Schlacke,
f, rot, hellbraun, grau
sandig (s)
29
P 4.1 (0.25 - 0.85 m) 0.85 (28.44)
0.70 (28.43)
27.5
A
Auffüllung (A)
naß
0.0
50
0.0
1.0
m ü. NHN
Schlagzahlen je 10 cm
29.29 m ü. NHN
Schlagzahlen je 10 cm
29.13 m ü. NHN
29.29 m ü. NHN
RKS 4
29.13 m ü. NHN
RKS 3
weich
DPH 4
DPH 3
A
mS, u, fs, f, ockerbraun, gelbbraun
27
Feinsand (fS)
26.5
feinsandig (fs)
26
Sand (S)
2.50 (26.79)
26.5
mS, fs, u', gs'', fg'', f, ockerbraun,
gelbbraun
fS - mS, h', f, beigegrau
mS, fs, f, beigegraubraun
P 3.1 (0.70 - 2.60 m) 2.60 (26.53)
2.90 (26.39)
2.95 (26.34)
3.15 (26.14)
mS, u', fs', gs', f, gelbbraun, braun
2.75 (26.38)
3.0
26
3.0
mS, fs, gs, f, beigebraun
mS, fs, gs, fg'', f, beigebraun, beigegraubraun
25.5
3.95 (25.18)
4.10 (25.19)
3.95 (25.18)
25.5
4.0
4.10 (25.19)
4.0
25
24.5
25
24.5
mS, fs, gs, beigebraun
mS - gS, fs', fg'', mg'', beigebraun
5.0
24
Anlage 2
September 2008
5.0
24
Bohr- und Rammprofile RKS/DPH 1 - RKS/DPH 4
5.35 (23.78)
23.5
6.00 (23.13)
23
23.5
mS, gs, fg', fs'', beigebraun
Endteufe erreicht
6.00 (23.29)
Endteufe erreicht
6.0
Endteufe erreicht
Maßnahme:
Bodenuntersuchung für den Neubau eines
Einkaufszentrums auf dem
Hans-Böckler-Platz in Dinslaken
Auftraggeber:
Stadt Dinslaken
6.0
Endteufe erreicht
23
Maßstab: 1 : 50
Proj.-Nr.: i 1065
DPH 6
m ü. NHN
DPH 5
29.5
29.01 m ü. NHN
RKS 6
Schlagzahlen je 10 cm
29.14 ü. NHN
RKS 5
29.01 m ü NHN
0
29
Pflasterung
0.08 (28.93)
28.5
vorgebohrt
A
A, Schlacke
A
A, Ziegelbruchstücke, f, rot
A
A, S, Ziegelbruchstücke, Mörtelreste,
f, rotbraun, graubraun
10
20
30
40
50
0.0
77
69
126
52
0.85 (28.16)
1.20 (27.81)
1.75 (27.39)
2.0
26
2.50 (26.64)
2.75 (26.39)
2.80 (26.34)
50
29
144
65
78
83
54
28
_
A, U, fs, t', stf, schwarzgrau
_
U, fs, ms', wch - stf, grünlichgrau,
grau
_
fS - mS, u, f, braun
_
mS, gs, fs, f, beigegrau
27.5
2.0
27
26.5
3.0
26
mS, gs, fs', fg'', f, beigegraubraun
3.95 (25.19)
25.5
3.95 (25.19)
4.0
P 5.2 (2.75 - 5.30 m) 4.05 (24.96)
28.5
A, S, u', g', Schlacke, Asche, f, schwarz
mS - gS, fg, f, beigegraubraun
mS, gs, fs', f, beigebraun
4.05 (24.96)
40
mS, h, gs, fs', f, beigegrau
3.20 (25.94)
3.0
25.5
25
A
2.30 (26.84)
U, fs, t', wch - stf, Klopfwasser, braun,
grau_
U, fs, fg', stf, braun, ockerbraun
mS, fs, u', f, braun, beigebraun
2.45 (26.56)
2.60 (26.41)
2.75 (26.26)
26.5
30
1.0
A
A, U, s, Ziegelbruchstücke, Mörtelreste,
wch, Klopfwasser, dunkelgraubraun
P 5.1 (0.65 - 2.15 m) 2.15 (26.86)
20
A, Schlacke, f, grau
1.05 (28.09)
P 6.1 (1.05 - 1.60 m) 1.60 (27.54)
27
10
0.0
1.0
27.5
A
0
vorgebohrt
55
A
0.65 (28.36)
28
29.5
Schlagzahlen je 10 cm
Pflasterung
0.08 (29.06)
m ü. NHN
29.14 m ü. NHN
25
4.0
24.5
24.5
mS, gs, fs', beigebraun
mS, gs, fs', fg'', beigegraubraun
5.0
24
24
5.0
5.30 (23.71)
23.5
23.5
_
mS, gs, fg', beigegrau
5.80 (23.34)
_
S, g, Schlufflinsen, beigegrau, grau
6.00 (23.14)
6.00 (23.01)
23
Endteufe erreicht
6.0
Endteufe erreicht
6.0
23
Endteufe erreicht
Endteufe erreicht
Legende
DPH 8
DPH 7
m ü. NHN
RKS 7
19.5
29.25 m ü. NHN
0.08 (29.17)
0.30 (28.95)
19
A
Pflasterung
A, Schlacke, f', grau
0
vorgebohrt
29.25 m ü. NHN
RKS 8
Schlagzahlen je 10 cm
29.41 m ü. NHN
10
20
30
40
50
0.0
0.30 (29.11)
0.45 (28.96)
162
210
A
A
steif
A
29.41 m ü. NHN
m ü. NHN
Schlagzahlen je 10 cm
A, fS, u', h'', fg'' (Oberboden), f',
braun
A, Schlacke, f'', grau
0
10
20
30
40
50
19.5
0.0
weich - steif
Auffüllung (A)
sandig (s)
humos (h)
Schluff (U)
feinkiesig (fg)
schluffig (u)
kiesig (g)
tonig (t)
weich
19
18.5
18.5
A
18
A, S, u', fg'', Schlufflinsen, Einzelfunde
an Ziegelbruchstücken und Schlacke, f,
dunkelgraubraun, schwarz
A
1.0
A, S, fg', Schlufflinsen, Einzelfunde
an Ziegelbruchstücken, f', braun, mittelbraun
1.0
grobsandig (gs)
18
Mittelsand (mS)
1.70 (27.55)
1.85 (27.40)
17.5
GW angebohrt
1.80 (27.61)
_
U, fs, ms, stf, ockerbraun, gellgrau
fS, ms, u', f, graubraun, ockerbraun
2.00 (27.41)
17.5
Nebenanteile
'' sehr schwach
'_ schwach
stark
mittelsandig (ms)
2.0
2.0
17
Bohrverlust
17
Feinsand (fS)
16.5
feinsandig (fs)
16
Sand (S)
mS, fs, gs, u'', f, ockerbraun, gelbbraun
2.85 (26.56)
3.00 (26.41)
16.5
2.90 (26.35)
3.00 (26.25)
mS, fs, u', f, beigebraun
16
fS, u, ms', f, gelbbraun, hellgrau
mS, gs, fs', f, beigegrau
mS, gs, fs', fg'', mg'', f, beigebraun
15.5
4.05 (25.20)
4.15 (25.26)
4.0
4.30 (24.95)
14.5
4.0
4.15 (25.26)
mS, gs, fs', fg'', beigebraun
15
mS - gS, fs, fg', beigegraubraun
14.5
mS, gs, fs', fg'', mg'', beigebraun
5.0
5.20 (24.05)
5.0
14
mS, gs, fs, beigegraubraun
13.5
13.5
6.00 (23.41)
6.00 (23.25)
13
15.5
mS, gs, fs', fg'', f, beigebraun
4.05 (25.20)
14
3.0
3.0
3.50 (25.75)
15
Feuchtigkeit
f feucht
_f' schwach feucht
f stark feucht
Endteufe erreicht
Endteufe erreicht
6.0
Endteufe erreicht
Anlage 3
September 2008
Bohr- und Rammprofile RKS/DPH 5 - RKS/DPH 8
Maßnahme:
Bodenuntersuchung für den Neubau eines
Einkaufszentrums auf dem
Hans-Böckler-Platz in Dinslaken
Auftraggeber:
Stadt Dinslaken
6.0
Endteufe erreicht
13
Maßstab: 1 : 50
Proj.-Nr.: i 1065
29.5
RKS 9
28.99 m ü NHN
29
0.35 (28.64)
28.5
DPH 10
DPH 9
m ü. NHN
P 9.1 (0.35 - 0.60 m) 0.60 (28.39)
0
A
A, fS, u, h', ms', Einzelfunde an Schlacke,
f, mittelbraun
A
A, Schlacke, f', grau
29.16 m ü. NHN
28.99 m ü. NHN
RKS 10
Schlagzahlen je 10 cm
29.16 ü. NHN
10
20
30
40
50
Pflasterung
0.08 (29.08)
0.0
0
vorgebohrt
29.5
10
20
30
40
50
0.0
29
101
71
144
56
A
28.5
A, Schlacke, f', grau
1.0
1.10 (28.06)
28
m ü. NHN
Schlagzahlen je 10 cm
28
1.0
27.5
A
A, S, fg', Schlacke, Asche, Ziegelbruchstücke,
f, schwarz, dunkelgraubraun
27
27.5
A
A, S, u', g', Schlacke, Asche, f, braun,
schwarz, grau
2.0
27
2.0
P 9.2 (0.60 - 2.30 m) 2.30 (26.69)
26.5
P 10.1 (1.10 - 2.50 m) 2.50 (26.66)
_
fS, u, ms', f, graubraun, ockerbraun
2.65 (26.51)
U, fs, stf - hfst, mittelbraun, ockerbraun
2.55 (26.44)
2.70 (26.29)
mS, u, fs', f, ockerbraun
26
mS, fs, gs', f, beigebraun
mS, fs, gs, f, beigebraun
3.0
3.10 (26.06)
3.20 (25.96)
3.0
P 9.3 (2.70 - 3.20) 3.20 (25.79)
25.5
3.90 (25.09)
26
mS, fs', g', gs'', f, beigebraun
25.5
mS, fs', gs', fg'', f, beigebraun
mS, gs, fs, fg'', f, beigebraun
25
26.5
4.00 (25.16)
3.90 (25.09)
4.00 (25.16)
4.0
4.0
25
mS, fs', gs', fg'', beigebraun
4.50 (24.66)
mS, gs, fs, fg'', beigebraun
24.5
24.5
5.0
4.95 (24.04)
24
5.0
24
mS - gS, fg'', beigebraun
mS - gS, fg, fs', beigegrau
23.5
23.5
5.80 (23.19)
6.00 (23.16)
gS, ms, fg', beigegraubraun
6.00 (22.99)
23
Endteufe erreicht
6.0
Endteufe erreicht
6.0
23
Endteufe erreicht
Endteufe erreicht
22.5
22.5
m ü. NHN
DPH 12
DPH 11
20
RKS 11
29.37 m ü. NHN
19.5
Pflasterung
0.08 (29.29)
0
vorgebohrt
29.37 m ü. NHN
RKS 12
Schlagzahlen je 10 cm
29.48 m ü. NHN
10
20
30
40
50
0.0
0.25 (29.23)
A
A
A, Sandbettung und Schlacke, hellbraun
und grau
_
A, fS, u, h, ms'' (Oberboden), f, mittelbraun,
dunkelbraun
A
A, Schlacke, f', grau
1.0
A
18
P 11.1 (0.85 - 1.75 m) 1.75 (27.62)
17.5
A
2.20 (27.17)
A, fS - mS, g, u', Schlacke, Ziegelbruchstücke
und Mörtelreste, f, dunkelbraun
_
A, U, fs, Einzelfunde an Ziegelbruchstücken,
Kohle und Wurzelresten, hfst, ockerbraun,
braun
1.60 (27.88)
1.65 (27.83)
A
A
1.80 (27.68)
2.0
20
30
40
A, Ziegelbruchstücke, f', rot
A, S, u', Einzelfunde an Holzresten und
Ziegelbruchstücken, f, mittelbraun
Bohrverlust
fS - mS, u', gs'', fg'', f, gelbbraun,
hellgrau
mS, fs, gs', g', h'', f, beigegrau
2.95 (26.42)
P 11.2 (2.95 - 3.30 m) 3.30 (26.07)
mS, fs, gs', f, beigebraun
P 12.1 (2.70 - 3.10 m) 3.10 (26.38)
3.0
76
380
77
66
76
_
mS, gs, fs', f, beigebraun, gelbbraun
15.5
4.10 (25.27)
4.10 (25.27)
4.25 (25.12)
_
mS, gs, fs', beigebraun, gelbbraun
Feinsand (fS)
humos (h)
feinsandig (fs)
mittelkiesig (mg)
Sand (S)
feinkiesig (fg)
Schluff (U)
18
kiesig (g)
schluffig (u)
17.5
Grobsand (gS)
A
steif - halbfest
19
18.5
1.0
2.0
GW angebohrt
Nebenanteile
'' sehr schwach
'_ schwach
stark
grobsandig (gs)
17
mS, fs, gs, f, beigebraun
4.0
4.30 (25.18)
Mittelsand (mS)
16.5
3.0
mS, fs, u', fg', f, beigegrau, grau
fS - mS, u', f, beigegraubraun
mS, fs,
_ gs'', f, beigebraun
mS, fg, gs', mg', f, beigebraun
3.25 (26.23)
3.40 (26.08)
3.55 (25.93)
3.70 (25.78)
mS, gs, fs', fg', f, beigebraun
3.50 (25.87)
Auffüllung (A)
19.5
halbfest
2.70 (26.78)
2.75 (26.62)
16.5
50
0.0
fS - mS, u', f, beigebraun, beigegrau
17
16
10
Schlacke bis 0,8 m vorgebohrt
0.85 (28.52)
18.5
m ü. NHN
Schlagzahlen je 10 cm
0
53
19
Legende
29.48 m ü. NHN
Feuchtigkeit
f feucht
f' schwach feucht
mittelsandig (ms)
16
15.5
4.0
4.30 (25.18)
15
15
mS, fs, gs, beigebraun
4.70 (24.78)
mS - gS, fg', beigebraun
5.00 (24.48)
14.5
mS, fs, gs, beigebraun
5.0
5.0
_
mS, gs, fs', fg'', beigebraun
14
13.5
5.80 (23.57)
_
mS, gs, fs', fg', beigegrau
6.00 (23.37)
Endteufe erreicht
13
14.5
6.00 (23.48)
Endteufe erreicht
6.0
Endteufe erreicht
14
13.5
6.0
Anlage 4
September 2008
Bohr- und Rammprofile RKS/DPH 9 - RKS/DPH 12
Maßnahme:
Bodenuntersuchung für den Neubau eines
Einkaufszentrums auf dem
Hans-Böckler-Platz in Dinslaken
Auftraggeber:
Stadt Dinslaken
Endteufe erreicht
13
Maßstab: 1 : 50
Proj.-Nr.: i 1065
Projekt: Bodenuntersuchung für den Neubau eines Einkaufszentrums
Thyssenstraße 123 - 125
Kornverteilung nach DIN 18123 - 4
auf dem Hans-Böckler Platz in Dinslaken
46535 Dinslaken
Tel.: 0 20 64 / 470 420
Probe entnommen am: 18.09.08
Bearbeiter: Ute Beckelmann
Fax: 0 20 64 / 470 421
Datum: 26.09.2008
Schlämmkorn
Siebkorn
Schluffkorn
Sandkorn
Kieskorn
Feinstes
Steine
Fein-
100
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Fein-
Mittel-
Grob-
Massenanteile der Körner < d in % der Gesamtmenge
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
0.001
0.002
0.006
0.01
0.02
0.06
0.1
0.2
0.6
1
2
6
10
20
60
100
Korndurchmesser d in mm
Probennummer:
Entnahmestelle:
Entnahmetiefe:
Ungleichförmigkeit/
Krümmungszahl
60%=d60
10%=d10
P 5.2
RKS 5
2.75 - 4.00 m
2.7/1.0
0.4772
0.1764
P 11.2
RKS 11
2.95 - 3.30 m
3.3/1.0
0.3300
0.1015
P 12.1
RKS 12
2.70 - 3.10 m
2.8/1.1
0.3447
0.1210
Bemerkungen:
Projekt-Nr.:
i 1065
Anlage:
5
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