PROGRAMM - Beethoven Orchester Bonn

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Wir spielen für Dich!
7. FREITAGSKONZERT
Freitag, 25. Mai 2012, 20 Uhr
Beethovenhalle
Schlag an den Stern
Albrecht Mayer Englischhorn
Beethoven Orchester Bonn
Stefan Blunier Dirigent
PROGRAMM
Wir spielen für Dich!
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www.beethoven-orchester.de
Foto: Barbara Aumüller
Jede Note
Leidenschaft
Programm
Schlag an den Stern
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ab Herbst 2012
im Handel und am
des
Informationsstand
Bonn
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Beethoven Orc
als CD erhältlich!
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21 (1800)
Adagio molto – Allegro con brio
Andante cantabile con moto
Menuetto. Allegro molto e vivace
Finale. Adagio – Allegro molto e vivace
Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948)
Concertino As-Dur op. 34 für Englischhorn,
zwei Hörner und Streicher (1947)
Preludio
Capriccio
Adagio
Finale
Volker Grewel Horn
Charles Putnam Horn
PAUSE
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 (1804-1808)
Allegro con brio
Andante con moto
Allegro
Allegro
Albrecht Mayer Englischhorn
Beethoven Orchester Bonn
Stefan Blunier Dirigent
19.25 Uhr: Einführung mit Stefan Blunier
„Licht und Schatten in der Musik“
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Besetzung
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Uraufführung: 2. April 1800 in Wien
2 Flöten
2 Hörner
2 Oboen
2 Trompeten
2 Klarinetten
2 Fagotte
Pauke
Streicher
Ermanno Wolf-Ferrari
Concertino As-Dur op. 34 für Englischhorn,
zwei Hörner und Streicher
Uraufführung: 1955 in Salzburg
2 Hörner
Streicher
Solo-Englischhorn
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Uraufführung: 22. Dezember 1808 in Wien
3 Flöten (2 + Picc)
2 Hörner
2 Oboen
2 Trompeten
2 Klarinetten
3 Posaunen
3 Fagotte (2 + Kfg)
Pauke
Streicher
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Nike von Samothrake, Ende 2. Jh. v. Chr
Mit einem Worte: Das ist Beethoven!
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Um als kraftvollster und innovativster Sinfoniker in die Musikgeschichte einzugehen, holte Ludwig van Beethoven bekanntermaßen neun Mal aus. Aber wie ist es eigentlich wirklich um
die Popularität seiner neun Sinfonien bestellt? Selbstverständlich gelten die „Eroica“ und die 5. Sinfonie, die „Pastorale“, die
Siebte und nicht zuletzt die große Chor-Sinfonie als bahnbrechende Manifeste und Monumente. Doch in ihrem Schatten
stehen immer noch die restlichen vier. Und speziell für die
ersten beiden Sinfonien Beethovens finden selbst gewichtige
Musik-Forscher weiterhin oftmals nur zurückhaltend lobende
Worte. So attestierte etwa der Amerikaner Lewis Lockwood in
seinem 2009 auf Deutsch veröffentlichten BeethovenPanorama der 1. Sinfonie C-Dur op. 21 vorrangig jugendliche
und gefällige Züge. Und zu Absicherung der These, dass Beet6
hoven da noch weit entfernt
gewesen war von seinen
Ansprüchen, die er mit seinen
Sinfonien auch an das Publikum stellte, holte Lockwood
sich Beistand bei Hector
Berlioz. Dieser hatte nämlich
festgestellt: „[Dieser Sinfonie
fehlt] die poetische Idee, die
doch in den meisten späteren
Werken so groß und so reich ist
[…]. Das ist vortrefflich
gemachte, klare, lebendige
Beethoven 1805, Gemälde
von Joseph Willibrord Mähler
Musik, aber sie ist unbedeutend im Ausdruck, kühl, bisweilen kleinlich, wie zum Beispiel im
Rondo des Finale, einer wirklichen musikalischen Kinderei. Mit
einem Worte: Das ist nicht Beethoven.“
Beethovens Erstling – eine handwerklich gutgemachte Jugendsünde eines immerhin schon 30-jährigen Komponisten? Dass
Beethoven lange brauchte, bis er den Schlüssel für die sinfonische Gattung gefunden hatte, ist unbestritten. Schließlich
waren die ersten Skizzen für eine Sinfonie noch in seiner
Bonner Zeit entstanden. Ende 1799 fasste er nun den Plan, um
laut mancher Zeitgenossen und Nachgeborenen zumindest den
ersten kleinen Schritt in die große Zukunft der Sinfonie zu
wagen. Das Ergebnis stellte Beethoven am 2. April 1800 in einer
von ihm veranstalteten Akademie im Wiener Hofburgtheater
vor. Doch dass Beethoven sein viersätziges Werk nicht etwa als
Fingerübung verstand, spiegelt allein die Programm7
Dramaturgie jenes Konzerts wider: Nach einer Mozart-Sinfonie
sowie u. a. Beethovens 1. Klavierkonzert erklang – als selbstbewusst gesetzter Höhepunkt des Abends – erst zum Schluss die
Erste. Und von ihren zukunftsweisenden Zügen kündete direkt
die langsame Introduktion. Statt diese Einleitung mit der
Grundtonart zu eröffnen, wie es Haydn in seinen späten Sinfonien getan hatte, begab sich Beethoven direkt auf harmonisch
abseitiges Terrain. Nicht nur an den Hörgewohnheiten beim
damaligen Publikum hatte er damit heftig gekratzt. Auch die
Musikkritik zeigte sich irritiert und war der Meinung, dass „ein
solcher Anfang nicht zur Eröffnung eines großen Concerts“ passe.
Hatte Beethoven also gleich zu Beginn die ersten Konventionen
gesprengt, lieferte er danach Satz für Satz ausreichend Belege
dafür, dass nichts mehr wie vorher sein sollte. Den ersten Satz
lud er mit einer Impulsivität auf, bei dem der stürmische Gestus
der Französischen Revolution
mitschwingt. Das „Andante
cantabile con moto“ besitzt
bereits den Charakter eines
Menuetto, das sich Beethoven offiziell eigentlich für
den dritten Satz aufgespart
Der Sturm auf die Bastille
am 14. Juli 1789
hatte. Doch an die Stelle
eines gemütlichen Menuetts
rückt er nun lieber ein
temperamentvoll pochendes Scherzo! Und wie ist es um das von
Berlioz abschätzig als „Kinderei“ bezeichnete „Finale“ bestellt?
Es besitzt genau diesen mitreißenden Furor, den so nur ein Beethoven inszenieren konnte!
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Gegen den Strom
Ermanno Wolf-Ferrari, Concertino As-Dur op. 34
für Englischhorn, zwei Hörner und Streicher
„Ich bin gewissermaßen selbstverständlich, ich werfe nichts um.
Wozu auch? Muss immer alles umgeworfen werden, weil ein neuer
Mensch geboren wird, der komponiert? Das Gute muss doch bleiben.“ Mit solchen Bekenntnissen begegnete Ermanno WolfFerrari immer wieder jenen
Stimmen, die seine Musik als
eine von gestern bezeichnet
hatten. Und tatsächlich:
Alles, was zu Beginn des 20.
Jahrhunderts auf dem musikalischen Marktplatz als „Dernier cri“ feilgeboten wurde,
interessierte ihn nicht. Die
Zwölfton-Pioniertaten des
Ermanno Wolf-Ferrari
Wiener Kreises um Arnold
Schönberg ebenso wenig wie das spektakuläre KlangfarbenRaffinement, mit denen Claude Debussy und Maurice Ravel das
Tor zur Moderne aufstießen. Lieber blieb Wolf-Ferrari sich treu
und hielt an einer Klangsprache fest, deren Wurzeln gar bis ins
18. Jahrhundert zurückreichten. Wer daher so vehement die
Flamme des musikalischen Erbes und damit auch der Tonalität
verteidigte, der musste zwangsläufig unter manchen Kollegen
schon zu Lebzeiten als ein Unzeitgemäßer gelten. Und erst
recht verblasste sein Name zusehends mit seinem Tod im Jahr
1948, in einer Epoche, die sich das radikal Avantgardistische
auf die Fahnen geschrieben hatte.
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Geboren als „Hermann Friedrich Wolf“, italianisierte der gebürtige Venezianer seinen Vornamen und fügte den Mädchennamen seiner Mutter Emilia Ferrari an. Und wenngleich er
zunächst in die künstlerischen Fußstapfen seines (deutschen)
Vaters trat und Malerei studierte, nahm er schließlich 1892 ein
Musikstudium bei Joseph Rheinberger in München auf. Acht
Jahre später komponierte er mit „La Cenerentola“ seine erste
Oper. 1903 gelang Wolf-Ferrari dann mit „Die neugierigen Frauen“ der endgültige Durchbruch. Und mit seiner Vorliebe für die
Klarheit und Leichtigkeit der Opera buffa schaffte er es, dass er
bald neben Richard Strauss und Giacomo Puccini der meistgespielte, lebende Opernkomponist war. „Komponieren heißt für
mich singen“, stellte er einmal an anderer Stelle klar. Und
dieses Credo galt für ihn selbst in den Reifejahren ab 1930, als
sein Opernstern längst gesunken war und er sich auf die Instrumentalmusik konzentrierte.
1947 und damit ein Jahr vor seinem Tod komponierte WolfFerrari sein Concertino As-Dur op. 34 für Englischhorn, zwei
Hörner und Streicher. Und wenn man Werke anderer Komponisten zur Seite stellt, die in den Nachkriegsjahren entstanden
sind (u. a. von John Cage und Olivier Messiaen), mutet dieses
viersätzige Concerto selbstverständlich äußerst konservativ an.
Zumal der Grundton sich oftmals am Neo-Klassizismus eines
Igor Strawinsky und etwa an seiner „Pulcinella“-Suite orientiert. Doch Wolf-Ferrari war einer dieser musikalischen Verzauberer, denen man auf Anhieb und liebend gerne ihre fehlenden
Visionen entschuldigt, denn in dem viersätzigen Werk darf sich
gleich das Englischhorn in eine idyllische Stimmung hineinsingen, die einfach nur einnimmt. Neben einigen Referenzen an
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das Barockzeitalter streut Wolf-Ferrari leicht Burleskes ein, das
den Kollegen Richard Strauss in Erinnerung ruft. Eine exquisite
Mischung aus orientalischem Kolorit, Kanon-Künsten und
rhythmischem Elan bietet der „Capriccio”-Satz, und die fließende Kantabilität im „Adagio“ konnte nur von einem italienischen Opernkomponisten stammen! Das nach seinem „Idillio“Concertino zweite Werk, das Wolf-Ferrari für die Oboen-Familie
komponiert hat, wurde 1955 in Salzburg aus der Taufe gehoben.
Per aspera ad astra
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Zwei Noten, zusammengefasst zu einem Vier-Ton-Motiv, haben
die Musikwelt verändert. Es ist das zwei Mal wiederholte G und
der länger ausgehaltene Unterterz-Ton Es, mit denen Beethoven seine Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 eröffnete.
Anfangsmotiv der 5. Sinfonie
Und genau aus diesem Mikrokosmos gestaltete er ein Werk, das
endgültig alle sinfonischen Normen sprengte. Zwar ist die
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Sinfonie viersätzig und damit formal klassisch konzipiert, doch
Beethoven entwickelt jetzt einen satzübergreifenden Beziehungsreichtum, der ausschließlich aus der Kraft des markanten
Eröffnungsmottos gespeist werden wird.
In den ersten Satz („Allegro con brio“) schlägt das wohl
berühmteste Klang-Wahrzeichen der Musikgeschichte unmittelbar wie ein Blitz ein, um in den rund nachfolgenden 500
Takten wuchtige bis gar bedrohliche Energien auszulösen. Im
wesentlich gelöster, ja regelrecht mildtätig wirkenden „Andante con moto“ treibt dieses Motto weiterhin sein Unwesen im
Unterholz. Und dessen drängenden Gestus kann auch das
Scherzo („Allegro“) nie ganz abstreifen. Erst in dem sich nahtlos anschließenden, triumphalen Finale kehrt eine metrisch
stabile Ordnung ein, versucht das Vier-Ton-Motiv nur noch
einmal, den zunehmenden Glanz „misterioso“ einzutrüben.
Doch das große Orchester bleibt standhaft, feiert es hymnisch
und im strahlenden C-Dur endgültig den Sieg der Freiheit und
des Menschen. Und selbst das Pochen „des Schicksals an die
Pforte“, das der Beethoven-Schüler Anton Schindler in den vier
Schlägen des c-Moll-Eröffnungssatzes zu hören glaubte,
verhallt für immer.
Für dieses Finale hatte Beethoven alle Register gezogen und
den Orchesterapparat nicht nur mit einem Kontrafagott
bestückt. „Das letzte Stück der Sinfonie“, so Beethoven gegenüber seinem Gönner Franz von Oppersdorf, „ist mit 3 Posaunen
und Flautino – zwar nicht mit 3 Pauken, wird aber mehr Lärm als
6 Pauken und zwar bessern Lärm machen.“ Kein Wunder, dass
selbst Goethe maßlos auch von diesem Satz beeindruckt war –
wenngleich er ihn lediglich in einer von Mendelssohn Bartholdy
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vorgetragenen Klavierfassung hörte: „Das ist sehr groß, ganz
toll, man möchte sich fürchten, das Haus fiele ein; und wenn das
nun alle Menschen zusammenspielen!“
Theater an der Wien, der Ort der Uraufführung
Stich nach Jakob Alt um 1815
Bis die 5. Sinfonie aber am 22. Dezember 1808 endlich in Wien
uraufgeführt werden konnte (die wenig freundliche Aufnahme
war einer überlangen Programmabfolge und der sibirischen
Kälte im Saal geschuldet), hatte Beethoven mit Unterbrechungen vier Jahre lang um sie gerungen. Allein die Skizzenbücher
zum ersten Satz spiegeln Beethovens unaufhörliche Kämpfe
wider. Und auch am Scherzo mühte er sich unablässig ab, bis er
schließlich den richtigen Puls gefunden hatte. Am Ende lag
aber nicht nur etwas Revolutionäres vor, das wie aus einem
Guss daherkommt und Beethovens Zeitgenossen sofort über13
wältigte. Die 5. Sinfonie wurde – vor allem dank E. T. A. Hoffmanns Verherrlichungen – sofort als musikalisches Sinnbild
eines Menschen verstanden, der es schafft, sich gegen jede
Form von Unmündigkeit und Unterdrückung aufzulehnen. „Wie
führt diese wundervolle Komposition in einer fort- und fortsteigenden Klimax den Zuhörer unwiderstehlich fort in das Geisterreich des Unendlichen!“, so E. T. A. Hoffmann über den aufklärerischen Geist dieser Sinfonie. „Die Brust, von der Ahnung des
Ungeheuren, Vernichtungsdrohenden gepresst, scheint sich in
schneidenden Lauten gewaltsam Luft machen zu wollen, aber
bald zieht eine freundliche Gestalt glänzend daher und erleuchtet
die tiefe grauenvolle Nacht.“
Guido Fischer
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Foto: www.wichertzelck.com
Foto: Felix Broede
Albrecht Mayer
Albrecht Mayer
Kritiker und Zuhörer geraten gleichermaßen ins Schwärmen
beim Spiel von Albrecht Mayer. Von »Götterfunken« ist die
Rede, der »wundersamen Oboe« oder davon, dass Mayer die
Oboe »zum Instrument der Verführung erhebt«. Er studierte
u. a. bei Gerhard Scheuer und Maurice Bourgue, begann seine
berufliche Laufbahn 1990 als Solo-Oboist der Bamberger
Symphoniker. 1992 wechselte er in gleicher Position zu den
Berliner Philharmonikern. Albrecht Mayer zählt zu den international gefragtesten Oboisten der Gegenwart und ist als Solist
mit Claudio Abbado, Sir Simon Rattle und Nikolaus Harnoncourt
aufgetreten. Neben den Solo-Projekten ist ihm außerdem die
Kammermusik wichtig. Er arbeitet regelmäßig mit Partnern wie
Hélène Grimaud oder Leif Ove Andsnes.
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Auf der Suche nach neuem Repertoire leiht Albrecht Mayer
auch gern Werken für andere Instrumente oder Gesang seine
(Oboen-)Stimme. Ein überzeugendes Ergebnis sind die BachTranskriptionen „Lieder ohne Worte“ sowie sein Album „New
Seasons“ mit Händel-Transkriptionen, die sogar den Sprung in
die deutschen Pop-Charts schafften. Seine CD „Auf Mozarts
Spuren“ mit dem Mahler Chamber Orchestra und Claudio Abbado hielt sich über Monate in den Deutschen Klassik-Charts und
wurde zudem in die Bestenliste der Deutschen Schallplattenkritik aufgenommen.
Bereits drei Mal wurde Albrecht Mayer mit dem renommierten
ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet und 2006 erhielt er den
E. T. A.-Hoffmann-Kulturpreis seiner Heimatstadt Bamberg.
Albrecht Mayer spielt eine Oboe und eine Oboe d’amore der
Gebrüder Mönnig.
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Stefan Blunier
Der 1964 in Bern geborene Dirigent Stefan Blunier studierte
in seiner Heimatstadt und an
der Folkwang Hochschule
Essen Klavier, Horn, Komposition und Dirigieren. Nach
Stationen in Mainz, Augsburg
Stefan Blunier
und Mannheim, war er bis
2008 Generalmusikdirektor am Staatstheater Darmstadt. 2008
übernahm Stefan Blunier die Position des Generalmusikdirektors
der Beethovenstadt Bonn. Seine Konzertprogrammgestaltungen
haben das Publikum in den vergangenen Spielzeiten begeistert.
Der Erfolg des Dirigenten mit dem Beethoven Orchester Bonn hat
überregionales Interesse an der Musik aus Bonn geweckt.
Stefan Blunier produziert CDs für SONY, CPO und MDG. Seine CDEinspielungen mit dem Beethoven Orchester Bonn offenbaren
musikalische Raritäten und werden von der Fachpresse in höchsten Tönen gelobt. Für die Einspielung der Oper „Der Golem“ hat
das Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung von Stefan
Blunier 2011 den ECHO Klassik-Preis erhalten.
Mit Beginn der Saison 2010/2011 wurde Stefan Blunier zum
„Premier Chef Invité” des Orchestre National de Belgique in
Brüssel ernannt. Im Dezember 2011 wurde sein Vertrag als Generalmusikdirektor in Bonn bis zum Ende der Spielzeit 2015/2016
verlängert. Über die Jahreswende 2011/2012 reiste GMD Blunier
mit dem Beethoven Orchester Bonn nach China, und gab u. a. in
den Metropolen Hong Kong, Shanghai und Peking umjubelte
Konzerte.
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Beethoven Orchester Bonn
Dass Tradition und Moderne nicht im Widerspruch stehen, zeigt
das aktuelle Saisonprogramm des Beethoven Orchester Bonn. In
Konzerten in Bonn, sowie im In- und Ausland transportiert der
Klangkörper den Ruf der Stadt Bonn im Geiste Beethovens in die
Welt. Die Präsentation ausgefallener Programme ist ein Hauptgedanke in der künstlerischen Arbeit. Exemplarisch dafür steht
die Aufnahme der „Leonore 1806“ – einer Frühfassung von Beethovens Oper „Fidelio“. Die SACD-Produktion des Oratoriums
„Christus“ von Franz Liszt erhielt 2007 einen ECHO Klassik, und
in 2011 gewann das Beethoven Orchester Bonn für die CDEinspielung der Oper „Der Golem” von Eugen d´Albert ebenfalls
einen ECHO Klassik.
Was Richard Strauss als einer der ersten Gastdirigenten des
Orchesters begann, setzten später Dirigenten wie Max Reger,
Sergiu Celibidache und Dennis Russell Davies fort: Sie führten
Foto: www.wichertzelck.com
das Orchester zur Spitzenklasse der deutschen Orchester,
Beethoven Orchester Bonn
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welches von der Fachpresse als herausragend bewertet wird. Seit
der Saison 2008/2009 ist Stefan Blunier Generalmusikdirektor.
Mit großer Leidenschaft berührt er das Publikum und begleitet
es auf der großen musikalischen Reise. Neben der Opern- und
Konzerttätigkeit (ca. 40 Konzerte und 120 Opernaufführungen
pro Saison) bildet die Kinder- und Jugendarbeit unter dem Titel
„Bobbys Klassik“ einen wichtigen Schwerpunkt. Thomas Honickel, Konzertpädagoge des Beethoven Orchester Bonn, steht
dabei als Garant für musikalische Bildung, Entertainment und
Kreativität. 2009 und 2011 wurde das erfolgreiche EducationProgramm jeweils mit einem der begehrten ECHO Klassik-Preise
ausgezeichnet.
Über das Neujahrsfest 2012 waren die Musikerinnen und Musiker
des Beethoven Orchester Bonn auf Konzertreise. Mit sechs
ausverkauften Konzerten, ca. 10.000 Besuchern, mehreren TVbzw. Radio-Übertragungen und dem Tourneeabschlusskonzert
in der chinesischen Partnerstadt Chengdu endete die erste
China-Tournee.
Das Beethoven Orchester Bonn in Guangzhou, 31.12.2011
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VORSCHAU
Foto: Marco Borggreve
4. SERENADE UM 11
Christopher Hogwood zu Gast IV
Serenade einmal anders
So 24. Juni 2012, 11 Uhr
Beethovenhalle Bonn
Bohuslav Martinů Serenade für Kammerorchester H 199
Richard Strauss Duett-Concertino für Klarinette und Fagott
mit Streichorchester und Harfe F-Dur TrV 293
Ludwig van Beethoven Serenade für Flöte, Violine
und Viola D-Dur op. 25
Wolfgang Amadeus Mozart Serenade „Serenata notturna”
D-Dur KV 239 für zwei kleine Streichorchester und Pauken
Sabine Meyer Klarinette
Dag Jensen Fagott
Solisten des Beethoven Orchester Bonn
Beethoven Orchester Bonn
Christopher Hogwood Dirigent
10.25 Uhr: Einführung mit Dr. Hartmut Hein
Karten: € 25 - 13, Dauer: ca. 2 Stunden
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THEATER- UND KONZERTKASSE
Tel. 0228 - 77 8008
Windeckstraße 1, 53111 Bonn
Fax: 0228 - 77 5775, [email protected]
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 18.30 Uhr, Sa von 9.00 - 16.00 Uhr
Tel. Vorbestellung: Mo - Fr 10.00 - 15.30 Uhr, Sa 9.30 - 12.00 Uhr
Kasse in den Kammerspielen
Am Michaelshof 9, 53177 Bad Godesberg
Tel. 0228 - 77 8022
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 13.00 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr,
Sa 9.00 - 12.00 Uhr
print@home: Karten buchen & drucken von zu Hause aus
BONNTICKET: 0228 - 50 20 10, www.bonnticket.de
Fax: 0228 - 910 41 914, [email protected]
IMPRESSUM
Beethoven Orchester Bonn
Generalmusikdirektor
Stefan Blunier
Wachsbleiche 1
53111 Bonn
Tel. 0228 - 77 6611
Fax 0228 - 77 6625
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Redaktion
Markus Reifenberg
Brigitte Rudolph
Texte
Guido Fischer
Gestaltung
res extensa, Norbert Thomauske
Druck
Druckerei Carthaus, Bonn
Bildnachweise:
Für die Überlassung der Fotos
danken wir den Künstlern und
Agenturen.
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HINWEISE
Wir möchten Sie bitten, während des
gesamten Konzertes Ihre Mobiltelefone ausgeschaltet zu lassen.
Wir bitten Sie um Verständnis, dass
wir Konzertbesucher, die zu spät
kommen, nicht sofort einlassen
können. Wir bemühen uns darum,
den Zugang zum Konzert so bald
wie möglich – spätestens zur Pause
– zu gewähren. In diesem Fall
besteht jedoch kein Anspruch auf
eine Rückerstattung des Eintrittspreises.
Wir machen darauf aufmerksam,
dass Ton- und/oder Bildaufnahmen
unserer Aufführungen durch jede
Art elektronischer Geräte strikt
untersagt sind. Zuwiderhandlungen sind nach dem Urheberrechtsgesetz strafbar.
Das Beethoven Orchester Bonn
behält sich notwendige Programmund Besetzungsänderungen vor.
Beethoven Orchester Bonn
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53111 Bonn
Tel: +49 (0) 228-77 6611
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