Einstellungen

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Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie:
Einstellungen
Dr. Simon Hahnzog
Folie 1
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 1
Inhaltsübersicht
Dr. Simon Hahnzog Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie:
Einstellungen
1. Grundlagen und Struktur von Einstellungen
2. Entstehung von Einstellungen
3. Einstellungsänderung
4. Einstellung und Verhalten
5. Einstellungsmessung
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Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Grundlagen
Definition:
Eine Einstellung (attitude) ist eine „psychische Tendenz, die dadurch zum
Ausdruck kommt, dass man ein bestimmtes Objekt mit einem gewissen Grad an
Zuneigung oder Ablehnung bewertet.“ (Eagly & Chaiken, 1993, S.1).
Durch Einstellungen bringen wir unsere wertenden Urteile
gegenüber einem Reiz zum Ausdruck.
Einstellungen können durch zwei Maße bewertet werden:
– Valenz (Wertigkeit oder Richtung):
Einstellungen können positiv, negativ oder neutral sein.
– Stärke:
Einstellungen unterscheiden sich bezüglich ihrer Intensität.
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Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Grundlagen
Objekte von Einstellungen:
Jeder Reiz, dem eine Bewertung zugeschrieben werden kann, kann Gegenstand
einer Einstellung sein, z.B. (nach Haddock & Maio 2007):
– abstrakte Begriffe (z.B. Psychologie)
– konkrete Objekte (z.B. eine Couch)
– eigenes Selbst (z.B. beruflicher Selbstwert)
– andere Menschen (z.B. Sigmund Freud)
– politisch-gesellschaftliche Fragen
Unterstützung und Beratung)
(z.B.
Notwendigkeit
psychologischer
– soziale Gruppen (z.B. Psychologen)
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Einstellungen
Grundlagen
Formen von Einstellungen, z.B.:
– Vorurteile: positive oder negative Bewertung von sozialen Gruppen
(z.B. Ausländerfeindlichkeit, vgl. 3.4).
– Selbstwertgefühl: Einstellung gegenüber der eigenen Person.
– Wertvorstellungen: sozialisationsbedingte Einstellungen gegenüber
abstrakten Sachverhalten (z.B. Redefreiheit, Abtreibung).
Einstellung ≠ Meinung (= Verknüpfung zwischen einem Objekt und
einem nicht-wertendem Attribut)
Im Unterschied zur Einstellung beinhaltet eine Meinung keine Wertung
(positiv/negativ). Jemand kann zum Beispiel München für eine große/kleine/
lebendige/kulturelle/sterile etc. Stadt halten – bei einer solchen Meinung
kommt nicht zum Vorschein, ob derjenige diese Zuschreibung als positiv
oder negativ empfindet.
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Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Grundlagen
Funktionalität von Einstellungen (nach Katz 1960):
– Nützlichkeitsfunktion:
Einstellungen dienen dem Erlangen positiver bzw.
der Vermeidung negativer Erfahrungen.
– Ökonomie- und Wissensfunktion:
Einstellungen vereinfachen Entscheidungen (erklärt z.B. Markentreue)
und reduzieren Komplexität durch Orientierungserleichterung.
– Ich-Verteidigungsfunktion (vgl. 3.1):
Einstellungen dienen einer positiven Selbstwahrnehmung:
„Das, was ich tue finde ich gut.“ (z.B. Rauchen) bzw. der Vermeidung
negativer Selbstwahrnehmung: „Tanzen macht eh keinen Spaß.“
– Expressive Funktion (vgl. 3.1):
Einstellung dient dem Ausdruck der eigenen Identität
und des eigenen Selbstkonzepts.
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Einstellungen
Grundlagen
Funktionalität von Einstellungen (nach Smith et al. 1956):
– Bewertung eines Gegenstandes:
Durch eine Einstellung (Bewertung) zu einem Objekt, werden Handlungstendenzen ermöglicht:
Beschäftigung mit positiven Objekten, Meiden von negativen Objekten.
Abwägungen müssen nicht in jeder Situation neu getroffen werden
(kognitive Funktion von Einstellungen (Werth & Meyer, 2008).
– Soziale Anpassung
Ermöglicht die Auswahl und den Zugang zu einzelnen sozialen Gruppen.
– Externalisierung
Das Selbst wird vor Beeinträchtigungen und inneren Konflikten geschützt.
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Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Struktur von Einstellungen
Dreikomponentenmodell1:
Nach dem Dreikomponentenmodell lassen sich bei der Bewertungen von
Objekten - im Sinne einer Einstellung - drei Komponenten, sowohl die bei der
Entstehung als auch der Einstellungsreaktion, differenzieren:
Affektive
Komponente
Kognitive
Komponente
Affektive
Reaktion
Kognitive
Reaktion
Einstellung
Verhaltenskomponente
Konative
Reaktion
1(vgl.
Werth & Meyer 2007, S. 206)
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Einstellungen
Struktur von Einstellungen
Einstellungen können nicht nur als eindeutige Polarisierungen sondern auch in
Form von ambivalenten Einstellungen auftreten:
Ambivalente Einstellung:
Ein Objekt wird sowohl mit Zuneigung als auch mit Ablehnung bewertet:
Sehr
negativ
Weder negativ
noch positiv
Sehr positiv
Ambivalente Einstellungen sind stärker von Umweltreizen abhängig als
eindeutige Einstellungen.
Folie 10
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Struktur von Einstellungen
Einstellungen können bewusst und/oder unbewusst sein:
– explizite Einstellungen:
Die Person ist sich des Vorhandenseins
und des Einflusses der Einstellung bewusst.
Direkte Messung (z.B. durch quantitative Fragebögen) möglich.
– implizite Einstellungen:
Bewertungstendenzen, die Urteile oder Verhaltensweisen beeinflussen
können, ohne dass sich die Person ihres Einflusses bewusst ist.
Indirekte Messung (z.B. über Reaktionszeit) notwendig.
Möglichkeit der Diskrepanz zwischen „innerer“
und „öffentlicher“ Einstellung (vgl. HALO-Effekt und soziale Erwünschtheit).
Folie 11
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Dr. Simon Hahnzog Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie:
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1. Grundlagen und Struktur von Einstellungen
2. Entstehung von Einstellungen
3. Einstellungsänderung
4. Einstellung und Verhalten
5. Einstellungsmessung
Folie 12
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Einstellungen
Entstehung von Einstellungen
Durch genetische Disposition:
– Zwillingsstudien belegen eine genetische Komponente bei der Entstehung
von Einstellungen, die sich z.B. in der Ähnlichkeit von Lebenspartnern und
Freunden oder in sozialem Engagement zeigen (Rushton & Bons, 2005;
Tesser 1993).
– Einstellungen sind in diesem Zusammenhang ein „Nebenprodukt“ von
teilweise erblichen Persönlichkeitsfaktoren.
Allerdings erklärt die erbliche Komponente nur einen geringen Teil der
Varianz der Einstellungsentstehung auf (Wänke & Bohner 2006).
Folie 13
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Einstellungen
Entstehung von Einstellungen
Durch klassische Konditionierung:
Wird ein zuvor neutraler Reiz mit einem Reiz gepaart, der bestimmte positive
oder negative Reaktionen hervorruft, dann kann der neutrale Reiz auf dieselbe
Reaktion konditioniert werden, z.B.:
– Beispiel 1:
Fliederbusch
(Neutraler Stimulus)
Oma
(Unkonditionierter
Stimulus)
Glücksgefühl
(Unkonditionierte
Reaktion)
Häufige Koppelung von NS und US führt zu:
Fliederbusch
(Konditionierter Stimulus)
Glücksgefühl
(Konditionierte Reaktion)
– Beispiel 2:
Positivere Bewertung von politischen Slogans bei Präsentation während
Einladung zum Mittagessen als ohne Essen.
Folie 14
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Entstehung von Einstellungen
Durch klassische Konditionierung:
Beispiel 3:
Koppelung von nicht bewusst wahrnehmbaren Reizen auf der konativen
Komponente der Einstellung gegenüber einem Objekt.
Experiment von Cacioppo et al. (1993):
Verlauf: Probanden sollten beim Betrachten von chinesischen Schriftzeichen
eine Armbewegung ausführen (Arm beugen = Geste der Zuwendung bzw. Arm
strecken = Geste der Ablehnung). AV: Bewertung der Schriftzeichen.
Ergebnis: „Armbeuge“-Zeichen wurden positiver eingestuft als „Armstrecker“Zeichen.
Folie 15
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Einstellungen
Entstehung von Einstellungen
Durch operante Konditionierung:
Verstärkung oder Bestrafung von Verhaltensweisen gegenüber einem
bestimmten Einstellungsobjekt beeinflussen die Entwicklung der Einstellung.
Reaktionen mit positiven Konsequenzen werden positiv konditioniert, z.B.:
– Eltern belohnen Kinder für Aussagen und Handlungen, die mit ihren
Ansichten übereinstimmen.
– Studie von Hildum & Brown (1956): Positivere Einstellung zu hochschulpolitischen Aussagen nach Konditionierung durch positive Rückmeldung.
Reaktionen mit negativen Konsequenzen werden negativ konditioniert, z.B.:
– Der Freundeskreis reagiert „geschockt“ und ablehnend auf die Frisur, den
neuen Musikgeschmack, die neue Wohnungseinrichtung etc.
Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die betroffene Person zu diesen
Einstellungsobjekten eine negative Einstellung entwickelt.
Folie 16
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 16
Einstellungen
Entstehung von Einstellungen
Durch operante Konditionierung:
Beispiel: Einfluss von Priming auf Einstellungen (Krosnick et al. 1992):
Verlauf: Vpn wurden Fotos von ihnen unbekannten Personen gezeigt. Zuvor
wurden sie durch subliminale Primes in Form von Affekt-erregenden Bildern
beeinflusst (neg. Prime, z.B. Eimer voller Schlangen oder blutiger Hai; pos.
Prime, z.B. Kätzchen oder Hochzeitspaar). AV: Bewertung der Personen
bezüglich Einstellung, Persönlichkeit, Attraktivität. Ergebnis:
Abb. aus:
Jonas, Stroebe
& Hewstone,
2007, S. 190
Folie 17
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 17
Einstellungen
Entstehung von Einstellungen
Durch Modelllernen:
Verhalten und damit verbundene Einstellungen werden durch Beobachtung
anderer Personen erlernt. Die stellvertretende Belohnung bei der Beobachtung
spielt bei der Entstehung von Einstellung in diesem Zusammenhang eine
wichtige Rolle.
Durch soziale Vergleiche:
Eigene Einstellungen werden mit den Einstellungen anderer Personen
verglichen, um zu überprüfen, ob die individuelle Sichtweise in Bezug auf die
sozialen Normen korrekt ist oder verändert werden muss.
Folie 18
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 18
Einstellungen
Entstehung von Einstellungen
Auswirkung von wiederholter Wahrnehmung:
Experiment zum Einfluss der gehäuften Darbietung von Stimuli auf die
Einstellung - Mere-Exposure-Effekt (Zajonc 1968):
Verlauf: Vpn wurden 12 ihnen unbekannte chinesische Schriftzeichen gezeigt.
Diese Darbietung wurde pro Schriftzeichen entweder 25-, 10-, 5-, 2-, ein- oder
keinmal wiederholt. AV: „Wie sehr mögen sie dieses Zeichen?“
Abb. aus:
Jonas, Stroebe
& Hewstone,
2007, S. 191
Folie 19
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Einstellungen
1. Grundlagen und Struktur von Einstellungen
2. Entstehung von Einstellungen
3. Einstellungsänderung
4. Einstellung und Verhalten
5. Einstellungsmessung
Folie 20
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 20
Einstellungen
Einstellungsänderung
Balancetheorie und POX-Modell von Fritz Heider (1946, 1958):
Annahme: Menschen streben nach Balance zwischen ihren Einstellungen und
vermeiden Imbalance (unangenehmer Zustand).
Heiders POX-Modell (1946) unterscheidet bezüglich der Einstellung stabile und
instabile kognitive Systeme. Dabei wird das Einstellungsverhältnis zwischen:
– einer Person (P),
– einer anderen Person (other: O) und
– einem (x-)beliebigen Objekt (X, z.B. ein Auto, eine Partei, Musik etc.)
untersucht.
Ist das Produkt der wertenden Relationen (+, -) dieser Einstellungen positiv, so
handelt es sich um ein stabiles kognitives System - das System ist in Balance.
Umgekehrt bei negativem Produkt der Relationen: Das System ist instabil oder
in Imbalance (vgl. Beispiele auf den nächsten beiden Folien!).
Folie 21
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 21
Einstellungen
Einstellungsänderung
POX-Modell von Fritz Heider:
Stabile kognitive Systeme:
a) P mag O und meint,
b) P geht davon aus, dass er und seine
dass beide X mögen:
Freundin X nicht mögen:
P
P
+
O
+
+
X
+
c) P kann sich durch das ihr angenehme X von ihrer ungeliebten
O
X
-
d) P lehnt X stellvertretend ab, da X
vom abgelehnten O gemocht wird:
Freundin O absetzen:
P
+
O
P
-
X
O
+
X
Folie 22
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 22
Einstellungen
Einstellungsänderung
POX-Modell von Fritz Heider:
Instabile kognitive Systeme:
e) P hört von seinem Freund O
f) P hört von ihrer Freundin O, dass
etwas negatives über die von ihm
sie ein - nach Ps Verständnis
geschätzte Band X:
P
unmögliches - Produkt X gekauft hat:
P
+
O
+
+
X
-
g) P findet heraus, dass er den-
O
X
+
h) P stellt fest, dass sie den gleichen
selben Fußballverein mag, wie
Schauspieler ablehnt, wie die bisher
der bisher abgelehnt O:
P
abgelehnte Klassenkameradin O:
P
+
O
+
X
O
-
X
Folie 23
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 23
Einstellungen
Einstellungsänderung
Balancetheorie und POX-Modell von Fritz Heider:
Herstellen von Balance:
– durch Leugnen von Einstellungen.
– durch Rationalisieren („Die Einstellung ist nicht so wichtig.“).
– durch Differenzierung und Wertung problematischer Einstellungen.
– durch Transzendenz: Es wird über das Problem hinaus gedacht.
– durch Überzeugung Anderer von der eigenen Einstellung.
Kritik an dem Modell:
– Sehr reduktionistisch und dadurch zu einfach gestaltet.
– Müssen Einstellungen explizit sein, um Balance/Imbalance zu entwickeln?
– Ambivalente Einstellungen werden nicht berücksichtigt.
Vorläufer bzw. paralleles Modell zur Theorie der kognitiven Dissonanz.
Folie 24
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 24
Einstellungen
Einstellungsänderung
Kognitive Dissonanz nach Leon Festinger (1957, 1959):
Leitfrage:
Wie können Anreize (z.B. Variables Gehalt, Steuern, Bußgelder) Verhaltensänderungen hervorrufen?
Prozess dieser Einstellungsänderung:
Alte
Einstellung
Einstellungskonformes
Verhalten
Sanktion/Anreiz
Einstellungskonträres (dissonantes) Verhalten Gewohnheit
– Dissonanz = Emotionaler Zustand, entstanden durch nicht vereinbare
Kognitionen, der als unangenehm erlebt wird und dazu motiviert, die
Dissonanz zu reduzieren.
– Gewohnheiten (habits) = Erlernte Verhaltenssequenzen, die zu
automatischen Reaktionen auf spezifische Hinweisreize geworden sind.
Folie 25
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 25
Einstellungen
Einstellungsänderung
Kognitive Dissonanz - Dissonanztheorie:
Grundannahmen:
– Kognitionen oder Kognition und Verhalten können in relevanter oder
irrelevanter zueinander Beziehung stehen.
Bei Relevanz: konsonante vs. dissonante Beziehung.
– Dissonanz zwischen Kognitionen bzw. zwischen Kognition und Verhalten
erzeugt motivationalen Spannungszustand.
Personen streben nach Vermeidung bzw. Reduktion solcher
Spannungszustände.
Kognition
irrelevant
dissonant
Kognition /
Verhalten
Dissonanzreduktion oder
Vermeidung von
Dissonanzvergrößerung
konsonant
Folie 26
26
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 26
Einstellungen
Einstellungsänderung
Kognitive Dissonanz - Dissonanztheorie:
Grundannahmen:
– Personen erleben Dissonanz (Unbehagen) immer dann, wenn sie mit
Kognitionen über einen Aspekt ihres Verhaltens konfrontiert werden, der mit
ihrem Selbstkonzept/ihren Normen nicht überein stimmt.
– Mögliche Auswirkungen:
• Induzierte Einwilligung: Personen werden zu einstellungskonträrem
Verhalten veranlasst (z.B. durch Sanktion, Belohnung, Aufforderung).
• Aufwandsrechtfertigung: Personen müssen einen Aufwand betreiben, um
ein Objekt zu erhalten oder an einer Situation teilzunehmen.
• Nachentscheidungsdissonanz: Nach einer Produktwahl führt die Existenz
gleichwertiger Alternativen zu Dissonanz.
Folie 27
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 27
Einstellungen
Einstellungsänderung
Kognitive Dissonanz - Dissonanztheorie:
Grundannahmen:
Möglichkeiten der Dissonanzreduktion beispielsweise durch:
– Veränderung der Kognitionen:
Konsonante (neue) Kognitionen aufnehmen/aufwerten (Addition).
Dissonante (alte) Kognitionen abwerten (Subtraktion).
– Veränderung von Wichtigkeit und Relevanz der Kognitionen.
– Verhaltensänderung.
– Verdrängung der Situation/Kognitionen.
Häufig Einstellungsänderung als „leichtester“ Weg zur Dissonanzreduktion,
da Verhalten/Situation bereits vorüber.
Folie 28
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 28
Einstellungen
Einstellungsänderung
Kognitive Dissonanz - Induzierte Einwilligung:
Experiment von Festinger (1959) - Durchführung:
– Vpn führen eine langweilige Aufgabe
über längeren Zeitraum aus.
– Anschließend Aufforderung, einem
angeblichen Interessenten (Konfident)
zu sagen, dass die Aufgabe
interessant war.
– Hierfür drei Gruppen:
KG keine Aufgabe
EG1 erhalten für diese Aussage 1$
und EG2 20$.
– Anschließend Angabe, wie viel
Spaß ihnen die Aufgaben
gemacht haben:
Abb. aus:
Jonas, Stroebe & Hewstone, 2007, S. 257
Folie 29
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 29
Einstellungen
Einstellungsänderung
Kognitive Dissonanz - Induzierte Einwilligung:
Ergebnis:
Aufgabe
Anreiz
für Lüge
Rechtfertigung
für Lüge
Dissonanz
Einstellung zur
Aufgabe
20 $
hinreichend
gering
Keine
Veränderung
1$
Nicht
hinreichend
hoch
Veränderung
Langweilige
Aufgabe
Zur Verminderung der Dissonanz (Lügen für eine langweilige Tätigkeit)
genügte der 20$-Gruppe das Geld als Entlohnung, die 1$-Gruppe musste
hierfür ihre Einstellung zur Tätigkeit verändern.
Folie 30
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 30
Einstellungen
Einstellungsänderung
Kognitive Dissonanz - Aufwandsrechtfertigung:
Durchführung:
– Vpn wurde vor der Teilnahme an
einer Gruppendiskussion (Initiation)
bzw. als Teil eines unabhängigen
Experiments (Irrelevant) ein
Stromstoß verabreicht.
Dieser Stromstoß war entweder
stark oder schwach.
– AV: Einstellung der Vpn zur (langweiligen) Gruppendiskussion
Einstellung
Experiment von Gerard & Mathewson (1966)
Leichter
Schock
Schwerer
Schock
Initiation
Irrelev.
Ergebnis:
Je stärker der Schock, desto intensiver die Aufwandsrechtfertigung.
Folie 31
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 31
Einstellungen
Einstellungsänderung
Kognitive Dissonanz - Nachentscheidungsdissonanz:
Experiment von Brehm (1956) - Durchführung:
– Frauen wurden (angeblich für eine Konsumgüterstudie) aufgefordert, die
Attraktivität und Erwünschtheit acht verschiedener Haushaltsgeräte
einzuschätzen (Toaster, Kaffemaschinen etc.).
– Allen Vpn wurde als Belohnung für die Teilnahme eines der Geräte als
Geschenk versprochen, das sie zwischen zwei Produkten wählen konnten, die
sie gleich einschätzen würden.
– Nach Entscheidung für das Geschenk:
Einpacken des Gerätes in Geschenkpapier und Übergabe.
– 20 Minuten später:
Erneute Durchführung der Befragung zu allen Geräten.
– AV: Differenz zwischen erster und zweiter Befragung.
Folie 32
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 32
Einstellungen
Einstellungsänderung
Kognitive Dissonanz - Nachentscheidungsdissonanz:
Experiment von Brehm (1956) - Ergebnis:
– Attraktivität des gewählten Gerätes wurde in zweiter Befragung höher
eingestuft als in erster.
Addition
– Attraktivität des nicht gewählten Gerätes, das zur Auswahl gestanden
hätte, wurde drastisch heruntergestuft.
Subtraktion
Folie 33
33
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 33
Einstellungen
Einstellungsänderung
Kognitive Dissonanz - Folgerungen:
– Selective Exposure:
Tendenz, Informationen zu vermeiden, die dissonant zu eigenen
Einstellungen sind.
Hingegen werden eher bestätigende Informationen gesucht.
– Verkaufstechniken:
Low-balling:
zunächst günstiger Preis Kunde stimmt zu Verkäufer sagt, er habe sich
geirrt Preis doch höher Kunde stimmt trotzdem zu.
Hintergrund: Dissonanz für Nicht-Kauf größer als für Kauf
( Verhaltenskonsistenz).
Foot-in-the-door:
Ausgehend von kleiner Bitte wird das Anliegen im Umfang durch den
Verkäufer immer weiter gesteigert.
Jedoch besteht auch die Möglichkeit paradoxer Reaktionen!
Folie 34
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 34
Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion – Einstellungsänderung durch Kommunikation
Definition:
Persuasion beschreibt kommunikative Prozesse, die das Bemühen zugrunde
legen, „die Einstellungen einer Person durch den Einsatz diverser Botschaften
zu verändern“ (Werth & Mayer 2008, S. 239).
Informationsverarbeitungsmodell (McGuire 1969):
Erfolgreiche Persuasion ist von 5 Schritten abhängig, die der Empfänger der
Botschaft durchlaufen muss:
Aufmerksamkeit Verstehen Akzeptieren Beibehalten Verhalten
Rezeption
Persuasion hat geringeren Effekt oder scheitert, wenn einer der Schritte nicht
umgesetzt wird.
Folie 35
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 35
Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion – Einstellungsänderung durch Kommunikation
Modell der kognitiven Reaktionen (Greenwald 1968):
Nicht nur die Wahrnehmung der Argumente einer persuasiven Botschaft ist
entscheidend für deren Erfolg, sondern vor allem die Gedanken (kognitive
Reaktionen), die bei der Wahrnehmung der Botschaft entstehen und angeregt
werden.
Botschaften überzeugen dann, wenn sie hauptsächlich zustimmende
Gedanken auslösen. Ausschlaggebend für die Persuasion sind also die
selbst generierten Gedanken zu einem Einstellungsobjekt.
Die eigene Gedankenbildung wird durch Ablenkung beeinträchtigt.
Hohe Ablenkung hat dabei eine negative Auswirkung auf die Einstellungsänderung bei potentiell starken Argumenten und eine positive Auswirkung bei
potentiell schwachen Argumenten.
Folie 36
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 36
Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion – Einstellungsänderung durch Kommunikation
Einfluss der Ablenkung auf kognitive Reaktionen (Petty et al. 1976):
Durchführung:
– Studenten wurden mit
starken/schwachen
Argumenten zur
Erhöhung der Studiengebühren konfrontiert.
– Während der auditiven
Botschaft wurden die
Vpn visuell abgelenkt.
Ergebnis:
Durch die Ablenkung konnten
weniger Gegenargumente gegen
schwache bzw. weniger „Zustimmungsgedanken“ entwickelt werden.
Abb. aus: Jonas, Stroebe & Hewstone, 2007, S. 232
Folie 37
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 37
Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion – Einstellungsänderung durch Kommunikation
Einfluss von Kommunikator, Botschaft und Rezipient
(nach Werth & Mayer 2008, S. 240 ff)
Kommunikator:
– Je glaubwürdiger der
überzeugender ist er.
Kommunikator
(z.B.
durch
Expertise)
desto
– Paraverbale Merkmale wie Stimmlage oder Sprechtempo können die
Persuasion beeinflussen: Tiefe Stimme und schnelles Sprechen erhöhen
die Wahrscheinlichkeit als kompetent, intelligent und glaubwürdig
wahrgenommen zu werden.
– Attraktive Kommunikatoren übertragen die Attraktivität auf das Einstellungsobjekt und erhöhen somit die persuasive Wirkung.
– Je stärker die Sympathie (z.B. erzeugt durch Ähnlichkeit
Kommunikator und Rezipient) desto erfolgreicher die Persuasion.
zwischen
Folie 38
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 38
Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion – Einstellungsänderung durch Kommunikation
Einfluss von Kommunikator, Botschaft und Rezipient
(nach Werth & Mayer 2008, S. 240 ff)
Botschaft und Situation:
– Persuasion ist erfolgreicher, wenn die Beeinflussungsabsicht der Botschaft
nicht erkannt wird.
– Die Reihenfolge der Argumente beeinflusst deren Wirkung
( Primacy- bzw. Recency-Effekt):
Bei hoher Relevanz der Information beeinflusst vor allem die erste Botschaft
(tiefe Verarbeitung),
bei niedriger Relevanz eher die letzte (Speicherung im Kurzzeit-Gedächtnis).
Gibt es keinen Abstand zwischen zwei Argumenten, ist der Einfluss der
ersten Botschaft größer, mit Pause hingegen der der zweiten.
Zudem: Erwartung des Rezipienten bzgl. der Argumentreihenfolge.
Folie 39
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 39
Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion – Einstellungsänderung durch Kommunikation
Einfluss von Kommunikator, Botschaft und Rezipient
(nach Werth & Mayer 2008, S. 240 ff)
Rezipient:
– Personen mit geringerer Intelligenz tendieren zu höherer Beeinflussbarkeit, da sie die Verkettung der Informationen schlechter durchschauen.
– Jugendliche und Adoleszente sind beeinflussbarer, da sich deren
Einstellungen noch stärker in der Entwicklung befinden als bei Älteren.
– Je niedriger und unstabiler der Selbstwert einer Person, desto größer ist
die Wirkung persuasiver Botschaften.
– Kulturabhängigkeiten zwischen der Wirkung bestehen zwischen Rezipienten
aus individualistisch geprägten Kulturen (Botschaften, die persönlichen Erfolg
und Unabhängigkeit betonen sind erfolgreicher) und solchen aus eher
kollektivistisch geprägten Kulturen (Botschaften, die die soziale Gruppe
betonen sind erfolgreicher).
Folie 40
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 40
Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion - Einstellungsänderung durch Kommunikation
Zwei-Prozess-Theorien der Informationsverarbeitung
Zugrundeliegende Annahmen:
– Informationsverarbeitungskapazität des Menschen ist begrenzt
Nicht jede Botschaft wird in jedem Detail verarbeitet.
– Die Wahrscheinlichkeit (likelihood) einer sorgfältigen, vertieften Verarbeitung
(elaboration) der Informationen ist abhängig von der Verarbeitungsmotivation
und –kapazität des Rezipienten:
Motivation, beeinflusst durch: Interesse, Disposition, Salienz etc.
Kapazität, abhängig von: Ablenkung, Vorwissen, Kapazität etc.
Folie 41
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 41
Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion - Einstellungsänderung durch Kommunikation
Zwei-Prozess-Theorien der Informationsverarbeitung
Diese Modelle unterscheiden zwei qualitativ unterschiedliche Prozesse der
Persuasion in einem Modell:
– zentrale Route der Persuasion:
Hohe Verarbeitungsmotivation und/oder –kapazität führt zu
systematischer/elaborierter Verarbeitung der Informationen:
Argumente werden sorgfältig und kritisch gegeneinander abgewägt.
– periphere Route der Persuasion:
Geringe Verarbeitungsmotivation und/oder –kapazität führt zu
heuristischer Verarbeitung der Informationen:
Hinweisreize oder Glaubwürdigkeit der Quelle oder einfache Heuristiken
bestimmen die Verarbeitungstiefe der Informationen.
Folie 42
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 42
Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion - Einstellungsänderung durch Kommunikation
Elaboration-Likelihood-Modell - ELM (Petty & Cacioppo 1986):
Hohe
Motivation
/ Kapazität
Zentrale
Route der
Persuasion
Argumente
überzeugen
(Kognition)
Geringe
Motivation
/ Kapazität
Periphere
Route der
Persuasion
Hinweisreize
überzeugen
(Eindruck)
Persuasive
Botschaft
Folie 43
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion - Einstellungsänderung durch Kommunikation
Elaboration-Likelihood-Modell - ELM (Petty & Cacioppo 1986):
– Zentrale Route:
Einstellungsänderung erfolgt durch kognitive Reaktionen
Folge: langanhaltende, stabile Einstellungsänderung (weniger anfällig für
spätere Einflussversuche)
– Periphere Route
Anwendung vereinfachender Regeln und Heuristiken („Die Mehrheit hat
recht.“, „Teuer heißt Qualität.“etc.).
Zudem Wirksamkeit von Klassischer Konditionierung, Mere Exposure etc.
Einstellungsänderung erfolgt durch Sympathie, Argumentanzahl etc.
Folge: eher instabile, kurzanhaltende Einstellungsänderung
Folie 44
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion - Einstellungsänderung durch Kommunikation
Implikationen des ELM:
Für erfolgreiche Persuasionen sollten beide Routen berücksichtigt werden, um
den Rezipienten je nach Situation erreichen zu können:
– Erfolgsfaktoren elaborierter Verarbeitung:
Qualität der Argumente, Schriftliche Informationen ( erneutes Lesen
möglich), Selbstgenerierende Gedanken, persönliche Verantwortung.
Bei: Umfangreichem Vorwissen des Rezipienten, Wahrgenommener
Beeinflussungsabsicht, Starker Neigung über Probleme nachzudenken.
– Erfolgsfaktoren heuristischer Verarbeitung:
Sympathie, Expertise und Attraktivität des Kommunikators, Anzahl der
Argumente bzw. Kommunikatoren.
Bei: Gruppenentscheidungen, Zeitdruck, Ablenkungen, geringer persönliche
Betroffenheit.
Folie 45
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion - Einstellungsänderung durch Kommunikation
Implikationen des ELM:
Die persönliche Relevanz beeinflusst die
Route der Informationsverarbeitung
(Petty 1981).
– hohe persönliche Betroffenheit:
Einstellungsänderungen werden primär
durch die Qualität der Argumente
beeinflusst.
– niedrige persönliche Betroffenheit:
Die Glaubwürdigkeit des Kommunikators
hat den bedeutsameren Einfluss.
Folie 46
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Einstellungsänderung
Persuasion – Folgerungen für Argumentation und Verhandlungen
Möglichkeiten, Persuasionsgespräche zu optimieren (nach Cialdini 2009)
– Einsatz von Reziprozitätsnormen: door-in-the-face-Technik
– Freundschaft und Attraktivität:
Attraktivität des Einflussnehmenden
Ähnlichkeit
Einsatz von Komplimenten
– Einsatz von Autoritäten und Expertise
– Prinzip der Seltenheit:
limited-number-Taktik
deadline-Technik
– Soziale Validierung:
Mitgliedslisten
Nominierung
Folie 47
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 47
Inhaltsübersicht
Dr. Simon Hahnzog Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie:
Einstellungen
1. Grundlagen und Struktur von Einstellungen
2. Entstehung von Einstellungen
3. Einstellungsänderung
4. Einstellung und Verhalten
5. Einstellungsmessung
Folie 48
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 48
Einstellungen
Einstellungen und Verhalten
Grundlagen:
Einstellungen und Verhalten korrespondieren miteinander, wenn sie sich in vier
Aspekten entsprechen (Ajzen & Fishbein 1977):
– Handlung: Art des Verhaltens – z.B.:
Bier trinken vs. Bier zum Kochen verwenden.
– Gegenstand: Objekt des Verhaltens – z.B.:
Bier vs. Wein trinken
– Kontext: Situation des Verhaltens – z.B.:
Bier im Biergarten, in Gesellschaft trinken vs. alleine zu Hause am Balkon
– Zeit: Zeitrahmen des Verhaltens – z.B.:
Feierabendbier vs. Frühschoppen
Folie 49
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 49
Einstellungen
Einstellungen und Verhalten
Grundlagen:
Insbesondere die Stärke der Einstellung ist bedeutsam, um von dieser
Einstellung auf zukünftiges Verhalten zu schließen:
– Innere Konsistenz:
Je größer die Übereinstimmung von kognitiver und emotionaler Komponente
der Einstellung, desto höher die Wahrscheinlichkeit für entspr. Verhalten.
– Persönliche Erfahrung:
Einstellungen haben einen größeren Effekt auf das Verhalten, wenn Sie auf
persönlichen Erfahrungen („Erfahrung 1. Ordnung“) als wenn Sie auf
indirekten Erfahrungen („Erfahrung höherer Ordnung“) basieren.
– Aufwand bei der Einstellungsentwicklung:
Besteht ein starkes Bedürfnis nach einer Einstellung bzw. ist der kognitive
Aufwand hoch, um eine Einstellung zu entwickeln, ist diese ein besserer
Prädiktor für zukünftiges Verhalten (vgl. ELM: zentrale Route).
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Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Einstellungen und Verhalten
Theorie des Überlegten Handelns (Fishbein & Ajzen 1974)
Leitfragen: Lässt sich zukünftiges Verhalten vorhersagen? Wenn ja, wie?
Die Absicht hat den größten Einfluss auf das Verhalten. Die Absicht wird durch
Einstellung (ob das Verhalten positiv oder negativ ist) und subjektive Normen
(wie wichtig das Verhalten nach Auffassung anderer ist) bestimmt:
Einstellung zum
Verhalten
Verhaltensabsicht
Verhalten
Subjektive
Norm
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Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 51
Einstellungen
Einstellungen und Verhalten
Theorie des geplanten Handelns (Ajzen 1991)
Weiterentwicklung der Theorie des überlegten Handelns um den Faktor der
wahrgenommenen Verhaltenskontrolle: Subjektive Einschätzung, ob man
in der Lage ist, das geplante Verhalten auszuführen oder nicht. Dieser Faktor
hat sowohl auf das Verhalten als auch auf die Verhaltensabsicht einen Einfluss.
Einstellung zum
Verhalten
Subjektive
Norm
Verhaltensabsicht
Verhalten
Wahrgen.
Verh.-kontr.
Folie 52
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 52
Einstellungen
Einstellungen und Verhalten
Theorie des geplanten Handelns (Ajzen 1991)
Ergänzungen:
– Weitere Studien zeigten, dass eine weitere Komponente Verhaltensvorhersagen erleichtert – die Umsetzungsabsichten („implementation
intentions“, Gollwitzer 1999), da hier sowohl Verhalten als auch Kontext
verinnerlicht werden, z.B.:
„Wenn das Partywochenende vorbei ist, dann fange ich mit dem Lernen an.“
Umsetzungsabsichten erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass das erwünschte
Verhalten ausgeführt wird.
– Zudem ist früheres Verhalten ein guter Prädiktor für zukünftige
Verhaltens-weisen, insbesondere wenn es häufig ausgeführt und somit
automatisiert wird.
Folie 53
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 53
Einstellungen
Einstellungen und Verhalten
Einstellungen gegenüber der Arbeit - Übersicht:
Abb. aus:
Jonas et al. 2007, S. 553.
Folie 54
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 54
Einstellungen
Einstellungen und Verhalten
Einstellungen gegenüber der Arbeit - Arbeitsmerkmale:
Abb. aus:
Jonas et al. 2007, S. 560.
Folie 55
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 55
Einstellungen
Einstellungen und Verhalten
Einstellungen gegenüber der Arbeit –
Organisationale Gerechtigkeit – Fairness (Greenberg 1990):
– Verteilungsgerechtigkeit:
Wahrnehmung des Mitarbeiters und der Institution, wie fair Ressourcen
(z.B. Geld, Urlaubstage) zwischen den Mitarbeitern oder Unternehmensgruppen verteilt werden.
– Prozessgerechtigkeit:
Wahrnehmung der Fairness der Prozesse, mit denen die verfügbaren
Ressourcen verteilt werden.
– Interpersonale Gerechtigkeit:
Wahrnehmung, wie respektvoll und höflich die Mitarbeiter behandelt werden.
– Informationale Gerechtigkeit:
Wahrnehmung, wie gut den Mitarbeitern die ablaufenden Prozesse
erklärt und sie über diese informiert werden.
Folie 56
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 56
Inhaltsübersicht
Dr. Simon Hahnzog Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie:
Einstellungen
1. Grundlagen und Struktur von Einstellungen
2. Entstehung von Einstellungen
3. Einstellungsänderung
4. Einstellung und Verhalten
5. Einstellungsmessung
Folie 57
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Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 57
Einstellungen
Einstellungsmessung
Grundlagen
– Einstellung als psychologisches Konstrukt:
Einstellung ist ein psychologisches Konstrukt (wie beispielsweise auch
Intelligenz oder Angst), also keine direkt beobachtbare oder direkt messbare
Größe. Dadurch werden konkrete Messmethoden notwendig.
Diese lassen sich für explizite und implizite Einstellungen unterscheiden:
– Explizite Einstellungsmessung:
Die Befragten werden direkt gebeten, über eine Einstellung nachzudenken
und über diese zu berichten.
– Implizite Einstellungsmessung:
Einstellungen werden erfasst, ohne dass die Befragten direkt gebeten werden,
ihre Einstellungen anzugeben.
Bedingungsfaktoren, die die Einstellungsmessung verzerren können:
Soziale Erwünschtheit, Fragenformulierung, Fragenreihenfolge
Folie 58
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 58
Einstellungen
Einstellungsmessung
Explizite Einstellungsmessung:
Explizite Einstellungen werden meist durch Selbstbeurteilung erfasst, z.B. durch:
– Eindimensionale Skalen (z.B. Thurstone- oder Likert-Skala): Ausmaß an
Zustimmung bzw. Ablehnung zu einer Aussage muss angegeben werden.
Nachteil: Ambivalente Einstellungen können nur schwer erfasst werden.
– Mehrdimensionale Messung (Multiattributmodelle):
• Semantisches Differential: Die Einstellung zu einem Objekt muss auf einer
bipolaren Skala angegeben werden (z.B. gut - schlecht, stark - schwach).
Ergebnis: Einstellungsprofil.
Nachteil: Gegensatzpaare haben subjektiv unterschiedliche Bedeutung.
• Fishbein-Modell: Subjektive Wahrscheinlichkeit einer Eigenschaft und die
Bewertung dieser Eigenschaft werden miteinander abgeglichen, z.B.:
1. „Dass das Auto der Marke XY schnell fährt, ist sehr wahrscheinlich.“
2. „Wenn Autos der Marke XY schnell fahren, dann ist das sehr gut.“
Nachteil: Fehlerhafte Angaben in einer Skala setzen sich in weiteren fort.
Folie 59
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 59
Einstellungen
Einstellungsmessung
Implizite Einstellungsmaße:
Fjodor Dostojewski: „Jeder Mensch hat Erinnerungen, die er niemandem außer
vielleicht seinen engsten Freunden erzählt. Er hat außerdem Gedanken, die er
nicht einmal seinen Freunden, sondern nur sich selbst und insgeheim offenbart.
Darüber hinaus gibt es Dinge, bei denen man es sich nicht einmal traut, sie sich
selbst einzugestehen. Jeder normale Mensch hält eine Vielzahl solcher Dinge in
seinem Kopf verborgen.“
Beispiele:
– Projektive Methoden (z.B. Körperbildskulpturentest)
Nachteil: Großer Interpretationsspielraum auf Seiten des Auswerters.
– Messung von Reaktionszeiten und –fehlerdaten (z.B. IAT)
Nachteil: Konstruktvalidität fraglich.
– Gedächtnisdaten
Nachteil: Erinnerungsverzerrungen.
– Nicht-Reaktive Verfahren (z.B. Abnutzungsspuren am Fußboden)
Nachteil: Postbeobachtungsinterview nicht immer möglich.
Folie 60
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 60
Einstellungen
Einstellungsmessung
Implizite Einstellungsmaße:
Impliziter Assoziationstest - IAT (Greenwald et al. 1998):
Pbn müssen optische Reize (Bilder, Wörter) einer von zwei Antwortkategorien
zuordnen (z.B.: wahr/falsch, dick/dünn, gut/schlecht).
Hypothese:
Auf assoziierte Konzepte kann leichter/schneller mit der gleichen Antworttaste
reagiert werden, als mit unterschiedlichen Antworttasten.
Tipp:
Unter https://implicit.harvard.edu/implicit/ können IAT zu verschiedenen
Themen selbständig durchgeführt werden, inkl. Auswertung der Daten.
Folie 61
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 61
Einstellungen
Literatur
Lehrbücher:
•
Aronson, E., Wilson, T.D. & Akert, R.M. (2008). Sozialpsychologie. München:
Pearson Studium.
•
Baron, R. A., Branscombe, N. & Byrne, D. (2008). Social Psychology. Boston:
Pearson.
•
Bierhoff, H.-W. & Frey, D. (Hrsg.)(2006). Handbuch der Sozialpsychologie
und Kommunikationspsychologie. Göttingen: Hogrefe.
•
Gerrig, R. & Zimbardo, P. (2008). Psychologie. München: Pearson.
•
Jonas, K., Stroebe, W. & Hewstone, M. (Hrsg.) (2007). Sozialpsychologie.
Heidelberg: Springer.
•
Marmet, O. (2006). Ich und du und so weiter. Kleine Einführung in die
Sozialpsychologie. Weinheim: Beltz.
•
Werth, L. & Mayer, J. (2008). Sozialpsychologie. Berlin: Spektrum.
Folie 62
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 62
Einstellungen
Literatur
Weitere Quellen:
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analysis and review of empirical research. Psychological Bulletin, 84, S. 888918.
Ajzen, I. (1991). The theory of plannend behavior. Organizational Behavior and
Human Decision Processes, 50, S. 179-211.
Brehm, J.W. (1956). Postdecision changes in the desirability of alternatives.
Journal of Abnormal an Social Psychology, 52, 384-389.
Cacioppo, J.T., Priester, J.R. & Bernston, G.G. (1993). Rudimentary
determinants of attitudes: II. Arm reflexion and extension have differential
effects on attitudes. Journal of Personality and Social Psychology, 65, S. 517.
Cialdini, R.B. (2009). Die Psychologie des Überzeugens. Ein Lehrbuch für alle, die
ihren Mitmenschen und sich auf die Schliche kommen wollen. Bern: Huber.
Eagly, A.H. & Chaiken, S. (1993). The psychology of attitudes. Fort Worth, TX:
Harcourt Brace Jovanovich.
Festinger, L. & Carlsmith, J.M. (1959). Cognitive Consequences of forced
compliance. Journal of Abnormal and Social Psychology, 58, S. 203-210.
Folie 63
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 63
Einstellungen
Literatur
Weitere Quellen:
Festinger, L. (1957). A theory of cognitive dissonance. Stanford, CA: Stanford
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Fishbein, M. & Ajzen, I. (1974). Attitudes towards objects as predictors of single
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Heider, F. (1958). The psychology of interpersonal relations. New York: Wiley.
Gerard, H.B. & Mathewson, G.C. (1966). The effects of severity of initiation on
liking for a group: A replication. Journal of Experimental Social Psychology, 2,
S. 278-287.
Greenberg, J. (1990). Employee theft as a reaction to underpayment inequity:
The hidden cost of pay cuts. Journal of Applied Psychology, 75, S. 561-568.
Greenwald, A.G. (1968). Cognitive learning, cognitive response to persuasion,
and attitude change. In A.G. Greenwald, T.C. Brock & T.M. Ostrom (Hrsg.).
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Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
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Einstellungen
Literatur
Weitere Quellen:
Greenwald, A.G., McGhee, D. & Schwartz, J.L.K. (1998). Measuring individual
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Personality and Social Psychology, 74, 1464-1480.
Haddock, G. & Maio, G. (2007). Einstellungen: Inhalt, Struktur und Funktionen.
In K. Jonas, W.Stroebe & Hewstone, M. (Hrsg.) (2007). Sozialpsychologie (S.
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Hildum, D.C. & Brown, R.W. (1956). Verbal reinforcement and interviewer bias.
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Krosnick, J.A., Betz, A.L., Jussim, L.J. & Lynn A.R. (1992). Subliminal
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Weitere Quellen:
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Rushton, J.P. & Bons, T.A. (2005). Mate Choice and Freindship in Twins:
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Tesser, A. (1993). The importance of heritability in psychological research: The
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D. Frey (Hrsg.). Handbuch der Sozialpsychologie und
Kommunikationspsychologie. (S. 404 – 414). Göttingen: Hogrefe.
Zajonc, R.B. (1968). Attitudinal effects of mere exposure. Journal of Personality
and Social Psychology, 9, S. 1-27.
Folie 66
Ausgewählte Aspekte der Sozialpsychologie: Einstellungen
© hahnzog 2011 - Dr. Simon Hahnzog – Folie 66
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