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Körperbehinderung
Formen
Ursachen
Therapie
Pädagogische Konzepte und
Aufgaben
Körperbehinderung
Definition
„Eine Körperbehinderung ist im allgemeinen Sprachgebrauch eine
überwindbare oder dauernde Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit
infolge einer Schädigung des Stütz- und Bewegungssystems oder einer
anderen organischen Schädigung...“
(Bleidick 1985)
Lähmungen Bewegungsstörungen
Zentral bedingt (ZNS)
Infantile
Cerebralparese
• Spastische Lähmung
• Athetose
• Ataxie
Peripher bedingt
(Nervenleitungen)
• Querschnittslähmung
• Spina bifida
• Kinderlähmung
• Muskelschwund
Schädigung des Skelettsystems
• Dysmelien Fehlbildungen der Gliedmaßen)
• Wachstumsanomalien – Kleinwuchs
• Spaltbildungen (Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte
• Wirbelsäulendeformationen
Ziele:
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Wiederherstellen der Statik und
Belastungsstabilität der Wirbelsäule
Konservativ durch spezielle Lagerung,
äußere Stabilisierung oder
Operativ durch Reposition und ventrale
Osteosynthes/- Spondylodese
Schrittweise Mobilisierung
Entsprechend der Lähmungshöhe
weitgehende bzw. völlige
Selbständigkeit
Reintegration in Familie, Beruf und
Gesellschaft.
Ursachen:
Völlige Unterbrechung der Leitfähigkeit des
Rückenmarks, z.B. nach vollständiger Durchtrennung,
Quetschung, Tumoren, Infektionen,
Durchblutungsstörungen
Querschnittlähmung
Therapie:
Stationär: Gesamte Behandlungsdauer:
Akutbehandlung und umfassende
Rehabilitation bei komplikationslosem
Verlauf ca. 8-10 Monate für Tetraplegiker
und ca. 6 Monate für Paraplegiker
Stationär/ambulant: Beruflich-soziale Reha
in WfB oder innerbetrieblich
Ambulant: Physiotherapeutische
Behandlung auf neurophysiologischer
Grundlage Hilfsmittelkontrolle
Überprüfung der sozialen Situation
Verlauf:
Je nach Grad des Querschnitts und
Motivation des Patienten vom totalen
Verlust der Bewegungsfähigkeit bis zu
nahezu uneingeschränkter
Bewegungsfähigkeit und beherrschen
von Funktionen.
Klassifikation der erworbenen Querschnittlähmung nach Lähmungsausmaß
A-Komplett: Keine sensible oder motorische Funktion ist in den sakralen Segmenten S4-S5 erhalten.
B-Inkomplett: Sensible, aber keine motorische Funktion ist unterhalb des neurologischen Niveaus erhalten.
C-Inkomplett: Motorische Funktion ist unterhalb des neurologischen Niveaus erhalten und die Mehrzahl der
Kennmuskeln unterhalb des Neurologischen Niveaus haben einen Muskelkraftgrad von weniger als 3.
D-Inkomplett: Motorische Funktion ist unterhalb des Schädigungsniveaus erhalten und die Mehrheit der
Kennmuskeln unterhalb des neurologischen Niveaus haben einen Muskelkraftgrad größer oder entsprechend 3.
E-normal: Sensible und motorische Funktionen sind normal.
Initiativen von Menschen mit Querschnitt:
Stand up Initiative von Hamoun Kamai www.stand-up-initiative.de
Zurück in den Job dank entsprechender Hilfsmittel
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Ursachen:
Schädigung des Gehirns im Bereich des
Bewegungszentrums durch Sauerstoffmangel,
Infektion der Mutter, Vergiftung,
Nabelschnurkomplikationen, Hirnblutung,
Erbkrankheiten, Schädelhirntrauma
Therapie:
Cerebralparese
Operativ:
Sehnenverlängerung,
Spastische Lähmung
Nervendruchtrennung
Knochenumstellung
Medikamentös:
Antispastika u. Psychopharmaka
Orthopädietechnik :
Funktionsschienen, Kontrakturprophylaxe
andere Hilfsmittel
Physiotherapie:
Bobath, Vojta, Petö, Kosiavkin
Verlauf:
Je nach Grad der Hirnschädigung, der passenden
Therapieform und Motivation des Patienten vom
umfassender Bewegungseinschränkung bis zu nahezu
uneingeschränkter Bewegungsfähigkeit.
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Monospastik = spastische Lähmung einer Extremität
Paraspastik = spastische Lähmung beider Beine
Hemispastik = spastische Lähmung der Extremitäten einer Körperhälfte
Tetraspastik / spastische Tetraparese = alle vier Extremitäten sind spastisch gelähmt; daneben
können auch Hals- und Rumpfmuskulatur betroffen sein.
Da die Sprech- und Schluckmuskulatur ebenfalls betroffen sein kann, sind auch in diesem Bereich
Beeinträchtigungen möglich. Dazu zählen Sprachstörungen, wie langsame und/oder undeutliche
Artikulation (Dysarthrie), oder erschwertes Schlucken (Dysphagie).
Umfasst die Lähmung auch die Augenmuskulatur, werden die Bewegungen beider Augen nicht korrekt
koordiniert, so dass es zu Doppelbildern („Schielen“) kommt.
Neben erhöhtem Muskeltonus und Dehnungswiderstand treten in den meisten Fällen auch „andere
Symptome wie Muskelparesen und Verlangsamung des Bewegungsablaufs, gesteigerte
Muskeleigenreflexe (Kniesehnenreflex) und pathologische Fremdreflexe“ (Bauchhautreflex) auf.
Dies bedeutet, dass die Beweglichkeit erheblich eingeschränkt ist und aktive Bewegungen nur
mühsam und wenig differenziert ausgeführt werden können.
Die Bewegungskoordination erfolgt unter Umständen nicht fehlerlos, so beispielsweise die
Koordination zwischen Augen und Hand (gezieltes Greifen) oder symmetrische Bewegungsabläufe.
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Sympthome:
Athetose - unwillkürliche,
langsame, geschraubtwurmförmige Spreiz-,
Streck- und
Beugebewegungen;
besonders betroffen sind
Hände, Finger und Füße
Ursachen:
Schädigung des Gehirns im Bereich des Bewegungszentrums
durch Sauerstoffmangel, Infektion der Mutter, Vergiftung,
Nabelschnurkomplikationen, Hirnblutung, Erbkrankheiten,
Schädelhirntrauma
Das Zusammenspiel der Muskulatur ist gestört
Cerebralparese
Therapie:
Athetose
Orthopädietechnik :
Korsett zur Rumpfstabilisierung, Rollstuhl
andere Hilfsmittel
Ergotherpie:
gezieltes Greifen, Bewegungskoordination
Logopädie:
Schlucken und Artikulation
Physiotherapie:
Bobath, Vojta, Petö, Kosiavkin
Verlauf:
Je nach Grad der Hirnschädigung und
der konsequenten Therapie und
Hilfsmittelversorgung kann eine gute
Stabilität in der Aufrichtung und der
gezielten Bewegungen erreicht werden.
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Ursachen:
Erkrankungen des Kleinhirns
(Entzündliche Prozesse, Hirnblutung,
Schlaganfall, Krebserkrankung,
Vergiftung durch Alkohol oder
Medikamente
Cerebralparese
Ataxie
Therapie:
Orthopädietechnik :
Korsett zur Rumpfstabilisierung, Rollstuhl
andere Hilfsmittel
Ergotherapie:
gezieltes Greifen, Bewegungskoordination
Logopädie:
Schluckstörungen und Artikulation
Physiotherapie: Bobath, Vojta, Petö, Kosiavkin
Symptome :
Die Ataxie ist eine Bewegungsstörung.
Es bedeutet, dass zielgerichtete
Bewegungen nur schwer möglich sind.
Das Gehirn verliert die Fähigkeit die
Bewegungen zu steuern.
Also wird das Greifen von Gegenständen,
ebenso erschwert, wie das Gehen
und auch das Sprechen.
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Therapieformen:
Bobath
Das Bobath-Konzept basiert auf der lebenslangen Fähigkeit des Nervensystems, sich Reizen
durch Strukturveränderung anzupassen (Plastizität des Nervensystems, Neuroplastizität)
Durch spezielle Arten der Lagerung, der Bewegung des Patienten innerhalb und außerhalb des
Bettes (Handling) und der Anleitung bei allen Lebensaktivitäten, wie z.B. Körperpflege, Essen
und Trinken, An- und Auskleiden wird diese Lernfähigkeit im Alltag des Betroffenen ausgenutzt.
Dem Nervensystem werden wiederholt richtige Lernangebote als Stimmulation
entgegengebracht.
Der Alltag des Betroffenen wird so zur Therapie.
Arbeitsprinzipien des Bobath-Konzeptes sind die Erarbeitung eines angepaßten Muskeltonus, die
Anbahnung physiologischer Bewegungsabläufe und die Verbesserung der Körperwahrnehmung.
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Therapieformen:
Vojta
Hirngeschädigte Kinder werden nicht als Spastiker oder Athetotiker geboren, sondern die
Bewegungsstörung entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten durch ein Fehlen grundlegender
Elemente des Bewegungsverhaltens (stammesgeschichtliche als auch entwicklungsgeschichtliche
Formen) vor allem Kriechen und Drehen.
Durch die Behandlung bereits im ersten Lebensjahr, kann man dieses Fehlen verhindern, wenn es
gelingt, die fehlenden Bewegungselemente zu vermitteln.
Beim Kriechen und Drehen kommt es wechselseitig zur Stabilisation und Bewegung der
Körperseiten. Bewegt sich die eine Körperseite, stabilisiert sich die Andere. Fehlen diese
Fähigkeiten, kommt es zu einer Minderung oder sogar dem Ausbleiben der Reaktionsfähigkeit auf
Lageveränderungen des Körpers und somit zu falschen Bewegungsmustern.
Mit krankengymnastischen Übungen können falsche Bewegungsmuster vermieden werden.
Bei der Vojta Therapie wird also ein Reflexkriechen und Reflexdrehen durch das Auslösen von
Reflexzonen hervorgerufen. Diese Methode ist immer noch sehr umstritten, da hiermit eine große
psychische Belastung einhergeht. Denn viele Kinder empfinden dieses Auslösen der Reflexzonen
als sehr unangenehm und fangen an zu schreien.
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Therapien:
Petö:
Der lateinische Begriff „conducere“ steht für zusammenführen – beim Petösystem handelt es sich
nie um Einzeltherapien, sondern immer um eine Gruppen- oder Teilgruppentherapie. Gemeinsam
mit den Eltern und dem Arzt erarbeitet der Konduktor für die Kinder Ziele, Teilziele und Inhalte.
Zusammenführend dabei auch die Methoden: Musik, Gestalten, Tanz, Sprache, Literatur bis hin zum
Theater. Das gestärkte Zusammengehörigkeitsgefühl in Verbindung mit aktiver Teilnahme und der
positive pädagogische Bezug motivieren auch die Eltern.
Der Arzt und Pädagoge Andràs Petö baute seine Arbeit auf dem Prinzip der ganzheitlichen
Betreuung des Kindes auf.
Die Kondukoren nehmen sich intensiv der Kinder an, versuchen deren Kontaktfähigkeit zu steigern
und vereinen dabei eine Vielfalt der Aufgaben von Physiotherapeuten, Logopäden, Motopädagogen,
Sonderpädagogen, Erziehern, Pflegern und Lehrern in einer Person.
Der Vorteil einer Bezugsperson ist gerade bei Säuglingen und Kleinkindern ein entscheidender
Faktor. Vielen Kindern fällt es schwer sich immer wieder aufs neue an Kontaktpersonen zu
gewöhnen. So trägt dieses Konzept nicht nur zur Persönlichkeitsentwicklung, sondern auch zur
Normalisierung des Familienklimas und der Mutter-Kind-Beziehung ganz entscheidend bei.
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Therapie:
Ursachen:
Genaue Abklärung durch CTG,
Röntgenschichtaufnahme, Kernspindtomographie
und Liquorpunktion ist notwendig.
Die Ursache ist noch nicht geklärt.
Das Immunsystem spielt dabei eine
zentrale Rolle, es ist in Teilbereichen
falsch programmiert. Auch eine
Beteiligung genetischer Faktoren wird
derzeit nicht mehr ausgeschlossen.
Medikamentös:
Entzündungshemmend und die Symtome lindern
Physiotherapie
Ergotherpie
Multiple Sklerose
Ernährung
Lebensweise stressfrei
gestalten
Symptome:
Kribbeln in den Fingerspitzen, Sehbeeinträchtigung,
Gleichgewichtsstörung, Übelkeit, Ohnmacht
Verlauf:
Die entzündliche Erkrankung des
Nervensystemes verläuft sehr
unterschiedlich, beginnt meist im frühen
Erwachsenenalter. Es treten sog.
Schübe auf d.h. Entzündungsherde
blockieren die Übertragung von
Informationen, es kommt zu Ausfällen.
Die Entzündung kommt sehr schnell
und klingt innerhalb von Tagen wieder
ab. Die Häufigkeit und Intensität
bestimmt den Verlauf.
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Therapie:
Ursache:
Bei Spina bifida je nach
Erscheinungsform keine
Therapie notwendig bis zu
operativer Schließung der
Weichteile und
Knochenregulierung, Ventil
Physiotherapie
Blasentraining, Darmtraining
Psychologische Beratung und
Begleitung
Fehlentwicklung in den ersten Tagen und Wochen
der Schwangerschaft. Das Neuralrohr hat sich
nicht vollkommen geschlossen bzw. ist nicht voll
funkionstüchtig. Dies kann genetische, toxische
Ursachen haben. Je früher die Schädigung desto
umfangreicher die Schädigung.
Spaltbildungen des Rumpfes
Formen der Spaltbildung:
Spina bifida:
offener Rücken, häufig in Verbindung mit
Hydrocephalus
Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Rosanna / einseitige Lippen- Kiefer- Gaumen- Segelspalte
links: präoperativ, rechts: postoperativ
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des
ZNS
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Berühmte Menschen
mit Parkinson:
Muhamet Ali
Pabst Johannes Paul II
Kathrin Hepurn
Symptome:
Rigor (Muskelstarre), Tremor (Muskelzittern),
Bewegungsarmut bis hin zur Bewegungslosigkeit sowie
einer Haltungsinstabilität
Ausgelöst wird sie durch das Absterben von Zellen in einer
Struktur des Mittelhirns, die den Botenstoff Dopamin
herstellt. Der Mangel an Dopamin führt zu den Symptomen.
Fredl Fesl
Ottfried Fischer
Morbus Parkinson
Ursache unbekannt
Therapie:
Medikamentös: L-Dopamin
Hirnschrittmacher
Stammzellenbehandlung ist eine Hoffnung der Zukunft
Krankengymnastik
Logopädie
Psychotherapie
Körperbehinderungen aufgrund einer Schädigung des ZNS
Therapie:
Erste Maßnahme ist
grundsätzlich strenge
Bettruhe. Betroffene
werden sofort in ein
Krankenhaus
aufgenommen.
Eine Therapie, die sich
gegen die verursachenden
Viren richtet, gibt es nicht.
Deshalb können nur die
Symptome behandelt
werden. Dabei steht im
Mittelpunkt die Senkung
des Fiebers. Kommt es zu
Schluckbeschwerden, oder
auch zu Problemen mit der
Atmung, so muss schon
frühzeitig künstlich beatmet
werden.
Physiotherapie kann bereits
nach 2 bis 4 Wochen nach
der Erkrankung begonnen
werden, um Spätschäden
zu vermeiden. Vojta
Ursache:
Die Kinderlähmung, oder Poliomyelitis, ist eine fieberhafte
Erkrankung, die durch Viren der Gruppe Enteroviren
verursacht wird. Es gibt drei verschiedene Polio-Erreger.
Die Viren befallen die grauen Zellen des Gehirns. Dabei
bevorzugen sie diejenigen Zellen, die für die willkürlichen
Bewegungen des Menschen verantwortlich sind. Dadurch
können Lähmungen verursacht werden. Schmierinfektion
Poliomyelitis
Symptome
Im ersten Stadium treten grippeähnliche Symptome auf. Die
Erkrankung ist sehr ansteckend. 90 bis 95 Prozent der Infektionen
verlaufen jedoch ohne sichtbare Symptome. In 5 Prozent der
Fälle kommt es zu einem grippeähnlichen Krankheitsbild mit
Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopfweh, Gliederschmerzen und
Schweißausbrüchen.
Die Symptome heilen in wenigen Tagen ohne Folgen ab. Sie
bilden das erste Stadium der Poliomyelitis. Ein großer Teil der
Erkrankungen endet mit diesem Stadium.
Hirnhautentzündung
Schädigung des Skelettsystems
Therapie:
Formen:
richtet sich nach der Ursache der Skoliose, dem Alter des Betroffenen
und dem Grad der Fehlstellung. Bei einer beginnenden Skoliose
stehen vor allem krankengymnastische Maßnahmen im Vordergrund,
später kommt die Behandlung mit einem Korsett hinzu. Bei einer
ausgeprägten Skoliose ist eine operative Korrektur erforderlich. Durch
frühzeitige angemessene Therapie bestehen meist gute Aussichten
auf Heilung.
Skoliose
Lordose
Kyphose
Rückratverkrümmung
Therapie:
Ursache:
bei Lordose und Kyphose
Bei Skoliose zu 90% unbekannt,
angeboren, durch Muskel oder
Nervenverletzung
Bürostühle bzw. Sitzkissen
Bauch und Muskeltraining
Stützkorsett
Bei Lordose und Kyphose ist es
meist eine schlechte Haltung,
schwere Arbeit oder Osteoperose
Schädigung des Skelettsystems
Die Skoliose lässt sich je nach Verlauf der Krümmung
in den verschiedenen Bereichen der Wirbelsäule in unterschiedliche
Formen einteilen:
Thorakale Skoliose; 2 Lumbale Skoliose; 3 Thorakolumbale Skoliose; 4 Thorakale und lumbale Skoliose
thorakale Skoliose: Wendepunkt der Hauptkrümmung im Bereich der Brustwirbelsäule
lumbale Skoliose: Wendepunkt der Hauptkrümmung im Bereich der Lendenwirbelsäule
thorakolumbale Skoliose: Wendepunkt der Hauptkrümmung im Bereich der Übergangsbereich zwischen Brust- und
Lendenwirbelsäule
thorakale und lumbale Skoliose: Krümmungswendepunkte im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule
Dabei kann die für eine Skoliose kennzeichnende Verbiegung der Wirbelsäule verschiedene Richtungen zeigen:
linkskonvexe Skoliose: Wirbelsäule ist nach links gebogen
rechtskonvexe Skoliose: Wirbelsäule ist nach rechts gebogen
Schädigung des Skelettsystems
Ursache:
seltene erbliche Störung des Bindegewebes
bei der die Produktion von Kollagen im Körper
fehlerhaft ist. Die Knochen werden spröde und
brechen leicht.
Osteogenesis imperfekta
(Glasknochenkrankheit)
Therapie:
Bisphosphonat-Therapie
Verlauf:
Teleskopnägel implantieren
In den meisten Fällen lässt die Brüchigkeit
der Knochen mit der Pubertät nach.
Krankengymnastik zur Kräftigung der Muskulatur
Schwimmen
Schädigung des Skelettsystems
Ursache:
Meist angeborene Fehlstellung oder mangelnde
Ausbildung des Gelenkes aufgrund von
Mangelernährung, Strahlenschädigung, genetisch
bedingte Bindegewebshautschwäche
(Schlottergelenk), Unfall
Luxationen
Gelenkfehlstellungen
Therapie:
Verlauf:
Bei der Ultraschalluntersuchung wird eine
Luxation (Hüfte) festgestellt.
Bei frühzeitiger Diagnostik und Therapie
kann die Luxation vollständig behoben
werden. (Routineuntersuchung)
Je nach Schweregrad muss das Kind breit
gewickelt werden, in eine Spreizhose oder
ein operativer Eingriff gemacht werden
Bei nicht erkennen und behandeln
lebenslange Beeinträchtigung beim Laufen
und schwere Folgeschäden für das
Skelettsystem
Schädigung des Skelettsystems
Therapie:
Psychologische Betreuung der Eltern
die Kinder normal behandeln
Operation
Prothese
Hilfsmittel (Auto)
Kompensation (Füße statt Hände)
Formen:
Amelie: völliges Fehlen einzelnerder mehrer
Gliedmaßen
Dysmelie: oangeborene Fehlbildung eines oder
mehrerer Gliedmaßen, also der Arme, Hände oder
Beine, Füße. (Klumphand/Klumpfuß)
Fehlbildungen des
Skelettsystems
Ursachen:
Genetisch bedingt: Holt-Oram-Syndrom oder
TAR-Syndrom
Infektionen, Mangelernährung bzw.
Mangelversorgung während der
Schwangerschaft, Nabelschnurumschlingung
Vergiftung durch Medikamente
(Contergan)
Fehlbildungen durch Thalidomid
Schädigung des Skelettsystems
Prothese ja oder
nein?
Operation ja oder
nein?
Schädigung des Skelettsystems
Ursache:
Unfall, Tumor, Gefäßerkrankung
Amputation
Therapie:
Psychologische Betreuung der
Eltern die Kinder normal
behandeln Operation
Prothese
Hilfsmittel (Auto)
Kompensation (Füße statt Hände)
Kinderfußprothese
Armprothese
Schädigung des Skelettsystems
Formen:
Spinale Muskelatrophie: Muskelschwund
Muskeldystrophie:
degenerative Muskelerkrankung,
Muskelschwäche
Typ Duchenne häufigste Form
Muskelsystemerkrankung
Therapie:
Es können nur die Symptome behandelt
werden
Physiotherapie Operativ spezielle Pflege
Hilfsmittel (Rollstuhl, Beatmungsmaske,
Steuerungshilfen für den Rollstuhl und
den Computer Psychologische Betreuung
Assistenz
Ursachen:
Vererbung
Verlauf:
Je nach Form
Fortschreitend: Die Muskulatur baut ab –
Bewegungsfähigkeit ist mehr und mehr
eingeschränkt bis zur Atemlähmung und
Schwächung der Herzfunktion
Langsam verlaufend: breitet sich vom
Beckengürtel ausgehend aus
Schädigung des Skelettsystems
Formen:
Arthritis: Gelenkentzündung
Arthrose: Abnützung des Gelenkes
Entzündliche Erkrankungen
der Knochen und Gelenke
Therapie:
Arthritis: Medikamentös (Cortison)
Mechanische Reinigung
Arthrose: Schmerztherapie
Akupunktur
Krankengymnastik
Ergotherapie
Physikalische Therapie
Operation Gelenkprothese
Ursachen:
Arthritis: bakterielle Infektion, rheumatische
Erkrankung, Stoffwechselstörung (Gicht)
Arthrose: altersbedingt durch den Rückgang
der Wasseranteile im Gelenk, die sog.
Gelenkschmiere wird weniger
Mechanische Belastung, Entzündung
Ernährung, Übergewicht,
Bewegungsmangel, starke Belastung
Pädagogische Begleitung bei Menschen mit Körperbehinderung
Empowerment
Die Befähigung Betroffener,
ihre Situation selbst „in die
Hand zu nehmen“ und nach
ihren Vorstellungen zu
verändern.
das Anstiften zur (Wieder-)Aneignung von
Selbstbestimmung über die Umstände des
eigenen Lebens.
Pädagogische Begleitung bei Menschen mit Körperbehinderung
Situationsanalyse,
Ressourcen ermitteln mit
dem Klienten
Ziele formulieren mit dem Klienten
Lebensplanung
Empowerment
Üben wie können die
Ziele umgesetzt
werden,
was brauche ich dazu
an Unterstützung
Fehler machen lassen
Regelmäßige Auswertung der
Ergebnisse
und neue Ziele
Die Entwicklung muss für alle
erkennbar dokumentiert werden
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