21.|22. Apr. 2016 - Tiroler Symphonie Orchester Innsbruck

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6. Symphoniekonzert
Tiroler
Symphonieorchester
Innsbruck
Dirigent Francesco Angelico
Sopran Cristina Zavalloni
Harfe Xavier de Maistre
Maurice Ravel
Alberto Ginastera
Luciano Berio
21.|22.
Apr.
2016
Congress Innsbruck
20.00 Uhr
Einführung im Foyer
19.15 Uhr
www.landestheater.at
telefon +43.512.52074.4
programm
Zu den werken
FRANCESCO ANGELICO Dirigent
XAVIER DE MAISTRE Harfe
CRISTINA ZAVALLONI Sopran
Back to the roots
MAURICE RAVEL 1875–1937
Rapsodie espagnole
Prélude à la nuit. Très modéré
Malagueña. Assez vif
Habanera. Assez lent et d'un rhythme las
Feria. Assez animé
ALBERTO GINASTERA 1916–1983
Harfenkonzert op. 25
Allegro giusto
Molto moderato
Liberamente capriccioso – Vivace
pause
LUCIANO BERIO 1925–2003
Folk-Songs
Black is the color (USA) | I wonder as I wander (USA) | Loosin yelav (Armenien) | Rossignolet du bois (Frankreich) | A la femminisca (Sizilien) | La donna
ideale (Italien) | Ballo (Italien) | Motettu de Tristura (Sardinien) | Malurous
qu'o un fenno (Auvergne [Frankreich]) | Lo fiolaire (Auvergne [Frankreich]) |
Azerbaijan love song (Aserbaidschan)
MAURICE RAVEL
La Valse, Poème choréographique
herausgeber
Tiroler Landestheater & Orchester GmbH Innsbruck Rennweg 2, A-6020 Innsbruck
Tel. +43.512.52074 | [email protected] | www.landestheater.at klangmotiv und orchesterfoto TSOI CDS Schrott Künstlerfotos Giancarlo Pradelli (Portrait Angelico), Felix
Broede (Portrait De Maistre), Barbara Rigon (Portrait Zavalloni) Grafik www.bit-pool.com Druck
RAGGL Druck GmbH Innsbruck
Kunstmusik und Volksmusik: Schaut man durch die Musikgeschichte, beobachtet man ein eigenartiges Hin und Her in der Beziehung der Kunstmusik zur Volksmusik. Kunstmusik – das war bis ins 19. Jahrhundert hinein die
Musik der Gebildeten, des Adels und der Kirche. Volksmusik hingegen wurde in der Landbevölkerung gesungen und gespielt. Naheliegend also, dass
die „bessere Gesellschaft“ sich und ihre Musik abzugrenzen suchte, indem
man ihren hohen Anspruch betonte. In Wahrheit aber gibt es zahlreiche
Berührungspunkte, und in schöner Regelmäßigkeit ließ sich die Kunstmusik
von ihrer populären Schwester inspirieren. Seien es die Tänze der barocken
Suite, die nahezu alle von Volkstänzen abstammen, die klare, achttaktige
Phrasierung der Wiener Klassik, die oft wortwörtlich auf Volksmusik Bezug nimmt, oder die im 19. Jahrhundert in vielen Ländern aufkommende
Nationalmusik, die ihren Stil in traditionellen Klängen fand. Der Grund ist
im wahrsten Sinne naheliegend: Wenn ein Komponist nach Ideen suchte,
spielte die Volksmusik oft „vor der Haustür“ – ja, oft war dies die erste Musik, mit der ein Musiker in seiner Kindheit in Berührung kam. Und so gibt es
auch im 20. Jahrhundert im Wechselspiel zwischen Distanz und Faszination
zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Komponisten.
„Als ich noch ein Baby war, sang meine Mutter mich immer mit baskischen oder
spanischen Liedern in den Schlaf“, erzählte Maurice Ravel gerne, in dessen
Musik sich das Erbe seiner ungleichen Eltern widerspiegelt. Als Sohn einer
Baskin und eines Schweizer Ingenieurs, aufgewachsen im französischen Teil
des Baskenlandes, behielt er immer eine besondere Affinität zu spanischen
Melodien und Rhythmen, die im Frankreich seiner Zeit gut ankam. Aber
als seine Rapsodie espagnole im April 1908 uraufgeführt wurde, hatte sich
mancher im Publikum vermutlich anderes erwartet. Statt schmissige Folklorismen zu liefern, kleidet Ravel die spanischen Melodiefolgen und Rhythmen in ein fein abgestimmtes, tiefgründiges Klanggespinst, das zwar fesselt, aber kaum nach ausgelassener Fröhlichkeit klingt. Einen „Schweizer
Uhrmacher“ hatte Strawinsky Ravel genannt, anspielend auf dessen väterliches Erbe. Und tatsächlich ist Ravels Musik eine ganz eigene Synthese aus
eingängigen Tanzrhythmen und akribisch austarierter Detailbesessenheit.
Der Farbenreichtum, den Ravel dem Orchester entlockt, fasziniert, zumal
der Orchesterklang immer transparent bleibt. Und das, obwohl Ravel von
Haus aus Pianist war, und dieses viersätzige Stück, eines seiner ersten für
Orchester, ursprünglich für zwei Klaviere geschrieben wurde. Wie in der
barocken Suite (sic!) besteht das Stück aus einer Folge von drei Tänzen,
denen ein Präludium vorausgeht. Eine absteigende, exotisch klingende Tonfolge zeichnet eine melancholisch-verträumte Stimmung, die auch in den
folgenden Tanzsätzen immer wieder durchbricht. Letztlich aber steigert
sich alles in der finalen Feria in einen rauschhaften Wirbel, der schon auf
das zwölf Jahre später uraufgeführte La Valse vorausweist.
Spanische Wurzeln, wie Ravel, hatte auch Alberto Ginastera: Sein Vater
war Katalane, seine Mutter Italienerin. Er selbst sollte einer der wichtigsten
Komponisten Argentiniens werden, zusammen mit seinem Schüler Astor
Piazzolla. In seiner Musik schafft er eine Synthese von Elementen aus der
argentinischen Volksmusik und zeitgenössischen Kompositionstechniken.
Von ihm stammt der Begriff der „imaginären Folklore“, die zwar den Geist
der echten Volksmusik aufnimmt, trotzdem aber Neuschöpfung des Komponisten ist. Unter dem Einfluss seines Mentors Aaron Copland und dem
Eindruck der Musik Béla Bartóks werden die folkloristischen Elemente im
Laufe seines Lebens immer abstrakter, wird die Tonalität immer freier. Immer aber bleibt seine Musik klar aufgebaut und intuitiv zugänglich. Dies ist
sicher ein Grund, weshalb sich sein Harfenkonzert in den rund 50 Jahren
seit der Uraufführung einen Lieblingsplatz bei Harfenisten wie Publikum
erobert hat. Ein anderer mag sein, dass Ginastera eben nicht das Klischee
eines engelsgleich rauschenden Saloninstruments bedient, sondern die
Harfe durchaus rhythmisch akzentuiert agieren lässt. Dass Ginastera aber
überhaupt ein Solokonzert für Harfe schrieb, ist der Solo-Harfenistin des
Philadelphia Orchestra zu verdanken, Edna Philips, die sich sehr um zeitgemäße Erweiterung des Harfenrepertoires bemühte. Die Fertigstellung zog
sich jedoch über mehr als zehn Jahre hin, und so war es Nicanor Zabaleta
(Edna Philips war inzwischen schon pensioniert), der 1965 die Uraufführung spielte.
„Ich komme immer wieder auf die Volksmusik zurück und versuche, Verbindungen zwischen ihr und meinen eigenen Ideen und Vorstellungen über Musik zu
schaffen“, bekannte Luciano Berio einmal, und weiter: „Meine Verbindungen
zur Volksmusik sind dabei häufig emotionaler Art. Wenn ich mit dieser Musik
arbeite, erfasst mich immer die Freude des Entdeckers.“ Berio ist bekannt für
seine Arbeitsweise des „Neukomponierens“ von Stücken. Nach und nach
schleichen sich in das, was sich zunächst einfach nach einem Arrangement
anhört, Töne und Versatzstücke ein, die nicht recht passen wollen, und we-
cken die Aufmerksamkeit. Die offenen Fragen, mit denen Berio seine Zuhörer zurücklässt, regen dazu an, selbst weiterzudenken und neue Sicht- bzw.
Hörweisen zu entdecken.
Die Folk Songs entstanden 1964 für Berios damalige Ehefrau Cathy Berberian, eine amerikanische Sängerin mit armenischen Wurzeln, die für ihre
außerordentliche Flexibilität und Wandlungsfähigkeit bekannt war. Berio
stellte die Sammlung von elf Liedern aus verschiedensten Kulturkreisen
rein nach künstlerischen Gesichtspunkten zusammen, ohne Anspruch auf
Vollständigkeit oder Systematik. Einige der Lieder sind darüber hinaus eigentlich nur Volksliedern nachempfunden, so sind La donna ideale und Ballo
1949 von Berio selbst auf traditionelle Texte komponiert worden. Während
Melodien und Texte der elf Lieder weitgehend unverändert blieben, geht
Berio in Klang und Tonsprache der Instrumentalbegleitungen, die von Lied
zu Lied variiert werden, völlig eigene Wege. Die 1964 uraufgeführte Fassung mit Kammerorchester überarbeitete er später noch einmal und gab
1973 eine Version für Mezzosopran und Orchester heraus.
Nicht eigentlich um Volksmusik, sondern um einen Gesellschaftstanz handelt es sich beim Wiener Walzer. Seine Herkunft allerdings, wiewohl nicht
ganz geklärt, liegt zweifellos in verschiedenen Volkstänzen, bei Landlern
und „Deutschen Tänzen“. Bei Maurice Ravel wird der Walzer zur Grundlage seines „Poème choregraphique“ (frei übersetzt etwa „Tanzgedicht“) La
Valse. Wie schon in seiner Rapsodie espagnole liegt ein gewisser Schleier
über der Musik: Man hat den Eindruck, nicht beim Tanz selbst anwesend zu
sein, sondern sich daran nur zu erinnern oder davon zu träumen. In immer
wieder anderen Farben schillert die Musik. Nach und nach aber verzerren
sich die Klänge, die Szenerie wird immer bizarrer und bedrohlicher, bis das
Ganze schließlich in einem gewaltigen Taumel zusammenbricht.
Ravel schrieb das Stück 1919 auf Bestellung des Impresarios der „Ballets
Russes“, Sergei Djagilew, der eine Musik zum Thema „Wien und seine Walzer“ wollte. Dabei griff er auf frühere Skizzen, die zum Teil noch aus der
Zeit der Rapsodie espagnole stammten, zurück. Sicher schlugen sich aber
auch seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg in der Musik nieder. Djagilew
jedenfalls war nicht zufrieden und lehnte das Stück ab, weswegen es am 12.
Dezember 1920 als reines Orchesterstück uraufgeführt wurde.
Kerstin Siepmann
Folk songs
liedtexte
Luciano Berio „Folk Songs | für Mezzosopran und Orchester“
© Copyright 1968 by Universal Edition (London), Ltd., London/UE 34112
Black is the color
Black is the color
of my true love’s hair,
his lips are something
rosy fair,
the sweetest face
and the kindest hands;
I love the grass whereon he stands.
I love my love and well he knows.
I love the grass whereon he goes
if he now more on earth will be,
’twill surely be the end of me.
Schwarz ist meines
Liebsten Haar
Schwarz ist meines
Liebsten Haar,
rosenrot
sind seine Lippen,
er lächelt mild,
seine Hände sind sanft,
Ich liebe das Gras, auf dem er steht.
Ich liebe meinen Liebsten, er weiß es wohl.
Ich liebe das Gras, das er beschreitet;
wenn er nicht mehr auf Erden ist,
so sterbe ich auch sicherlich.
Black is the color, etc.
Schwarz ist meines Liebsten Haar, usw.
I wonder as I wander
Ich wandre
I wonder as I wander
out under the sky
how Jesus the Savior
did come for to die
For poor orn'ry people
like you and like I;
I wonder as I wander
out under the sky.
Ich wandre im Freien
und frage mich,
wie es kam, dass unser Heiland
sein Leben ließ
für einfache Leute
wie dich und mich.
Ich wandre im Freien
und frage mich.
When Mary birthed Jesus
’twas in a cow’s stall
with wise men and farmers and
shepherds and all,
but high from God's heaven,
a star’s light did fall,
And the promise of ages
it then did recall.
Im Kuhstall gebar Maria
das Jesuskind,
es kamen die Weisen,
die Bauern, die Hirten,
vom Himmel hoch
schienen die Sterne herab,
und mahnten uns
an das alte Gelübde.
If Jesus had wanted for any wee thing,
a star in the sky or a bird on the wing,
or all of God's Angels in heav’n for to sing,
he surely could have had it,
’cause he was the king.
Und hätte Jesus nach etwas verlangt,
sei‘s ein Sternlein am Himmel,
ein Vogel im Flug,
den Gesang der Engel im Himmel zu hören,
gewiss wär‘s geschehen, denn er war der Herr.
Loosin yelav
der mond geht auf
Loosin yelav ensareetz
Saree partzòr gadareetz
Shegleeg megleeg yeresov
Pòrvetz kedneen loosni dzov.
Jan a loosin
Jan ko loosin
Ja ko gòlor sheg yereseen.
Xavarn arten tchòkatzav
Oo el kedneen tchògatzav
Loosni loosov halatzvadz
Moot amberi metch mònadz.
Jan a loosin, etc.
Der Mond geht über dem Berge auf;
über dem Bergesrücken,
sein rosiges Antlitz
erhellt mit seinen Strahlen die Erde.
Freundlicher Mond
mit deinem freundlich Licht
und deinem freundlichen, rosigen Antlitz.
Zuvor breitete sich das Dunkel
über alle Welt;
nun hat es das Mondenlicht
in die schwarzen Wolken vertrieben.
Freundlicher Mond, usw.
Rossignolet du bois
Rossignolet du bois,
Rossignolet sauvage,
Apprends-moi ton langage,
Apprends-moi-z à parler,
Apprends-moi la manière
Comment il faut aimer.
Comment il faut aimer
Je m’en vais vous le dire,
Faut chanter des aubades
Deux heures après minuit,
Faut lui chanter: ‘La belle,
C’est pour vous réjouir’.
On m’avait dit, la belle,
Que vous avez des pommes,
Des pommes de renettes
Qui sont dans vot’ jardin.
Permettez-moi, la belle,
Que j’y mette la main.
Non, je ne permettrai pas
Que vous touchiez mes pommes,
Prenez d’abord la lune
Et le soleil en main,
Puis vous aurez les pommes
Qui sont dans mon jardin.
Kleine Nachtigall
im Walde
Kleine Nachtigall im Walde,
kleine, wilde Nachtigall,
bring mir deine Sprache bei,
bring mir bei, wie man spricht,
bring mir bei; wie man es macht,
wie man liebt.
Wie man liebt,
das sage ich dir gleich,
du musst ein Ständchen bringen
zwei Stunden nach Mitternacht.
Du musst sie besingen: ‚Meine Schöne,
daran sollst du dich ergötzen.‘
Man sagt mir, meine Schöne,
du habest süße Äpfel,
süße Renetten,
in deinem Garten.
Erlaub mir, meine Schöne,
sie in die Hand zu nehmen.
Nein, ich erlaub‘ dir nicht,
meine Äpfel zu berühren.
Zuerst ergreif den Mond
und die Sonne mit der Hand,
dann kannst du die Äpfel haben,
die in meinem Garten wachsen.
A la femminisca
E Signuruzzu miù faciti bon tempu
Ha iu l’amanti miù’mmezzu lu mari
L’arvuli d’oru e li ntinni d’argentu
La Marunnuzza mi l’av’aiutari.
Chi pozzanu arrivòri ‘nsarvamentu
E comu arriva ‘na littra
Ma fari ci ha mittiri du duci paroli
Comu ti l’ha passatu mari, mari.
Herrgott, gib uns
gutes Wetter
Herrgott, gib uns gutes Wetter,
denn mein Liebster ist zur See
mit goldenem Mast und silbernen Segeln.
Mutter Gottes, steh mir bei,
dass sie heil nach Hause kommen.
Und wenn ein Brief eintrifft,
so gib, dass zwei liebe Worte drinstehen,
wie es dir geht auf hoher See.
La donna ideale
Die ideale Frau
L’omo chi mojer vor piar,
De quattro cosse de’e spiar.
La primiera è com’el è naa,
L’altra è se l’è ben accostumaa,
L’altra è como el è forma,
La quarta è de quanto el è dotaa.
Se queste cosse ghe comprendi
A lo nome di Dio la prendi.
Will ein Mann eine Frau sich nehmen,
so muss er nach vier Dingen trachten.
Erstens, ob sie aus gutem Haus,
zweitens, ob sie gut erzogen,
drittens, ob sie gut aussieht,
viertens, ob sie eine gute Mitgift bringt.
Kann sie diese Prüfung bestehen,
dann soll er in Gottes Namen Hochzeit halten.
Ballo
Tanz
La la la la la la …
Amor fa disviare li più saggi
E chi più l’ama meno ha in sé misura
Più folle è quello che più s’innamura.
La la la la la la ...
Die Liebe treibt selbst die Klügsten
zum Wahnsinn,
und wer am meisten liebt,
hat am geringsten Verstand.
Am verrücktesten ist, wer am meisten liebt.
La la la la la la …
Amor non cura di fare suoi dannaggi
Co li suoi raggi mette tal cafura
Che non può raffreddare per freddura.
La la la la la la ...
Die Liebe kümmert‘s nicht,
was sie für Schaden anrichtet,
mit ihren Pfeilen facht sie ein Feuer an,
dass selbst das Eis nicht zu löschen vermag.
Motettu de tristura
Klagelied
Lo fiolaire
Die Spinnerin
Tristu passirillanti
Comenti massimbillas.
Tristu passirillanti
E puita mi consillas
A prongi po s’amanti.
Traurige Nachtigall,
wie gleichst du mir!
Traurige Nachtigall,
tröste mich, wenn du es kannst,
ich weine um meinen Liebsten.
Ton qu’èrè pitchounèlo
Gordavè loui moutous,
Lirou lirou lirou …
Lirou la diri tou tou la lara.
Als ich ein kleines Mädchen war,
hütete ich die Schafe.
Lirou lirou lirou ...
Lirou la diri tou tou la lara.
Tristu passirillanti
Cand’ happess interrada
Tristu passirillanti
Faimi custa cantada
Cand’ happess interrada
Traurige Nachtigall,
wenn ich begraben werde,
traurige Nachtigall,
singe mir dieses Lied,
wenn ich begraben werde.
Obio n’o counoulhèto
É n’ai près un postrou.
Lirou lirou, etc.
Ich hatte einen kleinen Hirtenstab
und ich rief einen Hirten zu mir.
Lirou lirou usw.
Per fa lo biroudèto
Mè domond’ un poutou.
Lirou lirou, etc.
Als Lohn, weil er meine Schafe hütete,
verlangte er einen Kuss von mir.
Lirou lirou usw.
Malurous
qu’o uno fenno
Bedauernswert,
wer ein Weib hat
Malurous qu’o uno fenno,
Maluros qué n’o cat!
Qué n’o cat n’en bou uno
Qué n’o uno n’en bou pas!
Tradèra ladèrida rèro, etc.
Bedauernswert, wer ein Weib hat,
bedauernswert, wer keines hat!
Wer keines hat, will eines,
wer eines hat, will keines!
Tradöra ladferida röro, usw.
E ièu soui pas ingrato:
En lièt d’un nin fau dous!
Lirou lirou, etc.
Ich wollte nicht undankbar sein,
drum gab ich ihm nicht einen,
sondern zwei!
Lirou, lirou usw.
Azerbaijan love song
Aserbaidschanisches
Liebeslied
Urouzo lo fenno
Qu’o l’omé qué li cau!
Urouz inquéro maito
O quèlo qué n’o cat!
Tradèra ladèrida rèro, etc.
Glücklich die Frau,
die den Mann hat, den sie will!
Glücklicher noch ist,
die gar keinen Mann hat!
Tradöra ladferida röro, usw.
[Beschreibung siehe
deutsche Übersetzung.]
Mit Ausnahme eines Abschnitts in russischer Sprache, der die Liebe mit einem
Ofen vergleicht, wird der Text dieses Liedes im Dialekt der Aserbaidschanischen
SSR gesungen. Die bekannte Sängerin
und ehemalige Gattin des Komponisten,
Cathy Berberian, hat den Wortlaut Silbe
für Silbe von einer 78 Umdrehungen pro
Minute-Schallplatte niedergeschrieben,
obwohl sie kein einziges Wort verstand.
Bisher hat das Lied allen Versuchen, es
zu übersetzen, widerstanden.
Francesco Angelico
Dirigent
Der italienische Dirigent, der nach seinem Cello-Studium von 2003 bis
2006 Dirigieren bei Giorgio Bernasconi in Lugano studierte, erobert derzeit die internationale Konzert- und Opernwelt. Er ist Preisträger des Malko-Wettbewerbs 2009 und gewann 2011 den Deutschen Dirigentenpreis.
2013.14 debütierte er beim Gewandhausorchester Leipzig und beim Tonhalle Orchester Zürich und folgte Wiedereinladungen u. a. zum Orchestra
Svizzera Italiana und Trondheim Symphony Orchestra. 2014.15 dirigierte er
die Nationalorchester von Malaysia und Taiwan. 2013 gab er mit der Einstudierung von Henzes Elegie für junge Liebende seinen erfolgreichen Einstand
an der Bayerischen Staatsoper und kehrte 2015 mit Rossinis Il barbiere di
Siviglia dorthin zurück. Mit La Bohème debütierte er kürzlich an der Oper
Köln. Seit 2013.14 ist Angelico Chefdirigent des TSOI und seit 2014.15
außerdem Chefdirigent des TLT. Neben der Konzertreihe des TSOI leitete
er u. a. die Opern Adriana Lecouvreur und Pique Dame und den Tanzabend
Strawinski . 3D. In dieser Spielzeit dirigiert er Fidelio, Die Sache Makropulos
und Tannhäuser.
XAVIER DE MAISTRE
Harfenist
Der Harfenist konzertiert regelmäßig in den bedeutenden Konzerthäusern
weltweit und arbeitet mit namhaften Dirigenten und Orchestern zusammen, darunter Bertrand de Billy, Riccardo Muti, André Previn und Simon
Rattle. Zahlreiche Auftritte auf Festivals, Kammermusik und Solorecitals
komplettieren sein künstlerisches Schaffen. Xavier de Maistre war Artist
in Residence beim WDR Sinfonieorchester Köln, heuer debütiert er beim
Chicago Symphony Orchestra und ist Gast u. a. in Paris, in Dänemark,
Spanien oder Deutschland, außerdem in Asien und dem Nahen Osten. Bei
Sony Music ist er Exklusivkünstler. Seine CD „Notte Veneziana“ stieß in
die Top-Ten der Klassik-Charts in Deutschland und Frankreich vor. In seiner
Geburtsstadt Toulon begann er mit neun Jahren Harfe zu spielen und studierte in Paris. 1998 gewann er den 1. Preis beim „US International Harp
Competition“. Mit nur 24 Jahren wurde er Mitglied der Wiener Philharmoniker, verließ das Orchester aber 2010 wieder, um sich seiner Solokarriere
zu widmen. De Maistre ist Professor an der Musikhochschule Hamburg und
gibt regelmäßig Meisterkurse.
CRISTINA ZAVALLONI
Sopranistin
In Bologna geboren, ist Cristina Zavalloni in Jazz,
Belcanto und Komposition gleichermaßen zu Hause.
Sie studierte in ihrer Heimatstadt, außerdem wurde
sie in klassischem und modernem Tanz ausgebildet.
Sowohl als Jazz- wie als klassische Sängerin gastierte sie auf namhaften Festivals und in berühmten
Konzertsälen, z. B. in Montreux, auf dem London Jazz
Festival, in der Carnegie Hall, der Scala, in London,
Beijing oder Barcelona. Ihre Partner sind
namhafte Musiker und Ensembles,
beispielsweise Los Angeles Philharmonic, BBC Symphony, aber
auch William Parker oder Uri
Caine. Ihr Repertoire umfasst
dabei außer Jazz eine weite
Bandbreite von Musik von
Monteverdi über Mozart bis
zu Berio oder Michael Nyman. Seit 1993 arbeitet sie
mit Louis Andriessen zusammen, der u. a. Letter
from Cathy in Anspielung auf Cathy Berberian für sie schrieb.
Als Komponistin und
Bandleaderin schrieb sie
mehrere Programme. Bei
dem italienischen Label
EGEA veröffentlichte sie
verschiedene CDs mit Jazz,
Chansons und Eigenkompositionen. Mit ihrem aktuellen Jazz-Programm,
„La donna di cristallo“,
tritt sie in den wichtigsten italienischen JazzZentren auf.
orchesterbesetzung
TIROLER SYMPHONIEORCHESTER INNSBRUCK
Konzertmeister
Annedore Oberborbeck
Martin Yavryan
Toshio Oishi
i. Violine
Susanne Merth-Tomasi
Elizabeth Gormley
George Bogdan Butusina
Huei Chiang
Walter Enko
Theodora Filipova
Clemens Gahl
Reinhard Koll
Dusan Lazarevic
Walter Maurer
Sarah Riparbelli
ii. Violine
Agnieszka Kulowska
Nilss Silkalns
Cornelia Fritzsch
Po Ching Ho
Andrej Jablokov
Kristin Karpicke
Sara Lopez Ibarra
Caroline Müller
Shoko Okushiba
Angelika Rétey
viola
Alexandre Chochlov
N.N.
Christoph Peer
Elzbieta Barszczewska
Shinji Chihara
Bernhard Ernst
Hans-Martin Gehmacher
Klemens Lins
violoncello
Michael Tomasi
Lucia Tenan
Hsing-Yi Maurer-Chen
Erich Niederdorfer
Peter Polzer
Julian Walkner
kontrabass
Dragan Trajkovski
Albrecht Lippmann
Wolfgang Schneider
Andreas Flemming
trompete
Heinz Weichselberger
Markus Ettlinger
Rupert Darnhofer
Thomas Marksteiner
posaune
Craig Hansford
Stefan Kühne
Harald Brandt
tuba
Reinhard Gritsch
flöte
Anna Klie
Lisa Batzer
Andrea Rainer
schlagwerk
Robert Zorn
Martin Köhler
Robert Gmachl-Pammer
oboe
Konrad Zeller
Florian Oberhofer
Ning-Ching Zeller-Chen /
Timea Megyesi
Harfe
Magdalena Hoffmann
klarinette
Gabriele Mayr
Peter Rabl
Werner Hangl
Alexander Rainer
Leiter des Orchesterbüros
fagott
Kerstin Siepmann
Marcus Mann
Daniele Muleri /
Nicolò Pallanch
horn
Carla Blackwood
Tanja Schwarz-Heinrich
Anthony Millner
Balthasar Dietsche
Nikolaus Walch
Claudia Felicetti
Sekretärin Orchesterbüro
Sascha Rathey
Leiterin Junges TSOI
Manuel Mayr &
Gerhard Wernhart
Orchesterwarte
Otto Hornek
Orchesterinspizient
vorschau
KLASSIK LOUNGE
Dienstag, 26. April 2016 | 19.30 Uhr | Die Bäckerei Kulturbackstube | Eintritt frei | JTSOI
OSTwärts Geigentrio
7. SYMPHONIEKONZERT
Donnerstag, 19. + Freitag, 20. Mai 2016 | 20.00 Uhr | Congress Innsbruck – Saal Tirol
Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
Heinz Holliger Dirigent |
Carla Blackwood, Alec Frank-Gemill, József Hárs, Tanja Schwarz-Heinrich Hörner
ROBERT SCHUMANN Konzertstück für vier Hörner op. 86 F-Dur
HEINZ HOLLIGER Tonscherben
ROBERT SCHUMANN Symphonie Nr. 3 op. 97 Es-Dur („Rheinische“)
Derzeit im Grossen Haus des Tiroler Landestheaters
Tannhäuser Romantische Oper von Richard Wagner Premiere 14. Mai 2016 | 18.00 Uhr
Die Sache Makropulos Oper von Leos Janacek
Oliver! Musical von Lionel Bart
8 symphoniekonzerte
im abonnement
ab 186 €
ÖFFNUNGSZEITEN ABO-BÜRO:
Werktags Mo–Fr 8.30–16.00 Uhr |
Tel. +43.512.52074.134 | [email protected]
2.
Mai
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