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C3: Strategische Interaktion und Anreize für nachhaltiges ökonomisches
Handeln
 Ziel: Untersuchung von Anreizproblemen, die nachhaltige Wertschöpfungsnetze
beeinträchtigen können
 Ansatz: Die Forschung stützt sich auf zwei komplementär angelegte Methoden.

Spieltheoretische Analyse:
Untersuchung des Zusammenspiels von
Anreizen, strategischem Verhalten und
Nachhaltigkeit mit Hilfe mathematischer
Modelle

Laborexperimente: Überprüfung der
Vorhersagen aus der Spieltheorie und
Untersuchung, wie Versuchsteilnehmer
sich in Situationen verhalten, in denen es
um Nachhaltigkeit geht.
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Ergebnisse 2014
 WP1: Das Common- Pool-Problem bei nicht-erneuerbaren Ressourcen

Herausforderung: gemäß der Hotelling-Regel sollten Preise für nicht-erneuerbare Ressourcen (z.B. Öl,
Kohle) mit dem Zinssatz ansteigen. Zu beobachten ist aber, dass diese Preise nicht kontinuierlich
steigen.

Laborexperiment:
 Überprüfen der dynamischen und strategischen Aspekte der Produktion mit nicht-erneuerbaren
Ressourcen in einem Duopolmarkt.
 Hypothese: Je größer der Vorrat der Ressource, desto geringere Aufmerksamkeit werden die
Produzenten dem dynamischen Ressourcenaspekt, und umso größere Aufmerksamkeit dem
strategischen Wettbewerbsaspekt zumessen.
 Ergebnisse: Ist der Vorrat der Ressource noch groß, sind Produzenten weniger an dem Aspekt einer
dynamischen Optimierung interessiert.  Die Hotelling-Regel greift nicht, während sie durchaus
geeignet ist, Daten bei niedrigem Vorratsstand gut zu beschreiben. Im Durchschnitt ist das Verhalten
nicht weit von dem entfernt, was vom Nash-Gleichgewicht voraus gesagt wird
2013 US $/Barrel
150
100
50
0
1946 1951 1956 1961 1966 1971 1976 1981 1986 1991 1996 2001 2006 2011
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Ergebnisse 2014
 WP2: Freiwillige Verpflichtung zu Nachhaltigkeit
 Unter welchen Voraussetzungen sind Unternehmen bereit, freiwillig höheren
umweltpolitischen oder sozialen Standards zu folgen als den gesetzlich
vorgeschriebenen? (z.B. Verpflichtungen, bei bestimmten Autotypen eine
Emissionsgrenze einzuhalten oder den Benzinverbrauch zu drosseln)
 Übererfüllung könnte für Unternehmen ein Mittel sein, der Forderung nach
Nachhaltigkeit auf Seiten von Konsumenten entgegenzukommen und dabei
kollektive Aktionen wie Boykotte zu vermeiden.
 Aus Sicht von Unternehmen, die die Langzeitwirkungen ihres Handelns
voraussehen, wie etwa die Reaktionen von Kontrollbehörden oder
Konsumenten, können freiwillige Selbstbeschränkungen zur Profitmaximierung
beitragen.
 Ergebnisse: In Laborexperimenten lernen Teilnehmer in der Rolle von
Unternehmen, aus strategischen Gründen Standards zu wählen, die die Kosten
erhöhen. Nachhaltige Technologien anzuwenden führt zu höheren Gewinnen
für das Unternehmen durch die Beeinflussung der Konsumenten.
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Ergebnisse 2014
 WP3: Koordinierungsprobleme in nachhaltigen Wertschöpfungsnetzen
 Wie können Koordinierungsprobleme gelöst werden, die auch dann auftreten,
wenn alle Akteure das gemeinsame Ziel verfolgen, nachhaltige Prozesse in ihrem
Netzwerk zu etablieren?
 Beispiel: Die Nachhaltigkeitsstandards bei der Produktion müssen von allen
Mitgliedern eines Wertschöpfungsnetzes umgesetzt werden. Sobald eine
kritische Masse von Agenten die Produktionsstandards nicht umsetzt, kann das
Ziel von der ganzen Gruppe nicht mehr erreicht werden (z.B. ein Preis für ein
Produkt oder seine Ausweisung als besonders umweltfreundlich).
 Ergebnisse der Experimente:


Zurückliegende anfängliche Koordination macht eine nachfolgende Koordination noch
nicht wahrscheinlicher.
Menschen unterschätzen den Wert von Kommunikation für die erfolgreiche
Koordination.
 Für Wertschöpfungsnetzwerke kann es wichtig sein, ihren Mitgliedern die
Bedeutung von Koordination stärker bewusst zu machen.
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