AGO Mitteilungen November 2016

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Astronomische Gesellschaft Oberwallis
Mitteilungen
November 2016
Inhalt
Termine im November..................................................................................................................................................Seite 1
Aus der Redaktion..........................................................................................................................................................Seite 1
Mondkalender..................................................................................................................................................................Seite 2
Die Planeten und Kleinplaneten................................................. .............................................................................Seite 2
Interessantes am Himmel.............................................................................................................................. .............Seite 2
Einladung zur Generalversammlung........................................................................................................................Seite 3
Beobachtungsvorschlag für Winter 2016/17 - Orion 11+1...............................................................................Seite 4
AGO Vereinsabend am 4. November 2016............................................................................................................Seite 5
AGO- und öffentlicher Beobachtungsabend am Freitag, 25. November 2016....................... ..................Seite 6
Interessante Himmelsereignisse in der ersten Hälfte des Vereinsjahres 2017.......................................Seite 7
Bericht: AGO und öffentlicher Beobachtungsabend vom 28. Oktober 2016.........................................Seite 10
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Termine im November
Freitag, 04. November, 19:00 Uhr
Freitag, 11. November, 19:30 Uhr
Freitag, 25. November, 19:00 Uhr
AGO Vereinsabend*
Generalversammlung
AGO- und öffentlicher Beobachtungsabend
* Der Vereinsabend findet bei jedem Wetter statt.
* Bei unsicherer Witterung gibt unsere Webseite http://www.ago-sternwarte.ch/ über die Durchführung der Veranstaltung Auskunft.
Aus der Redaktion
Die Redaktion dankt für die neuen Zusendungen für die AGO-Mitteilungen. Wir freuen uns auf weitere
Beiträge oder auch Fotos. Gerne nehmen wir auch eure Kritik entgegen. Die Beiträge bitte wie bisher
an [email protected] senden.
Michael und Alexander Hauck
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November 2016
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Mondkalender
Erstes Viertel:
Vollmond:
Letztes Viertel:
Neumond:
Montag, 07. November
Montag, 14. November
Montag, 21. November
Dienstag, 29. November
Die Planeten
Merkur: Nicht sichtbar.
Venus: Kann in der Abenddämmerung und zu Beginn der Nacht im Südwesten in Horizontnähe aufgesucht werden.
Mars: Kann nach Einbruch der Nacht über dem Horizont in südlicher Richtung beobachtet werden.
Mars wechselt Anfang November vom Schützen in den Steinbock. Sein Untergang erfolgt den
ganzen Monat über gegen 22 Uhr. Die Helligkeit des roten Planeten geht im Laufe des Monats
weiter von 0.3 auf 0.6 mag zurück.
Jupiter: Wird am frühen Morgen sichtbar. Jupiter wandert rechtläufig auf Spica in der Jungfrau zu.
Der -1.8 mag helle Planet geht Anfang November um halb fünf Uhr auf und am Ende des
Monats bereits kurz nach 3 Uhr.
Saturn: Zieht sich Anfang November vom Abendhimmel zurück und wird dann unsichtbar.
Uranus: Bewegt sich rückläufig in den Fischen. Uranus ist 5.7 mag hell und kulminiert in der ersten
Nachthälfte.
Neptun: Kulminiert in den ersten Nachtstunden. Neptun bewegt sich kaum merklich im Wassermann
und ist 7.9 mag hell.
Kleinplaneten
▪▪
(1) Ceres: Bewegt sich rückläufig im Walfisch. Sie kulminiert in der ersten Nachthälfte. Die Helligkeit nimmt im Laufe des Monats von 7.8 auf 8.1 mag ab.
▪▪
(4) Vesta: Bewegt sich rechtläufig durch den Krebs. Vesta geht Anfang November um 22:30 Uhr auf
und Ende November bereits gegen 21 Uhr. Ihre Helligkeit nimmt von 8.0 auf 7.4 mag zu.
▪▪
(18) Melpomene: Hat gerade ihre Oppositionsstellung im Walfisch hinter sich. Sie kulminiert in der
ersten Nachthälfte. Die Helligkeit geht im Laufe des Monats von 8.0 auf 8.8 mag zurück.
Interessantes am Himmel
▪▪ Am 2. November bei Einbruch der Nacht stehen die schmale Sichel des zunehmenden Mondes,
Saturn und Venus nahe beieinander knapp über dem Horizont im Südwesten.
▪▪ Am 6. November hält sich der Mond bei Mars auf.
▪▪ Am 9. November abends stehen Mond und Neptun nahe beieinander.
▪▪ In der Nacht vom 15. auf den 16. entfernt sich der noch fast volle Mond von Aldebaran im Stier.
▪▪ Am 25. November morgens steht die schmale Sichel des abnehmenden Mondes bei Jupiter.
▪▪ Im November werden die Südlichen Tauriden (Radiant im Stier, Maximum am 4. Nov.), die Nördlichen Tauriden (Radiant im Stier, Maximum am 11. November) und die Leoniden (Radiant im Löwen, 10° nordöstlich von Regulus, Maximum in der Nacht vom 17. auf den 18. November) erwartet.
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November 2016
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Einladung zur Generalversammlung
Datum:
Zeit:
Ort:
Freitag, 11. November 2016
19:30 Uhr
Saal des Restaurant VICTORIA, Bahnhofstr. 2, 3900 Brig
Traktandenliste
1.Begrüssung
2.
Wahl der Stimmenzähler
3.
Protokoll der letzten GV
4.
Jahresbericht des Präsidenten
5.
Jahresbericht des Sternwartenverantwortlichen
6.Kassabericht
7.Revisorenbericht
8.
Festsetzung der Jahresbeiträge
9.Mutationen
10. Beschlussfassung über Anträge
11. Jahresprogramm 2017
12.Varia
Gemäss Art. 16d der Vereinsstatuten müssen Anträge für allfällige Beschlüsse spätestens 14 Tage
vor der GV beim Präsidenten eingereicht werden. Ansonsten kann an der GV nicht definitiv darüber
abgestimmt werden.
Nach der GV wird den anwesenden Mitgliedern ein kleiner Imbiss offeriert.
Der Vorstand hofft auf ein zahlreiches Erscheinen der AGO-Mitglieder!
Der Präsident
Hugo Kalbermatten
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Beobachtungsvorschlag für Winter 2016/17 - Orion 11+1
von Remo Glaisen
Für den vergangenen Sommer/Herbst wurde
das Sternbild Cassiopeja mit seinen DeepSkyObjekten zum Beobachtungsziel ernannt. Für
den kommenden Winter schlage ich das Sternbild Orion vor. Neben den bekannten Objekten
Orionnebel, Pferdekopfnebel, Flammennebel
finden sich in diesem Sternbild auch interessante offene Sternhaufen und vor allem riesige Nebelgebiete wie Sharpless 2 264 rund um
den Stern Meissa, der Epsilon Orionis Nebel und
vor allem Barnard’s Loop, der sich fast durch
das ganze Sternbild zieht. Als Sahnehäubchen
für die Astrofotografen habe ich auch den Hexenkopfnebel, knapp neben dem hellen Stern
Rigel, ausgesucht. Er gehört zwar streng ge-
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nommen bereits zum Sternbild Eridanus, aber
ein kleiner Blick über den Rand von Orion liegt
sicher drin. Die meisten der vorgeschlagenen
Deep-Sky-Objekte sind fotografisch nicht allzu
schwierig einzufangen. Die Herausforderung
liegt eher darin, die zum Teil grossen Helligkeitsunterschiede in einem Objekt zu bewältigen. So wäre es z.B. schön, wenn man den
Orionnebel mit seinen leuchtenden Gaswolken
sieht, aber gleichzeitig die vier hellen Trapezsterne in seinem Zentrum aufgelöst sind. Eine
andere Herausforderung dürften die grossflächigen Nebel sein. Sie sind relativ lichtschwach
und brauchen längere Belichtungszeiten.
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Beobachtungsvorschlag für Winter 2016/17 - Orion 11+1
von Remo Glaisen
Von den benötigten Brennweiten her können alle Objekte auf der Liste mit grösseren Teleobjektiven oder Teleskopen um die 600-1000mm Brennweite fotografiert werden. AGO-Mitglieder die solche
Geräte besitzen, können auch mal versuchen, mit dem Fotoapparat zuhause auf Deep-Sky-Jagd zu
gehen. In der Sternwarte sind das Takahashi 128 und das Borg ED 100 sicher die idealen Geräte. Das
eine oder andere Objekt kann aber auch durch das 16“ Meade mit 4000mm Brennweite eingefangen
werden. Der fotografische Umgang mit den 4 Metern Brennweite braucht bezüglich Positionierung und
Fokussierung allerdings ein wenig Übung. Für die grossflächigen Nebel ist ein Teleobjektiv von 100 –
200mm gut geeignet.
Ich bin gespannt, ob bis im Frühling 2017 in einem AGO-Mitteilungsblatt oder in der Fotogalerie unserer Webseite eine Auswahl von Beobachtungsresultaten zu sehen ist.
AGO Vereinsabend am 04. November 2016
Am 1. November beginnt für die AGO statutengemäss das neue Vereinsjahr. Als Startschuss findet am
Freitag, 4. November in unserer Sternwarte auf dem Simplon ein vereinsinterner Beobachtungsabend
statt. Der Abend beginnt um 19 Uhr mit einem kleinen Nachtessen (Gschwellti mit div. Käsehäppchen
und einem Schluck Wein). Im Weiteren ist vorgesehen, den Beobachtungsvorschlag für das Winterhalbjahr vorzustellen. Als Fortsetzung des Vortrages vom letzten Vereinsabend „Die Monde im Sonnensystem“, schauen wir uns die Jupitermonde Io und Europa etwas genauer an. Bei wolkenlosem
Himmel wird es durch die Teleskope so einiges zu beobachten geben. Zum Apéro stünden z.B. der
nur zu 20% beleuchtete Mond (Untergang 19:20 Uhr) und die Kugelsternhaufen im Herkules zur Verfügung. Wir werden auch versuchen, etwas „schwierigere“ Objekte wie z.B. den Cirrus-Nebel oder den
Nordamerika-Nebel zu beobachten. Und für diejenigen, die bis Mitternacht durchhalten, erscheint als
Belohnung der immer wieder beeindruckende Orion-Nebel M42 über dem Südost-Horizont.
AGO-Mitglieder die am Nachtessen teilnehmen sind gebeten, sich bis am 3. November beim Sternwartenverantwortlichen anzumelden ([email protected]).
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AGO- und Öffentlicher Beobachtungsabend am Freitag, 25. November 2016
.
Position
N
00°00'
(CET)
Jagdhunde
340°00'
20°00'
0'00"
Großer Bär
40°00'
NE
320°00'
NW
Luchs
Giraffe
60°00'
Zwillinge
Nördliche Krone
Kleiner Bär
300°00'
Drache
Fuhrmann
Herkules
Kepheus
Leier
80°00'
Kassiopeia
Perseus
280°00'
Schwan
Eidechse
E
Orion
Stier
Dreieck
W
Andromeda
Fuchs Pfeil
Widder
100°00'
Delphin
Pegasus
Fische
Adler
260°00'
Schild
Füllen
Uranus
Eridanus
120°00'
240°00'
Walfisch
Neptun
Wassermann
SE
Chemischer
Ofen
140°00'
Bildhauer
160°00'
Südlicher Fisch
S
180°00'
Mars
Steinbock
SW
220°00'
200°00'
Am Freitag, den 25. November findet ab 19 Uhr ein öffentlicher Beobachtungsabend in unserer Sternwarte auf dem Simplonpass statt. Bei unsicherer Witterung gibt die AGO-Webseite www.ago-sternwarte.ch Auskunft, ob der Anlass durchgeführt wird.
Dank der Umstellung auf Winterzeit wird es wieder eine Stunde früher dunkel als während der Sommerzeit. So ist, auch wegen der im Moment immer früheren Sonnenuntergänge, um 19 Uhr bereits finstere Nacht. In süd-südwestlicher Richtung strahlt der rote Planet Mars, der sich gerade inmitten des
Sternbilds Steinbock bewegt. Als weitere Planeten stehen an diesem Abend auch Neptun und Uranus
am Himmel. Der lichtschwache Neptun befindet sich zurzeit im Wassermann und der hellere Uranus
in den Fischen.
Im Westen nehmen allmählich die typischen Sommersternbilder wie Adler, Leier und Schwan Abschied.
Im Süden erkennt man leicht das grosse Pegasus-Quadrat. Das obere Sternenpaar des Quadrats geht
gegen Osten in die Andromeda über. Darauf folgt die Cassiopeia, deren hellsten Sterne die Form des
Buchstabens W haben. Unterhalb der Cassiopeia befindet sich der Perseus. Darunter schieben sich nun
die Wintersternbilder Stier und Fuhrmann über den Horizont. Später am Abend werden dann auch noch
Orion und die Zwillinge sichtbar.
Wie immer gibt es, gutes Seeing vorausgesetzt, eine grosse Reihe interessanter Deep-Sky-Objekte
im Teleskop zu beobachten: der Ringnebel M57 in der Leier, der Hantelnebel M27 im Füchschen, die
Andromeda-Galaxie M31 in der Andromeda, das Sternhaufenpaar h und chi im Perseus sowie M36, M37
und M38 im Fuhrmann. Eher für das Fernglas geeignet sind die offenen Sternhaufen der Plejaden und
Hyaden im Stier.
Wie immer steht der geheizte Schulungsraum bereit, um sich zwischendurch aufzuwärmen, ein Tasse
Kaffee oder Tee zu trinken und einem astronomischen Vortrag zu lauschen.
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Interessante Himmelsereignisse in der 1. Hälfte von 2017
von Remo Glaisen
Am Nikolausabend 2016 besucht unser zu 44%
beleuchtete Mond Neptun, den äussersten Planeten unseres Sonnensystems. Mit Mag 7.9 ist
Neptun von blossem Auge nicht sichtbar. Durch
das Teleskop ist es aber eine gute Gelegenheit,
den fast 30 astronomische Einheiten entfernten
Planeten aufzufinden. Astrofotografen werden
mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten brauchen, um beide Objekte
richtig einzufangen.
Am 12. Januar 2017 trifft sich Neptun (Mag 7.9)
am irdischen Abendhimmel mit der sehr hellen Venus (Mag -4.4). Auch hier wird Neptun
nur durch ein Teleskop oder durch einen guten
Feldstecher sichtbar sein. Venus wird im Teleskop als Halbkugel erscheinen. Von uns aus gesehen stehen die beiden Planeten um 19 Uhr MEZ
in etwa einen Vollmonddurchmesser nebeneinander. Auch dieses Himmelsereignis wird wohl
eher etwas für Astrofotografen sein.
Eine Woche später, am 19. Januar 2017, zieht
unser zu 58% beleuchtete Mond in den tiefen
Nachtstunden am grössten Planeten unseres
Sonnensystems, dem Gasriesen Jupiter, vorbei.
Von der Sternwarte aus wird die Begegnung allerdings erst ab 02:40 MEZ sichtbar sein. Ein
tieferer Südost-Horizont wäre also von Vorteil.
Ich bin gespannt, ob es einem AGO-Mitglied
gelingt, die Begegnung von Mond und Jupiter
mit dem Fotoapparat so einzufangen, dass weder Mond noch Jupiter überbelichtet sind und
gleichzeitig die vier galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto auf dem Foto sichtbar sind. Es werden einige unterschiedlich belichtete Aufnahmen nötig sein.
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Interessante Himmelsereignisse in der 1. Hälfte von 2017
von Remo Glaisen
Am letzten Januarabend 2017 können wir ein
interessantes Dreieck am Westhimmel sehen.
Unser Mond als schmale Sichel (Mag -6.7, 15%
beleuchtet), die hell leuchtende Venus (Mag
-4.6) und, eher dezent, der Planet Mars (Mag
1.1). Sie bilden am Westhimmel ein Dreieck,
in dessen Mitte sich der legendäre „Frühlingspunkt“ befindet (der Punkt, an dem die Sonne
am 20. März den Himmelsäquator überschreitet und bei uns den Frühling startet). Eine gute
Gelegenheit, sich die Lage dieses Himmelspunktes einmal vor Auge zu führen. Es ist immerhin der Ausgangspunkt der astronomischen
Koordinaten Rektaszension und Deklination.
Kurz vor 19 Uhr wird es dunkel genug sein, um
auch Mars von blossem Auge zu erkennen. Von
der Sternwarte aus wird der Mond um 20:30
Uhr untergehen.
In der Vollmondnacht vom 11./12. Februar 2017 zieht der Mond durch den Halbschatten der Erde.
Bekanntlich sind solche Halbschattenfinsternisse unseres Begleiters nicht besonders spektakulär. Von
blossem Auge sind sie kaum erkennbar. Fotografisch ist die Abdunklung der Mondscheibe aber durchaus feststellbar. Da diese Finsternis von der Sternwarte aus in voller Länge sichtbar ist, und sich der
Mond in nahezu perfekter Beobachtungsposition befindet, werden sich bei gutem Wetter sicher ein
paar „AGO-Fotografen“ in der Sternwarte einfinden.
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Interessante Himmelsereignisse in der 1. Hälfte von 2017
von Remo Glaisen
Am 10. April 2017 ergibt sich wieder eine Konstellation zwischen unserem Mond und dem
Planeten Jupiter, die astronomische Aktivitäten
in einer Vollmondnacht lohnenswert machen
könnte. Um 23 Uhr MESZ stehen der Vollmond
(Mag -12.3) und Jupiter (Mag -2.5) mit seinen
vier hellen Monden von uns aus gesehen nur 1°4
nebeneinander am Himmel. Von blossem Auge
wird es nicht ganz einfach sein, Jupiter so nahe
am hellen Vollmond zu erkennen. Mit einem
Feldstecher sollte das aber kein Problem sein.
Gespannt bin ich, wie diese Konstellation fotografisch eingefangen wird. Wem gelingt es, den
Erdmond, Jupiter und auch seine vier hellen
Monde so einzufangen, dass keines der Objekte
stark überbelichtet ist?
Ganz anders präsentiert sich die Situation 18
Tage später. Am 28. April 2017, zwei Tage nach
Neumond, bedeckt die nur zu 7.5% beleuchtete Mondscheibe den hellen Stern Aldebaran im
Stier. Zu Beginn der Bedeckung um 20:19 Uhr
MESZ wird es noch zu hell sein, um etwas davon
zu sehen. Das Wiederauftauchen von Aldebaran
um 21:16 Uhr MESZ sollte aber auch von der
Sternwarte aus beobachtbar sein. Die Sonne ist
bereits 10° unter dem Horizont und es ist schon
ein wenig dunkel. Zumindest durch ein Teleskop
oder durch einen Feldstecher sollte man beobachten können, wie der helle Aldebaran wieder
hinter der extrem dünnen Mondsichel hervorschaut. Mit einem grösseren Teleobjektiv, oder
durch ein Teleskop, kann das Ende der Bedeckung sicher auch fotografisch festgehalten
werden. Dabei wird das „fahle Mondlicht“, das
an diesem Abend auf über 90% der Mondoberfläche trifft, sehr eindrücklich zu sehen sein.
Die sieben Himmelsereignisse, die hier für die
erste Hälfte des neuen AGO-Vereinsjahres vorgestellt werden, können fast alle von blossem
Auge, oder zumindest mit einem Feldstecher
beobachtet werden. Eine Fahrt in die Sternwarte auf dem Simplon ist also nicht unbedingt
nötig, um das Hobby Astronomie aktiv zu betreiben.
AGO-Mitglieder, die sich in Astrofotografie üben
wollen, könnten diese Konstellationen am Himmel zum „trainieren“ nutzen. Alle Hauptdarsteller, Neptun jetzt einmal ausgenommen, sind
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helle Objekte. Die Belichtungszeiten können so
gewählt werden, dass Montierungen zur Nachführung nicht unbedingt nötig sind. Es wäre
toll, ein paar „Schnappschüsse“ in der AGOFotogalerie betrachten zu können. Viel Spass!
November 2016
Seite 9
Bericht: Öffentlicher Beobachtungsabend vom 28.10.2016
von Robert Glaisen
Das Wetter
Auf den wunderschönen Herbsttag mit viel Sonne folgt ein wolkenloser Abend auf dem Simplon-Pass.
Bei der Ankunft um 20:00 Uhr zeigt das Thermometer noch +8 Grad. Es weht ein frischer Wind aus Norden, der die gefühlte Temperatur auf 0 Grad senkt. Der Himmel wird durch eine leichte Dunstschicht
aufgehellt - die Bedingungen für die visuelle Beobachtung an den Teleskopen sind trotzdem sehr gut.
Die Besucher
Im Vorfeld hat sich eine kleine Gruppe aus St. Nicklaus angemeldet, allerdings erst für 22:00 Uhr. Um
20:00 Uhr erscheinen 12 Gäste auf der Sternwarte. Remo übernimmt die Gruppe und zeigt ihnen die
Sternbilder, gefolgt von einigen ausgewählten Objekten. Danach hält Remo den Vortrag im geheizten
Raum. Gegen 21:30 findet eine 15 köpfige Gruppe den Weg zur Sternwarte - ein spontaner Besuch und
deshalb auch nicht für die kühlen Temperaturen ausgerüstet. Trotzdem kann ich dieser Gruppe ein
paar Objekte am Himmel zeigen. Kurz nach 22:00 Uhr erscheint auch die angemeldete Gruppe aus
drei Personen zu einen Blick durch die Teleskope und anschliessendem Vortrag.
Im Ganzen haben 30 Personen den öffentlichen Abend besucht.
Die beobachteten Objekte
Die von Michael in der Einladung vorgeschlagenen Objekte haben wir zum grossen Teil den Besuchern
zeigen können, mit Ausnahme der Objekte im Fuhrmann, die zur Zeit noch etwas tief im Osten liegen.
Die AGO-Mitglieder
Obwohl der Abend als «AGO- und Öffentlicher Beobachtungsabend» ausgeschrieben war, haben «nur»
Remo und Robert daran teilgenommen. Eigentlich schade!
Bilder AGO: M15 im Pegasus und M31, M32 und M110 in der Andromeda
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