Patientenbroschüre - Comprehensive Cancer Center

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Informationsbroschüre für
Patientinnen und Patienten des AKH Wien
Impressum:
Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien – Medizinischer Universitätscampus
1090 Wien, Währinger Gürtel 18 –20
Produktion: Comprehensive Cancer Center Vienna
Version 1, Dezember 2014
Layout: stadt wien marketing gmbh
Fotos: CCC/Fotografie Sabine Gruber
Druck: Odysseus
Impressum:
Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien – Medizinischer Universitätscampus
1090 Wien, Währinger Gürtel 18 –20
Version 1, Juni 2014
Layout: stadt wien marketing gmbh
Fotos:
Druck:
Gehirntumoren
Inhalt
2 Vorworte
PatientInnen informieren
Menschen begleiten
Die Krankheit verstehen
Team der CCC-CNS
3
27 Fragen, bei denen Ihnen der/die SozialarbeiterIn
helfen kann
Berufsunfähigkeits- bzw. Invaliditätspension, Ausgleichszahlungen und andere Hilfen
1
8 Wie entsteht ein Gehirntumor
8 Mögliche Symptome
9 Bildgebende Untersuchungen
Wann und wo kann ich Pflegegeld beantragen?
Was ist eine Familienhospizkarenz?
Wann kann ich einen/eine FamilienhelferIn
in Anspruch nehmen?
Welche Unterstützung kann ich meinen
minderjährigen Kindern sonst noch anbieten?
Kernspintomographie
Computertomographie
PET-Scan (Positronen-Emissions-Tomographie)
Mobile Hospiz/Palliativteam
12 Operation/Biopsie an der Neurochirurgie
Vertretungsbefugnis nächster Angehöriger
Sachwalterschaft
13 Aufnahme auf der Station
14 So werden Sie auf die Operation vorbereitet
4
15 Wie geht es nach der OP weiter – welche Behandlung bekomme ich?
20 Nachsorge und Rehabilitation
2
26 Es gibt Hilfe – scheuen Sie sich nicht, Unterstützung in Anspruch zu nehmen
22 Die häufigsten Fragen
zum stationären Aufenthalt
und zur Zeit danach
PatientInnenverfügung und Vorsorgevollmacht
30 CCC Central Nervous System Tumour Unit (CCC-CNS)
32 Leben mit Krebs
33 Wichtige Kontaktadressen
34 Wichtige Websites
Lage- und Übersichtspläne
1
Vorwort
PatientInnen informieren
Menschen begleiten
Das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien – Medizinischer Universitätscampus (AKH Wien)
bietet der Bevölkerung Spitzenmedizin auf internationalem Topniveau. Unsere ExpertInnen,
die verschiedenen Berufsgruppen angehören, arbeiten interdisziplinär zusammen und stellen
dabei die PatientInnen, ihre Bedürfnisse und ihr Wohlbefinden in den Vordergrund. Es gehört zur Kultur unseres Hauses, die Betroffenen umfassend über ihre Krankheit und mögliche
Behandlungen aufzuklären und sie in Therapieentscheidungen einzubinden. Wissenschaftliche Studien aber auch unsere Erfahrung bestätigen, dass dieser Zugang zur Sicherheit und
zum Erfolg der Therapie beiträgt.
Die Diagnose einer Tumorerkrankung stellt die Betroffenen und ihre Angehörigen immer
vor existentielle Fragen nach dem „Warum …?“, „Wohin …?“ und „Wie geht es weiter …?“.
Konfrontiert mit diesen persönlichen Schicksalen, aber auch mit einer steigenden Zahl an
jährlichen Neuerkrankungen arbeiten ÄrztInnen und WissenschafterInnen des Comprehensive
Cancer Center der Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien intensiv an der Weiterentwicklung bewährter Therapieverfahren und der Erforschung neuer Medikamente und
Behandlungsabläufe. Das Bestreben, Krebs zu überwinden und zu einer chronischen Krankheit mit hoher Lebensqualität zu machen, erfordert jedoch die Bündelung und Mobilisierung aller verfügbaren Kräfte.
Durch Aufklärung mündig
Am AKH Wien wurden aus diesem Grund zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, die der
umfangreichen Information von PatientInnen dienen. Beispiele dafür sind die Cancer School
CCC Vienna (www.cancerschool.at), eine Vortragsreihe über Krebs, die für Laien konzipiert
wurde, das Projekt Chemo-Löwe, das sich an die Kinder krebskranker Frauen richtet, oder
eben die vorliegende Broschüre zum Thema Gehirntumoren. Diese bietet Betroffenen begleitend zum persönlichen Gespräch mit ihren ÄrztInnen kompaktes Wissen zu verschiedenen
Aspekten der Erkrankung. In diesem Sinn stellt die Informationsbroschüre Gehirntumoren
eine hervorragende Ergänzung zum bestehenden Angebot dar.
Gabriela Kornek
Interimistische Ärztliche Direktorin
des AKH Wien
2
CCC: Zusammen mehr erreichen
Mit diesem Ziel vor Augen wurde 2010 das Comprehensive Cancer Center (CCC) der Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien gegründet. Das Zentrum vernetzt alle Berufsgruppen der beiden Institutionen, die KrebspatientInnen behandeln, Krebserkrankungen
erforschen und in der Lehre bzw. der Ausbildung in diesem Bereich aktiv sind. Das Ziel des
CCC ist es, durch planvolles, strategisches Vorgehen stetig die Erfolge im Bereich der klinischen Versorgung von Betroffenen zu erhöhen und diese auf ihrem Weg umfassend begleiten
und unterstützen zu können.
Der Patient im Fokus
Die vorliegende PatientInnenbroschüre ist als Leitfaden für Personen gedacht, die an einem
Gehirntumor erkrankt sind, oder die einem Menschen beistehen möchten, der an dieser
Erkrankung leidet. Ergänzend zu den ärztlichen Beratungsgesprächen soll die Broschüre
helfen Fragen zu beantworten und Betroffene dabei zu unterstützen, diese schwierige
Lebensphase zu bewältigen. (Download der Broschüre unter www.ccc.ac.at/cns)
Christoph Zielinski
Matthias Preusser
Leiter des Comprehensive
Cancer Center
Koordinator der CCC-Central
Nervous System Unit
3
Vorwort
Die Krankheit verstehen
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Ursachen der Erkrankung ist die Basis
für die Entwicklung neuer Therapien. Am Comprehensive Cancer Center (CCC) des AKH Wien
und der MedUni Wien gibt es daher seit Jahren eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit
dem Institut für Krebsforschung, das vor allem gemeinsam mit der Universitätsklinik für
Innere Medizin I solche Ansätze erarbeitet. Das wichtigste Ziel der WissenschafterInnen ist
es, die Ergebnisse aus dem Labor in neue Therapien umzusetzen. Ein solches Konzept ist
auch bei Tumoren des Zentralnervensystems erfolgreich gelungen.
Personalisierte Medizin
Ein neuer, vielversprechender Zugang ist es, die molekularen Eigenschaften der Tumorzellen der betroffenen
Person zu erkennen und zu bestimmen. Die Therapie
wird dann speziell auf diese Eigenschaften abgestimmt,
was den Wirkungsgrad der Behandlung wesentlich verbessert. Auch die Mitglieder der CCC-Central Nervous
System Tumor Unit (CCC-CNS) arbeiten an und mit diesem neuen Konzept, das derzeit bereits in der EXACTStudie am Haus getestet wird und vielversprechende
erste Ergebnisse zeigt.
Das Bestreben aller Mitglieder des CCC und somit
auch der CCC-CNS ist es, neue diagnostische Möglichkeiten und wirksame Therapien und Behandlungskonzepte zu entwickeln, und diese den PatientInnen
zugänglich zu machen.
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Maria Sibilia
Michael Gnant
Leiterin des Instituts für Krebsforschung,
Stellvertretende Leiterin des
Comprehensive Cancer Center
Leiter der Universitätsklinik
für Chirurgie,
Stellvertretender Leiter des
Comprehensive Cancer Center
Liebe Leserin, lieber Leser,
bei Ihnen wurde in der Computer- (CT) oder Kernspintomographie (MRT) ein Gehirntumor
festgestellt. Diese Broschüre soll Ihnen in leicht verständlicher Form nahe bringen, welche
weiteren Untersuchungen nötig sind, welche Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen,
wie die geplante Operation ablaufen und die Nachsorge nach dem Eingriff aussehen wird.
Je besser Sie informiert sind, umso aktiver werden Sie sich am Behandlungsprozess beteiligen können.
Ziel der Broschüre ist außerdem, Ihnen alle wichtigen Informationen zu liefern, die Sie
brauchen, um Vertrauen zu Ihrem Behandlungsteam im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt
Wien – Medizinischer Universitätscampus aufzubauen. Alle Mitglieder dieses Teams, seien
es ÄrztInnen, Pflegpersonal, medizinisch-technisches Fachpersonal oder SozialarbeiterInnen, werden auf Ihre persönliche Situation eingehen und Sie individuell beraten.
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Vorwort
Die Diagnose Gehirntumor löst bei den meisten Betroffenen zunächst einmal große Sorgen
und Ängste aus. Doch viele Gehirntumoren sind, sofern Sie rechtzeitig erkannt werden,
durch eine Operation behandelbar. Selbst bei fortgeschrittenen Tumoren, die nicht operiert
werden können, besteht heute in vielen Fällen die Möglichkeit, den Krankheitsverlauf zu
verlangsamen und Symptome zu lindern. Dies trägt wesentlich zur Erhaltung Ihrer Lebensqualität bei.
Wichtig für Sie als Betroffene/r ist, sich jede Unterstützung zu holen, die Sie benötigen,
um Ihre Erkrankung bestmöglich zu bewältigen. Bei Fragen oder Problemen können Sie sich
jederzeit an Ihr Behandlungsteam wenden. Zögern Sie nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen und
lassen Sie sich auch von Menschen, die Ihnen nahestehen, unterstützen. (www.ccc.ac.at/cns)
1
Wie entsteht ein Gehirntumor
Ihr Behandlungsteam
des Comprehensive Cancer Center Vienna (CCC)
6
7
Wie entsteht ein Gehirntumor? ❘ Mögliche Symptome ❘ Bildgebende Untersuchungen
1
Wie entsteht ein Gehirntumor?
Bildgebende Untersuchungen
Durch noch ungeklärte Auslöser kommt es zu einem unkontrollierten Wachstum bestimmter Zellen des Gehirns. Das betroffene Gewebe wächst in der Folge schneller als gesundes
Gewebe und verdrängt dieses. Es gibt Tumoren, die direkt im Gehirn entstehen (z. B. Glioblastome, Astrozytome, Oligodendrogliome, Ependymome). Sie werden als primäre Gehirntumoren bezeichnet. Darüber hinaus kann das Gehirn durch Tochtergeschwulste (Metastasen)
von bösartigen Tumoren anderer Organe (z. B. Lungenkrebs, Brustkrebs oder Hautkrebs)
befallen sein. Generell unterscheiden sich Gehirntumoren voneinander durch den Typ der
veränderten Zellen, durch die Tumorart und durch die befallene Hirnregion.
Für die Diagnose und zur Verlaufskontrolle eines Gehirntumors sind spezielle bildgebende
Untersuchungen notwendig. Dazu gehören als wichtige und regelmäßig eingesetzte Methoden die Computertomographie, die Kernspintomographie und die Positronen-EmissionsTomographie. Auf Basis der Bilder erarbeitet Ihr Behandlungsteam eine Empfehlung für das
weitere diagnostische oder therapeutische Vorgehen.
Mögliche Symptome
Gehirntumoren werden üblicherweise durch Symptome auffällig, die dadurch entstehen,
dass der Tumor Druck auf das benachbarte Hirngewebe ausübt. Welche Beschwerden oder
Auffälligkeiten auftreten, hängt vor allem davon ab, wo der Tumor liegt und wie rasch er
wächst. Die Art des Tumors, also von welchen Zellen er ausgeht, hat darauf wenig Einfluss.
Mögliche Symptome sind:
■Kopfschmerzen
■ Übelkeit und Erbrechen
8
■
Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
■
Sehstörungen (z. B. Einschränkungen des Gesichtsfelds oder Doppelbilder)
■
Sprachstörungen und Wortfindungsprobleme
■
Veränderungen der Stimmung, des Verhaltens und des Wesens;
zu den auffälligsten Veränderungen zählen Teilnahmslosigkeit, rasche Erregbarkeit oder Aggressivität
■
Epileptische Anfälle – dabei handelt es sich um Krampfanfälle eines Armes/eines Beines/einer Körperhälfte oder des gesamtes Körpers mit
oder ohne Bewusstseinsverlust.
Computertomographie (CT)
Bei der CT werden das Gehirn und das umgebende Gewebe in Millimeter dünnen Schichten bildlich dargestellt. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei. Die Strahlenbelastung ist
bei den heutigen Geräten sehr gering. Sie liegen während der Aufnahme auf einer Liege, die
in das ringförmige Untersuchungsgerät hineinfährt. Während der Untersuchung sind Sie
durch ein Glasfenster und über eine Gegensprechanlage mit dem Untersuchungspersonal
verbunden. Sie sollten so ruhig wie möglich liegen und den Anweisungen folgen. Die Dauer
der Untersuchung hängt von der Fragestellung bzw. der zu untersuchenden Körperregion ab.
Bei bestimmten Aufnahmen ist die Gabe eines Kontrastmittels notwendig, das über die
Vene verabreicht wird. Während der Injektion kann ein Wärmegefühl auftreten, das aber
rasch wieder abklingt. In seltenen Fällen kann es zu einer Überempfindlichkeit gegenüber
dem Kontrastmittel kommen. Mögliche Beschwerden sind Niesreiz, Schwindel, Übelkeit,
Kopfschmerzen, Hautjucken und Atemnot. Durch Medikamente sind diese Symptome gut zu
beherrschen.
Computertomopraph
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Bildgebende Untersuchungen
Positronen-Emissions-Tomographie (PET-Scan)
Der PET-Scan ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das im Stande ist, die
Stoffwechselaktivität unterschiedlicher Gewebe darzustellen. Um dies zu ermöglichen, wird
Ihnen vor der Untersuchung eine schwach radioaktiv markierte Substanz in die Vene verabreicht. Eine spezielle Kamera zeichnet die Spur, die dieser Wirkstoff im Gehirn hinterlässt,
auf und gibt somit Aufschluss über die Stoffwechselaktivität der Tumorzellen. Dieses
Verfahren wird in manchen Fällen zur besseren Einschätzung des Tumorgewebes oder von
unklaren Gewebeveränderungen durchgeführt.
Je nach Art und Lage des Gehirntumors und der dadurch ausgelösten Beschwerden können weitere Voruntersuchungen notwendig sein, zum Beispiel
beim Augenarzt/bei der Augenärztin, beim HNO-Arzt/bei der HNO-Ärztin,
beim Neurologen/bei der Neurologin oder beim Hormonspezialisten/bei der
Hormonspezialistin.
Kernspintomographie (MRT)
Auch die MRT ermöglicht die schichtweise Darstellung des Gehirns. Doch anders als die
CT nützt die MRT nicht Strahlen, sondern starke magnetische Felder für die bildliche
Darstellung des Körperinneren. Auch diese Untersuchung ist schmerzfrei. Die Gabe eines
Kontrastmittels kann nötig sein, um den Tumor noch besser sichtbar zu machen. Hierfür
werden andere Substanzen verwendet als bei der CT.
Ähnlich wie bei einer CT liegen Sie mit dem Rücken auf einer Liege, die in den Gerätetunnel hineinfährt. Während der Untersuchung treten starke Klopfgeräusche in sich veränderndem Rhythmus auf, die auf Wunsch durch Ohrenstöpsel abgeschwächt werden können.
Die „Magnetröhre“ ist innen beleuchtet, sie ist belüftet und am Kopf- und Fußende offen.
Durch ein Fenster zum Nebenraum ist Sichtkontakt zu Ihnen
gegeben. Sie können jederzeit über eine Gegensprechanlage
oder eine Glocke mit dem Untersuchungspersonal Kontakt
aufnehmen. Eine MRT des Gehirns dauert 30 bis 60 Minuten. Wenn Sie Platzangst haben, können Sie ein Beruhigungsmittel erhalten. Jegliche Bewegungen während der
Untersuchung sind zu vermeiden, da diese auf den Bildern
Störungen verursachen und die Auswertung der Bilder be- Die MRT liefert detailgetreue Bilder
des Gehirns.
einträchtigen.
10
PET-Scanner
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Operation/Biopsie an der Neurochirurgie ❘ Aufnahme an der Station
Operation/Biopsie an der Neurochirurgie
Aufnahme auf der Station
Wenn die Entscheidung für einen operativen Eingriff gefallen ist, so wird dieser im Rahmen eines stationären Aufenthaltes durchgeführt. Die Terminvereinbarung und Aufnahmeplanung erfolgt über die Ambulanz der Universitätsklinik für Neurochirurgie Ebene 7.
Bevor Sie sich am geplanten Aufnahmetag auf den Weg zu uns an die Universitätsklinik für Neurochirurgie machen, sollten Sie Ihre Bettreservierung
telefonisch in der Ambulanz bestätigen lassen. Durch Akutfälle kann es sein,
dass Ihr geplanter Aufnahmetermin verschoben werden muss. Nach Zusage
Ihrer Aufnahme, begeben Sie sich bitte zuerst auf die Ambulanz der Universitätsklinik für Neurochirurgie auf Ebene 7. Dort erfahren Sie, an welcher der
beiden Aufnahmestationen ein Bett für Sie reserviert ist. Bitte melden Sie sich
am Schalter beim/bei der SekretärIn an. Sie informiert die Pflegeleitung über
Ihre Ankunft. Anschließend werden Sie in die Aufnahmekanzlei im Haupthaus
geschickt, wo Ihre persönlichen Daten aufgenommen werden.
Auf der Bettenstation werden Sie vom Pflegeteam in Empfang genommen.
Es wird Ihnen der Tagesablauf auf der Station erklärt (dazu gibt es außerdem
in jedem Zimmer eine ausführliche Informationsbroschüre). Die für das
Zimmer zuständige Pflegeperson wird sich bei Ihnen vorstellen und einige
Fragen an Sie richten, um Ihre aktuelle körperliche, psychische und soziale
Situation in Erfahrung zu bringen und im Krankenakt zu dokumentieren.
Nach dem Gespräch mit der Pflegeperson erfolgt die Aufnahme durch den
Arzt/die Ärztin. Er/sie wird Sie untersuchen und die mitgebrachten Befunde
auf Vollständigkeit und Aktualität prüfen. Falls die mitgebrachten Befunde
älter als 14 Tage sind, wird er/sie eine Blutabnahme, ein Lungenröntgen und
ein EKG veranlassen. Wenn notwendig, wird zur Operationsplanung eine
zusätzliche Bilddiagnostik (z. B. MRT, CT) durchgeführt. Nachdem alle Befunde vorhanden
sind, werden Sie von zwei weiteren ÄrztInnen aufgesucht. In der Regel sind das der/die
InternistIn, der/die die Freigabe für die Operation erteilt, und der/die AnästhesistIn, der/die
mit Ihnen die Abläufe und Risiken der Narkose bespricht.
Der voraussichtlich geplante Operationstermin wird Ihnen bei der Visite mitgeteilt.
Wir bitten Sie um Verständnis, dass wegen eventueller Notfälle dieser Termin nicht immer
eingehalten werden kann. Vor dem Eingriff werden Sie vom Chirurgen/der Chirurgin ausführlich über den Ablauf der Operation sowie über die Risiken und die möglichen Komplikationen aufgeklärt. Im Anschluss unterschreiben Sie eine Einverständniserklärung. Sollte
Ihnen etwas unklar sein oder noch Informationen fehlen, so haben Sie in diesem Gespräch
die Gelegenheit, alle Fragen zu stellen – bitte nutzen Sie diese Gelegenheit.
Vor der stationären Aufnahme ersuchen wir Sie, folgende Maßnahmen einzuhalten:
■
■
■
■
Wenn Sie blutverdünnende Medikamente nehmen, sollte die Einnahme in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt/Ihrer behandelnden Ärztin mindestens eine Woche vor dem Operationstermin ausgesetzt werden. Bitte nehmen Sie Schmerzmedikamente nur nach ärztlicher Rücksprache ein, weil manche von ihnen blutverdünnend wirken.
Metforminhaltige Medikamente (die bei Zuckerkrankheit eingenommen werden) sollten 48 Stunden vor der Aufnahme nach ärztlicher Rücksprache ausgesetzt bzw. auf andere Medikamente umgestellt werden. Begründung: Der Wirkstoff Metformin könnte in Kombination mit einem Kontrastmittel, das im Rahmen einer bildgebenden Untersuchung eventuell nötig ist, zu Wechselwirkungen/unerwarteten Nebenwirkungen führen.
Bringen Sie bitte Ihre Versicherungskarte, Ihre Röntgenbilder, alle Befunde von Voruntersuchungen sowie eine Liste der von Ihnen eingenommenen Medikamente mit.
Sollten Sie erkältet sein oder aktuell eine Infektion haben, teilen Sie dies der Ambulanz vor der Aufnahme mit.
Präzise neurochirurgische Eingriffe durch genaue Operationsplanung und Echtzeitbildgebung.
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oben:
Ärzteteam der
Internistischen
Neuroonkologie
unten:
CCC-CNS Pflegevertretung
13
So werden Sie auf die OP vorbereitet ❘ Wie geht es nach der OP weiter?
So werden Sie auf die OP vorbereitet
Am Vorabend der Operation sollten Sie duschen und die Haare waschen. Bis Mitternacht
dürfen Sie essen und trinken, danach gilt das Nüchternheitsgebot. Ab 24 Uhr sollten Sie auch
nicht mehr rauchen.
Am OP-Tag werden Sie von einer Pflegeperson für die Operation vorbereitet – dies bedeutet: Nach Ihrer Körperpflege erhalten Sie ein offenes Hemd und Stützstrümpfe. Bitte legen
Sie Uhr, Schmuck, Brille sowie gegebenenfalls ihre Zahnprothese ab, und verzichten Sie auf
Make-up und Nagellack. Je nach Vorschreibung der ÄrztInnen erhalten Sie ein Beruhigungsmittel und Ihre gewohnten Medikamente. Sie werden in Ihrem Bett in den Operationssaal
gebracht und dort vom OP-Team in Empfang genommen. Nach Einleitung der Narkose
werden die Haare im Bereich des geplanten Hautschnittes entfernt.
Am Tag nach der Operation wird normalerweise eine CT-Kontrolle durchgeführt und Sie
werden, falls Sie die Nacht auf der Intensivstation verbracht haben, wieder auf die Bettenstation zurücktransferiert. Der Kopfverband, den Sie nach der Operation erhalten, wird
regelmäßig kontrolliert. Da die Kopfhaut gut durchblutet ist, ist das Auftreten eines Blutergusses im Zugangsbereich nicht ungewöhnlich. Sie bekommen bei Bedarf Eis zum Kühlen
und abschwellende und schmerzlindernde Medikamente.
■
■
Wie geht es nach der OP weiter – welche Behandlung bekomme ich?
Der Krankenhausaufenthalt nach der Operation beträgt durchschnittlich 10 Tage. Die
Wundklammern werden am zehnten Tag nach der Operation entfernt. Bis dahin dürfen Sie
Ihre Haare nicht waschen. Der feingewebliche Befund Ihres Tumors trifft in der Regel innerhalb von einer Woche ein. Nach Vorliegen dieses Befundes bespricht der Arzt/die Ärztin mit
Ihnen die weiteren Behandlungsmöglichkeiten. Diese sind:
■
Beobachtung des Verlaufes in regelmäßigen zeitlichen Abständen mittels Bildgebung und Kontrolle des Gesundheits
zustandes („wait and see“)
■Strahlentherapie
■Chemotherapie
■Immuntherapie
Folgende Medikamente werden während des stationären Aufenthaltes regelmäßig angewendet:
■
Kortison: Bei Gehirntumoren kommt es vor, dass das Gewebe um den Tumor herum anschwillt. Dies kann Symptome hervorrufen bzw. verstärken (siehe Symptome).
Als abschwellende Therapie erhalten Sie Kortison in Form von Tabletten oder
als Infusion. Als Nebenwirkung kann sich der Blutzuckerspiegel vorübergehend erhöhen.
■
Antiepileptika: dienen zur Vorbeugung und Behandlung von Krampfanfällen
(Epilepsie)
■
5-Ala (5 Aminolävulinsäure): Diese Substanz wird bei manchen Hirntumoren eingesetzt und soll ca. 3 Stunden vor der Operation getrunken werden. Sie ist
farblos, schmeckt leicht säuerlich und wird rasch in die Blutbahn aufgenommen. Von dort gelangt sie ins Gehirn und lässt die Tumorzellen bei der Operation rot aufleuchten. Dadurch kann die Tumorentfernung, sowie eine diagnostische Tumor- entnahme (Biopsie), effektiver durchgeführt werden.
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Antibiotika: Um eine Infektion zu vermeiden, erhalten Sie nach der Operation
für einige Tage Antibiotika über die Vene.
Thrombosevorbeugung: Bei Gehirntumoren besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich in den Venen Blutgerinnsel (Thromben) bilden. Zur Vorbeugung erhalten Sie vor
und nach der Operation täglich eine Antithrombosespritze unter die Haut des Oberschenkels oder der Bauchdecke. Zusätzlich erhalten Sie während und nach
der Operation Antithrombosestrümpfe (Stützstrümpfe).
Bei Vorliegen eines Gehirntumors, der einer Nachbehandlung in Form
einer Bestrahlungsbehandlung und/oder einer Chemotherapie bedarf,
werden wir die Termine in den entsprechenden Fachabteilungen für
Sie vereinbaren.
Die Behandlung erfolgt nach national und international anerkannten Leitlinien. Komplizierte Fälle werden in einer interdisziplinären
Hirntumorkonferenz besprochen, in der sich SpezialistInnen aus allen
Fachbereichen treffen, um gemeinsam die Entscheidung für die beste
Therapie zu treffen.
Vor der Bestrahlung
15
Wie geht es nach der OP weiter – welche Behandlung bekomme ich?
Was passiert bei der Strahlentherapie?
Im Gegensatz zu anderen Geschwülsten können Tumoren des Gehirns nicht immer vollständig im gesunden Gewebe entfernt werden, da sonst lebenswichtige Strukturen verletzt
würden. Eine Nachbestrahlung ist deshalb häufig notwendig. Falls bei Ihnen eine Bestrahlung
notwendig sein sollte, werden Sie von Ihrem Neurochirurgen/Ihrer Neurochirurgin an der
Klinik für Strahlentherapie vorgestellt. Nach ausführlicher Aufklärung über die Durchführung und Nebenwirkungen der Strahlentherapie (z. B. Haarausfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen) erhalten Sie einen Termin zur Therapieplanung und zur
ersten Bestrahlung.
Bevor die erste Bestrahlung beginnt, wird ein Abdruck Ihres Gesichts angefertigt. Diese
Bestrahlungsmaske (siehe Abbildung) ermöglicht, dass Ihr Kopf während der Behandlungen
immer in derselben Position ruhig liegen kann, damit die Strahlung exakt auf die gewünschte
Region im Gehirn trifft. Nach Durchführung einer aktuellen CT, bei der Ihr Kopf in der für
Sie angefertigten Maske liegt, werden neue Bilder und alte Bilder verglichen, um das Bestrahlungsgebiet und die Bestrahlungsdosis genau festzulegen. Ziel ist, das Operationsgebiet mit
einer Bestrahlungsdosis zu behandeln, die verbliebene Tumorzellen abtötet, ohne das restliche Gehirn zu stark zu belasten.
Jede Behandlung beginnt mit der Positionierung Ihres Kopfes in der Maske und der Einstellung der Strahlenquelle auf das Zielgebiet. Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige
Minuten. Während dieser Zeit sind Sie allein in dem Bestrahlungsraum, werden jedoch ständig
Von der Plastikplatte zur Maske
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Weichmachen im Wasserbad
Anpassen der Maske
Auftragen der Positionierungslinien
über eine Videoanlage überwacht und über eine Gegensprechanlage können wir jederzeit
mit Ihnen sprechen. Die Behandlung wird täglich von Montag bis Freitag durchgeführt und
geht über 3 bis 6 Wochen. Während dieser Zeit werden Sie einmal pro Woche vom Team der
Hirntumorambulanz besucht, um etwaige Probleme, die während der Bestrahlungstherapie
auftreten, zu besprechen. In speziellen Fällen besteht die Möglichkeit (z. B. kleine, gut umschriebene Tumoren) mit einer gezielten einmaligen Bestrahlung mittels stereotaktischer
Radiochirurgie („Gammaknife“) zu behandeln.
Beginn der Bestrahlung
Bestrahlungsmaske
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Wie geht es nach der OP weiter – welche Behandlung bekomme ich?
Wann ist eine Chemotherapie nötig und wie wird sie durchgeführt?
Was ist eine Immuntherapie?
Abhängig vom Tumor und dem Grad der Bösartigkeit kann eine Chemotherapie nötig sein.
Diese wird meist in Form von Tabletten oder Kapseln zum Schlucken verabreicht und senkt
das Risiko des Weiterwachsens des Tumors. Wenn die Entfernung einer Geschwulst wegen der
Größe oder Lage nicht möglich ist, bewirkt die Chemotherapie eine Wachstumshemmung.
Die Immuntherapie ist eine neue Therapieform, bei der versucht wird, das Immunsystem
zur Bekämpfung des Tumors einzusetzen. Dies kann entweder durch die Verabreichung von
Antikörpern als Infusion (z. B. Avastin = Bevacizumab) erfolgen oder als Tumorimpfung. Die
meisten dieser Therapien werden derzeit in Studien erprobt (Details zur Studienteilnahme
siehe Kapitel „Häufigste Fragen“, Seite 24).
Die Chemotherapie wird von SpezialistInnen der Klinik für Innere Medizin I, Abteilung
für Onkologie und Hämatologie, geplant. Sie werden in einem ausführlichen Gespräch über
die Wirkungen und Nebenwirkungen informiert. Die Durchführung der Therapie erfolgt
meistens ambulant, d.h. ohne stationäre Aufnahme.
Schmerztherapie
Bei Hirntumoren können insbesondere im fortgeschrittenen Stadium Schmerzen auftreten, die sehr belastend sein können. Schmerzen schwächen und zermürben den Allgemeinzustand. Sie sollen daher nicht unbehandelt erduldet werden. Selbst stärkste Schmerzen
können mit einer gezielten Schmerztherapie gelindert oder sogar ganz behoben werden.
Operation oder
Biopsie des Tumors
Behandlungsschema
Chemotherapien
können als Infusionen
oder Tabletten
verabreicht werden.
ChemotherapieTabletten
(Temozolomid)
1
2
3
4
5
6
5Tage
7
8
9
10
11 12
5Tage
13
14
15
16
5Tage
17
18
5Tage
5Tage
5Tage
19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34
Blutverdünnung
Woche
Bestrahlung
Magnetresonanztomographie
des Gehirns
eventuell Cortison, Antiepileptika, Antibiotika, Bluttransfusionen
Die Abbildung zeigt das Behandlungsschema welches oft bei der Diagnose eines Glioblastoms angewendet wird.
Auf die Operation oder Biopsie des Tumorgewebes folgt eine bis zu 6 Wochen dauernde gleichzeitige Strahlen- und
Chemotherapie, an die sich eine Phase der alleinigen Chemotherapie anschließt. Die Dauer und Zusammensetzung
der einzelnen Therapiephasen kann in Abhängigkeit von Tumortyp, PatientInnenalter und Begleiterkrankungen von
dem hier gezeigten Schema abweichen und wird von Ihrem Behandlungsteam im Detail mit Ihnen besprochen.
18
19
Nachsorge und Rehabilitation
Nachsorge und Rehabilitation
Nach abgeschlossener Therapie werden Ihnen regelmäßige Kontrolluntersuchungen an
unserer Hirntumor-Ambulanz vorgeschlagen. Diese Nachsorge dient unter anderem dazu,
Begleit- und Folgebeschwerden der Krankheit oder der Therapie wahrzunehmen und zu
lindern sowie ein etwaiges erneutes Tumorwachstum frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Hirntumoren können wichtige Gehirnfunktionen beeinträchtigen. Falls es bei Ihnen durch
den Gehirntumor zu Beeinträchtigungen der Sprache, der Koordination der Bewegungen,
des Gleichgewichts, des Gedächtnisses oder anderer wichtiger Funktionen
gekommen ist, werden Sie Logo-, Physio- und ErgotherapeutInnen unterstützen, Ihre Fähigkeiten so weit wie möglich wieder zu erlangen. Ziel der Arbeit
mit den TherapeutInnen ist, dass Sie Ihre Alltagsaktivitäten möglichst ohne
Hilfe ausführen und in Ihre gewohnte berufliche und private Umgebung
zurückkehren können.
Bitte zögern Sie nicht, beim Auftreten von Symptomen, Beschwerden oder
Problemen ärztliche und therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, ungeachtet dessen, ob ein Kontrolltermin fällig ist oder nicht.
2
Die häufigsten Fragen
Gezielte Physiotherapie
Kraft- und Gleichgewichtstraining
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Die häufigsten Fragen zum stationären Aufenthalt und zur Zeit danach
Diagnose Hirntumor –
wie geht es weiter?
In der ersten Behandlungsphase
werden Sie von einer ganzen Reihe von
ÄrztInnen betreut, denn bei einer Krebserkrankung müssen verschiedene
SpezialistInnen Hand in Hand zusammenarbeiten. Lassen Sie sich die
einzelnen Behandlungsschritte genau
erklären und wenn Sie etwas nicht
verstanden haben, fragen Sie nach, bis
Ihnen alles klar ist. Je besser Sie informiert und aufgeklärt sind, desto besser
verstehen Sie, was mit Ihnen geschieht.
Umso mehr können Sie zum/zur PartnerIn
des Arztes/der Ärztin werden und aktiv
an Ihrer Genesung mitarbeiten.
Warum komme ich nach der Operation
auf die Intensivstation?
Da der operative Eingriff mit einer über
mehrere Stunden andauenden Narkose
verbunden ist, werden Sie auf der Intensivstation ca. 24 Stunden überwacht,
um mögliche Komplikationen frühzeitig
zu erkennen.
Warum bekomme ich eine
Blutverdünnung?
PatientInnen mit einem Gehirntumor
haben ein erhöhtes Risiko für eine
gesteigerte Bildung von Blutgerinnseln
in den Beinvenen (Thrombosen).
Die Gerinnsel können sich von dort
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losreißen und über den Kreislauf in die
Gefäße lebenswichtiger Organe eingeschwemmt werden und deren Blutzufuhr unterbrechen (Embolie).
Aus diesem Grund ist die Vorbeugung
gegen eine Thrombose sehr wichtig.
Wann darf ich nach der Operation
aufstehen?
In der Regel dürfen Sie am ersten Tag
nach der Operation, nach vorausgegangener Schädel-CT und in Absprache
mit dem/der behandelnden Arzt/Ärztin,
mit Hilfe aufstehen.
Werde ich nach der Operation
Schmerzen haben?
Wie nach jedem operativen Eingriff
können nach der Operation für einige
Tage Schmerzen auftreten. In diesem
Fall erhalten Sie eine effektive
Schmerztherapie. Wann immer Sie
Schmerzen haben, bitte zögern Sie
nicht, es gleich dem Pflegepersonal und
den ÄrztInnen mitzuteilen.
Was muss ich nach der Kopfoperation
zu Hause beachten?
Die Haare sollten erst zwei Tage nach
der Entfernung der Nähte oder Klammern gewaschen werden.
Sollten noch kleine Krusten vorhanden
sein, entfernen Sie diese bitte nicht.
Sollten Sie an der OP-Wunde Veränderungen wie eine Rötung, ein Nässen
oder eine Schwellung bemerken,
wenden Sie sich bitte umgehend an die
neurochirurgische Ambulanz oder
außerhalb der Ambulanzzeiten (Mo– Fr:
9–15 Uhr) an die Notfallaufnahme 6D.
Körperliche Anstrengungen sollten Sie
in den ersten sechs Wochen nach der
Operation vermeiden. Schonen Sie sich
körperlich. Tragen Sie nichts, das
schwerer ist als fünf Kilogramm und
vermeiden Sie auch andere Formen der
Kraftanwendung, die mit Pressen
verbunden sind. Achten Sie beim
Aufheben erlaubter Lasten auf eine
korrekte Haltung (immer in die Hocke
gehen). Die Wiederaufnahme Ihrer
gewohnten Tätigkeiten (Hausarbeit,
Beruf, Sport usw.) sollte schrittweise
erfolgen.
Ist es nach der OP erlaubt,
ein Auto zu lenken bzw. eine Flugreise
zu unternehmen?
Aus Sicherheitsgründen dürfen Sie
Fahrzeuge nur nach ärztlicher Rücksprache lenken.
Flugreisen sollten Sie mit ihrem/ihrer
behandelnden Arzt/Ärztin besprechen.
Werde ich durch eine Strahlentherapie
radioaktiv „verseucht“?
Nach einer Strahlentherapie, die von
außen durchgeführt wird (Teletherapie),
strahlt der/die PatientIn nicht, weil
dabei keine radioaktiven, strahlenden
Substanzen in den Körper gelangen.
Gibt es nach der Bestrahlung
einen „Strahlenkater“?
Die Bestrahlung wirkt vor allem dort, wo
sie eingesetzt wird. „Gesunde“ Zellen
werden also meistens nicht belastet.
Gelegentlich kann nach Bestrahlungen
eine gewisse Müdigkeit und Abgeschlagenheit auftreten, vor allem bei
Bestrahlungen von großen Feldern.
Gabe von Medikamenten verhindert
oder erfolgreich behandelt werden.
Blutbildveränderungen betreffen
hauptsächlich die Abwehrzellen und
die Blutplättchen, welche für die Blutgerinnung wichtig sind.
Ihr Behandlungsteam wird diese
Blutwerte vor, während und nach jeder
Chemotherapie kontrollieren.
Treten Verbrennungen durch
die Bestrahlungen auf?
Hautreaktionen (ähnlich einem Sonnenbrand) können im Bestrahlungsfeld
auftreten.
Waschen Sie Ihr Haar nur einmal in der
Woche mit einem milden Shampoo.
Außerdem sollten Sie direkte Sonneneinstrahlung vermeiden. Wenn Sie
einen Spaziergang unternehmen, sollten
Sie unbedingt eine Kopfbedeckung
tragen.
Der Haarausfall ist oft nur vorübergehend. Das Haar wächst aber dünner
nach als vor der Bestrahlung.
Was sind Nebenwirkungen
einer Chemotherapie?
Die wesentlichsten Nebenwirkungen
einer Chemotherapie sind Übelkeit und
Blutbildveränderungen. Übelkeit kann in
den meisten Fällen durch die begleitende
Was passiert bei einem
epileptischen Anfall?
Man unterscheidet zwischen partiellen
Anfällen („Petit mal“) und generalisierten Anfällen („Grand mal“). Die partiellen Anfälle sind meist harmlos.
Sie äußern sich plötzlich durch die
Unfähigkeit, sich auszudrücken, oder
durch merkwürdige Wahrnehmungen.
Die bewusste Wahrnehmung der
Umwelt setzt einige Sekunden lang
aus, aber die Betroffenen stürzen nicht.
Bei generalisierten Anfällen stürzen
die Betroffenen bewusstlos zu Boden
und werden einige Minuten lang von
Krämpfen geschüttelt. Mit der bewusstlosen Person ist keine Kommunikation
möglich. Abgesehen von einer eventuellen Verletzung durch den Sturz hinterlässt der Anfall keine Körperschäden.
Bei häufig auftretenden epileptischen
Anfällen werden Ihnen Medikamente
zur Unterdrückung der Anfälle verordnet.
23
Die häufigsten Fragen zum stationären Aufenthalt und zur Zeit danach
Was können Personen,
die einen epileptischen Anfall
beobachten, tun?
Legen Sie etwas Weiches (Decke,
Pullover) unter den Kopf des Patienten/
der Patientin. Versuchen Sie nicht, die
Betroffenen während des Anfalls festzuhalten. Geben Sie den Betroffenen nichts
zu essen oder zu trinken, bevor sie sich
wieder ganz erholt haben. Halten Sie die
Anfälle schriftlich fest und informieren
Sie den/die behandelnde/n Arzt/ÄrztIn.
Was bedeutet es,
an einer Studie teilzunehmen?
Eine Studie ist ein Versuch, die
Diagnostik oder die Therapie einer
Erkrankung zu verbessern.
Als Universitätskrankenhaus sind wir
zur Durchführung von Studien berechtigt und verpflichtet. Studien dürfen nur
durchgeführt werden, wenn sie von
einer unabhängigen Ethikkommission,
von der Gesundheitsbehörde AGES, von
der Medizinischen Universität Wien und
von der Direktion des Allgemeinen
Krankenhauses hinsichtlich Sinnhaftigkeit und Sicherheit überprüft und von
allen gut geheißen wurden. Für jede
Studie muss es einen schriftlichen
Prüfplan und eine ausführliche und
allgemein verständliche PatientInneninformation geben, in der alle Maßnahmen erläutert werden.
24
3
Wir lassen Sie nicht allein!
Für PatientInnen ist die Teilnahme an
Studien immer freiwillig und kostenlos
und bietet mitunter die Gelegenheit,
eine Therapie zu bekommen, die sich
als wirksamer als die bisherige
Standardtherapie herausstellt.
25
Es gibt Hilfe
3
Fragen, bei denen Ihnen der/die SozialarbeiterIn helfen kann
Es gibt Hilfe – scheuen Sie sich nicht, Unterstützung in Anspruch zu nehmen
Wir lassen Sie nicht allein. Für uns gehört die Behandlung von Gehirntumoren zum beruflichen Alltag. Es ist uns aber immer bewusst, dass die Krankheit für unsere PatientInnen
und ihre Familien eine schwere körperliche und seelische Belastung ist. Selbstverständlich
gehört die medizinische Hilfe bei möglichen Nebenwirkungen zum Behandlungsangebot.
Bei der Bewältigung von Ängsten, dem Umgang mit Krankheit und Schmerzen sowie mit
der veränderten Lebenssituation, bieten wir psychologische Hilfe an.
Sollten sich im Zusammenhang mit Ihrer Erkrankung persönliche, soziale und finanzielle
Probleme ergeben, gibt es die Möglichkeit, sich von einem/einer SozialarbeiterIn beraten und
unterstützen zu lassen. Er/sie berät Sie bezüglich:
■
Organisation mobiler, sozialer und medizinischer Dienste für zu Hause
(z. B. Heimhilfe oder Hauskrankenpflege)
■
Anträgen für Kurz- und Langzeitpflege, Akutgeriatrie/Übergangspflege
■
Antrag auf Rehabilitation oder Berufsunfähigkeitspension
■
24-Stunden-Betreuung zu Hause
■
Beschaffung diverser Heilbehelfe
■
Möglichkeit eines Notrufarmbandes für zu Hause
■Pflegegeldanspruch
■FamilienherlferInnen
■
26
die rechtlichen Möglichkeiten bei eingeschränkter Urteils- und Geschäftsfähigkeit
Der Zustand meines/r Angehörigen
ist so schlecht, dass er/sie sehr wahrscheinlich nicht mehr seiner/ihrer
Berufstätigkeit nachgehen können
wird. Welche finanzielle Unterstützung
gibt es?
Wenn jemand aufgrund der Erkrankung
seine Berufstätigkeit nicht mehr
aufnehmen kann, besteht die Möglichkeit bei der zuständigen Pensionsversicherungsstelle einen Antrag auf
Berufsunfähigkeits- bzw. Invaliditätspension zu stellen. Im Regelfall liegt
die Höhe der Berufsunfähigkeits- bzw.
Invaliditätspension weit unter Ihrem
gewohnten Erwerbseinkommen.
Klären Sie mit Ihrem/Ihrer zuständigen
SozialarbeiterIn ab, welche Ansprüche
Sie auf Ausgleichszahlungen bzw.
Hilfen in besonderen Lebenslagen
haben und stellen Sie die dafür nötigen
Anträge.
Wann und wo kann ich
Pflegegeld beantragen?
Das Pflegegeld ist eine unterstützende
staatliche Geldleistung, um Betreuungsund Pflegeleistungen zu finanzieren.
Ein Anspruch auf Pflegegeld besteht,
wenn ein Pflegebedarf von einer
Mindestdauer von sechs Monaten
gegeben ist und das monatliche
Pflegeausmaß mindestens 60 Stunden
umfasst. Die Höhe des Pflegegeldes ist
einkommensunabhängig; es wird durch
den Pflegebedarf (Pflegestufe 1–7)
bestimmt. Liegt bereits eine Alters-,
Berufsunfähigkeits-, Invaliditäts-,
Witwer-/Witwenpension vor, so muss
der Antrag auf Pflegegeld bei der
jeweiligen pensionsauszahlenden Stelle
eingebracht werden (Bundespflegegeld). In allen anderen Fällen (wie z. B.
Bezug von Arbeitslosengeld und/oder
Mindestsicherung, aufrechtes Dienstverhältnis, kein Anspruch auf Eigenoder Witwer-/Witwenpension etc.) muss
der Antrag bei der MA 40 (Wien) bzw.
in den Bundesländern bei der Bezirkshauptmannschaft (Fachgebiet Soziales)
eingebracht werden (Landespflegegeld).
[http://sozialinfo.wien.gv.at; bzw.:
http://pflege.fsw.at; Stand: 14.03.2014]
Wann kann ich eine FamilienhelferIn
in Anspruch nehmen?
Falls Sie Kinder haben, deren Betreuung
während bestimmter Phasen Ihrer
Erkrankung nicht sichergestellt ist
(z. B. während eines Krankenhaus- oder
Kuraufenthalts), besteht die Möglichkeit,
einen/eine FamilienherlferIn in Anspruch
zu nehmen. Der/die FamilienherlferIn
kommt direkt zu Ihnen nach Hause
und übernimmt vorübergehend Ihre
Aufgaben in der Familie (Kinderbetreuung, Haushaltsarbeiten sowie
Ämter- und Behördenwege). Sie sorgt
damit für die Aufrechterhaltung oder
Wiederherstellung eines stabilen
häuslichen Umfelds.
Welche Unterstützung kann ich
meinen minderjährigen Kindern
sonst noch anbieten?
Kinder brauchen Zuwendung, Aufklärung und altersgerechte Informationen.
Es gibt spezielle Beratungsstellen und
Therapieangebote für Kinder, deren
Mutter oder Vater schwer erkrankt ist.
Der/die SozialarbeiterIn wird Sie über
diverse Einrichtungen und Angebote
informieren.
Wir haben erfahren, dass die Lebenserwartung unseres/unserer Angehörigen nur mehr begrenzt ist. Ich möchte
in unseren letzten gemeinsamen
Wochen und Monaten mehr Zeit zu
Hause sein. Wie kann ich das mit
meiner Arbeit vereinen?
Für diesen Fall gibt es die Familienhospizkarenz. Sie gibt ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit, sich für die
Begleitung sterbender Angehöriger oder
schwersterkrankter Kinder bei aufrechtem Arbeitsverhältnis vorübergehend
karenzieren zu lassen, die Arbeitszeit
zu verkürzen oder die Dienstzeiten zu
ändern. Familienhospizkarenz für die
Sterbebegleitung naher Angehöriger
kann bis zu einer Dauer von 3 Monaten
27
Fragen, bei denen Ihnen der/die SozialarbeiterIn helfen kann
in Anspruch genommen werden. Eine
einmalige Verlängerung auf weitere
drei Monate ist möglich. Während der
Familienhospizkarenz sind Sie krankenund pensionsversichert, auch bei einer
vollen Karenzierung.
Welche Unterstützung gibt es für die
schwierige Zeit des Abschiednehmens
und der Trauer?
In dieser Situation kommt das mobile
Hospiz bzw. Palliativteam gerne zu
Ihnen nach Hause. Das mobile Hospiz/
Palliativteam besteht aus ÄrztInnen,
diplomierten Pflegepersonen, diplomierten SozialarbeiterInnen, SeelsorgerInnen
und ausgebildeten, ehrenamtlich tätigen
MitarbeiterInnen und unterstützt
schwer- und unheilbar kranke Menschen
und deren Angehörige in ihrer vertrauten
Umgebung. Ziel des mobilen Hospizes
ist es, den betroffenen Menschen auch
in dieser letzten Lebensphase ein hohes
Maß an Lebensqualität zu ermöglichen.
Für ein Leben in Würde bis zuletzt.
Welche rechtlichen Möglichkeiten
gibt es, wenn zu befürchten ist,
dass ich mich in absehbarer Zeit
selbst nicht mehr wirksam äußern
kann?
Bei fortgeschrittenem Erkrankungsstadium kann es sinnvoll sein, die weitere
Behandlung durch eine PatientInnenver28
fügung oder durch eine Vorsorgevollmacht zu regeln. Der Unterschied
besteht darin, dass sich die PatientInnenverfügung ausschließlich auf die
medizinische Behandlung bezieht,
wohingegen die Vorsorgevollmacht
alle Angelegenheiten des Lebens
einschließt.
Im Rahmen einer Vorsorgevollmacht
übertragen Sie alle Entscheidungen,
die Sie betreffen, auf eine Person Ihres
Vertrauens. Besprechen Sie die Details
mit dem/der SozialarbeiterIn.
Was ist eine Vertretungsbefugnis?
Wurde nicht durch eine Vorsorgevollmacht vorgesorgt und ist auch kein/
keine SachwalterIn bestellt, so besteht
für bestimmte Rechtsgeschäfte eine
gesetzliche Vertretungsbefugnis der
nächsten Angehörigen. Diese umfasst
sämtliche Alltagsgeschäfte, die
Organisation der Pflege der Betroffenen,
Beantragung sozialversicherungsrechtlicher Leistungen und Geltendmachung
von Ansprüchen, die aus Anlass der
Krankheit zustehen können (z. B.
Pflegegeld, Mindestsicherung) sowie
auch die Zustimmung zu nicht schweren medizinischen Behandlungen.
Eine solche Vertretungsbefugnis ist
über einen/eine NotarIn im Österreichischen Zentralen Vertretungsverzeichnis
zu registrieren. Besteht zu bestimmten
Angehörigen kein Vertrauen, so kann
ein Widerspruch gegen deren Vertretungsbefugnis erhoben werden.
4
CCC-Central Nervous System Unit (CCC-CNS Unit)
Was bedeutet Sachwalterschaft?
Eine Sachwalterschaft regelt die
Entziehung oder Einschränkung der
Rechte einer erwachsenen Person,
wenn diese aufgrund von Krankheit
oder eines geistigen Handicaps nicht
fähig ist, für sich selbst zu sorgen.
SachwalterInnen übernehmen alle oder
einzelne Angelegenheiten der betroffenen Person. Zuständig für die Sachwalterschaftsbestellung ist das Bezirksgericht, in dessen Sprengel die betroffene
Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt
hat.
29
CCC-Central Nervous System Tumor Unit (CCC-CNS Unit)
4
Hirnmetastasierung
Prof. Dr. Matthias Preusser
Das Ziel der CCC-CNS Unit ist die Vernetzung und Bündelung aller Aktivitäten der mit
Gehirntumoren beschäftigten Disziplinen an der Medizinischen Universität Wien und dem
AKH Wien. Dadurch werden interdisziplinäre neuroonkologische PatientInnenversorgung,
Forschung und Lehre auf höchstem akademischem Niveau gewährleistet. Die optimale
multidisziplinäre Versorgung von PatientInnen mit Gehirntumoren wird von der CCC-CNS
Unit im Rahmen der neuroonkologischen Tumorboards koordiniert.
Universitätsklinik für Innere Medizin I
Prof. Dr. Peter Birner
Klinisches Institut für Pathologie
Thromboseforschung
Prof.in Dr.in Ingrid Pabinger
Die Struktur der CCC-CNS Unit
Das CCC-CNS Committee setzt sich aus den KoordinatorInnen der neuroonkologischen
Tumorboards, den KoordinatorInnen der CCC-CNS Forschungsprogramme, den KoordinatorInnen der PhD-Programme, in denen neuroonkologische Dissertationen erstellt werden,
und der Pflegevertretung zusammen.
Koordinatoren des
neuroonkologischen
Tumorboards
(Universitätsklinik
für Neurochirurgie)
Prof. Dr. Engelbert Knosp
Prof. Dr. Thomas Czech
Prof. Dr. Stefan Wolfsberger
Prof. Dr. Georg Widhalm
Universitätsklinik für Neurochirurgie
KoordinatorInnen der CCCCNS Forschungsprogramme
Neuroradiologie
Prof.in Dr.in Daniela Prayer
Universitätsklinik für Radiologie
und Nuklearmedizin
Exzellenzzentrum Hochfeld-MR
Prof. Dr. Siegfried Trattnig
Universitätsklinik für Radiologie
und Nuklearmedizin
Neuroonkologische Nuklearmedizin
Prof. Dr. Marcus Hacker
Dr.in Tatjana Traub-Weidinger
Universitätsklinik für Radiologie
und Nuklearmedizin
Histologische und molekulare
Hirntumordiagnostik, Hirntumorklassifikation
Prof. Dr. Johannes Hainfellner
Universitätsklinik für Innere Medizin I
Experimentelle Therapie,
Tumorstammzellen
Prof. Dr. Walter Berger
Institut für Krebsforschung
Genetik
Prof. Dr. Martin Bilban
Prof.in Dr.in Christine Mannhalter
Klinische Abteilung
für Medizinische und Chemische
Labordiagnostik
Universitätsklinik für Strahlentherapie
Klinische Neuroonkologie
Prof.in Dr.in Christine Marosi
Prof. Dr. Matthias Preusser
Neurobiobank
Prof. Dr. Johannes Hainfellner
Universitätsklinik für Neurochirurgie
Universitätsklinik für Innere Medizin I
Klinisches Institut für Neurologie
30
Institut für Krebsforschung
Kindliche Hirntumoren
Prof.in Dr.in Irene Slavc
Universitätsklinik für Kinderheilkunde
Klinisches Institut für Neurologie
Klinisches Institut für Neurologie
„PhD Programm Clinical and
Experimental Oncology“
Prof.in Dr.in Brigitte Marian
Universitätsklinik für Neurochirurgie
Klinisches Institut für Pathologie
Neurochirurgie
Prof. Dr. Engelbert Knosp
Prof. Dr. Stefan Wolfsberger
Prof. Dr. Georg Widhalm
Klinisches Institut für Neurologie
Dr. Georg Widhalm
Prof.in Dr.in Christine Haberler
Austrian Brain Tumour
Registry (ABTR)
Prof. Dr. Johannes Hainfellner
Dr.in Adelheid Wöhrer
„PhD Programm Clinical
Neurosciences (CLINS)“
Prof. Dr. Johannes Hainfellner
Universitätsklinik für Innere Medizin I
Prof. Dr. Berthold Streubel
Klinisches Institut für Neurologie
Strahlentherapie
Prof.in Dr.in Karin Dieckmann
Primäre ZNS-Lymphome
Prof. Dr. Ulrich Jäger
Prof. Dr. Matthias Preusser
Prof. Dr. Markus Raderer
KoordinatorInnen der neuroonkologisch relevanten PhD
Programme
CCC-CNS Pflegevertretung
Petra Dworak
Universitätsklinik für Neurochirurgie
Brigitte Maca
Universitätsklinik für Innere Medizin I,
Klinische Abteilung für Onkologie
Mag.a Josefa Imsel
Universitätsklink für Strahlentherapie
31
Leben mit Krebs
Wichtige Kontaktadressen
Leben mit Krebs
Viele Menschen mit einer Krebsdiagnose leben heute länger und besser als noch vor Jahrzehnten. Die Behandlung ist aber oft langwierig und beschwerlich. Manche Menschen
können parallel zur Therapie ihren gewohnten Alltag bewältigen, anderen ist dies nicht
möglich. Nehmen Sie sich Zeit für die Gestaltung der veränderten, neuen Lebenssituation.
Das Zurückfinden ins Alltagsleben darf ruhig Schritt für Schritt und mit Rücksicht auf Ihre
individuelle Belastbarkeit erfolgen. Versuchen Sie, auf Ihre Weise herauszufinden, was am
ehesten zu Ihrer Lebensqualität beiträgt. Eine einfache Selbstbefragung kann manchmal
der erste Schritt zu mehr Klarheit sein.
■
Was ist mir jetzt wichtig?
■
Was brauche ich?
■
Wie könnte ich es erreichen?
■
Wer könnte mir dabei helfen?
So wie gesunde Menschen unterschiedlich mit Lebensfragen umgehen, wird auch eine
Krankheitssituation von Mensch zu Mensch verschieden verarbeitet. Manche Menschen
möchten nicht über ihre Erfahrungen mit der Diagnose Hirntumor sprechen. Andere möchten sich mitteilen, aber wagen es nicht. Dritte sind enttäuscht, wenn ihr Umfeld darauf nicht
eingeht. Es gibt kaum allgemein gültige Rezepte. Manches, was einem Menschen weiterhilft,
bedeutet einem anderen weniger, oder umgekehrt. Wichtig ist, dass Sie Ihren eigenen Weg
finden und Hilfe in Anspruch nehmen, wo immer es nötig ist. Informationen zu den genannten Dienstleistungen und Angeboten finden Sie im folgenden Kapitel.
WICHTIGE
KONTAKTADRESSEN
Terminvereinbarung
für ambulante Termine
Neurochirurgie: 01/40400-25700
Strahlentherapie: 01/40400-26650
Medizinische Onkologie:
01/40400-44660
Pflege und Betreuung
zu Hause
Wien:
Fonds Soziales Wien (FSW)
Kundentelefon: 01/245 24
Täglich 8.00 bis 20.00 Uhr.
Auch an Wochenenden und
Feiertagen.
Web: www.fsw.at/
Niederösterreich:
NÖ Pflegehotline: 02742/9005 9095
Fax: 02742/9005-19099
E-Mail: [email protected]
Web: www.noe.gv.at/
Österreichweit:
Bundesministerium Pflegetelefon
Tel.: 0800 20 16 22
Fax: 0800 22 04 90
E-Mail: [email protected]
Web: www.bmask.gv.at/site/Service/
Pflegetelefon/
32
Familienhilfe
Wien und NÖ/OST:
Caritas
Siebenbrunnengasse 44 , 1050 Wien
Tel.: 01/544 37 51
E-Mail: [email protected]
Web: www.caritas-wien.at/
Niederösterreich:
NÖ Hilfswerk
Ferstlergasse 4, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742/249-1301
E-Mail: [email protected]
Web: www.hilfswerk.at/niederoesterreich
Dachverband
Österreichische Krebshilfe
Wolfengasse 4/10, 1010 Wien
Tel.: 01/796 64 50
Fax: 01/796 64 50-9
E-Mail: [email protected]
Web: www.krebshilfe.net
Kostenlose Krebshotline:
0800 699 900
(Mo–Do, jeweils 9.00–13.00 Uhr)
Krebshilfe
Wien:
Krebshilfe Wien
Theresiengasse 46, 1180 Wien
Tel.: 01/402 19 22
Fax: 01/408 22 41
E-Mail: [email protected]
Web: www.krebshilfe-wien.at
Hospiz
Niederösterreich:
Krebshilfe Niederösterreich
Wiener Straße 69
2700 Wiener Neustadt
Tel.: 050899/2253 oder 2279
Fax: 050899/2281
Mobil: 0664 323 723 0
Web: www.krebshilfe-noe.or.at
Dachverband
HOSPIZ Österreich
(DVHÖ)
Argentinierstraße 2/3, 1040 Wien
Tel.: 01/803 98 68
Fax: 01/803 25 80
E-Mail: [email protected]
Web: www.hospiz.at
33
Wichtige Websites
Informationen zu sozialrelevanten Themen
finden Sie zudem auf folgenden Homepages:
Notizen:
www.sozialinfo.wien.at
www.sozialinfo.noe.gv.at
www.arbeiterkammer.at/online/familienhospizkarenz-873.html
www.patientenverfuegung.or.at/
www.vsp.at/(Sachwalterschaft)
www.justiz.gv.at/
http://www.logopaedieaustria.at/
www.ccc.ac.at/patientinnen/
www.physiotherapie.at/go.asp
34
35
Notizen:
Ebene 8
Allgemeines Krankenhaus der Stadt Wien –
Medizinischer Universitätscampus
Währinger Gürtel 18–20
1090 Wien
Ebene 7
Ebene 6
Ebene 3
36
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