Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg

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Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
Lagebericht
1. Darstellung des Geschäftsverlaufs
1.1 Entwicklung der Tätigkeitsbereiche
Diese Spielzeit zeichnete sich durch die besondere Bühnensituation im Großen Haus aus. Da
im Sommer 2012 mit den Umbauarbeiten am Bühnenturm begonnen wurde, musste die Große
Bühne geschlossen werden und es wurde ein Ersatzspielfläche auf das Parkett gebaut, das
Spielfeld. Als Leitidee der Spielzeit 2012/13 beauftragte das Schauspielhaus renommierte
Theaterautoren, Stücke für das Spielfeld zu schreiben.
Den Anfang machte René Pollesch, dessen Text Neues vom Dauerzustand am 6. September
2012 die Spielzeit eröffnete. Die Hauptrolle übernahm Sophie Rois, die bereits in Mädchen in
Uniform am Schauspielhaus zu sehen war und wenige Tage vor der Premiere von der
Kritikerjury des Magazins „Theater heute“ zur Schauspielerin des Jahres gekürt wurde.
Am 14. September 2012 folgte die Uraufführung von Ein Pfund Fleisch, das Albert Ostermaier
basierend auf Shakespeares Der Kaufmann von Venedig für das Spielfeld geschrieben hatte.
Inszeniert von Dominique Schnizer beschäftigt sich das Stück mit der Finanzkrise und den
Märkten als Männergesellschaft.
Franz Wittenbrinks Liederabend Aida verwandelte das Spielfeld in das Oberdeck eines
Kreuzfahrtschiffes. Die Produktion kam am 21. September 2012 zur Uraufführung und war einer
der großen Publikumserfolge der Spielzeit.
Weitere Auftragswerke für das Spielfeld waren das Stück Männer, Frauen, Arbeit von Oliver
Kluck (Uraufführung am 7. Dezember 2012, Regie: Markus Heinzelmann) sowie die
Bühnenversion von Tino Hanekamps Szeneroman So was von da (Uraufführung am 12. Januar
2013 in der Fassung und Inszenierung von Jorinde Dröse).
Neben den genannten Auftragswerken standen weitere zeitgenössische Theatertexte auf dem
Spielplan. Patrick Süskinds Der Kontrabass, inszeniert vom jungen Regisseur Max Claessen
mit Ensemblemitglied Stephan Schad und einem Kontrabassisten, hatte am 6. Oktober 2012
Premiere. Die Komödie Der Vorname oder zu Gast bei guten Freunden von Mathieu Delaporte
und Alexandre de la Patellière kam am 4. November 2012 zur deutschen Erstaufführung und
wurde in der Inszenierung von Christian Brey zum Publikumsrenner.
Einen alten Stoff in neuem Gewand präsentierte Alice Buddeberg mit ihrer Version von Ödipus
nach Sophokles, Aischylos und Euripides, die am 19. Oktober 2012 Premiere feierte.
Ensemblemitglied Dominique Horwitz zeigte sich in The Right Bullets, Weber, Waits und
Weitere – Dominique Horwitz and friends in concert von seiner musikalischen Seite. Die Revue,
die Motive aus Carl Maria von Webers Der Freischütz mit Liedern von Tom Waits und weiteren
„teuflischen“ Popsongs verbindet, entstand in Zusammenarbeit mit dem TIPI am Kanzleramt in
Berlin und hatte am 25. November 2012 auf dem Spielfeld Premiere.
Die letzte Premiere der Spielzeit 2012/13 bestritt Fabian Hinrichs mit seiner Soloperformance
Ich.Welt.Wir. Es zischeln 1000 Fragen, die am 16. März 2013 zur Uraufführung kam.
Das größtenteils scheidende Ensemble verabschiedete sich unter der Regie von Samuel Weiss
mit dem Abend Ritt in die Sonne vom Schauspielhaus. Das Stück wurde am 20. April 2013
sowie am letzten Spieltag, dem 27. April 2013 aufgeführt und von den Freunden des Deutschen
Schauspielhauses unterstützt.
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Zwei weitere musikalisch geprägte Uraufführungen an anderen Spielstätten rundeten den
Spielplan ab. Die Hamburg-Stück Hafenballade, eine Auftragsarbeit von Michael Batz,
Franziska Steiof und Markus Voigt, kam am 24. Januar 2013 im Malersaal zur Uraufführung. Der
österreichische Liederabend Mad in Austria von und mit Ensemblemitglied Sandra Maria
Schöner feierte am 13. Oktober 2012 in der M&M Bar des Hotels Reichshof Premiere.
Auch in ihrer letzten Spielzeit blieb die Interimsleitung ihrer künstlerischen Linie treu: Die
Beauftragung zeitgenössischer Autoren und das Engagement junger Regisseurinnen und
Regisseure standen wieder im Mittelpunkt. So wurde die Zusammenarbeit mit den Autoren
René Pollesch und Oliver Kluck, wie auch mit den Regisseuren Dominique Schnizer, Markus
Heinzelmann und Alice Buddeberg fortgesetzt. Hinzu kam die Förderung von aufstrebenden
Regietalenten wie Max Claessen, Christian Brey und Jorinde Dröse.
Das Junge Schauspielhaus eröffnete seine Spielzeit ebenfalls mit einem Werkauftrag. In
Elektra entwirft die Autorin Nino Haratischwili eine zeitgenössische Neudeutung des antiken
Stoffes. Das Stück kam am 9. September 2012 in der Inszenierung von Klaus Schumacher im
Malersaal zur Uraufführung.
Das ehemalige Ensemblemitglied Konradin Kunze entwickelte zusammen mit dem Ensemble
des Jungen Schauspielhauses die Produktion Hacking Luleå, die von der Erbauung einer
Facebook-Serverhalle in der nordschwedischen Provinz erzählt. Die Uraufführung fand am 6.
Dezember 2012 ebenfalls im Malersaal statt.
Eine weitere Stückentwicklung war die Produktion Nathan, die die junge Regisseurin Grete
Pagan mit dem Ensemble basierend auf Lessings Nathan der Weise erarbeitete und am 23.
Februar 2013 im Rangfoyer zur Uraufführung brachte.
Franziska Steiof inszenierte ihre Bühnenversion des Bilderbuchs Die Geschichte vom Fuchs,
der den Verstand verlor von Martin Baltscheit im Steinfoyer (Premiere am 21. Oktober 2012).
Taki Papconstantinou brachte den Roman Deesje macht das schon von Joke van Leeuwen am
3. Februar 2013 auf die Bühne des Rangfoyers.
Die bereits in der Spielzeit 2009/10 initiierte Zukunftsreihe-Utopia des Jungen
Schauspielhauses wurde fortgesetzt. Die Reihe befasst sich auf diskursive und künstlerische
Weise mit Zukunfts- und Generationenfragen. Der Utopia-Mobil-Bus, der mit Unterstützung
der Hamburger Verkehrsverbund GmbH und der PVG angeschafft werden konnte, bespielt seit
November 2010 verschiedene Stadtteile und Schulen mit unterschiedlichen Stücken.
Das Schauspielhaus engagierte sich vermehrt in der künstlerischen Nachwuchsförderung, u.a.
durch den zur Hamburger Institution gewordenen backstage-Jugendtheaterclub sowie durch
die erneute Zusammenarbeit mit der Hamburger Theaterakademie, deren Studentin Paulina
Neukampf das Stück We all go mad sometimes im Rangfoyer zur Aufführung brachte.
Das Schauspielhaus zeigte in der Spielzeit 2012/13 insgesamt 18 Premieren, davon 13
Uraufführungen und eine Deutsche Erstaufführung.
Auf dem Spielfeld fanden 11, im Malersaal 3, an anderen Spielstätten 4 Premieren in dieser
Spielzeit statt.
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Die Neuinszenierungen der Spielzeit 2012/2013 im Einzelnen:
1.1.1 Spielfeld
Neues von Dauerzustand von René Pollesch. Uraufführung
Regie: René Pollesch. Premiere 6. September 2012.
Ein Pfund Fleisch von Albert Ostermaier, nach William Shakespeares Der Kaufmann von
Venedig. Uraufführung. Regie: Dominique Schnizer, Premiere 14. September 2012.
Aida Ein musikalischer Abend von Franz Wittenbrink. Uraufführung
Regie: Franz Wittenbrink, Premiere am 21. September 2012.
Der Kontrabass von Patrick Süskind
Regie: Max Claessen, Premiere am 6. Oktober 2012.
Ödipus nach Sophokles, Aischylos und Euripides
Regie: Alice Buddeberg, Premiere am 19. Oktober 2012.
Der Vorname oder zu Gast bei guten Freunden von Mathieu Delaporte und Alexandre de la
Pattelliére, deutschsprachige Erstaufführung.
Regie: Christian Brey, Premiere am 4. November 2012
The Right Bullets, Weber, Waits und Weitere, Dominique Horwitz and friends in concert.
Uraufführung,
Regie: Dominique Horwitz, Premiere am 25. November 2012. In Zusammenarbeit mit dem TIPI
am Kanzleramt in Berlin
Männer, Frauen, Arbeit von Oliver Kluck, Uraufführung.
Regie: Markus Heinzelmann, Premiere am 7. Dezember 2012.
So was von da von Tino Hanekamp, Uraufführung.
Regie: Jorinde Dröse, Premiere am 12. Januar 2013.
Ich.Welt.Wir. Es zischeln 1000 Fragen von Fabian Hinrichs und Jürgen Lehmann. Uraufführung.
Konzeption: Fabian Hinrichs und Jürgen Lehmann, Premiere am 16. März 2013.
Ritt in die Sonne Ein Abend von Samuel Weiss und dem Ensemble, Uraufführung.
Regie: Samuel Weiss, Premiere am 20. April 2013.
Aus dem Repertoire wurde Zigeunerjunge (4) als Wiederaufnahme auf dem Spielfeld gezeigt.
Zusätzlich gab es acht Vorstellung von Klaus Schumachers Inszenierung Rico, Oscar und die
Tieferschatten aus dem Repertoire des Jungen Schauspielhauses auf dem Spielfeld.
1.1.2 Malersaal
Elektra von Nino Haratischwili. Uraufführung.
Regie: Klaus Schumacher, Premiere am 9. September 2012.
Hacking Luleå von Konradin Kunze und dem Ensemble, Uraufführung.
Regie: Konradin Kunze, Premiere am 6. Dezember 2012.
Hafenballade von Michael Batz, Franziska Steiof und Markus Voigt. Uraufführung.
Regie: Franziska Steiof, Premiere am 24. Januar 2013.
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Im Repertoire wurden weiterhin 10 Produktionen gezeigt: Ein Sommernachtstraum (5),
Verbrennungen (8), Alice im Wunderland (14), Das Ding (5), Wut (15), Rico, Oskar und die
Tieferschatten (7), Die Gerechten (5), Immer nie am Meer (5), Im Stillen (6), Nipple Jesus (2).
1.1.3 Andere Spielstätten
Mad in Austria Ein österreichischer Liederabend von und mit Sandra Maria Schöner,
Uraufführung. Regie: Rebecca Mühlich, Premiere am 13. Oktober 2012 in der M&M Bar.
Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor von Martin Baltscheit.
Regie: Franziska Steiof, Premiere am 21. Oktober 2012 im Steinfoyer.
Deesje macht das schon von Joke van Leeuwen
Regie: Taki Papaconstantinou, Premiere am 3. Februar 2013 im Rangfoyer.
Nathan Stückentwicklung von Grete Pagan und demEnsemble, Uraufführung.
Regie: Grete Pagan, Premiere am 23. Februar 2013 im Rangfoyer.
Im Repertoire wurden weiterhin 11 Produktionen an anderen Spielstätten gezeigt:
Im Rangfoyer: Ein Schaf fürs Leben (9), Die kleine Septime (7), Wunschkonzert (11)
Im Utopia-Mobil-Bus: Über die Grenze ist es nur ein Schritt (8), Morgen Alaska (17)
An sonstigen Spielorten: Gehen – Bleiben (5, Kantine), Plötzlich war er aus der Welt gefallen (4
Abstecher, Klassenzimmerstück), Darüber reden (20, M&M Bar), Narren der Schöpfung/
Supercool 1000 (4, diverse Orte im Schauspielhaus), Wir ohne uns (10, Hamburger Botschaft),
Haram/Desaparecidos (8, Marmorsaal und Rangfoyer)
1.1.4 Junges Schauspielhaus
Das seit 2005 existierende Junge Schauspielhaus steht für künstlerisch anspruchsvolles
Kinder- und Jugendtheater. Nicht nur in der Hansestadt, sondern weit über Hamburgs Grenzen
hinaus – was nicht zuletzt die Besucherzahlen und die zahlreichen Preise und Einladungen
dokumentieren. Das Programm zeichnet sich durch ambitionierte und vielschichtige
Produktionen aus, die das junge Publikum ernst nehmen. Die künstlerisch-ideell offene
Programmatik ermöglicht jedem einzelnen Projekt einen größtmöglichen ästhetischen
Spielraum. Inhaltlich werden gesellschaftlich relevante wie auch Themen aus dem persönlichprivaten Bereich in ihrem ganzen Spektrum kind- und jugendgerecht verhandelt.
Es wurden 5 Neuinszenierungen herausgebracht, die auch von Erwachsenen besucht werden.
Im Repertoire wurden folgende Produktionen gezeigt:
Verbrennungen (8), Alice im Wunderland (14), Wut (15), Rico, Oskar und die Tieferschatten (7),
Die Gerechten (5), Im Stillen (6), Nipple Jesus (2), Plötzlich war er aus der Welt gefallen (4,
Klassenzimmerstück), Die kleine Septime(7), Morgen Alaska (17), Wir ohne uns (10),
Haram/Desaparecidos (8, Marmorsaal und Rangfoyer)
Utopia
Seit der Spielzeit 2009/2010 betreibt das Junge Schauspielhaus in Zusammenarbeit mit der
theaterpädagogischen Abteilung des Schauspielhauses das Sonderprojekt Utopia, das
gesellschaftsrelevante Themen gezielt in Hamburger Stadtteile trägt. In der Spielzeit 2012/13
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ist der Utopia-Bus weiterhin mit verschiedenen Produktionen in die Schulen gefahren, es
haben Workshop-Wochen in den Schulen zu ausgewählten Themen aus dem Spielplan
stattgefunden. Mit der Inszenierung Über die Grenze ist es nur ein Schritt haben im Rahmen
der Utopia-Reihe an unterschiedlichen Hamburger Schulformen Projekte zum Thema Heimat
stattgefunden.
backstage – Der Jugendclub am Schauspielhaus
Der 1991 gegründete backstage-Jugendclub hat sich als ein wichtiger und nachhaltiger
Bestandteil des theaterpädagogischen Programms des Schauspielhauses etabliert. Als
lebendiger Ort der Begegnung, des Dialogs und des Experiments bietet backstage Kindern
und Jugendlichen die Möglichkeit, gemeinsam mit Altersgenossen Theatererfahrungen zu
sammeln und sich den Themen und Fragen zu widmen, die sie bewegen. Unter Anleitung von
Theaterpädagogen, Regisseuren und Dramaturgen haben im Zeitraum von November 2012 bis
April 2013 insgesamt 54 Jugendliche und 12 Senioren sowie ein russischer Chor in vier
backstage-Gruppen und einer Kooperation mit der Saga-GWG-Stiftung je eine Produktion
vorbereitet. Im Rahmen eines abschließenden Festivals im April 2013 wurden alle Arbeiten im
Malersaal und in der Kantine des Schauspielhause präsentiert.
1.1.5 Rahmenprogramm
Die Gesprächsreihe Stücke auf halbem Weg zur Bühne unter der Leitung von Ursula Keller
wurde im Schauspielhaus mit 4 Veranstaltungen fortgeführt.
Das Schauspielhaus nahm am 08. September 2012 erneut an der mittlerweile 9. Hamburger
Theaternacht teil, bei der 40 staatliche und private Hamburger Theater ihre Türen öffnen und
an einem Abend ein vielfältiges Angebot an Schauspiel, Oper, Ballett und Comedy
präsentieren.
In der sonntäglichen Lesereihe Hör zu lasen Sophie Rois auf dem Spielfeld aus Theater: Ein
Schauspielerroman von W. Somerset Maugham und Samuel Weiss im Malersaal aus Monster
von Benjamin Maack.
Die Veranstaltungsreihe Randale und Liebe durchgeführt von Talent Kultur e.V.
Das Late-Night-Format Neue Haimat bot weiterhineinmal im Monat ein Podium für
verschiedene Künstler und Themen.
Neben individuellen Führungen und dem theaterpädagogischen Angebot des Jungen
Schauspielhauses stoßen die öffentlichen Hausführungen Hinter dem Eisernen Vorhang
weiterhin auf große Nachfrage, auch wenn sie umbaubedingt in der Spielzeit 2012/13 kaum
stattfanden.
1.1.6 Auswärtige Gastspiele
Ein positiver Trend setzt sich, trotz des umbaubedingt begrenzten Repertoires, fort: Insgesamt
12 Mal war das Deutsche Schauspielhaus in der Spielzeit 2012/2013 auf hochrangige nationale
und internationale Gastspiele eingeladen. So konnten auf Gastspielen 6.787 Besucherdie
Inszenierungen des Schauspielhauses sehen.
Das Deutsche Schauspielhaus gastierte mit den nachfolgenden Produktionen:
Nipple Jesus (1) in Techelsdorf, Oktober 2012
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Das Ding (2) im Haus der Kultur "Walther von der Vogelweide", Bozen und Stadttheater Meran,
November 2012
Warteraum Zukunft (1) im Bayer Kulturhaus, Leverkusen, Januar 2013
Plötzlich ist er aus der Welt gefallen (4) in der Friedrich-Paulsen-Schule in Niebüll, März 2013
Zigeunerjunge (2) in Siegen, Apollo Theater, März 2013
Alice im Wunderland (2) beim Festival „Augenblick mal!“, Theater an der Parkaue, Berlin, April
2013
Haram/Desaparecidos (1) bei den Internationalen Maifestspielen, Staatstheater Wiesbaden,
Mai 2013.
The Right Bullets (12) im TIPI in Berlin, Mai 2013
Aida (4) bei den Ruhrfestspiele Recklinghausen, Theater Marl, Mai 2013
Ein Pfund Fleisch (1) beim Heidelberger Stückemarkt, Theater Heidelberg, Mai 2013
Darüber reden (3) bei den Ruhrfestspiele Recklinghausen, Entertaintent, Juni 2013
Elektra (1) in der Schauburg München, Juni 2013
Wut (2) in der Schauburg München, Juni 2013
Wie schon in den Vorjahren war das Schauspielhaus auch 2013 bei den Ruhrfestspielen in
Recklinghausen zu Gast. Neben dem neuen musikalischen Abend Aida von Franz Wittenbrink
wurde das Stück Darüber reden gezeigt.
Neben den mobilen Vorstellungen im Bus wurde die Produktion Plötzlich war er aus der Welt
gefallen 4 mal in Hamburger Klassenzimmern gezeigt.
1.1.7 Preise und Auszeichnungen
In der Spielzeit 2012/2013 erhielt der Theaterpädagoge Michael Müller den Rolf MaresSonderpreis für langjährige außergewöhnliche Leistungen im Rahmen des Hamburger
Theaterlebens 2012. Die Preisverleihung fand am 22. Oktober auf dem Spielfeld statt.
Für ihre Inszenierung Alice im Wunderland im Jungen Schauspielhaus wurde Barbara Bürk mit
dem Faust-Theaterpreis 2012 in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“
ausgezeichnet.
1.1.8 Gastspiele im Deutschen Schauspielhaus
Erobique – Alle meine Tasten (1), Oktober 2012
Solo-Shows von Kampf der Künste (7), Oktober 2012 – April 2013
Patrick Salmen: Euphorie!, Euphorie! (1), Oktober 2012
Dirk Darmstädter´s Hootenanny (2), November 2012
Max Goldt (1), Lesung im Dezember 2012
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Slam-Dreikampf (2), Dezember 2012 und Februar 2013
Titanic Boygroup (1),Januar 2013
Dead or Alive (2), Januar 2013
ERNEST ODER WIE MAN IHN VERGISST (1), Aktion „Hamburger Bühnenflug“, Februar 2013
Singer Slam Finale (1), März 2013
Der Kontrabassist (1), ein Gastspiel von Henning Kiehn, Februar 2013
Il Zarada (1), ein Gastspiel im Rahmen des Festival „Eigenarten“, Oktober 2012
Jan Plewka singt Rio Reiser (2), ein Gastspiel von Hauptmann-Entertainment, September 2012
und Februar 2013
1.1.9 Kooperationen
Das Schauspielhaus arbeitet eng mit Hamburger Institutionen aus Medien, Musik, Kunst,
Literatur und Theater zusammen. Namhafte Veranstaltungen, die 2012 und 2013 das kulturelle
Leben Hamburgs bereicherten, waren:
Mit dem Hamburger Theater e.V.: Die Verleihung des Rolf-Mares Preises 2012.
Mit der ZEITverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG: Die Verleihung des Marion-Dönhoff-Preises
2012.
Mit der Alfred Töpfer Stiftung: Die Verleihung des Kairos Preises 2013.
Mit Hamburg macht Kinder gesund e.V.: Rico, Oscar und die Tieferschatten, geschlossene
Vorstellung.
Mit der Rett-Syndrom Elternhilfe: A long way down von Nick Hornby, Benefizlesung zugunsten
der Rett-Syndrom Elternhilfe, März 2013.
Mit der Theaterakademie Hamburg: We all go mad sometimes (3), Regie: Paulina Neukampf,
Premiere am 3. April 2013.
In Kooperation mit dem 5. Hamburger Theaterfestival wurde Stallerhof in der Inszenierung von
David Bösch vom Burgtheater Wien im Oktober 2012 auf dem Spielfeld des Schauspielhauses
präsentiert.
In Kooperation mit dem Jazzbüro Hamburg und dem Norddeutschen Rundfunk und wurde die
Veranstaltungsreihe Lautsprecher fortgesetzt, die Sprache und Jazzmusik theatral verbindet.
Das Ensemble des Schauspielhauses und Jazzmusiker aus Hamburg improvisieren
gemeinsam Theaterszenen und Live-Hörspiele.
Die Zusammenarbeit mit dem Künstler-Kollektiv „Kampf der Künste e.V.“ wurde fortgesetzt:
Zahlreiche Poeten und Sänger traten in unterschiedlichen Slam-Formaten wie SlamDreikampf, Dead or Alive-Slam, Theater-Slam und Singer-Slam gegeneinander an.
Auch in der Spielzeit 2012/2013 arbeitete das Schauspielhaus mit dem örtlichen
Konzertveranstalter Karsten Jahnke Konzertagentur zusammen. Folgende Künstler traten auf
dem Spielfeld auf: Wolfgang Haffner Quartett und Bugge Wesseltoft’s Jazzland Community.
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Weiterhin gab es im Marmorsaal die Buchpräsentation Egon Madsen: Ein Tanzleben von
Dagmar Ellen Fischer sowie Gustaf Gründgens. Eine Biografie von Thomas Blubacher.
1.1.10 Koproduktionen
Ich.Welt.Wir. Es zischeln 1000 Fragen von Fabian Hinrichs und Jürgen Lehmann, Uraufführung.
Premiere am 16. März 2013, Koproduktion des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg mit
Fabian Hinrichs
Der Kontrabass von Patrick Süskind Regie: Max Claessen, Premiere am 6. Oktober 2012,
Koproduktion mit Stephan Schad
The Right Bullets, Weber, Waits und Weitere. Dominique Horwitz and friends in concert,
Uraufführung, Premiere am 25. November 2012. In Zusammenarbeit mit dem TIPI am
Kanzleramt in Berlin.
1.1.11 Partnerschaften/ Sponsoring
Die Freunde des Schauspielhauses unterstützten die Produktion Ritt in die Sonne.
Dr. Thorsten Hecke und Christoph Müller unterstützten als private Förderer die Reihe
Lautsprecher.
Auch in der Spielzeit 2012/2013 konnte die Medienpartnerschaft mit NDR Kultur fortgesetzt
werden.
1.2 Umsatz- und Zuschauerentwicklung
1.2.1 Besucherentwicklung
Die Spielzeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf Grund der Sanierungsmaßnahmen um
zwei Monate verkürzt wurde und bereits am 27. April 2013 endete. Außerdem wurde zu Beginn
der Spielzeit das SPIELFELD eingerichtet. Das SPIELFELD war die Ersatzspielstätte für die
Große Bühne, die wegen der Sanierungsmaßnahme nicht mehr zur Verfügung stand. Aufgrund
der Überbauung des Parketts verfügte das SPIELFELD im Großen Haus nur über eine
reduzierte Platzkapazität von ca. 700 Plätzen.
Die reduzierte Kapazität und die Verkürzung der Spielzeit führten zu deutlich reduzierten
Zuschauerzahlen und Erlösen im Vergleich zum Vorjahr.
Das Deutsche Schauspielhaus spielte im Berichtszeitraum insgesamt 504 (Vorjahr: 710)
Vorstellungen im Haus, dazu kamen 40 (40) Vorstellungen bei auswärtigen Gastspielen.
Es wurden insgesamt 122.856 (251.393) Zuschauer im Haus gezählt. Zusätzlich sahen weitere
6.787 (7.618) Besucher die 40 Vorstellungen des Schauspielhauses bei 15 auswärtigen
Gastspielen.
1.2.2 Umsatzentwicklung
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Die Umsatzerlöse liegen in der Spielzeit 2012/13 bei 2.063,5 TEUR (3.515,4 TEUR) und
übertreffen damit die Planung um 228,5 TEUR.
Die Erlöse aus eigenen Gastspielen liegen mit 245,9 TEUR erwartungsgemäß unter dem
Vorjahreswert (396,2 TEUR).
1.2.3 Besucherstruktur
Der Kartenverkauf zum Vollpreis in den eigenen Inszenierungen, dem Rahmenprogramm und
den Gastspielen ist mit 51.163 Vollzahlern (44,9 %) zwar absolut zurückgegangen, aber im
Verhältnis zur Gesamtbesucherzahl gestiegen (Vorjahr: 68.492 / 34,0 %).
Mit insgesamt 22.276 (74.400) Schüler- und Studentenkarten wurden in diesem
Besuchersegment die sehr hohen Besucherzahlen der Vorjahre nicht erreicht. Ursächlich
hierfür ist, dass es kein Kinderweihnachtsstück auf dem SPIELFELD gab.
1.2.4 Anteile ausgewählter Vertriebswege am Kartenverkauf
Nach einem Rückgang in der letzten Spielzeit haben sich die Verkäufe über die
Besucherorganisationen, gemessen an der Gesamtbesucherzahl, wieder verbessert. Es
wurden 13.505 (19.042) Karten über diesen Vertriebsweg abgesetzt, der Anteil an der
Gesamtbesucherzahl stieg auf 11,8 % (9,5 %).
Parallel zu den reduzierten Besucherzahlen hat auch der Verkauf von Eintrittskarten über das
Internet abgenommen.
Anzahl Onlinetickets
Umsatz
Durchschnittserlös
2005/06:
6.344
121.700 EUR
19,2 EUR
2006/07:
12.084
226.850 EUR
18,8 EUR
2007/08:
18.415
353.809 EUR
19,2 EUR
2008/09:
22.821
462.367 EUR
20,3 EUR
2009/10:
33.652
701.337 EUR
20,8 EUR
2010/11:
46.601
993.803 EUR
21,3 EUR
2011/12:
51.333
1.199.699 EUR
23,4 EUR
2012/13:
29.353
561.972 EUR
19,2 EUR
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1.3 Investitionen
1.3.1 Entwicklung des Treuhand- und Anlagevermögens
Unter den Investitionen in das Treuhandvermögen werden die Investitionen in die Gebäude, die
gebäudenahen Bereiche und die Kernkomponenten der stationären technischen Anlagen im
Eigentum der FHH ausgewiesen, die zu einer Werterhöhung der Wirtschaftsgüter führen.
Aufwendungen für den Unterhalt der überlassenen Gebäude und der technischen Anlagen
werden in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.
1.3.2 Treuhandvermögen
Im Berichtszeitraum wurde ein Betrag in Höhe 8.181,6 TEUR in das Treuhandvermögen
investiert. Der größte Betrag in Höhe von 7.588,6 TEUR wurde dabei für die Anlage im Bau (AIB)
Erneuerung Obermaschinerie mit Erweiterung Bühnenturm aufgewandt.
Weitere große Positionen betreffen in Höhe von 367,2 TEUR Investitionen in die Erneuerung
von Stromversorgungsverteilungen und -anlagen und die Sprach-Alarmierungs-Anlage des
Hauses, die auch als Anlagen im Bau (AIB) ausgewiesen werden. Die Altanlagen zur
Energieverteilung und zur Notstromversorgung entsprachen nicht mehr den heutigen
Anforderungen und mussten durch Neuanlagen ersetzt werden, die dem heutigen Stand der
Technik und den Prüfanforderungen von Behörden und Versicherungen entsprechen. Als
weitere Investition ins Treuhandvermögen wird in Höhe von 141,4 TEUR die Teilerneuerung des
Sondernetzes der Beleuchtung im Gr. Haus ausgewiesen. Weitere Beträge betreffen die
Erweiterung der Brandmeldetechnischen Anlagen mit 79,9 TEUR und kleinere Ergänzung bei
der Gebäudeausstattung mit 4,5 TEUR.
1.3.3 Eigenes Anlagevermögen
Im Berichtszeitraum wurde ein Betrag von 704,3 TEUR in das eigene Anlagevermögen
investiert. In der folgenden Übersicht wird die Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt.
Anlagevermögen (TEUR)
AW Stand
01.08.12
Zugänge GJ Abgänge GJ AW Stand
12-13
12-13
31.07.13
AfA
kum.
Buchwerte
31.07.13
Gebäudeeinbauten
218,4
0,0
0,0
218,4
150,4
68,0
Bühnentechnik
566,4
2,5
0,0
568,9
378,5
190,4
Beleuchtungstechnik
842,4
278,1
10,2
1.110,3
515,1
595,2
Audio-/Videotechnik
1.121,1
110,3
0,0
1.231,4
1.032,8 198,6
Werkstattmaschinen
163,9
8,4
0,0
172,3
92,2
80,1
EDV und
Kommunikationstechnik
465,3
28,3
36,6
457,0
379,7
77,3
Fuhrpark und
Transportgeräte
219,1
0,0
8,3
210,8
99,5
111,3
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.965,0
143,0
0,0
2.108,0
1.609,9 498,1
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
Anlagevermögen (TEUR)
AW Stand
01.08.12
Zugänge GJ Abgänge GJ AW Stand
12-13
12-13
31.07.13
AfA
kum.
Buchwerte
31.07.13
Immaterielle
Wirtschaftsgüter
441,1
49,6
0,0
490,7
314,1
176,6
Geringwertige
Wirtschaftsgüter "alt"
130,9
22,3
30,5
122,7
122,7
0,0
Geringwertige
Wirtschaftsgüter "neu"
132,5
0,0
0,0
132,5
114,9
17,7
Anlagen im Bau
11,9
61,9
0,0
73,8
0,0
73,8
Beteiligungen
3,0
0,0
0,0
3,0
0,0
3,0
Summen
6.281,0
704,3
85,6
6.899,7
4.809,8 2.090,0
Sonderposten für
Investitionszuschüsse
119,0
130,1
59,8
189,3
Die Abbildung weist die Anschaffungswerte zum 01.08.12 sowie die Veränderungen im
Geschäftsjahr 2012/13 (Zugänge und Abgänge) aus, aufgeführt werden weiterhin die
kumulierten Abschreibungen und die Restbuchwerte zum 31.07.13.
Die Entwicklung der Bilanzposition Sonderposten für Investitionszuschüsse wird am Ende der
Tabelle ausgewiesen.
Die Investitionen ins AV betreffen folgende größere Positionen:
Der größte Zugangsbetrag im Geschäftsjahr wird im Bereich Beleuchtungstechnik mit 278,1
TEUR ausgewiesen. Der vorhandene Bestand an Scheinwerfern und an Lichtsteuertechnik ist
zu weiten Teilen veraltet, ein großer Teil der vorhandenen
Schweinwerfer stammt noch aus den 1980er Jahren. Zur Erneuerung des Bestandes an
Scheinwerfern, Farbwechslern, Verdunklern wurde im Geschäftsjahr ein Betrag von 181,3 TEUR
investiert. Für die Teilerneuerung der Dimmertechnik wurde ein Betrag von 31,4 TEUR
aufgewandt, in die Neubeschaffung von Lichtstellpulten und Steuertechnik ist im Berichtsjahr
ein Betrag von 45,3 TEUR geflossen. Für weitere kleinere Beschaffungen wird ein Betrag von
20,1 TEUR ausgewiesen.
Im Bereich Audio-Videotechnik wurde insgesamt ein Betrag von 110,3 TEUR investiert, davon
wurde für 19 TEUR die Erweiterung der Mikroporttechnik durchgeführt. Weitere Beschaffungen
mit einem Gesamtbetrag von 26,5 TEUR betrafen die Anschaffung von 2 Videoprojektoren, für
19,9 TEUR wurde ein Digitales Mischpult beschafft, 12,8 TEUR wurden in einen digitaler
Videomixer investiert sowie für 12,8 TEUR 4 Digitale Audio-Workstation geordert. Für eine InEar-Monitoring Anlage wurden 9 TEUR aufgewandt, weitere Positionen mit Einzelwerten unter
5 TEUR betreffen kleinere Beschaffungen im Bereich Audio/Video mit insgesamt 10,4 TEUR.
Bei der Position Werkstattmaschinen wird ein Investitionsbetrag von 8,4 TEUR ausgewiesen,
als größter Zugang ist der Kauf einer Schweißmaschine für 6,9 TEUR in der Schlosserwerkstatt
zu nennen. Weiterhin wurden 4 Nähmaschinen für die Kostümwerkstätten beschafft.
Im Bereich EDV und Kommunikationstechnik wird unter den Zugängen EDV die Beschaffung
von 56 Standardrechnern, 9 TFT-Monitoren, 3 Notebooks, 1 Drucker und weiteres
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Jahresabschluss zum 31.07.2013
Kleinequipment mit einem Gesamtbetrag von 25,3 TEUR ausgewiesen. Für die Beschaffung
von 5 Handfunkgeräten und 1 Personenrufempfänger wurden 2,9 TEUR aufgewandt.
Im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung wird insgesamt ein Betrag von 143 TEUR als
Zugang ausgewiesen. Als größere Einzelpositionen werden die Zugänge von 4 Klimageräten
für 24 TEUR und die Beschaffung von Standard Bühnenbaumaterial für 28,6 TEUR
ausgewiesen. Weitere Zugänge betreffen Garderobenausstattung mit 19,9 TEUR,
Transportwagen mit einem Betrag von 16,3 TEUR, Ausstattung für die Interimsspielstätte mit
13,6 TEUR, den Kauf einer Hutmacherwerkstatt mit 10,3 TEUR und den Zugang von
Archivschränken im Wert von 7,4 TEUR. Weitere Beschaffungen betreffen Positionen im
Umfang von 22,9 TEUR mit Anschaffungswerten jeweils unter 5 TEUR.
Unter der Position Immaterielle Wirtschaftsgüter werden Investitionen in Höhe von 49,6 TEUR
ausgewiesen, davon wurden 25,3 TEUR für die Beschaffung von Arbeitsplatzlizenzen OfficePro und 13,2 TEUR für Netzwerkserverlizenzen aufgewandt. Weitere Zugänge betreffen
Lizenzen für Gebäudeleittechnik, Antivirus- und Backupsoftware und spezielle Software
Audio/Video.
Im Bereich der geringwertigen Wirtschaftsgüter wurde insgesamt ein Betrag von 22,3 TEUR
investiert.
Die Position Anlagen im Bau (AIB) weist als Zugang einen Betrag von 61,9 TEUR aus. Für
Planungsleistungen in Verbindung mit den Vorbereitungen zur Herrichtung der neuen
Spielstätte des Jungen Schauspielhauses am Standort Gaußstraße wurde ein Betrag von 12,1
TEUR aufgewandt. Für Planungsleistungen in den Bereichen Audio/Video und Beleuchtung
wurde ein Betrag von 44,2 TEUR gebucht. Für eine Anzahlung zur Beschaffung von
Bühnenbaumaterial werden 5,6 TEUR ausgewiesen.
1.4. Beteiligungen
Das Schauspielhaus ist am Rechenzentrum der Hamburger Staatstheater GbR beteiligt. Der
neue Gesellschaftsvertrag wurde in der Spielzeit 2007/08 geschlossen und sieht einen
Finanzierungsbeitrag des Schauspielhauses in Höhe von 26,5 Prozent der Aufwendungen vor.
Entsprechend der begleitend abgeschlossenen Leistungsvereinbarung erbringt das
Rechenzentrum folgende Dienstleistungen: das Hosting und die Administration von Servern
für die Personalkostenabrechnung, das Ticketsystem und die Finanzbuchhaltung sowie die
Administration der Netzwerkinfrastruktur einschließlich des Internetzugangs. In den Bereichen
Personalkostenabrechnung, EDV-Schulung und Programmierung sowie im
Projektmanagement werden weitergehende Dienstleistungen erbracht.
1.5. Personal- und Sozialbereich
1.6. Beschäftigte
Zum 31.07.2013 wurden nach Köpfen 370 Beschäftigte gezählt (im Vorjahr 369), davon waren
teilzeitbeschäftigt 69 mit festem Arbeitsvolumen und 45 mit flexiblem Arbeitszeitvolumen (im
Vorjahr 75 fest und 46 flexible). Die Angaben beinhalten nicht das Personal des
Rechenzentrums.
Der Anteil der weiblichen Beschäftigten liegt bei 44 %.
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Jahresabschluss zum 31.07.2013
1.6.1 Personalaufwand
Die Entgelte für Löhne und Gehälter lagen mit 13.802,9 TEUR um 216,6 TEUR über dem
Vorjahreswert von 13.586,3 TEUR. Ursache hierfür war der vollständige Verbrauch der
Urlaubsrückstellung.
Die sozialen Abgaben betragen mit 2.981,5 TEUR 21,6% der Entgelte.
Die Pensionszahlungen in Höhe von 669,0 TEUR machen 3,80 % der Personalaufwendungen
aus.
1.6.2 Leistungsorientierte Bezahlung (LOB)
Im Oktober 2012 wurde entsprechend der Betriebsvereinbarung zu § 18 TV-AVH
"Leistungsentgelt und Mitarbeitergespräch (Folgevereinbarung)" an 239 Mitarbeiter eine
individuelle Leistungsprämie für die individuelle Erfüllung ihrer Zielvereinbarungen in der
zurückliegenden Spielzeit 2011/12 ausgezahlt. 10 Mitarbeiter hatten an dem System der
leistungsorientierten Bezahlung nicht teilgenommen.
1.6.3 Arbeitszeit und Arbeitszeitflexibilität
Die durch den Umbau verlängerte spielfreie Zeit im Sommer 2012 drohte für das
Abendpersonal sowohl im Vorderhaus als auch bei den Ankleidern im Abenddienst mit
erheblichem Verdienstausfall und teilweise dem Verlust der sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigung einherzugehen.
Um dem vorzubeugen, schlossen die Betriebsparteien für das Vorderhaus eine
Betriebsvereinbarung, die es den Mitarbeitern ermöglichte, Arbeitseinsätze, die im Laufe der
Spielzeit erbracht wurden, in der spielfreien Zeit abzurechnen.
Die Betriebsparteien schlossen für die Ankleider eine Betriebsvereinbarung, die jedem
Ankleider monatlich einen festen Vergütungs-Betrag ermöglicht („Sockelbetrag“), dem eine
Anzahl zu leistender monatlicher Arbeitsstunden gegenübersteht. Dazu wurde die Vergütung
auf Stundenbasis umgestellt und die Erfassung der Arbeitseinsätze in der
Zeiterfassungssoftware (PEM) eingerichtet. Diese Betriebsvereinbarung bezieht die
Spielzeiten 2012/13 und 2013/14 mit ein.
Insgesamt 11 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hatten im Laufe der Spielzeit eine
Teilzeitvereinbarung abgeschlossen, die bei entsprechender Verteilung der Arbeitseinsätze
einen arbeitsfreien (Sabbat-) Monat während der durch den Umbau verlängerter spielfreien
Zeit ermöglichte; in einigen Fällen geht die Vereinbarung über die Spielzeit 11/12 hinaus.
Eine Altersteilzeitvereinbarung wurde während der Spielzeit 2012/13 von insgesamt vierzehn
Mitarbeitern in Anspruch genommen, von denen sich vier in der Arbeitsphase und zehn in der
Freizeitphase befanden, wobei einer während der Spielzeit in die Freizeitphase gewechselt ist
und fünf aus der Freizeitphase ausgeschieden sind.
In Elternzeit befanden sind im Laufe der Spielzeit zwischen 4 und 7 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.
1.6.4 Betriebliche Sozialleistungen
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Jahresabschluss zum 31.07.2013
Mitarbeiter, die dem Tarifvertrag TV-AVH unterliegen, erhalten eine Erwerbsminderungs- oder
eine Altersrente nach dem neuen Hamburgischen Zusatzversorgungsgesetz. Die Mitarbeiter
beteiligen sich mit einem steuerbefreiten Beitrag von 1,25 % ihres Bruttoeinkommens. Die
Berechnung des Anspruchs erfolgt nach der Betriebszugehörigkeit und dem Bruttoverdienst.
Die monatliche Ruhegeldzahlung ist von tariflichen Steigerungen im öffentlichen Dienst
abgekoppelt, sie erhöht sich jährlich um ein Prozent.
Für das künstlerische Personal wird die Rente nach den Bedingungen der Versorgungsanstalt
der Deutschen Bühnen geregelt. Die Pflichtbeiträge von 9% der Bruttogage werden jeweils zur
Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgebracht.
1.6.5 Zusätzliche Altersvorsorge
Das Deutsche Schauspielhaus hat für die Beschäftigten im TV-AVH einen Kollektivvertrag mit
der AMB Generali Pensionskasse AG abgeschlossen. Das ermöglicht jedem Mitarbeiter,
freiwillig im Rahmen der Entgeltumwandlung eine zusätzliche Altersversorgung aufzubauen.
Gleichzeitig haben auch die Mitarbeiter aus dem Bereich des NV-Bühne die Möglichkeit
erhalten, eine Entgeltumwandlung bei der Versorgungsanstalt der Deutschen Bühnen
vorzunehmen.
1.6.6 Aus- und Weiterbildung
Ausbildung:
In der Spielzeit 2012/13 wurden insgesamt 13 Auszubildende in folgenden Berufen ausgebildet:
Metallbauer, Damen- und Herrenschneider, Tischler, Fachkraft für Veranstaltungstechnik,
Theatermaler und Theaterplastiker.
Weiterbildung:
Weiterbildung wird in allen Bereichen durchgeführt. Neben Pflicht-Weiterbildungen anlässlich
der Einführung neuer Techniken oder aufgrund von Vorschriften werden laufend
weiterqualifizierende Schulungen und Workshops im EDV-Bereich (Office-Programme, CAD,
LOGA-Anwenderkreis) oder im Bereich der Führungskräfte-Entwicklung angeboten und
wahrgenommen. Zur fachlichen Weiterbildung dienten vor allem Besuche von Messen und
Ausstellungen. Die verlängerte spielfreie Zeit wurde intensiv für individuelle Weiterbildungen
im Rahmen von Bildungsurlaub und für Praktika genutzt.
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Jahresabschluss zum 31.07.2013
2. Darstellung der Lage
2.1 Vermögenslage
Der Wert des Treuhandvermögens ist um über 7,7 Mio. € gestiegen. Er beträgt zum Stichtag
17.562 TEUR (Vorjahr: 9.800 TEUR). Hier kommt zum Tragen, dass die Sanierungsmaßnahme
‚Erneuerung Bühnenmaschinerie’ in dieser Spielzeit weit vorangeschritten ist. Die Maßnahme
ist mit insgesamt 16,5 Mio. € budgetiert.
Der Wert des eigenen Anlagevermögens ist leicht gestiegen. Er beträgt 2.090 TEUR (Vorjahr:
2.016 TEUR). Die Abschreibungen in Höhe von 616,8 TEUR werden von den Investitionen in
Höhe von 704,3 TEUR übertroffen.
Die Forderungsintensität beträgt zum Stichtag 67,3 % (83,2 %). Sie ist gegenüber dem Vorjahr
stark gefallen.
Die sehr hohen Forderungen gegen die Gesellschafterin (65,2% der Bilanzsumme) dominieren
das Bild der Bilanz. Diese hohe Forderungsintensität ergibt sich daraus, dass bezüglich der
Pensionsverpflichtungen Rückgriffsforderungen gegen die FHH bestehen.
Seit dem Geschäftsjahr 2003/04 werden die Pensionsverpflichtungen vollständig unter den
Rückstellungen bilanziert. Die Rückstellung wird nach Gegenrechnung der Eigenanteile der
Arbeitnehmer als Forderung gegen die Gesellschafterin ausgewiesen.
Die Pensionsverpflichtungen betragen allein 65,0 % der Bilanzsumme.
Es wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 716 TEUR erwirtschaftet.
Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag erhöht sich deshalb auf 1.127,4 TEUR (411,2
TEUR).
Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet.
Durch die von der Gesellschafterin ermöglichte jederzeitige Abrufbarkeit des
Spielbetriebszuschusses und der Zusicherung, einen Vorgriff auf die Zuwendung des
Folgejahres zuzulassen, ist der Fortbestand der Gesellschaft gesichert.
Darüber hinaus hat die Gesellschafterin zugesagt, dass beabsichtigt ist, den Teil des
Fehlbetrages zu Beginn der Spielzeit 2013/2014 auszugleichen, der den Entscheidungen der
bisherigen Geschäftsführung zuzurechnen ist.
2.2. Finanzlage / Liquiditätslage
Die Gesellschafterin hat die laufende Zuwendung bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt.
Es kam im Berichtsjahr zu keinen wesentlichen Liquiditätsengpässen.
2.3. Ertragslage
Die Erträge belaufen sich, unter Berücksichtigung der Zuwendungen der FHH, auf 25.494,2
TEUR (Vorjahr: 25.565 TEUR) und konnten damit nahezu konstant bleiben.
Die Eigenerträge in Höhe von 2.855 TEUR haben den guten Vorjahreswert (4.476 TEUR) nicht
erreicht. Die um zwei Monate verkürzte Spielzeit, die reduzierte Platzkapazität des SPIELFELD,
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Jahresabschluss zum 31.07.2013
der Rückgang bei eigenen auswärtigen Gastspielen und bei den Spenden wirkten sich
entsprechend aus.
Die wichtigste Ertragsposition (88,8 %) stellen naturgemäß die Zuwendungen der FHH in Höhe
von 22.639,5 TEUR (21.088,8 TEUR) dar.
Die Spielbetriebszuwendung stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 808. Hierin enthalten ist
ein Sonderzuschuss für umbaubedingte Einnahmeausfälle in Höhe von TEUR 350 sowie die
Erstattung der Tariferhöhung in Höhe von TEUR 458. Der Anteil der Zuwendung an den
Gesamterträgen stieg daher um 6,3 Prozentpunkte.
Die nicht kassenwirksame Garantiezusage für die Rückstellung von Urlaubsansprüchen,
Sonderzahlungen und Pensionen steigt wiederum um 569,0 TEUR (174,9 TEUR).
Die Umsatzerlöse in Höhe von 2.063,6 TEUR (3.515,4) tragen nur noch einen Anteil von 8,1 %
(13,8 %) zu den Gesamterträgen bei.
Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein absoluter Rückgang in Höhe von 1.452 TEUR, der wie oben
schon erwähnt, der verkürzten Spielzeit und der besonderen Spielzeit auf dem SPIELFELD
geschuldet ist.
Auch bei den übrigen Erträgen, vor allem bei den Spenden, ist ein Rückgang zu verzeichnen,
sie belaufen sich auf 737,1 TEUR (934,9).
Der Kostendeckungsgrad (Eigenerträge/Gesamtaufwand) ist gegenüber dem Vorjahr auf den
historisch tiefsten Stand von 10,9 % (18,1 %) gefallen.
2.4. Aufwandslage
Die Aufwendungen belaufen sich auf 26.210,3 TEUR (24.798,2 TEUR).
Die Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um rund 1.412 TEUR gestiegen.
Wenn man die gesondert bezuschussten Sonderprojekte außer Acht lässt, verbleiben immer
noch ca. 900 T€, die zu erklären sind.
Die Personalkosten sind um rund 488 TEUR gestiegen.
Dieses Anstieg ist unter anderem verursacht durch die hohe Auflösung von
Urlaubsrückstellungen im Vorjahr und durch Schwankungen bei den Pensionsrückstellungen
(im Vorjahr Verbrauch, dieses Jahr Zuführung). Die reinen Zahlungen für Löhne, Gehälter und
Gagen sind nahezu identisch zum Vorjahr und das obwohl die Abbildung von Rückstellungen
für Abfindungszahlungen wegen des Intendantenwechsels (TEUR 316) hierin berücksichtigt ist.
Die Aufwendungen für Roh- Hilfs und Betriebsstoffe blieben erneut mit rund 443 TEUR auf
einem der niedrigsten Stände seit über 10 Jahren. Dieser gute Wert ist dem SPIELFELD
geschuldet, auf dem die Bühnenbilder der Produktionen nicht sehr üppig und auch ohne große
Szenenwechsel produziert wurden.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 295 TEUR
gestiegen. Hier schlagen im Wesentlichen die Vorbereitungskosten im Zusammenhang mit
dem Intendantenwechsel zu Buche.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um rund 80 TEUR gesenkt werden (die
Sonderprojekte außer Acht gelassen). Hier wurde insbesondere wegen der
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Jahresabschluss zum 31.07.2013
Sanierungsmaßnahme sehr kostenbewusst in den einzelnen Bereichen gearbeitet. Auch die
verkürzte Spielzeit schlägt hier z.B. im Bereich der Werbung zu Buche.
3. Hinweise auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung
Durch den Jahresverlust der Spielzeit 2012/13 in Höhe von 716,2 TEUR erhöht sich der
Fehlbetrag, der nicht durch das Eigenkapital gedeckt wird, auf 1.127,4 TEUR (Vorjahr: 411,2
TEUR). Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Fortbestand der Gesellschaft durch die
jederzeitige Abrufbarkeit des Spielbetriebszuschusses gesichert ist und die Gesellschafterin
darüber hinaus bereit ist, weiterhin einen Vorgriff auf die Zuwendung des Folgejahres
zuzulassen. Darüber hinaus hat die Gesellschafterin zugesagt, dass beabsichtigt ist, den Teil
des Fehlbetrages zu Beginn der Spielzeit 2013/2014 auszugleichen, der den Entscheidungen
der bisherigen Geschäftsführung zuzurechnen ist.
Aufgrund von Baukostenüberschreitungen und der HAVARIE während der
Bühnenturmsanierung wird das Ergebnis der Spielzeit 2013/2014 mit ca. 5 Mio. EUR belastet.
Über diesen Betrag besteht derzeit keine Kostendeckung.
3.1. Allgemeiner Risikobericht
Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Die Unternehmensentwicklung wird über eine rollierende jährliche Budgetplanung
vorgegeben. Die jährliche Planung wird durch eine mittelfristige Finanzplanung unterstützt.
Die Entwicklung von Aufwand und Erträgen wird fortlaufend durch die Geschäftsführung
überwacht und in den einzelnen Budgetbereichen gesteuert. Der Aufsichtsrat wird monatlich
über die aktuelle Entwicklung und das voraussichtliche Jahresergebnis informiert. Durch
dieses Verfahren ist sichergestellt, dass finanzielle Fehlentwicklungen rechtzeitig erkannt und
entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.
Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen
Zahlungsfähigkeit erfolgt eine fortlaufende Liquiditätssteuerung, welche permanent an
aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient.
3.2 Erträge
Die Spielzeit 2013/14 ist eine besondere Spielzeit in vielerlei Hinsicht. Der Bau des neuen
Bühnenturms bringt unvorhersehbare Risiken mit sich. Durch Bauzeitverzögerungen und der
Havarie am Eisernen Vorhang können die ursprünglichen Planungen nicht mehr umgesetzt
werden. Dadurch kommt es zu wesentlichen Einschränkungen im Spielbetrieb und
infolgedessen zu erheblichen Mindereinnahmen.
Dementsprechend geht die Planung für die verkürzte Spielzeit 2013/14 von deutlich
niedrigeren Umsatzerlösen aus, als die ursprüngliche Planung veranschlagt hat 2.364 TEUR
(1.835 TEUR).Der Wirtschaftsplan basiert auf Erlösen aus eigenen Vorstellungen in Höhe von
1.647 TEUR (Vorjahr: 1.295 TEUR).
Aufgrund der eingeschränkten Produktionstätigkeit ist zu erwarten, dass auch die
Nebeneinnahmen entsprechend wegbrechen.
3.2.1 Entwicklung der Zuwendung
Nachdem in den Vorjahren die Höhe des Betriebskostenzuschusses real gesunken ist, da
Tarifsteigerungen und Preissteigerungen nicht vollumfänglich kompensiert wurden, konnte
dieser Tendenz in der Spielzeit 2013/2014 durch eine deutliche Zuschusserhöhung
entgegengewirkt werden.
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Jahresabschluss zum 31.07.2013
Darüber hinaus werden einmalige Erhöhungen als Anschubfinanzierung für die Schaffung
eines neuen Repertoires berücksichtigt. Für die Bespielung des Malersaals, als kleine
Spielstätte, wird der Zuschuss um 1 Mio. EUR erhöht.
Für das Junge Schauspielhaus werden 750 TEUR für den Spielbetrieb budgetiert.
3.2.2 Personalaufwand
In der Spielzeit 2013/14 werden die Ausgaben für das künstlerische Personal deutlich steigen,
dies ist in erster Linie auf die Bespielung von künftig drei Spielstätten und die Stärkung des
Ensembles zurückzuführen. Darüber hinaus hatte die bisherige Geschäftsführung geplant, 1
Mio. EUR aus dem technisch-administrativen Bereich in die Kunst umzuschichten. Da sich
nach der Baumaßnahme das Haus in nur einem eingeschränkten repertoirefähigem Zustand
befindet, sieht die neue Geschäftsführung hierfür allerdings keinen ausreichenden Spielraum.
3.2.3 Sachaufwand
Besondere Risiken ergeben sich aus der Baumaßnahme Teilerneuerung der
Bühnenmaschinerie und die Erweiterung des Bühnenturms und der Havarie des Eisernen
Vorhangs. Die Baumaßnahme wird sich entgegen der Planung und Schätzung der bisherigen
Theaterleitung deutlich verteuern. Die erste Nachtrags- Bau- und Kostenunterlage geht von
Mehrkosten in Höhe von 3,74 Mio. EUR aus. Die Zusatzkostenliste geht derzeit von Mehrkosten
in Höhe von weiteren 3,7 Mio. EUR aus, wobei angemerkt werden muss, dass die
Baumaßnahme entgegen der ursprünglichen Planung noch nicht fertiggestellt ist.
Festzustellen ist ebenfalls, dass durch die Baumaßnahme akustische, klimatische und
repertoireeinschränkende Probleme entstanden sind. So wird der Spielbetrieb im Malersaal
bei gleichzeitiger Bespielung des Großen Hauses gestört. Akustische Störungen treten auch
auf der Bühne des Haupthauses auf, insbesondere durch Schallübertragung aus den
Treppenhäusern und angrenzender Funktionsräume.
Durch die Havarie des EV konnte die Baustelle nicht rechtzeitig übergeben werden. So konnte
der Spielbetrieb erst am 18.01.2014 beginnen. Dies führt einerseits zu deutlichen Mehrkosten
(Anmietung Ersatzspielstätten etc.) und anderseits zu erheblichen Mindereinnahmen
gegenüber der Ursprungsplanung. Der Vermögensschaden beläuft sich auf ca. 1,6 Mio. EUR
und der Bauschaden auf ca. 100 TEUR.
Für die in der Zusatzkostenliste ausgewiesenen Mehrkosten und die des Vermögensschadens
gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Kostendeckung. Das Risiko beläuft sich derzeit auf
ca. 5 Mio. EUR. Es wird davon ausgegangen, dass die Havarie durch Fremdverschulden
verursacht wurde; ob, wann und in welcher Höhe eine Schadenregulierung durch die
Versicherung der beteiligten Unternehmen erfolgt, kann noch nicht abschließend geklärt
werden. Auch nach der Bühnensanierung besteht weiter dringender Investitionsbedarf, zu
nennen sind insbesondere die statische Ertüchtigung der Ränge und auch die Sanitäranlagen
im Vorderhaus.
Darüber hinaus müssen gravierende Mängel aus der Baumaßnahme schnellst möglich
beseitigt werden um die Repertoirefähigkeit wieder herzustellen!
Hamburg, 06.02.2014
Peter F. Raddatz
Karin Beier
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
Bilanz
Aktiva
31.7.2013
EUR
31.7.2012
EUR
EUR
176.543,00
185.358,00
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten
67.974,00
120.931,00
2. Technische Anlagen und Maschinen
365.952,00
403.159,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.402.716,00
1.291.740,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
73.833,14
11.960,89
1.910.475,14
1.827.790,89
2.962,38
2.962,38
III. Finanzanlagen
Beteiligungen
2.089.980,52 2.016.111,27
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
164.276,42
198.383,30
2. Unfertige Erzeugnisse
82.089,81
38.218,62
3. Waren
555,90
3.859,73
4. Geleistete Anzahlungen
65.943,34
129.966,50
312.865,47
370.428,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR
0,00 (Vorjahr: TEUR 0) -
31.866,82
204.274,20
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
31.7.2013
EUR
2. Forderungen gegen Gesellschafter
31.7.2012
EUR
EUR
12.573.012,08
14.213.050,22
276.429,88
270.456,10
99.703,10
128.889,42
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR
11.458,87 (Vorjahr: TEUR 10.862) 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR
0,00 (Vorjahr: TEUR 0) 4. Sonstige Vermögensgegenstände
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR
44.144,58 (Vorjahr: TEUR 44) 12.981.011,88 14.816.669,94
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
und Schecks
2.609.551,79 73.801,31
15.903.429,14 15.260.899,40
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
160.889,75
128.763,14
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER
FEHLBETRAG
1.127.428,34
411.180,34
GESAMT AKTIVA
19.281.727,75 17.816.954,15
TREUHANDVERMÖGEN
17.561.702,40 9.800.053,80
Passiva
31.7.2013
EUR
31.7.2012
EUR
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
25.564,59
25.564,59
II. Verlustvortrag
-436.744,93
-1.203.685,53
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss
-716.248,00
766.940,60
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
1.127.428,34
0,00
411.180,34
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
31.7.2013
EUR
31.7.2012
EUR
EUR
189.340,00
118.981,00
B. SONDERPOSTEN AUS INVESTITIONSZUSCHÜSSEN
ZUM ANLAGEVERMÖGEN
Sonderposten aus öffentlichen Zuschüssen
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen
12.523.626,00
11.846.823,00
2. Steuerrückstellungen
32.950,00
12.200,00
3. Sonstige Rückstellungen
2.658.673,06 15.215.249,06 2.432.492,45
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
410.331,31
321.534,40
2.636.648,82
2.129.065,89
0,00
512.000,00
786.699,39
327.855,39
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR
410.331,31 (Vorjahr: TEUR 322) 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR
2.636.648,82 (Vorjahr: TEUR 2.129) 3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR
0,00 (Vorjahr: TEUR 512) 4. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR
768.528,56 (Vorjahr: TEUR 306) - davon aus Steuern: EUR 521.795,71 (Vorjahr: TEUR 196) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.910,86
(Vorjahr: TEUR 0) -
3.833.679,52
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
43.459,17
GESAMT PASSIVA
19.281.727,75 17.816.954,15
VERPFLICHTUNGEN AUS TREUHANDVERMÖGEN
17.561.702,40 9.800.053,80
116.002,02
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
Gewinn- und Verlustrechnung
2012/2013
EUR
2011/2012
EUR
1. Umsatzerlöse
2.063.558,29 3.515.393,86
2. Erhöhung/ VJ: Verminderung des Bestands an unfertigen
Erzeugnissen
43.871,19
-18.389,13
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
8.342,00
40.256,21
4. Sonstige betriebliche Erträge
23.376.645,06 22.023.675,26
- davon Erträge aus der Auflösung von Sonderposten: EUR
59.766,81 (Vorjahr: TEUR 77) 5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
442.908,72
432.791,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
2.358.259,44 2.062.989,35
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
13.802.920,06 13.586.257,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
3.784.561,66
3.512.659,55
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
616.835,13
619.398,95
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
4.566.889,73 3.960.925,03
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
1.798,05
4.060,47
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
620.335,00
618.708,00
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
-698.495,15
771.266,34
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
15.053,85
1.576,74
13. Sonstige Steuern
2.699,00
2.749,00
14. Jahresfehlbetrag/-überschuss
-716.248,00
766.940,60
- davon für Altersversorgung: EUR 803.027,59 (Vorjahr: TEUR
491) -
- davon Aufwendungen aus der Abzinsung: EUR 617.285,00
(Vorjahr: TEUR 619)
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
Anhang
1. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung
Der Jahresabschluss zum 31. Juli 2013 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des
Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages sowie
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.
Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB. Gemäß
Gesellschaftsvertrag und Anweisung der für die Vermögens- und Beteiligungsverwaltung der
Freien und Hansestadt Hamburg zuständigen Behörde sind bei der Aufstellung des
Jahresabschlusses jedoch die Vorschriften des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuches für
große Kapitalgesellschaften angewandt worden.
Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Bei Ansatz und Bewertung der
Vermögensgegenstände ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen
worden. Die Zahlungsbereitschaft der Gesellschaft ist durch die von der Freie und Hansestadt
Hamburg (FHH) als Gesellschafterin ermöglichte jederzeitige Abrufbarkeit des
Spielbetriebszuschusses – im Rahmen des Wirtschaftsplans – gesichert. Weiterhin ist die
Gesellschafterin darüber hinaus bereit, einen Vorgriff auf die Zuwendung der Folgespielzeit
zuzulassen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr grds. nicht
geändert.
Die Gesellschaft ist als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt (§§ 51 ff. AO). Die
Ausschüttung etwa erzielter Gewinne ist unzulässig; diese müssen vielmehr satzungsgemäß
verwendet werden.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Mit Wirkung vom 01. August 2003 gelten Investitionen in bewegliche Anlagegüter nicht mehr
als Ersatzbeschaffungen für das treuhänderische für die FHH gehaltene Anlagevermögen
(Treuhandvermögen), sondern gehen in das Eigentum der Gesellschaft über und werden als
eigenes Anlagevermögen ausgewiesen.
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Vermögensgegenstände des
Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer
Abschreibungen angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear unter Zugrundelegung
betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern von 2 bis 14 Jahren. Selbstständig nutzbare
Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert von netto nicht mehr als 410,00 EUR
werden als geringwertige Anlagegüter aktiviert und im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.
Sie werden fünf Jahre nach Zugang ausgebucht.
Das Finanzanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten bewertet.
Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 135 TEUR mit Festwerten
angesetzt worden. Die Neubewertung erfolgt im Dreijahres-Rhythmus. Die übrigen Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB bewertet worden.
Soweit Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten
Verwertbarkeit bzw. gesunkenen Wiederbeschaffungskosten ergeben, feststellbar waren, sind
sie durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Niederstwertprinzip ist beachtet.
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Jahresabschluss zum 31.07.2013
Die als unfertige Leistungen ausgewiesenen Arbeiten für Inszenierungen, die ihre Premiere
bzw. Wiederaufnahme in der folgenden Spielzeit haben werden, sind mit den direkt
zurechenbaren Materialeinzel- und Fremdleistungskosten bewertet. Nach erfolgter
Premiere/Wiederaufnahme werden diese im Aufwand erfasst.
Die Wertansätze der Forderungen aus Leistungen entsprechen ihren Nominalbeträgen.
Bonitätsrisiken sind durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Forderungen gegen Gesellschafter bzw. gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den
Nominalbeträgen angesetzt. Bonitätsrisiken sind durch entsprechende Wertberichtigungen
berücksichtigt.
In den Sonderposten aus Investitionszuschüssen werden erhaltene Finanzierungsmittel
eingestellt, soweit sie für aktivierte Vermögensgegenstände verwendet wurden. Der
Sonderposten wird korrespondierend zu den Abschreibungen der bezuschussten Investitionen
aufgelöst.
Die bilanzierten Pensionsverpflichtungen ergeben sich aus einem
versicherungsmathematischen Gutachten. Der Erfüllungsbetrag wird nicht wie in der
Vergangenheit nach dem steuerlichen Teilwert gemäß § 6a EStG, sondern nach der Methode
der laufenden Einmalbeiträge (sog. projected-unit-credit-Methode, ein Barwertverfahren der
erdienten Ansprüche) berechnet.
Für die Berechnung der Rückstellungen wurden folgende Rechnungsgrundlagen verwendet:
Rechnungszins:
4,93% (Vorjahr 5,09%)
Biometrische Grundwerte
„Richttafeln 2005“ von Dr. Klaus Heubeck
Alter bei Beginn der
Altersrente:
frühester Anspruch ab 63 Jahre
Gehaltstrend:
jährliche Steigerung in Höhe von 2,0% des Vorjahresgehaltes
(Vorjahr 2%)
Trend der laufenden
Betriebsrente:
jährliche Steigerung in Höhe von 1,0% der jeweiligen
Vorjahresrente (Vorjahr 1,0%)
Nach § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB sind Aufwendungen aus der Abzinsung in der Gewinn- und
Verlustrechnung gesondert (unter dem Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“
auszuweisen. Für das laufende Geschäftsjahr 2012/2013 betragen diese Aufwendungen bzgl.
des verwendeten Rechnungszinses 4,93% (Vorjahr 5,09%) TEUR 588.
Der Ausweis erfasst auch diejenigen Pensionsverpflichtungen, die vor dem 1. Januar 1987
erteilt wurden. Den Ausweis dieser so genannten Altzusagen hat die Gesellschaft in Ausübung
des Wahlrechts gemäß Art. 28 EGHGB vorgenommen.
Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des Betrags
passiviert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
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Jahresabschluss zum 31.07.2013
Das Schauspielhaus bilanziert Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus vereinbarten
Altersteilzeitarbeitsverhältnissen. Die Altersteilzeitverträge bestehen in Form des
Blockmodells.
Die gebildeten Rückstellungen berücksichtigen die Aufstockungsbeträge zur
Sozialversicherung und zum Mindestnettoverdienst, Abfindungen für den Fall sich ergebender
Rentenkürzungen und Erfüllungsrückstände. Erfüllungsrückstände bestehen, da das während
der Arbeitsphase gezahlte Entgelt niedriger als die vom Arbeitnehmer erbrachte
Gegenleistung ist. Während der Freizeitphase, in denen die Mitarbeiter entlohnt werden, ohne
eine Arbeitsleistung zu erbringen, wird die Rückstellung entsprechend wieder verbraucht.
Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgte in Übereinstimmung mit der
Stellungnahme zur Rechnungslegung des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW RS HFA 3). Die
Höhe der Rückstellung entspricht einer versicherungsmathematischen Berechnung auf Basis
der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Rückstellungen wurde der Barwert
der Verpflichtung angesetzt. Rückstellungen für potenzielle zukünftige Inanspruchnahmen
werden nicht gebildet.
Sämtliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
3. Erläuterungen zur Bilanz
Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel
verwiesen. Im Anlagenspiegel sind, ausgehend von den gesamten Anschaffungs- und
Herstellungskosten, die Zugänge, Abgänge und Abschreibungen des Geschäftsjahres
gesondert aufgeführt.
Die Beteiligung besteht an der Rechenzentrum GbR, Hamburg. Von der vorgesehenen
Gesamteinlage von 557.308,15 EUR entfällt auf das Schauspielhaus ein Anteil von 7.669,38
EUR (= 1,38%). Hiervon sind am Stichtag 31. Juli 2013 2.462,38 EUR eingezahlt.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen im Wesentlichen Bestände der Werkstätten, der
Maskenbildnerei, der Dekorationsabteilung sowie Programmhefte.
Bei den unfertigen Erzeugnissen handelt es sich um Arbeiten für Inszenierungen, die ihre
Premiere in der folgenden Spielzeit haben werden.
Die Waren betreffen zum Verkauf bestimmte CDs und T-Shirts.
Als geleistete Anzahlungen werden vor allem Honorare für Regisseure und freiberufliche
Mitarbeiter für Stücke ausgewiesen, die erst in der Folgezeit aufgeführt werden.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen vorausgezahlte Versicherungsprämien,
Wartungskosten, Beiträge sowie Produktionskosten der Spielzeitvorschau für das
Geschäftsjahr 2013/2014.
Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 14. Juni 2013 wurde der Jahresüberschuss 2011/2012 in
Höhe von 766.940,60 EUR mit dem bestehenden Verlustvortrag verrechnet.
Aus dem Spielbetriebszuschuss der Freien und Hansestadt Hamburg für die
Ersteinrichtungskosten der Interimspielstätte Gaußstraße für’s Junge Schauspielhaus in Höhe
von insgesamt 400 TEUR wurden 130.125,81 EUR zur Finanzierung eigenen Anlagevermögens
in der Spielstätte eingesetzt und in den Sonderposten aus Investitionszuschüssen eingestellt.
Korrespondierend zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegenstände wurde
der Sonderposten im Geschäftsjahr ertragswirksam aufgelöst.
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Jahresabschluss zum 31.07.2013
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
TEUR
Vorjahr
Urlaubsverpflichtungen
437,6
340,7
Altersteilzeitverpflichtungen
491,2
744,3
Jahressonderzuwendung
349,7
361,8
Abfindungen Intendantenwechsel, Rechtstreitigkeiten
349,2
0,0
Kostenumlagen des Rechenzentrums
240,0
220,0
Arbeitszeitkonten
125,2
146,3
Leistungsorientierte Vergütung Personal
177,8
158,5
Beitrag Pensionssicherungsverein
22,0
25,0
Ausstehende Nebenkostenabrechnung Sprinkenhof AG
180,4
184,5
Jahresabschluss-/Prüfungskosten
37,0
37,0
Rückbau Probebühnen, TÜV Auflagen
75,0
60,0
GEMA-Gebühren
108,8
99,7
übrige Rückstellungen
64,8
54,7
2.658,7
2.432,5
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit
bis zu einem Jahr. Als Sicherheiten bestehen nur die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der
Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie sonstigen Materialien.
4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
2012/2013 2011/2012
TEUR
TEUR
Zuwendungen der Freien und Hansestadt Hamburg (Spielbetriebszuschuss,
Deckungsgarantie für Pensionszusagen, Urlaubsverpflichtungen,zeitanteilige
Jahressonderzuwendung etc.)
zahlungswirksam
21.878
20.896
zahlungsunwirksam
762
193
Kostenerstattungen
420
548
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
2012/2013 2011/2012
TEUR
TEUR
Spenden, Sponsoring
35
87
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
60
77
Miet- und Pachteinnahmen
64
76
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen
69
30
Werbeeinnahmen
17
8
übrige Erträge
72
109
23.377
22.024
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen:
2012/2013 2011/2012
TEUR
TEUR
Gebäude- und Grundstückskosten
1.945
1.802
Verwaltungs- und Vertriebskosten
1.048
1.112
Sonderprojekte (im Wesentlichen Gebäudekosten)
685
207
Kosten auswärtiger Gastspiele
182
143
sonstige Kosten des künstlerischen Betriebes
134
166
Versicherungen, Beiträge, Gebühren, Prüfungs- und Beratungskosten
216
265
sonstige Personalkosten
185
156
Einstellungen in den Sonderposten für Investitionszuschüsse
130
70
Kfz-Kosten
42
40
4.567
3.961
Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen auf Überschüsse in wirtschaftlichen
Geschäftsbetrieben (15,1 TEUR).
Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um Kraftfahrzeugsteuer (2,7 TEUR).
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
5. sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.
Die am 31. Juli 2013 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3
HGB ergeben sich aus folgenden Rechtsverhältnissen:
fällig 01.08.2013 - 31.07.2014 fällig 01.08.2014 - 31.07.2018 jährlich fällig ab 01.08.2018
TEUR
TEUR
TEUR
Mietverträge 1.414
5.680
1.506
Gemäß Überlassungsvertrag vom 21. Januar / 30. März 1960 mit sechs Nachträgen sind der
Neue Schauspielhaus-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg, von der Freien und
Hansestadt Hamburg Grundstücke, Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zur
Nutzung überlassen worden.
Das jährliche Entgelt beträgt 36 TEUR (einschließlich Umsatzsteuer). Zum 31. Juli 2013 belief
sich der Gesamtbuchwert des treuhänderisch verwalteten Vermögens auf 17.562 TEUR.
Das Honorar für den Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 35 inkl.
Umsatzsteuer.
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne künstlerisches Personal) betrug 2012/2013
281 Personen.
2012/2013 Anzahl
Verwaltungspersonal
30
Technisches Personal
165
Hausverwaltung
23
Abendpersonal
38
Betriebsrat
2
Volontäre/Umschüler/Auszubildende
11
Raumpfleger/innen
12
281
Das künstlerische Personal bestand im Geschäftsjahr 2012/2013 aus durchschnittlich 71
Mitgliedern.
Die Gesamtanzahl der Arbeitnehmer gemäß § 285 Nr. 7 HGB beträgt 341 Personen.
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012/2013 stellt sich wie folgt dar:
Frau Prof. Barbara Kisseler, Senatorin der Kulturbehörde
Herr Hans-Heinrich Bethge, Senatsdirektor der Kulturbehörde
Frau Monika Maria Harries, Steuerberaterin
Herr Hartwig Lübbe, Rechtsanwalt
Frau Jana Marko, Kunsthistorikerin
Frau Dr. Antje Mattfeld, Rechtsanwältin
Frau Annette ter Meulen, Leiterin Beleuchtungsabteilung
Frau Dr. Susanne Mayer-Peters, Journalistin
Herr Günter Oppermann, Bühnenfahrtechniker
Herr Michael Prelle, Schauspieler
Herr Dr. Michael Trautmann, Geschäftsführer
Herr Dr. Ingo Zuberbier, im Ruhestand.
Die Amtszeit des Aufsichtsrats endet mit dem Beschluss über den Jahresabschluss 2012/2013
voraussichtlich im März 2014.
Die Sitzungsgelder für den Aufsichtsrat haben im Geschäftsjahr 2012/2013 TEUR 1,5 betragen.
Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr allein von Herrn Jack Fred Kurfess
(Geschäftsführender Intendant), Hamburg, wahrgenommen.
Gemäß HGB § 286 (4) unterlassen wir die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung an
dieser Stelle.
Den Geschäftsführern und den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden weder Vorschüsse und
Kredite gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.
Hamburg, den 29. November 2013
Neue Schauspielhaus-Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Peter F. Raddatz Kaufmännischer Direktor
Karin Beier Intendantin
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
Anlagenspiegel
Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.8.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge Umbuchungen 31.7.2013
EUR
EUR
EUR
441.109,13
49.418,90
0,00
0,00
490.528,03
1. Mietereinbauten
218.435,62
0,00
0,00
0,00
218.435,62
2. technische Anlagen und
Maschinen
846.835,87
40.231,68
0,00
0,00
887.067,55
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4.759.771,89 552.794,55 85.645,93 0,00
5.226.920,51
4. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
11.960,89
73.833,14
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte
II. Sachanlagen
61.872,25
0,00
0,00
5.837.004,27 654.898,48 85.645,93 0,00
6.406.256,82
2.962,38
2.962,38
III. Finanzanlagen
Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
6.281.075,78 704.317,38 85.645,93 0,00
6.899.747,23
Kumulierte Abschreibungen
1.8.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge 31.07.2013
EUR
EUR
255.751,13
58.233,90 0,00
313.985,03
1. Mietereinbauten
97.504,62
52.957,00 0,00
150.461,62
2. technische Anlagen und Maschinen
443.676,87
77.438,68
521.115,55
3. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
3.468.031,89 428.205,55 72.032,93 3.824.204,51
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
II. Sachanlagen
0,00
0,00
0,00
0,00
4.009.213,38 558.601,23 72.032,93 4.495.781,68
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
Kumulierte Abschreibungen
1.8.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge 31.07.2013
EUR
EUR
0,00
0,00
0,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen
0,00
4.264.964,51 616.835,13 72.032,93 4.809.766,71
Buchwerte
31.07.2013
EUR
31.7.2012
EUR
176.543,00
185.358,00
1. Mietereinbauten
67.974,00
120.931,00
2. technische Anlagen und Maschinen
365.952,00
403.159,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.402.716,00
1.291.740,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
73.833,14
11.960,89
1.910.475,14
1.827.790,89
2.962,38
2.962,38
2.089.980,52
2.016.111,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
II. Sachanlagen
III. Finanzanlagen
Beteiligungen
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie
Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Neue
Schauspielhaus-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom
1. August 2012 bis zum 31. Juli 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von
Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und
den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht
vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit
hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden
die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld
der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der
angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der
gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere
Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des
Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 17. Februar 2014
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Dr. Probst, Wirtschaftsprüfer
gez. zu Inn- u. Knyphausen, Wirtschaftsprüfer
Neue Schauspielhaus GmbH Hamburg
Jahresabschluss zum 31.07.2013
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat aufgrund mündlicher und schriftlicher Berichterstattung die
Geschäftsführung während des Geschäftsjahres 2012/13 überwacht. Der Aufsichtsrat hat den
Jahresabschluss 2012/13 und den Lagebericht der Geschäftsführung zur Kenntnis genommen.
Der Jahresabschluss ist ferner von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft
worden. Die Prüfungsgesellschaft hat der Gesellschaft einen uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Aufsichtsrat stellt fest, dass die Gesellschaft zum Stichtag 31.7.2013 bilanziell
überschuldet ist.
Das Ergebnis der Abschlussprüfung entspricht der Beurteilung des Jahresabschlusses durch
den Aufsichtsrat. Die Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu
wesentlichen Beanstandungen gegeben. Der Aufsichtsrat billigt den Lagebericht der
Geschäftsführung und den Jahresabschluss zum 31. Juli 2013.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterin,
- den Jahresabschluss festzustellen und der Geschäftführung für das Geschäftsjahr 2012/13
Entlastung zu erteilen,
- den im Jahresabschluss 2012/13 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR
716.248,00 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, 19. März 2014
Prof. Barbara Kisseler, Vorsitzende des Aufsichtsrates
Angaben zur Feststellung
Der Jahresabschluss wurde am 19. März 2014 festgestellt.
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