Presseinformation Forschungsförderung

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Verband der Hightech-Industrie
Stefan Diepenbrock
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Presseinformation vom 26.05.09
SPECTARIS: Optimierung der Projektförderung beschleunigt Innovationskraft der Hightech-Industrie
DIW econ-Studie liefert transparentes ökonomisches Verfahren zur Identifikation förderfähiger Zukunftstechnologien
Nach Ansicht des Branchenverbands für Optische Technologien, SPECTARIS, kann mit der Optimierung der staatlichen
Projektförderung die Innovationskraft der mittelständischen Unternehmen in Deutschland beschleunigt werden. „Die
Projektförderung hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass deutsche Unternehmen in vielen Bereichen weltweit
führend und das wir Exportweltmeister sind“, sagte SPECTARIS-Geschäftsführer Sven Behrens anlässlich der Vorstellung
einer Studie von DIW econ, dem Consulting-Unternehmen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zur
Forschungsförderung in Jena. Als Beispiel nannte er die Optischen Technologien. Gleichzeitig warnte Behrens davor, dass
die geplante Ausweitung der steuerlichen Forschungsförderung zu Lasten der Projektförderung gehen könnte: „Dann
überwiegt die Gefahr von Mitnahmeeffekten und der Zerstörung einer bisher erfolgreichen Netzwerkstruktur von Firmen,
Hochschulen und Forschungseinrichtungen zugunsten einer Gießkannenförderung.“
Im Auftrag von SPECTARIS hat DIW econ ein Verfahren entwickelt, mit dem förderfähige Zukunftsbranchen und –
technologien auf Basis objektiv messbarer, ökonomischer Erfolgskennzahlen identifiziert werden können. Damit liege ein
konkreter Lösungsvorschlag zu den bisher größten Schwächen der Projektforschung auf dem Tisch: Die Subjektivität bei der
Auswahl der zu fördernden Technologiefelder und die Transparenz des Entscheidungsprozesses. „Die Studie zeigt aber, wie
das Verfahren objektiver und besser nachvollziehbar gestaltet werden kann“, unterstrich Behrens. Mit einer so optimierten
Projektförderung werde man das Ziel der Stärkung der Innovationskraft des Mittelstandes eher erreichen als mit der
steuerlichen Forschungsförderung.
Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen sei die Projektförderung besonders interessant, weil ihnen die durch die
Förderung entstehenden Netzwerke Möglichkeiten bei der Forschung und Entwicklung, aber auch der Vermarktung der
Produkte eröffneten, die ihnen ohne diese Partnerschaften nicht zur Verfügung stünden.
Behrens verwies auf die bisherigen Erfolge der Projektforschung, die den Wissensstand in zentralen
Hochtechnologiebereichen vorantreiben. Vorrang haben dabei Forschungsverbünde zwischen wissenschaftlichen
Einrichtungen und Unternehmen. Oftmals seien gerade kleine und mittelständische Unternehmen nicht in der Lage, ihre
innovativen Ideen alleine technisch oder wirtschaftlich erfolgreich umzusetzen. So seien viele Forschungsprojekte die Wurzel
für spätere Kooperationen oder erfolgreiche Gemeinschaftsunternehmen. Auch dank der erfolgreichen Projektförderung
konnten etwa die Optischen Technologien Industrie in den vergangenen Jahren deutliche Zuwächse beim Umsatz und der
Beschäftigtenzahl verzeichnen.
Auch Dr. Michael Mertin, Vorstandsvorsitzender der JENOPTIK AG und SPECTARIS-Vorstandsmitglied setzt auf die
Projektförderung, wie das Beispiel CoOPTICS in Jena zeigt. Effizient eingesetzt sei sie ein geeignetes Mittel, um im
internationalen Wettbewerb zu bestehen. „Projektförderung kann schnell zu marktreifen Produkten führen und hilft gerade
aussichtsreichen Start-Up-Unternehmen oder neuen Technologien“, so Mertin.
Zur Optimierung der Projektförderung zählt nach SPECTARIS-Ansicht auch die stärkere Ausrichtung des bestehenden
deutschen Steuersystems auf wettbewerbsfähige Bedingungen für Forschung und Innovation. Ebenso bedürfe es mindestens
einer effizienteren Abstimmung der Programme und Ressorts des Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie sowie
der anderen zuständigen Ministerien. „Optimal wäre die Mittelvergabe aus einer Hand.“
Deutscher Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V.
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