René Descartes

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René Descartes
Geboren am 31. März 1596 in La Haye
-
Gestorben am 11. Februar 1650 in Stockholm
Ein Referat von Lisa Bartels, Tina Herzog, Virginia Luckwald, Ronja Ulrich und Anka
Thießen.
Fachlehrer: Herr Westensee
Fach: Philosophie
Zahl der Wörter: 6.271
1
Philosophiereferat über René Descartes
Inhaltsverzeichnis:
1.
Einleitung
Seite 4.
2.
Ausarbeitung von Anka Thießen/ Lisa Bartels
Seite 5.
2.1.
Leben
Seite 5.
2.2.
Werke
Seite 5. – 6.
2.3.
Die Vernunft nach der handelnden Wirklichkeit
Seite 6.
2.4.
Die cartesianische Methode
Seite 6. – 7.
2.5.
Das philosophische System und seine Teile
Seite 8.
3.
Ausarbeitung von Ronja Ulrich
Seite 8.
3.1.
Die erkenntnistheoretische Voraussetzung
Seite 8. – 10.
3.2.
Wissenschaftsentwurf und Zweifel
Seite 10.
3.3.
Erkenntnismetaphysik und Zweifel
Seite 11.
3.4.
Zweifel als Ausgangspunkt
Seite 11. - 12.
4.
Ausarbeitung von Tina Herzog
Seite 12.
4.1.
Die Grundgedanken der ersten Philosophie
Seite 12. – 13.
4.2.
Der erkenntnistheoretische Dogmatismus
Seite 13. – 14.
4.3.
Grundgedanken der Naturphilosophie
Seite 14. – 15.
4.4.
Die Psychophysik
Seite 15.
5.
Ausarbeitung von Virginia Luckwald
Seite 15.
5.1.
Provisorische und definierte Moral
Seite 15. – 16.
5.2.
Definierte Moral und Affektenlehre
Seite 16.
5.3.
Die Weisheit als Ziel der philosophischen
wissenschaftlichen Bemühungen
Seite 17.
5.4.
Meditation
Seite 17.
5.5.
Der böse Dämon
Seite 17. – 18.
6.
Ausarbeitung von Anka Thießen
Seite 18.
6.1.
Das Cogito
Seite 18.
6.2.
Der cartesianische Dualismus
Seite 18.
6.3.
Das Wachsbeispiel
Seite 18. – 19.
6.4.
Descartes Ansichten von Gott
Seite 19.
6.4.1.
Die Argumente der Zeichen
Seite 19.
6.4.2.
Der ontologische Gottesbeweis
Seite 19.
2
6.5.
Die materielle Welt
Seite 20.
6.6.
Die skeptische Phase
Seite 20.
6.7.
Die Kritiken an Descartes
Seite 20.
6.7.1.
Kritik am Zweifel Descartes
Seite 21.
6.7.2.
Kritik am Cogito
Seite 21.
6.7.3.
Der cartesianische Zirkel
Seite 21.
6.7.4.
Kritiken an den Argumenten an Gott
Seite 22.
6.7.5.
Der Fehler der Dualismuses
Seite 22.
3
1. Einleitung
Dies ist die Ausarbeitung des Referats über René Descartes und seine Erkenntnistheorie. Im
folgenden Text wird über sein Leben, seine Werke und seine Theorien erörtert.
Verfasst wurde die Ausarbeitung von Anka Thießen, Ronja Ulrich, Tina Herzog und Virginia
Luckwald. (Die Ausarbeitung des Textes von Lisa Bartels wurde wegen persönlichen
Gründen von Anka Thießen mitverfasst)
Gehalten wurde es von Ronja Ulrich, Tina Herzog und Anka Thießen am 11. Dezember
2008. (Wegen Krankheit fielen Virginia Luckwald und Lisa Bartels aus)
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2.1. Leben
René Descartes wurde am 31.03.1596 in La Haye, Frankreich geboren. Nach Beendung der
Jesuitenschule
(gegründet
von
einer
katholischen
Ordensgemeinschaft;
Lebensgemeinschaft von katholischen Männern und Frauen) studierte Descartes Jura. Nach
seinem Studium war Descartes in militärischen Diensten tätig, unter anderem auch - in der
ersten Phase des Dreißigjährigen Krieges - für den Habsburger Kaiser Maximilian I. von
Bayern und im Heer des niederländischen Statthalters Moritz von Nassau. Descartes ließ
sich im Jahre 1625 in Paris nieder. Ab 1630 lebte Descartes ,,in dem relativ freiheitlichen
Holland" ( Klassiker des philosophischen Denkens, S.156 ) 1649 bekam Descartes eine
Einladung von der schwedischen Königin Christine nach Stockholm um sie dort in
Philosophie
zu
unterrichten,
der
er
folgte
und
im
folgendem
Jahr
an
einer
Lungenentzündung, am 11.02.1650, starb.
(Vgl. http://www.oppisworld.de/zeit/biograf/descartes.html )
René Descartes war ein französischer Philosoph, Mathematiker und Naturforscher. Er gilt als
erster großer metaphysischer Systematiker. (Metaphysik ist ein Teilgebiet der Philosophie,
der sich damit befasst was die Ursachen oder Gründe für Strukturen und Prinzipien sind,
sowie mit dem Sinn und Zweck von Wirklichkeit) Descartes fühlte sich von mehreren
visionären Träumen, die er in der Nacht vom 10. auf den 11. November 1619 hatte, berufen,
sich mit der wissenschaftlichen Philosophie zu beschäftigen. ,,Es ist mir ein Licht einer
wunderbaren Einsicht aufgegangen", beschreibt Descartes sein Erlebnis.
2.2. Werke
In den Niederlanden befasste sich Descartes mit einem umfassenden System der
Metaphysik. Dazu gehören die Erkenntnistheorie (Frage nach dem Wissen und der
Rechtfertigung), die Methodologie (wissenschaftliche Vorgehensweise), die Psychologie, die
Mathematik und die Physik. 1628/29 verfasste er wahrscheinlich das Werk >Regulae ad
directionem ingenii<, in dem er die Methode der mathematisch-wissenschaftlichen
Erkenntnis reflektierte. Das naturphilosophische Werk >Le monde ou Traité de la lumiére<
hatte Descartes Anfang der dreißiger Jahre geschrieben, hatte es aber nicht veröffentlich, da
er fürchtete als Anhänger Galileis zu gelten. 1637 entschloss sich Descartes einen Teil
seiner Forschung zu veröffentlichen. Aus dem Bereich der Mathematik legte er die
Fundamente der analytischen Geometrie und aus dem Bereich der Optik. Diese waren die
Einleitung für sein Werk >Discours de la méthode<. In diesem Werk geht es nicht nur um
den methodologischen Entwurf von 1628/29, sondern auch um die Cartesianische
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Metaphysik.
Descartes war stets bemüht seine Originalität seiner Werke und seiner Gedanken zu
betonen, doch merkt man an seinen Texten, dass er sich von den Einflüssen seiner Umwelt
stark abhängig gemacht hat.
2.3. Die nach der Vernunft handelnden Wirklichkeit
Um die metaphysische Ausgangsfrage neu zu formulieren, geht Descartes von einer neuen
Orientierung aus, nämlich der von Wissenschaft und Philosophie.
Descartes war der Meinung, dass es bei Wissen nicht nur um des Wissens willen geht,
sondern auch um die praktische Bewältigung von Problemen, die nicht nur die
Arbeitserleichterung
durch
technische
Mittel
erreichen
wollte,
sondern
auch
die
Anwendbarkeit der Wissenschaft auf die materielle Wirklichkeit.
,,Problem der Selbstverwirklichung in einer moralischen Praxis unter der Leitung der
Vernunft."
Das bedeutet Wissen und Wissenschaft im wirklichen Leben vernünftig anzuwenden.
Descartes beschreibt die Ziele der Befreiung des Lebens von unnötigen natürlichen
Belastungen (Krankheit, Schmerz, Tod, und so weiter) als vernünftig. Er denkt, dass
Wissenschaft betrieben werden soll, um zu einer „, richtigen’ Lebensführung" zu gelangen.
Descartes sah die Wissenschaft als Mittel zu Realisation sozialer Ziele aber auf Grund seiner
konservativen Haltung war er kein Befürworter revolutionärer Gedanken. Außerdem trennte
er in der Wissenschaft Glaube und Wissen, wodurch der Wissenschaft viel mehr
Möglichkeiten
ermöglicht
wurden.
Descartes'
rationalistisches
Denken
wird
als
Cartesianismus bezeichnet.
2.4. Die Cartesianische Methode
Die von Descartes stammende philosophische Methode kommt von der analytischen
Methode der Mathematik und der Physik.
Die zu Descartes' Zeiten moderne Mathematik ähnelt der der antiken Mathematik. In der
Mathematik
des
17.
Jahrhunderts
wurde
zwischen
synthetischer
(das
heißt
unanzweifelbarer) und analytischer (zerlegbarer) Methode unterschieden.
,,Die analytische Methode dient als Beweis eines Satzes durch dessen Zurückführung auf
akzeptierte Sätze und seine Ableitung aus denselben."
Beispiele hierfür sind die von Johannes Kepler begründete Astronomie oder die Physik von
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Galileo Galilei.
In der Physik funktioniert die Analyse anders als in der Mathematik. Sie ist eine Methode der
Erklärungen und Anordnungen unter andere Gesetzmäßigkeiten.
Diese
analytische
Methode
führte
zur
aggressiven
Distanzierung
zwischen
den
Beobachtungen von Descartes und der aristotelischscholastischen Physik beziehungsweise
Naturphilosophie. ,,Man wollte physikalische Tatsachen nicht mehr mit Hilfe der Annahme
substantieller Formen, Potenzen, Kräfte oder ähnlichem erklären, sondern mit Hilfe der
Gesetze der Mechanik, das heißt letzten Endes mit Hilfe der Gesetze von Druck und Stoß."
Aus diesem Grund spielten die Stoßgesetze in Descartes Naturphilosophie eine wichtige
Rolle.
Descartes Ansicht war, dass dem menschlichen Geiste „Samen aller Erkenntnis“ beiwohnen.
Daher könnten wir die Wahrheit auch nicht finden, wenn wir sie nicht schon besäßen
würden, also wenn sie nicht in uns „eingeboren“ wäre. Damit ist allerdings nicht die
tatsächliche Geburt gemeint.
Descartes sah sich dazu veranlasst, die philosophische Methode zu modifizieren, da sie
nicht von der Methode der Mathematik oder Physik übertragen werden kann. Er beschränkte
diese Methode auf vier Grundregeln, die er im zweien Teil vom >Discours de la méthode<
festhielt. Seine erste Regel beschreibt, dass nur Sätze verwendet werden sollten, die wirklich
als unbezweifelbar gelten. In der zweiten Regel formuliert Descartes, dass komplexe
Probleme so zerlegt werden sollen, dass einzelne Teilbereiche des Problems durchschaubar
gemacht werden. Die dritte Regel greift die zweite auf und fordert, die einzelnen Teilbereiche
stufenweise zu klären und so zu einer Lösung zu gelangen und selbst dabei die Ordnung
beizubehalten. Die vierte Regel verlangt die Zusammenfügung der einzelnen Teilbereiche
des Problems zur Lösung des Gesamtproblems. Eine spöttische Bemerkung zu den Regeln
Descartes war: „Nimm, was du brauchst, tu, was du sollst, und du wirst erreichen, was du
willst!“ Diese Bemerkung ist sogar im weitesten Sinne korrekt.
Der Verdacht, dass seine Regeln anspruchslos seien bestätigt sich nicht, da sie ja auf das
Verfahren der Mathematik zurückzuführen ist. In der Mathematik ist es üblich Gleichungen
höheren Grades in Gleichungen niedrigeren Grades zu zerlegen und sie stufenweise zur
richtigen Lösung zusammenzufassen.
Um seine Methode im philosophischen Bereich anwenden zu können, müssen vor allem die
letzten beiden Regeln von Descartes respektiert werden. Dabei muss man evidenten Sätzen,
das heißt durchschaubaren Sätzen, folgen, und somit nicht evidente Sätze verwerfen.
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2.5. Das philosophische System und seine Teile
Descartes war der Meinung, dass die Grundlegung der Philosophie analytisch erfolgen
sollte, da er (eines Beweises weder bedürftigen noch fähigen) Axiome in der Philosophie fehl
am Platz sah. Diese Meinung äußerte er in seinem metaphysischen Hauptwerk
>Meditationen<.
Descartes sah die Wissenschaft als einen Baum, dessen Wurzel die Erste Philosophie
darstellte, der Stamm war die Physik (Naturphilosophie) und dessen Äste die Psychologie,
die Anatomie, die die Physiologie beinhaltet, und die Mechanik. Dieser Baum beschreibt, wie
die einzelnen Wissenschaften voneinander abhängen. Früchte kann man, wie bei jedem
Baum nur von den Ästen ernten, aber der Stamm und die Wurzel sind unfruchtbar
beziehungsweise nur indirekt.
Die Logik (Syllogistik) war an dem „Baum der Wissenschaft“ nicht vorhanden. Durch den
Transport der Logik können, auf Grund der logischen Konsequenzen der Prämissen, keine
neuen Erkenntnisse gewonnen werden. Auch die Mathematik hat laut Descartes keinen
Platz in seinem System und somit auch nicht an dem Baum, da die Mathematik „keine
Realwissenschaft“ ist. Nach Descartes’ Meinung aber, konnte man durch die Mathematik
neue Erkenntnisse gewinnen. Doch auch die Methodologie gehört nicht zu seinem System,
trotzdem behandelte Descartes seine Erkenntnistheorie im Rahmen der Methodologie. In
dem System können nur wahre, oder auf Grund ihrer Evidenz beziehungsweise ihrer
Durchschaubarkeit wahre Sätze als Bestandteil in Betracht gezogen werden. Das heißt, in
Descartes’ System können keine hypothetischen Sätze eine Rolle spielen. Descartes hat
selbst hypothetische Theorien aufgestellt, aber nur mit dem Vorbehalt, dass der
hypothetische Charakter verloren ginge, wenn die Erkenntnis gelingen sollte.
3.1. Erkenntnistheoretische Voraussetzungen
In der „Regel der Evidenz“ werden Sachverhalte in vernünftiger Anschauung erfasst. Die
Intuition ist undefinierbar, nur Indizien sprechen für die Definition „Klarheit“ oder
„Deutlichkeit“ .Diese Begriffe müsste man jedoch normalerweise auch einzeln definieren.
Die Intuitive Gewissheit (klare Gewissheit) kann zwei Arten haben:
 Betrifft die Tatsache, wie eine idealer Sachverhalt gegeben ist, zum Beispiel die
Mathematik.
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 Die Klarheit ist an die Bedingung
der fraglichen Beziehung gebunden. Somit
werden einfach Sachverhalte mit absoluter Evidenz erklärt, worauf dann Später
aufgebaut wird.
Die Zweite Intuition ist die Deduktive (Regel, Fall, Resultat). Descartes stellte diese Regeln
nicht auf, jedoch die Forderung aufstellt, das diese Ableitungen gesichert sein müssen.
Somit ist die Deduktion das zweite Verfahren der Erkenntnisbegründung, gegenüber der
Regel der Evidenz.
Die Erkenntnismetaphysik wird begreiflich, dass die Hauptaufgabe der Methode darin
besteht, die Sachverhalte zu ordnen und die Späteren dadurch begründet werden können.
Durch den Rückschluss auf einfache Sätze, kommt man zu Prinzipien, welche klar
verständlich und unbezweifelbar sind. Für die Herstellung dieser solcher Ordnungen ist die
Methode zuständig.
Die einfachen Naturen, welche nicht zum Denken vorgegeben sind, gelten als zufällige
Tatsachen ihres Gedachtseins oder Erkanntseins. Beispiele für einfache Naturen sind
Ausdehnung, Bewusstsein oder Existenz. Naturen können durch ihre Einfachheit jedoch nur
komplett oder gar nicht erfasst werden. Klare Sachverhalte haben ein klares Urteil. Ideale
Sachverhalte(wahre oder unveränderbare Naturen) entsprechen klaren Urteilen, die
wiederum klare Sachverhalte schildern.
Für Descartes ist die Klarheit die Einsicht des reinen Denkvermögens. Das reine
Denkvermögen basiert nicht auf Sinneseindrücke, sie sind Folge der Unabhängigkeit von
Prozessen Ideen zu bilden. Diese „Ideen“ werden eingeboren genannt (nicht wörtlich). Er
lehrte nur das Angebohrensein, dass heißt, dass wir diese Ideen ohne Beobachtungen
bilden können. Durch dieses bilden wird „gezeigt“, dass wir dieses Wissen vorher nicht
besaßen.
Die Charakterisierung legt Descartes auf das wahre Vermögen seinen Inneren, dadurch
spricht er von der Erleuchtung des Verstandes. In jedem wahren Urteil wird etwas Wahres
wahrgenommen. Wenn ein Urteil der Wahrheit nicht entspricht, so ist die Urteilsnötigung
nicht Grund zur Wahrheit.
Ideen des Denkvermögens und Wahrnehmungsideen sind „Abbilder“ von Tatsachen und
können als Bild der Dinge dargestellt wird. Die Zuordnung von Tatsache und Idee besteht
durch Erfahrungen und „Sensorium“, welche die Aufgabe der Einbildungskraft haben. Beim
wahrnehmen wirken geistliche und materielle Prozesse mit.
Direkte
Objekte
sind
Vorstellungsinhalte,
also
Ideen,
wobei
Sachverhalte
den
Vorstellungsinhalten zugeordnet sind und sich nicht erfassen lassen.
Alle Eigenschaften, welche wir über etwas aussagen können, sind ausnahmslos klar
begründet festgelegt. Bestimmungen, die sich genauer definieren lassen, sind räumliche
oder gedankliche Verhältnisse. Zum Beispiel räumlich: ein Quadrat oder gedanklich: das
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Gefühl. Diese begründete Festlegung gilt für Tatsachen der Natur, wie dem Wachsen oder
auch für Vorstellungsinhalte, die gedacht werden.
Descartes hat jedoch nicht ausdrücklich formuliert oder begründet und somit auch nicht
gezweifelt. Im philosophischen System kann an allem gezweifelt werden, jedoch hat
Descartes es nicht getan, da man es nicht muss.
3.2. Wissenschaftsentwurf und Zweifel
Durch Vernünftige Wissenschaftsentwürfe und notwendigen Wahrheiten ist das System aller
Erkenntnisse unbezweifelbar. Ein zweifelnder Satz kann kein Grundsatz sein, jedoch kann
man nicht alle Sätze auf Zweifel untersuchen. Descartes teilte dafür Sätze in Klassen ein.
Die am allgemeinsten gefasste Gruppe sind die Erfahrungsabhängigen Sätze:
Diese Sätze sind nur wahr, wenn die Wahrnehmung absolut zuverlässig ist. Die
Wahrnehmung kann allerdings durch beispielsweise das schließen der Augen beeinflusst
werden. Dann liegt zwar eine wahre Wahrnehmung vor, die jedoch durch die Beeinflussung
falsch ist. Beeinflussungen sind zum Beispiel Illusionen, Halluzinationen, Träume und
Ähnliches.
Beispiel: Menschen die halluzinieren, glauben eine wahre Wahrnehmung zu haben, jedoch
stimmt diese durch das halluzinieren nicht.
Das heißt, dass niemand wirklich sicher sein kann, eine zuverlässige Wahrnehmung zu
besitzen und somit kann man die wahrgenommenen Urteile anzweifeln. Descartes sagte
jedoch, dass die Urteile nicht falsch sind, sondern dass man die Sätze nicht auf ihre
Wahrheit verantworten kann und somit nicht als Grundsatz in Betracht kommen.
Apriorische Sätze: Diese sind Sätze, die unabhängig von Wahrnehmungen als wahr zählen,
wenn diese jedoch verflochten sind, kann man sie bezweifeln(zum Beispiel Mathematische
Sätze). Einfach Sätze dieser Art lassen sich nicht mehr bezweifeln. Die unmittelbare
Erkenntnis erfasst zwar die Sachverhalte, kann jedoch nicht begründet werden. Die
Gewissheit besteht zwar weiterhin, jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen dem
klaren Urteil und dem idealem Sachverhalt. Außerdem hat Descartes eine Metapher
eingeführt, dass der Mensch sich täuscht, sobald er glaub sich sicher zu sein. Der Zweifel
wäre dann auch an dem idealen Sachverhalt“ das Quadrat hat vier Seiten“ angebracht.
Zweifeln besteht nicht mehr nur darin eine wahrhafte Natur zu bezweifeln. So wie man nur
von Wissen reden kann, wenn der Satz etwas ausdrückt, was denkunabhängig ist. Durch
diesen Methodischen Zweifel werden Sätze, die keinen sachlichen Beweis haben nicht zur
Gruppe der Grundsätze gezählt. Somit ist ein Grundsatz nur ein klarer tatsächlicher gültiger
Satz.
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3.3. Erkenntnismetaphysik und Zweifel
Die Erkenntnis ist immer eine Idee, das zählt für die sinnliche Wahrnehmung und für die
Wahrnehmungsideen, welche unabhängig vom Denken Abbilder schaffen. Die tatsächliche
Gültigkeit ist weder klar noch vernünftig begründet, sodass sie im philosophischen System
nicht berücksichtigt wird. Die Aufhebung dessen hebt nicht nur unsichere Sätze auf, sondern
stellt auch tatsächliche Sätze in Frage.
Descartes bediente sich auch oft an dem Traum-Argument, welches aussagt, dass das
Wahrnehmen eine Art Traum ist. Das bedeutet, dass man etwas wahrnimmt, obwohl es nicht
vorhanden ist. Allerdings darf man nicht sagen, das alles was wir wahrnehmen, träumend ist.
Normalerweise könne wir zwischen Träumen und dem Wachzustand unterscheiden, jedoch
stellt sich die erkenntnistheoretische Frage, ob diese Wahrnehmungsideen wahr sind. Denn
es ist auch möglich, dass wir im Traum Wahrnehmungsideen haben, die realistisch sein
können, also weiß man nicht, ob die Wahrnehmungsideen etwas Denkunabhängiges
darstellen. Das Traumargument in Bezug auf Wahrnehmungsideen sollen Ideen des reinen
Verstandes bringen. Denn wenn wie Descartes beschreibt, ein böser Geist uns an allem
zweifeln lässt, dann wäre unser vernünftiges Denken also ein vernünftiger Traum zu deuten.
Der bezweifelte Erkenntnisinhalt soll bewirken, dass das normale Bewusstsein nicht wahr ist,
da es vorerst keine vernünftige Erklärung gibt. Die Ideen, die durch Tasten oder Hören
wahrgenommen werden, sind wahr, jedoch kann das Geschehene oder Gehörte bezweifelt
werden.
Der Zweifel soll die Wirklichkeit nicht widerlegen, sondern nur zu einer eingeschränkten
Wahrheit führen. Descartes hat den Zweifel nicht als Argument genutzt, sondern genau wie
andere Philosophen, die Wahrheit zu bezweifeln. Falls dies der Fall gewesen wäre, könnte
man nicht von sinnvollen Zweifel sprechen, denn zweifeln heißt sich nicht sicher zu sein, ob
eine Erkenntnis oder Irrtum wahr ist oder nicht.
3.4. Zweifel als Ausgangspunkt
Zweifel ist nicht nur zur Aussonderung der nicht sicheren Sätze vorhanden, sondern spiegelt
die nicht erkennbaren gründe des Seins wieder. Somit hat der Zweifel eine aussondernde,
zurechtweisende und planmäßige Funktion.
Wenn der Zweifel der Aussonderung und der Zurechtweisung als philosophisches Prinzip
ausscheiden, muss man vom tatsächlichen zum unsachlichen Bereich wechseln. Das
Vorhandensein von Bewusstseinsinhalten kann nicht bezweifelt werden und somit muss der
Satz, der dies ausdrückt, absolut sicher sein. Descartes erklärte „ich denke“ als
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unbezweifelbar und zur Vervollständigung des Satzes nutze er „etwas“, sodass der Satz „ich
denke
etwas“
lautet.
Da
das
gedachte
Charakter
einer
Idee
hat
und
Ideen
Bewusstseinsinhalte des Ich sind, kann der Satz „Ich denke etwas“ zu „ich bin“ übergehen.
Dieser Satz hat die Form eines Enthymems, die durch eine Voraussetzung zu einem
logischen Schluss führt.
Beispiel: Um denken zu können, muss man sein; ich denke, also bin ich.
Das oberste Prinzip sollte jedoch kein logisch-wahrer Satz sein. Er hat den Satz mit dem
verkürzten logischen Schluss sogar zurückgewiesen, obwohl das Prinzip nachträglich zu
einem logischen Schuss führt. Denn laut Descartes ein gegebener Satz nicht durch
Ableitungen zu einem logischen Schluss führt.
Der Erfahrungsgrad ist immer eine Idee und baut auf die deduktive auf, daher sah Descartes
die Ideen entweder als einen Modus des Denkens auf eine denkende Substanz oder eine
Wirkung des Denkens auf eine denkendes Subjekt an. Das gedachte „Etwas setzt ein
denkendes „Ich“ voraus, wobei das „Ich“ und der Denkinhalt unmittelbar erschlossen wird.
Der Satz „Ich denke, also bin ich“ soll die Einsicht des Denkens widerspiegeln.
Descartes hat an einigen Stellen nicht vom allgemeinen Denken, sondern vom Zweifel
gesprochen. Zudem hat er angedeutet, dass der Zweifel als Grundlage seiner Metaphysik
verstanden werden kann.
Der Zweifelnde bezweifelt, kann nicht bezweifelt werden. Am Zweifel kann normal nicht
gezweifelt werden, jedoch lässt Descartes dieses in einem Dialog zu. Denn nur unter der
Voraussetzung der Existenz kann man zweifeln und denken.
4.1. Die Grundgedanken der Ersten Philosophie
Descartes hat den Zweifel als festen und unbeweglichen Punkt, von dem dann die
Erkenntnis des Ich, Gottes und aller Dinge der Welt gewonnen/ entzogen werden. Der
Unterschied zwischen wahr und falsch muss bekannt sein, um zweifeln zu können und
zweifeln setzt voraus, dass es Wahrheit überhaupt gibt.
Ein zweifelndes Ich muss ein endliches Wesen sein, da es unendliches Wesen nicht zweifeln
kann, denn es weiß schon Alles.
Die Analyse der Selbstgewissheit ermöglicht die Explikation der nach Descartes stets
vorhandenen Gottesgewissheit.
Die Wahrheit besteht im Wesentlichen aus dem Sein, die Unwahrheit hingegen aus dem
Nichtsein.
Wären unkorrigierbare Urteile falsch, so hieße es, dass wir keine Möglichkeit ihrer
Berichtigung hätten und daraus folgern, dass wir unausweichlich falsch liegen würden mit
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unserem Urteil. Dies wäre mit unserer Teilhabe unseres Denkens am sein, also mit unserer
Wahrheitsfähigkeit, unverträglich, so dass wir annehmen dürfen, immer richtig zu urteilen,
solange wir mit unterscheidbaren Begriffen urteilen.
Der Irrtum im Bezug auf die Annahme der Abhängigkeit unserer Empfindungen von
Ursachen liegt außerhalb des Subjekts. Wir müssen daher die Existenz von etwas
annehmen, das Ursache unserer Empfindungen ist und das nicht von der Art des denkenden
Ich, somit materiell beziehungsweise räumlich ist, da auch das von ihm Verursachte, nämlich
die Empfindung, Wahrnehmung von räumlichem ist.
Ziele der Gotteserkenntnis und der Erkenntnis der Realdistinktion von Körpern und Geist
haben als Nebenziele zu gelten.
Gott wird als vollkommenes Sein dargestellt.
In der Cartesianischen Philosophie steht: Ich denke also bin ich / Cogito ergo sum.
Diesen Satz machte er zu ersten Prinzip seiner Philosophie.
4.2. Der erkenntnistheoretische Dogmatismus
Die Annahme, dass alles tatsächlich zum Wesen einer Art von Dingen gehört, was wir klar
und
distinkt
als
zu
ihrem
Wesen
gehörig
erkennen,
charakterisiert
den
erkenntnistheoretischen Dogmatismus nicht allein Descartes’, sondern des Rationalismus im
allgemeinen. Um diese Annahme Hervorheben zu können, muss festgestellt werden, unter
welchen Bedingungen eine dem Urteil zugrunde liegenden Idee die Bestimmungen der
Klarheit und Distinktheit hat.
Klarheit und Distinktheit sind primäre Bestimmungen von Ideen.
Descartes teilte in drei Klassen: Bewußtseinserscheinungen, Urteile und emotionale
beziehungsweise voluntative Phänomene.
Wegen dieser Gemeinsamkeiten glaubte Descartes schließlich, dass das Urteil als eine Art
Willensakt auffassen zu können.
Eine Idee ist laut Descartes klar.
Distinkt meint, Vorstellungen genau unterscheiden zu können. Beispiel: Vorstellung eines
Schmerzes ist klar, aber nicht distinkt. Druck- und Temperaturempfindungen sind hingegen
unterscheidbar und somit distinkt.
Klarheit ist unter Descartes Voraussetzungen ein psychologischer Begriff.
Descartes unterschied die Klassen von Ideen, in dem er sie als objektiv gültig auszeichnete
und sich dann erst über seine wesentlichen Charakteristika klar zu werden versuchte.
Distinkte Begriffe passen am besten auf mathematische Begriffe wie zum Beispiel Größe,
Zahl, Bewegung, Vorstellung oder Urteil.
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Der menschliche Geist ist nach Descartes durch sein Verhältnis zu Natur des göttlichen
Geistes bestimmt. Er sagte zwar auch, dass Gott die Natur des menschlichen Geistes
„geschaffen“ habe, aber man kann nicht übersehen, dass im Hintergrund seines Denkens die
Überzeugung von der Gleichheit aller (endlicher und unendlicher) geistigen Wesen steht.
Vom Intellekt Gottes hängen aber auch die Wesensformen der Wirklichkeit ab, so dass den
eingeborenen Ideen die Kernstücke der Dinge notwendig entsprechen und umgekehrt.
Korrespondenz von Ideen und Wirklichkeit hingen von der Annahme ab, dass Gott existiert.
Descartes versuchte die Existenz Gottes zu beweisen.
Descartes hatte aber am Ende Mühe „begreiflich zu machen, wie es überhaupt möglich ist,
dass wir auch irren können. Seiner Ansicht nach besteht die Gefahr, falsch zu urteilen, nur
dann, wenn wir auf Grund von Ideen urteilen, die nicht distinkt, somit verworren, oder nicht
einmal klar, somit dunkel sind. Der gegenüber den Ideen freie Wille führt unter Umständen
auch bei dunklen oder mindestens verworrenen Vorstellungen zum Urteilsakt, wobei das
Urteil wegen des Fehlers der Evidenz bestenfalls zufällig wahr ist.“
Gott garantiert gleichsam die Zuverlässigkeit unseres Urteilvermögens, weil er die
Übereinstimmung von distinkten Ideen und Wesen der Dinge begründet.
4.3. Grundgedanken der Naturphilosophie
Metaphysische
Sätze
sind
Sätze
über
Existenz
und
Wesen
Gottes
(über
die
Unveränderlichkeit des göttlichen Willens, über die Existenz denkunabhängiger materieller
Dinge und über deren Wesen), Verhältnis von materieller Wirklichkeit und Gott.
Ein wichtiger Satz ist dieser: Gott habe die Welt nicht nur erschaffen und dann sich selbst
überlassen habe, sondern dass er sie erhalte, dass heißt in jedem Augenblick von neuem
erschaffe.
Auf Grund der Vollkommenheit Gottes muss auch das göttliche Wollen vorkommen, dass
heißt konstant und invariabel sein.
Der Naturablauf sein vollkommen gleich und die Bewegungsmenge im Universum ändere
sich nicht.
Descartes lehnte die atomistische Konzeption der Materie ab.
Auf Grund des Satzes der Erhaltung des Bewegungsquantums ergab sich eine Formulierung
des Trägheitsprinzips, wonach jeder Gegenstand an seinem Platz verharrt, solange er nicht
irgendwelchen Einwirkungen ausgesetzt wird/ ist.
Kraft ist daher ein Begriff, der sich rein geometrisch definieren lässt.
Als Wesen physikalischer Körper gilt nur was sich von ihnen distinkt erkennen lässt und das
sind die mathematisch ausdrückliche Beziehungen.
Materie bedeutet Ausdehnung.
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Körper streben nach ihrem „natürlichen Ort“.
Es ist grundsätzlich nicht zulässig Dingen Eigenschaften (zum Beispiel rot) zuzuordnen, da
sich ihre Qualitäten nicht in Form von quantitativen Beziehungen darstellen lassen.
Dinge erscheinen nur auf Grund von physikalischen Reizen „rot“ und nicht auf Grund ihrer
mathematischen Struktur.
Wir können uns nur auf Grund der eindeutigen Zuordnung von Empfindungen in unserer
Umwelt zu Recht finden, und nicht auf Grund der Wesenserkenntnis.
Die Cartesianische Kosmologie hatte eine große Bedeutung für das 17.Jahrhundert.
4.4. Die Psychophysik
Die Bewegung der Reizgeister ermöglicht die Reizleitungen.
Unsere Nervenbahnen sind laut Descartes nur dünne Schläuche.
Unsere Psyche läuft rein physikalisch ab.
Descartes versuchte mit Hilfe einer grundlegenden Vermittlung den Zusammenhang
zwischen den fraglichen Bereichen zu erklären.
Wir Wesen, oder allgemein Wesen, sind dazu bestimmt gut zu handeln und nicht um
beispielsweise andere Personen umzubringen.
5.1. Provisorische und definitive Moral
René Descartes ging es nicht darum Wissen um den Wissenswillen zu erwerben, sondern
um des Nutzens der Menschheit. Außerdem meinte er dass es genüge richtig zu urteilen um
daraufhin auch richtig handeln zu können. Jedoch sah er dies nicht als Selbstzweck sondern
zum Zweck einer rationalen, (d.h. die Praxis, die auf die Ziele der Sicherheit, der
Zufriedenheit und dem allgemeinen Nutzen gerichtet sein sollten). Die provisorische Moral
nimmt Bezug auf den Zustand eines philosophierenden Bezuges. (der noch nicht über
metaphysisch gesichertes Wissen verfügt). – wenn ein System gesicherten Wissens zur
Verfügung steht, ist die provisorische Moral überwunden. Das heißt nicht das sie überflüssig
ist, bedeutet jedoch das sie ihren Charakter ändert. Sofern sich die Beziehung auf das
System des Wissens, die Bedingungen unter denen sie steht ändert. Es ist vernünftig ein
konformistisches,- angesichts übermäßiger äußerer umstände resignierendes Verhalten zu
empfehlen und bei unausweichlichen Entscheidungen Konsequenz in der Durchführung der
einmal getroffenen Entscheidung zu fordern; solange keine objektiven Gründe unter diesen
unsicheren getroffenen Entscheidungen sprechen. - Wenn die Orientierung des Handelns
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und des Verhaltens, an der eigenen Einsicht allein als angemessen scheint. Descartes hatte
eine Zurückhaltung (Vorsicht) in allen weltanschaulichen relevanten Fragen.
5.2. Definitive Moral und Affektenlehre
Descartes meinte bevor ein Mensch sich in die Philosophie eintreten will, muss derjenige
sich eine Moral bilden. Man verfügt vor der Vollendung eines Systems über eine Moral aus
dem Teil des Systems. Dies wurde von Descartes als letzte Stufe der Weisheit
charakterisiert. Außerdem stellte René Descartes sich die Weisheit als höchstes Gut dar.
Seine Erkenntnis als Fundament der Weisheit lautete: Gott existiert, alles hängt von Gott ab.
Unabhängig unseres Geistes von der Materie, Erkenntnis der Natur unserer Seele= Einsicht
in die Geschöpflichkeit. Diese Erkenntnisse erblickte Descartes darin, dass diese- Menschen
veranlassen Gott zu lieben und sich als Teil eines Ganzen und in Abhängigkeit von diesen
Ganzen zu sehen. René Descartes sprach von vier ethischen Grundwahrheiten: 1. Gott
existiert 2. Seele und Körper sind verschieden 3.Die Welt ist definitiv unendlich 4. Jeder
einzelne ist Teil einer Gemeinschaft (Familie, Staat,…) Er war überzeugt das ihm die Physik
bei der Begründung der Moral geholfen hatte. Außerdem ist Descartes von der Moral
zufriedener als von der Medizin, da diese nur Mittel für die Lebenserhaltung ist und die Angst
vom Tode nahm. Er meinte dass das Wesen (z.B. beim Menschen) in den festen Willen
besteht gut zu handeln. Die Tugend ist durch keinerlei intellektuelle Faktoren bedingt. Unter
den speziellen Tugenden stehen Unterwerfungen unter den Willen Gottes, die Einsicht in die
untergeordnete Bedeutung alltäglicher Vorgänge, der Altruismus, die Entschlossenheit, die
Generosität. Unterwerfungen unter den Willen Gottes bedeutet, dass die Tugend Erkennt,
dass der Mensch Teil des von Gottes erschaffenen Universums ist, das die Seele gottähnlich
(eine „Emanation“) der höchsten Intelligenz ist , dies entspricht der Liebe zu Gott. Die
Erkenntnis von der Unabhängigkeit des Ganzen führt zur Überwindung des Egoismus.
Descartes charakterisierte Unentschlossenheit als Mangel. Die Erkenntnisse sicherer und
bestimmter Urteile dienen zum Mittel der Herstellung des Gleichgewichts, was gefährdet ist,
wenn wir mit nicht genug begründeter Meinung handeln. Wenn wir der Meinung sind eine
Entscheidungsfrage etc. durchschaut zuhaben, so dürfen wir überzeugt sein, unsere Pflicht –
getan zuhaben.- so Descartes. Die Anpassung an die Meinungen anderer wird nicht
empfohlen, da hinter jeder eigenen Meinung etwas Intellektuelles steckt. Die Physik ist
Grundlage der Moral soweit diese auf Psychologie beruht. Psychologie unter den
Gesichtspunkten der praktischen Zielsetzung.
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5.3. Die Weisheit als Ziel der philosophischen wissenschaftlichen Bemühungen
René Descartes umfasste die Metaphysik (erste Philosophie) in: Erkenntnistheorie,
Metrologie, Naturphilosophie/Physik, Psychologie, Mechanik, Anatomie= Moral, Technik,
Medizin. Er meinte dass es leichter sei die Wissenschaften in ihrer Gesamtheit zu ergreifen,
als eine einzige Wissenschaft isoliert zu erlernen. Wichtig ist nicht das Einzelwissen, sondern
die Einsichtsfähigkeit im Allgemeinen. Weisheit- die Vernunftheit als Einheit der intuitiv
erkennenden wie der werteerfassenden Vernunft. Im Bezug auf das Verhältnis der Vernunft
zur Offenbarungsreligion, erlege er sich bewusst Zurückhaltung auf. Descartes Philosophie
wirkte weiter und kennzeichnete das rationalistische Denken vor allem des 18 Jahrhunderts.
5.4. Meditation
Die Meditation sollte seine Leser zum selbstständigen Denken bringen. René Descartes galt
als Vater der modernen Philosophie, da sein Buch Meditation großen Einfluss auf andere
Philosophen genommen hat. Er war überzeugt, dass wenn es nur Irrtum in seinem Denken
und vernünftige Prinzipien für den Erwerb der Überzeugung zum entdecken geben würde
entspricht dies der Grundlage für wissenschaftliche Verständnisse. -Seine Meditationen hatte
er 1640 in Frankreich geschrieben.
5.5. Der böse Dämon
René Descartes stellte die Frage, was wäre wenn es einen Dämon gäbe, der versucht das
zu täuschen, was wir verstehen und erfahren? Zum Beispiel wenn wir etwas sehen und
dieser Dämon eine Illusion hervorruft und diese für uns real wirkt. – 2+2=5, vielleicht hat
dieser Dämon einen Fehler bei den Vorgängen vorprogrammiert, dass wir so zu falschen
Ergebnissen kommen. Descartes meinte es könne sein das man jetzt grad in diesem
Moment getäuscht werden könnte. Heute brauchen wir stärkere Beweise für die Falschheit.
Der Dämon sei ein böser Geist. Mit dieser Meditation hatte Descartes versucht zu glauben
dass absolut alles bezweifelt werden kann. Jedoch hatte er eine zweite Meditation =
skeptische Argumente bis zur Grenze treiben, um zu zeigen das es einige Überzeugungen
gibt, an denen wir nicht mehr zweifeln können. Damit wollte er erreichen Skeptiker im
eigenen Spiel zu schlagen, indem man ein stärkeres skeptisches Argument vorstellt. Dies
sollte zeigen, dass es ihn nicht daran hindern würde zu einer Gewissheit zu kommen. Die
Gewissheit ist der Wendepunkt in der Philosophie. René Descartes sagte (lat.)cogito ergo
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sum (ich denke, also bin ich). In seinen Meditationen sagte er: ich bin, ich existiere, ist
notwendig wahr, so oft ich es ausdrücke oder in meinem Geist vorstelle.
6.1. Das Cogito
Das Cogito ist eines der ersten Grundsätze von René Descartes und wird auch als „cogito
ergo summiert“ bezeichnet, was so viel heißt wie „Ich denke, so dass ich existiere“. Es
beinhaltet, dass die eigene Existenz einen Menschen nicht täuschen kann, wie im
Gegensatz zu dem bösen Geist. Descartes glaubt, dass ein Mensch dann existier, wenn er
denkt. Zum Beispiel denkt ein Mensch er sei auf dem Mount Everest, ist aber in Wirklichkeit
nur in den Alpen Ski fahren. Dieser Mensch hat ein Vorstellungsvermögen, dass heißt er
denkt und somit existier er auch. Descartes war der Auffassung, dass alle Gedankten, die
ein Mensch besitz, egal ob sinnvoll oder sinnlos, anzeigen, dass der Mensch selbst existiert.
Es war ihm sehr wichtig, dass der Leser oder der Zuhörer ihn selbst nur an der Denkweise
erkennt und nicht an seinem Erscheinungsbild.
Descartes, so behauptete er, wäre ein denkendes Wesen, das darüber nachdenkt, ob der
Körper eines Menschen existiert, so wie wenn der Mensch denkt.
6.2. Der cartesianischer Dualismus
Der cartesianischer Dualismus ist die strikte Teilung von Geist und Körper. Er steht im
Gegensatz zu den verschiedenen Arten des Monismuses, welches ein Grundprinzip ist, auf
dass sich alle Ereignisse und Phänomene der Welt zurückführen lassen.
Descartes trennt den Körper von dem Geist, da der Geist als Hilfsmittel für das Denken, eher
existiert, als der Körper, der als Erscheinungsbild dient. Der Geist und der Körper arbeiten
miteinander, also interagieren zusammen, wobei einer von beiden, je nach Situation, eine
stärkere Wirkung aufweist als der Andere. Dieses bezeichnet man auch als Interaktionismus.
Der cartesianischer Dualismus entstand durch das rationale Denken René Descartes.
6.3. Das Wachsbeispiel
In diesem Beispiel Descartes´ geht es um ein Stück Wachs, das von einer Honigwabe
entnommen wurde, hart und kühl ist und noch nicht ganz den Honiggeschmack verloren hat.
Als das Wachsstück aber in eine brennende Kerze gehalten wurde, Verlor es den
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Geschmack und
die Farbe, die Form und die Größe veränderten sich. Es wurde flüssig und fühlte sich warm
an. Dieses Beispiel soll den Menschen klar machen, dass sich die Erfahrung bezüglich des
Wachses auf eine für uns unbekannte Art und Weise verändern kann. Dennoch bleibt das
Wachs immer noch Wachs. Der Rationalismus Descartes´ wird hierdurch deutlich. Der
Rationalismus besagt, dass wir mit Vernunft alle Erkenntnis von der Natur bekommen. Im
Gegensatz dazu steht der Empirismus, der die Ansicht vertritt, dass das Wissen von der Welt
über die Sinne erlangt werden muss.
6.4. Descartes Ansicht von Gott
Descartes hat eine konstruktive, also eine unterstützende, Sichtweise im Bezug auf die
Erkenntnis. Er versucht zu beweisen, dass Gott existiert und dieser uns nicht in die Irre
führen will. Dazu nutz Descartes die Argumente der Zeichen und den ontologischen
Gottesbeweis.
6.4.1. Die Argumente der Zeichen
Durch diese Argumente teilt Descartes mit, dass er eine Idee von Gott in seinem eigenen
Geist gefunden hat, die von irgendwoher kam. Er meint, dass jede Wirkung ebensoviel
Realität hat, wie die Ursache. Demnach sind alle Ideen, Wirkungen und Ursachen Gott.
Descartes hat die Vorstellung, Gott sei ein gütiges Wesen und gütige Wesen wollen
Menschen nichts Böses oder sie gar täuschen. Daraus schließt er, dass Gott existiert und
kein Betrüger ist. Descartes hat dadurch das Vertrauen gewonnen, dass alles was er
deutlich wahrnimmt, auch wahr sein muss. Diese Erkennung spielt bei seiner konstruktiven
Phase eine wichtige Rolle. Diese Phase ist die Phase zum beweisen der Existenz von Gott.
6.4.2. Der ontologische Gottesbeweis
Dieser Gottesbeweis steht nicht für ein Zeugnis, dass durch Sinne zustande kommt. Es geht
eher um die Analyse des Wortes "Gott". Descartes ist der Meinung, Gott ist ein höchst
vollkommenes Wesen und somit existiert Gott auch. Das bedeutet, dass Existenz nach
dieser Aussage die Vollkommenheit ist.
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6.5. Die materielle Welt
Nachdem Descartes bewiesen hat, dass Gott existiert und kein Betrüger ist, ist seine
nächste Aufgabe die materielle Welt wiederherzustellen.
Durch seine Ideen wächst seine Überzeugnis von der Welt. Sieht er zum Beispiel in der
Ferne ein Haus mit einem flachen Dach, hat er die Idee von einem Haus mit flachem Dach.
Descartes nimmt an, dass Gegenstände in der Welt existieren. Er kann sich aber mit dem
Dach des Hauses auch total geirrt haben und in Wirklichkeit ist das Dach spitzförmig. Dieser
Irrtum ist die optische Illusion. Descartes kommt zu dem Entschluss, dass durch die Existenz
Gottes die Gegenstände der materiellen Welt garantiert werden. Dennoch wäre es nicht klug,
jedes Zeugnis der Sinne einfach so hinzunehmen, da auch diese sich gelegentlich täuschen
können. Gott hat uns zwar Mittel geschenkt, um Urteile in über die Natur der Welt zu fällen,
aber es müssen die Objekte der Welt nicht genauso sein wie in unseren Gedanken. Wir
können uns in den Farben, den Formen und in der Größe von Dingen irren.
6.6. Die skeptische Phase
Descartes glaubt das wir, wenn wir träumen unfähig sind ein Traum zu erkennen.
Dennoch gibt es zwei Möglichkeiten die Träume von der Wachwelt zu unterscheiden. Das
erste wäre, dass unser Gedächtnis nicht die Fähigkeit hat, Träume so reell zu gestalten und
zu verknüpfen wie im Wachleben.
Die zweite Möglichkeit ist, dass in Träumen oft Wesen vorkommen, die es im wirklichen
Leben nicht gibt. Zum Beispiel sehe ich einen Mann von einem Hochhaus springen und kurz
vor dem Aufprall verwandelt er sich in einen Vogel und fliegt davon. Bei diesem Beispiel
weiß ich, dass es ein Traum ist.
6.7. Die Kritiken an Descartes
Es gibt viele Kritiken an den Theorien von Descartes. Bei diesen Kritiken stimmen Kritiker
der Philosophie nicht mit der Aussage und der Meinung Descartes überein.
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6.7.1. Kritik am Zweifel Descartes
Bei der Zweifelmethode Zweifelt man alles an, was nur bezweifelt werden kann. Nicht so bei
Descartes. Er zweifelt nicht, dass er geträumt hat oder dass ihn seine Sinne getäuscht
haben. Er verlässt sich ganz und gar auf die genaue Art seines Gedächtnisses. Das einzige
an was er je gezweifelt hat, waren nur Zweifel, die ihm auch möglich waren zu bezweifeln.
6.7.2. Kritik am Cogito
Eine starke Kritik die an dem Cogito verübt wurde war, dass Descartes niemals zu
begründen versuchte, warum alle Gedanken auch einen Denker haben musste. Diese Kritik
meint, das Descartes aus diesem Punk das Ergebnis eines logischen Schlusses formte.
Zitat: Alle Gedanken haben Denker. Es gibt jetzt hier Gedanken. Der Mensch dieser
Gedanken existiert.
6.7.3. Der cartesianische Zirkel
Descartes sichert sich durch das Cogito die eigene Existenz, dann kommt er zu seinem
Projekt der Erneuerung, das sich auf zwei Grundlagen beruht. Zum einen ist es die Existenz
des gütigen Gottes und zum andern ist es dich Aussage, dass alles was deutlich und klar zu
sehen ist auch wahr ist. Viele sind mit dieser Theorie Descartes über die Existenz nicht
einverstanden. Er spricht von klaren und deutlichen Ideen, wenn er über Gott und dessen
Existenz philosophiert. Demnach setzt er die Existenz von Gott voraus, wenn er über diese
Ideen argumentiert. Aber trotzdem sind die Gottesbeweise weitgehend zutreffend, da es
nicht möglich ist, ein Argument zu beginnen ohne die jegliche Idee von Gott. Dennoch beruht
sich die Aussage auf der Voraussetzung, dass der gütige Gott existiert und uns niemals
systematisch täuschen will. Aus diesem Grund sind diese Argumente zirkulär. Dieses fiel
schon Descartes Zeitgenossen in seinem Projekt auf. Heutzutage ist dieses Projekt als
cartesianischer Zirkel bekannt. Für Descartes gibt es nur einen Weg dieser Kritik zu
entkommen, in dem er eine alternative oder eine unabhängige Rechtfertigung für seinen
Gottesglauben finden würde. Trotzdem behalten seine Argumente und sein Cogito die Kraft
gegen den Zirkeln anzutreten.
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6.7.4. Kritiken den Argumenten an Gott
Als erster Kritikpunkt liegt vor, dass Descartes davon ausgeht, dass wir alle eine Idee von
Gott in uns haben. Kritisch gesehen könnten wir auch die Idee in der Jungend bekommen
haben. Die zweite Kritik beinhaltet, dass im Zeichenargument mindestens genauso viel
Realität in der Ursache sein, wie auch in der Wirkung.
Der ontologische Gottesbeweis erscheint den Kritikern eher als eine Art von Trick, um Gott
durch eine Definition darstellen zu lassen. Im Gegensatz zu Descartes, der die Existenz als
eine Eigenschaft wie gütig oder freundlich ansieht, ist sie nach Meinung der Kritiker eine
Bedingung der Eigenschaften.
6.7.5. Der Fehler des Dualismuses
Beim Dualismus stellt sich die Frage, wie es möglich ist eine Interaktion zwischen einem
immateriellen Geist und einem physischen Körper zu schaffen. Die einfache Theorie, mit nur
einer Art von einer Substanz ist logischer zu erklären, als die dualistische Theorie, die zwei
Arten von Substanzen beinhaltet. Dennoch ist diese Aufgabe, die Natur des menschlichen
Bewusstseins zu klären, eigentlich unmöglich.
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