Die Pressefreiheit in Spanien

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Die Pressefreiheit in Spanien
Ingrid Schulze
Schneider
“Comparing Media Systems”
Daniel C. Hallin und Paolo Mancini
Spaniens Modell:
Ein “polarisiertes pluralistisches System”.
- Politisch gebunden durch historische
Entwicklungen im 19. Jahrhundert
- Kein Übergang zu liberaler Marktwirtschaft
Bürgerkrieg und
Diktaturen im 20. Jahrhundert
z
1923-1930 General Primo de Rivera
z
1936-1939 Bürgerkrieg
z
1939-1975 Diktatur Francos
Transition 1975-1978
z
z
Künstlicher Medienmarkt
Benutzung der Zeitungen als politische
Sprachrohre
Langsamer Abbau der alten offiziellen
Medien und des Pressegesetzes von 1966
z
Pressegesetz von 1978
Artikel 20 garantiert Freiheit der Sprache und der
Schrift
z Kritik am Wortlaut, da das Gesetz keinen
Unterschied macht zwischen dem Recht der Bürger,
Information zu erhalten und den professionellen
Rechten und Pflichten der Journalisten, Information
zu suchen und zu verbreiten.
Kritik an den Paragraphen über Schutz der privaten
Sphäre.
z
z
Journalisten Statut
z
2004 – Vorlage eines Entwurfes für ein Statut
des professionellen Journalisten dem
Parlament vorgelegt.
z
Politische Gruppen und Medienkonzerne
sperren sich gegen die parlamentarische
Besprechung des Entwurfes.
Erklärung über die Freiheit der
Sprache
Madrider Presseverband 1. April 2006:
z Anklage gegen den Opportunismus einiger
Verleger
z Anklage gegen die Missbräuche beim
Einstellen von Personal
z
Konflikte von Interessen, die die
journalistische Arbeit konditionieren:
Autozensur
Erklärung über die Freiheit der
Sprache
z
Maßnahmen der Regierung und der MedienHerausgeber, die Medien als
Propagandamittel für Personen oder
politische Parteien benutzen.
z Ausgabe von Lizenzen nach politischen
und/oder ideologischen Kriterien
z Beliebige Disqualifikationen und
Beschuldigungen gegen Medien und
Personen
Forderungen der Journalisten
Eine feste Verpflichtung, die Freiheit der
Sprache und der Kritik zu wahren und die
freie Ausübung des beruflichen Journalismus
zu schützen im Einklang mit den ethischen
Erfordernissen und einer guten Praxis.
z
Die Erfüllung aller Arbeitsregeln, keine
Lohnmissbräuche und eine stabile Arbeit.
z
Kritik am Journalismus
Gemäß dem Jährlichen Report des beruflichen
Journalismus 2006 leiden die spanischen
Medien an zwei hauptsächlichen Übeln:
z
Sensationalismus der “rosa” Presse
z Politische Gebundenheit
Heikle Themen
z
z
Terroristengruppe ETA
Al Qaeda und der islamistische Terror
z
Das spanische Königshaus
Behinderte Pressefreiheit
z
Katalonisches autonomisches Gesetz für
audiovisuelle Medien gewährt dem Staat
zuviel Macht (Lizenzentzug, hohe
Geldstrafen etc.)
Negativer Faktor
z
z
Index per 1000 Einwohner liegt bei 98 Zeitungen
Resultat:
Ständiges Angebot von anderen “Werten”: Bücher,
CDs etc. um den Verkauf zu steigern.
z Wenig Chancen für unabhängige Journalisten
Niveau der Pressefreiheit
laut Reporter ohne Grenzen
z
z
2006 – Spanien auf Platz 41
Deutschland auf Platz 23
Im Ganzen gesehen gehört Spanien zu den
Ländern, deren Situation als “satisfactory”
bezeichnet wird.
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