Gesunde Ernährung

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FWU – Schule und Unterricht
DVD 46 02523
19 min, Farbe
FWU-Klassiker
Gesunde Ernährung
FWU –
das Medieninstitut
der Länder
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Lernziele – nach Lehrplänen und Schulbüchern
aus Milch, Vollkornprodukten, Obst, Gemüse,
Kartoffeln, pflanzlichen und tierischen Ölen
und Fetten, Seefisch und – in mäßigen Mengen – Fleisch zusammensetzt. Unter der Voraussetzung, dass der erforderliche Bedarf
an lebensnotwendigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen gedeckt ist, sollte
dem Verlangen von Kindern und Jugendlichen nach Süßigkeiten, Knabberzeug und
Fastfood ein Platz eingeräumt werden.
Grundlagen einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung kennen lernen; Inhaltsstoffe von Lebensmitteln nennen und deren
Funktion für den menschlichen Körper
erkennen können.
Vorkenntnisse
Für das Verständnis des Films sind keine weiteren Vorkenntnisse erforderlich.
Nährstoffe
Um die lebenswichtigen Funktionen (Stoffwechsel, Bewegung, Wachstum, Regeneration) ausüben zu können, muss der menschliche Körper Nährstoffe aufnehmen. Nährstoffe werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Es gibt
Energie liefernde Nährstoffe (Kohlenhydrate,
Eiweiße und Fette), die dem Körper in unterschiedlicher Weise als Energielieferant oder
als Bausubstanz dienen. Und es gibt nicht
Energie liefernde Nährstoffe (Mineralstoffe
und Vitamine), die für lebenswichtige Vorgänge im Körper notwendig sind.
Nahrungsenergie wird dem Körper durch
die Nährstoffe der Lebensmittel zugefügt.
Durch Umwandlungsprozesse wird diese
Nahrungsenergie in andere vom Körper benötigte Energieformen transformiert. Dabei
benötigt der Mensch abhängig von Geschlecht, Alter, der körperlichen Aktivität
und dem Körpergewicht eine unterschiedlich hohe Energiezufuhr. Die Richtwerte für
den Tagesenergiebedarf von Kindern im Alter zwischen 10 und 12 Jahren liegen bei ca.
2150 kcal für Mädchen und 2250 kcal für
Jungen. In einer wissenschaftlichen Veröffentlichung der DGE vom April 2000 wird für
zukünftige Energiezufuhrempfehlungen
zum Grundbedarf ein physical activity level
(PAL) hinzugerechnet.
Zum Inhalt
Die drei Jugendlichen Nicole, Anna und Manuel erhalten den Auftrag, sich mit dem
Thema „gesunde Ernährung“ auseinanderzusetzen. Sie kaufen im Supermarkt ein,
ordnen die Lebensmittel nach ihren Brennwerten und Inhaltsstoffen, also Kohlenhydraten, Proteinen, Fetten und Vitaminen
und Mineralstoffen. Schließlich kochen sie
gemeinsam ein Mittagessen. Eine Stimme
aus dem Off begleitet die drei Kinder bei ihren Aktivitäten, gibt zusätzliche Informationen und Ratschläge für eine ausgewogene
Ernährung.
Ergänzende Informationen
Eine gesunde Lebensführung, zu der neben
körperlicher Bewegung unbedingt auch eine
ausgewogene Ernährungsweise gehört, erlangt immer mehr Bedeutung. Zu den Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche zählen Information und Motivation zu
einer Nahrungszusammenstellung, die den
Mangel an Nährstoffen ebenso vermeidet
wie die überschüssige Zufuhr von Kalorien.
Grundlage der Ernährung sollte eine abwechslungsreiche Mischkost sein, die sich
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Energie liefernde Nährstoffe
Kohlenhydrate stellen die wichtigste Energiequelle dar. Aus ihnen gewinnt der Mensch
in erster Linie die Energie, die er für körperliche und geistige Leistungen braucht.
Bestimmte Gewebe sind obligat auf Kohlenhydrate angewiesen (Gehirn, rote Blutkörperchen, Nerven). Die Kohlenhydrate liegen
in der Nahrung als Zucker (z.B. Monosaccharide: Glucose, Fructose; Disaccharide: Maltose und Saccharose) und als Stärke (Polysaccharide) vor.
Auch die Ballaststoffe in pflanzlichen Lebensmitteln, die die Funktionsfähigkeit des Darmes aufrechterhalten, sind Polysaccharide.
Enzyme, kontraktile Proteine, Schutzproteine, Speicherproteine, Strukturproteine und
Transportproteine. Sie werden z. B. für den
Zellaufbau und das Muskelwachstum, für
den Transport von Sauerstoff im Blut und
für das Immunsystem benötigt. Proteine
müssen dem Körper über proteinhaltige
Nahrungsmittel zugeführt werden, da Eiweiße nicht aus Kohlenhydraten oder Fetten
aufgebaut werden können.
Fette sind Energieträger mit hoher Energiedichte und liefern pro Gramm doppelt so
viel Energie wie Eiweiße oder Kohlenhydrate (ca. 9 kcal/g). Nahrungsfettsäuren dienen
je nach Kettenlänge und Struktur der Energieversorgung, dem Aufbau und der Aufrechterhaltung der Organfunktionen. Nahrungsfette haben durch eine lange Verweildauer im Magen einen hohen Sättigungsgrad, dienen als Energiespeicher im Fettgewebe sowie als Isoliermaterial (Wärmeschutzschicht unter der Haut und Schutz
der inneren Organe vor Stößen). Außerdem
ist Fett Träger essenzieller Fettsäuren und
fettlöslicher Vitamine. Da Fette sehr viel
Energie enthalten, sollte man sie sparsam
verwenden, aber keinesfalls ganz weglassen.
Kohlenhydrate in Form von Zucker sind in
Haushaltszucker, Honig, Marmeladen und
Limonaden enthalten. Stärke findet sich z.B.
in Getreideprodukten. Oft ist Zucker auch in
Lebensmitteln versteckt, in denen man ihn
gar nicht vermutet – z. B. im Ketchup (ca.
30 % Zuckeranteil), in Fertigprodukten oder
Essiggurken. Aus diesem Grund wird empfohlen, den Kohlenhydratbedarf überwiegend aus stärkehaltigen Produkten (Vollkornbrot, Müsli) zu decken, die zudem einen
höheren Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen aufweisen. Da
Kohlenhydrate den Mundbakterien als Nahrungsgrundlage dienen, sollten die Zähne
zum Schutz vor Karies nach jedem Genuss
von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln –
vor allem Zucker – geputzt werden. Die Annahme, Zucker sei ein „Vitamin-Räuber“,
konnte durch die Wissenschaft widerlegt
werden.
Sowohl Fette als auch Kohlenhydrate und
Eiweiße sind keine einheitlichen einfachen
Stoffe. Für die einzelnen Aufgaben im Körper gibt es zahlreiche unterschiedlich gebaute, z. T. maßgeschneiderte Varianten.
Auch in tierischen und in pflanzlichen Lebensmitteln liegen verschiedene Formen
der jeweiligen Nährstoffe vor – z. B. Fette in
Form von pflanzlichem Öl oder als tierisches Fett im Fleisch.
Die Eiweiße (Proteine) sind hochmolekulare, stickstoffhaltige Verbindungen mit vielfältigen biologischen Funktionen. So lassen
sich Proteingruppen im Körper einteilen in
Nicht Energie liefernde Nährstoffe
Vitamine und Mineralstoffe werden in we3
sentlich kleineren Mengen benötigt. Vitamine sind Stoffe, die der Körper nicht oder nur
in unzureichender Menge selbst herstellen
kann. Sie erfüllen unterschiedliche Funktionen im Körper. Es gibt dreizehn verschiedene Vitamine, die nach fett- und wasserlöslichen Vitaminen unterschieden werden. Die
wasserlöslichen Vitamine sind Vitamin C
und die B-Vitamine (IUPAC-Bezeichnung:
Thiamin, Niacin, Pyridoxin, Panthothensäure, Biotin, Folsäure, Cobalamin). Zu den fettlöslichen Vitaminen zählen die Vitamine A,
D, E, K (auch EDeKA-Vitamine) genannt.
ken vorzuziehen, die die Verkehrsbezeichnungen „Fruchtnektar“ oder „Fruchtsaftgetränk“ tragen, da hier der Fruchtgehalt reduziert und unterschiedlich viel Zucker und u. U.
auch andere Stoffe zugesetzt sind.
Die Kombination von Lebensmitteln
In vielen Ländern der Erde ermöglicht das
Lebensmittelangebot heutzutage das ganze
Jahr über eine quantitativ ausgewogene Ernährung in Form einer gesunden Mischkost.
Die richtige Auswahl erleichtert der Ernährungskreis der DGE (www.dge.de), der die
Lebensmittel nicht nur nach ihren Inhaltsbzw. Nährstoffen in sieben Gruppen unterteilt, sondern auch Aufschluss darüber gibt,
welchen Anteil eine bestimmte Gruppe an
der täglichen Nahrungszufuhr haben sollte.
In der Ernährungserziehung hat es sich als
sinnvoll erwiesen, bestimmte ausgewogene
Kombinationen von Lebensmitteln häufig
zu wiederholen. Dies stabilisiert das Essverhalten von Kindern und Jugendlichen. Die
bloße Information über einzelne Lebensmittel dagegen bewirkt die häufig ohnehin
schon praktizierte Einteilung in gesunde
und ungesunde Lebensmittel, die eher
kontraproduktiv ist.
Mineralstoffe werden nach ihrem Anteil im
Körper in Mengen- und Spurenelemente unterteilt. Mengenelemente werden auch als
Elektrolyte bezeichnet (Natrium, Magnesium, Eisen, Calcium). Sie sind u. a. für das
Funktionieren des Wasserhaushaltes und
des Blutkreislaufes notwendig. Calcium z. B.
dient aber vor allem auch als Bausubstanz
für Knochen und Zähne. Phosphor spielt eine wichtige Rolle beim Knochenstoffwechsel. Als Spurenelemente sind z. B. Jod für
die Arbeit der Schilddrüse zuständig, Fluor
für die Härte des Zahnschmelzes und Zink
für die Wundheilung.
Der Flüssigkeitshaushalt
Wasser ist die Grundlage aller Lebensvorgänge. Ohne feste Nahrung kann ein Mensch
mehrere Wochen überleben, ohne Flüssigkeitszufuhr nur wenige Tage. 1 bis 2 Liter Flüssigkeit sollten pro Tag mindestens getrunken
werden, möglichst in Form von Wasser, Tee
oder verdünnten Obstsäften. Auch hier ist der
Zuckergehalt des Getränkes zu beachten.
Limonaden und Brausegetränke bestehen
hauptsächlich aus Wasser und Zuckerstoffen.
Reiner Fruchtsaft oder Fruchtsaftkonzentrat
(beide haben 100 % Fruchtgehalt) ist Geträn-
„Abb. nach Ernährungskreis der DGE“
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Weitere Informationen und Materialien:
Das Thema „Gesunde Ernährung“ wird von
Einrichtungen der Bundesregierung (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung),
Verbraucherorganisationen und -institutionen (AID, DGE, Verbraucherberatung) und der
Lebensmittelindustrie (CMA) bearbeitet. Es
werden sowohl Broschüren als auch Unterrichtsmaterialien herausgegeben.
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Bildnachweis
© Media D
Produktion
Media D, im Auftrag des FWU Institut für Film
und Bild, 2000
Pädagogische Referentin im FWU
Sonja Riedel
Buch
Erich Lutz
Dieser Film wurde gefördert durch die
CMA – Centrale Marketing-Gesellschaft
der deutschen Agrarwirtschaft
Regie
Gerhard Friedrich, Michael Schramm
Verleih durch Landes-, Kreis- und
Stadtbildstellen/Medienzentren
Verkauf durch FWU Institut für Film und Bild, Grünwald
Kamera
Gerhard Friedrich, Michael Mirwald
Schnitt
Manfred Stache
Nur Bildstellen/Medienzentren: öV zulässig
© 2008
FWU Institut für Film und Bild
in Wissenschaft und Unterricht
gemeinnützige GmbH
Geiselgasteig
Bavariafilmplatz 3
D-82031 Grünwald
Telefon (0 89) 64 97-1
Telefax (0 89) 64 97-300
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[email protected]
Internet www.fwu.de
Musik
Oliver Kramer
Visual Effects
Kramer & Kramer Digialfilm
Fachberatung und Begleitkarte
Dipl. oec. troph. Michaela Zwiener
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FWU – Schule und Unterricht
46 02523 DVD mit Kapitelanwahlpunkten
19 min, Farbe
FWU Institut für Film und Bild
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FWU-Klassiker
Gesunde Ernährung
„Man ist, was man isst“ – dieser Satz verweist auf die
Bedeutung der richtigen Ernährung für Gesundheit
und körperliche und geistige Fitness. Der Film geht in
spannender, spielerischer Weise auf problematische
Essgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen ein
und zeigt, dass eine abwechslungsreiche, ausgewogene Mischkost die beste Garantie für eine optimale
Versorgung des menschlichen Körpers ist.
Bei diesem Film handelt es sich um eine FWU-Produktion aus dem Jahr 2000.
Schlagwörter
Gesundheit, Ernährung, Lebensmittel, Nahrungsinhaltsstoffe
bzw. Nährstoffe, Fehlernährung
Gesundheit
Gesunderhaltung • Ernährung
Laufzeit: 19 min
Kapitelanwahl auf DVD-Video
Sprache: Deutsch
Systemvoraussetzungen
bei Nutzung am PC
DVD-Laufwerk und
DVD-Player-Software,
empfohlen ab Windows 98
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Alle Urheber- und
Leistungsschutzrechte
vorbehalten.
Nicht erlaubte/genehmigte Nutzungen werden zivilund/oder strafrechtlich verfolgt.
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