Grimmige Märchen - Schauspielhaus Zürich

advertisement
15. März 2017
GRIMMIGE MÄRCHEN
Ein Märchen von Herbert Fritsch
Uraufführung
Regie: Herbert Fritsch
Premiere: Freitag, 7.4.2017, 20 Uhr, Pfauen
Die „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm gelten neben der Lutherbibel als das bekannteste und meistübersetzte Buch deutscher Sprache. Es ist schon lange Kultur- und immer wieder Zeitgeschichte und
ein Klassiker der Welt- und Gegenwartsliteratur. Für seine Inszenierung „Grimmige Märchen“ schöpft Herbert Fritsch ab dem 7. April im
Pfauen aus eben diesem umfangreichen Œuvre der Gebrüder Grimm. Gefangen in einem goldenen Käfig treffen altbekannte Figuren und Wesen ungeahnt und neu durchmischt aufeinander. Grimms Matrix wird auf den
Kopf gestellt, eine neue Geschichte entspinnt sich, die uns noch böser, radikaler und verwunschener berühren will.
Auf der Bühne werden dabei u.a. Elisa Plüss, Anne Ratte-Polle, Friederike Wagner, Claudius Körber und Markus Scheumann zu erleben sein,
für die – wie immer bei Herbert Fritsch - spektakulären Kostüme ist
Victoria Behr verantwortlich.
„Es war einmal, vor tausend und mehr Jahren, in einem alten Schloss
mitten in einem grossen, tiefen Wald…“ – So beginnen sie, die fantastischen Geschichten der Brüder Grimm. Und alles deutet darauf hin,
dass das, was nun folgen wird, nicht aus dem Hier und Jetzt kommt und
nicht von dort, wo wir uns auskennen. Doch alles, was uns aus den Märchen entgegenkommt, kennen wir seit Kindertagen und trotzdem ist uns
vieles davon verschlossen. Diese Geschichten öffnen Tür und Riegel:
Die von den Brüdern Grimm eifrig gesammelten und kanonisierten Märchen
führen uns in eine Welt der Fantasie, der Träume und des Wunderbaren,
des Grausamen und Bösen, des Geheimnisvollen und Schönen. Fabelwesen,
Zwerge, Geister, Hexen, sprechende Tiere, verkappte Prinzen und versteckte Prinzessinnen, böse Stiefmütter und feige Väter versammeln
2
sich hier zu einer Fülle von Geschichten, die einen Zugang zu verborgenen Schichten und Abgründen des Menschlichen freilegen.
Die Räume der Magie, des Zaubers, des Fantastischen, die im Märchen
präsent sind, sind Rückzugsraum und Gegenwelt zur Realität. Im Kampf
des Guten gegen das Böse lassen sie die Fiktion einer geordneten Welt
für einen Augenblick wahr werden. Ihre Warnung betrifft dann die Tatsache, dass es auch ganz anders sein könnte als es ist.
Herbert Fritsch, 1951 in Augsburg geboren, absolvierte seine Schauspielausbildung in München. Danach arbeitete er zunächst als Schauspieler, u.a. viele Jahre an der Berliner Volksbühne am RosaLuxemburg-Platz bei Frank Castorf. Parallel arbeitete Fritsch als Medien-Künstler, drehte erste Filme auf 16mm/35mm und zeigte Ausstellungen in Deutschland und der Schweiz mit Fotoarbeiten und Computeranimationen. Seit 2007 ist er fast ausschliesslich als Regisseur tätig und
inszeniert u.a. am Residenztheater München, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Opernhaus Zürich, an der Komischen Oper Berlin, am
Wiener Burgtheater und an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Seine Berliner Inszenierungen „Ohne Titel Nr. 1“ (2014), „der die mann“
(2015) und „Pfusch“ (2016) wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2016 erhält Herbert Fritsch für seine Inszenierung „der die mann“
den 3sat-Preis des Berliner Theatertreffens, 2017 den Theaterpreis
Berlin der Stiftung Preussische Seehandlung. Dem Zürcher Publikum hat
sich Herbert Fritsch in der Saison 2013/14 mit Dürrenmatts „Die Physiker“ vorgestellt, 2014/15 inszenierte er hier „Der schwarze Hecht“ von
Emil Sautter und Jürg Amstein mit der Musik von Paul Burkhard und 2016
„Wer hat Angst vor Hugo Wolf?“.
3
GRIMMIGE MÄRCHEN
Ein Märchen von Herbert Fritsch
Regie und Bühne
Kostüme
Licht
Dramaturgie
Herbert Fritsch
Victoria Behr
Gerhard Patzelt
Evy Schubert
Mit:
Henrike Johanna Jörissen
Elisa Plüss
Anne Ratte-Polle
Friederike Wagner
Florian Anderer
Claudius Körber
Nicolas Rosat
Markus Scheumann
Weitere Vorstellungen im Pfauen
13./ 20./ 28. April, jeweils 20 Uhr
17. April, 19 Uhr
23. April, 15 Uhr
2. Mai, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen im Mai und Juni sind in Planung.
Kontakt
Nicole Konstantinou
Leiterin Pressebüro
Tel. +41 44 258 72 90
nicole.konstantinou@schauspielhaus.ch
Herunterladen