Wer hat Angst vor Hugo Wolf?

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31. März 2016
WER HAT ANGST VOR HUGO WOLF?
Ein Liederabend von Herbert Fritsch
Uraufführung
Regie: Herbert Fritsch
Premiere: Samstag, 23.4.2016, 20 Uhr, Pfauen
WER HAT ANGST VOR HUGO WOLF?, der erste Liederabend von Herbert
Fritsch, folgt musikalisch dem Werk des österreichisch-slowenischen
Komponisten, visuell ist er von Barnett Newmans Kunstwerk „Who’s
afraid of red, yellow and blue?“ aus dem Jahr 1966 inspiriert. Newman
bezieht sich in seinem Bildtitel auf den Theatertitel „Wer hat Angst
vor Virginia Woolf?“ von Edward Albee. Albee wiederum variiert im
Grunde den Titel „Wer hat Angst vorm grossen, bösen Wolf?“ – eine
Komposition von Frank Churchill aus dem Jahr 1932.
Was passiert, wenn die antikompositionelle Visualisierung der drei
Grundfarben auf die Liedkompositionen von Hugo Wolf zu den Dichtungen
Eichendorffs, Mörikes und Goethes trifft, wird ab dem 23. April im
Pfauen zu erleben sein. Unter der musikalischen Leitung von Ruth
Rosenfeld und Carsten Meyer werden dabei Hilke Altefrohne, Sofia Elena
Borsani, Lisa-Katrina Mayer, Elisa Plüss, Anne Ratte-Polle, Carol
Schuler und Ruth Rosenfeld selbst auf der Bühne zu sehen und zu hören
sein.
„Who’s afraid of red, yellow and blue?“, dieses überdimensional
grosse, antikompositionelle Ölgemälde, von dem Barnett Newman drei
weitere Versionen malte und bezüglich dessen er ausdrücklich gefordert
hat, es aus grösster Nähe zu betrachten, um eine physische Erfahrung
der Desorientierung zu evozieren – die Adaptionsfähigkeit des Auges
wird bewusst überfordert – hat zu Staunen, Erregung, Erschütterung,
Überwältigung und sogar zu schweren Beschädigungen durch Messerstiche
im Amsterdamer Stedelijk Museum geführt. In Berlin erhielt der
Direktor der Nationalgalerie Morddrohungen und „das Werk dieses
Anstreicherlehrlings“ wurde ebenfalls tätlich attackiert. Die jeweils
höchst aufwendigen Restaurierungen der Bilder lösten wiederum
überregional eine Debatte über Vandalismus aus, die andere Künstler
inspirierte.
2
„Ich bin ein Mensch, der in allem nur nach Impulsen handelt und wenn
sich in mir die gehörige Menge Elektrizität angesammelt hat, geschieht
etwas“, hat der österreichisch-slowenische Komponist der Spätromantik
Hugo Wolf seine Arbeitsweise beschrieben. Seiner Erfahrung nach liegt
„etwas Grausames in der innigen Verschmelzung von Poesie und Musik,
wobei eigentlich nur der letzteren die grausame Rolle zufällt. Die
Musik hat entschieden etwas Vampyrartiges in sich“. „Theater ist immer
Oper“, sagt Herbert Fritsch; er unterscheidet nicht zwischen Sprechund Musiktheater.
Herbert Fritsch, 1951 in Augsburg geboren, absolvierte seine
Schauspielausbildung in München. Danach arbeitete er zunächst als
Schauspieler, u.a. viele Jahre an der Berliner Volksbühne am RosaLuxemburg-Platz bei Frank Castorf. Parallel arbeitete Fritsch als
Medien-Künstler, drehte erste Filme auf 16mm/35mm und zeigte
Ausstellungen in Deutschland und der Schweiz mit Fotoarbeiten und
Computeranimationen. Seit 2007 ist er fast ausschliesslich als
Regisseur tätig und inszeniert u.a. am Residenztheater München, am
Deutschen Schauspielhaus Hamburg, am Opernhaus Zürich, an der
Komischen Oper Berlin, am Wiener Burgtheater und an der Volksbühne am
Rosa-Luxemburg-Platz. Seine Berliner Inszenierungen „Ohne Titel Nr. 1“
(2014) und „der die mann“ (2015) wurden zum Berliner Theatertreffen
eingeladen, wo er in den vergangenen Jahren regelmässig vertreten war.
Dem Zürcher Publikum hat sich Herbert Fritsch in der Saison 2013/14
mit Dürrenmatts „Die Physiker“ vorgestellt, 2014/15 inszenierte er
„Der schwarze Hecht“ von Emil Sautter und Jürg Amstein mit der Musik
von Paul Burkhard.
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WER HAT ANGST VOR HUGO WOLF?
Ein Liederabend von Herbert Fritsch
Uraufführung
Regie und Bühne
Kostüme
Musikalische Leitung
Licht
Dramaturgie
Herbert Fritsch
Bettina Helmi
Ruth Rosenfeld, Carsten Meyer
Gerhard Patzelt
Amely Joana Haag
Mit:
Hilke Altefrohne
Sofia Elena Borsani
Lisa-Katrina Mayer
Elisa Plüss
Anne Ratte-Polle
Ruth Rosenfeld
Carol Schuler
Carsten Meyer (Live-Musik)
Weitere Vorstellungen im Pfauen
28. & 30. April, jeweils 20 Uhr
1. & 8. Mai, jeweils 15 Uhr
4., 6., 10., 18., 25. & 31. Mai, jeweils 20 Uhr
Weitere Vorstellungen sind in Planung.
Kontakt Medienstelle
Sebastian Steinle
Leitung Medien & Onlinekommunikation
Tel. +41 (0)44 258 72 99
sebastian.steinle@schauspielhaus.ch
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