Jahresbericht 2015 Patientenstatistik Haushalt Öffentlichkeitsarbeit Jahresbericht 2015 des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm (BFU) 1. Methodik der Leistungserfassung Zur Evaluation der Leistungen im BFU wurden - wie seit 2011 eingeführt - eine Anfangs-, Zwischen-, und Abschlusserhebung durchgeführt. Dabei wurden u. a. Fragen zur aktuellen Befindlichkeit wie auch zu Veränderungen im Laufe der Therapie erfasst, sowohl als Einschätzungen von Seiten des Therapeuten, als auch als Einschätzungen von Seiten der Patienten. Aufgrund der fehlenden Deutschkenntnisse der Patienten wurde die Befragung als Interview während der Therapiestunde vom Therapeuten mit Hilfe eines Dolmetschers durchgeführt. Im Berichtszeitraum wurden 130 Patienten gesehen. Die Anfangserhebung wurde in der Regel am Ende der probatorischen bzw. diagnostischen Sitzungen erfasst. Diese lag bei 114 der 130 Patienten vor. Von den anderen 16 Patienten wurden nur demographische Variablen erfasst. Grund hierfür ist, dass bei 14 Patienten lediglich ein Erstkontakt (1-2 Sitzungen) stattfand und 2 Patienten ihre Therapie vor Einführung der Therapieevaluation 2011 begannen. Die Zwischenerhebung wurde jeweils am Ende eines Halbjahres erhoben und spiegelt bei Patienten, die ihre Behandlung noch nicht abgeschlossen haben, den aktuellen Therapiestand wider. Die Zwischenerhebung wurde nur bei Patienten erhoben, die bereits mindestens 5 Therapiesitzungen hatten. Die Datensätze der Zwischenerhebung lagen bei 71 der 130 Patienten vor. Von N = 59 lagen keine Zwischenerhebungsdaten vor. Das hat folgende Gründe: 8 Weniger als 5 Therapiesitzungen 32 Nur Diagnostik, es folgte keine Therapie 3 In diagnostischer Phase 16 Nur Erstkontakt Durch die Daten der Zwischenerhebung konnten Angaben zum aktuellen Befinden gemacht werden. Durch die Einbeziehung der Daten von Anfangs- und Abschlusserhebung konnten ebenso Veränderungen über die Zeit betrachtet werden. Des Weiteren wurde der Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS)1, sowie die Global Assessment of Functioning - Skala (GAF)2 erhoben. Die folgenden Werte sind auf- bzw. abgerundet. 1 Schepank, H. (1995). Der Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS) – ein Instrument zur Bestimmung der Schwere einer psychogenen Erkrankung. Göttingen: Beltz Test GmbH. 2 Saß, H., Wittchen, H.-U., Zaudig, M. & Houben, I. (Dt. Bearbeitung) (2003): Diagnostische Kriterien des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen. DSM-IV-TR. Göttingen: Hogrefe. 2 1.1. Begünstigte Im Berichtsjahr 2015 wurden im Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU) insgesamt 130 Patienten psychotherapeutisch versorgt. Davon waren N = 120 erwachsene traumatisierte Flüchtlinge und N = 10 akuttraumatisiert (entspricht 7,7% der Patienten). Die Angebote für N = 130 waren Folgende (Abb. 1): 70 Einzelpsychotherapie 9 Einzelpsychotherapie und Kunsttherapie 32 Nur Diagnostik, es folgte keine Therapie 3 Noch in diagnostischer Phase 16 Nur Erstkontakt Zusätzlich wurden für 29 Patienten psychologische Stellungnahmen verfasst wurde mit 1 Patienten ein Paargespräch durchgeführt erhielten 6 Patienten zusätzlich psychosoziale Beratung Abb. 1 Leistungsangebote des BFU 2015 Von den N = 130 waren 39 Frauen und 91 Männer. Sie waren zwischen 19 und 60 Jahre alt (M3 = 35,0; SD4 = 9,8). Die Hauptherkunftsländer waren Afghanistan (13,1%), Nigeria (10,8%) und Serbien (7,7%). Abb. 2 zeigt die weiteren Herkunftsländer: 3 4 M = Mittelwert SD = Standardabweichung 3 Abb. 2 Herkunftsländer der Patienten Im Folgenden wird von 71 Patienten (davon N = 3 Akuttraumatisierte) berichtet, bei denen auch eine Zwischenerhebung durchgeführt wurde. In den einzelnen Kategorien kam es zu fehlenden Werten, weil nicht jeder Patient jede Frage beantwortete. 1.2. Aufenthaltsstatus Zum Zeitpunkt der Zwischenkatamnese hatten insgesamt 71,8% der Patienten keinen Aufenthalt: Aufenthaltsgestattung (§ 55 AsylVfG) lag bei 49,3% und eine Duldung (§ 60a AufenthG) bei 22,5% vor. Dieser Anteil lag bei denselben Patienten zum Zeitpunkt der Anfangserhebung noch bei 90,2%: 69,0% hatten Aufenthaltsgestattung (§ 55 AsylVfG) und 21,2% Duldung (§ 60a AufenthG). Der Anteil eines relativ sicheren Aufenthalts (ein unbefristeter Aufenthalt, ein anerkanntes Asyl, oder ein Aufenthalt aus humanitären Gründen) lag zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung insgesamt bei 23,9%: anerkanntes Asyl (4,2%); Aufenthalt aus humanitären Gründen (12,7%) 4 und sonstiger begrenzter Aufenthalt (7,0%). Dieser relativ sichere Aufenthaltsstatus ist ein wesentlicher Faktor, der sich positiv auf das Gesamtbefinden der Patienten auswirkt. Zusätzlich waren 4,3% Inländer. Der Aufenthaltsstatus zum Zeitpunkt der Anfangs- bzw. Zwischenerhebung ist in Abb. 3 dargestellt. Abb. 3 Aufenthaltsstatus der Patienten zum Zeitpunkt der Anfangs- bzw. Zwischenerhebung 1.3. Einschätzungen des Befindens aus Sicht der Therapeuten Der Leidensdruck, die Therapiemotivation und Compliance/ Mitarbeit wurden von Seiten der Therapeuten auf einer 5-stufigen Skala eingeschätzt (Kategorien: keine/r, etwas, mittel, deutlich, sehr), wobei keine/r einem Wert von 1 und sehr einem Wert von 5 entspricht. Aus therapeutischer Sicht bestand bei 31,0% der Patienten ein deutlicher bis sehr starker Leidensdruck (M = 3,0; SD = 1,0). Die Therapiemotivation war nach Einschätzung der Therapeuten bei 47,9% der Patienten deutlich bis sehr stark ausgeprägt (M = 3,3; SD = 1,1). Eine deutliche bis sehr starke Mitarbeit/ Compliance zeigten 52,1% der Patienten (M = 3,6; SD = 1,0). Die therapeutische Einschätzung ist in Abb. 4, Abb. 5 und Abb. 6 dargestellt. Bei jeweils 2,8% fehlten die Angaben. Abb. 4 Therapiemotivation aus therapeutischer Sicht Abb. 5 Compliance aus therapeutischer Sicht 5 Abb. 6 Leidensdruck aus therapeutischer Sicht Im Vergleich zum Beginn der Therapie konnte nach Einschätzung der Therapeuten mehrheitlich eine deutliche Verbesserung des Befindens und der sozialen Situation festgestellt werden (Abb. 7, Abb. 8, Abb. 9): So schätzten die Therapeuten das körperliche Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie von 78,9% der Patienten als besser oder deutlich besser, von 21,1% hingegen als unverändert ein. Die Kategorien schlechter oder deutlich schlechter wurden in keinem der Fälle gewählt. Das psychische Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie wurde von den Therapeuten sogar von 88,7% als besser oder deutlich besser eingeschätzt, von 8,5% als unverändert und nur von 1,4% als schlechter (fehlend: 1,4%). Die soziale Situation (die Aufenthalt, Wohn- und Beschäftigungssituation sowie soziale Kontakte umfasst) im Vergleich zu Beginn der Therapie beschrieben die Therapeuten bei 70,5% als besser oder deutlich besser, von 23,9% als unverändert und nur von 4,2% als schlechter (fehlend: 1,4%). Abb. 7 Körperliches Befinden aus therapeutischer Sicht Abb. 8 Psychisches Befinden aus therapeutischer Sicht 6 Abb. 9 Soziale Situation aus therapeutischer Sicht 1.4. GAF-Skala (Global Assessment of Functioning)5 Die GAF-Skala kodiert die globale Erfassung des Funktionsniveaus auf drei Ebenen (psychisch, sozial und beruflich). Diese Skala kann auch dazu dienen, Aussagen über den Fortschritt der Patienten anhand eines einzigen Maßes zu verfolgen. GAF-Werte werden zwischen 1 und 100 kodiert. Die psychischen, sozialen und beruflichen Funktionen sind auf einem hypothetischen Kontinuum von psychischer Gesundheit bis Krankheit gedacht. Ein Code von 91-100 würde zum Beispiel eine "Hervorragende Leistungsfähigkeit in einem breiten Spektrum von Aktivitäten; Schwierigkeiten im Leben scheinen nie außer Kontrolle zu geraten; keine Symptome" wiederspiegeln. Ein Code von 1-10 würde im Gegensatz dazu zum Beispiel eine "Ständige Gefahr, sich oder andere schwer zu verletzen (z. B. wiederholte Gewaltanwendung) ODER anhaltende Unfähigkeit, die minimale persönliche Hygiene aufrechtzuerhalten ODER ernsthafter Selbstmordversuch mit eindeutiger Todesabsicht" widerspiegeln. Die Patienten (einschließlich der Akutpatienten) zeigten zur Zwischenerhebung im Mittel einen Wert von 63,4 (SD = 10,4), während sie zum Zeitpunkt der Anfangserhebung einen deutlich geringeren Mittelwert von 53,7 (SD = 7,1) zeigten, d. h. die Patienten konnten sich während der psychotherapeutischen Behandlung deutlich stabilisieren. Ein Wert von 61-70 bezeichnet per Definition: „Einige leichte Symptome […] ODER einige leichte Schwierigkeiten hinsichtlich der sozialen, beruflichen oder schulischen Leistungsfähigkeit […], aber im allgemeinen eine relativ gute Leistungsfähigkeit, hat einige wichtige zwischenmenschliche Beziehungen." Allgemein gilt als Voraussetzung für eine ambulante Psychotherapie ein GAF-Wert > 50 (Saß, Wittchen, Zaudig & Houben, 2003, S.47-49). Zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung lagen laut den GAF-Werten 24 Patienten (33,8%) im Bereich zwischen 50 und 59, 28 Patienten (39,4%) zwischen 60 und 69, 6 Patienten (8,5%) zwischen 70 und 79 und 7 Patienten (9,8%) hatten einen Wert ab 80 (GAF-Werte von 80 oder höher aus der Abschlusserhebung, bzw. von Patienten, die sich in der Abschlussphase befanden). In 8,5% (N = 6) der Fälle fehlten die Angaben. Zum Zeitpunkt der Anfangskatamnese 5 Saß, H., Wittchen, H.-U., Zaudig, M. & Houben, I. (Dt. Bearbeitung) (2003): Diagnostische Kriterien des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen. DSM-IV-TR. Göttingen: Hogrefe. 7 hingegen erreichte 1 Patient (1,4%) einen Wert zwischen 70 und 79, 15 Patienten (21,1%) einen Wert zwischen 60 und 69 und 36 Patienten (50,7%) einen Wert zwischen 50 und 59. 9 Patienten (12,7%) hatten sogar einen Wert zwischen 40 und 49 und 1 Patient (1,4%) einen Wert unter 40. In 12,7% (N = 9) fehlten die Angaben. Abb. 10 zeigt die GAF-Werte zum Zeitpunkt der Anfangsbzw. Zwischenerhebung in Prozent. Abb. 10 GAF zum Zeitpunkt der Anfangs- bzw. Zwischenerhebung 1.5. Der Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS)6 Beim Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS) handelt es sich um ein theorieunabhängiges Experten-Ratingverfahren, mit dem die Beeinträchtigung eines Menschen durch seine psychogene Erkrankung eingeschätzt werden kann. Die Einschätzung der Beeinträchtigungsschwere erfolgt auf drei zentralen Dimensionen mit jeweils fünf Skalenstufen: 1. die körperliche Beeinträchtigung; 2. die Beeinträchtigung im psychischen Bereich und 3. die sog. sozialkommunikative Beeinträchtigung, d. h. die Beeinträchtigungen hinsichtlich Beziehungsfähigkeit und –verhalten umfasst. Der Summenwert ergibt den Schweregrad (zwischen 0 und max. 12), die Punktwerte der drei Dimensionen ergeben das Ausmaß der Beeinträchtigung. Ein Summenwert von 0-1 ist als optimale Gesundheit anzusehen, ein Summenwert von 10-12 verdeutlicht einen in jeder Hinsicht schwerst gestörten Patienten mit extremen psychischen Beeinträchtigungen in allen drei Dimensionen. Der BSS lag zum Zeitpunkt der Anfangserhebung bei einem Mittelwert von 7,7 (SD = 2,1). Zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung lag der BSS im Mittel bei 5,0 (SD = 2,1), d. h. die Beeinträchtigung der Patienten reduzierte sich während der psychotherapeutischen Behandlung deutlich. Zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung lagen laut den BSS-Werten keiner der Patienten im Bereich einer extrem schweren Erkrankung, 9,9% im Bereich einer außerordentlich schweren Erkrankung, 31,0% der Patienten im Bereich einer ausgeprägten Störung, 31,0% im Bereich 6 Schepank, H. (1995). Der Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS) – ein Instrument zur Bestimmung der Schwere einer psychogenen Erkrankung. Göttingen: Beltz Test GmbH. 8 einer deutlichen Störung, 9,9% im Bereich einer leichten Störung und 8,5% wurden als gesund eingestuft. In 9,9% der Fälle lagen keine Daten vor. Während der Anfangserhebung lagen dagegen noch 15,5% im Bereich einer extrem schweren Erkrankung und 36,5% im Bereich einer außerordentlich schweren Erkrankung. 25,4% lagen im Bereich einer ausgeprägten Störung, 11,3% im Bereich einer deutlichen Störung, und 1,4% Bereich einer leichten Störung. Kein Patient wurde als gesund eingestuft (fehlend: 9,9%). Die BSS-Werte sind in Abb. 11 dargestellt: Abb. 11 Beeinträchtigungs-Schwere-Score zum Zeitpunkt der Anfangs- bzw. Zwischenerhebung 1.6. Patienteneinschätzungen des Befindens Zur Frage wie belastet die Patienten sich insgesamt erlebten, ergab sich auf einer Skala von 0 bis 10 zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung ein durchschnittlicher Wert von 5,6 (SD = 2,4). Die Angst vor Abschiebung lag nach Angaben der Patienten auf einer Skala von 0 bis 10 bei einem Mittelwert von 5,8 (SD = 3,3). 35,2% gaben eine starke Angst vor Abschiebung an (Werte auf der Skala von 7 bis 10). Im Vergleich dazu hatten die Patienten bei der Anfangserhebung noch deutlich höhere Werte angegeben: die Belastung wurde mit durchschnittlich 7,9 (SD = 1,9), die Angst vor Abschiebung mit 8,8 (SD = 2,3) beziffert (Abb. 12, Abb. 13). 9 Abb. 12 Patienteneinschätzung: Belastung Abb. 13 Patienteneinschätzung: Angst vor Abschiebung Befragungen der Patienten bestätigten den von den Therapeuten beschriebenen positiven Behandlungsverlauf (Abb. 14, Abb. 15, Abb. 16): 69,0% der Patienten gaben an, dass sich ihr körperliches Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie verbessert oder sogar deutlich verbessert habe und 12,7% berichteten von einem unveränderten körperlichen Befinden (fehlend: 18,3%). Die Kategorie schlechter oder deutlich schlechter wurde in keinem der Fälle gewählt. Das psychische Befinden hatte sich im Vergleich zum Beginn der Therapie laut Patienten bei 74,6% verbessert oder deutlich verbessert und wurde nur von 7,1% als unverändert angegeben (fehlend: 18,3%). Die Kategorie deutlich schlechter wurde in keinem der Fälle gewählt. 70,4% der Patienten berichteten eine verbesserte oder deutlich verbesserte soziale Situation und 11,3% eine unveränderte Situation als zu Beginn der Therapie (fehlend: 18,3%). Abb. 15 Soziale Situation aus Sicht des Patienten Abb. 14 Körperliches Befinden aus Sicht des Patienten 10 Abb. 16 Psychisches Befinden aus Sicht des Patienten Die Therapie wurde von den Patienten allgemein als sehr positiv und als sehr hilfreich eingeschätzt (Abb. 17, Abb. 18): 70,4% der Patienten gaben an, dass die Behandlung sehr oder ziemlich hilfreich sei, 11,3% empfanden sie als etwas hilfreich und nur 1,4 als kaum oder nicht hilfreich (fehlend: 16,9%, N = 12). 76,1% gaben an, mit der Behandlung sehr oder ziemlich zufrieden zu sein, 5,6% waren etwas zufrieden und 1,4% kaum oder gar nicht zufrieden (fehlend: 16,9%, N = 12). Abb. 17 Wie gut hilft die Behandlung? Abb. 18 Zufriedenheit mit der Behandlung 11 2. Datenauswertung Anzahl der Patienten statistisch erfassten Merkmale der Begünstigten 2015: ..…………………………………………….….........……….N=130 Erwachsene traumatisierte Flüchtlinge……………………………....92,3% Akuttraumatisierte……………………………………………….……….7,7% Alter (N = 130): Minimum (min) = 19 Jahre Maximum (max) = 60 Jahre M = 35,0 Jahre; SD = 9,8 Jahre Geschlecht (N = 130): weiblich………………………..……………………..……………….…30,0% männlich…………………………..….…………….………...………....70,0% Nationalität (N = 130) 1. Afghanistan……………………………………..……………...…….13,1% 2. Nigeria…….………...………………..….………………..….….…..10,8% 3. Serbien……...……..….…………………………...…………........…7,7% 4. Deutschland, Tschetschenien…………….......................jeweils 6,9% 5. Gambia, Kongo, Kosovo…………….……………............jeweils 6,2% 6. Iran………………………………………………………………..…. 4,6% 7. Bosnien-Herzegowina, Syrien, Togo, Türkei..……..…….jeweils 3,8% 8. Eritrea………………..……………………………….………………. 3,1% 9. Kamerun……………..…...………………………………………….. 2,3% 10. Algerien……………….. …………………………………...……… 1,5% 11. Georgien, Irak, Kasachstan, Kroatien, Libanon, Mazedonien, Pakistan, Russland, Senegal, Sierra Leone, Sri Lanka…………………………………………………………jeweils 0,8% Leistungsangebote N = 99: Einzelpsychotherapie ...……………………..………………….…..…53,9% Einzelpsychotherapie und Kunsttherapie ……………….….………..6,9% Nur Diagnostik ……………………...………………………..……..…24,6% 12 In diagnostischer Phase………………………………..………..….....2,3% Erstkontakt ……………………………………………………..………12,3% Ab hier Angaben von N = 71 Patienten mit Zwischenerhebung Aufenthaltsstatus der Begünstigten -Zum Zeitpunkt der Anfangserhebung- Aufenthaltsgestattung (§ 55 AsylVfG)…………..……….…....…….69,0% Duldung (§ 60a AufenthG)………..……….…………...……..…...….21,2% Anerkanntes Asyl (§ 25,1 oder § 25,2 AufenthG)……………........…2,8% Aufenthalt aus humanitären Gründen (§ 25,3 AufenthG)…............….0% Inländer……………………………………………………………………4,2% Sonstiger begrenzter Aufenthalt…………………………………..…...1,4% Sonstiger unbegrenzter Aufenthalt………………………………..…...1,4% Global Assessment of Functioning M = 53,7; SD = 7,1 (GAF) der letzten 7 Tage <40………………………………………………………………...…….1,4% -Zum Zeitpunkt der Anfangserhebung40-49…………………………………………………………………..12,7% 50-59…………………………………………………………………..50,7% 60-69……………………………………………..……………………21,1% >70…………………………………………………………...………….1,4% Fehlend………………………………..………………………………12,7% Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS) -Zum Zeitpunkt der Anfangserhebung- M = 7,7; SD = 2,1 10-12 (extrem schwere Erkrankung)……………..…………..………15,5% 8-9 (außerordentlich schwere Erkrankung)…………..…...………..36,5% 6-7 (ausgeprägte Störung)……..…………………..…..……...……..25,4% 4-5 (deutliche Störung)………………….…….…….……….....……..11,3% 2-3 (leichte Störung)………………..………………………..……........1,4% 0-1 (optimale Gesundheit)…………..…..…….………….………………0% Fehlend ……………………………………………..…………………....9,9% Patienteneinschätzungen Befindens -Zum Zeitpunkt der Anfangserhebung- des „Wie belastet fühlen Sie sich derzeit insgesamt?“ M = 7,9; SD = 1,9 0-3 (keine bis wenig Belastung).……………..…..…….…….….…….2,8% 4-6 (mittlere Belastung) .………..……………...…….……..….….....12,7% 7-10 (starke Belastung).………….…………..……………..…….…..64,8% Fehlend…………………………………..……...…….….…...…....….19,7% 13 „Wie stark ist Ihre Angst vor Abschiebung?“ M = 8,8; SD = 2,3 0-3 (keine bis wenig Angst)……………………………………...….....2,8% 4-6 (mittlere Angst) ………………………………………..…….……..5,7% 7-10 (starke Angst)………………………………….………………....67,6% Nicht zutreffend…………………………………………………………..5,7% Fehlend…………………………………………….……..……………..18,2% ab hier Angaben von der Zwischenerhebung……………………………………………………………….N = 71 Aufenthaltsstatus der Begünstigten -Zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung- Aufenthaltsgestattung (§ 55 AsylVfG)…………..……….….…...….49,3% Duldung (§ 60a AufenthG)………..……………….......……..…...….22,5% Anerkanntes Asyl (§ 25,1 oder § 25,2 AufenthG)…………........……4,2% Aufenthalt aus humanitären Gründen (§ 25,3 AufenthG)…....….…12,7% Inländer……………………………………………………………………4,2% Sonstiger begrenzter Aufenthalt…………………………………..…...7,0% Sonstiger unbegrenzter Aufenthalt………………………………..….....0% Einschätzungen des Befindens aus Leidensdruck Sicht der Therapeuten M = 3,1; SD = 0,9 -Zum Zeitpunkt der 1 = keiner………………………………………………………….……...8,5% Zwischenerhebung2 = etwas………………………………………………...……………...16,9% 3 = mittel…...…………………………………..………….…………….40,8% 4 = deutlich……………...……………………………….…………..…28,2% 5 = sehr…………………………………………….……………….........2,8% Fehlend ……………………………………………………………..……2,8% Therapiemotivation M = 3,3; SD = 1,1 1 = keine………………………………………………………..……...…8,5% 2 = etwas……...………….......………………….……………..……..…9,4% 3 = mittel…………………………………………………...….………...31,0% 4 = deutlich……………………………………………………….……..36,6% 14 5 = sehr……………..………………………….……………….……….11,3% Fehlend ……………………………………………………………..……2,8% Compliance / Mitarbeit M = 3,6; SD = 1,0 1 = keine…………………………………………………………….………0% 2 = etwas……...………….......………………….……..………………14,1% 3 = mittel……………………………..……..…...………….…….….....31,0% 4 = deutlich…………………...……………………….……………..…32,4% 5 = sehr……………………………………………….……..…….…....19,7% Fehlend ……………………………………………………………..……2,8% Körperliches Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie M = 2,1; SD = 0,6 1 = deutlich besser………………………………...….......…………...15,5% 2 = besser……………………...….…………………………...…….…63,4% 3 = unverändert…………………………...…...…..………….….…....21,1% 4 = schlechter………...………........................……………….……..….0% 5 = deutlich schlechter…………………………………….……………....0% Psychisches Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie M = 1,9; SD = 0,6 1 = deutlich besser………….……....……………..…………………..21,1% 2 = besser………...…….....……………………………………………67,6% 3 = unverändert…………..…………………….………………….........8,5% 4 = schlechter...….……..…….…………………………………...…..…1,4% 5 = deutlich schlechter………………………………..……………….…..0% Fehlend ……………………………………………………………..……1,4% Soziale Situation im Vergleich zum Beginn der Therapie M = 2,2; SD = 0,7 1 = deutlich besser………………...……………………………….….15,5% 2 = besser………………...….…………………………………………55,0% 3 = unverändert………...…...………………………………………....23,9% 15 4 = schlechter……………..….………………………………………….4,2% 5 = deutlich schlechter………………………………………………..…..0% Fehlend ……………………………………………………………..……1,4% Global Assessment of Functioning M = 63,4; SD = 10.4 (GAF) der letzten 7 Tage 40-49………………………………………………………………………..0% -Zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung50-59……………………………………………………………………33,8% 60-69……………………………………………………………………39,4% 70-79…………………………………………………………………..…8,5% >80………………………………………………………………………..9,8% Fehlend…………………………………………………………………..8,5% Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS) -Zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung- M = 5,0; SD = 2,1 10-12 (extrem schwere Erkrankung)……………..……………..……….0% 8-9 (außerordentlich schwere Erkrankung)…………..……………….9,9% 6-7 (ausgeprägte Störung)……..…………………..…..……………..31,0% 4-5 (deutliche Störung)………………….…….…….………….……..31,0% 2-3 (leichte Störung)………………..………………………..……........9,9% 0-1 (optimale Gesundheit)…………..…..…….………………….…….8,5% Fehlend …………………………………………………………………..9,9% Patienteneinschätzungen Befindens -Zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung- des „Wie belastet fühlen Sie sich derzeit insgesamt?“ M = 5,6; SD = 2,34 0-3 (keine bis wenig Belastung).……………..…..…….……….……14,1% 4-6 (mittlere Belastung) .………..……………...…….……..…….…..35,2% 7-10 (starke Belastung).………….………………………..…………..28,2% Fehlend……………………………………..….…..…….….…..……...22,5% „Wie stark ist Ihre Angst vor Abschiebung?“ M = 5,8; SD = 3,3 0-3 (keine bis wenig Angst)……………………………………...…....18,3% 4-6 (mittlere Angst) ………………………………………..…….…….19,7% 7-10 (starke Angst)………………………………….………………....35,2% Nicht zutreffend ………….……………………………………………..9,9% Fehlend…………………………………………….……..…………….16,9% 16 Körperliches Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie M = 1,8; SD = 0,7 1 = deutlich besser………….……..…………………………………..25,4% 2 = besser…………………..…..………………………………………43,6% 3 = unverändert…………...…...……………………………..….….…12,7% 4 = schlechter……………………………………..…………..……..…….0% 5 = deutlich schlechter……………………………………….……….…...0% Fehlend………………………………………………………………….18,3% Psychisches Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie M = 1,8; SD = 0,6 1 = deutlich besser…………………………………...…..….………...19,7% 2 = besser……………………......…………………….…………….…54,9% 3 = unverändert…………………..………………………..…….….......7,1% 4 = schlechter…………..……….……..……………………………….…0% 5 = deutlich schlechter……………………………………………………0% Fehlend………………………………………………………….………18,3% Soziale Situation im Vergleich zum Beginn der Therapie M = 1,9; SD = 0,6 1 = deutlich besser……………………………….……...…..….……..18,3% 2 = besser………………...……………………………………….……52,1% 3 = unverändert…………..………....………………………………....11,3% 4 = schlechter……………………………………………………….……..0% 5 = deutlich schlechter…………………………………………..….…….0% Fehlend……………………………………………...…….……….…..18,3% „Wie gut hilft Ihnen die Behandlung bei den Beschwerden, wegen derer Sie in Behandlung gekommen sind?“ M = 4,3; SD = 0,8 1 = überhaupt nicht…………………………………………………......1,4% 2 = kaum………………………………………………………...………….0% 3 = etwas………………………………........….………………………11,3% 4 = ziemlich……….………………………...…………..………..…….29,6% 5 = sehr………………………………………………………………….40,8% Fehlend………………………………………………………….....……16,9% 17 „Wie zufrieden sind Sie mit der Behandlung dieser Beschwerden und Probleme?“ M = 4,5; SD = 0,8 1 = überhaupt nicht……………………………………………………...1,4% 2 = kaum…………………………………………………………….……...0% 3 = etwas………………………………..……………………..….…...…5,6% 4 = ziemlich………………………….……………...……….……….…26,8% 5 = sehr...…………………………………………………….…..……..49,3% Fehlend……………………………………………………………..…...16,9% 18 3. Mitarbeiter im Jahr 2015 Die Leitung des BFU ist unterteilt in die Therapeutische Leitung (Psychologische Psychotherapeutin; angestellt) und die Organisatorische Leitung (Soziologe/Politologe; angestellt). Die therapeutische und psychosoziale Versorgung der Patienten wurde im Berichtszeitraum durch eine festangestellte Psychotherapeutin sowie eine weitere Psychotherapeutin und eine Kunsttherapeutin auf Honorarbasis sichergestellt. Für das soziale Management und die Beratung der Patienten konnte im Oktober 2015 zudem eine Sozialpädagogin neu angestellt werden. Im Verwaltungsbereich waren neben dem Organisatorischen Leiter eine Verwaltungskraft und ein Projektkoordinator (bis April 2015) bzw. eine Projektassistentin (ab Mai 2015) angestellt beschäftigt. Auf Honorarbasis arbeiteten zudem ein Web-Master und ein Mitarbeiter für Finanzakquise und Öffentlichkeitsarbeit, eine externe Supervisorin für die Psychotherapeuten, Kunsttherapeutin und Sozialarbeiterin sowie eine weitere externe Supervisorin für die Dolmetscher. Für die statistische Auswertung war eine studentische Hilfskraft zuständig. Vier PsychologiestudentInnen absolvierten 2015 ein Praktikum im BFU. Die Arbeit wurde außerdem von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen unterstützt. Im Berichtszeitraum kamen 24 Dolmetscher für 20 Sprachen v.a. in der Diagnostik und Therapie der Patienten zum Einsatz. 4. Haushalt 2015 In den folgenden grafischen Darstellungen finden Sie detaillierte Angaben zum Haushalt des BFU im Jahr 2015. Abb. 19 Einnahmen/Ausgaben im Jahr 2015 19 Abb. 20 Aufwandsübersicht 2015 Abb. 21 Erlösübersicht 2015 Wie bereits im Vorjahr konnte das BFU im Jahr 2015 – nach Jahren mit Defizithaushalten – seinen Haushalt mit einem Überschuss abschließen. Dieser hilft, den Verlustvortrag aus den Vorjahren zu verringern. 20 4.1. Landesförderung für die Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer in Baden-Württemberg 2015 Im Jahr 2012 wurde erstmals eine Landesförderung für die fünf psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer in Baden-Württemberg gewährt. Diese Förderung bedeutet einen wichtigen Beitrag zur strukturellen Finanzierung des BFU und stellt eine wichtige Grundlage dar für die Steuerung des komplexen Finanzierungsgeflechtes der unterschiedlichen Mittelgeber (die Landkreise nach §§ 4 und 6 AsylbLG, die Krankenkassen nach § 13,2 SGB V und –neu- die Diözese Rottenburg-Stuttgart (s.u.). Die Landesförderung stellte als Pauschalförderung die Basis dar für alle notwendigen Tätigkeiten der hauptamtlichen Mitarbeiter des BFU (insbesondere auch im therapeutischen Bereich), die flankierend zur Psychotherapie für die Patienten erfolgen mussten, damit die Therapie erfolgreich sein konnte. Die Landesmittel wurden zudem herangezogen, um die durch die erhöhten Flüchtlingszahlen in der Region Ulm/östliches Baden-Württemberg hervorgerufene erhöhte Nachfrage nach dolmetschergestützter Psychotherapie abfedern zu können. Dies spiegelt sich u.a. wider in einem Anstieg der über das Land teilfinanzierten Patienten von 120 (2015) gegenüber 93 im Vorjahr. 4.2. Mittel des „Zweckerfüllungsfonds Flüchtlingshilfen“ der Diözese RottenburgStuttgart: Projektverbund „Psychotherapeutische und psychosoziale Hilfen für traumatisierte geduldete und anerkannte Flüchtlinge und Flüchtlingskinder im Gebiet der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Periode 2015-2017“ Auf Vermittlung des Dekanats Ehingen-Ulm startete im März 2015 für die Dauer von drei Jahren ein Kooperationsprojekt aus BFU, Caritas Ulm mit ihrer „Psychologischen Familien- und Lebensberatung“ sowie „Refugio Villingen-Schwenningen e.V., Kontaktstelle für traumatisierte Flüchtlinge“. Ziel des Projektverbundes ist: den erheblichen Anstieg der Nachfrage nach Psychotherapie und psychosozialer Beratung im Zuge der massiv steigenden Flüchtlingszahlen besser aufzufangen ein neues Angebot für die bisher nicht berücksichtigte Personengruppe der traumatisierten Kinder und Jugendlichen unter den Flüchtlingen und die Gruppe der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) zu schaffen. Die Projektleitung hat das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU) inne. Traumatisierte Flüchtlingskinder und Jugendliche in den katholischen Dekanatsbezirken Heidenheim, EhingenUlm und Biberach finden eine Anlaufstelle bei der Psychologischen Familien- und Lebensberatung der Caritas in der Spielmannsgasse 6 in Ulm. Das BFU stellt für das kinderspezifische Angebot der Caritas Ulm seinen Dolmetscherpool von 24 Dolmetschern für 20 Sprachen zur Verfügung. Der zweite Teilbereich des Projektes umfasst den Ausbau der psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung von traumatisierten erwachsenen Flüchtlingen im südöstlichen Diözesangebiet, deren psychotherapeutische Behandlung und Beratung anderweitig nicht 21 finanziert sind. Die Betroffenen können sich an das BFU oder an Refugio VillingenSchwenningen (RVS) wenden. Im BFU konnten dank dieser Mittel zusätzliche Versorgungskapazitäten geschaffen werden und die psychotherapeutische und psychosoziale Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen auf eine solidere finanzielle Basis gestellt werden. In den 10 Monaten Projektlaufzeit in 2015 erhielten 57 erwachsene Patienten therapeutische Hilfe und 19 psychosoziale Beratung aus diesen Mitteln. 24 Kinder und Jugendliche bekamen im Berichtszeitraum über dieses Projekt therapeutische Hilfe im Einzelfallsetting. 4.3. Asyl-, Migrations- und Integrationsfond (AMIF) (2014 – 2020) der EU Der Europäische Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds unterstützt die Mitgliedstaaten der Europäischen Union bei der effizienten Steuerung der Migrationsströme, bei der Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen und bei der Bewältigung der dadurch entstehenden Folgelasten. Erstmals seit vielen Jahren konnte das BFU in 2015 nicht auf europäische Fördergelder zurückgreifen. Das BFU erhält keine Mittel aus dem AMIF, was mit der 4-fachen Überzeichnung des AMIF-Fördertopfes begründet wurde. Der Wegfall der europäischen Fördermittel konnte u.a. durch die Diözesan-Mittel und ein erhöhtes Spendenaufkommen teilweise kompensiert werden. 4.4. Spenden und Förderbeiträge In 2015 war die Flüchtlingskrise das beherrschende Thema in den Medien, das viele Menschen sehr bewegt hat. Wir konnten uns vermutlich auch daher über eine Steigerung der Spenden und Förderbeiträge freuen und somit über ein Jahresspendenaufkommen, das (inklusive der Förderbeiträge) nur einmal in der 20-jährigen Geschichte des BFU höher lag. Das derzeitige Spendenaufkommen umfasst einen Anteil von ~22 % am Gesamthaushalt des BFU und ist somit ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung unserer Arbeit. 4.5. Fachliche Einbindung des BFU im Jahr 2015 aktives Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft „LAG Baden-Württemberg Flucht und Trauma“ Gründungsmitglied der BAfF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V.) Mitglied bei Amnesty International (Deutsche Sektion) aktives Mitglied des Flüchtlingsrats Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V. aktives Mitglied des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg e.V. Mitglied im Vorstand der AG West/Ulm 22 Mitarbeit am Runden Tisch UMF7 des Staatlichen Schulamts Ulm-Biberach Mitarbeit am Runden Tisch Flüchtlinge in Ulm Mitarbeit an der Gesprächsrunde der Menschenrechtsbeauftragten der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg 5. Die Öffentlichkeitsarbeit des BFU Das BFU konnte in 2015 seine lokale und regionale Vernetzung weiter ausbauen, mit einem stetig steigenden Bekanntheitsgrad bei Institutionen, Verbänden, Vereinen und Akteuren, die in der Flüchtlingsproblematik involviert sind. Die Öffentlichkeitsarbeit des BFU umfasst die Redaktion und ständige Aktualisierung der Website, die Organisation von öffentlichen Veranstaltungen, von Veranstaltungen im Bereich der Jugend- und Erwachsenenbildung, von Aktionen zur Spendenwerbung sowie die regionale und überregionale Medienarbeit. Ein wesentlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit wird unter der Leitung des BFU von einer Honorarkraft geleistet in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen HelferInnen der Kooperationspartner des BFU (Förderverein des BFU sowie Amnesty International Ulm). 5.1. „2. Versorgungsbericht: Traumatisierte MigrantInnen. Ambulante medizinische, psychosoziale und psychotherapeutische Versorgung von traumatisierten MigrantInnen in Baden-Württemberg“ Das BFU war Mitautor bei der Erstellung des o.g. Berichts, der im Oktober 2015 im Rahmen einer Landespressekonferenz in Stuttgart der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Bericht fokussiert u.a. die Strukturellen Probleme der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung Probleme der ambulanten psychosozialen Arbeit seit Einführung des neuen Flüchtlingsaufnahmegesetzes Versorgung von Flüchtlingskindern und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Vorstellung der 5 Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer in BadenWürttemberg Der Bericht wird herausgegeben von der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg, die beide auch die Herstellungskosten übernommen haben. Dafür unser ganz herzlicher Dank! 7 UMF = Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge 23 Der Bericht war schnell vergriffen. Er ist weiterhin als PDF auf der Homepage der Landesärztekammer Baden-Württemberg http://www.aerztekammer-bw.de/ und auf der Homepage der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg http://www.lpk-bw.de/ erhältlich (Suche/Stichwort: Versorgungsbericht). 5.2. Kunstausstellung des Fördervereins des BFU: „Mitten unter Euch“ Vom 26.06. – 22.07.2015 fand in den Räumen der Sparkasse Ulm die Kunstausstellung „Mitten unter Euch“ statt. Organisiert wurde die Ausstellung vom Förderverein des BFU unter Federführung von Matthias Hambücher, dem damaligen Pfarrer der Wengengemeinde. Die Durchführung erfolgte mit großzügiger Unterstützung der Sparkasse Ulm und der Bürgerstiftung Ulm. Die Ausstellung „Mitten unter Euch“ wurde am 26.06.2015, dem Internationalen Tag zur Unterstützung der Folteropfer, eröffnet. Am 29.6.2015 fand zudem eine Vernissage statt, bei der zwei der Künstler anwesend waren und zu der etwa 100 Gäste kamen. Gezeigt wurden Werke der Künstler Anna Arnskötter und Lothar Seruset aus Berlin, Christoph Platz aus Bochum und Frauke Wilken aus Köln, die in ihren Werken die Würde des Menschen thematisieren, ihre Entehrung, ihre Verletzlichkeit und ihre Ohnmacht und damit die erzwungene Würdelosigkeit durch Folter. Ergänzt wurden die plastischen Kunstwerke mit Texten und Liedern von Urs Fiechtner und Sergio Vesely. Der sehr schön gestaltete Katalog zur Kunstausstellung „Mitten unter Euch“ mit Bildern und Gedichten eignet sich als Präsent und kann gegen eine Gebühr von 10,00 EUR im BFU ([email protected]) bestellt werden. Der Erlös kommt vollständig dem BFU zugute. 24 Abb. 22 Eröffnung der Vernissage durch Manfred Oster, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Ulm. Abb. 23 FORTUNA, Werk von Lothar Seruset, 2008 Berlin. 25 5.3. Die Website des BFU (www.bfu-ulm.de) Für die technische Betreuung der Website ist eine externe Honorarkraft zuständig. Die Webseite des BFU wird als ausführliche Dokumentations- und Informationsplattform gepflegt. Neben Informationen über das BFU und zur Behandlung von Folteropfern im BFU finden Besucher der Homepage ausführliche Berichte zu den Themen Folter und Traumata, Fallbeispiele, Bezüge zur deutschen Geschichte, wissenschaftliche Beiträge, Literaturhinweise sowie Möglichkeiten des persönlichen Engagements, um folter-, kriegs- und gewalttraumatisierten Menschen zu helfen. Weiter informiert die Homepage über Bildungsangebote in Form von Fortbildungen für Fachpersonal sowie Vorträgen, Diskussionen und Workshops für Schulen, Universitäten und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Zudem wird auf öffentliche Vorträge und Veranstaltungen des BFU über Folter, Menschenrechte, Flüchtlingsproblematik und Asyl hingewiesen. Nicht zuletzt dient die Website der Spendenwerbung und der Werbung für den Förderverein. Insgesamt entspricht der Umfang der Website rund 500 Buchseiten. Im Berichtszeitraum verzeichnete sie rund 85.000 Besucher/innen mit rund 222.500 Seitenaufrufen. Zur Ergänzung der Internetpräsenz wurde am 23. März 2015 eine Facebook-Seite (FB) für das BFU eingerichtet. Im Berichtszeitraum wurden damit rund 9.000 Personen bei rund 400 „gefällt mir“ - Angaben erreicht. Zusätzlich dazu wurden ausgewählte Nachrichten über das BFU wie z.B. das 20-jährige Jubiläum oder die Verleihung der Integrationsmedaille an M. Makowitzki sowie Stellenanzeigen des BFU in verschiedenen sozialen und beruflichen Netzwerken platziert, darunter Twitter, 3 weitere FB-Seiten und 4 weitere Websites. 5.4. Wanderausstellung „Folter, Flucht und Trauma“ Gemeinsam mit Amnesty International hat das BFU eine Wanderausstellung „Die Würde des Menschen ist (un)antastbar“ mit sachlichen Informationen zu allen Themen rund um die Problematik der Folter gestaltet und bietet diese zusammen mit Rahmenveranstaltungen wie z.B. Vorträgen, Führungen für Schulklassen sowie Autorenlesungen und Konzertlesungen seit Jahren erfolgreich im gesamten deutschsprachigen Raum an. In 2015 wurde die Ausstellung in 2 Exemplaren jeweils für 4 – 6 Wochen in Hechingen, Augsburg, Ravensburg, Ludwigsburg, Bremen, Wasserburg, Dresden, Stuttgart, Reutlingen, Nürnberg, Oldenburg, Ellwangen und Osnabrück gezeigt, verbunden mit durchschnittlich 4,5 Veranstaltungen pro Ort (Vorträge, Kulturveranstaltungen und Führungen für Schulklassen). 5.5. Öffentliche Veranstaltungen Im Berichtszeitraum konnten mit Referenten/innen des BFU oder seiner Kooperationspartner Amnesty Ulm und Förderverein des BFU zahlreiche Veranstaltungen in ganz Süddeutschland durchgeführt werden. Dabei wurde durch Vorträge, Workshops, Lesungen, Fortbildungsseminare und Schulungen für ehrenamtliche Flüchtligshelfer/innen allgemein über Menschenrechte sowie 26 spezifisch über die Verbreitung und Folgen der Folter, die Situation von Flüchtlingen und über die Arbeit des BFU informiert. Viele Veranstaltungen fanden im Rahmen der Menschenrechtsbildung für Jugendliche und junge Erwachsene an Schulen oder in Seminaren zum Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) statt sowie zur Erwachsenenbildung an Volkshochschulen und Akademien. Der überwiegende Teil der insgesamt 235 Veranstaltungen diente der allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit und wurde für ein breites Publikum beworben. Im Einzelnen waren dies: 88 Fachveranstaltungen und andere Termine u.a. mit der Leitung des BFU (M. Makowitzki u. Dr. R. Kurth) für Fachpublikum 28 Veranstaltungen für Jugendliche und Junge Erwachsene mit der Honorarkraft des BFU 61 Öffentliche Veranstaltungen mit der Honorarkraft des BFU 58 weitere Veranstaltungen mit Kooperationspartnern des BFU, insbesondere im Rahmen der Wanderausstellung 5.6. Fachveranstaltungen mit dem Leitungsteam des BFU (Teilnahme bzw. eigene Veranstaltung) 1. 14.01.2015: Integrationsministerium. Erfahrungsaustausch mit Vertretern des IntMin (Hr. Zimmermann, Hr. Pampel): Teilnehmer: Hr. Makowitzki (und weitere Vertreter der PSZ in Baden-Württemberg) 2. 16.01.2015: Neu-Ulmer Zeitung: Interview. (Geschäftsführer RehaVerein), Hr. Makowitzki Teilnehmer: Hr. Schrottenbaum 3. 21.01.2015: Runder Tisch UMF in Ulm (Adalbert-Stifter-Schule, Ulm) Teilnahme v. Hr. Makowitzki 4. 26.01.2015: 1. Klausur des Runden Tischs Flüchtlinge in Ulm (Rathaus): Teilnehmer Hr. Makowitzki 5. 29.01.2015: Landesarbeitsgemeinschaft der PSZ in B-W: Teilnahme Hr. Makowitzki 6. 03.02.2015: Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg/Herr Dr. (Präsident) : Vorstellung der Arbeit des BFU (Fr. Dr. Kurth und Hr. Makowitzki) Munz 7. 10.02.2015: Regio-Team des RehaVerein: Teilnahme Hr. Makowitzki 8. 10.02.2015: Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donaukreis e.V.: Teilnahme Hr. Makowitzki 9. 12.02.2015: 2. Klausur des Runden Tisches Flüchtlinge in Ulm (Rathaus): Teilnahme Hr. Makowitzki 10. 02.03.2015: Vortrag Hr. Dr. Thomas Broch (Bischöflicher Beauftragter für Flüchtlingsfragen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart) im Gemeindesaal der Suso-Kirche, Ulm: Teilnahme und Diskussion Hr. Makowitzki 27 11. 03.03.2015: AK Migration (Alb-Donaukreis und Stadt Ulm), Teilnahme Hr. Makowitzki 12. 05.03.2015: Psychologische Familien- und Lebensberatung der Caritas Therapeutische Arbeit mit Dolmetschern, Fr. Dr. Kurth (drittmittelfinanziert) Ulm: 13. 07.03.2015: Tagung des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg im Friedensgemeindehaus in Stuttgart, Teilnahme Hr. Makowitzki 14. 12.03.2015: Gesprächsrunde der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der PSZ; Teilnahme Hr. Makowitzki 15. 12.03.2015: Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der PSZ in B-W im Diakonischen Werk Stuttgart. Teilnahme Hr. Makowitzki 16. 18.03.2015: Johanniter Hilfsgemeinschaft Ulm: Vorstellung der Arbeit durch Frau Dr. Kurth und Hr. Makowitzki 17. 25.03.2015: Klausur der Leiter der RehaVerein-Einrichtungen: Teilnahme Hr. Makowitzki und Fr. Dr. Kurth 18. 25.03.2015: Gründung der Elisabeth-Käsemann-Stiftung im Hospitalhof Stuttgart: Teilnahme Fr. Dr. Kurth und Hr. Makowitzki 19. 14.04.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki 20. 21.04.2015: Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis Referat v. Hr. Makowitzki 21. 22.04.2015 Leitertreffen des RehaVerein: Teilnahme Dr. Kurth 22. 27.04.2015: Schillergymnasium Pforzheim: 2 Workshops v. Herrn Makowitzki in der Klasse 7 und in der Aula mit Schülern der Oberstufe (insgesamt ca. 100 Schüler) 23. 27.04.2015: Bürgerverein Sonnenhof Pforzheim: Vortrag Herr Makowitzki (40 Zuhörer) (drittmittelfinanziert) 24. 30.04.2015: Gesprächsrunde der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der PSZ; Teilnahme Hr. Makowitzki 25. 30.04.2015: Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der PSZ in B-W im Diakonischen Werk Stuttgart. Teilnahme Hr. Makowitzki 26. 01.05.2015: 1. Mai-Info-Stand des BFU, Förderverein, Flüchtlingsrat Ulm/ADK, Teilnehmer Hr. Makowitzki Amnesty International, 27. 04.05.2015: Vortrag von Dr. Nils Schmid im Haus der Donau: Gespräch mit Hr. Makowitzki wg. Landesförderung der PSZ in B-W 28. 18.05.2015: Pressekonferenz wg. Beginn der Kooperation mit Caritas Ulm wg. „Gemeinsames therapeutisches Angebot für traumatisierte Flüchtlingskinder in der Region. Teilnahme: Hr. Schrottenbaum, Hr. Makowitzki, Hr. Dekan Kloos, Hr. Mattenschlager 29. 22.05.2015: Besuch von Schülern des Schollgymnasiums/ Ulm im BFU. Bericht v. Hr. Makowitzki 28 30. 04.06.2015: Deutscher Evangelischer Kirchentag in Stuttgart/Stand der PSZ im Zelt der Diakonie Württemberg. Teilnahme Hr. Makowitzki 31. 09.06.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki 32. 12.06.2015: Staatsministerium /Stuttgart: Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Nordirak. Vorbereitungstreffen mit Vertretern der PSZ in B-W: Teilnahme Fr. Kiefert und Hr. Makowitzki 33. 13.06.2015: Internationales Fest in Ulm: Teilnahme BFU, AI ; Flüchtlingsrat Förderverein. Teilnehmer Hr. Makowitzki 34. 15.06.2015: Bezirkskrankenhaus Günzburg/Hr. Prof. Dr. Becker (Leiter): Arbeitsgespräch mit Fr. Dr. Kurth und Hr. Makowitzki 35. 16.06.2015: Gesprächsrunde: Psychosoziale Versorgung von traumatisierten minderjährigen Flüchtlingen in Ulm/ Rathaus Ulm: Teilnehmer Hr. Mattenschlager und Hr. Makowitzki 36. 16.06.2015: Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis, Teilnahme Hr. Makowitzki 37. 19.06.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis, Teilnahme Hr. Makowitzki 38. 29.06.2015: Vernissage „Mitten unter Euch“ im Foyer der Sparkasse in der Neuen Mitte in Ulm, Vortrag u.a. v. Hr. Makowitzki (Vgl. Ausstellungskatalog) 39. 30.06.2015: Regio Team des RehaVerein: Teilnahme Hr. Makowitzki 40. 06.07.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis, Teilnahme Hr. Makowitzki 41. 07.07.2015: AK Migration (Alb-Donaukreis und Stadt Ulm), Teilnahme Hr. Makowitzki 42. 08.07.2015: Schubart-Gymnasium, Ulm: Vortrag über das BFU von Fr. Kiefert, Diskussion mit Hr. Makowitzki (ca. 80 Schüler) (drittmittelfinanziert) 43. 15.07.2015: Leitertreffen des RehaVerein: Teilnahme Hr. Makowitzki 44. 15.07.2015: Staatsministerium /Stuttgart: Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Nordirak. Vorbereitungstreffen mit Vertretern der PSZ in B-W: Teilnahme Hr. Makowitzki 45. 22.07.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki 46. 23.07.2015: Gesprächsrunde der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der PSZ; Teilnahme Hr. Makowitzki 47. 23.07.2015: Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der PSZ in B-W im Diakonischen Werk Stuttgart. Teilnahme Hr. Makowitzki 48. 23.07.2015: Bundesverteidigungsministerium – Bürgerdialog mit Frau von der Leyen (Verteidigungsministerin) : Teilnahme Hr. Makowitzki 49. 30.07.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis, Teilnahme Hr. Makowitzki 29 50. 15.09.2015: GRÜNE Landtagsfraktion im BFU, Hr. Lucha , Hr. Lede Abal, Hr. Schrottenbaum, Fr. Dr. Kurth, Hr. Makowitzki 51. 15.09.2015: Landratsamt Ostalbkreis, Mitarbeiterschulung „Traumatisierung Flüchtlingen und der Umgang damit“, Fr. Dr. Kurth (drittmittelfinanziert) bei 52. 15.09.2015: Volkshochschule Ulm, „Das Mädchen“ Filmvorführung mit Regisseur: Teilnahme Fr. Kiefert u. Hr. Makowitzki (Im Zusammenhang mit der Stiftungsgründung der Elisabeth-Käsemann-Stiftung in Stuttgart am 25.03.2015) 53. 22.09.2015: Landratsamt Neu-Ulm: Fortbildung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit. Frau Dr. Kurth (drittmittelfinanziert) 54. 25.09.2015 Sparkasse Ulm, Neu-Mitte. Veranstaltung des DPWV mit Hr. Makowitzki 55. 28.09.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis, Teilnahme Hr. Makowitzki 56. 30.09.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki 57. 30.09.2015: Bezirkskrankenhaus Memmingen: Gemeinsame Fortbildung des BKH Memmingen und des Qualitätszirkels Psychiatrie Memmingen mit dem Thema: „Adäquate psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen“. Vortrag v. Fr. Dr. Kurth (drittmittelfinanziert) 58. 1.10.2015: Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart: Fachtag „Traumatisierte Flüchtlinge verstehen“: Fortbildung für Hauptamtliche und Fachkräfte in der Arbeit mit Flüchtlingen, Vortrag Frau Dr. Kurth (drittmittelfinanziert) 59. 02.10.2015: Landespressestelle Stuttgart. Pressekonferenz der Landesärztekammer B-W und der Landespsychotherapeutenkammer B-W zur Herausgabe des 2. Versorgungsberichts. Teilnahme: Hr. Makowitzki (vgl. Anlage) 60. 02.10.2015: 20-Jahrfeier des BFU im Stadthaus Ulm. Referenten: Fr. Dr. Kurth und Hr. Makowitzki et al. 61. 07.10.2015: Leitertreffen RehaVerein. Teilnahme Fr. Dr. Kurth 62. 08.10.2015: Gesprächsrunde der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der PSZ; Teilnahme Hr. Makowitzki 63. 12.10.2015: Runder Tisch UMF in Ulm (Berblinger-Schule, Ulm) Teilnahme v. Hr. Makowitzki 64. 13.10.2015: Landratsamt Günzburg: Weiterbildung für Ehrenamtliche „Traumatisierung bei Flüchtlingen und der Umgang damit“, Vortrag und Diskussion Frau Dr. Kurth (drittmittelfinanziert) 65. 14.10.2015 Bundeskanzleramt in Berlin: Verleihung der Integrationsmedaille der Bundesregierung an Hr. Makowitzki und sieben weitere Preisträger: Teilnehmer: Fr. Dr. Kurth, Hr. Schrottenbaum GF RehaVerein, u.a. 30 66. 18.10.-20.10.2015 Fachtagung der BAfF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer) in München. Teilnahme Fr. Dr. Kurth, Fr. Dr. Ruppin, Hr. Makowitzki, Fr. Kiefert 67. 21.10.2015: Bezirksärztekammer Südwürttemberg: Fortbildungsveranstaltung in Ulm „Medizinische Versorgung von Flüchtlingen, Vortrag Fr. Dr. Kurth (drittmittelfinanziert) 68. 21.10.2015: Fr. Boureé (ev. Sonntagsblatt). Interview. Teilnehmer: Fr. Dr. Kurth, Hr. Makowitzki 69. 22.10.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki 70. 27.10.2015: Regio Team (RehaVerein): Teilnahme: Hr. Makowitzki 71. 30.10.-01.11.2015: Fortbildung der BFU + IDU-Dolmetscher : „Dolmetschen im Gesundheitswesen vs. in Beratungsstellen: 18 Teilnehmer unter der Leitung von Dipl. Psych. Dieter David und Fr. Margerita Abermann. Organisation: Hr. Makowitzki 72. 10.11.2015: Landratsamt Günzburg, Workshop von Fr. Dr. R. Kurth für Ehrenamtliche im Asylbereich in Stoffenheim (drittmittelfinanziert) 73. 11.11.2015: GPV-Koordination Memmingen/Unterallgäu: Vortrag von Fr. Dr. R. Kurth in Mindelheim (drittmittelfinanziert) 74. 12.11.2015: Fachtag mit Prof. Dr. Kizilhan: Traumatisierte Frauen aus dem Nordirak: Weststadthaus, Ulm. Teilnahme: Hr. Makowitzki 75. 14.11.2015: Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis: Klausur. Teilnahme: Hr. Makowitzki 76. 16.11.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki 77. 17.11.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis, Teilnahme Hr. Makowitzki 78. 18.11.2015: Frau Ekin Deligöz (MdB) im BFU: Besuch und Erfahrungsaustausch, Teilnahme: Fr. Dr. Kurth, Hr. Makowitzki, Hr. Schrottenbaum 79. 19.11.2015: Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der PSZ in B-W im Diakonischen Werk Stuttgart. Teilnahme Hr. Makowitzki 80. 21.11.2015: Flüchtlingsrat Baden-Württemberg in Stuttgart: Workshop Hr. Makowitzki 81. 24.11.2015: Schulung in Qualitätsmanagement (RehaVerein), Heidenheim. Teilnahme: Fr. Kiefert, Hr. Makowitzki 82. 24.11.2015: Sonderkontingent Frauen aus dem Nordirak: Erfahrungsaustausch in der Staatsgalerie in Stuttgart. Teilnahme: Hr. Makowitzki 83. 30.11.2105: Treffen bei Herrn Prof. Dr. Jörg Fegert (Ärztl. Direktor der Kinder – und Jugendpsychiatrie, Ulm): Erfahrungsaustausch und gemeinsame Planungen: Teilnahme. Fr. Dr. Kurth, Hr. Mattenschlager (Caritas), Frau Storck (Geschäftsleitung Caritas) Hr. Makowitzki, Hr. Schrottenbaum (GF-RV) 31 84. 1.12.2015: Stadt Ulm und vh Ulm: Krisenprävention bei traumatisierten Flüchtlingen, Vortrag Fr. Dr. Kurth (drittmittelfinanziert) 85. 03.12.2015: Gesprächsrunde der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der PSZ; Teilnahme Hr. Makowitzki 86. 08.12.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis, Teilnahme Hr. Makowitzki 87. 09.12.2015: Leitertreffen des RehaVerein: Teilnahme Hr. Makowitzki 88. 10.12.2015: LAG-Fachtagung: „Zwischen Verletzlichkeit und Stärke – Multivulnerabilität und Schutzmechanismen von Flüchtlingen“ (120 Teilnehmer) im Diakonischen Werk in Stuttgart: Leitung Fr. Dinzinger und Hr. Makowitzki 5.7. Publikationen Zur Ergänzung und Vertiefung der Publikationen des BFU wurde im Berichtszeitraum der Grundstein für eine Buchreihe gelegt, die mittel- und langfristig eine Plattform für Buchveröffentlichungen als Print- und E-Books rund um die Arbeit des BFU legen und zur Spendenwerbung für das BFU beitragen soll. Im September ist das Buch „Verteidigung der Menschenwürde - Die Arbeit des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm“ erschienen mit zahlreichen Beiträgen namhafter Autoren, Wissenschaftler, Therapeuten und Menschenrechtsaktivisten über die Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen (weitere Informationen siehe www.edition-kettenbruch.de). Dieses Buch kann über das BFU oder über den Buchhandel für 18,90 EUR käuflich erworben werden. 5.8. Spendenwerbung und Finanzbeschaffung Zusätzlich zu den Veranstaltungen und der Wanderausstellung, bei denen regelmäßig durch persönliche Ansprache und Verteilung der Flyer des BFU und seines Fördervereins um Spenden oder die Mitgliedschaft im Förderverein geworben wird, wurden im Berichtszeitraum bei insgesamt 10 Straßenaktionen und Informationsständen in Ulm und Neu-Ulm sowie bei insgesamt 15 Straßenaktionen in anderen Städten der Region die Flyer von BFU und Förderverein verteilt. In der Zusammenarbeit mit Amnesty International wurde bundesweit zur Unterstützung aller Behandlungszentren für Folteropfer ein Zweckspendenprojekt ins Leben gerufen, das ab Ende 2015 finanzielle Mittel für notleidende Behandlungszentren in ganz Deutschland in der Größenordnung von rund 300.000 € pro Jahr zur Verfügung stellen wird. 32 5.9. Menschenrechtsbildung Bildungsangebote für Jugendliche und Erwachsene sind heute ein wesentlicher Bestandteil der Außenwirkung des BFU. Hier geht es nicht allein um die engeren Arbeitsgebiete des BFU, sondern auch um deren komplexe Hintergründe wie z.B. Geschichte und Gegenwart der Menschenrechte, Flucht und Asyl, kulturelle Konflikte, Ausbreitung der Folter in der Welt und vieles mehr. Das BFU bietet mit eigenen Referenten/innen sowie mit Fachleuten seiner Kooperationspartner Unterrichtsbesuche in 8. – 13. Klassen aller Schularten ebenso an wie die Mitgestaltung von Seminaren für junge Erwachsene im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder im Bundesfreiwilligendienst (BFD) sowie Vorträge/Vorlesungen an Universitäten, Volkshochschulen und anderen Trägern der Erwachsenenbildung. Neben Unterrichtsbesuchen an Schulen in der Region wurden im Berichtszeitraum für mehrere Träger von FSJ- und BFD- Seminaren (u.a. Zentrum für Psychiatrie/Akademie Südwest, Christliches Bildungswerk, BRK, DRK, Caritas, Internationaler Bund, Wohlfahrtswerk) ganz- oder halbtägige Seminartage in ganz Süddeutschland durchgeführt. Hinzu kamen zahlreiche Vorträge an Volkshochschulen, Fortbildungsakademien sowie Einrichtungen der katholischen und evangelischen Erwachsenenbildung. Insgesamt können etwa 70 % aller Veranstaltungen, an denen das BFU beteiligt war, der Menschenrechtsbildung für Erwachsene und Jugendliche zugeordnet werden. 5.10. Der Förderverein des BFU Im Berichtszeitraum ist der Förderverein des BFU (FV) auf über 60 Mitglieder angewachsen. Unter anderem organisierte der Förderverein die aufwändige Kunstausstellung „Mitten unter Euch“ und beteiligte sich an den Vorbereitungen für die erfolgreiche Veranstaltung sowie die öffentlichen Aktionen zum 20jährigen Jahrestag der Gründung des BFU. Der Förderverein freut sich über weitere aktive Mitglieder, um auch in Zukunft seine Aufgaben erfüllen zu können. Nähere Angaben zum Förderverein finden Sie unter www.foerderverein-bfuulm.de. 5.11. Kooperation mit Amnesty International Die Gründung des BFU ging auf eine Initiative von Amnesty-Mitgliedern in Ulm zurück, weshalb eine kontinuierliche Kooperation mit Amnesty International in der Natur der Sache lag und liegt. Im umfangreichen und häufig genutzten Angebot von Amnesty für die Menschenrechtsbildung für Jugendliche und Erwachsene ist das BFU heute bundesweit als Beispiel und Vorbild für ein erfolgreiches Menschenrechtsprojekt sehr gut vertreten. Sowohl bei Schulungen wie auch bei öffentlichen Veranstaltungen in ganz Deutschland wird die Arbeit der Psychosozialen Zentren in Deutschland häufig am Beispiel der Arbeit des BFU und seiner Geschichte illustriert und Presseanfragen zur Arbeit der deutschen Behandlungszentren an das BFU weiter geleitet, wodurch Amnesty International in Deutschland indirekt zur Öffentlichkeitsarbeit und Finanzbeschaffung für das BFU beiträgt. Auch die Wanderausstellung des BFU wird von 33 Amnesty in nahezu allen Bundesländern in Schulen und Universitäten eingesetzt. Auf Betreiben des BFU hat Amnesty in Deutschland die politische und finanzielle Unterstützung aller Behandlungszentren verstärkt auf seine Agenda gesetzt, führt bundesweit öffentliche Aktionen dafür durch und hat in 2015 ein Zweckspendenprojekt aufgelegt, das über mehrere Jahre hinweg zusätzliche Finanzmittel für die Behandlungszentren zur Verfügung stellen wird. 5.12. 20 Jahre BFU Im Herbst 2015 konnte das Behandlungszentrum für Folteropfer (BFU) sein 20-jähriges Bestehen feiern. Zu diesem Anlass fand am 02.10.2015 im Stadthaus Ulm eine Jubiläumsveranstaltung statt mit Festbeiträgen des damaligen Ulmer Oberbürgermeisters Ivo Gönner, den beiden Leitern des BFU, Manfred Makowitzki (BFU) und Dr. Regina Kurth (BFU), dem Geschäftsführer der Trägerorganisation (Rehaverein) Heiner Schrottenbaum sowie Prof. Dr. Wolf-Dietrich Hammann (Ministerialdirektor im Ministerium für Integration Baden-Württemberg). Der Chor Levantate e.V. sorgte für den feierlichen musikalischen Rahmen. Das Ereignis fand große Resonanz, die Presse berichtete und es kamen zu der Veranstaltung etwa 300 Besucher. Abb. 24 Jubiläumsveranstaltung 20 Jahre BFU am 02.10.2015 im Stadthaus Ulm. 5.13. Verleihung der Integrationsmedaille der Bundesregierung an Manfred Makowitzki Für sein unermüdliches Engagement wurde Manfred Makowitzki mit der Integrationsmedaille der Bundesregierung ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 14.10.2015 im Bundeskanzleramt Berlin durch Staatsministerin Aydan Özoguz statt. Neben Manfred Makowitzki wurden sieben weitere Preisträger ausgezeichnet, die sich zivilgesellschaftlich für Flüchtlinge und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte einsetzen. 34 Abb. 25 Staatsministerin Aydan Özoguz (links) händigte die Integrationsmedaille an den Ulmer Manfred Makowitzki (4. von links) aus. (Quelle: Bundesregierung / Guido Bergmann) 5.14. Danksagungen Für die Unterstützung im vergangenen Jahr geht unser besonderer Dank an das Integrationsministerium des Landes Baden-Württemberg für die institutionelle Förderung des BFU (und der anderen vier PSZ in Baden-Württemberg), das Bischöfliche Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die großzügige Finanzierung unseres Projektverbundes: „Psychotherapeutische und psychosoziale Hilfen für traumatisierte geduldete und anerkannte Flüchtlinge und Flüchtlingskinder im Gebiet der Diözese Rottenburg–Stuttgart für die Periode 2015-2017“, den Förderverein des BFU mit seinen über 60 Mitgliedern für die großzügige Unterstützung im vergangenen Jahr, die Johanniter Hilfsgemeinschaft Ulm für die großzügige finanzielle Unterstützung unserer Renovierungsarbeiten im Sommer 2015 die Stadt Ellwangen, die uns seit 20 Jahren fördert 35 die Initiative Eine Welt e.V., Göppingen die Schüler der Klasse 7a des Schillergymnasiums in Pforzheim den Verein Ulmer Weltladen e.V. für 20 Jahre Förderung des BFU den Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donaukreis e.V. die Katholische Gesamtkirchengemeinde Ulm den KAB-Kreisverband Iller-Donau das Ehepaar L., Gerlingen und weitere über 250 Einzelpersonen und Organisationen, die uns mit kleinen und größeren Beträgen geholfen haben, die ihren Namen aber nicht im Internet sehen möchten. 36