Jahresbericht - Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm

Werbung
Jahresbericht
2015
Patientenstatistik
Haushalt
Öffentlichkeitsarbeit
Jahresbericht 2015 des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm
(BFU)
1.
Methodik der Leistungserfassung
Zur Evaluation der Leistungen im BFU wurden - wie seit 2011 eingeführt - eine Anfangs-,
Zwischen-, und Abschlusserhebung durchgeführt. Dabei wurden u. a. Fragen zur aktuellen
Befindlichkeit wie auch zu Veränderungen im Laufe der Therapie erfasst, sowohl als
Einschätzungen von Seiten des Therapeuten, als auch als Einschätzungen von Seiten der
Patienten. Aufgrund der fehlenden Deutschkenntnisse der Patienten wurde die Befragung als
Interview während der Therapiestunde vom Therapeuten mit Hilfe eines Dolmetschers
durchgeführt.
Im Berichtszeitraum wurden 130 Patienten gesehen. Die Anfangserhebung wurde in der Regel
am Ende der probatorischen bzw. diagnostischen Sitzungen erfasst. Diese lag bei 114 der 130
Patienten vor. Von den anderen 16 Patienten wurden nur demographische Variablen erfasst.
Grund hierfür ist, dass bei 14 Patienten lediglich ein Erstkontakt (1-2 Sitzungen) stattfand und 2
Patienten ihre Therapie vor Einführung der Therapieevaluation 2011 begannen.
Die Zwischenerhebung wurde jeweils am Ende eines Halbjahres erhoben und spiegelt bei
Patienten, die ihre Behandlung noch nicht abgeschlossen haben, den aktuellen Therapiestand
wider. Die Zwischenerhebung wurde nur bei Patienten erhoben, die bereits mindestens 5
Therapiesitzungen hatten. Die Datensätze der Zwischenerhebung lagen bei 71 der 130 Patienten
vor. Von N = 59 lagen keine Zwischenerhebungsdaten vor. Das hat folgende Gründe:
8
Weniger als 5 Therapiesitzungen
32 Nur Diagnostik, es folgte keine Therapie
3
In diagnostischer Phase
16 Nur Erstkontakt
Durch die Daten der Zwischenerhebung konnten Angaben zum aktuellen Befinden gemacht
werden. Durch die Einbeziehung der Daten von Anfangs- und Abschlusserhebung konnten
ebenso Veränderungen über die Zeit betrachtet werden.
Des Weiteren wurde der Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS)1, sowie die Global
Assessment of Functioning - Skala (GAF)2 erhoben. Die folgenden Werte sind auf- bzw.
abgerundet.
1
Schepank, H. (1995). Der Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS) – ein Instrument zur Bestimmung der
Schwere einer psychogenen Erkrankung. Göttingen: Beltz Test GmbH.
2
Saß, H., Wittchen, H.-U., Zaudig, M. & Houben, I. (Dt. Bearbeitung) (2003): Diagnostische Kriterien des
Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen. DSM-IV-TR. Göttingen: Hogrefe.
2
1.1.
Begünstigte
Im Berichtsjahr 2015 wurden im Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU) insgesamt 130
Patienten psychotherapeutisch versorgt. Davon waren N = 120 erwachsene traumatisierte
Flüchtlinge und N = 10 akuttraumatisiert (entspricht 7,7% der Patienten).
Die Angebote für N = 130 waren Folgende (Abb. 1):
70 Einzelpsychotherapie
9
Einzelpsychotherapie und Kunsttherapie
32 Nur Diagnostik, es folgte keine Therapie
3
Noch in diagnostischer Phase
16 Nur Erstkontakt
Zusätzlich
 wurden für 29 Patienten
psychologische
Stellungnahmen verfasst
 wurde mit 1 Patienten ein
Paargespräch durchgeführt
 erhielten 6 Patienten zusätzlich psychosoziale Beratung
Abb. 1 Leistungsangebote des BFU 2015
Von den N = 130 waren 39 Frauen und 91 Männer. Sie waren zwischen 19 und 60 Jahre alt (M3
= 35,0; SD4 = 9,8). Die Hauptherkunftsländer waren Afghanistan (13,1%), Nigeria (10,8%) und
Serbien (7,7%). Abb. 2 zeigt die weiteren Herkunftsländer:
3
4
M = Mittelwert
SD = Standardabweichung
3
Abb. 2 Herkunftsländer der Patienten
Im Folgenden wird von 71 Patienten (davon N = 3 Akuttraumatisierte) berichtet, bei denen auch
eine Zwischenerhebung durchgeführt wurde. In den einzelnen Kategorien kam es zu fehlenden
Werten, weil nicht jeder Patient jede Frage beantwortete.
1.2.
Aufenthaltsstatus
Zum Zeitpunkt der Zwischenkatamnese hatten insgesamt 71,8% der Patienten keinen Aufenthalt:
Aufenthaltsgestattung (§ 55 AsylVfG) lag bei 49,3% und eine Duldung (§ 60a AufenthG) bei
22,5% vor. Dieser Anteil lag bei denselben Patienten zum Zeitpunkt der Anfangserhebung noch
bei 90,2%: 69,0% hatten Aufenthaltsgestattung (§ 55 AsylVfG) und 21,2% Duldung (§ 60a
AufenthG).
Der Anteil eines relativ sicheren Aufenthalts (ein unbefristeter Aufenthalt, ein anerkanntes Asyl,
oder ein Aufenthalt aus humanitären Gründen) lag zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung
insgesamt bei 23,9%: anerkanntes Asyl (4,2%); Aufenthalt aus humanitären Gründen (12,7%)
4
und sonstiger begrenzter Aufenthalt (7,0%). Dieser relativ sichere Aufenthaltsstatus ist ein
wesentlicher Faktor, der sich positiv auf das Gesamtbefinden der Patienten auswirkt. Zusätzlich
waren 4,3% Inländer.
Der Aufenthaltsstatus zum Zeitpunkt der Anfangs- bzw. Zwischenerhebung ist in Abb. 3
dargestellt.
Abb. 3 Aufenthaltsstatus der Patienten zum Zeitpunkt der Anfangs- bzw. Zwischenerhebung
1.3.
Einschätzungen des Befindens aus Sicht der Therapeuten
Der Leidensdruck, die Therapiemotivation und Compliance/ Mitarbeit wurden von Seiten der
Therapeuten auf einer 5-stufigen Skala eingeschätzt (Kategorien: keine/r, etwas, mittel,
deutlich, sehr), wobei keine/r einem Wert von 1 und sehr einem Wert von 5 entspricht.
Aus therapeutischer Sicht bestand bei 31,0% der Patienten ein deutlicher bis sehr starker
Leidensdruck (M = 3,0; SD = 1,0). Die Therapiemotivation war nach Einschätzung der
Therapeuten bei 47,9% der Patienten deutlich bis sehr stark ausgeprägt (M = 3,3; SD = 1,1).
Eine deutliche bis sehr starke Mitarbeit/ Compliance zeigten 52,1% der Patienten (M = 3,6; SD =
1,0). Die therapeutische Einschätzung ist in Abb. 4, Abb. 5 und Abb. 6 dargestellt. Bei jeweils
2,8% fehlten die Angaben.
Abb. 4 Therapiemotivation aus therapeutischer
Sicht
Abb. 5 Compliance aus therapeutischer Sicht
5
Abb. 6 Leidensdruck aus therapeutischer Sicht
Im Vergleich zum Beginn der Therapie konnte nach Einschätzung der Therapeuten mehrheitlich
eine deutliche Verbesserung des Befindens und der sozialen Situation festgestellt werden (Abb.
7, Abb. 8, Abb. 9): So schätzten die Therapeuten das körperliche Befinden im Vergleich zum
Beginn der Therapie von 78,9% der Patienten als besser oder deutlich besser, von 21,1%
hingegen als unverändert ein. Die Kategorien schlechter oder deutlich schlechter wurden in
keinem der Fälle gewählt. Das psychische Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie
wurde von den Therapeuten sogar von 88,7% als besser oder deutlich besser eingeschätzt, von
8,5% als unverändert und nur von 1,4% als schlechter (fehlend: 1,4%). Die soziale Situation (die
Aufenthalt, Wohn- und Beschäftigungssituation sowie soziale Kontakte umfasst) im Vergleich zu
Beginn der Therapie beschrieben die Therapeuten bei 70,5% als besser oder deutlich besser,
von 23,9% als unverändert und nur von 4,2% als schlechter (fehlend: 1,4%).
Abb. 7 Körperliches Befinden aus therapeutischer
Sicht
Abb. 8 Psychisches Befinden aus therapeutischer
Sicht
6
Abb. 9 Soziale Situation aus therapeutischer Sicht
1.4.
GAF-Skala (Global Assessment of Functioning)5
Die GAF-Skala kodiert die globale Erfassung des Funktionsniveaus auf drei Ebenen (psychisch,
sozial und beruflich). Diese Skala kann auch dazu dienen, Aussagen über den Fortschritt der
Patienten anhand eines einzigen Maßes zu verfolgen. GAF-Werte werden zwischen 1 und 100
kodiert. Die psychischen, sozialen und beruflichen Funktionen sind auf einem hypothetischen
Kontinuum von psychischer Gesundheit bis Krankheit gedacht. Ein Code von 91-100 würde zum
Beispiel eine "Hervorragende Leistungsfähigkeit in einem breiten Spektrum von Aktivitäten;
Schwierigkeiten im Leben scheinen nie außer Kontrolle zu geraten; keine Symptome"
wiederspiegeln. Ein Code von 1-10 würde im Gegensatz dazu zum Beispiel eine "Ständige
Gefahr, sich oder andere schwer zu verletzen (z. B. wiederholte Gewaltanwendung) ODER
anhaltende Unfähigkeit, die minimale persönliche Hygiene aufrechtzuerhalten ODER ernsthafter
Selbstmordversuch mit eindeutiger Todesabsicht" widerspiegeln.
Die Patienten (einschließlich der Akutpatienten) zeigten zur Zwischenerhebung im Mittel einen
Wert von 63,4 (SD = 10,4), während sie zum Zeitpunkt der Anfangserhebung einen deutlich
geringeren Mittelwert von 53,7 (SD = 7,1) zeigten, d. h. die Patienten konnten sich während der
psychotherapeutischen Behandlung deutlich stabilisieren. Ein Wert von 61-70 bezeichnet per
Definition: „Einige leichte Symptome […] ODER einige leichte Schwierigkeiten hinsichtlich der
sozialen, beruflichen oder schulischen Leistungsfähigkeit […], aber im allgemeinen eine relativ
gute Leistungsfähigkeit, hat einige wichtige zwischenmenschliche Beziehungen." Allgemein gilt
als Voraussetzung für eine ambulante Psychotherapie ein GAF-Wert > 50 (Saß, Wittchen,
Zaudig & Houben, 2003, S.47-49).
Zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung lagen laut den GAF-Werten 24 Patienten (33,8%) im
Bereich zwischen 50 und 59, 28 Patienten (39,4%) zwischen 60 und 69, 6 Patienten (8,5%)
zwischen 70 und 79 und 7 Patienten (9,8%) hatten einen Wert ab 80 (GAF-Werte von 80 oder
höher aus der Abschlusserhebung, bzw. von Patienten, die sich in der Abschlussphase
befanden). In 8,5% (N = 6) der Fälle fehlten die Angaben. Zum Zeitpunkt der Anfangskatamnese
5
Saß, H., Wittchen, H.-U., Zaudig, M. & Houben, I. (Dt. Bearbeitung) (2003): Diagnostische
Kriterien des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen. DSM-IV-TR. Göttingen:
Hogrefe.
7
hingegen erreichte 1 Patient (1,4%) einen Wert zwischen 70 und 79, 15 Patienten (21,1%) einen
Wert zwischen 60 und 69 und 36 Patienten (50,7%) einen Wert zwischen 50 und 59. 9 Patienten
(12,7%) hatten sogar einen Wert zwischen 40 und 49 und 1 Patient (1,4%) einen Wert unter 40.
In 12,7% (N = 9) fehlten die Angaben. Abb. 10 zeigt die GAF-Werte zum Zeitpunkt der Anfangsbzw. Zwischenerhebung in Prozent.
Abb. 10 GAF zum Zeitpunkt der Anfangs- bzw. Zwischenerhebung
1.5.
Der Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS)6
Beim Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS) handelt es sich um ein theorieunabhängiges
Experten-Ratingverfahren, mit dem die Beeinträchtigung eines Menschen durch seine
psychogene
Erkrankung
eingeschätzt
werden
kann.
Die
Einschätzung
der
Beeinträchtigungsschwere erfolgt auf drei zentralen Dimensionen mit jeweils fünf Skalenstufen:
1. die körperliche Beeinträchtigung; 2. die Beeinträchtigung im psychischen Bereich und 3. die
sog. sozialkommunikative Beeinträchtigung, d. h. die Beeinträchtigungen hinsichtlich
Beziehungsfähigkeit und –verhalten umfasst. Der Summenwert ergibt den Schweregrad
(zwischen 0 und max. 12), die Punktwerte der drei Dimensionen ergeben das Ausmaß der
Beeinträchtigung. Ein Summenwert von 0-1 ist als optimale Gesundheit anzusehen, ein
Summenwert von 10-12 verdeutlicht einen in jeder Hinsicht schwerst gestörten Patienten mit
extremen psychischen Beeinträchtigungen in allen drei Dimensionen.
Der BSS lag zum Zeitpunkt der Anfangserhebung bei einem Mittelwert von 7,7 (SD = 2,1). Zum
Zeitpunkt der Zwischenerhebung lag der BSS im Mittel bei 5,0 (SD = 2,1), d. h. die
Beeinträchtigung der Patienten reduzierte sich während der psychotherapeutischen Behandlung
deutlich.
Zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung lagen laut den BSS-Werten keiner der Patienten im
Bereich einer extrem schweren Erkrankung, 9,9% im Bereich einer außerordentlich schweren
Erkrankung, 31,0% der Patienten im Bereich einer ausgeprägten Störung, 31,0% im Bereich
6
Schepank, H. (1995). Der Beeinträchtigungs-Schwere-Score (BSS) – ein Instrument zur
Bestimmung der Schwere einer psychogenen Erkrankung. Göttingen: Beltz Test GmbH.
8
einer deutlichen Störung, 9,9% im Bereich einer leichten Störung und 8,5% wurden als gesund
eingestuft. In 9,9% der Fälle lagen keine Daten vor.
Während der Anfangserhebung lagen dagegen noch 15,5% im Bereich einer extrem schweren
Erkrankung und 36,5% im Bereich einer außerordentlich schweren Erkrankung. 25,4% lagen im
Bereich einer ausgeprägten Störung, 11,3% im Bereich einer deutlichen Störung, und 1,4%
Bereich einer leichten Störung. Kein Patient wurde als gesund eingestuft (fehlend: 9,9%). Die
BSS-Werte sind in Abb. 11 dargestellt:
Abb. 11 Beeinträchtigungs-Schwere-Score zum Zeitpunkt der Anfangs- bzw. Zwischenerhebung
1.6.
Patienteneinschätzungen des Befindens
Zur Frage wie belastet die Patienten sich insgesamt erlebten, ergab sich auf einer Skala von 0
bis 10 zum Zeitpunkt der Zwischenerhebung ein durchschnittlicher Wert von 5,6 (SD = 2,4). Die
Angst vor Abschiebung lag nach Angaben der Patienten auf einer Skala von 0 bis 10 bei einem
Mittelwert von 5,8 (SD = 3,3). 35,2% gaben eine starke Angst vor Abschiebung an (Werte auf der
Skala von 7 bis 10). Im Vergleich dazu hatten die Patienten bei der Anfangserhebung noch
deutlich höhere Werte angegeben: die Belastung wurde mit durchschnittlich 7,9 (SD = 1,9), die
Angst vor Abschiebung mit 8,8 (SD = 2,3) beziffert (Abb. 12, Abb. 13).
9
Abb. 12 Patienteneinschätzung: Belastung
Abb. 13 Patienteneinschätzung: Angst vor
Abschiebung
Befragungen der Patienten bestätigten den von den Therapeuten beschriebenen positiven
Behandlungsverlauf (Abb. 14, Abb. 15, Abb. 16): 69,0% der Patienten gaben an, dass sich ihr
körperliches Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie verbessert oder sogar deutlich
verbessert habe und 12,7% berichteten von einem unveränderten körperlichen Befinden
(fehlend: 18,3%). Die Kategorie schlechter oder deutlich schlechter wurde in keinem der Fälle
gewählt.
Das psychische Befinden hatte sich im Vergleich zum Beginn der Therapie laut Patienten bei
74,6% verbessert oder deutlich verbessert und wurde nur von 7,1% als unverändert angegeben
(fehlend: 18,3%). Die Kategorie deutlich schlechter wurde in keinem der Fälle gewählt.
70,4% der Patienten berichteten eine verbesserte oder deutlich verbesserte soziale Situation und
11,3% eine unveränderte Situation als zu Beginn der Therapie (fehlend: 18,3%).
Abb. 15 Soziale Situation aus Sicht des Patienten
Abb. 14 Körperliches Befinden aus Sicht des
Patienten
10
Abb. 16 Psychisches Befinden aus Sicht des Patienten
Die Therapie wurde von den Patienten allgemein als sehr positiv und als sehr hilfreich
eingeschätzt (Abb. 17, Abb. 18): 70,4% der Patienten gaben an, dass die Behandlung sehr oder
ziemlich hilfreich sei, 11,3% empfanden sie als etwas hilfreich und nur 1,4 als kaum oder nicht
hilfreich (fehlend: 16,9%, N = 12). 76,1% gaben an, mit der Behandlung sehr oder ziemlich
zufrieden zu sein, 5,6% waren etwas zufrieden und 1,4% kaum oder gar nicht zufrieden (fehlend:
16,9%, N = 12).
Abb. 17 Wie gut hilft die Behandlung?
Abb. 18 Zufriedenheit mit der Behandlung
11
2.
Datenauswertung
Anzahl der
Patienten
statistisch
erfassten
Merkmale der Begünstigten
2015: ..…………………………………………….….........……….N=130
Erwachsene traumatisierte Flüchtlinge……………………………....92,3%
Akuttraumatisierte……………………………………………….……….7,7%
Alter (N = 130):
Minimum (min) = 19 Jahre
Maximum (max) = 60 Jahre
M = 35,0 Jahre; SD = 9,8 Jahre
Geschlecht (N = 130):
weiblich………………………..……………………..……………….…30,0%
männlich…………………………..….…………….………...………....70,0%
Nationalität (N = 130)
1. Afghanistan……………………………………..……………...…….13,1%
2. Nigeria…….………...………………..….………………..….….…..10,8%
3. Serbien……...……..….…………………………...…………........…7,7%
4. Deutschland, Tschetschenien…………….......................jeweils 6,9%
5. Gambia, Kongo, Kosovo…………….……………............jeweils 6,2%
6. Iran………………………………………………………………..…. 4,6%
7. Bosnien-Herzegowina, Syrien, Togo, Türkei..……..…….jeweils 3,8%
8. Eritrea………………..……………………………….………………. 3,1%
9. Kamerun……………..…...………………………………………….. 2,3%
10. Algerien……………….. …………………………………...……… 1,5%
11. Georgien, Irak, Kasachstan, Kroatien, Libanon,
Mazedonien, Pakistan, Russland, Senegal, Sierra Leone,
Sri Lanka…………………………………………………………jeweils 0,8%
Leistungsangebote
N = 99:
Einzelpsychotherapie ...……………………..………………….…..…53,9%
Einzelpsychotherapie und Kunsttherapie ……………….….………..6,9%
Nur Diagnostik ……………………...………………………..……..…24,6%
12
In diagnostischer Phase………………………………..………..….....2,3%
Erstkontakt ……………………………………………………..………12,3%
Ab hier Angaben von N = 71 Patienten mit Zwischenerhebung
Aufenthaltsstatus der Begünstigten
-Zum Zeitpunkt der
Anfangserhebung-
Aufenthaltsgestattung (§ 55 AsylVfG)…………..……….…....…….69,0%
Duldung (§ 60a AufenthG)………..……….…………...……..…...….21,2%
Anerkanntes Asyl (§ 25,1 oder § 25,2 AufenthG)……………........…2,8%
Aufenthalt aus humanitären Gründen (§ 25,3 AufenthG)…............….0%
Inländer……………………………………………………………………4,2%
Sonstiger begrenzter Aufenthalt…………………………………..…...1,4%
Sonstiger unbegrenzter Aufenthalt………………………………..…...1,4%
Global Assessment of Functioning
M = 53,7; SD = 7,1
(GAF) der letzten 7 Tage
<40………………………………………………………………...…….1,4%
-Zum Zeitpunkt der
Anfangserhebung40-49…………………………………………………………………..12,7%
50-59…………………………………………………………………..50,7%
60-69……………………………………………..……………………21,1%
>70…………………………………………………………...………….1,4%
Fehlend………………………………..………………………………12,7%
Beeinträchtigungs-Schwere-Score
(BSS)
-Zum Zeitpunkt der
Anfangserhebung-
M = 7,7; SD = 2,1
10-12 (extrem schwere Erkrankung)……………..…………..………15,5%
8-9 (außerordentlich schwere Erkrankung)…………..…...………..36,5%
6-7 (ausgeprägte Störung)……..…………………..…..……...……..25,4%
4-5 (deutliche Störung)………………….…….…….……….....……..11,3%
2-3 (leichte Störung)………………..………………………..……........1,4%
0-1 (optimale Gesundheit)…………..…..…….………….………………0%
Fehlend ……………………………………………..…………………....9,9%
Patienteneinschätzungen
Befindens
-Zum Zeitpunkt der
Anfangserhebung-
des
„Wie belastet fühlen Sie sich derzeit insgesamt?“
M = 7,9; SD = 1,9
0-3 (keine bis wenig Belastung).……………..…..…….…….….…….2,8%
4-6 (mittlere Belastung) .………..……………...…….……..….….....12,7%
7-10 (starke Belastung).………….…………..……………..…….…..64,8%
Fehlend…………………………………..……...…….….…...…....….19,7%
13
„Wie stark ist Ihre Angst vor Abschiebung?“
M = 8,8; SD = 2,3
0-3 (keine bis wenig Angst)……………………………………...….....2,8%
4-6 (mittlere Angst) ………………………………………..…….……..5,7%
7-10 (starke Angst)………………………………….………………....67,6%
Nicht zutreffend…………………………………………………………..5,7%
Fehlend…………………………………………….……..……………..18,2%
ab hier Angaben von der Zwischenerhebung……………………………………………………………….N = 71
Aufenthaltsstatus der Begünstigten
-Zum Zeitpunkt der
Zwischenerhebung-
Aufenthaltsgestattung (§ 55 AsylVfG)…………..……….….…...….49,3%
Duldung (§ 60a AufenthG)………..……………….......……..…...….22,5%
Anerkanntes Asyl (§ 25,1 oder § 25,2 AufenthG)…………........……4,2%
Aufenthalt aus humanitären Gründen (§ 25,3 AufenthG)…....….…12,7%
Inländer……………………………………………………………………4,2%
Sonstiger begrenzter Aufenthalt…………………………………..…...7,0%
Sonstiger unbegrenzter Aufenthalt………………………………..….....0%
Einschätzungen des Befindens aus Leidensdruck
Sicht der Therapeuten
M = 3,1; SD = 0,9
-Zum Zeitpunkt der
1 = keiner………………………………………………………….……...8,5%
Zwischenerhebung2 = etwas………………………………………………...……………...16,9%
3 = mittel…...…………………………………..………….…………….40,8%
4 = deutlich……………...……………………………….…………..…28,2%
5 = sehr…………………………………………….……………….........2,8%
Fehlend ……………………………………………………………..……2,8%
Therapiemotivation
M = 3,3; SD = 1,1
1 = keine………………………………………………………..……...…8,5%
2 = etwas……...………….......………………….……………..……..…9,4%
3 = mittel…………………………………………………...….………...31,0%
4 = deutlich……………………………………………………….……..36,6%
14
5 = sehr……………..………………………….……………….……….11,3%
Fehlend ……………………………………………………………..……2,8%
Compliance / Mitarbeit
M = 3,6; SD = 1,0
1 = keine…………………………………………………………….………0%
2 = etwas……...………….......………………….……..………………14,1%
3 = mittel……………………………..……..…...………….…….….....31,0%
4 = deutlich…………………...……………………….……………..…32,4%
5 = sehr……………………………………………….……..…….…....19,7%
Fehlend ……………………………………………………………..……2,8%
Körperliches Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie
M = 2,1; SD = 0,6
1 = deutlich besser………………………………...….......…………...15,5%
2 = besser……………………...….…………………………...…….…63,4%
3 = unverändert…………………………...…...…..………….….…....21,1%
4 = schlechter………...………........................……………….……..….0%
5 = deutlich schlechter…………………………………….……………....0%
Psychisches Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie
M = 1,9; SD = 0,6
1 = deutlich besser………….……....……………..…………………..21,1%
2 = besser………...…….....……………………………………………67,6%
3 = unverändert…………..…………………….………………….........8,5%
4 = schlechter...….……..…….…………………………………...…..…1,4%
5 = deutlich schlechter………………………………..……………….…..0%
Fehlend ……………………………………………………………..……1,4%
Soziale Situation im Vergleich zum Beginn der Therapie
M = 2,2; SD = 0,7
1 = deutlich besser………………...……………………………….….15,5%
2 = besser………………...….…………………………………………55,0%
3 = unverändert………...…...………………………………………....23,9%
15
4 = schlechter……………..….………………………………………….4,2%
5 = deutlich schlechter………………………………………………..…..0%
Fehlend ……………………………………………………………..……1,4%
Global Assessment of Functioning
M = 63,4; SD = 10.4
(GAF) der letzten 7 Tage
40-49………………………………………………………………………..0%
-Zum Zeitpunkt der
Zwischenerhebung50-59……………………………………………………………………33,8%
60-69……………………………………………………………………39,4%
70-79…………………………………………………………………..…8,5%
>80………………………………………………………………………..9,8%
Fehlend…………………………………………………………………..8,5%
Beeinträchtigungs-Schwere-Score
(BSS)
-Zum Zeitpunkt der
Zwischenerhebung-
M = 5,0; SD = 2,1
10-12 (extrem schwere Erkrankung)……………..……………..……….0%
8-9 (außerordentlich schwere Erkrankung)…………..……………….9,9%
6-7 (ausgeprägte Störung)……..…………………..…..……………..31,0%
4-5 (deutliche Störung)………………….…….…….………….……..31,0%
2-3 (leichte Störung)………………..………………………..……........9,9%
0-1 (optimale Gesundheit)…………..…..…….………………….…….8,5%
Fehlend …………………………………………………………………..9,9%
Patienteneinschätzungen
Befindens
-Zum Zeitpunkt der
Zwischenerhebung-
des „Wie belastet fühlen Sie sich derzeit insgesamt?“
M = 5,6; SD = 2,34
0-3 (keine bis wenig Belastung).……………..…..…….……….……14,1%
4-6 (mittlere Belastung) .………..……………...…….……..…….…..35,2%
7-10 (starke Belastung).………….………………………..…………..28,2%
Fehlend……………………………………..….…..…….….…..……...22,5%
„Wie stark ist Ihre Angst vor Abschiebung?“
M = 5,8; SD = 3,3
0-3 (keine bis wenig Angst)……………………………………...…....18,3%
4-6 (mittlere Angst) ………………………………………..…….…….19,7%
7-10 (starke Angst)………………………………….………………....35,2%
Nicht zutreffend ………….……………………………………………..9,9%
Fehlend…………………………………………….……..…………….16,9%
16
Körperliches Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie
M = 1,8; SD = 0,7
1 = deutlich besser………….……..…………………………………..25,4%
2 = besser…………………..…..………………………………………43,6%
3 = unverändert…………...…...……………………………..….….…12,7%
4 = schlechter……………………………………..…………..……..…….0%
5 = deutlich schlechter……………………………………….……….…...0%
Fehlend………………………………………………………………….18,3%
Psychisches Befinden im Vergleich zum Beginn der Therapie
M = 1,8; SD = 0,6
1 = deutlich besser…………………………………...…..….………...19,7%
2 = besser……………………......…………………….…………….…54,9%
3 = unverändert…………………..………………………..…….….......7,1%
4 = schlechter…………..……….……..……………………………….…0%
5 = deutlich schlechter……………………………………………………0%
Fehlend………………………………………………………….………18,3%
Soziale Situation im Vergleich zum Beginn der Therapie
M = 1,9; SD = 0,6
1 = deutlich besser……………………………….……...…..….……..18,3%
2 = besser………………...……………………………………….……52,1%
3 = unverändert…………..………....………………………………....11,3%
4 = schlechter……………………………………………………….……..0%
5 = deutlich schlechter…………………………………………..….…….0%
Fehlend……………………………………………...…….……….…..18,3%
„Wie gut hilft Ihnen die Behandlung bei den Beschwerden, wegen derer
Sie in Behandlung gekommen sind?“
M = 4,3; SD = 0,8
1 = überhaupt nicht…………………………………………………......1,4%
2 = kaum………………………………………………………...………….0%
3 = etwas………………………………........….………………………11,3%
4 = ziemlich……….………………………...…………..………..…….29,6%
5 = sehr………………………………………………………………….40,8%
Fehlend………………………………………………………….....……16,9%
17
„Wie zufrieden sind Sie mit der Behandlung dieser Beschwerden und
Probleme?“
M = 4,5; SD = 0,8
1 = überhaupt nicht……………………………………………………...1,4%
2 = kaum…………………………………………………………….……...0%
3 = etwas………………………………..……………………..….…...…5,6%
4 = ziemlich………………………….……………...……….……….…26,8%
5 = sehr...…………………………………………………….…..……..49,3%
Fehlend……………………………………………………………..…...16,9%
18
3.
Mitarbeiter im Jahr 2015
Die Leitung des BFU ist unterteilt in die Therapeutische Leitung (Psychologische
Psychotherapeutin; angestellt) und die Organisatorische Leitung (Soziologe/Politologe;
angestellt).
Die therapeutische und psychosoziale Versorgung der Patienten wurde im Berichtszeitraum
durch eine festangestellte Psychotherapeutin sowie eine weitere Psychotherapeutin und eine
Kunsttherapeutin auf Honorarbasis sichergestellt. Für das soziale Management und die Beratung
der Patienten konnte im Oktober 2015 zudem eine Sozialpädagogin neu angestellt werden.
Im Verwaltungsbereich waren neben dem Organisatorischen Leiter eine Verwaltungskraft und
ein Projektkoordinator (bis April 2015) bzw. eine Projektassistentin (ab Mai 2015) angestellt
beschäftigt. Auf Honorarbasis arbeiteten zudem ein Web-Master und ein Mitarbeiter für
Finanzakquise und Öffentlichkeitsarbeit, eine externe Supervisorin für die Psychotherapeuten,
Kunsttherapeutin und Sozialarbeiterin sowie eine weitere externe Supervisorin für die
Dolmetscher. Für die statistische Auswertung war eine studentische Hilfskraft zuständig. Vier
PsychologiestudentInnen absolvierten 2015 ein Praktikum im BFU. Die Arbeit wurde außerdem
von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen unterstützt. Im Berichtszeitraum kamen 24 Dolmetscher für
20 Sprachen v.a. in der Diagnostik und Therapie der Patienten zum Einsatz.
4.
Haushalt 2015
In den folgenden grafischen Darstellungen finden Sie detaillierte Angaben zum Haushalt des
BFU im Jahr 2015.
Abb. 19 Einnahmen/Ausgaben im Jahr 2015
19
Abb. 20 Aufwandsübersicht 2015
Abb. 21 Erlösübersicht 2015
Wie bereits im Vorjahr konnte das BFU im Jahr 2015 – nach Jahren mit Defizithaushalten –
seinen Haushalt mit einem Überschuss abschließen. Dieser hilft, den Verlustvortrag aus den
Vorjahren zu verringern.
20
4.1.
Landesförderung für die Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer in
Baden-Württemberg 2015
Im Jahr 2012 wurde erstmals eine Landesförderung für die fünf psychosozialen Zentren für
Flüchtlinge und Folteropfer in Baden-Württemberg gewährt. Diese Förderung bedeutet einen
wichtigen Beitrag zur strukturellen Finanzierung des BFU und stellt eine wichtige Grundlage dar
für die Steuerung des komplexen Finanzierungsgeflechtes der unterschiedlichen Mittelgeber (die
Landkreise nach §§ 4 und 6 AsylbLG, die Krankenkassen nach § 13,2 SGB V und –neu- die
Diözese Rottenburg-Stuttgart (s.u.).
Die Landesförderung stellte als Pauschalförderung die Basis dar für alle notwendigen Tätigkeiten
der hauptamtlichen Mitarbeiter des BFU (insbesondere auch im therapeutischen Bereich), die
flankierend zur Psychotherapie für die Patienten erfolgen mussten, damit die Therapie erfolgreich
sein konnte.
Die Landesmittel wurden zudem herangezogen, um die durch die erhöhten Flüchtlingszahlen in
der Region Ulm/östliches Baden-Württemberg hervorgerufene erhöhte Nachfrage nach
dolmetschergestützter Psychotherapie abfedern zu können. Dies spiegelt sich u.a. wider in
einem Anstieg der über das Land teilfinanzierten Patienten von 120 (2015) gegenüber 93 im
Vorjahr.
4.2.
Mittel des „Zweckerfüllungsfonds Flüchtlingshilfen“ der Diözese RottenburgStuttgart: Projektverbund „Psychotherapeutische und psychosoziale Hilfen für
traumatisierte geduldete und anerkannte Flüchtlinge und Flüchtlingskinder im Gebiet
der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Periode 2015-2017“
Auf Vermittlung des Dekanats Ehingen-Ulm startete im März 2015 für die Dauer von drei Jahren
ein Kooperationsprojekt aus BFU, Caritas Ulm mit ihrer „Psychologischen Familien- und
Lebensberatung“ sowie „Refugio Villingen-Schwenningen e.V., Kontaktstelle für traumatisierte
Flüchtlinge“. Ziel des Projektverbundes ist:
den erheblichen Anstieg der Nachfrage nach Psychotherapie und psychosozialer Beratung im
Zuge der massiv steigenden Flüchtlingszahlen besser aufzufangen
ein neues Angebot für die bisher nicht berücksichtigte Personengruppe der traumatisierten
Kinder und Jugendlichen unter den Flüchtlingen und die Gruppe der unbegleiteten
minderjährigen Flüchtlinge (UMF) zu schaffen.
Die Projektleitung hat das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU) inne. Traumatisierte
Flüchtlingskinder und Jugendliche in den katholischen Dekanatsbezirken Heidenheim, EhingenUlm und Biberach finden eine Anlaufstelle bei der Psychologischen Familien- und
Lebensberatung der Caritas in der Spielmannsgasse 6 in Ulm. Das BFU stellt für das
kinderspezifische Angebot der Caritas Ulm seinen Dolmetscherpool von 24 Dolmetschern für 20
Sprachen zur Verfügung.
Der zweite Teilbereich des Projektes umfasst den Ausbau der psychotherapeutischen und
psychosozialen Versorgung von traumatisierten erwachsenen Flüchtlingen im südöstlichen
Diözesangebiet, deren psychotherapeutische Behandlung und Beratung anderweitig nicht
21
finanziert sind. Die Betroffenen können sich an das BFU oder an Refugio VillingenSchwenningen (RVS) wenden.
Im BFU konnten dank dieser Mittel zusätzliche Versorgungskapazitäten geschaffen werden und
die psychotherapeutische und psychosoziale Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen auf
eine solidere finanzielle Basis gestellt werden.
In den 10 Monaten Projektlaufzeit in 2015 erhielten 57 erwachsene Patienten therapeutische
Hilfe und 19 psychosoziale Beratung aus diesen Mitteln. 24 Kinder und Jugendliche bekamen im
Berichtszeitraum über dieses Projekt therapeutische Hilfe im Einzelfallsetting.
4.3.
Asyl-, Migrations- und Integrationsfond (AMIF) (2014 – 2020) der EU
Der Europäische Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds unterstützt die Mitgliedstaaten der
Europäischen Union bei der effizienten Steuerung der Migrationsströme, bei der Aufnahme von
Flüchtlingen und Vertriebenen und bei der Bewältigung der dadurch entstehenden Folgelasten.
Erstmals seit vielen Jahren konnte das BFU in 2015 nicht auf europäische Fördergelder
zurückgreifen. Das BFU erhält keine Mittel aus dem AMIF, was mit der 4-fachen Überzeichnung
des AMIF-Fördertopfes begründet wurde. Der Wegfall der europäischen Fördermittel konnte u.a.
durch die Diözesan-Mittel und ein erhöhtes Spendenaufkommen teilweise kompensiert werden.
4.4.
Spenden und Förderbeiträge
In 2015 war die Flüchtlingskrise das beherrschende Thema in den Medien, das viele Menschen
sehr bewegt hat. Wir konnten uns vermutlich auch daher über eine Steigerung der Spenden und
Förderbeiträge freuen und somit über ein Jahresspendenaufkommen, das (inklusive der
Förderbeiträge) nur einmal in der 20-jährigen Geschichte des BFU höher lag.
Das derzeitige Spendenaufkommen umfasst einen Anteil von ~22 % am Gesamthaushalt des
BFU und ist somit ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung unserer Arbeit.
4.5.

Fachliche Einbindung des BFU im Jahr 2015
aktives Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft „LAG Baden-Württemberg Flucht und
Trauma“

Gründungsmitglied der BAfF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen
Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V.)

Mitglied bei Amnesty International (Deutsche Sektion)

aktives Mitglied des Flüchtlingsrats Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V.

aktives Mitglied des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg e.V.

Mitglied im Vorstand der AG West/Ulm
22

Mitarbeit am Runden Tisch UMF7 des Staatlichen Schulamts Ulm-Biberach

Mitarbeit am Runden Tisch Flüchtlinge in Ulm

Mitarbeit
an
der
Gesprächsrunde
der
Menschenrechtsbeauftragten
der
Landesärztekammer Baden-Württemberg und der Landespsychotherapeutenkammer
Baden-Württemberg
5.
Die Öffentlichkeitsarbeit des BFU
Das BFU konnte in 2015 seine lokale und regionale Vernetzung weiter ausbauen, mit einem
stetig steigenden Bekanntheitsgrad bei Institutionen, Verbänden, Vereinen und Akteuren, die in
der Flüchtlingsproblematik involviert sind.
Die Öffentlichkeitsarbeit des BFU umfasst die Redaktion und ständige Aktualisierung der
Website, die Organisation von öffentlichen Veranstaltungen, von Veranstaltungen im Bereich
der Jugend- und Erwachsenenbildung, von Aktionen zur Spendenwerbung sowie die regionale
und überregionale Medienarbeit. Ein wesentlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit wird unter der
Leitung des BFU von einer Honorarkraft geleistet in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen
HelferInnen der Kooperationspartner des BFU
(Förderverein des BFU sowie Amnesty
International Ulm).
5.1.
„2. Versorgungsbericht: Traumatisierte MigrantInnen. Ambulante medizinische,
psychosoziale und psychotherapeutische Versorgung von traumatisierten MigrantInnen in
Baden-Württemberg“
Das BFU war Mitautor bei der Erstellung des o.g. Berichts, der im Oktober 2015 im Rahmen
einer Landespressekonferenz in Stuttgart der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Bericht
fokussiert u.a. die

Strukturellen Probleme der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung

Probleme der ambulanten psychosozialen Arbeit seit Einführung des neuen Flüchtlingsaufnahmegesetzes

Versorgung von Flüchtlingskindern und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Vorstellung der 5 Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer in BadenWürttemberg
Der Bericht wird herausgegeben von der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der
Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg, die beide auch die Herstellungskosten
übernommen haben. Dafür unser ganz herzlicher Dank!
7
UMF = Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
23
Der Bericht war schnell vergriffen. Er ist weiterhin als PDF auf der Homepage der
Landesärztekammer Baden-Württemberg
http://www.aerztekammer-bw.de/
und auf der Homepage der Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg
http://www.lpk-bw.de/
erhältlich (Suche/Stichwort: Versorgungsbericht).
5.2.
Kunstausstellung des Fördervereins des BFU: „Mitten unter Euch“
Vom 26.06. – 22.07.2015 fand in den Räumen der Sparkasse Ulm die Kunstausstellung „Mitten
unter Euch“ statt. Organisiert wurde die Ausstellung vom Förderverein des BFU unter
Federführung von Matthias Hambücher, dem damaligen Pfarrer der Wengengemeinde. Die
Durchführung erfolgte mit großzügiger Unterstützung der Sparkasse Ulm und der Bürgerstiftung
Ulm.
Die Ausstellung „Mitten unter Euch“ wurde am 26.06.2015, dem Internationalen Tag zur
Unterstützung der Folteropfer, eröffnet. Am 29.6.2015 fand zudem eine Vernissage statt, bei der
zwei der Künstler anwesend waren und zu der etwa 100 Gäste kamen.
Gezeigt wurden Werke der Künstler Anna Arnskötter und Lothar Seruset aus Berlin, Christoph
Platz aus Bochum und Frauke Wilken aus Köln, die in ihren Werken die Würde des Menschen
thematisieren, ihre Entehrung, ihre Verletzlichkeit und ihre Ohnmacht und damit die erzwungene
Würdelosigkeit durch Folter. Ergänzt wurden die plastischen Kunstwerke mit Texten und Liedern
von Urs Fiechtner und Sergio Vesely.
Der sehr schön gestaltete Katalog zur Kunstausstellung „Mitten unter Euch“ mit Bildern
und Gedichten eignet sich als Präsent und kann gegen eine Gebühr von 10,00 EUR im
BFU ([email protected]) bestellt werden. Der Erlös kommt vollständig dem BFU zugute.
24
Abb. 22 Eröffnung der Vernissage durch Manfred Oster, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Ulm.
Abb. 23 FORTUNA, Werk von Lothar Seruset, 2008 Berlin.
25
5.3.
Die Website des BFU (www.bfu-ulm.de)
Für die technische Betreuung der Website ist eine externe Honorarkraft zuständig.
Die Webseite des BFU wird als ausführliche Dokumentations- und Informationsplattform
gepflegt. Neben Informationen über das BFU und zur Behandlung von Folteropfern im BFU
finden Besucher der Homepage ausführliche Berichte zu den Themen Folter und Traumata,
Fallbeispiele, Bezüge zur deutschen Geschichte, wissenschaftliche Beiträge, Literaturhinweise
sowie Möglichkeiten des persönlichen Engagements, um folter-, kriegs- und
gewalttraumatisierten Menschen zu helfen. Weiter informiert die Homepage über
Bildungsangebote in Form von Fortbildungen für Fachpersonal sowie Vorträgen, Diskussionen
und Workshops für Schulen, Universitäten und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Zudem
wird auf öffentliche Vorträge und Veranstaltungen des BFU über Folter, Menschenrechte,
Flüchtlingsproblematik und Asyl hingewiesen. Nicht zuletzt dient die Website der
Spendenwerbung und der Werbung für den Förderverein. Insgesamt entspricht der Umfang der
Website rund
500 Buchseiten. Im Berichtszeitraum verzeichnete sie rund 85.000
Besucher/innen mit rund 222.500 Seitenaufrufen.
Zur Ergänzung der Internetpräsenz wurde am 23. März 2015 eine Facebook-Seite (FB) für das
BFU eingerichtet. Im Berichtszeitraum wurden damit rund 9.000 Personen bei rund 400 „gefällt
mir“ - Angaben erreicht.
Zusätzlich dazu wurden ausgewählte Nachrichten über das BFU wie z.B. das 20-jährige
Jubiläum oder die Verleihung der Integrationsmedaille an M. Makowitzki sowie Stellenanzeigen
des BFU in verschiedenen sozialen und beruflichen Netzwerken platziert, darunter Twitter, 3
weitere FB-Seiten und 4 weitere Websites.
5.4.
Wanderausstellung „Folter, Flucht und Trauma“
Gemeinsam mit Amnesty International hat das BFU eine Wanderausstellung „Die Würde des
Menschen ist (un)antastbar“ mit sachlichen Informationen zu allen Themen rund um die
Problematik der Folter gestaltet und bietet diese zusammen mit Rahmenveranstaltungen wie z.B.
Vorträgen, Führungen für Schulklassen sowie Autorenlesungen und Konzertlesungen seit Jahren
erfolgreich im gesamten deutschsprachigen Raum an. In 2015 wurde die Ausstellung in 2
Exemplaren jeweils für 4 – 6 Wochen in Hechingen, Augsburg, Ravensburg, Ludwigsburg,
Bremen, Wasserburg, Dresden, Stuttgart, Reutlingen, Nürnberg, Oldenburg, Ellwangen und
Osnabrück gezeigt, verbunden mit durchschnittlich 4,5 Veranstaltungen pro Ort (Vorträge,
Kulturveranstaltungen und Führungen für Schulklassen).
5.5.
Öffentliche Veranstaltungen
Im Berichtszeitraum konnten mit Referenten/innen des BFU oder seiner Kooperationspartner
Amnesty Ulm und Förderverein des BFU zahlreiche Veranstaltungen in ganz Süddeutschland
durchgeführt werden. Dabei wurde durch Vorträge, Workshops, Lesungen, Fortbildungsseminare
und Schulungen für ehrenamtliche Flüchtligshelfer/innen allgemein über Menschenrechte sowie
26
spezifisch über die Verbreitung und Folgen der Folter, die Situation von Flüchtlingen und über die
Arbeit des BFU informiert. Viele Veranstaltungen fanden im Rahmen der Menschenrechtsbildung
für Jugendliche und junge Erwachsene
an Schulen oder in Seminaren zum
Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)
statt sowie zur
Erwachsenenbildung an Volkshochschulen und Akademien.
Der überwiegende Teil der insgesamt 235
Veranstaltungen diente der allgemeinen
Öffentlichkeitsarbeit und wurde für ein breites Publikum beworben.
Im Einzelnen waren dies:

88 Fachveranstaltungen und andere Termine u.a. mit der Leitung des BFU
(M. Makowitzki u. Dr. R. Kurth) für Fachpublikum

28 Veranstaltungen für Jugendliche und Junge Erwachsene mit der Honorarkraft des
BFU

61 Öffentliche Veranstaltungen mit der Honorarkraft des BFU

58 weitere Veranstaltungen mit Kooperationspartnern des BFU, insbesondere im
Rahmen der
Wanderausstellung
5.6.
Fachveranstaltungen mit dem Leitungsteam des BFU (Teilnahme bzw. eigene
Veranstaltung)
1. 14.01.2015: Integrationsministerium. Erfahrungsaustausch mit Vertretern des IntMin (Hr.
Zimmermann, Hr. Pampel): Teilnehmer: Hr. Makowitzki (und weitere Vertreter der PSZ in
Baden-Württemberg)
2. 16.01.2015: Neu-Ulmer Zeitung: Interview.
(Geschäftsführer RehaVerein), Hr. Makowitzki
Teilnehmer:
Hr.
Schrottenbaum
3. 21.01.2015: Runder Tisch UMF in Ulm (Adalbert-Stifter-Schule, Ulm) Teilnahme v. Hr.
Makowitzki
4. 26.01.2015: 1. Klausur des Runden Tischs Flüchtlinge in Ulm (Rathaus): Teilnehmer Hr.
Makowitzki
5. 29.01.2015: Landesarbeitsgemeinschaft der PSZ in B-W: Teilnahme Hr. Makowitzki
6. 03.02.2015: Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg/Herr Dr.
(Präsident) : Vorstellung der Arbeit des BFU (Fr. Dr. Kurth und Hr. Makowitzki)
Munz
7. 10.02.2015: Regio-Team des RehaVerein: Teilnahme Hr. Makowitzki
8. 10.02.2015: Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donaukreis e.V.: Teilnahme Hr. Makowitzki
9. 12.02.2015: 2. Klausur des Runden Tisches Flüchtlinge in Ulm (Rathaus): Teilnahme Hr.
Makowitzki
10. 02.03.2015: Vortrag Hr. Dr. Thomas Broch (Bischöflicher Beauftragter für
Flüchtlingsfragen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart) im Gemeindesaal der Suso-Kirche,
Ulm: Teilnahme und Diskussion Hr. Makowitzki
27
11. 03.03.2015: AK Migration (Alb-Donaukreis und Stadt Ulm), Teilnahme Hr. Makowitzki
12. 05.03.2015: Psychologische Familien- und Lebensberatung der Caritas
Therapeutische Arbeit mit Dolmetschern, Fr. Dr. Kurth (drittmittelfinanziert)
Ulm:
13. 07.03.2015: Tagung des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg im Friedensgemeindehaus
in Stuttgart, Teilnahme Hr. Makowitzki
14. 12.03.2015: Gesprächsrunde der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der PSZ;
Teilnahme Hr. Makowitzki
15. 12.03.2015: Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der PSZ in B-W im Diakonischen
Werk Stuttgart. Teilnahme Hr. Makowitzki
16. 18.03.2015: Johanniter Hilfsgemeinschaft Ulm: Vorstellung der Arbeit durch Frau Dr.
Kurth und Hr. Makowitzki
17. 25.03.2015: Klausur der Leiter der RehaVerein-Einrichtungen: Teilnahme Hr. Makowitzki
und Fr. Dr. Kurth
18. 25.03.2015: Gründung der Elisabeth-Käsemann-Stiftung im Hospitalhof Stuttgart:
Teilnahme Fr. Dr. Kurth und Hr. Makowitzki
19. 14.04.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki
20. 21.04.2015: Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis Referat v. Hr. Makowitzki
21. 22.04.2015 Leitertreffen des RehaVerein: Teilnahme Dr. Kurth
22. 27.04.2015: Schillergymnasium Pforzheim: 2 Workshops v. Herrn Makowitzki in der
Klasse 7 und in der Aula mit Schülern der Oberstufe (insgesamt ca. 100 Schüler)
23. 27.04.2015: Bürgerverein Sonnenhof Pforzheim: Vortrag Herr Makowitzki (40 Zuhörer)
(drittmittelfinanziert)
24. 30.04.2015: Gesprächsrunde der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der PSZ;
Teilnahme Hr. Makowitzki
25. 30.04.2015: Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der PSZ in B-W im Diakonischen
Werk Stuttgart. Teilnahme Hr. Makowitzki
26. 01.05.2015: 1. Mai-Info-Stand des BFU, Förderverein,
Flüchtlingsrat Ulm/ADK, Teilnehmer Hr. Makowitzki
Amnesty
International,
27. 04.05.2015: Vortrag von Dr. Nils Schmid im Haus der Donau: Gespräch mit Hr.
Makowitzki wg. Landesförderung der PSZ in B-W
28. 18.05.2015: Pressekonferenz wg. Beginn der Kooperation mit Caritas Ulm wg.
„Gemeinsames therapeutisches Angebot für traumatisierte Flüchtlingskinder in der
Region. Teilnahme: Hr. Schrottenbaum, Hr. Makowitzki, Hr. Dekan Kloos, Hr.
Mattenschlager
29. 22.05.2015: Besuch von Schülern des Schollgymnasiums/ Ulm im BFU. Bericht v. Hr.
Makowitzki
28
30. 04.06.2015: Deutscher Evangelischer Kirchentag in Stuttgart/Stand der PSZ im Zelt der
Diakonie Württemberg. Teilnahme Hr. Makowitzki
31. 09.06.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki
32. 12.06.2015: Staatsministerium /Stuttgart: Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Nordirak.
Vorbereitungstreffen mit Vertretern der PSZ in B-W: Teilnahme Fr. Kiefert und Hr.
Makowitzki
33. 13.06.2015: Internationales Fest in Ulm: Teilnahme BFU, AI ; Flüchtlingsrat Förderverein.
Teilnehmer Hr. Makowitzki
34. 15.06.2015: Bezirkskrankenhaus Günzburg/Hr. Prof. Dr. Becker (Leiter): Arbeitsgespräch
mit Fr. Dr. Kurth und Hr. Makowitzki
35. 16.06.2015: Gesprächsrunde: Psychosoziale Versorgung von traumatisierten
minderjährigen Flüchtlingen in Ulm/ Rathaus Ulm: Teilnehmer Hr. Mattenschlager und Hr.
Makowitzki
36. 16.06.2015: Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis, Teilnahme Hr. Makowitzki
37. 19.06.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis,
Teilnahme Hr. Makowitzki
38. 29.06.2015: Vernissage „Mitten unter Euch“ im Foyer der Sparkasse in der Neuen Mitte in
Ulm, Vortrag u.a. v. Hr. Makowitzki (Vgl. Ausstellungskatalog)
39. 30.06.2015: Regio Team des RehaVerein: Teilnahme Hr. Makowitzki
40. 06.07.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis,
Teilnahme Hr. Makowitzki
41. 07.07.2015: AK Migration (Alb-Donaukreis und Stadt Ulm), Teilnahme Hr. Makowitzki
42. 08.07.2015: Schubart-Gymnasium, Ulm: Vortrag über das BFU von Fr. Kiefert,
Diskussion mit Hr. Makowitzki (ca. 80 Schüler) (drittmittelfinanziert)
43. 15.07.2015: Leitertreffen des RehaVerein: Teilnahme Hr. Makowitzki
44. 15.07.2015: Staatsministerium /Stuttgart: Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Nordirak.
Vorbereitungstreffen mit Vertretern der PSZ in B-W: Teilnahme Hr. Makowitzki
45. 22.07.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki
46. 23.07.2015: Gesprächsrunde der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der PSZ;
Teilnahme Hr. Makowitzki
47. 23.07.2015: Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der PSZ in B-W im Diakonischen
Werk Stuttgart. Teilnahme Hr. Makowitzki
48. 23.07.2015: Bundesverteidigungsministerium – Bürgerdialog mit Frau von der Leyen
(Verteidigungsministerin) : Teilnahme Hr. Makowitzki
49. 30.07.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis,
Teilnahme Hr. Makowitzki
29
50. 15.09.2015: GRÜNE Landtagsfraktion im BFU, Hr. Lucha , Hr. Lede Abal, Hr.
Schrottenbaum, Fr. Dr. Kurth, Hr. Makowitzki
51. 15.09.2015: Landratsamt Ostalbkreis, Mitarbeiterschulung „Traumatisierung
Flüchtlingen und der Umgang damit“, Fr. Dr. Kurth (drittmittelfinanziert)
bei
52. 15.09.2015: Volkshochschule Ulm, „Das Mädchen“ Filmvorführung mit Regisseur:
Teilnahme Fr. Kiefert u. Hr. Makowitzki (Im Zusammenhang mit der Stiftungsgründung
der Elisabeth-Käsemann-Stiftung in Stuttgart am 25.03.2015)
53. 22.09.2015: Landratsamt Neu-Ulm: Fortbildung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit.
Frau Dr. Kurth (drittmittelfinanziert)
54. 25.09.2015 Sparkasse Ulm, Neu-Mitte. Veranstaltung des DPWV mit Hr. Makowitzki
55. 28.09.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis,
Teilnahme Hr. Makowitzki
56. 30.09.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki
57. 30.09.2015: Bezirkskrankenhaus Memmingen: Gemeinsame Fortbildung des BKH
Memmingen und des Qualitätszirkels Psychiatrie Memmingen mit dem Thema: „Adäquate
psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung von Flüchtlingen“. Vortrag v. Fr. Dr.
Kurth (drittmittelfinanziert)
58. 1.10.2015: Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart: Fachtag „Traumatisierte
Flüchtlinge verstehen“: Fortbildung für Hauptamtliche und Fachkräfte in der Arbeit mit
Flüchtlingen, Vortrag Frau Dr. Kurth (drittmittelfinanziert)
59. 02.10.2015: Landespressestelle Stuttgart. Pressekonferenz der Landesärztekammer B-W
und der Landespsychotherapeutenkammer B-W zur Herausgabe des 2.
Versorgungsberichts. Teilnahme: Hr. Makowitzki (vgl. Anlage)
60. 02.10.2015: 20-Jahrfeier des BFU im Stadthaus Ulm. Referenten: Fr. Dr. Kurth und Hr.
Makowitzki et al.
61. 07.10.2015: Leitertreffen RehaVerein. Teilnahme Fr. Dr. Kurth
62. 08.10.2015: Gesprächsrunde der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der PSZ;
Teilnahme Hr. Makowitzki
63. 12.10.2015: Runder Tisch UMF in Ulm (Berblinger-Schule, Ulm) Teilnahme v. Hr.
Makowitzki
64. 13.10.2015: Landratsamt Günzburg: Weiterbildung für Ehrenamtliche „Traumatisierung
bei Flüchtlingen und der Umgang damit“, Vortrag und Diskussion Frau Dr. Kurth
(drittmittelfinanziert)
65. 14.10.2015 Bundeskanzleramt in Berlin: Verleihung der Integrationsmedaille der
Bundesregierung an Hr. Makowitzki und sieben weitere Preisträger: Teilnehmer: Fr. Dr.
Kurth, Hr. Schrottenbaum GF RehaVerein, u.a.
30
66. 18.10.-20.10.2015 Fachtagung der BAfF (Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der
Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer) in München. Teilnahme Fr. Dr.
Kurth, Fr. Dr. Ruppin, Hr. Makowitzki, Fr. Kiefert
67. 21.10.2015: Bezirksärztekammer Südwürttemberg: Fortbildungsveranstaltung in Ulm
„Medizinische Versorgung von Flüchtlingen, Vortrag Fr. Dr. Kurth (drittmittelfinanziert)
68. 21.10.2015: Fr. Boureé (ev. Sonntagsblatt). Interview. Teilnehmer: Fr. Dr. Kurth, Hr.
Makowitzki
69. 22.10.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki
70. 27.10.2015: Regio Team (RehaVerein): Teilnahme: Hr. Makowitzki
71. 30.10.-01.11.2015: Fortbildung der BFU + IDU-Dolmetscher : „Dolmetschen im
Gesundheitswesen vs. in Beratungsstellen: 18 Teilnehmer unter der Leitung von Dipl.
Psych. Dieter David und Fr. Margerita Abermann. Organisation: Hr. Makowitzki
72. 10.11.2015: Landratsamt Günzburg, Workshop von Fr. Dr. R. Kurth für Ehrenamtliche im
Asylbereich in Stoffenheim (drittmittelfinanziert)
73. 11.11.2015: GPV-Koordination Memmingen/Unterallgäu: Vortrag von Fr. Dr. R. Kurth in
Mindelheim (drittmittelfinanziert)
74. 12.11.2015: Fachtag mit Prof. Dr. Kizilhan: Traumatisierte Frauen aus dem Nordirak:
Weststadthaus, Ulm. Teilnahme: Hr. Makowitzki
75. 14.11.2015: Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis: Klausur. Teilnahme: Hr. Makowitzki
76. 16.11.2015: Runder Tisch Flüchtlinge in Ulm (Rathaus) Teilnahme Hr. Makowitzki
77. 17.11.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis,
Teilnahme Hr. Makowitzki
78. 18.11.2015: Frau Ekin Deligöz (MdB) im BFU: Besuch und Erfahrungsaustausch,
Teilnahme: Fr. Dr. Kurth, Hr. Makowitzki, Hr. Schrottenbaum
79. 19.11.2015: Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der PSZ in B-W im Diakonischen
Werk Stuttgart. Teilnahme Hr. Makowitzki
80. 21.11.2015: Flüchtlingsrat Baden-Württemberg in Stuttgart: Workshop Hr. Makowitzki
81. 24.11.2015: Schulung in Qualitätsmanagement (RehaVerein), Heidenheim. Teilnahme:
Fr. Kiefert, Hr. Makowitzki
82. 24.11.2015: Sonderkontingent Frauen aus dem Nordirak: Erfahrungsaustausch in der
Staatsgalerie in Stuttgart. Teilnahme: Hr. Makowitzki
83. 30.11.2105: Treffen bei Herrn Prof. Dr. Jörg Fegert (Ärztl. Direktor der Kinder – und
Jugendpsychiatrie, Ulm): Erfahrungsaustausch und gemeinsame Planungen: Teilnahme.
Fr. Dr. Kurth, Hr. Mattenschlager (Caritas), Frau Storck (Geschäftsleitung Caritas) Hr.
Makowitzki, Hr. Schrottenbaum (GF-RV)
31
84. 1.12.2015: Stadt Ulm und vh Ulm: Krisenprävention bei traumatisierten Flüchtlingen,
Vortrag Fr. Dr. Kurth (drittmittelfinanziert)
85. 03.12.2015: Gesprächsrunde der Landesärztekammer Baden-Württemberg und der PSZ;
Teilnahme Hr. Makowitzki
86. 08.12.2015: AK Sonderkontingent: Aufnahme von Jesidinnen in Ulm: Vorbereitungskreis,
Teilnahme Hr. Makowitzki
87. 09.12.2015: Leitertreffen des RehaVerein: Teilnahme Hr. Makowitzki
88. 10.12.2015: LAG-Fachtagung: „Zwischen Verletzlichkeit und Stärke – Multivulnerabilität
und Schutzmechanismen von Flüchtlingen“ (120 Teilnehmer) im Diakonischen Werk in
Stuttgart: Leitung Fr. Dinzinger und Hr. Makowitzki
5.7.
Publikationen
Zur Ergänzung und Vertiefung der Publikationen des BFU wurde im Berichtszeitraum der
Grundstein für eine Buchreihe gelegt, die mittel- und langfristig eine Plattform für
Buchveröffentlichungen als Print- und E-Books rund um die Arbeit des BFU legen und zur
Spendenwerbung für das BFU beitragen soll. Im September ist das Buch „Verteidigung der
Menschenwürde - Die Arbeit des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm“ erschienen mit
zahlreichen
Beiträgen
namhafter
Autoren,
Wissenschaftler,
Therapeuten
und
Menschenrechtsaktivisten über die Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen (weitere Informationen
siehe www.edition-kettenbruch.de).
Dieses Buch kann über das BFU oder über den Buchhandel für 18,90 EUR käuflich erworben
werden.
5.8.
Spendenwerbung und Finanzbeschaffung
Zusätzlich zu den Veranstaltungen und der Wanderausstellung, bei denen regelmäßig durch
persönliche Ansprache und Verteilung der Flyer des BFU und seines Fördervereins um Spenden
oder die Mitgliedschaft im Förderverein geworben wird, wurden im Berichtszeitraum
bei insgesamt 10 Straßenaktionen und Informationsständen in Ulm und Neu-Ulm sowie bei
insgesamt 15 Straßenaktionen in anderen Städten der Region die Flyer von BFU und
Förderverein verteilt.
In der Zusammenarbeit mit Amnesty International wurde bundesweit zur Unterstützung aller
Behandlungszentren für Folteropfer ein Zweckspendenprojekt ins Leben gerufen, das ab Ende
2015 finanzielle Mittel für notleidende Behandlungszentren in ganz Deutschland in der
Größenordnung von rund 300.000 € pro Jahr zur Verfügung stellen wird.
32
5.9.
Menschenrechtsbildung
Bildungsangebote für Jugendliche und Erwachsene sind heute ein wesentlicher Bestandteil der
Außenwirkung des BFU. Hier geht es nicht allein um die engeren Arbeitsgebiete des BFU,
sondern auch um deren komplexe Hintergründe wie z.B. Geschichte und Gegenwart der
Menschenrechte, Flucht und Asyl, kulturelle Konflikte, Ausbreitung der Folter in der Welt und
vieles mehr.
Das BFU bietet mit eigenen Referenten/innen sowie mit Fachleuten seiner Kooperationspartner
Unterrichtsbesuche in 8. – 13. Klassen aller Schularten ebenso an wie die Mitgestaltung von
Seminaren für junge Erwachsene im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder im
Bundesfreiwilligendienst (BFD) sowie Vorträge/Vorlesungen an Universitäten, Volkshochschulen
und anderen Trägern der Erwachsenenbildung.
Neben Unterrichtsbesuchen an Schulen in der Region wurden im Berichtszeitraum für mehrere
Träger von FSJ- und BFD- Seminaren (u.a. Zentrum für Psychiatrie/Akademie Südwest,
Christliches Bildungswerk, BRK, DRK, Caritas, Internationaler Bund, Wohlfahrtswerk) ganz- oder
halbtägige Seminartage in ganz Süddeutschland durchgeführt. Hinzu kamen zahlreiche Vorträge
an Volkshochschulen, Fortbildungsakademien sowie Einrichtungen der katholischen und
evangelischen Erwachsenenbildung. Insgesamt können etwa 70 % aller Veranstaltungen, an
denen das BFU beteiligt war, der Menschenrechtsbildung für Erwachsene und Jugendliche
zugeordnet werden.
5.10. Der Förderverein des BFU
Im Berichtszeitraum ist der Förderverein des BFU (FV) auf über 60 Mitglieder angewachsen.
Unter anderem organisierte der Förderverein die aufwändige Kunstausstellung „Mitten unter
Euch“ und beteiligte sich an den Vorbereitungen für die erfolgreiche Veranstaltung sowie die
öffentlichen Aktionen zum 20jährigen Jahrestag der Gründung des BFU.
Der Förderverein freut sich über weitere aktive Mitglieder, um auch in Zukunft seine Aufgaben
erfüllen zu können. Nähere Angaben zum Förderverein finden Sie unter www.foerderverein-bfuulm.de.
5.11. Kooperation mit Amnesty International
Die Gründung des BFU ging auf eine Initiative von Amnesty-Mitgliedern in Ulm zurück, weshalb
eine kontinuierliche Kooperation mit Amnesty International in der Natur der Sache lag und liegt.
Im umfangreichen und häufig genutzten Angebot von Amnesty für die Menschenrechtsbildung für
Jugendliche und Erwachsene ist das BFU heute bundesweit als Beispiel und Vorbild für ein
erfolgreiches Menschenrechtsprojekt sehr gut vertreten. Sowohl bei Schulungen wie auch bei
öffentlichen Veranstaltungen in ganz Deutschland wird die Arbeit der Psychosozialen Zentren in
Deutschland häufig am Beispiel der Arbeit des BFU und seiner Geschichte illustriert und
Presseanfragen zur Arbeit der deutschen Behandlungszentren an das BFU weiter geleitet,
wodurch Amnesty International in Deutschland
indirekt zur Öffentlichkeitsarbeit und
Finanzbeschaffung für das BFU beiträgt. Auch die Wanderausstellung des BFU wird von
33
Amnesty in nahezu allen Bundesländern in Schulen und Universitäten eingesetzt. Auf Betreiben
des BFU hat Amnesty in Deutschland die politische und finanzielle Unterstützung aller
Behandlungszentren verstärkt auf seine Agenda gesetzt, führt bundesweit öffentliche Aktionen
dafür durch und hat in 2015 ein Zweckspendenprojekt aufgelegt, das über mehrere Jahre hinweg
zusätzliche Finanzmittel für die Behandlungszentren zur Verfügung stellen wird.
5.12. 20 Jahre BFU
Im Herbst 2015 konnte das Behandlungszentrum für Folteropfer (BFU) sein 20-jähriges
Bestehen feiern. Zu diesem Anlass fand am 02.10.2015 im Stadthaus Ulm eine
Jubiläumsveranstaltung statt mit Festbeiträgen des damaligen Ulmer Oberbürgermeisters Ivo
Gönner, den beiden Leitern des BFU, Manfred Makowitzki (BFU) und Dr. Regina Kurth (BFU),
dem Geschäftsführer der Trägerorganisation (Rehaverein) Heiner Schrottenbaum sowie Prof. Dr.
Wolf-Dietrich Hammann (Ministerialdirektor im Ministerium für Integration Baden-Württemberg).
Der Chor Levantate e.V. sorgte für den feierlichen musikalischen Rahmen.
Das Ereignis fand große Resonanz, die Presse berichtete und es kamen zu der Veranstaltung
etwa 300 Besucher.
Abb. 24 Jubiläumsveranstaltung 20 Jahre BFU am 02.10.2015 im Stadthaus Ulm.
5.13. Verleihung der Integrationsmedaille der Bundesregierung an Manfred Makowitzki
Für sein unermüdliches Engagement wurde Manfred Makowitzki mit der Integrationsmedaille der
Bundesregierung ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 14.10.2015 im Bundeskanzleramt
Berlin durch Staatsministerin Aydan Özoguz statt. Neben Manfred Makowitzki wurden sieben
weitere Preisträger ausgezeichnet, die sich zivilgesellschaftlich für Flüchtlinge und Menschen mit
Zuwanderungsgeschichte einsetzen.
34
Abb. 25 Staatsministerin Aydan Özoguz (links) händigte die Integrationsmedaille an den Ulmer
Manfred Makowitzki (4. von links) aus. (Quelle: Bundesregierung / Guido Bergmann)
5.14. Danksagungen
Für die Unterstützung im vergangenen Jahr geht unser besonderer Dank an

das Integrationsministerium des Landes Baden-Württemberg für die institutionelle
Förderung des BFU (und der anderen vier PSZ in Baden-Württemberg),

das Bischöfliche Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die großzügige
Finanzierung unseres Projektverbundes: „Psychotherapeutische und psychosoziale
Hilfen für traumatisierte geduldete und anerkannte Flüchtlinge und Flüchtlingskinder im
Gebiet der Diözese Rottenburg–Stuttgart für die Periode 2015-2017“,

den Förderverein des BFU mit seinen über 60 Mitgliedern für die großzügige
Unterstützung im vergangenen Jahr,

die Johanniter Hilfsgemeinschaft Ulm für die großzügige finanzielle Unterstützung unserer
Renovierungsarbeiten im Sommer 2015

die Stadt Ellwangen, die uns seit 20 Jahren fördert
35

die Initiative Eine Welt e.V., Göppingen

die Schüler der Klasse 7a des Schillergymnasiums in Pforzheim

den Verein Ulmer Weltladen e.V. für 20 Jahre Förderung des BFU

den Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donaukreis e.V.

die Katholische Gesamtkirchengemeinde Ulm

den KAB-Kreisverband Iller-Donau

das Ehepaar L., Gerlingen und weitere über 250 Einzelpersonen und Organisationen, die
uns mit kleinen und größeren Beträgen geholfen haben, die ihren Namen aber nicht im
Internet sehen möchten.
36
Herunterladen