ANAscreen - Content James

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ORGENTEC Diagnostika GmbH
Carl-Zeiss-Straße 49
55129 Mainz
Tel.: 06131-9258-0
Fax: 06131-9258-58
ANAscreen
ORG 538
96 Tests
Immunometrischer
Enzymimmunoassay zum
qualitativen Nachweis von
Autoantikörpern gegen RNP70, RNP/Sm, Sm, SS-A, SS-B,
Scl-70, Centromer und Jo-1
Gebrauchsanweisung
INHALTSVERZEICHNIS
Inhaltsverzeichnis........................................................................................................ 2
Einleitung .................................................................................................................... 3
Methodik ..................................................................................................................... 5
Lieferumfang des Tests .............................................................................................. 5
Technische Daten ....................................................................................................... 5
Erforderliche Laborgeräte ........................................................................................... 6
Vorbereitung der Reagenzien ..................................................................................... 6
Probenentnahme und Probenvorbereitung ................................................................. 7
Technische Hinweise .................................................................................................. 7
Assaydurchführung ..................................................................................................... 8
Auswertung der Ergebnisse ........................................................................................ 9
Spezifität ................................................................................................................... 10
Kalibrierung............................................................................................................... 10
Literatur..................................................................................................................... 10
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen......................................................................... 11
Kurzanleitung ............................................................................................................ 12
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EINLEITUNG
Der serologische Nachweis antinukleärer Antikörper (ANA), im Rahmen der Diagnostik
entzündlich-rheumatischer Erkrankungen, ist heute fester Bestandteil eines jeden
rheumatologisch-immunologisch ausgerichteten Labors.
Unter den entzündlichen Bindegewebserkrankungen werden Erkrankungen unklarer Genese mit
Störungen der zellulären und humoralen Immunität, systemischen Organbefall und chronischem
Krankheitsverlauf zusammengefaßt. Weiterhin zeichnen sich diese Mischkollagenosen durch eine
überlappende Symptomatik aus, so daß die Abgrenzung definierter Krankheitsbilder im Einzelfall
äußerst schwierig ist.
Zu den Mischkollagenosen werden der systemische Lupus erythematodes (SLE), das Sjögren
Syndrom, die progressive systemische Sklerodermie (PSS) zusammen mit ihrer Sonderform, dem
CREST Syndrom sowie das Sharp-Syndrom (Mischkollagenose, MCTD) und die
Poly/Dermatomyositis gezählt. Bei aller Diversität der Krankheitsbilder weisen die genannten
Kollagenosen ein gemeinsames serologisches Merkmal auf: die Anwesenheit zirkulierender
Autoantikörper. Diese Autoantikörper sind gegen Be-standteile des Zellkerns und des Zytoplasmas
gerichtet und haben zum Teil Markerfunktion für die einzelnen Bindegewebserkrankungen.
Bei einem Verdacht auf eine systemische Autoimmunerkrankung wird i.d.R. zuerst ein allgemeiner
Test, ein Screening, auf antinukleäre Antikörper durchgeführt. Die indirekte Immunfluoreszenztechnik auf kultivierten HEp-2 Zellen ist hierfür eine weit verbreitete Methode. Der zweite Schritt
der ANA-Stufendiagnostik besteht anschließend in dem isolierten Nachweis der
krankheitsspezifischen Antikörper.
Anti-RNP-70
Antikörper gegen das 70 kDa Protein (oftmals auch U1 70 kDa oder RNP-68 genannt) des U1snRNP-Komplexes sind sehr spezifische Marker für das Sharp-Syndrom. Bis zu 100% der
Patienten mit dieser speziellen Form der Mischkollagenose zeigen Autoantikörper gegen dieses
Zielantigen. Sharp-Syndrom-Patienten weisen Merkmale eines systemischen Lupus
erythematodes, einer systemischen Sklerose und einer Poly/Dermatomyositis auf, Nieren und
ZNS-Beteiligungen sind jedoch recht selten.
Anti-RNP/Sm
Der U1-snRNP-Komplex enthält neben dem 70 kDa Antigen und dem kompletten Sm-Protein-Set
auch die Proteine A und C. Diese beiden Proteine, inklusive des 70 kDa Antigens werden von
Autoantikörpern erkannt, die bei der Mischkollagenose und beim systemischen Lupus
erythematodes auftreten. Allerdings weisen SLE Patienten im Gegensatz zu MCTD Patienten in
der Regel niedrigere Titer gegen das 70 kDa Protein auf.
Anti-Sm
Autoantikörper gegen die Sm-Proteine haben pathognomonische Bedeutung bei der Diagnostik
des SLE, d.h. ein positiver Antikörperbefund ist in diesem Falle gleichbedeutend mit der Diagnose
SLE. Ein negativer Befund schließt jedoch einen Lupus keinesfalls aus. Die Prävalenzen für AntiSm schwanken zwischen 7 und 40%. Der Nachweis von Antikörpern gegen Sm gehört zu den
Kriterien für die Diagnostik eines SLE, die im Jahre 1982 vom American College of Rheumatology
(ACR) veröffentlicht worden sind.
Anti-SS-A
Autoantikörper gegen das SS-A-Antigen können bei 70 bis 100 % aller Patienten mit primärem
Sjögren Syndrom nachgewiesen werden. Aber auch SLE-Patienten mit Sicca-Symptomatik zeigen
zu einem hohen Prozentsatz SS-A Antikörper (60-90%). Weiterhin spielt die Bestimmung von AntiSS-A bei der Diagnostik des subacut cutanen LE sowie des Lupus mit C2 Mangel eine wichtige
Rolle. Auch in der pränatalen Diagnostik ist der Nachweis von Anti-SS-A von entscheidender
Wichtigkeit bei der Vorhersage eines kongenitalen Herzblockes.
3
Anti-SS-B
Antikörper gegen SS-B treten ebenfalls beim primären Sjögren-Syndrom auf (40 bis 94%), sind
jedoch oft auch bei SLE-Patienten mit Sicca-Symptomatik nachweisbar. Ein isolierter Anti-SS-B
Befund ist sehr selten, Anti-SS-A und Anti-SS-B treten meistens gemeinsam auf. Anti-SS-B
werden beim Sjögren Syndrom verstärkt mit Leukopenien, Lymphopenien, Hypergammaglobulinämien und einer schwereren Beteiligung der exokrinen Drüsen in Verbindung gebracht.
Anti-Scl-70
Autoantikörper gegen das Enzym DNA Topoisomerase I (Topo I) sind ein hochspezifischer Marker
für die progressive Systemsklerose (70%). Sklerodermiepatienten mit Anti-Scl-70 tendieren eher
zu Hautmanifestationen und Beteiligungen des Herzens und der Nieren sowie zu Lungenfibrosen
als Patienten, die diesen Antikörper nicht aufweisen.
Anti-Centromer B
Bis zu 80% der Patienten mit der limitierten cutanen Form der Sklerodermie weisen Autoantikörper
gegen das Centromer Protein B auf. Zudem sind Anti-Centromer B wichtige Marker für das
CREST-Syndrom (Calcinosis cutis, Raynaud Phänomen, Ösophagusfunktionsstörung,
Sclerodactylie und Teleangiektasien), einer besonderen Verlaufsform der Sklerodermie mit
günstigerer Prognose. Die Bestimmung von Antikörpern gegen Centromer B sind weiterhin von
prognostischer Bedeutung beim Raynaud-Phänomen, das oft Jahre einer Sklerodermie
vorausgeht.
Anti-Jo-1
Antikörper gegen das Jo-1 Antigen, die Histidyl-tRNA-Synthetase, finden sich bei etwa 30 bis 40%
aller Patienten mit Polymyositis. Viele dieser Patienten zeigen zusätzlich Anzeichen einer
fibrosierenden Alveolitis und eines Raynaud-Phänomens sowie Manifestationen einer
Sklerodermie.
Der vorliegende ELISA ANAscreen (ORG 538) erlaubt ein sensitives Screening auf das
Vorhandensein der entsprechenden Autoantikörper in einem Patientenserum. Bei positivem
Ergebnis sollte die weitere Differenzierung der Autoantikörper mit Hilfe des ANAcombi (ORG 539)
Assays durchgeführt werden.
Indikationen:
Entzündlich-rheumatische Erkrankungen
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METHODIK
Das vorliegende Testbesteck ANAscreen ist ein indirekter Enzymimmunoassay zum qualitativen
Screening von Autoantikörpern gegen RNP-70 (70 kDa Protein des U1-snRNP-Kom-plexes), RNPSm, Sm, SS-A, SS-B, Scl-70, Centromer B und Jo-1. Die Kavitäten der Mikrotiterplatte sind mit
einem Gemisch aus affinitätsgereinigten und human rekombinanten Antigenen beschichtet. Auf
einer Mikrotiterplatte können 96 Bestimmungen durchgeführt werden. Jede Mikrotiterplatte setzt
sich aus 12 einzelnen Streifen mit jeweils 8 Kavitäten zusammen. Bei Bedarf können die Streifen
in einzelne Kavitäten zerteilt werden. Die drei Reaktionsschritte stellen sich wie folgt dar:
1. Reaktionsschritt
Die Antikörper in Kalibrator und Patientenproben werden an die immobilisierten Antigene in den
Kavitäten gebunden.
2. Reaktionsschritt
Das zugegebene Enzymkonjugat (anti-human-IgG Meerrettich-Peroxidase) erkennt spezifisch die
gebundenen Antigen-Antikörper-Komplexe.
3. Reaktionsschritt
Die gebundene Peroxidase setzt ein zugegebenes Substrat (TMB) in ein gefärbtes Produkt um.
Auswertung
Die optische Dichte der Proben wird in einem ELISA-Photometer bei 450 nm gemessen. Die
Farbentwicklung ist direkt proportional zur gesuchten Autoantikörper-Konzentration.
LIEFERUMFANG DES TESTS
Mikrotiterplatte mit 96 abbrechbaren Kavitäten. Jede Kavität ist mit .... 1
RNP-70, RNP/Sm, Sm, SS-A (52 und 60 kDa) SS-B, Scl-70,
Centromer B und Jo-1 beschichtet.
Probenpuffer, Konzentrat, (gelb) .............................................................. 1 Fläschchen, 20 ml
Waschpuffer, Konzentrat .......................................................................... 1 Fläschchen, 20 ml
Konjugat................................................................................................... 1 Fläschchen, 15 ml
anti-human IgG, Peroxidase konjugiert, gebrauchsfertig (rosa),
TMB Substratlösung, 3,3`, 5,5`-Tetramethylbenzidin, gebrauchsfertig ..... 1 Fläschchen, 15 ml
Stopplösung, 1M HCl, gebrauchsfertig ..................................................... 1 Fläschchen, 15 ml
Negativkontrollen, gebrauchsfertig ........................................................... 1 Fläschchen, 1,5 ml
Kalibrator, gebrauchsfertig ....................................................................... 1 Fläschchen, 1,5 ml
Arbeitsanleitung/Qualitätskontroll-Zertifikat
TECHNISCHE DATEN
Untersuchungsmaterial
Serum oder Plasma
Erforderliche Probenmenge 10 µl Probe für eine 1 : 101 Probenvorverdünnung
100 µl verdünnte Probe pro Einzelbestimmung
Gesamt-Inkubationszeit
60 Min. bei Raumtemperatur (20 - 28 °C)
Meßwellenlänge
450 nm
Lagerung
bei 2 - 8 °C im Kühlschrank
5
ERFORDERLICHE LABORGERÄTE
Geräte/Reagenzienvorbereitung
- Plattenphotometer mit einem optischen Filter der Meßwellenlänge 450 nm
(ggf. Referenzwellenlänge von 620 nm)
- Wirbelmischer (Vortex)
- Mikropipetten mit Einmalspitzen für 10 µl, 100 µl und 1000 µl, evtl. Multipette
- destilliertes Wasser
- Meßzylinder für 100 ml und 1000 ml
- Gefäß zur Aufbewahrung der Waschlösung
VORBEREITUNG DER REAGENZIEN
Alle Komponenten dieses Testbesteckes liegen bis auf den Probenpuffer und den Waschpuffer
gebrauchsfertig vor. Die Lösungen sind nach dem Öffnen der Fläschchen und bei Lagerung im
Kühlschrank bei 2 - 8 °C bis zum aufgedruckten Verfallsdatum haltbar.
Waschlösung
Jede Flasche des Waschpuffer-Konzentrates (20 ml) ist vor Gebrauch durch Zugabe von
destilliertem Wasser auf ein Endvolumen von 1000 ml (1 Liter) zu verdünnen. Die verdünnte
Waschlösung ist bei einer Lagerung bei 2 - 8 °C mindestens 30 Tage haltbar.
Probenpuffer
Jede Flasche des Probenpuffer-Konzentrates (20 ml) ist vor Gebrauch durch Zugabe von
destilliertem Wasser auf ein Endvolumen von 100 ml zu verdünnen. Der verdünnte Probenpuffer
ist bei einer Lagerung bei 2 - 8 °C mindestens 30 Tage haltbar.
Mikrotiterplatte
Es werden je nach Probenaufkommen die nötige Anzahl von Streifen oder Einzelkavitäten in den
Rahmen der Mikrotiterplatte eingesetzt. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, daß die
verpackte Mikrotiterplatte bereits Raumtemperatur angenommen hat, ehe die Folienverpackung
geöffnet wird. Die nicht benötigten Streifen bzw. Kavitäten werden in dem wiederverschließbaren
Beutel bei 2 - 8 °C aufbewahrt.
Achtung:
Werden bei einem Assayansatz nicht alle Streifen bzw. Kavitäten benötigt, muß der Rahmen der
Mikrotiterplatte aufbewahrt werden. Nach Beendigung eines Testansatzes sollten die verbrauchten
Kavitäten verworfen und der Rahmen der Mikrotiterplatte in den Kit zurück gelegt werden.
6
PROBENENTNAHME UND PROBENVORBEREITUNG
Die Bestimmung der Autoantikörper wird im Serum oder Plasma durchgeführt. Die Serum- bzw.
Plasmaproben werden vor der Messung 1 : 101 mit Probenpuffer verdünnt.
10 µl Probe plus 1000 µl Probenpuffer
Serum- und Plasmaproben können gekühlt bei 2 - 8 °C bis zu 5 Tage aufbewahrt werden. Ist eine
längere Lagerung beabsichtigt, sollten die Proben aliquotiert und bei -20 °C tiefgefroren werden.
Wiederholtes Einfrieren und Auftauen sollte vermieden werden. Seren und Plasmen mit erhöhten
Bilirubinwerten, hämolytische oder lipämische Proben stören die Bestimmung nicht.
TECHNISCHE HINWEISE
Zur laufenden Kontrolle der Richtigkeit wird empfohlen, jeden Ansatz anhand von Kontrollseren zu
überprüfen.
7
ASSAYDURCHFÜHRUNG
Vor Testbeginn müssen alle Reagenzien sowie die Patientenseren Raumtemperatur angenommen
haben.
1.
Eine ausreichende Anzahl von Kavitäten bzw. Mikrotiterplatten-Module zum Ansatz von
Kalibrator, Kontrolle und Patientenproben vorbereiten. Doppelbestimmungen werden
empfohlen.
2.
Jeweils 100 µl Kalibrator, Kontrolle und vorverdünnte Patientenproben entsprechend
der Plattenbelegung in die Mikrotiterplatte pipettieren.
Vorschlag für ein Pipettierschema:
1
A
B
C
D
E
F
G
H
Ka
NK
P1
P2
P3
P4
P5
P6
2
3
4
5
6
P..
P..
P1, P2... Patientenproben 1, 2 ...
Ka:
Kalibrator
NK:
Negativkontrolle
1. Inkubation: 30 Minuten bei Raumtemperatur (20 - 28 °C)
3.
4.
Kavitäten entleeren und insgesamt 3 Mal mit jeweils 300 µl Waschpuffer waschen.
Einwirkzeit des Waschpuffers: mindestens 25 sec. Waschpufferreste müssen vollständig aus
den Kavitäten entfernt werden. Hierzu sollte die Mikrotiterplatte meh rere Male kräftig mit der
Öffnung nach unten auf eine saugfähige Unterlage ausgeschlagen werden.
Jeweils 100 µl Enzymkonjugatlösung in die Kavitäten der Mikrotiterplatte pipettieren.
2. Inkubation: 15 Minuten bei Raumtemperatur (20 - 28 °C)
5.
6.
Kavitäten entleeren und insgesamt 3 Mal mit jeweils 300 µl Waschpuffer waschen.
Einwirkzeit des Waschpuffers: mindestens 25 sec. Waschpufferreste müssen vollständig aus
den Kavitäten entfernt werden. Hierzu sollte die Mikrotiterplatte mehrere Male kräftig mit der
Öffnung nach unten auf eine saugfähige Unterlage ausgeschlagen werden.
Jeweils 100 µl TMB Substratlösung in die Kavitäten pipettieren.
3. Inkubation: 15 Minuten bei Raumtemperatur (20 - 28 °C)
7.
8.
100 µl Stopplösung in jede Kavität pipettieren und die Platte ca. 5 Minuten stehen lassen.
Messung der optischen Dichte aller Proben im Plattenphotometer innerhalb von 30 Minuten
bei einer Wellenlänge von 450 nm.
Bitte beachten Sie:
Alle angegebenen Inkubationszeiten müssen eingehalten werden. Alle Pipettierschritte sind bei
allen Inkubationen in einheitlicher Reihenfolge und einheitlichem Zeittakt durchzuführen.
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AUSWERTUNG DER ERGEBNISSE
1. Semiquantitative Auswertung
Die Auswertung des ANAscreen Tests erfolgt durch die Bildung eines OD-Quotienten. Hierzu wird
die optische Dichte der Patientenprobe durch die berechnete optische Dichte des Kalibrators (OD
Cut-off) dividiert.
Zuerst wird jedoch anhand der optischen Dichte des Kalibrators der OD Cut-off - Wert berechnet.
Hierzu wird die optische Dichte des Kalibrators mit einem definierten Faktor multipliziert.
Den Faktor finden Sie in dem beiliegenden Qualitätskontroll-Zertifikat. Bitte beachten Sie, daß der
angegebene Faktor chargenspezifisch und nicht übertragbar ist.
Berechnung der OD des Cut-off:
Cut −Off
=
×
Anhand dieser Formel und des angegebenen Faktors wird die OD Cut-off berechnet.
Berechnung des OD-Quotienten:
-
=
Patient
Cut -Off
Die Bildung eines OD-Quotienten erlaubt anschließend eine semiquantitative Einschätzung der
Ergebnisse. Hierzu wird die optische Dichte der Patientenprobe durch die berechnete OD Cut-off
dividiert.
Eine Probe ist negativ, wenn der OD-Quotient kleiner als 1,0 ist. Seren mit OD-Quotienten
zwischen 1,0 und 1,2 werden als grenzwertig eingestuft. Liegt der OD-Quotient oberhalb von 1,2,
ist die Probe positiv zu bewerten.
Negativ:
OD-Quotient
<
1,0
Grenzwertig:
OD-Quotient
=
1,0 bis 1,2
Positiv:
OD-Quotient:
>
1,2
Alle Patientenproben, deren OD-Quotienten größer als 1,2 betragen, sind positiv und sollten im
ANAcombi (ORG 539) auf die einzelnen Antikörperspezifitäten untersucht werden.
Beispiel:
Der Kalibrator wird mit einer optischen Dichte von 0,900 bestimmt. Der Faktor beträgt 0,5.
Die berechnete OD Cut-off beträgt demnach:
0,900 x 0,5 = 0,450.
Ein Patientenserum wird mit einer optischen Dichte von 1.350 bestimmt. Der OD-Quotient für
dieses Serum beträgt demnach:
1,350 : 0,450 = 3,0.
Diese Patientenprobe mit einem OD-Quotienten von 3,0 ist positiv zu bewerten und sollte
anschließend im ANAcombi (ORG 539) auf die einzelnen Autoantikörperspeziftäten untersucht
werden.
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2. Qualitative Auswertung
Zusätzlich kann die Auswertung des ANAscreen Tests durch den direkten Vergleich der optischen
Dichten der Patientenproben mit dem berechneten OD Cut-off - Wert erfolgen.
Positiv:
OD Patient
>
OD Cut-off
Negativ:
OD Patient
<
OD Cut-off
Eine Patientenprobe ist positiv, wenn ihre optische Dichte oberhalb der berechneten OD Cut-off
liegt. Ein negativer Befund liegt vor, wenn die optische Dichte der Patientenprobe unterhalb der
berechneten OD Cut-off gefunden wird.
Beispiel:
Der Kalibrator wird mit einer optischen Dichte von 0,900 bestimmt. Der Faktor beträgt 0,5.
Die berechnete OD Cut-off beträgt demnach:
0,900 x 0,5 = 0,450.
Alle Patientenproben, die eine optische Dichte aufweisen, die oberhalb der OD Cut-off von 0,450
liegen, sind positiv und sollten im ANAcombi auf die einzelnen Antikörperspezifitäten untersucht
werden.
Liegen die optischen Dichten der Patientenproben unterhalb der OD Cut-off von 0,450, so sind
diese Proben negativ zu bewerten.
SPEZIFITÄT
Die Kavitäten der Mikrotiterplatte sind mit rekombinanten bzw. mit affinitätschromato-graphisch
aufgereinigten Antigenen (RNP-70, RNP/Sm, Sm, SS-A (52 und 60 kDa), SS-B, Scl-70, Centromer
B und Jo-1) beschichtet. Der Assay erfaßt daher nur spezifisch Autoantikörper, die gegen die
genannten Antigene gerichtet sind.
KALIBRIERUNG
Die Kalibrierung des ANAscreen Assays erfolgt mit Hilfe eines Kalibrators. Zusätzlich wurden bei
der Kalibrierung des Assays die CDC-Seren berücksichtigt.
LITERATUR
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2.
3.
Barland, P., Lipstein, E.
Selection and use of laboratory tests in the rheumatic diseases.
Am. J. Med. Vol. 100 (suppl 2A), 16s-23s, 1996
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Antinuclear antibody determination in a routine laboratory.
Ann. Rheum. Dis. Vol. 55, 723-727, 1996
Fritzler, M.J.
Clinical relevance of autoantibodies in systemic rheumatic diseases.
Mol. Biol. Rep. Vol. 23, 133-145, 1996
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Hiepe, F., Burmester, G.R.
Klinik und Diagnostik des systemischen Lupus erythematodes.
Dtsch. med. Wschr. Vol.121, 1129-1133, 1996
Hietarinta M, Lassila, O.
Clinical significance of antinuclear antibodies in systemic rheumatic disease.
Ann. Med. Vol. 28, 283-291, 1996
Nakamura, R.M., Tan, E.M.
Update on autoantibodies to intracellular antigens in systemic rheumatic diseases.
Clin. Lab. Med. Vol. 12, 1-23, 1992
Sanchez-Guerrero, J., Lew, R.A., Fossel, A.H. Schur, P.H.
Utility of anti-Sm, anti-RNP, anti-Ro/SS-A, and anti-La /SS-B (extractable nuclear antigens)
detected by enzyme linked immunosorbent assay for the diagnosis of systemic lupus
erythematodes.
Arthitis Rheum. Vol. 39, 1055-1061, 1996
HINWEISE UND VORSICHTSMAßNAHMEN
Alle Reagenzien dieser Testpackung dürfen ausschließlich zur in vitro-Diagnostik verwendet
werden.
Die Einhaltung des vorgeschriebenen Protokolls zur Durchführung des Tests ist unbedingt
erforderlich. Die Richtlinien zur Durchführung der Qualitätskontrolle in medizinischen Laboratorien
sind zu beachten (Mitführen von Kontrollen, Poolseren).
Einzelne Komponenten verschiedener Chargen und Testbestecke sollten nicht ausgetauscht
werden. Die auf der Verpackung und den Etiketten der einzelnen Komponenten angegebenen
Verfallsdaten sind zu beachten.
Der Testkit enthält Reagenzien, die aus humanen Serum- oder Plasmabestandteilen hergestellt
sind. Die Ausgangsreagenzien wurden mit Immunoassaymethoden auf Antikörper gegen HIV 1,
HIV 2, HCV und auf das Hepatitis B Oberflächenantigen untersucht. Alle getesteten Parameter
wurden für negativ befunden.
Für den Umgang mit Kitreagenzien, Kontroll- und Serumproben sind die Vorschriften zur
Unfallverhütung für den Gesundheitsdienst beim Umgang mit potentiell infektiösem Material
einzuhalten.
Das Untersuchungsmaterial ist stets als potentiell infektiös einzustufen. Unter den gleichen
Sicherheitsvorkehrungen sind ebenso Kitreagenzien und Kontrollproben zu handhaben.
Die Reagenzien dieses Testbestecks enthalten zum Schutz gegen bakterielles Wachstum
Konservierungsmittel; daher ist die Berührung mit der Haut und/oder Schleimhäuten zu vermeiden.
Das Substrat TMB (3,3`,5,5`-Tetramethylbenzidin) ist toxisch bei Verschlucken und bei Berührung
mit der Haut. Bei Berührung mit der Haut sofort mit viel Wasser und Seife abwaschen.
Vermeiden Sie den Kontakt der Peroxidlösung mit leicht oxidierbaren Materialien. Extreme
Temperaturschwankungen können zum spontanen Zerfall des Peroxids führen.
Ein Kontakt mit der Salzsäure enthaltenden Stopp-Lösung ist zu vermeiden. Bei Hautkontakt
unverzüglich und kräftig mit Wasser abwaschen. Alle Geräte sofort nach Gebrauch gründlich
reinigen.
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KURZANLEITUNG
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