Clarithromycin Sandoz 250 mg Filmtabletten

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Fachinformation
Clarithromycin Sandoz 250 mg
Filmtabletten
1. Bezeichnung des Arzneimittels
Clarithromycin Sandoz 250 mg
Filmtabletten
2. Qualitative und quantitative
Zusammensetzung
Jede Filmtablette enthält 250 mg Clarithromycin.
Sonstige Bestandteile siehe unter 6.1
3. Darreichungsform
Filmtablette
Dunkelgelbe, kapselförmige Filmtabletten
4. Klinische Angaben
4.1 Anwendungsgebiete
Clarithromycin ist zur Behandlung der folgenden akuten und chronischen bakteriellen
Infektionen indiziert, wenn diese durch Clarithromycin-empfindliche Erreger verursacht
werden und eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Penicillin vorliegt oder Penicillin
aus anderen Gründen nicht geeignet ist.
• Infektionen der oberen Atemwege wie
Pharyngitis und Sinusitis
• Infektionen der unteren Atemwege wie
akute Exazerbation einer chronischen
Bronchitis und ambulant erworbene
Pneumonien
• Leichte bis mittelschwere Infektionen der
Haut und des Weichteilgewebes
• In adäquater Kombination mit den entsprechenden antibakteriellen Therapieschemata und einem einschlägigen Ulkus-Therapeutikum zur Eradikation von
H. pylori bei Patienten mit Ulzera, die
durch H. pylori verursacht wurden. Siehe
Abschnitt 4.2.
Offizielle Empfehlungen zur adäquaten Anwendung von antibakteriellen Arzneimitteln
sollen berücksichtigt werden.
4.2 Dosierung,
Art und Dauer der Anwendung
Die Dosierung von Clarithromycin hängt
vom klinischen Zustand des Patienten ab
und ist in jedem Fall vom Arzt festzulegen.
Erwachsene und Jugendliche:
• Standarddosierung: Die übliche Dosis
beträgt zweimal täglich 250 mg.
• Behandlung mit hohen Dosen (schwere
Infektionen): Bei schweren Infektionen
kann die übliche Dosis auf zweimal täglich
500 mg erhöht werden.
Kinder:
Clarithromycin-Tabletten sind für Kinder bis
zu 12 Jahren mit einem Körpergewicht unter
30 kg nicht geeignet.
September 2007
Elimination von Helicobacter pylori bei
Erwachsenen:
Bei Patienten mit Gastroduodenalulzera, die
durch die Infektion mit H. pylori verursacht
wurden, kann Clarithromycin während der
Eradikationstherapie in einer Dosis von
zweimal täglich 500 mg zusammen mit zweimal täglich 1000 mg Amoxicillin und zweimal
täglich 20 mg Omeprazol angewendet werden.
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Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:
Die empfohlenen maximalen Dosen sollten
proportional zum Schweregrad der Nierenfunktionsstörung reduziert werden. Bei einer
Kreatinin-Clearance-Rate unter 30 ml/min
sollte die Dosis auf 250 mg täglich oder bei
Schwerstinfektionen auf 250 mg zweimal
täglich halbiert werden.
Dauer der Therapie:
Die Dauer der Therapie mit Clarithromycin
hängt vom klinischen Zustand des Patienten
ab. Die Dauer der Therapie ist in jedem Fall
vom Arzt festzulegen.
• Die übliche Behandlungsdauer beträgt 6
bis 14 Tage.
• Die Therapie sollte nach dem Abklingen
der Symptome mindestens noch 2 Tage
fortgesetzt werden.
• Bei Infektionen durch β-hämolysierende
Streptokokken sollte die Therapiedauer
mindestens 10 Tage betragen, um Komplikationen wie rheumatischem Fieber
und Glomerulonephritis vorzubeugen.
• Die Kombinationstherapie zur Eradikation
von H. pylori, z. B. mit zweimal täglich
500 mg Clarithromycin (zwei Tabletten zu
250 mg oder eine Tablette zu 500 mg) zusammen mit zweimal täglich 1000 mg
Amoxicillin und zweimal täglich 20 mg
Omeprazol sollte 7 Tage lang durchgeführt werden.
Art der Anwendung:
Clarithromycin kann unabhängig von der
Nahrungsaufnahme angewendet werden
(siehe Abschnitt 5.2).
4.3 Gegenanzeigen
• Clarithromycin darf nicht angewendet
werden bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber Clarithromycin, anderen Makrolid-Antibiotika oder einem der
sonstigen Bestandteile.
• Clarithromycin darf nicht zusammen mit
Ergotamin-Derivaten angewendet werden.
• Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit einem der folgenden Arzneistoffe ist kontraindiziert: Cisaprid, Pimozid und Terfenadin. Bei Patienten, die
einen dieser Arzneistoffe und Clarithromycin gleichzeitig bekommen haben, wurde
über erhöhte Spiegel von Cisaprid bzw.
Pimozid oder Terfenadin berichtet. Dies
kann zu einer Verlängerung des QT-Intervalls und Herzrhythmusstörungen einschließlich ventrikulärer Tachyarrhythmien, Kammerflimmern und Torsade de
Pointes führen. Ähnliche Effekte wurden
bei gleichzeitiger Anwendung von Astemizol und anderen Makroliden beobachtet (siehe Abschnitt 4.5).
• Clarithromycin darf bei hypokaliämischen
Patienten nicht angewendet werden (Verlängerung des QT-Intervalls).
4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
• Clarithromycin wird hauptsächlich über
die Leber ausgeschieden. Deshalb ist
Vorsicht geboten, wenn Clarithromycin
bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion angewendet wird.
• Bei Patienten mit stark eingeschränkter
Nierenfunktion sollte wie bei anderen
Antibiotika eine Reduzierung der Dosis
von Clarithromycin in Abhängigkeit vom
Schweregrad der Insuffizienz vorgenommen werden (siehe Abschnitt 4.2).
Bei älteren Patienten sollte die Möglichkeit einer eingeschränkten Nierenfunktion
stets in Betracht gezogen werden.
• Die Therapie von H. pylori-Infektionen mit
Clarithromycin kann zur Selektion von arzneimittelresistenten Organismen führen.
• Bei Patienten, die überempfindlich gegenüber Lincomycin oder Clindamycin sind,
kann auch eine Überempfindlichkeit gegenüber Clarithromycin vorliegen. Deshalb ist bei der Verordnung von Clarithromycin bei solchen Patienten Vorsicht geboten.
• Bei Langzeitanwendung oder wiederholter Anwendung von Clarithromycin kann
es zu einer Superinfektion mit nicht-empfindlichen Keimen kommen. Im Falle des
Auftretens einer Superinfektion muss die
Clarithromycin-Behandlung abgebrochen
werden.
• Über pseudomembranöse Colitis wurde
bei der Anwendung von BreitspektrumAntibiotika berichtet. Deshalb ist es wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, bei denen es während
oder nach der Therapie mit Clarithromycin
zu schweren Durchfällen kommt.
• Aufgrund des Risikos einer Verlängerung
des QT-Intervalls sollte Clarithromycin mit
Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit koronaren Gefäßerkrankungen,
bekannter
ventrikulärer
Arrhythmie,
schwerer Herzinsuffizienz, nicht-kompensierter Hypokaliämie und/oder Hypomagnesiämie, Bradykardie (Puls 50 Schläge/Min) oder wenn gleichzeitig andere
Arzneimittel angewendet werden, die eine
Verlängerung des QT-Intervalls hervorrufen können.
Clarithromycin sollte von Patienten mit angeborener oder nachgewiesener erworbener Verlängerung des QT-Intervalls
nicht angewendet werden.
• Clarithromycin sollte mit Vorsicht angewendet werden, wenn eine Anwendung
bei Patienten indiziert ist, die mit einem
Induktor von CYP3A4 behandelt werden
(siehe Abschnitt 4.5).
• Clarithromycin inhibiert CYP3A4 und eine
gleichzeitige Anwendung von anderen
Arzneimitteln, die zu einem großen Teil
durch dieses Enzym metabolisiert werden, sollte auf Situationen beschränkt
werden, in denen diese Anwendung unbedingt erforderlich ist.
• Clarithromycin inhibiert den Metabolismus mancher HMG-CoA-ReduktaseHemmer, was zu erhöhten Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel führt (siehe Abschnitt 4.5).
4.5 Wechselwirkungen mit anderen
Arzneimitteln und sonstige
Wechselwirkungen
Auswirkungen von Clarithromycin-Tabletten
auf andere Arzneimittel
Clarithromycin inhibiert das Stoffwechselenzym CYP3A4 und das Transportprotein
P-Glykoprotein. Das Ausmaß der Hemmung
bei verschiedenen CYP3A4-Substraten ist
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Clarithromycin Sandoz 250 mg
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schwierig vorherzusagen. Deshalb sollte
Clarithromycin während der Behandlung mit
anderen Arzneimitteln, die durch CYP3A4
verstoffwechselt werden, nicht eingesetzt
werden, es sei denn Plasmaspiegel, Wirkungen oder Nebenwirkungen des CYP3A4Substrates können streng überwacht werden. Eine Dosisreduktion der Arzneimittel,
die durch CYP3A4 verstoffwechselt werden,
kann erforderlich sein, falls diese zusammen
mit Clarithromycin angewendet werden. Alternativ kann auch die Behandlung mit diesen Arzneimitteln während der Behandlung
mit Clarithromycin unterbrochen werden.
Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern
können
Es wurde berichtet, dass Clarithromycin den
Abbau von Cisaprid und Terfenadin hemmt,
was bei Terfenadin zu einem Anstieg der
Plasmaspiegel um das 2 – 3-fache führt. Dies
war mit einer Verlängerung des QT-Intervalls
und kardialen Arrhythmien einschließlich
ventrikulärer Tachykardie, Kammerflimmern
und Torsade de Pointes verbunden. Ähnliche Symptome wurden bei Patienten beschrieben, die mit Pimozid und Clarithromycin behandelt wurden. Die gleichzeitige Anwendung von Clarithromycin mit Terfenadin,
Cisaprid oder Pimozid ist kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Fälle von Torsades de Pointes wurden bei
Patienten beschrieben, bei denen Clarithromycin zusammen mit Chinidin oder Disopyramid angewendet wurde. Diese Kombination sollte deshalb vermieden werden, oder
die Plasmaspiegel von Chinidin oder Disopyramid streng überwacht werden, um eine
Dosisanpassung zu ermöglichen.
Bei der Anwendung von Clarithromycin bei
Patienten, die mit anderen Arzneimitteln behandelt werden, die das QT-Intervall verlängern, ist Vorsicht geboten (siehe Abschnitt
4.4).
HMG-CoA-Reduktase-Hemmer
Clarithromycin inhibiert den Metabolismus
mancher HMG-CoA-Reduktase-Hemmer,
was zu erhöhten Plasmakonzentrationen
dieser Arzneimittel führt.
In Verbindung mit erhöhten Plasmaspiegeln
wurde in seltenen Fällen über Rhabdomyolyse bei Patienten berichtet, die mit Clarithromycin und Simvastatin behandelt wurden.
Clarithromycin kann eine vergleichbare Interaktion mit Atorvastatin und eine geringfügigere Interaktion mit Cerivastatin auslösen.
Wenn eine Behandlung mit Clarithromycin
bei Patienten, die mit Simvastatin, Atorvastatin oder Cerivastatin behandelt werden, angezeigt ist, müssen diese Patienten auf Anzeichen und Symptome einer Myopathie
überwacht werden.
Vasokonstriktoren aus Mutterkornalkaloiden
(z. B. Dihydroergotamin, Ergotamin)
Es wurde über Fälle von Ergotismus aufgrund von erhöhten Plasmaspiegeln der
Mutterkornalkaloide berichtet, wenn diese
Arzneimittel zusammen mit Makroliden angewendet wurden. Diese Kombination ist
kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3).
Benzodiazepine
Bei gleichzeitiger Anwendung von Midazolam mit Clarithromycin-Tabletten (zweimal
täglich 250 mg) war die AUC von Midazolam
2
nach intravenöser Anwendung 2,7-fach,
nach oraler Anwendung 7-fach erhöht. Die
gleichzeitige orale Anwendung von Midazolam und Clarithromycin sollte vermieden
werden. Bei gleichzeitiger intravenöser Anwendung von Midazolam muss der Patient
streng überwacht werden, um eine Dosisanpassung zu ermöglichen.
Die gleichen Vorsichtsmaßnahmen gelten
auch für andere Benzodiazepine, die durch
CYP3A4 verstoffwechselt werden, insbesondere Triazolam, aber auch Alprazolam.
Bei Benzodiazepinen, die nicht durch
CYP3A4 verstoffwechselt werden (Tetrazepam, Nitrazepam, Lorazepam) sind Wechselwirkungen mit Clarithromycin unwahrscheinlich.
Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus
Die gleichzeitige orale Anwendung von Clarithromycin und Ciclosporin oder Tacrolimus
führt zu einem mehr als zweifachen Anstieg
der Cmin-Spiegel sowohl von Ciclosporin als
auch von Tacrolimus. Vergleichbare Effekte
werden auch für Sirolimus erwartet. Zu Beginn einer Behandlung mit Clarithromycin
bei Patienten, die bereits eines dieser Immunsuppressiva einnehmen, müssen die
Plasmaspiegel von Ciclosporin, Tacrolimus
oder Sirolimus streng überwacht werden
und die Dosis wie erforderlich reduziert werden. Wenn die Behandlung mit Clarithromycin bei diesen Patienten unterbrochen wird,
ist wiederum eine strenge Überwachung der
Plasmaspiegel von Ciclosporin, Tacrolimus
oder Sirolimus erforderlich, um die Dosis anzupassen.
Digoxin
Die Konzentration von Digoxin kann erhöht
sein, wenn es gleichzeitig mit Clarithromycin
angewendet wird. Eine Überwachung der
Plasmaspiegel von Digoxin sollte in Betracht
gezogen werden, wenn die Behandlung mit
Clarithromycin begonnen oder beendet
wird, da eine Dosisanpassung erforderlich
sein kann.
Theophyllin
Die Anwendung von Clarithromycin an Patienten, die Theophyllin erhalten, war mit
einem Anstieg der Theophyllin-Serumspiegel und dem potentiellen Anstieg der Theophyllin-Toxizität verbunden.
Zidovudin
Die gleichzeitige Einnahme von Clarithromycin-Tabletten und Zidovudin bei erwachsenen HIV-Patienten kann eine verminderte
Plasmakonzentration von Zidovudin im Steady-State zur Folge haben. Diese Interaktion
lässt sich durch die gestaffelte Einnahme der
Dosen von Clarithromycin und Zidovudin in
Intervallen von 1 – 2 Stunden weitgehend
vermeiden. Bei Kindern gab es keine Berichte über derartige Reaktionen.
Auswirkungen anderer Arzneimittel auf Clarithromycin-Tabletten
Clarithromycin wird über das Enzym
CYP3A4 verstoffwechselt. Deshalb können
starke Inhibitoren dieses Enzyms den Metabolismus von Clarithromycin inhibieren, was
zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
Clarithromycin führt.
Obwohl die Plasmakonzentrationen von
Clarithromycin und Omeprazol erhöht sein
können, wenn sie gemeinsam angewendet
werden, ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Erhöhte Plasmakonzentrationen von Clarithromycin können auch bei gleichzeitiger
Anwendung mit Antacida und Ranitidin auftreten. Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Ritonavir (200 mg dreimal täglich) inhibiert
den Metabolismus von Clarithromycin
(500 mg zweimal täglich) mit einem Anstieg
von Cmax, Cmin, AUC von 31,182 bzw. 77 %
bei gleichzeitiger Anwendung mit Ritonavir.
Die Bildung des aktiven 14-Hydroxy-Metaboliten wurde nahezu vollständig gehemmt.
Eine generelle Dosisreduktion ist bei Patienten mit normaler Nierenfunktion wahrscheinlich nicht erforderlich, aber die tägliche
Clarithromycin-Dosis sollte 1 g nicht überschreiten.
Eine Dosisreduktion sollte bei Patienten mit
eingeschränkter Nierenfunktion in Betracht
gezogen werden. Bei Patienten mit einer
Kreatinin-Clearance von 30 bis 60 ml/min
sollte die Clarithromycin-Dosis um 50 % reduziert werden, bei einer Kreatinin-Clearance von 30 ml/min sollte die Dosis um
75 % reduziert werden.
Arzneimittel, die CYP3A4 induzieren (z. B.
Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Johanniskraut) können den Metabolismus von Clarithromycin induzieren.
Dies kann zu sub-therapeutischen Spiegeln
von Clarithromycin und damit zu einer verminderten Wirksamkeit führen. Wenn die
Therapie mit Clarithromycin unbedingt erforderlich ist, muss die Clarithromycin-Dosis
gegebenenfalls erhöht werden, wobei die
Wirksamkeit und Sicherheit von Clarithromycin sorgfältig zu überwachen sind. Außerdem kann eine Überwachung des Plasmaspiegels des Arzneimittels, das CYP3A4 induziert, erforderlich sein, da dieser aufgrund
der Hemmung von CYP3A4 durch Clarithromycin erhöht sein kann (siehe auch in
der entsprechenden Fachinformation des
gleichzeitig angewendeten Arzneimittels).
Die gleichzeitige Anwendung von Rifabutin
und Clarithromycin führt zu einer Erhöhung
bzw. Erniedrigung der Serumspiegel, was zu
einem erhöhten Risiko einer Uveitis führt.
Eine Reduktion der AUC um 39 % für Clarithromycin und eine Erhöhung der AUC um
34 % für den aktiven 14-Hydroxy-Metaboliten wurde bei gleichzeitiger Einnahme von
Clarithromycin und dem CYP3A4 induzierenden Arzneistoff Efavirenz beobachtet.
Wechselwirkungen bei Behandlungen zur
Eradikation von H. pylori
Obwohl die Plasmakonzentrationen von
Clarithromycin und Omeprazol erhöht sein
können, wenn diese gleichzeitig angewendet werden, ist keine Dosisanpassung erforderlich.
Bei der empfohlenen Dosis gibt es keine
klinisch signifikante Interaktion zwischen
Clarithromycin und Lansoprazol.
Erhöhte Plasmakonzentrationen von Clarithromycin können auch auftreten wenn es
gleichzeitig mit Antacida oder Ranitidin angewendet wird. Eine Dosisanpassung ist
nicht erforderlich.
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Clarithromycin Sandoz 250 mg
Filmtabletten
Es gibt keine pharmakokinetischen Interaktionen mit relevanten Antibiotika, die zur Eradikation von H. pylori angewendet werden.
4.6 Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Daten über die Anwendung von Clarithromycin im ersten Trimester bei mehr als 200
Schwangerschaften ergaben keine eindeutigen Hinweise auf teratogene Effekte oder
Nebenwirkungen auf die Gesundheit des
Neugeborenen. Daten einer begrenzten Anzahl von Schwangeren, die im ersten Trimester mit Clarithromycin behandelt wurden, zeigen ein möglicherweise erhöhtes Fehlgeburtsrisiko. Derzeit stehen keine anderen relevanten epidemiologischen Daten zur Verfügung.
Ergebnisse von Tierversuchen belegen eine
Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt 5.3).
Das Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
Clarithromycin sollte Schwangeren nur nach
einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung
gegeben werden.
Stillzeit
Clarithromycin und sein aktiver Metabolit
werden in die Muttermilch ausgeschieden.
Deshalb kann es bei gestillten Säuglingen
zu Diarrhö und Pilzinfektionen der Schleimhäute kommen, so dass das Stillen möglicherweise unterbrochen werden muss. Die
Möglichkeit einer Sensibilisierung sollte bedacht werden.
Der Nutzen der Behandlung für die Mutter
sollte gegen das potenzielle Risiko für das
Kind abgewogen werden.
4.7 Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von
Maschinen
Es liegen keine Daten über Auswirkungen
von Clarithromycin auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen vor.
Bei diesen Tätigkeiten sollte die Möglichkeit
des Auftretens von Nebenwirkungen wie Benommenheit, Schwindel, Verwirrtheit und
Orientierungslosigkeit in Betracht gezogen
werden.
4.8 Nebenwirkungen
Am häufigsten wurde bei Erwachsenen nach
Einnahme von Clarithromycin über Diarrhö
(3 %), Übelkeit (3 %), Geschmacksstörungen (3 %), Dyspepsie (2 %), Bauchschmerzen/Unwohlsein (2 %) und Kopfschmerzen
(2 %) berichtet.
In diesem Abschnitt werden die Nebenwirkungen wie folgt bewertet:
Sehr häufig (10 %)
Häufig
(1 % – 10 %)
Gelegentlich (0,1 % – 1 %)
Selten
(0,01 % – 0,1 %)
Sehr selten (0,01 %)
September 2007
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Häufig
Orale Candidiasis
Wie bei anderen Antibiotika kann es bei
einer Langzeitanwendung zu einem übermäßigen Wachstum nicht-empfindlicher Keime
kommen.
Erkrankungen des Blutes und des
Lymphsystems
Gelegentlich
Verminderung der Leukozytenzahl
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Sehr selten
Thrombozytopenie
Erkrankungen des Immunsystems
Gelegentlich
Allergische Reaktionen von Urtikaria und
leichten Hauterscheinungen bis hin zur Anaphylaxie
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr selten
Angstzustände, Schlaflosigkeit, Halluzinationen, Psychose, Orientierungslosigkeit, Depersonalisation, Alpträume, Verwirrtheit
Erkrankungen des Nervensystems
Häufig
Kopfschmerzen, Störungen des Geruchssinns
Sehr selten
Benommenheit, Schwindel, Parästhesien,
Krämpfe
Erkrankungen des Ohres und des Labyrinths
Selten
Tinnitus
Sehr selten
Reversibler Hörverlust
Herzerkrankungen
Sehr selten
Verlängerung des QT-Intervalls, ventrikuläre
Tachykardien und Torsades de Pointes
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig
Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Dyspepsie, Stomatitis, Glossitis,
reversible Zahn- und Zungenverfärbungen,
Geschmacksstörungen, z. B. metallischer
oder bitterer Geschmack
Sehr selten
Pankreatitis. Über das Auftreten von pseudomembranöser Colitis wurde unter Clarithromycin sehr selten berichtet. Der Schweregrad kann zwischen mild bis lebensbedrohend liegen.
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich
Leberfunktionsstörungen, üblicherweise vorübergehend und reversibel, Hepatitis und
Cholestase mit oder ohne Ikterus
Sehr selten
Über tödliches Leberversagen wurde vor allem bei Patienten berichtet, die an einer
Grunderkrankung der Leber litten oder andere hepatotoxische Arzneimittel einnahmen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr selten
Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom (toxische epidermale Nekrolyse)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und
Knochenerkrankungen
Gelegentlich
Arthralgie, Myalgie
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr selten
Interstitielle Nephritis, Nierenversagen
Untersuchungen
Häufig
Erhöhte BUN
Gelegentlich
Verlängerung der Prothrombinzeit, erhöhte
Serum-Kreatinin-Werte, veränderte Leberfunktionswerte (erhöhte Transaminasenspiegel)
Sehr selten
Hypoglykämie wurde beobachtet, insbesondere bei gleichzeitiger Behandlung mit Antidiabetika und Insulin.
4.9 Überdosierung
Symptome einer Intoxikation:
Aus Berichten geht hervor, dass bei Einnahme großer Mengen von Clarithromycin mit
dem Auftreten gastrointestinaler Symptome
gerechnet werden muss. Überdosierungssymptome können mit dem Nebenwirkungsprofil weitgehend übereinstimmen. Ein
Patient mit einer bipolaren Störung in der
Anamnese nahm 8 Gramm Clarithromycin
ein und zeigte danach eine veränderte mentale Verfassung, paranoides Verhalten, Hypokaliämie und Hypoxämie.
Therapie bei Intoxikation:
Es gibt kein spezifisches Antidot gegen
Überdosierung. Die Clarithromycin-Serumspiegel können nicht durch Peritoneal- oder
Hämodialyse reduziert werden.
Nebenwirkungen, die im Zusammenhang
mit Überdosierung auftreten, sollten durch
Magenspülung und entsprechende unterstützende Maßnahmen behandelt werden.
Schwere akute allergische Reaktionen, z. B.
anaphylaktischer Schock, wurden sehr selten beobachtet. Beim Auftreten der ersten
Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen muss die Behandlung mit Clarithromycin abgebrochen werden und die erforderlichen Maßnahmen müssen unverzüglich eingeleitet werden.
5. Pharmakologische Eigenschaften
5.1 Pharmakodynamische Eigenschaften
Pharmakotherapeutische Gruppe: Makrolide
ATC-Code: J01FA09
Wirkungsmechanismus:
Der antibakterielle Wirkungsmechanismus
von Clarithromycin beruht auf der Hemmung
der Proteinsynthese durch Bindung an Ribosomen (50S-Untereinheit) der empfindlichen
Bakterien. Clarithromycin ist hochwirksam
gegen eine große Vielzahl von aeroben und
anaeroben gram-positiven und gram-negativen Organismen. Die minimalen HemmKonzentrationen (MHKs) von Clarithromycin
sind generell zweifach geringer als die
MHKs von Erythromycin. Der 14-(R)-Hydroxy-Metabolit von Clarithromycin ist ebenfalls antimikrobiell wirksam. Die MHKs dieses aktiven Metaboliten sind vergleichbar
oder zweimal höher als die MHKs von Clarithromycin, außer bei H. influenzae, hier ist
der 14-Hydroxy-Metabolit zweifach wirksamer als Clarithromycin.
Empfindlichkeitsgrenzen
Gemäß NCCLS (US National Committee on
Clinical Laboratory Standards) wurden im
Jahr 2001 die folgenden Empfindlichkeitsgrenzen für Clarithromycin bestimmt:
• Staphylococcus spp.:
2 µg/ml — empfindlich,
8 µg/ml — resistent
• Haemophilus spp.:
8 µg/ml — empfindlich,
32 µg/ml — resistent
• Streptococcus pneumoniae:
0,25 µg/ml — empfindlich,
1 µg/ml — resistent
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• Streptococcus spp. außer S. pneumoniae:
0,25 µg/ml — empfindlich,
1 µg/ml — resistent
• Helicobacter pylori:
0,25 µg/ml — empfindlich,
1 µg/ml — resistent
Empfindlichkeit
Die Prävalenz einer Resistenz kann für bestimmte Spezies geographisch und auch
zeitlich variieren. Deshalb sind lokale Informationen zur Resistenzlage wünschenswert,
insbesondere bei der Behandlung von
schweren Infektionen. Die nachstehenden
Informationen enthalten nur Angaben zur
Wahrscheinlichkeit, ob ein Erreger gegen
Clarithromycin empfindlich ist oder nicht.
Sofern Angaben über die Resistenzbereiche
bei bestimmten Erregern innerhalb Europas
vorliegen, werden diese in Klammern ausgewiesen.
Spezies
Häufigkeit von
Resistenzbereichen
innerhalb der EU
(falls 10 %)
(Extremwerte)
Empfindlich
Aerobe gram-positive Bakterien
Staphylococcus aureus
(18,1 %)
Methicillin-empfindlich
Streptokokken Gruppe C, F, G
Streptococcus pneumoniae +
(37,8 %)
Aerobe gram-negative Bakterien
Helicobacter pylori
(14 %)
Legionella spp.
Moraxella catarrhalis
Pasteurella multocida
Anaerobe Bakterien
Bacteroides spp.
Clostridium spp. außer C. difficile
Fusobacterium spp.
Peptococcus/Peptostreptococcus spp.
Andere
Chlamydia trachomatis
Chlamydia pneumoniae
Mycoplasma pneumoniae
Mäßig empfindlich
Aerobe gram-negative Bakterien
Haemophilus influenzae
Resistent
Aerobe gram-positive Bakterien
Enterococcus spp.
Staphylococcus aureus
(Erythromycin-resistent oder MRSA)
Andere
Mycobacterium tuberculosis
+ Hinweise zur Resistenz siehe unten
Weitere Informationen
Die Empfindlichkeit und Resistenz von
Streptococcus pneumoniae und Streptococcus spp. gegenüber Clarithromycin
kann durch die Testung von Erythromycin
im Voraus bestimmt werden.
Die Mechanismen der erworbenen Resistenz gegen Makrolide sind: Efflux der aktiven Substanz über aktive Pumpmechanismen, induzierbare oder konstitutive Produktion einer Methylase, die das ribosomale
4
Target modifiziert, Hydrolyse der Makrolide
durch Esterasen, chromosomale Mutationen, die ein Protein der 50S Ribosomeneinheit verändern. Es kann deshalb zu Kreuzresistenz zwischen Clarithromycin und anderen Makroliden sowie Clindamycin und Lincomycin kommen.
Methicillin-resistente und Oxacillin-resistente Staphylokokken (MRSA) und Penicillin-resistenter Streptococcus pneumoniae
sind resistent gegen alle derzeit erhältlichen
Betalactam-Antibiotika und Makrolide wie
Clarithromycin.
Die meisten klinischen Erfahrungen aus
kontrollierten randomisierten klinischen Studien zeigten, dass Clarithromycin 500 mg
zweimal täglich zusammen mit einem anderen Antibiotikum, wie z. B. Amoxicillin oder
Metronidazol, und z. B. Omeprazol (angewendet in der empfohlenen Dosis) nach
7 Tagen eine H. pylori-Eradikationsrate
80 % bei Patienten mit Gastroduodenalulzera erreicht. Wie erwartet, wurden bei Patienten mit Metronidazol-resistenten H. pylori-Isolaten in der Baseline-Bestimmung signifikant niedrigere Eradikationsraten beobachtet. Deshalb sollten bei der Wahl eines
geeigneten kombinierten Behandlungsschemas zur Eradikationstherapie von
H. pylori die lokale Information über die Resistenzprävalenz und die lokalen Therapierichtlinien Berücksichtigung finden. Darüber
hinaus ist bei hartnäckiger Infektion die potenzielle Entwicklung von Sekundärresistenz (bei Patienten mit primär empfindlichen
Stämmen) gegenüber einem antimikrobiellen Arzneimittel bei der Wahl neuer Wiederbehandlungsschemata zu berücksichtigen.
5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften
Resorption:
Clarithromycin wird nach oraler Anwendung
schnell und gleichmäßig im Gastrointestinaltrakt — primär im Jejunum — resorbiert,
unterliegt aber einem ausgeprägten FirstPass-Metabolismus. Die absolute Bioverfügbarkeit einer Tablette zu 250 mg Clarithromycin beträgt ungefähr 50 %. Die Resorption wird durch Nahrung leicht verzögert, beeinflusst jedoch nicht das Ausmaß
der Bioverfügbarkeit. Deshalb können Clarithromycin-Tabletten unabhängig von den
Mahlzeiten eingenommen werden.
Durch seine chemische Struktur (6-O-Methylerythromycin) ist Clarithromycin weitgehend magensäureunempfindlich. SpitzenPlasmakonzentrationen von 1 – 2 µg/ml Clarithromycin wurden bei Erwachsenen nach
Einnahme von 250 mg zweimal täglich beobachtet. Nach der Gabe von 500 mg Clarithromycin zweimal täglich lag die SpitzenPlasmakonzentration bei 2,8 µg/ml.
Nach der Anwendung von 250 mg Clarithromycin zweimal täglich erreicht der mikrobiologisch aktive 14-Hydroxy-Metabolit Spitzenplasmakonzentrationen von 0,6 µg/ml.
Der Steady-State wird innerhalb von 2 Behandlungstagen erreicht.
Verteilung:
Clarithromycin penetriert gut in die verschiedenen Gewebe mit einem berechneten Verteilungsvolumen von 200 – 400 l. Clarithromycin erreicht in manchen Geweben Konzentrationen, die um ein Mehrfaches gegen-
über dem Wirkstoffspiegel im Blutkreislauf
erhöht sind. Erhöhte Spiegel wurden sowohl in den Tonsillen als auch im Lungengewebe festgestellt. Clarithromycin penetriert
auch in die Magenschleimhaut.
Die Plasmaproteinbindung von Clarithromycin beträgt bei therapeutischen Konzentrationen ungefähr 80 %.
Biotransformation und Elimination:
Clarithromycin wird schnell und umfassend
in der Leber metabolisiert. Der Stoffwechsel
erfolgt hauptsächlich über N-Dealkylierung,
Oxidation und stereospezifische Hydroxylierung in Position C 14.
Die Pharmakokinetik ist nicht-linear aufgrund der Sättigung des Lebermetabolismus bei hohen Dosen. Die Eliminationshalbwertszeit erhöht sich von 2 – 4 Stunden
nach Gabe von 250 mg Clarithromycin zweimal täglich auf 5 Stunden nach Gabe von
500 mg Clarithromycin zweimal täglich.
Die Halbwertszeit des aktiven 14-HydroxyMetaboliten liegt zwischen 5 und 6 Stunden.
Nach oraler Gabe von radioaktivem Clarithromycin wurden 70 – 80 % der Aktivität
in den Faeces wiedergefunden. Circa
20 – 30 % des Clarithromycins werden als
unveränderter Wirkstoff im Urin gesammelt.
Dieser Anteil ist erhöht, wenn die Dosis gesteigert wird.
Niereninsuffizienz erhöht die Clarithromycinspiegel im Plasma, wenn die Dosis nicht
reduziert wird.
Die totale Plasma-Clearance wurde berechnet mit ungefähr 700 ml/min, bei einer renalen Clearance von ungefähr 170 ml/min.
Bestimmte Patientengruppen
Einschränkung der Nierenfunktion: Eine eingeschränkte Nierenfunktion führt zu erhöhten Plasmaspiegeln von Clarithromycin und
seinem aktiven Metaboliten.
5.3 Präklinische Daten zur Sicherheit
In 4-wöchigen Studien an Tieren wurde festgestellt, dass die Toxizität von Clarithromycin von der Dosis und der Behandlungsdauer abhängt. Bei allen Spezies wurden
erste Anzeichen einer Toxizität in der Leber
beobachtet; dort traten Läsionen bei Hunden und Affen innerhalb von 14 Tagen auf.
Die mit dieser Toxizität verbundenen systemischen Wirkstoffkonzentrationen sind im
Einzelnen nicht bekannt, aber die toxischen
Dosen lagen deutlich über den für Menschen empfohlenen therapeutischen Dosen.
Kardiovaskuläre Fehlbildungen wurden bei
Ratten, die mit Dosen von 150 mg/kg/Tag
behandelt wurden, beobachtet.
Bei In-vitro- und In-vivo- Studien mit Clarithromycin wurden keine mutagenen Wirkungen festgestellt.
Studien zur Reproduktionstoxizität zeigten,
dass die Gabe von Clarithromycin bei Dosierung der zweifachen Menge der klinischen Dosis bei Kaninchen (i.v.) und bei
Dosierung der 10-fachen Menge der klinischen Dosis bei Affen (p.o.) zu einer erhöhten Inzidenz von spontanen Aborten führte.
Diese Dosen waren maternal toxisch. Bei
Studien mit Ratten wurde keine Embryotoxizität oder Teratogenität festgestellt. Bei Mäusen, die Dosierungen, die dem 70-fachen
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Fachinformation
Clarithromycin Sandoz 250 mg
Filmtabletten
der klinischen Dosis entsprachen, erhielten,
traten Gaumenspalten mit unterschiedlicher
Inzidenz (3 – 30 %) auf.
6. Pharmazeutische Angaben
6.1 Sonstige Bestandteile
Tablettenkern:
Croscarmellose-Natrium
Mikrokristalline Cellulose
Povidon K 30
Magnesiumstearat
Hochdisperses Siliciumdioxid
Talkum
Filmüberzug:
Hypromellose
Propylenglycol
Titandioxid (E 171)
Hyprolose
Sorbitanoleat
Chinolingelb (E 104)
Vanillin
6.2 Inkompatibilitäten
Nicht zutreffend
6.3 Dauer der Haltbarkeit
3 Jahre
6.4 Besondere Lagerungshinweise
In der Originalverpackung aufbewahren
6.5 Art und Inhalt des Behältnisses
PVC/PVDC-Aluminium-Blisterpackungen
Packungsgrößen:
Clarithromycin Sandoz 250 mg Filmtabletten: 10 N 1 , 12 N 1 und 20 N 2
Filmtabletten.
6.6 Hinweise für die Handhabung
Keine speziellen Hinweise
7. Pharmazeutischer Unternehmer
Sandoz Pharmaceuticals GmbH
Raiffeisenstraße 11
83607 Holzkirchen
E-Mail: infosandoz.de
8. Zulassungsnummer
58882.00.00
9. Datum der Zulassung
27. 02. 2004
10. Stand der Information
September 2007
11. Verschreibungsstatus/
Apothekenpflicht
Verschreibungspflichtig
September 2007
Zentrale Anforderung an:
Rote Liste Service GmbH
FachInfo-Service
Postfach 11 01 71
10831 Berlin
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Zusätzliche Angaben der Firma Sandoz Pharmaceuticals GmbH
zur Bioverfügbarkeit von Clarithromycin Sandoz 250 mg/500 mg Filmtabletten
Eine im Jahr 1999 durchgeführte vergleichende Bioverfügbarkeitsuntersuchung an
26 gesunden Probanden im Alter von 18 bis
55 Jahren ergab nach einmaliger nüchterner Gabe von 1 Filmtablette Clarithromycin
Sandoz 500 mg Filmtabletten (500 mg
Clarithromycin) im Vergleich zum Referenzpräparat (500 mg Clarithromycin) folgende
Ergebnisse:
Pharmakokinetische Parameter
Clarithromy- Referenzcin Sandoz präparat
500 mg
Filmtabletten
Maximale Plasmakonzentration
(Cmax) [ng/ml]
2310,50
910,91
Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzentration (tmax) [h]
Fläche unter der
KonzentrationsZeit-Kurve
(AUC0 – )
[ng/ml h]
18991,72
6128,36
18256,92
5647,00
Fläche unter der
KonzentrationsZeit-Kurve (AUC0 – t)
[ng/ml h]
18284,29
6228,16
17357,73
5759,63
2,38
1,61
2235,37
826,87
2,29
2,10
Abb.: Mittelwerte der Plasmakonzentration von Clarithromycin nach einmaliger nüchterner Gabe von
1 Filmtablette Clarithromycin Sandoz 500 mg Filmtabletten (500 mg Clarithromycin) bzw. Referenzpräparat (500 mg Clarithromycin)
Angaben der Werte als arithmetische Mittelwerte und Streubreite (SD)
Siehe Abbildung
Mittlere relative Bioverfügbarkeit von Clarithromycin Sandoz 500 mg Filmtabletten
im Vergleich zum Referenzpräparat (arithm.
Mittelwert der individuellen Quotienten):
106 %
Statistische Bewertung:
AUC0 – Geometrische Mittelwerte [ng/ml h]:
Clarithromycin Sandoz 500 mg
17957,65
Filmtabletten
Referenzpräparat
17397,36
Quotient der geom. Mittel
103,22 %
90 % Konfidenzintervall 95,02 – 112,12 %
AUC0 –t
Geometrische Mittelwerte [ng/ml h]:
Clarithromycin Sandoz 500 mg
17003,55
Filmtabletten
Referenzpräparat
16387,48
Quotient der geom. Mittel
103,76 %
90 % Konfidenzintervall 92,12 – 116,87 %
Cmax
Geometrische Mittelwerte [ng/ml]:
Clarithromycin Sandoz 500 mg
Filmtabletten
2078,33
Referenzpräparat
2050,57
Quotient der geom. Mittel
101,35 %
90 % Konfidenzintervall 83,65 – 122,80 %
Diese Studie ist auch für das Präparat Clarithromycin Sandoz 250 mg Filmtabletten gültig.
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