Geschichte der Sklaverei

Werbung
Geschichte der Sklaverei
Antikes Rom
(Informationstext)
Die römische Wirtschaft war weitgehend eine Sklavenwirtschaft. Sklaven
und Sklavinnen schufteten auf den Landgütern der Großgrundbesitzer und
in Handwerksbetrieben. Sie bauten Paläste,
Tempel und Straßen. Viele dienten auch in Haushalten, zum Beispiel als
Lehrer für die Kinder der Vornehmen. Sklaven wurden außerdem in den
Gladiatorenschulen für Kämpfe in der Arena ausgebildet. Bei großen
Festen marschierten sie zahlreich in den Kampfstätten auf. Die Gegner
wurden durch das Los bestimmt, und dann wurde erbarmungslos gekämpft.
Die Zuschauer verfolgten mit fanatischer Begeisterung die Zweikämpfe.
Der Besiegte wurde entweder begnadigt oder getötet.
Halb nackt, in Ketten und unter der Aufsicht von mit Peitschen
ausgestatteten Soldaten mussten Männer und Frauen in den Bergwerken
arbeiten – ihre Lebenserwartung war besonders gering. Gefürchtet war
auch der Einsatz auf den Galeeren (Ruderschiffen).
Fast in jedem Haus lebte mindestens ein Sklave, reiche Römer hatten
Hunderte. Der Herr konnte über Leben und Tod seiner SklavInnen
entscheiden. Diese durften nicht heiraten, und ihre Kinder wurden
Eigentum des Herrn.
Ähnlich wie in Mesopotamien machten auch die Römer Kriegsgefangene zu
Sklaven: Sie schleppten Tausende nach Rom und versklavten sie.
In Friedenszeiten gab es andere Arten der Sklavenbeschaffung: Wer
seine Schulden nicht bezahlen konnte, wurde versklavt. Seeräuber
veranstalteten regelrechte Menschenjagden, um die Sklavenmärkte zu
beliefern. Auf dem Sklavenmarkt der Insel Delos (Ägäisches Meer)
wurden zu dieser Zeit täglich bis zu 10 000 Sklavinnen und Sklaven
verkauft.
Auftrag:
Antikes Rom
Offenes Lernen
 Lies den Informationstext.
 Übertrage den Lückentext in dein Heft, setze die
Wörter aus dem Kästchen richtig ein.
 Vergleiche mit dem Lösungsblatt.
In die Sklaverei konnte man im
antiken Rom durch ***, *** und ***
geraten. Auf dem Sklavenmarkt auf
der Insel Delos wurden pro Tag ***
Sklaven verkauft.
Die Sklaven arbeiteten in ***, auf
den Landgütern reicher
Großgrundbesitzer, als Lehrer und
kämpften als ***.
Ihr Herr konnte über ***
entscheiden.
Seeräuber
Leben und Tod
10 000
Kriegsgefangenschaft
Bergwerken
Schulden
Gladiatoren
Geschichte der Sklaverei
Sklavenaufstände im antiken Rom
(Informationstext)
Um 200 v. Chr. kamen auf einen freien Römer drei (!) Sklaven.
Zeitweise lebten in Rom ungefähr 400 000 Sklavinnen und Sklaven.
Am Hof des Kaisers arbeiteten bis zu 20 000 SklavInnen. Einzelne
reiche Bürger besaßen bis zu 1000 Sklavinnen und Sklaven!
Im Römischen Reich kam es mehrmals zu Sklavenaufständen.
Bergwerkssklaven und Feldsklaven wehrten sich gegen die harten
Arbeitsbedingungen und die schlechte Behandlung.
Einer der bedeutendsten Sklavenaufstände wurde von einem
Gladiator angeführt (Spartakusaufstand, 73 – 71 v. Chr.):
In einer Gladiatorenschule in Capua/Neapel lebten rund 200 Sklaven, die zu Gladiatoren
ausgebildet wurden. Ihre Körper wurde intensiv gepflegt: Sie badeten regelmäßig, aßen gut,
trieben viel Gymnastik und wurden mit Öl eingerieben und massiert. - Dies alles geschah, damit
sie den Römerinnen und Römern im Kolosseum spannende Kämpfe liefern konnten.
Die Gladiatoren lernten den Umgang mit Schwert, Dolch, Netz und Dreizackspieß. Wenn sie nicht
gehorchten, wurden sie ausgepeitscht oder mit glühenden Eisen gebrannt.
Eines Tages im Jahr 73 v. Chr. weigerten sich die Gladiatoren, weiterhin für ihren sicheren Tod
im Kolosseum zu trainieren, sie wollten ihre Freiheit. Aus der Küche holten sie sich Schüreisen
und Holzscheite und überwältigten damit ihre Bewacher.
Der Anführer der Sklaven hieß Spartakus. Er führte seine Kameraden in die zerklüfteten Felsen
des Vesuv, wo sie sich versteckten. Immer mehr Sklaven schlossen sich der Gruppe um Spartakus
an, bis es schließlich 10 000 waren!
Die Römer belagerten die aufständischen Sklaven am Vesuv und wollten sie aushungern. Eines
Nachts jedoch kletterten die Sklaven an Seilen die steilen Wände des Vesuv hinab und
überraschten die römischen Soldaten. Reich war ihre Beute an Waffen, Rüstungen und Vorräten.
Nach drei Jahren besiegten drei römische Armeen das Heer des Spartakus. 6000 Sklaven fielen
den Römern lebend in die Hände.
An der Straße, die von Capua nach Rom führte, wurden diese 6000 Sklaven gekreuzigt.
Auftrag:
Sklavenaufstände im antiken Rom
Offenes Lernen
Partnerarbeit
1. Lest den Informationstext genau durch.
2. Verfasst einen Zeitungsartikel, in dem ihr über den
Sklavenaufstand berichtet. Beantwortet alle W-Fragen
(Was geschah? Wann? Wo? Warum? Wer war beteiligt?
Welche Folgen hatte das Geschehen?).
Denkt euch eine passende Schlagzeile aus.
Herunterladen