Unternehmensgründung

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MITTELSTAND WISSEN 02/2008
Fahrplan der
„Unternehmensgründung“
Mai 2008
©istockphoto
herausgegeben von
Werden Sie ihr eigener
Chef!
Herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe von Mittelstand Wissen! Unser aktuelles Thema beschäftigt sich mit vielen Aspekten,
die bei der Existenzgründung nicht außer Acht gelassen werden
dürfen und bereitet Sie ideal auf die Selbstständigkeit vor.
.Titelthema
.
Mit Franchise zur
nationalen Marke
Titelthema II
Experten Interview
Aktuelles
2
3
Ranking: Die besten FranchiseUnternehmen Deutschlands 4
O-Ton
Philosophie der
Mitarbeiterführung
6
Tipps und Listen
Formalitäten: Rechtsformen
im Vergleich!
8
Buchtipp: Jetzt sind sie
Unternehmer!
9
Finden Sie Ihren Weg in die
Selbstständigkeit!
10
Wie schätzen Sie sich
selbst ein ?
10
Die 5 häufigsten
Existenzgründungsfehler!
11
Frage - Antwort
Was macht einen erfolgreichen
Gründer aus
12
Messen und Wettbewerbe
14
Links
15
Impressum
15
Alle Anzeigen können geklickt werden und leiten
Sie auf die entsprechende
Website weiter
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Titelthema
Mit Franchise von der
lokalen zur nationalen Marke
In den letzten Jahren hat die
Bedeutung von Franchise bei
Mittelstand und Kleinunternehmern zugenommen. Nicht
nur, um international aufgestellten Riesen auf Dauer nicht
zu unterliegen, müssen Unternehmen ihre Vertriebspower
deutlich ausbauen. Auch der
heimische Wettbewerb schläft
nicht. Um ein langfristiges Unternehmenswachstum zu sichern, sind neue Konzepte gefragt.
Das Konzept
Markenfranchise
Jochen Ewald, Initiator des
Franchise Business Club, einer
der führenden Communities
der deutschen Franchisewirtschaft, empfiehlt das Konzept
Markenfranchise, welches sowohl Konzernen als auch dem
Mittelständler
zukunftsweisende Perspektiven bietet.
Franchise-Systeme sind heute
branchenübergreifend und in
nahezu jeder Unternehmens-
©istockphoto
größe zu finden. Über 900
Unternehmen sind derzeit mit
95.000 Franchise-Partnern am
deutschen Markt aktiv.
Die Vorteile liegen auf der
Hand: Im Vergleich zum klassischen Filialsystem schont
Franchise zum einen das Budget des Franchise-Gebers.
Zum anderen ermöglicht es
eine vergleichsweise schnelle
Markterschließung.
Markenwelten lokal
umsetzen
Das Prinzip von Markenfranchise ist einfach und durch
eine klare Aufgabenteilung gekennzeichnet:
>>
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„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
2
Titelthema
Klare Strukturen
Der Franchise-Geber führt, koordiniert und entwickelt das
System mit einer zentralisierten Organisation kontinuierlich
weiter. Er baut die Markenwelt
auf und aus. Mit zentralem
Marketing, einheitlicher Werbung, einem Großhandel, sowie kaufmännischen Beratung
stellt er das notwendige Knowhow für den lokalen Markterfolg. Außerdem sorgt er für
professionelle Aus- und Weiterbildung.
Der Franchise-Partner setzt
die Markenwelt und damit die
Geschäftsidee um. Er versteht
sich als lokaler und regionaler
Marktbearbeiter, der für seine
Kunden und damit vor allem
für den Vertrieb und dessen
Organisation zuständig ist.
Dazu baut er die ihm vorgegebene Markenwelt im Sinne des
Franchise-Systems auf.
Merkmal Markenwelt
Die von allen Franchise-Partnern einheitlich umgesetzte
Markenwelt wird dabei zum
wesentlichen Merkmal und zugleich Erfolgsfaktor von Franchise. „Wer Franchise-Systeme
nur unter dem Vertriebsaspekt
betrachtet, liegt falsch“, erklärt
Jochen Ewald, Gründer des
Franchisesystem McDATA und
einer der Kommunikatoren der
Franchise-Wirtschaft.
Das Konzept Markenfranchise
zeigt, dass der Franchise-Partner vor allem bereit sein muss,
die Markenwelt des Systems
zu leben. >>
Interview:
Eigenschaften von Existenzgründern
Prof. Dr. Kai-Ingo Voigt
Lehrstuhl für Industriebetriebslehre,
Universität Erlangen-Nürnberg
Online-Information
Was macht einen erfolgreichen Gründer aus?
„Ich möchte meine eigenen
Ideen durchsetzen“. „Ich will
mein eigener Chef sein“. „Ich
möchte meine Zeit frei einteilen können“. Dies sind, laut
einer KfW-Studie, die am häufigsten genannten Antworten
auf die Frage nach den Gründen für die Selbständigkeit.
Dabei wird schnell übersehen,
dass für eine erfolgreiche Gründung mehr benötigt wird als nur
eine gute Idee.
Wofür steht der Begriff
Entrepreneur?
In der Wissenschaft wird hier
von „Entrepreneurship“, dem
Unternehmergeist, gesprochen.
Dieser zeichnet sich in erster
Linie durch die Persönlichkeit
des Gründers aus, aber auch
durch seine Qualifikation.
Eine Unternehmensgründung
stellt hohe Anforderungen an
Gründungspersonen:
Hohe
Leistungsbereitschaft, Selbstsicherheit, Gewissenhaftigkeit,
Diszipliniertheit und Risikobereitschaft, kombiniert mit der
„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
Fähigkeit, Menschen zu motivieren und zu führen. Zudem
sollte der Gründer eine „Verkäufermentalität“ mitbringen
und innerhalb kürzester Zeit
in der Lage sein, eine fremde
Person für sein Produkt begeistern zu können.
Im Laufe der Unternehmensentwicklung muss der Gründer sein Handeln an die Bedürfnisse des Unternehmens
anzupassen. Das heißt, dass
zunehmend Aufgaben abgeben werden müssen, was für
den Gründer nicht immer leicht
ist.
Welches sind die besten
Vorraussetzungen für einen zukünftigen Gründer?
Das Dasein als Unternehmer
ist eine hochinteressante,
aber anspruchsvolle Aufgabe.
Die Gründungsentscheidung
sollte nicht voreilig getroffen
werden. Im Falle einer potenzialträchtigen Idee, gepaart
mit einer entsprechenden
Gründerpersönlichkeit, steht
einer erfolgreichen Gründung
jedoch nichts mehr im Wege.
..
3
Titelthema
Die besten Franchise-Konzepte
Deutschlands
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Wenn‘s ernst wird, zählt
nur die Leistung!
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Mc Donald‘s
89 Punkte
Fressnapf
85 Punkte
Town & Country
83 Punkte
Joey‘s Pizza
81 Punkte
Quick-Check
78,5 Punkte
www.curatel.de
Subway
Hallo Pizza
78 Punkte
TeeGschwendner
77 Punkte
Burger King
75 Punkte
Schülerhilfe
74,7 Punkte
Studienkreis
74,7 Punkte
Performance-Index enstanden auf der Grundlage von Befragungen der
Franchise- Unternehmen und Expertisen von Unternehmensberatern.
Dieses Ranking wurde erstellt in Zusammenarbeit mit
Um dies zu ermöglichen, stellt
das Konzept eine zielführende Systemarchitektur mit vier
Bereichen zur Verfügung: 1)
Großhandel, 2) Informationszentrum, 3) Entwicklungszentrum für den Betriebstyp/die
Geschäftsidee und 4) Franchise-Zentrale mit Vertriebsund Betreuungsabteilung.
Das Konzept lenkt das Zusammenspiel der Bereiche so, dass
die Zentrale schlank und effektiv bleibt, aber die Partner
dennoch aktiv an ihren lokalen
Marktplätzen unterstützt werden.
Ziel ist es, durch ein Mehr an
Umsatz auf beiden Seiten die
Marktpräsenz beider Seiten
nachhaltig zu sichern.
Dazu gehört auch, dass durch
das schnelle Wachstum die
Franchise-Systeme ihre Marktpräsenz stetig verbreitern können. „Markenfranchise steht
für einen lokalen Marketingansatz, der eine nationale Marke
kostengünstig und für alle erfolgreich aus den vielen lokalen Standorten der FranchisePartner heraus aufbaut“, so
Peckert, Erfinder des Konzepts.
Erfolgsfaktor
Markenfranchise
Die vom Franchise-Nehmer
umzusetzende
Markenwelt
umfasst dabei die weitgehend
vorgegebene
Lieferantenwelt, genauso wie die im >>
„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
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² Leistungsauszug! Zu den einzeln Leistungspunkten sind unbedingt die Tarifaussagen der
jeweiligen Versicherungsunternehmen
zu berücksichtigen!
4
Titelthema
Hintergrund wirkende Partnerbzw. Unternehmerwelt und die
für den Verbraucher sofort ersichtliche Kundenwelt.
Die Multiplikation des Geschäftskonzeptes am lokalen Markt gelingt dabei umso besser, je höher der Standardisierungsgrad
des Systems und je einfacher
die Umsetzung der Standards an
den unterschiedlichen Standorten ist. Dabei besteht die Kunst
darin, nicht nur die Vertriebsund Ablaufprozesse zu standardisieren, sondern bundesweit
ein einheitliches Markenversprechen zu vermitteln.
Voraussetzung für den erfolgreichen Aufbau eines FranchiseSystems
sind
insbesondere
ausreichend finanzielle
und
personelle Ressourcen. Denn
die Vorteile von Franchise zahlen sich erst in der Wachstumsphase aus. Allein die Vorlaufkosten bis zur Marktreife des
Franchise-Konzepts mit dem zu
vermarktenden Betriebstyp be-
laufen sich schnell auf 150.000
bis zwei Millionen Euro.
Lokales Marketing ist
Erfolgs entscheidend
„Think global – create national –
act local“ lautet hier die Erfolgsformel für Franchise-Systeme.
Viele weltweit erfolgreiche Unternehmen wie McDonald’s,
Burger King & Co. machen es
vor. Auch erfolgreiche deutsche Systeme, wie BabyOne,
Joey’s Pizza, Town & Country
oder Morgengold Frühstücksdienste, die in ihren Branchen zu den Marktführern
gehören, zeigen wie es geht.
Denn Franchise entfaltet seine
Stärken vor allem im lokalen
und regionalen Markenaufbau.
„Das Konzept Markenfranchise
hat mir vor Augen geführt, dass
ich viel Zeit und Geld gespart
hätte, wenn ich schon bei der
Gründung von McDATA im Jahr
©istockphoto
„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
1995 von dem Know-how hätte
profitieren können. Trotz meiner 15 Jahre Branchenkenntnis
habe ich viel Neues gelernt und
außerdem nützliche Tipps an
die Hand bekommen, wie ich
mein bestehendes System zu
mehr Erfolg führe“, so Ewald.
Die Kunst besteht darin, mehrere hundert inhabergeführte
Unternehmen an unterschiedlichen, lokalen Marktplätzen
einheitlich aufzustellen. Wichtig ist dabei, den Unternehmer
mit der einheitlichen Markenwelt vor Ort erfolgreich zu machen. Gelingt dies an den Zielmärkten einer Region, bildet
sich eine Regionalmarke. Alle
Regionalmarken können dann
zur bundesweiten und später
europaweiten Marke werden.
Markenfranchise zeigt, dass
die von allen Partnern einheitlich umgesetzte Markenwelt
das wichtigste Merkmal und
zugleich der entscheidende
Erfolgsfaktor von Franchise
ist. ..
5
O-Ton
Philosphie der
Mitarbeiterführung !
„Das Beste an der Selbstständigkeit ist für mich, Entscheidungen selbst treffen
zu können und diese konsequent umzusetzen. Dabei
bin ich auf die Unterstützung
meiner Mitarbeiter angewiesen und für deren Motivation
verantwortlich.“
Michael Rottenberger
McDonald‘s Franchise-Nehmer
Online-Information
Genaue Anweisungen !
Klar definierte Verantwortlichkeiten und Zielsetzungen
geben den Mitarbeitern Sicherheit. Wer nicht weiß, für
was er zuständig ist, kann
keine Höchstleistungen vollbringen.
Offene Kommunikation!
Reden ist keine Zeitverschwendung, sondern die
Chance, die Meinung eines
anderen zu erfahren und
unter
Umständen
den
eigenen Kurs oder Entscheidungen zu korrigieren.
Verantwortung delegieren!
Übertragen Sie ihren Mitarbeitern wertvolle Aufgaben und
stellen Sie sie vor Herausforderungen. Das erhöht für jeden Mitarbeiter die Wertigkeit
seines Arbeitsbereiches und
steigert das Pflichtbewusstsein.
Leistungen belohnen!
„Alle Mitarbeiter in meinen Betrieben sind über ein kommuniziertes Bonussystem am Betriebserfolg beteiligt.“
Jede Führungskraft hat die Möglichkeit über eine Excel-Tabelle
monatlich die erreichten Kennzahlen mit der vereinbarten
Zielsetzung abzugleichen und
somit seine individuelle monatliche Bonuszahlung selbst zu
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„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
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„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
7
Tipps und Trends
Formalitäten: Rechtsformen
im Vergleich!
Rechtsform
Einzelunternehmen
Ges. d. bürger- Offene Handelslichen Rechts
gesellschaft
Abkürzung &
Rechstnorm
e. Kfm./e. Kfr.
§§ 1ff HGB
GbR- /BGB - Ges.
oHG
KG
§§ 705 - 740 BGB §§ 105 - 160 HGB §§ 161 - 177a HGB
Kommanditgesellschaft
kleine Aktiengesellschaft
AG
Aktiengesetz
Für wen
geeignet?
KleingewerbeKleingewerbetreibende, Hand- treibende,
werker, DienstFreiberufler
leister, Freie
Berufe
Kaufleute (kein
Kleingewerbe),
die Handelsgeschäft betrieben
Kaufleute, die
zusätzliches Kapital benötigen,
Gesellschafter,
die keine persönliche Haftung
und Geschäftsleitung übernehmen wollen
Unternehmen,
die zusätzliches
Kapital benötigen und/oder
zum ausschließlichen Zweck der
Unternehmensübertragung
Anzahl an
Gründern
&
Vertragsart
1
mindestens 2
mindestens 2
entsteht bei
Geschäftseröffnung, sofern
keine andere
Rechtsform gewählt wurde
formfreier
Gesellschaftsvertrag
formfreier
Gesellschaftsvertrag
mindestens
1 Komplementär
1 Kommandist
mindestens
1 Aktionär
Mindestkapital
keines
keines
keines
keines
Grundkapital
50.000 €
Mindesteinlage
keine
keine
keine
keine
Aktie mind.
1 € nominal
Haftung
Unternehmer
unbeschränkt,
mit gesamtem
Vermögen, auch
Privatvermögen
jeder Gesellschafter unbeschränkt,
unmittelbar und
solidarisch
jeder Gesellschafter unbeschränkt,
unmittelbar und
solidarisch
Komplementär
mit komplettem
Vermögen,
Kommanditist
nur bis zur Höhe
seiner Einlage
Haftung beschränkt auf
Gesellschaftsvermögen
Handelsregistereintrag
nein
ja (Kaufmann)
nein
ja
ja
ja
Vorteile
- Volle Entscheidungsfreiheit
- formlose, einfache Gründung
- keine Gewinnverteilung
- volle Kontrolle
- hohes Ansehen
- hohe Kreditwürdigkeit
- Möglichkeit der
flexiblen Unternehmensführung
- relativ formlose Gründung
- freie Gestaltung des Gesellschaftsvertrages
-freie Gestaltung des Gesellschaftsvertrages
- flexible Unternehmensführung
- hohe Kreditwürdigkeit
- höheres Ansehen als z.B.
GmbH
- finanzielle
Unterstützung
durch Kommanditisten
- alleinige Geschäftsführung
durch Komplementär
- Alternative für
Mittelständler
und Existenzgründer
- Übertragbarkeit von Gesellschaftsanteilen
- Eigenkapitalfinanzierung
gesichert
„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
formfreier
Gesellschaftsvertrag
notarielle
Satzung
8
Tipps und Trends
Existenzgründerinnen
2006 stark vertreten
30% der Personen, die sich im
Jahr 2006 an den Unternehmensgründungen in Deutschland beteiligten, waren
Frauen.
Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Deutschen
Gründer- und UnternehmerTage 2007 in Berlin mitteilte,
lag dagegen der Anteil von
Frauen bei den Gründungen
mit größerer wirtschaftlicher
Bedeutung nur bei 18%.
Überdurchschnittlich war der
Frauenanteil mit 35% bei
Gründungen von Kleinbetrieben.
Beim Gewerbe, das im Nebenerwerb betrieben wird, betrug
der Anteil der Gründerinnen
sogar knapp 40%.
Insgesamt gab es 740.000
Unternehmensgründungen im
Jahr 2006. ..
Buchtipp
Andreas Lutz
Jetzt sind Sie Unternehmer!
Eine korrekte Ablage, das Erstellen von Angeboten, das
Schreiben der Rechnungen,
die Wahl der Geschäftsausstattung vom Briefpapier bis
zum Firmenstempel – dies
sind nur einige der Herausfoderungen, die im Arbeits-Alltag eines Jungunternehmers
auf sie warten.
Andreas Lutz erklärt auf eine
verständliche Art, welche Aufgaben auf Selbstständige in
der Anfangsphase zukommen
und was man wissen muss,
um professionell aufzutreten
und erfolgreich handeln zu
können. Seine sofort umsetzbaren Tipps haben sich in der
Praxis bewährt und begleiten
Existenzgründer durch die ersten Jahre der Selbstständigkeit.
2. aktual. Auflage 2008
180 Seiten, broschiert
Linde Verlag
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„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
9
Tipps und Trends
Wie schätzen Sie sich
selbst ein ?
Die berufliche Selbstständigkeit bietet viele Vorteile, bedeutet jedoch auch großes
Engagement und viele Verpflichtungen. Daher sollten Sie
zunächst eine kritische Selbsteinschätzung vornehmen.
Sind Sie bereit und gesundheitlich in der Lage, täglich 1012 Stunden zu arbeiten?
©istockphoto
Welcher Gründertyp sind Sie?
Finden Sie Ihren Weg in die Selbstständigkeit !
Der Pionier
Diesen Typ reizt es, eine innovative Marke zu etablieren.
Er geht gerne ein höheres Risiko ein, weil er der Meinung
ist, als Erster die besten Gewinnaussichten zu haben.
„Der Pionier“ eignet sich für
Geschäftsmodelle mit absolut neuen Produkten bzw.
Dienstleistungen.
Der Entrepreneur
Entscheidend ist für ihn, dass
ein Konzept eine große Zukunft hat. Er glaubt an seinen Erfolg, auch wenn noch
viele Aspekte unvorhersehbar sind. Er recherchiert Informationen aus anderen
Branchen, um bewerten zu
können, ob das Konzept tragfähig ist. Zum „Entrepreneur“
passen Systeme, die verhältnismäßig neu sind. Erste Erfahrungen aus Pilotbetrieben
sollten vorliegen. Sie lassen eine Tendenz erkennen.
Der Business-Man
Typisch für ihn ist die Liebe zum Detail. Chancen und
Risiken einer Geschäftsidee möchte er im Vorfeld
möglichst genau kennen.
Er informiert sich so umfassend wie möglich, um
ein Urteil treffen zu können. „Der Business-Man“
ist mit einem System, das
seit einiger Zeit auf dem
Markt ist, gut beraten.
Der Banker
Sicherheit und Verlässlichkeit haben für ihn einen hohen Stellenwert. Er will genau wissen, welches Risiko
er eingeht. Seine Devise:
lieber ein geringerer Gewinn
als ein höheres Risiko. Bewährte Systeme, die lange
auf dem Markt sind, passen
optimal zum „Banker“. Der
Markt sollte stabil sein, um
Risiken so weit wie möglich
auszuschließen.
„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
Können Sie in den ersten Jahren auf Urlaubsreisen, ein gesichertes Einkommen und geregelte Arbeitszeiten verzichten?
Können Sie sich auch in Stresssituationen konzentrieren und
den Überblick behalten?
Können Sie auch unter Druck
schnelle und vernünftige Entscheidungen treffen?
Besitzen Sie ausreichend Selbstvertrauen, um auch Rückschläge einstecken zu können?
Können Sie sich selbst motivieren?
Können Sie andere Menschen führen und motivieren?
Besitzen
Sie
ausreichend
Durchsetzungskraft, um Kunden, Geldgeber und Lieferanten überzeugen zu können?
Können Sie alle Fragen mit
„Ja“
beantworten?
Dann
bringen Sie die idealen Voraussetzungen zur Existenzgründung mit. ..
10
Tipps und Trends
Die 5 häufigsten
Existenzgründungsfehler !
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Irren ist menschlich! Von dieser Regel sind auch Existenzgründer und Jungunternehmer
nicht ausgenommen. Kennt
man die Fehler jedoch, kann
man Sie auch vermeiden:
1. Qualifikationsfehler
Wer sich selbstständig machen
will, sollte über einige Jahre an
Berufserfahrung verfügen. Ist
dies nicht der Fall, helfen Weiterbildungen und die Erfahrung
aus unterschiedlichen Positionen in verschiedenen Unternehmen, vor allem im kaufmännisch-organisatorischen
Bereich.
2. Strategiefehler
Eine detaillierte Gründungsstrategie ist für Sie das A und
O. Dabei gilt vor allem:
- Verlieren Sie nie den Blick
für das Wesentliche
- Sprechen Sie mit Freunden,
Bekannten und Fachleuten
über Ihr Vorhaben
- Notieren Sie alle Gesichtspunkte (pro und contra), und
prüfen Sie die Voraussetzungen
kritisch, auf denen Ihr Konzept
basiert
- Nutzen Sie während der
Gründungsphase alle Informationsquellen, die Ihnen zur
Verfügung stehen.
3. Marktkenntnisfehler
Kenne Sie die Branche in der
Sie sich selbstständig machen
wollen bis ins kleinste Detail?
Wenn nicht, eignen Sie sich
dieses Know-How an:
- Lesen Sie Fachzeitschriften
- Besuchen Sie Messen
- Sprechen Sie mit Unternehmern aus der Branche
Denken Sie an Ihre Kunden:
Versuchen Sie die Wünsche
und Ansprüche Ihrer Zielgruppe genau herauszufinden und
zu definieren.
4. Verschenkte Förderungen
Holen Sie sich finanzielle Unterstützung durch zahlreiche
Förderprogramme. Doch achten Sie darauf, die Anträge
rechtzeitig einzureichen.
„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
5. Fehlende Planung
Ein detaillierter Finanzplan,
einschließlich Kosten, Ertrag
und Liquidität, deckt Fehler
in Ihrem Gründungskonzept
schnell auf. Ohne derartige Berechnungen geraten Sie schnell
auf Glatteis. Dabei sollten Sie
nie die Buchführung aus den
Augen verlieren.
Mehr nützliche Tipps zur
Fehlervermeidung bei der
Existensgründung finden
sie hier. ..
11
Frage - Antwort
Wie soll ich als
Freiberufler mit
dem Thema Marketing umgehen?
Überlegen Sie, warum ein
Kunde ausgerechnet Sie
beauftragen sollte und nicht
Ihren Konkurrenten.
Irene Hohlheimer
Dipl.- Sozialwirtin
Institut für freie Berufe (IFB)
an der Friedrich-Alexander-Universitaet
Erlangen-Nuernberg e.V.
Online-Information
Das erreichen Sie, indem
Sie im ersten Schritt Ihr
Angebot auf eine Zielgruppe hin entwickeln. Dies bedeutet, sich schon bei der
Existenzgründung mit diesem Thema intensiv auseinanderzusetzen und herauszuarbeiten, was an
dem eigenen Angebot so
besonders für den Kunden
ist.
Gute Leistung allein und die
vielzitierte
Mundpropaganda
bringt Sie allerdings nicht weiter.
Sie selbst müssen sich ins Gespräch bringen und dafür sorgen, dass Sie als kompetent
in Ihrem Bereich wahrgenommen werden. Hier bietet es
sich an die ganze Palette der
Öffentlichkeitsarbeit für sich
zu nutzen und dabei mit einer
entsprechenden Planung zu beginnen, damit Sie über längere
Zeit systematisch an Ihrem
Außenauftritt arbeiten können.
Nur ein klar zielorientiertes
Vorgehen wird Sie in Verbindung mit dem entsprechenden
Durchhaltevermögen
auch
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„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
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„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
13
Aktuelles
Deutscher Gründerpreis
Gründermesse in Berlin
deGUt
deutsche Gründer- und
Unternehmenstage
26. - 28. Juni in Berlin
Einmal im Jahr können sich
Existenzgründer/innen und
junge Unternehmer/innen
aus ganz Deutschland auf
der deGUT ausführlich informieren und individuell
beraten lassen.
An zwei Tagen präsentieren
regionale und überregionale
Aussteller in der Hauptstadtregion ihre Beratungsangebote, Fördermöglichkeiten
und Geschäftsideen.
Im Jahr 2007 zählte die
deGUT rund 200 Aussteller
und 8.000 Besucherinnen
und Besucher. Über 23.000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten 25 Seminare und elf Workshops
mit insgesamt 96 Referentinnen und Referenten.
Veranstalter
Investitionsbank
Berlin
(IBB) und InvestitionsBank
des Landes Brandenburg
(ILB)
Veranstalter des Messeteils
pcma professional congress
& marketing agency GmbH
Tel.: 030-767684-0
E-mail: [email protected]
Internet: www.pcma.de
Termin
Eröffnungsveranstaltung:
Do, 26.06.2008
Kongressmesse:
Fr/ Sa, 27. und 28.06.2008
Öffnungzeiten
Fr.: 10.00-19.00 Uhr
Sa.:10.00-18.00 Uhr
Veranstaltungsort
The Station,
Luckenwalder Str. 4/6,
10963 Berlin
Eintrittspreise
Tagesticket
15,00 €
Tagesticket ermäßigt 7,50 €
Besucher, die sich bis zum
20.06.08 online anmelden
zahlen vergünstigte Preise.
Online Information
Der Deutsche Gründerpreis ist
die bedeutendste Auszeichnung für herausragende Unternehmer in Deutschland. Er wird
für vorbildhafte Leistungen
bei der Entwicklung von innovativen und tragfähigen Geschäftsideen und beim Aufbau
neuer Unternehmen verliehen.
Ziel ist es, ein positives Gründungsklima in Deutschland zu
fördern und Mut zur Selbstständigkeit zu machen.
Online-Information
START Messe 2008
Die START als bundesweite Leitmesse für Existenzgründung,
Franchising und junge Unternehmen bietet am 04. und 05.
Juli 2008 in Nürnberg und am
17. und 18. Oktober in Essen
wieder umfassende Informationen rund um die berufliche
Selbstständigkeit an.
Online-Information
GründerChampions
2008
Junge Unternehmen, die nicht
älter als fünf Jahre sind, können sich jetzt sich jetzt für
den Preis GründerChampions
2008 der KfW- Mittelstandsbank bewerben. Bewerbungsschluss ist der 30.05.2008.
Online-Information
„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
14
Links
www.existenzgruender.de
Das Existenzgründer-Portal des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie mit hilfreichen Tipps und Informationen.
www.gruenderlexikon.de
Rentabilitätszuschuss, Freigrenze oder Zeitwert. Fachbegriffe
zur Existenzgründung werden
hier verständlich erklärt.
www.initiat.de
Bei initiat finden Sie GründungsExperten die Ihnen z.B. mit
einem Franchise- Beratungskonzept unter die Arme greifen.
www.foerderland.de
Aktuelle Berichte über innovative Start-Ups, junge Unternehmen, Investoren und allgemeines Gründergeschehen.
Nächste Ausgabe 03/08:
Rentenversicherung
Vorschau auf die Themen
der kommenden Ausgabe:
Rententipps für Selbstständige, gesetzliche Rentenversicherung, Riester, Rürup
oder Eichel?
Haben Sie Fragen zum
Thema? Unsere Experten
geben Ihnen gern Antwort.
Impressum
„Mittelstand Wissen“ ist ein Produkt der
Marktplatz-Mittelstand GmbH & Co. KG
Herausgeber
Marktplatz-Mittelstand GmbH & Co. KG
Pretzfelderstr. 15, 90425 Nürnberg
[email protected]
www.marktplatz-mittelstand.de
Kommanditgesellschaft: Sitz Nürnberg,
AG Nürnberg HRA 14717
Pers. haftende Gesellschafterin: ONB
Online New Business GmbH,
AG Nürnberg HRB 22494
Geschäftsführer: Peter Chlosta
Anzeigenleitung
Marktplatz-Mittelstand GmbH & Co. KG
Pretzfelderstr. 15, 90425 Nürnberg
Astrid Donata Meier
Telefon: 0170 - 79 79 320
[email protected]
Redaktion und Design
Marktplatz-Mittelstand GmbH & Co. KG
Lena Recknagel
[email protected]
Erscheinungsweise:
monatlich, jeweils zur Monatsmitte
Anmeldung:
Um „Mittelstand Wissen“ kostenfrei zu
beziehen, können Sie sich unter
www.marktplatz-mittelstand.de anmelden.
Abmeldung:
Zur Abmeldung von „Mittelstand aktuell“
senden Sie einfach eine Email an
[email protected]
Leserservice:
[email protected]
Urheberrechte:
Der gesamte Inhalt sowie die Struktur
unterliegen dem Urheberrecht.
Mailen Sie einfach an:
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„Fahrplan der Unternehmensgründung“ – Mittelstand Wissen 02/08
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