Nationales Lawinenbulletin

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WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF
WSL Institut pour l'étude de la neige et des avalanches SLF
WSL Istituto per lo studio della neve e delle valanghe SLF
WSL Institute for Snow and Avalanche Research SLF
Nationales Lawinenbulletin Nr. 135
für Sonntag, 28. März 2010
Ausgabezeitpunkt 27.3.2010, 17:00 Uhr
Verbreitet erhebliche Lawinengefahr
Allgemeines
In der Nacht auf Samstag liessen die Schneefälle auch im Osten nach. Am Samstag war es im Süden meist sonnig.
Im Norden war es bewölkt mit längeren sonnigen Abschnitten und vor allem ganz im Westen auch Schauern. Seit
Donnerstag fielen im Süden und im äussersten Westen 30 bis 50 cm Schnee, im westlichen Tessin bis zu 90 cm.
Sonst fielen verbreitet 20 bis 40 cm, in den Berner Alpen und im zentralen Wallis weniger. Die Schneefallgrenze
sank von 2000 m auf etwa 1200 m. Die Mittagstemperatur lag am Samstag auf 2000 m bei minus 2 Grad im
Norden und null Grad im Süden. Der Westwind wehte mässig.
Der bis Freitag Abend gefallene Neuschnee hat sich in mittleren Höhenlagen stark gesetzt. Unter dem Neuschnee
bleibt die Schneedecke bis auf etwa 2200 m hinauf feucht und schwach.
Kurzfristige Entwicklung
Bis am Sonntag Vormittag fallen am Alpennordhang, im Wallis und im Prättigau 10 bis 20 cm und lokal bis zu
30 cm Schnee. Im übrigen Graubünden fällt weniger Schnee, im Süden bleibt es trocken. Tagsüber gibt es im
Norden grössere Aufhellungen und nur noch einzelne Schauer, im Süden ist es meist sonnig. Die Schneefallgrenze
steigt auf 1400 m. Die Mittagstemperaturen auf 2000 m betragen minus 3 Grad im Norden und minus 1 Grad im
Süden. Der Wind weht in der Nacht stark aus Nordwest, tagsüber mässig aus West.
Der Neuschnee und im Hochgebirge auch Altschnee werden verfrachtet.
Vorhersage der Lawinengefahr für Sonntag
Alpennordhang; Unterwallis; Alpenhauptkamm; Flims - Untervaz; Mittelbünden; Oberengadin; Alpensüdhang:
Erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3)
Am Alpenhauptkamm vom Gotthardgebiet bis zum Berninapass und südlich davon liegen die Gefahrenstellen
an Steilhängen aller Expositionen oberhalb von rund 2000 m. In den übrigen Gebieten dieser Gefahrenstufe
liegen die Gefahrenstellen vor allem an Triebschneehängen der Expositionen West über Nord bis Süd oberhalb
von rund 2000 m. Die frische Triebschneeansammlungen überdecken den teils ebenfalls noch störanfälligen
Schnee vom Freitag. In allen Gebieten dieser Gefahrenstufe können schon einzelne Wintersportler Lawinen
auslösen. Touren und Variantenabfahrten erfordern Erfahrung in der Lawinenbeurteilung.
Oberwallis ohne die Gebiete des Alpenhauptkammes; des Weiteren Prättigau; Schanfigg; Landschaft Davos;
Unterengadin nördlich des Inns:
Mässige Lawinengefahr (Stufe 2)
Die Gefahrenstellen liegen an Steilhängen aller Expositionen oberhalb von rund 2000 m. Neuere
Triebschneeansammlungen sind meist eher klein, aber teils leicht auslösbar. Sie sollten mit einer vorsichtigen
Routenwahl umgangen werden.
In allen Gebieten werden bei Sonneneinstrahlung bis in hohe Lagen feuchte Rutsche erwartet. Zudem sind
unterhalb von rund 2200 m vereinzelt Lawinen im nassen Altschnee möglich.
Tendenz für Montag und Dienstag
Am Montag ist es im Norden wechselnd und im Süden stark bewölkt. Es fällt wenig Schnee. Vor allem im Norden
wird es wärmer. Am Dienstag ist es mit Föhn im Nordosten bis am Abend sonnig und mild. Im Süden schneit es
oberhalb von 1600 m. Die Gefahr von trockenen Lawinen nimmt zunächst ab und steigt am Dienstag im Süden
wieder an. Im Norden steigt die Gefahr von nassen Lawinen an.
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