Zerstörung von Frieden und Freiheit – der Nationalsozialismus

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Zerstörung von Frieden und Freiheit – der Nationalsozialismus drängt in den Zweiten
Weltkrieg
Das Brandenburger Tor im Mai 1945 (Quelle: http://medienwerkstatt-online.de/)
Daten
1933
30. Januar: Reichspräsident Hindenburg ernennt Hitler zum Reichskanzler
23. März: Das sog. „Ermächtigungsgesetz“ entmachtet den Reichstag
1938
09./10. November: Reichspogromnacht
1939
Abschluss des Hitler-Stalin-Paktes
1939-1945
Zweiter Weltkrieg
1935
Nürnberger Gesetze werden als juristische Grundlage des NS-Staates für die
Ausgrenzung und Verfolgung der Juden in Kraft gesetzt
ab 1941
systematische Vernichtung der europäischen Juden
1941
Kriegseintritt der USA und Sowjetunion
1944
20. Juli: Attentat auf Hitler
1945
08. Mai: Erreichen des Ziels der Anti-Hitler-Koalition: Bedingungslose Kapitulation
Deutschlands
Begriffe
Totalitärer Staat:
In einem T.S. hat die herrschende Gruppe oder Person alle Bereiche des öffentlichen Lebens
unter ihrer Kontrolle. Der Einzelne ist dem Staat völlig untergeordnet und schutzlos Preis
gegeben. Gewaltenteilung. Menschen- und Grundrechte, die institutionalisierte Opposition
sowie Meinungsfreiheit und Parteienvielfalt sind ausgeschaltet. Das Herrschaftssystem zwingt
die Bevölkerung durch Propaganda und Terror im Sinne ihrer Ideologie zur Anpassung.
Deutschland unter Hitler(1933-45) und die SU unter Stalin (1929-1953) waren – bei
entgegengesetzten ideologischen Grundlagen – ausgeprägte totalitäre Staaten.
Progrom
Das Wort kommt aus dem Russischen und bedeutet „Verwüstung“. Damit werden gewalttätige
Verfolgungen bezeichnet, die sich gegen Minderheiten in einem Staat richten. Progrome gab es
schon im Mittelalter gegen Juden: Sie wurden beraubt, vertrieben, oft auch ermordet.
Drittes Reich
Bezeichnung für das nationalsozialistische Deutschland; nach dem Heiligen Römischen Reich
Deutscher Nation und dem Deutschen Kaiserreich sei es das dritte deutsche Reich, das ewig
bestehen sollte.
Volksgemeinschaft
Eine von den Nationalsozialisten propagierte und auf rassischen Kriterien basierende
Gesellschaft, in der alle „arischen Volksgenossen“ unabhängig von ihrer sozialen Herkunft,
ihrer Bildung, ihren Interessen und ihres Vermögens gemeinsam leben sollten.
Einzelinteressen und Individualität wurden dabei zum Nutzen für die Gemeinschaft
zurückgestellt. Neben der Integration großer Bevölkerungsteile diente das Konzept auch zum
Ausschluss bestimmter Bevölkerungsgruppen, wie Juden, Sinti und Roma, Behinderter,
Homosexueller und politischer Gegner.
Lebensraum
Hiermit waren Gebiete, in denen die >Volksgemeinschaft leben sollte gemeint. Die Expansion
des Lebensraumes spiegelte dabei die angebliche herausragende Stellung des deutschen
Volkes in der Welt wider. Insbesondere waren hiermit die Gebiete im Osten Deutschlands
gemeint.
Hitler-Stalin-Pakt
Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt vom 24.8.1939. Im geheimen Zusatzprotokoll
steckten beide Mächte ihre Interessenssphären in Osteuropa ab (u.a. Teilung Polens). Dem
Vertrag folgten Wirtschaftsabkommen, die der UdSSR umfangreiche kriegswichtige
Rohstofflieferungen garantierte.
Shoa/Holocaust
Hiermit wird der Völkermord an den europäischen Juden durch das NS-Regime bezeichnet.
Shoa kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „plötzlicher Untergang“ oder „Verderben“.
Holocaust geht auf das griechische Wort „holokautoma“ zurück, das so viel wie „Brandopfer“,
„vollständig Verbranntes“ bedeutet.
Getto
Abgegrenzter Wohnbezirk für Teile der Bevölkerung, insbesondere für Juden. Das NS-Regime
verbot den Juden, die Gettos ohne Genehmigung zu verlassen. Für Nichtjuden war das
Betreten der Gettos nicht gestattet.
Euthanasie
„Euthanasie“ ist griechisch und bedeutet „leichter“ oder „schöner Tod“. Die Idee der
Euthanasie ist sehr alt und wurde ursprünglich als Sterbehilfe aufgefasst, um unheilbaren
Kranken das qualvolle Leiden und Sterben zu ersparen.
Appeasement-Politik:
(engl.: to appease = beruhigen/beschwichtigen)Kritische Bezeichnung für eine Politik des
Ausgleichs, die vor allem die britischen Regierungen gegenüber dem nationalsozialistischen
Deutschland verfolgten. Die Appeasement-Politik ging von der Annahme aus, man könne
durch Zugeständnisse mit Hitler zu zuverlässigen Vereinbarungen kommen und so den
Frieden in Europa aufrechterhalten, zumindest aber genügend Zeit für die Aufrüstung
gewinnen
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