Tri Sestri - Wiener Staatsoper

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P R O L O G M Ä R Z 2 0 1 6 | N° 197
Péter Eötvös, Komponist und Dirigent von Tri Sestri
Staatsopern-Erstaufführung: Tri Sestri
Ballett-Premiere: Le Corsaire
Wiener Staatsoper Livestreaming – wie Fernsehen!
GENERALSPONSOREN
Oper bewegt.
Wir bewegen Oper.
Als Generalsponsor.
Als integriertes, internationales Öl- und Gasunternehmen
ist die OMV weltweit aktiv. Kultur ist uns ein Anliegen. Deshalb
unterstützen wir die Wiener Staatsoper als Generalsponsor und
ermöglichen den Livestream WIENER STAATSOPER live at home.
Erleben Sie Oper der Weltklasse.
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Inhalt
Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,
liebes Publikum!
März im Blickpunkt
2
Das Publikum soll Partner sein
Péter Eötvös im Gespräch
4
Ein Regisseur im Fluss der Zeit
Yuval Sharon inszeniert Tri Sestri
8
Zeitgenössischer Erfolg
Anmerkungen zu Péter Eötvös’ Tri Sestri
10
60 Jahre Wiedereröffnung 6
13
Manuel Legris präsentiert
Le Corsaire
14
Repertoire im März
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Wiener Staatsoper Livestreaming
18
Debüts im März
22
Unser Ensemble
Andrea Carroll
24
Das Staatsopernorchester
Cellist Csaba Bornemisza
26
Interview mit Sophie Koch
Die Mezzosopranistin singt wieder den Komponisten
28
Was im Parsifal nicht original ist …
30
Walfischgasse:
Wiederaufnahme Pünktchen und Anton
31
Daten und Fakten
32
Spielplan
34
Kartenverkauf
36
Es lag mir vom Beginn meiner Wiener Tätigkeit an
am Herzen, das Repertoire unseres Hauses regelmäßig um hier noch nicht gespielte Werke zu erweitern – insbesondere die Moderne respektive das
zeitgenössische Musiktheater sollte einen stetig
steigenden Stellenwert erhalten: Die österreichische
Erstaufführung von Thomas Adès The Tempest unter
der Leitung des Komponisten in der letzten Saison
war ebenso ein Schritt in diese Richtung, wie die
Vergabe von Auftragswerken für die kommenden
Saisonen (u.a. an Olga Neuwirth), die Uraufführung
der Kinderoper Fatima im vergangenen Dezember
und die nun anstehende Staatsopernerstaufführung
von Péter Eötvös’ Tri Sestri am 6. März.
Auch bei den auf Tschechows gleichnamigem Schauspiel basierenden Tri Sestri, einer der gegenwärtig
international wohl erfolgreichsten Neuschöpfungen
für das Musiktheater, wird der Komponist höchstpersönlich im Graben stehen und sein eigenes Werk
interpretieren – Eötvös hatte übrigens die gesamte
fünfwöchige Probenzeit begleitet und intensiv mit
den Sängerinnen und Sängern sowie dem Orchester
gearbeitet, wodurch eine authentische Wiedergabe
dieser ganz besonderen Musiksprache gewährleistet
ist. (Die drei herausfordernden Partien der drei
Schwestern werden übrigens von unseren Ensemblemitgliedern Aida Garifullina, Margarita Gritskova
und Ilseyar Khayrullova verkörpert.)
Ich hoffe, dass Sie uns, sehr geehrte Damen und
Herren, bei diesen regelmäßigen, und wie ich m
­ eine
spannenden, Aufbrüchen zu neuen Ufern begleiten
und wir auf diese Weise gemeinsam Opern-Neuland
entdecken.
Ihr
Dominique Meyer
MÄRZ im Blickpunkt
WALFISCHGASSE
KAMMERMUSIK
LIED.BÜHNE
13., 21. März 2016
12. März 2016
9. März 2016
Seit vergangenem Herbst werden
im Studio Walfischgasse (Wal­
fisch­g asse 4, 1010 Wien) „Be­gleit­abende“ zum Staatsopern-­
Spielplan angeboten. So liest
KSCH Peter Matić anlässlich der
Strauss’schen Ariadne auf NaxosSerie in einer Matinee am­
13. März um 11.00 Uhr das geniale Libretto Hugo von Hofmannsthals. Matić, der viermal als Haushofmeister in der Ariadne zu sehen sein wird, übernimmt dabei
sämtliche Rollen des Werkes.
Das siebente Konzert im Zyklus
Kammermusik der Wiener Philharmoniker findet am 12. März
im Gustav Mahler-Saal statt: Dies­
mal musizieren Günter Seifert
(Violine), Milan Šetena (Violine), Wolf-Dieter Rath (Viola),
Robert Nagy (Cello), Christoph
Wimmer (Kontrabass). Dazu gesellen sich die Ensemblemitglieder Annika Gerhards und
Stephanie Houtzeel. Zu hören
sind Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und das Stabat Mater
von Giovanni Battista Pergolesi.
Als Ersatztermin für das ausgefallene Konzert im November 2015
findet nun, am 9. März, im Gläsernen Saal / Magna Auditorium der
Abend des Ensemblemitglieds
Ryan Speedo Green statt. Der
Bass wird Lieder von unter anderem Mozart, Schubert, Liszt,
Brahms und Florence B. Price singen und wird vom Staats­opernStudienleiter Thomas Lausmann
und dem Kontrabassisten Ernö
Rácz begleitet. Die Reihe Lied.
Bühne präsentiert junge Ensemblemitglieder aus der Wiener
Staatsoper und wird vom Musikverein und dem Haus am Ring
gemeinsam veranstaltet. Karten
unter Tel.: +43(1) 505 81 90
(Musikverein) oder [email protected]
musikverein.at .
Passend zu den Parsifal-Vor­
stellungen gestaltet der Solorepetitor der Staatsoper, Jendrik
Springer, einen Einführungs­
abend zu diesem Werk (21. März,
17.30 Uhr). Dabei wird er vom
Klavier aus die musikalische
Struktur des Parsifal sowie die
Besonderheiten der Wagner’schen
Musiksprache erläutern und Wissenswertes über das Werk präsentieren.
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BLICKPUNKT
PAPIERTHEATER
WIENER
STAATSBALLETT
März 2016
März 2016
Im November feierte Hänsel und
Gretel – ein Werk, das lange
am Staatsopern-Spielplan gefehlt
­hatte – Premiere im Haus am
Ring. Adrian Noble inszenierte
die von Christian Thielemann
geleitete Neuproduktion, Anthony Ward gestaltete das Bühnenbild. Zu dieser Produktion hat
die Wiener Staatsoper ein Papiertheater herausgebracht, in dem
unterschiedliche Szenen aus dieser Oper nachgestellt und nachgespielt werden können: mit originalgetreuen Figurinen und Dekorationsteilen! Zusätzlich gibt es
auch noch Dekorationen und
­Figurinen zur Fatima-Produktion,
die im Dezember ihre Uraufführung an der Wiener Staatsoper
gefeiert hatte. Das Papiertheater
(Maße: 45 x 32cm) ist um € 14,90,im Aracadia Opera Shop sowie
im Webshop der Wiener Staats­
oper erhältlich.
Mit Le Corsaire präsentiert Ballett­
direktor Manuel Legris am­
20. März seine erste eigene abend­
füllende Choreographie. Damit
ist das 1856 in der Pariser Opéra
uraufgeführte Werk erstmals zur
Gänze an der Wiener Staatsoper
zu sehen. Weitere Vorstellungen
dieses eindrucksvollen Handlungsballetts, für das Luisa
Spinatelli die prachtvolle Ausstattung gestaltet hat, sind am 21.,
23., 28., 31. März und am 2. April
zu erleben.
Nicht nur die Abenteuer des Korsaren, sondern auch das Schicksal
des Onegin ist von Leidenschaft
geprägt, der Klassiker von John
Cranko steht am 2. und 5. März
in dieser Saison noch zweimal am
Spielplan.
Das Wiener Staatsballett ist auch
mit Vorbereitungen für seine
nächste Tournee beschäftigt:­
Am 16. April wird es erneut im­
St. Petersburger AlexandrinskiTheater beim XV. Dance Open
International Ballet Festival gastieren und dabei Le Souffle de
l’Esprit (Jirí Bubenícek) | SkewWhiff (Paul Lightfoot, Sol León) |
Blaubarts Geheimnis (Stephan
Thoss) zeigen.
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Péter Eötvös
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PREMIERE
DAS PUBLIKUM
SOLL PARTNER SEIN
Komponist und Dirigent Péter Eötvös
im Gespräch mit Andreas Láng
E
s gibt ganze Abhandlungen über erste Sätze
in berühmten Romanen. Der erste gesungene
Satz in Ihrer Oper Tri Sestri lautet: „Die Töne der
Musik sind so heiter“. So einen Beginn wählt man
ja nicht zufällig.
Péter Eötvös: Bei Tschechow wird der Satz erst
ganz am Ende des Stückes gesagt – ich habe
die Reihenfolge ganz bewusst umgedreht und
gewissermaßen den Epilog des Schauspiels zum
Prolog umfunktioniert, um die Grundstimmung
anzudeuten. Diese sogenannte Heiterkeit ist
nämlich im Grunde ein typisches Wesensmerkmal
der Oper und des Tschechow-Stückes, wobei
es sich wohlgemerkt um eine mit sehr viel
Schmerz durchtränkte Heiterkeit handelt und
nicht um eine Jahrmarktsheiterkeit. Denn durch
die ganze Oper zieht sich wie ein roter Faden
der Abschiedsschmerz, ein Gefühl, das die
Protagonisten ihr Leben lang mit sich weitertragen
werden. Und die von Olga angesprochene heitere
Musik des bis dahin dort stationierten aber nun
abkommandierten Regimentes, das gerade im
Begriff ist der Stadt dauerhaft den Rücken zu
kehren, symbolisiert diesen Abschiedsschmerz.
Irgendwie zieht ja mit den Soldaten auch der
scheinbar letzte Lebensfunke aus der Stadt,
sodass sich die zurückbleibenden Bewohner
geradezu verlassen, verwaist, ja um die letzte
Hoffnung gebracht fühlen müssen.
Die Orchesterbesetzung weist unter anderem ein
für Opern nicht eben typisches Instrument auf:
das Akkordeon. Ging es Ihnen um eine besondere
Klangfarbe oder waren andere Überlegungen bei
der Wahl dieses Instrumentes ausschlaggebend?
Péter Eötvös: Es ging mir weniger um die
bestimmte Klangfarbe als um eine Klangde­
koration nach der das Akkordeon das Klangbild
von Russland imaginiert – quasi ein akustisches
Pendant zum Bühnenbild. Ein Akkordeon
kommt im traditionellen Opernorchester tat­
sächlich selten vor und weckt im Allgemeinen
drei Assoziationen beim Hörer: Russland, Süd­
amerika und Frankreich – es hängt dann von
der jeweiligen Komposition ab, welche der
Zuordnungen zutrifft. Im Falle der Tri Sestri klingt
die Melodie des Akkordeons traurig und voller
Schmerzen und hat unter anderem die Funktion,
den Zuhörer augenblicklich in die Atmosphäre
hineinzuziehen – nicht umsonst ist das erste,
was das Publikum in dieser Oper hört, also noch
ehe das übrige Orchester spielt und die Sänger
singen, eben das Akkordeon, dessen Klang den
ganzen Bühnenraum erfüllen soll.
Wie sieht es nun mit dem restlichen Instrumen­
tarium aus? Gab es diesbezüglich ebenfalls
kompositionsdramaturgische Zielrichtungen?
Péter Eötvös: Ja, die gibt es, sie bilden sogar
die Grundlage der Drei Schwestern-Partitur.
Ich habe beim Komponieren bewusst einzelne
Instrumente mit einzelnen Rollen verbunden
und empfand zum Beispiel, dass die Gruppe der
Holzbläser sehr gut den Familienmitgliedern,
also den drei Schwestern und ihrem Bruder
Andrei, entspricht: Ich wies Olga die Altflöte
und Irina, diesem schönen, zarten Wesen, die
Oboe zu. Mascha bekam die Klarinette und ihr
Gatte Kulygin die Bassklarinette, wodurch die
eheliche Verbindung der beiden auch akustisch
unterstrichen wird. Das noch verbleibende
Fagott passt sehr gut zum etwas erbärmlichen
Typus von Andrei, da das Fagott in der hohen
Lage so wunderschön jammern und traurig
singen kann. Die Soldaten – nun was entspricht
wohl instrumental den Soldaten – werden durch
die Blechbläser repräsentiert, wobei Leutnant
Tusenbach, dieser romantische Aristokrat, gleich
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zwei Hörner erhält. Die zwei Hörner spielen
übrigens einmal ein kleines Zitat aus Beethovens
Les Adieux-Sonate und erinnern damit an die
obligate Abschiedssituation in der Oper und an
die deutsche Abstammung Tusenbachs.
Die Partitur von Tri Sestri schreibt zwei Orchester
vor und erfordert somit auch zwei Dirigenten …
Péter Eötvös: Die beiden Orchester haben
unterschiedliche Aufgaben. Im Graben sitzt die
kleinere Besetzung – 18 Musiker, die jene eben
erwähnten Instrumente spielen, die den Sängern
zugeordnet sind. Der Dirigent dieses Orchesters
ist zusätzlich für das musikalische Geschehen auf
der Bühne verantwortlich. Das zweite, deutlich
größere Orchester mit 50 Musikern spielt
hinter der Bühne unter der Leitung des zweiten
Dirigenten und sorgt für den symphonischen
Klang. Der Vorteil für die Sänger ist, dass sie sich
zwischen zwei Klangwänden befinden und damit
eine günstigere akustische Orientierungshilfe
haben als im üblichen Opernalltag und auch das
Publikum bekommt ein stärkeres musikalisches
Raumgefühl. Die dramaturgische Funktion der
beiden Orchester entspricht darüber hinaus den
beiden Lokalitäten bei Tschechow: ein Teil der
Konversationen findet ja drinnen im Salon, also
weiter vorne, der andere draußen im Garten, also
weiter hinten statt. Dieses Drinnen und Draußen,
dieser Salonklang respektive Gartenklang wird
nun durch die unterschiedliche Platzierung
der beiden Orchester auf ideale Weise hörbar
gemacht.
Nun hört man im Laufe des Abends auch
komponierte „Geräusche“, etwa exakt vorge­
schriebenes Tassengeklapper oder das Pfeifen von
Mascha …
Péter Eötvös: Maschas Pfeifen kommt schon
im originalen Stück von Tschechow vor und ist
Zeichen ihrer Rebellion gegen die bestehende
Situation – so pfeift sie, trotz ausdrücklicher
Aufforderung Olgas es zu unterlassen, ständig
weiter. Das Klappern der Teetassen hingegen
empfand ich einfach als lustige akustische
Bereicherung. Als junger Mann habe ich eine
Zeit lang im Sprechtheater gearbeitet und
Bühnenmusiken, aber auch Filmmusiken ge­
schrieben. Und von jeher ist Musik für mich
nicht nur das, was auf Instrumenten gespielt
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oder von Sängern gesungen wird, sondern
alles was klingt, also auch Geräusche. Was jetzt
das Teetassengeklapper anbelangt – nun, wenn
jemand das Geräusch hört, das beim Aufsetzen
einer Tasse auf die Untertasse entsteht,
weiß er automatisch: Hier wird offenbar Tee
oder Kaffee getrunken. Dieses komponierte
Tassengeräusch in Tri Sestri ist somit auch
eine akustische Situationsbeschreibung. Dazu
kommt noch der Löffel mit dem man umrühren
oder die Tasse an unterschiedlichen Stellen
anschlagen kann – das darf jeder zu Hause
ausprobieren – es ergibt schöne Klänge, eine
schöne Musik (lacht).
Inwieweit können Sie Komponisten benennen,
die auf Sie inspirierend wirken, die ihr Werk
beeinflusst haben? Wie sieht es diesbezüglich –
ganz konkret – bei Tri Sestri aus?
Péter Eötvös: Gerade bei den Drei Schwestern,
meiner ersten großen Oper, hat, da es sich um ein
Tschechow-Stück, also um einen russischen Stoff
handelt, Mussorgski eine große Rolle gespielt.
Als ich in Ungarn aufwuchs, war mein Land
von der Sowjetunion besetzt und die russische
Kultur daher zwangsläufig omnipräsent. Auf
jeden Fall hat mich die Musik Mussorgskis von
Anfang an gepackt und nie mehr losgelassen. Als
ich dann Tschechows Drei Schwestern zu lesen
begann, hörte ich in meinem Kopf bereits, was
Mussorgski an dieser oder jener Stelle gemacht
hätte. Beim Komponieren der Tri Sestri zitierte
ich nichts Bestimmtes von Mussorgski, doch war
ich in meiner Haltung zu den Tempi von ihm
beeinflusst, ganz besonders vom Boris Godunow.
Ich liebe weiters die Opern von Tschaikowski
und verankerte daher ein kleines Zitat in die Tri
Sestri-Partitur. Der dritte schließlich, von dem
ich maßgeblich gelernt habe ist Mozart. Wissen
Sie, Irina und Mascha sind ständig verliebt und
wer hat die Liebe als solche musikalisch am
schönsten abgebildet? Mozart! Und wenn Mozart
von Liebe schreibt, nimmt er sofort ein oder
zwei Klarinetten und macht einen Terzenlauf.
Dieses instrumentale Liebesattribut habe ich mir
von Mozart ausgeliehen. Wenn also zum Beispiel
Mascha über Verschinin, in den sie sehr verliebt
ist, spricht, erklingen zwei Klarinetten. Zuhörer,
die Mozart verinnerlicht haben, werden sofort
die Parallele erkennen.
Sie nannten ein kleines Tschaikowski-Zitat – um
welches handelt es sich?
Péter Eötvös: Die Hauptmelodie der GreminArie aus Eugen Onegin – das wird jeder im
Zuschauerraum sofort erkennen. Tschechow
hat die Drei Schwestern 1901 uraufgeführt
und die Uraufführung von Eugen Onegin fand
nur wenige Jahre zuvor statt, ein Zitat lag also
gewissermaßen auf der Hand: Verschinin, der
Mascha unbedingt erobern möchte, zeigt sich
bewusst sehr kultiviert, und summt daher
eine Melodie aus einer neuen Oper, die er
vor kurzem kennen gelernt hat – eben Eugen
Onegin. Mascha nimmt die Melodie auf und
summt sie ebenfalls, was die Intimität der beiden
unterstreicht. Außerdem passt die Melodie auch
dramaturgisch, weil Verschinin deutlich älter
als Mascha ist und damit die Parallele GreminTatjana gegeben ist. Ein kleines musikalisches
Spiel von mir.
Bei der Uraufführung von Tri Sestri in Lyon wurden
auch die Frauenfiguren von Männern gesungen,
bei der aktuellen Staatsopernproduktion ist das
ein wenig anders. Wieso ist so eine besetzungs­
technische Änderung möglich?
Péter Eötvös: Beim Tschechow-Stück sind
die Rollen selbstverständlich mit Männern
und Frauen besetzt und auch ich habe am
Anfang in diese Richtung gedacht. Aber je
mehr ich mich mit dem Stoff beschäftigte, je
mehr mir klar wurde, dass ich keine lineare
ablaufende Geschichte vertone, je mehr ich
mich mit den wesentlichen Elementen der Oper
auseinandersetzte, die da lauten: Abschied,
Leere, Sehnsucht, Schmerz, desto eindeutiger
erkannte ich die Notwendigkeit alles auf eine
möglichst abstrakte Ebene zu hieven. Mein erster
Gedanke war daher, alle Rollen durchwegs mit
Frauen zu besetzen. Doch dann sträubte sich
irgendwas in mir auch die Soldaten von Frauen
singen zu lassen. Also kam ich auf die Idee, alle
Rollen mit Männern zu besetzen, was insofern
auch eine Tradition besitzt, als dies sowohl in der
barocken Oper nicht ungewöhnlich war als auch
in gewissen ostasiatischen Theaterformen so
praktiziert wird. Mir gefiel außerdem der Aspekt,
dass die Kontratenöre, die die eigentlichen
Frauenpartien verkörpern, dadurch, dass sie eine
Oktave höher singen als die Männer und damit
eine gewisse erhöhte Atmosphäre ausstrahlen,
gewissermaßen an die Kothurnen der antiken
griechischen Schauspieler erinnern. So kam es
zu der ursprünglichen reinen Männerbesetzung
bei der Uraufführung. Danach folgte die zweite
Produktion in Düsseldorf, bei der die Frauenrollen
von Frauen gesungen wurden – wenn man will,
war das eine Variation des Ursprünglichen, bei
der der Regie die Aufgabe zufiel, den abstrakten
Grundduktus zu verstärken. Hier in Wien zeigen
wir nun eine Mischfassung, bei der zwar die drei
Schwestern mit Frauen besetzt sind, nicht aber
Anfissa und der Gegenpol Natascha – und es
funktioniert perfekt!
Haben Sie konkrete Wünsche oder Ratschläge
an das Publikum? Sollte der Zuhörer gewisse
Vor­­kenntnisse besitzen, hat er sich auf eine be­
stimmte Weise vorzubereiten, worauf sollte er
beim Erleben der Vorstellung achten?
Péter Eötvös: Jeder einzelne und jede einzelne
im Publikum soll Zuhörer und Zuschauer sein –
ansonsten könnte ich ja bloß ein Konzertstück
schreiben. Und wie ich vorhin schon angedeutet
habe, wäre es gut, wenn alle im Zuschauerraum von
Anfang an in das Geschehen, in die Atmosphäre
hineingezogen, gewissermaßen Partner werden.
Das kann durch die Musik, das kann durch das
Bühnenbild geschehen, im idealen Fall durch
alle visuellen und akustischen Elemente zugleich.
So lauten meine Intention für jede Produktion
– spezielle Wünsche an das Publikum habe ich
nicht. Ja, doch … es möge, wenn es geht, nicht
während der Vorstellung husten!
Passiert es Ihnen gelegentlich beim Dirigieren oder
Hören eigener Werke, dass Sie sich sagen: Heute
würde ich dieses oder jenes anders schreiben?
Péter Eötvös: Mein bisheriges Opernœuvre
umfasst zwölf Werke und es gibt manche, die
ich tatsächlich später korrigiert habe. Bei den
Tri Sestri, die vor fast 20 Jahren uraufgeführt
wurden, verspüre ich kein Bedürfnis etwas
zu ändern. Ganz im Gegenteil, jetzt, wo ich
das Werk nach einigen Jahren Pause wieder
dirigiere, sehe ich die Partitur mit ganz anderen
Augen und entdecke immer wieder Details, von
denen ich sagen muss: „Das hast du eigentlich
gut gemacht“ (lacht).
Andreas Láng
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Tri Sestri
Premiere: 6. März
Reprisen: 10., 13., 16., 18. März
EIN REGISSEUR IM FLUSS
Yuval Sharon inszeniert Tri Sestri
B
ei Tri Sestri haben Sie die Gelegenheit,
eine Oper eines lebenden Komponisten zu
ins­
ze­
nieren. Ist der auch bei den Proben
anwesende Komponist für Sie eine Bereicherung,
weil er für Nachfragen zur Verfügung steht?­
Oder eine Einschränkung Ihrer Freiheit – weil er
sich ja noch einmischen kann?
Yuval Sharon: Für mich ist Oper immer eine
große Zusammenarbeit, eine Verflechtung vieler
verschiedener Ebenen. Und je mehr Menschen
anwesend sind, desto umfangreicher sind auch
die Möglichkeiten, einen großen Zusammenhang
zu finden. Insofern ist es für mich eine Freude,
wenn der Komponist diesmal nicht nur lebendig
ist, sondern die Produktion sogar musikalisch
leitet und bei den Proben anwesend ist. Man
kann ihn fragen: Wie hast du dieses oder jenes
gemeint? Wie siehst du das?
Yuval Sharon
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Fangen wir am Anfang an. Wie läuft bei Ihnen
eine szenische Konzeption ab? Probieren Sie
unterschiedliche Ansatzpunkte aus und wählen
dann eine oder gibt es von Beginn an eine
Grundidee, die Sie systematisch ausarbeiten und
erweitern?
Yuval Sharon: Das hängt vom jeweiligen Stück
und der Situation ab. Ich arbeite derzeit unter
anderem an einer Walküre, die ich im Dezember
herausbringen werde und lasse mir durchaus
Zeit für eine umfassende Ideenfindung. Bei
Tri Sestri hatte ich hingegen bereits nach dem
ersten Gespräch mit Péter Eötvös die Idee eines
Fließens, also einer kontinuierlichen Bewegung.
Die Oper besteht aus drei Sequenzen, in der
jeweils eine andere Figur im Mittelpunkt steht
und die Handlung aus deren Blickwinkel gezeigt
wird. Péter meinte nun, es wäre am besten,
wenn diese jeweilige Figur im Mittelpunkt
bliebe und alles andere ihr entgegenschwebt
und sich dann wieder von ihr fortbewegt.
Ich wollte das Gefühl des Fließens erzeugen
und bin so auf Laufbänder gekommen, die
Figuren und Gegenstände vorbeischweben
lassen. Man sollte die Ereignisse auf der Bühne
PREMIERE
DER ZEIT
als eine hoch subjektive Wahrnehmung von
der Vergangenheit sehen – nicht realistisch
darstellbar, sondern eine instabile Mischung
aus Erinnerung, Halluzination, Traum. En Bild
dafür, dass man nichts festhalten kann und
einem alles wie Sand durch die Finger fließt.
Erinnerungen sind ja verstreut und assoziativ,
nicht linear oder vollständig – und alle erinnern
sich an dieselben Vorgänge völlig anders. So lässt
Péter die Tschechow-Handlung erzählen, und
so versuchen wir diese Welt auf der Bühne zu
zeigen.
Die Erzählform der Oper ist mehrdimensional
angelegt und widerspricht einer linearen
Darstellungsweise.
Yuval Sharon: Mir gefällt diese Art der
Darstellung besonders gut! Die Idee, dass man
nicht nur eine Perspektive hat, sondern gleich
mehrere, und diese auch vom Subjektiven stark
geprägt ist. Das bedeutet: Es gibt nicht nur eine
Vergangenheit. Es gibt wirklich nur Erinnerung,
subjektive Perspektive und Aussortierung dessen,
was passiert ist: Was ist wichtig für Irina?
Woran erinnert sie sich? In der Musik werden
manche Vorgänge wiederholt – und sind in der
Wiederholung plötzlich ganz anders. Die Idee
verschiedener Perspektiv-Punkte finde ich sehr
aktuell.
Gibt es neben all dieser Subjektivität auch eine
Objektivität? Eine Wahrheit, die dann und wann
durchscheint?
Yuval Sharon: Soweit eine reine Objektivität
existiert, findet man sie vielleicht am Anfang.
Es gibt zu Beginn der Oper einen sehr schönen
Prolog der drei Schwestern – bei Tschechow ist
es die letzte Szene, aber Péter hat sie in genialer
Weise an den Anfang gerückt. Gleich nach
diesem gemeinsamen Moment lebt jede aber in
ihrer eigenen Welt. Ich glaube aber generell, dass
wir, ob gut oder schlecht, in unserer objektiven
Perspektive eingeschränkt sind. Wir sehen die
Welt wirklich nur durch unsere Augen, selbst
wenn wir versuchen, andere zu verstehen. Wir
haben immer unseren Sichtpunkt – und das ist
das Tragische in dem Stück. Dass man sich selbst
nie entkommen kann. Dass die Figuren der Oper
in ihren eigenen Perspektiven und Erinnerungen
gefangen sind.
Ist das auch eine Botschaft, die das Publikum
mitnehmen soll?
Yuval Sharon: Einerseits muss ich gestehen,
dass ich mir sehr selten die Frage stelle, was
das Publikum aus einem Abend mitnehmen
sollte. Denn dann hat die Opernaufführung
eine Botschaft – und ist keine Kunst mehr.
Kunst bedeutet: lieber eine Vielschichtigkeit zu
erzeugen, in der das Publikum sich selbst und
seine eigenen Fortspinnungen herauslesen
kann. Also hoffe ich, dass Tri Sestri für jeden
Zuschauer ein persönliches Ereignis wird, also
an seine eigenen Erinnerungen und Fantasien
anknüpft.
Sie sagten, dass als eine der nächsten Produktionen
die Walküre ansteht. Wieweit haben Sie dieses
Werk auch während der Tri Sestri-Arbeit im Kopf?
Yuval Sharon: Es gelingt mir nicht, meinen Geist
zur Gänze auf nur eine Sache zu lenken. Wie
viele andere Künstler – Sänger und Dirigenten,
die parallel unterschiedliche Werke vorbereiten
– habe ich mehrere Projekte gleichzeitig im
Kopf. Das ist etwas sehr Gutes, denn so können
wir Verbindungen von einem Werk zu einem
anderen entdecken. Mit dem Los Angeles
Philharmonic bereite ich auch einen BeckettSchubert-Abend vor, und die Absurdität in
Beckett trifft die Tschechow-Figuren erstaunlich
stark. Die Andrei-Sequenz kommt mir jetzt sehr
Beckett-haft vor, was mir vielleicht sonst nicht
aufgefallen wäre. Diese Verbindungen bringen
manchmal erstaunliche Ergebnisse, die man
im Voraus gar nicht planen und wissen kann.
Man lernt ja bei jedem Stück auch etwas für ein
anderes dazu …
Oliver Láng
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Tri Sestri
Premiere: 6. März
Reprisen: 10., 13., 16., 18. März
ZEITGENÖSSISCHER
ERFOLG
Ilseyar Khayrullova, Aida Garifullina,
Magarita Gritskova – Probenfoto
Anmerkungen zu Péter Eötvös’ Tri Sestri
D
ie eine, seitens des Publikums oft gestellte
Frage sei gleich vorab beantwortet: Tri
Sestri ist russisch und bedeutet so viel wie Drei
Schwestern – dementsprechend wird die auf
Anton Tschechows Schauspiel Tri Sestri basierende
Oper von Péter Eötvös auch in russischer Sprache
aufgeführt werden.
Nach Thomas Adès The Tempest, Johanna Doderers
Fatima erklingt nun also mit Tri Sestri innerhalb
eines Jahres die dritte Staatsopernerstaufführung
eines lebenden Komponisten, wobei Péter Eötvös
die Premierenserie sogar persönlich aus dem
Orchestergraben leiten wird. Dieses „aus dem
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Orchestergraben“ ist insofern ein wichtiger Zusatz,
als in Tri Sestri hinter der Bühne ein zweites großes
Orchester zum Einsatz kommt, dem ebenfalls ein
Dirigent vorsteht – im aktuellen Fall der Wiener
Staatsoper ist das der Deutsch-Amerikaner
Jonathan Stockhammer.
Aber der Reihe nach: In den späten 1980er-Jahren
übernahm Kent Nagano als musikalischer Leiter die
Oper in Lyon und gab Péter Eötvös, der bis dahin auf
dem Gebiet des Musiktheaters zwei Kammeropern
geschrieben hatte, den Auftrag für ein großes
abendfüllendes Werk. Daraufhin beschäftigte sich
PREMIERE
Eötvös zunächst mit dem Gedanken, eine Oper
über eine blutjunge ungarische Schönheitskönigin
zu schreiben, die sich kurz zuvor umgebracht hatte,
doch ließ er dieses Vorhaben fallen und beschäftigte
sich auf Anraten seines Sohnes mit Tschechow. Der
deutsche Librettist Claus Henneberg schrieb ihm
daraufhin eine komprimierte Librettofassung der
Drei Schwestern, die Eötvös jedoch nicht eins zu
eins linear vertonen wollte, da er eine Form der
Abstraktion suchte, in der er die Themenkreise
Abschied, Leere, Sehnsucht und Schmerz
verhandeln konnte. Schließlich kam Eötvös auf
die Idee, ein und dieselbe Handlung aus drei
unterschiedlichen Gesichtspunkten zu erzählen –
aus jener der Schwestern Irina und Mascha sowie
des Bruders Andrei. (Jedoch bewusst nicht aus der
Sicht der dritten, ganz anders gearteten Schwester
Olga.) Also dekonstruierte er das Libretto Claus
Hennebergs und setzte die einzelnen Teile – in
neuer, zum Teil nicht chronologischer Reihenfolge
– wieder zusammen, wobei manche Passagen, quasi
als Wiederholung, mehrfach wiederkehren. Die auf
diese Weise entstandenen drei Perspektiven nannte
Eötvös Sequenzen denen er noch einen Prolog
voranstellte, der die Zuschauer in die Atmosphäre
des Stückes einführen soll.
Dem bereits erwähnten Gedanken der Abstraktion
folgend ließ Péter Eötvös bei der erfolgreichen
Uraufführung in Lyon (13. März 1998) alle
Partien der Oper von Männern verkörpern,
wobei die Frauenrollen von Kontratenören
gesungen wurden. Diese Form der Besetzung
sieht der Komponist jedoch nicht als unbedingt
zwingend an und so zeigten die folgenden
Neuproduktionen an unterschiedlichen Bühnen
diesbezüglich eine gewisse Variationsfreiheit –
so wurden in Düsseldorf die Frauenrollen von
Frauen gesungen, wohingegen bei der aktuellen
Staatsopernproduktion zwar die drei Schwestern
mit Frauen besetzt sind – Aida Garifullina (Irina),
Margarita Gritskova (Mascha), Ilseyar Khayrullova
(Olga) – nicht aber deren Gegenpol, Andreis
machtbewusste Gattin Natascha (Kontratenor Eric
Jurenas) und die alte Amme Anfissa (Marcus Pelz).
Mittlerweile hat sich Tri Sestri als eines der
erfolgreichsten
Musiktheaterneuschöpfungen
der Gegenwart etabliert und kann weltweit auf
ungefähr anderthalb Dutzend Neuproduktionen
verweisen, etwa an der Zürcher Oper, der Berliner
Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, in
Amsterdam, Düsseldorf und Budapest. Die Wiener
Erstaufführung erfolgte im Jahr 2002 durch die
Wiener Festwochen im Theater an der Wien.
Andreas Láng
Biografie Péter Eötvös
Der aus Ungarn stammende Komponist, Diri­
gent und Professor ist einer der gefragtesten
Interpreten und Kenner der Musik des 20. und
21. Jahrhunderts. Er wurde 1944 in Transsylvanien
geboren und erhielt sein Kompositionsdiplom
an der Budapester Musikakademie und sein
Dirigentendiplom an der Musikhochschule
Köln. Seine Kompositionen werden weltweit von
renommierten Klangkörpern und Opernhäusern
aufgeführt. Seinen großen Opernerfolg mit Tri
Sestri konnte er mit Le Balcon, Angels in America,
Love and Other Demons, Lady Sarashina und
mit Tragödie des Teufels fortsetzen. 1968-1976
war er Mitglied des Stockhausen Ensembles,
1971-1979 arbeitete er im Elektronischen Studio
des Westdeutschen Rundfunks in Köln. 1978,
einer Einladung Pierre Boulez’ folgend, dirigierte
er das Eröffnungskonzert des IRCAM in Paris,
und wurde zum Musikdirektor des Ensemble
Intercontemporain ernannt, einen Posten,
den er bis 1991 beibehielt. Péter Eötvös wird
von Orchestern wie das Royal Concertgebouw
Orchester, Berliner Philharmoniker, Münchner
Philharmoniker, Wiener Philharmoniker, Orchestre
Philharmonique de Radio France, BBC Symphony
Orchestra, Cleveland Orchestra, NHK Orchestra
Tokyo und von den führenden Ensembles wie das
Ensemble InterContemporain, Ensemble Modern,
Klangforum Wien, Musikfabrik Köln, ASKO
Amsterdam eingeladen. Er hat u.a. in Opernhäusern
wie Teatro alla Scala in Mailand, Covent Garden in
London, La Monnaie in Brüssel, Festival Opera in
Glyndebourne, Théâtre du Châtelet in Paris dirigiert.
Als Erster Gastdirigent hielt er die Position beim
BBC Symphony Orchester, Budapester Festival
Orchester, Ungarische Nationalphilharmonie,
Stuttgarter Radio Sinfonie Orchester, Göteborg
Symphony Orchestra, Radio Sinfonie Orchester
Wien. 1994-2004 war er Chefdirigent des Radio
Kammerorchesters in Hilversum. 1991 gründete
er das Internationale Eötvös Institut für junge
Dirigenten und Komponisten in Budapest. Er
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Tri Sestri
Premiere: 6. März
Reprisen: 10., 13., 16., 18. März
Mit: Aida Garifullina (Irina),
Magarita Gritskova (Mascha),
Ilseyar Khayrullova (Olga),
Eric Jurenas (Natascha),
Boaz Daniel (Tusenbach),
Clemens Unterreiner
(Ver­schinin),
Gabriel Bermúdez (Andrei),
Dan Paul Dumitrescu (Kulygin),
Benedikt Kobel (Doktor),
Viktor Shevchenko (Soljony),
Marcus Pelz (Anfissa),
Jason Bridges (Rodé),
Jinxu Xiahou (Fedotik)
war als Professor an den Musikhochschulen in
Karlsruhe und in Köln tätig und leitet regelmäßig
Meisterkurse und Seminare auf der ganzen Welt.
Péter Eötvös ist Mitglied der Akademie der Künste
in Berlin, Széchenyi Academy of Art in Budapest,
Sächsische Akademie der Künste in Dresden
und der Royal Swedish Academy of Music. Unter
seinen zahlreichen Preisen sind vornehmlich der
Kossuth Prize (2002), der Commandeur l’Ordre
des Arts et des Lettres (2003), der Frankfurter
Musikpreis (2007), der Leone d’Oro (2011) für sein
Lebenswerk zu nennen.
Péter Eötvös bei den Proben in Wien
KURZINHALT
Irina, Mascha und Olga, die drei Töchter
des verstorbenen Generals Prozorow, leben
gemeinsam mit ihrem verheirateten Bruder
Andrei in einer russischen Provinzstadt
und hoffen sehnsuchtsvoll auf eine bessere
Zukunft, auf wahre Liebe und ein erfülltes,
sinnvolles Leben.
Prolog
Die drei Schwestern beklagen das Abschied­
nehmen, das einsame Zurückbleiben und das
damit verbundene Leiden.
Erste Sequenz: Irina
Olga versucht ihre jüngste Schwester Irina zu
überreden, Tusenbach zu heiraten, obwohl
Irina ihn nicht liebt. Einige Offiziere, die einen
Brand in der Stadt gelöscht haben, betreten
den Salon der Schwestern – unter ihnen
Tusenbach und Soljony, die beide um Irinas
Liebe buhlen. Die Schwestern erfahren, dass
das Regiment für immer die Stadt verlassen
wird. Irina entschließt sich Tusenbach zu
heiraten und mit ihm nach Moskau zu ziehen,
aber Soljony tötet Tusenbach bei einem Duell.
Zweite Sequenz: Andrei
Die drei Schwestern klagen, dass Andrei seinen
Anlagen nicht gerecht wird und zum willenlosen
Werkzeug in den Händen seiner Frau Natascha
mutierte, die die Herrschaft im Hause an sich
zu ziehen trachtet. Andrei verteidigt seine Frau
gegenüber seinen Schwestern, ist sich aber
seiner Lage letztendlich schmerzlich bewusst.
Einige Offiziere, die einen Brand in der Stadt
gelöscht haben, betreten den Salon. Natascha
freut sich auf ein Treffen mit ihrem Geliebten
Protopopow.
Dritte Sequenz: Mascha
Einige Offiziere sind zu Gast im Hause der
drei Schwestern, Kommandant Verschinin
kommt dazu. Mascha ist ihres Gatten Kulygin
überdrüssig, etwas später gestehen sich der
verheiratete Verschinin und Mascha ihre
gegenseitige Liebe, eine Liebe, die Mascha
ihrer Schwester Olga beichtet. Die Tatsache,
dass Verschinin mit seinem Regiment die
Stadt für immer verlassen muss, stößt Mascha
schließlich in tiefste Trauer.
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THEMA
60 JAHRE WIEDERERÖFFNUNG
A
m 5. November 2015 jährte sich die Wiederer­öffnung der Wiener Staatsoper zum 60. Mal.
Anlässlich dieses Jubiläums lassen wir in einer
kleinen Serie diese Zeit Revue passieren: Pro
Heft werden in chronologischer Reihenfolge –
beginnend mit 1955 – Höhepunkte in Erinnerung
gerufen. In der März-Nummer sind dies die Jahre
1986-1990.
1986 Claus Helmut Drese wird am 1. September
1986 Direktor der Wiener Staatsoper. Zwei Neu­
produktionen im Haus am Ring betreut er als
Regisseur selbst: Clemenza di Tito (1987) und
Iphigénie en Aulide (1987). An seiner Seite wird
Claudio Abbado Musikdirektor.
30 Jahre lang haben die Opernbälle in der von Erich
Boltenstern entworfenen Opernballdekoration
statt­
gefunden. Diese wird nun geändert: Grund­
gedanke der von Günther Schneider-Siemssen
geplanten Dekoration ist deren architektonische
Angleichung an das Logenhalboval des Zuschauer­
raums.
1988 Am 20. Mai kommt es zur Neuaufnahme
der bestehenden Produktion von Eugen Onegin.
Ab nun wird das Werk allerdings nur mehr in der
originalen russischen Sprache gesungen. Dirigent
dieser denkwürdigen Aufführung ist der spätere
Musikdirektor des Hauses, Seiji Ozawa, der an
diesem Abend sein Debüt gibt.
Rudolf Nurejew tanzt als Prinz Siegfried in
Schwanensee seine letzten Vorstellungen an der
Wiener Staatsoper.
Seiji Ozawa
SERIE
1987 Einen wirklichen Erfolg bringt am 12. Juni
Alban Bergs Wozzeck unter der Leitung von Claudio
Abbado und in der Regie Adolf Dresens. Als Wozzeck
begeisterte Franz Grundheber, als Marie Hildegard
Behrens. Am 28. September wird in Jean-Pierre
Ponnelles Meisterinszenierung Gioachino Rossinis
L’italiana in Algeri herausgebracht. Hier sind es
vor allem Agnes Baltsa als Isabella und Ruggero
Raimondi als Mustafà die für Beifallsstürme sorgen.
1989 Am
16. Juli stirbt Herbert von Karajan,
der dem Haus am Ring einst als Direktor vorstand,
hier zahlreiche Abende dirigierte und einige Ins­
zenierungen schuf.
1990 Am 29. April wird Bernd Alois Zimmermanns
gewaltiges Musikdrama Die Soldaten erstmals im
Haus am Ring und in Wien gezeigt. Am 6. Dezember
kommt es zur Uraufführung von Ernst Kreneks
Kehraus um St. Stephan, der der Komponist bei­
wohnt. Die Wiener Staatsoper bespielt für diesen
Zweck das Ronacher.
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Denys Cherevychko in Le Corsaire
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BALLETT
Manuel Legris präsentiert
LE CORSAIRE
S
eit seiner Uraufführung 1856 in der Pariser
Opéra zählt Le Corsaire zu den eindrucks­
vollsten Handlungsballetten des 19. Jahrhunderts.
Dennoch wurde es an der Wiener Staatsoper
bislang noch nie zur Gänze gezeigt.
Am 20. März präsentiert Manuel Legris seine
für das Wiener Staatsballett erarbeitete choreo­
graphische Fassung des Klassikers, zugleich seine
erste abendfüllende Choreographie, die in der
prachtvollen Ausstattung von Luisa Spinatelli und
von Marion Hewlett ins rechte Licht gesetzt über
die Bühne der Wiener Staatsoper geht, womit sich
das bereits in Schwanensee bewährte Leading
Team erneut zusammenfindet.
Libretto und Dramaturgie zu Le Corsaire hat
Manuel­Legris zusammen mit Jean-François Vazelle
erarbeitet, wobei besonderer Wert auf eine S
­­ traffung­
der Handlung und eine durchgehende Erzählung
gelegt wurde.
Die Musik, in der Hauptsache von Adolphe
Adam (1803-1856) sowie weiteren Komponisten
stammend, wählte Manuel Legris selbst aus und
stellte sie mit Igor Zapravdin zusammen, Thomas
Heinisch und Gábor Kerény besorgten die
Instrumentierung.
Über seine Arbeit meinte Manuel Legris im
Gespräch mit Ingeborg Tichy-Luger: „Meine neue
Version wird in der Tradition des klassischen
Balletts mit klassischem Ballettvokabular gestaltet
sein. Mit dieser ersten Arbeit war es undenkbar für
mich, in eine andere Richtung zu gehen. Ich liebe
und schätze Petipas Arbeit und Choreographie
wirklich, habe aber das Problem, dass man an
einem bestimmten Punkt nicht mehr ganz genau
weiß, was tatsächlich nach mehr als einhundert
Jahren wirklich noch vom Original stammt, da
so viele Modifikationen und Versionen seit der
Uraufführung entwickelt wurden. Ich werde einige
Elemente und Variationen von Petipa, die nicht
verschwinden dürfen, da sie den Duft, die Basis
und die Geschichte dieses Balletts repräsentieren,
in meiner Version behalten. Ehrlich gesagt, wirkt
die Geschichte von Le Corsaire ein bisschen
verwirrend für mich. Nachdem ich das OriginalLibretto und das Gedicht von Lord Byron gelesen
hatte, war meine erste Idee, die Geschichte so klar
wie möglich zu erzählen, zwar die Grundidee zu
behalten, aber eine logische Aktion und Relation
zwischen den Charakteren zu schaffen. Ich
habe Jean-François Vazelle, der seit Jahren mit
mir arbeitet und großes Wissen über Ballett hat,
gebeten, mir in der Vorbereitung zu helfen. Ich
gestalte keine historische Rekonstruktion, sondern
meine eigene Vision: Wie ich ein klassisches Ballett
sehe und mir dieses Ballett im Jahr 2016 vorstellen
kann. Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass nur
eine Rekonstruktion von Wert ist, sondern sich für
jemanden wie mich, der sein Leben dem Ballett,
und dem klassischen Ballett im Besonderen,
gewidmet hat und es bewundert, eine Möglichkeit
bietet, etwas einzubringen – im Hinblick auf die
Vergangenheit und die Zukunft. Nachdem ich jede
einzelne Szene der Geschichte mit Jean-François
Vazelle abgeklärt hatte, war meine erste Arbeit, die
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Manuel Legris
Le Corsaire
Premiere: 20. März,
Reprisen: 21., 23., 28., 31. März,
2. April
Musik dazu zu finden. Ich habe diese Arbeit allein
gemacht und damit begonnen, die Aufnahme von
Richard Bonynge mit der Originalpartitur von
Adolphe Adam zu hören. Sofort wollte ich das
meiste von Adams Musik verwenden, aber es schien
mir unmöglich, nicht auch andere Komponisten zu
behalten, deren Stücke für den Erfolg dieses Balletts
seit Jahren verantwortlich sind. In der Aufnahme
von Richard Bonynge wurde ich auf einige Stücke
aufmerksam, die in keiner anderen Version von
Le Corsaire zu finden sind. Ich entschloss mich,
ihn zu kontaktieren und hatte das Glück, dass er
mir eine Kopie seines Originalmaterials gesandt
hat. Nun habe ich die Möglichkeit, einen guten
Teil dieser Partitur zu verwenden. Nachdem diese
Arbeit gemacht war, bin ich zu Igor Zapravdin,
einem unserer besten Pianisten an der Wiener
Staatsoper, gegangen. Ich bat ihn mir zu helfen,
eine Partitur zu finden, die noch immer fehlte und
die auch nicht in jener von Bonynge war, danach
alles zu finalisieren und Anschlüsse zwischen
all diesen Musiken zu arrangieren. Zu diesem
Zeitpunkt hat noch ein Tanz für Sklavenmädchen
im ersten Akt gefehlt, und Igor schlug mir dafür ein
Stück von Adolphe Adam, genannt L’Ecumeur de
mer, vor – und glücklicherweise war es die richtige
Musik. In derselben Partitur war auch das Stück
Les Odalisques – Igor begann zu spielen, und es
war die richtige Musik, um neue Odalisques zu
kreieren.“
Oliver Peter Graber
LE CORSAIRE
Choreographie
Manuel Legris nach Marius Petipa und weiteren
Quellen der französischen und russischen
­Tradition
Dramaturgie und Libretto
Manuel Legris und Jean-François Vazelle nach
Lord Byron und Jules-Henri Vernoy de SaintGeorges
Musik
Adolphe Adam und andere, ausgewählt von
Manuel Legris und zusammengestellt von Igor
Zapravdin
Musikalische Einrichtung
Thomas Heinisch und Gábor Kerény
Bühnenbild und Kostüme
Luisa Spinatelli
Licht
Marion Hewlett
Dirigent
Valery Ovsianikov
Premiere am 20. März 2016 mit
Maria Yakovleva, Robert Gabdullin, Liudmila
Konovalova, Kirill Kourlaev, Davide Dato, Alice
Firenze, Natascha Mair, Nina Tonoli, Prisca Zeisel
Figurinen von Luisa Spinatelli
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REPERTOIRE IM MÄRZ
ROMÉO ET JULIETTE | 1. März
Die Premiere dieser Produktion (2001) geriet zum
Ereignis: Anstelle eines Bühnenbildes schuf Patrick
Woodroffe eine sich ständig wandelnde Lichtarchi­
tektur, die dem musikalischen Geschehen ein optisch
eindrucksvolles Äquivalent entgegensetzt. In dieser
letzten Vorstellung der Oper in der aktuellen Saison
singen u.a. KS Juan Diego Flórez und die lettische
Sopranistin Marina Rebeka (sie wird im Mai wieder
die Traviata geben) das wohl berühmteste Liebespaar.
IL BARBIERE DI SIVIGLIA | 3. März
Zum letzten Mal in dieser Saison ist Rossinis beliebte
komische Oper in der bewährten Inszenierung
Günter Rennerts zu erleben. Die russische Mezzosopranistin Elena Maximova, die zuletzt u.a. als Marfa,
Cherubino und Maddalena im Haus am Ring zu erleben war, singt die Rosina, den Grafen im Studentenkostüm gibt das Ensemblemitglied Pavel Kolgatin, der
seit vier Jahren in den unterschiedlichsten Rollen an
der Wiener Staatsoper zu erleben ist. Der italienische
Bariton Marco Caria, ehemaliges Ensemblemitglied
und nun freischaffend tätig, singt den Figaro, Publikumsliebling KS Alfred Šramek den Bartolo und der
Amerikaner Ryan Speedo Green den Basilio. Marco
Armiliato, einer der weltweit gefragtesten Dirigenten
des italienischen Repertoires, steht am Pult.
ARIADNE AUF NAXOS | 4., 7., 12., 15. März
Für manche Kenner wie Karl Böhm galt bzw. gilt die
Komödie Ariadne auf Naxos als bevorzugte Strauss/
Hofmannsthal-Oper. Seit 2012 wird das Werk an der
Wiener Staatsoper nun in der Inszenierung von SvenEric Bechtolf gespielt, die in Kooperation mit den
Salzburger Festspielen entstand, wobei in Salzburg
die erste Version des Stückes zu erleben war und hier
im Haus am Ring die spätere, 1916 uraufgeführte
Fassung gezeigt wird. Wie schon bei der Premiere
gibt die bulgarische Sopranistin KS Krassimira Stoyanova die Titelpartie, KSCH Peter Matić den Haushofmeister, Daniela Fally die Zerbinetta und Jochen
Schmeckenbecher den Musiklehrer. Sophie Koch,
Kammersängerin in spe, singt den Komponisten und
Gerhard A. Siegel, der im Jänner als H
­ erodes begeisterte, erstmals den Bacchus. Es dirigiert RSO-Chef
Cornelius Meister.
TRI SESTRI | 6., 10., 13., 16., 18. März
Mit der Premiere gelangt diese international erfolgreiche Oper unter der Leitung des Komponisten zur
Staats­opern-Erstaufführung (siehe Seite 10).
AIDA | 8., 11., 14., 17. März
Erstmals dirigiert Simone Young an der Wiener Staatsoper Verdis 1871 uraufgeführte Aida. Die Besetzung
weist gleich eine Reihe an Haus- bzw. Rollendebüts
auf. So werden die russische Mezzosopranistin Ekaterina Gubanova als Amneris, die Ukrainerin Liudmyla Monastyrska als Aida und der Italiener Simone Piazzola als Amonasro erstmals an der Wiener Staatsoper zu hören sein. Fabio Sartori singt hier erstmals
den Radames, Jongmin Park gibt nach dem Wassermann als Ramfis ein weiteres wichtiges Rollendebüt.
LA BOHÈME | 19., 22., 26. März
Bei der aktuellen Serie wird ebenfalls Simone Young
am Pult stehen. Maria Agresta gibt ihr Hausdebüt als
Mimì, Jean-Francois Borras, das Publikum kennt ihn
schon als Werther und Des Grieux, singt seinen
­ersten Wiener Rodolfo.
PÜNKTCHEN UND ANTON | 19., 20., 23., 28. März
Iván Eröds Kinderoper wird nach sechs Jahren Pause
am 19. März wiederaufgenommen (siehe Seite 31).
PARSIFAL | 24., 27., 30. März
Auch dieses Jahr stehen traditioneller Weise rund um
Ostern Vorstellungen von Wagners Parsifal auf dem
Spielplan. Unter Adam Fischer sind u.a. Stephen
Gould (Parsifal), Michael Volle (Amfortas), Violeta
Urmana (Kundry) – und erstmals als Gurnemanz – KS
Falk Struckmann zu hören.
LA CLEMENZA DI TITO | 29. März, 1., 4., 7. April
Die aktuelle Inszenierung stammt von Jürgen Flimm,
für den es sich in dieser Oper um ein Werk handelt,
das die Formen, Mechanismen und Möglichkeiten
von Macht thematisiert. Benjamin Bruns ist nach
Tamino, Ottavio und Ferrando nun mit dem Tito mit
einer weiteren wesentlichen Tenor-Mozartpartie zu
erleben; Rollendebüts geben u.a. auch Hila Fahima
als Servilia und Margarita Gritskova als Sesto.
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Szenenbild Ariadne auf Naxos
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© Markus Thums
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DEBÜTS IM MÄRZ
O P ER N- R O LLENDEB Ü TS
Cornelius Meister (Dirigent), Gerhard A.
Siegel (Tenor/ Bacchus), Manuel Walser
­( Harlekin), Joseph Dennis (Brighella),
Andrea Carroll (Najade), Caroline Wenborne
(Echo) in Ariadne auf Naxos am 4. März 2016
Aida Garifullina (Irina), Margarita Gritskova
(Mascha), Ilseyar Khayrullova (Olga), Boaz
Daniel (Tusenbach), Clemens Unterreiner
( Verschinin), Gabriel Bermúdez (Andrei),
Dan Paul Dumitrescu (Kulygin), Benedikt
Kobel (Doktor), Viktor Shevchenko (Soljony),
Marcus Pelz (Anfissa), Jason Bridges (Rodé),
Jinxu Xiahou (Fedotik) in Tri Sestri am 6. März 2016
Simone Young (Dirigentin), Il Hong (König),
Fabio Sartori (Radames), Jongmin Park
(Ramfis), Caroline Wenborne (Priesterin) in
Aida am 8. März 2016
Jean-François Borras (Rodolfo), Ryan Speedo
Green (Colline) in La Bohème am 19. März 2016
KS Falk Struckmann (Gurnemanz), Ulrike
Helzel (1. Knappe), Joseph Dennis (3. Knappe),
Regine Hangler (2. Blumenmädchen/1. Gruppe),
Margaret Plummer (3. Blumenmädchen/
1. Gruppe), Annika Gerhards (1. Blumen­
mädchen/2. Gruppe) in Parsifal am 24. März 2016
Benjamin Bruns (Tito), Hila Fahima (Servilia),
Margarita Gritskova (Sesto), Miriam Albano
(Annio), Manuel Walser (Publio) in La clemenza
di Tito am 29. März 2016
Péter Eötvös debütiert an der Wiener Staatsoper
als Dirigent am 6. März (siehe Seite 12).
Jonathan Stockhammer ist innerhalb weniger
Jahre zu einem weltweit gefragten Dirigenten geworden. Er studierte zunächst Chinesisch und
Politologie, später Komposition und Dirigieren
­
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in seiner Heimatstadt Los Angeles. Mit Abschluss
seiner Studien zog er nach Deutschland und entwickelte enge künstlerische Beziehungen zu Ensembles wie Ensemble Modern, MusikFabrik und
Ensemble Resonanz. Oper spielt eine zentrale Rolle
in seinen musikalischen Aktivitäten. Er leitete u.a.
Eine florentinische Tragödie, Sciarrinos Luci mie
traditrici und Monkey: Journey to the West von
Damon Albarn, Dusapins Faustus, The Last Night,
Wolfgang Rihms Proserpina (Uraufführung) und
Deus Passus. Thomas Adès’ Powder her Face. An
der Wiener Staatsoper debütiert er am 6. März als
Dirigent in Tri Sestri.
Der Countertenor Eric Jurenas hat eine große
Anzahl an internationalen Wettbewerben gewonnen. Er trat an unterschiedlichen Opernhäusern
bzw. mit verschiedenen Ensembles auf, u.a. an
der S
­ anta Fe Opera, mit dem Dayton Philharmonic, an der Opera Philadelphia, an dem Michigan
Opera Theatre, mit den American Bach Soloists,
dem Colorado Bach Ensemble, dem Calvin College
Choirs, dem Kentucky Bach Choir und dem Bel
Canto Chorus of Milwaukee. Highlights der letzten
Zeit umfassten Auftritte mit den American Bach
Soloists, ­Juilliard 415, AXIOM, New Juilliard Ensemble, Burlington Choral Society und beim Baldwin
Wallace Bach Festival. An der Michigan Opera sang
er Tolomeo in Giulio Cesare in Egitto und an der
Glimmerglass-Opera Arbace in Catone in Utica.
Debüt als Natascha in Tri Sestri am 6. März.
Ekaterina Gubanova wurde in Moskau geboren
und studierte zunächst Klavier. Ihr Gesangsstudium absolvierte sie am Moskauer Tschaikowski Konservatorium und an der Sibelius Akademie in Helsinki. Aufsehen erregte sie als Brangäne in Tristan
und Isolde an der Opéra National de Paris im Jahr
2005. Diese Partie sang sie u.a. auch in Baden-Baden, Rotterdam, Paris, Berlin, Tokio, St. Petersburg.
Weitere Stationen ihres künstlerischen Wirkens
sind die Met, die Scala, das ROH Covent Garden,
die Deutsche Oper Berlin, die Lyric Opera in Chica-
DEBÜTS
go, das Teatro Real in Madrid und das Gran Teatre
del Liceu in Barcelona. Sie sang u.a. Marguerite in­
La damnation de Faust, Eboli, Fricka, Olga, Giulietta,
Giovanna Seymour, Adalgisa, Azucena, Charlotte.
Staatsoperndebüt am 8. März als Amneris.
Die Ukrainerin Liudmyla Monastyrska gab 1996
ihr Bühnendebüt als Tatjana in Eugen Onegin. An
der Deutschen Oper Berlin trat sie erstmals im Jahr
2010 als Tosca auf – und startete damit ihre internationale Karriere, die sie in kurzer Zeit an viele
wichtige Häuser brachte. Am Royal Opera House
Covent Garden in London sang sie in Macbeth, Un
ballo in maschera und Nabucco, an der Mailänder Scala in Nabucco, Cavalleria rusticana und
Aida, an der Metropolitan Opera in New York und in
­Hamburg in Aida, an der Deutschen Oper Berlin
in Attila, bei den Salzburger Festspielen in Cavalleria rusticana. Weitere Auftritte führen die Sängerin nach Paris, Houston und Barcelona. An der
Wiener Staatsoper wird Liudmyla Monastyrska am
8. März als Aida zum ersten Mal zu hören sein.
Simone Piazzola wurde in Verona geboren. Er ist
Preisträger zahlreicher Wettbewerbe, u.a. gewann
er den zweiten Preis sowie den Publikumspreis bei
Plácido Domingos Operalia Wettbewerb. Bald darauf sang Simone Piazzola in Rigoletto in Rom und
Japan und in Il trovatore in Spoleto. 2008 debütierte er als Marcello in La Bohème am Teatro La Fenice
in Venedig. Aktuelle Auftritte führten bzw. führen
Simone Piazzola ans Palau de les Arts in Valencia,
nach Verona, Berlin, Florenz, Turin, an die Mailänder Scala, nach Madrid, Amsterdam und Paris. Er
sang bzw. singt dabei Rollen wie Don Carlo (Forza
del destino), Giorgio Germont, Sharpless, Enrico,
Zurga, Luna. An der Wiener Staatsoper ­debütiert er
am 8. März als Amonasro.
Die Sopranistin Maria Agresta debütierte im Jahr
2007 und trat kurz darauf auf Bühnen u.a. in Messina,
Macerata, New York, beim Festival dei Due Mondi di
Spoleto, in Bukarest, St. Petersburg, Helsinki, Phila-
delphia auf. Einen Erfolg feierte sie in I vespri siciliani Turin. Unmittelbar darauf erhielt sie Einladungen
nach Tel Aviv (Norma), an die Arena di ­Verona, nach
Salerno (Il trovatore), an die Scala (Don ­Giovanni,
La Bohème, Oberto). Weiters sang sie am Palau de
les Arts in Valencia in Il trovatore, an der Oper in
Rom in Simon Boccanegra, am Teatro La Fenice in
La Bohème, in Paris in La Bohème. Auftritte führen
die Sängerin u.a. an die Met, nach Salzburg, Paris
und wieder an die Scala. Maria Agresta debütiert an
der Wiener Staatsoper am 19. März als Mimì.
Andreas Mitschke studierte an der Musikhochschule Köln. Er gastierte in zahlreichen deutschen
Opernhäusern, etwa in Dortmund, Köln, Hannover und Bremen, wo er Rollen wie etwa Don Alfonso, Commendatore, Ramfis, Fürst Bouillon, Ochs,
Sarastro, Wassermann, Kezal, Raimondo, Daland,
Landgraf sang. An der Wiener Volksoper sang er
unter anderem Sarastro, Micha, Bartolo (Die Hochzeit des Figaro), Fürst Joachim (Ein Walzertraum),
Budd (Albert Herring), Rocco, Impresario (Viva
la Mamma) sowie in Cerhas Onkel Präsident. An
der Wiener Staatsoper wird Andreas Mitschke am­
18. März als Kulygin in Tri Sestri debütieren.
B AL L ET T- R O L L EN D EB Ü TS
Firenze (Olga), Kimoto (Lenski) und Forabosco
(Fürst Gremin) in Onegin am 2. März 2016
Esina (Médora), Shishov (Conrad), Hashimoto (Gulnare), Sosnovschi (Lanquedem),
Kimoto (Birbanto), Fogo (Zulméa) in Le
­Corsaire am 21. März 2016
Hashimoto (Médora), Cherevychko (Conrad),
Tonoli (Gulnare), Costa (Lanquedem), Ledán
und Manolova (Odaliske) in Le Corsaire am
23. März 2016
Konovalova (Médora), Szabó (Birbanto), Fogo
(Odaliske) in Le Corsaire am 28. März 2016
www.wiener-staatsoper.at
N° 197
23
Ekaterina Gubanova
UNSER ENSEMBLE
Andrea Carroll
24
N° 197
www.wiener-staatsoper.at
SERIE
ANDREA CARROLL im Porträt
s fing in der Vorschule an. Dort entdeckte
Andrea Carroll den Gesang – und entdeckte
ihn gleich mit einer ungewöhnlichen Intensität. Sie
sang rund um die Uhr, laut, selbstverständlich, mit
und ohne Publikum. Und wehe, wenn ein anderes
Kind an die Reihe kommen sollte! Gesang, das war
ihre Domäne, so lange, so intensiv, bis ein Lehrer
schließlich die Mutter verzweifelt mit den Worten
anrief: „Sie hört einfach nicht mehr auf…“ Und aufgehört hat sie bis heute nicht. Aus dem singenden
Vorschulkind wurde eine Gesangsstudentin, aus
der Gesangsstudentin eine Sängerin, aus der Sängerin ein Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.
Wenn auch dieser Weg einen Beinahe-Umweg über
den Broadway nahm. Denn zunächst war Oper so
gar nicht nach ihrem Geschmack, die junge Andrea
Carroll sah sich zukünftig eher am Broadway singen. Doch dann begleitete sie einmal ihre Großeltern in eine La Bohème-Vorstellung in Washington,
verliebte sich Hals über in diese Oper – und Oper
an sich. Also ging es für vier Jahre an die Manhatten School of Music und schließlich an die Houston Opera, bis sie Anfang dieser Spielzeit an die
Wiener Staatsoper kam. Spürbar waren für sie die
Unterschiede zwischen den USA und Europa: „Das
Publi­kum in Amerika liebt Opern, aber dennoch
hat Kultur nicht diesen Platz in der Gesellschaft,
den sie hier hat. Für viele ist singen so etwas wie
ein Hobby, jedenfalls keine Betätigung, die etwa
der eines Anwalts oder Arztes gleichkäme. Hier in
Europa hingegen sind die Menschen beeindruckt,
wenn man Sängerin ist. Es ist ein Beruf, der nicht
nur ernst genommen, sondern sogar bewundert
und hochgeschätzt wird.“
Aus ihrer broadway-lastigen Jugend hat sie sich
die Erfahrung vieler Schauspielklassen und eine
Fokussierung auf das Darstellerische erhalten. Ein
Singschauspieler zu sein ist für sie eine heute unumgängliche Notwendigkeit, zumal sie sich selbst
vom Gesang stärker berührt fühlt, wenn auf der
Bühne nicht nur perfekte Töne, sondern auch ein
leidenschaftlich agierender, intensiver Darsteller
zu erleben ist. „Und interessanterweise singe ich
persönlich besser, wenn ich mich nicht nur auf das
Gesangliche und die Technik, sondern auch auf das
Spielen konzentriere“, erzählt sie. „Es klingt natürlicher, wenn ich auch spiele und durch das Schauspielern das Singen als Vorgang fast vergesse.“ In
den letzten Jahren, so erzählt sie, umfassten ihre
Rollen „viel Despina, Susanna, Norina, weil ich klein
und quirlig bin.“ Was sich gut trifft, da Andrea Carroll auch privat komödiantische Werke schätzt. Vor
kurzem aber starb sie als Gilda ihren ersten Bühnentod. „Eine gänzlich neue Erfahrung – und eine
Rolle, die eine ganz andere Seite von mir zum Vorschein gebracht hat. Denn normalerweise kann ich
nicht lange still sitzen, aber als Gilda auf der Bühne
zu sterben, war sehr aufregend. Traurig zwar, und
nicht einfach, aber gleichzeitig unerwartet befreiend.“
An der Staatsoper gestaltete sie bisher unter anderem Sandmännchen und Taumännchen in Hänsel
und Gretel, Zerlina in Don Giovanni, die Stimme
des Waldvogels in Siegfried, die Fatima in der Uraufführung der gleichnamigen Kinderoper von Johanna Doderer. Und natürlich bereitet die Sopranistin im stillen Kämmerlein die eine oder andere
zukünftige Rolle, wie etwa eine Mimì in La Bohème
oder eine Violetta in La traviata vor. „Ich würde
das zunächst niemals in der Öffentlichkeit singen“,
mein Carroll, „aber das sind Wunschrollen, die in
ein paar Jahren kommen werden.“ Woher sie weiß,
dass es soweit ist, diese Partien fix ins Repertoire
zu nehmen? „Wenn ich etwas zu singen beginne
und es sich zu anstrengend und fordernd anfühlt,
dann lege ich es lieber noch eine Zeit lang beiseite.
Manchmal glaube ich, dass ich bereits bereit für eine
Partie bin und ich singe sie meinem Gesangslehrer
vor – und er lehnt dann ab. Man muss in solchen
Fällen Geduld haben.“ Wobei, fügt sie mit einem
Augenzwinkern hinzu, sie mit ihren Mitte 20 ja noch
reichlich Zeit für ein wenig Geduld haben darf…
SERIE
E
Oliver Láng
www.wiener-staatsoper.at
N° 197
25
Das Staatsopernorchester
Cellist CSABA BORNEMISZA
E
SERIE
inst wollte ein junger Bub in Ungarn das
Geigenspiel erlernen, wurde aber, weil er
Linkshänder war, mehrfach abgewiesen. Immerhin
riet man ihm es mit dem Violoncello zu versuchen,
was dieser dann erfolgreich tat. Einige Zeit
später und etwas weiter westlich, in Österreich,
zeigte ein jüngerer Cousin des besagten Buben
ebenfalls musikalisches Talent und so stellte
sich hier sehr bald genauso die Frage nach dem
richtigen Instrument. Auch dieser war Linkshänder
und da der Cello spielende Verwandte ohnehin
Vorbildwirkung hatte, fiel die Entscheidung nicht
schwer: Csaba Bornemisza – trotz des ungarischen
Namens ist er ein gebürtiger Wiener – begann
gleichfalls mit dem Violoncello und machte
rasch so große Fortschritte, dass sich bei so
manchem sehr bald der Gedanke auftat: der Junge
könnte einst professioneller Musiker werden.
(Sicherheitshalber verheimlichte der kleine Csaba
Bornemisza seiner Cello-Professorin zunächst
einmal, dass er Linkshänder sei – man weiß ja
schließlich nie …)
Spätestens nach zwei ersten Preisen beim öster­
reichischen Bundeswettbewerb Jugend musiziert
beschloss er den Weg des Musikers weiter zu
beschreiten – allerdings noch ohne konkrete
Zielvorstellungen – und nahm nach bestandener
Matura Kontakt mit dem damaligen Solocellisten
der Wiener Philharmoniker, Professor Wolfgang
Herzer auf. Herzer, der als äußerst strenger Lehrer
aber zugleich als gefragter Talenteschmied galt, bot
Csaba Bornemisza tatsächlich einen Platz in seiner
Meisterklasse auf der Musikakademie an und ließ
ihn jene herausfordernde Schule angedeihen,
die schon viele andere in namhafte Orchester
gebracht hatte. „Es war eine gute Abhärtung,
da man in der Unterrichtsstunde oft vor dem
Großteil der Klassenkollegen spielen musste,
sich nicht blamieren wollte und daher immer
gut vorbereitete“, erinnert sich Bornemisza.
26
N° 197
www.wiener-staatsoper.at
„Professor Herzer wusste zudem genau, worauf es
bei Probespielen ankam, simulierte immer wieder
Probespielsituationen und schürte durchaus die
Konkurrenz zwischen den Studenten.“ Noch
während des Studiums wurde Bornemisza in das
Orchester der Wiener Volksoper aufgenommen und
konnte sich dort neben dem Operettenrepertoire
auch eine Reihe von Opern erarbeiten und ganz
allgemein den Musiktheaterbetrieb kennen lernen.
Drei Jahre später, am Beginn seiner Staats­
opernlaufbahn musste Csaba Bornemisza freilich,
wie alle seine Kollegen, zunächst die Tradition, die
Agogik des Staatsopernorchesters respektive der
Wiener Philharmoniker verinnerlichen. „Neben
dem typischen Wiener Klang, der bei uns Streichern
durch die besondere Art der Tonformung, der
Bogengeschwindigkeit und der Strichart erzeugt
wird, geht es ja darum, den so oft beschworenen
Wiener Charme, also diese ganz besondere
gestalterische Freiheit, mitzutragen. In den ersten
Monaten orientiert man sich daher an den älteren
Kollegen an den benachbarten Pulten, verfolgt
deren Phrasierung und Tongebung, so lange bis
man unbewusst Teil des Ganzen geworden ist,
mit dem Orchester mitfühlt und mitatmet.“ Heute
werden sich wohl neu hinzugekommene Cellisten
auch an Csaba Bornemisza orientieren, um dann
ebenfalls im Gesamten aufgehen zu können.
Wie die meisten seiner Kollegen spielte
Bornemisza zunächst in mehreren Kammermusikformationen, doch hat er dieses professionelle
Hobby zugunsten seiner Familie einstweilen
zurückgestellt. „Neben den Operndiensten und
den philharmonischen Diensten bleibt ja nur
wenig Freizeit und wenn man mit Leib und Seele
Kammermusik betreibt, reicht diese wenige
Freizeit dafür gerade aus. Ich wäre somit praktisch
nie zu Hause und das wollte ich nicht.“ Seine drei
Kinder spielen übrigens alle ein Instrument – ob
sie später ebenfalls den Musikerberuf einschlagen,
SERIE
ist allerdings nicht so wichtig. Wichtig ist nur, dass
sie auch diese Facette kennen lernen und ihre
musischen Fähigkeiten fördern – zumindest bis
zur Matura, danach kann jeder von ihnen machen,
was ihm beliebt …
Mittlerweile sind es wieder gut 25 Jahre her,
dass Csaba Bornemisza das Probespiel ins
Staatsopernorchester gewonnen hat und sein
Engagement in diesem berühmten Klangkörper
antrat – doch nach wie vor kennt er das Wort
Routine im negativen Sinne nicht. „Das Repertoire
ist groß und abwechslungsreich und es kommen
regelmäßig neue, spannende, noch nicht gespielte
Werke hinzu, dadurch bleibt dieser Beruf stets
lebendig. Und wenn wieder ein alter Bekannter,
etwa eine Zauberflöte auf dem Spielplan steht,
freut man sich, ein Stück zu spielen, das
man schätzt und vielleicht von einem neuen
Gesichtspunkt her betrachten kann.“ Am meisten
„freut er sich“ natürlich wenn seine Lieblingsopern
drankommen, also jene von Wagner, Puccini und
veristische Stücke ganz allgemein, Werke „in denen
das große Gefühl geradezu überquillt“.
Andreas Láng
www.wiener-staatsoper.at
N° 197
27
In dieser Serie werden die
Mitglieder des Wiener Staats­
opernorchesters vorgestellt.
IN DER WIED
LIEGT DIE SU
so unerfahren und blauäugig, sondern bringt
eine gewisse Lebenserfahrung mit. Ganz so
unverständlich ist einer Octavian-Darstellerin die
Marschallin daher nicht.
Sie gestalten im März in Wien den Komponisten.
Das ist Ihre zweimeist und zweitlängst gesungene
Staatsopern-Partie – welche war die häufigste?
Sophie Koch: Der Octavian. Den sang ich 1999,
unmittelbar nach meinem Hausdebüt als Cheru­
bino, zum ersten Mal an der Staatsoper.
Sophie Koch as Komponist
A
n der Wiener Staatsoper war sie u.a. als Octavian,
Dorabella, Zerlina, Charlotte, Nicklausse und
Komponist zu hören: die französische Mezzo­
sopranistin Sophie Koch.Während sie in Chicago als
Octavian ga­stierte, sprach sie mit Oliver Láng über
ihren kommenden Wiener Komponisten in Ariadne
auf Naxos.
Ein Mitglied des Staatsopernorchesters meinte
vor kurzem, dass sich seine Sicht auf den Rosen­
kavalier im Laufe der Zeit verändert hätte:
Empfand er früher mit dem Octavian, so fühlt er
sich heute der Marschallin näher. Können Sie das
nachvollziehen?
Sophie Koch: Natürlich! Mit der Zeit verändern
sich unsere Sichtweisen und damit auch unsere
Einschätzungen der einzelnen Figuren. Wobei
es beim Rosenkavalier allerdings so ist, dass
man den Octavian ja nicht mit 17 Jahren, wie
es eigentlich im Libretto heißt, singt, sondern
deutlich später. Man ist also nicht mehr ganz
28
N° 197
www.wiener-staatsoper.at
Sind Octavian und der Komponist charakterlich
Geschwister?
Sophie Koch: Zumindest sind sie beide
Hofmannsthal-Kinder. Und es verbindet sie die
Jugend und die Leidenschaftlichkeit. Octavian
ist ja sehr leidenschaftlich, mit einer gewissen
Frechheit sogar, eine Frechheit, die zur Jugend
gehört. Der Komponist ist vielleicht etwas
weniger komplex als Octavian. Er bleibt als Figur
vom Anfang bis zum Ende gleich.
Persönlich sind ja viele Menschen in ihren
jüngeren Jahren ein wenig wie der Komponist:
was das Unbedingte, das Kompromisslose betrifft.
Muss man sich das als Künstler behalten? Oder
wird man auch zum abgeklärteren Musiklehrer?
Sophie Koch: Ich glaube, dass ein gewisser
Enthusiasmus immer da sein muss, egal wie alt
man ist. Die Lust, Musik zu machen, etwas Neues
zu entdecken, neue Gefühle zu finden, neue
Farben zu entdecken, etwas Frisches anzubieten.
Das ist gewissermaßen Teil unsere Pflicht als
Künstler. Das Publikum sollte das Gefühl haben,
dass es die betreffende Oper zum allerersten
Mal erlebt. Ich bewundere Künstler wie Mstislaw
Rostropowitsch oder Yehudi Menuhin, die selbst
im hohen Alter noch wie junge Menschen
Begeisterung zeigen konnten. Und dabei waren
sie doch so unglaublich erfahren! Das ist mein
Traum: in der Musik auf diese Weise zu altern.
INTERVIEW
ERHOLUNG
CHE NACH PERFEKTION
Mit anderen Worten: Es soll beim Komponisten
gar nicht zu viel Augenzwinkern dabei sein? Seine
Begeisterung muss echt und vollkommen sein?
Sophie Koch: Ich glaube, es kommt immer
darauf an, wie man Musik empfindet. Es gibt
Menschen, die Musik immer ernst nehmen und
mit dieser Ernsthaftigkeit und Leidenschaft auch
musizieren. Andere meinen, dass es nur ein Spiel
ist, das uns unterhalten soll. Es ist eine Frage der
Persönlichkeit.
Macht es den Beruf leichter, wenn man Kunst
als Spiel sieht und die Sache etwas weniger ernst
nimmt?
Sophie Koch: Ich denke schon. Weil vieles in
die Kunst hineinspielt: Politik, Geld, Einfluss,
Erfolg und anderes. Das ist keine Kunst! Aber –
es geht nicht ohne manches von diesen Dingen.
Ich glaube dennoch, dass ein Musiker zu seinem
Beruf – und Musik ist eine Leidenschaft, die zum
Beruf wurde – Integrität beweisen sollte. Das ist
die Seele des Künstlers! Wobei es einige gibt,
die keine solche Integrität haben und dennoch
Karriere machen. Das ist eben so. Für mich
persönlich ist es dennoch wichtig, dass die Musik
an erster Stelle kommt.
Und ist die Musik die Heiligste unter den Künsten,
wie es der Komponist in Ariadne singt?
Sophie Koch: Absolut. Immer. Es ist nur so:
Musik ist schwer mit Worten zu beschreiben. Es
ist ein Geheimnis, das man nicht erklären kann.
Jeder hört und versteht etwas anderes in dem,
was er gerade erlebt.
Aber braucht es inmitten dieser Heiligkeit nicht
auch ein wenig eine Zerbinetta? Die Show? Das
Verkaufen?
Sophie Koch: Unsere Welt hat sich nicht
verändert, Show muss sein. Ich bin gerade in
Amerika – und die wissen wirklich, was eine
Show ist. Und wie man sie macht. Nur wenn es
zu viel wird, dann verliert man ein bisschen seine
Seele. Aber das „Business“ gehört natürlich dazu.
Sophie Koch wird Anfang
März zur Österreichischen
Kammersängerin ernannt.
Warum singen Sie? Für wen? Für sich oder für das
Publikum?
Sophie Koch: Für mich ist es eine persönliche
Suche nach einem gewissen Ideal. Das treibt
mich an. Aber natürlich denke ich immer auch an
das Publikum und gebe stets das Bestmögliche.
Ein wichtiges Thema in der Ariadne ist die
Transformation. Alles ist im Wandel – aber
wünscht man sich als Künstlerin nicht doch
mitunter, einen Endpunkt erreicht zu haben?
Sagen zu können: Genau so gehört es! So bleibt es!
Sophie Koch: Musik ist ein bisschen wie ein
Fisch im Wasser, mit anderen Worten: Schwer
zu fassen. Man kann nicht sagen: Das ist es jetzt
und ab nun lasse ich es so und nichts ändert
sich mehr. Das ist unmöglich. Natürlich hat man
immer ein Ideal im Kopf, aber es gibt so viel,
das auf einen einwirkt. Und – siehe den Anfang
unseres Gesprächs – man verändert sich ja auch.
So ist es immer aufs Neue eine Herausforderung
und man kann das, was gestern gut war, nicht
für immer festschreiben. Abgesehen davon ist
niemals alles perfekt. Einmal ist der erste Akt
gut, dafür der zweite weniger, dann wieder
umgekehrt. Es gibt immer beides. Aber: In der
Wiederholung liegt die Suche nach Perfektion!
Das ist für mich entscheidend!
Oliver Láng
Ariadne auf Naxos
4., 7., 12., 15. März 2016
MATINEE
Am Sonntag, 13. März um 11.00 Uhr liest
Peter Matić – der Haushofmeister der AriadneSerie – im Studio Walfischgasse das Hofmanns­
thal’sche Libretto der Oper.
www.wiener-staatsoper.at
N° 197
29
Mit: Krassimira Stoyanova,
Gerhard A. Siegel, Sophie Koch,
Jochen Schmeckenbecher,
Daniela Fally, Norbert Ernst,
Peter Matić u.a. Dirigent:
Cornelius Meister.
Parsifal-Dirigierpartitur mit den Humperdinck’schen Ergänzungen
WAS IM PARSIFAL
NICHT ORIGINAL IST…
D
ie Lebensgeschichte des Komponisten Engelbert
Humperdinck – des Komponisten von Hänsel und
Gretel – ist eng mit jener Richard Wagners verzahnt. Schon
als Student verfiel der junge Humperdinck der Musik seines
älteren Kollegen, trat dem sogenannten Orden des Heiligen
Grals bei, einer Wagner-begeisterten und trankesfreudigen
Vereinigung junger Musiker, um schließlich auf einer
Neapelreise spontan an die Villentür Wagners zu klopfen.
Der ältere Herr, der eben am Parsifal arbeitete, empfing den
jüngeren, man verstand sich prächtig, und Humperdinck
wurde bald eine Art musikalischer Assistent. Zur inoffiziellen
Dienstverpflichtung gehörte es nicht nur, Kopist der Noten
Wagners zu sein, sondern auch die Uraufführungsproduktion
des Parsifal musikalisch in Bayreuth miteinzustudieren. Oder
aber auch am Familien-Frühstückstisch teilzunehmen, bei
privaten Theater- und Opern-Aufführungen mitzuwirken und
vieles andere mehr. Als sich 1882, knapp vor der ParsifalUraufführung, herausstellte, dass die Verwandlungsmusik im
30
N° 197
www.wiener-staatsoper.at
1. Aufzug für die Dekorationsverwandlung nicht ausreichte
und Wagner keine Lust verspürte, diese Lücke mit Noten zu
füllen, übertrug er Humperdinck diese Aufgabe. Man denke
nur: Das Heiligste der Werke, das Bühnenweihfestspiel –
und eine fremde Hand wirkt mit! Wie hoch muss Wagner
Humperdinck geschätzt haben, dass er ihn an diese Aufgabe
ließ! Jedenfalls verfasste Humperdinck vier Einlagetakte, die
zu einer Wiederholung eines 31-taktigen Abschnittes der
Verwandlungsmusik überleiteten. Und die Uraufführung des
Parsifal von Richard Wagner (– und Engelbert Humperdinck)
konnte über die Bühne gehen …
In den folgenden Jahren wurde die szenische Wandlung
beschleunigt, sodass auf den Einschub verzichtet werden
konnte. Überliefert ist heute noch die Eintragung in eine
originale Bayreuther Dirigierpartitur, in die der Urauf­
führungsdirigent Hermann Levi handschriftlich notierte:
„Humperdinck ipse fecit“.
OL
OPER
PÜNKTCHEN UND
ANTON SIND ZURÜCK
Iván Eröds Kinderoper
nach Erich Kästner wird
wieder gespielt
E
s gibt sie, die Guten. Da wäre zum Beispiel der
halbwüchsige Emil Tischbein, der auf der Jagd
nach seinen gestohlenen 140 Mark halb Berlin
durch­quert. Oder der ebenfalls halbwüchsige Anton,
der den Einbruchserfolg bei der wohlhabenden Familie Pogge zu verhindern versteht. Diese beiden
jungen Helden sind nicht nur geschickt und raffiniert, sie gehören auch zu den charakterstarken,
den positiven Figuren der Jugendliteratur. Erfunden
wurden sie von Erich Kästner, der mit diesen und
ähnlichen Charakteren Generationen von Lesern an
das Gute glauben ließ und konkrete Handlungsanleitungen für das Leben gab: „Es gibt nichts Gutes,
außer man tut es“. Und tatsächlich: Wer hat sich
nicht ein wenig als Held gefühlt, mitgefiebert und
sich als Verbündeter im Kampf gegen Lüge und Unrecht empfunden, als er die Kästner’schen Kinderbücher las?
Inzwischen ist wieder eine neue Generation an­
der Reihe, sich diesen Abenteuern zu stellen. Nicht
nur lesend, sondern auch hörend und schauend!
Pünktchen und Anton, die Kinderoper Iván Eröds
nach dem gleichnamigen Jugendbuch, steht ab­
19. März wieder auf dem Staatsopernspielplan.­
Das vor sechs Jahren uraufgeführte Auftragswerk
der Wiener Staatsoper ist vom Kinderopernzelt ins
Studio Walfischgasse übersiedelt und wird aufgefrischt wieder gezeigt. Dabei sind Ensemblemit­
glieder der Wiener Staatsoper zu erleben, es spielt
das Bühnenorchester, die bunte Inszenierung stammt
von Matthias von Stegmann.
OL
Ildikó Raimondi und Clemens Unterreiner
als Ehepaar Pogge in Pünktchen und Anton
INHALT
Pünktchen und Anton sind gute Freunde. Sie
entstammt der reichen Familie Pogge, er
kommt aus ärmlichen Verhältnissen. Um seiner
kranken Mutter zu helfen und ein wenig Geld
zu verdienen, verkauft Anton abends Schuhbänder. Eines Tages hören Pünktchen und Anton,
wie der zwielichtige Verlobte von Pünktchens
Kindermädchen dieses um einen ominösen
Plan bittet. Später begreift Anton: Es handelt
sich um den Wohnungs-Plan der Familie Pogge
– und ein Einbruch steht bevor! Schnell reagieren Pünktchen und Anton und verhindern
Schlimmeres. Und Herr Pogge – Pünktchens
Vater – nimmt Anton und seine Mutter bei sich
zu ­Hause auf. Ende gut – alles gut!
Eine DVD zu dieser Produktion
ist im Arcadia-Opera-Shop sowie
im e-shop der Wiener Staatsoper
erhältlich.
Pünktchen und Anton
19., 20., 23., 28. März
Weitere Termine April bis Juni
Diese Produktion wird ermöglicht
mit der Unterstützung von
Barbara und Martin Schlaff
www.wiener-staatsoper.at
N° 197
31
DATEN UND FAKTEN
GEBURTSTAGE
TODESFALL
Pantelis Dessyllas vollendet am 6. März
sein 80. Lebensjahr. Der Bühnenbildner
war von 1971 bis 1997 Leiter des Dekorationswesens der österreichischen Bundestheater.
Der französische Regisseur André Engel
feiert am 9. März seinen 70. Geburtstag.
An der Wiener Staatsoper schuf er im Jahr
2011 die aktuelle Inszenierung von
Janáčeks Kátja Kabanowá.
Lotte Tobisch feiert am 28. März ihren
90. Geburtstag. Die langjährige Burgthea­
ter-Schauspielerin war von 1981 bis 1996
Leiterin des Opernballs. Außerdem verkörperte sie die Venus in ­Die schöne Helena
(Wiener Staatsoper im Volksoperngebäude) und an der Wiener Staatsoper die
Andromache in Berlioz’ Les Troyens.
Aribert Reimann,
­einer der gefragtesten
deutschen Komponisten der Gegenwart,
feiert am 4. März seinen 80. Geburtstag.
Zahlreiche seiner Wer­
ke, unter anderem eine
ganze Reihe von Opern, gehören heute
zum Repertoire der großen Konzertsäle
und Opernhäuser. Im Februar 2010 wurde
seine Medea an der Wiener Staatsoper mit
großem Erfolg uraufgeführt.
Der preisgekrönte
französische Regisseur
und Autor Jean-Louis
Martinoty ist am­
27. Jänner 2016, eine
Woche nach seinem
70. Geburtstag, in
Neuilly-sur-Seine verstorben. Jean-Louis Martinoty, der ein
Violoncello-Studium und ein Altphilo­
logie-Studium absolviert hatte, arbeitete
u.a. eng mit Jean-Pierre Ponnelle zusammen und schuf für die Wiener Staatsoper
zwei Inszenierungen: 2010 Don Giovanni
und 2011 Le nozze di Figaro. In Öster­
reich war er darüber hinaus auch bei den
Festwochen der Alten Musik in Innsbruck
sowie an der Grazer Oper tätig. Der extrem gebildete Jean-Louis Martinoty war
bekannt für seine sehr intensive und präzise Beschäftigung mit den Opern­libretti
– selbst eingefleischte Opern­
kenner
­waren oft ob der Details, die er ans Tageslicht förderte erstaunt. Nicht umsonst
ging es ihm in seinen Inszenierungen um
kunstgattungsübergreifende Deutungen
– dementsprechend strotzten seine
­R egiearbeiten auch von zahlreichen
­Anspielungen und Zitaten.
THEATERMUSEUM
Das österreichische Theatermuseum feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen im
Am 4. März begehen die ehemalige Solo­
Palais Lobkowitz im ersten Wiener Getänzerin Christine Gaugusch ihren 65.
meindebezirk – und an diesem barocken
und Willy Dirtl, ehemaliger Erster SoloOrt ist ab dem 3. März die Ausstellung
tänzer und Ehrenmitglied der Wiener
Spettacolo barocco! – Triumph des
Staatsoper, seinen 85. Geburtstag.
Theaters zu sehen. Geöffnet ist das
Ludwig M. Musil, ehemaliger Erster ­Theatermuseum täglich außer Dienstag
­Solotänzer begeht am 23. März seinen­ zwischen 10 und 18 Uhr, Sonderveranstaltungen zum Thema werden angeboten.
75. Geburtstag.
32
N° 197
www.wiener-staatsoper.at
RADIO
2. März, 19.30 | Ö1
Opernwerkstatt
Bernarda Fink zu Gast bei Peter Dusek
3. März, 19.30 | Ö1
Aribert Reimann als Liedbegleiter
Mit: Chris Tina Tengel
5. März, 19.30 | Ö1
Roméo et Juliette (C. Gounod)
u. a. mit: M. Rebeka, J. D. Flórez,
G. Bermúdez, A. Moisiuc, M. Plummer
Dirigent: Marco Armiliato
Aufgenommen in der Wiener Staatsoper
6. März, 14.00 | radio klassik
Mélange mit Dominique Meyer
Thema: La Serenissima – Barockoper
in Venedig.
(Wiederholung am 11. März, 20.00 Uhr)
7. März, 23.03 | Ö1
Zeit-Ton
Zum 80. Geburtstag von
Aribert Reimann
Gestaltung: Chris Tina Tengel
12. März, 19.30 | Ö1
Tri Sestri (P. Eötvös)
u.a. mit: A. Garifullina, M. Gritskova,
I. Khayrullova, E. Jurenas, B. Daniel,
C. Unterreiner
Dirigenten: Péter Eötvös und Jonathan
Stockhammer
Aufgenommen in der Wiener Staatsoper
27. März, 15.05 | Ö1
Das Wiener Staatsopernmagazin
Ausschnitte aus aktuellen Aufführungen
der Wiener Staatsoper sowie Gespräche
mit Künstlerinnen und Künstlern
Gestaltung: Michael Blees
DATEN UND FAKTEN
CD
OPERNWERKSTATT
Am 13. März wird
Saimir Pirgu im
­G ustav MahlerSaal der Wiener
Staatsoper eine
moderierte CDPräsentation mit
Konzert geben (Moderation: Thomas
­Dänemark, Klavier: Kristin Okerlund):
Der Tenor präsentiert sein neues Album
Il mio canto mit Arien von Verdi, Donizetti, Puccini, Cilea, Strauss, Gounod sowie Massenet und wird auch live mehrere
Kostroben zum besten geben! Die CD
wurde an der Florentiner Oper mit dem
Orchester des Maggio Musicale F
­ iorentino
unter der Leitung der jungen italienischen
Dirigentin und ehemaligen StaatsopernSolorepetitorin Speranza Scappucci
aufgezeichnet und ist soeben bei Opus
Arte erschienen. Pirgu stellt die CD auf
einer großen Welttournee vor, die ihn
neben Wien auch nach New York, T
­ okio,
Moskau, Berlin und ­Paris führen wird.
NEUE KAMMERSÄNGERIN
ORF RadioCafé
mit dem Dirigenten Alfred Eschwé
Moderation: Michael Blees
8. März, 19.00 Uhr
AUSSTELLUNG
Am 9. Februar 1956 fand der erste Wiener
Opernball nach dem Zweiten Weltkrieg
statt. Anlässlich des heurigen, 60-jährigen
Jubiläums zeigt die Wiener Staatsoper im
Marmorsaal eine von Desirée TreichlStürghk, Eva Dintsis und Lois Lammerhuber gestaltete Ausstellung, die
Schlaglichter auf das damalige kulturelle
und gesellschaftliche Ereignis wirft.
Sophie Koch, die
1999 an der Wiener
Staatsoper debü­t ierte, war bisher an 70
Abenden in neun Rollen zu erleben: Als
Cherubino, Komponist, Octavian, Charlotte, Dorabella, Zerlina, Rosina, Nicklausse und Silla. Meistgesungene Partie war
der Octavian (22 Mal), gefolgt vom Komponisten (16 Mal). Im März gestaltet sie
wieder den Komponisten und wird Anfang des Monats mit dem Titel der Österreichischen Kammersängerin ausgezeichnet (siehe auch Seite 28).
DONATOREN
AGRANA | BUWOG Group | Christian Zeller­Privatstiftung | Diehl Stiftung & Co. KG |
Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG | André und Rosalie Hoffmann | Helm AG |
MB Beteili­gungs GmbH | Porsche Holding GmbH | ­Raiffeisen | Zentralbank Österreich AG | Schoeller Bank | Siemens AG Österreich | TUPACK Verpackungen Gesellschaft m.b.H. | voestalpine AG | Mathias Wettstein | Wirtschaftskammer Wien
STAATSOPERNFÜHRUNGEN IM MÄRZ 2016
1.3.
2.3.
13.00
4.3.
5.3.
7.3.
8.3.
13.00
14.00
15.00
20.3.
14.00
15.00
21.3.
14.00
15.00
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14.00
15.00
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14.00
15.00
25.3.
14.00
15.00
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15.00
10.3.
15.00
13.00
13.00
13.00
27.3.
10.00
11.00
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13.00
10.00
11.00
28.3.
12.3.
14.00
15.00
29.3.
13.3.
14.00
15.00
30.3.
14.3.
14.00
15.00
31.3.
15.3.
14.00
15.00
15.00
13.00
12.00
15.00
18.3.
12.00
11.00
14.00
15.00
11.00
10.00
11.3.
17.3.
10.00
14.00
15.00
14.00
15.00
14.00
15.00
14.00
15.00
13.00
9.00 Uhr Führungen nur nach telefonischer Voranmeldung
www.wiener-staatsoper.at | [email protected]
Tel. (+43/1) 51444/2613, 2614 | Fax: (+43/1) 51444/2624. Änderungen vorbehalten.
www.wiener-staatsoper.at
N° 197
33
16.00
SPIELPLAN März 2016
01
Dienstag
19.30-22.30
Oper
ROMÉO ET JULIETTE | Charles Gounod
Dirigent: Marco Armiliato | Regie: Jürgen Flimm
Rebeka, Plummer, Wilson, Flórez, Osuna, Bermúdez, Dogotari, Pelz, Hong, Moisiuc, Shevchenko
Preise A
Oper live at home
02
Mittwoch
19.30-21.45
Ballett
ONEGIN | John Cranko – Peter I. Tschaikowski, arr. Stolze
Dirigent: James Tuggle
Tsymbal, Firenze, Peci, Kimoto, Forabosco
Zyklus
Ballett-Emotionen
Preise C
03
Donnerstag
19.30-22.15
Oper
IL BARBIERE DI SIVIGLIA | Gioachino Rossini
Dirigent: Marco Armiliato | Regie: Günther Rennert
Kolgatin, Šramek, Maximova, Caria, Green, Onishchenko, Ellen
Preise S
04
Freitag
19.00-21.30
Oper
ARIADNE AUF NAXOS | Richard Strauss
Dirigent: Cornelius Meister | Regie: Sven-Eric Bechtolf
Matić, Schmeckenbecher, S. Koch, Siegel, Ernst, Reiterer, Šramek, Fally, Stoyanova,
Walser, Osuna, Bankl, Dennis, Carroll, Frenkel, Wenborne
Abo 8
Preise S
05
Samstag
19.30-21.45
Ballett
ONEGIN | John Cranko – Peter I. Tschaikowski, arr. Stolze
Dirigent: James Tuggle
Tsymbal, Firenze, Peci, Kimoto, Forabosco
Preise C
06
Sonntag
18.30-21.00
Oper
Premiere
TRI SESTRI (DREI SCHWESTERN) | Péter Eötvös
Dirigent: Péter Eötvös | Dirigent des Bühnenorchesters: Jonathan Stockhammer
Regie: Yuval Sharon | Ausstattung: Esther Bialas | Licht und Video: Jason H. Thompson
Garifullina, Gritskova, Khayrullova, Jurenas, Daniel, Unterreiner, Bermúdez, Dumitrescu,
Kobel, Shevchenko, Pelz, Bridges, Xiahou
Preise P
Werkeinführung
07
Montag
19.00-21.30
Oper
ARIADNE AUF NAXOS | Richard Strauss
Dirigent: Cornelius Meister | Regie: Sven-Eric Bechtolf
Matić, Schmeckenbecher, S. Koch, Siegel, Ernst, Reiterer, Šramek, Fally, Stoyanova,
Walser, Osuna, Bankl, Dennis, Carroll, Frenkel, Wenborne
Abo 13
Preise S
CARD
08
Dienstag
19.00-22.15
Oper
AIDA | Giuseppe Verdi
Dirigentin: Simone Young | Regie: Nicolas Joel
Hong, Gubanova, Monastyrska, Sartori, Park, Piazzola, Osuna, Wenborne
Abo 2
Preise A
09
Mittwoch
KEINE VORSTELLUNG
10
Donnerstag
19.00-21.30
Oper
TRI SESTRI (DREI SCHWESTERN) | Péter Eötvös
Dirigent: Péter Eötvös | Dirigent des Bühnenorchesters: Jonathan Stockhammer
Regie: Yuval Sharon
Garifullina, Gritskova, Khayrullova, Jurenas, Daniel, Unterreiner, Bermúdez, Dumitrescu,
Kobel, Shevchenko, Pelz, Bridges, Xiahou
Abo 17
Preise G
Werkeinführung
11
Freitag
19.00-22.15
Oper
AIDA | Giuseppe Verdi
Dirigentin: Simone Young | Regie: Nicolas Joel
Hong, Gubanova, Monastyrska, Sartori, Park, Piazzola, Osuna, Wenborne
Verdi-Zyklus
Preise A
12
Samstag
11.00-12.30
Matinee
Gustav Mahler-Saal
KAMMERMUSIK DER WIENER PHILHARMONIKER 7
Günter Seifert (Violine), Milan Šetena (Violine), Wolf-Dieter Rath (Viola), Robert Nagy (Violoncello),
Christoph Wimmer (Kontrabass), Annika Gerhards (Sopran), Stephanie Houtzeel (Alt)
Werke von: W. A. Mozart (7 Orgelsonaten), G. B. Pergolesi (Stabat Mater)
Preise R
19.00-21.30
Oper
ARIADNE AUF NAXOS | Richard Strauss
Dirigent: Cornelius Meister | Regie: Sven-Eric Bechtolf
Matić, Schmeckenbecher, S. Koch, Siegel, Ernst, Reiterer, Šramek, Fally, Stoyanova,
Walser, Osuna, Bankl, Dennis, Carroll, Frenkel, Wenborne
Zyklus 4
Preise S
Sonntag
11.00-12.30
Studio Walfischgasse | Walfischgasse 4, 1010 Wien
PETER MATIĆ LIEST ARIADNE AUF NAXOS
Preise X
18.30-21.00
Oper
TRI SESTRI (DREI SCHWESTERN) | Péter Eötvös
Dirigent: Péter Eötvös | Dirigent des Bühnenorchesters: Jonathan Stockhammer
Regie: Yuval Sharon
Garifullina, Gritskova, Khayrullova, Jurenas, Daniel, Unterreiner, Bermúdez, Dumitrescu,
Kobel, Shevchenko, Pelz, Bridges, Xiahou
Abo 24
Preise G
CARD
Werkeinführung
14
Montag
19.00-22.15
Oper
AIDA | Giuseppe Verdi
Dirigentin: Simone Young | Regie: Nicolas Joel
Hong, Gubanova, Monastyrska, Sartori, Park, Piazzola, Osuna, Wenborne
Abo 15
Preise A
15
Dienstag
19.00-21.30
Oper
ARIADNE AUF NAXOS | Richard Strauss
Dirigent: Cornelius Meister | Regie: Sven-Eric Bechtolf
Matić, Schmeckenbecher, S. Koch, Siegel, Ernst, Reiterer, Šramek, Fally, Stoyanova,
Walser, Osuna, Bankl, Dennis, Carroll, Frenkel, Wenborne
Strauss-Zyklus
Preise S
16
Mittwoch
19.00-21.30
Oper
TRI SESTRI (DREI SCHWESTERN) | Péter Eötvös
Dirigent: Péter Eötvös | Dirigent des Bühnenorchesters: Jonathan Stockhammer
Regie: Yuval Sharon
Garifullina, Gritskova, Khayrullova, Jurenas, Daniel, Unterreiner, Bermúdez, Dumitrescu,
Kobel, Shevchenko, Pelz, Bridges, Xiahou
Zyklus 3
Preise G
Werkeinführung
13
GENERALSPONSOREN
WIENER STAATSOPER live at home
MAIN SPONSOR
TECHNOLOGY PARTNER
SPIELPLAN
17
Donnerstag
19.00-22.15
Oper
AIDA | Giuseppe Verdi
Dirigentin: Simone Young | Regie: Nicolas Joel
Hong, Gubanova, Monastyrska, Sartori, Park, Piazzola, Osuna, Wenborne
Abo 18
Preise A
18
Freitag
19.00-21.30
Oper
TRI SESTRI (DREI SCHWESTERN) | Péter Eötvös
Dirigent: Péter Eötvös | Dirigent des Bühnenorchesters: Jonathan Stockhammer
Regie: Yuval Sharon
Garifullina, Gritskova, Khayrullova, Jurenas, Daniel, Unterreiner, Bermúdez, Mitschke,
Kobel, Shevchenko, Pelz, Bridges, Xiahou
Abo 6
Preise G
Werkeinführung
Oper live at home
19
Samstag
Kinderoper in der Walfischgasse 4, 1010 Wien
15.00-16.15
PÜNKTCHEN UND ANTON | Iván Eröd
Kinderoper
Wiederaufnahme Regie: Matthias von Stegmann
Preise Z
19.30-22.00
Oper
LA BOHÈME | Giacomo Puccini
Dirigentin: Simone Young | Regie und Bühne: Franco Zeffirelli
Borras, Agresta, Arduini, Unterreiner, Green, Naforniţă, Šramek
Preise A
Sonntag
11.00-12.15
Kinderoper
Kinderoper in der Walfischgasse 4, 1010 Wien
PÜNKTCHEN UND ANTON | Iván Eröd
Regie: Matthias von Stegmann
Preise Z
18.00-20.45
Ballett-Premiere
LE CORSAIRE | Manuel Legris nach Marius Petipa u.a., Adolphe Adam u.a., arr. Igor Zapravdin
Dirigent: Valery Ovsianikov | Libretto und Dramaturgie: Manuel Legris und Jean-François Vazelle
Ausstattung: Luisa Spinatelli | Licht: Marion Hewlett
Konovalova, Yakovleva, Firenze, Mair, Tonoli, Zeisel, Gabdullin, Kourlaev, Dato
Zyklus
Ballett-Premieren
Preise B
Montag
17.30-18.30
Vortrag
Studio Walfischgasse | Walfischgasse 4, 1010 Wien
MUSIKALISCHE EINBLICKE IN PARSIFAL
Jendrik Springer (Klavier und Vortrag)
Preise X
19.00-21.45
Ballett
LE CORSAIRE | Manuel Legris nach Marius Petipa u.a., Adolphe Adam u.a., arr. Igor Zapravdin
Dirigent: Valery Ovsianikov | Esina, Hashimoto, Fogo, Mair, Tonoli, Zeisel, Shishov, Kimoto, Sosnovschi
Abo 16
Preise C
22
Dienstag
19.30-22.00
Oper
LA BOHÈME | Giacomo Puccini
Dirigentin: Simone Young | Regie und Bühne: Franco Zeffirelli
Borras, Agresta, Arduini, Unterreiner, Green, Naforniţă, Šramek
Preise A
23
Mittwoch
11.00-12.15
Kinderoper
Kinderoper in der Walfischgasse 4, 1010 Wien
PÜNKTCHEN UND ANTON | Iván Eröd
Regie: Matthias von Stegmann
Preise Z
19.00-21.45
Ballett
LE CORSAIRE | Manuel Legris nach Marius Petipa u.a., Adolphe Adam u.a., arr. Igor Zapravdin
Dirigent: Valery Ovsianikov | Hashimoto, Tonoli, Fogo, Ledán, Mair, Manolova, Cherevychko,
Kimoto, Costa
Preise C
CARD
24
Donnerstag
17.00-22.00
Oper
PARSIFAL | Richard Wagner
Dirigent: Adam Fischer | Regie: Christine Mielitz
Volle, Green, Struckmann, Gould, Daniel, Urmana, Helzel, Ko, Dennis, Jelosits, Roider,
Hong, Tonca, Hangler, Plummer, Gerhards, Wenborne, Kushpler
Zyklus 5
Preise N
25
Freitag
GESCHLOSSEN
26
Samstag
19.30-22.00
Oper
LA BOHÈME | Giacomo Puccini
Dirigentin: Simone Young | Regie und Bühne: Franco Zeffirelli
Borras, Agresta, Arduini, Unterreiner, Green, Naforniţă, Šramek
Preise A
27
Sonntag
17.00-22.00
Oper
PARSIFAL | Richard Wagner
Dirigent: Adam Fischer | Regie: Christine Mielitz
Volle, Green, Struckmann, Gould, Daniel, Urmana, Helzel, Ko, Dennis, Jelosits, Roider,
Hong, Tonca, Hangler, Plummer, Gerhards, Wenborne, Kushpler
Preise N
28
Montag
11.00-12.15
Kinderoper
Kinderoper in der Walfischgasse 4, 1010 Wien
PÜNKTCHEN UND ANTON | Iván Eröd
Regie: Matthias von Stegmann
Preise Z
16.00-18.45
Ballett
LE CORSAIRE | Manuel Legris nach Marius Petipa u.a., Adolphe Adam u.a., arr. Igor Zapravdin
Dirigent: Valery Ovsianikov | Konovalova, Hashimoto, Fogo, Ledán, Manolova, Shishov,
Sosnovschi, Szabó
Nachmittags­zyklus 1
Preise C
29
Dienstag
19.00-21.30
Oper
LA CLEMENZA DI TITO | Wolfgang Amadeus Mozart
Dirigent: Adam Fischer | Regie: Jürgen Flimm
Bruns, Gens, Fahima, Gritskova, Albano, Walser
Abo 4
Preise S
30
Mittwoch
17.00-22.00
Oper
PARSIFAL | Richard Wagner
Dirigent: Adam Fischer | Regie: Christine Mielitz
Volle, Green, Struckmann, Gould, Daniel, Urmana, Helzel, Ko, Dennis, Jelosits, Roider,
Hong, Tonca, Hangler, Plummer, Gerhards, Wenborne, Kushpler
Abo 12
Preise N
Oper live at home
31
Donnerstag
19.00-21.45
Ballett
LE CORSAIRE | Manuel Legris nach Marius Petipa u.a., Adolphe Adam u.a., arr. Igor Zapravdin
Dirigent: Valery Ovsianikov | Konovalova, Yakovleva, Firenze, Mair, Tonoli, Zeisel, Gabdullin,
Kourlaev, Dato
Abo 20
Preise C
20
21
PRODUKTIONSSPONSOREN
Barbara und Martin Schlaff
ROMÉO ET JULIETTE | LA CLEMENZA DI TITO
PÜNKTCHEN UND ANTON
KARTENVERKAUF FÜR 2015/ 2016
KARTENBESTELLUNGEN PER POST, FAX UND
ÜBER INTERNET
STEHPLÄTZE
Kartenbestellungen sind für alle Vorstellungen der Saison 2015/2016
möglich. Schriftliche Kartenbestellungen richten Sie bitte an das Bestellbüro der Wiener Staatsoper, Hanuschgasse 3, 1010 Wien, oder an
die Fax-Nummer (+43/1) 51444/2969. Nach erfolgter Kartenzuteilung
erhalten Sie eine Reservierungsbestätigung mit Angabe eines verbindlichen Zahlungstermins. Besitzer/innen einer bundestheater.at-CARD
mit Bankeinzug werden frühestens neun Wochen vor dem Vorstellungstermin mit dem Kartenpreis belastet. Ebenso sind ab sofort
Kartenbestellungen über Internet für alle Vorstellungen der Saison
2015/2016 möglich. Wählen Sie auf der Website www.wiener-staatsoper.
at unter „Spielplan“ die gewünschte Vorstellung sowie „Karten online
kaufen“ und übermitteln Sie uns online Ihren Reservierungswunsch
sowie die gewünschte Zahlungsmodalität. Nach erfolgter Kartenzuteilung erhalten Sie per e-Mail eine Reservierungsbestätigung mit Anga-
kasse verkauft. Der Zugang zur Stehplatzkasse befindet sich in der
be eines verbindlichen Zahlungstermins.
werden ab 80 Minuten vor Vorstellungsbeginn nur an der StehplatzOperngasse.
STEHPLATZBERECHTIGUNGSKARTE
Gegen Vorweis einer Stehplatzberechtigungskarte – erhältlich für die
Saison 2015/2016 zum Preis von E 70,- in der Kassenhalle, Operngasse 2, 1010 Wien – kann pro Vorstellung eine Stehplatzkarte auch
im Rahmen des Kartenverkaufes, spätestens jedoch bis 12 Uhr des
gewünschten Aufführungstages, erworben werden. Die Stehplatzberechtigungskarte gilt nicht bei geschlossenen Vorstellungen.
STEHPLATZSCHECKS FÜR BALKON UND
GALERIE
Zum Preis von E 80,- ist in der Kassenhalle, Operngasse 2, 1010 Wien,
ein Scheckheft mit insgesamt 50 Stehplatzschecks im Wert von E 150,-,
KASSENVERKAUF, INTERNET-VERKAUF UND
TELEFONISCHER VERKAUF
Der Kartenverkauf an den Kassen beginnt in der Regel jeweils zwei
Monate vor dem Vorstellungstag (z. B. am 1.9. für 1.11., am 30.9. für
30.11.). Die Vorstellungen vom 1. bis 30.9. werden jeweils vom 1. bis
30.5., die Vorstellungen vom 1. bis 31.10. jeweils vom 1. bis 30.6. verkauft. Analog dazu beginnt der Kartenverkauf über Internet auf der
Website der Wiener Staatsoper www.wiener-staatsoper.at sowie unter
www.culturall.com. Der telefonische Kartenverkauf für Inhaber/innen
von Kreditkarten (American Express, Diners Club, Visa, MasterCard,
Eurocard und JCB Card) beginnt analog dem Kassenverkauf, und zwar
unter Tel. (+43/1) 513 1 513 von Mo bis So: 10 bis 21 Uhr.
gültig für Balkon- und Galeriestehplätze für die Saison 2015/2016, erhältlich. Die Schecks können an der Abendkasse – von Besitzern/innen
einer Balkon- oder Galeriestehplatzberechtigungskarte auch im Vorverkauf – gegen die jeweils gewünschte Stehplatzkarte eingelöst werden. Die Stehplatzschecks sind übertragbar.
GUTSCHEINE
Opern-Geschenkgutscheine sind zu jedem beliebigen Wert erhältlich
und ab Ausstellungsdatum zwei Jahre gültig. Die Gutscheine können
an den Tageskassen oder unter www.wiener-staatsoper.at erworben
werden und sind für alle Vorstellungen der Staatsoper einlösbar.
BUNDESTHEATER.AT-CARD
Bonuspunkte pro Eintrittskarte einlösbar bei Bonuspunkte-Aktionen,
TAGESKASSEN
Kassenhalle der Bundestheater, Operngasse 2, 1010 Wien,
Information: Tel. (+43/1) 51444/7880; Tageskasse Volksoper Wien,
Währinger Straße 78, 1090 Wien, Tel. (+43/1) 51444/3318; Tageskasse
Burgtheater, Universitätsring 2, 1010 Wien, Tel. (+43/1) 51444/4440.
Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 8 bis 18 Uhr; Sa, So und Feiertag: 9 bis 12
Bevorzugung bei der Reihung für Standby-Tickets, Karten für Kurzentschlossene exklusiv für CARD-Besitzer/innen, Vergünstigungen für Inha­
ber/innen eines Staatsopern-Abonnements mit CARD mit Bankeinzug.
BALLETT-BONUS
Uhr; an den Advent-Samstagen: 9 bis 17 Uhr.
Um E 25,- erhalten Sie 15% Ermäßigung auf Vollpreiskarten für alle
KASSE IM FOYER / ABENDKASSE
und in der Volksoper Wien mit Ausnahme von Premieren und Sonder-
Ballettvorstellungen der Saison 2015/2016 in der Wiener Staatsoper
der Wiener Staatsoper, Herbert von Karajan-Platz, 1010 Wien, Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 9 Uhr bis zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn;
Sa: 9 bis 12 Uhr sowie an den Advent-Samstagen: 9 bis 17 Uhr. Sonnund Feiertag geschlossen. Die Abendkasse ist jeweils ab einer Stunde
veranstaltungen (max. 2 Karten pro Vorstellung). Der „Ballett-Bonus“
vor Vorstellungsbeginn geöffnet.
Für Bestellungen verwenden Sie bitte das Bestellformular im Zyklen-
für die Saison 2015/2016 ist an allen Bundestheaterkassen erhältlich.
ABONNEMENTS UND ZYKLEN
prospekt. Gerne steht Ihnen für weitere Informationen und Bestel-
KASSE UNTER DEN ARKADEN
lungen auch das Abonnementbüro der Wiener Staatsoper, Operngas-
im Gebäude der Wiener Staatsoper, Herbert von Karajan-Platz, 1010
Wien, Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 9 Uhr bis eine Stunde vor Vorstel-
se 2, 1010 Wien, Tel. (+43/1) 51444/2678, Fax: (+43/1) 51444/2679,
lungsbeginn; Sa: 9 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag geschlossen.
Mi: bis 18 Uhr, zur Verfügung.
KINDERERMÄSSIGUNG
VORVERKAUF WALFISCHGASSE
Für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr (Lichtbildausweis erforderlich) steht bei jeder Vorstellung – ausgenommen Premieren, am
31. Dezember sowie die Vorstellungen des Ring-Zyklus – ein Kontingent von maximal 100, mindestens jedoch 25 Kinderkarten zum Einheitspreis von E 15,- (unabhängig von der gewählten Preiskategorie)
zur Verfügung. Geben Sie bei Ihrer Bestellung die gewünschte Anzahl
von Kinderkarten an oder erwerben Sie Kinderkarten direkt beim
Kartenkauf. Bitte beachten Sie, dass die eigentliche Kinderkarte in
jedem Fall ausnahmslos nur am Tag der Vorstellung an der Abendkasse bis spätestens 20 Minuten vor Beginn bei tatsächlichem Vorstel-
Der Vorverkauf für Kindervorstellungen in der Walfischgasse 4, 1010
Wien, beginnt einen Monat vor der ersten Vorstellung einer Aufführungsserie. Der Vorverkauf für die anderen Veranstaltungen beginnt
lungsbesuch des Kindes ausgefolgt werden kann.
KARTEN FÜR KURZENTSCHLOSSENE
Sollten für eine Vorstellung Restkarten verfügbar sein, so haben bundestheater.at-CARD Besitzer/innen exklusiv die Möglichkeit, einen Teil
dieser Karten (max. 4 Karten pro CARD und Vorstellung) zum Einheitspreis von E 47,- am Tag vor der Vorstellung an den Tageskassen in der
Zeit von Mo bis Fr: 9 bis 14 Uhr, Sa, So und Feiertag: 9 bis 12 Uhr, sowie
an der Kasse im Foyer der Wiener Staatsoper und in der Info unter den
Arkaden, Mo bis Fr: 9 bis 14 Uhr, Sa: 9 bis 12 Uhr, zu erwerben. Ob und
wie viele Karten für Kurzentschlossene verfügbar sind, wird unter
Tel. (+43/1) 51444/2950 bekannt gegeben.
36
N° 197
e-Mail: [email protected], von Mo bis Fr: 9 bis 15 Uhr,
jeweils zwei Monate vor dem Vorstellungstag.
INFORMATIONEN
Tel. (+43/1) 51444/2250, 7880 | Internet: www.wiener-staatsoper.at
ORF-Teletext: Seite 407 | Änderungen vorbehalten.
IMPRESSUM
Wiener Staatsoper – Direktion Dominique Meyer
Saison 2015/2016, Prolog März 2016
Erscheinungsweise monatlich | Redaktionsschluss 18.02.2016
Redaktion: Andreas Láng, Oliver Láng, Oliver Peter Graber, Iris Frey
Tel. +43 (1) 51444-2311 | e-Mail: [email protected]
Grafik: Irene Neubert
Bildnachweise: Michael Pöhn (S. 10, 12, 15, 17, 20, 21, 28),
Marco Borggreve (Cover, S. 4), Casey Kringlen (S. 8),
Casanova Sorolla (S. 14), Markus Thums (S. 18),
Lois Lammerhuber (S. 27), Richard Wagner Museum Bayreuth (S. 30),
Axel Zeininger (S. 31), alle anderen unbezeichnet
bzw. Archiv der Wiener Staatsoper
Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber:
Wiener Staatsoper GmbH, Opernring 2
Herstellung: Agensketterl Druckerei GmbH
www.wiener-staatsoper.at
ABOS UND ZYKLEN
Abo 2 8. März, 19.00-22.15
Abo
6
2. Oktober,
19.00-21.45
AIDA
DON QUIXOTE
Giuseppe
Verdi
Nurejew-Minkus
Abo
4
29.
März, 19.00-21.30
LA CLEMENZA DI TITO
16. Oktober,
19.30-22.15
Abo 8 Wolfgang
Amadeus
Mozart
Abo 6 THE
TEMPEST
18. März, 19.00-21.30
Thomas
Adès
TRI SESTRI
Péter Eötvös
Abo 9 21. Oktober, 19.00-22.00 Abo 8 4. März, 19.00-21.30
MACBETH
ARIADNE AUF NAXOS
GiuseppeStrauss
Verdi
Richard
Abo
März, 17.00-22.00
Abo 12
12 30.
7. Oktober,
19.00-22.00
PARSIFAL
MACBETH
Richard Wagner
Giuseppe
Verdi
Abo
13. 7.
März, 19.00-21.30
ARIADNE AUF NAXOS
Abo 13 19. Oktober, 19.00-22.30
Richard Strauss
ANNA BOLENA
Abo 15 14. März, 19.00-22.15
Gaetano Donizetti
AIDA
Giuseppe Verdi
Abo 16 12. Oktober, 19.30-22.15
Abo 16 21. März 19.00-21.45
THE TEMPEST
LE CORSAIRE
Thomas
AdèsPetipa
Legris
nach
Abo
März, 19.00-21.30
Abo 17
17 10.
1. Oktober,
19.30-21.45
TRI SESTRI
L’ELISIR D’AMORE
Péter Eötvös
Gaetano Donizetti
Abo 18 17. März, 19.00-22.15
AIDA
Abo 18 8. Oktober, 19.00-21.45 Giuseppe Verdi
MADAMA BUTTERFLY
Abo 20 31. März, 19.00-21.45
Giacomo Puccini
LE CORSAIRE Abo 22 Legris
nach Petipa
11. Oktober,
19.00-21.45 Abo
24 13.
März, BUTTERFLY
18.30-21.00
MADAMA
TRI SESTRI
Giacomo
Puccini
Péter
Eötvös
Zyklus
19.00-21.30
Abo 24 3
16.
18. März,
Oktober,
19.30-22.15
TRI
Péter Eötvös
THESESTRI
TEMPEST
Zyklus
4 12.
März,
19.00-21.30
Thomas
Adès
ARIADNE AUF NAXOS
Mozart-Zyklus
Richard
Strauss
Zyklus
5
24.
März,
17.00-22.00
30. Oktober,
19.00-22.15
PARSIFAL
DON GIOVANNI
Richard Wagner
Wolfgang Amadeus Mozart
Verdi-Zyklus Donizetti-Zyklus
11. März, 19.00-22.15 AIDA
23. Oktober, 18.30-22.00
Giuseppe Verdi
ANNA BOLENA
Strauss-Zyklus
Gaetano
15.
März,Donizetti
19.00-21.30
ARIADNE AUF NAXOS
Nachmittags-Zyklus 2
Richard Strauss
26. Oktober, 16.00-19.15
Nachmittagszyklus 1
DON
GIOVANNI
28.
März,
16.00-18.45
Wolfgang
Amadeus
LE
CORSAIRE
Mozart
Legris nach Petipa
Zyklus Ballett-Premieren
Zyklus Ballett-Premieren
29. März,
Oktober,
19.30-22.30
20.
18.00-20.45
LE
CORSAIRE
THOSS
| WHEELDON | ROBBINS
Legris nach Petipa
Zyklus Ballett-Emotionen
Ballett-Familie
Zyklus
6. März,
Oktober,
19.00-21.45
2.
19.30-21.45
ONEGIN
DON QUIXOTE
Cranko-Tschaikowski
Nurejew-Minkus
Mittwoch, 30. März 2016, 17.00 Uhr
RICHARD WAGNER
GR ATIS
LIVEM
STREA
PARSIFAL
BÜHNENWEIHFESTSPIEL IN DREI AUFZÜGEN
Dirigent: Adam Fischer | Regie: Christine Mielitz
Amfortas. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Titurel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Gurnemanz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Parsifal. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Klingsor.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Kundry.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Erster Knappe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zweiter Knappe.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Dritter Knappe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Vierter Knappe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Erster Gralsritter. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Zweiter Gralsritter. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Erstes Blumenmädchen 1. Gruppe. . . . . . . . . . . .
Zweites Blumenmädchen 1. Gruppe. . . . . . . . . .
Drittes Blumenmädchen 1. Gruppe. . . . . . . . . . .
Erstes Blumenmädchen 2. Gruppe. . . . . . . . . . . .
Zweites Blumenmädchen 2. Gruppe. . . . . . . . . .
Drittes Blumenmädchen 2. Gruppe. . . . . . . . . . .
Stimme von oben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Michael Volle
Ryan Speedo Green
Falk Struckmann
Stephen Gould
Boaz Daniel
Violeta Urmana
Ulrike Helzel
Hyuna Ko
Joseph Dennis
Peter Jelosits
Michael Roider
Il Hong
Ileana Tonca
Regine Hangler
Margaret Plummer
Annika Gerhards
Caroline Wenborne
Zoryana Kushpler
Zoryana Kushpler
Orchester der Wiener Staatsoper | Chor der Wiener Staatsoper
Bühnenorchester der Wiener Staatsoper | Extrachor der Wiener Staatsoper
Kinder der Opernschule der Wiener Staatsoper | Studierende der Ballettakademie der Wiener Staatsoper
Als Livestream auf staatsoperlive.com und www.theoperaplatform.eu
GENERALSPONSOREN
WIENER STAATSOPER live at home
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Österreichische Post AG / Sponsoring./ Post 13Z039653 S
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Normverbrauch kombiniert: 5,3 – 5,5 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 122 – 127 g/km, Symbolfoto.
The new RX
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