UnterfUnktion der SchilddrüSe

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Unterfunktion
der Schilddrüse
medimerck.at
(Hypothyreose)
Die häufigsten Fragen und Antworten zur Therapie
Wesentlich ist eine gute Einstellung, das heißt, die für
Sie richtige Hormondosis zu finden. Das kann einige Wochen bis Monate dauern. Wenn die Dosis zu hoch liegt,
können die Beschwerden einer Schilddrüsenüberfunktion
auftreten, z.B. Herzklopfen, Schlaflosigkeit, übermäßiges
Schwitzen, Gewichtsverlust etc. Diese Beschwerden bilden sich aber nach Verringerung der Dosis wieder zurück.
Bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung muss die Einstellung vorsichtig erfolgen.
Wenn Sie über diese Informationen hinaus individuelle
Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Merck GesmbH
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März 2017 AT/EUT/0816/0004(1)
Welche Nebenwirkungen können bei
der Therapie mit Schilddrüsenhormonen
auftreten?
Wie stellt mein Arzt die Diagnose?
Ihr Arzt wird Sie zunächst nach typischen Symptomen
fragen:
Was ist eine Hypothyreose
und wie entsteht sie?
Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
gibt die Schilddrüse zu wenig Hormone ins Blut ab.
Dadurch laufen die Stoffwechselprozesse immer langsamer ab.
Es gibt verschiedene Ursachen für eine Unterfunktion
der Schilddrüse. Die häufigste ist eine Schilddrüsen­
entzündung (Thyreoiditis). Bei der chronischen Schilddrüsenentzündung, auch Hashimoto-Thyreoiditis, bildet
der Organismus Antikörper gegen die hormonproduzierenden Zellen der Schilddrüse. Es kommt zur Zerstörung des Schilddrüsengewebes und zur Schilddrüsen­
unterfunktion. Die einzige Behandlung ist die meist
lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormonen.
Weitere Ursachen für eine Unterfunktion sind eine
Operation der Schilddrüse oder eine Radiojodbehand­lung. Je nach Eingriff kann die Schilddrüse danach meist
nur noch eingeschränkt oder gar keine Hormone mehr
produzieren. Gegebenenfalls ist hier ein lebenslanger
Ausgleich des Hormonmangels mit Schilddrüsen­hor­
mon-­Tabletten notwendig.
Eine Unterfunktion kann auch
angeboren sein. Manche Neugeborene haben
eine zu kleine oder auch gar keine Schilddrüse. Die
Ursache dafür ist noch nicht vollständig erforscht.
• Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen
• Trockene, kühle Haut, blass und gelblich
• Aufgedunsenes Gesicht, Hände und Füße
• Struppiges Haar, Haarausfall, brüchige Nägel
• Heisere Stimme, langsame Sprechweise
• Verdickung der Zunge
• Vergrößerte Schilddrüse
• Gewichtszunahme
• Kälteunverträglichkeit, Frieren
• Depression
• Erhöhtes Schlafbedürfnis
• Verstopfung
• Muskelsteife, Muskelschmerzen
• Zyklusstörungen
Durch den Mangel an Schilddrüsenhormonen versucht
die gesunde Hirnanhangsdrüse durch die Abgabe des
Schilddrüse-stimulierenden Hormons (TSH) die Schilddrüse zur Produktion von Hormon anzuregen.
Bei einer Hypothyreose ist der TSH Wert immer erhöht,
die Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 sind erniedrigt.
Um die Ursache der Hypothyreose zu finden, werden im
Blut auch Antikörper bestimmt.
Weitere Untersuchungen wie Ultraschall (Sonographie),
Szintigraphie (bildgebende Untersuchung) und Feinnadelpunktion (Entnahme und Untersuchung von Schilddrüsengewebe) können eventuell notwendig werden.
Welche Behandlungsmöglichkeiten
gibt es?
Je nach Ausprägung der Hypothyreose müssen die
fehlenden Hormone in Form von Tabletten regelmäßig
eingenommen werden. Ihr Arzt bestimmt die richtige
Dosis abhängig vom Grad der Unterfunktion und
Ihrem Befinden. Die Therapie muss meist das ganze
Leben beibehalten werden.
Der Hormonspiegel sollte regelmäßig kontrolliert werden, spätestens alle 12 Monate.
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