Unterrichtsvorschläge Rohstoffe

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Rohstoffe
Unsere Rohstoffe werden knapp. Der Run auf noch nicht entdeckte Erdöl- und Erdgasfelder und
neue Ressourcen lassen sich die Global Players Milliarden kosten.
1. Zur Auswahl der Inhalte
Thematisiert wird die Erforschung und Gewinnung neu entdeckter mineralischer Ressourcen wie
Manganknollen, Methanhydrat, Minerale von schwarzen Rauchern. Da die Erdöl- und Erdgasfelder in „Reichweite“ beinahe ausgebeutet sind, müssen Tiefseebohrungen gemacht werden, wie
im Beispiel Angola. Erläutert werden nicht nur die ökologischen Folgen, sondern auch die sozialen
und wirtschaftlichen Probleme für das exportierende Land. Mit dem zunehmenden Interesse an
den neuen Ressourcen stellt sich auch die Frage der Zugehörigkeit des Seebodens. Wem gehört
der Meeresboden? Wer darf ihn nutzen? Die Rohstoffgewinnung als Tätigkeitsfeld wird anhand
eines Arbeiterberichts von einer Bohrplattform abgedeckt. Um Menschen in der Natur-, und den
Umgang mit ökologischen Problemen geht es in den Quellen und Aktivitäten zur „Exxon Valdez“.
Eine positivere Perspektive bieten die regenerativen Energien wie Gezeiten-, Strömungs-, Wellenund Windkraft.
2. Kompetenzen
S + S können relevante Informationen aus Filmmaterialien entnehmen.
S + S kennen vier Beispiele für eine regenerative Energiegewinnung aus dem Meer.
S + S können anhand eines Beispiels erklären, wie die regenerative Energie gewonnen wird.
S + S erkennen, welche ökologischen, politischen und sozialen Folgen eine Ölkatastrophe haben
kann.
S + S erkennen anhand eines Experiments, warum sich auf dem Wasser Ölteppiche bilden können.
3. Materialien
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Q1: Rohstoffe – wem gehört das Meer? (DVD im Medienpaket)
Q2: Exxon Valdez
Q3: Ölkatastrophe Exxon Valdez
Q4: Arbeit auf der Bohrinsel
Q5: Regenerative Energie
A1: Rohstoffe aus dem Meer
A2: Exxon Valdez
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
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A3: Experiment – Öl und Benzin auf dem Wasser
A4: Arbeit auf der Bohrinsel
A5: Regenerative Energie
4. Unterrichtsvorschläge „goldener Weg“
Hier wird ein möglicher Unterrichtsverlauf vorgeschlagen. Verschiedene andere Wege sind
selbstverständlich auch denkbar.
A: Erdölgewinnung auf einer Bohrinsel
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Video der Sendung Einstein, SF, zum Erdöl und Erdölgewinnung auf einer Bohrinsel
(siehe Videoportal des SF)
Q4: Arbeit auf der Bohrinsel
A4: Arbeit auf der Bohrinsel
B: Ölkatastrophen und ihre ökologischen und wirtschaftlichen Folgen
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Q2: Achim Reichel – Exxon Valdez (www.youtube.com)
A2: Exxon Valdez
A3: Experiment – Öl und Benzin auf dem Wasser
Es bietet sich an die Ölkatastrophe von Exxon Valdez mit neueren Ölkatastrophen (Bsp. Deepwater Horizon) zu vergleichen, welche die Schüler und Schülerinnen aus den Medien kennen.
C: Neue Ressourcen aus dem Meer
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Q1: Rohstoffe - Wem gehört das Meer?
A1: Rohstoffe aus dem Meer
D: Regenerative Energie
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Q5: Regenerative Energie
A5: Regenerative Energie
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
5. Quellen
Feddern, Jörg (2009): Öl-Unfall der Exxon Valdez, 20 Jahre danach: Verseuchte
Küsten und kaum Entschädigung. Greenpeace, Hamburg.
Reichel, Achim (1996): Exxon Valdez. Gorilla-Musik-Verlag GmbH. Tangram/Achim Reichel Musikproduktion.
Woodward, John, (2007: )Ozeane, Atlas der Meere. Woodward, Dorling Kindersley, München.
Zierul, Sarah (2009): Wem gehört das Meer? Wettlauf um die letzten Rohstoffe. UAP, Leipzig.
Q1: Rohstoffe – Wem gehört das Meer? Sequenzierung von J. Megert
Q2: Liedtext von Exxon Valdez – Transkription von J. Megert
Q3: Ölkatastrophe von Exxon Valdez, Text von Greenpeace
Q4: Arbeit auf der Bohrinsel, Idee/Text von H. Weber, nach: Eck, Helmut (1999): Mensch und
Raum. Ausgabe Schweiz, Band 1. Cornelsen Verlag, Berlin.
Q5: Regenerative Energie – Idee/Text von H. Weber, Zusammenstellung von J. Megert
A1: Rohstoffe aus dem Meer – Idee/Zusammenstellung von D. Hans und J. Megert
A2: Exxon Valdez – Idee/Zusammenstellung von D. Hans und J. Megert
A3: Experiment (Öl und Benzin auf dem Wasser) – Idee/Zusammenstellung von J. Megert
A4: Arbeit auf der Bohrinsel – Text/Idee von H. Weber, Zusammenstellung von J. Megert
A5: Regenerative Energie – Text und Idee von H. Weber, Zusammenstellung von J. Megert
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
6. Verweise auf weiterführendes Material
Hutchinson et al. (2010): Kapitel Nordsee. Atlas der Ozeane. National Geographic,
Hamburg. (Im Medienpaket enthalten)
Woodward, John (2010): Kapitel Minerale. Atlas der Ozeane. National Geographic, Hamburg. (Im
Medienpaket enthalten)
Woodward, John (2010): Kapitel Erdöl und Erdgas. Atlas der Ozeane. National Geographic, Hamburg. (Im Medienpaket enthalten)
Woodward, John (2008): Kapitel Minerale im Ozean. Ozeane. Dorling Kindersley, München. (Im
Medienpaket enthalten)
7. Internetlinks
Jasella UG (2012): http://www.enerdream.de/oekostrom/wasserkraft-das-baendigen-derurgewalt/4-wellenkraftwerke-das-zaehmen-wilder-kraefte.html (Zugriff: 18.10.2012)
LSW LandE-Stadtwerke Wolfsburg GmbH & Co. (2005):
http://www.lsw.de/schulportal/CMS/Default.aspx?cs=A99BFCFA-7DAA-4e7a-8AFD8E482E58BD03&csid=1032&ch=4 (Zugriff 18.10.2012)
McKenzie, Funk (2009): http://www.nationalgeographic.de/reportagen/topthemen/2009/wemgehoert-das-oel-am-pol, Hamburg. (Zugriff: 18.10.2012)
Seabased AB (2009): www.seabased.com (Zugriff: 18.10.2012)
Spiegel Online GmbH (diverse): http://www.spiegel.de/thema/exxon_valdez/ (Zugriff:
18.10.2012)
Strom Online (2012): http://www.strom-online.ch/windkraftwerk.html (Zugriff. 18.10.2012)
n-tv.de (2012): http://www.n-tv.de/mediathek/videos/panorama/Gruener-Strom-aus-dem-Meerarticle396987.html (Zugriff: 18.10.2012)
Total (2012): http://www.total.com/en/energy-expertise (Zugriff: 18.10.2012)
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
Q1: Film „Rohstoffe – wem gehört das
Meer?“
Übersicht
Der Film behandelt die Ausbeutung der Rohstoffe in der Tiefsee und zeigt auf, wie die Erkenntnisse der Forschung für die Industrie genutzt werden können. Verschiedene Projekte werden
vorgestellt, z.B.- die Erdölförderung vor der Küste Angolas unter der Leitung des Konzerns „Total“. Weitere Energiequellen, die thematisiert werden, sind Schwarze Raucher, Manganknollen
und Methanhydrat. Des Weiteren wird die Problematik fehlender Grenzverläufe auf Hoher See
aufgezeigt und welche Konsequenzen die Ausbeutung der Rohstoffe mit sich bringen können.
Sequenzen aus „Rohstoffe – wem gehört das Meer?“
Gruppenthema
Sequenz
00:00 – 02:10
Inhalt
Einstieg (Lebewesen und Ressourcen der Tiefsee,
Konzerne und Technik)
Forscher vor Neuseeland suchen nach Bodenschätzen
(Schwarze Raucher, Rohstoffversorgung für Europa)
Angola: Erdöl vor der Küste in der Tiefsee
(französische Firma)
Deutsche Firmen: Manganknollen aus der Tiefsee
Schwarze Raucher
02:10 – 05:03
Erdöl
05:03 – 08:20
Mangan
08:20 – 11:36
Methanhydrat
11:36 - 13:50
Schwarze Raucher
13:50- 17:42
Japan/Korea: Streit um Inseln (Methanhydrat =
Erdgas)
Neuseeland: Schwarze Raucher
Erdöl
17:42 - 24:03
Angola/Frankreich: Erdölgewinnung in der Tiefsee
Mangan
24:03 – 27:21
Deutsche Firmen: Manganknollen
Schwarze Raucher
27:21 – 30:29
Neuseeland: Schwarze Raucher
Erdöl
30:29 - 34:46
Nordpol: Erdöl und Erdgas
Erdöl
36:12 – 39:20
Angola/Frankreich: Erdölgewinnung
39:20 – 42:51
Geopolitik: USA vor der Westküste Afrikas, Internationaler Seegerichtshof, Zukunft des Meeresbodens
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
Q2: Lied von Achim Reichel „Exxon Valdez“
John Hazlewood, wer ist John Hazlewood, John Hazlewood war Kapitän auf einem Supertanker
Und weil das für ihn ein harter Job war trank er
ihm zur Seite zwanzig Mann der billigen Sorte Arbeitskräfte finsterer Meute
Wer wollte so was Besatzung nennen; nur drei waren erfahrene Seeleute
Die Exxon Valdez war sein Schiff, das zweitmodernste seiner Flotte
Und auf der Hightech-Computer-Kommandobrücke tanzte um die Lampe eine einsame Motte
Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez
Draußen über den Fjorden, den Bergen und Gletschern war der Polarhimmel sternenklar
Es sollte die letzte Nacht werden, in der ein Paradies noch 'unberührt war
Mit dreitausend Pferdestärken schieben schnaubend die Motor'n
Ein Schiff so groß wie zehn Häuserblocks, vollgepumpt mit Rohöl
Und in der Offiziersmesse kommt die Zeit für Whiskey on the rocks - schenk ein.
Wir ändern den Kurs, sprach der Kapitän, eine Abkürzung sollte es werden
Und am Ende wurde aus einem himmlischen Winkel am Ende der Welt die Hölle auf Erden
Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez
Der Kapitän schreckt hoch aus seinem Rausch und erwacht auf gestrandetem Schiff
Volle Kraft zurück, doch es war zu spät , Alarm, Havarie auf dem Blye-Riff
Aus dem Bauch des geborstenen Tankers erbricht sich die Ölpest im schwarzen Gewand
Und dehnt sich aus zu einem schwimmenden Teppich so groß wie das Meer zwischen Norwegen
und England
Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez
Der Gouverneur von Alaska erklärt den Prinz-William-Sund zum Katastrophengebiet.
Hunderttausende von verendenden Tieren treiben an die verseuchten Ufer der einst schneeweissen Küsten. Dieses ist die grösste Umweltkatastrophe Amerikas.
Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez
Ein Ölkonzern hat Ärger nicht gern.
Und erklärt: wir werden für alles bezahlen; nur kein Geschreie
Und im Gerichtssaal von Ancorage sprach der Richter den Konzern von Bestrafung frei.
Beschlossen und verkündet - im Namen des Geldes
Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez
Mit dreitausend Pferdestärken schieben schnaubend die Motor'n
Ein Schiff so groß wie zehn Häuserblocks, vollgepumpt mit Rohöl
Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez, Exxon Valdez
Quelle: Reichel, Achim (1996): Exxon Valdez. Gorilla-Musik-Verlag GmbH. Tangram/Achim Reichel Musikproduktion.
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
Q3: Öl-Katastrophe „Exxon Valdez“
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
Quelle: Jörg Feddern (2009): Öl-Unfall der Exxon
Valdez, 20 Jahre danach. Greenpeace, Hamburg.
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
Q4: Arbeiten auf einer Bohrinsel
Henrik Hamsun, ein 34-jähriger Norweger, erzählt von seinem Leben und den harten Arbeiten auf
einer Bohrinsel:
„Am Montagmorgen früh geht es los. Ich warte mit über 20 anderen Kameraden auf den Grossraumhelikopter, der uns von Stavanger zu unserer Bohrinsel bringt. Nach einem einstündigen Flug
erreichen wir die Landeplattform. An diesem Morgen ist es kalt und es regnet in Strömen. Ein Orkan tobt über der Nordsee und etwa 30 Meter tiefer klatschen grosse Wellen an die Standbeine
der Plattform. Mein Arbeitsplatz befindet sich mit einigen Kollegen beim Bohrturm. Mit einem
Kran hebe ich 30 Meter lange Rohrstücke senkrecht auf den Bohrtisch. Meine Kollegen schrauben
die Rohre zusammen. Am Ende des Gestänges, in bereits mehreren 100 Metern Tiefe, befindet
sich der Bohrkopf. Danach beginnt der Bohrtisch sich zu drehen und mit ihm das Gestänge mit
dem Bohrkopf. Dieser frisst sich langsam in die Tiefe. Damit wir auf Erdöl treffen, müssen wir etwa
3000 Meter tief bohren. Wenn sich der Bohrkopf festklemmt oder seine „Zähne“ aus Diamant abgeschliffen sind, müssen wir das gesamte Gestänge wieder hochziehen. Dabei muss jedes einzelne
Rohr abschraubt, der Bohrkopf ersetzt und das ganze Gestänge wieder zusammenschraubt und
ins Bohrloch einführt werden. Unsere Arbeit auf der Plattform ist sehr hart und anstrengend, aber
auch gefährlich. Die Ölschmiere, der Gestank und heftige Winde erschweren das Arbeiten und zudem bebt die ganze Plattform wegen der Wellen. Dies macht das Zusammenschrauben der Rohre
noch schwieriger. Unsere Arbeit wird nur durch kurze Pausen unterbrochen. Wir arbeiten 12 Stunden, bis wir abgelöst werden und haben dann ebenso lang frei. Es wird viel getan um die Freizeitmöglichkeiten so angenehm wie möglich zu gestalten. Es gibt dort Billard-, Fitness- Lese- und
Fernsehräume. Jeder Mitarbeiter der Ölbohrinselbesatzung teilt sich ein Zimmer mit einem Kameraden. Am nächsten Morgen geht die harte, aber gut bezahlte Arbeit weiter. Nach jedem Arbeitseinsatz von 16 Tagen fliegen wir wieder nach Stavanger und machen 24 Tage Urlaub. Danach
geht es wieder zurück zur Plattform.“
Quelle: abgeändert von H. Weber nach: Eck, Helmut (1999): Mensch und Raum. Ausgabe
Schweiz, Band 1. Cornelsen Verlag, Berlin.
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
Typen von Bohrinseln
Vor rund 150 Jahren wurde
im Osten der USA das erste
Erdöl aus einer Tiefe von
21 Metern gefördert. Heute wird bis 8000 Meter tief
nach Erdöl gebohrt. 1965
fand man auch unter der
Nordsee Lagerstätten von
Erdöl. Nach Suchbohrungen wurden hohe und
stabile Förderplattformen
gebaut. Die Gewinnung
war jedoch sehr schwierig,
da die Nordsee ein sehr
stürmisches Meer ist und
die Wellen bei Orkanstärke
bis 30 Meter hoch werden
können.
Legende: 1 Bohrschiff, 2 Halbtauchende Bohrinsel, 3 Gross-Standinsel, 4 Hubinsel, 5 Standinsel
© H. Weber, basierend auf einer Grafik des Instituts für Weltkunde in Bildung und Forschung WBF
Bohrturm auf hoher See. © Siemens
Pressebild
Arbeit auf dem Bohrturm. © Lücke
Info Verlag GBR
Arbeit auf dem Bohrturm. ©
Lücke Info Verlag GBR
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Q5: Regenerative Energien - Windenergie
Die Erschliessung der Windenergie ist bereits sehr fortgeschritten. Die
meisten Windenergieprojekte wurden bisher in Grossbritannien, Dänemark, den Niederlanden, Deutschland und Schweden realisiert. Baute
man sie zu Beginn dieses Jahrhunderts noch in Küstennähe in Wassertiefen von 2 bis 6 Metern, so werden die Türme der Anlagen inzwischen in
mehr als 40 Metern Wassertiefe im Meeresboden verankert.
Offshore-Windanlage. © Siemens-Pressebild
Weitere Quellen aus dem Medienpaket:
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Hutchinson et al. (2009): Atlas der Ozeane. National Geographic, Hamburg. S. 36 (Kapitel Wind) und
S. 87 (Kapitel Ostsee)
Woodward, John (2008): Ozeane. Dorling Kindersley, München. S. 44-45 (Kapitel Wind und Wellen)
Woodward, John (2007): Ozeane, Atlas der Meere. Dorling Kindersley, München. S. 14-15 (Kapitel
Wind und Wellen)
Sonstige Quellen: Atlas, Internet
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
Q5: Regenerative Energie - Wellenenergie
Für die Gewinnung elektrischen Stroms kann die Energie von Meereswellen
genutzt werden. Geeignete Standorte in Europa sind Grossbritannien, Spanien, Portugal, Irland und Norwegen. Die Wellenkraftwerke können auf
unterschiedliche Art die Energie gewinnen. Im spanischen Mutriku wurde
2011 das erste kommerzielle Wellenkraftwerk in Betrieb genommen. Der
Strom, der dort erzeugt wird, reicht aus um 250 Haushalte zu versorgen.
Wellenenergie
© Kraftwerke Turbine waveenergy
berlin.
Grafik: Sophie Alex, www.xxalex.de
Beschreibung: www.waveenergy.de
Weitere Quellen aus dem Medienpaket:
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Hutchinson et al. (2009): Atlas der Ozeane. National Geographic, Hamburg. S. 38-39 (Kapitel Wellen)
Woodward, John (2008): Ozeane. Dorling Kindersley, München. S. 44-45 (Kapitel Wind und Wellen)
Woodward, John (2007): Ozeane, Atlas der Meere. Dorling Kindersley, München. S. 14-15 (Kapitel Wind und Wellen)
Sonstige Quellen: Atlas, Internet
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
Q5: Regenerative Energie - Gezeitenenergie
Gezeitenkraftwerke arbeiten ähnlich wie die Kraftwerke an einem Stausee, mit
dem Unterschied, dass die Wassermassen nicht bergab fliessen, sondern durch
Ebbe und Flut hin und her bewegt werden. Seit 1967 speist das erste kommerziell genutzte Gezeitenkraftwerk an der bretonischen Küste Strom ins Netz. An
der englisch-französischen Küste des Ärmelkanals gab es bereits früher Gezeitenmühlen, die den Tidenhub nutzten, um Mühlsteine und andere Maschinen
anzutreiben.
Gezeitenkraftwerk bei St. Malo. © H. Weber, eigene Darstellung
Gezeitenkraftwerk bei St. Malo. © Planet Schule
Weitere Quellen aus dem Medienpaket:
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Hutchinson et al. (2009): Atlas der Ozeane. National Geographic, Hamburg. S. 44-45 (Kapitel Gezeiten)
Woodward, John (2007): Ozeane, Atlas der Meere. Dorling Kindersley, München. S. 12-13 (Kapitel
Gezeiten
Woodward, John (2008): Ozeane. Dorling Kindersley, München. S. 46-47 (Kapitel Gezeiten)
Sonstige Quellen: Atlas, Internet
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
Q5: Regenerative Energie – Strömungsenergie
Die Energiegewinnung mithilfe von Meeresströmungen funktioniert durch
Unterwasserrotoren, die durch die Wasserbewegung angetrieben werden.
Je nach Strömung lassen sich die Anstellwinkel der Rotoren variieren. Die
Meeresströmung kann bei Strömungsgeschwindigkeiten ab 2 m/s wirtschaftlich genutzt werden. Geeignete Standorte sind u.a. der KuroshioStrom in Japan, die Cook-Strait in Neuseeland, der Benguela-Strom vor der
Ostküste Afrikas und die Meerengen bei Florida, Gibraltar und Messina.
Projektzeichnung eines Strömungskraftwerkes (Marine
Current Turbines) © maribus GmbH
Weitere Quellen aus dem Medienpaket:
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Hutchinson et al. (2009): Atlas der Ozeane. National Geographic, Hamburg. S. 30-31 (Kapitel
Strömungen und Zirkulation)
Woodward, John (2007): Ozeane, Atlas der Meere. Dorling Kindersley, München. S. 10-11 (Kapitel Meeresströme)
Woodward, John (2008): Ozeane. Dorling Kindersley, München. S. 48-49 (Kapitel Oberflächenströmungen) und S. 52-53 (Kapitel Tiefenströmungen)
Sonstige Quellen: Atlas, Internet
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
Q5: Regenerative Energie – Übersicht
© Die Zeit
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
A1: Rohstoffe aus dem Meer
Im Klassenverband siehst du den Film „Wem gehört das Meer? Wettlauf um die letzten Rohstoffe“. Mit den Informationen aus dem Film sowie zusätzlichem Material wie Büchern und Internetquellen bereitest du dich in deiner Expertengruppe auf eine Diskussion in einer Kleingruppe vor.
Du musst dich so vorbereiten, dass du den jeweiligen Standpunkt überzeugend vertreten kannst.
Vorgehen:
1. Die Klasse wird von der Lehrperson in folgende Gruppen unterteilt:
• Erdöl
• Manganknollen
• Methanhydrat
• Schwarze Raucher
2. Innerhalb einer Gruppe gibt es die untenstehenden Rollen. Teilt sie unter euch selber auf oder lost sie aus:
• Erdöl (Meeresforschung, Industriekonzern, Naturschutz, Seebodenbehörde, Regierung
Angola, US-Navy)
• Manganknolle (Meeresforschung, Industriekonzern, Naturschutz, Seebodenbehörde)
• Methanhydrat (Meeresforschung, Industriekonzern, Naturschutz, Regierung Südkorea,
Regierung Japan)
• Schwarze Raucher (Meeresforschung, Industriekonzern, Naturschutz, Regierung Neuseeland)
Nun weisst du, welcher Rohstoff primär in deiner Gruppe thematisiert wird und welche Rolle
du vertreten musst.
3. In deiner Gruppe informiert ihr euch, was genau euer Rohstoff ist. Dabei spielen Vorkommen
und Verwendung die Hauptrolle.
Informationsquellen bilden das Internet, die Bücher „Ozeane. Wissen mit Links.“ und „Atlas
der Ozeane. National Geographic.“ Besucht die Seite http://wissenmitlinks.de/ozeane/ Diese
Seite basiert auf dem erstgenannten Buch. Dort könnt ihr mit Hilfe der Stichwortsuche nach
Informationsquellen recherchieren
4. Siehe dir den Film an. Notiere dir Argumente, die später in der Diskussion deine Interessen
unterstützen.
5. Sammle weitere Informationen aus dem Zusatzmaterial und aus dem Internet. Dabei musst
du einerseits Informationen beachten, die du als Argumente für dich selber verwenden
kannst, andererseits auch die Informationen, welche die Gegenseite darlegen wird. Wie
kannst du sie entschärfen? Welche Gegenargumente findest du dazu?
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
6. Ordne deine Informationen und deine Argumente. Du kannst beispielsweise
die verschiedenen Argumente als Mindmap strukturieren, sie in unterschiedlichen Farben notieren, etc.
7. Die erste Gruppe eröffnet die „Aquariumsdiskussion“ (= Diskussion vor Publikum), z.B. die mit
dem Thema Erdöl. . Jedes Gruppenmitglied stellt sich und seine Interessen kurz der Klasse
vor.
8. Nach der Vorstellungsrunde diskutiert die Gruppe vor der Klasse über die Frage, wem das
Meer gehört. Geht dabei auf die Argumente der anderen Parteien ein, entkräftet sie, verfechtet eure Interessen, etc.
9. Die restliche Klasse bildet den Seegerichtshof. Er wird miteinbezogen – anders als in der Realität. Er muss am Ende demokratisch eine Entscheidung fällen, wem nun das Meer gehört. Die
Entscheidung wird begründet.
10. Weitere Gruppen-Diskussionen analog 7-9.
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
A2: Exxon Valdez
1. Lied von Achim Reichel „Exxon Valdez“
Hör dir das Lied „Exxon Valdez“ von Achim Reichel auf www.youtube.com selbständig an. Du
kannst gerne das Lied zwei oder sogar drei Mal anhören. Konzentriere dich auf den Inhalt: Was
passiert?
Beantworte die W-Fragen. So kannst du erzählen, was damals passiert ist.
Wer, Was, Wo, Wie, Warum, Womit,
2. Kartenskizze
Arbeitet zu zweit: Im Lied singt Achim Reichel von der Grösse des Ölteppichs.
„dehnt sich aus zu einem schwimmenden Teppich so groß wie das Meer zwischen Norwegen und
England“
Auftrag: Skizziere mithilfe des Atlas die Grösse des Ölteppichs, schneide den „Teppich“aus.
Dazu benötigst du einen Atlas: Beim Schweizer Weltatlas (SWA) arbeitest du mit dem Massstab
1:15'000'000; beim Diercke Weltatlas Schweiz mit dem Massstab 1:36'000'000.
Den Teppich zeichnest du am besten auf ein Häuschenpapier, bevor du die richtige Grösse ausschneidest.
Lege jetzt den Ausschnitt über die Schweiz, damit du die Dimensionen siehst (achte auf den gleichen Massstab). Nun suchst du dir eine Karte mit gleichem Massstab, auf der Alaska abgebildet
ist und legst den Ausschnitt dort drauf.
3. Experiment A3
Siehe separates Arbeitsblatt A3: Experiment – Öl und Benzin auf dem Wasser. Arbeitet in einer
Kleingruppe.
4. Lektüre und anschliessende Partnerarbeit
Arbeite mit einem Partner oder einer Partnerin. Ihr werdet aus dem Text jeweils zwei Seiten der
Ölkatastrophe betrachten: die ökologische Seite und die finanzielle / politische Seite.
1. Verteilt untereinander die Aufgaben: Ein/e Schüler/in wählt den ökologischen Aspekt,
der/die Andere den finanziellen / politischen Aspekt.
2. Lest aufmerksam den Text, markiert euch die relevanten Textstellen.
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
3. Erarbeitet mit den Informationen je eine Chronologie. Was ist wann passiert? In welcher Reihenfolge?
4. Nun vergleicht ihr miteinander eure Zeittafel. Was fällt euch beim Vergleich
auf?
5. Bildersuche im Internet
Zu zweit sucht ihr im Internet nach Bildern der Ölkatastrophe. Die Bilder können die unterschiedlichsten Aspekte und Perspektiven der Katastrophe zeigen.
Wählt ein Bild aus, welches ihr aussagekräftig findet und begründet die Wahl.
Druckt das Bild wenn möglich farbig und gross auf ein A4-Papier aus.
6. Offene Diskussion
1. Die Runde startet mit der Betrachtung der Bilder. Jede Gruppe beschreibt das Bild und die
Verbindung zum Text und erzählt, weshalb sie dieses Bild gewählt hat.
2. Die Lehrperson eröffnet die Diskussion: Es hat in der Vergangenheit immer wieder Ölkatastrophen gegeben, die Chance, dass es erneut passiert, ist gross.
Im Text fordert Greenpeace, dass ab 2010 nur noch doppelwandige Tanker auf internationalen
Gewässern verkehren dürfen. Falls dies heute so ist, sind damit die Umweltprobleme, welche
durch Erdölgewinnung und –handel auftreten, beseitigt?
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
A3: Experiment – Öl und Benzin auf dem
Wasser
Kleine Öllachen sind oft auf Kleinstgewässern wie Wasserpfützen zu entdecken. Diese werden
meist von Fahrzeugen verursacht. Die Ölflecken bleiben auf der Oberfläche und vermischen sich
nicht mit dem übrigen Wasser. Denn Öl und Benzin haben eine kleinere Dichte als Wasser und
sind leichter. Die kleinsten Öl- oder Benzinmengen können sehr grosse Mengen Wasser verseuchen.
Bei Ölkatastrophen von Tankern sind auf Luftaufnahmen grosse Ölteppiche zu erkennen; das
Ausmass einer solchen Verschmutzung ist riesig: Über Jahrzehnte können beispielsweise Fischer
in diesen Regionen nicht mehr fischen.
Material pro Gruppe: 3 bis 4 Marmeladengläser mit Deckel, Wasser, Olivenöl, Teelöffel
Arbeitet in Kleingruppen von 3-5 Schüler und Schülerinnen.
1. Fülle ein Marmeladenglas mit kaltem Wasser, gib dem Wasser 1TL Olivenöl dazu.
2. Schliess den Deckel und schüttle das Glas fest. Stell das Glas hin und öffne den Deckel. Beobachte was geschieht. Notiere das Ergebnis in wenigen Sätzen:
3. Du wirst erkannt haben, dass sich das Wasser mit dem Öl nicht vermischen kann. Sobald sich
die Wasserbewegungen beruhigt haben, sortieren sich die Ölflecken wieder zu einem kleinen
Teppich an der Wasseroberfläche.
4. Nun nimmst du das zweite Marmeladenglas, füllst es mit Wasser und gibst 1TL des ÖlWassergemisches aus dem ersten Glas dazu (1. Verdünnung). Schüttle wiederum, dann
schnupperst du am Gemisch. Kannst du den Ölgeruch noch erkennen?
5. 2. Verdünnung: Wiederum nimmst du ein neues Marmeladenglas, füllst es mit Wasser und
gibst ihm 1 TL der 1. Verdünnung dazu. Schüttle wiederum und schnuppere dran. Riecht es
nach Öl?
6. Wiederhole die Verdünnung bis du kein Öl mehr riechen kannst. Wie viele Verdünnungen
sind nötig?
7. Rechne aus: Wie viel Olivenöl befindet sich noch im letzten Glas?
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
A4: Arbeit auf der Bohrinsel
Arbeitsaufträge für Einzelarbeit:
1.
2.
3.
4.
Beschreibe das Leben und die Arbeit von Henrik Hamsun auf der Bohrinsel.
Nenne einige Vor- und Nachteile von seiner Arbeit.
Würdest du gerne auf einer Bohrinsel arbeiten? Begründe deine Antwort
Benenne die Anrainerstaaten der Nordsee.
1 …………………………………………………………………..
2 …………………………………………………………………..
3 …………………………………………………………………..
4 …………………………………………………………………..
5 …………………………………………………………………..
6 …………………………………………………………………..
7 …………………………………………………………………..
8 …………………………………………………………………..
Die Nordsee. Quelle: H. Weber, eigene Darstellung
9 …………………………………………………………………..
5. Welchen Staaten gehören die meisten Erdöl- und Erdgasfelder? (Benutze den Atlas)
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
A5: Regenerative Energie – arbeitsteilige
Gruppenarbeit
1. Arbeit in den Stammgruppen, „sich informieren“
Die Schulklasse wird in vier Expertengruppen aufgeteilt:
Windenergie, Wellenenergie, Gezeitenenergie und Strömungsenergie
Jede Gruppe erhält ein Quellenblatt zu ihrem Thema (siehe Q5).
Mithilfe der aufgeführten Quellen informiert ihr euch zu eurem Thema. Folgende
1. Welchen natürlichen Prozess im Meer nutzt die Technologie? Erläutere den natürlichen
Prozess (bspw. gilt es zu erklären, weshalb es zu Gezeiten kommt)!
2. Wie kann dieser Prozess für die Energiegewinnung genutzt werden? Welche Technologie
wird eingesetzt, um die Energie zu erzeugen?
3. Welche Voraussetzungen braucht es dazu und wo liegen geeignete Standorte?
2. Austausch der Resultate, „Informationen vermitteln“
Schliesslich bilden sich Vierergruppen mit S & S aus allen Stammgruppen zusammen. Jede
Person hat 10‘ Zeit, den Anderen das Fachgebiet zu erklären.
PHBern, Institut für Medienbildung, Fachgruppe Geografie (2012)
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