ETM-Praktikum1 als pdf - komischeseite by Garlef Schlegtendal

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ETM Praktikum 1
Timo Wellmann
Garlef Schlegtendal
22. November 2004
Inhaltsverzeichnis
1 Praktikum 1
1.1 Einleitung . . . . . . . . . . . . .
1.2 Teil 1: Messung an Gleichrichtern
1.2.1 Ziel . . . . . . . . . . . .
1.2.2 Durchführung . . . . . . .
1.2.3 Auswertung . . . . . . . .
1.2.4 Strommessung . . . . . .
1.3 Teil 2: Frequenzgang von Analog1.3.1 Ziel . . . . . . . . . . . .
1.3.2 Durchführung . . . . . . .
1.3.3 Auswertung . . . . . . . .
1.4 Zusammenfassung . . . . . . . .
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und Digital-Multimetern
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A Anhang (Geräteliste, Oszilloskopbilder)
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3
3
3
3
5
7
9
9
9
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13
1 Praktikum 1
1.1 Einleitung
Dieser Praktikumsversuch zeigt die Grenzen von verschiedenen Typen von elektrischen
Messgeräten auf, und verdeutlicht die Probleme die auftreten, wenn die zu messende
Spannung oder der zu messende Strom nicht mehr rein sinusförmig ist oder die Frequenz
nicht mehr den Haushaltsüblichen 50 Herz entspricht
Das durchgeführte Praktikum gliedert sich in zwei Teile, die Unterschiedliche Eigenschaften elektrischer Messgeräte untersuchen. Im ersten Teil wollen wir untersuchen,
wie digital Multimetern, Drehspul- und Dreheisengeräte auf verschiedene Signalverläufe
reagieren
Der zweite Teil des Praktikums beschäftigt sich mit der Genauigkeit der Geräte, wenn
die Frequenz variiert.
1.2 Teil 1: Messung an Gleichrichtern
1.2.1 Ziel
Es soll gezeigt werden, dass unterschiedliche Messgeräte (Dreheisen, Drehspul, DVM
RMS und arithmetisch mittelndes DVM) nicht immer ein korrektes Ergebnis liefern,
wenn das angelegte Spannungssignal kein sinusförmigen Verlauf hat. Hier unterscheiden
sich die mechanischen Bauarten, Drehspul und Dreheisen-Messgeräte, und die Digitalen
Multimeter mit und ohne RMS in ihrer Anzeige deutlich voneinander.
Als Spannung dient ein gleichgerichtetes Wechselsignal, dass wir über verschiedene
Gleichrichterschaltungen realisieren.
1.2.2 Durchführung
Einweggleichrichter
Als erste zu untersuchende Ausgangsspannung dient eine einweggleichgerichtete, sinusförmige Wechselspannung von 20 V.
Sämtliche Messgeräte werden parallel zu der Ausgangsspannung geschaltet. Zur Kontrolle wird noch ein Oszilloskop, parallel, dazugeschaltet, um den genauen Signalverlauf
zu betrachten. Die erste Messung erfolgte im unbelastetem Zustand.
Die digitalen Messgeräte werden für jede Messung einmal als Gleichspannungs- und
einmal als Wechselspannungsmessgerät umgeschaltet.
Danach wird sowohl ein variabler Lastwiderstand, parallel zu den Messgeräten geschaltet, als auch ein Sieb-/Ladekondensator. Nun wird der Lastwiderstand so geregelt,
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1.2
dass ein Strom von 100 mA fließt. Mit dem Amperemeter (ABB (TRMS)), das nach den
Analogen Messgeräten geschaltet wird, kann dies gut überwacht werden.
Die zwei weiteren Messungen werden nun mit einem Laststrom von 200 und 300 mA
wiederholt.
Abbildung 1.1: Schaltungsaufbau Einweggleichrichter
Folgende Messergebnisse wurden ermittelt:
UA
UAC [V]
20
20
20
20
Analog
UDC [V]
8,8
25,9
24,4
23,8
Analog
Uef f [V]
13,75
25,1
24,2
23,6
IDC [mA]
0
100
200
300
DVM
UDC [V] UAC [V]
10,74
8,7
25,05
0,75
24
1,2
23,3
1,67
DVMRM S
UDC [V] UAC [V]
8,7
10,66
25
0,78
24
1,25
23,3
1,71
Tabelle 1.1: Einweggleichrichter
Brückengleichrichter
Für weitere Messungen wird nun der Einweggleichrichter durch einen Brückengleichrichter ersetzt. Wie auch im vorherigen Versuch wird die Spannung als erstes ohne Last und
auch ohne Sieb-/Ladekondensator gemessen. Für die drei Messungen mit Last wird der
Kondensator parallel geschaltet. Der Lastwiderstand wird so eingestellt, dass wieder 100,
200 und 300 mA flossen.
Folgende Messergebnisse wurden ermittelt:
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1.2
Abbildung 1.2: Zweiweggleichrichter
Ua
UAC [V]
20
20
20
20
Analog
UDC [V]
10,9
26
25
24,5
Analog
Uef f [V]
18,9
25,2
24,7
24,3
IDC [mA]
0
100
200
300
DVM
UDC [V] UAC [V]
16,87
8,53
25,75
0,33
24,5
0,53
24
0,72
DVMRM S
UDC [V] UAC [V]
16,83
8,72
25,08
0,34
24,5
0,54
24
0,74
Tabelle 1.2: Brückengleichrichter
1.2.3 Auswertung
Einweggleichrichter
Als erstes wird der Effektivwert berechnet, den uns das Fluke 67 liefert.
q
Uef f [V ] = UDC 2 + UAC 2
Und die Welligkeit:
Welligkeit =
UAC
UDC
(Siehe Tabelle 1.3)
Der Formaktor
π
U
Effektivwert
= 1, 57 =
=
2
u
Gleichrichtwert
(dies trifft nur auf die unbelastete Schaltung zu) für sinusförmige Signale bei Enweggleichrichter ohne Ladekondensator, ergibt für unsere Messung:
F =
13, 72V
= 1, 98
8, 66V
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IDC [mA]
0
100
200
300
DVMRM S
UDC [V] UAC [V]
8,7
10,66
25
0,78
24
1,25
23,3
1,71
Uef f [V]
13,76
25,01
24,03
23,36
1.2
Welligkeit
W
1,23
0,03
0,05
0,07
Tabelle 1.3: Uef f und Welligkeit beim Einweggleichrichter
Der Crest-faktor berechnet sich wie folgt:
ξ=
Spitzenwert
û
=
Effektivwert
U
mit unseren Werten ergibt das
ξ=
27, 1V
= 1, 98
13, 72V
Brückengleichrichter
Auch hier berechnen wir als erstes wieder die Effektivwerte und die Welligkeit anhand
der Messwerte, die uns das Fluke 67 liefert. Mit den bekannten Formeln:
q
Uef f [V ] = UDC 2 + UAC 2
Und die Welligkeit:
Welligkeit =
IDC [mA]
0
100
200
300
DVMRM S
UDC [V] UAC [V]
16,83
8,72
25,08
0,34
24,5
0,54
24
0,74
Uef f [V]
18,95
25,08
24,51
24,01
UAC
UDC
Welligkeit
W
0,52
0,01
0,02
0,03
Tabelle 1.4: Uef f und Welligkeit beim Zweiweggleichrichter
Außerdem berechnen wir den Formfaktor
F =
U
u
mit unseren Werten =
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18.95V
= 1, 126
16, 83V
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1.2
Dies entspricht ziemlich genau dem in den Praktikumsunterlagen angegebenen Wert von
1,11 für den Zweiweggleichrichter.
Der Crest-Faktor ermittelt sich aus
ξ=
Spitzenwert
û
=
Effektivwert
U
daraus ergibt sich mit unseren Messwerten ein Wert von:
26, 4V
= 1, 39
18, 95V
dies stimmt recht genau mit dem theoretischen Wert für ξ =
√
2 = 1, 41 überein.
1.2.4 Strommessung
Ziel
In diesem Versuch untersuchen wir die Eigenschaft der Messgeräte nicht nur Spannugen
sondern auch Strom zu messen. Untersucht wird die Strommessgenauigkeit des Fluke 23
und 87 und des Dreheisenmessgerätes.
Durchführung
Dieser Versuch wird wieder am Einweggleichrichter durchgeführt. Der Strom in den drei
verschidenen Zweigen der Schaltung wird gemessen. Dazu werden die Messgeräte in
Reihe geschaltet und in die zu untersuchenden Zweige eingebracht. Zusätzlich wurden
auch der Eingang des Oszilloskop in den entsprechenden Zweig geschaltet.
Der Versuchsaufbau ist der Abbildung 1.3 auf Seite 7 zu entnehemen.
Abbildung 1.3: Schaltungsaufbau zur Strommessung
Folgende Messwerte konnten von uns ermittelt werden:
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Zweig
A
B
C
DMM
IDC [mA] IAC [mA]
200
10
10
340
-200
350
IDC [mA]
200
0
-200
DMMRM S
IAC [mA] Ief f [mA]
8
425
422
1.2
Dreheisen
Ief f [mA]
200
423
462
Tabelle 1.5: Stromwerte
Auswertung
Als erstes werden mit der schon bekannten Formel
q
Effektivwert = I = IDC 2 + IAC 2
die Effektivwerte berechnet.
Als IDC und IAC verwenden wir die Werte des Fluke 87.
Zweig
A
B
C
DMM
IDC [mA] IAC [mA]
200
10
10
340
-200
350
IDC [mA]
200
0
-200
DMMRM S
IAC [mA] Ief f [mA]
8
200,16
425
425
422
466,99
Dreheisen
Ief f [mA]
200
423
462
Tabelle 1.6: Stromeffektivwerte
Diese Ergebnisse können wir nun problemlos mit dem Effektivwert vergleichen, welchen das Dreheisenmessgerät von sich aus liefert, und stellen fest, dass die vom Dreheisenmessgerät gelieferten Werte nur um maximal 4 mA von den, auf der Basis des Fluke
87 errechneten Werten, abweichen.
Deutlich zeigen sich hier aber auch die Schwächen des Fluke 23.
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1.3
1.3 Teil 2: Frequenzgang von Analog- und Digital-Multimetern
1.3.1 Ziel
Diese Versuchsanordnung dient dazu, zu erfahren, wie die verschiedenen Messgerätetypen
auf unterschiedliche Frequenzen reagieren. Wir wollen untersuchen welche Fehler sich
ergeben, wenn die Frequenz bei Wechselspannungssignalen sehr niedrig oder sehr hoch
ist oder das Signal kein Sinus- sondern beispielsweise ein Dreieck- oder ein Rechtecksignal
ist.
1.3.2 Durchführung
Alle Meßgeräte, (Drehspul, Dreheisen, Digitalmultimeter und das Digitalmultmeter TRMS)
werden parallel zum Funktionsgenerator geschaltet. Über das ebenfalls parallel geschaltete Oszilloskop überprüfen wir die anliegende Spannung, und halten sie konstant auf
den vorgegebenen 6VACSS .
Abbildung 1.4: Schaltungsaufbau Frequenzgang
Als erstes werden am Funktionsgenerator zwei Spannungen von 50 Hz, einmal eine
Dreiecks- und eine Rechteckspannung, eingestellt und jeweils der angezeigte Wert aller
vier Messgeräte schriftlich festgehalten.
Danach werden Sinusspannungen gemessen, die Frequenzn werden von 10 Hz bis zu
50.000 Hz in Schritten eingestellt. Jeweils für eine Frequenz werden sämtliche angezeigte
Werte der Messgeräte festgehalten.
Wir ermittelten folgende Werte:
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9
F[Hz]
10
50
100
200
500
1000
2000
5000
10000
20000
50000
UAC [V]
1,72
2
2
2
2
2
2
2
1,9
1,9
1,5
Drehspul
Fabs [V] Frel [V]
-0,34 -16,5%
-0,14
-6,5%
-0,11
-5,0%
-0,12
-5,5%
-0,11
-5,2%
-0,08
-3,8%
-0,06
-2,9%
-0,09
-4,4%
-0,16
-7,9%
-0,15
-7,2%
-0,56 -27,1%
Timo Wellmann
Garlef Schlegtendal
Frel [V]
1,9%
0,6%
-0,2%
-1,7%
-10,9%
-27,8%
-51,4%
Tabelle 1.7: Frequenzgang
UAC [V]
2,1
2,15
2,1
2,08
1,88
1,5
1
-
Dreheisen
Fabs [V]
0,04
0,01
0
-0,04
-0,23
-0,58
-1,06
UAC [V]
2,080
2,142
2,108
2,119
2,106
2,050
1,938
1,534
0,894
0,377
0,300
DVM
Fabs [V]
0,02
0
0
0
0
-0,03
-0,12
-0,56
-1,17
-1,67
-1,76
Frel [V]
1,0%
0,2%
0,1%
0,1%
-0,2%
-1,3%
-5,9%
-26,6%
-56,7%
-81,6%
-85,4%
DVMRM S
UAC [V]
2,060
2,138
2,105
2,116
2,110
2,078
2,059
2,091
2,063
2,048
2,059
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1.3
10
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1.4
1.3.3 Auswertung
Zunächst betrachten wir nur die Sinus-Signale und vernachlässigen die Dreieck- und die
Rechteckspannung. Die Spannung über der Frequenz aufgetragen ergibt Grafik 1.5 auf
Seite 11
Abbildung 1.5: Frequenzgang
Deutlich sieht man dort, wie das Dreheisenmessgerät schon bei relativ geringen Frequenzen von 200 Hz keine korrekten Ergebnisse mehr ermittelt. Dies stimmt auch mit
den Herstellerangaben überein, die für eine Spannungsmessung nur eine Frequenz bis
150 Hz vorgeben.
Das nächste Messgerät, welches bei erhöhter Frequenz keine korrekten Messergebnisse mehr anzeigt, ist das Fluke 23, welches laut Herstellerangaben auch nur bis 1 kHz
angegeben ist.
Bei dem Drehspulmessgerät Metrix, bei dem laut Herstellerangaben der Fehler nur
bei exakt 50 Hz bei null liegt, liefert uns bis 50 KHz ein relativ konstantes Ergebnis(Abweichung laut technischen Daten 1%). Über 5 kHz steigt, der prozentuale Fehler
exponentiell an. Verwunderlich ist jedoch, dass nach dem Datenblatt der Fehler positiv
sein sollte. Bei unseren Messungen ermittelten wir allerdings eine negative Abweichung.
Auch fällt hier auf, dass die gelieferten Werte, auch in einem noch recht niedrigen Frequenzbereich (50Hz bis 200 Hz) um 0.1V von allen anderen abweichen.
Unterhalb von 50 Hz fallen die Messwerte auch wieder gering vom Realwert ab. Mit
Ausnahme des Drehspulgerätes, welches erheblich stärker einknickt.
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1.4 Zusammenfassung
Dieser Versuch zeigt deutlich, dass wir den Messgeräten nicht blind vertrauen dürfen.
Vielmehr muss beachtet werden, für unterschiedliche Aufgabe, auch unterschiedliche
Messgeräte zu verwenden. Sei es, dass die Frequenz von den Haushaltsübliche 50 Hz
stark abweicht, oder sei es weil das zu messende Signal nicht mehr einem sinusförmigen
Verlauf hat, wie etwa bei Dreiecks- oder Rechteckssignale. Aber auch die Überlagerung
von Gleich- und Wechselspannungen kann je nach Messgerät zu völlig unterschiedlichen
Ergebnissen führen, die natürlich nicht alle richtig sein können.
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A Anhang (Geräteliste, Oszilloskopbilder)
• AEG WS-ME
• Metrix M x130
Seriennummer: 92-2748-33-0147
• A-Veff-Multizett
FH-Inv.-Nr.: 2.32.4869
• ABB Metrawatt
Seriennummer: M 32820979
• Fluke 23 Multimeter
Seriennummer: 48190138
• Fluke 87 III TRMS Multimeter
Seriennummer: AA00 1408 38
• HameG Instruments 40 MHz Analogoszilloskop
Seriennummer: HM404-2
• Trenntrafo Philips
Typ: 242252900005
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