up to date - Breitkopf & Härtel

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up to date
III – 2015
S. 2
150
Titel:
Happy Birthday, Jean Sibelius!
S. 5
Die „Musique concrète instrumentale“
als Generationenprojekt
Lachenmann zum 80. Geburtstag
S. 8
September–Dezember 2015
Termine (Auswahl)
S. 15 Neu bei Breitkopf: Nick Pfefferkorn
S. 15 Best Edition 2015
S. 16 Musik und Poesie
Sánchez-Verdú über „Libro del frío“
S. 18 Neu bei Breitkopf: Manuela Kerer
S. 20 „Kreativ an den Tasten“
Der Breitkopf-Klavierwettbewerb
Breitkopf
H APPY B IRTHDAY ,
D
er 150. Geburtstag von Jean Sibelius am 8. Dezember 2015
wird nicht wenige daran erinnern, dass wir vor acht Jahren
bereits mit dem 50. Todestag im September 2007 ein Jubiläum
gefeiert haben. Für manch einen Komponist runden sich die
Gedenktage einfach in dieser komprimierten Form (bei Schumann,
Beethoven oder vor allem bei Mahler geht es noch dichter ...).
2007 war mancherorts das Erstaunen groß. Liegt der Todestag wirklich erst 50 Jahre zurück? Er ist doch ein spätromantischer Klassiker,
und: ist Sibelius wirklich noch urheberrechtlich geschützt? Nun
überrascht auch sein 150. Geburtstag wieder. Liegt es anderthalb
Jahrhunderte zurück, dass Sibelius zur Welt kam? Er ist doch auch
ein Wegbereiter der Moderne. Ist er wirklich etliche Jahre älter als z.
B. Reger und Zemlinsky?
Was ist in den acht Jahren vorgefallen? In der Gesamtausgabe
Jean Sibelius Werke (JSW) erschienen 14 Bände, womit diese
Edition das von wenigen Gesamtausgaben erreichte Ideal von „zwei
Bänden pro Jahr“ nahezu erfüllte (und das Jahr 2015 ist noch nicht
vorüber). Nach Tomi Mäkeläs Grundlagenbuch Poesie in der Luft.
Studien zu Leben und Werk – 2007 bei Breitkopf erschienen, die
überarbeitete engl. Ausgabe 2011 bei Boydell & Brewer – kamen
weitere Bücher in deutscher Sprache heraus, darunter auch ein
Sibelius-Konzertführer, was einerseits immer eine gewisse Popularität des Objekts voraussetzt und sie andererseits noch fördert.
Bearbeitungen von Sibelius-Hits schossen und schießen förmlich
wie Pilze aus dem Boden. Sibelius-Musik adelt prominente Filme
und zeigt, dass es schon weit vor dem finnischen Tango einen „finnischen“ Ton gab und gibt. Nicole Kidman tanzt in Grace (2014)
ergreifend schön zur Valse triste, und auch Jean-Luc Godard greift
Mit dem Valse triste-„Tanzpartner“: Nicole Kidman als Gracia
Patricia von Monaco in Grace
Ein kleiner Teppich als Zensurstreifen? - Szene aus Jean-Luc
Godards Sibelius-Sequenz in Adieu au langage
im Showdown seines letzten Films Adieu au langage (2014) in
knappen, aber umso eindringlicheren und provozierenden Ausschnitten auf den „traurigen“ (?) Evergreen zurück. Und auch ein
„Nicht-Ereignis“ sei erwähnt. Die Verdikte von Adorno und Leibowitz, die zumindest das deutsche Sibelius-Bild lange beeinflusst
haben, sind aus unserer Wahrnehmung in den letzten Jahren so gut
wie nicht mehr strapaziert worden.
Es sind aber vor allem die Qualität der Partituren und der Aufführungen, die einem Komponisten Profil verleihen. Einerseits ziehen bekannte Sibelius-Werke, wie schon in den Jahren zuvor, mit
leitmotivischer Regelmäßigkeit durch die Programme und haben
längst Einzug ins Repertoire gefeiert. Zum zweiten steigern sich Veranstalter, wo Sibelius zu Hause ist, im Jubiläumsjahr 2015. Das
Sibelius-Festival in Lahti eröffnet seit Jahren Raum für kompetente
Interpretationen, Fokussierungen und Entdeckungen. In diesem
Jahr bietet Lahti mit der Aufführung sämtlicher Orchesterwerke
innerhalb einer Woche eine „Sibelius-Globale“. Drittens gilt die
Aufmerksamkeit vermehrt unbekannten Werken wie der Lemminkäinen-Tetralogie oder der erst seit wenigen Jahren bekannten
Tondichtung Skogsrået (Die Waldnymphe) op. 15 (s. Geschenk für
Sibelius Nr. 6).
Last, but not least erfolgen Aufführungen an ungewohnten Stellen, wo Sibelius noch nie zu hören war. Oder besser gesagt:
manchmal erfolgen sie auch nicht und sorgen gerade dadurch für
großen Wirbel, wie die unterbliebene Darbietung der Valse triste im
diesjährigen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Doch
Geschenke für Sibelius Nr. 1–3
Gifts for Sibelius no. 1–3
1 Piano Pieces
18 ausgewählte Stücke
18 Selected Pieces
EB 8855 € 15,90
2
2 Violin Concerto in D minor op. 47
Fassungen / Versions 1904 & 1905
(JSW, II/1)
SON 622 € 252,–
up to date · III-2015 · Happy Birthday, Jean Sibelius!
3 Luonnotar op. 70
Faksimileausgabe / Facsimile Edition
(JSW, Sonderband / Special Print)
SON 626 € 79,– (ab 9. 12. 2015: 94,–)
J EAN S IBELIUS !
auch aus dieser verpassten Chance entwickelte sich schon im Lauf
des Jahres eine Art „Happy End“. Durch Finlandia – und mit einem
dazu passenden blau-weißen Feuerwerk – hielt Sibelius 14. Mai
Einzug in das „Sommernachtskonzert“ des weltbekannten Orchesters auf Schloss Schönbrunn (DVD kürzlich bei Sony Classical
erschienen).
Finlandia-Fire Works auf Schloss Schönbrunn
schen Herausgebern an drei weiteren Bänden: den Männerchören
a cappella, den Scènes historiques op. 25 und op. 66 sowie den
ersten, bis heute so gut wie unbekannten Sibelius-Orchesterwerken
von 1891, der Ouvertüre E-dur JS 145 und Balletscen JS 163.
Nochmals sei betont: oberster Erfolgsgarant ist immer die Musik
selbst – und andererseits hat Sibelius für sein Jubiläum „Geburtstagshelfer“, so wohl an erster Stelle die Initiative „sibelius150.fi“. In
der kleinen Sibelius-Heimatstadt Hämeenlinna wurde schon vor
drei Jahren in Zusammenarbeit mit der finnischen Sibelius-Gesellschaft und anderen Institutionen die finnisch-englische Internetplattform www.sibelius150.fi entwickelt. Sie bietet eine Fülle an
Informationen rund um Sibelius, und Anfang Dezember, also um
den Geburtstag am 8. Dezember, wird der Internationale SibeliusKongress nicht traditionell in Helsinki, sondern in Hämeenlinna
stattfinden.
Schließlich zum Essaytitel, der so oberflächlich nicht sein soll,
wie er klingt. Unsere „herzlichen Glückwunsche“ beinhalten nicht
nur sechs Geschenke. Sie gelten in der Tat einem „Happy Birthday“,
denn Jean Sibelius, der polyglotte Europäer, wird weiterhin in der
englischsprachigen Welt besonders intensiv rezipiert und bewundert. Und darüber hinaus ist die Sibelius-Weltkarte 2015 mit Aufführungen rund um den Globus richtig bunt geworden, worauf
unser T-Shirt (Geschenk für Sibelius Nr. 5) in aller Farbenpracht
reagiert hat. Unsere Sibelius-T-Shirts waren 2007 noch zweifarbig
blau-weiß.) Im Cover der aktuellen Zeitschrift unserer Ostinato-Partner ist unser Jubiläums-Design übrigens gerade wieder re-importiert worden. Der ewig junge Jean ist 2015 großartig vernetzt …
Frank Reinisch
Natürlich kommen all die vielen Orchesteraufführungen auf der
Materialbasis der Originalverlage zustande. Sofern schon erschienen, spielen indes die Bände Jean Sibelius Werke eine nicht
unmaßgebliche Rolle. Sie sind durch ihr konzentriertes Layout, incl.
einem Kritischen Bericht, der nicht Forschung um der Forschung
willen betreibt, sondern sich auf das Wesentliche beschränkt, und
ihrem günstigen Bogenpreis relativ erschwinglich und verbreiten
sich nicht nur durch die Subskriptionen erfolgreich. Vor kurzem
erschien der schmale Band mit der 7. Symphonie in Zweitauflage,
heutzutage ein überaus seltenes Ereignis für einen Gesamtausgabenband.
Für die internationale Rezeption sind die Jean Sibelius Works
auch in anderer Hinsicht wichtig. Hier wurden in den letzten Jahren
auch Werkgruppen vorgelegt, die bisher im Hintergrund standen:
die Lieder (vollständig erschienen: 3 Bände mit Klavier, 1 Band mit
Orchester), die Klavierwerke (vollständig erschienen: 4 Bände) und
die a cappella-Chorwerke (erschienen ist der Band für gemischten
Chor). Dabei werden viele Werke erstmals gedruckt, andere durch
die JSW erstmals zuverlässig ediert oder nach langer Zeit wieder
zugänglich. Und während Sie dies lesen, arbeiten wir mit den finni-
Geschenke für Sibelius Nr. 4–6
Gifts for Sibelius no. 4–6
4 Jean Sibelius 1865–1957
Der Breitkopf-Geburtstagsprospekt
Breitkopf’s Birthday Catalogue
5 T-Shirt „Jean Sibelius 2015/150“
Navy (dunkelblau / Dark Blue)
100% Baumwolle / Cotton
BM 293 (L) / BM 294 (XL) à € 9,95
6 Skogsrået op. 15
Studienpartitur / Study Score
PB 5564 € 13,90
(i. V. / in prep.: Herbst / Autumn 2015)
up to date · III-2015 · Happy Birthday, Jean Sibelius!
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H APPY B IRTHDAY, J EAN S IBELIUS !
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he 150th birthday of Jean Sibelius on 8
December 2015 will remind more than
a few of our readers that we commemorated the 50th anniversary of his death just
eight years ago in September 2007. Some
composers have short time spans between commemorative events (Schumann, Beethoven and, above all, Mahler,
whose dates are even closer together).
Many people were amazed in 2007. Did
Sibelius really pass away only 50 years
ago? He is an acknowledged late-romantic
classic, but is he still under copyright
protection in many countries? His 150th
birthday serves up even more surprises.
Was Sibelius really born one and a half
centuries ago? And is this precursor of
modernity really quite a few years older
than, for example, Reger and Zemlinsky?
What happened in those eight years?
Fourteen volumes appeared in the Complete Edition Jean Sibelius Works (JSW),
with which the project nearly fulfilled its
objective of “two volumes per year,“ a goal
reached by only few Complete Editions
(and the year 2015 isn’t over yet). Following in the steps of Tomi Mäkeläs’s
groundbreaking study on Sibelius Poesie
in der Luft. Studien zu Leben und Werk –
published by Breitkopf in 2007, the revised
English edition by Boydell & Brewer in
2011 – more books were released in German, including a Sibelius concert guide,
which always presupposes a certain popularity as well. Arrangements of Sibelius’
“hits“ sprouted like mush-rooms, and Sibelius’ music ennobled prominent films, and
showed that there was a “Finnish“ tone
long before the Finnish tango. Nicole
Kidman dances to the Valse triste in Grace
(1994, see below her bal orchestra), and
Jean-Luc Godard borrows the “sorrowful“
(?) evergreen in short, but instensive and
Composers gain their profiles above all
through the quality of their scores and performances. We know that the well-known
Sibelius works run, as in previous years,
like a red thread with leitmotivic regularity
through the concert programs and have
long since celebrated their entry into the
repertoire. But we should also note that
concert planners from the venues where
Sibelius was at home, have been working
overtime during the 2015 anniversary year.
For many years now, the Sibelius Festival in
Lahti has been offering a stage for competent interpretations, discoveries and special focuses. This year Lahti offers a “Global
Sibelius“ with the performance of the complete orchestral works within one single
week. As to unknown works, such as the
complete Lemminkäinen tetralogy or the
tone poem Skogsrået – which has only
been known for a few years now – (as The
Forest Nymph) op. 15, for example (see
Gift for Sibelius no. 6), music lovers and
specialists have been placing ever greater
emphasis on such pieces.
Another aspect is the fact that performances are taking place at uncommon
venues, where Sibelius had never been
heard before. Or to put it more precisely,
where they sometimes don’t take place at
all, and thus cause great confusion, such
as the canceled performance of the Valse
triste at this year’s New Year’s Concert of
the Wiener Philharmoniker. Yet this missed
opportunity gave rise to a kind of “happy
ending“ over the course of the year. And
so thanks to Finlandia – and with appropriate blue-white fireworks (see below) –
Sibelius became a guest of honor at the
“Summer Night’s Concert” of the worldfamous orchestra at Schönbrunn Palace in
Vienna (DVD just released by Sony Classical).
provoking sequences of his last film Adieu
au langage (2014, above). And here we
should mention a “non-event“ as well: The
verdicts of Adorno and Leibowitz, who long
maintained a powerful influence over
Germans’ views of Sibelius, have no longer
overtaxed our perception in recent years.
Of course, all the many orchestral performances are based on material from the
original publishers. Inasmuch as they have
already been printed, the volumes Jean
Sibelius Werke play a standard-setting role.
Through their concentrated layout, which
includes a Critical Report that does not
accumulate scholarly findings for the sake
of research but limits itself to the essentials, and their economical sheet prices,
they are relatively affordable and spreading
successfully throughout the world not only
through subscriptions. A recent release is
the slender volume of the 7th Symphony
which is already in its second impression,
a very rare occurrence in our time for a
volume from the Complete Edition.
up to date · III-2015 · Happy Birthday, Jean Sibelius!
As far as the international reception is
concerned, the Jean Sibelius Works are
important from another point of view as
well. In the past years, the editorial committee has presented work groups that
had previously stood in the shadows: the
songs (completely published: 3 volumes
with piano, 1 volume with orchestra), the
piano works (completely published: 4
volumes) and the a cappella choral works
(published: the volume for mixed choir).
Thanks to the JSW, many works are being
printed for the first time ever, while others
are being given their first reliable editorial
treatment, or being made accessible again
after a long time. As you read these lines,
we will be working with the Finnish editors
on three further volumes: the men’s choruses, the Scènes historiques op. 25 and
op. 66, as well as Sibelius’ first orchestral
works of 1891, the Overture in E major
JS 145 and the Balletscen JS 163, which
were heretofore practically unknown.
It should be repeated: The highest-level
guarantor of success always remains the
music itself, and helping the composer
reach out from the printed page to playable music are a variety of birthday helpers, the first of which is the sibelius150.fi
initiative. Sibelius’ little native town of
Hämeenlinna saw the rise of the FinnishEnglish platform www.sibelius150.fi which
began its development three years ago in
association with the Finnish Sibelius
Society and other institutions. It offers a
wealth of information concerning Sibelius.
The International Sibelius Congress will be
held in early December again, thus around
the composer’s birthday on 8 December –
not, however, in Helsinki, as usual, but in
Hämeenlinna.
The title of this essay also deserves a
word or two, since it is not supposed to be
as superficial as it sounds. We offer our
warmest birthday greetings not only with
six gifts; we offer our congratulations to the
polyglot European Jean Sibelius, who continues to be one of the most highly popular and intensively admired composer in
the English-speaking world. Moreover, the
Sibelius world map of 2015 has become
dazzlingly colorful with world-wide performances. (In 2007, our Sibelius T shirts
were still in two colors, blue and white.)
Now, on the cover of the magazine of our
Finnish trade partner Ostinato you can see
for yourselves how the colorful jubilee
design of our Sibelius-Shirt 2015 (see Gift
for Sibelius no. 5) has just been reimported again. The eternally young Jean as a
fantastic networker...
Frank Reinisch
L A C H E N M A N N
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Die
„Musique concrète instrumentale“
Lachenmanns
als Generationenprojekt
Als wir im September 2014 die Lachenmann-Perspektiven, das Projekt der Musik der
Jahrhunderte Stuttgart ankündigten, war der 25. Januar 2015, der Tag mit Helmut
Lachenmann beim Festival Ultraschall, noch ein paar Wochen entfernt. Dieser Tag zu
Beginn des Lachenmann-Jahres erweist sich heute als Startschuss mit eminent nachhaltigen Folgen, die im September 2015 mit der Frankfurter Premiere des Mädchens mit
den Schwefelhölzern und einer Vielzahl von Konzertaufführungen in eine regelrechte
Lachenmann-Saison einmünden. Höhepunkte sind zweifellos die Stuttgarter LachenmannPerspektiven (7. November bis 7. Dezember) und darin zeitlich eingebettet die Veranstaltungen um den 80. Geburtstag (27. November) einerseits beim cresc...-Festival in Wiesbaden und Frankfurt, andererseits bei den Rainy Days in Luxemburg.
Rainer Pöllmann, Musikredakteur bei Deutschlandradio Kultur, realisierte schon im
Sommer 2014 nach intensiven Gesprächen mit dem Komponisten in der siebenteiligen
Sendereihe Begegnungen mit Helmut Lachenmann ein ambitioniertes Projekt. Für die
Neuentdeckung der Schwankungen am Rand am Tag mit Helmut Lachenmann brachte
Pöllmann dann den Schlüsselbegriff „Musique concrète instrumentale“ mit der Intention
der Lachenmann-Perspektiven zusammen – ein also in mehrfacher Hinsicht zukunftsweisender Text, den wir hier mit freundlicher Genehmigung des Autors (gekürzt) abdrucken.
„M
usique concrète instrumentale“ – in
diesem Begriff konzentriert sich, kristallisiert sich bei nahezu allen, die sich
redend oder schreibend mit Helmut
Lachenmann auseinandersetzen – die
Essenz seines Komponierens. So allgegenwärtig ist dieser Begriff, so dominant, dass
der Komponist ihn manchmal gegen seine
Abnutzungserscheinungen in Schutz nehmen möchte. In der Sache selbst allerdings ist dieser Begriff einer der besten
und präzisesten in der Musikästhetik überhaupt. Er beschreibt ohne Umschweife
und ohne rhetorischen Zierrat den Kern
von Lachenmanns Komponieren.
Es geht
– um Musik,
– um Instrumentalmusik (meistens jedenfalls, und zur Zeit der Entstehung des
Begriffs Ende der 1960er Jahre fast ausschließlich),
– und es geht um Konkretheit. Um den
klaren, scharfen, analytischen Blick auf die
Klänge als konkrete Klänge – und nicht als
Träger metaphysischer Ideen oder historischer Bedeutungen.
Dass gerade durch diese Reduzierung,
wenn man so will: Ent-Historisierung,
Lachenmann sich umso stärker in einen
historischen Kontext stellt – das ist eine
schöne dialektische Volte, ein ganz „konkretes“ Indiz für die Dialektik nicht nur seines Komponierens selbst, sondern auch
der Konsequenzen, die es zeitigt.
When in September 2014 we announced
the Lachenmann Perspectives – the
project of the “Musik der Jahrhunderte
Stuttgart” –, the “Day with Helmut
Lachenmann” at the Festival Ultraschall
on January 25th, 2015 was still a few
weeks away. This day at the beginning
of the Lachenmann year turns out to be
the onset of a downright “Lachenmann
season” with the Frankfurt première of
Das Mädchen mit den Schwefelhölzern
(The Little Match Girl) in September
2015 and numerous concert performances. Clearly, the Stuttgart “Lachenmann Perspectives (November 7th to
December 7th) mark a highlight including the events around the composer’s
80th birthday at the cresc... Festival in
Wiesbaden and Frankfurt, and the Rainy
Days in Luxembourg.
Already in summer of 2014, Rainer
Pöllmann, music journalist at Deutschlandradio Kultur, realized an ambitious
project after intense conversations with
the composer during the 7-part series
Begegnungen mit Helmut Lachenmann
(Encounters with Helmut Lachenmann).
For the rediscovery of Schwankungen
am Rand on the “Day with Helmut
Lachenmann”, Pöllmann brought together the key term “Musique concrète
instrumentale” and the intention of the
Lachenmann Perspectives. With the
kind permission of the author, here is
an abridged version of this, in several
aspects pioneering article.
up to date · III-2015 · Lachenmann 80
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In den Gesprächen, die ich mit Helmut Lachenmann führen
durfte und die im vergangenen Sommer im Deutschlandradio Kultur die Grundlage der siebenteiligen Sendereihe Begegnungen mit
Helmut Lachenmann darstellten, hat der Komponist die Idee der
Musique concrète instrumentale folgendermaßen beschrieben:
„Bei einer Geige begegnen sich Pferdehaar und der Darm einer
Darmsaite. Das erzeugt Reibung, die erzeugt Schwingung – und
jetzt schaue ich mal zu, was da passiert. Und in diesem Moment ist
man völlig befreit von alten philharmonischen Denkweisen, aber
auch von impressionistischen und anderen Faszinosa, in die man
geflüchtet ist.“
„Die Materialien zu spüren“, „die musikalischen Mittel als akustische Materialien zu präsentieren“ – das sei für ihn ein Akt der
Befreiung gewesen. „Komponieren heißt einfach, das musikalische Material noch einmal
neu definieren.“
Bis weit in die 1980er
Jahre hinein hat diese Musique concrète instrumentale
massiven Widerstand hervorgerufen. Die Musik und Helmut Lachenmann selbst
waren jahrzehntelang Anfeindungen ausgesetzt, deren Gemeinheit (auch ad personam) auch
heute noch sprachlos macht. Das ist Geschichte, im doppelten
Sinn. Eine enorme Herausforderung für jeden Interpreten sind
seine Stücke auch heute noch. Im Jahr seines 80. Geburtstags
erfreut sich Helmut Lachenmann aber lange schon höchster Wertschätzung, ja großer Verehrung.
Und längst ist das Feld der Musique concrète instrumentale
nach allen Seiten hin vermessen und kartographiert – musikwissenschaftlich, aber auch in der kompositorischen Praxis. „Touristisch
erschlossen“ sei seine Musik, so drückt der Komponist selbst es
aus. Epigonen, Nachfolger, Zweitverwerter haben seine Ideen aufgenommen und (mal mehr, mal weniger eigenständig) weiterverfolgt, in gewisser Weise ist das „Klang-Design“ der Musique concrete instrumentale sogar erstaunlich populär geworden. Allerdings
wirklich nur das „Design“, die Oberfläche, die „interessanten“ (!)
Klänge, die – so erzählt Lachenmann selbst – ihm immer wieder
von Interpreten angeboten würden: „Herr Lachenmann, ich habe
einen neuen Klang gefunden [rtsch], wollen Sie nicht ein Stück für
mich komponieren?“
Es geht aber nicht um Geräusche, um interessante Klänge, um
Effekte, es geht um ein neues Hören, ein bestimmtes Bewusstsein,
um jene hellwache Wahrnehmung, die der Komponist „Heiterkeit“
nennt. Und die immer wieder, und immer wieder neu, errungen
sein will.
Massentourismus herrscht indes nicht auf dem Terrain der Musique concrète instrumentale. Und auch schulbildend im engeren
Sinn war diese Ästhetik nicht, was wohl auch im Sinne ihres Erfinders ist, der jede lehrbuchhafte Verfestigung sofort „gebrochen“
hätte sehen wollen. Natürlich, bei einigen Komponisten hört man
unschwer, bei wem sie gelernt haben. Aber im Großen und Ganzen
ist es doch so, dass die Strategie des Kompositionslehrers Lachenmann, seine Studenten fundamental zu verunsichern (manchmal
bis an die Grenze ihrer kreativen Produktivität), kaum zu einer subalternen „Nachfolge“ animiert.
Ist also die Musique concrète instrumentale doch zu einer historischen Angelegenheit geworden? (Die natürlich auch heute enorme Wirkung entfaltet, wie jede Aufführung der Kontrakadenz oder
der Tanzsuite mit Deutschlandlied, von Fassade oder Accanto
beweist und wohl auch die heutige Aufführung von Schwankungen
am Rand.) Eine Idee aber, die von den jungen Komponisten eher
ehrfürchtig studiert wird, als dass diese von ihr Besitz ergriffen, sie
sich künstlerisch zu eigen machten?
Bei dieser Frage – der Frage nach der Bedeutung von Lachenmanns Denken und Komponieren für das Heute und Morgen –
setzen die Lachenmann-Perspektiven an, für die dieser Tag mit und
für Helmut Lachenmann der
Auftakt ist. Ein über fast zwei
Jahre sich erstreckendes
europaweites Projekt, das
Aufführungen aller 18 Orchesterwerke durch 18 verschiedene
europäische
Orchester beinhaltet, das
aber vor allem die Bedeutung
von Helmut Lachenmanns
Musik (und seines Denken
über Musik) für das heutige und künftige Komponieren beleuchtet
und seine Musik mit der der Jüngeren konfrontiert.
Diese scheinen – verfolgt man die neuerdings ziemlich hitzigen
Debatten in der Komponistenszene – auf einem ganz anderen Trip.
Es geht um Konzeptkunst, um eine Musik aus dem Alltag heraus,
um das Performative, das Multimediale, um die Einbeziehung digitaler Medien. Entwicklungen, die Helmut Lachenmann mit großem
Interesse, aber auch gehöriger Skepsis verfolgt. Denn um die
Befreiung des Hörens selbst geht es bei all dem nicht so sehr.
Entkleidet man aber – in gut Lachenmann’scher Manier – den
Begriff der Musique concerète instrumentale seinerseits aller Überlagerungen, Deutungen, Zuschreibungen, aller Historisierung, auch
„Moralisierung“, nimmt man ihn nicht als Projektionsfläche, sondern
beim Wort – dann zeigen sich plötzlich, in der Engführung mit Werken jüngerer Komponisten, erstaunliche Parallelen – und zwar bei
Komponisten, die nicht unbedingt als Adepten einer LachenmannÄsthetik gelten. Zwei, die mir in dieser Hinsicht nicht ganz „unschuldig“ zu sein scheinen, finden Sie heute auf dem Programm dieses
Konzerts: Simon Steen-Andersen und Enno Poppe.
Wobei zunächst einmal die Unterschiede auffallen. Helmut
Lachenmann und Enno Poppe? Sind sie nicht höchst unterschiedlich in ihrem Temperament, in ihrem Wollen, in der Klanglichkeit
ihrer Musik, in der kompositorischen Dynamik? Und Simon SteenAndersen? Ist nicht die Elektronik für Simon Steen-Andersen ein
beinahe unverzichtbares Instrument? Wohingegen Helmut Lachenmann die Elektronik weitgehend ausgespart hat, weil beim Weg
durch die Lautsprechermembran das, was seine Musik auszeichnet,
verloren geht?
All das ist ohne Frage richtig. Aber in einem Punkt begegnen sich
diese Komponisten. Sie pflegen einen höchst „materialistischen“
Umgang mit dem Klang. Der nicht von vornherein gleich auf eine
musikhistorische Bedeutungsebene wechselt, sondern zunächst
Die
„Musique concrète instrumentale“
Lachenmanns
als Generationenprojekt
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up to date · III-2015 · Lachenmann 80
L A C H E N M A N N
Lachenmann-Termine
September–Dezember 2015 (Auswahl)
Das Mädchen mit den Schwefelhölzern
Oper Frankfurt 18/9 Premiere
Warsaw Autumn 18/9
Musica Strasbourg 18/9 24/9 3/10
Philharmonie Köln 2/10
Niedersächsische Musiktage
Hannover 4/10
„Die Welt der Partitur ist fragmentiert, Sinnhaftigkeit kann
sich nicht mehr in logische sprachliche Zusammenhänge
retten. Vielmehr sind es die Töne selbst, die beredt werden
und sich zu Bildern entfalten: Lachenmann zieht sie ins
Gestenhafte und Theatralische, verlagert den szenischen Vorgang in
die Musik und gestaltet seine Klänge zugleich so konkret und haptisch, dass sie eine eigene physische Realität eröffnen.“ / “The world
of the score is fragmented, and what is meaningful can no longer
save itself in logical verbal interconnections. It is rather the tones
themselves which are eloquent and unfold into images: Lachenmann pulls them into general and theatrical units, shifts the stage
process into the music and shapes his sounds in such a haptic, tactile way that they unfold their own physical reality.” (Oper Frankfurt)
La Biennale di Venezia 4/10 8/10
Trio Catch-Tournee
8/10 19/10 21/10 20/11 30/11
Casa da Musica Oporto
20/10 12/12
Festival „ZeitGenuss ... zwei Gefühle ...“
Karlsruhe 23/10–28/10
Portraitkonzert „Musik 21 Niedersachsen“
Hannover 30/10
Festival November Music Hertogenbosch
5/11
Lachenmann-Perspektiven Stuttgart
7/11–7/12
Portraitkonzert ensemble unitedberlin
22/11
Rainy Days Luxembourg 26+28/11
cresc... - Biennale für Moderne Musik
Frankfurt und Wiesbaden 27–29/11
Konzerthaus Freiburg 30/11
Akademie der Schönen Künste München
16/12
Parco della musica Rom 17/12
80 am 27. November 2015
herrschende Lehrmeinung, aber doch eine fortdauernde künstlerische Herausforderung. Ein Markstein in der Musikgeschichte, aber
auch ein Prüfstein, ein Fels mitten auf dem Weg des Komponierens, an dem sich junge Komponisten auch mitunter die Ohren blutig stoßen können. Besseres, als das, was Helmut Lachenmann
selbst über Schwankungen am Rand geschrieben hat, kann einem
Komponisten bei der Beschäftigung mit seiner Ästhetik allerdings
nicht passieren: „Nach Abschluss dieses Projekts war ich ein anderer als zuvor – bereit für Abenteuer in anderen Denkzonen. Ich war
jetzt dort, von wo ich glaubte, endlich den Blick überallhin richten
zu können.“
Rainer Pöllmann
LACHENMANN
einmal ganz „konkret“ bei den physikalischen Gegebenheiten seines Entstehens bleibt. […]
Eines darf man bei allen Parallelen allerdings nicht übersehen:
Der Widerstand des Materials, das letzte Zucken vor der Erstarrung
– das sind bei Helmut Lachenmann mehr als nur musikalische
„Sachverhalte“. Für ihn ist die Erforschung der Klänge und die
Befreiung des Hörens immer auch eine „politische“ Angelegenheit.
Nicht intendiert, nicht als kalkulierter Zweck. „Das darf man nicht
wollen“, sagt er. Aber wenn es entsteht, ist die Musik eben auch
Kommentar zur Zeit. In dieser Angelegenheit sind viele jüngere
Komponisten eher zurückhaltend. Auch darum wird es in den
„Lachenmann-Perspektiven“ gehen.
Auch heute ist Helmut Lachenmanns Musik gewiss kein Mainstream, die Ästhetik der Musique concrète instrumentale keine
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up to date · III-2015 · Lachenmann 80
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Termine (Auswahl – alle Termine der „Musik nach 1900“ auf www.breitkopf.com)
September 2015
1
2
15
25
28
1
2
2
3
4
5
Edward Mac Dowell:
Klavierkonzert Nr. 2 d-moll op. 23
Thomas Duis (Klav),
Neue Philharmonie Westfalen,
Ltg. Rasmus Baumann
Recklinghausen, Festspielhaus
Kamen, Konzertaula
Herne, Kulturzentrum
Hamm, Kulturhaus
Erkelenz, Stadthalle
„Sibelius Festival“ in Lahti
Skogsrået op. 15 /
Symphonie Nr. 4 a-moll op. 63
Lahti Symphony Orchestra,
Ltg. Osmo Vänskä
Sibelius Hall, 19.00 h
Drei Stücke op. 116
Jaakko Kuusisto (Vl),
Heini Kärkkäinen (Klav)
Kalevi Aho Hall, 16.30 h
En saga op. 9 / Kullervo op. 7
Johanna Rusanen (S), Waltteri Torikka
(Bar), The Polytech Choir,
BBC Symphony Orchestra,
Ltg. Sakari Oramo
Sibelius Hall, 19.00 h
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
BBC Symphony Orchestra,
Ltg. Okku Kamu
Sibelius Hall, 19.00 h
Der Barde op. 64 /
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Lahti Symphony Orchestra,
Ltg. Jukka-Pekka Saraste
Sibelius Hall, 19.00 h
Die Okeaniden op. 73
Lahti Symphony Orchestra,
Ltg. Okko Kamu
Sibelius Hall, 17.00 h
Hanns Eisler: Lieder
in der Revue „Es wechseln die Zeiten“
Berliner Ensemble
3 Berlin, Berliner Ensemble
weiterer Termin im September: 30
André-Ernest-Modeste Grétry:
Guillaume Tell
Musikalische Ltg.: Jonas Ehrler,
Inszenierung: Mengia Caflisch
4 Hausen am Albis, Grandezza
Weitere Aufführungen im September:
5 6 11 12 13 18 19 20 26
Karl Hermann Pillney:
Eskapaden eines Gassenhauers
The Chamber Orchestra of Lapland,
Ltg. John Storgards
4 Rovaniemi, Korundi House of Culture
5 Rovaniemi, Korundi House of Culture
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Pittsburgh Symphony Orchestra,
Ltg. Lorin Maazel
5 Sendung ARD-Nachtkonzert, 02.03 h
8
up to date · III-2015 · September 2015
Jan Dismas Zelenka:
Missa Dei Filii ZWV 20
Dresdner Barockorchester,
Ltg. Peter Kubisch
5 Freiberg, Kirche St. Johannes
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Ein Sommernachtstraum
MWV M 13 op. 61
musica assoluta, Ltg. Torsten Encke
6 Verden/Aller, Gerkenhof
7 Celle, Stadtkirche
8 Hannover, Pavillion
Siegfried Matthus: Responso
Philharmonisches Orchester
Bremerhaven, Ltg. Marc Niemann
7 Bremerhaven, Stadttheater
8 Bremerhaven, Stadttheater
Jean Sibelius: Karelia-Suite op. 11
Malmö Opera Orchestra,
Ltg. Leif Segerstam
9 Malmö, Oper
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 4 a-moll op. 63
Helsinki Philharmonic Orchestra,
Ltg. John Storgards
9 Helsinki, Music Centre, 19.00 h
10 Helsinki, Music Centre, 19.00 h
10
11
12
13
25
Jean Sibelius:
Lemminkäinen op. 22
WDR Sinfonieorchester Köln,
Ltg. Jukka-Pekka Saraste
Wiesbaden, Kurhaus, Rheingau Musik
Festival
Köln, Philharmonie
Köln, Philharmonie
Dortmund, Konzerthaus, 16.00 h
Sendung WDR 3, 20.05 h –
Mitschnitt Köln, 11.09.2015
Anton Bruckner:
Symphonie Nr. 5 B-dur
Beethoven Orchester Bonn,
Ltg. Stefan Blunier
11 Bonn, Beethovenhalle, Beethovenfest
Adriana Hölszky: High Way
Stefan Hussong (Akk),
Taiwan Symphony Orchestra,
Ltg. Wen-Pin Chien
11 Taichung (Taiwan)
Uraufführung
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Orkiestra Filharmonii Dolnoslaskiej,
Ltg. Wojciech Rodek
11 Jelena Dora (Polen), Sala Filharmonii
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Orquesta Sinfónica de Galicia,
Ltg. Dima Slobodeniouk
11 A Coruna, Auditorio
Manuela Kerer: zersplittern
Oktett der Camerata Salzburg
12 Bad Gastein, Böcksteiner Kirche,
10.30 h
Uraufführung ➟ Seite/page 18/19
Helmut Lachenmann: Gran Torso
Minguet Quartett
12 Stuttgart, Liederhalle, Musikfest
Stuttgart, 17.00 h
Jean Sibelius: Kullervo op. 7
Lohja City Orchestra, Ltg. Esa Heikkilä
12 Loviisa, Loviisa Church
Jean Sibelius:
Lemminkäinen und die Mädchen
auf der Insel op. 22/1 /
Lemminkäinen in Tuonela
op. 22/3
Tokyo City Philharmonic,
Ltg. Tadaaki Otaka
12 Tokyo, City Opera
Klaus Huber:
Ein Hauch von Unzeit
Solist des Ensemble
Intercontemporain
13 Poissy, Villa Savoye, 16.00 h
Helmut Lachenmann:
GOT LOST
Yuko Kakuta (S),
Yukiko Sugawara (Klav)
Gesprächskonzert mit dem
Komponisten zur Premiere
am 18. September
13 Frankfurt, Oper, 11.00 h
Jan Sandström: Posaunenkonzert
„Motorbike Concerto“
Frederic Belli (Pos), Orchester des
Staatstheaters Oldenburg,
Ltg. Roger Epple
13 Oldenburg, Staatstheater
14 Oldenburg, Staatstheater
(Verlag Gehrmans, Stockholm)
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Alte Philharmonie Münster,
Ltg. Thorsten Schmidt-Kapfenburg
13 Münster, Waldorfschule
Jean Sibelius: In memoriam op. 59
Lahti Symphony Orchestra,
Ltg. Okko Kamu
16 Häämeenlinna, Cultural Centre
17 Lahti, Sibelius Hall
Ludwig van Beethoven:
Egmont op. 84
Hamburger Camerata,
Ltg. Simon Gaudenz
17 Hamburg, Laeiszhalle
18 Itzehoe, Theater
25 Salzgitter, Martin-Luther-Kirche
Termine (Auswahl – alle Termine der „Musik nach 1900“ auf www.breitkopf.com)
September 2015
Hanns Eisler
International Symposium
„Neue Sachlichkeit, Political
Music, or Vernacular Avantgarde?
Eisler and his Contemporaries“
17 Kopenhagen (bis 19. September)
Lieder und Texte
Helene Gjerris (Mez), Figura Ensemble
Sabine Berends, Paul Clements
(Lesung)
17 Fredriksberg, Riddersalen
Die Rundköpfe und die Spitzköpfe
op. 45
Oktoberkoret, The Orchestra,
Ltg. Erik Jacobsson
18 Blixen Hall
Anton Bruckner / Hanns Eisler:
Symphonie Nr. 7 E-dur
Thomas Christian Ensemble
18 Linz, Brucknerhaus, Internationales
Brucknerfest
Hanspeter Kyburz: ibant obscuri
Helmut Lachenmann:
Kontrakadenz
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden
und Freiburg, Ltg. Pascal Rophé
18 Straßburg, Palais de la musique et de
congrès, Festival „Musica“, 20.30 h
21 Sendung France Musique, 20.00 h
Helmut Lachenmann: Air
Hubert Zemler (Perc), Polnish National
Radio Symphony Orchestra,
Ltg. Alexander Liebreich
18 Warschau, Warsaw Autumn
Helmut Lachenmann:
Das Mädchen mit den
Schwefelhölzern
Helmut Lachenmann (Spr),
Musikalische Ltg.: Erik Nielsen,
Matthias Hermann,
Inszenierung: Benedikt von Peter
18 Frankfurt, Oper
Premiere ➟ Seite/page 7
6 Oper extra (Einführungsmatinee)
Frankfurt, Oper, 11.00 h
weitere Termine im September:
20 (15.30 h) 21 23 24 26 27
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Schwäbisches Jungendsinfonieorchester, Ltg. Allan Bergius
18 Babenhausen, Schulaula
19 Betzigau, Bürgerhaus
20 Augsburg, Kongress am Park
Siegfried Kurz:
Trompetenkonzert op. 23
Sinfonieorchester Lübbecke,
Ltg. Heinz-Hermann Grube
19 Lübbecke, Stadthalle
20 Minden, Stadtsparkasse
Ludwig van Beethoven: Leonore
Hanns Eisler:
Über den Selbstmord
im Opernprojekt „Ludwig van
Beethoven – Fidelio“
Musikalische Ltg.: Victor Puhl,
Inszenierung: Tilman Knabe
19 Trier, Theater
Premiere
weiterer Termin im September: 29
weitere Termine im Oktober:
11 17 23 25 30
Jean Sibelius:
Karelia-Ouvertüre op. 10
Sinfonieorchester des Landkreises
Kaiserslautern, Ltg. Christian Weidt
20 Kaiserslautern, Fruchthalle, 17.00 h
José M. Sánchez-Verdú: Mural
Janácek Philharmonic Orchestra,
Ltg. Zsolt Nagy
20 Warschau, Philhamonic Concert Hall,
Warsaw Autumn
Adolf Busch: Divertimento op. 30
Sächsische Staatskapelle Dresden,
Ltg. Alessandro De Marchi
22 Dresden, Schlosskapelle des
Residenzschlosses
Miklós Rózsa: Violakonzert op. 37
Orchestra „EXCELSIS“,
Ltg. Tomohiro Oura
22 Suginami City, Kokaido Hall
Nicolaus A. Huber: Hímeros
Mirjam Schroeder (Hfe),
Rie Watanabe (Schl)
23 Köln, Tenri Kulturwerkstatt
Clara Schumann:
Klavierkonzert a-moll op. 7
Claire-Marie Le Guay (Klav),
Orchestre Philharmonique Royal de
Liège, Ltg. Christian Arming
23 Bruxelles, Parlais des Beaux-arts
25 Liège, Salle Philharmonique
Helmut Lachenmann: Mouvement
Ensemble Linea,
Ltg. Jean-Philippe Wurtz
24 Straßburg, Auditorium, Festival
„Musica“, 20.30 h
5/10 Sendung France Musique, 20.00 h
Jean Sibelius: Kullervo op. 7
Lohja City Orchestra, Ltg. Esa Heikkilä
24 Lohja, Laurentius Hall
24
25
28
29
30
Jean Sibelius: Kullervo op. 7
Orquesta Sinfónica de Euskadi,
Ltg. Ari Rasilainen
Vitoria, Teatro Principal
Pamplona, Auditorio Baluarte
Donostia, Auditorio Kursaal
Donostia, Auditorio Kursaal
Bilbao, Palacio de Euskadi
Anton Bruckner:
Symphonie Nr. 5 B-Dur
BundesSchulMusikOrchester,
Ltg. Kiril Stankow
25 Weimar, Weimarhalle
26 Jena, Volkshaus
Mikis Theodorakis: Axion esti
Chor der Universität Essen,
Folkwang Kammerorchester
25 Unna, Stadthalle
Georg Friedrich Händel:
Partenope HWV 27
Musikalische Ltg.: Wolfgang Kupke,
Inszenierung: Anna Siegmund-Schulze
25 Bad Lauchstädt, Goethe-Theater
Premiere
weitere Termine: 26/9 2/10 3/10
(insgesamt 10 Aufführungen geplant)
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Philharmonisches Orchester Trier,
Ltg. Victor Puhl
26 Trier, Theater
Hans Zender:
Schuberts „Winterreise“
Christoph Prégardien (T),
notabu.ensemble.neue musik,
Ltg. Mark-Andreas Schlingensiepen
26 Düsseldorf, Tonhalle
Hans Zender:
Schumann-Phantasie
Oporto Symphonic Orchestra,
Ltg. Brad Lubman
26 Oporto, Casa da Música, 18.00 h
Jean Sibelius:
Die Okeaniden op. 73
Robert-Schumann-Philharmonie,
Ltg. Hermann Bäumer
27 Chemnitz, Opernhaus, 10.30 h
Jean Sibelius:
Lemminkäinen op. 22
Gürzenich-Orchester Köln,
Ltg. Hannu Lintu
27 Köln, Philharmonie, 11.00 h
Jean Sibelius: Klavierwerke
Vortragskonzert von Folke Gräsbeck
29 Berlin, Finnland Institut, 19.00 h
Hanspeter Kyburz
„Musique et philosophie“
Gespräch mit Philippe Manoury
30 Straßburg, Bibliothèque Nationale
Universitaire, Festival „Musica“, 12.30 h
Udo Zimmermann: Weiße Rose
Musikalische Ltg.: Thomas Kerbl,
Inszenierung: Hans-Joachim Frey
30 Linz, Brucknerhaus, Brucknerfest
Premiere
weitere Termine: 3/10 4/10
up to date · III-2015 · September 2015
9
Termine (Auswahl – alle Termine der „Musik nach 1900“ auf www.breitkopf.com)
Oktober 2015
Márton Illés: Torso V
in der Tanz-Produktion „Bronze by
Gold“
Asasello Quartett, Choreografie:
Stephanie Thiersch
1 Bonn, Halle Beuel, Beethovenfest
Premiere
2 Bonn, Halle Beuel, Beethovenfest
13/11Düsseldorf, Tanzhaus
14/11Düsseldorf, Tanzhaus
26/11Darmstadt, Staatstheater
27/11Darmstadt, Staatstheater
4/12 Wiesbaden, Hessisches Staatstheater
5/12 Wiesbaden, Hessisches Staatstheater
Jean Sibelius: Frühlingslied op. 16
NDR Sinfonieorchester,
Ltg. Andris Poga
1 Kiel, Schloss
2 Hamburg, Laeiszhalle
3 Wismar, St. Georgen-Kirche, 18.00 h
Ferruccio Busoni: Concerto op. 39
Narodowej Philharmonic Orchestra
and Choir, Ltg. Jacek Kaspszyk
2 Warschau, Narodowej Philharmony
Julius Klengel:
Doppelkonzert e-moll op. 45
Jens Peter Maintz, Wolfgang Emanuel
Schmidt (Vc), Hofer Symphoniker,
Ltg. Hermann Bäumer
2 Hof, Freiheitshalle
Martin Smolka:
Quand le tympan de l’oreille porte
le poids du monde
Orchestre philharmonique de Monte
Carlo, Ltg. Oleg Caetani
4 Monte Carlo, Auditorium Rainier III
Uraufführung
Siegfried Matthus: Ariadne
Filippo Bettoschi (Bar),
Philharmonisches Orchester
Bremerhaven, Ltg. Marc Niemann
5 Bremerhaven, Stadttheater
6 Bremerhaven, Stadttheater
7 Bremerhaven, Stadttheater
Jean Sibelius: Kullervo op. 7
Johanna Rusanen-Kartano (S), Markus
Nieminen (Bar), Honvéd Male Choir,
Pannon Philharmonic Orchestra,
Ltg. Tibor Bogányi
6 Budapest, Liszt Academy, 19.00 h
8 Pécs, Kodály Centre, 19.00 h
Josef Suk:
Scherzo fantastique op. 25
Orquestra Simfònica de Barcelona,
Ltg. Clemens Schuldt
6 Barcelona, L'Auditori
weitere Termine: 30/10 31/10 1/11
Clara Schumann:
Klavierkonzert a-moll op. 7
Im Ballett „Geliebte Clara“
Musikalische Ltg.: Markus L. Frank,
Choreographie: Jutta Ebnother
9 Nordhausen, Theater
Premiere
weitere Termine:
18/10 28/10 7/11 13/11 13/12
Jean Sibelius: Orchesterlieder
Kirkkonummen Chamber Orchestra,
Ltg. Jukka Lisakkila
10 Kirkkonummen, Parish Hall
José M. Sánchez-Verdú:
Arquitecturas del limite
Platypus Ensemble Vienna,
Ltg. Jaime Wolfson
10 Wien, Echoraum
Jan Dismas Zelenka:
Missa votiva e-moll ZWV 18
Orchester La banda, Ltg. Gerd Guglhör
10 München, Antiquarium
11 Burghausen, Klosterkirche
Raitenhaslach
Misato Mochizuki:
La chambre claire
Ensemble Musikfabrik
11 Chicago
Helmut Lachenmann: Tableau
WDR Sinfonieorchester,
Ltg. Peter Rundel
2 Köln, Philharmonie
Livesendung WDR 3, 20.05 h
Franz Liszt: Orpheus
Richard Wagner:
Faust-Ouvertüre WWV 59
Osaka Symphony Orchestra,
Ltg. Hiroshi Kodama
7 Osaka, Opera City Concert Hall
Helmut Lachenmann:
Klangschatten – mein Saitenspiel
Yukiko Sugawara u. a. (Klav),
Sinfonieorchester der Musikhochschule Dresden, Ltg. Ekkehard Klemm
14 Dresden, Musikhochschule
Jean Sibelius: Canzonetta op. 62a
/ Romanze in C op. 42
Studenten der Hochschulen Weimar
und Leipzig, Ltg. Peter Hörr
2 Heringsdorf, Kaiserbädersaal
Hans Zender:
Claude Debussy: Fünf Préludes
Orchester des Staatstheaters
Wiesbaden, Ltg. Zsolt Hamar
7 Wiesbaden, Kurhaus
Isabel Mundry:
Dufay-Bearbeitungen
Het SPECTRA Ensemble
14 Brugge, Concertgebouw
Hanns Eisler: Ernste Gesänge
3 Detmold, Stadttheater
Hanspeter Kyburz: ptyx
Helmut Lachenmann: Tableau
Grau-Schumacher Piano Duo, WDR
Sinfonieorchester, Ltg. Peter Rundel
3 Straßburg, Palais de la musique,
Festival „Musica“, 20.30 h
Uraufführung (ptyx)
19 Sendung France Musique, 20.00 h
Helmut Lachenmann:
Streichquartett Nr. 3 „Grido“
Ensemble Musikfabrik
4 Venedig, La Biennale di Venezia
10
Helmut Lachenmann: „... zwei
Gefühle ..., Musik mit Leonardo“
Helmut Lachenmann (Spr), SWRSinfonieorchester Baden-Baden und
Freiburg, Ltg. Lothar Zagrosek
4 Hannover, Landesfunkhaus,
Niedersächsische Musiktage, 17.00 h
up to date · III-2015 · Oktober 2015
Helmut Lachenmann:
Allegro sostenuto
Trio Catch
8 Luxemburg, Philharmonie
19 Brüssel, BOZAR
21 Barcelona, Palau de la Musica
20/11Hamburg, Kampnagel, Greatest Hits
Festival
30/11Küsnacht,
„OHRENAUF!“, 13.15 h
Helmut Lachenmann: Trio fluido
Ensemble Recherche
8 Venedig, Sala delle Colonne,
La Biennale di Venezia
Jean Sibelius: Luonnotar op. 70 /
Orchesterlieder / Tapiola op. 112
Turku Philharmonic Orchestra,
Ltg. Leif Segerstam
8 Turku, Concert House
9 St. Petersburg, Mariinski Concert Hall
Jean Sibelius: Rakastava op. 14
Münchner Kammerorchester,
Ltg. Alexander Liebreich
14 Dornbirn, Kulturhaus
15 München, Prinzregententheater
Jean Sibelius: Karelia-Suite op. 11
Symphonieorchester des Bayerischen
Rundfunks, Ltg. Mariss Jansons
15 München, Philharmonie
16 München, Philharmonie
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Tiroler Symphonie Orchester
Innsbruck, Ltg. Otto Tausk
15 Innsbruck, Congresshalle
16 Innsbruck, Congresshalle
Helmut Lachenmann: Mouvement
Contemporary Music Ensemble,
Ltg. Guillaume Bourgogne
16 Montréal, Pollack Hall
Termine (Auswahl – alle Termine der „Musik nach 1900“ auf www.breitkopf.com)
Oktober 2015
Anton Bruckner / Hanns Eisler:
Symphonie Nr. 7 E-dur
Deutsche Kammerakademie Neuss
am Rhein, Ltg. Lavard Skou Larsen
21 Neuss, Zeughaus
Nikolai Rimskij-Korsakow:
Das Märchen vom Zaren Saltan
Musikalische Ltg.: Andreas Schüller,
Inszenierung: Arne Böge
16 Dresden, Staatsoperette
Premiere
weitere Termine:
17/10 18/10 20/10 2/12 3/12
16
17
19
20
21
23
Jean Sibelius: En saga op. 9
Lahti Symphony Orchestra,
Ltg. Okko Kamu
Katowice
Krakau
Wien, Konzerthaus
Zagreb
Ljubljana, Kultur- und Kongresszentrum
Salzburg, Festspielhaus
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Högskolan Orkester, Ltg. Petri Sakari
16 Göteborg, Musikhochschule
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Orchestre de l’Opéra de Lyon,
Ltg. Kazushi Ono
17 Lyon, Opera
Giovanni Bottesini:
Kontrabasskonzert Nr. 2 h-moll
Marcus Posselt (Kb), Orchester des
Nationaltheaters Mannheim,
Ltg. Lorenzo Di Toro
18 Mannheim, Nationaltheater
Jean Sibelius:
Die Okeaniden op. 73
Sinfonieorchester Aachen,
Ltg. Hermann Bäumer
18 Aachen, Theater, 18.00 h
19 Aachen, Theater
Peter Tschaikowsky:
Jolanthe op. 69
Musikalische Ltg. Jan Latham-Koenig,
Inszenierung: Zbynek Müller
22 Prag, Nationaltheater
Premiere
weitere Termine:
23/10 1/11 20/11 25/11
23
26
27
28
28
Jean Sibelius: En saga op. 9
Wiener Philharmoniker,
Ltg. Leonard Eröd
18 Wien, Konzerthaus, 10.30 h
Jean Sibelius: In memoriam op. 59
/ Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
China NCPA Concert Hall Orchestra,
Ltg. Leif Segerstam
18 Beijing, Concert Hall
Helmut Lachenmann: Concertini
Remix Ensemble, Ltg. Peter Rundel
20 Oporto, Casa da Música
Modest Mussorgskij / Maurice
Ravel: Tableaux d’une exposition
Cheonan Philharmonic Orchestra,
Ltg. Goo Mo-young
20 Cheonan (Republik Korea), Culture &
Art Center
29
Helmut Lachenmann beim
Festival „ZeitGenuss ... zwei
Gefühle ...“ an der Musikhochschule Karlsruhe
Toccatina
Alwyn Tomas Westbrooke (Vl)
Wolfgang-Rihm-Forum
Karlsruhe Meisterklassen:
„MUTprobe I“ – Interpretation
zeitgenössischer Musik mit
Helmut Lachenmann
Musikhochschule (bis 29. September)
Ein Kinderspiel / GOT LOST
Elisabeth Keusch (S), Helmut
Lachenmann, Yukiko Sugawara (Klav)
Wolfgang-Rihm-Forum
„Neue Musik, quo vadis?“
Zur Situation der zeitgenössischen
Musik im 21. Jahrhundert
Podiumsgespräch mit Helmut
Lachenmann u. a., Moderation:
Achim Heidenreich
Velte-Saal, 18.00 h
Dritte Stimme zu J. S. Bachs
zweistimmiger Invention d-moll
BWV 775
Stefan Conradi, Bernd Gehlen (Git),
Theo Nabicht (KbKlar)
Velte-Saal, 19.00 h
Consolation II / Ein Kinderspiel /
Guero / Trio fluido / Wiegenmusik
/ „... zwei Gefühle ...“, Musik mit
Leonardo
Helmut Lachenmann (Spr), Studenten
der Hochschule, Chor der Hochschule,
Ensemble für Neue Musik,
Ltg. Gérard Buquet
Wolfgang-Rihm-Forum
Franz Liszt: Eine Faust-Symphonie
Orquesta y Coro Nacionales de
España, Ltg. Guillermo Garcia Calvo
23 Madrid, Auditorio Nacional de Música
24 Madrid, Auditorio Nacional de Música
25 Madrid, Auditorio Nacional de Música
José M. Sánchez-Verdú:
Nosferatu. Eine Symphonie des
Grauens
Orquesta Filharmónica de Montevideo,
Ltg. José M. Sánchez-Verdu
23 Buenos Aires, Teatro Colon
27 Montevideo, Teatro Solis
David-Tage in Ellwangen
Johann Nepomuk David:
Kammermusik
Lukas David (Vl) u. a.
23 Speratushaus
Chor- und Orgelkonzert
24 Evangelische Stadtkirche
Kammermusik-Matinée
EOS-Trio
25 Musikschule, 11.00 h
Helmut Lachenmann: Accanto
Shizuyo Oka (Klar), Orquestra Sinfónica do Porto, Ltg. Baldur Brönnimann
24 Oporto, Casa da Música, 18.00 h
Helmut Lachenmann: Dal niente
Fie Schouten (Klar)
25 Tilburg, Museum De Pont, 14.00 h
Helmut Lachenmann:
Ein Kinderspiel / GOT LOST
Elisabeth Keusch (S), Helmut
Lachenmann, Yukiko Sugawara (Klav)
25 Leuven, STUK, 20.30 h
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Lisbon Metropolitan Orchestra,
Ltg. Eivind Gullberg Jensen
25 Lissabon
Jan Dismas Zelenka:
Missa votiva ZWV 18
Neumeyer Consort, Ltg. Markus Stein
25 Merzig, Kirche St. Maria Magdalena
8/11 Hofheim, Thomaskirche
„Jean Sibelius e l'Italia“
Internationale Tagung
28 Rom (bis 30. Oktober)
29
30
3/11
4/11
Anton Bruckner:
Symphonie Nr. 7 E-dur
Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester, Ltg. Peter Sommerer
Husum, NCC
Rendsburg, Theater
Schleswig, AP Moeller Skolen
Flensburg, Deutsches Haus
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Collegium Musicum Köln,
Ltg. Michael Ostrzyga
29 Köln, Universität
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Orquesta de Baleares, Ltg. Joji Hattori
29 Palma de Mallorca, Auditorium
Helmut Lachenmann:
Allegro sostenuto / Gran Torso /
Streichquartett Nr. 2 „Reigen
seliger Geister“
Das Neue Ensemble, DaphnisQuartett, Gerhard-Quartett
30 Hannover, NDR-Sendesaal, Musik 21
Jean Sibelius: Orchesterlieder
Finnish National Opera Orchestra,
Ltg. Ville Matvejeff
31 Helsinki, Johannes Church
up to date · III-2015 · Oktober 2015
11
Termine (Auswahl – alle Termine der „Musik nach 1900“ auf www.breitkopf.com)
November 2015
Niels Wilhelm Gade:
Novelletten E-dur op. 58
Jean Sibelius: Canzonetta op. 62a
Orchestre d'Auvergne,
Ltg. Roberto Forés Veses
1 Clermont-Ferrand, Opéra
Jean Sibelius: In memoriam op. 59
ArkA Symphony Orchestra,
Ltg. Manon Mejis
1 Maastricht, St. Jan
Helmut Lachenmann: Allegro
sostenuto / Salut für Caudwell
Aart Strootmann, Seth Josel (Git), Fie
Schouten (Klar), Eva van de Poll (Vc),
Keiko Shichijo (Klav)
3 Tilburg, De Link, 20.15 h
5
5
5
5
Helmut Lachenmann bei „November Music“ in Hertogenbosch
Ein Kinderspiel / SERYNADE /
Wiegenmusik
Yukiko Sugawara, Helmut Lachenmann
(Klav)
De Toonzaal, 12.00 h
Allegro sostenuto / Salut für
Caudwell
Aart Strootmann, Seth Josel (Git), Fie
Schouten (Klar), Eva van de Poll (Vc),
Keiko Shichijo (Klav)
De Toonzaal, 14.00 h
Streichquartette Nr. 2 „Reigen
seliger Geister“ / Nr. 3 „Grido“
Quatuor Diotima
De Toonzaal, 15.30 h
Accanto
Nina Janssen-Deinzer (Klar), Philharmonie Zuidnedeland, Ltg. Bas Wiegers
Grote Kerk, 19.00 h
José M. Sánchez-Verdú:
Portraitkonzert
Studierende der Musikhochschule
Dresden, Ltg. Thomas Westbrooke
4 Dresden, Musikhochschule
➟ Seite/page 16/17
Jean Sibelius:
Lemminkäinen op. 22
Helsinki Philharmonic Orchestra,
Ltg. Susanna Mälkki
4 Helsinki, Music Centre, 19.00 h
5 Helsinki, Music Centre, 19.00 h
Misato Mochizuki:
Le Fil blanc de la cascade
Orchestra of Japan Cultural Insitute,
Ltg. Yoichi Sugiyama
5 Rom, Teatro Olimpico
Jean Sibelius:
Karelia-Suite op. 11 / Die Okeaniden op. 73 / Tapiola op. 112
Minnesota Orchestra,
Ltg. Osmo Vänskä
5 Minneapolis, Orchestra Hall, 11.00 h
6 Minneapolis, Orchestra Hall
Jean Sibelius: Kullervo op. 7
Johanna Rusanen-Kartano (S), Ville
Rusanen (Bar), Mieskuoro, Oulu
Sinfonia, Ltg. Johannes Gustavssoon
5 Oulu, Madetoja Hall, 19.00 h
12
up to date · III-2015 · November 2015
Jean Sibelius:
König Kristian II.-Suite op. 27
Kuopio Symphony Orchestra,
Ltg. Alberto Hold-Garrido
5 Kuopio, Music Centre
Jean Sibelius:
Lemminkäinen op. 22
Helsingborg Symfonieorkester,
Ltg. Stefan Solyom
5 Helsingborg, Konserthus
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Danish National Symphony Orchestra,
Ltg. Thomas Søndergard
5 Kopenhagen, Konzerthaus
Etienne Nicolas Méhul:
Symphonie Nr. 1 g-moll
Carl Stamitz:
Violoncellokonzert C-Dur
Benedict Kloeckner (Vc),
Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz,
Ltg. Christoph-Mathias Mueller
6 Ludwigshafen, Friedenskirche
7 Karlsruhe, Hochschule für Musik
Jean Sibelius: Luonnotar op. 70
Helena Juntunen (S),
Japan Philharmonic Orchestra,
Ltg. Pietari Inkinen
6 Tokio, Suntory Hall, 19.00 h
7 Tokio, Suntory Hall, 14.00 h
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Yale Philharmonia,
Ltg. Sarah Ioannides
6 Yale, Woolsey Hall
7
7
13
14
14
16
19
20
4/12
4/12
5/12
Manuela Kerer (+ Arturo Fuentes):
Whatever Works
Musikalische Ltg. Simeon Pieronkoff,
Inszenierung: Michael Scheidl
7 Wien, Rabenhoftheater, „Wien Modern“
Uraufführung
weitere Termine im November: 8 12
➟ Seite/page 18/19
Helmut Lachenmann:
Mouvement (– vor der Erstarrung)
Kunitachi Philharmoniker,
Ltg. Yasuaki Itakura
7 Kunitachi, College of Music Recital Hall
José M. Sánchez-Verdú:
Libro del frío
Carlos Mena (CounterT), Dresdner
Philharmonie, Ltg. Simone Young
7 Dresden, Frauenkirche
➟ Seite/page 16/17
Robert Schumann: Szenen aus
Goethes „Faust“ WoO 3
Orchester der Musikgemeinschaft
Marl, Ltg. Wolfgang Endrös
7 Marl, Theater
5/12
5/12
6/12
6/12
7/12
7/12
Helmut Lachenmann beim
Festival „LachenmannPerspektiven“ in Stuttgart
Consolation I / Fassade
ChorWerk Ruhr, Ltg. Michael Alber,
Projektorchester „LachenmannPerspektiven Baden-Württemberg“,
Ltg. Matthias Hermann
Messe, 17.00 h
SERYNADE
Yukiko Sugawara (Klav)
Messehalle C
Toccatina
Marco Fusi (Vl)
Theaterhaus
Trio fluido
Ensemble Recherche
Theaterhaus
(Nicolaus A. Huber:)
WEISSE RADIERUNG
(Lachenmann:) Les Consolations
SWR Vokalensemble Stuttgart, RadioSinfonieorchester Stuttgart des SWR,
Ltg. Peter Rundel
Theaterhaus
„Lachenmann-Labo(h)r“
Moderation: Rafael Rennicke
Staatstheater
Schreiben
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des
SWR, Ltg. Michel Tabachnik
Liederhalle
Liederhalle
Salut für Caudwell
Timm Roller, Thilo Ruck (Git)
Musikhochschule, 16.00 h
GOT LOST
Nuria Richter (S), Talvi Hunt (Klav)
Musikhochschule
Allegro sostenuto
Felix Behringer (Klar), Hanna Kölbel
(Vc) Everett Hopfner (Klav)
Musikhochschule, 14.00 h
temA
Natasha Lopez (S), Sabine Beisswenger (Fl), Marie Louise Lind (Vc)
Musikhochschule, 17.00 h
Notturno
Hugo Rannou (Vc), echtzeitEnsemble
Musikhochschule,
Gran Torso / Streichquartett Nr. 3
„Grido“
Arméi Quartett, Arditti Quartet
Theaterhaus, 17.00 h
Tanzsuite mit Deutschlandlied
Arditti Quartet, Staatsorchester
Stuttgart, Ltg. Sylvain Cambreling
Liederhalle, 11.00 h
Ein Kinderspiel
Geburtstagssuite für Helmut
Lachenmann von Schülerinnen und
Schülern aus der Region Stuttgart
Liederhalle, 17.30 h
Tanzsuite mit Deutschlandlied
Interpreten wie 6/12
Stuttgart, Liederhalle
Ludwig van Beethoven / Felix
Weingartner: Sonate B-dur
„Hammerklavier-Sonate“ op. 106
Beethoven Orchester Bonn,
Ltg. Dorian Wilson
8 Bonn, Beethovenhalle
Termine (Auswahl – alle Termine der „Musik nach 1900“ auf www.breitkopf.com)
November 2015
Adriana Hölszky: Monolog
Jörg Birkenkötter:
Vorgespräch über Fragment
Angelika Luz (S), Ralf Heiber (Klav),
David Moss (Pk)
8 Wien, Brotfabrik, „Wien Modern“,
16.00 h
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Orchestre National de Lyon,
Ltg. Antoine Glatard
8 Lyon, Auditorium
Hanns Eisler: Nacht und Nebel
Kammersymphonie Berlin,
Ltg. Jürgen Bruns
9 Berlin, Konzerthaus
Márton Illés: Torso V
Doelen Kwartet
13 Wageningen, Museum Het Depot
15 Nijmegen, Galerie Marzee, 16.00 h
Hanspeter Kyburz: ptyx
Grau-Schumacher Piano Duo
13 Zürich, Tonhalle, Tage für Neue Musik,
22.00 h
Jean Sibelius:
Finlandia op. 26 / KareliaOuvertüre op. 10 / Luonnotar
op. 70 / Orchesterlieder /
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Karita Mattila (S), Philharmonie Oslo,
Ltg. Jukka-Pekka Saraste
13 Oslo, Philharmonie
Hanns Eisler: Kantate auf denTod
eines Freundes
Het Collectiv
10 Leper (Belgien), OC Het Perron
14 Metz, L’Arsenal
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Symphonieorchester des Bayerischen
Rundfunks, Ltg. Mariss Jansons
13 München, Herkulessaal
Jean Sibelius: Finlandia op. 26
Göteborger Symphoniker,
Ltg. Kent Nagano
10 Köln, Philharmonie
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Sveriges Radio-Orkester,
Ltg. Herbert Blomstedt
13 Stockholm, Berwaldhallen
14 Stockholm, Berwaldhallen
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Philharmonisches Orchester Freiburg,
Ltg. Fabrice Bollon
10 Freiburg, Konzerthaus
12
13
14
15
Franz Liszt:
Eine Faust-Symphonie /
Symphonie zu Dantes „Divina
Commedia“
DeFilharmonie,
Ltg. Philippe Herreweghe
Brüssel, Paleis voor Schone Kunsten
Antwerpern, de Singel
Antwerpen, de Singel
Gent, de Bijloke
Robert Schumann:
Messe c-moll op. 147
Jenaer Philharmonie, Ltg. Berit Walther
12 Jena, Volkshaus
Jean Sibelius:
Serenata Nr. 2 g-moll op. 69b
Orchestre Régional Poitou-Charentes,
Ltg. Jurien Hempel
12 Poitiers
13 Niort
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Symphony Orchestra of Vanemuise
Theatre, Ltg. Paul Mägi
12 Tallin, Estonian Concert Hall, 19.00 h
13 Tallin, Estonian Concert Hall, 19.00 h
12
13
14
15
Josef Suk:
Scherzo fantastique op. 25
Bamberger Symphoniker,
Ltg. Jakub Hrusa
Bayreuth, Stadthalle
Schweinfurt, Theater
Bamberg, Konzerthalle
Bamberg, Konzerthalle
Isabel Mundry:
Non-Places, ein Klavierkonzert
Nicolas Hodges (Klav),
ORF Symphonieorchester Wien,
Ltg. Sylvain Cambreling
19 Wien, Konzerthaus, „Wien Modern“
Jean Sibelius:
Die Okeaniden op. 73
Orquesta Sinfónica de Galicia,
Ltg. Dima Slobodeniouk
19 Vigo, Teatro Afundación
20 A Coruna, Auditorio de A Coruna
Jean Sibelius:
Lemminkäinen op. 22
Tampere Filharmonia,
Ltg. Eva Ollikainen
20 Tampere, Tampere Talon, 19.00 h
Jean Sibelius:
Die Okeaniden op. 73
Orquesta Nacional de Espana,
Ltg. Susanna Mälkki
20 Madrid, Auditorio Nacional de Música
weitere Termine: 21 22
Jean Sibelius: Orchesterlieder
Jyväskylä University Symphony
Orchestra, Ltg. Noora Määttä
21 Jyväskylä, University
Josef Suk:
Scherzo fantastique op. 25
Philharmonisches Staatsorchester
Mainz, Ltg. Clemens Schuldt
13 Mainz, Theater
14 Mainz, Theater
Helmut Lachenmann: Concertini /
Guero / Pression / Toccatina
Yoriko Ikeya (Klav), Stephan Kalbe
(Vl), Lea Rahel Bader (Vc), ensemble
unitedberlin, Ltg. Renato Rivolta
22 Berlin, Konzerthaus
Márton Illés:
Psychogramm II „Rettegös“
Boglárka Pecze (Klar)
14 Badenweiler, Kurhaus, „Badenweiler
Musiktage“, 18.00 h
Jean Sibelius: Tapiola op. 112
Hibiki Symphony Orchestra,
Ltg. Munetoshi Tanaka
22 Amagasaki, Archaic Hall
Robert Schumann: Szenen aus
Goethes „Faust“ WoO 3
Adhoc Orchester
14 Hannover, Marktkirche
Robert Schumann: Vom Pagen
und der Königstochter op. 140
Sinfonietta Dresden,
Ltg. Ekkehard Klemm
15 Dresden, Musikhochschule
Hans Zender: 33 Veränderungen
über 33 Veränderungen
ensemble KONTRASTE,
Ltg. Guido Johannes Rumstadt
15 Nürnberg, Tafelhalle
Helmut Lachenmann:
Mouvement (– vor der Erstarrung)
Ensemble Contrechamps,
Ltg. Wilson Hermanto
17 Genf, Alhambra
Ferruccio Busoni: Gesang vom
Reigen der Geister op. 47
Luzerner Sinfonieorchester,
Ltg. James Gaffigan
18 Luzern, KKL, 18.30 h
19 Luzern, KKL, 18.30 h
Helmut Lachenmann: Allegro
sostenuto / Salut für Caudwell
Ensemble asamisimasa
23 Oslo, Norwegian Academy of Music
Jean Sibelius:
En saga op. 9 / Lemminkäinen
zieht heimwärts op. 22/4
Örebro Universitetsorkester,
Ltg. Katarina Andreasson
25 Örebro, Universität
Jean Sibelius:
Lemminkäinen op. 22
Orquesta Sinfónica del Principado de
Asturias, Ltg. Rossen Milanov
26 Aviles, Casa de Cultura
27 Oviedo, Auditorio Principe Felipe
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Orchestre de la Suisse Romande
26 Genf
27 Lausanne
Jean Sibelius: Symphonien Nr. 1
e-moll op. 39 / Nr. 2 D-dur op. 43
Lahti Symphony Orchestra,
Ltg. Okko Kamu
26 Tokio, Opera City Concert Hall
up to date · III-2015 · November 2015
13
Termine (Auswahl – alle Termine der „Musik nach 1900“ auf www.breitkopf.com)
November 2015
Helmut Lachenmann beim Festival
„Rainy Days“ in Luxemburg
Ausklang
Pierre-Laurent Aimard (Klav),
Orchestre Philharmonique du
Luxembourg, Ltg. Emilio Pomàrico
26 Philharmonie
Klangschatten – mein Saitenspiel
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden
und Freiburg, Ltg. Pascal Rophé
28 Philharmonie
27
27
28
29
Helmut Lachenmann beim Festival
„cresc... – Biennale für Moderne
Musik“
Gran Torso / Streichquartette Nr. 2
„Reigen seliger Geister“ und Nr. 3
„Grido“
Arditti Quartet
Frankfurt, Holzhausen-Schlösschen,
16.30 h
Air (EMO-Fassung) / Harmonica /
Schwankungen am Rand
Gérard Buquet (Tuba), Rumi Ogawa
(Schl), hr-Sinfonieorchester, Ensemble
Modern Orchestra, Ltg. Brad Lubman
Wiesbaden, Kurhaus
Uraufführung (Air)
Concertini
Ensemble Modern, Ltg. Franck Ollu
Frankfurt, hr-Sendesaal, 11.00 h
Klangschatten – mein Saitenspiel
Robert Regös, Grau-Schumacher Piano
Duo (Klav), hr-Sinfonieorchester,
Ltg. Brad Lubman
Frankfurt, hr-Sendesaal, 15.00 h
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
London Philharmonic Orchestra,
Ltg. Susanna Mälkki
27 London, Royal Festival Hall
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 4 a-moll op. 63
Lahti Symphony Orchestra,
Ltg. Okko Kamu
27 Tokio, Opera City Concert Hall,
19.00 h
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Sächsische Staatskapelle Dresden,
Ltg. Donald Runnicles
29 Dresden, Semperoper, 11.00 h
30 Dresden, Semperoper
1/12 Dresden, Semperoper
Helmut Lachenmann: GOT LOST /
Klangschatten – mein Saitenspiel
Yuko Kakuta (S), Yukiko Sugawara u. a.
(Klav), SWR Sinfonieorchester BadenBaden und Freiburg, Ltg. Pascal Rophé
30 Freiburg, Konzerthaus
14
Dezember 2015
Helmut Lachenmann:
Ein Kinderspiel
Anna D'Errico (Klav)
1 Rom
Jean Sibelius: Lieder
Nina Stemme (S),
Matti Hirvonen (Klav)
3 Zürich, Oper, 19.00 h
Helmut Lachenmann: Pression
Pierre Strauch (Vc)
4 Paris, Philharmonie 2, 20.30 h
Jean Sibelius:
6th International Sibelius
Congress
4 Hämeenlinna (bis 8. Dezember)
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 4 a-moll op. 63
WDR Sinfonieorchester,
Ltg. Jukka-Pekka Saraste
4 Köln, Philharmonie
Livesendung WDR 3, 20.05 h
5 Köln, Philharmonie
Hans Zender:
Schuberts „Winterreise“
Daniel Behle (T), SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg,
Ltg. Stefan Asbury
5 Baden-Baden, Festspielhaus, 19.00 h
8 Donaueschingen, Donauhalle
Jean Sibelius: Tapiola op. 112
Radio Symphony Orchestra Helsinki,
Ltg. Hannu Lintu
6 Helsinki, Musikzentrum
Jean Sibelius: Lieder
Sarah Wegener (S), Götz Payer (Klav)
7 Zürich, Tonhalle
Jean Sibelius: En saga op. 9 /
Luonnotar op. 70
Soile Isokoski (S), Helsinki Philharmonic Orchestra, Ltg. John Storgards
8 Helsinki, Music Centre, 19.00 h
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Sibelius Academy Symphony
Orchestra, Ltg. Atso Almila
8 Järvenpää, Sibelius Hall
10
12
13
14
Jean Sibelius:
Finlandia op. 26 / Kullervo op. 7
Tuija Knihtilä (S), Juha Uusitalo (Bar),
Cor Accadémic Masculi Hélsinki,
Orquestra Simfònica de Barcelona,
Ltg. Ari Rasilainen
Barcelona, L'Auditori
Barcelona, L'Auditori, 19.00 h
Barcelona, L'Auditori, 19.00 h
Saragossa
Anton Bruckner:
Symphonie Nr. 4 Es-Dur
Sapporo Symphony Orchestra,
Ltg. Max Pommer
11 Sapporo, Concert Hall
12 Sapporo, Concert Hall
up to date · III-2015 · November/Dezember 2015
Helmut Lachenmann:
Tanzsuite mit Deutschlandlied
Arditti Quartet, Orquesta Sinfónica do
Porto, Ltg. Peter Rundel
12 Oporto, Casa da Música, 18.00 h
Jean Sibelius:
Der Schwan von Tuonela op. 22/2
/ Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Bamberger Symphoniker,
Ltg. Santtu-Matias Rouvali
12 Bamberg, Konzerthalle
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Sibelius Academy Symphony
Orchestra, Ltg. Atso Almila
12 Helsinki, Music Centre Concert Hall
Misato Mochizuki: Quark II
Thierry Miroglio (Perc),
Ensemble Orchestral Contemporain,
Ltg. Daniel Kawka
15 St-Etienne, Opéra-Théâtre
Uraufführung
Helmut Lachenmann: Gran Torso /
Streichquartette Nr. 2 „Reigen
seliger Geister“ und Nr. 3 „Grido“
Quatuor Diotima
16 München, Akademie der Schönen
Künste
Helmut Lachenmann:
Mouvement (– vor der Erstarrung)
Ensemble Modern
17 Rom, Auditorium Parco della Musica,
20.30 h
19
20
22
23
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Symphonie Nr. 5 d-moll
„Reformationssymphonie“
MWV N 15 (op. 107)
DeFilharmonie,
Ltg. Jan-Willem De Vriend
Antwerpen, Carolus Borromeuskerk
Antwerpen, Carolus Borromeuskerk
Hasselt, Cultuurcentrum
Antwerpern, Carolus Borromeuskerk
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 2 D-dur op. 43
Philharmonisches Orchester
Landestheater Coburg,
Ltg. Roland Kluttig
20 Bad Kissingen, Erlöserkirche, „Kissinger
Winterzauber“, 16.30 h
Jean Sibelius:
Symphonie Nr. 1 e-moll op. 39
Toshima-ku Orchestra,
Ltg. Kazuki Wada
27 Tokyo, Nerima Bunka Center (Japan)
Neu bei Breitkopf
Neuer Verlagsleiter bei
Breitkopf: Nick Pfefferkorn
New Publishing Director at
Breitkopf: Nick Pfefferkorn
Der Leipziger Musikverleger Nick Pfefferkorn (38) tritt am 1. September 2015 in
die Geschäftsleitung des Buch- und Musikverlags Breitkopf & Härtel ein. An der Seite
der Geschäftsführenden Gesellschafterin
Lieselotte Sievers und des Kaufmännischen Leiters Sebastian Mohr wird Pfefferkorn als Verlagsleiter in Wiesbaden für die
Bereiche Lektorat, Werbung und Herstellung verantwortlich sein. Breitkopf &
Härtel, 1719 in Leipzig gegründet und
damit der älteste Musikverlag der Welt,
besitzt durch Urtext-Ausgaben, Musikpädagogik und Neue Musik internationale
Bedeutung. Der in Leipzig seit 1996 durch
textkritische Neuausgaben am Rande des
klassischen und romantischen Repertoires
profilierte Pfefferkorn-Musikverlag wird von
seinem Gründer auch in Zukunft weitergeführt.
As of 1 September 2015, the Leipzig music publisher Nick Pfefferkorn (38) will
join the management of the music and
book publisher Breitkopf & Härtel. Alongside Managing Partner Lieselotte Sievers
and Commercial Director Sebastian Mohr,
Pfefferkorn will take the position of Publishing Director and be in charge of the
Editorial Department, Public Relations and
Production. Founded in 1719 in Leipzig,
Breitkopf & Härtel is the world’s oldest
music publishing house and has gained
international recognition with Urtext editions, music education and contemporary
music. The Pfefferkorn Musikverlag, established in 1996 in Leipzig and esteemed
for text critical new editions from the periphery of the classical and romantic repertoire, will also in future be continued by its
founder.
Best Edition 2015
Breitkopf & Härtel erhält in
Breitkopf & Härtel is this
diesem Jahr den Deutschen
year’s proud recipient of the
Musikeditionspreis „Best EdiGerman Music Edition Award
tion“, und zwar für die Bände
“Best Edition” for Volumes 1
1 und 2 der Sämtlichen
and 2 of the Complete
Orgelwerke von Johann
Organ Works of Johann
Sebastian Bach. Wir sind
Sebastian Bach. We are
stolz auf diese Ehrung und
delighted that the jury has paid
freuen uns, dass die Jury
homage to the contents and
damit auch die inhaltlichen
the design of the edition: “The
und gestalterischen Vorzüge
jury honors the great scholarly
der Ausgabe anerkennt: „Die
and editorial achievement of
Jury würdigt die hohe wissenthis new edition. The series
schaftliche und verlegerische
concept is also innovative inLeistung der neuen Edition.
asmuch as it is conceived
Zudem ist das Reihenkonzept
primarily for practical use yet
also satisfies an academic, phiinnovativ, da es zwar primär
lological interest in scholarly
für die Praxis gedacht ist, aber
findings. Ensuring this is a CDdennoch auch ein wissenROM enclosed with each
schaftlich-philologisches ErWinfried Jacobs, Vizepräsident (Vice President) Deutscher
volume. According to the state
kenntnisinteresse befriedigt.
Musikverleger-Verband; Eva-Maria Hodel, Lektoratsleitung
of the sources, this disc conDafür sorgt eine jedem Band
(Head of Editorial Department) Breitkopf & Härtel
tains early and alternative
beigegebene CD-ROM, die je
versions, works of dubious
nach Quellenlage Früh- und
authenticity as well as organ arrangements of chamber-music works by
Alternativfassungen, Werke zweifelhafter Echtheit sowie OrgelBach. Musicological findings can thus be directly placed at one’s disbearbeitungen Bachscher Kammermusikwerke enthält. Somit
posal for artistic practice – an editorial concept which the jury unaniwerden Erkenntnisse musikwissenschaftlicher Forschung unmously declares prize-worthy. The appearance of the volumes (cover
mittelbar der künstlerischen Praxis zur Verfügung gestellt – ein
design, printing of notation) also reflects the greatest care.”
Editionskonzept, das die Jury einhellig für preiswürdig erklärt.
The edition has been making its way surely but steadily among
Auch das editorische Erscheinungsbild (Einbandgestaltung,
performing artists. Six of the altogether ten volumes can now be purNotensatz) spiegelt größte Sorgfalt.“
chased, and Volume 8 (Organ Chorales of the Leipzig Manuscript,
Inzwischen etabliert sich die Ausgabe immer stärker in der
EB 8808) will be supplementing the series this autumn.
Praxis. Zurzeit sind bereits sechs der zehn Bände im Handel
erhältlich – die Band 8 (Orgelchoräle der Leipziger Handschrift,
EB 8808) wird noch in diesem Herbst erscheinen und die
Reihe ergänzen.
up to date · III-2015 · Neu bei Breitkopf / Best Edition
15
Musik und
Poesie
José M. Sánchez-Verdú
über „Libro del frío“
Komponieren in und für Dresden
Composer-in-residence der Dresdner Philharmonie: die deutsche Erstaufführung von
Libro del frío (Buch der Kälte) markiert am 7. November 2015 in der Frauenkirche den
Beginn der Zusammenarbeit des spanischen Komponisten José M. Sánchez-Verdú mit
dem renommierten Orchester, das bei diesem Konzert von Simone Young geleitet wird.
„Meine Arbeit in Dresden verspricht eine sehr spannende Erfahrung zu werden, denn als
Künstler versuche ich immer, eine musikalische Verbindung zwischen der Tradition und
dem Neuen und Unbekannten herzustellen.“ Danach ruft perspektivisch der Schreibtisch
den Komponisten, denn es sollen als Diptychon zwei neue Werke entstehen, die dann
innerhalb weniger Tage uraufgeführt werden: das Blockflötenkonzert KEMET (Schwarze
Erde) für den Solisten Jeremias Schwarzer, das der Dirigent Andreas Spering im Rahmen
eines Haydn-Programms am 3. und 4. Juni 2016 aus der Taufe hebt, und DESHERET
(Rote Erde) für großes Orchester, in den Abschlusskonzerten der Saison am 18. und 19.
Juni geleitet von Chefdirigent Michael Sanderling. – Doch zunächst Libro del frío, über
das sich der Komponist vor zwei Jahren in der Zeitschrift Sibila ausführlich geäußert hat.
Composing in and for Dresden
Meet the composer-in-residence of the Dresdner Philharmonie: On 7 November 2015
the German first performance of Libro del frío marks the beginning of the collaboration
between the Spanish composer José M. Sánchez-Verdú and the renowned orchestra
that will be conducted in this concert from the Frauenkirche by Simone Young. “My residence in Dresden promises to be a very exciting experience, since as an artist, I always
attempt to throw a musical bridge between tradition and contemporary and little-known
art.” But this is just the beginning for Sánchez-Verdú, for his art demands to be seen from
a different perspective as well: A diptych implies two works that will be created and given
their first performances within a few days of one another: the recorder concerto KEMET
(Black Earth) for the soloist Jeremias Schwarzer, which the conductor Andreas Spering
will premiere in the framework of a Haydn program on 3 and 4 June 2016; and
DESHERET (Red Earth) for full orchestra, conducted by principal conductor Michael
Sanderling in the closing concerts of the season on 18 and 19 June. – But first of all to
Libro del frío and to the extract from the Spanish journal Sibila.
„Licht / luce“ in der Partitur: der Beginn des Interludio I in Libro del frío
16
up to date · III-2015 · José M. Sánchez-Verdú in Dresden
D
ie Bilder der Verse Gamonedas sind
Kataklysmen in meiner Imagination,
klangliche und räumliche Metaphern, auch
voller Texturen, Aromen, Echos, Resonanzen und Farben: sie sind Musik. Seit
Descripción de la mentira (Beschreibung
des Lügens, 1977) ist Antonio Gamoneda
für mich einer der größten Namen der
spanischen Dichtkunst. Musik und Poesie
gehen zusammen – auch weil für Gamoneda die Distanz zwischen Poesie und
Musik minimal klein ist, oder sind sie nicht
sogar das Gleiche? Klang und Resonanz
bilden in seiner Poesie Konstanten: „A la
penumbra auricular no viene nunca el
sonido del amanecer. Muge el silencio en
las ocultas bóvedas y se desliza en tus
membranas. Silban los pájaros y tu pasión
es sorda. Tu no estás ya en tus oídos“ oder
„Aún retumba el ruiseñor en el jardín invisible“. Die Assoziationen zu klanglichen
Welten sind kontinuierlich, seine Bilder
sind voller akustischer Tiefen, mit verfeinerten Naturen oder Echos einer stilisierten Alltäglichkeit, mit seltsamen Abgründen und fernen Gewölben … Die Sinne
sind wach, die Synästhesie ist konstant in
meiner Eigenwahrnehmung als Komponist, der sich der Poesie ganz nah fühlt.
Die innere Welt der Poesie Gamonedas
mit ihren Rhythmen und Tönen bildet
einen musikalischen Raum, ein inneres
und vorrangiges Substrat des letzten Wortes (wahrscheinlich des Stammelns?). Dieses letztes Wort ist eine semantische
Ebene, die bis zum Ende eine musikalische Essenz hervorruft. Gamonada
schreibt: :«¿Es qué va a cesar también la
música?». [Wird auch die Musik enden?]
Ich glaube, ich schätze Gamoneda auch
als Komponist, als einen Musik-Macher,
der mit dem Wortmaterial und mit dessen
Pulsschlag und der Rezitation arbeitet …,
als Konstrukteur von Strukturen, die die
Seiten eines Buches, die Zeit und dann
den Raum seiner Kontemplation und
Wahrnehmung öffnen.
All diese Assoziationen und noch andere gab es, als ich die verschiedenen Sätze
von Libro del frío komponiert hatte. Die
Stimme, das poetische Wort, die Resonanz
und die Melodie von Gamoneda wurden
in die Stimme des befreundeten Countertenors Carlos Mena transponiert, der zuvor
die Rolle des Seminarista in meiner Oper
La viaje a Simorgh (Die Reise zu Simorgh)
im Teatro Real in Madrid gesungen hatte.
Die Orgel ist, wie sonst in kaum einem
anderen Werk, obligater Teil der Musik in
Libro del frío – wegen des Raums und
wegen des Festivals „Internacional de Órgano Catedral de León“, das dieses Projekt
für 2008 initiiert hatte. Die Orgel ist wahrscheinlich das Instrument, das in meinen
Sinnen und meiner Erinnerung mehrere
tiefe Emotionen öffnet.
Jenseits der Klang- und Architekturräume, die beide auf die Texte Gamonedas
zurückgehen, wollte ich in Libro del frío
auch ein spezielles sinnliches Feld öffnen:
den Gebrauch des Lichts in der Partitur als
paralelle Dramaturgie. Die Komposition
durchläuft in ihrer klanglichen Dramaturgie
auch eine Reise durch das Licht. Der
Anfang muss aus der Dunkelheit entstehen, aus der Schattenwelt (der Countertenor fängt nur mit einer Kerze auf dem Pult
an). Und langsam, mit den verschiedenen
Chören und Orchestergruppen im Raum,
öffnet das Licht die ganze Architektur. In
dieser Bewegung auf der Suche nach Licht
werden der Countertenor und die verschiedenen Chöre das Licht im ganzen
Raum verbreiten. Danach kommt die Dunkelheit wieder, selbst wenn die Stimme
„Luz“ (Licht) singt … Das Stück kehrt wieder zum Schatten zurück.
Am Ende der Komposition wird der gregorianische Choral „Salve Regina“ zitiert, er
verbindet intertextuelle Aspekte meinen
persönlichen Erfahrungen. In diesem letzten Gebet des Tages, den sogenannten
„Completas“, erreicht für mich das Offizium seinen Höhepunkt. So ereignet es sich
täglich im Kloster Santa María de Carrizo
bei León, wo die Nonnen diesen Choral
am Ende des Tages singen; das Kloster
bleibt total dunkel und nur ein kleines Licht
beleuchtet die römische Holzskulptur der
Jungfrau. Auch dieses minimale Licht, wird
in Libro del frío klanglich intensiv verwandelt. Noch mehr, ein großer Teil dieser
Komposition entstand zwischen 2007 und
2008 in diesem Kloster, wie viele Arbeiten
in den letzten zehn Jahren. Und weiter,
erst danach wusste ich, dass Jahre zuvor
Gamoneda auch in diesem Kloster war,
und dort hatte er damals zeitweise auch
an den Gedichten von Libro del frío gearbeitet … Santa María de Carrizo und León,
Worte und Musik, Räume und Zeiten, alle
scheinen in einer eigenen Dimension zu
verschmelzen …
Der „Tempel“ – die Kathedrale von
León bei der Uraufführung – war mit all
diesen Elementen der faszinierendste Rahmen, den ich mir vorstellen konnte, um
diese Welten für die Wahrnehmung eines
Publikums darzustellen. Das umfangreiche
Werk (45 Minuten) kann allerdings auch in
anderen größeren steinernen Räumen,
auch in Hangars usw. realisiert werden, in
Räumen, die eine große Resonanz und
insofern Rückkopplung haben. Die Orchestrierung und der Gebrauch des Materials
spielen genau mit diesen Charakteristika,
und sie passen sich an diese akustischen
Qualitäten an. All die genannte Elemente,
die den „musikalischen Grund“ dieses
Werks ausmachen, werden immer anwesend sein.
José M. Sánchez-Verdú
Teilübersetzung des Komponisten aus
Música y luz para un espacio poético y
arquitectónico,
in: Sibila, Heft 41, Januar 2013, S. 48f
Aus dem Gespräch mit dem
Textdichter und dem Komponisten
ANTONIO GAMONEDA: […] Der poetische Gedanke, der Gedanke, nicht die
Sprache, auch wenn ich weiß, dass die
Sprache das Vehikel ist, der poetische
Gedanke ist in seinem Ursprung Musik,
leicht reduziert im rhythmischen Sinn des
Worts. Aber die innere Sprache – der Gedanke ist die innere Sprache, und wenn du
ein rhythmisches Konzept hast, und dein
Gehirn die Fähigkeit hat, rhythmisch zu
denken, dann ist es zu einer rhythmischen
Darstellung der Wörter im Innern fähig,
und dieser Rhythmus ist es auch, wie in
der Musik, der die künftigen Worte und
auch ihre Bedeutungen generiert.
JOSÉ M. SÁNCHEZ-VERDÚ: Man könnte
die Analyse auch noch weiter treiben. Du
sprichst sehr gut vom Rhythmus, aber
diese Analyse wäre auch bei San Juan de
la Cruz, Antonio Machado, Claudio Rodríguez oder José Ángel Valente möglich.
Eine Analyse der Klangqualität der einzelnen Silben, von jedem Wort oder jedem
Vers, und auch eine Analyse der Versstrukturen und deren Verbindungen innerhalb
eines Gedichts.
AG: Ja, natürlich, es gibt eine vokalische
Färbung.
JMSV: Und es gibt die orchestrale Klangfarbe, das heißt eine Orchestrierung des
Worts. Auch wenn der Rhythmus das
Primäre ist, so ist dieser Rhythmus voll mit
Farben, Pulsationen, Energie ... In Libro del
frío singt die Stimme beispielsweise. Es ist
keine tonale Stimme, und sie ist nicht nur
melodisch, sondern Teil verschiedener Elemente. Es ist ein Cantabile nah an der
Seele. Die menschliche Stimme ist eines
der Dinge, der menschlichen Seele am
nächsten ist, sagt Claude Lévi-Strauss: alle
Völker singen, und die Art zu singen ist
geheimnisvoll und faszinierend.
Teilübersetzung aus dem Gespräch
von Paco Yáñez mit dem Textdichter
und dem Komponisten: El pensamiento
poético es música en su origen,
in: Sibila, Heft 41, Januar 13, S. 50–52
José M. Sánchez-Verdú
Composer-in-residence
der Dresdner Philharmonie
Musikhochschule, 4. November 2015
Portraitkonzert
Studierende der Musikhochschule,
Ltg. Thomas Westbrooke
Frauenkirche, 7. November 2015
Libro del frío (Buch der Kälte)
für Countertenor, Orgel und Orchester
in 5 Gruppen
Text von Antonio Gamoneda
Carlos Mena (CounterT), Dresdner
Philharmonie, Ltg. Simone Young
Deutsche Erstaufführung
Schlosskapelle, 3. und 4. Juni 2016
KEMET (Schwarze Erde)
für Blockflöte und Kammerorchester
Jeremias Schwarzer (Blfl), Dresdner
Philharmonie, Ltg. Andreas Spering
Auftragswerk der Dresdner
Philharmonie
Uraufführung
Albertinum, 18. und 19. Juni 2016
DESHERET (Rote Erde)
für großes Orchester in 2 Gruppen
Dresdner Philharmonie,
Ltg. Michael Sanderling
Auftragswerk der Dresdner
Philharmonie
Uraufführung
Libro del frío, aus Teil I
Dazu ein aktueller Literaturtipp:
Albert Breier: José M. Sánchez-Verdú.
Musik als kalligraphische Poesie,
in: Philharmonische Blätter [der
Dresdner Philharmonie], 3/15, S. 14f
up to date · III-2015 · José M. Sánchez-Verdú in Dresden
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Neu bei Breitkopf
Manuela Kerer
D
ie Komponistin Manuela Kerer (*1980 Brixen, Südtirol/IT)
staunt gern und ist ständig auf der Suche nach neuen Klängen,
Überraschungen und Herausforderungen. Sie schloss neben den
Studien am Tiroler Landeskonservatorium (Komposition und IGP
Violine) die Studien der Rechtswissenschaften und der Psychologie
an der Universität Innsbruck ab (Dissertation „Musik und
Demenz“). Weiterführende Kompositionsstudien führten sie zu
Alessandro Solbiati nach Mailand.
Ihre Werke entstanden für Ensembles wie „Kaleidoskop Berlin“,
„die reihe“ und die Bayerische Kammerphilharmonie sowie für Spitzeninterpreten wie Julius Berger und Maja Ratkje. Ihre Musik wurde
bei Festivals wie der Münchener Biennale für zeitgenössisches
Musiktheater und Wien Modern oder in den Konzerthäusern in Berlin und Wien, auf Kampnagel Hamburg, in der Accademia Filarmonica Romana und im ACF New York aufgeführt. Manuela Kerer
erhielt zahlreiche Preise, darunter das Österreichische Staatsstipendium für Komposition (2008, 2011), den Walther von der Vogelweide-Preis (2009) und den SKE Publicity Preis (2011). Im Jahr
2009 wurde die Komponistin vom Ausschuss der Europaregionen
als eines von europaweit 100 „young creative talents“ und
2012/13 vom österreichischen Außenministerium für das Programm „New Austrian Sound of Music” ausgewählt. 2015 erhielt
sie das Internationale Arbeitsstipendium „Composer in Residence –
Komponistinnen nach Frankfurt“. Viele Werke Kerers wurden auf
CDs eingespielt, eine Porträt-CD erschien im Rahmen der ORF- Edition „Zeitton“.
zersplittern, Satz I: „monotone Motive brodeln im Untergrund“
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up to date · III-2015 · Neu bei Breitkopf: Manuela Kerer
New at Breitkopf
Manuela Kerer
T
he composer Manuela Kerer (*1980
in Brixen, Italy), likes to marvel and is
continuously on the search for new
sounds, surprises and challenges. She
finished her composition studies in Innsbruck and Milan (Alessandro Solbiati) and
graduated in violin-instrumental education, law and psychology (PhD “Music
and dementia”).
She composed for ensembles such as
Kaleidoskop Berlin, “die reihe”, Bayerische
Kammerphilharmonie and for master musicians like Julius Berger and Maja Ratkje;
her music has been performed at Wien
Modern, Münchener Biennale for contemporary music theatre, at the concert
houses in Berlin and Vienna, the Accademia Filarmonica Romana and at the ACF
New York. Manuela Kerer received several
awards, including the Austrian State Grant
for composition (2008, 2011), the “Walther von der Vogelweide Prize” (2009)
and the SKE Publicity Prize (2011). In
2009, Kerer was elected one of 100
“young creative talents” of Europe from
the European Committee of the Regions
and in 2012/13 for the programme New
Austrian Sound of Music from the Austrian
Ministry for Foreign Affairs. In 2015, she
was composer in residence in Frankfurt at
the Archive for Women in Music and the
Institute for Contemporary Music (IzM).
Many of her works have been featured on
CD, a portrait CD was released within the
ORF Edition “Zeitton”.
Uraufführungen 2015/16 (Auswahl)
World Premieres 2015/16 (Selection)
zersplittern (2014/15) 8 min.
für Ensemble (Klar.Fag.Hn.2Vl.Va.Vc.Kb)
Oktett der Camerata Salzburg
Auftragswerk der Camerata Salzburg
Bad Gastein, Böcksteiner Kirche,
12. September 2015, 10.30 h
weitere Termine in Salzburg im November 2015 im Rahmen von „Komponieren
hautnah – Camerata Young“
„Nervenimpulse werden unterbrochen
und führen zu neuen Konstellationen.
Augenscheinlich monotone Motive
brodeln im Untergrund des ersten
Satzes, um schließlich auszubrechen.
Den aufgeworfenen Gedanken folgend,
entstehen im zweiten Satz neue klangfarbliche Raster, die sich gegenseitig
fortschreiben. Strukturlosigkeit birgt
neue Ordnungen in sich, Gedanken
zersplittern um sich neu auszurichten.“
(aus dem Werkkommentar)
Whatever works
Satirische Oper von Manuela Kerer und
Arturo Fuentes
Text von Dimitré Dinev
Musiktheater für 8 Sänger, Chor und
Instrumentalensemble (6 Instrumente)
Musikalische Ltg. Simeon Pironkoff,
Inszenierung: Michael Scheidl
Wien, Wien Modern, 7. November 2015
weitere Termine: 8. und 12. November
Werk für Vokalensemble, (Kinder-)Chor
und Orchester
Bozen, 29. April 2016
zersplittern, Satz II: „Gedanken zersplittern, um sich neu auszurichten“
up to date · III-2015 · Neu bei Breitkopf: Manuela Kerer
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Glückliche Gewinner beim Breitkopf-Klavierwettbewerb
Kreativ
an den
Tasten 2015
Clara Plechinger: Sonderpreisträgerin beim Wettbewerb Kreativ an den Tasten
noch aktueller
informiert der Breitkopf „Newsletter
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werbung@breitkopf.de/pr@breitkopf.com
Überraschend hoch war das Niveau beim
Improvisationswettbewerb Kreativ an den
Tasten, den Breitkopf in Kooperation mit
der EPTA Deutschland und dem Bundesverband deutscher Privatmusikschulen
(bdpm) ins Leben gerufen hat. Ausgehend
von verschiedenen Breitkopf-Ausgaben zur
Klavierimprovisation sollten eigene Beiträge als Video auf YouTube gepostet werden.
Die Pianistin Gabriela Montero, die bei
ihren Konzerten immer wieder auch mit
ihren Improvisationen begeistert, begleitete als Schirmherrin den Wettbewerb.
Die Fachjury – Dr. Reinhard Gagel, Andreas Hirche, Sigrid Naumann und Francis
Schneider – beriet über die jungen Pianistinnen und Pianisten, die sichtlich mit viel
Freude und Kreativität am Wettbewerb teilgenommen haben und deren Beiträge
unter www.youtube.com/c/Breitkopfverlag
zu sehen sind.
In der Altersgruppe I (6–8 Jahre) gewann Richard Sobanski mit seiner originellen und nuancenreichen Improvisation
das Stück Ganztonschritte aus Barbara
Heller: Intervallbuch (EB 8665) den 1.
Preis. Jana Gören ist Siegerin in der
Altersgruppe II (9–12 Jahre) mit ihrer
Fotos/Bildrechte: Emanuel Ammon
(Kyburz), Giovanni Dainotti (Lachenmann,
S. 9, 14), Deutscher MusikverlegerVerband (Best Edition), Ji Lee (Illés),
Franz Kimmel (Kerer), Mozarteum
(Hölszky), Emilio Pomárico (Lachenmann,
S. 1, 5/6), Privat (Sánchez-Verdú),
Monika Rittershaus (Das Mädchen mit
den Schwefelhölzern, S. 7), Sony
Classical (Finlandia Fire Works), Jérémie
Souteyrat (Mochizuki), Wild Side Vidéo
(Godard), Youtube (Plechinger), YRF
Entertainment (Grace)
Printed in Germany 9/15
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up to date · III-2015 · Breitkopf-Klavierwettbewerb 2015, Impressum
eigenständigen und freien Improvisation
über Tagtraum aus Reinhard Gagel:
Tagträume und Nachmahre (EB 8660).
Marco Weller überzeugte in der Altersgruppe III (13 Jahre und älter) als Bester mit
seiner Improvisation über Der Mönch am
Meer und Flug nach Arras aus Francis
Schneider: Fast nichts (MN 903) bzw.
In Tönen reden (MN 716) bei der er laut
Jury „alle Register zog“. Einen Jurysonderpreis erhält Clara Plechinger für ihre originelle Collagenimprovisation über Gagels
Vorlage Zwerg am Werk.
Neben Preisgeldern und BreitkopfNoten erhalten die genannten vier Gewinner eine kostenlose Teilnahme an einem
Improvisationscamp, das am 19. und
20. September am exploratorium in Berlin.
Das Camp ist auch für alle KlavierspielerInnen und -lehrerInnen offen und wird von
den Komponisten und Musikpädagogen
Reinhard Gagel, Andreas Hirche und Michael Ostrzyga geleitet.
Weitere Informationen und Anmeldung
unter http://exploratorium-berlin.de
/klavier-improvisationscamp/
Melisande Bernsee
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