Klausurvorbereitung - auf t

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Klausurvorbereitung KostR 1606
1 Grundlagen des Rechnungswesen
a) Drei Teilgebiete des Rechnungswesens sind die Finanzbuchhaltung, die Betriebsbuchhaltung und
die kurzfristige Erfolgsrechnung. Grenzen Sie diese Teilgebiete voneinander ab.
b) Die handelsrechtlichen Buchführungspflichten gelten für jeden „Kaufmann“, wobei der „Kaufmann“ im Handelsgesetzbuch HGB beschrieben wird als „Ist-Kaufmann“, „Kann-Kaufmann“ oder
„Form-Kaufmann“. Grenzen Sie diese Kaufmannsbegriffe voneinander ab.
c) Was wird im Rechnungswesen mit „Einzahlungen“ und „Auszahlungen“ beschrieben?
d) Was wird im Rechnungswesen mit „Einnahmen“ und „Ausgaben“ beschrieben?
e) Was wird im Rechnungswesen mit „Erträgen“ und „Aufwendungen“ beschrieben?
f) Was unterscheidet in der Finanzbuchhaltung „betriebliche Erträge“ von „neutralen Erträgen“?
Geben Sie jeweils ein Beispiel.
g) Wie lassen sich neutrale Erträge bzw. neutrale Aufwendungen weiter differenzieren?
h) Was wird im Rechnungswesen mit „Leistungen“ und „Kosten“ beschrieben?
i) Differenzieren Sie den in der Finanzbuchhaltung definierten Aufwand von den in der Betriebsbuchhaltung definierten Kosten. Geben Sie Beispiele.
j) Wie unterscheiden sich „Grundkosten“ und „kalkulatorische Kosten“? Nennen Sie Beispiele.
k) Untersuchen Sie den Geschäftsvorfall: „Kauf eines PKWs für den Außendienst am 1. August und
Bezahlung des Rechnungsbetrages von 35.000 Euro am 1. September“, indem Sie eine Zuordnung zu Auszahlung, Ausgabe, Aufwand und Kosten für den 1. August und den 1. September
vornehmen.
l) Untersuchen Sie den Geschäftsvorfall: „Kauf einer Produktionsanlage am 1. August und taggenaue Überweisung des Rechnungsbetrages von 200.000 Euro vom betrieblichen Bankkonto“, indem Sie eine Zuordnung zu Auszahlung, Ausgabe, Aufwand und Kosten vornehmen. Ändert sich
die Beurteilung, wenn die Produktionsanlage am 1. August gekauft und Ratenzahlung (1. September: 120.000 Euro, 1. Oktober: 80.000 Euro) vereinbart wird? Nehmen Sie die Zuordnung zu
Auszahlung, Ausgabe, Aufwand und Kosten für den 1. August, den 1. September und den 1. Oktober vor.
m) Untersuchen Sie den Geschäftsvorfall: „Verbrauch von Rohmaterial (Lagerentnahme) im Wert
von 500 Euro in der Produktion“, indem Sie eine Zuordnung zu Auszahlung, Ausgabe, Aufwand
und Kosten vornehmen.
n) Untersuchen Sie den Geschäftsvorfall: „Hotelunterbringung des Geschäftsführers der niederländischen Tochtergesellschaft im Wert von 800 Euro gegen Barzahlung“. Ändert sich die Beurteilung, wenn die Unterbringung bei identischem Leistungsumfang im unternehmenseigenen Gästehaus erfolgt?
2 Kostenkategorien und Kostenfunktion
a)
b)
c)
d)
Wie unterscheiden sich Einzelkosten, Gemeinkosten und Sondereinzelkosten?
Differenzieren Sie Gesamtkosten, Durchschnitts- bzw. Stückkosten sowie Grenzkosten.
Was ist eine „Kostenfunktion“?
Es ist sind zwei Kombinationen aus Leistungsmengen x und Gesamtkosten K bekannt: x1=100
und K1=1 000 sowie x2=200 und K2=1 200. Ermitteln Sie aus diesen Angaben die lineare Kostenfunktion. Wie hoch ist die Break-Even Menge bei einem Preis von p=9,00?
1
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e) Differenzieren Sie variable Kosten, Fixkosten und sprungfixe Kosten. Wie können variable Kosten
anhand ihres Reagibilitätsgrades weiter unterschieden werden?
f) Differenzieren Sie primäre und sekundäre Kosten.
g) Wodurch unterscheiden sich Vollkosten von Teilkosten?
3 Materialkosten
a) Differenzieren Sie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und nennen Sie Beispiele.
b) Drei Produkte A, B und C werden aus dem gleichen Rohmaterial in unterschiedlichen Ausführungen gefertigt. Ermitteln Sie aus den folgenden Daten den Materialverbrauch (Mengeneinheiten, ME) im Juli durch Skontration, Inventur und Rückrechnung (retrograde Methode). Interpretieren Sie die Ergebnisse.
 Inventurbestand am 01.07.: 120 ME, am 31.07.: 80 ME.
 Lieferungen am 06.07.: 150 ME, am 14.07.: 220 ME, am 21.07.: 100 ME.
 Lagerentnahmen am 03.07.: 100 ME, am 13.07.: 160 ME, am 20.07.: 120 ME, am 26.07.: 100
ME
 von Produkt A wurden 110 Einheiten hergestellt, wobei von einem Normalverbrauch von 1
ME Rohmaterial pro Einheit Produkt A auszugehen ist.
 von Produkt B wurden 100 Einheiten hergestellt, wobei von einem Normalverbrauch von 2
ME Rohmaterial pro Einheit Produkt B auszugehen ist.
 von Produkt C wurden 30 Einheiten hergestellt, wobei von einem Normalverbrauch von 5
ME Rohmaterial pro Einheit Produkt C auszugehen ist.
c) Für eine Materialanschaffung liegen Angebote von drei Lieferanten (A, B und C) vor. Bewerten
Sie die Angebote und ermitteln Sie den jeweils günstigsten Einstandspreis pro Stück für Bestellungen über 100, 200 und 500 Stück.
Preis (Euro/St.)
Bonusmenge (Stück)
bei Bestellmenge von mehr als … Stück
Mengenrabatt (% vom Stückpreis)
bei Bestellmenge von mehr als … Stück
Mindermengenzuschlag (%)
bei Bestellmenge von weniger als … Stück
Versandkosten pauschal (Euro/St.)
Versandkosten mengenabhängig (Euro/St.)
bei Bestellmenge von weniger als … Stück
Skonto (% vom Zieleinkaufspreis)
bei Zahlung innerhalb von … Tagen
Bezugsnebenkosten (Euro/Auftrag)
A
4,40
0
0
10%
400
10%
400
0,00
0,10
100
2%
14
0,00
B
4,50
20
200
0%
0
0%
0
0,10
0,00
0
2%
14
0,00
C
4,30
0
0
8%
150
0%
0
0,20
0,00
0
0%
0
30,00
2
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d) Für den
Entnahmen
Charge-Nr.
01
02
03
Lieferdatum
02.07.12 09.07.12 20.07.12
Monat Juli
Datum
Mengen M[-]
Menge
M[+]
400
700
300
werden fol01.07.12
0
Stückpreis p
2,40
2,60
2,80
03.07.12
300
gende DaWert W[+]
960,00 1 820,00
840,00
10.07.12
300
ten erfasst:
16.07.12
150
Anfangsbestand = 0, drei Materiallieferungen („Chargen“) zu je19.07.12
100
weils unterschiedlichen Preisen, Entnahmen zu mehreren Termi24.07.12
300
nen (siehe Tabellen). Welcher Stückpreis ist für die Entnahme am
31.07.12
50
24.07. anzusetzen? Verwenden Sie für Ihre Berechnungen folgenSumme
1 200
de Verfahren: Permanent-Fifo, Permanent-Lifo und PermanentDurchschnittspreis. Führen Sie eine Nachkalkulation mit den Verfahren Perioden-Durchschnittspreis
und Perioden-Lifo durch.
4 Personalkosten
a) Nennen und diskutieren Sie jeweils zwei Aspekte, die für bzw. gegen Akkordlohn als Entlohnungsform in der Fertigung sprechen.
b) In der Produktion wird „Akkord“ gearbeitet mit folgenden Daten: Grundentgelt 12,00 Euro/Std.,
Akkordzuschlag: 15%, Istleistung: 8 Stück/Std. Berechnen Sie den Akkordlohn, wenn eine Normalleistung von 6 Stück/Std. unterstellt wird.
c) In der Produktion wird „Akkord“ gearbeitet mit folgenden Daten: Vorgabezeit 6 Minuten/Stück,
Minutenfaktor 0,25 Euro/Minute, Istleistung 15 Stück/Stunde. Berechnen Sie den Akkordlohn.
d) Auf dem „Erdbeerhof Klein-Bümmerstede“ arbeitet Erntehelfer Bogdan im Stückakkord mit folgenden Daten: Grundentgelt 6,60 Euro, Akkordzuschlag 20%, Normalleistung 2,0 Stiegen/Stunde, Istleistung 2,25 Stiegen/Stunde. Auf dem nahegelegenen „Biohof Wardenburg“
werden die Erdbeeren ebenfalls im Akkord geerntet. Erntehelferin Magda arbeitet dort im Zeitakkord mit folgenden Daten: Minutenfaktor 0,1500 Euro/Minute, Vorgabezeit 30 Minuten/Stiege, Istleistung 2,5 Stiegen/Stunde. Werden in beiden Fällen die Vorgaben des Mindestlohns (für Erntehelfer 2016: 8,00 Euro/Stunde) eingehalten? Wie hoch sind die Akkordlöhne jeweils für Bogdan und Magda?
5 Kalkulatorische Kosten
a) Wie unterscheiden sich kalkulatorische Abschreibungen von den Abschreibungen in der Finanzbuchhaltung?
b) Für die Berechnung der kalkulatorischen Abschreibung ist bekannt: Anschaffungswert 53 000
Euro, Nutzungsdauer 5 Jahre, Restwert am Ende der Nutzungsdauer (Liquidationserlös) 8 000
Euro. Berechnen Sie die kalkulatorische Abschreibung als lineare Abschreibung, arithmetisch
degressive Abschreibung und geometrisch degressive Abschreibung und berechnen Sie für jedes
Jahr der Nutzungsdauer die jeweiligen Restbuchwerte.
c) Eine Produktionsanlage wird zu 40 000 Euro angeschafft. Die Gesamtleistung der Produktionsanlage wird mit 10 000 Leistungseinheiten geschätzt, wobei im 1. Jahr 2 500 Leistungseinheiten
(LE), im 2. Jahr 3 000 LE, im 3. Jahr 2 000 LE und im 4. Jahr 2 500 LE in Anspruch genommen
werden. Anschließend kann davon ausgegangen werden, dass die Produktionsanlage noch einen
Restwert (Liquidationserlös) von 1 000 Euro hat. Berechnen Sie die kalkulatorische Abschreibung
in Form einer Leistungsabschreibung.
3
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d) Warum werden in der Betriebsbuchhaltung kalkulatorische Zinsen berücksichtigt?
e) Ein Unternehmen verfügt über die unten aufgelisteten Werte im Anlagevermögen (AV) und Umlaufvermögen (UV). Berechnen Sie die kalkulatorischen Zinsen bei einem Zinssatz von 10%.
 nicht abnutzbares AV: 280 000 (Anschaffungswerte)
 abnutzbares AV: 400 000 (Anschaffungswerte)
 kumulierte kalkulatorische Abschreibungen auf abnutzbares AV: 160 000
 nicht genutzte Produktionshalle (im abnutzbaren AV enthalten): 60 000 (Restwert)
 UV: 80 000 (Durchschnittswert)
 spekulative Anteile an einem Investmentfonds (im UV enthalten): 10 000
 Kundenanzahlung: 10 000
f) Was sind kalkulatorische Wagnisse und warum werden sie in der Betriebsbuchhaltung berücksichtigt? Nennen Sie ein Beispiel für ein kalkulatorisches Wagnis.
6 Betriebsabrechnungsbogen
a) Woraus setzen sich Herstellkosten und Selbstkosten zusammen?
b) Führen Sie mit Hilfe eines Betriebsabrechnungsbogens die Abrechnung der Hilfskostenstellen
(Allgemein 1, Allgemein 2, HiKo 1, HiKo 2) auf die Hauptkostenstellen (Material, HaKo 1, HaKo 2,
Verwaltung, Vertrieb) durch. Berechnen Sie auch den Materialgemeinkostenzuschlagsatz, den
Fertigungsgemeinkostenzuschlagsatz, den Verwaltungsgemeinkostenzuschlagsatz und den Vertriebsgemeinkostenzuschlagsatz.
Gemeinkosten
Kosten
gesamt
(Euro)
Erfassung
Kostenart
Energie
200,00
Verteilungsmaßstab
Einheiten
Allgemein
1
Allgemein
2
Material
Hilfskostenstellen
Hauptkostenstellen
HiKo 1
HaKo 1
HiKo 2
270,00
40,00
10,00
0,00
0,00
0,00
820,00
200,00
70,00
110,00
0,00
0,00
Hilfslöhne
6 000,00
Euro
380,00
800,00
2 730,00
1 320,00
450,00
0,00
0,00
320,00
0,00
80 000,00
Euro
2 800,00
3 200,00
3 400,00
3 800,00
12 200,00
25 100,00
12 200,00
10 500,00
6 800,00
Zinsen
1 000,00
Euro
40,00
60,00
120,00
60,00
140,00
150,00
170,00
180,00
80,00
Abschreibungen
1 000,00
Euro
80,00
110,00
100,00
200,00
80,00
180,00
170,00
40,00
40,00
sonstige Kosten
12 000,00
1,00
1,00
1,00
2,00
4,00
8,00
3,00
2,00
2,00
176 499,20
251 091,60
Euro
Allgemein 1
m2
Allgemein 2
Schlüssel
Fertigung HiKo 1
Fertigung HiKo 2
c)
20,00
90,00
130,00
350,00
HaKo 2
Euro
Einzelkosten
40,00
Vertrieb
1 200,00
Beschäftigte
50,00
Verwaltung
Hilfs- & Betriebsstoffe
Gehälter
Umlage
Kostenstellen
Fertigung
48 440,00
100,00
300,00
100,00
100,00
100,00
150,00
100,00
50,00
4,00
1,00
3,00
4,00
5,00
2,00
1,00
Schlüssel
6,00
4,00
Schlüssel
9,00
11,00
Im Fertigteillager, das der Kostenstelle „Vertrieb“ zugerechnet wird, soll ein neuer Regallagerplatz eingerichtet werden. Zu diesem Zweck werden von der Kostenstelle „Material“ die erforderlichen Bleche und Profile im Wert von 4 000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten im
Wert von 10 000 Euro werden von Mitarbeitern der Kostenstelle „Fertigung“ durchgeführt. Verrechnen Sie diese innerbetriebliche Leistung nach dem Kostenartenverfahren und nach dem
Kostenstellenausgleichsverfahren.
Einzelkosten
Gemeinkosten
von: Material
von: Fertigung
Kostenarten und Kostenstellen
Material (Mat)
Fertigung (Fert)
Verwaltung (Vw)
20 000,00
60 000,00
0,00
16 000,00
180 000,00
59 600,00
innerbetriebliche Leistungen (Einzelkosten)
4 000,00
für: Vertrieb
4 000,00
10 000,00
für: Vertrieb
10 000,00
Vertrieb (Vt)
0,00
44 700,00
4
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d) Zwischen zwei Kostenstellen KSt 1 und KSt 2 findet ein innerbetrieblicher Leistungsaustausch
gem. nebenstehender Tabelle statt. Führen Sie die innerbetriebliche Leistungsverrechnung nach
dem Gleichungsverfahren durch.
KSt 1
KSt 2
primäre Gemeinkosten
Kp
Leistungseinheiten
x
200,00
LE1
500,00
LE2
x12
- 10,00
LE1
10,00
LE1
x21
50,00
LE2
- 50,00
LE2
innerbetriebliche Leistungen
15 000,00
Euro
30 000,00
Euro
7 Kalkulation
a) Erläutern Sie die drei Prinzipien der Zurechnung von Kosten auf Kostenträger
b) Nennen Sie die vier am häufigsten verwendeten Verfahren der Kalkulation mit Vollkosten und
skizzieren Sie deren Anwendungsmöglichkeiten
c) Wie unterscheidet sich die einstufige summarische Divisionskalkulation von der einstufigen differenzierenden Divisionskalkulation?
d) In einem Unternehmen wird mit Selbstkosten von 53 835,00 Euro eine Menge von 270 Stück eines Erzeugnisses hergestellt. Ermitteln Sie die Stückkosten mit Hilfe einer einstufigen summarischen Divisionskalkulation.
e) In dem Unternehmen aus Frage d) werden Kosten in den folgenden Kostengruppen erfasst: Materialkosten 14 280 Euro, Fertigungskosten 21 610 Euro, Vertriebskosten 7 178 Euro und Verwaltungskosten 10 767 Euro. Ermitteln Sie die Stückkosten je Kostengruppe und die Stückkosten
des Erzeugnisses mit Hilfe einer einstufigen differenzierenden Divisionskalkulation.
f) In dem Unternehmen aus Frage e) stellt sich heraus, dass zwar 270 Stück des Erzeugnisses hergestellt, aber nur 240 Stück verkauft wurden. Ermitteln Sie unter diesen Voraussetzungen die
Stückkosten des Erzeugnisses mit Hilfe einer zweistufigen Divisionskalkulation. Ermitteln Sie
auch den Wert des Lagerzugangs.
g) In dem Unternehmen aus Frage e) soll für die Kalkueinstufige Äquivalenzziffernkalkulation
lation berücksichtigt werden, dass nicht nur ein ErLeistungsÄquivalenzSorte
zeugnis, sondern drei voneinander unterschiedliche
menge (x i)
ziffer (ai)
Erzeugnisse A, B und C hergestellt werden. Aufgrund
(1)
(2)
(3)
der Ähnlichkeit der Erzeugnisse („Sorten“) soll eine
A
100
100%
Kalkulation der Stückkosten mit Hilfe einer einstufiB
80
145%
gen Äquivalenzziffernkalkulation durchgeführt werC
90
70%
den. Die dafür erforderlichen Daten ergeben sich
aus der nebenstehenden Tabelle.
h) Eine weitergehende Gliederung der
zweistufige Äquivalenzziffernkalkulation
Kosten in dem Unternehmen aus Frasonstige
LeistungsMaterial
ge g) führt zu der Erkenntnis, dass die
Kosten
Sorte
menge (x i)
Materialkosten bei den drei ErzeugÄquivalenzziffern
nissen A, B und C stark unterschiedA
100
100,00%
100,00%
lich sind. Aus diesem Grunde soll eine
B
80
70,00%
200,00%
zweistufige ÄquivalenzziffernkalkulaC
90
30,00%
95,00%
tion durchgeführt werden, in der eine
Reihe von Äquivalenzziffern für Materialkosten und eine weitere Reihe für die alle übrigen
(„sonstigen“) Kosten verwendet wird (siehe nebenstehende Tabelle.
5
Klausurvorbereitung KostR 1606
i)
Die Kostenstruktur in dem Unternehmen aus Frage h) wird noch detaillierter erfasst, um eine
differenzierende Zuschlagskalkulation auf Vollkostenbasis durchführen zu können. Die nun zur
Verfügung stehenden Daten können der folgenden Tabelle entnommen werden. Berechnen Sie
den Materialgemeinkostenzuschlagsatz, den Maschinenstundensatz, den Verwaltungsgemeinkostenzuschlagsatz, den Vertriebsgemeinkostenzuschlagsatz und die Selbstkosten pro Stück der
drei Erzeugnisse A, B und C. Lagerbestandsänderungen sind nicht zu berücksichtigen, d.h. die
gesamte Produktion wird auch verkauft.
Zuschlagskalkulation 1 (eine Fertigungskostenstelle)
Kosten
Einheit
MatGK (Materialgemeinkosten)
Euro
FertGK - kalkulatorische Abschreibung
Euro
- kalkulatorische Zinsen
Euro
- Servicepauschale
Euro
- Energie
Euro
- Verbrauchsmaterial
Euro
- Gehälter Fertigung
Euro
- Summe Fertigungsgemeinkosten
Euro
VwGK (Verwaltungsgemeinkosten)
Euro
VtGK (Vertriebsgemeinkosten)
Euro
MatEK (Materialeinzelkosten)
Produktion/Absatz
Bearbeitungszeit
p (Verkaufspreis)
j)
Euro
St.
Min./St.
Euro/St.
Produkt A
2 600,00
100
30
210,00
Produkt B
1 440,00
80
60
180,00
Produkt C
720,00
90
20
170,00
S
9 520,00
320,00
30,00
300,00
800,00
160,00
20 000,00
21 610,00
10 767,00
7 178,00
S
4 760,00
270
Führen Sie unter Verwendung der Daten aus Frage i) eine kurzfristige Erfolgsrechnung durch.
Die dafür zu berücksichtigenden Verkaufspreise betragen für Produkt A: 210,00 Euro, für Produkt B: 180,00 Euro und für Produkt C: 170,00 Euro. Alle hergestellten Erzeugnisse werden zu
diesen Preisen verkauft (keine Produktion auf Lager).
6
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k) Aus der Bearbeitung von Frage j) resultiert die Erkenntnis, dass zwei der drei Erzeugnisse das
Unternehmensergebnis negativ beeinflussen. Überprüfen Sie, ob bei Elimination jeweils eines
dieser Erzeugnisse und Beibehaltung der Produktionsmengen für die beiden übrigen Erzeugnisse
das Unternehmensergebnis verbessert werden kann. Führen Sie dazu auf der Basis der zu den
Fragen i) und j) bereit gestellten Daten eine Deckungsbeitragsrechnung durch. Als variable Kosten der Fertigung (Einheit: Euro/Std.) sind zu berücksichtigen: Kalkulatorische Abschreibungen,
Energie und Verbrauchsmaterial. Alle übrigen Kosten mit Ausnahme der Materialeinzelkosten
(Einheit: Euro/St.) sind fixe Kosten (Einheit: Euro). Gehen Sie davon aus, dass sich die Fixkosten
durch die Elimination eines Erzeugnisses nicht ändern.
Deckungsbeitragskalkulation 1 (eine Kostenstelle)
variable Kosten (Euro/Std.)
MatGK (Materialgemeinkosten)
FertGK - kalkulatorische Abschreibung
- kalkulatorische Zinsen
- Servicepauschale
- Energie (Verbrauch)
- Verbrauchsmaterial
- Gehälter Fertigung
VwGK (Verwaltungsgemeinkosten)
VtGK (Vertriebsgemeinkosten)
S
MatEK (Materialeinzelkosten)
Produktion/Absatz
Bearbeitungszeit
p (Verkaufspreis)
Einheit
Euro
Euro/Std.
Euro
Euro
Euro/Std.
Euro/Std.
Euro
Euro
Euro
Einheit
Euro/St.
St.
Min./St.
Euro/St.
f
v
f
f
v
v
f
f
f
Fixkosten
(Euro)
9 520,00
2,00
30,00
300,00
5,00
1,00
v
Produkt A
26,00
100
30
210,00
Produkt B
18,00
80
60
180,00
8,00
Produkt C
8,00
90
20
170,00
20 000,00
10 767,00
7 178,00
47 795,00
S
270,00
l)
Fortsetzung von Frage k): Ein Großabnehmer fragt 125 Stück von Produkt A zum Preis von
200,00 Euro pro Stück an. Mit einer Übernahme dieses Auftrages wäre die Verpflichtung verbunden, Produkt A fortan exklusiv nur noch an diesen Großabnehmer zu verkaufen. Sie stellen
fest, dass eine Übernahme dieses Auftrages und die Herstellung der Produkte B und C in den
bislang geplanten Mengen mit der vorhandenen Kapazität von 160 Stunden nicht möglich ist.
Bestimmen Sie im Hinblick auf diese Engpasssituation das gewinnoptimale Produktionsprogramm und berechnen Sie das dann erzielbare Unternehmensergebnis.
m) Fortsetzung von Frage l): Die Kapazität lässt sich kurzfristig erweitern, wobei allerdings zusätzliche Fixkosten in Höhe von 500,00 Euro entstehen. Diese Erweiterung ist ausreichend, die durch
den Großauftrag verursachten Kürzungen in der Produktion wieder rückgängig zu machen, d.h.
Sie produzieren nun neben dem Großauftrag wieder die ursprünglichen Mengen der Produkte B
und C. Verbessert diese Kapazitätserweiterung das Unternehmensergebnis? Gehen Sie davon
aus, dass sich die variablen Kosten pro Stunde Maschinenlaufzeit nicht ändern.
7
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