Klausurvorbereitung - auf t

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Klausurvorbereitung KostR 1509
1 Grundlagen des Rechnungswesen
a) Wodurch unterscheiden sich die Finanzbuchhaltung, die Betriebsbuchhaltung und die kurzfristige Erfolgsrechnung?
b) Die handelsrechtlichen Buchführungspflichten gelten für jeden „Kaufmann“, wobei der „Kaufmann“ im Handelsgesetzbuch HGB beschrieben wird als
„Ist-Kaufmann“, „Kann-Kaufmann“ oder „Form-Kaufmann“. Grenzen Sie diese Kaufmannsbegriffe voneinander ab.
c) Was wird im Rechnungswesen mit „Einzahlungen“ und „Auszahlungen“ beschrieben?
d) Was wird im Rechnungswesen mit „Einnahmen“ und „Ausgaben“ beschrieben?
e) Was wird im Rechnungswesen mit „Erträgen“ und „Aufwendungen“ beschrieben?
f) Was unterscheidet in der Finanzbuchhaltung „betriebliche Erträge“ von „neutralen Erträgen“? Geben Sie jeweils ein Beispiel.
g) Wie lassen sich neutrale Erträge bzw. neutrale Aufwendungen weiter differenzieren?
h) Was wird im Rechnungswesen als „Leistungen“ und „Kosten“ bezeichnet?
i) Differenzieren Sie den in der Finanzbuchhaltung definierten Aufwand von den in der Betriebsbuchhaltung definierten Kosten. Geben Sie Beispiele.
j) Wie unterscheiden sich „Grundkosten“ und „kalkulatorische Kosten“? Nennen Sie Beispiele.
k) Untersuchen Sie den Geschäftsvorfall: „Kauf eines PKWs für den Außendienst am 1. August und Bezahlung des Rechnungsbetrages von 35 000 Euro am
1. September“, indem Sie eine Zuordnung zu Auszahlung, Ausgabe, Aufwand und Kosten jeweils für den 1. August und den 1. September vornehmen.
l) Untersuchen Sie den Geschäftsvorfall: „Kauf einer Produktionsanlage am 1. August und taggenaue Überweisung des Rechnungsbetrages von 200 000
Euro vom betrieblichen Bankkonto“, indem Sie eine Zuordnung zu Auszahlung, Ausgabe, Aufwand und Kosten vornehmen. Ändert sich die Beurteilung,
wenn die Produktionsanlage am 1. August gekauft und Ratenzahlung (1. September: 120 000 Euro, 1. Oktober: 80 000 Euro) vereinbart wird? Nehmen
Sie die Zuordnung zu Auszahlung, Ausgabe, Aufwand und Kosten für den 1. August, den 1. September und den 1. Oktober vor.
m) Untersuchen Sie den Geschäftsvorfall: „Verbrauch von Rohmaterial (Lagerentnahme) im Wert von 500 Euro in der Produktion“, indem Sie eine Zuordnung zu Auszahlung, Ausgabe, Aufwand und Kosten vornehmen.
n) Untersuchen Sie den Geschäftsvorfall: „Bezahlung der Übernachtung einer chinesischen Wirtschaftsdelegation im Hilton-Hotel“. Ändert sich die Beurteilung, wenn die Unterbringung bei identischem Leistungsumfang im unternehmenseigenen Gästehaus erfolgt?
o) Differenzieren Sie aufwandsgleiche Kosten, Anderskosten und Zusatzkosten
2 Kostenkategorien und Kostenfunktion
a) Wie unterscheiden sich Einzelkosten, Gemeinkosten und Sondereinzelkosten?
b) Differenzieren Sie Gesamtkosten, Durchschnitts- bzw. Stückkosten sowie Grenzkosten.
1
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c) Was ist eine „Kostenfunktion“?
d) Es ist sind zwei Kombinationen aus Leistungsmengen x und Gesamtkosten K bekannt: x1=140 und K1=4 400 sowie x2=160 und K2=4 600. Ermitteln Sie
aus diesen Angaben die lineare Kostenfunktion. Wie hoch ist die Break-Even Menge bei einem Preis von p=30,00?
e) Differenzieren Sie variable Kosten, Fixkosten und sprungfixe Kosten. Wie können variable Kosten anhand ihres Reagibilitätsgrades weiter unterschieden
werden?
f) Differenzieren Sie primäre und sekundäre Kosten.
g) Wodurch unterscheiden sich Vollkosten von Teilkosten?
3 Materialkosten
a) Differenzieren Sie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und nennen Sie Beispiele.
b) Drei Produkte A, B und C werden aus dem gleichen Rohmaterial in unterschiedlichen Ausführungen gefertigt. Ermitteln Sie aus den folgenden Daten
den Materialverbrauch (Mengeneinheiten, ME) im Juli durch Skontration, Inventur und Rückrechnung (retrograde Methode). Interpretieren Sie die
Ergebnisse.
 Inventurbestand am 01.07.: 120 ME, am 31.07.: 65 ME.
 Lieferungen am 06.07.: 140 ME, am 14.07.: 160 ME, am 21.07.: 100 ME.
 Lagerentnahmen am 03.07.: 100 ME, am 13.07.: 80 ME, am 20.07.: 120 ME, am 26.07.: 140 ME
 von Produkt A wurden 12 Einheiten hergestellt, wobei von einem Normalverbrauch von 15 ME Rohmaterial pro Einheit Produkt A auszugehen ist.
 von Produkt B wurden 12 Einheiten hergestellt, wobei von einem Normalverbrauch von 11 ME Rohmaterial pro Einheit Produkt B auszugehen ist.
 von Produkt C wurden 12 Einheiten hergestellt, wobei von einem Normalverbrauch von 10 ME Rohmaterial pro Einheit Produkt C auszugehen ist.
2
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c) Für eine Materialanschaffung liegen Angebote von drei Lieferanten (A, B
und C) vor. Bewerten Sie die Angebote und ermitteln Sie den jeweils
günstigsten Einstandspreis pro Stück für Bestellungen über 100, 400 und
800 Stück.
d)
Preis (Euro/St.)
Bonusmenge (Stück)
bei Bestellmenge von mehr als … Stück
Mengenrabatt (% vom Stückpreis)
bei Bestellmenge von mehr als … Stück
Mindermengenzuschlag (%)
bei Bestellmenge von weniger als … Stück
Versandkosten pauschal (Euro/St.)
Versandkosten mengenabhängig (Euro/St.)
bei Bestellmenge von weniger als … Stück
Skonto (% vom Zieleinkaufspreis)
bei Zahlung innerhalb von … Tagen
Bezugsnebenkosten (Euro/Auftrag)
Für den Monat Juli werden folgende Daten erfasst: AnCharge-Nr.
01
02
03
fangsbestand = 0, drei Materiallieferungen („Chargen“) zu
Lieferdatum
02.07.15 09.07.15 21.07.15
Menge M[+]
400
550
250
jeweils unterschiedlichen Preisen, Entnahmen zu mehreren
Stückpreis
p
11,00
10,00
10,50
Terminen (siehe Tabellen). Welcher Stückpreis ist für die
Wert W[+]
4 400,00 5 500,00 2 625,00
Entnahme am 24.07. anzusetzen? Verwenden Sie für Ihre
Berechnungen folgende Verfahren: Permanent-Fifo, Permanent-Lifo und Permanent-Durchschnittspreis. Führen Sie
eine Nachkalkulation mit den Verfahren Perioden-Durchschnittspreis und Perioden-Lifo durch.
4 Personalkosten
A
85,00
30
600
0%
0
0%
0
0,00
0,00
0
2%
14
0,00
B
82,00
0
0
3%
500
0%
0
0,00
1,00
200
0%
14
50,00
C
80,00
0
0
0%
0
5%
300
0,50
0,00
0
0%
0
100,00
Entnahmen
Datum
03.07.15
06.07.15
10.07.15
13.07.15
16.07.15
20.07.15
22.07.15
24.07.15
31.07.15
Mengen M[-]
110
200
100
100
120
130
150
200
80
a) Nennen und diskutieren Sie jeweils zwei Aspekte, die für bzw. gegen Akkordlohn als Entlohnungsform in der Fertigung
Summe
1 190
sprechen.
b) In der Produktion wird „Akkord“ gearbeitet mit folgenden Daten: Grundentgelt 10,00 Euro/Std., Akkordzuschlag: 20%, Istleistung: 45 Stück/Std. Berechnen Sie den Akkordlohn, wenn eine Normalleistung von 40 Stück/Std. unterstellt wird. Werden die allgemeinen Mindestlohnregelungen eingehalten?
c) In der Produktion wird „Akkord“ gearbeitet mit folgenden Daten: Minutenfaktor 0,2500 Euro/Minute, Vorgabezeit 1,500 Minuten/Stück, Istleistung 45
Stück/Stunde. Berechnen Sie den Akkordlohn. Werden die allgemeinen Mindestlohnregelungen eingehalten?
3
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d) Auf dem „Erdbeerhof Klein-Bümmerstede“ arbeitet Erntehelfer Bogdan im Stückakkord mit folgenden Daten: Grundentgelt 6,20 Euro, Akkordzuschlag
25%, Normalleistung 2,0 Stiegen/Stunde, Istleistung 2,1 Stiegen/Stunde. Auf dem nahegelegenen „Biohof Wardenburg“ werden die Erdbeeren ebenfalls im Akkord geerntet. Erntehelferin Magda arbeitet dort im Zeitakkord mit folgenden Daten: Minutenfaktor 0,1500 Euro/Minute, Vorgabezeit 25
Minuten/Stiege, Istleistung 2,5 Stiegen/Stunde. Werden in beiden Fällen die Vorgaben des Mindestlohns (für Erntehelfer 2015: 7,40 Euro/Stunde)
eingehalten? Wie hoch sind die Akkordlöhne jeweils für Bogdan und Magda?
5 Kalkulatorische Kosten
a) Wie unterscheiden sich kalkulatorische Abschreibungen von den Abschreibungen in der Finanzbuchhaltung?
b) Für die Berechnung der kalkulatorischen Abschreibung ist bekannt: Anschaffungswert 140 000 Euro, Nutzungsdauer 5 Jahre, Restwert am Ende der
Nutzungsdauer (Liquidationserlös) 5 000 Euro. Berechnen Sie die kalkulatorische Abschreibung als lineare Abschreibung, arithmetisch degressive Abschreibung und geometrisch degressive Abschreibung (Rundung des Abschreibungssatzes auf ganze Prozentzahlen) und berechnen Sie für jedes Jahr
der Nutzungsdauer die jeweiligen Restbuchwerte.
c) Eine Produktionsanlage wird zu 85 000 Euro angeschafft. Die Gesamtleistung der Produktionsanlage wird mit 8 000 Leistungseinheiten geschätzt, wobei
im 1. Jahr 1 000 Leistungseinheiten (LE), im 2. Jahr 2 000 LE, im 3. Jahr 3 000 LE und im 4. Jahr 2 000 LE in Anspruch genommen werden. Anschließend
kann davon ausgegangen werden, dass die Produktionsanlage noch einen Restwert (Liquidationserlös) von 5 000 Euro hat. Berechnen Sie die kalkulatorische Abschreibung in Form einer Leistungsabschreibung.
d) Warum werden in der Betriebsbuchhaltung kalkulatorische Zinsen berücksichtigt?
e) Ein Unternehmen verfügt über die unten aufgelisteten Werte im Anlage- (AV) und Umlaufvermögen (UV). Berechnen Sie die kalkulatorischen Zinsen bei
einem Zinssatz von 10%.
 Betriebsgrundstück: 550 000 (Anschaffungswerte)
 Gebäude, Anlagen, BGA, Fuhrpark: 700 000 (Anschaffungswerte)
 kumulierte kalkulatorische Abschreibungen auf abnutzbares AV: 400 000
 nicht genutzte Produktionshalle (im Gebäudebestand erfasst): 50 000 (Restwert)
 Lagerbestände, Forderungen, Kontoguthaben, Cash: 150 000 (Durchschnittswert)
 spekulative Anteile an einem Investmentfonds (im UV enthalten): 10 000
 Kundenanzahlung: 20 000
f) Was sind kalkulatorische Wagnisse und warum werden sie in der Betriebsbuchhaltung berücksichtigt? Nennen Sie ein Beispiel für ein kalkulatorisches
Wagnis.
4
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6 Betriebsabrechnungsbogen, innerbetriebliche Leistungsverrechnung
a) Woraus setzen sich Herstellkosten und Selbstkosten zusammen?
b) Führen Sie mit Hilfe eines Betriebsabrechnungsbogens die Abrechnung der Hilfskostenstellen (Allgemein 1, Allgemein 2, HiKo 1, HiKo 2) auf die Hauptkostenstellen (Material, HaKo 1, HaKo 2, Verwaltung, Vertrieb) durch. Berechnen Sie auch den Materialgemeinkostenzuschlagsatz, den Fertigungsgemeinkostenzuschlagsatz, den Verwaltungsgemeinkostenzuschlagsatz und den Vertriebsgemeinkostenzuschlagsatz.
Gemeinkosten
Erfassung
Kostenart
Energie
200,00
Verteilungsmaßstab
Einheiten
Allgemein
1
50,00
Allgemein
2
40,00
Fertigung
Material
20,00
Hilfskostenstellen
Hauptkostenstellen
HiKo 1
HaKo 1
HiKo 2
HaKo 2
90,00
130,00
350,00
270,00
Verwaltung
Vertrieb
40,00
10,00
Hilfs- & Betriebsstoffe
1 200,00
Euro
0,00
0,00
0,00
820,00
200,00
70,00
110,00
0,00
0,00
Hilfslöhne
6 000,00
Euro
380,00
800,00
2 730,00
1 320,00
450,00
0,00
0,00
320,00
0,00
80 000,00
Euro
2 800,00
3 200,00
3 400,00
3 800,00
12 200,00
25 100,00
12 200,00
10 500,00
6 800,00
Zinsen
1 000,00
Euro
150,00
170,00
180,00
80,00
Abschreibungen
1 000,00
180,00
170,00
40,00
40,00
sonstige Kosten
12 000,00
40,00
60,00
120,00
60,00
140,00
Im Sommertrimester
2015 sind
Fragestellungen
Euro
80,00
110,00
100,00
200,00
80,00
zum
Betriebsabrechnungsbogen
nicht
klausurreleBeschäftigte
1,00
1,00
1,00
2,00
4,00
vant 48 440,00
Euro
8,00
3,00
2,00
2,00
176 499,20
251 091,60
Gehälter
Einzelkosten
Umlage
Kosten
gesamt
(Euro)
Kostenstellen
2
Allgemein 1
m
Allgemein 2
Schlüssel
Fertigung HiKo 1
Fertigung HiKo 2
100,00
300,00
100,00
100,00
100,00
150,00
100,00
50,00
4,00
1,00
3,00
4,00
5,00
2,00
1,00
Schlüssel
6,00
4,00
Schlüssel
9,00
11,00
5
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c) Im Fertigteillager, das der Kostenstelle „VerKostenarten und Kostenstellen
Material (Mat)
Fertigung (Fert)
Verwaltung (Vw)
Vertrieb (Vt)
trieb“ zugerechnet wird, soll ein neuer RegalEinzelkosten
200
000,00
500
000,00
0,00
0,00
lagerplatz eingerichtet werden. Zu diesem
Gemeinkosten
40 000,00
400 000,00
114 000,00
91 200,00
Zweck werden von der Kostenstelle „Material“
innerbetriebliche
Leistungen
(Einzelkosten)
die erforderlichen Bleche und Profile im Wert
von: Material
15 000,00
für: Vertrieb
15 000,00
von 15 000 Euro zur Verfügung gestellt. Die
von: Fertigung
8 000,00
für: Vertrieb
8 000,00
Arbeiten im Wert von 8 000 Euro werden von
Mitarbeitern der Kostenstelle „Fertigung“ durchgeführt. Verrechnen Sie diese innerbetriebliche Leistung nach dem Kostenartenverfahren und nach
dem Kostenstellenausgleichsverfahren.
d) Zwischen zwei Kostenstellen KSt 1 und KSt 2 findet ein innerbetrieblicher Leistungsaustausch gem. nebenstehender Tabelle statt. Führen Sie die innerbetriebliche Leistungsverrechnung nach dem
KSt 1
KSt 2
Gleichungsverfahren durch.
primäre Gemeinkosten
K
80 000,00 Euro
100 000,00 Euro
p
Leistungseinheiten
7 Kalkulation
innerbetriebliche Leistungen
x
200,00
LE1
500,00
LE2
x12
- 20,00
LE1
20,00
LE1
x21
100,00
LE2
- 100,00
LE2
a)
b)
c)
d)
Erläutern Sie die drei Prinzipien der Zurechnung von Kosten auf Kostenträger
Nennen Sie die vier am häufigsten verwendeten Verfahren der Kalkulation mit Vollkosten und skizzieren Sie deren Anwendungsmöglichkeiten
Wie unterscheidet sich die einstufige summarische Divisionskalkulation von der einstufigen differenzierenden Divisionskalkulation?
In einem Unternehmen wird mit Selbstkosten von 175 736,00 Euro eine Menge von 1 000 Stück eines Erzeugnisses hergestellt. Ermitteln Sie die Stückkosten mit Hilfe einer einstufigen summarischen Divisionskalkulation.
e) In dem Unternehmen aus Frage d) werden Kosten in den folgenden Kostengruppen erfasst: Materialkosten 75 600,00 Euro, Fertigungskosten
34 700,00 Euro, Vertriebskosten 27 265,00 Euro und Verwaltungskosten 38171,00 Euro. Ermitteln Sie die Stückkosten je Kostengruppe und die Stückkosten des Erzeugnisses mit Hilfe einer einstufigen differenzierenden Divisionskalkulation.
f) In dem Unternehmen aus Frage e) stellt sich heraus, dass zwar 1 000 Stück des Erzeugnisses hergestellt, aber nur 980 Stück verkauft wurden. Ermitteln
Sie unter diesen Voraussetzungen die Stückkosten der abgesetzten Erzeugnisse mit Hilfe einer zweistufigen Divisionskalkulation. Ermitteln Sie auch den
Wert des Lagerzugangs.
6
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g) In dem Unternehmen aus Frage e) soll für die Kalkulation berücksichtigt werden, dass nicht nur ein Ereinstufige Äquivalenzziffernkalkulation
zeugnis, sondern drei voneinander unterschiedliche Erzeugnisse A, B und C hergestellt werden. Aufgrund
LeistungsÄquivalenzSorte
der Ähnlichkeit der Erzeugnisse („Sorten“) soll eine Kalkulation der Stückkosten mit Hilfe einer einstufimenge (x i)
ziffer (ai)
gen Äquivalenzziffernkalkulation durchgeführt werden. Die dafür erforderlichen Daten sind in der neben(1)
(2)
(3)
stehenden Tabelle zu sehen.
A
200
100%
h) Eine weitergehende Gliederung der Kosten in dem Unternehmen aus Frage g) führt zu der Erkenntnis,
B
300
130%
dass die Materialkosten bei den drei Erzeugnissen A, B und C stark unterschiedlich sind. Aus diesem
Grunde soll eine zweistufige Äquivalenzziffernkalkulation durchgeführt werden, in der eine Reihe von
C
500
185%
Äquivalenzziffern für Materialkosten und eine weitere Reihe für alle übrigen („sonstizweistufige Äquivalenzziffernkalkulation
gen“) Kosten verwendet wird. (siehe nebenstehende Tabelle).
i) Die Kostenstruktur in dem Unternehmen aus Frage h) wird noch detaillierter erfasst, um
sonstige
LeistungsMaterial
Kosten
eine differenzierende Zuschlagskalkulation auf Vollkostenbasis durchführen zu können.
Sorte
menge (x i)
Die nun zur Verfügung stehenden Daten können der nebenstehenden Tabelle entnomÄquivalenzziffern
men werden. Berechnen Sie zunächst den Materialgemeinkostenzuschlagsatz, den MaA
200
100,00%
100,00%
schinenstundensatz, den Verwaltungsgemeinkostenzuschlagsatz und den VertriebsgeB
300
120,00%
150,00%
meinkostenzuschlagsatz. Abschließend sind die Selbstkosten pro Stück der drei ErzeugC
500
140,00%
230,00%
nisse A, B und C zu kalkulieren. Lagerbestandsänderungen sind nicht zu berücksichtigen,
d.h. die gesamte ProZuschlagskalkulation 1 (eine Fertigungskostenstelle)
duktion wird auch verKosten
Einheit
S
kauft.
MatGK (Materialgemeinkosten)
Euro
12 600,00
FertGK - kalkulatorische Abschreibung
Euro
140,00
- kalkulatorische Zinsen
Euro
60,00
- Servicepauschale
Euro
300,00
- Energie
Euro
1 400,00
- Verbrauchsmaterial
Euro
2 800,00
- Gehälter Fertigung
Euro
30 000,00
- Summe Fertigungsgemeinkosten
Euro
34 700,00
VwGK (Verwaltungsgemeinkosten)
Euro
38 171,00
VtGK (Vertriebsgemeinkosten)
Euro
27 265,00
Produkt A
Produkt B
Produkt C
S
MatEK (Materialeinzelkosten)
Euro
10 000,00
18 000,00
35 000,00
63 000,00
Produktion/Absatz
St.
200
300
500
1 000
Bearbeitungszeit
Min./St.
3
6
12
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j)
Führen Sie unter Verwendung der Daten aus Frage i) eine kurzfristige Erfolgsrechnung durch. Die dafür zu berücksichtigenden Verkaufspreise betragen
für Produkt A: 125,00 Euro, für Produkt B: 180,00 Euro und für Produkt C: 200,00 Euro. Alle hergestellten Erzeugnisse werden zu diesen Preisen verkauft (keine Produktion auf Lager).
k) Aus der Bearbeitung von Frage j) resultiert die Erkenntnis, dass eines der drei Erzeugnisse das Unternehmensergebnis negativ beeinflusst. Überprüfen
Sie deshalb, ob bei Elimination dieses Erzeugnisses und Beibehaltung der Produktionsmengen für die beiden übrigen Erzeugnisse das Unternehmensergebnis verbessert werden kann. Führen Sie dazu auf der Basis der zu den Fragen i) und j) bereit gestellten Daten eine Deckungsbeitragsrechnung durch.
Als variable Kosten der Fertigung (Einheit: Euro/Std.) sind zu berücksichtigen: Kalkulatorische Abschreibungen, Energie (Verbrauch) und Verbrauchsmaterial. Alle übrigen Kosten mit Ausnahme der Materialeinzelkosten (Einheit: Euro/St.) sind fixe Kosten (Einheit: Euro). Gehen Sie davon aus, dass sich die
Fixkosten
Deckungsbeitragskalkulation 1 (eine Kostenstelle)
durch die
variable Kosten (Euro/Std.)
Fixkosten
Elimination
Einheit
(Euro)
MatGK (Materialgemeinkosten)
Euro
f
12 600,00
eines ErFertGK - kalkulatorische Abschreibung
Euro/Std.
v
1,00
zeugnisses
kalkulatorische
Zinsen
Euro
f
60,00
nicht än- Servicepauschale
Euro
f
300,00
dern. Durch
- Energie (Verbrauch)
Euro/Std.
v
10,00
Produkteli- Verbrauchsmaterial
Euro/Std.
v
20,00
mination
- Gehälter Fertigung
Euro
f
30 000,00
freiwerVwGK (Verwaltungsgemeinkosten)
Euro
f
38 171,00
dende KapaVtGK (Vertriebsgemeinkosten)
Euro
f
27 265,00
zitäten könS
31,00
108 396,00
nen nicht
Einheit
Produkt A
Produkt B
Produkt C
S
anderweitig
MatEK (Materialeinzelkosten)
Euro/St.
v
50,00
60,00
70,00
Produktion/Absatz
St.
200
300
500
1 000,00
genutzt werBearbeitungszeit
Min./St.
3
6
12
den (keine
p (Verkaufspreis)
Euro/St.
125,00
180,00
200,00
Erhöhung
l)
der Produktionsmengen der verbleibenden Produkte).
Fortsetzung von Frage i): Ein Großabnehmer fragt 1 000 Stück von Produkt A zum Preis von 100,00 Euro pro Stück an. Mit einer Übernahme dieses
Auftrages wäre die Verpflichtung verbunden, Produkt A fortan exklusiv nur noch an diesen Großabnehmer zu verkaufen. Sie stellen fest, dass eine
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Übernahme dieses Auftrages und die Herstellung der Produkte B und C in den bislang geplanten Mengen mit der vorhandenen Kapazität von 140 Stunden nicht möglich ist. Bestimmen Sie im Hinblick auf diese Engpasssituation das gewinnoptimale Produktionsprogramm und berechnen Sie das dann
erzielbare Unternehmensergebnis.
m) Fortsetzung von Frage l): Die Kapazität lässt sich kurzfristig um 40 Stunden erweitern, wobei allerdings zusätzliche Fixkosten in Höhe von 20 000,00
Euro entstehen. Verbessert diese Kapazitätserweiterung das Unternehmensergebnis? Gehen Sie davon aus, dass sich die variablen Kosten pro Stunde
Maschinenlaufzeit nicht ändern.
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