Alpen-Flora für Touristen und Pflanzenfreunde ..

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315
H6
1902
ALPEM- Flora
TOURISTEM UND
PFW UZEN FREUNDE
FÜR
^^S5r\y^süi^
Alpen-Flora
für Touristen
und Pflanzenfreunde
Mit 250 farbigen Abbildungen
40 Tafeln
auf
Nach Aquarellen von Hermann Friese
Nebst textlicher Beschreibung
der verbreitetsten und schönsten Alpenpflanzen
Hoffmann
Dr. Jul.
•
tökAKV
NEW YORK
bOTANlCAU
Stuttgart
Verlag für Naturkunde
(Dr. Jul.
Hoffmann)
1902
Mi.
Druck der Hoffinanuschen Buchdruckerei
in Stuttgart.
UBKARV
NEW YORK
BOT AN IC AL
aARi>eN.
Vorwort.
Auf
jeden, der sich überhaupt für die Pflanzenwelt interessiert, übt die eigentümliche, farbenreiche Flora der Hochgebirge einen ganz besonderen Reiz aus.
Auch unter den vielen Tausenden, die alljährlich aus nah
und fern herbeireisen, um in den Alpen „Sommerfrische" zu
geniessen, würzige Bergluft einzuatmen und die mächtigen
Eindrücke einer grossartigen Gebirgsnatur in sich aufzunehmen,
werden gar manche von dem lieblichen Blumenschmuck des
Hochgebirges bezaubert und dazu angeregt, sich mit den bunten
Gestalten der Alpenflora näher bekannt zu machen. Bald
werden sie gewahr, dass sie neben „Alpenrosen" und
„Edelweiss", den allbeliebten und bekannten Typen der Hochgebirgsflora, noch zahlreichen anderen Pflanzengattungen begegnen, die nur in der Gebirgswelt heimisch sind und zuweilen
in solcher Menge beisammenstehen, dass Triften, Matten und
Felshalden förmlich von ihnen bedeckt sind. Solche für das
Landschaftsbild oft recht charakteristische Blumenteppiche
entzücken durch ihre leuchtenden Farben selbst das Auge
derjenigen, denen die zerstreutere heimatliche Flora nur
massiges Interesse abzugewinnen vermochte; ja im Gebirge
werden die meisten aufmerksamen Naturfreunde unwillkürlich
Azurblaue Gentianen,
zu liebevollen Pflanzen freunden.
goldgelbe und weisse Ranunkeln, verschiedenfarbige Stiefmütterchen, Primeln, Nelken und Steinbrecharten etc. fesseln
das Interesse des Alpenwanderers und führen zu dem Wunsch,
die einzelnen Arten näher kennen zu lernen.
Solchen Pflanzenfreunden also, die nicht darauf Anspruch
machen, wissenschaftliche Botanik zu treiben, die sich aber
aus Schönheitssinn und Wissenstrieb mit den augenfälligsten
Gestalten der Gebirgsflora vertraut machen wollen, ist unsere
„Alpenflora" gewidmet. Der Zweck unseres Buches besteht
^ somit darin, den betreffenden Liebhabern zu billigem Preise
ein kleines Handbuch zu bieten, das ihnen das Erkennen der
Alpen-Pflanzen erleichtert.
,-r:) wichtigsten
Aus diesem Plan hat sich von vornherein die Notwendig--jkeit ergeben, die Anzahl der abzubildenden und zu beschreiben«ctden Pflanzengattungen zu beschränken und von manchen
'
selteneren, nur an wenigen Fundorten vorkommenden Arten
abzusehen. Ausserdem musste eine grössere Anzahl solcher
Pflanzen, die dem Gebirge nicht ausschliesslich zukommen, sondern ebenso häufig in den Voralpen, sowie in den
^
^
Hügelländern Mitteleuropas heimisch sind, übergangen werden.
die zahlreichen Gattungen solcher Familien,
für welche erfahrungsmässig der Laie nur geringeres Interesse
hat, wie z. B. die Schirmpflanzen (Umbelliferen), viele Korbblütler (Hieracium, Crepis, Senecio etc.), die Gräser, Simsen,
Seggen u. s. w. nur wenig berücksichtigt werden, da es schon
eines tiefer gehenden Studiums bedarf, um sich in diesen
schwierigen Familien zurecht zu finden. Diese Beschränkung
ist aber gewiss den Liebhabern der Alpenpflanzen nur willkommen und entspricht dem populären Charakter unseres
Buches, das nicht als Grundlage für strengwissenschaftliche
Studien, sondern als Einführung in die liebliche, bunte Welt
der Hochgebirgsflora dienen soll.
Dementsprechend ist auch der Text möglichst kurz und
klar gefasst, so besonders bei den abgebildeten Pflanzen,
mit denen sich der Anfänger an der Hand naturgetreuer,
farbiger Darstellungen viel leichter und müheloser bekannt
machen wird, als durch eingehende Beschreibungen, die den
Laien öfters mehr abschrecken, als befriedigen. Es erschien
daher zweckentsprechend, nur die wichtigsten Merkmale
aufzuführen, welche geeignet sind, die betreffenden Pflanzen
von anderen nahestehenden zu unterscheiden.
Die Anordnung der Familien stützt sich auf das De Candolle'sche
Pflanzensystem.
Die in dem Buche enthaltenen 40 Tafeln sind nach OriginalAquarellen von Maler Herm. Friese in sorgfältigem Farbendruck ausgeführt worden. Ein grosser Teil der Abbildungen
wurde nach der Natur gemalt. Ausserdem sind die nachstehenden Werke als Quellen zu Rate gezogen und benützt
worden. Wir bemerken ausdrücklich, dass namentlich die
durch fetten Druck ausgezeichneten, umfangreichen Werke allen
denen, die sich mit eingehenden Studien der Alpenpflanzen
befassen wollen, wegen ihrer Reichhaltigkeit und Gediegenheit
besonders zu empfehlen sind.
Auch konnten
—
Flora von Deutschland, herausg. v. Dr. v. Schlechtendal, Dr. Langethal und Dr. E. Schenk.
5. Aufl. revidiert von Dr. E. Hallier.
30 Bände. Verlag von Fr. v. Zezschwitzin Gera.
Die Alpenpflanzen, nach der Natur gemalt von Jos. Seboth, mit Text von Ferd. Graf und
4 Bände, 400 Chroniol. Tafeln.
Joh. Petrasch.
Verlag von E. Tempsky in Prag
und G. Freytag in Leipzig.
Alias der Alpenflora. Nach der Natur gemalt v. Ant. Hartinger, mit Text von Professor
Dr. K. W. V. Dalla Torre (4 Bände mit 500 chromolith. Tafeln). Wie:i
Eigentum
u. Verl. d. Deutschen u. Oesterr. Alpenvereins.
Die Alpenpflanzen Deutschlands und der Schweiz von J. C. Weber. 4 Bände
(400 kol. Tafeln). Verlag von Chr. Kaiser in München.
Taschenflora des Alpenwanderers, von Dr. C. Schröter u. Ludw. Schröter. Mit
24 farbigen und 2 schwarzen Tafeln. Zürich, Verlag von Alb. Raustein.
Das Pflanzenleben der Schwäbischen Alb, von Dr. Rob. Qradmann, 2 Bände mit
50 Chromotafeln. Tübingen, 1900, Verlag des Schwäbischen Albvereins.
,
1,
Ranunculaceae, HaJuicnfiissgewäch.^c.
Familie,
Atragene alpina
h. (Linni').
Starkwiichsijif, holzige Kletterpflanze.
Auf
felsigen
Blätter
Abhängen und
in
1.
—
Kalkboden.
.Tuni, .Tuli.
Thalictrum aquilegifolium L.
itO
Fig.
dreizählig.
Wäldern des ganzen Alpen-
gebiets, bis zu 1800 m, jedoch zerstreut; vorzugsweise auf
Blüht im
1,
langgestielt,
Blumenblätter zahlreich, gelblich,
Die 4 Kelchblätter blau oder violett.
spateiförmig.
— Tai.
Gemeine Alpen rehe.
cm hoher
Strauch.
blättern ähnlich.
Wiesenraute.
Ak-eleiblätterifie
IMätter langgestielt, dreimal dreiteilig,
Kelchblättchen blassgrün mit roten Adern
reichen, hingen, violettroten Staubfäden verleihen
Blütenrispe ein zierliches, duftiges Ansehen.
30 bis
den Akelei;
die zahl-
der doldenähnlichen
Subalpin iind alpin, bis
Blüht im Mai, Juni.
zu 1800 m, auf Wald- und ßergwiesen.
—
—
Thalictrum alpinum L. Alpen-Wiesenraute.
Taf. 1, Fig. 2.
Kleines nur fuigerhohes Pflänzchen mit grünlicher Blüte. Auf stöinigen
Abhängen der höchsten Alpen; Schweiz, Tirol, Salzburg, Steiermark,
2000—2500
ju.
Zerstreut und spärlich.
Thalictrum foetidum L.
Blüht im Juni,
Stinkende
Juli.
30 bis 60
Wiesenraute.
cm
weichhaarig.
nickend, blassgrün. Auf Felsen
hoch, Stengel und Blätter von abstehenden Drüsenhaaren
Blüten in lockerer Rispe, langstielig,
der Alpen
Blüht im
und Voralpen, Schweiz
Steiermark,
bis
bis
zu
1800 m.
.luni, Juli.
Anemone
— Taf. Fig. — Wechselt
— 30 cm Höhe, gewöhnlich nur 20 cm hoch. Kelch-
alpina Miller. Alpen- Aneihone.
nach Standort von 10
1,
B.
6—8, weiss, bisweilen lila angehaucht, aussen seidenartig beAuf Alpentriften der Kalkgebirge in 160Ü 2800 m Höhe, von
der Schweiz durch die ganze Alpenkette ausserdem auch in den Vogesen, den Sudeten und auf dem Brocken. Blüht von Juni bis August.
blätter zu
—
haart.
;
—
Anemone
sie
den Kalkgebirgen nnd
sehiefer etc.) in 1300
Anemone
Fig.
—
—
—
di-n
ö.
—
Sie
Tat'. 1, Fitr. 4.
sulfurea L Gelbe Alpen- Anemone.
meisten Botanikern als Varietät der vorigen angesehen;
wird von
fehlt
2
— ISOO
ni
ist
Höhe
narcissiflora L.
anf
Urgestein (Gneis,
Glimmer-
heimiseh.
—
NarzissenUütige Anemone.
Die weissen, rot angeliaiuhten Blüten, meist 5
— 7,
Taf.
1,
bilden eine
lockere Dolde, die aus einem Kranz tief gespaltener Hüllblätter hervor-
Grundständige Blätter
ragt.
fast kreisrund,
5 teilig,
Ab-
die einzelnen
und die Voralpen
verbreitet, ebenso über die Mittelgebirge von Süd- und Mitteleuropa.
Auf Alpenwiesen und grasigen Abhängen. Blüht von Mai bis Juli.
Ue))er die ganze Alpenkette
schnitte doppelt dreispaltig.
Anemone
Dreibläfterige
L.
trlfolia
Anemone.
Waldanemone oder Osterblume (Anemone nemorosa
Blüte
-weiss, selten hellblau.
Der
gemeinen
sehr ähnlich.
L.)
Die zur Blütezeit meist noch fehlenden
den Nerven
und Adern etwas behaart.
Südliche Alpenkette, Tirol bis Krain
in
Wäldern der A'oraljien und im Gebirge bis 1600 m Höhe. Blüht von
drei Blätter sind dreiteilig, scharf sägezälmig gerandet, auf
—
;
A]iril bis Juli.
Anemone
Halleri Allkmi.
Hallors Anemone.
blühenden Küchenschelle (Anemone
hoch, zottig behaart.
absterben, sind
Blüt(>n
m
Höhe.
ähnlich,
10—15 cm
Die grundständigen Blätter, welche im
2— 3 fach
tief violett.
bis 1500
Der gemeinen, im April
pulsatilla L.)
Herbst
tiederschnittig mit lineal-lanzettlichen Zipfeln.
Südschweiz, Steiermark, Oesterreich
Blüht im
Juli,
August.
,
Südböhmen,
I.
Atragene alpina.
4.
Anemone
2.
Thaliotrum alpinum.
sulfurea.
5.
Anemone
3.
Anemone
narcissiflora.
alpina.
—
Anemone
()
— 12
—
Frühlhnjs-Ancinonc.
vernalis L.
hliittchen eit'örniig, dreispaltig mit ungeteilten oder 2
weiss, aussen
liliite
Tat'.
2,' Fig.
—
1,
Grundständige Blätter einfach gefiedert; die Fieder-
hoch.
CHI
3
— 3ziÜniigen Zipfeln,
oder violett üherlaufen und zottig behaart.
lila
Häutig auf trockenen Triften der Alpen, von der Schweiz bis Steiermark;
2300 m. (Ausserdem in den Karpathen, in Skandir[(')he von 1200
—
in
navien und
Mai, Juni,
10
in
Kiefernwidderu der norddeutschen
Hhene).
im
Blidit
.lull.
Anemone baldensis L. Monte Baldo's Anemone. — Taf. 2, Fig. 2. —
cm hoch. Bliitter haudförmig, doj)pelt 3 — Steilig. Die Blumen-
— 15
meist
blätter,
9,
sind weiss, auf der zottig behaarten Rückseite violett.
Das FruchtköpfcluMi
idnielt einer weisslichen
Stellen der nochal[)en
bis 2400
m
z(>rstreut.
BliUit
Ranunculus rutaefolius
Fig. ü.
—
Erdbeere.
Au
trockenen
durch die ganze Alpenkette in Höhe von 1800
im
.luin, .Tuli.
/>.
Raiitenblätleriger Ilalinenfnss.
Zierliches Kraut mit G
—^12
cm hohem,
oft
— Tai. 2,
niederliegendem
—
1
3blütigem Stengel uml doppelt fiederteiligen Blättern, welche denen
der Wiesenraute iUiueln, lUiiteublätter ö 12, grünlich weiss; am Grunde
—
Auf Kalk- und Urgestein durch die ganze Alpenund liäulig; U)00 — 2,")0() m. lUülit im .luli, August.
mit goldgelbem Fleck
kette verlireitet
Ranunculus anemonoides Zulilhnickner. Anemonenurtifjer ffahnenDem vorigen sehr ahnlich, aber die ganze Pflanze kräftiger und
fn.i!^.
hochwüchsiger.
Höhe
15
— 20 cm.
schmaler und gestreckter.
vorkonmit,
alpen
ist
Die
dieser
auf die
felsigen Stellen der Nad(»lwaldungen.
Ranunculus pyrenaeus L.
—
zettlich,
bis
2700
— 15
Stengel 8
ganzrandig.
m;
IS
cm
Voralpen von Südtirol, Niederfindet
lUidit
im
I'i/rcniii^irlicr
hoch, meist
bläulichgrün.
auf feucldcn
weissen Kroidjlätter sind
vorige in den hohen Central-
und Steiermark beschränkt und
österreich
Fig. 4.
7
Während der
Triften
1
sich namentlich auf
INIärz
und
April.
—
I/ahnenfiiss.
lUätter
blutig.
Taf.
schmal
2,
lan-
Tyrcnäen und Alpenkette; 1800
stellenweise
in
Menge.
Blütezeit
Juni, Juli.
Ranunculus parnassifolius L.
—
Taf. 2. Fig. 5.
eiförmig,
Farnassienhiütteriger
— Stengel 8—12 cm hoch.
langgestielt,
ganzrandig.
Hahnenfuss.
Grundständige Blätter herz-
Blütenstiele
und Stengel
wollig,
Auf steinigen Triften und Wiesen der l'yrenäen und der
3000 m, zerstreut. Blütezeit Juli, August.
Elunie weiss.
Alpenkette, 2500
—
Ranunculus glacialis L.
2^10
Stengel
ein hoch,
3— 5 spaltigen,
G/efsrhpr- Hahnenfuss
am Grande von
.
—
Tai. 2, Fig. 6.
einer Eosette
von
—
gestielten,
WurzelKelch mit dunkel-rotbraunen Haaren zottig
bekleidet.
Blüten weiss, meist rosenrot angehaucht, namentlich auf
der Aussenseite. Auf Urgestein der Alpenkette verbreitet, in 2300 bis
nicht
stock
4200
in lanzettliohe Zipfel zerteilten Blättern besetzt;
haarschopflg.
Höhe.
ra
Nach Dr.
C. Schröter
„die
am
Blüht im
Juli,
August.
Blütenpflanze der Schweiz".
Ranunculus Seguieri
Villars.
höchsten ansteigende
Seguiers Gletsclier-Halinenfuss.
Dem
vorigen sehr ähnlich, jedoch sind die einzelnen Zipfel der gefiederten
und die Kelchblätter sind nicht zottig
und Krain, zerstreut, auf Kalkgebirgen
Blüht im Juli, August.
Blätter zugespitzt
Südtirol
kahl.
Höhe.
l)ehaart,
in
sondern
1900—2300
m
Ranunculus roseus Hegetschweiler. Rosenroter Hahnenfuss. Ebenfalls
dem Ean. glacialis sehr ähnlich,
stock stark h aar schöpf ig.
bis 2700
m.
aber Blüten
tief
rosenrot und W'urzel-
In den Hochalpen der Schweiz, 2500
Blütezeit Juli, August.
1.
4.
Anemone
vernalis.
Ranuneulus pyrenaeus.
2.
5.
Anemone
>^.
baldensis.
Ranuneulne rutaet'olius.
Ranunculus parnassifolius. ß. Kanuneulus •^lacialis.
—
5
Ranunculus alpestris
5—15
Zierlicho,
Die
i-iii
grundständigen,
5 nervig,
im Umriss
—
Aljjen-Hahnenfuss.
/>.
liolic Pflanzi',
Taf. 3, Fig.
1.
—
mit saftigen, ineist einblütigen Stengeln.
Blätter
hinggestielten
S^-^spaltig,
sind
rinnig-
niereni'ürmig, aljer grob keilförmig gekerbt; dunkel-
Am
grün, stark glänzend.
Stengel meist
l
oder 2 lanzettförmige Blätt-
chen, welche ganzrandig, seltener Steilig sind.
Kelch kahl. Blume bis
Blumenblätter weiss, glänzend, am Grunde gelblich.
Höhe verbreitet und
Ueber die ganze Alpenkette in 1(K)() 2000
Besonders häufig
häutig, ebenso im Jura und auf <len Karpathen.
cm
2
breit, die 5
—
—
in Vertiefungen,
in
welchen
m
Schnee lang liegen
di-r
Blüht im
lileibt.
Juni, Juli.
Ranunculus Traunfellneri Hoppe.
Dem
Trauiife/liiers Ilahnenfuss.
vorigen sehr ähnlich, jedoch schmächtiger, öfters nur 3
cm
hoch, stets
einblütig mit einem ganzrandigen, seltener zweispaltigen Stengelblättchen.
Blütenstiel höchstens 10
cm
Längsadein durchzogen,
breitung wie
mehr
l)ei
dem
Blüten wie beim vorigen weiss, mit
hoch.
Kelchblätter grünlichgell),
vorigen, jedoch
— Taf.
3, Fig. 2.
langgestii'lt.
2
cm
breit,
u. Kitaihel.
— ü— 12 cm hoch.
haarlos.
weit seltener und
BliUezcit: Jmii
einzeln, nicht gesellig, vor.
Ranunculus crenatus Wahi^li in
fuss.
ist er
l)is
—
Ver-
kommt
September.
KerhUäiteriger Ilahnen-
Grundständige Blätter ziemlich
rundlich herzförmig bis nierenförmig, deutlich gekerbt, bis
an der Basis
in
breite Scheiden auslaufend.
Stengel
1
bis
mitl — 2 zungenfiirmigen Blättchen. Kelch kahl. Die ansehnliche
Blüte weiss, mit 5 rundlich eiförmigen, schwach wellig ausgeschnittenen
Kronblättern.
.\uf (iranitalpen von Steiermark und Sddlirul, spärlich
verbreitet, in Höhe v^n 1100— 2000 m.
Blüht im ,lnli, August.
2blütig,
—
Ranunculus aconitifoüus
Taf. 3, Fig. 3.
—
HO
— 130
//.
cm hohe,
ständige Blätter sehr lang gestielt, 3
Kl.'ioüiiiiblätlen'gcv
Halincnfnss.
kahle, kiautartige Pflanze.
—
Grund-
— 7 teilig,
handförmig ausgebreitet,
Der Stengel teilt
schlanke, mit zahlreichen Blüten besetzte Aeste, an
die Zipfel Sspaltig, zugespitzt, eingeschnitten gesägt.
sich wiederholt in
deren Grund liandförmig gebreitete Blätter stehen.
5
kleinen
weissen,
hinfälligen
Kronblättern
Gebirgswälder der ganzen Alpenkette bis zu 1800
gestein verbreitet und häutig;
Nord- und Südeuropa,
und Oesteneich.
Blüten weiss, aus
gebildet.
m
—
l'eber
auf Kalk und
<lie
l'r-
ausserdem in gebirgigen Gegenden von
sowie in den ^Mittelgebirgen von Deutschland
Blütezeit: Mai bis Anyust.
—
6
—
—
Ranunculus Thora h. Thora-Hahnenfuss, Gifthalmenfusti.
Taf. 3,
Ein kleines Pflänzchen, das in den höheren Alpen nnr 8 bis
10 cm, in den Voi-alpen 20 — 25 ein Höhe erreicht.
Der Wnrzelstock
besteht aus einem Büscliel rübenförmiger Knollen. Stengel 1 — 2blütig,
mit einem grossen unteren Stengelblatt, welches nierent'örmig, feingeadert, am Rande gekerbt und glänzend grün ist. Das weiter oben
sitzende Stengelblatt ist klein, 2— -Steilig, mit spitz zulaufenden Lappen.
Blüten 1 3, goldgelb, glänzend.
Auf Ali>entriften und in Gebirgswaldungen von Mittel- und Südeuiopa, Schweiz, Tirol, Steiermark, Krain,
bis zu 1900 m Ibihe zerstreut.
Blülit im Mai, Juni.
Scharf giftig.
Fig. 4.
—
—
—
Ranunculus pygmaeus Wahhniifrg. Zwerg-Bahnenfiiss. Ein winziges
PHänzchen mit nur 1,5 — 3 cm hohem, meist einfachem, einblätterigem
und einblütigem Stengel, welcher zur Blütezeit kaum länger ist, als die
gestielten,
3— öteiligen
grundständigen Blätter.
Kelchblätter kahl, etwas
mm breiten BlumenAuf Urgestein in Tirol, Salzburg, Kärnten, in Höhe von 2200
bis 2500 m, selten und zerstreut ausserdem im hohen Norden (Skandinavien, Lappland, Spitzbergen). Blüht im .Tuli, August.
zurückgeschlagen, länger als die 5 gelben, nur
blätter.
4—5
—
;
Ranunculus montanus
Fig.
5.
—
Stengel 6
dicht behaart,
eiförnaigen,
— 12 cm
Wüldenow.
Beyg-Hahnenfuss.
—
Taf.
3,
hoch, ebenso wie die Blattstiele abstehend
(grundständige Blätter bandförmig geteilt mit verkehrt
dreispaltigen,
stumpf gezähnten Abschnitten.
Unterstes
5— 6teihg, das oljere 2— öspaltig, mit linealischen spreizenden
Abschnitten. Stengel 1— Sblütig. Blüten goldgelb. — Ueber die Alpen
Stengelblatt
und Voralpen, namentlich auf Kalkgestein, in 1500—2500 m Höhe allgemein verbreitet und häufig; auch in den Mittelgebirgen Süddeutschlands (Schwarzwald, Schwab. Alb etc.) da und dort. Blüht von Mai
bis August.
1.
Ranunculus
alpestris.
4.
2.
Eanunculus crenatus. 'ö. Kanunculus
5. Ranunculus montanus.
Ranunc-ulus Thora.
aconitifolius
—
(
Trollius
europaeus
Gemeine TroUlduine.
L.
—
Tat'.
4,
Fig.
1.
—
—
Eine kahle, aufrechte, gewöhuliol» 30 60 cm hohe Pflauze mit spärlich
verästeltem Stengel. Die grundständigen Blatter sind handförmig in
3 oder 5 Bliittchen zerteilt, welche
wiederum
gelajtpt
und eingeschnitten
Die wenigen Stengelblättcr sind klein, fast sitzend. Blüten gross,
zitronengelb, mit 10 15 giossen, kugelig znsammenfliessenden Kelchbind.
—
blättern, welche die kleinen Blumenblätter, Staubgefässe
und Stempel
—
Auf feuchten Bergwiesen von ganz Europa, in den -\lj)en
Eine kleine, einblütige, nur 20 cm liohe Form
l)is zu 24U0 m Höhe.
Blüht von Mai
(var. humilis Crtz.) findet sich nur auf Hochgebirgen.
umhüllen.
bis Juli.
Eranthis hiemalis Sulislury. Gemeiner Winterstern. Stengel 5
— 12 cm
Die von einem Kranz tiefeingeschnittener,
grüner
einblütig.
liDch,
umgebenen goldgelben Blüten zeigen 5 — 8 blumenblattähnliche
— 8 kurze röhrenförmige Blumenblätter. GrundKelchblätter und
ständige Blätter langgestielt, 3 7 teilig.
Ueber die Alpenkette verDagegen öfters in Gärten angepflanzt.
breitet, aber zerstreut und selten.
Blätter
li
—
—
Blütezeit: Februar, März.
—
—
Taf. 4, Fig. 2.
Aquilegia alpina L. Alpen- Alcelei.
Prächtige,
durch grosse, hinmielblaue Blüten ausgezeichnete Alpenpflanze. Stengel
1— 3blütig,
15
— 30 cm hoch. —
West- und Gentralalpen, östliche Grenze:
lt!00 m Höhe.
Blüht
das Engadin; zerstreut und meist selten, bis zu
im
.Juli.
August.
Aquilegia atrata Koch.
40
cm
hoch,
Schwärzlirher Akelei.
Blütenstengel
3()
bis
3— lOblütig,
Blüten schwarzviolett oder purpurbraun. Sporn
der Kronenblätter fast kreisförmig umgerollt.
Dieser über die Alpen
—
und Voralpen weit
vielen Botanikern als eine alpine
Waldungen von
angesehen.
stellenweise häuflge Akelei wird von
verbreitete,
Form des gemeinen,
in lichten hügeligen
Mitteleuroi)a heimischen Akelei (Aquilegia vulgaris L.)
Blütezeit: .luni.
.hili.
—
Delphinium elatum L.
8
—
Hoher Elttersporn.
Dieser
seliöiie,
lüO bis
150 ein hohe Kittersporn trägt 5 spaltige Stengelblätter, deren Zipfel
3 spaltig, breit und eingeschnitten gesägt sind; unterhalb der Blütenje 2 lineale Deckblüttehen.
stiele
2 unteren 2 spaltig
und gebartet,
Blumenkrone
die 2 oberen
4blätterig,
gespornt.
Saum
der
Kelch blau,
—
lieber die Alpenkette bis zu 1600 m verBlumenkrone russfarben
namentlich an Bächen und auf feuchten Triften; übrigens auch
Blüht im Juni, Juli.
in den Gebirgen von Böhmen und Schlesien.
breitet,
Aconitum Napellus
Stengel
4.ö
— lÜO
cm
/>.
hoch.
Echter Eisenhut.
—
Taf. 4,
Fig.
3.
sehnliche, gipfelständige Traube, die dinikelgrünen Blätter sind bis
—
In Gebirgsgegenden von
Grunde in — 7 Teile zerspalten.
und Südeuropa verbreitet; in den Alpen bis zu 2000 m Höhe,
Blüht von Juni bis August. Giftig.
.5
—
Die dunkelblauen Blüten bilden eine an-
zum
Mittelhäufig.
—
—
Taf. 4, Fig. 4.
Aconitum Anthora L. Feinblätteriger Eisenliut.
80— GO cm hoch. Die weisslichgelben Blüten bilden eine lockere,
Stengel
armblütige Traube.
zugespitzten
Die Blätter sind vielteilig fiederspaltig, mit schmalen
Endzipfeln.
—
üeber die
ganze
Alpenkette
zerstreut,
namentlich im Jura, auf den Alpen von Oesterreich und Krain, Savoyen,
Pyrenäen, bis zu 1800 m. Blüht im Juli, August. Giftig.
Paeonia
officinalis
L.
Gemeine Ftinfjdrose.
Stengel
50
— 80
hoch, Blüte purijurrut, grundständige Blätter doppelt dreizählig.
cm
Sie
Stammfoiun verschiedener, teils gefüllter Garten-Päonien und
den Alpen der Südschweiz, von Südtirol und Krain heimisch.
Blüht im Juni.
ist
die
ist
in
J.
Trollius europaeus.
2.
4.
A(|uilegia alpina.
Aconitum Authora.
3.
Aconitum Napellus.
—
—
10
—
—
Tuf. 5, Y\g. 6.
Arabis pumila Jacqain. Niedrige Alpenkresse.
5—15 cm hoch, mit 2—3 Blättern, meist zerstreut-haarig.
Blüten weiss, Kelch weiss gesäumt. Blätter mit glänzenden Sternhaaren
Stengel
grundständigen
besetzt, die
am Rande gewimpert, die etengelständigen
am Grunde abgerundet. — Alpen-
abstehend, länglich-oval, sitzend,
an trockenen Stellen, besonder« auf Kalk,
kette,
l)is
2000 m.
Blüht im
Juni, Juli.
Cardamine alpina
Alpcn-Svhmunh-raitt.
Willd.
—
Taf.
5,
Fig.
7.
—
3—8 cm
hohes Pflänzcheu. Grundständige Blätter langgestielt, ganzrandig, stumpf eiförmig; Stengelblätter kurzgestielt, langrund, selten
dreilappig.- Die weissen Blumenblätter doppelt so lang, als der Kelch.
Staubbeutel gelb. Die aufrechten Schoten stehen dicht bei einander und
—
bilden eine rutenförmige Fruchttraube.
Cardamine
30
cm
hoch.
trifolia L.
m
Höhe,
Juli.
Dreiblätteriges Schaumkraut.
langem
Blätter auf
Alpenkette, bis 2500
Blüht im Juni,
namentlich auf Urgestein.
Stengel 10 bis
Stiel dreiteilig, rautenförmig-rundlich,
Blumenblätter weiss. ^^ In feuchten Wäldern der
Voralpen und der Gebirge (bis 1500
Höhe), der südöstlichen Alpen,
namentlich in Tirol, Kiu'nten, Steiermark, Oesterreich, Bayern, Böhmen,
geschweift-gekerbt.
m
Schlesien.
Blüht im
]\Iai,
Juni.
Dentaria digitata Lamarck. Gefingerte ZaJinuuirz. Stengel 45—50 cm
hoch, fedorkicldick, mit 3 4 langgestielten fünfzähligen Blättern, deren
4 5 Fiederblätter handförmig ausgebreitet und am Bande scharf gesägt
—
—
sind.
Blumen rosenrot
unteren langgestielt.
—
bis
lila,
in
8
— lOblütiger
Doldentraube, die
In Gebirgswaldungeu der Alpenkette, ausserdem
im Jura, im Elsass und in Oberschwaben.
Braya alpina Sternberg
u.
Hoppe.
Blüht von Alai bis
Schotenkresse. — Taf.
5,
Juli.
Fig. 8.
—
—
Mehrere 2 7 cm hohe Stengel erheben sich aus dem einen dichten
Rasen bildenden Wurzelstock. Blätter lincallanzettlich nur 1 2 cm
,
lang,
behaart, ganzrandig oder schwach gezähnt.
—
—
Blüten weiss (ge-
in gedrängter Schirmtraube.
An den Abhängen
der höchsten Alpen, in der Gamsgrul)e und Leiter bei Heiligenblut
(Kärnten) und am Solstein bei Innsbruck. Blüht im Juli, August.
trocknet violett)
1. 2.
Papaver alpinum.
6.
3.
Nasturtium pyrenaicum.
Arabis pumila.
7.
Cardamine
4.
Arabis alpina.
alpina.
8.
Braya
5.
Arabis coerulea.
alpina.
—
—
11
Alyssum Wulfenianum Bemhardi.
-
1.
Fiii.
Niederes,
wH'iiig
über 10
—
IVulfens Sfp/nkraiä.
cm hohes
T:if.
Alpenpflilnzeheii,
(!,
luis
dessen krie<heiiilein, holzigem Stengel mehrere Aeste aufsteigen. Blätter
6
— 8 mm
verkehrt eiförmig, an der Spitze kurz zugespitzt.
lang,
lebhaft eitrongelben lUüten bilden eine Doldentraube.
spitzen Flügelehcn versehen.
Kärnten,
im
Juli,
Krain,
an
felsigen
—
Auf Urgestein in der Schweiz, Tirol,
Abhängen, J)is zu 1700 m Höhe. Blüht
August.
Petrocallis pyrenaica E. Br.
Fig. 2.
Die
Staulifäden mit
—
Pi/renüischer Siemschniückel.
— Taf.
Niederes, diciite Rasenpolster bildendes Kräutchen.
6,
Blätter
—
Büscheln gehäuft, dick, keilförmig, an der Spitze 3 5spaltig,
Kelch rotgerandet. Blüten rosenlieber die ganze Alpenkette, bis zu 2800 m
rot bis lila, selten weiss.
Höhe, verbreitet, besondi-rs auf Kalkgesteiu iiäulig. Blüht im Juni, .luli.
in kleinen
am Rande
mit Wimperhaaren besetzt.
—
—
—
Draba aizoides />. Immcrynlnes Ihtnyerhliiiiirlien.
Taf.
Fig. 3.
— 10 cm hoi'h, blattlos. Die spitzen, linealischen Blätter sind
lebhaft grün, am Rande mit steifen Haaren gewimpert und bilden dichte
li,
Stengel ö
Die gelben Blüten bilden eine kurze, wenigblnmige Traube.
Ueber die ganze Alpenkette bis zu 1900 m Höhe verl)reitet und
häufig, stellenweise auch im Elsass, im oberen Donauthal, in »bersclnvaben und auf den fränkischen Kalkgebirgen.
Rosetten.
—
(
Draba Hoppeana Reichenhach (Draba Zahlbruckneri
.
Himgerblümrhen.
— Taf.
6,
Fig. 4.
nur eine Zwergform desselben.
rosetten emporragend,
Auf den höchsten
von
.luni bis
—
\
Host.) Hopjyes
origen ähnlich, wahrscheinlich
kaum über die Blattkammfönnig gewimpert.
Stengel kurz, oft
armblütig,
(Tranitalpen
Dem
Blätter
von Kärnten
—
und Steiermark.
Blüht
August.
Cochlearia saxatilis Lumarrk. Fvlsen-LötldLrant. Stengel bis 30
hoch, fadenfrirmig.
bilden, sind gestielt, verkehrt-eiförmig,
ständigen Blätter sitzend,
Schirmtraube.
linealiscb.
schwach gezähnt; die stengelDie weissen Blüten in lockerer
Staubfäden kiücformig; Staubbeutel mit gelber Rück-
—
Auf Kalkfelsen und SteingeniU über die Alpenkette
Blüht von Juni bis August.
bis zu 2200 m Höhe.
seite.
cm
Die gruntlständigen Blätter, die eine lockere Rosette
—
verbreitet,
—
Thlaspi alpinum ./acqitin. Alpen-Täschelhraut.
Taf. G, Fig. 5.
Der Wurzelstock teilt sich in verlängerte Aeste und treibt mehrere
5
Die grundständigen, einen lockeren Rasen
8 cm hohe Stengel.
—
—
—
12
bildenden Blätter sind rundlich, gestielt; die steiigelständigen sitzend,
stumpf geöhrt, den Stengel umfassend. Die ziemlieh grossen weissen
Auf Wiesen und Triften über
Blüten bilden eine dichte Doldentranbe.
—
die Alpenkette verlmntet, bis zu 2500
Thlaspi rotundifolium
Tai.
6,
Fig.
6.
—
Stengel bis 8
löffeiförmig;
cm
Blütezeit: Juni, Juli.
Grundständige Blätter
—
Täschelkraut.
Der Wurzelstock
hoch.
gestielt, rundlich-
Ueber
die ganze Alpenkette ver-
zwischen Geröll und Kies der Kalkalpen, bis zu 2700
Blüht im
Juli,
Biscutella
—
—
treibt
Grunde stengelumfassend.
stengelständige mit geehrtem
Blüten hellviolett, bisweilen weiss.
breitet,
Höhe.
Rundhlältcrlges
Gaudin.
njehrere ausläuferartige Aeste.
m
m
Höhe.
August.
laevigata L.
Stengel ästig, 30
Glattfrürhtige
— 50 cm
Brillenschote.
—
Taf.
H,
Untere Blätter länglich, gezähnt, in den Blattstiel verschmälert, obere schmal, mit halb stengelumfassendem Grunde sitzend. Blüten in halbkugeligen Doldentrauben,
Fig.
7.
goldgelb.
hoch.
Schötchen brillenförmig, flach,
am Grunde und am Ende
Fächern zusammenAuf Felsen und steinigem Kalkboden über die Alpenkette
bis zu 22(J0 m Höhe verbreitet; ausserdem da und dort in Deutschland
und Oesterreich zerstreut und auf einzelne Fundorte beschränkt. Blütezeit: Mai bis Au>;nst.
herzförmig
gesetzt.
—
ausgerandet,
aus
zwei
kreisrunden
1.
AlyssumWulfenianuru. 2 Petrocallis
5.
Thlaspi alpinum.
6.
pyreiiaica. H.
Draba
Tbl. rotundifoliiim.
7.
aizoides. 4.
Draba Hoppeana.
Biscutella laevigata.
Hutchinsia alpina
Stengel 5
— 10 cm
13
Hr.
li.
Auslaufer einen kleinen Rasen.
noch einmal so lang,
—
Alpen-Geinshresse.
hoch, einfach, hlattlos.
Taf.
Der Wurzelstock
7,
Fig.
1.
—
bildet diirch
Blumenblätter weiss,
Blätter gefiedert.
Schötchen länglich, an beid(>n
Im Geröll der Alpenbäche, bis zu 270O m Höhe, und
Enden spitz.
mit den Flüssen thalwiirts ])is München und Augsburg. Blüht von
der Kelch.
als
—
Mai
bis August.
Familie.
4.
Helianthemum
Cisfrosoiocjvächse.
Cistaceae,
alpestre
Voralpen-Sonnenrösclien.
—
7,
oelandicum Wahknb.).
Der Stengel verzweigt sich
(Hei.
lieichb.
Taf.
Fig. 2.
—
dicht über der Wurzel in zahlreiche, niederliegende, holzige Aeste, welche
am Ende
aufstre))en
und 10 — 15 cm hoch werden. Blätter gegenständig,
ohne Nebenblätter, mit büscheligen
sitzend, länglich oval bis linealisch,
Haaren am Rande oder auf
Ueber
die Kalkalpenkette verbreitet
häufig, bis zu 2600
m
Höhe.
und an
Blütezeit
Violaceae,
Familie,
5.
Seiten,
l)eiden
oder auf der Unterseite
Blüten bilden kurze lockere Trauben.
Die breiten gell)en
filzig.
:
—
steinigen, sonnigen Stellen
Juni bis August.
J'^'ei/c/icnoewdchsr.
—
—
Taf. 7, Fig. '>.
Viola pinnata L. Fiederhlütteriges Veilchen.
Der Wurzelstock lüldet keine Ausläufer, aber einen grundständigen
Blattbüschel.
und
lanzettförmig,
Blüte duftend.
gi'Oss.
m
Höhe.
—
—
Blüht im
Viola biflora L.
Fig. 4.
und
—
Blumenblätter ziemlicli klein,
ganzi-andig.
oberen fast so gross,
die zwei
1800
Blätter handtcilig, mit tief eingeschnittenen Abschnitten
Nebenblätter des 6 8 cm hohen Stengels
linealischen Zipfeln.
Stengel
zweiblütig.
(i
—
das unterste:
Alpenkette bis Krain
.luiii,
;
hell violett;
Sjjoni aufsteigend,
auf Wit-sen,
bis
zu
.luh.
Zircibliitiijcs
— 15 cm
Wilchen, Gelben
hi)ch, aufsteigend, kahl,
Blätter nierenförmig,
blätter eiförmig, gauzrandig.
gestreift.
als
Blumen
VellcJten.
—
Taf.
7,
meist zvveiblätterig
sehr stumpf, gekerbt.
Xelien-
am Grunde braunrot
namentlich am Fuss nasser,
citronengelb,
In feuchten, schattigen Thälern,
überhängender Felsen, über die ganze Alpenkette bis zu 2000 m Höhe
verbreitet und häufig. Ausserdem zerstreut in Böhmen, der Sächsischen
Schweiz, Lausitz, Schlesien, Westfalen,
schwaben.
Blüht
V(jn
Mai
bis August.
in
den Vogc.sen und
in
Ober-
—
14
—
—
—
Taf. 7, Fig. 5.
Viola calcarata L. Langspomiges Veilchen.
aus niederliegenden verästelten Stämmchen emporwachsend,
cm hoch, je mit einer Blüte. An der Basis des Stengels steht
Stengel
4—7
deren unterste
ein Büschel von eiförmigen Blättern
oberen schmäler sind. Die ansehnliche, 2 cm breite, wohlDer
riechende Blume ist blau oder violett, selten gelb oder weiss.
pfriemenförmige Sporn ist so lang als die Blumenblätter, rückwärts
dichtgedrängt
,
breiter, die
—
Auf Alpentriften der Kalkalpen an vielen Orten sehr
gekrümmt.
häufig und zahlreich, in Höhe von 1800 2700 m, so namentlich in der
Schweiz und den bayrischen Alpen. Blüht im Juli, August.
—
—
—
Taf. 7, Fig. 6.
Der kurze,
Viola alpina L. Alpen- Veilchen.
wie abgebissene Wurzelstock trägt ein kurzes ungegliedertes
am Ende
Ötämmchen, aus welchem die Blätter und die
wachsen.
1
— 2 Blütenstengel empor-
Blätter langgestielt, rundlich-eiförmig, gekerbt.
Blüten gross,
Sporn ziemlich kurz, an der Spitze sackförmig
Oestl. Alpen, Steiermark, Oesterreich, in Höhen von 1600
verdickt.
bis 1900 m.
Blüht im Juni, Juli.
azurblau, selten weiss.
—
Viola tricolor L. Stiefmütterchen. Dieses über Felder, Wiesen
und unbebautes Land in ganz Europa verbreitete, mancherlei Farbenabweichungen (Blüten blau, weisslich oder gelb, oder gemischt aus
diesen 3 Farben) zeigende Pflänzchen steigt auch in den Alpen bis zu
einer Höhe von 2000 ra und mehr. Man unterscheidet als var. alpestris
eine namentlich in den Voralpen häufige Form mit besonders lebhaft
gefärbten Blüten.
Blütezeit: x\pril bis August.
1.
Hutchinsia alpina.
2.
Heliantheimun
5.
Hii>eötre.
Viola calcarata.
6.
3.
Viola pinnata.
Viola alpina.
4
Viola biflora.
—
Familie.
6.
—
15
Droseraceae, So///hy//a/(0('7(Uh//sc.
Parnassia palustris 7
Sumpf -Herzblatt.
.
Ston^ri'l
cm
30
15 bis
Grundständige Blätter lang gestielt, breit
herzförmig, ganzrandig, kahl. Der Stengel trägt e n einzelnes sitzendes
Wurzelsttick
liuc-h.
kurz.
i
und eine ansehnliehe,
Blatt in der Älitte
an der Spitze.
Blumenblätter verkehrt eirund, längsstreitig geädert, doppelt so lang
—
als der Kelch.
In
Sümpfen und feuchten Wiesen Nord- und
europas häufig: in den Alpen bis zu 2400
Blüht im
gestein.
—
Ij.
kriechend,
Stengel 80
tler
stachelspitzig,
cm
m
Stengel aufstreliend.
ledern,
am
lioch,
auf reinem Schiefer weiss,
Blütezeit:
"S\a\
8,
Blätter lanzottlich oder langrund,
und endständig, meist
gelb,
Tat".
Die Wurzel
unten holzig.
IJande zurückgerollt, immergrün.
achsel-
—
—
Iinmergriine Kreuzblume.
bis 2
stieli'
(Fig. Ib).
iMittel-
Höhe, b(\sonders auf Ur-
Polygalaceae, KrtnizbluvioigcwäcJisc.
Polygala Chamaebuxus L.
Fig. 1 a.
m
August.
Juli,
Familie,
7.
Aveisse l^lüte
Blüteii-
Blüten ziemlich gross,
21)lütig.
auf kalkhaltigem Schiefer purpurrot
Weit verbreitet, aber zerstreut auf trockenen Heiden der
Mittelgebirge vnn Deutscliland und üesterreich.
In den Schweizer
und österreichischen Alpen bis zu 2O0O m Hohe stellenweise liäufig.
8,
bis August.
Familie.
Sileuaceae,
Gypsophila repens
Stengel 8 -
2.")
cm
lang,
sich verzweigend.
/>.
LcimkraufociväcJise.
Kriechendes: Gipsl-rant.
am Grunde
Blätter schmal
niederliegend,
,
lanzettlich.
— Taf.
8,
Fig. 2.
—
dann aufsteigend und
Die weissen oder
röt-
lichen Blüten bilden einen lockeren, oben nahezu gleichhohen Sti'auss.
—
Staubgefässe und Giiffel kürzer als die Blumenblätter.
l^eljer ciie
ganze Kalkaljienkette in Meereshöhe \ou 1800 24U0 m verbreitet; mit
den Flüssen auch in die Ebene hinabsteigend z. B. auf den Kiesbänken
—
,
der Isar bei
München
abhang des Harzes.
zerstreut;
IMüht im
auch
Juli,
in
Obersdiwaben und am Süd-
August.
—
—
Dianthus alpinus L. Aljjcn-2\elke.
Taf. 8, Fig. '6.
Der ausdauermle ^^'ur/.elstock treibt ein oder mehrere 4 8 cm hohe Stengel.
Blätter lineal-lanzettlich, grasgrün.
Die zwei inneren Kelchschu)ipcn
—
eiförmig,
lang zugespitzt, ihre Spitze kürzer als die Kelchröhre,
die
zwei äusseren ebensolang als der Kelch. Blume oben fleischrot mit einem
:
-
purpurnen und weissgefleckten Ring
gerui'hlos.
—
—
16
am
Schlund, Unterseite grünlich;
Oestliche Alpenkette bis Tirol,
boden, in Meereshöhe von 1000—2000 m.
vorzugsweise auf Kalk-
Blüht von Juni bis August.
—
—
Tafel 8, Fig. 4.
Dianthus silvestris Wulfen. Wahl-Nelke.
Die Blätter des ausdauernden Wurzelstocks bilden dichten Rasen, aus
dem ein oder mehrere, 3 10 cm oder noch höhere Biütenstengel empor-
—
wachsen
,
welche
kurz zugespitzt
,
ein-
bis
mehrblütig sind.
am Rande
fein
Blätter schraallinealisch,
sägezähnig, gras- oder bläulichgrün.
Die zwei oberen Kelchschuppen sind rundlich eiförmig, nur ein viertel
Blumenblätter ungleich eingeschnitten gezähnt,
so lang als der Kelch.
fast doppelt so lang als der Kelch,
rot bis purpurrot, dunkler geädert.
am Schlünde nicht bärtig; rosen— An felsigen, trockenen Abhängen
m
über die ganze Alpenkette bis zu 2000
streut; ebenso in Südeuroj^a.
l^lüht
im
Höhe
Juli,
verbreitet,
aber zer-
August.
—
Gletscher-Nelke.
Dianthus glacialis Bänke. (D. alpinus L.)
Der liegende, ausdauernde "Wurzelstock treibt eine
Fig. 5.
—
Taf. 8,
lockere Blattrosette,
aus der wenige,
Stengel emporwachsen.
nur
5— 10 cm
hohe, einblütige
Blätter lanzettlich- linealisch, von der Mitte an
—
am Rande
rauh.
Stengel mit 1 2 Paaren schmälerer
Kelchschuppen mit einer steifen Granne versehen,
länger als die Kelchröhre. Blumenblätter rosenrot, nach aussen verbreitert, gestutzt und spitz gezähnt.
Diese Nelke, welche nacl
Schleclitendal nur eine hochalpine Form der über die ganze Alpenkette
verbreiteten, höheren und schlankeren Alpen-Nelke (D. alpinus L.) ist,
findet sich in den höclisten Granitalpen in der Nähe der Gletscher in
einer Meereshöhe von 1900 — 2000 m durch Graubünden, Glarus, Tirol,
Salzburg, Kärnthen und Steiermark. Blüht im Juli, August.
verschmälert,
Blätter
besetzt.
—
Von anderen
in
den Al]H'n vorkommenden Nelken erwähnen wir
noch
Dianthus barbatus i. Harfnclke. Stengel 15— 45 cm hoch. Blätter
Kelchschu]>pen
i
1
1 i c h
gross, purpurrot bis
am Grunde stengelumfassend b r e 1 a n z e 1 1
krautig. Blüten in Büscheln. Blumenblätter
,
weiss.
;
Südliche Alpenkette bis Krain.
—
Dianthus Carthusianorum L KartMusemelke. Stengel 15 40 cm
Blüten brennend })uriiurrot, zu 5—6 ein endständiges Köpfchen
bildend. Kelchschuppen braun, trockenhäutig. In Deutschland auf
grasigen Hügeln meist häufig, ebenso in den Alpen, auf Bergwiesen
bis 2000 m Meereshöhe.
hucli.
1
a.
b.
Polygala Chamaebuxus.
2.
Gypsophila repens.
3.
Dianthus alpinus.
17
—
—
Aus
Saponaria ocymoides L. Liegendes Seifenkraut.
Taf. 9, Fig. 1.
holzigen Wurzclstock sprossen mehrere aufsteigende, oben
(lern
8
listige,
— 20
cm
holie,
etwas rauhhaarige Stengel.
verkehrt eiförmig, die oberen
mehr
lanzettlich
;
Unterste Blätter
Kelche dicht und drüsig
rotbraun angelaufen. Blumenblätter verkehrt eiförmig, am
Schlünde gebartet, fleischfarbig oder hell purpurrot.
Voralpen der
südöstlichen .Schweiz, Kärntens und Rüdtirols.
Blüht von Mai bis
behaart,
—
August.
—
Silene Pumilio Wulfen.
—
Zivcrg- Leimkraut.
Taf. 9, Fig. 2.
Ein
ausdauerndes, dichte Rasen bildendes Alpenpflänzchen mit
linealischen, grasgrünen Blättern.
Blütenstengel oft kaum höher als
niederes,
Kelch länglich, glockenförmig aufgeblasen, vielBlüten gross, purpurrot.
An feuchten
die Blätter; einblütig.
streifig,
—
netzaderig, rauhhaarig.
Felsen der Granitalpen; Tirol, Salzburg, Steiermark, Kärnten, in Meereshöhe von 1900—2700 m. Blüht im Juni, Juh.
—
Felsen-Leimkraut. —- Taf. 9, Fig. 3,
Ein
hohes Büschchen mit aufsteigenden kahlen Stengeln,
die ojjen gabelästig geteilt sind.
Blätter länglich lanzettlich. Die auf
haardünnen Stielen stehenden -weissen oder etwas rötlichen Blüten
bilden lockere Doldentrauben. Blumenblätter spateiförmig, tief ausSilene rupestris L.
— 15 cm
lockeres,
gerandet, fast doppelt so lang als der Kelch.
Stellen
über die Alpenkette bis zu 2000
m
—
An
trockenen, felsigen
Höhe
verl)rcitet,
auch in den Vogesen und im südlichen Schwarzwald
.Juli,
vor.
kommt
Blütezeit:
August.
Silene saxifraga L.
Steinbrech- Leimkraut.
—
Taf. 9, Fig.
Aus dem kriechenden, rasenbildenden Wurzelstock erheben
aufrechte, 8
— 15 cm
hohe kahle Stengel, welche mit 4
lanzettlicher drüsig scharfer Blättchen besetzt sind.
—
4.
—
mehrere
6 Paaren schmal
sich
Die Blüten stehen
auf borstenförmigen langen Stielen, meist einzeln, seltener zu zweien.
Kelch keulig,
lOstreiflg
mit eiförmigen
stumpfen Zähnen.
Blumen-
blätter tief zweispaltig, weiss bis rosenrot, unterseits rötlich oder grünlich.
—
An
steinigen Bergabhängen der
Alpen und Voralpen: Südliche
Schweiz, Südtirol, Steiermark, Kärnten, Krain, bis zu 2000
höhe.
Blüht im
Silene
Ueber der
Juli,
acaulis L.
tief
in die
m
Meeres-
August.
Stengelloses
Leimkraut.
Erde dringenden
,
—
Taf. 9,
Fig. 5.
—
holzigen Pfahlwurzel verteilt
sich der AVurzelstock in zahlreiche dicht gedrängte Zweigchen, welche
am Grunde
18
—
mit abgestorbenen Blättchen bekleidet sind, während an der
Spitze eine Rosette frisch grüner Blättchen steht,
wodurch ein dichter
Aus jedem Rosettchen hebt
sich auf feinem, etwa
Rasen gebildet wird.
2
cm hohem
Stiele eine zierliche hell
purpurrote Blüte hervor.
Die auf
Weise entstehenden bunten Polster gewähren einen ganz reizenden
Anblick.
Teber den hohen Norden und die ganze Alpenkette verbreitet, bis an die Schneegrenze emporsteigend, doch auch da und dort
in den Voralpen, besonders auf Bergkuppen und an feuchten Felsen.
diese
—
Blütezeit: Juni bis August.
Lychnis alpina L.
8
— 15
cm
Alpen- Lichtnelke.
—
Taf.
hoch, weder klebrig, noch behaart, mit
'•,
1
Fig.
—3
ti.
—
Stengel
Blattpaaren be-
Der Wurzelstock endigt in eine spindelige. Pfahlwurzel und treibt
nach oben einen dichten Rasen von Blattrosetten, die zum Teil steril
Blätter sitzend, linealbleiben, d. h. keine Blumenstengel tragen.
lanzettlich.
Die pfirsichblütroten öfters auch blasseren Blüten bilden
setzt.
,
— Diese auch im
hohen Norden weit verbreitete Lichtnelke findet sich auf den höchsten
Granit- und Kalkalpen in der Nähe der Schneegrenze bis 3000 m
Meereshöhe; Veltlin, Wallis, Tirol, Graubünden und Kärnten. Blüht
im Juli, August.
am Ende
des Stengels eine dichte, kopflge Dolde.
1.
Saponaria ocymoidee.
2.
F».
Silene Pumilio.
Wilcii« acanlis.
H.
3.
Silene rupestris.
Ijvcbnis alpina.
—
Alsinaceae, JUcrengewäc/isc.
Familie,
9.
Alsine verna Burtlin<i.
—
10
(Arenaria verna
Frühlinga-Miere.
/>.)
—
Zierliches Pfliinzclieii, dessen kurzer, ausdauernder
Taf. 10, Fig.
1.)
Wurzelstoclv
einen dichten Büschel bildet,
der
am Grunde
mit ab-
gestorbenen Blättern bedeckt ist. Blütenstengel aufrecht, einzelne niederliegend, 4
8cm hoch, verzweigt, vielblütig. Blätter linealisch-pfriemlich,
—
Blüten in lockeren
eiförmig
.
gabeligen Rispen.
,
mit kurzem Nagel
,
am Rande
dreinervig,
Kelchblätter eiförmig-lanzettlich,
steif.
Blumenblätter weiss
etwas länger
,
häutig.
verkehrt
als die Kelchblätter.
—
An
Länder Europas verbreitet;
so über die ganze Alpenkette, bis zu 2300m Höhe; auch in Deutschland zerstreut (Harz, Thüringen, Aachen etc.). Blüht von Juni l)is
steinigen, grasigen Orten über die meisten
August.
Alsine laricifolia Wahlenberg. (Arenaria laricifolia
— Taf.
Jj.)
Län-hen-
—
Die niederliegenden, einen lockeren
Rasen bildenden Stengel verästelt, am Grunde holzig. Die bis zu 20 cm
blätterige Miere.
10, Fig. 2.
aufsteigenden Aestchen sind gabelig geteilt und gleich den Blattstielen
und Kelchen kurz behaart,
am Rande
ein- bis vielblütig. Blätter
schmal
linealisch,
sehr fein gesägt, flaumig behaart. In den Blattachseln kleine
Blätterbüschel.
Kelchblätter dreinervig
,
an der Spitze brandig.
Die
—
weissen Blumenblätter verkehrt eiförmig, durchscheinend geädert.
An trockenen Abhängen und auf Triften der höheren Alpen, in 1700
bis
2100m Höhe.
Oesterreich.
AVest-
Blüht im
und Südschweiz,
Cherleria sedoides L. (Alsine Cherleri
— Taf.
10, Fig. 8.
—
Tirol,
Steiermark,
Krain,
August.
.Tuli,
Feiizl.)
Moosartige Cherlerie.
Kleines, ausdauerndes Alpenpflänzchen, das rasige,
moosähnliche Polster bildet. Wurzeln tiefgehend. Zweigchen sehr kurz,
mit dicht angedrückten linealen steifen Blättchen bedeckt. An den
winzigen, gelbgrünen Blütchen sind meist nur die 5 hellgrünen Kelchblätter bemerkbar, während die eigentlichen Blumenblätteben gewöhnlich fehlen.
Auf den höheren Alpen der Schweiz und der ganzen
Alpenkette, besonders auf Kalkgebirg bis zu 3000m Höhe weit verbreitet. Die Polster sitzen besonders an feuchten Felsen und in Gesteinritzen eingebettet und werden von Unkundigen leicht für INIoospolster
angesehen. Blüht im .7uli. August.
,
,
—
Möhringia muscosa
—
Taf. 10, Fig. 4.
—
/>.
i
Arenaria muscosa L. Moosartige Möhringie.
10— 2U cm lang, lockere moosförmige
Stengel zart,
i
—
Rasen bildend.
lebhaft grün.
20
—
Blätter fast fadenförmig,
Die
kleinen Blüten
stehen
etwas fleischig, nervenlos,
auf 2 cm langen
dünnen
,
haben 4 grüne Kelchblätter und 4 etwas längere, weisse
Blumenblätter.
Auf feuchten schattigen Felsen durch die ganze
Alpenkette verbreitet, besonders auf Kalk, bis zu 2000 m Höhe. Das
moosähnliche Pflänzchen hängt häufig aus feuchten Felsenritzen hervor.
Stielen;
sie
—
Blütezeit
:
,
Juni bis September.
—
—
Arenaria biflora L. Zweiblütiges Sandkruut.
Taf. 10, Fig 5.
in ihrer Erscheinung an den gemeinen
Thymian. Stengel gestreckt, liegend, mit wenigen 5 15 cm aufsteigenden
Aesten, welche ziemlich dicht beblättert sind. Blätter klein, verkehrt
eiförmig, fast rund, bisweilen mit kleiner Endspitze. Aeste achselständig; Kelchblätter kahl, deutlich 1 nervig, kürzer als die weissen
Blumenblätter.
An feuchten Felsen und sandigen Bachufern der
höheren Alpen, bis 3200 m Höhe. Schweiz, Salzburg, Tirol, Steiermark,
Kärnten. Blüht im Juli, August.
Die ganze Pflanze erinnert
—
—
—
Arenaria grandiflora Allioni. Grossblumiges Sandkraut.
Taf. 10,
— Aus dem ausdauernden Wurzelstock entspringen einige liegende
Stengel
von denen sich mehrere bis zu 2ü cm Höhe aufstrebende,
1 — 3 blutige Zweige erheben.
Blätter schmal, lanzettlich, stechend begrannt, am Rande etwas verdickt; sie stehen, namentlich am unteren
Fig.
6.
,
Teil des
Stengels,
ziemlich dicht gedrängt;
Blütenstiele
und Kelch-
Blumenblätter weiss, nach aussen abgerundet,
doppelt so lang als der Kelch.
Auf felsigen Triften in 1200 2000 m
Höhe. Westliche Schweiz Tirol bis Oesterreich und Krain. Blüht
blätter drüsig behaart.
—
,
vom Mai
bis Juli.
—
10.
1.
Alsine verna.
2.
Alsine
5.
laricifolia.
ArenHrin hiflnrö
3.
Cherleria sedoides.
fi
\-^,^-,,n-^^
i;xi
4.
Möhringia muscosa.
^>1
Arenaria
ciliata L.
Geivlmpertes Sandkraut.
—
Diese Pflanze erinnert (gleich der Arenaria biflora L.)
11, Fig. 1.
'J'af.
in iln-eni
—
Wachstum
an den Feld-Thymian, indem der Wnrzelstock mehrere oder viele
Stengel treibt, die zu Anfang melir oder weniger am Boden liegen, an
der Spitze dagegen aufrecht emporsteigen. Blütenzvveige 4—10 cm hoch,
flaumig behaart.
wimpert.
Blätter klein, eirund,
Blüten endständig,
am Grunde
deren Rand
ge-
oder kleine Gruppen bildend.
Die weissen Blumenblätter etwas länger als die grünen Kelchblätter.
—
einzeln
Ueber die ganze Alpenkette auf felsigen Triften
und häutig. Blüht im Juh, August.
2700
bis zu
m
ver-
breitet
Cerastium latifolium L.
Fig. 2.
hohen,
—
1
Niederliegende
— 3 blutigen
Breitblätteriges
Stämmchen mit
Stengeln.
—
Hornkraut.
Tat
rasigen, aufrechten, 5
Blätter länglich
11,
— 12 cm
breit-lanzettlich,
mit
wolligen Haaren bedeckt, bläulichgrün, nur die untersten kurz gestielt.
Blütenstiele nach dem Verblühen überhängend. Kelchblättchen mit
häutigem Rand. Blumenblätter zweimal so lang als der Kelch, verkehrtherzförmig weiss.
Auf Kalk- und Urgestein bis zu 2800 m Höhe
über die ganze Alpenkette verbreitet, an trockenen Abhängen meist
häufig.
Blüht im Juli, August.
—
,
Cerastium alpinum L.
Alpen-Hornkraut.
—
Taf.
1
1
,
Fig
Stämmchen kriechend mit mehreren aufrechten, am Grunde
3.
—
rosetten-
Die ganze Pflanze blaugrün, gewöhnlich
mit langen, wolligen Haaren bedeckt. Blütenstengel aufsteigend, 5 — 10 cm
Blüten an langen Blütenstielen. Blütenblätter ansehnlich
hoch, mit
artig beblätterten Stengeln.
15
gross, weiss, fast doppelt so lang als die Kelchblätter.
—
An
feuchten,
über die ganze Alpenkett«» bis zu 2C00 m Höhe verbreitet und von da mit den Flüssen in das Vorland herabsteigend;
felsigen Stellen
ausserdem auf Hochmooren der Polarländer.
10.
Familie.
Blüht im Juli
.
August.
Linaceae, Lciugeivächse.
—
—
Taf. II, Fig. 4.
Linum alpinum Jacquin. Alpen-Lein.
An
höheren Standurten nur 7 15 cm hoch und kleinblumiger, in tieferen
Berggegenden 25 — 40 cm hoch und mit grösseren Blumen. Der kurze,
kräftige Wnrzelstock treibt eine Anzahl teils steriler, teils blütentragender Stengel, welche unten einen lockeren Rasen bilden; die
blütentragenden Stengel steigen aufrecht empor, sind mit kahlen, lineallanzcttlichen
wendelständigen Blättern ])esetzt und endigen in eine
—
,
—
—
Die 5 hiiiiinelblaiien Blütenblätter sind über
häutig berandeten Kelchblätter,
mehrblütige Doldentraube.
nocli einmal
22
so lang als die kablen,
und gehen dann von einander ab, während
.Süddeutschland da und dort vorkommenAuf Alpen und
den Linuni perenne L. am Rande völlig decken.
berühren sieh bis zur
ÄJitte
sie sich bei dein ähnlichen, in
—
Voralpen der östlichen Alpenkel te (Oesterreich
Elüht im Juni, Juli.
bis 2000 m Höhe.
Hypericum Coris L.
—
steigende,
QuirlblätteHges Johanniskraut.
Die holzige Pfahlwurzel treibt mehrere, 15
astlose
Zweige.
durchscheinend punktiert.
wirtelig
Taf.
11,
verzweigter Rispe.
Kelchblätter länglich
Auf Felsen der mittleren Schweiz und
Höhe; zerstreut. Blüht im Juli, August.
Villars.
aufrecht, 15
am Rande
zurück-
Die gelben Blüten in endständiger,
—
Hypericum Richeri
—
— öO cm
hoch aufDie Blätter stehen ziemlich gedrängt in
4 zähligen Wirtein, sind linealisch, fast nadeiförmig,
gerollt,
1500
Steiermark) in
Hypericaceae, Hariheugewächse.
11. Familie.
Fig. 5.
,
,
drüsig gewimpert.
in Südtirol,
Alpen-Johanniskraut.
bis zu
1600m
Der meist
ein-
— 30 cm
hoch, unten stielrund, oben mit
zwei Längsleisten. Die gegenständigen Blätterpaare sind einander genähert und decken sich teilweise. Blätter lederartig, länglichrund mit
stumpf verlängerter Spitze sie sind am Rande dicht schwarz punktiert,
ohne durchscheinende Punkte. Kelchblätter eiförmig, stark schwarz
fache Stengel
ist
:
punktiert,
am Rande
gelb mit
feinen
borstig gewimpert. Die ansehnlichen Blüten sind
schwarzen Pünktchen und bilden eine wenigblütige,
gipfelständige Traube.
Pyrenäen, Jura, bei Zermatt und auf dem
Schneeberg (Krain) zerstreut und meist selten, in 1500— ISÜO m Höhe,
—
;
auf trockenen Triften.
Blüht im
Juli,
August.
1.
Arenaria
ciliata.
4.
2.
Cerastium
Linnui alninuin.
latifoliujn.
5.
3.
Cerastium
Hvnprlr-iim n^^^c
alpii
Familie.
12.
—
9
^.j
__
G-eraniaceae,
Stoirlischiiabelo^ewächsc.
Geranium
—
sieh
macrorrhizum />.
G rosswarzeliger Ston-I sd.nafjef.
Aus dem dicken, holzigen WurzelstoL-k erheben
oder mehrere 30— 60 cm hohe, nach oben gabeUg verästelte
12, Fig. 1.
Tat'.
ein
—
Die grundständigen
Stengel.
5— 7 spaltig,
die
sind
Blätter
langgestielt,
stengelständigen 3 spaltig.
liandförmig,
Kelch zur Blütezeit ge-
—
schlossen, kugelig.
Blumenblätter spatelig, lang benagelt, blutrot.
Südliche Alpenkette: Tirol bis Krain, bis zu IGOO
Meereshöhe; zer-
m
In Deutschland
streut.
weise verwildert.
Gartenblume
als
Blüht im Juni,
Geranium argenteum
dieselben
sind
und von da
Silher-Storchschnabel.
7^.
5— 7 teilig
Blätter grundständig,
pflanze.
kultiviert
stellen-
.Juli.
mit
dicht seidenartig behaart,
Niedrige Alpen-
tief 3.spaltigen
graulichweiss.
Lappen;
Blütenstiele
—
im Durchmesser 2 cm breit blassrot.
und steinigen Abhängen von Südtirol und Krain, besonders
auf Kalk, bis zu 2200 m Meereshöhe. Blüht im .Tuli, August.
Blüte ansehnlich
2 blutig.
Auf
,
,
Triften
Familie.
13.
Ehamnaceae, Krcirzdomgeiväc/ise.
Kleist niedrige, vielästige Sträiuher, von denen wir nur nachstehende alpine Arten erwähnen
Rhamnus saxatilis L. Felsenkreuzdorn., Schweiz, Tirol, Krain, Steiermark.
Rhatnnus alpina L. Aljyen:
—
kretizdorn
;
in
14. Familie.
den Voralpen derselben Gebirge.
Papilionaoeae, SchmctterUngsblüiige Geiväclise.
Trifolium alpinum L.
Alpen-Klee.
—
Taf. 12, Fig. 2.
^
Grund-
ständige Blätter ziemlich langgestielt, aus den scheidenartig verlängerten
Nebenblättchen hervortretend; die drei Fiederblättchen lanzettlich, an
beiden Enden ziemlich
spitz,
am Rande
sehr fein gesägt.
Der Blüten-
Kopf von 6 — 12 roten bis weisslichen Blüten, welche 2 cm lang sind und an kleinen Stielchen s-itzen.
Auf den Schweizer Alpen von 1600 — 2200 m Höhe häutig; auch in
Blüht von Juni bis August.
Südtirol.
schaft trägt einen lockeren, kugeligen
—
Trifolium pallescens Schrcber.
4
Stengel aufsteigend
—
\\
eissUcher Alpen-Klee.
— 8 cm
hoch
—
Taf. 12,
an seiner Spitze ein
kugeliges Köpfchen von anl'änglich Aveissen, später gelben Blüten, deren
Schiffchen sich zuletzt meist purpurrot färbt. Die drei Fiederblättchen
Fig.
3.
,
;
—
—
24
der ziemlich kurzgestielten Blätter sind zugeriindet verkehrt-eiförmig,
Rande fein gezilhnelt; Nebenblätter ei-lanzettlich, zugespitzt.
Höhe von der Schweiz bis Salzburg
Auf Alpenwiesen in 1600—2200
—
am
m
und Krain.
Blüht von Juli bis September.
Trifolium badium
Fig.
4.
—
gestielt, die drei
8
—
Lederbrauner Goldklee.
Schreber.
Stengel aufsteigend,
— 15 cm
Taf.
12,
Untere Blätter lang-
hoch.
Fiederblättchen stumpf eiförmig,
am Rande
feingesägt.
Blütenköpfchen anfänglich kugelig, goldgelb, später eirund und glänzend
Ueber die ganze
lederbraun; untere Blütenstielchen herabgebogen.
—
Alpenkette auf Bergwiesen in 1300
namentlich auf Kalk.
Blüht im
Phaca frigida Ij.
Stengel einfach, 15 30
cm
—
— 2o00 m Höhe verbreitet
Juli,
und
häufig,
August.
Kälteliebende Berglinse.
—
Taf. 12,
hoch. Blätter meist nur 4
Fig. 5.
— 5 paarig.
—
Fieder-
nach vorn und hinten etwas zugespitzt unterseits
Nebenblättchen eiförmig, stengelumfassend.
Ueber
Die gelblichweissen Blüten bilden eine lockere, kurze Tiaube.
die ganze Alpenkette verbreitet, auf Bergwiesen in 1700 2000 m Höhe,
namentlich auf Urgestein meist häufig. Blüht im Juli, August.
blättchen eirund
,
und am Rande
behaart.
,
—
—
;
Phaca alpina
15 — 50
cm
L.
—
Alpen- Eerglinse.
Taf. 12,
hoch, aufsteigend, ästig, weichhaarig.
Fiederblättchen lineallanzettlich.
Steingeröll in
Blüten
Höhe von 1300 — 1900
m
gell).
Juli,
August.
(3.
— Stengel
— 12paarig;
Auf Alpenwiesen und
in der Schweiz (Waadt, AVallis,
Graubünden, Glarus), Oberbayern, Salzburg,
Blüht im
—
Fig.
Blätter 9
Tirol
und Kärnten.
—
1.
Geranium ruacrorrhizum.
4.
2.
Trifolium badium.
Trifolium alpinum.
5.
Phaca
frigida.
3.
6.
Trifolium pallescens,
Phaca
alpina.
:do
Oxytropis campestris De Cundolh.
Alpe)t-Fali)ienivich-e.
—
13, Fig.
Tat'.
I.
(Astragalus campestris
—
Die ganze l'Hunze
L.)
etwas
ist
Der Wurzelstock über der langen, spindelförmigen Pfahlmit alten Nebenblättern und Blattstielen bedeckt. Blätter
zottig behaart.
wurzel
ist
die 21
getiedert;
— 31
Fiederblättchen sind langrund, unten seidenartig
Der gemeinsame
behaart.
Blütenstiel ist hölier,
blassgelben,
zahlreichen
4— 6 cm hoch; der gemeinsame
cm hoch und trägt eine Aehre aus
Blattstiel ist
bisweilen 20
Oxyt. coerulea Koch
rot
angelaufenen Blumen.
sind die
Blumen
blau,
Bei
und
in der Mitte einen grünlichgelben, blaugestreiften Fleck
Oxyt. sordida Koch
hat bis zur
INIitte
Blumen schmutzig
sind die
die
;
der Spielart
Fahne
zeigt
bei der Spielart
blassgelb, die
Fahne
einen grünen und violetten Anstrich und das .Schiifchen
zeigt beiderseits einen schwarzvioletten Fleck.
—
Auf Bergweiden und
Felsen der Polarländer, ferner längs der ganzen Alpenkette von der
Schweiz bis Kärnten, in Höhe von 1300 2400 m; die blaue Spielart
—
vorzugsweise auf Urgestein in den Salzburger Alpen.
Oxytropis tnontana De C. (Astragalus montanus L., Oxyt. JacBerg-Fahnenwkke
Taf. 13, Fig. 2.
Der nach oben
gerötete Blütenschaft ist 5 8 cm hoch. Die gefiederten, meist nur
5 cm langen Blätter tragen gewöhnlich 12—16 Paare länglich eiförmiger,
spitzer Fiederblättchen, die nach der Spitze des gemeinschaftlichen Blattquini Bunge).
.
—
—
—
immer kleiner werden. Die bald mehr kranzartige, bald
mehr ährenartige Blütentraube besteht aus 6 — 12 rotvioletten oder lilaroten, kaum 1 cm langen Blumen, deren Fahne anderthalbmal so lang
stengels zu
Der Kelch ist mit schwarzroten Haaren besetzt
Auf Alpentriften der
schwarzpuipurne, kurze Zähne.
ganzen Alpenkette bis zu 2200 m, meist häufig, besonders auf Kalk-
ist,
als das Schiffchen.
und endigt
gestein.
—
in 5
Blüht im
Juli,
August.
Astragalus australis Lmk.
(Phaca australis L.) SMlh-he BergDer dünne, kriechende Wurzelstock treibt
einige ausgebreitete, aufsteigende Stengel, die oft nur 3 cm hoch sind,
—
lin)<c.
Taf. 13, Fig.
bisweilen aber- eine
Blattstiele sind
3.
Höhe
4—5 cm
—
bis zu 30
cm
erreichen. Die gemeinschaftlichen
lang und tragen 4
—5
lanzettlicher, unterseits feinbehaarter Blättchen.
Paare eilänglicher oder
Die langen Blütenstiele
tragen an ihrer Spitze eine anfangs koptige, später 2
von
1
cm
— 4 cm
langen Blüten, die zuerst aufrecht, später
lange Aehre
mehr wagrecht
stehen; sie sind weiss, bisweilen mit grünlichem oder rötlichem Anflug,
die Spitze des Schiffchens violett,
l'lügel
ausgerandet oder zweispaltig,
—
längei'
—
26
—
Ueber die ganze Alpenkette verbreitet,
und steinigen Stellen in 1700 2200 m Meereshöhe meist
Blüht im Juli, August.
das Schiffchen.
als
—
anf Triften
häufig.
(Phaca alpina Jacquin.)
Astragalus alpinus L.
—
Taf. 13, Fig. 4.
—
Alpen-Berglinse.
— 50 cm hoch,
— 12 Paaren linealer oder ovallänglicher
Stengel aufsteigend oder aufrecht, 15
angedrückt behaart. Blätter mit 7
Fiederblättchen, die beiderseits angedrückt behaart sind.
Blütenstengel trägt eine lockere, bald
Blütenähre;
Fahne blau,
mehr
kopflge, bald
mehr
Der lange
gestreckte
stumpfen, ganzrandigen Flügel weiss,
Auf Triften, zwischen Geröll und Felsen
die
—
Schiffchen vorne violett.
über die ganze Alpenkettc verbreitet, besonders auf Urgestein in Meereshöhe von 1600—2200 m. Blüht im Juli, August.
Hedysarum obscurum
Dunkler Süssklec
L.
—
Taf. 13, Fig.
5.
—
Der ausdauernde Wurzelstock treibt einen oder einige aufrechte Stengel
von 6—30 cm Höhe. Die kurzgestielten Blätter tragen 11 19 eilängliche
Fiederblättchen. Nebenblättchen zu einem einzigen, blattgegenständigen,
zweispaltigen Blättchen zusammengewachsen. Die prächtigen, purpur-
—
roten Blüten bilden eine ansehnliche, gestreckte Traube.
ganze Alpenkette verbreitet,
Wiesen und Triften
in
schlesisch-mährischen
Blüht im
Juli,
Höhe
—
lieber die
besonders an Bächen und auf feuchten
von 1600 2200 m; ausserdem auf den
—
Gebirgen
und
im
Eiesengebirge
stellenweise.
August.
15. Familie.
Dryas octopetala L.
Eosaceae, Rosengewäckse.
Ächtblätterige Silbenimrz.
Stengel kurz, niedergestreckt,
dichten Rasen bildend.
— Taf. 13, Fig.
6.
—
gemeinschaftlich mit den Blättern einen
Blätter langrund, tief gekerbt, oberseits glänzend
grün, unterseits weissfilzig.
Blütenstiel aufrecht, 4
—6
cm
hoch.
Blüte,
an die Blüten mancher Anemonen erinnernd, weiss. Die Kelchblätter
sind bedeutend kürzer, als die 8 Blumenblätter. Die begrannten Früchtchen bilden nach dem Verblühen ähnliche zierliche Federbüschel, wie
viele Anemonen.
Ueber die Polarländer und die ganze Alpenkette
verbreitet, häufig, namentlich auf Kalk, in Meereshöhe von 13C0— 2200 m,
kommt mit den Flüssen auch in die baj'rische Hochebene (^Isargebiet)
herab. Blüht von Mai bis August.
—
1.
Oxj'tropis caxnpestrip.
alpiiius.
5.
2.
Oxytr. montana.
3.
HeihsHium obscurum.
Astragalus australis.
fi.
Drvas
octODt-tala.
4.
Astragalus
Geum montanum
Ganze Pflanze
oft
nur 8
— 10
leierförmig,
cm
;
—
.'5U
Taf.
Fig.
14,
1.
-
cm, auf hohen Alpen
Wurzelstock kurz, ohne Ausläufer; Blätter
hoch.
fiederteilig
—
Berg- Nelkenwurz.
/.
behaart, gewöhnlich 15
zotti.e
das endständige Fiederblatt sehr gross, fast
herzförmig, stumpflappig, die seitliehen Fiederblätter \iel kleiner, eiförmig, ungleich gekerbt. Die Blütenstengel tragen eine, nur selten
zwei grosse, 2 3 cm breite, leuchtend gelbe, weitgeötfnete Blüten.
—
—
Ueber die ganze Alpenkette von den Voralpen Ijis zu 2300 m Höhe
auf Wiesen und Triften weit verbreitet und häufig; ausserdem auf den
Gebirgskämmen des Riesengebirges. Blüht von Juni bis September.
Geum
Kriechende Nelkenwurz.
reptans L.
—
Taf. 14, Fig. 2.
—
Der vorigen ähnlich, jedoch treibt der Wurzelstock lange, kriechende,
Die grundständigen Blätter unterbrochen gebeblätterte Ausläufer.
Fiederblättchen gesägt, einfiedert, dem Endo zu breiter werdend.
geschnitten, mit spitzen Sägezähnen, meist Sspaltig, das grosse endständige 3 5 spaltig. Die 10 15 cm langen Blütenstengel ragen wenig
—
—
—
Die schön goldgelben Blüten sind 2Vo 5 cm
breit, weitgeöffnet, und haben 5—8 fast kreisrunde Blumenblätter.
Auf den höchsten Alpen bis 2500 m Höhe an Felsen und Steingeröll;
über die Blätter empor.
in der
Schweiz, Tirol, Salzburg, Steiermark, Kärnten
selten.
Blüht im
—
5—8 cm hohen
meist
L.
Glänzendes Fingerkraiä ,
Seidenröschen.
—
Niederes, rasenbildendes Alpenpflänzchen mit mehreren
Blütenstengeln.
am Ende
chen sind länglich,
liegenden Härchen
höchstens 8
zerstreut,
August.
Juli,
nitida
Potentilla
Taf. 14, Fig. 3.
;
—
Blätter kurzstielig, dreizähhg; die Blätt-
dreizähnig,
auf beiden Seiten von an-
Die nach
silberglänzend.
oben
filzig
behaarten,
cm hohen
grosse, nämlich
im
Stengel tragen nur je eine, verhältnismässig
Durchmesser 2 3 cm haltende, rosenrote (sehr
—
—
Zwischen Felsenspalten der südlichen Alpenkette von Tirol, Steiermark, Kärnten und Krain, in Höhe von 2000 bis
3000 m, besonders auf Kalkgebirg, zerstreut. Blüht im Juli, August.
selten weisse) Blüte.
Potentilla Clusiana Jacquin. Cluslus' Fingerkraut.
Stengel
gestielt,
2—8 cm
hoch, abstehend behaart.
5 fingerig.
dreizähnig,
— Taf. 14, Fig. —
4.
Grundständige Blätter lang-
Fingerblätter keilförmig bis lanzettlich,
oberseits
kahl,
unterseits
zottig,
am Rande
am Ende
seidenhaarig
Die Blumenstengel tragen an ihren Enden meist drei
gewimpert.
Blüten, deren 10 Kelchblätter zottig behaart sind; die 5 Blumenblätter
—
weiss, verkehrt
28
—
an der Spitze leicht ausgerandet.
Oberbayern, Tirol, Salzburg, Steiermark lind Niederösterreich verbreitet, in Meereshöhe von 1600 2000 m,
namentlich in den Eitzen der Kalkfelsen wachsend. Blüht im Juli,
sind
eiförmig,
lieber das östliche Alpengebiet:
—
August.
Potentilla grandiflora L.
Fig. 5.
—
den Blattstielen von kurzen, abstehenden Haaren
Blätter langstielig, dreizählig,
—
Grossblütic/es Fingerkraut.
Stengel niederliegend oder aufsteigend, 2
— 8 cm
zottig.
Taf.
14,
hoch, nebst
Grundständige
die Blättchen verkehrt eiförmig, tief ge-
oben flaumig, unterseits zottig behaart. Der Blütenstengel teilt
oben gabelartig in zwei fast gleichlange Blütenäste, an deren
Spitze je 2 4 Blüten stehen. Die Blumen haben einen zottigen Kelch
sägt,
sich
—
und
5 gelbe Blumenblätter.
Alpentriften
Blüht im
bis
Juli,
über 1600
6.
—
Dem
Schweiz, Tirol, Salzburg, Kärnten, auf
m
Meereshöhe.
Zerstreut
und
spärlich.
August.
Potentilla frigida
Fig.
—
Villars.
Kälteliehendes Fingerkraut.
—
Taf. 14,
vorigen ähnlich, aber viel gedrungener, sehr zottig be-
haart, wodurch die Pflanze ein graugrünes Ansehen erhält. Die 3 — 7 cm
hohen Blütenstengel tragen gewöhnlich nur je eine Blüte. Blätter
dreizählig, die Blättchen verkehrt eiförmig, stumpf gezähnt Blüte gelb,
in der Gi'össe wechselnd, bisweilen der von Pot. grandiflora gleichkommend.
Auf den höchsten Alpen, bis zu 2.500 m Höhe in der
;
—
Schweiz, Tirol, Steiermark, Salzburger Alpen, vorzugsweise auf Urgestein.
Blütezeit: Juli, August.
14.
IMlI^
1.
Geum moutannm.
2.
5.
Geiim reptans.
3.
Potent, grandiflura.
Potentilla nitida.
H.
Potent, frigida.
4.
Potent. Clusiana.
-
29
Rosa alpina /. Alpine Rose, Felsen-Rose. — Taf. 15, Fig. 1. —
Schwacher Strauch von 1— 2 m Höhe; die mehrjährigen Zweige ohne
Stacheln und Borsten; an jungen Tri('l)en öfters zahh'eiche Borsten
und einzehie gekrümmte Stacheln. Der gemeinsame Blattstiel trägt
meist 7, bisweilen auch 9 oder 11 länglich elliptische, doppelt gesägte
Blätter.
An
der Basis des Blattstiels stehen breite, langzugespitzte
Nebenblätter.
Blume rosenrot, wohlriechend,
ihre 5 Blätter sind an-
sehnlich gross, an der Spitze ausgerandet, fast zweilappig.
mit einer lanzettlichen Spitze
die ganze Alpenkette bis zu 1800
dem
Juni,
m Höhe
verschiedenen Gebirgswäldern
in
Erzgebirge
verbreitet
—
und häufig
Deutschlands
und badischer Schwarzwald).
Vogesen
,
Kelchzipfel
länger als die Blumenkrone.
,
Ueber
ausser-
;
(Riesengebirge,
Blübt im
Mai,
.Juli.
16.
Pomaceae, Kemobstgewächse.
Familie.
Aronia rotundifolia Tersoon. (Amelanchier vulgaris Mnch.) FelsenTaf. 15, Fig. 2.
Baumartiger Strauch von 1 2,
ja bis zu 6 m Höhe. Blätter stumpf eirund, am Rande gesägt, auf der
Rückseite filzig behaart.
Blüten traubenständig an den Enden der
Zweige, gleichzeitig mit den Blättern erscheinend. Blütenblätter schmal,
länglich, an der Spitze abgerundet, weiss. Früchte klein, kugelig,
schwarz. — Ueber das ganze Alpengebiet verbreitet, bis 1700 m Meereshöhe vorzugsweise auf Kalkfelsen und in Geröllhalden. Ausser den
Alpen auch auf Mittelgebirgen von Süddeutschland, Rheinprovinz und
Tbüringen. Blübt von April bis Juni.
Mispel, Felsenbirne.
—
—
—
,
17.
Onagraceae, Nachtkerzejigeivächse.
Familie.
Epilobium rosmarinifolium Uänke.
röschen.
—
Taf. 15,
Fig. 3.
—
Dem
Epilob. angustifolium L. ähnlich,
verästelt
und durch schmalere,
in deren Achseln
kurz;
Griffel
so
in
Rostnai-inhlätteriges
ganz
aber von niedrigerem
lineale, aderlose Blätter
bisweilen kleine Blattbüschel stehen.
lang
als
die
längern
Weiden-
Mitteleuroja gemeinen
Staubgefässe.
Wuchs, mehr
unterschieden,
Blütentraube
Blumenblätter
— An kiesigen Orten, Geröllabbängen und am
Rande der Flüsse und Bäche der Alpen und der Voralpen von da in
die Thäler lierabsteigend, am Rheinufer im Elsass und im südlichen
Baden, auch in Württemberg (Mündung der Argen) stellenweise ül)i'raus bäufig. — Blüht im Juli, August.
purpurrot bis rosenrot.
;
—
18.
— 10cm
Portulakgeivächse.
Portulacaceae,
Familie.
Montia minor Gmelin.
3
-
30
—
Kleines Quellenkraiä.
Kloines
kahles,
,
etwas fleischiges Kräutchen, welches
kleine Rasen bildet. Blättcheu verkehrt eiförmig. Die kleinen, rötlichweissen Blütcheu stehen einzeln oder zu 2—3 in den Achseln der oberen
hohes,
—
Blättchen.
breitet
und
An
leibhaft grünes,
Quellen und nassen Stellen über die Alpenkette ver-
Blüht im Mai, Juni.
häufig.
Nagelkrautgewächse.
Paronycliiaceae,
Familie.
19.
Alpen- Bruchliraut.
Herniaria alpina L,
—
Taf.
cm
Stengel stark verzweigt, niederliegend, nur etwa 10
15,
Fig.
4.
—
lang, mit länglich-
runden, gewimperten Blättchen dicht besetzt. Die kleinen, blassgrünen
Blütchen einzeln
oder zu
wenigen in achselständigen Knäueln.
An
Schweiz: WaUis, Graubtinden, Tirol.
auf Urgestein, bis zu 2.500m Höhe; zerstreut.
20.
Blüht im
Juli,
August.
Dickblattgeivächse.
Crassulaceae,
Familie.
—
sandigen Stellen, besonders
—
—
Tai 15, Fig. 5.
Der knoUige
Rhodiola rosea L. Rosenwurz.
Wurzelstock treibt einige aufrechte, 10—15 cm hohe, dicht beblätterte
Stengel, an deren Spitze sich die gedrungene, reichblütige Schirmtraube
entwickelt.
Iilätter wecliselständig, langrund, an der Spitze gesägt.
Blüten gelbrötlich oder purpiirrötlich.
An felsigen Orten über den
grössten Teil der Alpenkette verbreitet: stellenweise auch in den Vogesen
—
und im Riesengebirge.
Sedum annuum
Ganze Pflanze
aufsteigende,
10
Blüht im Juni,
Einjähriges
L.
— 12 cm
hoch
;
Juli.
Fetthlatt.
—
vom Grunde an
Taf.
locker beblätterte Stengel verästelt;
15,
Fig. 6.
—
mehrere senkpcht
in
letztere
sind meist
gabelig geteilt, zulezt verlängert, hin und her gebogen.
Blätter fleischig,
2— 4 mm
Blüten gelb, in
lang,
stumpf,
im Querschnitt halbrund.
An
besonders Schiefer und Urgestein,
über die ganze Alpenkettte und die Voralpen bis zu 2000 in Meereshöhe verbreitet; ausserdem in den Vogesen und im l)adisclien Schwarzährenartiger Traube.
wa'.d.
-
Felsen
Blüht von Juni bis August.
,
l.
Rosa
4.
alpina.
2.
Aronia rotundifolia. 3 Kpilobiuio rosmarinifolinm.
6. Seduni annuum.
5. Rhodiola rosea.
lieniiaria alpina.
—
Fig.
31
Sempervivum arachnoideum L. Spinngeweh- Hauswurz. — Tat". 16,
— Die am Grunde stehenden Rosetten bestehen aus verkehrt
1.
eiförmigen, kurzgespitzten lleisehigen Blättern; an deren Spitzen befinden sich strahlenförmig auseinandergehende Haarbüschel, welche sich
mit den Haaren der benachbarten Blätter spinngewebartig verbinden.
Der aufrechte Stengel wird 5 12 cm hoch, ist reichlich mit Blättern
besetzt und endigt gewöhnlich in eine dreigabelige Schirmtraube. Die
Blumenblätter sind }nirpurrot bis rosenrot, langlanzettlich und dreimal
Diese reizende Hauswurz findet
so lang als die grünen Kelchzipfel.
sich häufig an Felsen der höheren Alpen, durch die Schweiz, Tirol,
Salzburg, Steiermark imd Kärnten in Meereshöhe von 1300 — 2000 m.
Blüht im Juli, August.
—
—
Sempervivum Wulfen!
Fig. 2.
—
Wulfens Hauswurz.
Hojij^e.
—
Taf.
IG,
Hauswurz (Semperv. tectorum L.), welche
Zierde von Mauern und Dächern eingeführt
Steht der gemeinen
in Mitteleuropa überall als
sehr nahe, unterscheidet sich aber namentlich durch die gelbe oder
ist,
grünliche Farbe der linealischen zugespitzten Blumenblätter. Die saftigen
Blätter der Rosetten sind verkehrt eiförmig,
spitze endigend, blaugrün.
Der dicke, 12
länglichen, gefransten Blättern besetzt,
bl
tige
von
20' '0
— -^HOü
])is
m.
am Ende
hohe Stengel
mit
ist
in eine ziemlich reich-
—
Kelch halbkugelförmig, aus 12 ^0
Auf Urgestein über die Alpen-
Schirmtraube verästelt.
linealen Blättclien zusainmeuiresetzt.
kette der Schweiz
plötzlich in eine Stachel-
— 15 cm
—
Steiermark verbreitet, aber zerstreut, in
Höhe
Blüht von Juni bis August.
Sempervivum montanum
L. Berg-Hauswurz.
—
Taf. 16, Fig. 3.
—
Blätter der Rosetten länglich keilförmig, auf beiden Seiten mit fiaumigen
am Rande gewimpert. Die stengelständigen
und haben purpurrote Spitzen. Stengel 4—12 cm
Drüsenhaaren besetzt,
Blätter sind länglich
2^3 mal
hoch, oben endigend in den öfters
geteilten Blütenstand. Die
sternförmig au.-gebreiteten Blumenblätter sind blassrot mit violettem
Mittelstreif.
Auf Urgestein über die ganze Alpenkette verbreitet;
—
an trockenen Stellen bis zu 2000
21. Familie
m
Höhe.
G-rossulariaceae,
Blüht im
Juli,
August.
Stachelbeergeivächse.
—
1
Ein Strauch von
Ribes petraeum Wulfen. Fchen-.Johannisheere.
Höhe, dem roten Johannisbeerstrauch unserer Gärten ähnlich;
— 1'/, m
die Blätter sind spitz
,
der Kelch
mehr
glockig,
am Rande
gewimpert.
—
An feuchten
i'oten Punkten gesprenkelt.
Gebirgsabhängen über die Alpenkette der Schweiz bis Steiermark zerstreut; ausserdem im Riesengebirge, den Vogesen und dem badischen
Schwarzwald an einzelnen Standorten. — Blüht im April, Mai.
Blüten grün, dicht mit
Saxifragaceae,
Familie.
22,
Saxifraga rotundifolia
Fig. 4.
—
15
— 60 cm
hoch.
SteinbrecJige-ojäckse.
Rundblätteriger Steinbrech.
1j.
lange Stiele, sind rundlich herzförmig, grob gezähnt.
Aveichhaarig,
—
Taf. 16,
Die grundständigen Blätter haben 7
oben rispig verästelt, reichblütig.
—
1.5
cm
Stengel aufrecht,
Blumenblätter stern-
förmig ausgebreitet, weiss, mit gelben Punkten an der Basis und roten
—
An feuchten, schattigen Orten, an
Punkten nach der Spitze zu.
Bachufern und in Waldschluchten der Alpen und Voralpen bis zu
2U00 m Höhe. Blüht von Juni bis August.
,
Saxifraga stellaris L. Sternblumiger
Steinbrecli.
— Taf. 16, Fig. —
5.
Die grundständigen Blätter bilden Büschel oder Rosetten
;
sie sind
nach
der Basis zu verschmälert, länglich eiförmig, gegen die Spitze zu grob
am Rande
gezähnt, auf beiden Seiten und
Stengel anfrecht,
setzt.
Traube
blätter
mit spärlichen Haaren be-
6—15 cm
hoch, in eine lockere, gipfelständige
seltener 8
10, klein, weiss, Blüten-
—
verästelt.
Blüten 2— .3,
mit zwei gelben Flecken an der Basis;
Kelchzipfel bald nach
quelligen Orten
Schwarz wald.
dem Aufblühen abwärts
im ganzen Alpengebiet; auch
Blütezeit: Mai bis August.
Saxifraga Seguieri
Die spateiförmigen
Siyrengel.
Bltitenstiele schlank.
geneigt.
in
—
An
feuchten,
den Vogesen und im
Seguiers Steinbrech.
— Taf. 16, Fig. —
6.
ganzrandigen Blättchen sind flaumig behaart und
,
—
selten mehrblütig.
Blütenstengel nur 1 4 cm hoch, meist einblütig,
Blumenblätter länglich-linealisch, gelb, ebensolang
als die Kelchblätter.
—
bilden lockere Rasen.
bis zu 3200
m
Höhe;
Auf den höchsten Alpen der Schweiz und
zerstreut.
Blüht
Juli,
Saxifraga androsacea L. Mannsscliild-Steinbrech.
Ganze Pflanze
Tirols,
August, September.
— Taf. 16, Fig. —
7.
cm
Grundblätter rosettenartig gehäuft, ganzrandig oder an der Spitze mit di-ei
Zähnen. Blumenblätter weiss oder grünlich doppelt so lang als die
kurzen, langrunden Kelchzipfel.
An feuchten, felsigen Orten über
die ganze Alpenkette verbreitet und häufig; bis zu 3200 m Höhe.
Blüht im Juni, Juli.
zottig behaart.
Stengel wenig über 5
,
—
hoch.
1.
Sempervivum
t.
Saxifratra iptundil'ulia.
ai-aehnoideunu.
5.
2.
Semperv. Wulfeni.
Sax. stellarin.
6.
3.
Semperv. montanum.
Sax. Seguieri.
7.
Sax. androöacea.
Saxifraga aizoides L. Imniergrüner Steinbrech.
Taf. 17, Fig.
1.
Aus dem kurzen, bisweilen rascnbildendcn Wnrzelstock erheben
mehrere 10
— 15
eni
hohe ßhitenzweige.
zettlich oder linealisch, schmal,
Eande
weitläufig gewimpert.
mässige, lockere, meist 4
Blätter
wechselständig, lan-
etwas verdickt, kahl und glänzend,
Am
—
sich
Ende des Stengels
am
steht die unregel-
— 8 Blüten tragende Blutendolde.
Blütenblätter
Punkten oder rein safrangelb, kaum etwas
länger als die gleichfarbigen oder grünen Kelchzipfel. In der Mitte der
Auf nassem Felsgeröll, besonders
Blüte eine fleischige Ringscheibe.
am Fusse der Gletscher und am Rande von Bächen und Wasserläufen
über die ganze Alpenkette bis zu 2000 m Höhe verbreitet und häufig.
Ausserdem mit den Flüssen in die Vorländer der Alpen herabsteigend
(München, Augsburg etc.) und auch in den Polarländern heimisch.
citrongelb mit safrangelben
—
Blütezeit: Juni bis August.
—
—
Taf. 17, Fig. 2.
Saxifraga bryoides L. Moosartiger Steinbrech.
Die kahlen, glänzenden, mit dorniger Sjjitze versehenen Blätter bilden
am Grunde dichte, fast kugelige Rasen. Stengel zart, einblütig, nur
3—8 cm
hoch, mit schmalen, anliegenden Blättchen besetzt.
blätter ziemlich
gross,
Blumen-
weiss oder gelblich, zweimal so lang als die
—
An trockenen, felsigen Stellen der höchsten
grünen Kelchblätter.
Alpen bis zu 2500 m Meereshöhe, namentlich auf Urgestein, über die
ganze Alpenkette verbreitet ausserdem nur in der kleinen Schneegrube
des Riesengebirges. Blüht im Juli, August.
;
Saxifraga caesia L.
Blättchen der
Stämmchen
Blaugrilner Steinbrech.
—
Taf. 17, Fig. 3.
—
vom Grunde
2—8 cm hoch, 2 bis
rasenbildend, länglich-linealisch,
an bogig zurückgekrümmt, blaugrün. Blütenstengel
6 blutig. Blumenblätter verkehrt herzförmig, 4—5 mm lang, weiss oder
gelblich, etwa zweimal so lang als die eiförmigen Kelchzipfel.
Schweiz bis Oesterreich und Steiei-mark, von den Voralpen bis zu
2700 m Meereshöhe, an trockenen Stellen. Blüht im Juni, Juli.
—
Saxifraga Aizöon Jacquin.
—
Trauhenblütigcr Steinbrech.
—
Taf. 17,
mehrere kurze Aeste, w^elche dichte
Der
Rosetten aus grossen, fleischigen Blättern tragen; diese sind zungenförmig, knorpelig gesägt. Blütenstengel aufrecht, gewöhnlich 10—15 cm
hoch, seltener bis 50 cm hoch, oben rispig verästelt. Aeste 1—8 blutig.
Blumenblätter w-eiss mit grünen Nerven, am Grunde öfters rot punktiert.
üeber die ganze Alpenkette bis zu 2500 m Höhe weit verFig. 4.
—
\Vurzelstock bildet
—
—
—
34
Ausserdem in den Vogesen,
breitet, namentlich auf Kalkfelsen häufig.
im Schvvarzwald, auf der Scliwäbischen Alb, in der Rheinpfalz, in
Schlesien, Bölimen und Mähren. Blüht von Juni bis August.
—
Taf. 17, Fig. 5.
Saxifraga Burseriana X. Burser's Steinbrech.
Stämmclien niBderliegend, gabelästig, mit aufrechten dicht beblätterten
Aestchen.
Die Blätter bilden dichte Rosetten, sind lanzettlich, steifglänzend graugrün. Die Blütenstengel sind dünn,
— 7 mm lang,
4
spitzig,
rötUch, meist einblütig, gewöhnlich nur 2
—4
cm
hoch.
—
Blumenblätter
Auf Kalkfelsen der
Alpen von Tirol, Salzburg, Kärnten, Krain, Steiermark, in Meereshöhe
von U»00— 2400 m. Blüht im Juni, Juli.
flach ausgebreitet,
mit rötlichen Adern.
weiss,
Saxifraga oppositifolia L.
Gegenhlätteriger Steinbrech.
—
Taf. 17,
—
Dieser reizende Steinbrech bildet niedere Rasenpolster von
mehreren Centimetern Durchmesser. Aestchen nur 2 3 cm hoch, mit
Fig.
6.
—
zahlreichen gegenständigen ßlättchen, welche 4 reihig dachig angeordnet
und am Rande gewimpert
sind.
Die Blüten, zu
Aestchen, sind rosenrot, später violett;
Menge einen
lielilichen
liche AIi>enkette
sie
1
am Ende
oder 2
liilden
der
in reichlicher
oft
—
Schmuck des Felsgesteins.
(Jeijer die nördund Krain verbreitet; ausserdem im
den Polarländern. Blüht im Mai, Juni, dann
bis Steiermark
Riesengebirge und in
wieder im August.
Saxifraga
Fig.
—
7.
Dem
biflora
vorigen
AUioni.
Zireiblütiger
Steinbrech.
—
Taf.
17,
sehr ähnlich, doch sind die Rasen lockerer,
indem die Blättchen zwar etwas grösser, aber entfernter gestellt sind.
An den Enden der Aestchen stehen mindestens zwei Blüten (bisweilen
drei);
die Blüten1)lätter
und häufig; an
3300
—
m
mehr
sind
nicht bläulich verwelkend.
—
felsigen Orten
Meereshöhe.
Zahlbrucknera paradoxa
Taf. 17, Fig. 8.
—
breit
die
der
Juli,
Nähe der Schneegrenze
bis
zu
August.
Reichenijach. Ocster reichische Zahlhrud-nere.
Zartes IMiänzchen mit niederliegendem,
zack gebogenem Stengel von
langgestielt,
in
Blüht im
ebenfalls rosenrot, aber
ganze Alpenkette verbreitet
länglicli,
Ueber
6—15 cm
herzförmig mit
ständig, langgestielt, klein, mit 5
5—7
Länge.
Lajtpen.
im
Zick-
Blätter wechselständig,
Wenige Blüten end-
—
grünen Blumenblättern.
Auf feuchten
Glimmerschieferfelsen in Kärnten mid Steiermark, in Höhe von 1000 bis
1800 m; selten. Blüht im Juni, JuH.
I.
Saxifraga aizoides.
seriana.
H.
2.
Sax. bryoides.
Sax. oppoßitifolia.
7.
3.
Sax. caesia.
Sax. bitiora.
H.
4.
Sax. Aitoon.
5.
Sax. Bur-
ZaUlbrucknera paradoxa.
I
60
23. Familie,
Doldengeivächsc.
ümbelliferae,
Hacquetia Epipactis
Gelbgnlne Hanjuet/e.
-De C.
—
Tat'. 18,
Fig.
1.
—
Gelbgrünes, kahles Pfliinzchen mit grundständigen, langgestielten Blättern,
—
welche handt'örmig geteilt, 3 5 lappig sind. Blattal)tei]ung(!n am Anssenrand 2 Slappig, scharf doppelt gesägt. Elütenstengel blattlos, 8—15 cm
hoch; Blütendöldchen köpf förmig, von einer dreimal grösseren, aus
5—6 Blättern bestehenden Hülle umgeben.
In schattigen Gebirgswäldern von Krain, Kärnten, Steiermark, zerstreut: auch in IMähren
und Schlesien an einzelnen Fundorten. Blütezeit: April, Mai.
—
—
Astrantia major L.
Grosse Sterndolde.
— Taf.
18, Fig. 2.
—
Grund-
ständige Blätter gross, langgestielt, 5 spaltig mit länglichen, dreispaltigen,
ungleich gesägten Lappen.
1
—2
Sstrahhg.
rot
30—90 cm
hoch, mit nur
4— 5 strahlig,
seltener 6 bis
Stengel aufrecht,
Die Hauptdolde
Blättern.
Die HüUblättchcn,
mit grüner ötachelspitze.
ist
meist
12— 20 an
der Zahl, sind lanzettlich, rosa-
Die Einzelblumen der Blütenköpfchen
Auf Wiesen der Alpen und
sind klein, weiss, grünlich oder rötlich.
—
Voralpen weit verbreitet und häufig; ausserdem da und dort in schattigen
Thälern der ßergwälder von Nord- und Südwestdentschland. Blüht von
Juni l)is August.
Astrantia minor L.
weit schlanker,
zeigen
eine
Kleine Sterndolde.
und nur 15—30 cm hoch.
7— 9fache
Der vorigen ähnlich, aber
Die grundständigen Blätter
Spaltung, welche bis an den Blattstiel reicht;
am Ramie scharfzahnig,
die einzelnen Fingerblättchen sind lanzettlich,
Dolden mit 2—4 Strahlen. Hülll)lättchen weiss,
von gleicher Länge wie die weissen Einzelblüten der kleinen kugeligen
Köpfchen.
Auf Wiesen und in lichten Waldungen der höheren Kalkalpen in der Schweiz, Tirol, Kärnten und Savoyen, in Meereshöhe von
1800—2300 m. Blüht im Juli, August.
unterseits weissgrün.
—
—
—
Taf. 18, Fig. 3.
Eryngium alpinum L. Alpen-Männert reue.
Amethystblaue, seltener weisslichgraue, starre Pflanze von 30—90 cm
Höhe, mit herzförmigen, ungeteilten, am Rande gesägten, grundständigen
Blättern. Stengelblätter bandförmig, 3— 5 lappig, wimperig gesägt. Hüllblätter vielteilig, fiederspaltig mit stechenden, borstigen Zähnen, länger
als
die
1—3
eiförmigen Doldenköpfchen. Blumenblätter der kleinen
In der südlichen und westlichen Schweiz, in
Einzelblüten weiss.
—
Oberkärnten, Krain und Savoyen, auf Alpentriften in Meereshöhe von
1.500—1900 m; zerstreut. Blüht im Juli, August.
-
36
Bupleurum ranunculoides L.
—
Taf. 18, Fig. 4.
Stengel 10
—
—
Hahnenfussähnliches Hasenohr.
— 30 cm
hoch, einfach oder schwach ver-
zweigt. Grundständige Blätter linealisch-lanzettlich mit
mehreren Längsnerven; Stengelblätter eiförmig, lang zugespitzt mit eiförmigem oder
herzförmigem Grunde sitzend und stengelumfassend. Die Blütendolde
besteht aus 5 und mehr Strahlen. Die Döldchen sind vielblütig mit
dottergelben kurzstieligen Blütchen
letztere sind umgeben von dem
;
5
— lOblätterigen
die Dolden
grünlichgelben oder schwefelgelben Hüllchen, wodurch
auf den ersten Blick an Ranunkelblüten erinnern.
und an Felsen in der Schweiz, Tirol und Krain,
1500—2200 m, zerstreut. Blüht im Juli, August.
Triften
Meum
Stengel 6
Mutellina Gärtner.
— 15
cm,
selten
AIpen-Bärtvurz.
30—50 cm
hoch.
—
Blätter
in
Taf. 18, Fig.
Dolden 9
Auf
5.
—
doppelt gefiedert;
Blattfiedern überaus zierlich in zahlreiche haardünne, spitze
zerteilt.
—
Höhe von
Läppchen
— 15 strahlig, Blüten rötlich. — Auf Wiesen und Triften
über die ganze Alpenkette und deren Voralpen verbreitet und häufig;
ausserdem im badischen Schwarzwald und im Riesengebirge stellenweise.
Blüht im Juni,
Juli.
24. Familie.
Caprifoliaceae,
—
Geissblattgeivächse.
—
Linnaea borealis L. Linnäe.
Immergrünes,
Taf. 18, Fig. 6.
grosse Rasen bildendes Pflänzchen mit entgegengesetzten
Blättern, welche eirundlich, an der Spitze schwach gezähnt sind. Blütenstengel am Gipfel mit einem dünnen, langen Blütenstiel, der sich
schliesslich in 2 besondere Blütenstielchen teilt; jedes derselben trägt
niederes,
ein weisses
oder rötliches Blütenglöckchen, welches innen blutrot ge-
—
und angenehm duftet.
In moosigen Nadelwaldungen der
Alpenkette von der Schweiz bis Kärnten. Ausserdem in Norddeutschland
zerstreut und in Nordeuropa.
Blüht im Mai, Juni, Juli.
streift ist
1.
Hacquetia Kpipactis.
2.
rauunculoides.
Astrantia major.
5.
Meum
3.
Mutellina.
Eryngium alpinum.
H.
4.
Linnaea borealis.
Bupleurum
37
Kubiaceae, Krappgeivächsc.
25. Familie.
Hierzu gehören einige wenig auffällige alpine Arten von Galium,
Lahhraut.
26,
Valerianaceae, Baldriangewächse.
Familie.
Valeriana supina
—8
/>.
Niedriger Baldrian.
—
Taf. 19, Fig.
1.
—
cm
hoch, kleine, vielstengelige, dichte Rasen bildend.
Blätter spateiförmig,
ganzrandig oder etwas gezähnt, gewimpert; das
Stengel nur 2
obere Paar lanzettlieh,
Die rosenroten Blüten bilden eine
sitzend.
—
Ueber die Alpenkette von der Ost-8clnveiz bis
Steiermark verbreitet, besonders an feuchten Stellen der Kalkgebirge
Blüht im Juli, August.
bis zu 2600 m Meereshöhe; zerstreut.
kopfige Schirmtraube.
27.
Dipsaceae, Kardengeimchse.
Familie.
Hierzu gehören einige alpine Skabiosen (Scabiosa lucida
17//..
graminifolla L., longifolia Koch).
28.
Familie.
Compositae, Korbblütler.
Adenostyles alpina Blu^
Der kantige Stengel
ist
u.
Fing.
40—90 cm
Alpendost.
hoch.
—
Taf. 19, Fig. 2.
—
Die grossen, grundständigen
Blätter sind langgestielt, herz nierenförmig, gezähnt-gekerbt, kahl, unterseits nur auf den Nerven flaumig behaart. Die Blütenköpfe IjiUien eine
Die röhrenförmigen Blütchen sind zweigeschlechtig, zu
Ueber die
mehrblütigen Köpfchen vereinigt, hell amethystfarbig.
ganze Alpenkette verbreitet, namentlich an feuchten Stellen und in
schattigen Schluchten bis zu 1600 m Höhe. Blüht im Juli, August.
Schirmtraube.
—
—
—
Taf. 19, Fig. 3.
alpina Cassini. Gemeiner Ali)enlattich.
Wurzelstock kriechend. Stengel 15—30 cm hoch. Grundständige Blätter
langgestielt, herz nierenförmig, geschweift-gekerbt, kahl oder nur unter-
Homögyne
den Nerven flaumig behaart. Hülle der Blütenköpfchen j.urpurUeber die ganze Alpenkette und deren Vorund auf Bergwiesen an feuchten Stellen
AVäldern
alpen verbreitet, in
häufig; auch im Jura, Schwarzwald, Riesengebirge, Erzgebirge und im
seits auf
rot; Blütchen gelblich.
Fichtelgebirge.
—
Blüht von Mai bis
Juli.
—
—
38
—
15
—
Stengel 10 bis
Taf. 19, Fig. 4.
Aster alpinus L. Aljjen- Aster.
hoch, einblütig. Blätter dreinervig, weichhaarig, ganzrandig;
cm
rosettenartig angehäuften,
die unteren,
blätter
breite
länglich,
Blume
lanzettlich.
sind spateiförmig, die Stengel-
Die schöne, im Durchmesser 4
zeigt ein goldgelbes Mittelfeld,
—5
cm
umgeben von zahlreichen
—
Ueber die ganze Alpenkette bis zu 1900 m
ausserdem in den Vogesen und Pyrenäen,
auch im Riesengebirge, Harz, Schwarzwald und in Thüringen auf einzelne
Fundorte beschränkt. Blüht im Mai und von ,Tuli bis September.
violetten Strahlenblüten.
Höhe
verbreitet
und
häufig,
Bellidiastrum Micheln Cassini. Alpen-Massliebchen.
— Taf. 19, Fig. 5. —
Blätter grundständig, gestielt, länglich spateiförmig, grobgezähnt.
10—25 cm hoch, mit einem Blütenköpfchen an der
grossen Gänseblümchen ähnelt, aber grösser, nämlich
ist.
Stengel
Spitze, welches
2—3 72
einem
^^^ breit
Mittelfeld {Scheibenblumen) gelb, Strahlen bluten weiss, unterseits
—
Ueber die ganze Alpenkette und deren Yoralpen verund namentlich auf feuchten, felsigen Stellen der Kalkgebirge
häufig. Auch in Baden (Hegau, Feldberg etc.) und in Württemberg (im
Donaukreis und auf der Schwäbischen Alb). Blüht von Mai bis Juli.
oft rötlich.
breitet
—
—
Erigeron alpinus i. Alpen-Berufskr aut.
Taf. 19, Fig. 6.
Grundständige Blätter langrund bis lanzettlich, rauhhaarig; Stengelblätter kleiner, lanzettlich. Blumenköpfe meist einzeln auf jedem 5 bis
20 cm hohen Stengel, selten zu 2 3 in einer lockeren Traube. Die
zahlreichen röhrenförmigen Blüten der Scheibe sind gelblich, die äusseren
—
— Ueber die ganze Alpen— 1800 m Höhe verbreitet, auf steinigen Alpenwiesen häufig.
Strahlenblüten purpurviolett, seltener weiss.
kette in 1200
Ausserdem im hohen Norden
bis
zum
Polarkreis.
Blüht im
Erigeron uniflorus L. Einblütiges Berufskraut.
— Taf.
Juli,
August.
19, Fig. 7.
—
—
Dem
vorigen ähnlich, aber der aufrechte, rauhhaarige, 2 7 cm hohe
Stengel ist immer nur einblütig, die Hüllblätter sind dicht wollig zottig.
Die gedrängt stehenden Wurzelblätter bilden dichte Rasen, iiber deren
Rosetten der Blumenkopf öfters nur wenig emporragt.
gelb, Strahlenblüten lila bis weisslich.
—
An
Scheibenblütchen
grasigen Orten der höheren
Alpen bis zu 2500 m Höhe, auf Urgestein; von der Schweiz bis Salzburg,
Allgän, Tirol und Kärnten. Blüht im Juli, August.
1.
Valeriana supina.
5.
2.
Adenostyles alpina. 3. Homogyne alpina. 4. Aster
7. Erig. uniflorus.
6. Erigeron alpinus.
Bellidiastrum Michelii.
alpiiuis.
—
Gnaphalium Leontopodium
-
:v.»
L.
Edelweiss.
—
Taf. 20,
Fifr.
1.
—
behaarte Pllanzc, ein- bis mohrstengelig, 2—10, woltener bis
20 cm hoch. Blätter lineal-lanzottlich. Blütenköpfchen in gedrängten
Dolden auf der Spitze des Stengels, von einem Kranz sternförmig aus-
Dicht
filzig
gebreiteter, dicht weissfilziger Deckblätter umgeben, welche ähnlich
wie Strahlenblüten aussehen. Blütchen grünlichgelb.
lieber die ganze
Alpenkette in Höhe von 1900—2900 m verbreitet, auf steinigen Triften
—
und
Nähe der Schneegrenze;
Blüht von Juli bis September.
Felsgeröll in der
gestein.
vorzugsweise auf Kalk-
Gnaphalium supinum L. Niederes Ruhrkraut. — Taf. 20, Fig. 2. —
kaum mehr als 4 cm hohes, rasenbildendes Pflänzchen mit
Kleines,
.schmalen,
linealischen,
dichtfilzigen
Der Stengel trägt auf
Blättern.
seiner Spitze ein Büschelchen aus wenigen Blütenköpfchen, öfters auch
nur ein einziges Blütenköpfchen. Blütchen gelblichweiss. Die HüllAlpenkette, in
kelche sind aus zwei Reihen von Schuppen gebildet.
Meereshöhe von 1500 2300 m, an feuchten, kiesigen Stellen, auch
—
—
zw'ischen Knieholz;
ausserdem im Riesen gebirge, auf dem Feldberg
Blüht im Juli, August.
(Baden) und in den Polarländern.
Gnaphalium norvegicum Gunner.
Taf. 20,
—
Fig. 3.
Stengel 12
— 25
Norwegisches
cm hoch,
Ruhrkraut.
—
auf den höchsten .Alpen
nur 3—5 cm hoch. Dieses alpine Ruhrkraut steht dem in ganz Mitteleuropa häufigen Waldruhrkraut (Gn. silvaticum L.) sehr nahe, bat aber
eine kürzere, gedrungenere Blütenähre und breitere Blätter, welche
überseits
dünnfilzig,
unterseits dichtfilzig sind;
die
in
der Mitte des
Stengels stehenden sind die längsten, öfters bis 13 cm lang und
Die braunen Hüllkelchschuppen bilden 3 Reihen.
1 cm breit.
'/s
—
^^^^
In
den Alpen und Voralpen der ganzen Alpenkette, namentlich auf Urgestein, von der Schweiz bis Oesterreich ausserdem im Riesengel^irge,
im Erzgebirge, in den Vogesen und im l)adischen Schwarzwald. Blüht
im Juli, August.
;
Artemisia Mutellina
Stengel einfach,
ViUars.
Edelraute.
-
Taf.
20,
Fig.
4.
—
6—15 cm hoch, die nichtblühenden rasenbildend. Blätter
grau-seidenhaarig, die unteren dreiteilig fieder-
sämtlich gestielt,
spaltig mit linealisch lanzettlichen Zipfeln,
tingerig gespalten.
Köpfchen traubig,
die oberen
aufrecht,
mit
bis zur Hälfte
5—15
Blüten-
köpfchen, welche unten weitläufig, oben mehr gedrängt stehen. Blütchen gelb. — Auf sonnigen Felsen und Geröllhalden über die ganze
9
—
—
40
—
m
verbreitet und häufig,
Alpenkette in Meereshöhe von 1900 2700
besonders auf Urgestein und in der Nähe der Gletscher. Blüht im
Juli,
August.
—
Aehriger Beifuss.
Artemisia spicata Wulfen.
Taf. 20, Fig. 5.
—
Niederes, grauseidenhaariges Pflänzchen; die unfruchtbaren Zweige bilden
Untere Blätter
lockere Rasen.
gestielt,
Blütenstengel 6
fiederspaltig.
blätter
— 15
flngerig
vielspaltig,
cm hoch,
Stengel-
einfach.
Blüten-
den Blattachseln und bilden
Auf Felsen der südlichen Schweiz, in Tirol,
eine ährige Traube.
Salzburg, Steiermark und Kärnten, in Meereshöhe von 1800 2500 m.
Blüht im Juli, August.
köpfchen gelblich;
sitzen
sie
einzeln
in
—
—
Achillea moschata L.
—
Taf. 20, Fig.
18
cm
hoch.
6.
—
Bisam-Schafgarbe (Wildfräuleinkraut, Iva).
Stengel oft nur 4
Blätter länglich, kahl,
—8
cm hoch,
kammförmig
bisweilen 15 bis
fiederspaltig mit ganz-
—
Die Blütenstengel tragen einen aus 5
vandigen spitzen Zähnen.
Blütenköpfen gebildeten Ebenstrauss. Scheibenblüten gelbhch, die Randblüten weiss, rundlich. Der Hüllkelch besteht aus grünen Blättchen mit
In der
braunrotem Rande und einer dunkler grünen Mittelrippe.
Schweiz, Tirol, Steiermark und Kärnten, auf Urgestein in Meereshöhe
von 1900 2200 m. Blüht im Juli, August und dient zur Bereitung des
—
—
„Iva', eines aromatischen Kräuterlikörs.
Achillea atrata L.
Fig
Taf. 20,
Stengel 15
7.
— 25 cm
—
Schwarzhüllige Schafgarbe (Schwarze Iva).
—
Schlanker als die vorige und die nachfolgende.
hoch, weiss behaart, oben schwach verästelt.
länglich, flederig zerteilt; Fiederblättchen einfach oder 2
Blätter
— 3 lappig
oder
Hüllschuppen breit
schwarz gerandet. Die 4 10 Blütenköpfe bilden einen lockeren EbenUeber die ganze Alpenstrauss.
Die 5 10 Randblüten sind weiss.
2200 m verbreitet,
kctte, auf Kalk und I^rgcstein, in Höhe von 1600
fiederig
fünfspaltig,
mit stachelspitzigen Zipfeln.
—
—
—
—
namentlich auf steinigen Gebirgswiesen und an Bachrändern.
im
Juli,
—
Kleines,
grauwollig bis seidenglänzend behaartes Pflänzchen.
Stengel
Achillea nana Lgänzlich
4
— 15
Blüht
August.
cm
Zwerg-Schafgarbe.
—
Taf. 20, Fig.
8.
im Umriss schmal lanzettlich, fiederteilig, nur
«twa 1 cm breit. Die Blütenköpfchen bilden einen fast kugeligen Ebenstrauss. Randblüten weiss.
Auf Urgestein der Schweizer und Tiroler
Alpen, in der Nähe der Schneegrenze; zerstreut und spärlich. Blüht
hoch.
Blätter
—
im
Juli,
August.
1.
Gnapbaliiim Leontopodium.
2.
Mutellina.
6.
5.
Art. spicata.
üuapli. aujunum.
B.
Achillea moschata.
Giiaph. norvegicum.
7.
Ach.
atrata.
8,
4.
Artcuusiii
Ach. uana.
—
Chrysanthemum alpinum
—
41
— Taf. 21, Fig. —
L. Älpen-Wurherblume.
1.
Die unteren, einen Rassen bildenden Blätter sind im Umriss rundlieh
eiförmig, lang in den Grund verschmälert, kanimföriuig tiederspultig
Fiederblättclien dicht genähert, ganzrandig.
sind linealisch, ganzrandig.
Stengel 3
Die wenigen Stengell^lätter
— 10 cm hoch, einblütig.
Scheibeu-
Randblüten (Strahlenblüten) weiss, öfters rot angelaufen,
mit dreizähniger stumi^fer Spitze. Der Hüllkelch ist über 1 cm lang,
Durch die
mit grünen, schwärzlich gerandeten Schuppen bedeckt.
ganze Alpenkette von der Schweiz bis Kärnten an steinigen Stellen, in
Höhe von 1700 2500 m, meist häutig. Blüht im Juli, August.
blüten gelb.
—
—
Chrysanthemum atratum De
vorigeiT ähnlich,
aber gestreckter;
Blätter spateiförmig,
C.
Schwärzlkhe Wucherblume.
Stengel
8—18 cm
hoch.
Der
Unterste
an der verschmälerten Basis ganz-
langgestielt,
randig, weiter vorn eingeschnitten gezähnt; stengelständige lanzettlich,
eingeschnitten gesägt, die obersten Stengelblätter gleichmässig gezähnt.
cm
breit; Scheibenblüten gelb, die Randblüten weiss, vorn
Hüllkelchschuppen grün mit breitem, purpurschwarzem
An felsigen Stellen der ganzen Alpenkette bis zu 2200 m
Rand.
Blüht im .Tuli, August.
INIeereshöhe, namentlich auf Kalkgestein.
Blütenkopf 3
dieizähnig.
—
Stengel aufrecht oder aufsteigend,
5
— 15 cm
hoch.
—
Alpen-Hundskamille.
Anthemis alpina L.
Blätter kammartig, fiederteilig.
spitz, teils ungeteilt, teils
Taf. 21
nach oben zunehmend
2— 3 spaltig.
,
Fig. 2.
—
wollig behaart,
Fiederblättchen lineal.
Blütenköi^fchen im Durchmesser
cm breit; Scheibenblüten gelblichweiss, die stumpf eiförmigen
Randblüten weiss. Blütenboden halbkugehg. Hüllkelchschuppen stumpf,
Auf den höchsten Alpen von
vorn zerrissen gezähnt, schwarzfleckig.
Tirol, Salzburg, Steiermark, Kärnten und Krain bis zu 2200 m Meereshöhe, namentlich auf Kalk. Blüht im Juli, August.
2'/'2— 3
—
Doronicum cordifolium
Taf. 21,
Fig. 3.
—
Sternberg.
Herzblätterige
Der ausdauernde Wurzelstock
Stengel je nach Standort
15—30 cm,
ja bis
1
m
hoch.
Gemswurz.
schief,
—
abgebissen.
Die ganze Pflanze
Grundständige Blätter sehr langist kahl, seltener kurz flaumhaarig.
Stengelblätter
stielig, rundlich eiförniig, tief herzförmig, grob gezähnt.
Blütenköpfe meist
mit tief herzförmigem Grand stengelumfassend.
im Durchmesser 4—5 cm breit; Scheibenblüten
Der Hüllkelch misst nur '/^ der Blumenlänge.
An felsigen Stellen und in Wäldern, von Tirol durch Salzburg und
einzeln, selten 2 oder
und Randl)lüten
gelb.
3,
—
—
42
—
8teiennark bis Oeslerreicb, in Meereshöhe von 1300
aiü'
Blüht von Juni
Kalkgestein.
])is
Doronicum Pardalianches L.
— 2000 m,
besonders
August.
Geineine
ähnlich, jedoch treibt der Wurzelstock
Gemswurz.
Der vorigen
unter der Erdoberfläche ver-
längerte, zuletzt knollig verdickte Ausläufer, welche Blätter tragen
wiederum Ausläufer
treiben.
Stengel 30
— 60
langgestielt, tief herzförmig, die mittleren
cm hoch
mit Ohren am
;
und
untere Blätter
Blattstiele, die
oberen sitzend.
Stengel und Blattstiele rauh behaart.
ansehnlich,
die Scheiben bluten dunkler als die Randblüten; letztere
gel));
—
endigen mit 3 Zähnchen.
Auf Alpenmatten und
Blütenköjjfchen
in Ge))irgswäldern
über die ganze Alpenkette von der Schweiz bis Krain verbreitet; ausserdem da und dort auf den ^Mittelgebirgen Süddeutschlands und im MoselBlüht im Mai,
thale.
.Tnni, Juli.
Aronicum glaciale Rekhenb. Gletscher-Gemswurz.
Stengel 8
und
— 15
steif,
cm
— Taf. 21, Fig. —
4.
hoch, aufrecht, rauhhaarig, einblütig.
Blätter dick
zerbrechlich, deutlich geädert, eiförmig, buchtig gezähnt; die
unteren gestielt, die oberen stengelumfassend.
goldgelb; deren Randblüten sind 3
—
Die grosse Blume
an der Spitze dreizähnig,
Ueber die Alpenkette in 1900 2600 m Meeres-
Nacht ausgebreitet.
höhe verbreitet und häufig; namentlich auf Urgestein
bei
Blüht im
Gletscher.
ist
— 4 nervig,
Juli,
—
in der
Nähe der
August.
—
—
Arnica montana L. Gemeiner Wohlverleih.
Taf. 21, Fig. 5.
CO cm hoch, drüsenhaarig, mit 1 2 Paar gegenständigen,
schmalen Blättern.
Grundständige Blätter länglich eirund, önervig.
Der Blütenstengel trägt 1 5 dottergelbe Blütenköpfchen, welche im
Durchmesser 3 4 cm breit sind und einen eigenartigen harzigen Geruch
Stengel 30
—
—
—
—
—
Ueber die ganze Alpenkette auf Wiesen und Triften in Meereshöhe von 1000—2000 m häufig; ausserdem auf feuchten und torfigen
Bergwiesen in Süd- und Mitteldeutschland, im Norden auch in der
haben.
Ebene.
—
Blüht von Mai bis
bitterem und gevvürzhaftem
wendung.
—
Wurzel und Blüten sind von sehr
Geschmack und finden arzneiliche Ver-
Juli.
21.
1.
Chrysanthemum aJpinum.
4.
Aronicnm
2.
Anthemis
elaciale.
5.
alpina.
3.
Doronicimi cordifolium.
Arnica montan a.
—
4n
Senecio abrotanifolius L. Stabwurzblätteriges Kreuzkraut.
—
— Taf. 22,
Stengel und Blätter kahl.
Der ausdauernde, liegende Wurzelstock treibt mehrere 8—25 ein hohe Stengel.
Unlere Blätter doppelt
fiederteilig; Fiederblättchen schmal linealisch, ganzrandig, die am Grunde
stehenden kleiner, ohne Blattohren. Die 3—6 Blütenköpfchen sind gelb
Fig.
1.
mit abstehenden, orangegelben, 5 nervigen Randblüten (Strahlenblüten)
und bilden eine lockere Schirmtraube.
Auf steinigen Abhängen der
—
Alpen und Voralpen; Oestliche Schweiz, Tirol, Salzburg, Steiermark,
Kärnten, in ^Nleei-eshöhe von 1200 1900 ni, besonders auf Kalkgestein.
Blüht im Juli, August.
—
—
Senecio Doronicum L. Gemsirurzartiges Krenzlraut.
Taf. 22,
Stengel 30 50 em hoch, einfach oder doch wenigästig.
Blätter lederartig, kurzhaarig rauh oder fast kahl, untere gestielt, länglich
Fig.
—
2.
—
obere sitzend, lanzettlich, gezähnt bis ganzrandig.
Blütenköpfchen einzeln, oder zu 2 3, am Ende des Stengels, ansehnlich,
lanzettlich, gezähnt;
—
—
im Durchschnitt 3 — 4 cm breit, mit 12 — 20 orangegelben Randblüten.
Ueber die ganze Alpenkette in Meereshöhe von 1300 — 2300 m verbreitet
und an steinigen Abhängen meist häufig. Blütezeit: Juni bis August.
Graues Kreuzkraut.
—
Taf 22, Fig.
Ganze Pflanze grau
bis
weissfilzig
Senecio incanus L.
Stengel 6
— 15
cm
hoch.
Blätter gestielt, fiedersi^altig, die Fiedern stumpf,
3.
—
behaart.
doppelt bis dreifach
Der Stengel trägt eine Schirmtraube von (J— 8 goldgelben
Blüten köpf chen.
Auf hohen Alpenmatten in der Nähe der Schneegekerbt.
—
grenze und der Gletscher; Pyrenäen, Schweiz, Tirol, Steiermark, Karpathen, zerstreut und ziemhch selten. Blüht im Juli, August.
Saussurea
alpina De
C.
Stengel aufrecht, wollig-filzig,
seite spinnwebig-filzig,
Aljienscharte.
15—30 cm hoch.
—
Taf.
22,
Fig.
4.
—
Blätter auf der Unter-
eirund bis lanzettlich, ganzrandig oder buchtig
10— 18 cm
lang; die unteren in den geflügelten Blattstiel verschmälert, die oberen kürzer und sitzend. Die Blütenköpfe bilden zu
2—5 eine dichte kurzstielige Doldentraube mit purpurroten Blütchen.
gezähnt,
Die dachig übereinanderliegenden Hüllblättchen sind rotbraun, doch
Auf Wiesen
mit glänzender Wolle bedeckt, an der Spitze schwärzlich.
und Triften der Granitalpen in Meereshöhe von 2000—2500 m; Schweiz,
—
Kärnten und Krain ausserdem im hohen Norden von
Europa und Nordamerika. Blüht im Juli, August.
Tirol, Salzburg,
;
Saussurea pygmaea
15
cm
hoch.
^in-cngel.
Blätter lineal,
Zwerg-Alpcnsrhurte.
Stengel 10 bis
ganzrandig, oberseits zerstreut behaart,
—
unten dicht weichhaarig.
köpfchen.
—
trägt nur ein violettrotes Blütenund Krain, an trockenen Orten im
Blüht im Juli, August.
Der Stengel
Tirol bis Oesterreich
Kalkgebirge bis zu 2700
-
44
m
Höhe.
—
Stinksalat, Drahtstengel.
Taf. 22,
Aposeris foetida Lessing.
Kahl oder spärlich behaartes Pflänzchen vom Ansehen des
Gemeinen Löwenzahns. Der kurze, knotenartig verdickte Wurzelstock
—
Fig. 5.
—
Stengel schlank, 15 20 cm hoch,
an seinem Ende nur ein citronen gelbes Blütenköpfchen. Blätter
hat einen unangenehmen Geruch.
blattlos;
sämtlich grundständig, schrotsägeförmig-tiederspaltig Lappen fast rautenfönnig, der endständige 3 5 zipfelig, an die Gestalt des Epheublattes
;
—
—
In Laubwäldern und auf Matten der Alpen und Voralpen
von Oesterreich, Salzburg und Kärnten auch auf der bayrischen Hochebene bei München und Augsburg. Blüht im Juli, August.
eriimernd.
;
Leontodon pyrenaicus Gouan. Alpen-Löwenzahn.
— Taf. 22, Fig. —
6.
Stengel blattlos, schuppig, oberwärts allmählich verdickt, meist nur 8 bis
15
cm
hoch.
Die kahlen, oder nur mit einfachen Haaren bestreuten,
grundständigen Blätter sind verkehrt lanzettförmig, gezähnt oder ausgeschweift gezähnelt, 2
endigt in
—7
ein goldgelbes,
cm
lang und 6
seltener
— 14 mm
breit.
orangerotes, vor
Durchmesser 2 3
Der Stengel
dem Aufblühen
cm breit ist. —
—
hängendes Blütenköpfchen, das im
Auf Wiesen in Höhe von 1200 1900 m über die Alpenkette verbreitet
und häutig; ausserdem in den Vogesen und im Schwarzwald stellenweise. Blüht von Juni bis August.
—
2'2.
Cv>^
1.
4.
Seneciu abrütanit'olius.
Saussurea sJpina.
5.
2.
Öenecio Doronicum.
Aposeris foetida.
6.
3.
iSenecio iiicanus.
Leontodon pyrenaicus.
40
Hypochoeris uniflora
Fig.
—
1.
Stengel
7-30 cm
Villars.
Einhlüfiges Ferkelknmt.
—
Ttif. 23,
hoch, nach oben alhnähhcli verdickt,
riefig,
Die grundständigen Blätter bilden eine Rosette, sind
lünghch-lanzettförmig, ausgeschweift gezähnt, durch steife Härchen
etwas rauh; ihre Länge beträgt 4—10 cm, ihre Breite 1—3 cm. Der
steif
behaart.
Stengel trägt nur
5
cm
einen
ansehnlichen, tiefgelben Blütenkopf von 4 bis
Breite; Hüllblätter schwarzgrün,
am Rande
behaart, an der Spitze zerrissen fransig.
hellgrün,
sehr zottig
—
Auf Wiesen und Triften
der Alpen und Voralpen in der Schweiz bis Tirol, Steiermark und
Kärnten; ausserdem in Schlesien, Böhmen, Mähren und auf dem Feldberg im Schwarzwald. Blüht im .luli, August.
Mulgedium alpinum
—
L. (Sonchus alpinus L.)
Alpenlattich, Alpen-
—
—
Ansehnliche Pflanze von V-j 1'/» '" Höhe.
Stengel hohl, namentlich am oberen Teil drüsig behaart. Untere Blätter
xalut.
Taf.
i'o,
Fig. 2.
gross, leierförmig, mit sehr grossem, dreieckig spiessförmigem Kndzipfel
oberste Stengelblätter an der Basis herzförmig, lanzettförmig,
scharf gezähnelt.
am Rande
Die Blütenköpfchen bilden eine einfache oder zu-
sammengesetzte Ti-aube, deren Blütenstiele mit rostroten Drüsen stai'k
Ijesetzt sind. Blüten blau oder lila, die Randblüten strahlend, wodurch
die Blume an die der wilden Cichorie (Cichorium Intybus) erinnert.
Ueber die ganze Alpenkette, bis zu 1000 m Höhe an feuchten F'elsen
und Bergabhängen verbreitet und häutig; ausserdem im Norden Europas,
sowie da und dort auf den Gebirgen von IMittel- und Südeuropa (Riesengt'bii-ge, Thüringen, Vogesen, Schwarzwald etc.). Blüht im Juli, August.
—
—
—
Taf. 23, Fig. 3.
Crepis aurea Cassini. Omngerotcr Tippau.
Die grundständige Blattrosette besteht aus kahlen, gestielten, lanzett-
gezähnten oder schrotsägezähnigen Blättern von 3—8 cm
Der 15—20 cm hohe Stengel ist meist blattlos, nach oben, gleich
dem Hüllkelche, durch schwärzliche Haare schwarzgrün, mit einem
einzelnen dunkelorangegelben, etwa 15 mm breiten Blütenköpfchen.
Auf etwas feuchten Gebirgswiesen in Höhe von 1300—2500 m über die
lichen,
tief
Länge.
—
ganze Alpenkette und deren Voralpen verbreitet; häufig, namentlich auf
Kalkgestein. Blüht von Juni bis August.
Crepis jubata Koch. Gletscher- Pippau, Bemühnter Tippiau.
Fig. 4.
—
Der einfache, nur
behaart, ebenso der Hüllkelch.
2—4 cm hohe
Stengel
— Taf. 23,
ist zottig
gelbhch
Grundständige Blätter länghch eiförmig
oder lanzettlich, stumpf, ganzrandig oder geschweift gezähnt.
Das
gold-
—
4G
—
—
Auf den höchsten Alpen der
ist etwa 2 cm breit.
Schweiz (Zermatt, Ba«ne, Graubünden) und Tirols (Fimbergletscher etc.);
zersti-eut und spärlich.
Blüht im Juli, August.
gelbe Blütenköpt'chen
Crepis alpestris Tan^cJi.
Die grundständige Blattrosette
Voralpcn- Pippau.
ist
aus wenigen,
—
23, Fig. 5.
Tat'.
selten
mehr
als
—
12
spateligen, lanzettlichen, ausgeschw^eift gezähnten oder fast schrotsäge-
förmigen Blättern gebildet, welche unterseits auf den Nerven und Adern
30 cm lioch, oberwäi-ts filzig,
kleine, weiche Haare haben. Stengel 15
—
meist einfach,
seltener
mit 2
—3
Aesten.
Hüllkelch
graufilzig
oder
—
Ueber die ganze Alpenkette und
Blütenkopf goldgelb.
deren Voralpen bis zu 1600 m Höhe an felsigen Stellen verbreitet und
kurzhaarig.
häufig; ausserdem auf ^Mittelgebirgen Süddeutschlands (Juragebiet von
Baden und Württemberg).
Blüht von Juni bis August.
'
llypochoeris uniflora.
4.
2.
Mulgedium alpinum.
Crepis jubata.
5.
3.
Crepis alpestris.
Crepis
aiirea.
—
47
Orangerotes Habichtskraut. — Taf. 24,
— Stengel 25—30 cm hocli, am unteren Teil mit wenigen Blättern,
Hieracium aurantiacum L.
Fig. 1.
von langen Haaren rauh, am oberen Teil und Ijesondera an den Blütenschwarzen Drüsenhaaren bekleidet. Blätter länglicli verkehrt-
stielen mit
eiförmig, grasgrün, beiderseits langhaarig. Blütenköpfchen dunkel orangegelb, zu 2
—
—
10 in einer gipfelständigen Schirmtraube.
Auf trockenen
Wiesen und Triften in Höhe von 1300 — 1600 m über die ganze Alpenkette verbreitet und häufig; ausserdem auch auf den Voralpen und den
hölieren Gebirgen Mitteleuropas (Riesengebirge, Harz, Vogesen, Schwarz-
Blüht von Juni bis August.
wald) stellenweise nicht selten.
Hieracium alpinum L.
Stengel aternhaarig-flaumig,
Älpen-Habkhtskrmit.
10—15 cm,
—
Taf. 24, Fig.
2.
—
cm hoch, blattbesetzt; am Gipfel ge-
seltener bis 30
—
oder nur mit 1 3 sehr kleinen Blättchen
wöhnlich nur ein, seltener zwei grosse goldgelbe Blütenköpfchen Hüllkelch und Bltitenstiel mit langen, schwarzen Haaren. Grundständige
Blätter spatel- oder länglich-eiförmig, in den geflügelten Blattstiel verlängert, ganzrandig oder schwach buchtig gezähnt, grün, mit wenigen
Auf trockenen Wiesen und Triften der ganzen Alpenlangen Haaren.
kette in Höhe von 1500—2200 m, meist häufig; ausserdem in den
los
;
—
im Riesengebirge, in den Sudeten, Vogesen,
im Schwarzwald (Feldberg). Blüht im Juli, August.
Polarländern,
Brocken,
Hieracium villosum L.
Zottiges Habichtskraut.
Stengel und Blätter lang-wollhaarig.
Stengel
auf
dem
— Taf. 24, Fig. —
3.
15—20 cm hoch, meist
2—3 goldgelben Blütenköpfchen; Blütenmit Sternhaaren und mit langen weissen Wollhaaren besetzt;
llüllkelchblätter lang weisshaarig. Blätter bläulichgrün; die unteren
einfach mit einem, seltener mit
stiele
länglich-lanzettlich,
nach
dem Grunde
verschmälert; die oberen länglich-
eiförmig, halb stengelumfassend.
29. Familie.
Campanulaceae,
Phyteuma comosum
Stengel
öfters
h.
niederliegend,
Schopfxge
Glockenh'luumigcwächse.
Rapunzd.
5—15 cm
hoch.
—
Taf. 24, Fig. 4.
Blätter
—
gezähnt; die
grundständigen nierenförmig, die stengelständigen länglich-lanzettlicli,
grösser. Die kurzgestielten blauen Blütchen bilden eine gipfelständige
Auf trockenen Felsen
Dolde und sind an der Spitze dunkelviolett.
—
von Südtirol, Krain und Kärnten, in Höhe von 600—1500
Blüht von Juni bis August.
in,
häufig.
—
Phyteuma pauciflorum
Stengel
nur
2—5 cm
—
48
L. Armhlütige Rapunzel.
hoch.
— Taf. 24, Fig. —
ö.
Blütter verkehrt eirund bis spateiförmig,
an der Spitze häufig mit 3 Kerbzähnen.
Köpfchen mit 5—7 blauen
umgeben von grünen Hüllblättern,
welche rundlich, zottig-wimperig und kürzer als das Köpfchen sind.
Staubfäden am Grunde verbreitert. — Auf Wiesen und Triften von
1800 m Höhe bis in die Nähe der Schneegrenze über die Alpenkette
oder violetten, gestielten Blütchen,
von der Schweiz
im Juli, August.
bis Steiermark verbreitet,
Phyteuma hemisphaericum
Fig. 6.
stielig,
—
Stengel 4
— 12
cm
L.
hoch.
stellenweise iiäuflg.
Halbkugelige Rapunzel.
—
Blüht
Taf. 24,
Blätter sämtlich linealisch, dünn-
meist ganzrandig, bisweilen mit
2—3
Kerbzähnen.
Hüllblätter
eiförmig, zugespitzt, gewimpert, halb so lang als das Köpfchen, welches
12 mm breit ist und aus 10 — 12 blauen oder
ausnahmsweise auch weissen Blütchen gebildet wird. StaubAuf Wiesen und Triften in Höhe von
fäden am Grunde verbreitert.
1500 2200 m über die Alpenkette von der Schweiz bis Steiermark verBlüht im Juli, August.
breitet und häufig, vorzugsweise auf Granit.
im Durchmesser etwa
violetten,
—
—
^4.
1.
Hierac'ium aurantiacurn.
como.sum.
5.
2.
Hier, alpinum.
Phyt. pauciflorum.
6.
'6.
Hier, villosum.
4.
Phyt. hemisphacricum.
l'hyteuma
41)
Campanula Zoysii
l*'i>r-
1-
—
Stengel
5— 10
Wulfen,
—
dickende Glockenblume.
cm, öfters unch nur
2— 3 cm
hoch.
'l';if.
25,
Die dicht-
stehenden, einen lockeren Rasen I)ildenden Wnrzelblätter sind eiförmig;
die Stengelljlätter stehen ziemlich entfernt, die mittleren sind spateiförmig, die obersten lineal-lanzettlich. Blüten hellblau, bauchig, vi^r dem
Ende eingeschnürt, inwendig dicht l)ärtig,- sie stehen bei kleinen
Exemplaren einzeln, bei ki-äftigen Pflanzen zu zwei oder mehr am
(Tipfei des Stengels.
Auf den östlichen Kalkalpen von Kärnten, Steiermark und Krain, in Höhe von 2000—2700 m, zerstreut, meist selten.
lUiiht im Juli, August.
—
—
Campanula thyrsoidea
StraussMütlge Glockenblume.
L.
—
—
Taf. 25,
Die zweijährige, bis fingerdicke Wurzel treibt im ersten Jahr
einen Schopf dichtstehender Blätter, im zweiten Jahre den kräftigen,
12—15 cm, bisweilen selbst 30 cm hohen Stengel, welcher gleich den
Blättern steif behaart ist. Blätter länglich-lanzettlich, ganzrandig, nach
Fig. 2.
dem Grunde
Stengels
verschmälert,
steht
eine
7— 10 cm
dichte Aehre
lang.
Am Ende des rotangelaufenen
von weisslich- oder grünhchgelben
Blüten, zwischen welchen je zwei linienförmige, behaarte Deckblättchen
hervortreten.
Die dreiteiligen Griffel ragen über die Blumenkronen
—
hinaus.
An
steinigen
und grasigen Abhängen
kette in
Höhe von 1600—2100
im
August,
Juli,
Campanula
— 8 — 15
cm
m
pusilla Haenke.
verijreitet,
üljer die
ganze Alpen-
aber zerstreut.
Kleine Glockenblume.
—
Blüht
— Taf. 25, Fig.
3.
Grundständige Blätter verkehrt-eiförmig, dichtrasig, zahheiche, teils blühende, teils nicht blühende Büschel bildend;
Stengelblätter lineal-lanzettlich, schwach gesägt, die oberen lineal, ganzhoch.
Stengel aufsteigend, drei- bis sechsblütig. P>lüten blau, bauchig,
randig.
lialbkugelförmig glockig.
— Ue))er
die ganze Alpenkette
und deren Vor-
an trockenen, felsigen und kiesigen Stellen, bis zu
2000
Höhe; mit den Flüssen bis in die Vorebenen herabkommend;
ausserdem im württembergischen Donaukreis und im badischen Schwarzwald stellenweise. — Blüht im Juni, Juli.
alpen
verbreitet,
m
—
Campanula
—
Taf. 25, Fig. 4.
pulla L. Dunkelblaue Glockenblume.
3—12 cm, seltener 15—20 cm hoch. Blätter läng-
(iewöhnlich nur
hch eirund, gekerbt, die unteren
Stengel
einfach
gestielt, die
und
stets
oberen kürzer und spitzer
Die nickende
einblütig.
unteren.
Blüte ähnelt derjenigen von ("amj). rotmidifolia L. (der in ganz Kuropa
als die
—
50
—
gemeinen, kleinen Glockenblume) ist aber dunkler blau. Obwohl
je einblütig bilden doch die gesellig wachsenden Pflänzchen öfters
nur
grössere
Gruppen von tiefblauen Glocken,
die in ihrer
Gesamtwirkung
—
Auf Matten und feuchten Plätzen
einen reizenden Anblick gewähren.
über die ganze Alpenkette und deren Vorin Höhe von 1300—1900
m
besonders in Oesterreich, Salzburg, Steiermark vmd
Blüht von Ende Juni bis September.
alpen verbreitet;
Krain.
—
Catnpanula barbata L. Bärtige Glockenblume.
— Taf. 25, Fig. —
—
5,
Ganze Pflanze rauhhaarig; Stengel 8—15 cm, seltener 25 30 cm hoch
und namentlich oberwärts zottig behaart. Grundständige Blätter länglich-lanzettlich, ganzrandig oder schwach gekerbt, obere lanzettlich,
Blüten
gestielt, traubig,
zu drei bis fünf, mehr oder weniger einseits-
—
wendig und nickend Blütenglocke 2 3 cm lang, hellblau oder bläulichweiss, an der Spitze innen dicht bärtig, fast dreimal so lang als der
Kelch, welcher durch die herabgebogenen Anhängsel zehnzipfelig erAuf Wiesen und Matten der Alpen und Voralpen in Höhe von
scheint.
800 1800 m häufig; ausserdem im Riesengebirge, im mährischen GeBlüht von Juni bis
senke und im hohen Norden von Europa.
;
—
—
—
August.
Campanula alplna
L.
Ganze Pflanze
Alp3njlock?nblume.
behaart. Blätter linealisch, fast ganzrandig. Stengel 2
bald heller,
bald dunkler blau,
langgestielt,
zottig
Blüten
Anhängsel der
In Oesterreich, Tirol und Steierverbreitet und häufig.
von 1600 2100
lanzettlichen Kelchzipfel sehr kurz.
mark, auf Kalkalpen in Höhe
Blüht von Juni bis August.
nickend.
—
— öblütig.
—
m
1.
Oampanula
2. Camp, thyrsoidea.
3. Caiaj;.
Camp. puUa. 5. Camp, barbata.
Zoysii.
4.
pusilla.
— biso. Familie.
Vacclnium
Fig.
1.
—
Vaccinaceae, Heidelbeergewächse.
Vitis idaea L.
Stengel
Preisseiheere,
10—15 cm hoch,
—
Kronsbeere.
Taf.
26,
stark, verzweigt, niederliegend, mit
zahlreichen, immergrünen, lederigen, verkehrt-eiförmigen,
am Rande um-
geroUten, unterseits punktierten Blättern. Die Blüten bilden zu mehreren
eine kurze, dichte, endständige, hängende Traube.
Blumenkrone weiss
mit ausgespreizten Zipfeln. Griffel länger
als die Blumenkrone.
Beeren scharlachrot, allgemein bekannt durch
ihre Verwendung zu wohlschmeckendem Kompott.
Ueber die ganze
Alpenkette in Wäldern und auf Heiden big zu 1900
Höhe verbreitet;
ausserdem in Nord- und Mitteleuropa stellenweise häufig [und ansehnliche Heidestrecken überziehend.
Blüht von Mai bis August
bis rosenrot, glockenförmig,
—
m
—
Von anderen über
einea
grossen Teil von Europa verbreiteten
Heidelbeergewächsen, die auch im Alpengebiet heimisch sind, erwähnen
wir 1. die gemeine Heidelbeere, Bickbeere oder Blaubeere, Vacci-
nium Myrtillm L^ 2. die holzige, bis 40 cm hohe Sumpfheidelbeere oder Rauschbeere, Vaccinium uliginosum L., 3. die niedere,
kriechende
Moosbeere,
Ericaceae,
31. Familie.
Arctostaphylos
Fig.
2.
—
alpina
Sprengel.
Heidekraufgewäckse.
Alpenbärentraube.
Niederer, kriechender Strauch
steigenden Zweigen.
Rande
Vacclnium Oxi/coccos L.
kleingesägt,
1
—
Taf.
Blätter krautig, verkehrt-eiförmig, netzaderig,
im Herbst
abfallend.
26,
mit gestreckten, etwas auf-
am
Das Ende der blühenden
mit mehreren länglichen, rosenroten, schuppenartigen, etwas
Die zwei bis drei, seltener bis sechs^
grünlichweissen Blüten an kurzen gekrümmten Stielen nickend. Die
Zweige
ist
wolligen Deckblättern umgeben.
—
kugelförmigen Steinfrüchte sind anfänglich rot, später blauschwarz.
In Höhe von 1500-2000 ni über die ganze Alpenkette verbreitet, besonders auf Kalkgestein.
—
Blüht von April bis Mai und Anfang Juni.
Arctostaphylos Uva ursi Sprengel.
Gemeine Bärentraube.
— Taf. 26,
—
Der niederliegende, 30—90 cm lange Stengel bildet ansehnliche Büschel mit zahlreichen, glänzenden, immergrünen Blättern; diese
sind länglich verkehrt-eiförmig, lederig, ganzrandig, am Rande nicht
Fig.
3.
umgeroUt, unterseits blassgrün, netzaderig. Blüten weiss mit rosenrotem
—
—
52
fünflappigem Saum, meist zu vier bis sechs in einer gediängten, nickenendständigen Traube. :>teinfrüchte schön rot, glänzend, kugelig.
Ueber die ganze Alpenkette, liesonders auf Kalk, verbreitet und
den,
—
häufig;
ausserdem auf Heiden und
Kiefernwaldungen von MittelBlüht von April bis Juli.
in
—
Heide. —
europa, namentlich in Xorddeutschland.
Erica carnea L.
aufsteigend, 10
— 30
cm
Fleischrote
Taf. 26, Fig. 4.
—
Stengel
hoch, dicht mit nadeiförmigen, in drei bis vier-
zähligen Quirlen stehenden Blättern Ijesetzt.
Die blattachselständigen
Blüten bilden beblätterte, gipfelständige, einseitswendige Traul)en an den
mm
Zweigenden. Die schmal eiförmigen, röhrigen, 6
langen Blumenkronen sind fieischrot, selten weiss, länger als der grüne Kelch.
Ueber die ganze Alpenkette auf Heiden und in Nadelwaldungen in Höhe
verbreitet, besonders auf Kalk. Stellenweise auch in
von 1700 2200
Schlesien, Böhmen, Mähren, Oesterreich und Bayern.
Blüht im ]\Iärz,
April, Mai und ist als zierliche, frühbUihende Gartenpflanze allgemein
—
m
—
—
eingeführt.
Azalea procumbens L.
5.
Fi.L;-.
—
Niedriger,
stark
Niederliegende Azalie, Alpenheide.
verästelter
— Taf. 26,
Strauch mit niederliegenden,
—
15
45 cm langen, dichtbeblätterten Zweigen. Blätter länglich-eirund,
immergrün, am Rande eingerollt, hart. Blüten klein, rosenrot, zu 2
bis 6 in endständigen Büscheln.
Alpenkette, in Höhe Aon 1500 bis
2600 m; besonders auf trockenen, felsigen Partien der Schieferalpen,
öfters ganze Strecken überziehend.
Blüht von Mai bis August.
—
—
Rhododendron Chamaecistus L.
—
Zu-erg-Alpenrose.
— Taf. 26, Fig.
6.
Niedriger Strauch, der an den höchsten Fundorten gewöhnhch nur
15 cm, in der Mittelregion aber 30 bis
4.5
cm hoch
ist.
Blätter läng-
gewimpert, im übrigen kahl und drüsenlos.
Blüten langgestielt; einzeln oder zu zwei bis drei am Ende der
Zweige. Blumenkrone radförmig, flach, blass rosa. Staubbeutel violett.
lich bis lanzettlich, fein gesägt,
—
Auf den Alpen und Voralpen von Oesterreich, Steiermark, Salzburg,
und Krain, namentlich auf Felsen und Geröll der Kalkalpen bis
zu IftOO m Höhe zerstreut. Blütezeit Mai bis Juli.
Tirol
;
:
1.
1
Vaccinium
I']rica
Vitis idaea.
carnea.
5.
2.
Aictostaphylos alpina.
Azalea procumbens.
6.
3.
Arctost.
Uva
ursi.
Rhododendron Chumapcistus.
—
—
53
L. RosthUltUHge Alpenrose. — Taf. 27,
— luunergrüner, holziga'r Alpenstriuich vuii 15 —60 cm Höhe Blätter
Rhododendron ferrugineum
Fig.
1.
;
kurzgestielt, länglich, lederig, ganzrandig,
am Rande ziirückgerollt
und völlig kahl, unterseits rostrot filzig; (^hierdurch ist diese
Alpenrose von der nachstehenden leicht zu unterscheiden). Blüten
nickend, eine Doldentraube bildend, anfangs pui-purrot, später rosenBliitenki'one aussen nebst den Blütenstielen drüsig punktiert.
rot.
—
Ueber die ganze Alpenkette und
Voralpen in Höhe von 1300 bis
2000 m verbreitet, vorzugsweise auf Urgestein (Granit).
Blüht im
Juni, Juli, August.
viele
—
—
Rhododendron hirsutum L. Rauhhaarige Alpenrose.
Taf. 27,
Der vorigen ähnlich, aber an den Blättern leicht zu unterscheiden, indem diese flach, am Rande nicht zurückgerollt, dagegen wimperig behaart sind; auch ist deren Unterseite nicht
rostrot, sondern grün und mit zahkeichen, drüsigen Tüpfelchen besetzt.
Fig. 2.
—
Die Blüten sind denen der vorigen sehr ähnlich, meist etwas kleiner.
Auch diese Alpenrose ist durch die ganze Alpenkette verbreitet,
aber vorzugsweise auf Kalkgestein in Höhe von 1400— 2300 m heimisch;
welche während der
sie bedeckt gleich jener oft grosse Strecken
Blütezeit (Mai bis August) einen prächtigen Anblick gewähren.
—
,
32. Familie.
—
Pirolaceae,
Pirola secunda L.
Stengel
8—15 cm
Winiergrmigeivächse.
Elnseitswendlges Wintergrün.
hoch.
Blätter immergrün,
—
Taf. 27, Fig. 3,
ziemlich langgestielt,
Die grünlichweissen,
fein gezähnt, stark geädert.
glockigen Blüten bilden eine vielblütige, einseitswendige Traube. Griffel
In schattigen Gebirgswäldern, über die Alpenlang, fast gerade.
«irund, zugespitzt,
—
kette zerstreut, bis zu 1900
m
Höhe.
Waldungen Mitteleuropas, da und
Mai bis Juli.
Pirola uniflora L.
Ausserdem
dort,
in feuchten,
meist spärlich.
Einblütiges Wintergrün.
—
—
moosigen
Blüht von
Taf. 27, Fig 4.
—
Grundständige Blätter rundlich bis spatelig- eiförmig, schwach gesägt.
Weisse Blüte einzeln, ansehnlich gross, auf 3—8 cm hohem, eckigem,
kahlem Stengel. Griffel fast gerade, mit grosser fünfkerbiger Narbe.
In schattigen, moosigen Wäldern von Mittel- und Nordeuropa über
—
;
Meereshöhe von 1600
die Alpenkette bis
ziu:
— Blüht
bis August.
von Juni
m
verbreitet, meist häufig.
33. Familie.
Aqiiifoliaceae,
Hex aquifolium
dicken, gläuzendeu,
54
Stcchpalincngewächse.
Gemeine Stechpalme.
L.
am Eande
Baumartiger Strauch mit
spitzdornig gezähnten Blättern, weissen
Blüten und korallroten Steinbeeren.
— In
Wäldern von
europa, namentlich auch in den Alpen bis zu 1500
—
breitet.
Blüht im Mai, Juni,
m
AVest-
und Süd-
^leereshöhe ver-
Juli.
Gentianaceae, Enziaugeii'ächse.
34. Familie.
Gentiana acaulis L.
Stcngelloser Enzian.
—
Taf. 27,
Fig. 5.
—
Untere Blätter krautig, etwas lederartig, langiauid bis lanzettlich, eine
grundständige Rosette bildend. Stengel kurz, mit wenigen, lanzettlichen
Blättern besetzt. Kelchzähne aus breitem Grunde verschmälert lanzettlich an die Kronenröhre angedrückt. Die keulenförmig glockige Blumenkrone
ist
3
cm
lang,
dunkel azurblau, selten rosenrot oder weiss.
—
Dieser prächtige, grossblütige Enzian ist über die ganze Alpenkette auf
Wiesen und Triften
in
Höhe von 1400 — 2000 m verbreitet und häufig,
— Blüht im Juni, Juli, August. Die Gen-
—
besonders auf Urgestein.
tiana excisa Presl. mit weichen, breiten, weniger spitzen Blättern, sehr
kurzem Stengel und kleingezähnelten Kronenzipfeln ist wohl nur als
etwas abweichende Fomi von Gentiana acaulis anzusehen und hat gleiche
Verbreitung wie
letztere.
Gentiana bavarica L.
Stengel
2—20 cm
hoch,
Bai/crischer Enzian.
—
Taf. 27, Fig. 6.
Blätter spateiförmig, stumpf.
—
Die Blattpaare
der nicht blühenden Trielje und die unteren der Blütentriebe dicht gedrängt, die oberen entfernt stehend.
Blüten leuchtend azurblau, einmit walzenförmiger, 2 cm langer Röhre. Griffel tief zweispaltig.
Ueber die ganze Alpenkette eine der häufigsten Gentianen; namentlich auf Kalkgestein in Höhe von 1300—2500 m.
Blüht im Juli,
August.
zeln,
—
—
Rhododendi-on fernigineum.
5. Gei
4. Pirola nniflora.
2.
Rhodod. hirsutum.
3.
Pirola secunda.
'
:
ica.
¥
—
—
55
—
Gentiana lutea L. Gelber Enzian.
Tat'. 28, F\<i. 1, in
Ansehnliche Staude von 60—130 cm Höhe.
licher Grösse.
—
dick, walzenförmig, geringelt.
'/„
natür-
Wurzel
Stengel einfach, steil aufrecht, stielrund,
am Grunde
mit einer Rosette von breit eiförmigen, zugespitzten, kurz
gestielten, 12—15 cm langen Blättern. Steugelblätter gegenständig, mit
herzförmigem Grunde sitzend, halbunifassend, 5 bis 7 nervig. Blüten
in
achselständigen
Kelch
Wirtein.
an
scheidenartigj,
einer
Seite
Blumenkrone radförmig, fünfteilig, goldgelb, öfters mit
braunen Punkten bestreut.
Ueber die ganze Alpenkette in Höhe von
1100—1600 m verbreitet, auf Weiden und Triften; ausserdem einzeln
im Schwarzwald, in den Yogesen und auf der Schwäbischen All).
Blüht im Juli, August. Die bittere Wurzel ist oftizinell und wird zur
aufgeschlitzt.
—
—
Bereitung des
,,
Enzianbitter" verwendet.
Gentiana purpurea L.
natürlicher Grösse.
—
nur 30 60
heben sich
cm
hoch.
ein
Purpurroter Enzian.
oder
Aus
zugespitzt,
mehrere
[grünrote
Blüten
fünfnervig.
zu
Stengel,
drei
fünf
bis
unten
die
Blätter eiförmig
Blumenkrone glockig, über 2 cm
Büschel.
-/^
der vorigen ähnlich, aber gewöhnlich
dem dicken rundlichen Wurzelstock er-
oben schwach vierkantig sind.
rund,
Taf. 28, Fig 2, in
— Im Wuchs
in
stiel-
bis langrund,
endständigem
lang, bräunlich jjuipurrot
—
mit gelblicher Röhre; selten einfarbig gelb oder weiss.
Auf Alpenwiesen in der Schweiz, Vorarlberg und Tirol; zerstreut, nur stellenweise
häutig.
Blüht im Juli, August. Wurzel gleich der des vorigen
—
offizineil.
Gentiana Pannonica
ähnlich, 30
— 60
cm
Scopoli.
Ungarischer Enzian.
Dem
vorigen
Kelchzähne zurückgekrümmt. Blumenkrone
glockig, A'iolett-purpurrot mit schwarzpurpurnen Pvuikten.
Auf den
Alpenmatten von Tirol, Oesterreich und Steiermark, in Meereshöhe von
1300 2000 m; vorzugsweise auf Kalkgestein.
Blütezeit: Juli bis
September.
hoch.
—
—
—
Gentiana punctata L.
Punktierter Enzian.
—
Taf. 28, Fig. 3, in
— Im Wuchs
den beiden vorigen ähnlich, 30
bis 60 em hoch. Untere Blätter gestielt, die oberen sitzend, den Stengel
halbumfassend. Die Blüten bilden mehrere blattachselständige Wirtel,
von denen der oberste aus 'sechs bis acht Blüten besteht. Diese sind
7o natürlicher
etwa 2
cm
Grösse.
lang,
keulig glockenförmig,
farbig punktiert,
hellgelb, dunkel purpurAuf Alpenwiesen der
selten einfarbig strohgelb.
—
—
56
m
Schweiz bis Salzburg und Oberbayern in Höhe von 1200—2000
ausserdem auf Gebirgskämmen von Böhmen und Mähren. Blüht von
Juli bis September.
;
—
Taf. 28,
Gentiana asclepiadea L. Sehwalbenwurzähnliclier Enzian.
Ansehnliche Staude von 30— SO cm Höhe. Blätter zahlreich
Blüten blattachsellanzettlich, zugespitzt, fiiafnervig, am Rande rauh.
ständig, einzeln oder zu zweien, gegenständig, über der Mitte des
Stengels beginnend, eine lange, beblätterte Traube bildend; die Blumenkröne ist keuligglockig, 4 5 cm lang, dunkel himmelblau, innerlich
lieber die ganze
mit dunkleren Punkten, bisweilen gelblich-weiss.
Kette der Alpen und] Voralpen bis zu 1700 m Höhe verbreitet,
namentlich auf Waldwiesen und in den Alpenthälern häufig. Ausserdem im Riesengebirge, in der Lausitz und in den Mittelgebirgen von
Blüht von Juli
Süddeutschland, bei München, Augsburg u. s. w.
Fig. 4.
—
—
—
—
bis September.
Gentiana frigida Haenke.
Selten
mehr
als 5
— 8 cm
Stelrischer Enzian.
Blüten ein bis zwei, fast sitzend.
die 2
—3
cm
—
Taf. 28, Fig. 5.
lange Blumenkrone
;
Der Kelch
letztere
ist
kaum
halb so lang als
durchscheinend gelblichweiss
oder hell wasserblau, innen mit fünf hellblau in Streifen.
Granitalpen von Steiermark und Krain, in der
—
Blüht im
Juli,
—
hoch. Blätter linealisch-lanzettlich, einnervig.
August.
— Auf hohen
Nähe der Schneegrenze-
1.
Gentiana
4.
lutea.
2.
Gentiana purpurea. 3. (Tentiana punctata.
5. Gentiana frigida.
fTpntiana asclepiadea.
57
Gentiana pumila Jacquin.
Niedriger Enzian.
—
Taf. 29, Fig.
1
—
Die einzelnen Stengel nur 1 — 4 cn\
lang, einblütig. Blätter linealisch, sehr spitz, am Grunde kaum schmäler
als in der Mitte; die unteren bilden eine dichte Rosette. Blumenkrone
Stämmcheu
holzig,
kurz verästelt.
12—20 mm breitem ausgebreiteten Saum, ungeljartet,
Saumlappen eiförmig, spitz, in deren Winkeln treten zweispitzige Zähnchen hervor.
Aui den höchsten Alpenmatten von Oesterreich, Steiermark und Krain bis zu 2000 m Meereshöhe, zerstreut.
Blüht im Juli, August.
bis 2
tief
cm
lang, mit
azurblau
;
—
—
—
Gentiana brachyphylla Villars. Kurzhlätteriger Enzian.
Taf. 29,
Eine Zwergform, gleich dem vorigen, nämlich nur 1—4 cm
hoch, welche sich durch rundlich eiförmige, dicht gedrängt stehende
Fig. 2.
—
>
am Grunde
zu Rosetten gruppierte Blätter auszeichnet,
Gentiana verna so nahe
steht,
jedoch der
dass sie auch vielfach als Abänderung
Die Blüten stehen einzeln an der Spitze
der letzteren betrachtet wird.
—
der kurzen Zweigchen; Blumenkrone mit walziger Röhre, 13 18 mm
Auf den höchsten Granitalpen über die
im Durchmesser, azurblau.
ganze Alpenkette von der Schweiz bis Steiermark und Kärnten verBlüht im Juli, August.
breitet.
—
—
Gentiana verna L.
S cm hoch
Stengel nur 2
—
Frühlings-Enzian.
—
Die grundständigen,
Taf.
29,
Fig. 3.
eine Rosette
—
bilden-
den Blätter sind eiförmig bis langrund, die oberen 1 —2 Paare entfernter
stehend und spitz. Blüten einzeln am Ende der kurzen, aufrechten
Stengel.
Kelch langw^alzig, spitz fünfzähnig, dessen Kanten schmal
geflügelt; Kronenröhre walzig, hoch über den Kelch hervortretendAuf Wiesen und Matten
Blütenkrone flach ausgebreitet, azurblau.
über die ganze Alpenkette und deren Voralpen bis zu 2800 m Höhe ver-
—
und häufig. Auch in Süd- und Mitteldeutschland, Böhmen und
Mähren da und dort. — Blüht im April und Mai, |auf höheren Alpen
im Juni, Juli.
breitet
Gentiana utriculosa L.
B'asiger Enzian.
—
Taf.
20.
Fig. 4.
—
12—15 cm
hoch, mehrblütig. Grundständige Blätter in Rosetten'
eiförmig, die stengelständigen länglich, ziemlich entfernt stehend. Der
grüne Kelch ist stark aufgeblasen, nach oben verengt, an den Kanten
Stengel
Kronröhre walzig, im Schlünde nackt. Blumenkrone
zulaufenden Zipfeln, zwischen diesen je zwei weiss
blaue Zipfelchen.
Ueber die ganze Alpenkette und deren Voralpen bis
breit
geflügelt.
schön blau mit
spitz
—
—
zu 1700
m
Höhe
—
58
und
verbreitet, auf feuchten
steinigen Triften häufig.
den Vogesen, in der Bodenseegegend und in der Rheinpfalz
Blüht von Mai bis August.
stellenweise.
Auch
in
—
Gentiana nivalis L.
2
— 15
cm
Schnee-Enzian.
—
Taf. 29, Fig. 5.
— Stengel
hoch, aufrecht, pyramidenförmig verästelt, ein- bis vielblütig,
ziemlich dicht mit länglichen, stumpfen Blättern besetzt. Der grüne
Kelch schmal walzenförmig, kantig, bis zur Mitte gespalten. Blumenbreit, dunkel azurblau, ungehärtet; zwischen den
krone 8 15
Ueber die ganze Alpenkette, den
Kronenzipfeln gestutzte Anhängsel.
Höhe emporsteigend.
Jura und die Pyrenäen verbreitet, bis zu 3000
Blüht von Juli bis September.
—
mm
—
m
—
Gentiana prostrata Haenke.
Fig. 6.
—
Niedergestreckter Enzian.
Stengel niederliegend-aufsteigend,
am Grunde
—
in
Taf. 29,
mehrere
2—5 cm
lange Aestchen auslaufend, welche an der Spitze je eine Blüte
tragen.
Blätter zahlreich,
am Grunde
verkehrt-eiförmig bis länglich,
nach oben hin weitläufiger gestellt,
Auf den höchsten
Blüten hell wasserblau, 8—12 mm breit, ungehärtet.
Alpen von Tirol bis Oesterreich und Krain ausserdem im hohen NorBlüht im Juli, August.
den.
gehäuft, sich gegenseitig deckend,
—
;
—
Gentiana
Stengel 10
ciliata L.
— 30 cm
lanzettlich.
Gefranster
Enzian.
m
— Ueber
Höhe verbreitet, jedoch auch
auf Kalkbergen, da und dort häufig.
Gentiana nana
Stengel
am Grunde
Fig.
Taf. 29,
ansehnlich, vierlappig, himmelblau,
Blüten
Zipfel mit langgefransten Seitenrändern.
bis zu 1900
—
7.
—
hoch, einfach oder wenig verästelt. Blätter linealisch-
Wulfen.
in Deutschland,
— Blüht
Zwerg-Enzian.
verästelt, selten
über 5
die einzelnen
die ganze Alpenkette
cm
von August
—
Taf.
29,
namentlich
bis Oktober.
Fig.
8.
—
hoch, zart, je einblütig.
verkehrt-eiförmig.
Grüne Kelchblätter eiförmig, zugeBlumenkrone röhrig, im Schlünde bärtig, die stumpflichen Zipfel
violett.
Auf den höchsten Alpen von Salzburg und Kärnten, in der
Nähe der Schneegrenze, zerstreut.
Blüht im Juli, August, September.
Blätter klein,
spitzt.
—
—
•J9.
i.
Gentiana pumila.
Gent, nivalis.
2.
Gent, brachyphylla.
6.
Gent, prostratg^.
^7.
3.
Gent, verna.
Gent,
ciliata.
4.
8.
Gent, utriculosa.
Gent. nana.
35. Familie.
59
Polemoniaceae, Spcrrkraidgeivächse.
Polemonium coeruleum X.
Taf. 30, Fig.
1.
—
—
Ansehnliche,
Blaues Sperrkraut, Bmwielsleifer.
30—125 cm hohe
Staude.
—
Die grund-
ständigen Blätter bilden einen dichten Büschel; ihr Haupistiel ist 12
bis 15 cm lang und mit 11
21 lanzettlichen, ganzrandigen Fiederblättern
—
Stengel aufrecht, kahl,
besetzt.
und einer
gefiederten Blättern
40—60 cm
bis 3
cm
kette
und der Voralpen auf feuchten
zu löOO
blauen,
breiten,
m
Höhe
—
auch in Nordeuropa, sowie in DeutschB. in Pommern, im Harz imd in der
Blüht von Mai bis Juli auch als Gartenpflanze
Boraginaceae, Borctschgcivächsc.
Myosotis alpestris
Niedrige,
z.
:
36. Familie.
lieblicher
—
Längs der Alpenund an Waldrändern bis
Triften
verbreitet;
Bodenseegegend.
bekannt und beliebt.
—
lockeren Traube aus 2
selten weissen Blüten.
land da und dort zerstreut,
Fig. 2.
hoch, mit wenigen, kleineren
gipfelständigen,
Schtuidt.
rasenbildende,
Schmuck hoher
Alpen-Vergisimeinnicld.
—
Taf. SO,
steifbehaarte Pflanze,
ein
überaus
Alpentritten, aber wohl nur als 'alpine
Form
des in den Gebirgswäldern Mitteleuropas wtitverbreiteten Waldvergissmeinnichts, Myos.
sylvatica
Hoffmann, anzusehen.
spateiförmig, Stengelblätter langlanzettlich.
Unterste Blätter
Blüten in kurzen Trauben.
Kronenröhre ganz in den weissgrauen Kelch eingeschlossen. Blumenkrone anfänglich rosenrot, später prächtig himmelblau, selten weiss.
Auf trockenen Wiesen und Triften über die ganze Alpenkette und deren
Voralpen [bis zu 2000
Höhe verbreitet und häufig; ausserdem im
Riesengebirge, in den Vogesen, auf der rauhen Alb und anderen höheren
m
Gebirgen.
—
—
Blüht im Juni,
Eritrichium
Taf. 30, Fig.
Juli.
nanum Schrader.
3.
—
Zierliches,
Pflänzchen mit mehreren,
eirund-lanzettlichen
1
—4
Himmelsherold, Zwerg-Vergissmeinnicht.
rasenbildendes,
cm hohen
seidenhaarig-zottiges
Stengeln, welche unten mit
besetzt sind und am Ende eine
Blumenkrone 5- 6 mm breit, himmelblau
Ueber die Urgebirgsalpen [in der Schweiz,
Blättern
dicht
wenigblütige Traube tragen.
mit gelbem Schlünde.
—
Steiermark und Kärnten bis zu 22(0
zerstreut.
Blüht im Juli, August.
Tirol,
—
m
Höhe
verbreitet,
aber
-
hoch.
Braujiwiirzgeivächse.
—
Alpen- Leberbalsam.
Erinus alpinus L.
cm
—
Sorophulariaceae^
37. Familie,
15
60
Taf. 30, Fig. 4.
Aus dem kurzen Wurzelstock erheben
Blütenstengel, deren untere Blätter gedrängt,
förmig, nach vorn gekerbt-sägezähnig sind
entfernt stehend,
allmählich in
den
Stiel
;
— 5 bis
sich ein oder zwei
gehäuft,
rosettig
obere Stengelblätter
verschmälert;
spatei-
mehr
die violetten,
tellerförmig ausgebreiteten, tief fünflappigen Blüten bilden eine Schirm-
—
Auf den Alpen der
traube, welche sich beim Ausblühen verlängert.
auf trockenen
Schweiz und in Tirol in Höhe von 1300 2400 m
Gebirgs wiesen und an grasigen, steinigen Orten, zerstreut; auch im
Blüht vom Mai bis August.
Jura, in den Vogesen und Pyrenäen.
—
;
—
—
—
Taf. 30, Fig. 5.
Kahles,
Linaria alpina L. Alpen-Leinkraut.
graugrünes Pflänzchen, aus dessen Wurzelstock dicht am Boden mehrere
liegende oder kriechende, am Ende etwas aufsteigende, 8—15 cm lange
Die Blätter, welche zu drei oder vier beisamAeste entspringen.
men
stehen, sind klein, linealisch-länglich.
die Blüten in kurzer lockerer Traube.
rot-violett:
deren
tief gespaltene,
Am
Ende der Aeste stehen
Die langgespornten Blüten sind
zwcilappige Oberlippe steht aufrecht,
ist an dem sogenannten Gaumen
Ueber die ganze Alpenkette bis zu 2000 m
Höhe auf Sand und Steingeröll häufig, steigt mit den Flüssen auch in
Blüht von
die Thäler und in die Vorelienen Süddeutschlands hinab.
die breite,
prächtig
dreilappige
orangegellj.
Unterlippe
—
—
Juni bis September.
,
30.
i.
Polemonium coeruleum.
4.
2.
Myosotis
Erinus alpirms.
5.
alpestris.
3.
Eritrichium nanum.
Linaria alpina.
Ol
—
—
Veronica fruticulosa L. Strauchiger Ehrenpreis.
Taf. 31, Fig. 1.
einem oder mehreren aufsteigenden, <j— 15 cm
hohen, unten holzigen Stengeln. Elätter kreuzständig, glän/.endgrün,
länglich •^ungenförmig, schwach gekerl)t-, die unteren kleiner.
Die
rosenroten oder weisslichen, mit dunkleren Adern durchzogenen
Blüten bilden eine lockere, endständige Traube, deren Kelchblätter mit
Zierlicher Halbstrauch mit
drüsigen Haaren dicht besetzt sind.
zu 2400
gestein.
m
—
Höhe und über
Blüht im
Juli,
Veronica saxatilis
— lieber
August,
Felsen-Ehrenpreis.
Scopoli.
— Dem vorigen in Wuchs und Grösse
6 — 10 cm hoch, Blätter klein, verkehrt
Ende schwach
gross,
—
Taf. 31, Fig. 2.
ähnlich, Stengel aufsteigend,
eirund, ganzrandig oder am
Blüten zu zwei bis sechs in kurzer Traube,
gekerbt.
dunkelblau,
die ganze Alpenkette bis
die Voralpen zerstreut, namentlich auf Ur-
mit purpurrotem Ring
die Alpenkette, namentlich auf Kalkgestein, in
am
Schlünde.
—
Ueber
Höhe von 1500—2400
m
und häufig; auch auf einigen Höhen des badischen Schwarzwaldes (Feldberg, Beleben).
Blüht von Juni bis August.
verbreitet
—
—
—
Taf. 31, Fig. 3.
Der
Veronica alpina L. Alpen- Ehrenpreis.
dünne, kriechende Wurzelstock entsendet mehrere, häufig auch nur
einen, dicht mit Blattpaaren besetzten rauhhaarigen Stengel von 5 bis
10
cm Höhe.
Blätter langrund bis eirundlich, meist ganzrandig. Blüten
zu vier bis fünf in anfänglich kopfförmiger, später
mehr
gestreckter,
—
I'eber
Blumenkrone klein, dunkelblau.
die ganze Alpenkette verbreitet und häufig; ausserdem im Riesengebirge
und im hohen Norden.
Blüht im Juli, August.
rauhhaariger Traube.
—
Taf. 31, Fig. 4. —
Paederota Bonarota L. Blaues Miinderle.
Ganze Pflanze borstig-kurzhaarig. Stengel 8—20 cm hoch, aufrecht oder
—
aufsteigend.
Blätter gegenständig, eiförmig, spitz, grob gekerbt-gesägt.
Kelch und Deckblätter purpurBlütenkrone blau, trichterförmig, zweilippig mit ungeteilter Oberlippe und dreilappiger Unterlippe die zwei Staubbeutel und der noch
Blüten in kurzer endständiger Traube.
rot;
;
längere Griffel überragen den Kronensaum.
—
Im südUchen
Tirol,
Untersteiermark und Kärnten zwischen Felsenspalteu bis zu 1500
Höhe zerstreut. Blüht von Juni bis August.
—
Wulfenia Carinthiaca Jacquin.
Taf. 31, Fig.
5.
—
Stengel
Kämtnerische
15— 45 cm
IFulfenie,
in
m
Kuhtritt.
hoch, mit zerstreut stehenden
—
—
Q2
Schuppen bekleidet. Grundständige Blätter 10—15 cm lang,
am Rande stumpf gesägt und gekerbt. Die blauen oder
dunkelvioletten, hängenden Blüten zeigen einen weisslichen Schlund
In Oberund bilden eine dichte, 5 6 cm lange endständige Traube.
kärnten (Gailthal) in Höhe von 1500 m an einzelnen Fundorten häufig.
Blüht im Juli, August.
blattartigen
etwas
fleischig,
—
—
—
Tozzia alpina L. Alpenrachen, Dorant.
aufrecht,
vierkantig,
ästig,
30
oder vierzähnig, gegenständig.
— 60
cm
— Taf. 81, Fig. — Stengel
hoch.
6.
Blätter
eiförmig,
Aus ihren Achseln entspringen
drei-
die ein-
zelnen gegenständigen Blütenstiele, die an der Spitze kurze, beblätterte
Blumenkrone
Blütentrauben tragen.
röhrig,
zweilippig mit fünf fast
gleichen Lappen, gelb, die Unterlippe blutrot punktiert.
— Auf feuchten
schattigen Plätzen, fetten Wiesen und an nassen Felsen ülier die ganze
Alpenkette
ausserdem
Teschen.
—
in
in
Höhe von 1300 — 2300 m verbreitet, aber zerstreut;
auf dem Malinow und an der Barania bei
Schlesien
Blüht im
Pedicularis
Juli,
August.
rostrata L.
Geschnäbeltes
Läusekraut.
—
Taf.
31,
—
Ein bis drei Blütenstengel niederliegend oder aufsteigend,
7
15 cm lang. Grundständige Blätter langgestielt, tief fiederspaltig mit
doppelt gezähnten Fiederchen und abstehenden Zipfeln. Blütentraube
Fig.
7.
—
Blumenkrone rosenrot; OberUppe senkrecht aufsteigend, dann
Biegung schnabelartig zugespitzt; der Schnabel
gewöhnlich tiefrot.
Ueber die Alpenkette von der Schweiz bis
Oesterreich verbreitet, auf steinigen Alpenwiesen in Höhe von 1200 bis
2200 m meist häufig, vorzugsweise auf Kalkgestein.
Blüht von Juli
kurz.
plötzlich in horizontaler
—
—
bis September.
1.
Veronica fruticulosa.
5.
2.
Veron. saxatiJis.
Wuifenia Carinthiaca.
(i.
ii.
V'eron. alpina.
Tozzia sdpina.
7.
4.
Paederota Bonarota.
Pedicularis rostrata.
—
Pedicularis verticillata L.
— Stengel
Fig. 1.
8—15
G3
-
Wirtelblätter iges Läusekraut.
— Taf.
3:i,
ein hoch, uuverästelt, mit rauhen, gegliederten
Zottelhaaren besetzt; die
Stengelblätter stehen zu
Grundständige Blätter langgestielt,
4
imWirtel.
Fiederchen zahnartig,
gefiedert, die
Der Blütenquirl bildet an der Spitze des Stengels einen
langen und fast ebenso breiten, blass purpurroten BlütenDie einzelnen Blumenkronen endigen in eine stumpfe, an der
stumpf.
ca.
3
cm
kopf.
und eine dreilappige, zurückgeschlagene
Ueber die ganze Alpenkette und viele Voralpen verbreitet; an feuchten, grasigen Stellen von 1200 bis zu 2100 m Höhe
meist häufig, besonders auf Kalkgestein; auch im hohen Norden von
Europa.
Blüht von Juni bis August.
Spitze tiefer gefärbte Oberlippe
Unterlii^pe.
—
—
—
Pedicularis incarnata Jacguln. Fleischfarbiges Läusekraut.
Taf. 32,
Stengel aufrecht, 15 45 cm hoch, weit über die grundstän-
Fig. 2.
—
—
digen Blätter emporragend
;
mit schniallanzett-
letztere tief fiederspaltig
lichen, doppelt sägezähnigen Zipfeln.
Die Blütenähre, anfänglich dicht,
bildet später eine lange, lockere Traube,
so dass die
einzelnen Blüten
Blumenkrone gross,
fleischrot, mit stark sichelförmig zurückgebogener, lang zugespitzter Oberlippe.
Auf steinigen Wiesen und feuchten Matten
über die ganze Alpenkette in Höhe von 1200—2003 m verbreitet, stellenweise häufig.
Blüht im Juli, August.
mehrere Centimeter voneinander entfernt stehen.
—
—
Pedicularis recutita L.
Gestutztes Läusekraut.
— Taf. 32, Fig. —
3.
30—40 cm
hoch, mit wechselständigen Blättern besetzt. Blätter
tief fiederspaltig mit lanzettlichen, fiederspaltig-gezähnten Fiedern, die
oberen am Grunde breit zusammen fliessend. Blüten in
Stengel
walzenförmiger Aehre.
Blumenkrone
braunrot; Oberlippe
ungeschnabelt, stumpf, länger als die dreilappige Unterlippe.
die ganze Alpenkette
in
Höhe von 1200—2200
feuchten Alpenmatten häufig.
—
m
verbreitet
gerade,
—
üeber
und auf
Blüht von Mai bis August.
—
—
Taf. 32, Fig. 4.
Pedicularis tuberosa L. Knolliges Läusekraut.
Der rötliche Stengel einfach, aufrecht,
fast knollig.
Wurzelstock dick,
wechselständigen Blättern besetzt.
Grundständige Blätter schlank und zierlich, langgestielt, tief fiederspaltig
mit gezähnten Fiederchen. Die kopfige, ca. 3 cm lange Blütenähre
besteht aus grossen, gelben Blüten, deren Helm verlängert geschnäbelt und kaum länger ist, als die dreilappige herabgezogene Unter-
10—15 cm hoch, mit mehreren
—
—
lippe.
In Meereshöhe von 1300
verbreitet
—
64
— S200 m
und auf feuchten Matten meist
über die ganze Alpenkette
häutig.
—
Blüht im JuH,
August.
Pedicularis versicolor WahJenberg.
Buntes Lausekraut.
— Taf. S2,
Fig. 5.
— Stengel
hoch.
Blätter gefiedert, Fiedern der oberen Blätter klein, oval, doppelt
am Grunde
knollenartig verdickt, aufrecht, 2
—8
cm
Die ansehnlichen gelben Blüten bilden eine ovale Aehre.
gekerbt.
Die zottig behaarten Kelche sind röhrig-glockig, blassrot, mit etwas
zurückgebogenen Zähnen. Die helmartige Oberlippe ist gerade, nur an
ohne Schnabelfortsatz, länger
der Spitze gebogen,
als
die dreilappige
jederseits ein schwarzroter oder scharlachroter Fleck, woran dieses Läusekraut besonders kenntlich ist. — Im hohen Norden Europas und auf den Alpen
von Bayern, Salzburg, Tirol und Steiermark verbreitet; ferner in der
Unterlippe; an der Spitze der Oberlippe
nördlichen Alpenkette
dagegen in den schweizerischen
der Schweiz,
Centralalpen fehlend.
Bartsia alpina
30
cm
sitzend
I..
Alpenhelm.
—
Taf. 32, Fig.
6.
—
Stengel 15 bis
hoch, reichlich mit Drüsenhaaren besetzt. Blätter gegenständig,
,
eirundlich
,
gekerbt
;
die
oberen kleiner und
öfters
violett
angehaucht.
Blüten einzehi, blattwinkelständig, in kurzer beblätterter
Aehre. Kelch
tief vierlappig,
Blumen
dunkelviolett.
— Ueber
die ganze
Alpenkette verbreitet und auf feuchten Wiesen und Triften in
von 1300—1700
m
Höhe
ausserdem in den Polarländern und in den
mittleren CTebirgen von Mittel- und Nordeuropa, im Schwarzwald, in
den Vogesen, im Eiesengebirge in Bayern mit den Flüssen bis auf
die Hochebene herabsteigend.
Blüht von Juni bis August.
häufig;
;
—
1
Pedicularis verticillata
4.
Pedic. tuberosa.
5.
2.
Peilic. incarnata.
Pedic. veisicolor.
6.
3.
Pedic. recutita
Bartsia alpina.
Oo
Familie.
38,
Lippciiblüth-r.
Horminum pyrenaicum L. Pijrenäiüches Drachen maul. —
— Steiiuel 20— cm hoch; die .i;rinKlstaii(liy;cn, eine
Fijr.
1.
bildenden Blätter sind
mm
lang.
—
kiiiv,
An
eirund,
>4-estielt,
(iuirlständi.i,^en
uekerht,
am
Blüten bilden
Blumenkrone
Traube.
lockere
reichblütige
eine
Tat".
über die Alpenkette in Höhe von 1200
— 2000 m
blasiji;
lOnde des Stengels
violett
grasiyen, trockenen A]jhiins:5en
mit
spit/^,
3.'{,
Kosetto
:}()
unebener Fläche. Die
15
Labiatae,
oder rötlich,
und an Bachufern
zerstreut; stellenweise,
- Blüht im
besonders auf Kalk, ü;rössere Flachen ül)erziehend.
Juli,
Auiiust.
Calamintha alpina Luinarrk.
Taf. 83, Fig. 2.
—
Aus dem
liegende, aufstrebende, 10
eiförmig, zugespitzt,
hin
•Spitze
gesägt.
am
Alpen-Benjniime, Alpenquciuhl.
— 20 cm
lange Stengel empor.
(-Irunde in
den
lilätter gestielt,
Stiel verschmälert,
Blütenwirtel bblütig,
von
und Voralpen,
in Hölic
von lOO
)
gegen die
Blumenkrone rosenrot oder
blassviolett, gross, zwei- bis dreimal so lang als der Kelch.
kette
—
vielköpfigen Wurzelstock steigen mehrere,
— IHOO m,
meist
— Alpen— Blüht
häufiii-.
^lai bis August.
39.
Leutibulariaceae,
Familie.
Pinguicula vulgaris L. Gemeines
jrasscr/ie/ßngeiväc/ist'.
Fettkruitt.
Blätter ausgebreitet, breit eirund, etwas fleischig
ähnlichen Punkten bedeckt, fettglänzend.
—
Taf. 33, Fig.
und mit kleinen
Blütenstiele
3.
—
krystall-
6—10 cm 'hoch,
—
Eine
mit einer einzelnen, ansehnlichen, v iol et tb lauen Blüte.
Pflanze des hohen Nordens und der Torfmoore Mitteleuropas; auch in
den Alpen ist sie weitverbreitet und sowohl auf Sumpfwiesen, als auch
kahl,
an nassen Felshängen stellenweise häufig.
Pinguicula alpina L.
—
Alpen-Fettkraut.
Blüht im Mai. Juni,
—
Taf. 33, Fig. 4.
Juli.
— Dem
vorigen sehr ähnlich, unt(>rscheidet sich aber durch weisse, mit 1—2
zitrongelben Flecken geschmückte Blüte. Der Sporn der Blumenkrone ist
Alpine Verbreitung und Blütezeit wie bei
kurz und stumpf.
Primulaceae, Sc/i/i"tsseIhIunic?ioriväc/ise.
40. Familie.
—
Androsace imbricata Lamarck.
Taf.
33,
Fig.
4—6 cm hohem
dem vorigen.
5.
—
Kleines,
Dachzlegelblälteriger Mann.^schüd.
polsterbiMendes PHänzchen mit nur
Steneel und lanzettlichen, stumpfen, filzig-graiuMi, clicht
—
dachziegelartig übereinander
südlichen Tirols, in
3000 m, zerstreut.
in
—
Blüten endatändig,
gelagerten Blättchen.
—
Auf ürgebirgsfelsen der Schweiz und des
der Nähe der Schneegrenze, in Höhe von 2000 bis
Blüht im Juni, Juli.
weiss mit rotem Schlünde.
Fig.
66
—
Taf 33,
Androsace Helvetica Gaudin. Schweizer isclier Mannsschild.
Er bildet dichte und feste, halbkugelige, moosähnliche Polster,
G.
.
—
welchen die zahlreichen weissen, in der Mitte gelblichen Blüten
ein-
gebettet sind. Die zahlreichen, fleischigen, etwas seideglänzenden Blättchen
haben eine stumpfe Spitze und gruppieren sich, dicht aneinandergeschmiegt, keulenförmig an den kurzen, dichtgedrängten Zweigchen.
Ueber die ganze Alpenkette von der Schweiz bis Oesterreich in
Höhe von 2000—3000 m namentlich auf Kalkgestein, verbreitet.
Blüht im Juli. August.
Taf. 33,
Androsace glacialis Hoppe. Gletscher-Mannsschild.
—
—
;
—
—
Fig. 7.
Dem
vorigen ähnlich, aber meist lockere Polster
die Blütenstiele so lang, als die rosaroten Blüten
;
bildend;
Blätter lanzettlich, von
kurzen sternförmigen Härchen sammetig, gegen die Zweigspitze hin
Auf Gräten und Gipfeln der höheren Granitalpen
gehäuft.
von Kärnten durch Salzbui-g, Tirol und Steiermark bis durch die Schweiz
(fehlt nach Schröter den Kantonen Waadt, Freiburg und Appenzell).
—
rosettig
—
Blüht im
Juli,
August.
Androsace carnea
— 4 — 10
L. Fleischroter Mannsschild.
cm hoch, am Grunde
—
Taf. 33, Fig.
holzig; auf der Spitze jedes
8.
Köpfchens
sich eine flache Rosette von Wurzelblättern, welche zusammen
einen dichten Rasen bilden. Die 2 5 cm hohen Schäfte tragen kleine
In Höhe
Dolden aus 3 5 floischroten Blüten mit gelbem Schlünde.
bildet
—
—
—
bis zu 2300
m
auf den Granitalpen und in der subalpinen Region Süd-
—
Blüht im Juli, August.
und der Schweiz; zerstreut.
Taf. 33, Fig 9
Androsace villosa L. Zottiger Mannsschild.
Der holzige Teil des Stengels liegt auf der Erde und verästelt sich. An
tirols
—
—
der Spitze dieser holzigen Aeste steht eine dichte,
kugelige Rosette
länglich lanzettlicher, mit weissen Zottelhaaren bekleideter Blätter.
5
— 10
cm hohe
Schaft trägt eine Dolde von 2
—6
Der
weissen oder blassroten Blüten mit gelblichem oder rotem Schlünde.
In Steiei'mark und
Krain bis zu 2000 m Höhe; zerstreut.
Blüht im Juli, August.
—
—
—
—
Aretia Vitaliana L. Aretie, Goldpriniel.
Taf. 33, Fig. 10.
Stengel kriechend, 4 15 cm lang, mit reichblätterigen Rosetten. Blätt-
—
chen lineal-lanzettlich, Blütenkrone gelb, tellerförmig ausgebreitet,
mit langer Röhre.
Auf Felsen der höchsten Granitalpen im Wallis
und Tirol, auch in den Pyrenäen.
Blüht im Juli, August.
—
—
1.
4.
3. Pinguicula vulgaris.
2. Calamintha alpina.
Androsac.e iiobricata. <). Andros. helv<^tica. 7. Andros. glacialis.
Andros. carnea. 9. Andros. villosa. 10 Aretia Vitahana.
Hormirmm pyrenaVcum.
Pinguic. alpina.
8.
5.
—
Primula farinosa L.
5
— 20
CHI hoch.
67
Mehlpi-huc/.
—
Griiudständigo Blätter
Tat'.
Fig.
34,
—
1.
Stengel
stumpf gekerbt, uuterseits ebenso wie Stengel, Klütenstiele und Kelche weis.s
mehlig. Blüten zu 5—6 in dichter Dolde. Blumenrohre anderthalb
mal so lang als der Kelch, Blumenkrone hell lila, mit gelbem Schlund.
l'eber die ganze Alpenkette in Höhe bis zu 2.500 m verbreitet und
häufig; ausserdem im hohen Norden, sowie auf moorigen Wiesen
Mitteleuropas da und dort, zerstreut.
Blüht von Mai bis Juli.
liinglich-eiförinig,
—
—
Primula Auricula L. Gelbe Axrikel.
2
.
— 15
—
Tat".
34,
Fig. 2.
—
Blätter
ganzrandig oder etwas gezähnt. Der
hohe Stengel trägt eine kopfige Dolde von 5 und mehr zitron-
etwas
fiach,
cm
fleischig, bläulichgrün,
gelben, woblriechenden Blüten, deren Kelche
weiss bepudert sind.
—
Auf Felsen und Geröll der ganzen Alpenkette in Höhe von 1000 bis
2000 m, mit den Flüssen in die Ebene herabsteigend, auch im badiBlüht im April und 3Iai.
schen Schwarzwald (Feldberg) stellenweise.
—
— Diese
Art
gilt als die
Spielarten kultivierten
Stammform der
in
zahllosen farbeni)rächtigon
G ar ten- Au rikel.
Primula longiflora L. Langblnoiige Primel.
— 15 cm
—
Taf. 34, Fig.
3.
—
schwach gekerbt,
oberseits grasgrün, ein wenig runzelig, unterseits mehlig bepudert. Der
runde Schaft trägt eine Dolde von gewöhnlich 8-5 fleischroten Blüten,
deren B 1 u m e n r ö h r e dreimal so lang ist als ihr Kelch.
Auf feuchten Triften der höchsten Urgebirgsalpen (bis zu 2000 in
Blüht im
Höhe) in Tirol, Salzburg, Kärnten, sowie im Oberwallis.
7
hoch.
Blätter verkehrt-eiförmig, länglich,
—
—
Juni, Juli.
Zottige Aurihel.
Primula villosa Jucquin.
Stengel
2—8 cm
hoch.
—
Taf. 34, Fig. 4.
—
Blätter länglich- oder rundlich-eiförmig, dünn,
beiderseits klebrig flaumhaarig, von
der Mitte an bis
zur
Der mit kurzen klebrigen Haaren besetzte Schaft
trägt eine Dolde von 5—6, öfters auch nur 1—2 violettroten oder kirschroten Blüten mit gelblichem oder weissem Schlund. - Auf den höheren
Spitze grobgezähnt.
Granitalpen der Südschweiz, Steiermarks, Tirols, Kärntens, Krains
streut.
—
Blüht im Mai. Juni,
;
zer-
Juli.
Primula glutinosa Wulfen.
Klebrige
Au rikel.
— Taf. 34, Fig.
5.
—
zur Spitze gesägt,
Blätter länglich-keilförmig, von der Mitte bis
Der Schaft trägt 3 bis 5
fleischig, klebrig, kahl.
veilchenblaue,
nelkenähnlich duftende Blüten mit
Stengel
5—10 cm
hoch.
verkehrt-herz-
förmigen Kronenlappeii
der Urgebirgsalpen, in
;
—
68
Kronenröhre
lichtgelb.
Höhe von 2000—2800
Steiermark und Kärnten.
—
Blüht im
ni
;
—
An
feuchten Orten
Schweiz, Salzburg, Tirol,
August.
Juli,
Kleinster Himmelschlüssel.
Primula minima L. Zwergprimel.
Dieses zierliche, nur wenige Centimeter hohe Pflänzchen ti'ägt auf
kurzem Schaft 1 — 2 ansehnliche, rosenrote Blüten mit tellert'örmig
ausgebreiteter Krone, deren 5 Lappen tief eingeschnitten sind. Die
Blätter bilden eine Rosette:
sie
sind
(j
— 10 mm
lang, lederig.
kleberig, keilförmig, ganzrandig. kahl, vorn abgestutzt
zähnt.
—
Ueber
Oesterreich in
die Alpenkette
Höhe von
1700
—
nicht
scharf ge-
von der Schweiz bis Steiermark und
— 2200 m
verbreitet,
auch auf Grasplätzen
Blüht im Juni, Juli.
feuchten Kalkfelsen;
Riesengebirges.
und
namentlich
auf
und an Felswänden des
—
Taf. 34. Fig. 6.
Cortusa MatthioH L. Alpen-Cortitse, Ueilglöckchen.
30 cm hohe Pflanze, Grundständige Blätter langDer aufrechte Blütengestielt, rundlich -herzförmig, gelappt, gesägt.
stengel, welcher die Blätter weit überragt, trägt eine lockere Dolde von
An nassen Stellen, Rachufern
nickenden, purpurvioletten Blüten.
und in schattigen Alpenschluchten der ganzen Alpenkette in Meereshöhe von 900 — 1700 m, zerstreut. Auf dem Flussgeschiebe des Lech
Blüht im Juni, Juli, August.
bis Augsburg.
—
Rauhhaarige, 15
—
—
—
1.
Primula farinosa.
2.
5,
Primula Auriciüa.
Primida glutinosa.
B.
Pi-imula longiäora.
6.
Coi-tusa Matthioli.
4.
Primula
villosa.
—
Soldanella alpina L.
—
Tat'.
35, ¥\'g. 1.
—
—
()9
Gemeine Alpendrottelbluine,
Hlütenstengel zur Blütezeit
Älpenglöckche7i.
nur 5
— 10
cm
hoch.
Grundständige Blätter langgestielt, rundlich-nierenförmig, ganzrandig,
2 — ;) cm breit. Der schlanke Blütenschaft trägt an seinem Ende 1 bis
3 violette, glockenförmige Blüten, welche weit trichterförmig geöffnet
und bis zur Hälfte herab zierlich gefranst sind. Der Grittel ist so
lang, oder länger als die
Blumenkrone.
—
Ueber die ganze AIpenk(!tte,
zur Höhe von 2500 m verbreitet und häufig, besonders auf Kalkgestein; ausserdem auch auf dem
Feldberg (Bad. Schwarzwald) und in den mährischen Karpaten.
Blüht in den Voralpen schon im Mai, an höheren Standorten im Juni
und Juli, häufig an der Grenze des schmelzenden Schnees.
auf Triften
und zwischen
Steingeröll
bis
—
Soldanella pusilla Baumgarten. Kleines Älpenglöckchen. Dem vorigen ähnlich, aber unterschieden durch kleinere Blätter, weniger geöffnete Blumenkrone und die nur bis auf '3 eingeschnittenen Fransen
der Griffel
aber
kürzer, als die Blumenkrone.
ist
mehr auf
—
die Urgesteinsalpen beschränkt.
Verbreitung: dieselbe,
Blüht im Juni,
Juli.
—
Cyclamen europaeum L. Gemeine Erdscheibe,
Aus dem knolligen ^Yurzelstock erheben sich mehrere
Blätter- und Blütenstengel.
Blätter langgestielt, herzförmig, gezähnt
Alpenveilchen.
Taf. 35, Fig. 2.
—
Blüte nickend, purpur-
Oberseite weisslich gefleckt, Unterseite rötlich.
rot,
seltener
weiss,
wohlriechend.
Zipfel
der Blumenkrone zurück-
—
geschlagen.
Ueber die ganze Alpenkette und die Voralpen verbreitet,
an schattigen, feuchten Orten und in waldigen Gebirgsthälern zerstreut,
stellenweise häufig, so z. B. in Salzburg, Oberbayern und Südtirpl.
—
Blüht von August bis Oktober.
Globulariaceae, Kiigelbhunengeivächsc.
41. Familie.
Globularia cordifolia L.
Fig. 3.
— Rasenbildendes,
Kugelblume.
Herzblätterige
3— 6 cm
—
Taf. 35,
hohes Alpenpflänzchen mit holzigem,
niederliegendem Wurzelstock. Grundständige Blätter verkehrt-eiförmig,
Blütenzweige
an der Spitze stumpf, ausgerandot oder dreizähnig.
aus hellKöpfchen
halbkugeligen
aufrecht mit einem gipfelständigen,
Auf steinigen, kalkreichen Alpentriften bis zu 2300 m
blauen Blüten.
Höhe,
häufig.
—
— Blüht
42. Familie.
im
Juni, Juli, August.
Plumbaginaceae, Blcnvurzgeiväckse.
— Taf. 35,
Armeria alpina Willdenow. Älpen-Grasnelk-e.
Ganze Pflanze kahl. Die grundständigen Blätter sind
dreinervig,
spitz.
Stengel
G— 20 cm
hoch;
Fiix. 4.
—
lineal, undeutlich
Blüten rosenrot in end-
—
—
70
ständigem, kugelii;em Köpfchen, untermischt mit troikenhäutigen DeckAuf Alpentriften in Höhe von 1500 2300 m; Salzburg,
blättchen.
—
Tirol,
Steiermark, Kärnten
und Oesterreich.
—
—
Blüht im Juni.
Juli,
August.
43. Familie.
Alpenwegerich,
Alpenpflänzchen.
auffälliges
flaumhaarig, Snervig.
kurz,
wiesen in der Schweiz, in
Blüht im
Blätter
Blütenschäfte 4
Blütenähre
die Blätter.
Wegerich o^ci^^icJise.
Plantaginaceae,
Plantago alpina L.
— 10
länglich,
Tirol,
Nadelgras.
Kleines,
linealisch-lanzettlich
1
cm
—3
hoch,
cm
wenig-
kahl oder
.
etwas länger als
lang.
—
Oberbayern bis zu 2000
Auf AlpenHöhe.
—
m
Juni, Juli.
44. Familie. Polygonaoeae, Knöferic/igewäc/ise.
Polygonum viviparum L. Knospentreibender Knöterich. — Taf, 35,
Wurzelstock knollig mit einfachem aufFig. 5. — 15 — 30 cm hoch.
rechtem Stengel. Blätter lederig, dick, am Rande umgerollt; die grundständigen an langen Stielen linealisch, die wenigen stengelständigen fast
—6
sitzend.
Die endständige, schlanke, 3
cm
lange Aehre besteht aus
kleinen,
weissen oder bhissrötlichen Blüten;
die untersten derselben
umgewandelt, durch welche sich
die Pflanze vermehrt.
Ueber die Alpenkette verbreitet, auf trokenen
Wiesen und Triften bis über 2000 m Höhe häufig; mit den Flussläufen
in die Ebene herabsteigend, auch auf der schwäbischen Alb, sowie in
den Polarländern.
Blüht von Juni bis August.
sind
in kleine
spitze Brutknöllchen
—
—
Thymelaeaceae, Seidelbastgeivächse.
45. Familie.
Daphne
Taf.
35, Fig.
striata Trattinicl:.
6.
—
Steinröschen.
Gestreifter Seidelbast,
Kleiner, holziger
Strauch von
Blätter lineal-keiförmig mit kurzer Stachelspitze.
5
— 15
—
cm Höhe.
Blüten blass pur-
purrot,
kahl, mit langer Röhre und 4zipfeliger Krone, in Büscheln an
den Zweigspitzen, wohlriechend.
Ueber die Alpenkette in Höhe von
1700—2500 m verltreitet, aber zerstreut; häufig z. B. in Tii-ol und im
Engadin, dagegen fehlend in den Kantonen Wallis, Waadt und Bern.
Blüht von Juni bis August.
—
—
Daphne Cneorum
—
L.
Rosmarin-Seidelbast, Heideröschen.
Niederliegender Strauch von 8
— Taf. 35.
— 30 cm
Höhe. Blätter linealisch-keilförmig, kahl, zerstreut stehend. Blüten in endständigen doldigen
Fig. 7.
Büscheln, kurzgestielt, flaumig behaart, rosenrot, wohlriechend.
— Auf
und Voralpen Schweiz bis Niederösterreich
bis zu 1600 m Höhe. Ausserdem zerstreut auf den INIittelgebirgen von
Süddeutschland, Schlesien und Mähren.
Blüht von Mai bis Juli.
steinigen Stellen der Alpen
;
;
—
1
.
4. Armeria
3. Globularia cordifolia.
2. Cyclamen europaeum.
Polygonum vivipanxm. 6. Daphue striata. 7. Daphne Cneornm.
öoldanella alpina.
alpina.
5.
—
46. Familie.
71
—
Santalaceae,
Thesium alpinum
L.
Saiidclgrcvächsc.
—
Alpen- Lelnblatt.
scheinbares kahles Pflänzchen von
10—20
Fig.
3(i,
Tat".
Höhe.
ein
1.
—
l'n-
Stengel mit ein-
seitswendigen, aufrecht abstehenden Aestchen und zerstreut stehenden,
linealischen, einnervigen Blättchen.
P.lüten klein, Krone in 4 Zi^ifel
—
lieber die Alpenkette in Höhe von 1500—2200 ni verbreitet
und häufig auch in den Mittelgebirgen von Deutschland da und dort.
Blüht im Juni, Juli.
geteilt.
;
—
Empetraceae,
47. Familie.
Empetrum nlgrum
Fig. 2.
—
Krähen beergeivächse.
L. Schwarze Krähenheere, Rauschbeere.
Niederliegender Strauch mit
30— nO cm
— Tdf.SH^
langen
Aestchen,
welche dicht verzweigte Büschchen von 20—30 cm Durchmesser bilden.
Blättchen immergrün, dichtgestellt, länglich bis lineal, am Rande zurückgerollt.
Blüte hen
sehr klein,
Die kugeligen schwarzen
blassrot.
— Auf feuchten, felsigen
1500 — 2200 m Höhe verbreitet
Früchte erbsengross.
Alpenkette, von
im hohen Norden und auf den INIittelgebirgen
lands zerstreut.
Blüht im April und Mai.
Stellen über die
ganze
und häufig; ausserdem
Nord- und Süddeutsch-
—
48, Familie.
Salicaceae,
Weidcrigewächsc.
Salix reticulata L. Netzhlätterige Gletscher- Weide.
—
Niederliegender, stark verzweigter,
kaum mehr
— Taf. 36,
als
Fig. 3.
cm hoher
15
Strauch mit ganzrandigen, rundlich-eiförmigen Blättern, die oberseils
kahl, glänzend grün,
stark netzaderig,
Blütenkätzchen langgestielt, seidenglänzend.
unterseits weisstilzig sind.
—
L'eber
die
Alpenkette
von der Schweiz bis Oesterreieh verbreitet, besonders auf Kalkgestein
in Höhe von 1600—2000 m.
Blüht im Juli, August.
Taf. 3H, Fig. 4.
Salix herbacea L. Krautartige Gletscher- H eide.
Kleiner, rasenbildender Strauch mit unterirdisch kriechendem Stämmchen
und kriechenden, nur 4 5 cm emporsteigenden Zweigen. Blätter rundlich,
—
—
—
—
grün, kahl, fein gekerbt und netzaderig, beiderseits glänzend; Blütenkätz-
— Auf felsigen Stellen der höchsten Alpen, in der
Nähe der Schneegrenze; auch auf dem Kiesengebirge. — Blüht im Mai, Juni.
chen klein, eirundlich.
49. Familie.
50.
Familie.
Betiüaceae,
Birkeiigcwäc/ise.
Ooniferae, N'adclhölzer.
Wir erwähnen hier nur: Pinus Cembra L. Zirbelkiefer oder Arve,.
ein 15—20 m hoher Baum, mit steifen, fast dreikantigen Nadeln und
eiförmigen, 4—6 cm langen Zapfen. In hohen AliKMithälern der Schweiz,
Pinus Pumilio llaenkc. Legföhre, Knieholz.,
Tirols und Salzburgs.
—
-
—
72
—
Latsche.
Niederliegend oder strauchartig, bis mannshoch. Nadeln zu
zweien Zapfen glänzend, kürzer als die Nadeln.
Ueber die ganze
Alpenkette verbreitet, in Höhe bis zu 2000 m.
—
;
51. Familie.
Orohidaceae, Knabenkräuter.
—
Taf. 36, Fig. 5.
Orchis ustulata Ij. Angebranntes Knabenkraut.
15 20 cm hoch. Blätter wenige, lanzettlich. Blüten klein, eine
dichte Aehre bildend, im Knospenzustande schwärzlich braun, wodurch
—
—
die Spitze der Aehre wie angebrannt aussieht.
Kelchblätter
tief
pur-
helmförmig übergeneigt. Lippe 41appig, weiss, mit wenigen
dunkelroten Flecken.
Auf trockenen, hügeligen Wiesen von Mittelund Südeuropa. In den Alpen, namentlich auf Kalk, bis zu 1900 m
Höhe verbreitet und häufig.
Blüht im Juli, August.
Orchis globosa L. Kugelähriges Knabenkraut.
Taf. 36, Fig. 6.
Stengel 80—50 cm hoch. Blätter lanzettlich. Blüten hellrosa, klein,
in kugeliger oder halbkugeliger Aehre.
Lippe tief dreispaltig
der
purrot,
—
—
—
—
;
mittlere Zipfel
länglich,
breiter
als
bis zu 2000
m
abgestutzt
—
Höhe.
deutschlands zerstreut,
—
seitlichen,
Auf Matten und Wiesen in den
Ausserdem auf den Mittelgebirgen Südferner im Riesengebirge, im Erzgebirge und in
ausgerandet. Lippe dunkler punktiert.
Alpen
die beiden
Böhmen.
Blüht im Juni, Juli.
Anacamptis pyramidalis Richard. Pyramidenförmiges Knabenkraut.
—
— Stengel
—
30 50 cm hoch, mit lanzettlichen, spitzen
Blütenähre kurz, gedrungen, pyramidal. Blüten lebhaft rosen- oder purpurrot, mit helmartig zusammengeneigten Kronenblättern und langem, dünnem, abwärts gerichtetem Sporn. Lippe breit,
Taf. 36, Fig.
7.
Blättern besetzt.
dreilappig.
—
Auf Wiesen und trockenen Bergabhängen über ganz
m Höhe.
—
Mitteleuropa zerstreut; ebenso in den Alpen, bis zu 1600
Blüht im Juh, August.
—
Ophrys muscifera Hudson. Fliegenähnliche Frauenthräne.
Taf. 36,
Stengel 15 — 30 cm hoch. Lij^pe länglich, sammetig purpurbraun, in der Mitte mit einem fast viereckigen kahlen Fleck, an der
Spitze tief zweilappig.
Auf Wiesen, Berghängen und Torfmooren Mitteleuropas, der Alpen und der Voralpen, zerstreut.
Blüht
von Mai bis Juli.
Ophrys aranifera Huds. Spinnenähnliche Frauenthräne. 15 — 30 cm
hoch. Lippe länglich-eiförmig, ungeteilt, gewölbt, am Rande zurückgebogen, an der Spitze stumpf oder schwach ausgerandet; purpurrot,
in der Mitte mit 2 4 quer verbundenen, kahlen, trübgelben Längs
linien. — Auf den Voralpen der Schweiz, Oberbayerns, Tirols, Oesterreichs zerstreut; ebenso da und dort auf den Mittelgebirgen Süd- und
Fig
8.
—
—
—
Mitteldeutschlands.
—
Blütezeit April bis Juni.
—
1.
Thesium alpinnm.
5.
Oichis ustiüata.
(>.
2.
Empetrum
Orchis globosa.
nigi-um.
7.
3.
Salix reticulata.
Anacamptis pyramidalis.
8.
4. Sal.
herbacea.
Ophrys muscifera.
73
Gymnadenia conopea
Fig.
—
1.
30
—
()0
cm
Brown. Fliegenartige Höswurz.
ß.
hoch.
Blätter lang-lanzettlich.
—
Tat'. 37,
Blüten rosoii-
rot
in dichter, langgestreckter Aehre.
Das obere Kelchblatt und die
Kronenblätter bilden einen länglich-eiförmigen Helm
seitliche KelchLippe dreiteilig, mit stuinpf-eiförniigen
blätter ausgebreitet abstehend.
;
Der fadenförmige iSporn ist fast doppelt so lang, als der
Ueber ganz Europa verbreitet, besonders auf Kalkboden zerstreut auf Hügeln, Wiesen und Bergabhängen. In den Alpen
bis zur Höhe von 1600 m emporsteigend und häufig. Blüht von Juni
Lappen.
—
Fruchtknoten.
;
bis August.
Gymnadenia albida Hartnmnn.
—
Fig. 2.
15
'IQ
cm
Blütenälire dicht, walzlich, bis 4
duftenden,
ganzrandig,
länglich,
weissen
die
WeissUche
Ilösirurz.
—
Taf. 37,
hoch, mit wenigen, länglich-eiförmigen Blättern.
cm
lang, mit zahlreichen kleinen, süss
Lippe
Blüten.
tief
dreispaltig,
deren Lappen
seitenständigen spitz, der mittlere doppelt so breit,
stumpf; Sporn kurz, nur
'/g
so lang als der Fruchtknoten.
—
Auf Gebirgswiesen im nördlichen und polaren Europa; über die Alpenkette bis zu 1700 m Höhe verbreitet und häufig; ausserdem da und
dort auf den INIittelgebirgen Deutschlands, im Rheingebiet und Holstein,
Blüht im Juni, Juli,
zerstreut.
—
Piatanthera bifolia Reichenbach. Zweiblätterige Kuckucksblume.
30 50 cm hoch, am Grunde mit zwei grossen gegen-
Taf. 37, Fig. 3.
—
—
ständigen Blättern, deren Stiele von mehreren Scheiden umgeben sind.
Blüten gross, angenehm duftend, grünlichweiss, in gestreckter, lockerer
Die beiden seitlichen Kronenblätter ausgespreizt, die Lippe
Aehre.
linealisch
als der
und
unzerteilt;
Fruchtknoten.
Sporn fadenförmig, Vj^ oder doppelt so lang
— Vom
Mittelmeer bis
zum
Polarkreis verbreitet,
den Alpen bis zu 1500 m Höhe auf grasigen Abhängen und Bergwiesen häufig ebenso in lichten Wäldern und auf Waldwiesen DeutschBlüht von Juni bis August.
lands.
in
;
—
Nigritella nigra Reichenb.
„Bluttröpfl" etc.).
—
Schwarzstendel (,,Brändli",
Taf. 37, Fig. 4.
—
^Frunelle",
Stengel meist nur 6 cm, seltener
hoch, mit lineal-lanzettlichen, am Grunde gehäuften Blättern
Blütenköpfchen zuerst kugehg, später eiförmig, vunilleUeber die ganze
duftend, tief schwarzrot oder purpurbraun.
Alpenkette auf Wiesen und Triften, namentlich auf Kalkgestein, bis zu
bis 20
cm
besetzt.
—
—
2000 in
Höhe
in Schottland.
und häufig; ausserdem im hohen Norden und
verbreitet
—
-
74
Blüht von Mai bis August, zählt zu den beliel)testen
Typen der Alpenflora und führt
den Alpenbewohnern zahlreiche
bei
verschiedene Trivialnamen.
5.
—
cm
Stengel 50
—
Breitblätterige Siuitpfwurz.
Epipactis latifolia All/oni.
Fig.
m
bis 1
hoch.
Taf. 37,
Blätter stark genervt,
die
unteren stengelumfassend, eiförmig, die oberen allmählich schmäler, die
obersten Deckblättchen linealisch.
cm
Der Blütenstand bildet eine
Blüten gestielt
einseits-
grün bis
bräunlich jjurjjurrot, nämlich die drei äusseren Kronblätter grün bis
gelbgrün, die beiden seitlichen grün bis rosenrot, die kurze, herzförmige
In lichten Wäldern fast über ganz Europa verLippe rosenrot.
wendige, lockere
bis 27
,
lange Traube.
,
—
Deutschland zerstreut, in den Alpen bis zu 1500
Blüht im Juli, August.
breitet,
in
häufig.
Listera ovata
Fig.
6.
—
Stengel
Blütentraube
Brown.
Bob.
30
— 50
schlank,
Eiblätteriges
cm hoch,
Zweiblatt.
zweiblätterig;
—
m
Höhe
Taf.
37,
eiförmig.
Blätter
steif aufrecht.
Kelch un«!
Lippe herabhängend, linealisch,
die übrigen Blumenblätter, spornlos.
In
langgestreckt,
Blumenblätter grünlichgelb.
ZAveispaltig, viel länger als
—
Wäldern und auf feuchten Wiesen Mitteleuropas weit verbreitet, in
Deutschland meist häufig. In den Alpen bis zu 1800 m Höhe, nicht
Blüht im Juni, Juli.
selten.
—
Spiranthes spiralis
schraube.
—
Scheiden besetzt.
in
den
Blattstiel
Koch.
C.
—
Herbst- Wendelorchis, Herbst- Blüten-
15—20 cm hoch, blattlos, mit
grundständigen Blätter eiförmig-länglich,
zusammengezogen.
Die kleinen Aveissen, wohl-
Taf. 37, Fig.
Die 3
7.
Stengel
—4
riechenden Blüten bilden eine dichte
wundene Aehre.
— Auf Wiesen
kette bis zu 1800
m
Höhe
25
— 30
cm
hoch.
,
schraubenförmig gedie Alpen-
In den Mittelgebirgen
Blüht von August bis Oktober.
Cypripedium Calceolus L.
—
schlanke
verbreitet, zerstreut.
Deutschlands da und dort.
Fig. 8.
,
und feuchten Abhängen über
Gemeiner Frauenschuh.
—
Taf. 37,
Leicht kenntlich an den purpurbraunen
Kronblättern und der sehr grossen, blasigen, honiggelben Lippe.
—
Ueber die Alpenkette, namentlich auf Kalk, bis zu 2000 m Höhe zerstreut.
Ausserdem da und dort in Süd- und Mitteldeutschland, z. B.
Bodenseegegend, Thüringen.
Blüht im Mai, Juni.
—
(lymnadenia conopea.
j?-.^i-^.-..^i-i..
T^Aici:..
I!
2.
(Jymnad. albida.
T ;„i_.
n
O-^i
3.
Tlatanthera bifolia.
^ i
ii_ o i-1
XI
4. Nigritella nigra.
ji
i^_i.
:
—
Familie.
52.
—
o
(
Iridaceae,
Schwcrtiilir)i<^c7vächsr.
Crocus vernus Wulfen. Frühlings-Safran.
Die schmalen, linealischen Blatter grundständig,
aus 2 3 dünnen Blattscheiden eingeschlossen.
—
Taf. 38. Fig.
—
1.
—
dünne Röhre
in eine
Blüten
violettblau,
konkaven Zipfeln. Narben
prächtig orangegelb, an der Spitze verbreitert und katriinl'örmig eingeschnitten.
In Südeuropa und auf den südlichen Kalkalpen häufig.
Ausserdem bei der Ruine Zavelstein im Württemb. Sdiwarzwald in
solcher Menge, dass zur Blütezeit — im März. April
die AViesen
weiss,
seltener
mit länglich-eiförmigen,
—
—
ganz blau erscheinen.
Amaryllidaceae, Aiua}-yllhgewächsc.
Familie.
53.
Narcissus Pseudonarcissus L. Gelbe Narzisse. 25 — 30 cm hodi,
Blütenkrone und Nebenkrone goldgelb.
Als Gartenblnme allgemein
In Deutschland da und dort verwildert.
bekannt.
Schweiz,
z.
Auf Wiesen in der
Genf und Zürich, sowie im westlichen .Jura
Blüht im April und Mai.
B. zwischen
stellenweise häufig.
—
54. Familie.
Liliengeivächse.
Liliaceae,
—
Taf 38,
Lloydia serotina Rcichenb. Lloydle, Berg-Faltenlilie.
8
10 cm hoch; die Blätter, zwei oder drei, sind fadenförmig
langgestreckt. Blütenstengel schlank, mit wenigen schmalen Blättchen
und einer einzelnen, gipfelstäiidigen Blüte, deren Blätter weiss, auf der
Fig. 2.
— —
Innenseite mit 3 rötlichen Linien gezeichnet sind und
gelben Fleck
kleinen
Weiden
2600
m
—
tragen.
felsigen
am Grunde
Triften
einen
und steinigen
über die Alpenkette bis zu
besonders auf Schiefergestein
Blüht vom .Tuni bis August.
verbreitet, häufig.
,
.
—
Höhe
Erythronium Dens canis
Fig. 3.
An
—
Stengel 10
— 15
cm
L.
Gemeiner Hundszahn.
hoch, rötlich, blattlos.
Am
bis drei gestielte, breit-lanzettliche, rot gefleckte Blätter.
—
Taf.
38,
Grunde zwei
Blüte einzeln,
—
mit spitzen, zurückgeschlagenen, rosenroten Zipfeln.
Ueber die südliche Alpenkette von der Schweiz bis Tirol, .Steiermark
und Kärnten bis zu 1500 m Höhe verbreitet, aber sehr zerstreut;
Blüht im April, Mai.
stellenweise auch in Böhmen.
gipfelständig,
—
;
—
76
Paradisia Liliastrum Bertoloni.
Fig. 4.
—
oO — 40
cm
horh.
—
—
Taf. 38,
l)lattl()8.
Grund-
TrichterliUe, Alpenlilie.
Stengel einfach, stielnind,
ständige Blätter linealisch, tiach, etwas rinnig. Die ruilchweissen, grossen
Blüten bilden eine arrablütige, einseitige Traube. Auf Alpentriften bis
zu 2000 m Höhe in der Schweiz, Tirol und Kärnten zerstreut. Blüht
;
August.
iin Juli,
Gägea
Fig.
Liottardi
— 5 — 10
5.
cm
Schultes.
förmig, halbstielrund.
und zusammengerollt.
behaart.
zottig
lanzettlichen
1200 — 1900
,
—
Röhrenblätter ir/er Goldstern.
Taf. 38,
Die 2 grundständigen Blätter sind fadenStengelblätter gegenständig, das grössere scheidig
hoch.
Die
1
bis
ö,
gewöhnlich
Blüten sternförmig ausgebreitet
spitzen Zipfeln.
2,
,
,
mit
Auf Wiesen und Triften
m
sind
Blütenstiele
gelb
über die Alpenkette verbreitet; Schweiz,
Kärnten, häufig.
Blüht im Mai und Juni.
6
lineal-
Höhe von
in
Tirol, Salzburg,
—
Lilium bulbiferum L.
lich
Feuerlilie.
30—50 cm
Stengel
hoch, reich-
mit st'hmalen, spitzen Blättern bekleidet, in deren Achseln häufig
glänzend schwarze Zwiebelchen sitzen.
Blüte gewöhnlich
dunkelbraun punktiert und inwendig
mit fleischigen Warzen besetzt
Ueber die ganze Alpenkette bis zu
1600 m Höhe verbreitet, auf Gebirgswiesen und an steinigen Abhängen
aber sehr zerstreut. Ausserdem an einzelnen Fundorten in Schlesien,
Westfalen, Thüringer Wald, sowie da und dort aus Gärten verwildert.
Blüht im Juni, Juli.
kleine,
oft
einzeln, ansehnlich gross, feuerrot,
—
Lilium Martagon
langrund,
quirlständig,
nickend
,
7..
30— 60 cm
Türkenbund-Lilie.
lanzettlich.
hoch; Blätter
Blüten in endständiger Traube,
auf schmutzig rotem Grunde dunkel purpurbraun punktiert
die Blütenlappen zurückgerollt
—
In steinigen Bergwäldern Deutsch-
In den Alpen an ähnlichen )rten
Höhe, besonders auf Kalk.
Blüht im Juni, Juli.
lands zerstreut, stellenweise häufig.
bis zu
1800
m
(
—
—
—
Lilium Carniolicum L. Krainische Lilie.
Taf. 38, Fig
Der vorigen ähnlich, aber ausgezeichnet durch brennend zinnoberrote
Blüte, welche meist einzeln am Ende des 30
50 cm hohen zerstreut
beblätterten Stengels steht. — Auf steinigen Berghängen bis zu 1500 m
Höhe in Kärnten, Steiermark und Krain; zerstreut, aber stellenweise
häufig,
Blüht im Juli, August und ist als prächtige Gartenpflanze
bekannt und beliebt.
—
—
(i.
,
veruus.
2.
Lloydia serotina.
Liliastrum.
5.
Gagea
3.
Erythroniuni Dens canis.
läottardi.
6,
LUium
Carnioliciim.
4.
Paradisia
—
victoriale
Alliutn
—
i (
Sic(/witrz
//.
Allernutnnshurniscli.
,
—
Tat'.
3f>,
etwa lingerlango Zw iehel ist von trockenliäiitigeii,
netzig faserigen Schuppen umgeben. Der stielrunde, oljen etwas kantige
bis zur Mitte mit breiten
lanzettlicheu
Schaft ist 50 90 cm hoch
Blättern besetzt, welche wendelständig und am Grunde stengelumfassend
Der Schaft trägt an seiner Spitze die kugelige Dolde, deren einsind.
zelne Blütchen breit lanzettliche, ziemlich spitze, grünlichweisse BlumenAn felsigen Orten der Schweizer und süddeutschen
blätter tragen.
Alpen, des Jura, der Vogesen bis zu 1900 m Höhe dann auch spärlich
im Elsass, auf den Höhen des badischen Schwarzwalds und des Rieseiv
Fig.
1.
Die
kriittige,
—
,
,
—
;
gebirges.
Blüht
Veratrum album
tert,
—
Weisser Germer
L.
Grosse Staude von
Blätter der
ZeitlosengciväcJne.
Colchicaceae,
55. Familie.
nat. Grösse.
August.
iiu Juli,
Länge nach
.
—
bis 1
'/.,
Taf. o9, Fig. 2, in halber
m
Höhe.
Stengel beblät-
gefaltet, unterseits weichhaarig, die
grund-
Die weisslichen oder gelbgrünen Blüten bilden
ständigen sehr gross.
eine gipfelständige rispige Traube.
(Unter
dem Namen
Ver. Lobelianum
unterscheiden manche eine Varietät, deren Blutenhüllen aussen und
innen grün sind.)
Ueber die ganze .Vlpenkette auf feuchten Wiesen
—
bis 1700 m verbreitet; sonst auch in den
und auf einigen Höhen des Schwarzwalds.
Stark giftig aus der Wurzel wird das VeraBlüht im Juli, August.
trin, ein weissliches Pulver, hergestellt, welches medizinischen Zwecken
und Triften
in
Höhe von 600
—
schlesischen Gebirgen
—
:
dient.
Veratrum nigrum />. Sdiwarzer Germer. Dem vorigen ähnlich,
In Gebirgswäldern und
doch sind die Blüten braun oder schwarzrot.
auf den Alpen in Höhe von 1000 bis 1500 m-, Südschweiz, Oesterreich,
Blüht im Juli, .Vugust.
Steiermark, Krain und Südtirol.
—
—
Tofieldia borealis
Fig. 3 (die
Der
Nebenfigur
blattlose Stengel
Wahlenberg.
stellt ein
ist
4-8
Tofieldie,
Simsenlilie.
—
Taf. 39,
vergrössertes einzelnes Blütchen dar).
cna
hoch.
ähnlich, schwertförmig, meist dreinervig.
Blätter grundständig,
gras-
Die kleinen, grünlichgelben
—
An moorigen Stellen
Blüten bilden eine kleine, kopfförmige Traube.
der höchsten Alpen, bis zu 2700 m Höhe, in der Schweiz, in OberBlüht von .Mai bis August.
bayern, Tirol etc.
—
:
78
Jmicaceae,
56. Familie.
Von
Simscngewächsc.
dieser artenreichen, aucli in den Alpen vielfacli vertretenen
Familie erwähnen wir heisi^ielsweise
Luzula lutea De Cand.
Stengel 25
— 30
cm
hoch.
Gelbe Hainsimse.
gelb, gehuschelt, in kurzer,
Taf. 39,
Blüht im Juni,
Tirol, in
Höhe von 1200
—
5.
artigen
besetzt.
,
Stengel
glatten
An
,
10—30 cm hoch
weichen Blättern
der Spitze des
bis
Cypergräscr.
Eriöphorum Scheuchzeri Hoppe. Kopfförmiges Wollgras.
Fig.
—
Juli.
Oyperaceae,
57. Familie.
Fig. 4.
Blüten gold-
ausgebreiteter, zusammengesetzter Spirre.
Auf Wiesen und Triften von Schweiz und
2000 m. häufig.
—
Blätter lineal-lanzettlich, kahl.
Halms
,
stielrund
,
— Taf. 39,
unten mit scheiden-
zu unterst mit braunen Scheiden
,
steht eine
einzelne
,
schon in der
Blütezeit kugelrunde Aehre, die von lanzettförmigen, schwärzlichgrünen
Spelzblättern gestützt
ausgewachsen
in
ist,
—
der Breite,
ist
;
wenn
die
seidenglänzende Wolle der Aehre
so misst der gedrückt-kugelige
Alpenkette, von der Schweiz bis Steiermark
1600-2000 m.
—
58.
Kopf 2Vo
l)is
S'y'^,
cm
In hochgelegenen, moorigen Wiesen durch die ganze
und Kärnten,
in
Höhe von
Blüht im Mai und Juni.
Familie.
G-raminaceae,
Gräser.
Von dieser überaus grossen Familie sind viele Arten in den Alpen
und höheren Gebirgen heimisch der beschränkte Umfang unseres
Buches gestattet jedoch nicht, näher auf dieselben einzugehen.
;
1.
Aliium victoriale.
4.
2.
Lixzula lutea.
Veratrum albuiu. 3. Tofieldia bo
5. Eriophorum Scheuchzeri.
7*>
59.
Familie.
Filices,
Botrychium Lunaria Swarfz.
Taf. 40, Fig.
—
1.
Stengel 8
Famc.
^'<^yuIraatc,
— 2ö em
hoch.
AUcrmanmluirni^rh.
Laub
—
fast sitzend, aus der
Mitte des Stengels entspringend, gefiedert; die unteren Fiedern halbniondtonnig, die oberen mehr keilförmig, mebr oder weniger gelappt.
—
endständig, langgestielt.
An grasigen Abbangen und
ßergweiden über die Alpenkette bis zu 2000 m Höhe zerstreut, besonders auf Kalkgestein. Ausserdem in Nordeuropa und auch an einzelnen Fundorten in Mittel- und Südeuropa. Fruchtzeit: Mai bis Juli.
Fruchtälire
;
Woodsia hyperborea Eob. Ih-own. Nördliche Woochie.
Wedel in massiger Anzahl, 5 — 10 cm hoch, mit
Fig. 2.
—
—
wechselständigen Fiedern, welche rundlich-eiförmig,
stellten,
spaltig gelappt,
unterseits behaart sind.
Taf. 40,
locker gefieder-
Spindel mit schmalen Spreu-
—
schuppen und Haaren besetzt.
An felsigen Abhängen über die Alpenkette der Schweiz bis Salzburg und Kärnten verbreitet, in Höbe von
1500—2200 m, jedoch zerstreut. Ausserdem im Riesengebirge (in der
kleinen Schneegrube und im Kessel des mährischen Gesenkes). Fruchtzeit: Juli,
August.
Cystopteris alpina
Wedel
15
—
2.ö
cm
hoch.
Linl-e.
Alpen-Blasenfai-n.
—
Die gegenständigen Fiedern
einzelnen Fiederblättchen
wiederum
tief
Taf. 40, Fig.
1600—2100
zeit
:
Juli,
m
verbreitet,
—
Ueber
—
mit verkelirt-
eingeschnitten
eiförmigen, gestutzten, ausgerandet zweizähnigen Zipfeln
dige Zipfel 3- bis 4zähnig.
3.
fast dreieckig, die
;
der endstän-
die ganze Alpenkette in
Höhe von
namentlich auf Kalkgestein häufig.
Frucht-
August.
Asplenium Trichomaties
L.
Braunstieliger Streifenfarn.
— Taf. 40,
—
Die einfach gefiederten Biattspindeln sind steif, schwarzbraun, 4—15 cm hoch und bilden mit ihren eirundlichen Fiederblättchen zierliche Büschel. Fruchthäufchen zahlreich auf der Unterseite
der Fiederl)lättchen, anfänglich getrennt, später zu einer kreisrunden
Fig. 4.
—
An Felsen, Mauern und in feuchten Waldungen
über die ganze Alpenkette verbreitet und häufig, übrigens auch in
Deutschland, namentlich in Gebirgsgegenden, weit verl)reitet. FruclitMasse verschmolzen.
zeit
:
Mai
bis Oktober.
;
—
—
80
Scolopendrium vulgare Smith.
Fig. 5.
—
Die 15
— 50
cm
Gemeine Ilirschzimge.
—
Taf. 40,
hohen, bhittartigen, ganzrandigen Wedel sind
am Grunde
herzförmig mit abgerundeten Ohren der
zimtbraunen Spreublättchen besetzt. Auf der Unterseite der Wedel stehen die Fruchthäufchen jederseits der Mittelrippe
Ueber die ganze Alpenkette bis
in parallelen Reihen angeordnet.
namentlich an feuchten Orten und auf
zu 1500 m Höhe zerstreut
Kalkgestein. Ausserdem in schattigen Gebirgswaldungen von Mittelund Süddeulschland da und dort häufig. Fnichtzeit: Juli bis Ok'^iber.
breit lineahsch,
Stiel
;
dicht mit
—
,
—
Fig.
Blechnum Spicant Wittering. Gemeiner Rippenfarn.
Taf. 40,
Wedel im Umriss länglich- lanzettlich, tief fiederspaltig, von
6.
—
zweifacher, auffallend verschiedener Form.
15
— 30
cm
die inneren,
fruchtbaren,
entferntstehende,
von den zwei
sind.
— In
verbreitet.
—
Die äusseren, unfruchtbaren,
langen Wedel zeigen breitere, einander genäherte Ficdern
Ijedeutend längeren
Wedel zeigen dagegen
welche unte 'seits
angeordneten Fruchthäufchen völlig bedeckt
schmal-linealische Fiedern,
linealisch
schattigen, feuchten
und
Fruchtzeit: Juli bis Oktober.
Wäldern über ganz Europa
Höhe, zerstreut, meist häufig.
felsigen
In den Alpen bis zu 1(500
m
1.
Botrychium Lunaria.
Trichomanes.
2.
5.
Woodsia hyperborea.
3.
Scolopeudrium vulgare.
Cystopteris alpina.
6.
Blechnum
4.
Asplenium
Spicant.
Inhalts - Verzeiclmis.
Seite
Achill ea inoschatu
Achillea atrata
Achillea nana
.
.
.
.
.
Aconitum Anthora
,.
Napellus
40
40
40
8
8
37
Alpenjohanniskraut
Alpenklee
Allium victoriale
Alpen-Akelei
.
...
Alpen-Anemone
— — gelbe ...
Alpen-Aster ...
.
.
79
77
7
1
2
38
Alpenbärentraube
51
Alpen-Bärwurz
36
AI} jn-Berglinse 24 26
Alpen-Bergminze
65
Alpen-Berufskraut
38
Ali)en-Blasenfarn.
79
Al2)en-Bruchkraut
30
Alpen-Cortuse
68
Alpendost
37
Alpendrottelblume,
gemeine
69
61
Alpen-Ehrenpreis
Alpen-Fahnenwicke 25
65
Alpen-Fettkraut
^Alpen-CJänsekresse
9
.
.
.
.
.
...
.
.
....
.
.
...
.
.
.
.
.
.
.
.
.
Alpenrebe
.
Alpenrose, rostblätte-
.
.
.
.
.
1
.
....
....
—
—
.
.
rige
rauhhaarige
Zwerg-
.
.
....
Alpen-Salat
Alpenscharte
75
29
.
.
.
AUermanns-Hamisch 77
—
.
....
—
Adenofstyles alpina
Akelei, schwärzlicher 7
—
Suite
22 Amaryllisgewächse
23 Amelanchier vulgaris
weisslicher
23 Anacamptis pyramiAlpen-Lattich
37. 45
dalis
;
Alpen-Leberbalsam 60 Androsace carnea
Alpen-Leinblatt
glacialis
71
Alpen-Lein
helvetica
21
Alpen-Leimkraut
imbricata
60
Alpen-Lichtnelke
18
villosa
Alpenlilie
76 Anemone
Alpen-Löwenzahn
narzissenblütigc
44
Alpen-Männertreue 35
alpina
Alpen-Massliebchen 38
Baldensis
Alpen-Mohn
Halleri
9
Alpen-Nelke
narcissiHora
.16
Alpen-Quendel
sulfurea
65
Alpen-Rachen
trit'olia
62
.
.
.
.
.
1
53
53
52
.45
.43
Alpen-Schaumkraut
10
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
.
.
.
.
...
...
...
....
....
....
...
....
.
.
.
...
....
vernaJis
...
Aposeris foetida
Aquifoliaceae
Aquilegia al])ina
.
72
66
66
66
65
66
1
2
1
3
2
2
2
2
3
44
.
.
.
.54
.
— atrata ....
Arabis alpina ...
— coerulea ...
7
8
9
9
10
pumila
Arctostaphylos alpina 51
•
—
—
....
—
....
Alpen-Täschelkraut 11
.51
Alpen- Veilchen 14. 69
Uva ursi
20
Arenaria biflora
Alpen- Vergissmeiu21
59
ciliata
nicht
20
grandiflora
13 Alpen- Wegerich
70
Alpen-Gemskresse
19
laricifolia
Alpenglockenblume 50 Alpen-Wiesenraute
1
19
muscosa
69 Alpen-Wucherblume 41
Alpenglöckchen
19
19
verna
Alpen-Grasnelke
69 Alsinaceae
66
.19 Aretia Vitaliaua
Alpen-Habichtskraut 47 Alsine Cherleri
66
.19 Aretie
Alpen-Hahnenfuss . 5
laricifolia
69
19 Arineria aljjina
52
verna
Alpenheide
42
Arnica montana
64 Alyssum Wult'eniaAlpenhelm
29
II Aronia rotundifolia
21
nuni
Alpenhornkraut
42
75 Arunicum -daciale
Amaryllidaccae
Ali)en-Hun(lskamillc 4
.
.
.
.
.
.
.
.
.
,
.
.
...
....
.
.
.
.
....
—
—
.
.
—
—
—
—
.
.
.
,
.
.
...
...
....
.
.
.
.
.
.
.
....
.
.
.
.
.
.
—
—
82
Seite
Seite
Artemisia alpina
Mutellina
—
—
.
.
...
spicata
Arve
Asplenium
manes
....
41
39
40
71
....
...
alpinus
camjJestris
.
.
.
.
.
...
.
.
minor
Atragene alpina
.
.
.
.
....
Aurikel, gelbe
klebrige
—
—
zottige
.
.
25
25
35
35
1
67
67
...
.
Brunelle
.
renäische
.
.
.
.
.12
.73
j^y-
,
...
52
Azalee,niederliegende 52
Calamintha alpina
Campanula
—
—
—
—
—
Bärentraube, gemeine 51
37
37
Baldi'iangewächse
16
Bart-Nelke
64
Bartsia alpina
40
Beifuss, ähriger
BellidiastrumMichelii 38
Berg-Fahnenwicke
25
75
Berg-Faltenlilie
6
Berg-Hahnenfuss
Berg-Hauswurz
31
kältelieBerglinse,
bende
24
Berglinse, südliche
25
Berg-Nelkenwurz
27
Berufskraut, einblütiges
38
Betulaceae
.71
,
.
....
.
.
.
.
.
.
.
aljiina
.
.
....
pulla
....
pusilla ....
thyrsoidea ...
Zoysii ....
barbata
.
.
...
Caprifoliaceae
Cardamine alpina
.
—
....
Cerastium alpinum
— latifolium ...
Cherleria sedoides
Christblume
...
.
Birkengewächse
Bisam-Schafgarbe
.
Chrysanthemum
pinum
7
al-
....
— atratum ...
Cistaceae
....
41
41
13
Compositae
.
.
.
10
10
21
21
19
.
.
.
.
50
50
49
49
49
49
47
36
.
....
.71
.
40
Biscutella laevigata
.
12
Blechnum Spicant
.
80
Bleiwurzgewächse
.
69
Bluttröpfl
73
Boraginaceae
59
Boretschgewächse
59
Botrychium Lunaria 79
Brändli
73
Braunwurzgewächse 60
....
...
.
...
.
.
Coniferae
Cortusa Matthioli
Crassulaceae
Crepis alpestris
aurea
jubata
Crocus vernus
Cruciferae
.
.
.
.37
.71
.
...
.
—
—
.
.
.
.
68
30
46
.45
....
....
45
75
9
Cyclamen europaeum 69
Cyperaceae
78
Zypergräser
78
CypripediumCalceolus74
Cystopteris alpina
79
.
.
...
...
.
Daphne Cneorum
—
striata
—
—
—
—
.
.
.
...
...
glacialis
Silvester
Dickblattgewächse
Dipsaceae
.
....
Delphinium elatum
.
Dentaria digitata
.
.
....
Doldengewächse
Dorant
65 Doronicum cordifo-
saxatilis 11
Cochlearia
77
Colchicaceae
.
Seite
Dianthus alpinus 15. 16
barbatus
.16
carthusianorum
16
36
loides
trifolia
Baldrian, niedriger
9
Bupleurum ranuncu-
.67 Cami^unalaceae
Azalea procumbens
10
glatt-
,
.26
moiitanus
Astrantia major
—
Brillenschote
früchtige
Brunnenkresse
Tricho-
79
38
Aster alpinus
Astragalus australis 25
—
—
—
...
Braya alpina
70
70
8
10
.
.
lium
— Pardalianches
Draba aizoides
— Hoppeana
— Zahlbruckneri
.
Drachenmaul
.
.
.
16
16
30
37
35
62
41
42
.11
.11
.
11
pyre-
....
,
näisches
Drahtstenge]
Droseraceae
Dryas octopetala
...
...
.
.
65
44
15
26
....
....
Edelraute
39
39
Edelweiss
Ehrenpreis, strauchig. 61
8
Eisenhut, echter
8
feinblättriger
—
.
.
.
.
.71
Empetraceae
Empetrum nigrum 71
.
.
.
Enzian, bayrischer
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
.
...
Frühlings- ...
gelber ....
gefranster ...
blasiger
kurzblätteriger
niedergestreckter
niedriger
punktierter
.
54
57
57
55
58
57
58
57
55
purpurroter
55
58
Schneeschwalbenwurzähnlicher
56
54
stengelloser
56
steyrischer
55
ungarischer
58
Zwerg54
Enziangewächse
Epilobium rosmanni29
folium
74
Epipactis latifolia
—
—
—
—
—
...
.
.
.
.
...
.
.
.
.
.
.
.
.
....
....
.
-
83
Seite
Eranthis
hioiiialis
Erdscheibe
Erica caniea
Ericaceae
Erigeron alpiniis
.
7
.
.09
.
...
52
51
....
—
Erinus aljiinus
Erio])linniiM
38
38
.
...
uiiiHnrn.s
.
(iO
.
78
59
35
Eritriehium luinum
Eryngium alpimnn
Erythroniuin
Dens
.
75
caiiis
79
29
61
Felsen-.Tohannisljeere 31
Felsen-Leimkraut
17
Farn(!
...
Felsen-Birne
Felsen-Ehrenjireis
.
.
Felsen-Löti'elkraut
.
11
Felsen-Mispel
29
Felsen-Rose
29
Ferkelkraut, eiublii.
.
...
tiges
Fettblatt, einjähriges
F'ettkraut,
Feuerlilie
gemeines
....
F'ilices
F"'ingerkraut, Clnsius'
—
—
glänzendes
.
grossblütiges
.
.
Frauenschuh, gemein.
45
30
65
76
79
27
28
28
74
Frauenthräne,fliegen72
ähnliehe
spinnenähnliche 72
Frühlings-Anemone
3
Frühlingsmiere
19
—
....
,
.
.
F"'rühlings-Safran
.
Gänsekresse, blaue
niedrige
(tagea Liottardi
(lalium
Geissblattgewäehse
(üemswurz, gemeine
—
,
.
—
herzblätterige
(ientianaceae
.
asclepiadea
.
.
.
.
Gentiana acaulis
—
.
...
.
75
9
10
76
37
36
42
41
.54
.
.
—
—
brachyphylla
—
frigida
lutea
—
—
54
56
—
—
—
—
—
—
.
54
57
58
56
.
.
.
.
.
nana
....
....
.55
.... 58
nivalis
.
.
.
pannonica
.
.
prostrata
.
pumila
.
.
purpurea
.
.
utriculosa
.
.
ciliata
—
—
Scheue Ii-
zeri
Seite
Seite
(ientiana bavarica
.
—
albida
Habichtskraut,
orangerotes
73
73
.
...
conopea
Gypsophila repens
15
.
...
47
.58 — zottiges ... 47
.55 Hae(iuetia Epipactis 35
.35
.58 Hacquetie
.57 Hahnenfuss, eisen,
.
...
punctata
Gymnadenia
55
.55
.57
....
.
.
hutblätteriger
—
—
—
—
—
—
.
.
anemonenartiger
kerbblätteriger
.
5
3
5
4
3
3
4
parnassienblätter.
57
pyrenäischer
23
Cieraniaceae
rautenblätteriger
üeranium argenteum 23
rosenroter
23
macrorrhizum
77 Hahnenfussgcwächse 1
Gei-mer, schwarzer
78
77 Hainsimse, gelbe
weisser
2
27 Hallers Anemone
Geum montanum
22
27 Hartheugewächse
reptaus
6 Hasenohr, hahnenGift-Hahnenfuss
36
fussähnliches
Gipskraut, kriechen15 Hauswurz, AVult'ens 31
des
Gletscher-Gemswurz 42 Hedysarum oltscurum 26
52
Gletscher-Hahnenfiiss 4 Heide, fleischrote
16 Heidekrautgewächse 51
Gletscher-Nelke
51
45 Heidelbeere
Gletscher-Pippau
.71 Heidelbeergewächse 51
Gletscherweide
70
Globularia cordifolia 69 Heideröschen
68
69 Heilglöckchen
Globulariaceae
Glockenblume,bartige50 Helianthemum al])e13
49
stre
dunkelblaue
.13
oelandicum
49
kleine
7
49 Helleborus niger
stinkende
49 Herbst-Blütenstraussblütige
74
schraube
Glockenblumen30
47 Herniaria alpina
gewäehse
Hierarcium alpinum 47
Gnaphalium Leonto47
aurantiacum
39
podiura
47
villosum
39
norvegieum
59
39 Himmelsheriild
supinum
59
Himmelsleiter
Goldklee, leder24 Hirschzunge, gemeine 80
brauner
66 Höswurz,tliegenartige73
Goldprimel
73
weissliche
76
Goldstern
37
78 Homogyne alpina
Graminaceae
78 Horminum pyrenaiGräser
65
cum
31
Grossalariaceae
—
—
—
verna
...
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,
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84
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Pedicularis incaniata 63
recutita
63
rostrata
.62
—
—
—
—
...
...
...
.
Seite
Primula villosa
Primulaeeae
.
.
.
67
.65
.
.
Seite
Sandkrallt, grnssblu-
—
miges
....
z\veil)lütiges
.
.
20
20
71
63 Quellenkraut, kleines 30 Sandeigewäehse
64
Santalaceae
.71
verticillata
63 Ranuuculaceae
Sajjonaria ocymoidcs 17
1
Potrocallis pyrenait-a 1
Ranunculus aconitiSaussurea alpina
43
Pfingstrose, gemeine
folius
8
5
])ygmaea
43
Pbaca alpina
24. 26
alpestris
5 Saxifraga aizoides
33
australis
25 — anemonoides
3
Aizoon
33
frigida
24
crenatus
5
androsacea
32
Pbyteuma comosum 47
glacialis
bitlora
4
34
heniisjjhaencnni
montanus
48
6
bryoides
83
pauciflorinn
48
I)arnassifolius
4
Burseriaua
34
Pinguicula alpina
65
pygmaeus
caesia
6
33
vulgaris
65 - pyrenaeus
oppositifolia
3
34
Pinus Cembra
roseus
71
rotundifolia
4
32
Pumilio
rutaefolius
,71
Seguieri
3
32
Pippau, beniähnter
Seguieri
45
stellaris
4
32
orangeroter
Thora
6 Saxifragaecae
46
32
Pirola secunda
Traunfelliieri
53
5 Seabiosa
37
uniflora
,53 Rapunzel, armblütige 48 Sehafgarbe, schwarzhalbkugelige
Pirolaoeae
48
hüllige
.53
40
Plautaginaceae
schoptige
47 Schaumkraut, (h'ci70
Plantage alpina
blättriges
70 Rausehbeere
71
.10
Piatanthera bifolia
73 Rhanuiticeae
23 SchlüsselblumengePluml)aginaceae
wächse
65
69 Rhodiola rosea
30
Polemoniaceae
Schmetterlingsblütige
59 Rhododendrün Chamaecistus
Polemonitim eoeruGewächse
52
23
leum
ferrugineuni
59
53 Schotenkresse
10
Polygala
Cbamaehirsutum
53 Schwarzstendel
73
buxus
15 Ribes i^etraeum
31 Schwertlilienge75
Polygalaoeae
wächsc
15 Rippenfarn, gemeiner 80
Polygonaceae
70 Rittersporn, hoher
8 Scolopendrium vulPolygonumvivi]iarum70 Rosa alpina
gare
80
29
Pomaeeae
60
29 Rosaceae
.26 Scrophulariaceae
30
Portulacaceae
29 Setbim amiuum
30 Rose, alpine
l'ortulakgewäclise
30 Rosengewäelise
26 Seidelbast, gestreifter 70
Potentilla Clusiana
27 Rosenwurz
30 Seidelbastgewächse 70
frigida
28 Rosmarin-Seidelba.^t 70 Seifenkraut, liegendes 17
grandifloi-a
28 Rubiaeeae
37 Sempervivuin arachnoideum
.31
nitida
27 Ruhrkraut, niederes 39
montanum
norwegisches
.31
l'reisselbeere
.51
39
Wulfeni
31
Primel, langldumigc 67
.71 Senecio abrotanif« )Iius 43
Primula Aurieula
67 Salicacoae
Doronicum
43
(57
Salix herbacea
71
farinosa
incanus
43
reticulata
71
glutinosa
67
77
Siegwurz
67 Sandkraut, gewimlongifdlia
pertes
21 Silberstorchschnabel 23
minima
68
—
tuberosa
versicolor
.
.
.
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—
...
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—
—
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86
Seite
New
Yotk Bolanic«! 0«rd»n Libr.ty
315. H6 1902
^
^
Hoffmann Julius/ Alpen-Flora urTouns
QK
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