Die Französische Revolution • Beginn der französischen

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Die Französische Revolution
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Beginn der französischen Revolution → der Staat war hoch verschuldet → Kriege und
teure Hofhaltung in Versailles → der König brauchte Geld
5. Mai 1789 → Er berief in Not die Generalstände ein → das war eine Versammlung
von Vertretern aller Stände aus ganz Frankreich (seit 175 Jahren nicht mehr geschehen
worden)
Die Adeligen forderten, seine Steuerfreiheit zu behalten
Nach der Wahlordnung für die Generalstände hatte jeder männliche Franzose über 25
Jahre und der Steueren zahlte ein indirektes Wahlrecht → in den Gemeinden und
Dörfern wurden Wählmänner gewählt → diese wählten Abgeordenete für die
Generalständeversammlung
Alle Franzosen waren aufgefordert, ihre Sorgen und Veränderungswünsche in die
sogenannten „Beschwerdehefte“ aufzuschreiben → über den Inhalt dieser
Beschwerdehefte wurde dann in der Wahlversammlung diskutiert
Viele Bürger des Dritten Standes auf dem Land konnten nicht lesen oder/und
schreiben → sie baten ihre Pfarrer um Hilfe → so entwickelten viele Angehörige des
niederen Klerus noch mehr Verständnis für die Nöte des Dritten Standes → sie
schlossen sich ihre Wünsche an
20. Juni 1789 → Im Ballhaus gab es Streit → Früher hatte jeder Stand ein Drittel der
Abgeordnete gestellt → der Dritte Stand bildete 98% der Bevölkerung und verlangte,
mehr Abgeordnete stellen zu dürfen
Das erhielten sie → doch es wurde nach Ständen abgestimmt, nicht nach Köpfe →
damit war der Dritte Stand nicht einverstanden → nach Debatten beschlossen sie, sich
selbst Nationalversammlung zu nennen
Dieser Beschluss des Dritten Standes bedeutete eine offene Rebellion gegen den König
→ sie hatten die Leitung der Nationalversammlung in seine eigene Hände genommen
→ der König reagierte wüten → er befahl den Abgeordneten des Dritten Standes, zu
den Generalständen zurückzukehren
Doch sie beugten sich dem Befehl des Königs nicht → sie befürchteten, dass der König
ihre Versammlung mit Gewalt auseinander jagen konnte → sie schworen, beieinander
zu bleiben, bis sie Frankreich eine Verfassung gegeben hätten → dabei wurden sie
sogar von manche Angehörigen des Adels und des Klerus unterstützt
Für den König hatte sich die Situation verschlimmert → Ludwig XVI. gab nach und
befahl den anderen Ständen, sich zur Nationalversammlung zu begeben
Revolution der Bürger von Paris:
Die Preise waren sehr erhöht in der Stadt
Am 12. Juli 1789 gab es Gerüchte um einen Befehl vom König, 30000 Soldaten nach
Paris zu schicken
Deswegen bildeten die Bürger der Stadt eine Miliz gegen die Königs Armee
Sie stürmten am 14. Juli 1789 die Bastille
Diese war inzwischen nur ein Waffenlager und gefürchtetes Gefängnis geworden
Die Bürger suchten auch nur Waffen und die Bastille gab nur wenig Widerstand
Somit fiel das bekannteste Symbol der Willkürherrschaft in Frankreich
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Der König gab schnell nach und reiste nach Paris, nachdem er seinen Testament
schrieb
Revolution der Bauer auf dem Land:
Auf dem Land herrschte Angst vor dem Zorn der Adeligen und vor bewaffneten
Banden
Die „große Furcht“ war entstanden, weil manche glaubten, dass die Adeligen zornig
sein würden, dass sie keine Privilegien mehr hatten, und sich deswegen and den
Bauern rächen würden
Zwischen dem 19. Juli und dem 6. August gingen die bewaffneten Bauern vor die
Schlösser ihrer Grundeherren
Sie verlangten die Bücher/Urkunden mit den Lehnsrechten und verbrannten sie
Somit nahmen sie Kontrolle über ihr Leben
Die Nationalversammlung:
Einige Abgeordneten des Klerus und des Adels hatten sich inzwischen der
Nationalversammlung angeschlossen
Die Ereignisse in Paris und auf dem Land erschreckten sie
Die Nationalversammlung hatten keine andere Wahl, als auf dem Volk zu gehorchen
In der Nacht vom 4. Auf den 5. August 1789 schaffte die Nationalversammlung die
Privilegien der Adeligen und Kerus ab, vor allem das Steuerprivileg und die
Grundbesitzerrechte, wie auch die Leibeigenschaft → manche Adelige wollten sogar in
Namen der Gleichheit auf ihre Vorrechte verzichten
Am 26. August erklärten sie gleiche Rechte für alle Menschen → „Erklärung der
Menschen- und Bürgerrechte“ → diese wurde nach dem Beispiel der amerikanischen
Unabhängigkeitserklärung von General Lafayette geschrieben
Das Volk musste müsse über seine „natürlichen Freiheiten“ aufgeklärt werden
Manche Abgeordnete waren dagegen
Auch Frauen mischten sich im Kampf um die persönliche Freiheit und politische
Mitbestimmung → die Frauenrechtlerin Olympe de Gouges veröffentlichte im Jahr
1791 eine „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ → die Nationalversammlung
lehnte diese ab
Die Verfassung → Brüderlichkeit, Freiheit und Gleichheit
Zeitleiste (Die Revolution und der König)
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26.8.1789 → Nationalversammlung beschließt die “Erklärung der Menschen- und
Bürgerrechte“ → der König stimmt nicht zu
5.10.1789 → Frauen ziehen von Paris nach Versailles und dringen in das Schloss ein
und zwingen den König, nach Paris umzuziehen → der König willigt in die Beschlüsse
der Nationalversammlung ein und wenige Tage später zieht auch die
Nationalversammlung nach Paris um
20./21.6.1789 → Der König versucht von Frankreich zu ziehen → wird erkannt und die
Familie wird nach Paris zurückgebracht
3.9.1789 → Die erste Verfassung tritt in Kraft
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14.9.1789 → Der König leistet einen Eid auf die Verfassung
3.12.1789 → Der König richtet ein geheimes Ersuchen an den König von Preußen →
bittet um Hilfe und die europäischen Monarchien beginnen eine Armee aufzustellen,
um die fr. Rev. niederzuschlagen
10.8.1789 → Die Bevölkerung von Paris stürmt die Tuilerien (Pariser Schloss des Königs)
→ er flieht in die Nationalversammlung, die sich selbst auflöst → eine neue
Versammlung, der Konvent, sollte gewählt werden und eine neue Verfassung
schreiben und über das das Schicksal des Königs beschließen
11.8.1789 → Der Konvent tritt zum ersten Mal zusammen
Zwei verschieden Verfassungen → siehe Seite 23 im Buch
Die Clubs der fr. Rev.
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In den Clubs diskutierte man den Fortgang der fr. Rev. (fast wie Parteien)
Die Volksgesellschaften → Kamen aus den untersten Schichten (in vielen Clubs
unterteilt); vor allem Kleinhändler und Handwerker; patriotische Frauenclubs sind
auch entstanden
Die „Sansculotten“ → Bedeutet übersetzt „ohne Hosen“; waren aktive Bürger aus
Mittel- und Unterschichten von Paris; wollten die politische und wirtschaftliche
Gleichheit; entwickelten eine eigene politische Kultur
Der Jakobinerclub → Wurde sehr einflussreich; bestand aus dem gebildeten und
begüterten Großbürgertum; hatte viele Tochterorganisationen
Kriegserklärung → Im Jakobinerclub gab es unterschiedliche Meinungen
Die Frage war, ob man den europäischen Monarchien den Krieg erklären sollte
Diese hatten nämlich den Verlauf der Französischen Revolution verfolgt und einigten
sich auf eine politische Gegenwehr gegen Frankreich
Spaltung des Jakobinerclubs → Einige im Jakobinerclub wollten den Krieg erklären
(=Girondisten); die andere, wie Maximilien Robespierre, lehnten es ab
Manche Forscher gaben den Girondisten Recht; andere dachten, dass sie nur die
Revolution durch einen gemeinsamen Feind einigen wollten
Der König hätte jedenfalls profitiert: im Falle eines Sieges als Verteidiger seines Volkes
und im Falle einer Niederlage als König in einer von den ausländischen Mächten
wiederhergestellten Monarchie
Unter ihrem Wortführer Maximilien Robespierre gewannen die Jakobiner, die für eine
Republik waren, die Oberhand; König war nicht mehr zu halten
Die Nationalversammlung löste sich selbst auf und eine neue Versammlung
(Nationalkonvent) wurde auf der Grundlage eines gleichen Wahlrechts für alle Männer
gewählt
Der König wurde vom Konvent wegen Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt
Sommer 1792 → Revolution unter Druck geraten; im Krieg von den Monarchien
angegriffen und Teile der Bevölkerung wandten sich gegen der Revolution (vor allem
eidverweigernden Priestern)
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Sansculotten gewannen mit ihren Forderungen nach konsequenterem Vorgehen gegen
die Feinde der Revolution immer mehr Einfluss auf den Nationalkonvent
Die radikalen Jakobiner („Der Berg“) in Nk. Unter Führung von Maximilien gaben der
Revolution ab dem Sommer 1973 eine neue Richtung → mithilfe der Sansculotten
schalteten sie ihre politischen Gegner aus
Juni 1793 → Konvent ließt 29 Girondisten verhaften und anklagen; 21 von ihnen
wurden dann hingerichtet → die Diktatur der Jakobiner begann
Die Politik der Jakobiner
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24. Juni 1793 → dritte Verfassung vom Konvent verabschiedet worden →
Menschenrechte, soziale Grundrechte, Recht auf Arbeit und Recht der Armen auf
staatliche Unterstützung
Vorstellung von Gleichheit der Jakobiner und Sansculotten → alle hatten das gleichte
Recht zu wählen (politische Gl.), alle wurden vor Gericht gleich behandelt (rechtliche
Gl.) und alle sollten ungefähr dasselbe Einkommen und Reichtum haben
(wirtschaftliche Gl.)
Die neue Verfassung trat nie in Kraft weil Robespierre und seine Anhänger die
Demokratie bedroht sahen → Frankreich war im Krieg und musste sich gegen die
feindlichen Monarchien wehren; in manchen Gegenden Frankreichs begannen
Aufstände gegen die Regierung in Paris; Nahrungsmittel waren noch immer knapp
Um die gefährdete Revolution gegen Feinde zu verteidigen, errichteten die Jakobiner
ein besonderes Herrschaftssystem → die „Schreckensherrschaft“ → zentralisierten die
politische Macht in einem Ausschuss des Konvents („Wohlfartsausschuss)
Jeder musste Angst haben, als Gegner der Revolution hingerichtet zu werden → Albert
Soboul schrieb, dass sie Politik des Konvents nur deshalb Erfolg haben konnte, „weil
die Revolutionsregierung über eine Autorität verfügte, die von der
Schreckensherrschaft abgesichert war“
Die wichtigsten Maßnahmen der Jakobiner: Festlegung von Höchspreisen für Getreide;
Landgüter von in das Ausland geflohenen Adeligen werden in klienen Einheiten
preiswert an Kleinbauern verkauft; Einführung in der allgemeinen Wehrpflicht: alle
männlichen Franzosen werden in der Armee einberufen; Festlegung einer Obergrenze
für Löhne und für die Preise wichtiger Güter; staatliche Fürsorge für Kranke, Alte und
Bedürftige
Siehe S. 27 für „politische Gruppierungen in der Nationalversammlungen“
Napoléon
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Napoléon wurde 1769 auf der Insel Korsika geboren; wuchs unter ärmlichen
Verhältnissen auf
Trat freiwillig in die Revolutionsarmee ein und war mit 24 Jahren schon
Brigadegeneral; im Auftrag des Konvents eroberten seine Truppen die Stadt
Toulon, die von englischen Truppen besetzt war, für Frankreich zurück
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Inzwischen waren in Paris die Jakobiner entmachtet worden und ihre führenden
Politiker wie Robespierre wurden hingerichtet; gemäßigte Revolutionäre hatten
die Macht übernommen und das alte Zensuswahlrecht wurde wieder eingeführt
Napoléon rettete mit seinen Truppen die neue Regierung (das Direktorium) vor
einem Austand, mit dem die alte Monarchie wieder eingeführt werden sollte
Erhielt mit 26 Jahren zum Dank den Oberbefehl über die Truppen und errang in
kurzer Zeit entscheidende Siege
9. November 1799 → Napoléon wagte den Staatsreich und mithilfe seiner
Soldaten löste er das Parlament in Paris auf und ernannte sich selbst zum
Staatsoberhaupt → festigte seine Machte; krönte sich schließlich (1804) zum
Kaiser
In den folgenden Jahren konnte er fast ganz Europa erobern (außer England und
Russland) → erzielte er den größten Teil der Staatseinnahmen aus den besetzten
Länder → konnte die Staatsfinanzen ordnen, die französische Bevölkerung
entlasten und ein geordnetes Steuersystem entwickeln; Verwaltung des Staates →
militärischen Prinzip von Befehl und Gehorsam; niemand wurde mehr gewählt
Napoléon sicherte mit seinem Gesetzbuch „Code Napoléon“ alle grundlegenden
Rechte und persönlichen Freiheiten → nur in der Politik durft das Volk nicht mehr
mitbestimmen; Situation der Frauen änderte sich nicht
Unter der Führung Napoléons eroberte die fr. Revolutionsarmee fast ganz Europa
und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation endete
Napoléon ordnete die eur. Staatsgrenzen neu → die ehemaligen Feindstaaten
Preußen und Österreich ließ er in verkleinerter Form weiter bestehen → der Kaiser
bildete außerdem neue, künstliche Staaten → als Herrscher dieser Staaten setzte
Napoléon Mitglieder seiner Familie ein
Sechzehn selbständig gebliebene deutsche Staaten in der Mitte und im Süden
Deutschlands hatten durch die napoléonische Eroberung gewonnen → sie wurden
säkularisiert und mediatisiert → daraus entstanden nun 16 größere Flächenstaaten,
die sich der Schirmherrschaft Napoléons zusammenschlossen und aus dem
Deutschen Reich austraten, damit er endgültig zerfiel
Napoléon bewirkte in den neu gegründeten Staaten und in den besiegten
Feindstaaten Reformen → sie sollten alle von den Fortschritten der fr. Revolution
profitieren, so wie Napoléon es verstand → die Verwaltung wurde modernisiert
und alte Standespriviliegien wurden abgeschafft; eine echte Mitbestimmung des
Volkes gab es aber nicht sowie eine Gleichberechtigung der Frauen
Napoléon nutzte diese Staaten auch, um seine Armee und den fr. Staatshaushalt
zu stützen → Abgaben und Steuern, die an Frankreich gezahl werden mussten,
minderten die Begeisterung der deutschen Bevölkerung für Napoléon
Versuchte, auch Russland zu erobern → scheiterte; die Armee des russischen
Zaren hatte sich weit zurückgezogen und als der Winter kam war Napoléons
Armee zu schlecht besorgt; Soldaten starben an Kälte und Hunger → verlor den
größten Teil seiner Armee
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Die von Napoléon beherrschten Staaten verbündeten sich gegen ihn und besiegten
ihn in der „Völkerschlacht“ bei Leipzig; auch sein Volk vertraute ihn nicht mehr und
er wurde verbannt
1815 → versuchte seine Macht zurückzuerobern, unterlag seinen Gegnern jedoch
endgültig in der Schlacht bei Waterloo
1848: Revolution in Deutschland
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Im Frühjahr des Jahres 1848 kam es in Paris, Wien, Berlin und vielen weiteren
deutschen Städten zu revolutionären Unruhen; Menschen gingen auf die Straße und
setzten sich für die Lösung der aktuellen Problemen ein
Revolutionären Ereigniss → 3 Problembereiche → Ausbildung des Nationalstaates
(=nationale Frage); die verfassungsmäßige Absicherung von Rechten (=politische
Frage); Überwindung von Massenarmut und sozialer Not (=soziale Frage)
Der Wiener Kongress (1814/1815)
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Auf Einladung des österreichischen Kanzlers Metternich trafen sich die führenden
Politiker Europas; sie wurden zu einem Fest in der Villa von Metternich eingeladen
Die siegreichen Mächten ordneten die europäische Landkarte neu
Im Wiener Kongress beschlossen sie neue Staatsgrenzen → Frankreich bekam seine
alte Grenzen wieder; Preußen, Österreich und Russland erhielten ihre alten Gebiete
zurück und sogar noch größer → dabei achteten sie darauf, gleich mächtig zu werden
„Legitimität, Solidarität und Restauration“ (der Monarchie) zwischen Preußen,
Russland, Österreich, England und Frankreich→ damit wollten sie vermeiden, dass
jemand wie Napoléon wieder an die Macht kam
Prinzipien der Neuordnung Europas:
 Restauration: Wiederherstellung der alten politischen Zustände und Rückkehr
der Herrscherhäuser
 Legitimität: Rechtmäßigkeit der Herrscher von Gottes Gnaden
 Solidarität: Gegenseitige Hilfe zur Aufrechterhaltung der alten Ordnung und
zur Sicherung des Friedes
9. Juni 1815 →Kongress einigt sich auf die Konstruktion des „Deutschen Bundes“ (39
Staaten); dazu gehörten mit Teilen ihres Staatsgebietes auch Preußen und Österreich,
sowie ausländische Herrscher (Könige von England, Dänemark, Niederlande)
Eine gesamtdeutsche Regierung gab es nicht, die einzige deutsche Einricht war die
Bundesversammlung in Frankfurt → hier trafen sich einfach Gesandte, die sich als
Außenminister ihrer Staaten verstanden und auf die Souveranität ihres jeweiligen
Staates achteten
Beteiligte
territorial
politisch
Folgen
Frankreich (Talleyrand)
Keine Verluste, keine
Gewinne gegenüber den
Grenzen von 1789
Beibehaltung der
Großmachtstellung
England (Castlereagh)
Gewinne: Helgoland,
Malta, Kapkolonie, Ceylon
Gewinne: Finnland und
Teile Polens
Gewinne: Venetien und
Lombardei; Verzicht auf
Gebiete in Belgien und am
Rhein
Gewinne: Teile des
Rheinlands, Sachsen u.a.
Ausbau der Stellung als
Seemacht
Stärkste Landmacht
Der
Stellt
Der Wiener
Wiener Kon.
K. stellt
dasdas
europäische Gleichgewicht
europäische
wieder her und sichert
Gleichgewicht
wieder
her
damit
den Frieden
für eine
und sichert
lange
Zeit damit den
Frieden für eine lange
Zeit.
Die Volkër Deutschlands,
Polens und Italiens sind
enttäuscht, weil ihre
nationalen und liberalen
Hoffnungen nicht erfüllt
werden.
Die Heilige Allianz
entsteht um die
Prinzipien der
Neuordnung notfalls
militärisch durchzusetzen.
Russland (Zar Alexander I)
Österreich (Metternich)
Preußen (v. Hardenberg)
Deutsche Fürsten
Verschiebung nach
Südosten
(Donaumonarchie); Vorsitz
im Deutschen Bund
Stärkste Macht im
Deutschen Bund, „Wacht
am Rhein“
Gründung des Deutschen
Bundes (39 Staaten),;
Bundestag in Frankfurt
Der Liberalismus: eine neue Idee begeistert die Bürger
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Nach dem Wiener Kongress wusste man noch nicht, ob das monarchische Prinzip
beibehalten werden würde, oder ob aus den Untertanen freie Staatsbürger werden
sollten
Das Bürgertum hoffte, die zweite Variante würde Wirklichkeit → die Bundesakte von
Wien gab den Reformern diese Hoffnung; jedoch erließen nur wenige Fürsten
Verfassungen; Bürger, die Steuern zahlten, durften wählen und es gab Religions-,
Presse- und Meinungsfreiheit
In der Praxis → überhaupt nicht so; wenige Freiheitsrechten und für Jahrzehnte gar
keine Verfassungen in Preußen und Österreich
Die Herrscher der Restaurationszeit wollten Stabilität → wendeten sich gegen die
nationalen Bestrebungen der Völker, Ideale der Freiheit, Philosophie der Aufklärung →
Gehorsam war die erste Pflicht der Untertanen
Das Wartburgfest → vor allem die gebildeten Bürger und viele Studenten waren
empört; sie hatten in den Freiheitskriegen gegen die Truppen Napoléons ihr Leben
riskiert und jetzt blieben ihnen trotzdem die grundlegenden pol. Rechte verwehrt
Oktober 1817 → ersten großen Demonstration der deutschen Geschichte; etwa 500
Studenten und Porfessoren äußerten ihre Kritik an der Restauration auf der Wartburg
Die Gemüter waren erhitzt, in Reden wurde die nationale Einigung gefordert; abends
wurden Bücher verhasster Schriftsteller verbrannt, sowie ein österreichischer
Korporalstock und eine Uniform als Symbole der militärischen Unterdrückung
Als Karl Ludwig Sand, ein Student, August von Kotzebue, ein Schriftsteller, ermordete,
nahm Metternich die Tat als Anlass für Unterdrückungsmaßnahmen
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Karlsbader Beschlüsse → Verbot der Burschenschaften und der Farben schwarz-rotgold; staatliche Aufsicht für Professoren und Studenten, mit Androhung von
Entlassung und Berufsverbot; Presse- und Meinungsfreiheit wurden eingeschränkt;
Zeitungen und Zeitschriften wurden zensuriert, eine neue Ermittlungsbehörde musste
die politische Szene beobachten und alle revolutionären Umtriebe im Keim ersticken
(Verhaftung verdächtiger Personen und Polizeigewalt)
Karl Ludwig Sand wurde hingerichtet und viele Hunderte von anderen Menschen auch
Zeit des Biedermeier
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1839 → Eine Zeit, in der die Leute zu Hause alles schön, dekoriert und gemütlich haben
wollten
Sie „versteckten“ sich zu Hause; sie hatten Angst von der Unterdrückungsmaßnahmen
und sie äußerten seine Meinungen nur privat
Das Hambacher Fest
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1832 → Zeitungen berichteten über die Vorbereitungen zu einem Nationalfest , zu
dem Männer und Frauen jedes Standes und aus allen deutschen Stämmen ins
pfälzische Hambach eingeladen wurden
Initiatoren → Journalisten Siebenpfeiffer und Wirth; übernahmen das Marketing
Etwa 30000 Menschen versammelten sich am 27. Mai 1832 an der Schlossruine →
nicht nur Studenten und Professoren, sondern auch Kleinbürger, Handwerker und
Bauern, sowie viele Frauen
Zahlreichen Redner wurden gefeiert, überall wurde diskutiert
Was vom Hambacher Fest übrig blieb war die Erinnerung an ein großartiges Fest, von
dessen Stimmung noch Jahre später geschwärmt wurde
Die schwarz-rot-goldene Fahne stand von nun an für ein freies und geeintes
Deutschland
Die liberale Bewegung war trotz der Unterdrückungsmaßnahmen der Restauration nie
völlig zum Erliegen gekommen → die Ereignisse in Paris (1830) weckten überall in
Europa die Liberalen
Rede Siebenpfeiffers → Einigung des Deutschen Bundes; Verschwindung der
Hemmung und Bedrückung, Freiheit nicht von den Aristokraten erdrösselt
Soziale Not
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Verschlimmerung der wirtschaftlichen Lage (1. Hälfte des 19. Jh.) für die große Masse
der Bevölkerung → nach der „Bauernbefreiung“ waren viele Bauern nicht mehr
rechtlich abhängig von ihren Grundherren aber die meisten litten unter Zusatzlasten
und hatten sich hoch verschulden müssen
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Industrialisierung → Konsumgüter verbilligt; bedrohte alle, die nicht so produktiv
waren wie die Maschinen; aber die Industrie war nicht so fortgeschritten, dass sie eine
entsprechende Zahl von Arbeitskräften hätte aufnehmen und existenzsichernd
entlöhnen können
Trotz der Massenarmut kam es nur selten zu offenem Aufruhr → eine Ausnahme ist
der Aufstand der Weber in Schlesien, wo sie immer niedrigere Preise für die in
Heimatarbeit hergestellten Produkte zahlten
Die Aufständischen forderten eine bessere Bezahlung für ihre Produkte und
plünderten die Häuser vieler Fabrikanten → das Militär schlug diesen Aufstand blutig
nieder und viele Weber wurden zu Zuchthausstrafen verurteilt
Die schwierige Lage verschlechterte sich durch die Missernten von 1846 und 1847 →
das Angebot an Grundnahrunsmittel sank, die Preise stiegen (Marktkreislauf ;) ); bis
zum März 1848 spitzte sich die Lage immer mehr zu
Frühjahr 1848: Europa kämpft gegen die Restauration
Ursache
Ereigniss
Beteiligte
Forderungen
Folgen
Paris
Wien
Berlin
Louis Philippe weigerte
sich, das Zensuswahlrecht
aufzuheben; verbot
politische
Großverwaltungen zum
Thema Wahlrecht
Etwa 1500 Straßen
verbarrikadiert;
Bürgerkrieg gegen die
Königstruppen
Sie wollten Rechte und
eine Verfassung, diese
wurde ihnen nicht
gegeben; Missernte;
Unterdrückung
Große Menschenmenge
zwang den König zum
Abzug der Truppen
(Versammlung vor dem
Berliner Schloss, Petition)
Heftige Kämpfe in den
Straßen Wiens
Bürger, Handwerker,
Arbeiter, Königstruppen
Erhaltung des Wahlrechts;
Rechte
Monarchie wurde zu einer
Republik; 90000 Männer
erhielten den Wahlrecht;
Louis Philippe floh nach
England
Volk, Kaiser, Metternich
König gab schnell zu; zwei
Schüsse wurden von
einem Soldat geschossen;
Volk fühlte sich betrogen
→ Barrikaden, usw.
Volk, Soldaten, König
Verfassung und Rechte
Eine Verfassung wurde
versprochen und
Metternich floh
Rechte; nationaler
Einheit; liberale Politik
Am nächsten Morgen
brachte das Volk die
Leichnahme getöteter
Barrikadenkämpfer und
forderte „Hut ab!“; der
König gehorchte
Die erste deutsche Nationalversammlung
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Die Märzereignisse hatten die Fürsten zum Nachgeben gezwungen → kein Monarch
war gefallen, aber der Deutsche Bund existierte nur auf dem Papier
Süddeutschland → Bauern rebellierten gegen die Grundherren; zogen mit Sensen und
Äxten vor die Schlösser, verbrannten Urkunden, Schuldscheine und Bücher und
verlangten den Verzicht der Adeligen auf alle Privilegien → mit Erfolg; alten Vorrechte
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wurden gestrichen und somit war die Rev. Für meistens erfolgreich beendet; meisten
Bürger warteten auf die Verfassungen und Reformen
Niemand wusste, wie stark die alten, beharrenden Kräfte noch waren → 500 Liberale
trafen sich in Frankfurt (Frankfurter Vorparlament) → beschlossen, Deutschland
musste Wahlen zu einer Nationalversammlung machen; Termin: 1. Main 1848
Das improvisierte Unternehmen gelang und schon am 18 Mai 1848 trat die erste
Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche zusammen → Frankreicher
Abgeordneten waren vom Volk gewählten und galten als Vertreter der deutschen
Nation; für viele Abgeordnete war es nur eine Frage der Zeit, dann würde ein
einheitliches und freies Deutschland geschaffen sein
In der Paulskirche kamen mehr als 400 Abgeordnete zusammen, die fast alle aus den
gebildeten Schichten des Bürgertums gehörten (Ärzte, Pfarrer, Professoren); man
sprach verkürzend vom „Professorenparlament“
Wichtigste Aufgabe → Erarbeitung einer Verfassung, die die bürgerlichen Grundrechte
sichern musste; auch die Grenzen Deutschlands mussten diskutiert werden, sowie
welche Staatsform die beste sei (Republik, Wahlmonarchie, erbliche Monarchie?) und
ob das neue Staat als Bundesstaat oder Einheitsstaat zu organisieren sei
Es bildeten sich schnell Gruppierungen und verschiedenen Positionen entwickelten
sich → Gleichgesinnte Abgeordnete trafen sich in bestimmten Gasthäusern, wählten
Rednner, die ihre gemeinsame Ansicht vortragen sollten, und setzten sich bei
Parlamentsdebatten zusammen → „Parteien“
Demokraten (Republik) saßen links; Konservativen (erbliche Kaisertum) saßen rechts
und in der Mitte trafen sich die Anhänger einer parlamentarischen oder
konstitutionellen Monarchie
Man einigte sich dann, eine vorläufige Zentralregierung zu bilden und den Erzherzog
Johann aus Österreich als Reichverweser einzusetzen, aber eigene Machtmittel, wie
eine Armee, besaß er genauso wenig wie die Nationalversammlung
„Grundrechte des deutschen Volkes“ als Fundament der Verfassung; dann
Diskussionen um die Nationalitätenfragen: sollte der neu zu schaffende Staat nur
Gebiete umfassen, in denen Deutsche lebten? → dies würde ein Ausschluss größer
Teile des Vielvölkerstaates Österreichs bedeuten, was aus der Sicht Österreichs
unannehmbar war
Man einigte sich schließlich, auf eine kleindeutsche Lösung und grenzte damit
Deutsch-Österreich aus
Staatsform → Anhänger eines Bundesstaates konnten es durchsetzen
Die Regierung sollte einem frei zu wählenden Parlament verantwortlich sein
Die Abgeordneten wählten denn preußischen König zum erblichen Kaiser → feierlich
bot eine Delegation der Paulskirche dem König die Kaiserwürde an; als er diese
ablehnte, war das Verfassungwerk der Paulskirche zusammengebrochen
Die Regierungen in Preußen, Österreich, Sachsen, Bayern, Württemberg und weiteren
bedeutenden Staaten erkannten die Verfassung nicht an und zogen ihre Abgeordnete
zurück
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Anhänger der Revolution riefen an mehreren Orten dazu auf, die Errungenschaften zu
sichern und die Reichsverfassung durchzusetzen, aber die Truppen der Fürstenmächte,
vor allem aus Preußen, schlugen die Aufstände nieder
Mit der Kapitulation von 6000 Kämpfern in der Festung Rastatt war die Revolution
1848/1849 endgültig gescheitert
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