Sanierung mit Gewinn Energiesparendes Bauen und Sanieren Steglitz-Zehlendorf „Ein Planet in Gefahr“ Sehr geehrte Damen und Herren, „ein Planet in Gefahr“ so kennzeichnete der US-Präsident am Wahlabend eine seiner drei Hauptaufgaben. Um nicht weniger geht es bei der Herausforderung, unseren Beitrag im Bezirk zur Vermeidung eines Klimakollapses zu leisten. Ja, energetische Sanierung kostet heute Geld, in Zukunft sicher noch mehr. Dafür sparen Sie in den folgenden Jahren bei jeder Preissteigerung umso mehr Geld ein. Wie viel genau, hängt von der weiteren Preisentwicklung ab und von den baulichen Maßnahmen, die an Ihrem Haus / Ihrer Wohnung sinnvoll möglich sind. In dieser Broschüre wurde alles zusammengefasst, was Sie benötigen, wenn Sie Ihr Haus sanieren möchten; mit vielen nützlichen Kontakten „gleich um die Ecke“. Hier finden Sie Beratung, Umsetzung und auch gleich noch die notwendige Qualitätssicherung, die bei einer Sanierung erforderlich ist. In unserem Bezirk sind sieben von zehn Wohnungen älter als 30 Jahre. Sie kön- nen dazu beitragen, dass diese Gebäude in den nächsten 20 Jahren so saniert werden, dass sie nur noch das absolut Notwendige an Energie zum Beheizen benötigen. Hauseigentümer, Verwalter und Mieter können an einem Strang ziehen, damit uns dieses gelingt und die zweite Miete nicht weiter steigt. Dazu bietet der Aktionskreis wichtige Informationsveranstaltungen an, die auch aus Mitteln des Bezirks finanziert werden. Als zuständige Stadträtin auch für Jugend und Schule sehe ich darüber hinaus den wichtigen Lerneffekt einer solchen Broschüre. Sie macht Mut und zeigt: Wir können es schaffen, den Klimawandel erfolgreich zu bekämpfen, statt unser Geld nach Saudi-Arabien oder Russland zu senden. Wir haben alle Gewerke hier im Bezirk, und wir können Arbeitsplätze schaffen, die spannend und sinnvoll sind. Für die jungen Menschen, die unsere Schulen verlassen, müssen berufliche Perspektiven her. Die behutsame und sorgfältige Sanierung unserer Häuser erfordert die ganze Frau und den ganzen Mann und bietet vielfältige berufliche Herausforderungen. Die Bundesregierung hat mit der Erhöhung der Fördermittel für die energetische Sanierung genau das Richtige getan, um diesen Trend zu unterstützen. Unser Bezirk geht trotz knapper Mittel mit guten Beispielen voran. Wir haben eine Reihe von Gebäuden erfolgreich und beispielhaft saniert, und wir sind dabei, weitere Einrichtungen so herzurichten, dass sie auch die nächsten 100 Jahre gut genutzt werden können. Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nützliche Anregungen für Ihre kleine oder große Sanierung, damit Sie sich in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung noch lange wohlfühlen können. Anke Otto Stadträtin für Jugend, Schule und Umwelt 1 1. stellt sich vor Der Aktionskreis Energie hat sich im Jahr 2007 gegründet, um die erfolgreiche Arbeit des gleichnamigen Projektes fortzusetzen. Dieses startete im Sommer 2005 im Auftrag des Umweltamtes Steglitz-Zehlendorf unter der Regie der gemeinnützigen KEBAB gGmbH und hatte das Ziel, Bürger des Bezirks von der Notwendigkeit der Gebäudesanierung zu überzeugen. Die Investition in die energetische Verbesserung der Gebäude bedeutet für Privathaushalte der effektivste und nachhaltigste Beitrag zum Umweltschutz. Schließlich entfallen von den CO2-Emissionen der privaten Haushalte drei Viertel auf die Heizung und Warmwasserbereitung, in den Haushalten ohne Kraftfahrzeug sind es sogar 90 Prozent. Daher darf Gebäudesanierung nicht als bloße „Anstrichsanierung” verstanden werden, als Investition in die 2 Optik eines Gebäudes. Vielmehr verstehen wir darunter die Verbesserung der energetischen Qualität der Gebäude, um den Energieverbrauch deutlich zu senken. Damit werden nicht nur die CO2-Emissionen deutlich gesenkt, sondern bedeuten ebenfalls eine Sicherung gegen steigende Energiekosten. Neben dem Schwerpunkt „Information” durch Vorträge und Workshops versuchen wir, interessierten Bürger einerseits und Anbietern von Energiespartechnik, Beratern, Planern und Handwerksbetrieben andererseits eine gemeinsame Plattform des Austausches und der Kommunikation zu bieten. Ausstellungen zu den Fragen des Umweltschutzes und den vielfältigen Aspekten der Energieeinsparung durch Gebäudesanierung runden die Aktivitäten des Aktionskreis Energie ab. Ziel ist, im Bezirk die erste Anlaufstelle für Fragen des Energiesparens zu sein. Die Mitglieder des Vereins rekrutieren sich vornehmlich aus Besuchern der vielen Veranstaltungen des Aktionskreises. Sie haben sich laut Satzung unter anderem zur Aufgabe gesetzt, „die Einsparung der Energie und Verminderung der klimaschädlichen Gase durch energetische Optimierung von Gebäuden und Nutzung regenerativer Energie” zu fördern. Seit 2009 ist der Verein auch als gemeinnützig anerkannt, so dass Spenden steuerlich geltend gemacht werden können. Mit einem Beitritt zum Aktionskreis Energie e.V. können Sie unsere Arbeit unterstützen und damit einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Wilfred Pietschke 1. Vorsitzender Inhaltsverzeichnis Seite 1 Vorwort Frau Anke Otto (Bezirksamt) 1. Der Aktionskreis Energie e.V. stellt sich vor 2 Impressum 3 Branchenverzeichnis 4 2. 5 Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Bezirk Steglitz-Zehlendorf Nachhaltigkeitsziele des Bezirks 4. 4.1. 4.2. 4.3. Wärmeverlusten auf der Spur Thermografie Blower-Door-Test Heizungs-EKG 5. Die Novellierung der Energieeinsparverordnung 2009 und die Planung 2012 auf der Zielgeraden 24 6. Die energetische Gebäudesanierung aus Sicht von Mietern und Vermietern Der Berliner Mieterverein zur energetischen Sanierung Sanierung mit Gewinn – aber nur mit viel Glück Mietrechtliche Aspekte energetischer Einsparungen 26 7. 7.1. 7.2. Der richtige Weg – Heizen mit Klasse Heizen mit Klasse Berechnungsbogen mit Erläuterung 30 30 32 8. Energiespartipps 34 9. 9.1. 9.2. Verzeichnis: Unsere Autoren Wichtige Kontaktadressen 35 35 36 8 6.1. 3. Die Verminderung des Energieverbrauchs in Gebäuden 3.1. Energiesparende Maßnahmen im Gebäudebestand 3.2. Die Innendämmung – Am Beispiel der Waldsiedlung Onkel-Toms-Hütte Berlin-Zehlendorf 3.3. Fenster und Energieeinsparung 3.4. Die Heizungsanlage 3.4.1. Nicht auf den Gesetzgeber warten 3.4.2. Der hyddraulische Abgleich 3.5. Erneuerbare Energien bei der Gebäudesanierung 3.6. Schimmelpilzprobleme nach der energetischen Sanierung 3.7. Finanzierung und Förderung 10 10 6.2. 6.3. 26 27 29 11 12 13 13 14 16 18 19 www.alles-deutschland.de Messungen für Energie und Bauphysik Thermografie zertifiziert nach DIN EN 473, Level II G Vom VdS anerkannter Elektrothermograf G Luftfeuchtemessung zur Bewertung von Schimmelpilzschäden in Gebäuden G Aufnahme Lastgänge (Strom und Wärme) G Heizungs-EKG G Bestimmung von U-Werten an Fenstern und Außenwänden G IMPRESSUM Herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Trägerschaft. Änderungswünsche, Anregungen und Ergänzungen für die nächste Auflage dieser Broschüre nimmt die Verwaltung oder das zuständige Amt WEKA info verlag gmbh Lechstraße 2 D-86415 Mering Tel. +49 (0) 82 33 3 84-0 Fax +49 (0) 82 33 3 84-1 03 [email protected] www.weka-info.de www.alles-deutschland.de entgegen. Titel, Umschlaggestaltung sowie Art und Anordnung des Inhalts sind zugunsten des jeweiligen Inhabers dieser Rechte urheberrechtlich geschützt. Nachdruck und Übersetzungen sind –auch auszugsweise– nicht gestattet. Nachdruck oder Reproduktion, gleich welcher Art, ob Fotokopie, Mikrofilm, Datenerfassung, Datenträger oder Online nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Seite 21 21 21 22 12154038 / 1. Auflage / 2009 Quellennachweis: eins Entwicklungspolitik, mutz.de, Hans Joachim Krumnow (fotokrumnow), KEBAB gGmbH, Gunhild Reuter, THP Architekten, Variotec. Mobiles Umwelttechnik Zentrum Ingenieurgesellschaft mbH Wattstraße 10 · 13355 Berlin Tel.: 030 · 46 78 13-0 · Fax: 46 78 13-33 E-Mail: [email protected] Internet: www.mutz.de Technische Gebäudeausrüstung Analysen für Energiespar-Contracting Energieeffiziente TGA-Planung G Energetische Optimierung und hydraulischer Abgleich G Messtechnische Untersuchung von Heizungs- und Lüftungsanlagen G Geförderte Energieeffizienzberatung nach KfW, UEP und BAFA G G 3 Branchenverzeichnis Liebe Leserinnen, liebe Leser! Hier finden Sie eine wertvolle Einkaufshilfe, einen Querschnitt leistungsfähiger Betriebe aus Handel, Gewerbe und Industrie, alphabetisch geordnet. Alle diese Betriebe haben die kostenlose Verteilung Ihrer Broschüre ermöglicht. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.alles-deutschland.de. Branche Architektur Bäder Bauberatung Denkmalsanierung Elektrosmog Energetische Gebäudesanierung Energieberatung Energieeinsparung Erdgas Fassadendämmung Fassadengestaltung Fassadensanierung Fenster Gebäudesanierung Haus- und Grundbesitzerverein Heizung Heizungs-EKG Immobilien Immobilienbewertung Innenausbau Inneneinrichtung KfW-Förderung Seite 7, 8, 9, 14, 28, 31, U3 13 28 27 U3 4, 27 7, 8, 9, 14, 22 9 23 4 7 7, 9 12, 36 31 29 13, 14, 15, 16, 17 3 29 28 36 36 8 Branche Seite Maler Mieterschutz Mieterverein Möbelbau Nichtwohngebäude Photovoltaik Sachverständiger Sanitär Sanitäre Anlagen Schimmelbekämpfung Schimmelpilze Schlüsselfertiges Bauen Solar Solaranlagen Solarstrom Solartechnik Thermografie Wärmedämmung Wintergärten Zentralheizungsbau 7 28 28 36 9 17 7, 28, 31, U3 14, 15 15 7 U3 7 17, 23 15 17 16 3, 22 9, 31 12 15 U = Umschlagseite Wetten, Sie zahlen zu viel Heizkosten!? Öffnungszeiten: Montag - Freitag 6.30 - 17.00 Uhr Sto AG VerkaufsCenter Berlin Ullsteinstraße 98-106 12109 Berlin-Tempelhof Telefon 030 707937-100 Telefax 030 707937-130 [email protected] www.sto.de Heizen wird immer teurer – und belastet die Umwelt. Schieben Sie den Kosten einen Riegel vor – mit einer Investition, die sich auszahlt. Fragen Sie Ihren Malermeister nach Fassadendämmung von Sto. 4 2. Steglitz-Zehlendorf Der Klimawandel ist aus der Peak Oil: das Öl wird knapp Vorhersage zur Realität geworden. Wir brauchen ein ökologisches Aufbauprogramm Von Peter Schrage-Aden Klimaschutzbeauftragter In den letzten 100 Jahren ist die Temperatur weltweit um durchschnittlich 0,7°C gestiegen. Um sicherzustellen, dass sich das Weltklima um nicht mehr als 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau erhöht, ist es notwendig, die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre bei 400 parts per million (ppm) CO2 zu stabilisieren. Dies bedeutet: Der Anstieg der globalen Emissionen muss in den nächsten 10 bis 20 Jahren gestoppt werden. Dazu müssen die Emissionen bis 2050 auf unter die Hälfte des heutigen Niveaus absinken. Die Gerechtigkeit gegenüber den sich entwickelnden Ländern gebietet, dass die Emissionen der Industriestaaten bis 2050 überproportional um 80 % gegenüber 1990 abnehmen. Um das zu erreichen, soll der Primärenergieverbrauch um 50% sinken und der Anteil der erneuerbaren Energien auf 50% steigen. Das erfordert eine jährliche Senkung des Energieverbrauchs von mindestens 3%. In CO2-Emission bedeutet das: 10 t emittierte jeder Berliner im Jahr 2000. Das globale Klimasystem verträgt bei 6 Mrd. Menschen aber nur 2 t pro Kopf. Das entspricht der Klimabelastung eines Schweizer Bürgers um 1960. Dieser Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und globaler Veränderung des Klimas wird heute in der Wissenschaft nicht mehr in Frage gestellt. Gleichzeitig stieg der Ölpreis im Jahr 2008 auf über 150 Dollar pro Liter. Auch wenn er zur Zeit nachgegeben hat, so hat sich doch im letzten Jahr gezeigt, das Veränderungen nicht langsam und stetig sondern exponentiell auftreten. Vor 2 Jahren gab es noch die Befürchtung, dass der Preis für den Barrel auf 50 Dollar steigen 5 könnte, heute sind wir froh, wenn er unter 100 Dollar bleibt. Fazit: Das Öl wird tatsächlich knapp, die Klimaveränderung ist spürbar, wir müssen handeln. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat in den letzten Jahren viel im Klimaschutz getan. Von 2000 bis 2007 hat der Bezirk in seinen Gebäuden 14 % Nutzenergie eingespart. Trotz erheblicher und für Berlin beispielhafter Anstrengungen ist es nicht mehr. Die CO2-Bilanz sieht mit 15,2 % etwas besser aus, bleibt aber deutlich hinter den Zielen zurück. Dass mehr CO2 eingespart wurde als Energie liegt an der Ersetzung von Öl und Kohle durch das etwas klimafreundlichere Erdgas. Was wurde getan? 70% der Liegenschaften werden von Energiesparpartnern betreut, die sich verpflichtet haben, 22 bis 29 % Energie einzusparen. Ein weiterer Einsparpool ist ausgeschrieben. Die Standards beim Bauen und Sanieren wurden trotz knapper werdender Haushaltsmittel stetig nach oben verschoben und durch Bezirksamtsbeschluss verbindlich gemacht. Steglitz-Zehlendorf ist der erste Bezirk, der alle Gebäude mit mehr als 1000 m2 Nutzfläche schon 2006 mit Energiepässen ausgestattet hat. In den Energie- und Klimaschutzberichten wird darauf näher eingegangen. Sie sind auf der Webseite des Bezirks unter www.steglitz-zehlendorf.de einzusehen. In den letzten Jahren wurden eine Reihe von Gebäuden vorbildlich energetisch saniert. Diese Gebäude sind zu besichtigen. Der Bezirk hat mehrere große Gebäude für Sanierungsprogramme angemeldet. Für das Rathaus Zehlendorf laufen die Vorbereitungen für eine Sanierung auf Nullheizenergiehaus-Standard. Besonders gut gelungene Beispiele energetischer Sanierung Jugendfreizeitheim Albert Schweizer. Hier wurde nicht nur gespart, sondern auch die äußere Erscheinung deutlich verbessert. Friedhof Wasgensteig. In der Trauerhalle konnte trotz Denkmalschutzauflagen ca. 80 % Energie eingespart werden durch eine neue Verglasung und geschickte Regelung der Heizung. Grundschule Am Buschgraben wird zur Zeit aufwendig saniert Die Kosten steigen Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf wird 2008 über 8 Millionen Euro nur für Energieträger ausgeben. 2010 sind es voraussichtlich 10 Mill. €, wenn nicht gegengesteuert wird. Bei Wirtschaftlichkeitsberechnungen geht das Umweltamt von 8% Preissteigerung bei den Energieträgern aus. Das bedeutet, dass sich der Preis in 10 Jahren verdoppelt. Bis 2030 werden die Kosten für Energieträger bei gleichem Trend ohne Inflation auf 26 Mill. € steigen. Würden ab sofort keine Einsparungen mehr erzielt, würden sich die Kosten auf 45 Mill. € erhöhen. Einsparpotential und Beschäftigungseffekte Der durchschnittliche Energieverbrauch der Liegenschaften des Bezirkes betrug 2007 180 kWh/m2 und Jahr. 60 bis 70 kWh sind nach heutigem Standard bei einer Gebäudesanierung erreichbar, 40 bis 50 kWh werden angestrebt. Das Einsparpotential beträgt damit etwa 70.000 MWh Heizenergie pro Jahr. Das sind jedes Jahr 1000 Tankfahrzeuge mit Heizöl weniger. Bei den aktuellen Preisen beträgt das Einsparpotential fünf Millionen Euro pro Jahr. Für die Sanierung sämtlicher bezirkseigenen Gebäude mit 570.000 m2 werden 200 Millionen Euro benötigt. Der Bezirk hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030, also in den nächsten 21 Jahren, den Energieumsatz gegenüber dem Jahr 2000 zu halbieren. Dafür müssen 80 % der Gebäude auf das Niveau eines Neubaus saniert werden. Im Durchschnitt kostet eine Sanierung 350 €/m2. Gegenüber dem jetzigen Stand sind 7 Mill. € pro Jahr zusätzliche Mittel für die bauliche Unterhaltung erforderlich. Andernfalls ist das Energieverbrauchsentwicklung Bezirk Steglitz-Zehlendorf Prognose Jahr 1994 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2010 2020 2030 Energieverbrauch klimabereinigter Verbrauch / MWh 133.965 132.804 126.475 126.206 127.787 123.570 120.402 116.973 112.048 104.173 81.706 64.084 Veränderung gegenüber 2000 spez. Heizenergieverbrauch / kWh/m -4,68% -3,40% -2,13% -5,18% -7,58% -10,22% -14,00% -20,04% -37,29% -50,81% 2 237,2 211,3 200,4 199,5 202,4 195,3 189,8 183,7 175,0 161,1 121,4 90,3 6.303 7.003 6.425 6.680 6.690 7.456 8.102 8.588 10.229 18.318 32.804 31.834 30.345 30.223 30.618 29.664 28.913 28.090 26.907 25.016 19.621 15.389 -4,7% -5,1% -3,8% -6,8% -9,2% -11,8% -15,5% -21,4% -38,4% -51,7% -4,7% -0,4% 1,3% -3,1% -2,5% -2,8% Kosten Gesamtkosten in T€ CO2Ausstoß (Emissionen bezogen auf 2000) CO2 39.674 Veränderungen gegenüber 2000 Veränderungen gegenüber Vorjahr 6 -1,1% -4,2% -2,4% -2,4% -2,4% Klimaschutzziel nicht erreichbar. In der Bauwirtschaft geht man davon aus, dass 60.000 € Umsatz einen Arbeitsplatz sichern. Mit einem Investitionsprogramm, das die Klimaschutzziele des Bezirks bei den eigenen Gebäuden sichern könnte, würden 120 Dauerarbeitsplätze für einen Zeitraum von 20 Jahren erhalten bzw. geschaffen. men. Deshalb ist es erforderlich, die Sanierungsgeschwindigkeit mindestes zu vervierfachen, sollen in 20 Jahren alle Gebäude auf dem heutigen Niveau saniert sein. Mit einem solchen ökologischen Aufbauprogramm können allein im Bezirk 1.000 Dauerarbeitsplätze neu geschaffen werden. Arbeitsplätze schaffen bei der Regenerative Energien nutzen Einen ersten Einstieg gibt es bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe in bezirkseigenen Gebäuden durch den Bau zweier Pellet-Heizungen und durch den Bau thermischer Solaranlagen für Sportstätten. Wohnraummodernisierung Sieben von zehn Wohnungen sind im Bezirk Steglitz-Zehlendorf vor dem Jahr 1978 errichtet worden. Ein durchschnittliches Haus dieser Altersklasse verbraucht nach dem Berliner Heizspiegel 200 kWh Energie pro m2 im Jahr. Von den 12,4 Millionen m2 Wohnfläche im Bezirk sind 9 Millionen ungenügend gedämmt. Nach dem heutigen Tempo der Sanierung benötigen wir aber 100 Jahre, um den Gebäudebestand einmal zu sanieren. Zur Zeit wird nur bei 40 % der Gebäude, die saniert werden, auch eine Wärmedämmung vorgenom- Mehr Kompetenz für den Klimaschutz Es gibt viele Hebel um den Klimaschutz zu verbessern. Genau so, wie der Denkmalschutz ein Vetorecht bei Baudenkmalen hat, muss der Klimaschutz ein Vetorecht bekommen bei allen Bauten. Und so, wie der Denkmalschutz von dafür ausgebildeten Fachleuten wahrgenommen wird, muss der Klimaschutz von dafür ausgebildeten und akkreditierten Personen ausgeübt werden, auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung. Ansprechpersonen im Bezirk: Service Einheit Immobilien Leonid Kleimann Energiebeauftragter Tel.: 90299-7784 E-Mail: [email protected] Umweltamt Peter Schrage-Aden Klimaschutzbeauftragter Tel.: 90299-6142 E-Mail: [email protected] Die Haus-Klinik für Bauherren, Erwerber und Eigentümer von Immobilien Fassadensanierung – und Gestaltung unter energetischen und ökologischen Gesichtspunkten Baudienstleistungen C. Karl Tel. 030 - 66 30 39 46 · [email protected] Inh. Frank Duwe Teltower Damm 216 14167 Berlin Tel.: 030 / 852 14 43 H e i d e f e l d 3 1 14532 Kleinmachnow 콯 033203 – 88 65 25 Mobil 0174 – 5 85 10 74 I Bauschadengutachten I Energieberatung I Wertermittlung www.energiepass-immobilien.de 7 Nachhaltigkeitsziele des Bezirks Steglitz-Zehlendorf Die o.g. Sanierungsstandards werden stufen- Am 8.4.2008 beschloss das Bezirksamt Nachhaltigkeitsziele für 16 Handlungsfelder. Damit will der Bezirk die Verpflichtungen, die sich aus den Beschlüssen von Rio de Janeiro 1992 ergeben, umsetzen. Der Klimaschutz steht dabei naturgemäß im Mittelpunkt und wird von den ersten drei Handlungsfeldern abgedeckt. weise entsprechend der Detailuntersuchungen umgesetzt und sind immer dann einzuhalten, wenn andere Maßnahmen an dem Gebäude durchgeführt werden. Detailuntersuchung zur energetischen Sanierung von Gebäuden. Es werden zusätzliche Mittel zur Energieeinsparung bereitgestellt. Nutzermotivation insbesondere an Schulen. Handlungsfeld 1: Klimaschutz im Handlungsfeld 3: Förderung von Bezirk Die Gesamtausgaben aller Bürger und aller Einrichtungen für Energie belaufen sich im Bezirk auf 10 Milliarden €. Dabei werden 2 Mill. Tonnen CO2 freigesetzt und das Äquivalent von 800.000 t Öl, das ist ein Supertanker pro Monat, verbrannt. privaten Solarinvestitionen auf bezirkseigenen Gebäuden Das Bezirksamt verfügt über Gebäude, deren Dächer teilweise für die Errichtung von privaten Solaranlagen zur Stromerzeugung geeignet sind, und kann diese vermieten. Insbesondere können Dachflächen neu errichteter Gebäude oder nach einer Grunderneuerung genutzt werden. Der Bezirk hat sich verbindlich verpflichtet, alle neuen Dächer entsprechend auszulegen. Ziele und Indikatoren Da der Bezirk nur mittelbaren Einfluss auf seine Bürgerinnen und Bürger hat, fördert er die Einsparung von Energie durch mindestens 30 Schulungen und Informationsveranstaltungen pro Jahr. Handlungsfeld 2: Klimaschutz im eigenen Gebäudebestand […] Bei der Bewirtschaftung der Gebäude des Bezirks hat der Bezirk 2007 jährlich Strom und Wärme für 8 Mio. € bezogen. Dabei werden 35.000 Tonnen CO2 freigesetzt. […] Ziele und Indikatoren Es wird angestrebt, die CO2 -Freisetzung pro Jahr auf folgende Werte gegenüber 1990 zu senken: 2010 60 % 2030 50 % Weitere 20 % über Förderprogramme Jährlich wird ein Soll-Ist-Vergleich vorgelegt und die geplanten Maßnahmen für das Folgejahr dargestellt. Folgende Maßnahmen wurden u.a. zur Zielerreichung vereinbart: Festlegung von Neubau- und Sanierungsstandards für bezirkliche Dienstgebäude insbesondere für Fenster, Beleuchtung, Fassaden, Dach, Keller, Belüftung, Wärmeversorgung unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit über die Nutzungsdauer. Berücksichtigung von regenerativen Energieträgern (z.B. thermische Solaranlagen, HolzpelletHeizungen) und Erdwärme z.B. aus gasbetriebenen Wärmepumpen. Ziele und Indikatoren Maßstab für die Erreichung des Nachhaltigkeitsziels sind die Solaranlagen zur Stromerzeugung in Berlin auf landeseigenen Gebäuden. Bis 2011 sollen im Bezirk mindestens 20 % davon (bezogen auf die Spitzenleistung) errichtet sein. 2 Das ungelöste Problem: mechanische Belüftung Bei einer Dämmung auf das Niveau, das für Energie-Einsparverordnung 2009 geplant ist, sind mechanische Belüftungen zwingend erforderlich. Alternativ muss in Unterrichtsräumen alle 25 Minuten stoßgelüftet werden, da sich sonst CO2 anreichert. Dies ist eine technische und finanzielle Herausforderung, für die es noch keine erprobte Lösung in Berlin gibt. Angestrebt werden aktive Verschattungen und Lüftungskonzepte, die eine nächtliche Luftspülung des Hauses ermöglichen. 2 Die zusätzlichen Kosten dafür betragen 50 € /m . Bei der DENA werden zwei Standards unterschieden: Effizienzund Zukunftsstandard. Um den Effizienzstandard erreichen zu Nachhaltigkeit & Energieberatung Wolfgang Beck Dipl.Ing. Architekt 8 Bei 350 € /m Kosten der Sanierung hat sich die Investition innerhalb von 20 Jahren amortisiert. Werden die gesparten Instandhaltungskosten noch mit eingerechnet, erfolgt der Rückfluss der Mittel in kürzerer Zeit. Wo steht der Bezirk? Mehr als 25 % Einsparung sind im Schnitt durch Zur Vorbereitung jeglicher Sanierung müssen BeMaßnahmen an der Heizung, Regelung und Lüfstands-Untersuchungen durchgeführt werden. tung und durch Nutzermotivation nicht zu realisieEine solches Gutachten kostet für eine Schule ca. ren. Weitere 25 % müssen durch Sanierung der 5 - 10.000 €. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf wurGebäudehülle erreicht werden. den für energetische Gutachten 2008 erstmals 2 Der Bezirk bewirtschaftet 570.000 m Netto25.000,- € reserviert. Peter Schrage-Aden geschossfläche. Davon 2 sind ca. 350.000 m Schulgebäude. Im Kosten und Einsparung nach Sanierung Durchschnitt benötigen diese 2 Gebäude 180 kWh/m Heizenergie. Nach der Sanierung benötigt eine Schule noch ca. 2 50 kWh/m a an Heizenergie. Architektur 14109 Berlin Tel. 030 / 805 33 93 können, muss der Primärenergiebedarf von Neubauten um 20 %, für den Zukunftsstandard um mindestens 40 % unterschritten werden. Die Förderhöhe beträgt für den Effizienzstandard 450,2 2 € /m und für den Zukunftsstandard 550,- € / m . Zur Reduzierung des Primärenergiebedarfs auf Neubauniveau ist ein Betrag von durchschnittlich 2 350,- € /m erforderlich. Für eine durchschnittliche 2 Schule mit 5.000 m NGF werden also 2 Mill. € für die energetische Sanierung benötigt. E-Mail: [email protected] www.beck-bewusst-bauen.de arch-m energieberatung Ihr unabhängiger Energieberater in Berlin Initialberatung ab 150 €, geförderte BAFA-Energieberatung Beratung zur KfW-Förderung, EnEV Energieausweise + Gütesiegel Berechnungen für Nichtwohngebäude nach DIN 18599 Passivhaushäuser, Wärmebrückennachweise Dipl.-Ing. Hans-Stefan Müller - Architekt und Energieberater Camphausenstraße 7 - 14165 Berlin - [email protected] Tel: 030 / 42 80 49 22 - Fax: 030 / 42 80 49 23 www.arch-m.de Die Haus-Klinik für Bauherren, Erwerber und Eigentümer von Immobilien Energieberatung · Planung · Energieausweise DIMaGB Büro für Bauplanung und Energieberatung Verheizen Sie noch Geld ? Wärmedämmung für Ihr Haus ! Tel. 030 - 76 23 15 15 · [email protected] Wir beraten Sie gerne Energieeinsparung bis zu 40% Wärmeschutz = Klimaschutz Ingenieurbüro Planung und Koordinierende Bauleitung für Industrie und Haustechnik Inhaber: Dipl.-Ing. Michael Podlesny Energieberatung Innungsbetrieb seit über 40 Jahren Info 030- 75 70 56 00 www.fassadenrenovator.com Energieberatung Industrie - Gewerbe - Gebäude Brandschutz Planung Heizung - Sanitär - Klimatechnik - Elektro Zulassungen: KfW (Berater) - BAFA - dena - Baukammer Berlin Bauleitung Thermografie Fördermittelberatung Beymestraße 12 - 12167 Berlin Tel.: 030 . 306 913-11 - Fax: 030 . 306 913-12 www.lop-ing.de - E-Mail: [email protected] 9 3. Energieverbrauchs in Gebäuden 3.1. Energiesparende Maßnahmen im Gebäudebestand Zu den besonders erhaltenswerten Kulturgütern gehören die in verschiedenen Zeitepochen entstandenen Gebäude und städtebaulichen Strukturen in Verbindung mit Straßen und Plätzen. Der große Wohnbedarf nach dem zweiten Weltkrieg und die relativ geringen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel führten jedoch zu Wohnstrukturen, die sich von der Bausubstanz, die vor 1939 entstanden war, stark unterschieden. Typisch für Gebäude, die vor der ersten Wärmeschutzverordnung 1977 erstellt wurden, ist vor allem der hohe Energieverbrauch, verursacht durch die unzureichend wärmegedämmten und undichten Außenhüllen. Aufgrund der hohen Energiekosten und der Umweltbelastung sind energiesparende Maßnahmen ein äußerst 10 aktuelles Thema geworden. Sie verringern nicht nur erheblich den Energieverbrauch und -kosten, sondern tragen auch dazu bei, den sog. Treibhauseffekt und die hierdurch entstehenden Umweltkatastrophen zu minimieren. Ohne die Reduzierung der Treibhausgase werden die Umweltschäden, z. B. durch Überschwemmungen, Stürme und Dürre, zunehmen. Die künftigen Schadenskosten schätzt die UNO weltweit auf über 300 Milliarden Euro pro Jahr. Typische Wärmeverluste Um Schäden im Bereich der Gebäudehülle zu vermeiden, muss das Zusammenwirken vielfältiger physikalischer, chemischer und biologischer Prozesse berücksichtigt werden. Risse, Ausblühungen oder Pilzbefall sind Merkmale dieser Prozesse, die durch falschen Konstruktionsaufbau oder durch die Verwendung ungeeigneter Baustoffe verursacht sind. Baustoffe, Baukonstruktionen und Bauvolumen sind unveränderbare Größen der Gebäudehülle und beeinflussen in hohem Maße den Energieverbrauch des Gebäudes. In die Gesamtenergiebilanz eines Gebäudes sind deshalb Energieinvestitionen für die Herstellung der Baustoffe, Baukonstruktionen und die Energieversorgung des Gebäudes einzubeziehen. Umfassende Sanierungs- und energiesparende Maßnahmen müssen ganzheitlich geplant werden. Im Bereich der Außenwand können Änderungen an Grundrissen, Fensteranordnung die energiesparenden Maßnahmen unterstützen. Beispielsweise können Loggien in den Wohnraum integriert und durch Balkone ersetzt werden. Diese Baumaßnahmen führen zu weniger Energieverbrauch durch die Verringerung der wärmeübertragenden Außenwandflächen und schaffen zusätzliche Wohnfläche. einer zusätzlichen Platte oder Abdeckung aus Dämmmaterial. Nach der Ermittlung der Hauptschwachstelle in der Gebäudedämmung kann eine Liste mit den durchzuführenden Standardmaßnahmen erstellt und in den Nachrüstungs- bzw. Renovierungsplan integriert werden. Rolf Offermann 3.2. Die Innendämmung – Am Beispiel der Waldsiedlung Onkel-Toms-Hütte BerlinZehlendorf Berlin hat eine Vielzahl von denkmalgeschützten Wohnsiedlungen. Aufgrund der hohen Denkmalschutzauflagen besteht ein erheblicher Sanierungsstau. Der Leerstand ist relativ hoch, da viele Wohnungen aufgrund fehlender Dämmstrategien in strengen Wintern unzumutbar kalt sind und Feuchteschäden aufweisen. Am Beispiel der Sanierung eines vom UNESCO-Weltkulturerbe-Architekten Bruno Taut entworfenen Reihenhauses in der Waldsiedlung OnkelToms-Hütte in Berlin Zehlendorf wird die Anwendung von Innendämmung dargestellt. Ausgangspunkt der Konzeption war der Wunsch der neuen Eigentümer, in dem denkmalgeschützten Reihenhaus die Wohnqualität und Behaglichkeit zeitgemäß zu verbessern und den Energiebedarf nach Sanierung auf ein Drittel zu verringern. Das Büro THP Architekten wurde im ersten Schritt mit der Vor-Ort-Beratung beauftragt. Im Ergebnis wurde eine Dämmstrategie mit Innendämmung in Verbindung mit einem Lüftungskonzept vorgeschlagen. Innendämmung ist ein Thema, das zu Recht in der Literatur und Praxis sehr kritisch beurteilt wird, weil die Dämmung „auf der falschen Seite“ angeordnet ist, weshalb viele Architekten den Umgang meiden. Aus Sicht der Bauphysik ist jedoch eindeutig Innendämmung besser als gar keine Dämmung, da die Gefahr von Schimmelbildung und die hohe Kältestrahlung der Außenwände in jedem Fall reduziert werden müssen. Im vorliegenden Beispiel wurde Innendämmung in einer Stärke von 60 mm konzipiert. Damit bleiben Wohnraumverluste auf ein Minimum beschränkt, die Temperaturen auf der Innenwand werden deutlich angehoben. Andererseits werden die Au- Der Wärmedurchgang von Außenwandflächen kann durch Verbesserung der Dämmung verringert werden. Dies geschieht im Allgemeinen durch die Anbringung 11 ßenwände stark ausgekühlt. Daher sind Wärmebrücken konsequent zu bearbeiten. Wie eine rote Linie müssen die Luftdichtheit und die Innendämmung daher ununterbrochen durchgehen. THP Architekten stimmten das bauphysikalische Konzept mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde ab. Hierbei war es aus Sicht der Architekten unverzichtbar, die Innenkastenfenster gegen ansichtsgleiche Nachbauten auszutauschen. Nur so konnte eine wärmebrückenreduzierte Konstruktion erreicht werden. Es wurde erstmals im Bezirk ein positiver Vorbescheid erteilt, die Innenfenster auszutauschen. Die zuständige Behörde erklärte das Projekt zum Modellvorhaben im Denkmalschutz. Zu planen sind alle Decken- und Wandanschlüsse. In keinem Fall dürfen Innenwandtemperaturen unter 12,8 Grad Celsius liegen, weshalb Innendämmung immer eine kompetente Planung und Bauüberwachung voraussetzt. Mit der gut gedämmten Gebäudehülle kann der Energiebedarf weitgehend regenerativ gedeckt, der Primärenergiebedarf um 88 % und der Bedarf an Heizwärme um 75 % gesenkt werden. Das Gebäude erreicht nach Sanierung einen um ca. 30 % besseren Standard als Neubauten. 3.3. Fenster und Energieeinsparung Dem Bauteil Fenster kommt bei der Modernisierung von Bestandsgebäuden eine Schlüsselrolle zu. Die Auswirkungen von Arbeiten an den Fenstern, sei es eine Verbesserung der Bestandsfenster oder eine komplette Erneuerung, sind erheblich: Fenster wirken sich auf Wärmeverluste, Wärmezugewinne (Sonneneinstrahlung) und den Luftaustausch aus; Fenster definieren auch eine Maßsituation, z. B. beim Anschluss eines Vollwärmeschutzes. Die Erfahrung aus Modernisierungen zeigt, dass man leider viel verkehrt machen kann. Probleme oder gar Schäden entstehen häufig dann, wenn ausschließlich Maßnahmen an den Fenstern durchgeführt werden und weitergehende Aspekte unberücksichtigt bleiben. 1. Feuchteprobleme Mit dem Einbau von Dichtungen in ältere Bestandsfenster oder mit einem vollständigen Fensteraustausch werden die nutzerunabhängigen Luftwechsel stark reduziert. Solche „mo- Fazit: Klima- und Denkmal- schutz sind wirtschaftlich vereinbar. Die Maßnahmen werden durch KfW-Förderung bezuschusst und sind steuerlich absetzbar. Andreas Hoffmann (†) Inger-Johanne Tollaas THP Architekten Berlin Fenster Türen Wintergärten Rollläden Lebensräume zum Wohlfühlen Peter Ahner & Co. GmbH Mürwiker Straße 12 14167 Berlin-Zehlendorf Tel.: (0 30) 81 77 432 E-Mail: [email protected] 12 Kompetenter Partner Tischlerei Im Gewerbepark 15831 Groß Kienitz Tel.: (03 37 08) 5 93-0 Fax: (03 37 08) 5 93-11 dernen“ Fenster sind 10- bis 20-mal dichter als die Verbund- oder Kastenfenster ohne Falzdichtung. Im Ergebnis verbleibt die von den Nutzern unweigerlich produzierte Feuchtigkeit in wesentlich höherem Maße in der Raumluft. Die erhöhten Feuchtebelastungen können dann zu Schimmelpilzbildungen auf Oberflächen führen. Es ist zwingend erforderlich, die Feuchtigkeit aus der Raumluft durch häufiges Stoßlüften nach außen abzuführen. Die dafür erforderlichen kurzen Intervalle sind jedoch den Nutzern in der Regel nicht zuzumuten. Aus fachtechnischer Sicht bedarf es deshalb stets parallel einer Lüftungsplanung, um den erforderlichen Mindestluftwechsel unabhängig vom Nutzer sicherzustellen. Hierfür gibt es vielfältige Lösungen, z. B. feuchtegeregelte Luftdurchlässe, integriert in die Fensterkonstruktionen. 2. Fensteranschlüsse Nicht selten wird in Etappen modernisiert. Fenster werden ausgetauscht, der Vollwärmeschutz kommt einige Jahre später. Befinden sich die Fenster hinter Mauerwerksanschlägen, wird es mit dem Vollwärmeschutz maßlich kritisch. An den Außenleibungen kann in diesem Fall nur eine sehr dünne Dämmung realisiert werden. Es ergeben sich in diesen Bereichen recht hohe Wärmeverluste, die den Einspareffekt durch den Vollwärmeschutz oder die neuen Fenster sehr negativ beeinflussen. Aus diesem Grund sollte eine Fassadenmodernisierung stets ganzheitlich erfolgen, d.h. Fensteraustausch und Vollwärmeschutz als gleichzeitige und maßlich abgestimmte Maßnahme. Fazit: Fenstermodernisierun- gen haben erhebliche Auswirkungen auf die bauphysikalischen Gegebenheiten in Gebäuden. Zur Gewährleistung der Raumhygiene und zur Ausschöpfung der möglichen Energie-Einsparpotentiale muss „über den Tellerrand“ gesehen werden. Weitergehende bauphysikalische Untersuchungen sind unumgänglich. Dirk Sommer 3.4 Die Heizungsanlage 3.4.1 Nicht auf den Gesetzgeber warten Seit der Gesetzgeber vor einige Jahren mit der Energieeinsparverordnung den Austausch von Heizanlagen bestimmt hat, die vor 1978 errichtet wurden, sollten solche Fossile nicht mehr im Keller anzutreffen sein. Doch selbst Anlagen, die bereits 15 bis 20 Jahre alt sind, können nicht unbedingt als taufrisch gelten. Wenn wir auf ein dreißig Jahre altes Auto treffen, fangen die Augen an zu leuchten. Doch in der Regel erfreuen wir uns am Äußeren eines solchen Fahrzeugs, sind jedoch weniger davon begeistert, dass dessen Motor 10 bis 15 Liter Sprit durch den Vergaser laufen lässt. Und die wenigsten von uns werden ein solches Automobil für die tägliche Fahrt ins Büro verwenden. Hier möchte man schon den technischen Fortschritt für sich nutzen. Auch die Hersteller von Heizungsanlagen haben in den Jahren intensiv die Energieeffizienz der Technik erhöht. Die Verbrauchsminderung eines modernen Brennwertkessels lässt sich mit dem Fortschritt in der Automobiltechnik vergleichen. Darüber hinaus bieten die Pumpenhersteller mittlerweile Hocheffizienzpumpen an, mit dem sich beispielsweise auch der Stromverbrauch sehr deutlich, bis zu 80 Prozent, reduzieren lässt. An dieser Stelle soll auch auf einen weit verbreiteten Irrtum eingegangen werden. Sehr oft sind wir mit der Auffassung konfrontiert, dass die jährliche Abgasmessung keine Auffälligkeiten ergeben habe und die Heizungsanlage deshalb in Ordnung sei. Hier hilft uns wieder der Vergleich zum Auto: Diese Abgasmessung ist mit der Abgasuntersuchung AU zu vergleichen. Auch ein 30 Jahre altes Auto wird die so begehrte Plakette erhalten, die besagt, dass die zulässigen Schadstoffgrenzwerte eingehalten sind. Sie sagt aber nichts darüber aus, ob beispielsweise die gewünschte Leistung nicht auch mit einem deutlich geringeren Verbrauch erreicht werden kann. Hinzu kommt, das bei der CO2-Messung die Heizung kurzfristig auf Volllast gefahren wird. Dieser Betriebszustand wird in der Praxis eher selten, in der Regel nur an sehr kalten Tagen erreicht. Gerade aber die Betriebszustände im unteren Lastbereich begünstigen einen höheren Energieverbrauch. Moderne Anlagen, insbesondere auch die Regelungsanlagen, wurden hierfür verbessert. Häufig las- Ihr Spezialist für Wärme und schöne Bäder. Altvaterstraße 1 | 14129 Berlin | (030) 802 89 65 | www.ro-do.de 13 sen sich zusätzlich erneuerbare Energien wie Sonnenenergie durch einen Solaranlage nutzen oder gar die Anlage vollständig auf erneuerbare Energie umstellen. Drei Viertel der Energie in den Haushalten werden für die Heizung und die Warmwasserbereitung aufgewendet. Eine Investition in die Heizungsanlage senkt daher nicht nur die Schadstoffbelastung, sondern entlastet merklich das Budget. Die regelmäßige Wartung und Kontrolle der bestehenden Anlagen sollte selbstverständlich sein, denn nur so ist ein dauerhafter kostengünstiger Betrieb gewährleistet. Für all diese Fragen stehen Ihnen die Handwerksbetriebe Sanitär Heizung Klempner Klima als kompetente und zuverlässige Partner zur Seite. Alexander Dobriloff 3.4.2 Der hydraulische Abgleich In den letzten Jahren wird in Fachkreisen rund um Immobilien vermehrt über das Thema „Hydraulischer Abgleich“ gesprochen. Was hat es damit auf sich? kann die Vermutung einer nicht abgeglichenen Anlage schon fast zur Gewissheit werden. Nicht selten treten die o.g. Probleme auch „plötzlich“ nach erfolgter energetischer Sanierung von Gebäuden auf. Die Umkehrung gilt jedoch nicht: Das Fehlen dieser Anzeichen ist kein Hinweis auf eine hydraulisch gut einregulierte Anlage! Falsche Maßnahmen Meistens wird bei Klagen von Bewohnern über mangelhafte Heizleistung einzelner Heizkörper eine nicht ausreichende Pumpenleistung (Förderhöhe) oder eine zu geringe Vorlauftemperatur diagnostiziert. Als Folge wird dann die Pumpe durch ein stärkeres Exemplar ersetzt und vielleicht noch die Vorlauftemperatur angehoben. Das Ergebnis: warme Heizkörper – gibt scheinbar dem Heizungsmonteur Recht. In Wahrheit jedoch liegen hier die Dinge etwas komplizierter und die häufig ergriffenen Maßnahmen sind in der Regel eher kontraproduktiv (Geräusche) oder auf Dauer sehr unwirtschaftlich (Wärmeverluste, Stromkosten). Häufige Phänomene, die auf eine hydraulisch nicht einregulierte Heizungsanlage hindeuten: Das eigentliche Problem knarrende, brummende oder auch pfeifende Töne aus der Heizungsanlage, deren genauer Ursprung schlecht oder gar nicht zu identifizieren ist, Klagen von Bewohnern, dass bestimmte Heizkörper nicht ausreichend, gar nicht oder z. B. nach Nachtabsenkungen erst sehr spät warm werden. Wenn diese Heizkörper nun auch noch am Ende eines langen Heizstranges (im Verhältnis zu den anderen) liegen, Das von der Umwälzpumpe durch das Heizungssystem gepumpte Heizungswasser legt auf seinem Weg zu den einzelnen Heizkörpern unterschiedlich lange Wege durch das Verteilungssystem zurück. Dabei durchströmt es unterschiedlich lange Rohrstrecken, teilweise mit unterschiedlichen Durchmessern sowie verschiedene Armaturen oder Rohrbiegungen. Diese Elemente einer normalen Heizungsanlage setzen dem durchströmenden Wasser Wider- stände entgegen, die die Umwälzpumpe überwinden muss. Diese Widerstände, die von verschiedenen Faktoren wie Strömungsgeschwindigkeit des Wärmeträgermediums (Wasser) oder dem Zustand der Rohrinnenwand (Rauhigkeit) abhängen, bewirken entlang des Verteilungsstranges von der Pumpe bis zum Heizkörper eine Druckabnahme. Das heißt: Je länger der Strang und je größer die Zahl der Armaturen in diesem Strang ist, desto größer ist der Druckverlust im System. Um so niedriger ist der verbleibende Druck an dem entsprechenden Heizkörper – und umgekehrt. Insgesamt entstehen hydraulisch, d. h. auf den Druck im System bezogen, sehr unausgewogene Verhältnisse. Diese machen sich in Geräuschen (durch entstehende Schwingungen an Stellen mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten) oder durch mangelhafte Versorgung einzelner Heizkörper bemerkbar. Besonders problematisch sind unabgeglichene Anlagen in Verbindung mit Brennwert-Wärmeerzeugern. Diese Technik setzt für einen optimalen, energiesparenden Betrieb niedrige Rücklauftemperaturen voraus, möglichst über viele Betriebsstunden eines Jahres. Unabgeglichene Heizungsanlagen weisen regelmäßig zu hohe Rücklauftemperaturen auf, weshalb die Anlage weniger als möglich, u. U. fast gar nicht im sog. Kondensationsbetrieb „fährt“. Damit verliert ein teures System seinen Vorteil, nämlich die Rückgewinnung der Verdampfungswärme aus dem Rauchgas. Der richtige Lösungsansatz Über den hydraulischen Abgleich löst man das Problem dadurch, dass möglichst genau abgestimmte Durch- Sanitär · Heizung · Solar Heizungs-Check · Energiesparanlagen Teltower Damm 180 14167 Berlin 14 콯 0 30 / 845 772-0 E-Mail: [email protected] Gas – Wasser – Heizung Badmodernisierung – Planung – Solar-Anlagen Emmichstraße 34 12249 Berlin Büro: Weichselstraße 58 12045 Berlin Tel. 775 80 77 Fax 775 80 10 eMail [email protected] internet www.wolfsegger-install.de • Heizung • Solar • Komplettbäder • Wartung und Notdienst Ringstraße 25 12205 Berlin-Lichterfelde 833 00 39 Fax 833 01 67 Altengerechter Badumbau (Haltegriffe) Badstudio Notdienst 030/833 12 42 Moltkestr. 50 · 12203 Berlin HeizungsSanitär- und Gasanlagen Wir bauen energiesparende Heiztechnik mit Öl, Gas und Solar 15 flusswiderstände in den Heizkreis „eingebaut“ werden. Die sorgen dafür sorgen, dass unabhängig vom Standort des Heizkörpers – ob im Erdgeschoss eines Gebäudes oder im Dachgeschoss – maximal die Menge an Heizungswasser durch einen Heizkörper fließt, die notwendig ist, die Wärmeverluste des entsprechenden Raumes zu kompensieren – und nicht mehr. Auf diese Weise wird eine sehr ausgeglichene Verteilung der Volumenströme im Heizungssystem erreicht, ohne dass es zu unausgeglichener Versorgung einzelner Räume oder zu lästiger „Heizungsmusik“ kommt. Diese oben erwähnten „Widerstände“ sind genau zu bemessen und werden an entsprechend ausgestatteten (voreinstellbaren) Thermostatventilen eingestellt. Die grundsätzlich auch mögliche Einstellung an Rücklaufverschraubungen ist nur eingeschränkt zu empfehlen, weil die Durchflussquerschnitte konstruktionsbedingt dort sehr eng und damit verstopfungsgefährdet sind. Der Aufwand, den der hydraulische Abgleich erfordert, ist je nach Objektgröße und Komplexität der Anlage sehr unterschiedlich. In Bestandsgebäuden muss in der Regel die Heizlast raumbezogen ermittelt werden, was je nach Genauigkeit unterschiedlichen Aufwand erfordert. Heizungsanlagen in großen Bestands-Objekten verursachen häufig einen größeren Aufwand, weil zunächst das Anlagen- schema „recherchiert“ werden muss. Allgemeine Hinweise auf mögliche entstehende Kosten sind deshalb nicht möglich. Bei Neuanlagen in großen Objekten werden die Einstellwerte für das Ventil jedes Heizkörpers „Software-gestützt“ ermittelt. Die Rechtslage Nach der VOB – DIN 18380 sind neue Anlagen hydraulisch abzugleichen, ggf. Strangregulierventile einzubauen. Das gilt nicht nur für Neubauten, sondern insbesondere auch dann, wenn im Bestand umfangreiche Änderungen an der Heizungsanlage vorgenommen worden sind. Erfahrungen haben gezeigt, dass über 80 Prozent der Heizungsanlagen im Bestand nicht abgeglichen sind. (siehe auch „OPTIMUS“ – Studie Wolf/Jagnow zum hydraulischen Abgleich von (Bestands-) Heizungsanlagen.) Zusammenfassung Nicht abgeglichene Heizungsanlagen verursachen nicht nur Komfort-Probleme, sondern auch Energieverluste und damit Kosten. Besondere Probleme entstehen in Verbindung mit modernen Brennwert-Heizungsanlagen. Ein Großteil aller Heizungsanlagen im Bestand ist nicht oder nur unzureichend hydraulisch abgeglichen. Wir beraten Sie gerne Es ist (noch) nicht davon auszugehen, dass alle Heizungsbaubetriebe in der Lage sind, einen hydraulischen Abgleich sachgerecht durchzuführen. Die Einregulierung der Heizungshydraulik von Bestandsgebäuden kann je nach den Gegebenheiten vor Ort mit sehr unterschiedlichem Aufwand und damit Kosten verbunden sein, andererseits kann sie aber längerfristig viel Energie und oft auch Ärger mit unzufriedenen Mietern ersparen. Christian Kirscht 3.5. Erneuerbare Energien bei der Gebäudesanierung Im neuen Erneuerbare-EnergienWärmegesetz (EEWärmeG) wird der Einsatz von Erneuerbaren Energien beim Neubau zur Pflicht. Dessen ungeachtet bietet sich der Einsatz von Solaranlagen, Wärmepumpen oder Pelletheizungen auch bei einer Sanierung in Bestandsgebäuden an. Generell spricht man von Erneuerbarer oder auch regenerativer Energie, wenn Energie aus Quellen genutzt wird, die dauerhaft zur Verfügung stehen (Sonnenenergie, Erdwärme), aus nachwachsenden Rohstoffen (Holz) besteht oder deren Nutzung als CO2-neutral eingeschätzt wird. Gerade Sonnenkollektoren müssen mittlerweile nicht mehr als Nischenprodukt angesehen werden. Darüber HU - Gebäudetechnik OHG Beratung · Planung · Ausführung · Wartung · Service Heizungsanlagen Sanitäre Anlagen Solaranlagen Wärmepumpen Energieoptimierung 24-h-Notdienst Mittelstraße 1 · 14163 Berlin Telefon (030) 801 66 62 · Telefax (030) 80 90 39 93 www.woermann-und-soehne.de 16 Zitadellenweg 34 · 13599 Berlin · Tel.: 030 / 367 57 99-0 Fax: 030 / 367 57 99-29 · Mobil: 0171 / 27 23 899 E-Mail: [email protected] · Internet: www.hu-gt.de hinaus haben steigende Öl- und Gaspreise für eine verstärkte Nachfrage nach Alternativen wie Wärmepumpe und Pelletheizung geführt. genutzten Solarstrom erhält man eine Vergütung, die zur Refinanzierung der Investition in eine PhotovoltaikAnlage eingesetzt werden kann. Bei dem Einsatz alternativer Energieressourcen wie Sonnenenergie und Erdwärme ist jedoch eines ganz deutlich hervorzuheben: Diese Energiequellen werden nie direkt verwendet, sondern immer über Trägermedien, die die genutzte Energie nur in Teilen zur Erwärmung des Gebäudes nutzbar machen. Die Größe der Anlagen ist natürlich aus wirtschaftlichen und räumlichen Gründen beschränkt. Deshalb ist es ganz bedeutsam, dass der Energiebedarf der Gebäude vor dem Einsatz erneuerbarer Energien deutlich gesenkt wird. Mit anderen Worten: ein solches Gebäude braucht eine Wärmedämmung und eine Fenstersanierung, um den Energiebedarf mindestens zu halbieren. Je nach Mittelseinsatz kann der Energiebedarf sogar um bis zu 90 Prozent vermindert werden. Die thermische Solaranlage liefert in der Regel in den Sommermonaten die vollständige Energie zur Warmwassererwärmung, in den Wintermonaten dient sie zur Unterstützung. Im Jahresdurchschnitt können Solaranlagen etwa 60 Prozent der Energie für die Warmwasserbereitung liefern. Die Eignung eines Gebäudes für den Einsatz von Solaranlagen ist abhängig von einer möglichen Verschattung durch Baumbestand oder Nachbargebäude, von der Ausrichtung und Neigung des Daches (möglichst nach Süden) und von der Größe der Dachfläche. Eventuell vorhandene Auflagen des Denkmalschutzes oder einer Erhaltungssatzung können unter Umständen eine Installation verhindern. Die Solaranlage Bei der Sanierung kommt eine Solaranlage in der Regel als thermische Anlage zum Einsatz, die zur Unterstützung der Heizung und der Warmwasserbereitung dient. Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung hingegen werden dabei nur zusätzlich eingesetzt, sofern große Flächen zur Verfügung stehen. Der mit solchen Anlagen gewonnene Strom kann im Gebäude direkt genutzt werden, der Überschuss wird in das örtliche Stromnetz eingespeist. Sowohl für den eingespeisten als auch den selbst Die Wärmepumpe Wärmepumpen nutzen die Erdwärme mit dem technischen Prinzip eines umgekehrten Kühlschranks. Die Wärme wird dem Erdreich über Sonden, die in Bohrungen mit einer Tiefe von bis zum 100 m eingebracht werden, oder über in der Fläche verlegte Kollektoren entzogen. Letzte kommen in der Regel beim Neubau zum Einsatz, da die zur Verfügung stehende Fläche des Gartens noch nicht angelegt ist. Bei kleineren Grundstücken oder beim nachträglichen Einbau im Zuge einer Sanierung kommen Sonden zum Einsatz. Hierbei ist zu beachten, dass diese Bohrungen genehmigungspflichtig sind und in Wasserschutzgebieten nicht eingesetzt werden dürfen. Darüber hinaus muss für die Bohrungen, die von dafür spezialisierten Firmen durchgeführt werden, mit nicht unerheblichen Kosten gerechnet werden, die von der örtlichen Situation und der Anzahl und Tiefe der Bohrungen abhängen. Darüber hinaus gibt es auch sogenannte Luftwärmepumpen, die der Außenluft Wärme entziehen und auch noch bis Temperaturen um den Gefrierpunkt Energie liefern. Um die Erdwärme zu nutzen, werden die Temperaturen des Erdreiches auf das Temperaturniveau eines Gebäudes angehoben. Bei diesem Prozess kommt in der Regel eine elektrische Pumpe zum Einsatz, die ihrerseits natürlich Energie verbraucht. Je geringer der Temperaturunterschied ist, desto effizienter kann die Wärme- I Sonnenstrom Neueste Technologie Planung, Projektierung und Realisierung von Photovoltaik-Anlagen. Bumiller Neue Energien GmbH Großbeerenstraße 13a 10963 Berlin Tel. (030) 21 75 23 41 E-Mail [email protected] w w w. b u m i l l e r - g m b h . d e 17 pumpe arbeiten. Daher empfiehlt sich die Verwendung einer Fußbodenheizung, da dort deutlich geringere Vorlauftemperaturen benötigt werden, als dies in klassischen Radiatorheizungen der Fall ist. Weiterhin ist zu beachten, dass die Luftwärmepumpe bei niedrigen Außentemperaturen (ab minus 5 bis 10 Grad Celsius) nicht genügend Wärme zur Beheizung liefern kann, so dass zusätzlich geheizt werden muss, in der Regel dann durch Strom. Gerade in kalten Wintern können die Energiekosten dadurch recht hoch werden. Deswegen gilt auch hier der eingangs erfolgte Hinweis, dass die Gebäudehülle eines regenerativ beheizten Gebäudes unbedingt ertüchtigt werden sollte. Die Pelletheizung Der Energieträger Holz und damit z. B. Pellets – zu kleinen Stäbchen verarbeitetes Abfallholz – fällt deshalb unter die erneuerbaren Energien, da er in überschaubaren Zeiträumen nachwächst, im Gegensatz zu Öl und Kohle, deren Vorkommen als endlich zu betrachten sind. Bei diesen Heizanlagen ist zu beachten, dass für die Lagerung der Pellets ein entsprechender Raum im Gebäude zur Verfügung stehen muss, in etwa das doppelte Volumen im Vergleich zu einem Öltank mit gleicher Energiemenge. Nicht unerwähnt bleiben sollte die Entstehung von Feinstaub durch Pelletheizungen, die gerade bei kleineren und mittleren Anlagen ins Gewicht fallen. Bei der Auswahl der Anlage sollte daher auf besonders effiziente und emissionsarme Kessel geachtet werden; Feinstaubfilter sind einzubauen. Fazit Bei jeder Gebäudesanierung sollte unbedingt der Einsatz erneuerbarer Energie geprüft werden. Der Beitrag zur CO2 -Emissionssenkung ist erheblich und ein nicht zu unterschätzender Vorteil: Man vermeidet bei dieser Gebäudeheizung die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen wie Öl und Gas und von den ständig steigenden Energiekosten. Es sei aber nochmals betont, dass die Senkung des Energiebedarfs durch 18 energetische Verbesserung der Gebäudehülle eine wesentliche Maßnahme beim Einsatz alternativer Energieträger darstellt. Zum guten Schluss Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vom 23. Mai 1949 (BGBl. S.1), zuletzt geändert durch Gesetz vom 28. August 2006 (BGBl. I s.2034): Artikel 20a – „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen … .” Hans-Otto Strache 3.6. Schimmelpilzprobleme nach der energetischen Sanierung Eines der Probleme, die in den letzten Jahren häufig nach Sanierungen auftreten, ist die Ansiedlung von Schimmelpilz in den frisch sanierten Wohnungen. Schimmelpilz in Wohnungen hat es immer gegeben. Aber heute ist er zu einem echten Problem geworden. Einerseits tritt er heute viel häufiger auf, andererseits ist die Empfindlichkeit größer geworden. Was hat sich verändert? Heizung Vor 100 Jahren wurde mit Kachelöfen geheizt, jedes Zimmer einzeln nach Bedarf. Wo geheizt wurde, entstanden Strahlungswärme und Luftbewegung. Schimmelprobleme gab es, wenn die Wohnung überbelegt und wenig beheizt war. Seit den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden flächendeckend Zentralheizungen eingebaut. Die Energie war billig, es wurde großzügig geheizt. Die Heizungen hatten hohe Vorlauftemperaturen, das sorgte für eine starke Luftzirkulation. Schimmelprobleme waren die Ausnahme. Inzwischen werden zunehmend Heizsysteme entwickelt und eingesetzt, die mit der Energie sparsam umgehen. Sie heizen mit geringeren Vorlauftemperaturen. Im Neubau werden auch zunehmend Fußbodenheizungen eingebaut. Die neuen Heizsysteme verursachen weniger Luftzirkulation im Raum, und viele Wohnungsnutzer versuchen zusätzlich Energiekosten zu sparen durch Herunterdrehen der Heizungen, raumweise (Schlafzimmer) oder in Zeiten der Abwesenheit. Alle Räume der Wohnung sollten ausreichend beheizt werden, weil in kühlen Räumen eine zu hohe relative Luftfeuchtigkeit entsteht. Wärmebrücken, besonders an Außenecken, treten bei geringer Luftbewegung stärker in Erscheinung, sie müssen deshalb auch in der Sanierung sorgfältig berücksichtigt werden. Die Heizkörper stehen an der am schlechtesten gedämmten Stelle in der Nische unter dem Fenster. Weil die Wandflächen erwärmt werden, entsteht hier meist kein Schimmel, aber es geht viel Energie verloren. Fenster Die Taupunkttemperatur bei Fenstern (erstellt mit DÄMMWERK 2006) Vor 100 Jahren wurden in Wohnräumen Kastendoppelfenster eingebaut, in den unbeheizten Nebenräumen Einfachfenster. Die Fenster waren nicht luftdicht. An den äußeren Scheiben bildeten sich im Winter Tauwasser und Eisblumen. Heruntertropfendes Wasser wurde in kleinen Rinnen und Sammelbehältern aufgefangen, feuchte Flügelrahmen und Fensterbänke wurden selbstverständlich regelmäßig abgewischt. In den 60er und 70er Jahren wurden Verbundfenster und Isolierglasfenster eingebaut und das praktische DrehKipp-Fenster wurde erfunden. Auch diese Fenster waren nicht luftdicht, es bildete sich aber nicht mehr so leicht Tauwasser. Seit Einführung von Wärmeschutzund Energieeinsparverordnung werden die Fenster zunehmend dichter und haben höhere Dämmwerte. Das Tauwasser bildet sich nicht mehr an der Scheibe, sondern neben dem Fenster an der Laibung, weil diese jetzt oft kälter ist als das Fenster. Hier fällt es aber erst auf, wenn Schimmel entstanden ist. Die hohe Luftdichtheit verhindert, dass warme Luft nach außen entweicht. Andererseits verhindert sie aber auch, dass das in der Luft gebundene Wasser nach außen abgeführt wird. Der für die Senkung der Luftfeuchtigkeit im Raum erforderliche Luftaustausch mit der Außenluft muss jetzt bewusst durch Lüften oder durch mechanische Lüftungsanlagen herbeigeführt werden. ein kurzer heftiger Luftaustausch. Dabei bleiben die Oberflächen im Raum warm, aber die Luftfeuchtigkeit wird abgeführt. Wo keine effektive Fensterlüftung möglich ist, sollte eine Lüftungsanlage eingebaut werden. Es ist vor allem das CO2-Gebäudesanierungsprogramm zu nennen, mit dem die Bundesrepublik Deutschland als Eigentümer der KfW-Bank, Darlehen zu zinsverbilligten Konditionen anbietet. Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern oder auch Eigentumswohnungen können in diesem Programm auch Zuschüsse wählen. Grundsätzlich gilt, dass die Höhe der Zinsen im umgekehrten Verhältnis zur Energieeinsparung stehen, die mit der Sanierung erreicht werden soll. Das heißt, je höher die Energieeinsparung, desto niedriger sind die Zinsen. 3.7. Finanzierung und Förderung Zu unterscheiden sind zwei Varianten: Eine, in dem mit den Sanierungen das so genannte Neubauniveau erreicht wird, eine zweite, in dem verschiedene Maßnahmen zu Paketen kombiniert werden können. Die Variante A gilt für Gebäude, die bis zum Jahresende 1983 errichtet wurden. Bei Erreichen des NeubauNiveaus nach § 3 der Energieeinsparverordnung erhält man zum zinsgünstigen Darlehen zusätzlich einen Tilgungszuschuss in Höhe von fünf Prozent. Sollte das Neubau-Niveau sogar um mindestens 30 Prozent unterschritten werden, bekommt man einen Zuschuss in Höhe von 12,5 Prozent. Fazit Die beste Sanierung an einem Detail bringt nichts, wenn das Gebäude nicht als Gesamtheit betrachtet wird. Energieeffiziente Heizsysteme und hochdämmende luftdichte Fenster sind sinnvolle Möglichkeiten der Energieeinsparung, aber der Rest des Gebäudes muss darauf abgestimmt sein. Dipl.-Ing. Gunhild Reuter, Architektin, öbuv Sachverständige für Schäden an Gebäuden Luftdichte und hoch gedämmte Fenster sind gut für die Energieeinsparung. Sie müssen aber im Zusammenhang mit der restlichen Konstruktion betrachtet werden. Wärmebrücken an der Laibung müssen gedämmt werden. Die Förderprogramme der KfW-Bank Appelle an die Bewohner, mindestens dreimal täglich zu lüften, bewirken nicht unbedingt eine Besserung. Vielfach wird über lange Zeiträume in Kippstellung gelüftet, was zur Auskühlung des Sturzbereichs und zu Feuchtigkeitsschäden führt. Viele Wohnungen erlauben keine Querlüftung. Am wirkungsvollsten ist aber Wer in die energetische Sanierung seines Gebäudes investieren will, kommt an den Finanzierungsangeboten der KfW-Förderbank nicht vorbei. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass diese Mittel nicht direkt bei der KfW, sondern immer über eine Geschäftsbank, beispielsweise die Hausbank, beantragt werden müssen. Die Variante B gilt für Gebäude, die bis zum Jahresende 1994 fertiggestellt wurden. Innerhalb der einzelnen Pakete können zum einen Maßnahmen zur Wärmedämmung von Dach, 19 Außenwände oder Kellerdecke, zum anderen der Heizungsaustausch und die Fenstererneuerung kombiniert werden. www.kfw-foerderbank.de und dem Menupunkt „Bauen, Wohnen, Energiesparen“. Nur diese wenigen Informationen zeigen bereits, dass vor dem Beginn einer Sanierungsmaßnahme es dringend angeraten ist, einen Energieberater einzubeziehen. Häufig gilt nämlich MEHR ist WENIGER. Soll heißen, durch zusätzliche Maßnahmen (mehr Baumaßnahmen) erreicht man ein Einsparungs-Niveau, mit dem man günstigere Zinsen oder gar höhere Tilgungszuschüsse (weniger Belastung) erhalten kann. Die BAFA-Förderung für energetische Vor-Ort-Beratung und erneuerbare Energien Da die Bedingungen häufig angepasst werden, kann hier nur ein kurzer Abriss erfolgen. Detailliertere Informationen finden sich auf der Internetseite der KfW unter Für den Energieberater selbst und seine Vor-Ort-Beratung kann ein Zuschuss des Bundeswirtschaftsministeriums bzw. seinem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Anspruch genommen werden. Wichtig hier, dass die Beratung nicht vor der Förderzusage erfolgt. Die Höhe des Zuschusses beträgt 300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 360 Euro für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten. Es werden auch Thermografiegutachten pauschal mit 150 Euro bezuschusst. Weiterhin Beachtung finden sollte das sogenannte Marktanreizprogramm zur Nutzung Erneuerbarer Energien, mit dem insbesondere der Einsatz von Solarkollektoren aber auch anderer Technologien gefördert wird. Die aktuellen Konditionen finden sich im Internet unter www.bafa.de, die Menupunkte sind „Energie“ und „Energiesparberatung“ bzw. „Erneuerbare Energien“. Das QUAB-Programm des Berliner Senats Unter dem Namen Qualifizierungsund Beschäftigungsförderung (QUAB) unterstützt der Berliner Senat über die Investitionsbank Berlin (IBB) die Wärmedämmung der Außenwände an Mietwohngebäuden mit einem einmaligen Baukostenzuschuss. Gefördert werden Eigentümer von Mehrfamilien-Mietwohngebäuden, die bis zum Jahresende 1983 fertiggestellt wurden, mit einem Zuschuss in Höhe von 30 Euro je Quadratmeter gedämmter Fläche. Voraussetzung für diese Förderung ist, dass der ausführende Betrieb für den Zeitraum der Sanierungsmaßnahme dort Arbeitslose zusätzlich beschäftigt. Darüber hinaus verpflichtet sich der Vermieter, die Modernisierungsumlage auf max. 30 Euro je Quadratmeter geförderter Fläche zu beschränken. Die Abwicklung dieser Förderung liegt in den Händen der gemeinnützigen KEBAB gGmbH. Weiterführende Informationen finden sich auf der Webseite der IBB www.ibb.de, dort unter den Stichworten „Förderangebote“, „Immobilien“, „Vermieter und Investoren“ und „QUAB“. Pauschale Angaben, welche Maßnahmen zu welchen Kosten finanziert werden können, verbieten sich, da jedes Gebäude unterschiedliche Maßnahmen ermöglicht. Auf die Unterstützung zertifizierter Energieberater sollte daher bei der Planung energetischer Sanierungsmaßnahmen nicht verzichtet werden, zumal ihre Einschaltung bei der Beantragung von einigen der KfW-Fördermittel erforderlich ist. Wilfred Pietschke 20 4. auf der Spur 4.1. Thermografie Eine Thermografiekamera verfügt über Sensoren, die elektromagnetische Wellen von Gegenständen messen. Da die Intensität der Strahlung in sehr starkem Maße von der Temperatur abhängt, ist die Thermografie ein sehr genaues Messverfahren. Darüber hinaus ist sie ein schnelles und kostengünstiges Verfahren, da es berührungslos arbeitet und auch schwer zugängliche Stellen erreicht. Es liefert zuverlässige und gut dokumentierbare Ergebnisse, die vor Gerichten anerkannt werden. Unschätzbarer Vorteil der Thermografie ist ihre Anschaulichkeit. Auch dem Laien werden Energiegutachten verständlich, die mit Thermogrammen belegt sind. Maßnahmen zum Wärmeschutz leuchten jedem ein, der die Energieverluste seines Hauses mit eigenen Augen gesehen hat. Speziell bei Baumaßnahmen ist eine Überprüfung mit Hilfe der Thermografie empfehlenswert. So können z. B. schlecht ins Mauerwerk eingebundene Fenster auf Thermogrammen zweifelsfrei sichtbar gemacht und sofort beanstandet werden. Mit der Thermografie lassen sich verdeckte bauliche und konstruktive Problemstellen frühzeitig erkennen und zur Bauabnahme dokumentieren. So können Baumängel schon behoben werden, bevor kostenintensive Folgeschäden entstehen. unzureichender Luftwechsel oder bauliche Mängel für den Feuchteniederschlag verantwortlich sind. 4.2. Blower-Door-Test Auch Fehler beim Wärmeschutz fallen sofort ins Auge. Gezielte Untersuchungen von Gebäudeteilen, deren Dämmung erfahrungsgemäß mehr Mühe bereitet, belegen, dass das Dämmmaterial sehr häufig im Giebelbereich, am Anschluss von Sparren und Pfetten sowie beim Anschluss vom Dach zur Außenwand unzureichend verlegt oder sogar vergessen wird. Ebenso hilfreich ist der Einsatz der Thermografie bei der Klärung, welche Ursachen Feuchteschäden oder Schimmelflecken in Wohnungen haben. Der Blower-Door-Test ist ein Messverfahren zur Überprüfung der Luftdichtigkeit von Gebäuden. Der Luftwechsel in einem Gebäude ist für einen erheblichen Teil des Energiebedarfs eines Gebäudes verantwortlich. Um einen unkontrollierten Luftwechsel zu verhindern, wurde die luftdichte Bauweise in der Wärmeschutzverordnung 95 festgeschrieben. In die Energie-Einspar-Verordnung EnEV 2001 wurde das Blower-DoorTestverfahren zum Nachweis der Luftdichtheit eines Gebäudes aufgenommen. Ein unkontrollierter Luftwechsel kann auch zu Schäden am Gebäude führen, wenn feucht-warme Luft innerhalb der Baukonstruktion kondensiert. Zusammen mit Messungen der Raumluftfeuchte wird deutlich, ob Die luftdichte Bauweise bedeutet jedoch nicht, dass gar kein Luftwech- 21 sel mehr stattfindet. Ein Mindestluftwechsel ist auch nach EnEV zur Sicherstellung eines hygienischen Innenraumklimas vorzusehen. Die ausschließliche Belüftung eines Gebäudes über die Fenster ist im allgemeinen nicht ausreichend. Abstufung von 10 bis 60 Pascal. Das Messverfahren ist festgelegt in der EN 13829. Aus dem gemessenen Fördervolumen des Ventilators und dem Nettoluftvolumen des Hauses wird der Luftwechsel berechnet und dann mit den Grenzwerten verglichen. Beim Blower-Door-Test werden verschiedene Windzustände simuliert, die auch natürlicherweise auf ein Haus wirken. In die Eingangstür oder Terrassentür des zu prüfenden Hauses wird ein großer Ventilator eingebaut und es werden Drucksensoren innen und außen installiert. Durch einen Computer gesteuert, erzeugt der Ventilator festgelegte Unterdruckbzw. Überdruckwerte in einer feinen Zulässig für ein Haus mit Fensterlüftung ist ein 3-facher stündlicher Luftwechsel beim Prüfdruck 50 Pa. Ein Haus mit raumlufttechnischer Anlage muss dichter sein, hier sind die Anforderungen erfüllt bis maximal 1,5 fachem stündlichen Luftwechsel (bei 50 Pa). Diese Grenzwerte sind in der Energie-Einsparverordnung (§5, Anhang 4, Abschnitt 2) und der DIN 4108- 7 festgeschrieben. 4.3. Energiemonitor Heizungs-EKG Nach Schätzung von Experten wird so gut wie jede Heizungsanlage nicht optimal gefahren. Hohe Verluste sind insbesondere in der Regelung und in einem schlecht abgestimmten Heizungsnetz zu sehen. In diesem Bereich sind nur wenige Heizungsbetriebe tätig, da der Nachweis der Verluste bislang relativ aufwendig war. Es werden Werkzeuge und Methoden erforderlich, um eine kostengünstige Analyse vornehmen zu können. Mit dem Heizungs-EKG steht ein solches Verfahren zur Verfügung. Dem Kunden kann einerseits präzise und eindringlich die energetische Qualität seiner Heizungsanlage vorgeführt werden, andererseits bietet es eine 22 glaubwürdige und verständliche Darlegung der Einsparpotenziale. Das Heizungs-EKG greift nicht in die Abläufe und die Regelung der Heizungsanlage ein. Das EKG verweist zudem auf den Begriff aus der Medizin. Dort werden auch Kurven – die der elektrischen Potentialänderungen am Herzen – aufgezeichnet, die Rückschlüsse auf den Zustand des Organs zulassen. Das EKG steht für: Effizienz mit geringen Kosten und hohem Gewinn. Mit dem Heizungs-EKG werden alle relevanten Leistungsparameter einer Heizungsanlage kontinuierlich über 24-Stunden aufgezeichnet. Das Heizungs-EKG wird mit dem Energiemonitor der Firma Testo durchgeführt. Im Energiemonitor werden die Messwerte für den Abgasverlust, den CO-Gehalt, die Abgastemperatur sowie die Vor- und Rücklauftemperaturen von Heizkessel, Heizkreisen und Warmwasserbereitung gespeichert. Gleichzeitig wird die Außentemperatur, die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit in einem so genannten Referenzraum – in der Regel in einer Wohnung – aufgezeichnet. Alle gemessenen Parameter werden mit der Energiemonitor-Software zusammengefasst und ausgewertet. Als Ergebnis wird das Einsparpotential durch eine optimierte Einstellung der Heizungsanlage berechnet. In der Regel liegt das Einsparpotential zwischen 5 und 30 %. Auch Fehler in der Heizungsanlage oder Überdimensionierungen werden aufgedeckt. Hugo Starken / Georg Rodriguez 5. Energieeinsparverordnung 2009 und die Planung 2012 auf der Zielgeraden Die Ausweispflicht aus der Energie-Einsparverordnung EnEV 2007 tritt gerade in Kraft, da soll bereits die neue Verordnung verabschiedet werden. Noch vor deren Inkrafttreten, wird bereits vom Bundesbauminister bereits eine Aussicht auf die EnEV 2012 gegeben. Die Ereignisse um die Energie-Einsparverordnung überschlagen sich. Was ändert sich nun in welchem Umfang und vor allem welche Auswirkungen hat das auf jeden von uns? 24 Die geplante EnEV 2009 in Stichpunkten 1. Für Neubauten (Wohn- und Nichtwohngebäude) sollen die Anforderungen an den Jahresprimärbedarf (Qp) unter Berücksichtigung des ökologischen Faktors des Brennstoffes um 30 Prozent verschärft werden, der spezifische Transmissionswärmeverlust (Ht), also der tatsächliche bauphysikalische Wärmeverlust der Gebäudehülle um 15 Prozent nach unten korrigiert werden. 2. Für Bestandsgebäude sollen den durch Umbauten zulässigen Aufschlag von 40 % gegenüber der notwendigen Qualität von Neubauten auf 20 % minimiert werden. 3. Nachstromspeichergeräte vor 01.01.1990 in Betrieb gegangen, müssen 2020 außer Betrieb genommen werden, für alle älteren Geräte gelten 30 Jahre als maximale Lebenszeit. 4. Generell sollen die unter Punkt 1 aufgeführten Differenzen zwischen Qp und Ht- Wert vor allem durch Heizungsanlagen aufgefangen werden, die die Nutzung von erneuerbarer Energie ermöglicht (Überprüfung aller Kleinfeuerstellen auf Schadstoffemissionen, Elektrische Speicherheizsysteme bei mehr als 5 Wohneinheiten nicht mehr einbauen, ältere als 30 Jahre müssen rückgebaut werden). 5. Umstellung der Bilanzierung bei Wohngebäuden auf die bis jetzt nur bei Nichtwohngebäuden geltende DIN 18599. Außerdem die Einführung des Referenzgebäudeverfahrens für Wohngebäude. 6. Im Bauteilnachweisverfahren, bei kleineren Renovierungen notwendig, werden die maximalen U-Werte für Außenbauteile um 20-30 % verschärft. 7. Oberste Geschossdecken, soweit begehbar, müssen unter bestimmten Vorraussetzungen gedämmt werden. 8. Vermutlich wird es eine Anpassung der Konditionen der KfW- Förderprogramme geben, da die bisherigen erhöhten Anforderungen der KfW- Bank bei Förderungen dann den gesetzlichen Mindestanforderungen entsprechen würden. 9. Maßnahmen zum Vollzug der Verordnung werden verschärft, Prüfungen, Nachweise zur Durchführung und behördliche Stichprobenkontrollen werden eingeführt, sowie einheitliche Bußgeldvorschriften. Aussicht auf die Energieeinsparverordnung 2012 Es ist voraussichtlich in 2012 mit weiteren Verschärfungen zu rechnen. Es wird damit zum Einsatz von Lüftungsanlagen kommen müssen. Die Anforderung an Nichtwohngebäude werden ebenfalls schrittweise verschärft, Zu prüfen bleibt weiterhin die Wirtschaftlichkeit. Welche Konsequenzen haben die Gesetze? In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der Gesetzgeber in den neuen Gesetzen, die schon mit der EnEV 2007 sehr drastische Veränderungen und Regelungen mit sich brachten, mit dem hierfür notwendigen Geldeinsatz des Hauseigentümers sehr vorsichtig umgegangen ist. Die Einführung des Energieausweises kostet den Hauseigentümer lediglich die Erstellung des Ausweises, führt jedoch erst einmal nicht zu Handlungsverpflichtungen, sondern dient lediglich der Information des Eigentümers und potenziellen Käufern oder Mietern über die energetische Qualität der Immobilie. Umbauverpflichtungen bestanden lediglich beim Austausch ganz alter Kessel oder der Dämmung der Kellerdecke. Grundsätzlich hat sich in allen mir bekannten Fällen die Austauschverpflichtung eines Kessels oder Aufrüstungsverpflichtung durch Dämmung einer Decke im Gebäudeinneren für den Eigentümer finanziell relativ kurzfristig amortisiert. In den nun folgenden Novellierungen 2009 und auch 2012 steht wieder deutlich im Gesetzestext festgeschrieben, dass sich die Verschärfung der Anforderungen finanziell tragfähig gestalten sollen. Der Gesetzgeber sieht vor, im Falle einer Nichtrentabilität Befreiungen durch Sachkundige anzuerkennen. Wie das jedoch wirklich umgesetzt werden kann, ist zur Zeit unklar und meinerseits schwer vorstellbar. Auch will der Gesetzgeber, wie schon in der Vergangenheit, staatliche Anreize durch viele Förderprogramme schaffen, um die technisch möglichen Umsetzungen voranzutreiben. Zur Zeit gibt es belohnende Fördergelder bei Überschreitung der gesetzlichen Mindestmaße. Wie das bei stark angehobenen Werten noch gehen soll, bleibt sich mir unerschlossen, zumal die schon sehr hoch angelegten Werte einer EnEV 2012 kaum noch zu toppen sein werden, und schon gar nicht durch rentablen Mitteleinsatz. Der Gesetzgeber kann und will den Eigentümer von Immobilien nicht zwingen, etwas umzubauen, wenn es sich nicht auch amortisiert, so steht es festgeschrieben. Es gilt jedoch bei Neuerrichtung oder gewünschtem Umbau von Seiten des Eigentümers dann das neue Regelwerk der EnEV einzuhalten, das sich immer weiter verschärft. In Energieberaterberichten, schon heute von der Deutschen Energie-Agentur DENA gefördert, lässt sich die wirtschaftliche Amortisation aller Einzel- oder Paketmaßnahmen von Energieberatern nachweisen. Genau dieser bewusste Umgang mit den Anforderungen nach EnEV soll weiter unterstützt werden. Nur was passiert, wenn die Grundwerte bereits so hoch sind, das errechnete Freiwilligkeiten undenkbar werden? Langfristig wird es nur noch um die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwerte gehen, wenn diese im oben beschriebenen Stufenplan immer weiter angezogen werden. Natürlich sind gerade im Neubau aber auch in der Altbausanierung im Jahr 2009 die Mindestanforderungen an die Bauteile und Anlagentechnik einfacher umsetzbar, und ein Bauen beispielsweise ohne Lüftungsanlage noch möglich. In der Zukunft wird sicher bei größeren baulichen Sanierungen und im Neubau ein aufwendigeres Nachweisverfahren notwendig und das bei gewaltigen Anforderungen an Anlagentechnik und Gebäudehülle. Die nächsten drei Jahre sollten demnach genutzt werden um baulich notwendige Investitionen nach alter Gesetzeslage zu tätigen, denn die neuen Einsparverordnungen werden das Bauen sehr teuer machen. Die Energieeinsparungen, die dadurch geschaffen werden, werden sich erst nach 20 oder mehr Jahren amortisieren können. Im Mietwohnungsbau wird bei derzeitigen Energiepreisen völlige Unwirtschaftlichkeit einsetzen. Der von Politikern versprochene Ausgleich dieser Kosten über Fördergelder ist sicher nicht einmal ansatzweise realisierbar. Anja Beecken 25 6. sanierung aus Sicht von Mietern und Vermietern 6.1. Der Berliner Mieterverein zur energetischen Sanierung Die Klimakatastrophe, der zunehmende Kampf um knappe Ressourcen und eine Verschärfung der lokalen und globalen Spaltung in Armut und Reichtum haben Klimaschutzpolitik regional, bundesweit und auf Ebene der weltweiten zwischenstaatlichen Beziehungen zu einem Thema erster Ordnung gemacht. In den meisten Industriestaaten wächst zu Recht das Bewusstsein, dass die Lösung der globalen Probleme auch ein radikales Umsteuern der Lebens- und Wirtschaftsweise auf lokaler Ebene erfordert. Dabei spielen unsere Häuser 26 und Wohnungen als Knotenpunkte im Verbrauch von Ressourcen eine herausragende Rolle. Rund 40 % der Endenergie in Deutschland wird für Heizwärme (Raumwärme und Warmwasseraufbereitung) verbraucht, weit überwiegend von privaten Haushalten. Sollen die nationalen Klimaschutzziele erfolgreich sein, müssen massive Investitionen der Wohnungswirtschaft in Energieeinsparung und Ersatz durch erneuerbare Energien erfolgen, die ohne öffentliche Förderung allerdings zu einer erheblichen Wohnkostenmehrbelastung der Mieter führen. Ob Wärmeschutz oder Austausch von Heizanlagen, alle Maßnahmen ziehen in der Regel erhebliche Mietpreisstei- gerungen nach sich, die zumindest kurz- und mittelfristig nicht durch entsprechende Heizkostensenkungen kompensiert werden können. Der Berliner Mieterverein fordert zum Zwecke verstärkter Energieeinsparung und CO2-Vermeidung: Die Klimaschutzkosten sind fair zwischen Mietern, Vermietern und Staat zu teilen. Mieterhaushalte mit geringem Einkommen (z. B. Wohngeldempfänger) müssen finanziell entlastet werden. Die Mieterhöhungsmöglichkeit muss auf ein für Mieter wirtschaftliches Verhältnis zur Heizkosteneinsparung begrenzt wer- den. Dabei soll maßgeblich sein, in welchem Umfang Endenergie im Wohngebäude nachweislich gespart wird. Nur wenn diese Prämissen erfüllt sind, kann eine Akzeptanz der Mieter für Klimaschutz und Energieeinsparung in Wohngebäuden erwartet werden. Konkret verlangt der Berliner Mieterverein: Der Energieverbrauch soll im Wohnungsbestand bis zum Jahr 2020 auf maximal 60 kWh/qm/Jahr sinken. Die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energie, z. B. durch Solarthermie für die Heizwärme und die Erwärmung des Wassers ist für die langfristige Bezahlbarkeit von Heizkosten unersetzlich. Erfüllen Vermieter die gesetzlichen Vorgaben zur Energieeinsparung nicht, soll Mietern ein Kürzungsrecht bei den Heizkosten zustehen. Energieeinsparung durch Umstellung der Heizanlage auf eigenständige gewerbliche Wärmelieferung (Contracting) darf in bestehenden Mietverhältnissen nur erfolgen, wenn dies warmmietenneutral erfolgen kann. Hauses. In zentral beheizten Wohngebäuden könnten Mieter mit Hilfe der Heizkostenabrechnung in verständlicher Form Erkenntnisse zu überhöhten Verbräuchen gewinnen. Dazu bedarf es aber einer bundesgesetzlichen Regelung. Reiner Wild Stellv. Hauptgeschäftsführer des Berliner Mietervereins 6.2 Sanierung mit Gewinn – aber nur mit viel Glück Es gibt wohl kaum noch einen ernst zu nehmenden Zeitgenossen, der heute noch den Sinn einer richtig durchgeführten energetischen Gebäudesanierung bestreitet. Nur in der Frage, wer denn außer der Umwelt eigentlich noch zu den Gewinnern zählt oder ob es auch Verlierer gibt und ob denn vom Gesetzgeber alles getan wird, die Rahmenbedingungen zur Verbesserung des Klimaschutzes zu stärken, sind doch einige Zweifel und Anmerkungen zum Stand erlaubt. Dass das Mietrecht die energetische Sanierung erschwert oder gar verhindert, ist in der öffentlichen Diskussion leider noch nicht bekannt genug bzw. führt bei unseren Mitgliedern, die Wohnungen vermieten, zu einer deutlich feststellbaren Zurückhaltung und zu Unsicherheiten. Dabei gibt es keine Zweifel: Es führt kein Weg daran vorbei, Wohnungen in der Ausstattung auf dem neuesten Stand zu halten und die Qualität den Markterfordernissen anzupassen. Denn wer wird in Zukunft in einem Haus eine Wohnung mieten, das als Energieschleuder eingestuft wird? Welcher Mieter wird, sofern auf dem Wohnungsmarkt ein halbwegs ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage herrscht, Mietpreise akzeptieren, bei denen die Heizkosten einen überproportional Was will der Berliner Mieterverein noch Heizspiegel: Der Berliner Heizspiegel soll umgehend aktualisiert und auch als Print-Version zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Heizspiegel wird eine Vergleichbarkeit über Energieverbräuche in Wohngebäuden geschaffen und Einsparungsbedarf thematisiert. Öko-Mietspiegel: Im Berliner Mietspiegel 2009 soll der energetische Zustand als Wohnwertmerkmal deutlich verbessert einfließen. Mieterhöhungen könnten abhängig werden vom Grad des energetischen Zustands. Optimierung von Heizanlagen: Mit der Optimierung von Heizanlagen kann ohne großen finanziellen Aufwand der Energieverbrauch deutlich reduziert werden. Transparenz durch Heizkostenabrechnung: Mietern fehlt es oft an Wissen über den energetischen Zustand des von Ihnen bewohnten Verheizen Sie noch Geld ? Wärmedämmung für Ihr Haus ! Kompetenter Energieeinsparung bis zu 40% Partner Wärmeschutz = Klimaschutz Energieberatung Innungsbetrieb seit über 40 Jahren Info 030- 75 70 56 00 www.fassadenrenovator.com 27 hohen Anteil an der Gesamtmiete haben? Welcher Eigentümer kann es sich leisten, den Wert seiner Immobilie Jahr für Jahr herabzusetzen, weil angesichts der Tatsache, dass der Mietertrag ein entscheidendes Kriterium bei der Wertbemessung darstellt und die Mietpreise nicht Schritt halten bzw. Abschläge bei der Wertfeststellung hinzunehmen sind, wenn das Haus nicht (mehr) in einem zeitgemäßen Standard ist? Insofern ist es unverständlich, dass die durch Gesetz und Rechtsprechung festgelegten Anforderungen an eine Modernisierungsankündigung und beispielsweise die Aufsplittung nach umlagefähigen und nicht umlagefähigen Kosten derart kompliziert sind, dass ein solches Procedere ohne eingehende Beratung von Fachleuten kaum rechtssicher zu bewältigen ist. Besondere Überzeugungskraft – das ist unsere praktische Erfahrung in der Beratung – ist notwendig. Etwa zu erklären, dass das Mietrecht den von uns allen postulierten Umweltschutz praktisch ausbremst. Etwa, wenn dem Eigentümer zugemutet wird, dass Fassadenarbeiten, z. B. wenn die Wärmedämmung angebracht wird, zu Mietminderungen wegen Aufstellung eines Baugerüstes führen. Oder wenn dem gutwilligen Eigentümer eröffnet werden muss, dass eine Solaranlage, mit der man Energie einsparen kann, zwar eine feine Sache ist, aber im Sinne des Mietrechts nach herrschender Meinung dann doch keine umlagefähige und duldungspflichtige Maßnahme ist und er zudem auf den anteiligen Betriebskosten sitzen bleibt. Die Begründung, dass mit solcherart Maßnahmen keine Energie, sondern „nur“ Primärenergie eingespart würde, führt dann doch zu ernsthaften Zweifeln, ob das Mietrecht in allen Punkten noch zeitgemäß ist. Der Wille zur Modernisierung bei den Eigentümern ist vorhanden – nur die Rahmenbedingungen stimmen nicht. Wenig hilfreich sind die hektischen Veränderungen, mit denen vom Gesetz- und Verordnungsgeber Mindeststandards und das Procedere zur Überprüfung gefordert werden. Beileibe nicht allen sog. Fachleuten, geschweige denn allen privaten Eigentümern sind die geltenden Vorschriften der Energie-Einsparverordnung (2007) geläufig. So stehen bereits für dieses Jahr und für das Jahr 2012 weitere Verschärfungen ins Haus. Mit Stirnrunzeln kann man nur zur Kenntnis nehmen, dass laut der beschlossenen Durchführungsverordnung zur Energie-Einsparverordnung zukünftig vom Eigentümer (natürlich kostenpflichtig) ein sog. „Sachverständiger für energiesparendes Bauen“ bei Energiesparmaßnahmen zur Kontrolle einzuschalten ist. Kosten und Bürokratie, die wahrlich entbehrlich wären angesichts der Tatsache, dass es zu den vertraglich geschuldeten Pflichten z. B. des Architekten oder der ausführenden Firma gehört, die geltenden Vorschriften zu beachten! Wenig akzeptabel sind die steuerlichen Rahmenbedingungen für eine energetische Sanierung. Angesichts der Tatsache, dass – wenn überhaupt – nur ein Teil der Aufwendungen mietwirksam werden kann. Und dass die zur Energieeinsparung eingesetzten Bauteile wie Wärmedämmung, Heizung etc. eine Lebenszeit von nur 15 – 30 Jahren haben, über 50 Jahre abgeschrieben werden müssen, ist eine zusätzliche wirtschaftliche Belastung für den Eigentümer. Durch verkürzte Abschreibung binnen 10 Jahren ließe sich ein erheblicher Modernisierungsschub erzeugen, von Wir beraten Sie gerne Immobilienbewertung Wir beantworten Ihre Fragen zum Wert von Immobilien bei Verkauf, Kauf, Beleihung, Erbschaft, Nachlass, Steuererklärung, Rechten am Grundstück oderder Wohnung (Wohnungs-, Nießbrauch-, Erbbaurecht). Wir beraten Sie, bevor Sie eine Entscheidung treffen müssen. Von der IHK Berlin öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung bebauter und unbebauter Grundstücke PIT ODENTHAL DIPL. ING. ARCHITEKT · CARSTENNSTR. 34B · 12205 BERLIN TEL. 030/823 60 21 · FAX 823 90 66 · www.pit-odenthal.de · [email protected] Bauberatung begutachten bewerten planen betreuen 28 Dipl.-Ing. Helmut Klippel Tel.: 84 10 98 03 www.klippel-bauberatung.de dem der private Eigentümer und der Mieter gleichermaßen profitieren könnte. Gleichzeitig wäre ein wirksames Konjunkturprogramm mit hohen Beschäftigungseffekten auf die Beine gebracht. Was können wir tun: Als Haus- und Grundbesitzerverein haben wir uns verpflichtet, unsere Mitglieder durch Beratungs- und Serviceleistungen in rechtlichen, steuerlichen, technischen und wirtschaftlichen Fragen zu unterstützen. Das gilt mehr denn je für alle Maßnahmen und Fragen im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung und Modernisierung. Dipl.-Ing. Helmut Klippel Haus- und Grundbesitzerverein Berlin-Zehlendorf von 1895 e.V. Vorstandsmitglied und selbstständiger Architekt und Stadtplaner 6.3 Mietrechtliche Aspekte energetischer Einsparungen Aus Sicht des Haus- und Grundbesitzervereins von 1887 Berlin-Steglitz e.V. ist es schon zur Erhaltung der dauerhaften Konkurrenzfähigkeit vermieteter Immobilien am Markt erforderlich, energieeinsparende Maßnahmen durchzuführen. In Zeiten stetig steigender Energiepreise wird bei Vermietungen zunehmend der Energieverbrauch von Mietobjekten abgefragt werden. Auch bei selbst genutzten Immobilien wird der durch ständig steigende Energiepreise erzeugte Kostendruck dazu führen, dass auch dort energieeinsparende Maßnahmen unausweichlich werden. Hilfreich bei der Entscheidung, welche Maßnahmen durchgeführt werden, ist in jedem Falle ein energetisches Gutachten zum Beispiel durch Wärmbildaufnahmen. Nach der Einführung des Energiepasses durch die Bundesregierung haben sich zahlreiche Architekten auf dieses Sachgebiet verlegt. Ihr Haus- und Grundbesitzerverein kann hier auf jeden Fall bei der Kontaktaufnahme behilflich sein. Bei vermieteten Immobilien sind neben den baulichen Aspekten vor allem auch die formalen Anforderungen des Mietrechts zu berücksichtigen. Insbesondere wenn der Mieter durch die Maßnahmen in irgendeiner Form beeinträchtigt ist oder die Kosten für diese Maßnahmen als Modernisierungsumlage gemäß § 559 BGB auf die Miete umgelegt werden sollen. Haus- und Grundbesitzerverein von 1887 Berlin-Steglitz e.V. Schloßstraße 41, 12165 Berlin-Steglitz Telefon: 030 / 792 19 69 Fax: 030 / 793 35 79 E-Mail: [email protected] Internet: www.HGV-Berlin-Steglitz.de Regelmäßig wird die Vorschrift des § 554 BGB mit den notwendigen Ankündigungserfordernissen zu Art, Umfang und Dauer der Arbeiten und die spezielle Ankündigungsfrist von drei Monaten vor Beginn der Bauarbeiten übersehen. Um hier formale Fehler zu vermeiden, sollten Vermieter, die über nicht ausreichende Erfahrungen auf diesem Rechtsgebiet verfügen, die Hilfe von Haus- und Grundbesitzervereinen oder erfahrenen Mietrechtsanwälten in Anspruch nehmen. Dieser Rat erscheint unabdingbar, um nicht nach der Erteilung von Aufträgen in Zeitdruck zu geraten oder durch die mit 11 % sehr attraktive Umlage der Modernisierungsmaßnahmen finanzielle Verluste zu erleiden. Axel Paul Vorsitzender Haus- und Grundbesitzerverein von 1887 Berlin-Steglitz e.V. Der Haus- und Grundbesitzerverein von 1887 Berlin-Steglitz e.V. berät seit nunmehr 120 Jahren seine inzwischen 1300 Mitglieder. Wir helfen Ihnen bei der Bewältigung Ihrer Probleme mit Mietern, Wohnungseigentümern, Nachbarn, Behörden. Auf unseren Mitgliederversammlungen informieren Sie unsere Fachleute fünfmal jährlich über die aktuellsten Themen im Miet- und Steuerrecht und anderen Bereichen. Werden Sie Mitglied in einer starken Gemeinschaft, die neben Beratung auch Lobbyarbeit auf politischer Ebene leistet. 29 7. Heizen mit Klasse 7.1. Der richtige Weg – Heizen mit Klasse Seit nunmehr fast zehn Jahren bietet die gemeinnützige KEBAB gGmbH für jeden Berliner Haushalt die Möglichkeit, den eigenen Heizenergieverbrauch zu bewerten. Unter der Internetadresse www.heizspiegel-berlin.de findet sich ein Heizkostenrechner, mit dessen Hilfe sich der Energieverbrauch der eigenen Wohnung und des Gebäudes beurteilen lässt. Der folgende Berechnungsbogen kommt zum gleichen Ergebnis. Wie funktioniert der Heizspiegel? Ergebnis der Berechnung ist ein „Energiekennwert“, der in Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr (abgekürzt kWh/m2a) angegeben wird. 30 Einen ähnlichen Kennwert nutzt jeder Autofahrer, wenn er den Verbrauch seines Autos auf 100 km ausrechnet. Auch hier geht es nicht um einen Normverbrauch aus der Werbung oder den technischen Unterlagen, sondern um die tatsächlich verbrauchte Literzahl oder Energiemenge. Jeder weiß, dass ein 3-Liter-Auto, welches tatsächlich nur 3 Liter Benzin auf 100 km verbraucht, sich sehr umweltfreundlich verhält. Doch wer weiß, wie viel Energie im eigenen Gebäude oder in der eigenen Wohnung „verloren“ geht? Mit Hilfe der Heizkostenabrechnung lässt sich dies herausfinden. Nur wenige Rechenschritte sind notwendig, die wir hier erläutern: Aus der Heizkostenabrechnung ersehen Sie die Jahresmenge der Fernwärme, des Erdgases oder des Heizöls. Wenn Sie hiervon die Menge der Energie, die für die Erzeugung des warmen Wassers genutzt wurde, abziehen, erhalten Sie die Heizenergie. Dieser Verbrauch schwankt jedoch von Jahr zu Jahr, da es kalte oder warme Winter gibt. Ein „Klimafaktor“ bereinigt dies. Dem Klimafaktor liegen die Tagesmitteltemperaturen an einer bestimmten Wetterstation zugrunde, in Berlin z. B. von Tempelhof. Das heißt, in anderen Regionen Deutschlands werden andere Klimafaktoren ermittelt. Zur Normierung hat man sich auf das Klima in Würzburg geeinigt, und vergleicht die Temperaturen an einem Messpunkt mit denen des Messpunktes in Würzburg. Den Klimafaktor für Berlin kann man ebenfalls auf der Webseite www.heizspiegel-berlin.de berechnen, man gibt dort nur den Anfang und das Ende eines Zeitraums ein, für den der Energieverbrauch vorliegt. Die Effizienzklasse A (von 0 bis 40 Kilowattstunden pro m2) oder die von B (von 41 bis 80 Kilowattstunden pro m2) zeigen beispielsweise, wo ein Niedrigenergiehaus, ein Neubau oder ein gut sanierter Altbau liegen sollte. Wenn die Heizenergie mit dem Faktor bereinigt wurde, teilen Sie diese Summe durch die Fläche des Gebäudes. Sie erhalten einen Verbrauch je Quadratmeter. Leider hat der Gesetzgeber hierfür nicht einfach die Wohnfläche des Gebäudes genommen, sondern eine 20 %ige größere Fläche. Die Kennwerte verbessern sich entsprechend. Ein Energiekennwert von über 240 Kilowattstunden pro m2 dagegen sollte sofortigen Handlungsbedarf auslösen und zumindest dazu führen, dass ein Energiegutachten die Ursachen für den hohen Verbrauch ermittelt. Je höher die Energiepreise steigen, desto wichtiger wird diese Analyse. Jede Kilowattstunde Wärme kostet momentan zwischen 0,06 und 0,12 €, sehr schnell kann sich der Preis verdoppeln und eine 70m2 Wohnung in einem unsanierten Gebäude dann im Jahr 4.200 € kosten. Weiterführende Informationen finden Sie unter der Internetadresse des Heizspiegels und auf der Seite des Aktionskreises-Energie: www.ak-energie.de. Hugo Starken Energieeffizienzklassen Seit Mitte des Jahres 2008 sind Energieausweise für alle Bestandsgebäude verpflichtend, sofern der Eigentümer dort Wohnungen vermietet oder verkauft. Die in diesen Energieausweisen (Verbrauchsausweisen) angegebenen Kennwerte enthalten im Gegensatz zur Berechnung mit Hilfe des Berechnungsbogens auch den Kennwert für den Warmwasserverbrauch. Auf diesen wurde aus Vereinfachungsgründen verzichtet. Was fängt man mit dem Kennwert an? Der Kennwert lässt sich mit den Kennwerten anderer Gebäude vergleichen, so dass sehr schnell deutlich wird, ob ihr Gebäude eine Energieschleuder, ein Öko-Haus oder ein Durchschnittsgebäude ist. Ein einfaches Raster, wie es aus dem Bereich der Elektro-Haushaltsgeräte bekannt ist, hilft hier: die Energieeffizienzklassen (siehe Abbildung) von A bis G, von grün bist tiefrot zeigen eine entsprechende energetische Qualität auf. A R C H I T E K T E N Karl Ernst Alt Christian Dierkes Christian Dierkes Schlüterstraße 53 10629 Berlin Tel. 030 - 882 17 42 Fax 030 - 882 36 50 An der Rehwiese 7B 14129 Berlin Tel. 030 - 803 56 25 Fax 030 - 805 88 426 [email protected] [email protected] Dipl. Ing. Architekt BDA Dipl. Ing. Architekt BDA 31 7.2. Berechnungsbogen mit Erläuterungen 32 33 8. Temperatur senken Die effektivste Methode, die Energiekosten zu senken, besteht im Senken der Temperatur. Jedes Grad Celsius geringere Raumtemperatur vermindert den Energieverbrauch um rund sechs Prozent. Und das ist bei der Heizung eine Menge. Denn: ein einziges Grad entspricht der Energiemenge, die ein Geschirrspüler bei täglicher Nutzung in einem Jahr verbraucht. Zwischen 20 und 22 Grad Celsius Raumtemperatur empfinden die meisten Menschen als behaglich, höhere Temperaturen sind in der Regel nicht nötig. Bedarfsgerecht heizen Bei Abwesenheit, sei es für einen längeren Zeitraum im Urlaub, sei es tagsüber während der Arbeitszeit, sollten die Temperaturen abgesenkt werden. Auch in der Nacht sollte die Temperatur um einige Grad Celsius 34 vermindert werden. Moderne Thermostatventile lassen sich programmieren und ermöglichen die komfortable Regelung der Temperatur in einzelnen Räumen. Stoßlüften Richtiges Lüften ist Stoßlüften: Das heißt fünf bis zehn Minuten werden die Fenster weit geöffnet, am besten ist, einen Durchzug herzustellen. In dieser kurzen Zeit erreicht man einen vollständigen Luftaustausch. Die Dauerlüftung bei gekipptem Fenster ist ineffektiv und führt vor allem zu Wärmeverlusten. Darüber werden durch diese Art der Lüftung Bauteile in Fensternähe stark ausgekühlt, was zur Schimmelbildung beitragen kann. Fenster und Türen abdichten Undichte Fenster und Türen tragen nicht nur zu Wärmeverlusten bei. Die entstehende Zugluft vermindert darüber hinaus die Behaglichkeit in den Wohnräumen. Daher sollten Ritzen und Spalten an Fensterflügeln mit Dichtbändern abgedichtet werden. Das gleiche gilt für Undichtigkeiten an der Wohnungstür. Zum Abdichten zwischen Tür und Boden kann eine Bürstendichtung verwendet werden, die auch mögliche Unebenheiten ausgleicht. Heizkörper nicht verdecken Heizkörper sollten nicht verkleidet oder verstellt werden. Auch sollten keine langen Vorhänge vor dem Heizkörper hängen. Die Heizkörpernische selbst kann je nach Platz zwischen Heizkörper und Wand mit Dämmmaterial ausgekleidet werden. 9. Verzeichnis 9.1. Unsere Autoren Beecken, Anja Anja Beecken Architekten Spanische Allee 37, 14129 Berlin Telefon: 030 - 69 50 50 50 Telefax: 030 - 69 50 50 53 E-Mail: [email protected] Web: www.anja-beecken.de Dobriloff, Alexander Bezirksmeister Innung SHK Steglitz-Zehlendorf RO-DO Wärmedienst GmbH Berlin, Geschäftsführer Altvaterstraße 1, 14129 Berlin Telefon: 030 - 802 89 65 Telefax: 030 - 825 47 99 E-Mail: [email protected] Web: www.ro-do.de Hoffmann, Andreas (†) Tollaas, Inger-Johanne THP Architekten Berlin Fehrbellinerstraße 30, 10119 Berlin Telefon: 030 - 4849 4242 Telefax: 030 - 4849 4244 E-Mail: [email protected] Web: www.thparchitektur.de Kirscht, Christian Energiebüro Kirscht Prinzessinnenstraße 4, 12307 Berlin Telefon: 030 - 682 52 53 Telefax: 030 - 682 52 54 E-Mail: [email protected] Web: www.energiebuero-kirscht.de Paul, Axel Haus- und Grundbesitzerverein von 1887 Berlin-Steglitz e.V., Vorsitzender Schloßstraße 41, 12165 Berlin Telefon: 030 - 792 19 69 Telefax: 030 - 793 35 79 E-Mail: [email protected] Web: www.hgv-berlin-steglitz.de Pietschke, Wilfred Aktionskreis Energie e.V., Vorsitzender Flanaganstraße 45, 14195 Berlin Telefon: 030 - 81 00 31 97 Telefax: 030 - 81 00 31 98 E-Mail: [email protected] Web: www.ake-ev.de Reuter, Gunhild Dipl.-Ing. Architektin, von der Architektenkammer Berlin öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Schäden an Gebäuden Görresstraße 24, 12161 Berlin Telefon: 030 - 313 27 21 Telefax: 030 - 313 27 22 E-Mail: [email protected] Web: www.gunhild-reuter.de Starken, Hugo KEBAB gGmbH, Geschäftsführer Flanaganstraße 45, 14195 Berlin Telefon: 030 - 61 12 79 12 Telefax: 030 - 618 10 36 E-Mail: [email protected] Web: www.kebab-online.de Strache, Hans-Otto Architekt + Energieberater Machnower Straße 79, 14165 Berlin Telefon: 030 - 80 90 33 90 E-Mail: gsho.strache-berlin@ t-online.de Wild, Rainer Berliner Mieterverein e.V. Stellv. Hauptgeschäftsführer Behrenstraße 1 C, 10117 Berlin Telefon: 030 - 22626-0 Telefax: 030 - 22626-162 E-Mail: [email protected] Web: www.berliner-mieterverein.de Rodriguez, Georg M.ut.z GmbH, Geschäftsführer Wattstraße 10, 13355 Berlin Telefon: 030 - 46 78 13 - 0 Telefax: 030 - 46 78 13 - 33 E-Mail: [email protected] Web: www.mutz.de Klippel, Helmut Haus- und Grundbesitzerverein Berlin-Zehlendorf von 1895 e.V., Vorstandsmitglied Potsdamer Straße 44, 14163 Berlin Telefon: 030 - 80 99 94 90 Telefax: 030 - 80 99 94 44 E-Mail: Zehlendorf@ haus-und-grund-berlin.de Web: www.hgv-zehlendorf.de Schrage-Aden, Peter Klimaschutzbeauftragter Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf von Berlin Telefon: 030 - 90299 6142 Telefax: 030 - 90299 5359 E-Mail: [email protected] Web: www.Steglitz-Zehlendorf.de/ umweltamt Offermann, Rolf Offermann Fassadenplanung Lindenthaler Allee 36, 14163 Berlin Telefon: 030 - 80 58 91 22 Telefax: 030 - 80 58 91 23 E-Mail: [email protected] Web: www.of-fassadenplanung.de Sommer, Dirk Haus und Holz – Büro für Fenstertechnik und Gebäudeenergieberatung Klopstockstraße 23, 10557 Berlin Telefon: 030 - 397 49 619 Telefax: 030 - 397 41 978 E-Mail: [email protected] 35 9.2. Wichtige Adressen Finanzierung und Förderung Förderung und Finanzierung des Bundes KfW-Bank Beratungszentrum Berlin Behrenstraße 31, 10117 Berlin Telefon: 030 - 2 02 64-50 50 Telefax: 030 - 2 02 64-57 79 E-Mail: [email protected] Web: www.kfw.de Förderbank des Landes Berlin IBB Investitionsbank Berlin Bundesallee 210, 10719 Berlin Telefon: 030 - 2125-0 Telefax: 030 - 2125-2020 E-Mail: [email protected] Web: www.ibb.de Informations- und Fortbildungsangebote des Berliner Senats Berliner ImpulsE c/o EUMB Pöschk Oranienplatz 4, 10999 Berlin Telefon: 030 - 21 75 21 07 Telefax: 030 - 21 75 21 09 E-Mail: [email protected] Web: www.berliner-impulse.de Information und Beratung Förderung der Energieberatung und Erneuerbarer Energien BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Frankfurter Straße 29-35, 65760 Eschborn Telefon: 06196 - 908-238 Telefax: 06196 - 908-800 Web: www.bafa.de/bafa/de/ energie/index.html Kompetenz- und Informationszentrum des Bundes zur Energieeffizienz Deutsche EnergieAgentur GmbH (dena) Chausseestraße 128 a, 10115 Berlin Telefon: 030 - 72 61 65 – 600 Telefax: 030 - 72 61 65 – 699 E-Mail: [email protected] Web: www.dena.de Informationen zur Umwelt- und Energiepolitik des Berliner Senats Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Arbeitsgruppe Klimaschutz Brückenstraße 6, 10179 Berlin Telefon: 030 - 90 25 21 45 Telefax: 030 - 90 25 25 09 Web: www.berlin.de/sen/umwelt/ klimaschutz/ Meyer-Dommert Tischlermeister Innungsbetrieb MÖBELBAU · INNENEINRICHTUNG bartholomäus englmann fon 030 . 612 81 780 fax 030 . 612 81 781 [email protected] www.idaho-moebelbau.de 36 • Planung • Beratung • Herstellung • Reparaturen • gehobener Innenausbau für Büro, Küche, Bad • barrierefreies Wohnen • Fenster auch Denkmal Tel. 030 / 80 99 40-0 E-Mail: [email protected], www.mm-d.de Büro: Robert-W.-Kempner-Straße 4, 14167 Berlin Verbraucherberatung Verbraucherzentrale Berlin e.V. Hardenbergplatz 2, 10623 Berlin Telefon 030 - 2 14 85 - 0 Telefax: 030 - 211 72 01 E-Mail: mail@ verbraucherzentrale-berlin.de Web: www.verbraucherzentraleberlin.de Informationsportal Wärmepumpe Bundesverband Wärme Pumpe (BWP) e. V. Charlottenstraße 24, 10117 Berlin Telefon: 030 - 2 08 79 97 11 Telefax: 030 - 2 08 79 97 12 E-Mail: [email protected] Web: www.waermepumpe.de Informationsportal des Maler- und Lackiererhandwerks Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz Hahnstraße 70, 60528 Frankfurt a. M. Telefon: 069 - 66 57 5 - 300 Telefax: 069 - 66 57 5 - 350 E-Mail: [email protected] Web: www.farbe.de Interessenvertretung der Energieberater Landesfachverband der Bau- und Energieberater Berlin-Brandenburg e.V. Pascalstraße 8 – 9, 10587 Berlin Telefon: 030 - 39 00 63 67 Telefax: 030 - 39 00 62 53 E-Mail: kontakt@ bauenergieberater-bb.de Web: www.bauenergieberaterbb.de Informationsportal Wasser Wärme Luft Zentralverband Sanitär Heizung Klima Rathausallee 6, 53757 Sankt Augustin Telefon: 02241 - 92 99 - 0 Telefax: 02241 - 2 13 51 E-Mail: [email protected] Web: www.wasserwaermeluft.de Informationsportal für Fenster und Fassade Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. Walter-Kolb-Straße 1-7, 60594 Frankfurt a. M. Telefon: 069 - 95 50 54 - 0 Telefax: 069 - 95 50 54 - 11 E-Mail: [email protected] Web: www.window.de Solarenergie und Nutzung erneuerbarer Energien Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. Landesverband Berlin-Brandenburg Erich-Steinfurth-Straße 6, 10243 Berlin Telefon: 030 - 29 38 12 60 Telefax: 030 - 29 38 12 61 E-Mail: [email protected] Web: www.dgs-berlin.de Strom aus Solarenergie, Photovoltaik, Bürgersolaranlagen Solarverein Berlin-Brandenburg e.V. Paulsenstraße 55/56, 12163 Berlin Telefon: 030 - 82097-236 Telefax: 030 - 82097-366 E-Mail: [email protected] Web: www.solarverein-berlin.de Baubiologie Berlin Ingenieurbüro für Baubiologie und Umweltanalytik An der Stammbahn 157 14532 Kleinmachnow Tel./Fax 03 32 03 / 2 17 88 [email protected] www.baubiologie-berlin.de Dipl.-Ing. Karin Beutler und Gerhard Brohm Hans-Joachim Siebert Dipl.-Ing. Architekt Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken Machnower Straße 25 14165 Berlin Telefon: (030) 815 97 85 Telefax: (030) 815 97 85 Mobil: (0171) 643 99 06 E-Mail: [email protected] 37