Die vier verschiedenen Allergietypen

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Infoblatt: Allergietypen
Allergien
Die vier verschiedenen Allergietypen
Beim Menschen gibt es insgesamt vier Allergietypen. Die Einteilung einer allergischen
Krankheit in diese vier Typen ist nicht immer eindeutig, oft überschneiden sich die Ursachen.
Typ-I-Allergie:
Die Typ-I-Allergie ist die Allergie vom so genannten Soforttyp. Nachdem der Allergiker für
eine Typ-I-Allergie sensibilisiert wurde, binden Antikörper vom Typ IgE an Mastzellen, die
sich vor allem in Schleimhäuten befinden.
Dringt ein Allergen, zum Beispiel in Form eines
Pollenkorns, in den Körper ein, dockt es an die
Antikörper (IgE) an und verbindet dadurch zwei
solcher Antikörper miteinander. Die Mastzelle
setzt daraufhin Histamin frei. Histamin erweitert
die Blutgefäße und ist dadurch Auslöser der
Symptome der Allergie, wie zum Beispiel
Anschwellen der Schleimhäute.
Diese Reaktion läuft sehr schnell ab, meist
direkt nach dem Allergenkontakt bis spätestens
zwanzig Minuten danach. Die Symptome zeigen
sich also sofort.
Die Typ-I-Allergie ist die häufigste Allergie, die auftritt. Wenn umgangssprachlich von
Allergien die Rede ist, ist meistens dieser Typ gemeint.
Typ-II-Allergie:
Die Typ-II-Allergie wird im Gegensatz zur häufigsten Allergie durch IgG oder IgM ausgelöst.
Diese Antikörper richten sich gegen Antigene, die an körpereigene Zellen gebunden sind und
werden deshalb auch als Autoantikörper bezeichnet (griech. autos = selbst). Dadurch können
körpereigene Zellen markiert und von Fresszellen zerstört werden.
Die Typ-II-Allergie wird aus diesem Grund selten von Autoimmunerkrankungen
unterschieden, bei denen sich das Immunsystem gegen körpereigenes Gewebe richtet. Der
Übergang dazu ist fließend.
© 2014 Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg
Bildernachweis: www.biologiedidaktik.at/Humanbiologie/Allergien/Bildernachweis.pdf
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Infoblatt: Allergietypen
Allergien
Typ-III-Allergie:
Die Typ-III-Allergie beschreibt eine Antikörper-Bindung gegen lösliche Antigene. Manche
Antigene befinden sich gelöst frei im Blut oder in der Lymphflüssigkeit und sind nicht an
bestimmte Fresszellen gebunden. Wenn die gebildeten Antikörper dann an die Vielzahl der
freien Antigene binden entstehen sehr große Immunkomplexe, die sich zum Beispiel in den
Blutgefäßen ablagern können. Das kann zu schweren Schäden von Gewebe oder Organen
führen.
Typ-IV-Allergie:
Die Typ-IV-Allergie wird im Gegensatz zu anderen Allergietypen nicht durch Antikörper
vermittelt. Bei diesem Typ werden T-Zellen aktiviert, die spezifisch auf ein Allergen reagieren
und direkt eine Entzündungsreaktion hervorrufen können. Die Symptome treten hier erst
später, oft erst 24 bis 72 h nach Kontakt mit dem Antigen auf. Diese Form der Allergie wird
daher auch als Spättyp bezeichnet.
Typische
Symptome
einer
Typ-IV-Reaktion
sind
zum
Beispiel
Kontaktekzeme
(Hautentzündungen).
Die Allergene dieses Typs sind nur selten Proteine, sondern meistens Metalle oder andere
anorganische und organische Verbindungen, die im beruflichen oder privaten Umfeld eine
Rolle spielen, zum Beispiel Arzneimittel, Duftstoffe, Chemikalien, …
© 2014 Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg
Bildernachweis: www.biologiedidaktik.at/Humanbiologie/Allergien/Bildernachweis.pdf
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