7. Symphoniekonzert Saison 2011|2012

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2011 | 2
012
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PA R T N E R D E R
S TA AT S K A P E L L E D R E S D E N
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7. Symphoniekonzert
Dir igent
Sir Colin Davis
violine
Programm
Ralph Vaughan Williams
(18 7 2 -19 5 8 )
»Fantasia on a Theme by Thomas Tallis« für doppeltes Streichorchester
Nikolaj Znaider
Benjamin Britten
(19 1 3 -19 76 )
»Four Sea Interludes« op. 33a aus der Oper »Peter Grimes«
1. »Dawn«. Lento e tranquillo
2. »Sunday Morning«. Allegro spiritoso
3. »Moonlight«. Andante comodo e rubato
4. »Storm«. Presto con fuoco
Passacaglia op. 33b aus der Oper »Peter Grimes«
Pau s e
Musikalisches Traumpaar
Mit der »Tallis-Fantasie« von Ralph Vaughan Williams und den »Four Sea
Interludes« von Benjamin Britten präsentiert Ehrendirigent Sir Colin Davis
zwei orchestrale Hauptwerke der britischen Musik des 20. Jahrhunderts,
die er selber durch inzwischen schon legendäre Interpretationen geprägt
hat. Im Violinkonzert von Jean Sibelius findet er erneut mit Capell-Virtuos
Nikolaj Znaider zusammen, mit dem er – zur großen Freude des Dresdner
Publikums – schon mehrfach in der Semperoper musizierte.
Jean Sibelius
(18 6 5 -19 5 7 )
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47
1. Allegro moderato
2. Adagio di molto
3. Allegro, ma non tanto
Kost enlose Einfü hru ngen du rch den konzert dr a m at u rgen
j e w e i l s 4 5 M i n u t e n v o r B e g i n n i m Op e r n k e l l e r d e r S e m p e r o p e r
2
3
7. SYMPHONIEKONZERT
Sir Colin Davis
Ehrendirigent
der Sächsischen Sta atsk a pelle Dr esden
I
m Jahr 1990 wählte die Sächsische Staatskapelle Dresden Sir Colin
Davis zu ihrem ersten und bis heute einzigen Ehrendirigenten. Darüber hinaus ist er seit 2007 President des London Symphony Orchestra.
Sir Colin kann auf ein bewegtes und an Erfolgen reiches Dirigenten­
leben zurückblicken.
Geboren 1927 im britischen Weybridge, leitete er zu Beginn seiner
Karriere das BBC Scottish Orchestra, die Sadler’s Wells Opera London (die
heutige English National Opera) und das BBC Symphony Orchestra. 1971
wurde er Music Director des Royal Opera House Covent Garden, später
leitete er das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (1983-1992)
und das London Symphony Orchestra (1995-2006). Als Principal Guest
Conductor wirkte er zeitweise bei den großen Orchestern in Boston und
New York. Sir Colin Davis erhielt international höchste Ehren, darunter
den Yehudi Menuhin Prize des spanischen Königshauses (2003) und die
britische Queen’s Medal for Music (2009).
Die Staatskapelle Dresden dirigierte Sir Colin erstmals 1981 bei
einer Schallplattenaufnahme (Mozart, Symphonien). Zahlreiche Höhepunkte seiner inzwischen über 30-jährigen Zusammenarbeit mit dem
Orchester sind auf CD dokumentiert; zuletzt erschien die hoch gelobte
Einspielung des Violinkonzertes von Edward Elgar mit dem Solisten Nikolaj Znaider bei Sony Music.
In der Saison 2011/2012 ist Sir Colin Davis mit zwei Symphoniekonzerten und einem Gastspiel des Gustav Mahler Jugendorchesters in der
Semperoper zu erleben. Anlässlich seines 85. Geburtstags im September
2012 würdigt ihn die Staatskapelle außerdem im Mai 2012 mit einer Jubiläums-Tournee »Sir Colin at 85!«.
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7. SYMPHONIEKONZERT
Ralph Vaughan Williams
* 2 . Ok t o b e r 1 8 7 2 i n D o w n A m p n e y ( G l o u c e s t e r s h i r e )
† 2 6 . Augus t 1958 i n L on d on
»Fantasia on a Theme by Thomas Tallis«
(»Tallis-Fantasie«) für doppeltes Streichorchester
e n tsta n de n
Besetz u ng
1910 im Auftrag des englischen
»Three Choirs Festival« auf ein
Thema von Thomas Tallis;
1913 und 1919 revidiert
mehrfach unterteiltes
Streichorchester
V e r l ag
J. Curwen & Sons, London
u r au f g e f ü h r t
am 6. September 1910 in der
Kathedrale von Gloucester
(London Symphony Orchestra,
Dirigent: Ralph Vaughan Williams)
6
7
Dau e r
ca. 17 Minuten
Neues aus dem Geiste
der Renaissance
Zu Ralph Vaughan Williams’
»Tallis-Fantasie«
Ralph Vaughan Williams war ein ausgesprochener »Spätentwickler«: Sein
Lehrer Henry Wood glaubte nicht daran, dass jemals ein Komponist aus
ihm werden könnte, die Studienkollegen (ausgenommen sein Freund Gustav
Holst) hielten ihn für hoffnungslos unbegabt, und auch er selbst beklagte
noch Jahre später seine »amateurhafte Technik«. Noch 1908, als 36-Jähriger, ging er nach Paris, um einige Monate lang bei Maurice Ravel zu
lernen. Dass sich Vaughan Williams während seiner Ausbildung nicht hervortun konnte, ist wohl aus einer gewissen Ratlosigkeit zu erklären: Seine
Lehrer, neben Wood vor allem Hubert Parry und Charles Villiers Stanford,
richteten sich noch stark an der deutschen Romantik aus; der junge Komponist spürte aber, dass diese ästhetische Orientierung in einer Zeit des sozialen und kulturellen Umschwungs keine Zukunft haben konnte. Erst allmählich wurde aus vagem Unbehagen eine künstlerische Vision: Die englische
Musik konnte sich nicht durch Imitation fremder Modelle, sondern nur aus
ihren eigenen Traditionen heraus erneuern. Volks- und Kunstmusik waren
Vaughan Williams dabei gleich wichtig. Wie Kodály und Bartók einige Jahre
später, sammelte auch er Volkslieder (insgesamt mehr als 800 Lieder und
Varianten). Und als promovierter Musikwissenschaftler befasste er sich mit
der Edition älterer englischer Musik, etwa von Henry Purcell.
Diese musikwissenschaftlichen Aktivitäten wirkten sich auch auf
sein kompositorisches Schaffen aus: Vaughan Williams erforschte die charakteristischen Intervalle, Konturen und Rhythmen der englischen Musik
und schuf daraus einen eigenen Stil, der vom Publikum bald als persönlich
und zugleich »typisch britisch« wahrgenommen wurde. Ein entscheidender
7. SYMPHONIEKONZERT
Schritt auf dem Weg dahin gelang ihm 1910. Als das »Three Choirs Festival«
ihm in diesem Jahr einen Kompositionsauftrag erteilte, entschied er sich,
dem Werk ein Thema des englischen Renaissance-Komponisten Thomas
Tallis (um 1505-1585) zugrunde zu legen. Mit der Melodie hatte er sich
bereits 1906 zum ersten Mal befasst; für seine Neuausgabe des Kirchengesangbuchs »The English Hymnal« hatte er sie harmonisiert und ihr Joseph
Addisons Hymnus »When rising from the bed of death« unterlegt. Nun bearbeitete er das Thema in Form einer »Fantasia« – so nannte man im England
des 16. und 17. Jahrhunderts eine Gattung von Instrumentalstücken, die
sich aus den vokalen Motetten und Madrigalen entwickelt hatte. Eine solche
Fantasia (auch »Fancy« genannt) gliederte sich in zahlreiche, deutlich voneinander getrennte Abschnitte, in denen eine imitatorische Behandlung der
Themen überwog.
Vaughan Williams gewinnt sein thematisches Material vor allem
dadurch, dass er die Tallis-Melodie in ihre einzelnen Phrasen zerlegt. Diese
verarbeitet er dann auf höchst mannigfaltige, fantasievolle Weise; die Bandbreite seiner Mittel reicht von blockhaft aneinander gereihten Akkorden bis
hin zu dichtester Polyphonie. Eine wichtige Rolle für Struktur und Klang
des Stücks spielt die Aufteilung des Orchesters. Es besteht nach der Vorgabe
des Komponisten aus drei Gruppen unterschiedlicher Stärke, die getrennt
voneinander aufzustellen sind: ein großes Streicherensemble, ein kleineres
und schließlich ein Streichquartett (das von den Stimmführern des großen
Ensembles übernommen wird). Mit dieser Bildung verschiedener »Chöre«
greift Vaughan Williams auf historische Vorbilder zurück und schafft doch
eine völlig eigenständige, originelle Komposition.
Ähnliches gelingt ihm auch auf dem Gebiet der Harmonik: Tallis’
Melodie steht in einer der alten Kirchentonarten, nämlich der phrygischen,
und Vaughan Williams entwickelte daraus für sein Werk eine konsequent
modale (d.h. dur-moll-geprägte) Harmonik – ein damals unerhörtes Vorgehen. Nun musste zwar das System der Kirchentonarten in der Kunstmusik
schon um 1600 dem modernen Dur-Moll-System weichen, doch in der
Volksmusik der britischen Inseln ist es bis heute lebendig. Deshalb klang
Vaughan Williams’ Musik in den Ohren seiner Zeitgenossen modern und
vertraut zugleich. Oder, wie es der Musikkritiker Fuller Maitland nach der
Uraufführung formulierte: »Von Anfang bis Ende ist man nie ganz sicher, ob
man etwas ganz Altes oder etwas ganz Neues hört.«
J ü r g e n O s t m a n n
Am 17. Juni 1976 spielte die Staatskapelle die DDR-Erstaufführung der
»Tallis-Fantasie« unter der Leitung von Lawrence Foster im Dresdner Kulturpalast.
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bedeutender br itischer sy mphonik er:
R a l p h va u g h a n w i l l i a m s ( u m 1 9 2 0 )
7. SYMPHONIEKONZERT
Benjamin Britten
* 2 2 . Nov e m be r 1913 i n L ow e s t of t (Su f fol k )
† 4 . De z e m be r 19 76 i n A l de bu rg h (Su f fol k )
»Four Sea Interludes« op. 33a aus »Peter Grimes«
1. »Dawn«. Lento e tranquillo
2. »Sunday Morning«. Allegro spiritoso
3. »Moonlight«. Andante comodo e rubato
4. »Storm«. Presto con fuoco
Passacaglia op. 33b aus »Peter Grimes«
e n tsta n de n
Besetz u ng
zwischen Januar 1944 und
Februar 1945
2 Flöten (beide auch Piccolo),
2 Oboen, 2 Klarinetten (2. auch
Es-Klarinette), 2 Fagotte,
Kontrafagott, 4 Hörner,
3 Trompeten, 3 Posaunen, Tuba,
Pauken, Schlagzeug (2 Spieler),
Harfe, Celesta, Streicher
u r au f g e f ü h r t
am 7. Juni 1945 an der Sadler’s
Wells Opera London
(Dirigent: Reginald Goodall)
V e r l ag
Boosey & Hawkes – Bote & Bock,
Berlin
Dau e r
Four Sea Interludes: ca. 15 Minuten;
Passacaglia: ca. 7 Minuten
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11
Spiegelbilder der Seele
Zu den »Four Sea Interludes«
und der Passacaglia aus
Benjamin Brittens »Peter Grimes«
Benjamin Britten hatte in seiner englischen Heimat schon mit Werken
wie der Simple Symphony op. 4 oder den »Variations on a Theme of Frank
Bridge« op. 10 auf sich aufmerksam gemacht, als er im Sommer 1939 gemeinsam mit seinem Lebensgefährten, dem Tenor Peter Pears, nach Amerika auf brach. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges stand unmittelbar
bevor, in der »Neuen Welt« erhofften sich beide bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Fast drei Jahre blieben Britten und Pears in den USA,
hier entstanden Werke wie die »Sinfonia da Requiem« oder die »Michelangelo-Sonette«. Und doch spürte Britten schon bald eine große Sehnsucht
nach seiner Heimat – die noch verstärkt wurde, als er im Sommer 1941 in
Kalifornien auf eine Versdichtung des englischen Dichters George Crabbe
(1754-1832) stieß, die in Brittens Heimat Suffolk spielte. Sofort war der
Komponist Feuer und Flamme, mit der Geschichte um den tragischen Fischer Peter Grimes hatte er das Sujet für seine erste Oper gefunden! Über
den Dirigenten Serge Koussevitzky und dessen Musikstiftung erhielt er
einen Kompositionsauftrag, ausgearbeitet hat er das Werk in den Jahren
1944/45, nach seiner Rückkehr nach England. Am 7. Juni 1945 ging »Peter
Grimes« in der Londoner Sadler’s Wells Opera mit sensationellem Erfolg
über die Bühne, Pears sang die Titelrolle. Schon bald galt das Werk als
»die« englische Nationaloper des 20. Jahrhunderts.
Noch vor der Opernuraufführung stellte Britten vier der insgesamt
sechs orchestralen Vor- und Zwischenspiele zu einer Suite zusammen, um
sie unter dem Titel »Four Sea Interludes« (»Vier See-Zwischenspiele«) op. 33a
auch für den Konzertsaal zugängig zu machen. Die Zwischenspiele boten sich
für diese Art der Bearbeitung an, da sie bereits in der Oper – ganz ähnlich
wie die Zwischenmusiken in Debussys »Pelléas et Mélisande« oder Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« (ein Werk, das Britten sehr schätzte) –
7. SYMPHONIEKONZERT
be nja m i n br i t t e n i n dr e sde n ( a pr i l 195 5 )
Anlässlich der Erstaufführung seiner Oper »Albert Herring« (Kleines Haus der
Staatstheater, Inzenierung: Joachim Herz) kam Britten 1955 nach Dresden.
Im Februar 1967 war er ein weiteres Mal in Dresden und gab mit Peter Pears
einen Liederabend im Großen Haus der Staatstheater.
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13
die Funktion kleiner Tondichtungen übernehmen, in denen die Handlung, das
Innen- und Außenleben der Personen, gespiegelt wird. Bei der Zusammenstellung hielt sich Britten weitgehend an die Reihenfolge in der Oper – mit
einer Ausnahme: Die furiose Sturmmusik, das Zwischenspiel aus dem ersten
Akt, stellte er ans Ende der Suite – wohl, um eine stärkere Schlusswirkung zu
erzielen. In dieser Form gibt sich das Werk als eine symphonische Folge von
See- bzw. Seelenbildern, zwischen Tag und Nacht, Ruhe und Sturm. Nicht als
Bestandteil der »Four Sea Interludes«, sondern als Einzelstück gab Britten
auch die Passacaglia op. 33b für den Konzertsaal frei, die mit rund sieben
Minuten das längste und in seiner Struktur komplexeste Zwischenspiel der
Oper darstellt.
Auch wenn man also die Handlung – die tragische Geschichte
eines unverstandenen Außenseiters, der von der Gesellschaft letztlich zum
Selbstmord getrieben wird – nicht im Detail kennt, kann man die Musik der
»Four Sea Interludes« und der Passacaglia durchaus nachvollziehen. Die
einleitende »Dämmerung« (»Dawn«) zeichnet mit dem Wechsel zwischen
einer Violin-Kantilene, einer spielerischen Bewegung u.a. der Klarinetten
und dem erwachenden Bläsersatz ein Bild von Luft, Wellen und Weite. In der
Oper verbindet diese Musik das Vorspiel mit dem ersten Akt.
»Sunday Morning« (»Sonntagmorgen«), das Vorspiel zum zweiten
Akt, wird durch den Klang der Hörner eröffnet, die – gemeinsam mit den
anderen Instrumenten – das sonntägliche Glockengeläut nachahmen. In
klanglichem Gegensatz dazu beginnt mit einer ruhigen Linie der Streicher
der Kirchgang.
Einen Ruhepol bildet das Vorspiel zum dritten Akt, »Moonlight«
(»Mondlicht«), das sich in den tiefen Streichern und Bläsern ausdrucksvoll
entfaltet, durchzuckt von Einwürfen in Flöte und Harfe, später im Xylophon.
Der Schlusssatz beruht im Wesentlichen auf einem chromatischen
Hauptthema, das mit heftigen Impulsen von Höhepunkt zu Höhepunkt jagt:
ein Bild der aufgepeitschten See. Am Ende scheint in den Streichern eine
expressive Kantilene auf – in der Oper die Vision von einem glücklicheren
Leben –, die aber vom Sturm einfach hinweggefegt wird.
Die Passacaglia verbindet in der Oper das erste und zweite Bild des
zweiten Aktes und ist dramaturgisch von zentraler Bedeutung: In Vorausahnung der Handlung – Grimes flieht mit seinem Lehrjungen vor den Ortsbewohnern, der Junge stürzt von den Klippen und stirbt – konzipierte Britten
das Zwischenspiel als einen Trauermarsch, mit dem auch Grimes Schicksal
besiegelt wird. Das Passacaglia-Thema erklingt zu Beginn pizzicato in den
Bässen, die erste Variation gehört der Solobratsche (der verstummte Junge?), und in der apokalyptisch gesteigerten Musik klingt noch Grimes’ kurz
zuvor geäußerter Verzweiflungsruf nach: »May God have mercy upon me!«
(»Möge Gott sich meiner erbarmen!«).
7. SYMPHONIEKONZERT
Die iPhone App der
Staatskapelle Dresden
Während des Konzerts
bitte ausschalten!
V o n 2 0 0 7 b i s 2 0 0 9 s t a n d B r i t t e n s » P e t e r G r i m e s « a u f d e m Sp i e l pl a n der Se m peroper ( I nzen i eru ng: Seba st i a n bau mga rt en,
i m B i l d S t e p h e n G o u l d i n d e r T i t e l pa r t i e ).
Nach dem großen Erfolg seines Opernerstlings verfolgte Britten den eingeschlagenen Weg konsequent weiter; fortan komponierte er in erster Linie
Opern und Vokalmusik – meistens mit einer zentralen Partie für Pears – und
festigte mit Werken wie »The Rape of Lucretia«, »The Turn of the Screw«
oder »Death in Venice«, seinem letzten Bühnenwerk, seinen Ruf als einer
der bedeutendsten Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts. Die mit »Peter
Grimes« einsetzende künstlerische Umorientierung ging übrigens mit einer
geografischen einher: Ab 1947 ließen sich Britten und Pears in Aldeburgh
nieder, jenem Ort in der Grafschaft Suffolk, der so großen Anteil am Erfolg
der Oper hatte und wo Britten zum Mittelpunkt des 1948 von ihm gegründeten Aldeburgh Festivals wurde.
T o b i a s N i e d e r s c h l a g
Am 13. April 1951 stellte die Staatskapelle die »Four Sea Interludes«
und die Passacaglia aus »Peter Grimes« erstmals in Dresden vor
(Großes Haus der Staatstheater, Dirigent: Herbert Sandberg).
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PA R T N E R D E R
S TA AT S K A P E L L E D R E S D E N
Nikolaj Znaider
C a p e l l -V i r t u o s
d e r S ä c h s i s c h e n S t a a t s k a p e l l e D r e s d e n 2 0 11 / 2 0 1 2
N
ikolaj Znaider wird nicht nur als einer der führenden Geiger
unserer Zeit gefeiert, sondern ist als Solist, Dirigent und Kammermusiker inzwischen einer der vielseitigsten Künstler seiner
Generation. Seit 2010 ist er Principal Guest Conductor des
Mariinsky-Theaters in St. Petersburg; als Gastdirigent arbeitet
er darüber hinaus mit Orchestern wie den Münchner Philharmonikern, dem
London Symphony Orchestra, der Tschechischen Philharmonie und den
Orchestern in Pittsburgh und Los Angeles zusammen.
Als Violinsolist ist er nach wie vor einer der gefragtesten Künstler
weltweit, der mit allen bedeutenden Orchestern und Dirigenten konzertiert,
darunter Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Gustavo Dudamel, Mariss
Jansons, Lorin Maazel, Zubin Mehta und Christian Thielemann. In der Saison 2008/2009 stellte er seine Vielseitigkeit im »Artist Portrait« des London
Symphony Orchestra unter Beweis; in der Saison 2012/2013 erhält er eine
»Carte blanche« im Wiener Musikverein.
Als Exklusivkünstler von RCA Red Seal (Sony Music) hat er zahlreiche Aufnahmen eingespielt. Zuletzt erschienen das Violinkonzert von
Edward Elgar mit der Staatskapelle Dresden unter Sir Colin Davis und die
Violinkonzerte von Brahms und Korngold mit den Wiener Philharmonikern
unter Valery Gergiev.
Der Sächsischen Staatskapelle Dresden ist Nikolaj Znaider inzwischen seit sieben Jahren als Violinsolist und Dirigent eng verbunden. Im
März 2011 dirigierte er nach Konzerten in der Semperoper auch eine erfolgreiche China-Tournee des Orchesters.
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7. SYMPHONIEKONZERT
Der Traum des Virtuosen
Zum Violinkonzert von Jean Sibelius
Jean Sibelius
* 8. Dez e m ber 186 5 i n H ä m een li n na
† 2 0 . S e p t e m b e r 19 5 7 i n Jä r v e n pä ä
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47
1. Allegro moderato
2. Adagio di molto
3. Allegro, ma non tanto
e n tsta n de n
Besetz u ng
1903 in Helsinki (erste Fassung);
1904 / 05 überarbeitet (Endfassung)
Violine solo;
2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten,
2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten,
3 Posaunen, Pauken, Streicher
u r au f g e f ü h r t
am 8. Februar 1904 in Helsinki
(erste Fassung); Endfassung am
19. Oktober 1905 in Berlin
(Solist: Kárel Halir, KöniglichPreußische Hofkapelle,
Dirigent: Richard Strauss)
V e r l ag
Robert Lienau Musikverlag,
Frankfurt am Main
Dau e r
ca. 30 Minuten
gew idm et
dem jungen ungarischen Geiger
Franz von Vecsey
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19
Neben Gustav Mahler war Jean Sibelius derjenige Komponist, der es auf
dem Weg ins 20. Jahrhundert noch einmal unternahm, die Gattung der Symphonie auf authentische Weise ins Zentrum seines Schaffens zu rücken. Nur
indirekt sind Gedanken aus einem Gespräch, das die beiden 1907 führten,
überliefert. Während Sibelius das Wesen des Symphonischen in motivischer
Einheit, in der Ableitung der verschiedenen Gestalten aus Urmotiven verwirklicht sah, vertrat Mahler ein Weltbild des Widerspruchs: »Die Symphonie muss wie die Welt sein. Sie muss alles umfassen.« Die Wahrheit der
Naturphilosophie des späten 19. Jahrhunderts steht gegen die zerreißende
Wirklichkeitserfahrung des frühen 20. Jahrhunderts. Die Kontroverse ist
aber noch in anderer Hinsicht interessant, macht sie doch auch verständlich, warum Mahler niemals ein Solokonzert hätte schreiben können, während Sibelius zwischen seiner zweiten und dritten Symphonie immerhin ein
einziges Mal auf diese Form zurückgriff. Und dabei verleiht er nicht zuletzt
gerade durch jene Vorstellung einer metamorphosenartigen motivischen
Beziehungsdichte auch dem Prinzip des Konzertierens in seinem Violinkonzert neue Glaubwürdigkeit.
Die eminente psychologische Spannung, die sich im Klanglichen,
Motivisch-Harmonischen, aber auch der Zeitgestaltung äußert, bezeugt die
Nähe des Werkes zum Symbolismus. Wie Debussy und Schönberg war auch
Sibelius fasziniert von Maurice Maeterlincks »Pelleas und Melisande«, und
im Abstand weniger Jahre entstanden dazu – in Nachbarschaft zum Violinkonzert – Schönbergs Symphonische Dichtung, Sibelius’ Schauspielmusik
und Debussys Oper. Offensichtlich besaß aber die Zeit, in der Sibelius’
Violinkonzert uraufgeführt wurde, für diese Feinnervigkeit kein Ohr, und
das jugendstilartige Rankenwerk, das die virtuose Seite mindestens zum
Teil ganz eigenartig prägt, wurde ebenfalls nicht in dieser Qualität wahrgenommen. Selten waren die überlieferten Reaktionen zunächst so einheitlich
negativ, sowohl für die erste Fassung, die im Januar 1904 in Helsinki uraufgeführt wurde, wie auch für die zweite, wesentlich veränderte, die 1905 in
Berlin zum ersten Mal erklang.
7. SYMPHONIEKONZERT
»Ich war zwölf und ein Virtuose«
vom v iol i n v i r t uose n z u m kom p on i s t e n: J e a n s i be l i us ( u m 19 0 0)
20
21
In einer Zeit, in der das Neue mit stärkeren Reizen auftrat, fiel Sibelius’
Stück als Virtuosenkonzert zunächst unter die Kategorie eines Nachläufers des 19. Jahrhunderts und wurde so entweder unsinnigerweise zum
Beispiel gegen Mendelssohns nur sehr äußerlich ähnliches Konzert ausgespielt oder aber von vornherein als Relikt längst vergangener Zeiten abgelehnt. Wir wissen nicht, wie Richard Strauss, der als Dirigent die Berliner
Uraufführung der zweiten Fassung leitete, darüber dachte. Aber in seinen
eigenen konzertanten Kompositionen ging Strauss bekanntlich Wege, die
diese spielerischen, im weitesten Sinne neo-klassizistischen Kompositionen deutlich von dem symphonischen, sozusagen progressiv-ernsten
übrigen Teil seines Oeuvres schieden. Die wirkliche Erfolgsgeschichte
des Sibelius-Konzertes begann erst in den dreißiger Jahren, seitdem
aber gehört es bis heute, zusammen mit dem gleichzeitig entstandenen
»Valse triste«, zu den meistgespielten Werken des Komponisten, ja, es ist
wahrscheinlich das meistaufgeführte Violinkonzert des 20. Jahrhunderts.
Sibelius selbst schrieb kein weiteres Solokonzert, obwohl ihn zahlreiche
Anfragen und Anträge für Auftragswerke erreichten. Aber so sehr er noch
zu Beginn des Jahrhunderts auf das Geldverdienen mit dem Komponieren
angewiesen war, so sehr konnte er es sich zwei Jahrzehnte später bei fließenden Tantiemen leisten, nur noch das zu machen, was er wollte. Es gab
zwar Pläne für ein zweites Violinkonzert, ein »Concerto lirico«, vollendet
aber wurden lediglich noch einige Folgen von Konzertstücken – Serenaden
und Humoresken – für Violine und Orchester.
In seinem Tagebuch, das erst vor einigen Jahren öffentlich zugänglich
wurde, notierte Sibelius am 2. Februar 1915 auf lapidare Weise einen Traum:
»Ich war zwölf und ein Virtuose.« Das Violinkonzert und die Wahl des Soloinstruments ist lebensgeschichtlich immer wieder mit der gescheiterten Geigerkarriere von Sibelius in Verbindung gebracht worden. Auf seine Art war er ein
Wunderkind, denn bis zu seinem 15. Lebensjahr hatte er sich das Geigenspiel
nur mehr oder weniger autodidaktisch beigebracht, dann lernte und studierte
er bei verschiedenen Lehrern in Helsinki, später in Berlin, ohne indessen, wie
auch als Komponist, einen formellen Abschluss zu machen. Das Ende seiner
angestrebten Laufbahn brachte das Scheitern eines Probespiels bei den Wiener Philharmonikern 1891, Sibelius war 26 Jahre alt.
In seinen Jugendjahren war die Geige für Sibelius aber weniger
ein Instrument der Kammer- oder Konzertsaalmusik gewesen, sondern ein
Medium, um mit der Natur zu kommunizieren. Noch später erinnerte er
sich gern an jene Augenblicke des Glücks, in denen er mit der Geige herumwanderte und improvisierend mit den Klängen um ihn herum improvisierte.
Auf sein zehntes Lebensjahr datieren Sibelius-Forscher eine eigentümliche
7. SYMPHONIEKONZERT
kleine, klanglich experimentelle Komposition mit dem Titel »Wassertropfen«, die als Duo für Violine und Cello jenes Naturgeräusch in Musik zu
verwandeln sucht. Solche, in der Jugendzeit mit der Geige improvisierend
und intuitiv umgesetzte Begegnung mit dem Klang der Natur beschäftigte
Sibelius aber sein ganzes Leben lang. Er war fasziniert von dem ganz eigentümlichen Obertonspektrum eines Kornfeldes kurz vor der Ernte, wie von
den Stimmen der Vögel, besonders der Schwäne, die in ihm bis in ihre Gestalt hinein musikalische Vorstellungen zu wecken vermochten.
Parallele Traumwelten
Dennoch handelt es sich bei Sibelius’ Musik nicht um einen musikalischen
Realismus, der Landschaftliches oder Lebensweltliches abbildet, um es vor
dem Hörer wieder erstehen zu lassen. Schon vom Material her benutzt Sibelius erstaunlich wenig im strengen Sinne finnische Motive und Themen.
Und selbst der Anfang des Violinkonzertes, der in einzelnen motivischen
Zellen das ganze Stück hindurch präsent bleibt, und dessen metrische Unbestimmtheit, frei schweifende Entwicklung und modale Prägung sofort
alle Klischeebilder nordischer Weite aufzurufen vermag, trägt in sich eine
Erinnerung aus ganz anderen Breiten. »Allegretto, Glocken von Rapallo«
lautet die Beschriftung auf einem in Italien entstandenen Skizzenblatt, auf
dem zum ersten Mal Motive des Violinkonzerts erscheinen, einige Jahre
bevor Sibelius im September 1902 von den finnischen Inseln als frisch Verheirateter seiner Frau schreibt, ihm seien »einige herrliche Themen für das
Violinkonzert eingefallen«. »Rapallo« nannten Sibelius und seine Frau Aino
dann auch den Obstgarten ihres Landhäuschens, 25 Kilometer entfernt von
Helsinki, dessen Bau 1903 begann, und in das sie 1904 einzogen.
So ist die Zeit der Entstehung des Violinkonzertes und der Umarbeitung seiner ersten Fassung verbunden mit einem Wechsel des Lebensmittelpunktes, mit mehr Distanz zur Bohème Helsinkis und einer neuen
Wendung zur Natur, wenn auch in Nachbarschaft einer Künstlerkolonie.
Und vielleicht kann man es gerade als besondere Leistung Sibelius’ in
seinem Violinkonzert sehen, dass es – im ersten Satz – genau solch ein
Lebensgefühl zwischen der Ahnung naturhafter mythischer Tiefe und
der Vorstellung erhitzter Gesichter im etwas schwülen Salon in dichtester
Weise miteinander verbindet, ineinander gleiten lässt, fast wie im Traum.
Das erinnert an die Parallelwelten auf den symbolistischen Bildern seines
Malerfreundes Akseli Gallen-Kallela (1865-1931). Und es synthetisiert die
beiden Pole seines Musikdenkens, die ansonsten im Jahr 1903 etwa in den
Klavierbearbeitungen finnischer Volkslieder und der eleganten Melancholie des »Valse triste« in isolierter Weise Ausdruck finden.
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»Symposium«.
Ö l g e m ä l d e v o n Ak s e l i G a l l e n - K a l l e l a ( 1 8 9 4 )
Das Bild verursachte bei seinem Erscheinen einen Skandal, zeigte es doch führende Vertreter einer finnischen Künstler-Avantgarde (darunter Jean Sibelius,
rechts) – mit ins Leere starrenden Augen und vor halbleeren Weingläsern.
Zu der traumartigen Anmutung, die Sibelius’ Musik hier, insbesondere im
ersten Satz, erzeugt, trägt vor allem bei, dass vor dem Hintergrund einer
traditionellen Sonatenhauptsatzform doch kein Moment der völligen Identität existiert, vielmehr jeder einzelne Augenblick das Vorangegangene
prozesshaft in sich aufnimmt, und so auch da, wo Identität aufscheint, diese
völlig verwandelt wirkt. Es gibt keinen Moment der Wiederholung, immer
ist etwas in irgendeiner Weise transformiert. Sehr deutlich wird dies etwa
in der Reprise des Hauptthemas. Steht es zu Beginn in der Solovioline ganz
nah und deutlich vor dem unbestimmt wogenden Streichergrund, so erscheint es in der Reprise im Fagott, wie ein dunkler Schatten, der sich in den
Schluss der Violinkadenz hineinschiebt. Das Identische erscheint hier als
Abgespaltenes, in die Tiefe und Ferne entrückt. In der Erstfassung stand an
dieser Stelle noch ein eher schematisch auftrumpfendes Streichertutti. Ähn-
7. SYMPHONIEKONZERT
lich verwandelt wirkt in der Reprise auch das zweite Thema, das hier nicht
in den Fagotten sondern den tiefen Streichern erklingt. Und es wird in den
Holzbläsern überlagert durch eine Ankündigung des dritten Themas, das
hier – schon bekannt aus der Exposition, wo es überraschend auftrat – als
bereits Bekanntes schon das zweite in seinen Sog hineinzieht, ja, es sogar
metrisch umformt. Die Reprise kennt beim zweiten Thema nicht mehr den
6/4-Takt der Exposition, sondern bringt dies jetzt im 4/4-Takt in triolischen
Halben, in irrationaler Vergrößerung, bei der das, was vorher die Zeit von
sechs Vierteln füllte, jetzt (als sechs triolische Halbe) auf den Zeitraum von
acht Vierteln gedehnt wird.
Besondere
Hörempfehlungen
von Sony Music
NIKOLAJ ZNAIDER
ELGAR: VIOLIN CONCERTO
Die Einspielung von Elgars berühmtem Violinkonzert
zum 100-jährigen Jubiläum, welches der Komponist
auf Anregung des berühmten Geigers Fritz Kreisler
schrieb. Nikolaj Znaider bringt das Original-Instrument,
auf dem Kreisler 1910 die Uraufführung in London
spielte, virtuos zum Klingen. Mit der Staatskapelle
Dresden unter der Leitung von Sir Colin Davis.
Mehr als ein Virtuosenkonzert
Traumartig ist aber auch die überdeutliche Präsenz, die im Verlauf der
Entwicklung bestimmte, vorher schon vorhandene, aber ganz unscheinbare
Details erhalten, die abgespalten, umgestellt, vergrößert und umgeformt
werden. Eigentlich lässt sich das ganze Stück, insbesondere aber der erste
Satz, aus den motivischen Zellen des Anfangs ableiten, der so auch etwas
Doppeldeutiges gewinnt: Er steht einerseits für sich selbst als erste von drei
Themengruppen, andererseits bildet er das motivische Reservoir, aus dem
die folgenden Themen schöpfen. Das tänzerische Abschlussthema greift
sich den Quintfall heraus, und das elegische zweite Thema wächst als Vergrößerung aus einem unscheinbaren, dreitönig absinkenden Sekundgang
hervor. Insbesondere dieses zweite Thema leuchtet in vielfachen harmonischen Wandlungen mit sentimental aufgeladenen Vorhalten immer wieder
auf ganz unerwartete Weise auf. Es bildet so eine mit den konstruktiven
Höhepunkten nicht kongruente Dramaturgie, eine erzählerische Unterströmung, die sich auch im zweiten und dritten Satz in Einblendungen bemerkbar macht und eine unterschwellige Verbindung unter den ganz verschiedenartigen Oberflächen suggeriert.
Ursprünglich besaß der erste Satz zwei große Kadenzen, die beide
die Funktion einer Durchführung übernahmen, die erste für das erste
Thema, die spätere für das zweite. Dass Sibelius die an sich großartige,
eher ernste als virtuose zweite Kadenz in seiner Überarbeitung opferte,
bewirkte nicht nur eine bessere Ausbalancierung der Form. Es bewahrte
vielmehr diesem zweiten Thema auch seinen seltsamen, zwischen latenter
Anwesenheit und augenblicksartig aufscheinender Präsenz schwankenden
Charakter. Sibelius fand erst durch die Überarbeitung zu jener psychologischen Wahrhaftigkeit, die er suchte, und die das Stück weit über ein
bloßes Virtuosenkonzert hinaushebt.
FABIO LUISI
STAATSKAPELLE DRESDEN
BRUCKNER: SYMPHONY NO. 9
Die Live-Aufnahme des Konzertes in der Semperoper
von 2007: Die Staatskapelle Dresden spielt die 9.Sinfonie
von Anton Bruckner unter dem Dirigat von Fabio Luisi.
„Einen durchaus vielschichtigen und faszinierenden
neuen Beitrag zur Bruckner-Diskographie haben Fabio
Luisi und die Sächsische Staatskapelle Dresden […]
hier vorgelegt.“ Fono Forum
LANG LANG
LISZT: MY PIANO HERO
Die aktuelle CD mit dem Liebestraum, Campanella,
der Ungarischen Rhapsodie Nr. 2, Ave Maria, Isoldes
Liebestod und dem ersten Klavierkonzert von Liszt
mit den Wiener Philharmonikern unter Valery Gergiev.
www.langlang.com
M a r t i n W i l k e n i n g
www.sonymusicclassical.de
24
25
7. Symphoniekonzert 2011 | 2012
Orchesterbesetzung
1. Violinen
Michael Neuhaus
1. Konz e rt m e i st e r
Solo
Michael Eckoldt
Thomas Meining
Michael Frenzel
Christian Uhlig
Volker Dietzsch
Brigitte Gabsch
Johanna Mittag
Jörg Kettmann
Barbara Meining
Susanne Branny
Martina Groth
Wieland Heinze
Anselm Telle
Sae Shimabara
Franz Schubert
Stephan Pätzold
Michael Horwath
Jürgen Knauer
Uwe Jahn
Ulrich Milatz
Claudia Briesenick
Susanne Neuhaus
Juliane Böcking
Milan Líkař
Albrecht Kunath*
Ekaterina Zubkova**
2. Violinen
Reinhard Krauß
Konz e rt m e i st e r
Annette Thiem
Jens Metzner
Ulrike Scobel
Olaf-Torsten Spies
Alexander Ernst
Mechthild von Ryssel
Emanuel Held
Holger Grohs
Martin Fraustadt
Paige Kearl
Lisa Werhahn
Maria Held
Nicole Amal Reich*
26
Bratschen
Kai Vogler
27
Fred Weiche
Thomas Grosche
Yamato Moritake
Flöten
Rozália Szabó
Solo
Jens-Jörg Becker
Trompeten
Tobias Willner
Solo
Volker Stegmann
Sven Barnkoth
Posaunen
Uwe Voigt
Solo
Oboen
Céline Moinet
Guido Ulfig
Lars Zobel
Solo
Andreas Lorenz
Tuba
Hans-Werner Liemen
Violoncelli
Klarinetten
Friedwart Christian Dittmann
Wolfram Große
Solo
Solo
Martin Jungnickel
Uwe Kroggel
Matthias Schreiber*
Andreas Priebst
Bernward Gruner
Johann-Christoph Schulze
Jakob Andert
Anke Heyn
Matthias Wilde
Jan Seifert
Kontrabässe
Andreas Wylezol
Solo
Martin Knauer
Torsten Hoppe
Helmut Branny
Christoph Bechstein
Solo
Pauken
Thomas Käppler
Solo
Fagotte
Erik Reike
Solo
Thomas Eberhardt
Schlagzeug
Stefan Seidl
Frank Behsing
Solo
Hannes Schirlitz
Hörner
Harfe
Astrid von Brück
Solo
Erich Markwart
Solo
David Harloff
Harald Heim
Klaus Gayer
Celesta
Jobst Schneiderat
* als Gast
* * a l s Ak a d e m i s t
7. SYMPHONIEKONZERT
Silvesterkonzert 2011
Angela Denoke,
Ana Maria Labin,
Piotr Beczala
CD & DVD ab Januar
2012 erhältlich
8. Symphoniekonzert
»Palmsonntagskonzert«
s a m s t ag 3 1 . 3 .1 2 11 U h r
s o n n t ag 1 . 4 .1 2 2 0 U h r
m o n t ag 2 . 4 .1 2 2 0 U h r
Johannes Brahms
»Schicksalslied« für Chor
und Orchester op. 54
Anton Bruckner
Symphonie Nr. 5 B-Dur WAB 105
Se m peroper Dr esden
Photo © Matthias Creutziger
Vorschau
Herbert Blomstedt Dirigent
Sächsischer
Staatsopernchor Dresden
Einstudierung: Pablo Assante
Kostenlose Einführungen jeweils
45 Minuten vor Konzertbeginn
im Opernkeller der Semperoper
MU S I C TO WATCH
Erleben Sie die schönsten Aufführungen mit Christian Thielemann, der Staatskapelle
Dresden und vielen anderen Stars der internationalen Musikszene in HD-Qualität
und mit Surround Sound.
I mp r e ss u m
Sächsische Staatsoper Dresden
Intendantin Dr. Ulrike Hessler
Spielzeit 2011|2012
Herausgegeben von der Intendanz
© März 2012
R e daktio n
Tobias Niederschlag
B i l d n ac h w e is e
Sir Colin Davis, Szenenbild »Peter Grimes«:
Matthias Creutziger; Ralph Vaughan Williams,
Benjamin Britten, Jean Sibelius: Archiv der
Sächsischen Staatsoper Dresden, Werner
Frost (Britten); Nikolaj Znaider: George Lange;
Akseli Gallen-Kallela »Symposium«: © Tampere Art Museum
T e x t n ac h w e is e
Die Einführungstexte von Jürgen Ostmann,
Martin Wilkening und Tobias Niederschlag
sind Originalbeiträge für die Programmhefte
der Sächsischen Staatskapelle Dresden.
Im Fernsehen …
UNITEL CLASSICA ist der weltweite Fernsehsender für klassische Musik.
In Deutschland können Sie UNITEL CLASSICA in HD-Qualität und mit Surround
Sound über Telekom Entertain, Unitymedia, Kabel BW und NetCologne sowie in
gewohnter Fernsehqualität über Sky empfangen.
... und auf CD, DVD & Blu-ray
Urheber, die nicht ermittelt oder erreicht
werden konnten, werden wegen nachträglicher
Rechtsabgeltung um Nachricht gebeten.
G e sta lt u n g u n d Lay o u t
schech.net
Strategie. Kommunikation. Design.
Druc k
Union Druckerei Dresden GmbH
Private Bild- und Tonaufnahmen sind aus
urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet.
New Year’s Eve Concert,
Renée Fleming
Christopher Maltman
(DVD & CD)
Brahms:
Klavierkonzert Nr. 1
Maurizio Pollini
(CD)
Thielemann conducts Faust
Wagner: A Faust Overture
Liszt: A Faust Symphony
(DVD & Blu-ray)
Adventskonzert aus der
Dresdner Frauenkirche
Carolina Ullrich, Vittorio Grigolo
(CD, DVD & Blu-ray)
A n z e ig e n v e r t r i e b
Keck & Krellmann Werbeagentur GmbH
i.A. der Moderne Zeiten Medien GmbH
Telefon: 0351/25 00 670
e-Mail: info@kkwa.de
www.kulturwerbung-dresden.de
w w w. staatskape l l e-dr esde n.de
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Blu-ray-Veröffentlichungen von UNITEL CLASSICA unter:
www.unitelclassica.com
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