Rede von Herrn Piero Formica (doc

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International University of Entrepreneurship
Rooswijkweg 100
1951 MK Velsen-Noord
Niederlande
EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die
Wettbew erbsfähigkeit der KMU
Piero Formica
Dekan an der “International Univer sity of Entrepreneurship”,
Senior Research Fellow an der “ Enterprise Research and
Development Centre Business School” der “University of Central
England” in Birmingham
Inhalt
1. Methodologie der Geschäftsentwicklung
2. Unkonventionelle F&E Organisation en
3. Transformation des Wissens des Einzelunternehmens in 4.
Gemeinschaftswissen
4. Marktvertreter
5. Zero-stage und Seed Capital Funds
6. Eine innovative Darstellung zur Förderung des
Unternehmertums in schnellw achsenden Sektoren - Das
Tw inning Netw ork in den Niederlanden
7. Unternehmerische Universitäten
Zusammenfassung
Die
Erfahrung
im
Bereich
der
lokalen
und
umgebungsbezogenen Komponenten zur Förderung der
W ettbewerbsfähigkeit der KMU zeigt, dass es in folgenden
Bereichen noch immer Di skrepanzen gibt, des es zu schließen
gilt: Identifizierung neuer Märkte, neue Marktgelegenheiten
und Unternehmensgründungen über innovative Vertreter, die in
der Lage sind, die Bildung unternehmerisch ausgerichteter
W achstumsunternehmen,
zinstragender
Zero -Stage
und
Capital Funds zu fördern und für einen geeigneten Marktzutritt
zu sorgen.
1- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
1. Methodologie der Geschäftsentwicklung
Die Verbesserung des Umfelds, in dem kleine und mittlere Unternehmen
(KMU) gedeihen können, erfordert die Anwendung eine r Methodologie
der Geschäftsentwicklung (methodology of business development, BDM),
welche zunächst den Markt untersucht, indem Technologie und
Innovation einer Bewertung unterzogen werden. ( Abbildung 1).
Abbildung 1- Methodologie der Geschäftsentw icklung
Das bedeutet die Anwendung nicht sichtbaren wissensbasierten und
innerhalb der KMU-Gemeinschaft verfügbaren Kapitals für:
 konstante Verbesserungen der laufenden Aktivitäten.
 die Transformation der bestehenden Aktivitäten.
 die Nutzung neuer Chancen.
 die Gründung neuer Industrien .
2. Unkonventionelle F&E -Organisationen
Für die Verbesserung des Umfelds werden unkonventionelle F&E Organisationen benötigt.
2- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
Denn ‘W issenschaft’ ist nicht gleich ‘Technologie’ und
‘Technologie’ ist nicht gleich ‘Innovation’.
Unkonventionelle Organisationen
Kreativbereichen tätig:



sind
gleichzeitig
in
drei
Technologie
Produktplanung
Marketing
3. Transformation des Wissens des Einzelnen und des Unternehmens
in Gemeinschaftswissen
Ein effektives Umfeld fördert die Interaktion zwischen den KMU.
Das Ergebnis ist die Transformation des Wissens des Einzelnen und des
Unternehmens in Gemeinschaftswissen, wobei der Umfang des
verfügbaren und von Unternehmen genutzten gesellschaftlichen Kapitals
vergrößert wird. (Abbildung 2).
Abbildung 2- Transformation des Wissens des Einzelnen
und des Unternehmens in Gemeinschaftswissen
4. Marktvertreter
Mehr als 80% der Unternehmen scheitern in den meisten Fällen daran,
dass
sie
bei
dem
Versuch,
ihre
Produkte
zu
vermarkten,
technologiegesteuert anstatt marktgesteuert sind. Unternehmer brauchten
daher kommerzielle Unterstützung.
3- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
Es muss ein Konzept für Marktvertreter erarbeitet werden, um dafür
Sorge
zu
tragen,
dass
kommerzielle
Marke tingund
Vertriebsunterstützung für kleine und mittlere
Unternehmen
gewährleistet wird.
Markvertreter sind Organisationen für:




Beziehungen
mit
potentiellen
Kunden
im
Namen
der
Unternehmen vorantreiben.
Beziehungen mit potentiellen Kunden in ihrem eigen en Namen
vorantreiben, wobei die Produkte direkt verkauft und die
Technologien direkt gekauft werden.
Verbindungen schaffen zwischen Herstellern und Händlern – das
heißt, Kontakte mit spezialisierten Organisationen herstellen
sowie Produkte und Technologie n ohne Nennung von Name und
Herkunft einführen. Wenn ein Händler an einem Produkt
interessiert ist, werden zwischen Vertretern und potentiellen
Händlern vertrauliche Vereinbarungen getroffen, die es den
Händlern erlauben, die Hersteller direkt zu kontaktie ren, um
nähere Informationen zu erhalten.
als Informationsdienst für Marketing und Vertrieb handeln (d. h.
Marktforschung, Marketingplan).
5. Zero-stage und Seed Capital Funds
4- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
Die Erfahrung hat im Wesentlichen gezeigt, dass neue und
kommerziell vielversp rechende Technologien oft aufgrund fehlenden
Risikokapitals und eines fehlenden geeigneten Marktzugangs in den
Kinderschuhen stecken bleiben. Das bedeutet, dass oft wichtige
Innovationen verloren gingen.
Die "üblichen" Finanzunternehmen (Banken, etc.) sin d nicht sehr
interessiert daran, Kapital in der Vorphase der Gründung von hoch
innovativen Unternehmen bereitzustellen. Start -up Funds eröffnen
dieser Grauzone auf effiziente und unternehmensoriente Weise neue
Möglichkeiten.
Das Hauptziel der Fonds besteh t darin, durch die Bereitstellung von
Risikokapital und Management -Betreuung technologische und
innovative Industrieunternehmen zu gründen.
Die Fonds werden ausschließlich als Seed Capital -Organisationen
operieren. Die Fonds sind an der Gründung des Unte rnehmens
beteiligt, gewährleisten intensive Managementbetreuung und
erhöhen so die Erfolgschance der neu entstandenen Unternehmen.
Darüber hinaus wirkt sich die intensive Betreuung positiv auf die
Rentabilität aus. (Abbildungen 3 und 4).
Verfolgt werden die Ziele der Fonds, kurz gesagt, durch neue
Unternehmensgründungen und folgende begleitende Maßnahmen:





Anregen zukünftiger Unternehmer, ihre speziellen Begabungen
und Ideen in neuen Industriebereichen einzusetzen.
Unterstützung zukünftiger Unternehmer bei der Erstellung von
Unternehmensplanungen und Geschäftsstrategien
in den
Bereichen Marktanalyse, Machbarkeitsstudien, Finanzplanung,
Geschäftskontakte,
Rekrutierung
zusätzlichen
Managementpersonals, etc.
Finanzierung der technischen Entwicklung von ne uen Produkten
oder Produkt-Prototypen.
Beratung und Unterstützung für die Phase der Inbetriebnahme
neuer Produkte oder Produkt -Prototypen.
Beratung und Unterstützung für die Umsetzung einer
Geschäftsidee in ein Stadium, in der sie für eine Venture Capital Organisation zu einem interessanten Investitionsobjekt wird .
Abbildung 3- Finanzierung Innovativer Start -Ups
5- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
Gründung
Start
incubation
start
Managementmanagement
beteiligung
participation
Erweiterung
enlargement
Schnelle
fast
Erweiterung
enlargement
Börsenstock
Notierung
exchange
financielle
Beteiligung
financial participation
Zero-stage und
and Seed
Capital
Unternehmensplanung
Bürooffice
räume
space
Rekruitierung
recruitment
Management
management
Katalysator
Catalyst
“bringt
diethings
Dingehappen
schneller
“makes
Ins
Rollen”
much
faster”
Marktweitblick
Kontakte
und
and
Vertrauen
Glaubwürdigcredibility
keit
Networking
Abbildung 4- Der Fall Amazon
25
Gründer
Start-up
Unternehmen
Start-up
reaching
dasmezzanine
Mezzanine-Finanzierung
financing
20
oder
oder
orVenture
ventureCapital
capital
or
54
10
54
Hauptgeldgeber
Venture Cap.
IPO
20
In
den the
letzten
5 Jahren
erreichten
Zero Stage
Over
past
5 years,
zero stage
funds
Funds
oder
Seed
Funds,
die
von
erfolgreichen
fund
managed by successful funds
or seed
Fonds
wurden,
einen of
Jahresumsatz
achieved
an annual
return
12% (on
have verwaltet
von
12%(durchschnittlich),
verglichen
compared
to the European
Unionmit
average)
dem
Durchschnittswert
der EU von Minus 4%
negative
average
of
5
0
937
245
Familie
*49000
x8000
IPOan
erhält.
IPO.
15
326000
Anleihen
Linear
(Gründer)
4%.
Juni
June9595Juli
July96
96
0
2
Aug 95Mai
May96
96
Mai
May96
96
4
6
Juni
June9696Mai
May98
98
54 = $ 54 000
8
10
Q uelle: Financ ial T im es , Mas tering Managem ent, T eil s ec hs , Seite 7
6- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
TIFAN B. V. in Noord -Holland ist ein Beispiel für den Aufbau
eines Zero-Stage und Seed Capital Funds.
TIFAN ist eine öffentliche -private Partnerschaft zwischen den
folgenden Organisationen:
 Rabobank Nederland und die auf lokaler Ebene arb eitende
Rabobanks in Noord-Holland.
 Die Städte Amsterdam, Den Helder, Alkmaar und Hoorn.
 Universität Amsterdam, andere Hochschuleinrichtungen in
Amsterdam und Alkmaar.
 Provinz Noord-Holland.
 Zernike Group, ein niederländisches Unternehmen im Bereich
Technologietransfer, Facility Management, Patentierung und
Lizenzierung,
Engineering,
und
Beratung
(Buchhaltung,
Finanzierung, Marketing und Vertrieb).
Der
Fonds
arbeitet
ausschließlich
als
Kapitalgeber
für
Neugründungen und für Unternehmen, die nicht älter al s 3,5 Jahre
sind. Im Gegenzug für das bereitgestellte Geld erhält TIFAN
Minderheitsbeteiligungen an dem Unternehmen. Nach einer
bestimmten Anzahl von Jahren, wenn das Unternehmen wächst und
sich entwickelt und nicht länger von Startkapital abhängig ist, we il
es für reguläre Kapitalanleger ein interessantes Investitionsobjekt
geworden ist (VC, Bank), werden die Anteile des Unternehmens
verkauft. Da TIFAN ein Umlauffonds ist, wird der Gewinn zurück in
den Fonds fließen, damit andere Start -up-Unternehmen von i hm
profitieren können.
Investitionsentscheidungen werden von einem Board of Directors
getroffen, das aus sieben Vertretern der beteiligten Organisationen
besteht. Das Fondskapital der TIFAN B.V. beträgt insgesamt
Millionen 7 € .
6.
Ein
innovatives
Projekt
zur
Förderung
des
Unternehmertums in schnellw achsenden Bereichen -Das
Tw inning Netw ork in den Niederlanden
AUFTRAG - Menschen anregen Unternehmer im IKT -Bereich
zu werden und ihnen dabei helfen, aus ihren Unternehmen
Unternehmen der Spitzenklasse zu m achen. Dieser Auftrag
wird vom niederländischen W irtschaftministerium gefördert.
TW INNING - ist die Grundlage des Projekts. Twinning bedeutet
die Gründung von Start -Up-Unternehmen, die nicht isoliert
sind, sondern mit niederländischen und amerikanischen
Industriellen vernetzt, die über eine nachgewiesene Erfahrung
in der IKT -Industrie verfügen. Diese führenden IKT 7- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
Unternehmer in der ganzen W elt bilden ein Twinning Network,
das Neugründern bestes Coaching und Unterstützung bietet.
TW INNING NETW ORK - Die Partner des Twinning Networks
stellen Neugründern W issen, Kontakte und Erfahrung zur
Verfügung und helfen ihnen auch bei der Erstellung von
Unternehmensplanungen.
ZUGANGSKRITERIEN
Die
Geschäftsidee
muss
vier
Grundkriterien entsprechen, um zugelassen zu we rden:
1.Die Geschäftsidee muss IKT -orientiert sein (das heißt, sie
muss auf Inhalt und Software, Kommunikation/TV und
Dienstleistungen, eine "Public Network" Ausstattung und auf
eine
Komponenten/Bauteile oder
Anwender-Ausstattung
bezogen sein).
2. Sie sollte innovativ sein (das heißt, es sollte sich um ein
neues Produkt/eine neue Dienstleistung, eine neue Anwendung
eines bestehenden Produktes oder eine Kombination von
diesen handeln).
3. Das Produkt oder die Dienstleistung müssen exportierbar
sein und über Potential für starkes W achstum auf
internationalen Märkten verfügen.
4. Das Unternehmen muss ein Start -up-Unternehmen sein (das
heißt in der Phase der Entwicklung oder Kommerzialisierung
seines Produkts/seiner Dienstleistung).
AUSW ERTUNGSPROZESS - Er dauert 5-7 W ochen. Die
Partner des Twinning Network und andere anerkannte IKT Experten prüfen die Unternehmensplanungen. In einem
Interview mit dem Kandidaten werden seine Fähigkeiten und
sein Engagement geprüft. Die Partner und Experten
unterzeichnen mit de m Kandidaten im Rahmen des Twinning
Networks eine vertrauliche Vereinbarung.
TW INNING CENTERS - Sie bieten Unterkunft und Betreuung
(über das Twinning Network) für die zum Projekt zugelassenen
Start-ups. Die Twinning Centers haben außerdem Kontakte zu
Universitäten,
Forschungsinstituten
und
lokalen
IKT Unternehmen.
Die Mieten entsprechen dem Marktniveau und der normale
Aufenthalt beträgt zwischen 2 -3 Jahren.
Der Twinning Start Fund und der Twinning Growth Fund bieten
Neugründern Finanzierungsmöglichkeiten .
TW INNING START FUND - Es handelt sich um einen Seed
Fund, der konvertible Anleihen bietet oder Eigenkapital für
IKT-Start-ups.
Die
Finanzierungsbeträge
belaufen
sich
insgesamt auf 200.000 -300.000 DFL über einen Zeitraum von 3
Jahren.
8- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
TW INNING GROW TH FUND - Dieser Fund dient neben
Kapitalgesellschaften des Privatsektors als Co -Investor für
IKT-Unternehmen in der W achstumsphase. Der Fund co investiert auf einer 50/50 Basis mit bis zu jeweils maximal 2
Millionen DFL.
Alle Parteien sind außerdem in die Twi nning Virtual Community
eingebettet.
TW INNING VIRTUAL COMMUNITY - Dies ist ein Internet Treffpunkt
für
Unternehmer,
Finanzleute,
Support Organisationen und Coachs. Er bietet die Gelegenheit, an
Diskussionsforen zu IKT -bezogen Themen teilzunehmen und
Twinning-Support zu beantragen.
7. Unternehmerische Universitäten
Unternehmerische W achstumsuniversitäten (entrepreneurial
growth
companies,
EGCs)
tragen
dazu
bei,
die
Rahmenbedingungen
für
die
W ettbewerbsfähigkeit
zu
verbessern. EGCs sind Kleinunternehmen, d ie bereits in
frühem Stadium in eine schnelle W achstumsphase eingetreten
sind. “Der wichtigste Ausgangspunkt, der es einigen
Kleinunternehmen erlaubt, sich in EGCs zu 'verwandeln' liegt
in den Produktivitätsgewinnen, die latent in dem vom
Unternehmen vorge schlagenen Produkt, dem Service oder dem
Distributionsprojekt enthalten sind ” 1. Unternehmerische
Universitäten
sind
die
wichtigste
Quelle
für
W achstumsunternehmen.
Der "Global Entrepreneurship Monitor 1999" unterstreicht, dass
“Business Schools in Europ a, Nord Amerika und Asien über einen
enormen Mangel an Fakultäten berichten, die in der Lage sind,
Unternehmertum zu lehren. ” Das britische Bildungsministerium fügt
daher hinzu, dass "unternehmerische Universitäten in der
Wissenswirtschaft
genauso
wichtig
sind
wie
unternehmerischorientierte Unternehmen .”
Dieses Defizit wird um so deutlicher, wenn es mit den
Unternehmer-Barrieren
konfrontiert
wird,
die
aufgrund
weitverbreiteter Mythen und fälschlicher Annahmen über
Unternehmertum in der Gesellschaft und bei Politikern
bestehen (Abbildung 5).
Abbildung
5Unternehmertum
Fünf
Mythen
über
das
Mythos Eins: Unternehmer gehen unüberlegte,
unkalkulierte Risiken ein, um ihre Unternehmen zu
1
US National Commission on Entrepreneurship (NCOE) (Amerikanische Nationale
Kommission für Unternehmertum), Five Myths about Entrepreneurs: Understanding How
Business Start and Grow, Washington, März 2001, Seite 5.
9- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
gründen. In der Realität haben viele Unternehmer bei
ihrer Gründung nicht viel zu verlieren und haben eine
besondere Fähigkeit andere - das heißt Angestellte,
einzelne Investoren, Lieferanten, und Vermieter davon zu überzeugen, sich an ihrem Gründungsrisiko
zu beteiligen.
Mythos
Zw ei:
Unternehmerische
Universitäten
gründen sich alle auf bahnbrechende Innovationen im
High-Tech-Bereich. Die meisten unternehmerischen
Unternehmen
basieren
nicht
auf
innovativen
Technologien - oft sind es nicht sie, die diese große
Entdeckung zuerst machen. Sie neigen vielmehr zu
kleineren Innovatio nen für Produkte oder Verfahren
und bringen dann damit erstaunlich gute Leistungen.
Sobald Unternehmen in die Forschung investieren und
neue Entdeckungen machen, tendieren sie zur
Entwicklung innovativer Technologien.
Mythos
Drei:
Gründer
von
unternehmerischorientierten
Unternehmen
sind
erfahrene Fachleute in ihren Bereichen. Unternehmer
mit wenig Fachwissen in ihren Bereichen haben viele
der erfolgreichsten Unternehmen gegründet.
Mythos Vier: Unternehmer haben einen gut recherchierten und gutaufgebauten strategischen
Plan, wenn sie ihre Unternehmen gründen. Den
erfolgreichen Unternehmer zeichnet bei seinen neuen
Vorhaben vor allem seine Flexibilität zu Veränderung
aus. Die Gründung eines neuen Unternehmens ist
vielmehr zu vergleichen mit dem Springen von Stein
zu Stein entlang eines Stromes als mit dem Bau einer
Brücke nach Plan. Unternehmen entwickeln genau
strukturierte
Unternehmensplanungen,
wenn
sie
außerhalb des Unternehmens nach Investitionen
suchen wollen.
Mythos Fünf: Alle Unternehmer verlassen si ch auf
Risikokapital, um ihre Unternehmen zu finanzieren.
Risikokapitalgesellschaften finanzieren jährlich nur
eine sehr kleine Anzahl an Unternehmen - insgesamt
sind es ca. viertausend. Die meisten Unternehmer
beginnen mit eigenem Kapital und dem Kapital von
Freunden und der Familie und nehmen Risikokapital
nur dann in Anspruch, wenn sie ihre Erfolge nutzen
wollen, das heißt normalerweise in den späteren
W achstumsphasen.
Q uelle:
US
National
Com m is s ion
( NCO E) ( am er ik anis c he
nationale
Unter nehm er tum ) , http://www.nc oe.org
on
Entrepreneurs hip
Kom m is s ion
f ür
10- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
Unternehmerische Universitäten sind Hochschuleinrichtungen,
die sich auf die Interaktion und die Vernetzung konzentrieren
und zwar genauso, wie dies von Unternehmen erwartet und oft
getan wird, und genauso, wie Erfinder wie W att und Edison es
taten, indem sie Vertreter eines sozialen Netzwerks bestehend
aus anderen W issenschaftlern, W irtschafts - und Finanzleuten
etc, miteinbezogen..
Unternehmerische Universitäten betten Unternehmertum in ein
akademisches Um feld ein, um aus der Menge an W issen einen
wirtschaftlichen Ertrag zu erzielen; dieses W issen wird im
Rahmen
von
Forschungsprojekten,
von
beauftragten
Lehrerteams, durch Studenten und Geschäftsleute, in direkter
oder
elektronischer
Zusammenarbeit
sowie
dur ch
Netzwerkunternehmen erzeugt, die aus der Spin -Off-Tätigkeit
der Universität entstehen.
Als Beispiel ist hier die "International University of
Entrepreneurship (IUE)" zu nennen, die kürzlich in der
Amsterdamer Region gegründet wurde. Sie erhöht die
Unternehmerkapazität
und
verbindet
gleichzeitig
Unternehmerkapazität und Unternehmerchance ( Abbildung 6),
verbindet Unternehmen und Studenten, macht Risikokapital für
Studenten
mit
tragbaren
Ideen
für
die
eigene
Unternehmensgründung verfügbar und stellt Studen ten eine
Existenzgründungseinrichtung zur Verfügung.
Die "International University of Entrepreneurship" ist das
moderne Pendant zur mittelalterlichen College -Gesellschaft.
Die Universität ist ein globales Netzwerk, vor Ort und Online
und ist entstanden au s Allianzen lernender Partner in der
ganzen W elt. Die IUE verfolgt das Ziel, unternehmerische
Zellen in ein akademisches Umfeld einzubetten, um aus der
Menge an W issen einen wirtschaftlichen Ertrag zu erzielen;
dieses W issen wird im Rahmen von Forschungspr ojekten, von
beauftragten
Lehrerteams,
durch
Studenten
und
Geschäftsleute,
in
direkter
oder
elektronischer
Zusammenarbeit sowie durch Netzwerkunternehmen erzeugt,
die aus der Spin -Off-Tätigkeit der Universität entstehen.
Marktgesteuerter Technologietransfe r und die Entdeckung von
aufstrebenden und zukünftigen Märkten sind die goldenen
Regeln der IUE. Damit ermutigt IUE Studenten zu
unkonventionellem Denken und schafft einen neuen Typ
risikobereiter Menschen, wie sie von unternehmensorientierten
Volkswirtschaften gebraucht werden..
Chart 6- Verbindung von Unternehmerkapazität und
Unternehmerchancen
11- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
Der nach Chancen suchende Unternehmer
Unternehmertum
Ungleichgewicht
EC > EO
Unternehmerkapazität (EC)
IUE
IUE
1
2
EC
E
=C
EO
=
E IUE
O
IUE
Ungleichgewicht
EO > EC
Der nach Chancen suchende Unternehmer
Unternehmerchancen
(EO)
W as wir heute sehen, ist ein radikaler W andel im Verhalten
des Verbrauchers und des Herstellers. Innovative Unternehmer
werden soviel wie möglich aus dem Potential neuer
Unternehmensmodelle
und
-praktiken
herausholen.
Einzelpersonen sowie Organisationen, die bereit sind, ihre
Erfahrungen zu teilen, werden um ein Vielfaches zunehmen.
12- Piero Formica, EIN BESSERES UMFELD FÜR BESSERE KMU
Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der KMU
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