Arbeitslosigkeit - eine Herausforderung für uns ChristInnen

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Arbeitslosigkeit - eine Herausforderung für uns ChristInnen?
Was hat Arbeitslosigkeit mit unserem christlichen Glauben zu tun?
In jeder Pfarre gibt es arbeitslose Menschen und von Arbeitslosigkeit betroffene
Familien. Viele von ihnen leiden unter dem Problem des Ausgegrenzt-Seins und
unter materiellen und psychischen Folgen. Manchmal wird Arbeitslosigkeit nur am
Rande wahrgenommen.
An diesem Abend setzen wir uns mit dem diakonischen/caritativen Grundauftrag
der Kirche auseinander und beschäftigen uns mit der sozialen Dimension des
christlichen Glaubens - am Beispiel der Arbeitslosigkeit.

S:\Kooperationen\Soziales Gesicht - Jahresthema\Zusammenstellung
ReferentInnen.docWas sagt die kirchliche Soziallehre (insbesondere von
Päpsten und Bischöfen) zur Arbeitslosigkeit?

Inwiefern handelt es sich um eine Herausforderung für unser Wirken in der
Pfarre?

Was heißt das für uns als ChristInnen?
Christian Winkler; Bischöfliche Arbeitslosenstiftung
Argumentationstraining gegen Stammtischparolen
Workshop mit Theorie, Training und Erfahrungsaustausch
'Die Ausländer nutzen nur unser Sozialsystem aus' - 'Wer wirklich Arbeit will,
findet auch eine!' - 'Alle Schwarzen sind Drogendealer!'
Oft treffen uns diese Parolen unvorbereitet und 'auf dem falschen Fuß'. Wieso
fallen uns die besten Argumente meistens erst hinterher ein? Im Workshop
suchen wir Argumentationsstrategien und Antworten auf Stammtischparolen und
bieten einen Übungsraum an: In simulierten Gesprächssituationen 'am
Stammtisch' werden mögliche Reaktionsweisen ausprobiert. Gemeinsam werden
wir sie anschließend analysieren, neue Strategien erarbeiten und versuchen, die
Argumentation auf verschiedenen Ebenen zu verbessern. Im Trockentraining wird
geübt, die eigene Position - auch gegen Widerstände - zu vertreten.
Das Argumentationstraining fördert Zivilcourage und ermutigt zu engagiertem
Handeln im Alltag - damit Sie beim nächsten Mal etwas Wirkungsvolles
entgegensetzen können.
Angelika Gumpenberger-Eckerstorfer; Sozialreferat
Armut und Reichtum als 2 Seiten der Medaille
Es ist genug für alle da!
Unsere Gesellschaft ist gekennzeichnet durch ein Auseinanderdriften in Arm und
Reich. Während das Geldvermögen sich verdoppelt und die Millionäre zunehmen
sind immer mehr Menschen arm oder armutsgefährdet. ‚Um der Menschen willen’
braucht es daher eine Auseinandersetzung mit der Reichtums- und
Armutssituation in Österreich, eine gediegene sozialethische und biblische
Beurteilung, sowie eine lebendige Diskussion über sozialpolitische Strategien und
Handlungsmöglichkeiten.
Heinz Mittermayr, KAB
Rainer Tüchlberger, KAB
Anna Wall-Strasser, Betriebsseelsorge OÖ
Armut in (Ober)österreich
Armut fällt nicht vom Himmel sondern ist gemacht. Wie kann die Situation
verändert werden?
Franz X. Mayr, Caritas, Leiter der Beratung und Hilfe in Linz
Behelf für die Seniorenarbeit: „Wenn ich mal ins Altenheim… –
Aufräumen mit Ängsten und Sorgen, Chancen und Zukunft entdecken“
Haben Sie schon über eine Zeit in einem Altenheim nachgedacht? Erhielten Sie
bereits einen Einblick in das Leben im Altenheim durch Verwandte oder Bekannte?
Wenn ja, dann kennen Sie vielleicht jene Bedenken, Ängste, Fragen, Sorgen usw.,
die mit dem Lebensabschnitt „Leben im Altenheim“ verbunden sind. Dieser Behelf
mit Fachinformationen, Interviews und Vorschlägen der Vermittlung, somit auch
dessen Präsentation geben Antworten u. a. auf Fragen bezüglich des Umzugs in
ein Altenheim, aber auch auf Fragen betreffend der Angehörigen und ihrer
Situation. Das Altenheim muss nicht Endstation sein, sondern bietet auch
Chancen, die vielen Menschen nicht bewusst sind.
Der Inhalt der
Präsentation wird in einem Vorgespräch mit den Anfragenden
besprochen und orientiert sich an der jeweiligen Zielgruppe.
Sandra
Mörixbauer,
Studentin
an
der
Katholisch-Theologischen
Privatuniversität Linz
und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Caritaswissenschaft an der
Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz
Behindert ist, wer behindert wird: Menschen mit Beeinträchtigungen werden
in Zukunft gemeindenahe Wohnen und Arbeiten. Welche
Herausforderungen und Chancen bedeutet dies für uns als Gemeinschaft in der
Pfarre? Erfahrungen aus der Arbeit der Caritas für Menschen mit Behinderungen
werden eingebracht.
Mag. Stefan Pimmingstorfer, Abteilungsleitung Wohnen, Caritas für Menschen
mit Behinderungen
Das Sozialwort der christlichen Kirchen
Aktuelle soziale Fragen aus der Sicht der Kirchen beleuchten
Die Grundanliegen einer kirchlichen Sozialmoral (Solidarität, Gerechtigkeit, Option
für die Armen, das Gemeinwohl und die Personalität aller Menschen) werden im
Sozialwort der Kirchen aus dem Jahr 2003 konkretisiert. Viele kirchliche Aussagen
zu Armut, Asyl, Bildung, Pflegebedürftigkeit, zur Marktwirtschaft, zu einer
gerechten Verteilung der Güter, zur Friedenspolitik oder zur Umwelt sollen
Ermutigung und Ansporn zu einem engagierten christlichen Leben sein. Das
Sozialwort versucht dies neuartig zu tun: ökumenisch (alle christlichen Kirchen,
also katholische, evangelische und orthodoxe) und konkret - von der sozialen
Notlage ist ein aktuelles Dokument mit viel Österreichbezug.
Edeltraud Artner-Papelitzky; Bereich mensch&arbeit
Severin Renoldner; Sozialreferat
Der ökologische Fußabdruck - Footprint
Würden alle Menschen so leben wie wir in den reicheren Ländern, so bräuchten
wir fast drei Planeten der Qualität der Erde. Wir haben jedoch nur einen! Dies ist
die Kernbotschaft des Konzeptes vom ökologischen Fußabdruck. Die
wirkungsvollsten Maßnahmen, um den persönlichen Footprint zu reduzieren,
werden in einem Verständnis für globale Verantwortung erarbeitet. Bereiche
Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum werden dabei berücksichtigt.
Michael Schwingshackl, http://www.findthebase.org/
Die Katholische Soziallehre
Soziale Gerechtigkeit, Wirtschaft, Politik nach den Vorstellungen christlicher Moral
Die Katholische Soziallehre gehört seit der Enzyklika 'Rerum Novarum' von Papst
Leo XIII. (1891) unverrückbar zur kirchlichen Botschaft in der Welt von heute.
Trotzdem ist sie wenig bekannt. Grundprinzipien wie Solidarität und Subsidiarität,
die Option für die Armen, das Gemeinwohl und die Personalität aller Menschen
sind vielleicht dem Wort nach vertraut. Sie können unserer Gesellschaft etwas
geben, was ihr weitgehend abhanden gekommen ist: ein nicht bloß pragmatisch
dahinstolperndes, sondern klar an anthropologischen Prinzipien und ethischen
Werten orientiertes Konzept gesellschaftlichen Zusammenlebens. Was heißt es,
dass 'die Wirtschaft dem Menschen dienen muss und nicht umgekehrt' (Johannes
Paul II.)? Viele kirchliche Aussagen zu Marktwirtschaft, Gerechtigkeit, Verteilung
der Güter, Friedenspolitik könnten den ChristInnen von heute Ermutigung und
Ansporn zu einem engagierten Leben sein. Es lohnt sich, sich damit zu befassen.
Severin Renoldner; Sozialreferat
Die Würde des Alters
Filmprojekt 'Und a jeds Leben ist anders'
Die Würde des Alters ist heute auch wirtschaftlich unter Gefahr. 'Können wir uns
die Pensionen noch leisten?' suggerieren viele verführerische Debatten. Dass es
ein Traum der Menschheit war, alt werden und mit Qualität leben zu können, dass
die Gesellschaft nie so reich waren wie heute, um es sich 'leisten' zu können,
welcher Gewinn die Alten für die Gesellschaft sind - das will der Film und Vortrag
anhand realistischer Betrachtung zeigen.
Severin Renoldner; Sozialreferat
Fair statt prekär –
Gute Arbeit als Schlüssel für ein gutes Leben und eine gerechte Gesellschaft
Arbeit ist der Dreh- und Angelpunkt der sozialen und wirtschaftlichen Fragen. Sie
sorgt nicht nur für den materiellen Unterhalt, sondern verleiht weit darüber hinaus
Status in der Gesellschaft und ist ein wesentlicher Weg gesellschaftlicher
Integration. Gerade deshalb ist es von vitaler Notwendigkeit, dass uns die Arbeit
„leben lässt“. Immer mehr Menschen müssen jedoch in unsicheren und schlecht
bezahlten Arbeitsverhältnissen arbeiten – Leiharbeit, befristete und geringfügige
Beschäftigung, Scheinselbständigkeit, Mini-Jobs und Ich-AGs nehmen zu.
Was sind Hintergründe und Ursachen?
Welche Folgen und langfristige Konsequenzen hat das für den Einzelnen und die
Gesellschaft?
Wie soll Arbeit sein, dass sie gut ist für alle?
Edeltraud Artner-Papelitzky, Bereich mensch&arbeit;
Heinz Mittermayr, KAB
Karl Queteschiner, KAB
Anna Wall-Strasser, Betriebsseelsorge OÖ
Fairtrade – Fairer Handel
Fairer Handel stellt eine der wirkungsvollsten Formen der weltweiten
Armutsbekämpfungen dar. Diese Handelspartnerschaft setzt auf Dialog,
Transparenz und Respekt und strebt mehr Gerechtigkeit im internationalen
Handel an. Durch bessere Handelsbedingungen profitieren über eine Million
ArbeiterInnen und BäuerInnen in über 50 sog. Entwicklungsländern, mit ihnen
noch 4 Millionen Familienmitglieder. Sie erlangen mehr wirtschaftliche
Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, können der Armut entrinnen und
verbessern ihren Lebensstandard.
Christian Humer, Land OÖ
Friede wächst nicht hinter Mauern
Ein gerechter Friede als Ziel im Nahost-Konflikt. Wie leben Palästinenser heute?
Inhalte des Abends:
- einen kleinen Einblick in die sozial-geschichtlichen Wurzeln der 'Situation' zu
bekommen,
- anhand aktueller Berichte eine Ahnung der Lebensbedingungen der
Palästinenser bekommen,
- Hilfe für einen eigenen Standpunkt im Sinne einer 'Querschnittsolidarität' finden,
- konkrete Projekte zur Unterstützung von Palästinensern kennen lernen.
Weitere aktuelle Information unter www.sion.at
Andreas Paul; Pax Christi
Gelebte Schöpfungsverantwortung
Klimawandel - eine Frage der Gerechtigkeit?
Klimawandel, natürlicher oder durch Menschen verursachter, hat wirtschaftliche
Auswirkungen. Die, die den meisten Schadstoffausstoß verursachen, haben den
größeren wirtschaftlichen Nutzen. Jene, die kaum zur Verschmutzung beitragen,
den größeren wirtschaftlichen Schaden. Welche (wirtschafts-)politischen
Instrumente gibt es auf internationaler Ebene? Wie wirksam sind sie? Welche
nationalen Handlungsmöglichkeiten sind erfolgversprechend? Ist es gerechtfertigt,
von individueller Marktmacht zu sprechen?
Lucia Göbesberger; Sozialreferat
Gemeinsam auf der Suche nach neuen Lebensstilen
Mehr und mehr begreifen wir, dass uns ein Vervielfachen der Güter den
Wohlstand nicht mehr steigert.
Wir wissen auch, dass wir mit unserer Art zu leben einen wertvollen Beitrag zu
mehr Gerechtigkeit und Umweltschonung leisten können.
Der Referent, selbst auf dem Weg nach einem ökologischen und weltverträglichen
Lebensstil, begibt sich mit Ihnen an diesem Abend auf die Suche nach dem
'Weniger', das letztlich 'mehr' sein kann - ein Mehr an Lebenszufriedenheit.
Martin Wintereder, Caritas
Gott oder Mammon ?
Gerechtigkeit als Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft
Die biblische, gottgewollte Wirtschaftsweise ist gekennzeichnet durch den Begriff
‚Gerechtigkeit’. Ziel und Zweck ist dabei, nützliche und notwendige Güter zu
erzeugen und alle daran teilhaben zu lassen. Dagegen wird mit ‚Mammon’ eine
Wirtschaftsweise bezeichnet, deren Zweck und Ziel das Erwerben und Mehren von
Gütern, Waren und Geld ist.
Auf was vertrauen wir? – Wem trauen wir?
Was heißt es heute, Gott und dem Leben zu dienen?
Wie schaffen wir konkret mehr Gerechtigkeit?
Edeltraud Artner-Papelitzky, Bereich mensch&arbeit
Heinz Mittermayr, KAB
Rainer Tüchlberger, KAB
Anna Wall-Strasser, Betriebsseelsorge OÖ
Hans-Georg Pointner, Treffpunkt mensch&arbeit Standort voestalpine
Bert Hurch-Idl, Treffpunkt mensch&arbeit Vöcklabruck
Haftentlassene
Es gibt ein Leben nach der Haft - am Beispiel der WEGE
Haftentlassene in Wels
Gottfried Boubenicek; Caritas
Wohngemeinschaft für
Interkulturelle Kompetenz
Menschen aus anderen Kulturen (besser) verstehen
Im tagtäglichen Leben in Österreich begegnen wir Menschen mit
unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen. Wie aber kann der Umgang mit
Personen aus verschiedenen Kulturkreisen zufriedenstellend verlaufen? Kann man
'interkulturelle Kompetenz' lernen? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die
Veranstaltung auf eine aktive und selbsterfahrende Weise.
Daniela Pichler, Caritas
Ist das Ehrenamt in der Krise?
Neues Ehrenamt - klassisches Ehrenamt. Veränderungen und Chancen
Gesamtgesellschaftliche Veränderungen führen zu Veränderungen der
Rahmenbedingungen für das Ehrenamt. Die Organisationen und die
Ehrenamtlichen selbst sind verunsichert - hat das Ehrenamt Zukunft?
In welcher Form ist es heute den Menschen möglich, ehrenamtlich zu arbeiten?
Wie sind sie motivierbar? Was ist reizvoll am Ehrenamt? Welche Chancen liegen
im ehrenamtlichen Engagement? Welche Spannungsfelder gibt es? Wie kann eine
zufrieden stellende Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen
aussehen? Auf diese und ähnliche Fragen will diese Veranstaltung Antworten
geben.
Monika Greil-Payrhuber; KBW
Ist die Krise schon unten angekommen?
Arbeitslosigkeit in unserer Gesellschaft
Wenn Menschen arbeitslos werden, ist die Krise definitiv bei ihnen angekommen.
Nicht nur wenig Gebildete, sondern auch viele gut ausgebildete Menschen
verlieren ihren Arbeitsplatz und finden - wenn sie über 45 sind - trotz großer
Anstrengungen nur in Ausnahmefällen neue Erwerbsarbeit.
Was Arbeitslosigkeit mit dem Selbstwert und dem Alltag von Menschen macht,
weiß Susanne Stockinger aus dem eigenen Leben und aus der Beratungstätigkeit,
die sie im Rahmen ihres Vereins aha (Arbeitslose helfen Arbeitslosen) durchführt.
Ihr Vortrag benennt eine Situation, die Betroffene meist verschämt verschweigen,
und enttabuisiert, was heute allzu viele betrifft: ein Leben im Stress, zwischen
bangem Warten und Resignation, gesellschaftlicher Abwertung und dem Gefühl
nicht mehr gebraucht zu werden, AMS und finanziellem Engpass.
Ein Abend, der Betroffenheit auslöst und gleichzeitig Hoffnung gibt.
Susanne Stockinger, Verein Arbeitslose helfen Arbeitslosen
Mobbing – und was mann/frau dagegen tun kannAusgrenzen, verleumden,
kränken, schikanieren – das sind andere Worte für Mobbing, für ein gezieltes,
länger andauerndes feindliches Verhalten am Arbeitsplatz. Steigender
Leistungsdruck, Konkurrenz und Arbeitsplatzangst sind ein guter Nährboden für
Mobbing, auch im Gesundheitsbereich. Wenn Arbeit zur Qual wird hat das
schwerwiegende Auswirkungen auf die Betroffenen und auf den gesamten
Betrieb.
Karl-Heinz Hellinger, Mobbingreferent
Bert Hurch-Idl, Treffpunkt mensch&arbeit Vöcklabruck
Fritz Käferböck-Stelzer, Treffpunkt mensch&arbeit Nettingsdorf
Neu Heimat Österreich
Migration und Integration in Österreich
Was ist der Unterschied zwischen einem Asylwerber und einem Flüchtling? Wie
funktioniert die Zuwanderung überhaupt? Auf welche Probleme und Hindernisse
treffen Zugewanderte in Österreich? Was versteht man unter Integration und wie
könnte sie funktionieren?
Diese Fragen beschäftigen die MitarbeiterInnen der Caritas MigrantInnenhilfe in
ihrer täglichen Arbeit. Der Vortrag ist ein Bericht aus der Praxis im Umgang mit
Zugewanderten aus allen Ländern der Welt. Theoretische rechtliche Grundlagen
sowie die Arbeit der Caritas MigrantInnenhilfe werden kurz dargestellt.
Marion Huber; Caritas;
Brigitte Egartner, Leiterin der MigrantInnenhilfe OÖ
Oikocredit - Chance gegen Armut
Durch Mikrokredite Armut 'ersparen'.
Eine Geldanlage bei Oikocredit ermöglicht Menschen weltweit den Weg aus der
Armut.
100 Euro können viel bewegen. Denn mit dieser kleinen geliehenen Summe wird
Menschen in Ländern wie Indien, Bolivien oder Ghana aus der Armut geholfen.
Nach Vorbild des Modells von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus refinanziert Initiative 'Oikocredit' Mikrokreditprogramme in 70 Ländern weltweit. Das
Kapital dafür kommt von 35.000 Privatpersonen und Institutionen aus dem
'globalen Norden'. Auch in Österreich wird diese Form der ethischen Geldanlage
immer beliebter. Rund 1890 Personen haben bei Oikocredit mittlerweile über 18
Millionen Euro veranlagt.
Viktor Leutgeb, Wirtschaftspädagoge
Politik is' nix für Weiberleut!?
Von der Last und Lust, wenn Frauen sich öffentlich einmischen
Viele Frauen sind politisch 'abstinent'. Es gibt gute Gründe dafür:
- Ich habe ohnehin genug zu tun;
- mich bewegen andere Fragen und interessieren andere Themen;
- ich bringe die Voraussetzungen nicht mit, ich kann da nicht mitreden.
Anhand von Anregungen der Referentin überlegen wir, was Politik insgesamt (und
für jede persönlich) ausmacht.
In einem zweiten Schritt geht es um Wege zur öffentlichen Einmischung auf
Grund von Notwendigkeit, Möglichkeit und Lust dazu.
Maria Prieler-Woldan, Erwachsenenbildnerin, Erfahrungen mit Bürgerinitiative
"Psychisch krank - was tun?"
In diesem Vortrag erhalten die Zuhörer einen kurzen Einblick in unterschiedliche
psychische Erkrankungen sowie eine Anleitung, was im Umgang mit Menschen,
die psychisch krank sind, beachtet werden soll.
DSA Ernst Leidinger, invita, Caritas für Betreuung und Pflege
Rechtsextreme Szene in Oberösterreich
Nicht nur, aber besonders in Oberösterreich häufen sich in den letzten Jahren
rechtsextreme und rassistsiche Umtriebe. Rechtsextremismus-Experte Dr. Robet
Eiter infomiert über die braune Szene vor unserer Haustür, warum sie eine Gefahr
für die Demokratie darstellt und welche Möglichkeiten es gibt, sie wirksam zu
bekämpfen.
Robert Eiter, Arbeiterkammer OÖ
Sonntag - Tribut an den totalen Markt
Unverzichtbare erste Sozialgesetzgebung?
Der Sabbat als Ruhetag für Mensch und Tier im alten Israel gilt als erste
Sozialgesetzgebung der Geschichte. Dieser arbeitsfreie Tag wurde vom
Christentum übernommen und ist ein kulturelles Erbe, das nicht nur für Gläubige,
sondern auch für unsere säkulare Gesellschaft von unschätzbarer Bedeutung ist,
eine letzte Bastion gegen die völlige Vermarktung aller Lebensbereiche. In
Österreich kommt der arbeitsfreie Sonntag immer stärker unter Beschuss und es
braucht das Zusammenwirken aller, denen seine Erhaltung ein Anliegen ist.
Edeltraud Artner-Papelitzky; Bereich mensch&arbeit
Heinz Mittermayr; KAB
Bert Hurch-Idl; Treffpunkt mensch&arbeit Vöcklabruck
Talente-Tauschbörse: ein Netzwerk mit Zukunft
Was ist das? Wie geht das?
Talentetauschbörsen? Was ist das? Wie funktioniert das? Immer öfter hört man in
den Medien von solchen Gruppen, besser gesagt Netzwerken, die regional, aber
auch überregional funktionieren. Am einfachsten kann man sich eine erweiterte
Nachbarschaft darunter vorstellen. Getauscht werden Dienstleistungen und/oder
Waren. Jede/r überlegt sich, was er/sie kann, anbieten kann, und was er/sie
braucht. Auf einem 'Talentekonto' werden die Umsätze verbucht. Waren, die sonst
nicht mehr gebraucht werden, finden neue AbnehmerInnen: Talente,
Dienstleistungen aller Art von: Fahrtwege teilen, Autosharing, Kirschen brocken,
Marmelade kochen, PC aufsetzen, Gartenarbeit, Reparaturen, Babysitten etc. Alles
findet seinen Platz - je mehr Leute mitmachen. Menschen finden Gleichgesinnte,
denen die Schonung der Umwelt ein Anliegen ist, die bereit sind, ihren Wohlstand
zu teilen und zu tauschen (Haus für Urlaub, Saunabenützung ...). Es gibt viele
Beispiele, wo das Tauschen Sinn und Spaß macht.
Reinhilde Spiekermann, AHS-Lehrerin
Wanderungsbewegung und ihre Auslöser. Die Situation von AsylwerberInnen
und MigrantInnen in Österreich
Variante 1: Seit der Wende 1989/1990 ist in Europa und in Österreich das
Phänomen der Wanderung wieder deutlich sichtbar geworden. Wanderungen von
der Peripherie ins Zentrum auf der Suche nach Arbeit, Glück und einem Leben in
Würde sind so alt wie die Menschheit selbst. In der politischen
Auseinandersetzung und in den Medien werden Menschen nicht-österreichischer
Herkunft - 'Asylanten' - als Gefahr für unsere Gesellschaft dargestellt - als
Sicherheitsrisiko. Wer sind die Menschen auf der Wanderung? Was treibt sie aus
ihrer Heimat fort? Und wie können wir ihnen gerecht begegnen? Das sind die
Themen dieser Veranstaltung.
Variante 2: Heimat und Fremde - diese zwei Begriffe sind aus der
gesellschaftlichen Diskussion seit der Wende 1989/1990 nicht mehr wegzudenken.
Ist ein/e AuswanderIn treulos? Kennen nur die den Wert der Heimat, die im Land
bleiben? Wohin führt Heimweh? Und erlebt das die zweite Generation? Welche
Herausforderungen diese Entwicklungen an die Aufnahmeländer und an die
Wandernden selbst stellt - das sind die Themen dieser Veranstaltung.
Marion Huber; Caritas
Warum wir nicht tun, was wir wissen
Was hindert uns daran, umweltfreundlich zu handeln?
Was sind wir Menschen für eigenartige Wesen? Tag für Tag hören wir davon, dass
wir so wie bisher nicht weiterleben werden können: Unser Umweltverbrauch in
den Industriestaaten ist einfach zu groß, sodass alle Menschen auf dieser Erde in
diesem Ausmaß leben könnten. Doch fällt es uns schwer, dieses Wissen, wenn wir
vor den Einkaufsregalen stehen oder wenn wir die nächste Urlaubsreise
entscheiden, in unseren Alltag zu integrieren.Der Referent, selbst auf dem Weg zu
einem nach-haltigen Lebensstil, versucht mit Ihnen in humorvoller Weise
aufzuzeigen, warum unser 'Umdenken' und 'Umhandeln' so schneckenhaft vor
sich geht.
Martin Wintereder; Caritas
Wehrpflicht am Ende, Zivildienst am Ende?
Von der Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht zur Sozialdienstpflicht oder
zum Freiwilligenjahr?
Die allgemeine Wehrpflicht ist ins Gerede gekommen - die Mehrzahl der EUMitglieder schafft sie ab. Auch in Österreich tagt eine BundesheerReformkommission.
Was aber kommt danach? Manche sprechen sich für einen verpflichtenden
allgemeinen Sozialdienst aus. Andere, wie die Pax- Christi-Bewegung, treten für
ein soziales Freiwilligenjahr für Frauen und Männer zur Orientierung als junge
Erwachsene ein. In dem Vortrag werden die Wehrpflicht und die sozialen
Erfordernisse diskutiert sowie das Alternativmodell eines Freiwilligenjahres und
deren Auswirkungen vorgestellt.
Harald Fartacek; Geschäftsführung Freiwilliges Soziales Jahr
Severin Renoldner; Sozialreferat
"Wissenswertes für pflegende und betreuende Angehörige" mit Informationen
zu Unterstützungsmöglichkeiten für die Pflege daheim. Langfristige
Terminplanung erforderlich,
Marlene Mayr, Caritas-Servicestelle Pflegende Angehörige
Zu wenig, um zu bleiben, zu viel, um zu gehen - Flüchtlinge in Österreich
Arbeit mit Asylwerbern und Flüchtlingen in OÖ
Asylwerber in Österreich stehen zumeist am Rand der Gesellschaft und werden
kaum wahrgenommen. Oft kommt man nur dann mit Ihnen in Berührung, wenn
man in der Zeitung etwa über Kriminelle oder Sozialschmarotzer liest. Doch wie
verhält es sich wirklich mit den Asylwerbern, die ein Schattendasein mitten unter
uns führen? Bekommen sie tatsächlich mehr Unterstützung als ein Österreicher in
der gleichen finanziellen Armutssituation? Will tatsächlich keiner von ihnen
arbeiten gehen? Kommen alle nur, um die Vorzüge des österreichischen
Sozialsystems auszunutzen? Wie ist es, am Rande der Gesellschaft zu stehen, in
einem Land, von dem man sich ein besseres Leben erhofft.
Lisa Humer, Caritas
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