Word-Dokument, 596 KB - Salzburger Festspiele

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SALZBURGER FESTSPIELE 2010
Abschlusspressekonferenz
Salzburger Festspiele 2010
Oper · Schauspiel · Konzert
Helga Rabl-Stadler Präsidentin
Jürgen Flimm Intendant
Gerbert Schwaighofer Kaufmännischer Direktor
Markus Hinterhäuser Konzert
Thomas Oberender Schauspiel
Fr, 27. August 2010
9.30 Uhr
Salzburg Kulisse
SALZBURGER FESTSPIELE 2010
INHALT DER PRESSEMAPPE
Salzburger Festspiele 1920 – 2010
Helga Rabl-Stadler Das Große Welttheater, Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung
Jürgen Flimm
Persönlicher Rückblick 2007-2010
Oper 2010
Dionysos – Orfeo ed Euridice – Lulu – Elektra – Don Giovanni – Roméo et Juliette - Norma
Schauspiel 2010
Das Mythen Dreieck · Österreich im 90. Festspieljahr · Claudio Magris „Dichter zu Gast“
Konzert 2010
Ein Rückblick auf die Konzerte und Reihen
Die Salzburger Festspiele 2010 in Zahlen
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Jürgen Flimm
bei den Salzburger Festspielen
Regie
© Bernd Thissen
1987
Der Bauer als Millionär von Ferdinand Raimund
Rolf Glittenberg (Bühne), Marianne Glittenberg (Kostüme)
1989
Das Mädl aus der Vorstadt oder Ehrlich währt am längsten von Johann Nestroy
Rolf Glittenberg (Bühne), Marianne Glittenberg (Kostüme)
1991
Der Schwierige von Hugo von Hofmannsthal
Erich Wonder (Bühne), Karl Lagerfeld (Kostüme)
DVD als Festspieldokument März 2008 erschienen
1993
L'Incoronazione di Poppea von Claudio Monteverdi
Nikolaus Harnoncourt (Dirigent)
Rolf Glittenberg (Bühne), Marianne Glittenberg (Kostüme)
2004
King Arthur von Henry Purcell
Nikolaus Harnoncourt (Dirigent),
Klaus Kretschmer (Bühne und Video), Birgit Hutter (Kostüme)
Musik & Dichtung in St. Peter
Zum 300. Todesjahr von Heinrich Ignaz Franz Biber
Gunar Letzbor und das Ensemble Ars Antiqua Austria (Musik. Gestaltung: Jedermann),
spielen aus den Rosenkranzsonaten. Peter Simonischek liest geistliche Texte.
2006
Lucio Silla von Wolfgang Amadeus Mozart
Koproduktion mit dem Teatro La Fenice Venedig
Tomás Netopil (Dirigent), Christian Bussmann (Bühne), Birgit Hutter (Kostüme)
DVD in der Reihe Mozart 22
2009
Moise et Pharaon von Gioachino Rossini
Riccardo Muti (Dirigent)
Ferdinand Wögerbauer (Bühne), Birgit Hutter (Kostüme)
2002 – 2004 Leitung Schauspiel
2007 –2010
Intendant und Künstlerischer Leiter
Salzburger Festspiele
und Salzburger Pfingstfestspiele
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SALZBURGER FESTSPIELE 2010
OPER 2010
Wo Gott und Mensch zusammenstoßen, entsteht Tragödie
(Michael Köhlmeier)
Im Zentrum des Opernprogramms 2010 stand das Thema Mythos – der Mythos mit seinem
Potenzial, elementare menschliche Erfahrungen und Situationen zu versinnbildlichen. Das 90Jahr-Jubiläum wie auch die Eröffnung des Großen Festspielhauses vor 50 Jahren wurden im
Programm der Salzburger Festspiele 2010 in Oper, Konzert und Schauspiel immer wieder ins
Bewusstsein gerufen. Ein zentrales Ereignis der Feierlichkeiten bildet die Ausstellung „Das
Große Welttheater – 90 Jahre Salzburger Festspiele 1920–2010“, die noch bis Oktober zu
sehen ist.
Wolfgang Rihm • Dionysos
Einer der bekanntesten und vielseitigsten deutschen Komponisten der Gegenwart schrieb für die
Salzburger Festspiele sein neues Musiktheaterwerk Dionysos, das zur Eröffnung des Festspielsommers seine Welt-Uraufführung erlebte.
Inspiration und Ausgangspunkt für Rihms neues Werk war Friedrich Nietzsches später
Gedichtzyklus Dionysos-Dithyramben. Wie der Gott des Rausches sich in den Texten des bereits
vom Wahnsinn gezeichneten Philosophen niederschlägt, wie sich seine schwierigen Beziehungen
zu den wichtigsten Frauen seines Lebens in Musik, Bewegung und Bild fassen lassen, wie der
extrem sensibilisierte Autor selbst zu einem theatralisch-rauschhaften Ereignis wird, das zeigte der
in der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern erfahrene Regisseur Pierre Audi.
Das Bühnenbild gestaltete der in Japan aufgewachsene Deutsche Jonathan Meese (*1970), eine
der prägenden Persönlichkeiten der internationalen Kunstszene. Er hatte sich in seinen Arbeiten
schon mehrfach mit Nietzsche auseinandergesetzt.
Um Rihms Kaleidoskop an Lebensbildern im Haus für Mozart zu realisieren, luden die Salzburger
Festspiele neben Pierre Audi und Jonathan Messe den Dirigenten Ingo Metzmacher ein, der im
vergangenen Sommer in Nonos Al gran sole carico d’amore gefeiert wurde. Er leitete sein
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin (DSO) und die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor. Johannes Martin Kränzle, der im Sommer 2009 in Händels Theodora beeindruckte,
sang die Titelrolle. In weiteren wichtigen Partien Mojca Erdmann, die ihre internationale Karriere
in Salzburg in Armida gestartet hat, sowie der deutsche Tenor Matthias Klink.
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Richard Strauss • Elektra
Die archaisch-rauschhaften, dionysischen Elemente der griechischen Tragödie und der Einfluss
Nietzsches prägten auch Hugo von Hofmannsthals Auseinandersetzung mit dem Mythos. Mit
Elektra (1906–1908) stand das erste gemeinsame Werk der Festspielgründer Richard Strauss und
Hugo von Hofmannsthal auf dem Spielplan des Großen Festspielhauses 2010. Strauss hatte
Hofmannsthals Schauspiel Elektra 1903 in der Uraufführungsinszenierung eines weiteren
Gründungsvaters der Festspiele, Max Reinhardt, kennen gelernt und den Plan zur Vertonung
gefasst.
In Salzburg nahm sich der international erfolgreiche italienische Dirigent Daniele Gatti am Pult
der Wiener Philharmoniker der hochexpressiven Partitur an. Für die Hauptrollen wurden vier
herausragende Strauss-Interpreten engagiert: Iréne Theorin sang die Elektra, Waltraud Meier die
Klytämnestra, Eva-Maria Westbroek die Chrysothemis und René Pape den Orest. Nach Erfolgen
mit Idomeneo 1990/91 und Schrekers Gezeichneten 2005 legte Nikolaus Lehnhoff mit Elektra
seine dritte Regiearbeit bei den Salzburger Festspielen vor.
Christoph Willibald Gluck • Orfeo ed Euridice
Ebenso wie Elektra markierte auch Christoph Willibald Glucks Reformoper Orfeo ed Euridice
(1762) einen Schlüsselmoment in der Rezeption des antiken Mythos.
Dieter Dorn, der neben einer Reihe wichtiger Schauspielproduktionen (darunter die Uraufführung
von Thomas Bernhards Die Macht der Gewohnheit 1974) Strauss’ Ariadne auf Naxos und zuletzt
Henzes L’Upupa bei den Salzburger Festspielen inszeniert hat, übernahm die Regie. Maestro
Riccardo Muti, der bereits eine maßstabsetzende Einspielung von Glucks Orfeo ed Euridice
vorgelegt hat, leitete im Großen Festspielhaus die Wiener Philharmoniker. Zwei führende
österreichische Sängerinnen, Elisabeth Kulman und Genia Kühmeier, sowie die am Salzburger
Mozarteum ausgebildete bayerische Sopranistin Christiane Karg bildeten das Solistentrio in einer
Geschichte, in der alles aus Liebe geschah
Alban Berg • Lulu
Die Kraft des Eros war im heurigen Spielplan auch in zwei Figuren von geradezu mythischen
Dimensionen erfahrbar: Lulu, der Alban Berg seine zweite Oper (1928–1935) widmete und die er
als weiblichen Widerpart zu Don Juan betrachtete, wurde von der unvergleichlichen französischen
Sopranistin Patricia Petibon verkörpert. Thomas Piffka, Michael Volle, Pavol Breslik und
Franz Grundheber waren die Männer, die Lulus Auf- und Abstieg begleiteten.
Die aus Sofia stammende, in Deutschland ausgebildete Regisseurin Vera Nemirova (*1973) gab
ihr Debüt bei den Salzburger Festspielen. „Ihr Zugriff auf Stücke ist stark. Anstelle von Ehr-Furcht
begegnet sie den Gegenständen mit Liebe, Berührung, Angreifen, Begreifen: Indem sie verändert,
bewahrt sie“ – so lautete die Begründung der Jury zur Verleihung des Berliner Kunstpreises an die
junge Regisseurin. Der deutsche Dirigent Marc Albrecht (*1964), der sich vor allem als Straussund Wagner-Interpret sowie durch seinen Einsatz für zeitgenössische Musik höchste Anerkennung
erworben hat, dirigierte die Wiener Philharmoniker. 2003 gab er sein Debüt bei den Salzburger
Festspielen mit Egon Wellesz’ Die Bakchantinnen.
Als Bühnenbildner konnte nach dem Erfolg von Cantata profana/Herzog Blaubarts Burg 2008
erneut Daniel Richter, einer der wesentlichsten Maler der Gegenwart, gewonnen werden.
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Mit der Einladung von Daniel Richter und Jonathan Meese als Bühnenbildner zeigten die
Salzburger Festspiele in ihrem Jubiläumsjahr, dass sie neben der Musik und den darstellenden
Künsten auch der bildenden Kunst hohen Stellenwert einräumten.
Wolfgang A. Mozart • Don Giovanni - Charles Gounod • Roméo et Juliette
Der junge kanadische Dirigent Yannick Nézet-Séguin (*1975), der bei seinem Salzburger Debüt
2008 internationale Aufmerksamkeit erregte, dirigierte in diesem Festspielsommer nicht nur die
Neueinstudierung von Gounods Roméo et Juliette (Regie: Bartlett Sher) mit dem Mozarteumorchester Salzburg, sondern auch Mozarts Don Giovanni (Regie: Claus Guth) mit den Wiener
Philharmonikern. Das Duo Don Giovanni und Leporello wurde wieder von Christopher
Maltman und Erwin Schrott verkörpert. Die weiblichen Partien übernahmen Aleksandra
Kurzak als Donna Anna, Dorothea Röschmann als Elvira und Anna Prohaska als Zerlina. Joel
Prieto gab den Don Ottavio.
Als Liebespaar Juliette und Roméo konnten Weltstar Anna Netrebko alternierend mit Nino
Machaidze und Piotr Beczala alternierend mit Stephen Costello in der Felsenreitschule erlebt
werden
Vincenzo Bellini • Norma
Ein Bogen zum Mythos wurde im Festspielprogramm 2010 auch mit Vincenzo Bellinis Oper
Norma (1831) geschlagen, die Richard Wagner mit der antiken Tragödie verglich und von
Schopenhauer als „höchst vollkommenes Trauerspiel“ bewundert wurde. Im Zentrum des Werks
stand die Druidenpriesterin Norma, die in zwei konzertanten Aufführungen im Großen
Festspielhaus von der Prima donna assoluta des Belcanto, Edita Gruberova, gesungen wurde.
Ihre ebenbürtigen Partner waren Joyce DiDonato, Marcello Giordani und Ferruccio Furlanetto.
Friedrich Haider leitete die Camerata Salzburg.
YOUNG SINGERS PROJECT
sponsored by Credit Suisse
Die beliebten Öffentlichen Masterklassen (Leitung: Marjana Lipovsek) der „Young Singers“, die
hier nachhaltigen künstlerischen Feinschliff erfuhren, fanden an vier Nachmittagen in der Großen
Universitätsaula statt. Das Mozarteumorchester Salzburg unter Ivor Bolton begleiteten die
jungen Künstler im Abschlusskonzert.
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SALZBURGER FESTSPIELE 2010
SCHAUSPIEL 2010
Das Mythen Dreieck – Österreich im 90. Festspieljahr – Dichter zu Gast
Das Schauspielprogramm 2010 setzte zwei Schwerpunkte, die in sich verschiedene Formate
verbanden und die Hauptakzente des Gesamtprogramms in sich aufnahmen.
Zum einen stand für die Festspiele 2010 spartenübergreifend das Thema „Mythos“ im Mittelpunkt. Im Schauspielprogramm schlug sich dies in Peter Steins Inszenierung von Sophokles
Ödipus auf Kolonos mit Klaus Maria Brandauer und Matthias Hartmanns Inszenierung von
Racines Phädra mit Sunnyi Melles in der Titelrolle nieder. Im Literaturprogramm las Senta
Berger aus Claudio Magris’ Orpheus und Euridice-Paraphrase Verstehen Sie mich bitte recht
im Salzburger Landestheater.
Den zweiten Schwerpunkt bildete das 90-jährige Festspieljubiläum. Auch hier waren es im
Wesentlichen drei Produktionen, die darauf Bezug nahmen: Jossi Wielers Inszenierung einer
Adaption von Stefan Zweigs Novelle Angst als Auftakt im Landestheater, durch die diesem
großen Wahlsalzburger, ebenso wie durch die Lesung seiner weitgehend unbekannten Novelle Der
Widerstand der Wirklichkeit durch Klaus Maria Brandauer im Schauspielprogramm der Festspiele
erstmals eine Referenz erwiesen wurde. Hinzu kam der Österreich-Schwerpunkt der Reihe
Dichter zu Gast mit Claudio Magris, der den Untergang der Donaumonarchie mit dem deutschen
Historiker Karl Schlögel unter dem Titel Das Weltreich der Melancholie diskutierten und mit dem
Musiker Hubert von Goisern über ihre beider Donaureisen sprachen. Als Film- und Diskussionsreihe folgten drei Veranstaltungen mit Regisseuren, Autoren und Historikern (Götz Spielmann,
Franzobel, Brigitte Kepplinger, Nina Gladitz und Claudio Magris) unter dem Titel Blicke ins
innere Österreich, die sich mit Wendemarken in der Geschichte der Republik und ihrem Niederschlag in den Biografien Einzelner beschäftigten. In einem dritten Programmpunkt erinnerten die
Festspiele an ihren Gründer Max Reinhardt durch eine Einladung in sein Schloss Leopoldskron
und ein Picknick unter den Vorzeichen des Sommernachtstraums, der szenisch durch Studenten
des Mozarteums und eine open air Aufführung der berühmten Verfilmung von Max Reinhardt
präsent wurde.
Das Young Directors Project 2010 zeigte vier Produktionen aus den Niederlanden, Belgien,
Frankreich und Deutschland, die sich zwischen magisch-musikalischem Zaubertheater, einem
Abend über die tragisch prophetische Welt der Frankenstein-Erfinderin Mary Shelley, einem
Revolutionsstück über die Erfindung und Verwirklichung der Freiheit anhand des Schicksals von
Robespierre, und der Antikenexpedition in Ödipus Welt des norwegischen Dramatikers Jon Fosse
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widmeten. Die Jury vergab den MONTBLANC YOUNG DIRECTORS AWARD 2010 für die
beste Regieleistung an Sylvain Creuzevault und seine Kompanie d’ores et déjà für Notre Terreur
(Im Bann des Schreckens).
Zum 90-Jahr-Jubiläum inszenierte Christian Stückl Jedermann mit einem weitgehend neuen
Ensemble und dem jüngsten Jedermann seiner Geschichte. Nicholas Ofczarek wurde als
Jedermann mit Buhlschaft Birgit Minichmayr an seiner Seite gefeiert, Sascha Oskar Weis
überzeugte als Mammon und Angelika Richter in ihrer Rolle der guten Werke.
Claudio Magris
Dichter zu Gast bei den Salzburger Festspielen 2010
CLAUDIO MAGRIS Lesungen
Verstehen Sie mich bitte recht . Senta Berger
Das Weltreich der Melancholie . Karl Schlögel
Donau – Biografie eines Flusses . Hubert von Goisern
In Zusammenarbeit mit der Agentur Graf & Frey und dem Salzburg Global Seminar
BLICK INS INNERE ÖSTERREICH
Wien 89 – Zeugnisse des Übergangs
Linz / Oberösterreich 34 – Zeugnisse des Bürgerkriegs
Salzburg 43 – Zeugnisse der Infamie
In Zusammenarbeit mit DAS KINO
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© Peter-Andreas Hassiepen
Birgit Minichmayr und Nicholas Ofzarek
Jedermann 2010
Buhlschaft und Jedermann sind auch im Rahmenprogramm bei den Salzburger Festspielen mit
spannenden, nachdenklichen und unterhaltsamen Kinostunden in DAS KINO präsent.
Birgit Minichmayr und alle anderen ….
Ja, was macht die denn da? Die spielt doch gar nicht! Die glänzt mit ihrem Sein! Oder ist sie nicht
so? Sie selbst. Wie sie das ist? Hat sie denn vor gar nichts Angst? Ihr Figuren gehen immer ein
Stück weiter, als alle anderen: Oder näher heran. Und sie kuckt sich allerhand an, sagt Birgit
Minichmayr, färbt es ein mit ihrer Fantasie, und macht dann daraus ihre eigene Figur. „Der Text
ist mein Material“, sagt sie, „daraus werde ich lebendig.“ Und mit diesem Text geht sie sehr
gescheit um. Sie spricht ihn beispiellos gerade und direkt, und trotzdem in Brüchen und abrupten
Wendungen. Wobei sie ihre Worte jenem Text, den ihr Körper spricht, manchmal einfach nur
hinzufügt – leicht zeitversetzt, auf einer anderen Ebene, oder aber mit einem ganz gegenteiligen
Ausdruck, als ein offensichtlich unversöhnter Widerspruch, aus dem dann plötzlich die Wahrheit
spricht. Ihre Figuren betrachten das Leben mit Röntgenaugen. Sie können den Dingen auf den
Grund schauen. Illusionen machen sie sich keine. Illusionen können sich Birgit Minichmayrs
Figuren nicht leisten. Auf ihre Träume aber bleiben sie angewiesen. Als Liebende sind sie naiv und
wehrlos. Wobei ihrem Verlangen nach unbedingter Liebe das bedingte Leben kaum je gewachsen
ist. Daher wirken ihre Figuren von Selbstvernichtung bedroht, und zugleich bedrohlich für alle
anderen, die der Art, wie sie mit ihrer Einsamkeit umgehen, kaum folgen können.
22 Filme entstanden mit Birgit Minichmayr in den letzten neun Jahren, darunter zwölf Kinofilme.
Kommen hinzu 27 Rollen auf den bedeutendsten Bühnen des deutschsprachigen Raumes, einige
sogar mehrfach preisgekrönt, und Hörbücher, Lieder – Birgit Minichmayr muss mehrer Leben
zugleich gelebt haben, um in einer so kurzen Zeit ein derart großes Werk hervor zu bringen. Wie
geht das? Sicher nicht, indem die Künstlerin nur mit ihrem Dasein glänzt. Fleiß, Disziplin,
Intelligenz, Exzess und Training, all dies mischt sich in ihrem Schaffen in nicht durchschnittlichem
Maß. Sie ist eine moderne Schauspielerin, die ein hohes Bewusstsein für Formen besitzt, aber sich
durch keinerlei überlieferten oder modisch geschätzten Stil absichert. Sie durchtränkt ihre Figuren
mit ihrem ganz persönlichen Sound und Wissen, einer individuellen Furchtlosigkeit, Cleverness
und Erotik, die diesen Film- und Bühnengeschöpfen stets die Suggestion unbedingter Authentizität
verleihen. Aber, wie sie unlängst in der Zeitschrift APRO-PROS sagte – sie weiß schon, dass es
„immer die Birgit“ ist, die das spielt. Und sie hat diese Birgit als eine Figur in der Welt erkannt,
mit der sie noch sehr viel vorhat. Und mit deren Dasein sie glänzt!
Nicholas Ofzarek
zählt zu einer neuen Generation österreichischer Schauspieler. Er brillierte in Stücken von
Raimund, Nestroy, Grillparzer oder Schönherr – aber als eine Figur aus der Großstadt, intelligent,
hart und bodenständig; eine Figur, wie sie heuet so authentisch vor allen in Filmen erscheint. Dies
verbindet seine Arbeit für die Bühne mit dem Film.
Thomas Oberender
Leitung Schauspiel
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Niemand ist fort, den man liebt.
Liebe ist ewige Gegenwart…
Stefan Zweig
Stefan Zweig – der „verhinderte“ Festspielgründer
Stefan Zweig „Angst“ Uraufführung, 28. Juli 2010
Stefan Zweig kaufte sein Haus auf dem Kapuzinerberg
im Sommer 1919 und lebte in Salzburg bis 1934 als
einer der berühmtesten und meist übersetzten Schriftsteller seiner Zeit. Als Bürger dieser Stadt erlebte er die
Gründung der Salzburger Festspiele und wurde doch
kein aktiver Teil ihrer Geschichte.
Im 90. Jubiläumsjahr kam nun zum ersten Mal ein Werk
von Stefan Zweig im Schauspielprogramm der Salzburger
Stefan Zweig (Mitte) bei einer Faust-Probe in
Festspiele zur Aufführung: Die 1920 veröffentlichte Novelle
der Felsenreitschule, 1935.
Foto: Archiv der Salzburger Festspiele
„Angst“, ist ein Ehedrama der besonderen Art.
Eine bizarre Erpressung führt beinahe zum Selbstmord einer Frau, die nach einem Seitensprung
vergeblich versucht, ihre Ehe und ihr bürgerliches Leben zu retten. Die Bühnenfassung dieser
hochdramatischen Novelle schrieb der niederländische Autor und Dramaturg Koen Tachelet, der
u.a. bereits die Vorlage für Johann Simons Inszenierung von Joseph Roths Roman „Hiob“ und
„Hotel Savoy“ geschaffen hat. Nach Jossi Wielers Uraufführung von Peter Handkes Monolog Bis
dass der Tag euch scheidet oder Eine Frage des Lichts und Samuel Becketts Text Das letzte Band,
kehrte er mit der Uraufführung dieser dreifach verfilmten Novelle nach Salzburg zurück. Den
Salzburger Festspielen ist Wieler seit über zehn Jahren durch zahlreiche Oper- und Schauspielinszenierungen verbunden. Wieder dabei: Sein Protagonist aus der vorjährigen Produktion von
Beckett Das letzte Band, Nestroy-Preisträger André Jung, der heuer seine 13. Festspielsaison
beging.
Lesung mit Klaus Maria Brandauer
Neben der Uraufführung von Angst fand am Tag nach der Premiere die Erstlesung des wohl
politischsten Prosatextes von Stefan Zweig statt, die Novelle einer großen Liebe aus seinem
Nachlass „Widerstand der Wirklichkeit“, die Klaus Maria Brandauer vorgetragen hat.
Die Stefan Zweig Filmreihe
Begleitend fand in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Programmkino DAS KINO eine Filmreihe und in
Zusammenarbeit mit dem Stefan Zweig Centre ein begleitendes Workshopprogramm sowie ein
Publikumsgespräch mit Dr. Daniela Strigl nach der Aufführung am 31. Juli statt.
Dramatischer als die meisten seiner Stücke wirken heute Stefan Zweigs Novellen. Es mag an
Zweigs ihm tief innewohnender Neigung zur Konzilianz, zur Eleganz, an seinem intellektuellen
Pazifismus oder schlicht am Drang zum Erfolg liegen, dass seine Theaterstücke sich meist in der
Geste einer Ermahnung zum Positiven auflösen. Sie wirken auf uns heute unweigerlich ein wenig
zu liebenswürdig, da sich der Dramatiker dem inneren Humanisten unterwarf. In seinen Novellen
aber ließ Stefan Zweig der Dämonie in seinem Schreiben erschreckend freien Lauf. Sie wurden zur
Vorlage einer Reihe von bedeutenden Verfilmungen und führen noch immer auf die Nachtseite der
bürgerlichen Gesellschaft – dorthin, von wo nur das Licht großer Filme dringt.
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SALZBURGER FESTSPIELE 2010
KONZERT 2010
Mit den Worten Wolfgang Rihms „Musik muss voller Emotion sein, die Emotion voller
Komplexität“ kann das über 70 Veranstaltungen umfassende Konzertprogramm dieses Sommers
charakterisiert werden.
Kontinent Rihm
Die Reihe Kontinente, sponsored by roche, widmete sich Wolfgang Rihm (*1952), einem der
profiliertesten deutschen Komponisten der Gegenwart. Neben seiner Uraufführungsoper Dionysos
porträtierte ihn der Kontinent Rihm in zehn Konzerten, in denen seine „wilde“ Periode der 1970er
und frühen 80er Jahre bis hin zu neuesten Werken wie Et Lux (das in der Uraufführungsbesetzung
mit dem Arditti Quartet und dem Hilliard Ensemble zu hören war) beleuchtet wurden. Zudem
standen Komponisten, zu denen Rihm eine große Affinität besitzt, darunter Brahms, Bruckner,
Mahler, Schumann, Schönberg und Stockhausen, sowie Wahlverwandte wie Dowland, Gesulado
und Morton Feldman am Programm.
Auch manche Neuentdeckung wurde geboten: Darius Milhauds kraftvolle Bühnenmusik zu
Aischylos’ Choephoren (1915/16) wurde mit Rihms monumentalem Tutuguri – Poème dansé
(Martin Wuttke als Sprecher, Martin Grubinger & The Percussive Planet Ensemble, Deutsches
Symphonie-Orchester Berlin unter Ingo Metzmacher) kombiniert.
Einen szenischen Abend auf der Perner-Insel in Hallein bestritten Sasha Waltz & Guests und das
Ensemble Modern mit Rihms Jagden und Formen, einem musikalisch-choreografischen Projekt.
Den Abschluss der Reihe bildeten zwei Matineen der Wiener Philharmoniker mit Christoph
Eschenbach und dem Pianisten Tzimon Barto im Großen Festspielhaus: Wolfgang Rihms Ernster
Gesang für Orchester (1996), ein Auftragswerk von Wolfgang Sawallisch, wurde von Werken
Schumanns umrahmt. Im zweiten philharmonischen Konzert (Leitung: Riccardo Chailly) war
Anne-Sophie Mutter mit dem ihr gewidmeten Violinkonzert Gesungene Zeit von Wolfgang Rihm
zu erleben.
Brahms-Szenen
Nach Schumann, Schubert und Liszt wurden 2010 in den Brahms-Szenen Querverbindungen
zwischen Brahms’ Schaffen und Werken von Zemlinsky und Schönberg, Isaac, Biber, Bach,
Reger, Berg, Webern, Janácek, Schostakowitsch, Ligeti und Kurtág hergestellt.
Der russische Ausnahmepianist Valery Afanassiev gestaltete einen Abend mit der verinnerlichten
Musik von Brahms’ späten Fantasien und Klavierstücken. András Schiff brachte die von Jörg
Widmann (*1973) für die Salzburger Festspiele geschriebenen Intermezzi für Klavier zur Uraufführung. Neben zahlreichen Kammermusikwerken wurde auch eine wenig bekannte Fassung von
Brahms’ „Deutschem Requiem“ für Soli, Chor und Klavier zu vier Händen unter der Leitung von
Thomas Hengelbrock, mit Markus Hinterhäuser und Herbert Schuch am Klavier aufgeführt
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Das Zehetmair Quartett spielte Schostakowitschs letztes Streichquartett (Nr. 15). Ein Wiedersehen
gab es mit der international gefeierten Salzburger Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager, die
zudem gemeinsam mit Ian Bostridge HugoWolfs Spanisches Liederbuch sang.
Frédéric Chopin und Robert Schumann
Die herausragendsten Pianisten der Gegenwart wie Evgeny Kissin, Maurizio Pollini und Grigory
Sokolov nahmen sich der Jahresregenten Schumann (1810–1856) und Chopin (1810–1849) an, die
beide vor 200 Jahren geboren wurden. Philippe Herreweghe dirigierte in einem zweiteiligen
Zyklus der Camerata Salzburg die vier Symphonien Schumanns und mit Solistin Polina Leschenko
das Klavierkonzerte Nr. 1 von Chopin.
Kammerkonzerte, Solistenkonzerte, Liederabende
Die ersten beiden Kammerkonzerte gestaltete die unvergleichliche Martha Argerich mit Musikerfreunden. Gidon Kremer, seit 1976 regelmäßig bei den Salzburger Festspielen zu Gast, war sowohl
als kongenialer Partner von Valery Afanassiev mit Brahms, Schostakowitsch und Kantscheli zu
hören als auch im kammermusikalischen Trilog in Klaviertrios von Tschaikowski, Victor Kissine
(*1953) und Robert Schumann.
Die Begegnung mit Schuberts drei großen Liedzyklen boten drei Abende mit dem Bariton
Matthias Goerne und Christoph Eschenbach. Auch die Sopranistin Anja Harteros, von der
Opernwelt zur Sängerin des Jahres 2009 gekürt, gestaltete einen Liederabend. Countertenor
Philippe Jaroussky präsentierte französische Mélodies aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, ebenso ein Höhepunkt wie das Konzert des Weltstars Rolando Villazón.
Mozart-Matineen
Die traditionellen Mozart-Matineen mit dem Mozarteumorchester Salzburg und herausragenden
Solisten wie der Sopranistin Diana Damrau und dem Pianist Fazil Say werden geleitet von Ivor
Bolton, Marc Minkowski, Ton Koopman und der französischen „Entdeckung des Jahres 2008“
Jérémie Rhorer.
Wiener Philharmoniker
Die Wiener Philharmoniker – ein Fixpunkt der Salzburger Festspiele seit deren Gründung – waren
wieder mit fünf Programmen in elf Konzerten zu hören.
Zum 90-jährigen Bestehen der Salzburger Festspiele sowie zum 50-jährigen Bestehen des Großen
Festspielhauses dirigierte Daniel Barenboim genau 50 Jahre nach Herbert von Karajan die Wiener
Philharmoniker im Eröffnungskonzert der Salzburger Festspiele am 26. Juli 2010. Barenboim war
zugleich Solist in Beethovens Viertem Klavierkonzert. Am Programm stand außerdem ein
Meilenstein der Musik nach 1945, Pierre Boulez’ Notations, sowie Bruckners grandioses „Te
Deum“ mit Elina Garanca, Dorothea Röschmann, Klaus-Forian Vogt und René Pape und der
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor.
Unter der Leitung von Riccardo Chailly spielte Anne-Sophie Mutter das für sie geschriebene
Violinkonzert von Wolfgang Rihm. Bruckners Fünfte Symphonie stand im fünften Konzert der
Wiener Philharmoniker mit Bernard Haitink am Programm. Christoph Eschenbach setzte Robert
Schumann mit der Zweiten Symphonie und zwei selten aufgeführte Werke für Klavier und
Orchester ins Zentrum des Konzerts (Solist Tzimon Barto) sowie Wolfgang Rihms Ernsten
Gesang (1996).
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Zwei außergewöhnliche Werke der Oratorienliteratur führten die französischen Schauspielstars
Gérard Depardieu und Fanny Ardant nach Salzburg: Die Wiener Philharmoniker und Riccardo
Muti nahmen sich der Partitur von Sergej Prokofjews Iwan der Schreckliche an, die ursprünglich
als Musik zu Eisensteins gleichnamigem Film entstand. Gérard Depardieu und Jan Josef Liefers als
Sprecher, die Mezzosopranistin Olga Borodina und der Bass Ildar Abdrazakov waren die Solisten,
begleitet vom Salzburger Festspiele Kinderchor und der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor.
Berliner Philharmoniker
Traditionellerweise wird Sir Simon Rattle die Berliner Philharmoniker an diesem letzten Festspielsonntag dirgieren. Am Programm das Parsifal-Vorspiel sowie Orchesterstücke von
Schönberg, Berg und Webern, Karita Mattila ist Solistin in Richard Strauss’ Vier letzten Liedern.
Gastorchester
Bertrand de Billy dirigierte sein ORF Radio-Symphonieorchester Wien in Arthur Honeggers
dramatischem Oratorium über die Heilige Johanna von Orléans, Jeanne d’Arc au bûcher. Fanny
Ardant rezitierte, es sangen u. a. Maria Bengtsson und Gilles Ragon, der Wiener Singverein und
der Salzburger Festspiele Kinderchor.
Der Gründung vor 90 Jahren als Friedenswerk nach den Gräueln des Ersten Weltkriegs gedenkten
die Salzburger Festspiele heuer auch mit der Einladung des von Sir Georg Solti ins Leben
gerufenen World Orchestra for Peace, Valery Gergiev dirigierte die Vierte und die Fünfte
Symphonie von Gustav Mahler.
Das Gustav Mahler Jugendorchester bestritt neben dem Preisträgerkonzert des „Nestlé and
Salzburg Festival Young Conductors Award“ auch ein Konzert unter der Leitung von Herbert
Blomstedt mit Hindemiths Symphonie Mathis der Mahler und Brahms’ Violinkonzert (Solistin
war Hilary Hahn).
Das Königliche Concertgebouworchester Amsterdam spielte unter seinem Chefdirigenten
Mariss Jansons Mussorgskis eindrucksvolle Lieder und Tänze des Todes mit dem großen Bass
Ferruccio Furlanetto sowie Hauptwerke von Bartók und Strawinsky.
Weltklasse-Sopranistin Nina Stemme wird mit dem Swedish Chamber Orchestra unter Thomas
Dausgaard mit Berlioz’ Les Nuits d’été und Wagners Wesendonck-Lieder morgen zwei der
bedeutendsten Orchesterlieder-Zyklen des 19. Jahrhunderts darbieten.
Nestlé and Salzburg Festival YOUNG CONDUCTORS AWARD
Der Preisträger des ersten „Nestlé and Salzburg Festival Young Conductors Award“ David
Afkham dirigierte die Matinee am 14. August (Gustav Mahler Jugendorchester).
Schule des Hörens
Die 2007 erstmals konzipierte „Schule des Hörens“ wurden heuer von Matthias Goerne mit
Christoph Eschenbach (Schubert hören – Winterreise) und Wolfgang Rihm (Der Komponist als
Hörer) in der Großen Universitätsaula gestaltet.
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SALZBURGER FESTSPIELE 2010
ABSCHLUSSBERICHT Salzburger Festspiele 2010
(alle Angaben hochgerechnete Ergebnisse 26.8.2010)
KARTENGELDEINNAHMEN
ca. € 24.500.000
€
31.000
ca. €
€
300.000
56.868
Gesamteinnahme Sommer
Generalprobe Ödipus als Benefiz für SOS–Kinderdorf
Clearing House
Benefiz Pakistan
Generalprobe Jedermann für das Dach Felsenreitschule
BESUCHER
215.000 ca.
2.236
756
1.560
9.659
229.211
20.519
249.730 ca.
in 192 regulären Veranstaltungen
in 1 verkauften Generalprobe
in 1 Benefiz-Generalprobe
in 1 Benefiz-Veranstaltung
in 35 Sonderveranstaltungen
in 21 Einlass- und Generalproben
Die PLATZAUSLASTUNG wird bei 95% liegen.
HERKUNFT DER BESUCHER
72 Nationen
35 außereuropäische Nationen
Ein sehr erfreuliches Jahr auch für die außereuropäischen Nationen. So verzeichneten die Länder
des asiatisch-pazifischen Raums, darunter Australien, China, Indonesien, Japan, Neuseeland,
Singapur, Südkorea, Thailand und Taiwan durchwegs Steigerungen in den Kartenkäufen bis hin zu
30% Plus zum Vorjahr.
Auch der wichtige Markt USA konnte nach dem Einbruch des Vorjahres wieder kräftig zulegen.
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Mehr private Besucher, weniger Firmenkunden
Auch in diesem Jahr konnte ein leichtes Plus von 4% bei den Privatkunden verzeichnet werden.
Die Kartenkäufe der Firmenkunden haben sich nach dem deutlichen Minus des Vorjahres
stabilisiert und mit + 1 % minimal zugelegt.
JUGENDPROJEKTE
Es wurden 3.500 Karten zu stark herabgesetzten Preisen (10-15% der Originalpreise) an jugendliche Besucher abgegeben.
HUNGER AUF KUNST UND KULTUR
Für Einlass- und Generalproben (Orfeo, Elektra, Mozart-Matineen) wurden auch dieses Jahr
wieder Karten an die Laube vergeben, die diese Karten an Sozialeinrichtungen / Vergabeeinrichtungen für Hunger auf Kunst und Kultur verteilt hat; darunter Einrichtungen wie die
Armutskonferenz, Saftladen Neustart, Pro Ecce, Caritas, Samba, Lebenshilfe, Laube.
1-Euro Spende „Dach für die Felsenreitschule“
Mit der freiwilligen 1-Euro Spende pro gekaufter Karte konnten rund € 138.000,- für den Umbau
des Daches der Felsenreitschule gesammelt werden.
FÖRDERER
Die Zahl der aktiven Förderer beträgt 1800.
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