Testfragen Schwangerschaft/Geburt

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Testfragen Sexualbiologie
_ÝevelIII.
Testfragen zu Befruchtung, Schwangerschaft und
Geburt
(1) Wie lange bleibt die Eizelle befruchtungsfähig?
(2) Wie viele Samenzellen könne in das Ei eindringen?
(3) Wie verlaufen die Zellteilungen zwischen Befruchtung und Einnistung?
(4) Was versteht man unter der Plazenta?
(5) Beschreibe die Funktion der Plazenta!
(6) Beschreibe die keimblätter und die Organe, die sich später daraus entwickeln!
(7) Was ist die Fetalperiode?
(6) Wie wird der Geburtstermin berechnet?
(7) Wie verläuft die Geburt?
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Testfragen Sexualbiologie
III. Testfragen zu Befruchtung, Schwangerschaft und Geburt
(1) Wie lange bleibt die Eizelle befruchtungsfähig?
Es kann einige Tage dauern, bis das Ei die Gebärmutter erreicht, so dass die
Befruchtung im Eileiter stattfinden muss, weil das unbefruchtete Ei eine kurze
Lebensdauer (10 bis 15 Stunden) hat. Das erste Spermium kann am Befruchtungsort
im Eileiter wenige Minuten nach der Samenabgabe eintreffen.
(2) Wie viele Samenzellen könne in das Ei eindringen?
Nur eine einzige Samenzell ist erfolgreich und bewirkt eine Schwangerschaft,
indem es in das Ei eindringt und dieses befruchtet. Beinahe unmittelbar nach
Eindringen des Spermiums in das Ei bildet sich eine Befruchtungsmembran, wodurch
das Eindringen anderer Spermien in das Ei verhindert wird.
(3) Wie verlaufen die Zellteilungen zwischen Befruchtung und Einnistung?
Etwa 30 Stunden nach ihrer Befruchtung beginnt die Eizelle sich zu teilen,
wodurch zwei Zellen entstehen. Diese beiden Zellen teilen sich weiter, so dass über
ein Vierzellstadium, ein Achtzellstadium, ein Sechzehnzellstadium (etwa 3 Tage nach
der Befruchtung) schließlich die so genannte Furchungskugel (Morula) entsteht.
Wenn der Keim in Form der Morula („Maulbeerkeim“) die Gebärmutter erreicht hat,
dringt Flüssigkeit in die Räume zwischen den Zellen ein, so dass eine Höhle entsteht,
die sogenannte Blastozystenhöhle. Der Keim wird nun Blastozyste (Zellhohlkugel)
genannt. Etwa eine Woche nach der Befruchtung (19. - 21. Tag des Zyklus) beginnt
der Embryo sich in der Gebärmutter einzunisten (Nidation, Implantation).
(4) Was versteht man unter der Plazenta?
Wenn der Embryo zwei oder drei Wochen alt ist, erhält er Nahrung und Sauerstoff von
der Mutter über ein Blutgefäßsystem, das sich in der Zwischenzeit gebildet hat. In den
Zellen und Geweben treten weitere Veränderungen auf, bis sich der Mutterkuchen
(Plazenta) und ein entsprechender embryonaler Kreislauf gebildet hat.
(5) Beschreibe die Funktion der Plazenta!
Die Placenta (Mutterkuchen), deren Bildung am Ende des 3. Entwicklungsmonats
abgeschlossen ist, besteht aus einem kindlichen Anteil und einem mütterlichen Anteil.
Der mütterliche Anteil wird aus Uterusschleimhaut gebildet. Der kindliche Plazentaanteil
ist die Zottenhaut (Chorion), die gefäßreiche Zotten bildet. Sie tauchen in den
mütterlichen Blutsee, dessen Blut aus den Gebärmutterarterien stammt. Durch die
Oberfläche der Zotten werden Gas- und Stoffaustausch vorgenommen, wobei jedoch
kein direkter Kontakt zwischen mütterlichem und kindlichein Blut stattfindet. Die
Plazenta wird von der Gebärmutterwand nach der Geburt des Kindes abgerissen und
mit etwas mütterlichem Gewebe in der "Nachgeburt" ausgestoßen. Die Plazenta ist
auch eine Hormondrüse. Die Hormone unterstützen die Schwangerschaft.
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Testfragen Sexualbiologie
(6) Beschreibe die keimblätter und die Organe, die sich später daraus entwickeln!
Die Blastozyste hat sich am Ende der 2. Entwicklungswoche in zwei Zellschichten oder
KEIMBLÄTTER differenziert:
das EKTODERM (äußeres Keimblatt) und das
ENTODERM (inneres Keimblatt). Auf dem Ektoderm bildet sich eine Rinne, von der
Zellen nach beiden Seiten abwandern, sodass zwischen innerem und äußerem
Keimblatt ein weiteres entsteht, das
MESODERM (mittleres Keimblatt). Diese drei Keimblätter sind das Ausgangsmaterial
für die späteren Körperorgane und -gewebe:
Entoderm: Verdauungsapparat, Bauchspeicheldrüse, Atemtrakt.
Ektoderm: Haut und deren Anhangsgebilde, Zentralnervensystem, Zahnschmelz.
Mesoderm: Stützgewebe (Skelett), Muskelgewebe, Bindegewebe, Kreislaufsystem,
Urogenitalsystem (Ausscheidungs- und Geschlechtsorgane).
(7) Was ist die Fetalperiode?
Die Zeit vom ca. 76. Entwicklungstag bis zur Geburt (ca. 280. Tag) wird Fetalperiode
genannt. Eine weitere Differenzierung der entwickelten Gewebe findet kaum mehr statt,
nur mehr eine Ausreifung.
(Embryo = Differenzierungsstadium, Fetus oder Fötus: Zeit zwischen Abschluss der
differenzierung und Geburt).
(6) Wie wird der Geburtstermin berechnet?
Letzter Menstruationstermin minus drei Monate plus 7 Tage. Eine 14 Tage vor oder
nach diesem errechneten Geburtstermin erfolgte Niederkunft gilt als normal. Wird diese
Frist von 280 +/- 14 Tage wesentlich unterschritten, spricht man von Frühgeburten,
wird sie wesentlich überschritten, von einer Übertragung.
(7) Wie verläuft die Geburt?
Der Geburtsverlauf wird in drei Stadien eingeteilt:
1) die Eröffnungsperiode
2) die Austreibungsperiode
3) die Nachgeburtsperiode
Schwache und nicht sehr häufig auftretende Kontraktionen der Gebärmutter beginnen
bereits in der 30. Schwangerschaftswoche und werden dann immer stärker und
häufiger.
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