Der Jesus

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Lösungen zur Lernkontrolle
Der Jesus-Report
1. Wo Jesus wirkte 2. Jüdische Feste
Besprochen in AS 6/2004
Begleitmaterial: Urs Diethelm
Frage 1: Hier sind natürlich primär die persönlichen Meinungen der Schüler/innen gefragt. Man
kann wohl sagen, dass jeder der drei genannten Begriffe zu einem gewissen Teil zutrifft. Er war ein
Religionslehrer (das Wort „Guru“ stammt ursprünglich aus dem Hinduismus). Ob er eine eigene
Religion stiften wollte, ist umstritten: Strenggläubige Christen sind davon fest überzeugt, andere
sagen, dass es eher Paulus und die spätere Kirche waren, die ihn zu ihrem Gründer machten.
Denkt man etwa an seinen Kampf für die Reinheit des Tempels, gegen die dort herrschende
Priesterkaste, dann war Jesus zweifelsohne auch ein religiöser Fanatiker, d.h. einer, der (wie
etliche Propheten bereits vor ihm) das Judentum auf den nach seiner Meinung richtigen Weg
zurückführen wollte.
2: Jesus stammte aus Nazareth und ging nach seiner Geburt in Bethlehem mit seinen Eltern auch
wieder dorthin zurück. Öffentlich trat er vor allem im Gebiet des Sees Genezareth auf, wahrscheinlich wohnte er oft in Kaparnaum. Er starb in Jerusalem.
3. Im Zentrum der Tora stehen die auch in der christlichen Bibel enthaltenen fünf Bücher Mose.
Darin sind nicht nur die bekannten Zehn Gebote, sondern noch viele weitere Gebote und Regeln
(z.B. erlaubte und verbotene Speisen) für das Leben der Juden aufgeführt.
4. Der Sabbat, der an unserem Samstag gefeiert wird, ist der wichtigste Tag im religiösen Leben
der Juden. Er erinnert an den siebten Schöpfungstag, als auch Gott nach getanem Werk ruhte. Für
die damalige Zeit war ein Ruhetag für alle Menschen und sonstigen Lebewesen etwas absolut
Neues. Strenggläubige Juden halten diesen Tag auch heute noch in aller Konsequenz ein (keinerlei noch so kleine Arbeiten!). Die Christen übernahmen diesen geheiligten Tag, bestimmten
dann aber dafür den nachfolgenden Sonntag (im Islam ist es der Freitag).
5. Die Sendung gibt einen Einblick in das Pesachfest (Gedenken an den Auszug aus Ägypten
unter Anführung von Moses) und das Laubhüttenfest, ursprünglich ein Erntedankfest, später auch
zur Erinnerung an die Wüstenwanderung. (Die jüdische Religion kennt natürlich noch weitere
wichtige Festtage, wie z.B. den Versöhnungstag Jom Kippur oder das Lichterfest Chanukka. Weitere Angaben in der im Begleittext zur Sendung genannten Literatur).
6. Jesus sprach in seinen Predigten (vielfach Gleichnisse) oft von Dingen, die der damaligen Zuhörerschaft (so genannt einfache Menschen wie Hirten, Fischer etc.) vertraut waren: Herde,
Schafe, Weinstock, Weinberg, Erdreich, Samenkorn. Wichtige waren für ihn auch Vergleiche mit
z.B. dem Licht, dem Feuer, dem Wasser, der Tür oder einer Stadt auf dem Berg.
7. In der Sendung wird als Hauptgrund der (angebliche) Anspruch von Jesus genannt, der Messias
zu sein, was als Gotteslästerung galt.
8. Selbstverständlich hängt die konkrete Beantwortung dieser Frage vom Zeitpunkt der Filmvorführung ab. Es ist aber leider zu vermuten, dass die Feindschaft zwischen Palästinensern und Israelis nicht so bald beendet sein wird. Wichtige Stichworte werden demnach wohl auch weiterhin
sein: Autonomiegebiete im Gazastreifen und der Westbank, radikale Gruppierungen auf beiden
Seiten, neue Siedlungen nicht zuletzt wegen der fortdauernden Zuwanderung vor allem aus östlichen Ländern, Status von Jerusalem. Vielleicht wissen die Schüler auch noch etwas über die
Vorgeschichte (inkl. Holocaust), die Gründung des Staates Israel und dessen Kriege mit seinen
Nachbarn.
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Literaturvorschläge
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1. Wo Jesus wirkte 2. Jüdische Feste
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Begleitmaterial: Urs Diethelm
Soweit sie nicht gerade Spezialistinnen und Spezialisten auf den in der Einleitung genannten drei
Gebieten sind, werden wohl einige Lehrpersonen, nicht zuletzt auch, um den Klassen kompetent
Antwort zu geben, das Bedürfnis haben, auf entsprechende Literatur zurückgreifen zu können.
Die nachfolgenden Hinweise sind einerseits eine subjektive Auswahl des Verfassers dieses Begleittextes und beruhen andererseits auf neueren bis ganz aktuellen Büchern, die zumeist als Taschenbücher auch günstig zu erwerben sind:
Leider weicht die in vielen Rezensionen bereits hochgelobte Bibel des bekannten Religionspädagogen Hubertus Halbfass von diesem Argument etwas ab. Aber für noch 86 und später 113
Franken ist eine absolut gelungene Kombination von Bibeltexten, Illustrationen und Erläuterungen
zu erwerben, wie es sie in dieser Form bisher noch nie gab (2001, Patmos-Verlag). Begreiflicherweise nicht absolut günstig sind auch die verschiedenen Bibeln auf CD-ROM, doch helfen diese
bei der schnellen Suche nach bestimmten Zitaten oder Begriffen natürlich sehr.
In der auch sonst wie sehr empfehlenswerten Reihe “C.H.Beck Wissen” ist von Günter Stemberger
ein rund hundertseitiges Bändchen mit dem Titel “Jüdische Religion” erschienen, das im Wesentlichen alles enthält, was man zu dieser Sendung wissen möchte.
Über keine Person der Weltgeschichte sind wohl so viele Bücher geschrieben worden wie über
Jesus von Nazareth und es kommen jährlich allein im deutschen Sprachraum mehrere Dutzend
weitere hinzu. Jörg Zinks Taschenbuch “Jesus” trägt den viel sagenden Untertitel “Meister der Spiritualiät” (Herder-Verlag, 2001) und ist auch sprachlich ein Genuss. Gleiches lässt sich von Heinz
Zahrnt “Jesus aus Nazareth – Ein Leben” sagen, dessen Taschenbuch im Piper-Verlag bereits
mehrere Neuauflagen erreicht hat. Eines der wenigen guten und damit auch spannenden Jugendbücher ist Josef Quadflieg mit “Jesus – Geschichte eines Lebenden” (Patmos, 1999) geglückt:
zwei Mitglieder des Hohen Rates in Jerusalem werden ausgeschickt, mehr über diesen seltsamen
Prediger und Wundertäter herauszufinden.
Nicht jeder gläubigen Christin und jedes gläubigen Christen Sache ist die so genannte “Leben
Jesu Forschung”, die bereits der berühmte Albert Schweizer in seinem gleichnamigen Buch bilanziert hat und der Cees J. den Heyer 1998 unter dem Titel “Der Mann aus Nazaret. Bilanz der Jesusforschung” eine in die heutige Zeit nachgeführte Fassung folgen liess. Angefangen hat diese
kritische Beschäftigung mit dem Neuen Testament im – wen wundert's? – Zeitalter der Aufklärung,
als man erstmals begann, nach der Authentizität der Evangelien zu fragen, welche bekanntlich erst
etliche Jahre nach Jesu Tod verfasst wurden und auch nirgendwo in ihrer Originalfassung vorliegen. Zudem gibt es bekanntlich weitere Evangelien, wie insbesondere das Thomas-Evangelium,
die von der Kirche offiziell nicht anerkannt wurden. Teils auf dieses bezieht sich auch John Dominic Crossan, dessen “Jesus – Ein revolutionäres Leben” (München 1996) nicht die Hochachtung
vor dem grossartigen Wirken Jesu beeinträchtigen will (und kann), aber doch einige sehr interessante, neue Erkenntnisse vermittelt.
Viele “Ketzer und Poeten, Spötter und Philosophen” haben im Laufe der Zeit Gutes und weniger
Freundliches über “Der andere Jesus” geschrieben. Eine Auswahl davon präsentiert Alfred Läpple
in der gleichnamigen 1997 erschienenen Sammlung.
Schliesslich noch ein Buch zur Geschichte der Kirche: “2000 Jahre Christentum. Eine Religion
verändert die Welt” (Pattloch-Verlag). Es entschädigt zumindest teilweise jene, welche 1999 die
grosse dreizehnteilige Reihe in der ARD nicht sehen konnten, die glücklicherweise später aber
auch noch an Medienstellen verkauft wurde.
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Methodische Hinweise
Der Jesus-Report
1. Wo Jesus wirkte 2. Jüdische Feste
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Begleitmaterial: Urs Diethelm
Wie oft bei solchen Sendungen im Fernsehen, werden auch im «Jesus-Report» verschiedene
Ebenen angesprochen und auch hier ist der Off-Kommentar an ein paar Stellen wichtiger als das
Bild. Die nachfolgenden Ansatzpunkte könnten u. U. helfen, das Ganze zu vertiefen:
Judentum damals und heute
Für ein besseres Zusammenleben unter den Völkern dieser Welt ist es heute unabdingbar, dass
sie mehr voneinander wissen und so Vorurteile gar nicht entstehen können. Dies gilt insbesondere
auch für die grossen Religionen, die zunehmend auch im christlichen Religionsunterricht behandelt
werden (vgl. z. B. die Unterrichtswerke «Gott hat viele Namen» für das 4. bis 6. Schuljahr und
«Menschen leben in Religionen und Kulturen» für das 7. bis 9. Schuljahr aus dem Lehrmittelverlag
des Kantons Zürich). Allerdings erfordert das entsprechende Wissen (und auch das emotionale
Verstehen!) einige Kenntnisse. So könnte es im Zusammenhang mit dieser Sendung sehr sinnvoll
sein, eine Person jüdischen Glaubens in die Klasse einzuladen und eventuell sogar eine der wenigen Synagogen in der Schweiz mit ihr zu besuchen.
Der geografische Hintergrund
Dazu gibt es etliche Bildbände, Dia-Serien etc. Auch lässt sich auf Grund der zahlreichen Atlanten
zur Biblischen Geschichte leicht ein Arbeitsblatt mit den im «Jesus-Report» erwähnten Orten erstellen.
Jesu Tod und die Folgen
Dieser Aspekt kommt erst am Schluss der Sendung und dann in sehr konzentrierter Form zur
Sprache: «Nur langsam und allmählich begannen die Jünger und Anhänger von Jeschua zu begreifen, dass geschehen war, was er vorausgesagt hatte und was bis heute zentraler Punkt des
christlichen Glaubens ist: Jesus ist nicht tot, Jesus ist auferstanden, Jesus lebt, der Tod hat nicht
das letzte Wort, Gottes Liebe zu den Menschen ist nicht gestorben. Sie hat vielmehr die Tür zum
ewigen Leben aufgestossen und diese Tür hat einen Namen: Jeschua, Jesus Christus.»
Jesus: Lügner oder Messias?
Doch Jeschuas Geschichte endet nicht mit der Auferstehung. Er ist, so berichtet die Bibel, noch
vielen Menschen erschienen, einmal sogar fünfhundert. Viele Juden begannen damals an den
Menschensohn zu glauben. Allein in Jerusalem waren es etliche Tausend. Mit diesen ursprünglich
jüdischen Gläubigen begann eine riesige, weltumfassende Bewegung, welche Millionen von Menschen auf dem Erdball erfasste und bis heute nicht ruht.
Wer war Jesus? Zweifellos, Jeschua war ein Jude, geprägt von der jüdischen Kultur. Er war ein
Rabbi, der die Menschen einen praktischen Glauben fürs tägliche Leben lehrte. Und er behauptete, Gottes Sohn, der Weg zu Gott zu sein.
Mit dieser Behauptung spaltete er seine Zeitgenossen in zwei Lager: Die einen hielten ihn für
einen Lügner, die anderen glaubten ihm. Und Jesus sagte: «Wer an mich glaubt, der wird ewig
leben.» Mit dieser Aussage stellte Jesus nicht nur die Menschen vor zweitausend Jahren, sondern
auch heute vor die persönliche Frage: «Wer ist Jesus für mich?»
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