Kindergarten Mariengarten

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Kath.
Kindergarten Mariengarten
Konzeption
(Stand 01.08.2013)
Gliederung der Konzeption
A. Einleitung
1. Vorwort Pfarrer Stefan Cammerer
2. Leitbild
B. Hereinspaziert - Wir stellen uns vor
1. Unser Träger
2. Die Lage
3.Der Kindergarten –ein Platz zum Spielen
a) der Innenbereich
b) der Außenbereich
4. personelle Besetzung
5. Die Öffnungszeiten
6. Ferienzeiten
7. Die Elternbeiträge
C. Das pädagogische Konzept
1. Unser Bild vom Kind
2. Unsere Rolle als Erzieherin
3. Eingewöhnungsphase
4. Unsere Ziele unter Berücksichtigung des Orientierungsplans
5. Die Regeln
D. Der Kindergarten im Jahreskreis
1. Der Tagesablauf
2. Der Wochenablauf
3. Der Monatsablauf
4. Der Jahresablauf
5. Die Geburtstagsfeier
E. Viele, viele bunte Smartys- Das letzte Jahr im Kindergarten
1. Die Aufgaben der Woche
2. Beobachtungsbogen
F. Wir setzen Schwerpunkte
1. Hand in Hand in die Zukunft
G. Die Tür steht offen – Unsere Kooperationspartner
H. Und zu guter Letzt- Schlusswort
I. Quellenangabe
Vorwort
Die Welt der Familien hat sich in den letzten Jahren sehr verändert – und damit
ist auch für die Kinder und für den Kindergarten manches ganz anders geworden:
mehr Kinder kommen in den Kindergarten, Kinder mit anderer Sprache und aus
anderen Kulturen erfordern eine besondere Aufmerksamkeit, manche belastete
familiäre Situation hinterläßt bei den Kindern Spuren, so dass ihnen
Erzieherinnen mit besonderer Zuwendung begegnen müssen und auch die
finanzielle Lage kann Familien zusätzlich zu schaffen machen, was einen Einfluss
ausübt auch auf die Kinder und den Kindergarten.
Zudem hat sich das Bild vom Kind in unserer Zeit stark gewandelt, was freilich
Auswirkungen auf die Erziehungsarbeit hat: Man spricht jetzt vom
„kompetenten“ Kind, das selbst Mittelpunkt des „Bildungsprozesses“ ist, und
nicht mehr vom „defizitären“ Kind, dem Wissen und Verhaltensweisen
„eingetrichtert“ werden müssen... Das alles verändert die Erziehungsarbeit sehr.
Und auch die Wirtschaft hat ihr Interesse am Kind angemeldet: schon
frühzeitig und damit im Kindergarten sollen bestimmte Qualifikationen
gefördert werden, die für ein späteres erfolgreiches Berufsleben wichtig
erscheinen. Eine Erzieherin sollten deshalb viele Aufgaben erfüllen: Sie „sollte
die Kinder in ihren Bildungsprozessen anerkennen, sollte sie wahrnehmen in ihren
Interessen und Themen und in ihrer Pädagogik, in ihrem pädagogischen Handeln
an diesen Interessen und Themen des Kindes anknüpfen, sie sollte also sehr
genau auf die einzelnen Kinder achten, diese beobachten, die Beobachtungen
dokumentieren. … Sie [die Erzieherinnen] sollen die Kinder kognitiv fördern, sie
sollen dabei aber auch die Bewegungskompetenz nicht aus dem Auge verlieren,
selbstverständlich, das ist ein industrielles Interesse, die
naturwissenschaftliche und mathematische Bildung immer im Blick haben, die
musikalischen Angebote sind selbstverständlich auch wichtig, das sagen die
Neurobiologen, die Sprache der Kinder fördern...“, so zählte neulich im Rundfunk
eine Erziehungswissenschaftlerin sehr nachdenklich die Aufgaben einer
Erzieherin auf. Dazu säße jeder Erzieherin die Frage der „Schulfähigkeit“ im
Nacken.
Es ist ein ungeheurer Wandel im Blick auf die Erziehung von Kindern eingetreten.
Dieser muß auch in den Einrichtungen gestaltet werden. Dabei muß dem Thema
Bindung in der frühkindlichen Erziehung (0-3 Jahre) ein ganz besonderes
Augenmerk geschenkt werden.
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Dieser kleine Streifzug zeigt schon: Möchte man den Kindern gerecht werden –
und endlich spricht man ausführlich über das, was Kinder brauchen, wenn man
manches vielleicht auch genauer anschauen muß – dann geht dies nur gemeinsam
im Zusammenspiel der Einrichtung, der Erzieherinnen, der Eltern und auch der
öffentlichen Hand, die die nötigen Finanzmittel für eine qualifizierte Arbeit in
den Kindertagesstätten bereitstellen muß.
Die vorliegende Konzeption, die dankenswerter Weise von den Erzieherinnen des
Kindergartens Mariengarten am Roten Berg in Zusammenarbeit mit dem
Kindergartenausschuß des Kirchengemeinderates und in Begleitung durch den
Landesverband kath. Kindertagesstätten erarbeitet wurde, gibt ihnen einen
kleinen Einblick in Ziele, Aufgaben und Abläufe unserer Einrichtung.
Wir wissen uns dabei am Anfang eines längeren Weges, bei dem es – miteinander
– noch viel zu tun gibt. „Hand in Hand“ werden wir es schaffen. Die Zukunft der
Kinder mit ihren offenen Herzen und neugierigen Blicken sind uns Verpflichtung.
Stefan Cammerer
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Kindergarten Mariengarten
(Stand 1.08.2013)
B. Hereinspaziert – Wir stellen uns vor
1.1 Unser Träger
Wir gehören zu der kath. Kirchengemeinde „Mariä Himmelfahrt“, Klosterhof 20,
89077 Ulm. Diese wird von Herrn Pfarrer Stefan Cammerer und dem
Kirchengemeinderat (KGR) zusammen geleitet.
Mit im Bunde sind die beiden Kindergärten „Sonnenheim“ und „St. Maria“.
Wir sind eine eingruppige Einrichtung mit bis zu 28 Kindern im Alter zwischen
drei und sechs Jahren.
2. Die Lage
Der Kindergarten gehört zum Stadtteil Söflingen im Westen Ulms.
Der „Rote Berg“ liegt etwas außerhalb von Söflingen. Sein fast schon ländliches
Flair nahe am Wald, ist geradezu ein Paradies für Kinder.
Natürlich beziehen wir diesen idyllischen Standort in unseren Alltag mit ein.
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3. Der Kindergarten – Ein Platz zum Spielen
a) Der Innenbereich
Besonders wichtig für die Kinder ist der Gruppenraum.
Wir können davon zwei anbieten, einen größeren mit ca. 74 qm und einen
kleineren Raum mit ca.37 qm.
Der größere von den beiden ist der „ruhige Raum“. Darin werden Spielmöglichkeiten, Experimente und andere Aktivitäten angeboten, die Ruhe und
Konzentration erfordern.
Im kleinen Raum, unserem “Konstruktionsraum/ Bewegungsraum“, befinden sich
die Bauecke und große Bauklötze aus Schaumgummi. Der Raum dient den Kindern
aber auch zum Tanzen und sich frei bewegen, ohne große Aufsicht der
Erzieherinnen. (Regeln für diesen Raum sind mit den Kindern erarbeitet und klar
definiert).
Eine Küche und einen kleinen Abstellraum mit Werkbank.
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b) Der Außenbereich
Unseren Garten würden wir uns natürlich etwas größer wünschen. Aber wir sehen
diese Rahmenbedingung als Herausforderung an, trotzdem optimale Bedingungen
für die Kinder zu schaffen.
Neben dem üblichen Sandkasten mit Kletterhaus, Rutsche und Schaukel lädt die
Rasenfläche zur Kreativität ein, die wir mit verschiedenen Spielmaterialien
unterstützen.
Ein Tor, zu dem wir auch einen Schlüssel besitzen, öffnet sich zum angrenzenden
öffentlichen Spielplatz, den wir hin und wieder nützen, wobei der Wunsch von
den Kindern eher selten geäußert wird.
4. Die personelle Besetzung
In unserem Kindergarten arbeiten insgesamt drei Erzieherinnen, die sich zwei
Vollzeitstellen teilen.
Für den Alltag bedeutet das, dass die Kinder immer von jeweils zwei
Erzieherinnen betreut werden.
Die Leitung mit 90%
Frau Kleber
eine Erzieherin mit 75 %
Frau Klaiber
und eine Erzieherin mit 55 % Frau Groner
Für die Reinigung der Innenräume ist eine Putzfirma zuständig.
Die Außenanlage wird von unserem Hausmeister gepflegt.
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5. Die Öffnungszeiten
Montag:
7.30 – 13.30 Uhr durchgehend; mit Mittagessen.
und 14.30 – 16.30 Uhr
Dienstag
7.30 – 13.30 Uhr durchgehend; mit Mittagessen.
Mittwoch
7.30 – 13.30 Uhr durchgehend; mit Mittagessen.
und 14.30 – 16.30 Uhr
Donnerstags:
7.30 – 12.30 Uhr (Abholung bei der TSG)
Freitag:
7.30 – 13.30 Uhr
Die Kinder die nicht zum Mittagessen bleiben könne um 12.30 Uhr abgeholt
werden.
6.Hauptschließungstage
Die Schließungstage fallen immer in die Schulferien und werden jedes Jahr neu
geplant.
Finden gemeinsamen Fortbildungen statt, ist die Einrichtung auch geschlossen.
Schließungstage liegen zwischen 23 und 26 Tage, davon können 4 bzw. 5 Tage als
Notgruppe in Anspruch genommen werden.
7. Die Elternbeiträge
Die Höhe des Elternbeitrags richtet sich nach der Zahl der Kinder die, die
Einrichtung besuchen und nach der Höhe des Einkommens.
Die Stadt Ulm legt hierfür die Maßstäbe. Die kath. Gesamtkirchenpflege
verwaltet die Formalitäten.
Das so genannte „Tee-Turngeld“ ist ein Betrag, der pro Kind in der Einrichtung
einmal im Kindergartenjahr an den Kindergarten selbst bezahlt wird.
Die Höhe des Betrags wird im September im Elternbrief bekannt gegeben.
Von diesem Betrag wird Tee gekauft und das Turnen im TSG bezahlt.
Das restliche Geld wird für kleinere Posten verwendet, z.B. für
Geburtstags- oder Nikolausgeschenke.
C. Das pädagogische Konzept
1. Unser Bild vom Kind
Unser Bild vom Kind ist im Grunde unser Bild vom Menschen.
Jeder Mensch besitzt eine Einzigartigkeit, wie sie auf der ganzen Welt nicht
wieder zu finden ist. Diese Tatsache erstreckt sich auf alle Dimensionen
unseres Daseins, nämlich der seelischen, geistigen und körperlichen Ebene.
Unsere Eigenschaften, Fähigkeiten, Interessen, Bedürfnisse, Stärken und
Schwächen usw. werden bereits bei unserer Entstehung angelegt.
Mit dieser Tatsache müssen wir sehr sorgsam umgehen!
Dabei müssen wir uns immer wieder bewusst machen, dass das Kind die Welt
ganz anders als wir Erwachsene wahrnimmt und sie daher mit anderen Augen
sieht.
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Das passiert aber nicht nur auf der körperlichen Ebene aufgrund seines
Wachstums oder seiner Entwicklung, sondern auch auf der geistigen und
seelischen Ebene.
Das Kind lebt also in seiner eigenen Welt mit seiner ganz eigenen Wirklichkeit.
Die Bibelstelle:“ Lasst die Kinder zu mir kommen, hindert sie nicht daran, denn
Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes. Amen, das sage ich euch: wer das
Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“ (Mk 10,
13-16) gibt der Wirklichkeit der Kinder einen Wert, der für uns sehr maßgebend
ist.
2. Unsere Rolle als Erzieherin
Um für die Kinder als Erzieherin überhaupt eine Rolle spielen zu können, ist es
wichtig, dass wir uns mit dem Bild vom Menschen bzw. dem Kind
auseinandersetzen und uns damit identifizieren.
Unsere innere Haltung ist sehr maßgebend im Umgang mit uns selbst, den
Kindern, den Eltern und allen, die mit dem Kindergarten etwas zu tun haben.
Letztendlich wird davon unser Verhalten dem Kind gegenüber, bzw. unsere
Pädagogik bestimmt.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ ist ein Leitsatz unserer Arbeit.
Denn damit achten wir den Menschen in seiner Persönlichkeit und definieren ihn
nicht nur über seine Leistungen.
Bei allem was wir tun, sind wir den Kindern ein sehr wichtiges Vorbild.
In Bezug auf das oben geschilderte Bild vom Kind sehen wir im Wesentlichen
unsere Aufgabe darin, das Kind auf seinem Weg in die Zukunft zu führen und zu
begleiten.
Damit uns das gelingt, sind folgende Punkte für uns obligatorisch:
Jedes Kind kommt mit unterschiedlichen Fähigkeiten in den Kindergarten.
Wir holen es da ab, wo es sich gerade in seinem Lernprozess befindet,
um dann schrittweise seinen Horizont zu erweitern.
- Wir schaffen eine Atmosphäre, in der sich das Kind geborgen und
sicher fühlen kann.
- Wir beobachten, erkennen und handeln.
- Wir nehmen uns für die Kinder Zeit.
- Wir sind auf die Kinder vorbereitet.
- Wir fördern Stärken und versuchen Schwächen zu lindern.
- Wir beachten die verschiedenen Lernprinzipien
- vom Nahen zum Fernen
- vom Einfachen zum Schweren
- vom Vertrauten zu Neuem
- Über Teilschritte zum Ganzen
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3. Die Eingewöhnungsphase
Die Eingewöhnungsphase bedeutet für uns, die Kinder langsam und individuell in
den Gruppenalltag mit einzubeziehen.
Aller Anfang ist schwer, deswegen dürfen Mama oder Papa, in der ersten Zeit
gemeinsam mit ihrem Kind in der Gruppe bleiben. Hierbei ist es uns besonders
wichtig, das Kind langsam und behutsam von seiner Bezugsperson zu lösen.
In der ersten Zeit ist es von sehr großer Wichtigkeit und hoher Bedeutung, dass
die Eltern am Gruppengeschehen teilnehmen, d.h. mit ihrem Kind spielen,
frühstücken und an verschiedenen Spielbereichen teilnehmen, die an einem
Morgen stattfinden. Begleitet werden sie durch eine Erzieherin, die für sie und
ihr Kind immer Ansprechpartner bzw. Bezugsperson sein wird.
Das Frühstück, Freispiel und verschiedene Sing-/Spielkreise sind bestimmte
Rituale, die den Tagesablauf ihres Kindes strukturieren und ihm Sicherheit zu
Beginn der Kindergartenzeit zu geben.
Wir Erzieherinnen versuchen eine Vertrauensbasis zu ihrem Kind aufzubauen,
indem wir Gespräche mit ihm führen, zusammen spielen, ihm Hilfestellung geben
und Erlebtes zeigen oder erklären. Wenn sich diese Vertrauensbasis gestärkt
und gefestigt hat, so dass ihr Kind sich von uns trösten lässt oder unsere Nähe
oder Hilfe sucht, versuchen wir, die Zeit mit Mama oder Papa zu reduzieren.
Am Anfang begleiten sie das Kind den ganzen Vormittag, danach Tage- bzw.
Stundenweise immer weniger, bis ihr Kind alleine bei uns bleiben kann. Diese
Eingewöhnung ist bei jeder Familie individuell verschieden.
Wir beachten in dieser Zeit natürlich, wie weit jedes einzelne Kind entwickelt ist
und gehen ganz speziell auf seine Bedürfnisse und sein eigenes Tempo ein.
Manche Kinder verabschieden sich von Mama oder Papa schon am ersten
Kindergartentag und andere erst nach einigen Wochen.
Natürlich sind wir in dieser Zeit auch für alle Unsicherheiten und Belange als
Ansprechpartner da und orientieren uns an ihren Bedürfnissen, Fragen oder
Problemen. Wenn sie nun bereit dazu sind, diese Geduld mit uns gemeinsam
aufzubringen, wird ihr Kind einen schönen Start in seine Kindergartenzeit haben.
Damit wir uns jedem Kind und seiner Bezugsperson bei diesem wichtigen Schritt
individuell widmen können, werden pro Woche immer nur zwei neue Kinder
aufgenommen.
Zusätzlich darf das Kind bereits vor der regulären Aufnahme zusammen mit
einer vertrauten Person unsere Einrichtung nach Absprache besuchen.
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4. Unsere Ziele unter Berücksichtigung des Orientierungsplan
Seit dem Jahr 2007 hat Baden-Württemberg einen Orientierungsplan für
Bildung und Erziehung in allen Tageseinrichtungen für Kinder eingeführt, der
schrittweise bis 2010 umgesetzt werden musste.
* “In diesem Gesamtkonzept kommt dem Kindergarten auf Grund seiner
Geschichte und seiner weltweiten Anerkennung als Ort der frühkindlichen
Bildung eine führende Rolle zu. Mit dem Orientierungsplan stärkt Baden–
Württemberg, den Kindergarten als Ort frühkindlicher Bildung.
“Spiel ist nicht Spielerei, es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung“
Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782-1852), Pädagoge, Erfinder des
Kindergartens
Die frühe Kindheit ist die lernintensivste Zeit. Die damit verbundenen Chancen
und Möglichkeiten stellen für die Begleitung der Kinder eine große
Herausforderung dar. Kindergärten haben neben den Aufgaben Erziehung und
Betreuung auch einen Bildungsauftrag. Kinder in ihren verschiedenartigen
Entwicklungsverläufen zu begleiten und in ihrem individuellen Bildungsprozess zu
unterstützen, verstehen wir als pädagogischen Auftrag im Kindergarten.
*“Kinder machen Erfahrungen und diese Erfahrungen hinterlassen Spuren. Viele
Erfahrungen werden beim Spielen gemacht, weswegen das Spielen für kindliche
Bildungsprozesse so wichtig ist.“ Spielen, Lernen und Entwicklung sind
untrennbar miteinander verbunden. „Die Entwicklung des Kindes ist ein
individueller Prozess und jedes Kind hat einen Anspruch darauf, in seiner
Individualität und Einzigartigkeit wahrgenommen und verstanden zu werden.“
*Auszug aus dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die badenwürttembergischen Kindergärten.
Der Orientierungsplan mit den Bildungs- und Entwicklungsfeldern enthält die
Vorgabe und fordert dazu auf, das Kind in seiner Ganzheitlichkeit mit
unterschiedlichen Blickwinkeln anzuschauen. Verschiedenartige Aktivitäten,
Elemente der Förderung sollen den Kindern aufgezeigt werden und ihnen zugute
kommen.
Die Bildungs- und Entwicklungsfelder sind in sechs Bereiche eingeteilt:
Körper
Sinne
Sprache
Denken
Gefühl/Mitgefühl und Sinn/Werte/Religion
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Aus diesem Grund haben wir die Konzeption des Kindergartens an die Bildungsund Entwicklungsfelder im Orientierungsplan für Bildung und Erziehung
angepasst.
Bildungs- und Entwicklungsfeld: Körper
Das Bildungs- und Entwicklungsfeld Körper nimmt seit Jahren einen großen
Stellenwert bei uns ein. Dafür stehen der Garten mit den zahlreichen
Spielmöglichkeiten, die vielen Kinderfahrzeuge, der wöchentliche Waldtag,
donnerstags unser Turnen im TSG und der im Haus konzipierte Bewegungsraum
zur Verfügung.
Bewegungskonzept
Kinder erkunden sich und ihre Umwelt durch Bewegung. Sie haben ein
ausgeprägtes individuelles Bewegungsbedürfnis. Viel Bewegung fördert die
körperliche Entwicklung, die Kinder erlangen dadurch ein gutes Körpergefühl und
übernehmen nach und nach Verantwortung für ihr eigenes körperliches
Wohlbefinden. Zudem wird über die Motorik die geistige Entwicklung
entscheidend gefördert. Durch gezielte Angebote im Tagesablauf, die
unterschiedliche Gestaltung der Räume mit flexiblen freien Flächen,
verschiedenen Materialien, erleben die Kinder vielfältige
Bewegungsmöglichkeiten. Der Hauptschwerpunkt unserer Konzeption ist es, den
natürlichen Bewegungsdrang der Kinder auf spielerische Art anzuregen, zu
unterstützen und unser Bewegungsprogramm weiter zu entwickeln.
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Bildungs- und Entwicklungsfeld: Sinne
Kinder nehmen ihre Umwelt über ihre Sinne wahr und erforschen und entdecken
die Welt durch Sehen, Beobachten, Hören, Fühlen, Tasten, Riechen und
Schmecken. Kinder erleben beim täglichen Spiel die Welt in ihrer
Differenziertheit und versuchen sich darin zu orientieren und diese zu
begreifen.
Wir bieten in unserer Einrichtung vielfältige Gelegenheiten dazu:
In unserem Tagesablauf haben die Kinder die Möglichkeit mit unterschiedlichem
Spielmaterial ihre Erfahrungen zu machen oder verschiedene Mal- und
Werktechniken auszuprobieren. Hierzu steht ihnen unsere Kreativecke zur
Verfügung. Bei unserer Kinderkonferenz entscheiden sich die Kinder immer
wieder neu, welches Angebot sie annehmen wollen: Tanz, Experimente,
Kreisspiele, Musikspaß oder Exkursionen.
Beim wöchentlichen Naturtag, beim Freispiel im Garten, wie auch bei unseren
Spaziergängen, erfahren die Kinder immer wieder die Naturbegegnung. Unser
Garten bietet den Kindern ein Kletterhaus mit Rutsche und Schaukel, sowie einen
großen Sandkasten und einen Hartplatz für die verschiedenen Fahrzeuge.
Bildungs- und Entwicklungsfeld: Sprache
Die Sprache ist für die menschliche Entwicklung von grundlegender Bedeutung.
Durch die Sprache nimmt der Mensch Beziehungen zur Umwelt auf. Sprache,
Denken, und soziales Verhalten stehen in einem engen Zusammenhang. Es gibt
nahezu keinen Lebensbereich, in dem auf Sprache verzichtet werden kann. Die
ersten Lebensjahre sind grundlegend für den Spracherwerb. In diesem
Lebensabschnitt wird schnell und leicht gelernt und folglich in großen Umfang
Wissen erworben. Die Sprachbeherrschung, zuerst in Form der gesprochenen
Sprache, später auch in der Schrift, hat für das weitere Lernen eine
herausragende Bedeutung. Sprache ist des Weiteren ein wichtiges Werkzeug
für die späteren Lernprozesse innerhalb und außerhalb von Kindergarten und
Schule.
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Die Sprachförderung im Kindergarten richtet sich nach der kindlichen
Sprachentwicklung. Sie ist eng verknüpft mit dem eigenen Sprachverhalten des
Kindes und den persönlichen Beziehungen der Kinder zu den Erzieherinnen. Die
Sprachfreude bei den Kindern zu wecken, ihren Wortschatz zu erweitern, bei
Sprachschwierigkeiten zu helfen, ist ein elementares Anliegen unserer
Einrichtung.
Wir bieten den Kindern eine sprachanregende Umgebung. In unserer Einrichtung
legen wir sehr viel Wert auf die Kommunikation mit jedem einzelnen Kind.
Gezielte Angebote vertiefen diese Sprachförderung
z. B. als Erzählrunde, Kreisspiele, Kinderkonferenzen, Rollenspiele, Fingerspiele,
Geschichten. Mit Musik und Bewegung erobern die Kinder die Sprache. In der
Leseecke können die Kinder themenbezogene Bilderbücher, Sachbücher usw.
auswählen. In der Kreativecke, in der Leseecke oder beim gemeinsamen Spielen
machen sie erste Erfahrungen mit der Schrift und der Zeichensprache. Dies
sind wichtige Voraussetzungen für das spätere lesen- und schreiben lernen.
Bildungs- und Entwicklungsfeld: Denken
„Frag mir doch kein Loch in den Bauch!“ Jede Mutter, jeder Vater kennt diese
Situation, in der die „Warum - Fragen“ kein Ende nehmen. Diese Fragen und ihre
Antworten geben den Kindern die Möglichkeit, Ereignisse zu erklären und
Situationen einzuschätzen. Wir unterstützen diese Prozesse in unserem
Kindergarten. Entwicklungsgerecht werden Erfahrungen und kindliches Denken
miteinander verknüpft.
Die Kinder haben die Möglichkeit sich selber einzubringen und ihre
Denkleistungen zu präsentieren.
Die Kinderkonferenzen dienen einerseits dazu, eigene Ideen zu entwickeln und
andererseits, über Rechte und Pflichten in der Gemeinschaft nachzudenken und
sich darüber zu verständigen.
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Verschiedene Materialien und Gegenstände (z.B. Spiegel, Lupen, Schachteln )
regen die Kinder zum „selbst erforschen“ an.
Sie können sich gezielt unter Anleitung ausprobieren oder im freien Spiel
entfalten und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Auf spielerische Art werden so
z. B. Sprache und Regeln der Mathematik (beim Einkaufen, Wiegen, Messen und
Zählen) entdeckt.
Beim gemeinsamen Planen von Festen, Wochenplänen usw. werden die Kinder zum
Mitdenken ermutigt und dazu aufgefordert sich aktiv im Kindergartenalltag zu
beteiligen.
Das Erleben, wie die eigenen Ideen umgesetzt werden, regt zum weiteren
(Nach)-denken an. Sie lernen, dass es sich lohnt sich zu beteiligen und seine
eigene Meinung zu äußern.
Bildungs- und Entwicklungsfeld: Gefühl und Mitgefühl
Die Einführung des Orientierungsplans für die baden-württembergischen
Kindergärten zum Bildungs- und Entwicklungsfeld “Gefühl und Mitgefühl“ beginnt
wie folgt:
*“Menschliches Handeln ist begleitet von Gefühlen. Sie gehören zum Alltag und
der Umgang mit ihnen will gelernt sein. Genauso wie ein Kind lernen muss auf zwei
Beinen zu stehen, eine Tasse festzuhalten oder einen Satz zu sagen, so muss ein
Kind auch lernen, mit Gefühlen umzugehen. Es gibt drei wesentliche Fähigkeiten,
die ein Kind erwirbt.
Ziele für das Bildungs- und Entwicklungsfeld „Gefühl und Mitgefühl“
· Kinder entwickeln ein Bewusstsein für die eigenen Gefühle.
· Kinder lernen angemessen mit den eigenen Emotionen umzugehen.
· Kinder eignen sich Einfühlungsvermögen und Mitgefühl gegenüber Mensch, Tier
und Natur an.
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Diese Ziele sind Schwerpunkte in unserer alltäglichen pädagogischen Arbeit.
Kinder lernen diese Fähigkeiten nur im Umgang und im Spiel mit Anderen. Und
dies geschieht im Kindergartenalltag, indem die Kinder sich gegenseitig trösten,
helfen, zuhören, Frustrationen ertragen (z. B. beim Verlieren eines
Gesellschaftsspiels), Konflikte lösen, usw. In Kinderbesprechungen oder bei der
Kinderkonferenz werden sie angeregt, über Situationen zu sprechen, in denen sie
Trauer, Ärger, Wut oder große Freude erlebten. Auch durch Rollenspiele und
Bilderbuchbetrachtungen, die Gefühle und Situationen ansprechen, helfen wir
ihnen, mit ihren Gefühlen und mit anderen Kindern umzugehen.
Eine große Rolle in diesem Bildungs- und Entwicklungsfeld nehmen wir als
Erzieherinnen ein. Wir leben vor, wie man angemessen mit seinen Gefühlen, mit
anderen Kindern, mit der Natur und auch mit Tieren umgeht. Wie in allen
Bereichen spielt die Vorbildfunktion eine große Rolle. Uns ist es wichtig, dass sie
in der Gruppe eine vertrauensvolle Atmosphäre erfahren, in denen sie ihre
Ängste, Sorgen, Trauer, Freude und ihren Ärger mitteilen können und ihnen
Vertrauen und Wertschätzung gegenüber ihren Gefühlen entgegen gebracht
wird.
Bildungs- und Entwicklungsfeld: Sinn, Werte, Religion
„Alles ist sinnlos“ - „Jugend ohne Gott“ - „in unserer Gesellschaft gehen die
Werte verloren“. Dies alles sind Schlagworte und Aussprüche, die uns immer
wieder zu Ohren kommen. Im Orientierungsplan hat auch das Bildungs- und
Entwicklungsfeld Sinn, Werte und Religion seinen Platz gefunden. Denn Kinder
brauchen „einen Sinnhorizont und ein Wertegefüge, um ihre Lebenswelt
strukturieren und ihrem Handeln nachhaltig Orientierung geben zu können.
Durch Angebote und Aktivitäten gelingt uns die Umsetzung dieses
Bildungsfeldes. Sicherlich ist dieser Bereich sehr stark mit unserer eigenen
Tradition verknüpft und wir können nur unser eigenes (persönliches)
Wertesystem, hinter dem wir ehrlich und glaubhaft stehen, an die Kinder
weitergeben. Wir lassen den Kindern genügend Raum für eigene Gedanken und
Meinungen.
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Es ist uns im Kindergarten wichtig, dass wir den Kindern unsere christliche
Tradition näher bringen. Dazu gehört das Kennenlernen von biblischen
Geschichten, religiösen Beschäftigungen, das Teilnehmen an Gottesdiensten und
das Vorbereiten und Feiern von christlichen Festen.
Darüber hinaus ergeben sich im alltäglichen Miteinander unzählige Situationen, in
denen die Kinder lernen, Rücksicht zu nehmen, anderen zu helfen, Konflikte zu
lösen oder auch zu verzeihen. Anhand dieser kleinen Auswahl an sozialen
Verhaltensweisen wird bereits deutlich, dass ohne sie ein harmonisches
Zusammenleben nicht denkbar wäre.
„Lasst uns aufeinander achten und uns zur
Liebe und zu guten Taten anspornen.“
(Brief an die Hebräer 10,24)
Wir sind sicher, dass unsere Konzeption diesem Qualitätsstandard im Rahmen
der gegebenen Möglichkeiten gerecht wird.
5. Die Regeln
Um ein harmonisches Miteinander zu schaffen bedarf es fester Regeln.
Sie sind für uns eine Richtlinie, an der wir uns orientieren können.
Wir vertreten die Ansicht, dass Kinder Grenzen brauchen. Denn sie schaffen
den Raum, in dem sich Potentiale frei von ständigen Auseinandersetzungen
entfalten können.
Selbstverständlich müssen auch wir uns an die Regeln halten!
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D. Der Kindergarten im Jahreskreis
Wir erleben die Welt im Wandel und im Rhythmus der Jahreszeiten.
Auch unsere kleine Welt Kindergarten hat in gewisser Weise seinen eigenen
Rhythmus und die damit verbundenen Rituale.
Sie geben den Kindern Orientierung, Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen.
Auch die Eltern, werden nach einiger Zeit sehen, dass unsere immer
wiederkehrenden Eckpunkte ihren organisatorischen Alltag erleichtern.
1. Der Tagesablauf
Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ist es für alle Beteiligten optimal, wenn
Ihr Kind bis spätestens 9. 00 Uhr im Kindergarten ist.
Jeder Kindergartentag beinhaltet das Freispiel und das gemeinsame Vesper.
Ihr Kind kann sich dann bis ca. 9.30 Uhr dem „freien Spiel“ widmen oder an
einem Projekt arbeiten.
Das Ende dieser Zeit wird mit einer Spieluhr signalisiert und das Aufräumen
beginnt.
Danach gibt es gemeinsames Vesper für die Kinder.
Beim Vesper am Vormittag steht eine gesunde Ernährung im Vordergrund.
„Gesunde Ernährung“ ist ein Begriff, zu dem jeder seine eigene Philosophie hat.
Wir haben versucht, einen Kompromiss zu finden.
Die Kinder können am Vormittag Obst, Gemüse, Joghurt, Käse-, Wurst-,
Marmelade-, oder Honigbrot mitbringen. Zum Trinken gibt es leicht gesüßten
Tee oder Mineralwasser. Nachmittags dürfen es auch Kuchen und Kekse sein.
Schokolade, Bonbons, oder Kaugummi bleiben zu Hause.
Nach dem Vesper finden Beschäftigungen mit der ganzen Gruppe oder in
Kleingruppen statt.
Wenn es sich anbietet, dürfen die Kinder in demokratischer Abstimmung ihr
Programm selber gestalten.
Es steht währenddessen immer ein Getränk bereit.
Wir versuchen so oft wie möglich in den Garten zu gehen, wobei wir das an den
heißen Sommertagen aus gesundheitlichen Gründen gerade andersrum
handhaben.
Bevor wir zu den Eltern gehen spricht ein Kind das Segensgebet: “Gott segne uns
und Gott behüte uns.“
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2. Der Wochenablauf
Darüber hinaus hat jeder Wochentag einen speziellen „Programmpunkt“
2.1. Montag: Waldtag/ Forschertag
Ihr Kind sollte immer dem Wetter entsprechend gekleidet sein. Es versteht sich
von selbst, dass die Kleidung auch schmutzig werden darf.
Eine Matschhose und Gummistiefel (beides mit Namen beschriftet) deponieren
wir gern für Ihr Kind im Kindergarten.
Im Sommer ziehen Sie Ihrem Kind zum Schutz vor Zecken auf jeden Fall eine
lange Hose und Socken an.
Sonnen- bzw. Zeckenschutzmittel können Sie ebenfalls bei uns lassen. Bitte mit
Namen versehen.
Wir dürfen Ihr Kind allerdings nur dann damit einreiben, wenn Sie dazu unser
Formblatt ausfüllen.
2.2. Dienstag und Mittwoch
An diesen Tagen finden thematische Beschäftigungen / Projekte statt.
2.3. Donnerstag
Das ist unser Turntag im TSG (siehe Merkblatt)
2.5. Freitag
Um ca. 9.00 Uhr beginnt das Flöten für die Smartys (Vorschulkinder).
Im Anschluss daran wird aufgeräumt.
Immer am ersten Freitag des Monats, findet eine besondere Art des Vesperns
statt bei dem mehr Zeit benötigt wird.
Die Kinder nennen diesen Tag „Teile-Tag“.
Mit dem Vesper der Kinder wird ein kleines, ansprechendes Buffet angerichtet,
sortiert nach Gemüse, Obst, usw.
Bei neuen Kindern berücksichtigen wir selbstverständlich, dass sie sich von
ihrem eigenen Vesper noch nicht trennen können, bzw. wir rufen sie zuerst auf.
Gleichzeitig achten wir darauf, dass besondere Ernährungsgewohnheiten (z.B.
Allergien oder religiösen Hintergründen) von den Kindern eingehalten werden.
Bevor wir ins Wochenende hineingehen, beten wir zusammen das Segensgebet.
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Tägliches Mittagessen:
Da wir das Essen von außerhalb beziehen, ist es notwendig, dass Sie Ihr Kind
immer 2 Woche davor, im Speiseplan der am Schwarzen Brett hängt zum Essen
an melden. Bei nicht Abmeldung bis 8 Uhr, muss das Essen bezahlt werden.
Es besteht auch die Möglichkeit Ihrem Kind ein Zweites Versper mitzugeben.
Um ca. 12.30 Uhr gibt es Mittagessen. Dazu gibt es Apfelsaftschorle/
Mineralwasser.
Bitte geben Sie uns bescheid, wenn Sie Ihr Kind schon um 12.30 Uhr
abholen.
3. Der Monatsablauf
Drei zusätzliche Aktionen finden jeden Monat statt:
3.1. Das Spielzeugfest
Dieses Fest findet immer am ersten Dienstag im Monat statt.
Zu diesem Anlass dürfen die Kinder ein Spielzeug von sich zu Hause mitbringen
und dann natürlich damit während des Freispiels spielen.
Im Übrigen, - Bücher und Kassetten, oder Dinge, die das aktuelle Thema
betreffen dürfen die Kinder immer mitbringen, allerdings ist das pro Tag auf
eine Sache beschränkt und sollte mit Namen versehen sein.
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3.2. Der Spielenachmittag
Sie können mit Ihrem Kind den ganzen Nachmittag im Kindergarten verbringen.
Erst ist Spielzeit und zum Schluss sitzen wir alle an der Tafel zum
Kaffeetrinken zusammen.
Zu diesem Nachmittagsbuffet bringt jeder etwas zum Essen und zum Trinken,
sowie Tassen und Teller mit.
Wenn Verwandte oder Freunde der Familie neugierig auf unseren Kiga sind, dann
können sie diese Gelegenheit nutzen, um uns kennen zu lernen.
4. Der Jahresablauf
Damit Sie das Kindergartengeschehen optimal in Ihren Alltag integrieren
können, bekommen Sie zusätzlich zum Elternbrief eine halbjährliche
Vorausplanung von uns.
Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick davon, was Sie und Ihr Kind bei uns
während der Kindergartenzeit an zusätzlichen Aktionen erwartet:
- Elternabende
- Seniorenkränzle
- Flohmarkt
- Erntedankfeier
- St. Martinsfest als Gemeindefest
- Bastelangebote für Eltern mit/ ohne Kinder
- Nikolausfeier
- Weihnachtsfeier
- Faschingsfeier
- Osterfeier
- Oma-Opa-Spielenachmittag
- Muttertagsfeier/ Vatertagsfeier
- Sommerfest
-Ausflüge
Weiterhin gibt es im Kindergartenjahr mehrere Gottesdienste, die zusammen
mit den anderen beiden Kindergärten gestaltet werden.
5. Die Geburtstagsfeier
Zum Feiern darf das Kind mitbringen, was es will.
Das kann Kuchen, Eis, Pizza, Würstchen sein, - was das Herz begehrt.
Kleine Mitbringsel anderer Art für die Kinder lehnen wir ab.
Nur der, der Geburtstag hat bekommt etwas geschenkt und schließlich hat jeder
irgendwann einmal Geburtstag!
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E. Viele, viele bunte Smartys –Das letzte Jahr im Kindergarten
Dieser Zeitraum wird allgemein gerne als „Vorschulerziehung“ bezeichnet.
Dieser Begriff ist allerdings ein wenig irreführend, denn er bezieht sich genau
genommen auf die Zeit vor der Schule, und das ist von 0-6 Jahren.
Für den Kindergarten bedeutet das, dass wir während der ganzen
Kindergartenzeit Ihres Kindes kontinuierlich „Vorschulerziehung“ machen.
Deshalb wird ein Kind im letzten Kindergartenjahr nicht Vorschüler genannt,
sondern ein „Smarty“, was soviel bedeutet wie – klug, clever, schlau -!
Im letzten Kindergartenjahr wird Ihr Kind mit verschiedenen Aktionen auf
seinen neuen Lebensabschnitt „Schule“ vorbereitet. Die verschiedenen
Bildungsbereiche werden vertieft und erweitert. Auf die Arbeitshaltung, die für
den Lernerfolg maßgebend ist, legen wir einen besonderen Schwerpunkt.
Wir setzen einen wesentlich höheren Maßstab an, was die Zuverlässigkeit, die
Verantwortlichkeit, und das korrekte Erledigen der Aufgaben betrifft.
1.Die Aufgaben während der Woche
Die Kinder haben in ihrem letzten Kindergartenjahr außerdem spezielle
Aufgaben während des Kindergartenalltags.
Dazu gehören:
- Vorauslaufen
} Die erledigte Aufgabe darf das Kind
- Türsteher
} mit einem farbigen Klebepunkt auf der dafür
- Tische abwischen } vorgesehenen Liste dokumentieren.
- Telefondienst (die Reihenfolge wird durch das selbständige Weiterhängen des
Telefonschildes geregelt)
- Anziehen helfen in der Garderobe
2. Der Beobachtungsbogen
Wir haben einen speziellen Beobachtungsbogen entwickelt.
Mit Hilfe dieses Bogens dokumentieren wir jedes Kind nach jedem Smarty –
Treff und nach bestimmten Kriterien.
Wir können damit die Entwicklungsschritte ihres Kindes noch genauer verfolgen
und Stärken schneller erkennen, genauso natürlich eventuell seinen Schwächen.
Falls ein Smarty auch einmal außerhalb unseres Treffens ein Arbeitsblatt
machen will, so steht ihm dafür ein spezieller Arbeitsbereich mit verschiedenen
Utensilien zur Verfügung. (s. Kopie: Unsere Ziele im letzten Kindergartenjahr)
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F. Wir setzen Schwerpunkte
1. „Hand in Hand in die Zukunft“
Wenn es uns gelingt, die Gegenwart gemeinsam zu gestalten, dann gehen wir
Hand in Hand in eine Zukunft, von der wir uns eine ganzheitliche Lebensqualität
erhoffen können.
Aus dieser Überzeugung heraus ist es klar, dass wir den sozialen Bereich des
Menschen sehr hoch einstufen.
Alle Dinge, die wir damit verbinden und die uns zur Verfügung stehenden Mittel,
um diesen Bereich bei den Kindern sensibel zu machen, ziehen sich wie ein roter
Faden durch den Kindergartenalltag.
Es ist der Bereich, der immer dabei ist, egal wo im Tagesablauf wir uns gerade
befinden.
Wir legen sehr viel Wert darauf, die damit verbundenen Lebensqualitäten
erfahrbar und spürbar zu machen.
All unsere Fähigkeiten können diesem Lebensprinzip dienen.
G. Die Tür steht offen – Unsere Kooperationspartner
1. Die Kooperation mit den Eltern
1.1 Entwicklungsgespräch
Einmal im Jahr bieten wir aufgrund eines Beobachtungsbogens ein so genanntes
„Entwicklungsgespräch“ an.
In diesem Gespräch erfahren Sie, wie sich Ihr Kind im Laufe der Zeit bei uns
entwickelt hat, in welchem Bereich es seine Stärken hat, und wo es gilt
Schwächen zu lindern.
In so einem Fall versuchen wir gemeinsam:
a) wenn möglich Ursachen für das Verhalten zu finden
b) Lösungen zu entwickeln.
Eine Verbesserung von Schwächen oder eine Veränderung von Verhaltensweisen
beim Kind lassen sich oft erst dann realisieren, wenn auch Sie als Eltern, und wir
als Erzieherinnen unser Verhalten ändern.
Das zeigt, wie wichtig es ist, dass Sie und wir gut zusammenarbeiten!
Informationsnachmittage vor Beginn der Kindergartenzeit und zum letzten
Kindergartenjahr machen unsere Arbeit transparent und verständlich.
Die Hospitation ist eine weitere Möglichkeit für Sie, mehr Einblick in die Praxis
des Kindergartenalltags zu bekommen.
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Die verschiedenen Aktionen innerhalb des Jahreskreises (s. B: Spielenachmittag,
Elternabende, Flohmarkt, u.a. und die Feiern) so wie die Eingewöhnungsphase
sind Säulen für eine gute Basis hinsichtlich unserer Zielsetzung.
Doch unser größtes Anliegen ist es, mit Ihnen im Gespräch zu bleiben.
Ihre Fragen, Ihre Anregungen, Ihre Kritik, einfach alles, was Sie auf dem
Herzen haben sind für uns von größtem Interesse.
Wenn Sie ein größeres Anliegen an uns haben, dann machen wir einen
Gesprächstermin aus.
Die Kinder bleiben diesem Gespräch fern.
Dann haben wir die erforderliche Zeit und die nötige Ruhe, um die Dinge
besprechen zu können.
Es werden keine Probleme vor dem Kind besprochen, das Kind wird sonst in
seiner Würde verletzt.
Für Fragen und Anregungen, aber auch Lob und Kritik,
haben wir jederzeit ein offenes Ohr.
2. Die Kooperation mit dem Elternbeirat
Im Kindergarten wird ein Elternbeirat gewählt. Sie unterstützen die Arbeit der
Erzieherinnen und stellen Kontakt zum Elternhaus her.
(Kindergartengesetz§5.1)
-Elternvertretersitzungen
-Planung und Organisation von Festen
-Informationsaustausch
-ein Elternvertreter ist Mitglied im Kindergartenausschuss
3. Die Kooperation mit dem Träger
Der Kindergartenausschuss ist sozusagen das Bindeglied zwischen Kindergarten
und Träger.
Der Kindergartenausschuss besteht aus folgenden Mitgliedern:
- die Vorsitzenden: Sie sind Mitglieder des Kirchengemeinderates
- die Leiterinnen der drei Kindergärten
- die Gruppenleiterinnen der Kindergärten
- die Elternbeiratsvorsitzenden der drei Kindergärten
Der Ausschuss trifft sich mehrere Male im Kindergartenjahr.
Die Tagesordnungspunkte betreffen u. a. die Regelung der Schließungstage, die
Aufnahme neuer Kinder.
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4. Seniorennachmittag
Ungefähr 2-3 mal im Jahr laden wir alle Senioren vom Roten Berg zu einem
Seniorennachmittag in unsere Einrichtung ein!
Die Kinder gestalten diesen Nachmittag mit einem kleinen Programm.
Mal ein Tanz oder ein kleines Theaterstück (Rollenspiel)! Die Senioren werden an
diesem Nachmittag von den Kindern bedient, sie haben sehr große Freude daran
den Gästen Kaffee und Kuchen an die Tische zu bringen!
An diesem Tag ist die Mithilfe der Eltern zur Vorbereitung gefragt.
5. Ferner kooperieren wir mit:
1. allen Söflinger Kindergärten
2. mit dem Landesverband kath. Kindertagesstätten
3. der Schule
4. der TSG Söflingen
5. dem Gesundheitsamt
6. Sozial/ Jugendamt und anderen Beratungsstellen
7. Logopäden
8. auf Wunsch mit dem Kinderarzt oder anderen Fachstellen
H. Schlusswort
Die Familie ist für das Kind seine Welt und damit sein Maßstab aller Dinge.
Deshalb fühlt sich Ihr Kind erst dann wohl bei uns, wenn sie sich als Eltern bei
uns wohl fühlen.
Eine gute und vor allem offene Zusammenarbeit, die zur Zufriedenheit von
Ihrem Kind, Ihnen und uns Erzieherinnen beiträgt ist deshalb ein wichtiges Ziel
in unserer Einrichtung.
Deshalb heißen wir sie bei uns herzlich willkommen!
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I. Quellenangabe
1. Orientierungsplan vom Beltz Verlag
2. Bibel (Brief an die Hebräer 10,24 und Markusevangelium:Mk 10,13-16)
3. Die erste Woche im Kindergarten
4. Merkblatt vom Kindergarten Mariengarten
5. Rottenburger Kindergarten Plan
6. KTK Gütesiegel
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