Das kleine 1x1 der Kommunikation

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Das kleine 1x1 der Kommunikation
Kommunikation ist Verständigung untereinander
Wahr ist nicht, was man sagt. Wahr ist, was der andere hört!
Wenn Menschen miteinander reden, tauchen immer vier Seiten auf (= 4-Ohren-Modell):
Selbstmitteilungsseite (was ich von mir selbst mitteile)
Beziehungsseite (wie ich zu anderen stehe)
Sachseite (worüber ich informieren will)
Appellseite (welche Erwartungen / Wünsche ich habe)
Eine Geste sagt oft mehr als hundert Worte.
Denken Sie daran:
Man kann nicht nicht kommunizieren. Auch Schweigen enthält Informationen. Jede
Kommunikation hat Inhalts- und Beziehungsaspekte, letztere bestimmen den ersteren. (P. Watzlawick)
Kommunikation ist immer Mitteilung an jemanden, aber nicht Veränderung des
Gesprächsgegenübers.
„Jetzt habe ich mich so klar ausgedrückt – und der andere tut nicht, was ich will!“
Aktives Zuhören / Mitschwingen / Empathie
ist eine stabile Basis für zwischenmenschliche Beziehungen und erfolgreiche Kooperation
Beispiele für empathische Antworten:
Schüler/in wirft voller Wut ein Arbeitsblatt auf den Boden. Lehrer/in: Na, wohl heute nicht dein
Tag, was?
Lehrer/in: Die 3a hat mich wieder viel Kraft gekostet. Kollege/in: Die sind aber auch wirklich
anstrengend, so mitten in der Pubertät.
Durch aktives Zuhören erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Gesagtes und Gehörtes sich
annähern! Um sicherzugehen, ob ich den anderen verstanden habe, frage ich nach / wiederhole ich:
A: Ich höre heraus, dass du …
B: Nein, ich meinte es anders, nämlich,…
A: Ich bin mir nicht sicher, ob du … B: Ich erkläre es noch einmal …
In der Sprache bei sich bleiben
ICH-Botschaften
Ich interpretiere und bewerte nicht allgemein, sondern teile mit, wie etwas auf mich wirkt:
Diese Vorgehensweise empfinde ich als … „Ich sehe das so, nämlich,…..“
„Für mich ist Folgendes ziemlich unverständlich, …“
Statt vorwurfsvoll zu Duzen: Du redest zu viel, Dauernd machst du…….
Ich sagen – Stellung beziehen – Verantwortung für mein Gesagtes übernehmen
Und sich nicht hinter „Man soll ..“ oder „Wir müssen …“ verstecken.
Das „Wir“ vereinnahmt den anderen, deshalb statt:
Wir sollten uns darüber unterhalten!
besser: Ich möchte mit euch / dir unbedingt darüber reden.
Was ich mitteile, spreche ich klar aus.
Je klarer jemand versteht, was ich von ihm erwarte, desto besser kann er die Erwartungen erfüllen.
Ich bin für mein Senden, aber nicht für das Ankommen verantwortlich.
Nicht so viele Appelle!
Wir haben von Kindheit an gelernt uns über Appelle zu artikulieren. Jeder Appell löst aber beim
Empfänger ein inneres Zusammenzucken aus.
Beispiele für Appell-Antworten:
Schüler: Mir geht´s gar nicht gut! Lehrer/in: Hättest du nicht …, Dann nimm doch, ….
Lehrer/in: Also, die 4b hat heute wieder…. Kollege/in: Dann musst du halt …..
Selbst-Mitteilungen sind annehmbarer als häufige Appelle und fördern die Selbständigkeit.
Probleme bereinigen
Bei Unklarheiten, Missverständnissen, Konflikten, wenn es mulmig wird, ziehen sich manche
Gesprächspartner zurück und brechen den Dialog ab – so werden Probleme vertagt!
Besser: STOPP! In einer Phase der Beruhigung im Nachhinein miteinander klären:
Was mir nach wie vor wirklich wichtig ist, ….
Was mich so in Rage gebracht hat, ….
Ich fühle mich von dir manchmal übergangen ….
Bei aller Unterschiedlichkeit: Suchen wir Berührungspunkte!
Jede Person muss erkennen, dass ihre Meinung nicht die einzig richtige ist.
Konkurrenz und Rivalität sind z.B. in einem Team fehl am Platz – Kooperation ist gefragt!
Umgang mit „Widerständlern“ und „Schwierigen“
 Widerständler ist immer derjenige, der nicht will und tut, was ich will.
 Ich kann den „Schwierigen“ nicht ändern (Das muss er schon selbst tun). Aber ich kann
Bedingungen schaffen, dass er sich ändern kann.
 Wer einen anderen als schwierig einschätzt, sagt auch über sich selbst etwas aus.
 Von wem ich mich beschimpfen / ärgern lasse, bestimme ich.
 „Ich bin überhaupt nicht Ihrer Meinung, aber ich werde alles tun, damit Sie sie sagen
können.“ (Voltaire)
Widerstand wahrnehmen und die eigentliche Botschaft heraushören, Gespräche führen und damit
rechnen, dass sich Widerständler vielleicht weiterhin verweigern, zurückziehen, abschätzig reden.
Optimal kommunizieren heißt…
Das Selbstwertgefühl des anderen achten - die Bedürfnisse des anderen nicht missachten
Zwischenmenschliches verstehen (Wahr ist nicht ,was man sagt. Wahr ist, was der andere hört!
Auf Abwehrmanöver des anderen nicht mit Abwehrmanöver seinerseits zu reagieren
Missverständnisse vermeiden - Rückfragen vornehmen (Im Zweifelsfall gar nichts sagen, lieber erst
einmal etwas fragen.)
Lerne alles, was du kannst, über die Verbesserung der Kommunikation.
Aber:
Wenn du einem anderen gegenübersitzt, vergiss die Theorie.
Stell dich auf den Menschen ein, nicht auf die Nachricht.
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