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Minghui Einblicke
Minghui.de
• 2. Ausgabe •
April 2006
Inhaltsverzeichnis
Nachrichten und Veranstaltungen aus aller Welt.............................................................. 1
FDI: Die Aufdeckung löste in chinesischen Krankenhäusern einen akuten Anstieg des
Tötens aus; die Körper von Falun Gong-Praktizierenden werden für ihre Organe
zerstückelt ................................................................................................................................. 2
Australien: Bo Xilai besucht Australien und wird wegen Folter angeklagt ...................... 5
Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle .......................................................................... 8
Frau Liu Jizhi und ihre Tochter wurden von der Staatssicherheit Peking und der
Polizeibehörde der Provinz Hebei gewaltsam entführt ...................................................... 9
Der Falun Gong-Übende Zheng Yongguang kam wegen den Folterungen im
Arbeitslager ums Leben ........................................................................................................ 12
Beamte der Guangdonger Polizei entführten die Töchter von Jiang Hanquan und
halten sie als Geisel ............................................................................................................... 14
Wie Falun Gong-Übende im Mudanjian Gefängnis verfolgt werden .............................. 15
Menschen erkennen die Wahrheit ....................................................................................... 17
Meine chinesischen Freunde weinten, als sie von den Konzentrationslagern hörten 18
Das Geständnis eines Direktors des „Büro 610“ ............................................................... 20
Stimmen der Gerechtigkeit.................................................................................................... 21
Türkei: Das Menschenrechtsuntersuchungskomitee der Großen
Nationalversammlung der Türkei verurteilt die Verbrechen des Kommunistischen
Regimes in China ................................................................................................................... 22
Medienberichte und öffentliche Meinung .......................................................................... 23
AFP: Die Vereinigten Staaten drängen China auf eine Untersuchung der Klage
bezüglich der „Organ-Ernte“ bei Falun Gong-Praktizierenden ....................................... 24
Reuters: U.N. Gesandter untersucht Behauptungen über die Folter von Falun Gong
Übenden .................................................................................................................................. 26
New Zealand Herald: Falun Gong steht im Brennpunkt der Medien ............................. 27
Persönliche Erfahrungen der Falun-Gong Praktizierenden ......................................... 29
Durch das Praktizieren von Falun Gong gewann ich an der Schwelle zum Tode mein
Leben zurück........................................................................................................................... 30
Glossar........................................................................................................................................ 32
Nachrichten und Veranstaltungen aus aller Welt
Nachrichten und Veranstaltungen aus aller Welt
Minghui Einblicke • 2. Ausgabe • April 2006
1
Nachrichten und Veranstaltungen aus aller Welt
FDI: Die Aufdeckung löste in chinesischen Krankenhäusern einen
akuten Anstieg des Tötens aus; die Körper von Falun GongPraktizierenden werden wegen ihrer Organe zerstückelt
NEW YORK (Falun Dafa-Informationszentrum) – Geheime Ermittler gaben heute
bekannt, dass die Beamten in China als Reaktion auf die öffentliche Aufdeckung jetzt
mit einer massiven und tödlichen Kampagne begonnen hätten, um Beweise in den
Konzentrationslagern, in denen Falun Dafa-Praktizierende eingesperrt sind, zu
beseitigen. In diesen Lagern werden Falun Dafa-Praktizierende getötet, nachdem ihre
Organe zum Verkauf entnommen wurden. Die Situation ist in einem äußerst
alarmierenden Maß eskaliert.
Die Ermittler berichteten heute, dass die Krankenhäuser in mindestens acht
chinesischen Provinzen Mehrarbeit leisten würden, um eine große Anzahl an
Operationen durchzuführen. Den Inhaftierten werden die Organe entnommen, um
auf diesem Weg noch von den Körpern der derzeit eingesperrten Falun GongPraktizierenden zu profitieren. Nach der Operation werden die Opfer getötet und ihre
Körper eingeäschert oder zu anderen versteckten Örtlichkeiten gebracht.
Die „Orgie der Organ-Ernte“ scheint eine direkte Folge der neuesten Gesetzgebung in
China zu sein, die den Titel „Einstweilige Regelung der menschlichen
Organtransplantationspraktik“ trägt und am 28. März vom chinesischen
Gesundheitsministerium bekannt gegeben wurde. Diese verbietet gesetzlich zumindest in der Theorie - die erzwungene Organentnahme. Dieses Gesetz tritt nicht
vor dem 1. Juli in Kraft, was den profitgierigen Beamten ein dreimonatiges Fenster für
die maßlose Inbesitznahme von Organen bietet. Diese neue Gesetzgebung erfolgte - so
das Informationszentrum - kurz nach der Enthüllung eines solchen
Konzentrationslagers für Falun Gong-Praktizierende im Bezirk Sujiatun der Stadt
Shenyang am 6. März (news / deutsch). In der Vergangenheit ergriff China nie solche
Maßnahmen, selbst dann nicht, als Zeugen vor dem Kongress der Vereinigten Staaten
genau über den heimlichen Organhandel Chinas berichteten.
Der gesamte Bewegungsablauf ist eindeutig: 1) Die Lager sind entdeckt; 2) die
chinesischen kommunistischen Beamten geraten in Panik und diskutieren, was
zu tun ist (drei Wochen lang); 3) massive Bemühungen zur Vertuschung setzen
ein, einschließlich des umfassenden Bestreitens und der kosmetischen
Gesetzgebungen; 4) bevor die Gesetzgebung in Kraft tritt, beginnt der Wahnsinn,
Körperteile profitabel zu verkaufen.
„Was wir in China beobachten, ist eine systematische Vertuschung, und zwar eine, in
der Falun Dafa-Praktizierende – anscheinend Zehntausende – entweder mit erhöhter
Geschwindigkeit für ihre Organe getötet oder in andere Lager oder Einrichtungen
verlegt werden, um Beweise zu vernichten“, sagte Herr Erping Zhang, der Sprecher des
Informationszentrums. „Wir sind aufgrund der Berichte von Massentötungen zutiefst
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Nachrichten und Veranstaltungen aus aller Welt
besorgt und haben unglücklicherweise jeden Grund, den gemachten Aussagen
Glauben zu schenken.“
„Bedauerlicherweise scheint es, dass Chinas Regime viel schneller in dieser
Angelegenheit handelt als die Presse, die Regierungen und die mit der
Untersuchung befassten Organisationen im Westen. SARS zeigte uns, wie weit
die Machthaber Chinas gehen, um zu vertuschen und das Gesicht zu wahren und
in diesem Fall ist der Einsatz für sie unendlich höher“, stellte Zhang fest.
Laut den Ermittlern leisten die Krankenhäuser und die Transplantationszentren in
Heilongjiang, Hunan, Shanghai, Zhejiang, Yunnan, Anhui, Shan`xi und Xinjiang
Überstunden, um Zwangstransplantationen durchzuführen. Die Mitarbeiter der
Krankenhäuser berichteten den geheimen Ermittlern, dass interessierte Patienten sich
schnell melden sollten, wenn sie ein Transplantat wollten. Die Mitarbeiter fügten hinzu,
dass sie ein passendes Organ in weniger als ein oder zwei Tagen finden könnten. Unter
normalen Umständen - wie beispielsweise in den Vereinigten Staaten – beträgt die
Wartezeit üblicherweise zwei Jahre. Ein Krankenhausmitarbeiter bemerkte, dass es
schwierig sein würde, eine Transplantation so rasch zu arrangieren, „nachdem dieser
Schub an Organen verbraucht ist“.
Die in der letzten Woche verlautbarte Bemerkung eines Arztes aus der Provinz
Shandong, der von einem geheimen Ermittler der Weltorganisation zur Untersuchung
der Verfolgung von Falun Gong angerufen wurde, erhärtet dieses Bild. Der Ermittler
sagte: „Ich möchte eine Niere von einem, der Falun Gong praktiziert und völlig
gesund ist“. Darauf erwiderte der Arzt: „Wir werden im April ganz bestimmt eine
Menge solcher Lieferanten haben.“ Nach dem Grund befragt, antwortete er: „Ich kann
Ihnen das nicht sagen, denn das umfasst … wie auch immer, darauf brauchen wir nicht
näher einzugehen. Ich kann Ihnen gegenüber nicht näher darauf eingehen.“
„Lassen Sie uns ganz klar darüber sein, was hier passiert”, sagte Herr Zhang heute.
„Falun Dafa-Praktizierende werden zerstückelt und getötet, um ein Angebot an
gewinnbringenden Organen bereitzustellen. Die internationale Gemeinschaft muss
handeln und sie muss jetzt handeln. Wenn wir etwas von den Völkermorden des
20sten Jahrhunderts gelernt haben, dann ist es Folgendes: Damit sich
entsetzliche Tragödien ereignen können, benötigt es vor allem Stillschweigen
und Verzögerungen von jenen, die zusehen.“
In den letzten Monaten ist eine Fülle von Informationen rund um die Lager in China
aufgetaucht, wobei drei Zeugen aus China grausige Details aufdeckten. Die
Informanten sind bislang ein Journalist aus China, eine Krankenhausmitarbeiterin aus
Sujiatun, deren Mann die oben erwähnten Operationen an lebenden Gefangenen
durchführte, und ein Militärarzt aus der Militärzone Shenyang. Letzterer erklärte, dass
Sujiatun nur eine von 36 ähnlicher Einrichtungen in ganz China sei, und berichtete,
dass die Anzahl der Häftlinge in Sujiatun – alles Falun Gong-Anhänger – Anfang 2005
die Spitze von 10 000 erreicht hätte.
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Nachrichten und Veranstaltungen aus aller Welt
Von dem größten dieser Lager in ganz China, mit dem Decknamen “672-S“, wird
behauptet, dass dort über 120 000 Menschen eingesperrt seien. Unter ihnen befinden
sich Falun Dafa-Praktizierende und andere politische Häftlinge. „Falun DafaPraktizierende … werden nicht länger als Lebewesen betrachtet, sondern als
Rohmaterial für kommerzielle Produkte“, berichtete der Militärarzt der Zeitung The
Epoch Times und fügte hinzu: „Der Zentralausschuss der Kommunistischen Partei
Chinas beschloss, Falun Dafa-Praktizierende als `Klassenfeinde` zu betrachten und sie
in jeder erdenklichen Weise zu behandeln, die wirtschaftlich gewinnbringend ist.“
Die derzeitige Runde der Ermittlungen in den Lagern wird von der Koalition zur
Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong in China (KUVFG) geleitet, eine
Bürgergruppe, gegründet vom Falun Dafa-Verein und der Minghui-Webseite, nachdem
die Existenz des Sujiatun-Lagers bekannt wurde.
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Nachrichten und Veranstaltungen aus aller Welt
Australien: Bo Xilai besucht Australien und wird wegen Folter
angeklagt
Der chinesische Handelsminister Bo Xilai, der den chinesischen Premier Wen Jiabao
bei seinem Besuch nach Australien begleitet, wurde in Australien wegen Folter und
Genozid an Falun Gong-Praktizierenden angeklagt. Dies ist ein erneutes
Gerichtsverfahren, das gegen Bo bei seinen Besuchen im Ausland eingeleitet wurde,
nachdem es schon Prozesse gegen ihn in den USA, England, Irland und Russland gab.
Am 31. März 2006 reichte der Falun Gong-Praktizierende Pan Yu eine Klage gegen den
chinesischen Handelsminister Bo Xilai ein. Bo Xilai plant, nach Australien zu kommen.
In der Klage wird Bo Xilai beschuldigt, Verbrechen wie Folter und Genozid begangen zu
haben. Das Oberste Gericht von Sidney akzeptierte öffentlich die Einreichung der Klage
entsprechend des internationalen und australischen Gesetzes und wird die erste
Anhörung am 10. April 2006 abhalten.
Der Angeklagte Bo Xilai hat das Regime unter Jiang Zemin aktiv dabei unterstützt,
Falun Gong-Praktizierende seit dem 20. Juli 1999 zu verfolgen. Als Bürgermeister der
Stadt Dalian, stellvertretender Sekretär des Parteikomitees der Provinz Liaoning und
Gouverneur der Provinz Liaoning besprach und organisierte er in vielen
Versammlungen die Verfolgung von Falun Gong. Als er von Januar 2001 bis Februar
2004 Gouverneur der Provinz Liaoning war, war Bo Xilai aktiv beteiligt an der Planung
und dem Bau großer Gefängniseinrichtungen. Er investierte 1 Milliarde Yuan in den
Wiederaufbau von Gefängnissen in der Provinz. Dem Zwangsarbeitslager in Masanjia,
welches für seine Brutalität und Unbarmherzigkeit bei der Verfolgung von Falun Gong
berüchtigt ist, wurden 500 Millionen Yuan zugeteilt. Die Provinz Liaoning zählt zu den
Provinzen, in der die Verfolgung am schlimmsten betrieben wird. Das erst kürzlich
aufgedeckte geheime Konzentrationslager im Bezirk Sujiatun, Stadt Shenyang in der
Provinz Liaoning, hält zurzeit etwa 6 000 Falun Gong-Praktizierende aus der
nordöstlichen Region von China eingesperrt. Zeugen berichteten, dass es dort eine
große Anzahl von Ärzten und auch ein Krematorium gäbe. Den Falun GongPraktizierenden würden ihre Organe entnommen, während sie noch leben; die
ermordeten Körper würden gleich darauf im Krematorium verbrannt, um alle Beweise zu
vernichten.
Bo Xilai übertrug seinen Untergebenen die Verantwortung für die Verfolgung von Falun
Gong, sodass örtliche Verwaltungen dazu aufgehetzt wurden, Falun GongPraktizierende brutal zu foltern. Die Zahl der Foltertoten unter den Praktizierenden stieg
rasch an. Folglich kann sich Bo Xilai nicht vor seiner Verantwortung bei dieser
Verfolgung drücken.
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Nachrichten und Veranstaltungen aus aller Welt
Der Kläger Pan Yu spricht bei der Pressekonferenz
Der Kläger Pan Yu reiste am 1. Februar 2000 nach Peking, um sich für Falun Gong
einzusetzen, und wurde gewaltsam ins Haftzentrum der Stadt Shenyang gebracht.
Ohne irgendein rechtliches Verfahren verurteilte man ihn zu sechs Monaten. Während
dieser Zeit war er verschiedenen Arten von Folter ausgesetzt. Pan Yu klagte vor dem
Hintergrund seiner persönlichen Erfahrungen Bo Xilai, den Anhänger des Regimes von
Jiang, an. Bo Xilai hat Falun Gong-Praktizierenden und der gesamten Menschheit
gegenüber schwere Verbrechen begangen.
Bo Xilai versuchte natürlich, während seines Besuches in Australien die Falun GongPraktizierenden zu meiden. Die Praktizierenden mussten seinen Gefolgsleuten die
Vorladung des Obersten Gerichts von Sidney übergeben. Obwohl seine Begleiter die
Vorladung auf den Boden warfen, hielt das Gericht fest, dass die Vorladung dem
Angeklagten ausgehändigt worden sei.
Früherer Chirurg am Ersten Krankenhaus, das an
eine medizinische Universität in Liaoning, in der
Provinz Yuan Hong, angeschlossen ist
Der Falun Gong-Praktizierende Yuan Hong war früher Chirurg im Ersten Krankenhaus,
das an die medizinische Universität in der Provinz Liaoning angeschlossen ist. Seiner
Kenntnis nach wurden zum Tode verurteilten Verbrechern Organe zu
Transplantationszwecken entnommen, einschließlich ihrer Herzen, Lungen, der Leber,
Nieren und anderer Organe. Als Arzt, der zehn Jahre lang in einem Krankenhaus in
Shenyang arbeitete, glaubt Yuan Hong, dass die jüngsten Enthüllungen über das
Konzentrationslager in Sujiatun, wo etwa 6 000 Falun Gong-Praktizierende festgehalten
werden und Ärzte ihnen ihre Organe entnehmen, wahr sind. Auch Bo Xilai, früherer
Gouverneur der Provinz Liaoning, muss die Verantwortung für das Todeslager in
Sujiatun übernehmen.
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Nachrichten und Veranstaltungen aus aller Welt
Yuan Hongbing, der frühere Professor für Verfahrensrecht an der Pekinger Universität,
meinte, dass die Klage von Falun Gong gegen Bo Xilai eine rechtschaffene Handlung
sei. China weist tatsächlich einen großen Bereich auf, der von einer Gruppe von
Kriminellen geführt wird, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen. Deshalb ist
die Klage gegen diese Kriminellen nicht nur das Recht von Falun Gong, sondern auch
eine gerechte, legale Handlung, die von der gesamten Menschheit unterstützt werden
sollte.
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Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle
Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle
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Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle
Frau Liu Jizhi und ihre Tochter wurden von der Staatssicherheit
Peking und der Polizeibehörde der Provinz Hebei gewaltsam entführt
Am 7.3.2006 gegen 11:00 Uhr entführten mehr als 10 Personen (in Zivil) mit zwei
Autos, eines von der Staatssicherheit, das andere von der Polizeistation der Provinz
Hebei, Frau Li Jizhi und ihre 19-jährige Tochter vor der Tür der Ausrüstungsbehörde
des Luftwaffen-Forschungsinstituts im Bezirk Haidian in Peking.
Als die Vergewaltigung in Zhuozhou, Provinz Hebei, im November 2005 aufgedeckt
wurde, verschonte das chinesische kommunistische Regime nicht nur den Täter, den
Polizisten He Xuejian und dessen Vorgesetzten. Es setzte zudem noch eine Belohnung
für die Ergreifung des Vergewaltigungsopfers, Frau Liu Jizhi, und die Personen, die
dieses Verbrechen aufgedeckt hatten, aus. Am 23.2.2006 gab es eine Sitzung mit den
führenden Funktionären (auch aus Baoding) in der Stadt Zhuozhou. Dort wurde
entschieden, dass die Opfer Liu Jizhi und Han Yuzhi noch vor der Verurteilung des
Täters He Xuejian verhaftet werden müssten, um sie dann durch Mord zum Schweigen
zu bringen.
So war Liu Jizhi gezwungen, Heim und Hof zu verlassen und obdachlos zu werden.
Unter der großen körperlichen und seelischen Belastung wurde Frau Liu Jizhi wie
geistesabwesend. Um sich um sie zu kümmern, musste ihre Tochter Wei Meiling den
Besuch der Schule unterbrechen. Sie flüchteten gemeinsam und versteckten sich. Liu
Jizhi hatte zu ihrer Sicherheit den Decknamen „Shan Yuzhen“ angenommen.
Die Wäscherei im Luftwaffen-Forschungsinstitut, in der Liu Jizhi und ihre Tochter
arbeiteten.
Zwei Tage nach der
Entführung von Frau Liu
Jizhi und ihrer Tochter
wurde die Wäscherei
geschlossen
Seit dem 16.2.2006 arbeiteten und wohnten Frau Liu Jizhi und ihre Tochter in dieser
Wäscherei im Bezirk Haidian in Peking. Sie arbeiteten täglich acht bis neun Stunden mit
zwei anderen Frauen an einer Bügelmaschine. Dort schliefen und aßen sie auch und
zeigten sich nie außerhalb. Weil ihre Tochter aber einmal das Mobiltelefon benutzte,
konnte die Polizei sie ausfindig machen.
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Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle
Als Liu Jizhi und ihre Tochter am 7.3.2006 gegen 8:00 Uhr ihre Arbeit beendet hatten
und in ihren Aufenthaltsraum gingen, kamen etwa 10 Personen mit zwei Autos an den
Eingang des Luftwaffen-Forschungsinstitutes herangefahren. Ein Augenzeuge
berichtete, dass diese Personen wie hochrangige Beamte ausgesehen hätten und so
erregt waren, als ob sie bald einen starken Gegner vor sich hätten. Vorbeigehende
Passanten spürten deutlich die angespannte Atmosphäre. Sie dachten, dass im Hof der
Luftwaffe sicherlich etwas Ernsthaftes passiert sein müsste. Dem war wirklich so, denn
im Hof wurden alle Mitarbeiter, die nicht aus Peking kamen, vor dem Supermarkt, dem
kleinen Laden, der Telefonzelle und der Wäscherei kontrolliert. Diese Kontrollen führten
zwei Offiziere der Luftwaffe durch.
Gegen 10:00 Uhr kam der Chef der Wäscherei, ein etwa 40-jähriger Mann aus Peking,
mit den beiden Offizieren zum Aufenthaltsraum, in dem die Arbeiterinnen schliefen, und
sagte: “Keine Sorge, wir möchten nur die neu angekommenen Mitarbeiterinnen
registrieren.“ Eine von ihnen sagte: „Sind wir nicht schon registriert?“ Der Chef
antwortete: “Wenn man schon registriert ist, braucht man sich auch nicht mehr
registrieren zu lassen, aber Wei Meiling und ihre Mutter sind noch nicht registriert. Xiao
Wei, hast du einen Personalausweis?“ „Ja“, sagte Wei Meiling. Dann fragte der Chef Liu
Jizhi. Liu Jizhi antwortete: “Ich habe keinen Personalausweis.“ Der Offizier fragte weiter:
“Wie heißt du und woher kommst du?“ Liu Jizhis Antwort lautete: “Ich heiße Shan
Yuzhen und komme aus Hebei.“ Dann mussten die Beiden aufstehen und mitgehen, um
sich registrieren zu lassen. Sie brachten Liu Jizhi und ihre Tochter zur Tür. Frau Liu
Jizhi und ihre Tochter wurden danach nie wieder gesehen.
Der Aufenthaltsraum, in
dem Liu Jizhi und ihre
Tochter geschlafen
hatten.
Gegen 11:00 Uhr beobachtete ein Augenzeuge vor der Tür des Luftwaffen-Gebäudes
Folgendes: Ein junges Mädchen hielt den Arm einer Frau mittleren Alters fest und bat
weinend: “Chef, Herr Zhang, lassen Sie wirklich zu, dass sie meine Mutter fortbringen?“
Der Mann war vor Schreck sprachlos und wusste sich keinen Rat. Schließlich befahl ein
Leiter, die beiden ins Polizeiauto zu bringen. Bevor sie losfuhren, wechselten sie die
Autokennzeichen der Polizeiautos von Shijiazhuang (Provinz Hebei) aus mit einem
Pekinger Kennzeichen. Ein Augenzeuge erzählte: “Sie hatten mehr als 10
Autokennzeichen.“ Die Fußgänger meinten: “Sie setzen so viele Leute und Autos ein,
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Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle
nur um eine Frau festzunehmen. Diese Frau muss wohl eine schlimme Verbrecherin
sein.“
Nach einer halben Stunde kam der Chef zu der Wäscherei zurück. Er hatte solche
Angst, sein Gesicht war ganz bleich. Bestürzt fragte er: “Was ist eigentlich los? Was ist
eigentlich passiert?“ Gegen 13.30 Uhr kamen die beiden Offizieren wieder zurück und
erklärten: “Die beiden Frauen wurden nur weggebracht, weil sie keine Ausweise hatten.
Ihr dürft niemandem sagen, dass die beiden Frauen von hier aus weggebracht wurden.“
Als sie gingen, nahmen sie das Gepäck von Liu Jizhi und ihrer Tochter mit. Nach zwei
Tagen wurde die Wäscherei geschlossen. Man sagte, dass zwei Generäle vom
Luftwaffenhof ebenfalls wegen dieses Vorfalls bestraft worden seien.
Die Adresse des Luftwaffen-Forschungsinstituts:
Anningzhuanglu 11, Peking
Postfach
2861,
Haidian
Qu
Wir bitten alle Mitpraktizierenden und Zeugen, weitere Informationen und
Telefonnummern auszuliefern und diesem Fall weiter nachzugehen. Dieses Verbrechen
muss aufgedeckt werden.
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Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle
Der Falun Gong-Übende Zheng Yongguang kam wegen den
Folterungen im Arbeitslager ums Leben
Herr Zheng Yongguang lebte im Bezirk Shuangyang in Changchun, Provinz Jilin.
Wegen seines Glaubens an Falun Gong hielten die Beamten des kommunistischen
Regimes ihn fünfmal gesetzeswidrig im Gefängnis gefangen und sperrten ihn zweimal
in ein Arbeitslager. Beim ersten Mal im Arbeitslager führten heftige Prügel bei Herrn
Zheng zu einem Milzriss. Die Milz musste operativ entfernt werden. Während der
zweiten Gefangenschaft bekam er Leberzirrhose und Tuberkulose. Er starb am 9. März
2006.
Im Folgenden die Geschichte:
Zheng Yongguang war 44 Jahre alt und hatte für die Shuangyang Ölgesellschaft
gearbeitet. Er fing 1996 an, Falun Gong zu üben. Danach gab er viele schlechte
Gewohnheiten auf und handelte stattdessen nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit,
Barmherzigkeit und Nachsicht und war ein guter Mensch. Herr Zheng half freiwillig an
den Plätzen, an denen die Falun Gong-Übungen praktiziert wurden, und brachte
anderen die Übungen bei. Nach dem 20. Juli 1999 wurde er von den Beamten der
Kommunistischen Partei grausam verfolgt, weil er darauf bestand, Falun Gong zu
kultivieren. Viele Dinge, die während der Verfolgung geschahen und geschehen, liegen
außerhalb unserer Vorstellungskraft, einige Verbrechen sind im Verborgenen geblieben.
Auch Zheng Yongguang hat in den letzten Jahren unter der Verfolgung gelitten.
Im September 1999 bewachten Beamte aus der Gegend zweimal Zheng Yongguangs
Wohnung und verhafteten ihn. Für mehr als einen Monat hielten sie ihn im Shuangyang
Bezirksgefängnis gefangen. Am 13. Dezember 1999 ging er nach Peking, um sich für
Falun Gong einzusetzen. Die lokalen Beamten sperrten ihn für 15 Tage ein.
Im Januar 2000 machte Zheng Yongguang in der Öffentlichkeit die Falun GongÜbungen und wurde deshalb wieder verhaftet und 15 Tage lang eingesperrt. Im März
2000 wurde er wieder verhaftet, 15 Tage unter Arrest gestellt und danach zu einem
Jahr Zwangsarbeit verurteilt. Im Fenjin Arbeitslager folterte man ihn schwer. Im
September 2000 befahlen die Wächter den beiden Insassen Pan Shuqiang und Guo
Huaicheng, Herrn Zheng zu schlagen. Sie schlugen ihn, bis er einen Milzriss bekam.
Viele Falun Gong-Übende trugen wegen der Prügel schwere Verletzungen davon. Die
Wachen fürchteten sich davor, dass die Verbrechen enthüllt werden könnten, und
verboten den Falun Gong-Übenden, ihre Familienangehörigen zu sehen.
Im Juli 2001, als Herr Zheng aus dem Arbeitslager freigelassen wurde, wollte er mit
einem anderen Falun Gong-Übenden in der Öffentlichkeit über Falun Gong und die
Verleumdungen seitens der Regierung aufklären. Weil sie Materialien über Falun Gong
bei sich trugen, wurden sie von der Changchun Polizei verhaftet und für einen Monat in
der Tiebei Strafanstalt gefangen gehalten. Danach schickte man sie zum Xinglongshan
Gehirnwäschezentrum nach Changchun. Zheng Yongguang trat in einen Hungerstreik,
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Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle
um gegen die Verfolgung zu protestieren, und konnte dadurch sicher das
Gehirnwäschezentrum verlassen.
Im März 2002 verhaftete die Polizei von Shuangyang Herrn Zheng wieder, nachdem
einige Falun Gong-Übende sich in das Changchun Kabel TV Netzwerk eingeklinkt
hatten, um Videos über Falun Gong und die Verleumdungskampagnen der Regierung
abspielen zu können. Dieses Mal wurde Herr Zheng drei Jahre lang in der Abteilung 1
im Chaoyanggou Arbeitslager gefangen gehalten, wo er grausame Verfolgung erlitt.
Täglich folterten die Wachen ihn körperlich und seelisch. Dennoch wollte Herr Zheng
seinen Glauben an Falun Gong und Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht nicht
aufgeben. Die Verfolger quälten ihn barbarisch. Z.B. zogen die Wachen und die
Insassen ihn nackt aus und schlugen mit den Stielen von Spitzhacken auf ihn ein, so
dass er mehrmals das Bewusstsein verlor. Die Verfolger schütteten kaltes Wasser über
ihn und fuhren mit den Gewalttätigkeiten fort. Zheng Yongguang konnte nach diesem
Vorfall nicht mehr für sich selbst sorgen.
Nach drei Jahren der Gefangenschaft wollten die Lagerbehörden Herrn Zheng immer
noch nicht freilassen, weil er sich nicht „umerziehen“ (1) ließ. Stattdessen hielten sie ihn
einen Monat über seine Strafzeit hinaus gefangen. Zu dieser Zeit wurde Herr Zheng
schwer krank. Erst dann ließen sie ihn widerwillig am 30. März 2005 frei. Wegen der
Milzoperation war Herr Zheng sehr schwach und litt an Leberzirrhose und Tuberkulose.
Er starb am 9. März 2006. Seine Familie und Freunde trauern um ihn, er fehlt ihnen
sehr.
(1) „Umerziehung“ ist eine oft verwendete Formulierung für Folter und Misshandlung,
eine übliche Taktik in dem Versuch, Falun Gong Praktizierende dazu zu bringen, ihren
Glauben zu widerrufen.
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Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle
Beamte der Guangdonger Polizei entführten die Töchter von Jiang
Hanquan und halten sie als Geisel
Am 13. Dezember 2005, um ca. 10:00, Uhr durchsuchten Agenten der Puning
Nationalen Sicherheit, der Chengdong Polizeiwache und die Sicherheitsbeamten des
Shangtang Dorfes das Haus des Falun Gong-Übenden Jiang Hanquan und
beschlagnahmten seine Falun Gong-Bücher. Nachmittags tauchten wieder Agenten auf
und versuchten, Jiangs Familie zu täuschen. Sie behaupteten, dass sie gekommen
wären, um die Bücher zurückzugeben. Jiang Hanquans Familie wollte die Tür jedoch
nicht öffnen. Daraufhin kletterten die Agenten über die Mauer des Hofes, traten die Tür
ein und brachen so gewaltsam in das Haus ein. Sie legten die Bücher in das
Schlafzimmer und machten ein Foto davon. Jiangs 80-jährige Mutter bekam wegen des
gewaltsamen Einbruchs furchtbare Angst.
Vier Tage später kamen zehn Polizeibeamte und führten Herrn Jiang Hanquans
Ehefrau Liu Chanduan sowie seine beiden Töchter Jiang Jiayin und Jiang Lanlan, die
versuchten, ihre Mutter zu beschützen, ab. Frau Jiangs Mutter stürzte vor Angst zu
Boden. Eine Verwandte, die versuchte, der älteren Frau zu helfen, wurde auch
verhaftet.
Die Sicherheitsbeamten des Dorfes fuhren Liu Chanduan in der Mittagszeit wieder nach
Hause. Später wurde sie vor der Haustür liegend aufgefunden; sie befand sich in tiefer
Bewusstlosigkeit und Schaum rann aus ihrem Mund. Detaillierte Informationen über
ihren Zustand gibt es zurzeit noch nicht.
Eine andere Familienangehörige wurde in der Chengdonger Polizeiwache mit
verschiedenen Methoden bedroht. Man trat ihr ins Gesicht und nach einer Nacht der
Folter brachten sie die Dorfsicherheitsbeamten nach Hause.
Die zwei Töchter Jiang Jiayin und Jiang Lanlan wurden noch in derselben Nacht ihrer
Verhaftung zur Puning Strafanstalt gebracht. Die alte Großmutter ging zur Strafanstalt
und bat um die Entlassung ihrer Enkelinnen. Doch die Polizeibeamten antworteten ihr,
dass Jiang Hanquan gegen sie eingetauscht werden sollte. Die Polizeibeamten, die
Herrn Jiangs Haus am 13. Dezember durchsucht hatten, hinterließen ihm eine
Nachricht. Darin wurde ihm gedroht, dass er besser in der Gruppe 2 der Nationalen
Sicherheitsgruppe im sechsten Stock des Gebäudes der Puning Polizeibehörde
auftauchen sollte.
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Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle
Wie Falun Gong-Übende im Mudanjian Gefängnis verfolgt werden
Seit dem chinesischen Neujahrsfest haben die Gefängnisbeamten des 8. Bezirks im
Mudanjiang Gefängnis, Zhang Shengli, Wu Xuejun und Song Junpiao, die Verfolgung
an gesetzeswidrig inhaftierten Falun Gong-Übenden intensiviert. Unter der Anweisung
des leitenden Gefängnisaufsehers des 8. Bezirks Tang Xiaohui und des politischen
Ausbilders Chen Zhanfeng quälen diese Gefängnisbeamten Falun Gong-Übende.
Am 17. Februar 2006 befahl Song Junpiao, Leiter der dritten Schwadron, dem Falun
Gong-Übenden Huang Guodong, der über 60 Jahre alt ist, schwere Zwangsarbeit zu
verrichten. Herr Huang verweigerte den Befehl und wurde daraufhin von dem Insassen
Cheng Yonghe gewaltsam in die Ecke der Gefängniswerkstatt geschleift. Gleiches
geschah auch mit den Falun Gong-Übenden Guan Wenlong, Liu Tieren, Liu Jun, Xu
Xiangdong, Zhang Shijiang und Shen Jinxiang. Song und Cheng verboten den
Übenden, miteinander zu reden.
Am 22. Februar um 8.00 Uhr griff der Gefängnisbeamte Wu Xuejun den Falun GongÜbenden Xu Xiangdong an, als dieser zur Arbeit erschien. Wu drohte, Herrn Xu in die
Einzellzelle einzusperren, weil er die „Reueerklärung“ (1) nicht unterschreiben wollte.
Letzten Endes konnte Wu bei Herrn Xu nichts erreichen.
Am Nachmittag misshandelte Wu den Falun Gong-Übenden Liu Tieren, der im dritten
Schwadron des Gefängnisses gefangen gehalten wurde. Er befahl auch dem
Gefängnisaufseher Li Xiaowei, den Falun Gong-Übenden Zhang Shijiang zu quälen.
Wu ließ seine Opfer jeden Tag elf Stunden lang aufrecht stehen.
Am 23. Februar sperrte der Gefängnisbeamte Song den Falun Gong-Übenden Huang
Guodong in Einzelhaft, weil dieser aufgrund seines Unschuldbekenntnisses die
Zwangsarbeit ablehnte.
Auch der Falun Gong-Übende Guan Wenlong lehnte jegliche Zwangsarbeit ab. Das
Gefängnis betrieb jedoch eine Politik, die „Verkettung der Verantwortung“ genannt
wurde. Unter dieser Politik werden Insassen ausgewählt, die für Falun Gong-Übende
zuständig sind, und wenn unter dessen Aufsicht die Übenden protestieren, werden auch
sie bestraft. Der Insasse Guang Zhenli, der für Guan Wenlong verantwortlich war, hatte
Angst, dass sein Opfer nicht genug Verfolgung erleidet, so dass er Herrn Guan brutal
angriff. Die Prügel entstellten Herr Wenlongs Gesicht und verursachten schwere
Blutergüsse auf seinem Rücken, seinen Schultern und Armen. Er hatte an seinem
ganzen Körper Schwellungen.
Am Morgen des 23. Februar schlugen die Gefängnisbeamten Chen Zhanfeng und Wu
Xuejun den Falun Gong-Übenden Guang Wenlong mit Elektroschockern im Büro der
Werkstatt zusammen. Dann ließen sie ihn nicht schlafen. Wu nahm auch eine Ahle (ein
Werkzeug, mit dessen Hilfe Löcher in verschiedene Materialien, z.B. Leder, gestochen
werden können), um in Herr Guans Rücken und in sein rechtes Bein Löcher zu stechen.
Mittags gaben die Gefängnisbeamten Herrn Wenlong kein Essen und schlugen ihn
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Nachrichten aus China / Verfolgungsfälle
stattdessen im Badezimmer zusammen. Sie ließen von Herrn Wenlong nicht ab, bis die
anderen Insassen mit dem Essen fertig waren. Nach den Schlägen war das Gesicht des
Opfers Blut unterlaufen und angeschwollen.
Am Morgen des 24. Februar verprügelten die Gefängnisbeamten Wu Xuejun und Liu Bo
den Falun Gong-Übenden Liu Jun mit Elektroschockern und verletzten unter anderem
Herr Lius Hände ernsthaft. Dennoch waren die Peiniger mit ihrem Ergebnis nicht
zufrieden, so dass sie ihr Opfer in das Badezimmer schleiften und dort mit
Elektroschockern und Gummiknüppeln weiter prügelten. Nach ca. 60 Minuten musste
Herr Liu von zwei Insassen heraus getragen werden. Er konnte weder gehen noch
seine Taille bewegen. Sein rechtes Bein war taub.
Sofort nachdem der Gefängnisbeamte Wu am 25. Februar zur Arbeit kam, fing er an,
Falun Gong-Übende zu foltern. Wu verwendete eine Ahle, um auf Herrn Guan Wenlong
einzustechen. Eine halbe Stunde lang folterte er ihn im Badezimmer. Noch am selben
Morgen verweigerte der Falun Gong-Übende Zhang Shijiang den Befehl, Zwangsarbeit
zu leisten, so dass er von den Gefängnisbeamten Zhang Shengli und Cheng Zhanfeng
mit Elektroschockern gequält wurde, bis die Batterien leer waren. Herr Zhang Shijiangs
Herz hörte fast auf zu schlagen und sein ganzer Körper zitterte. Das Opfer erlitt
qualvolle Schmerzen und musste am Ende von Insassen in die Zelle zurückgetragen
werden. Gleich am nächsten Tag schleiften die Gefängnisbeamten Herrn Zhang wieder
in die Werkstatt.
Minghui Einblicke • 1. Ausgabe • Februar 2006
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Menschen erkennen die Wahrheit
Menschen erkennen die Wahrheit
Minghui Einblicke • 2. Ausgabe • April 2006
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Menschen erkennen die Wahrheit
Meine chinesischen Freunde weinten, als sie von den
Konzentrationslagern hörten
Ich nahm den Horrorbericht über die Organentnahmen auf, der Bericht, der schildert,
wie im Sujiatun Konzentrationslager lebenden Falun Gong-Praktizierenden Organe
entnommen werden. Ich habe den Bericht an meine Freunde, die auf dem Festland
China leben, geschickt. Jeder von ihnen war schockiert und weinte. Einer meiner
Freunde sagte mir: „Die KPC (Kommunistische Partei Chinas) besteht ohne Zweifel aus
Dämonen! Sie sind bösartige Monster! Es ist die unehrenhafteste und brutalste
Verfolgung, die jemals in der Geschichte Chinas vorgekommen ist. Ich habe die
Nachrichten über Sujiatan auch an meine Internetfreunde geschickt. Diese bösartigen
Verfolger werden zur Hölle fahren!“ Ein anderer Freund sagte mir: „Xiaohong, ich habe
deinen Artikel bekommen. Ich werde diese Nachrichten an andere Menschen
weitergeben. Ich werde ihnen die Wahrheit sagen.“
Eine Freundin hat sich mir anvertraut und mir über ihre ehelichen Probleme erzählt. Ich
habe sie getröstet und ließ sie dann die Nachrichten anhören. Nachdem sie diese
Informationen gehört hatte, schickte sie mir ein Bild, über dem sie weinte. Sie sagte mir:
„Ich konnte nur noch weinen, als ich davon hörte. Mein eigenes Leiden ist im Vergleich
dazu viel zu gering.“
Ich habe den Artikel auch noch an einen anderen Freund geschickt. Danach fragte er:
“Warum verfolgt die KPC nicht auch andere Religionen und nur Falun Gong?” Ich sagte
ihm, dass wenn er die Internetblockade durchbrechen könnte, es nicht schwer wäre,
Informationen über die Verfolgung anderer Religionen zu finden. Das Komitee auf dem
Festland hat sie selbst offengelegt. Demnach gibt es 1 222 000 religiöse Praktizierende,
die von der KPC gefoltert wurden, seitdem die Politik der „offenen Tür“ begonnen hat.
Nach Statistiken des „Komitee, das die religiöse Verfolgung in China untersucht“ gibt es
mindestens 2,7 Millionen der 60 Millionen Mitglieder der christlichen Familienkirchen,
die unrechtmäßig verhaftet wurden. 440 000 von ihnen wurden verurteilt und ins
Arbeitslager gesperrt. Sie wurden dort „umerzogen“ und die Autoritäten verlangten auch
noch Geldbußen von bis zu 1,120,000 Yuan von ihnen. Die chinesischen Medien
berichteten, dass mindestens zehn- bis zwanzigtausend Falun Gong-Praktizierende auf
einem Platz in einer Stadt Falun Gong praktiziert hätten. Die Umgebung wäre sehr
friedlich gewesen. Unglücklicherweise hat das Regime von Jiang erklärt, dass es Falun
Gong innerhalb von drei Monaten ausrotten würde. Jedoch stellte sich heraus, dass
während dieser sechs Jahre der Verfolgung nur ernsthafte Kultivierende dieser
schlimmen Verfolgung friedlich und ohne gewaltätige Proteste gegenüber stehen
konnten. Mein Freund hat mir zugestimmt, dass die Zeit meine Aussage bestätige.
Er fragte mich nochmal: “Aber warum haben dann diese Praktizierenden Selbstmord
begangen?“ Ich habe ihm dann das Video der Ereignisse auf dem Platz des
Himmlischen Friedens gezeigt. Es gibt so viele Ungereimtheiten bei diesem
Geschehnis. Wir können die Fehler entdecken, indem wir die Videoaufnahme mit Hilfe
der Technologie verlangsamen. Ich sagte ihm auch, dass wahrhaftige Falun Gong-
Minghui Einblicke • 2. Ausgabe • April 2006
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Menschen erkennen die Wahrheit
Praktizierende keinen Selbstmord begehen; in den Falun Gong Büchern würde erklärt,
dass Selbstmord eine ernsthafte Sünde sei.
Mein Freund verstand allmählich und glaubte meinen Worten. Später erzählte er mir,
dass er der Sohn eines angesehenen Beamten und Vorsitzender des
Studentenkomitees sei. Ich erklärte ihm auch die Bedeutung, aus der KPC auszutreten.
Er stimmte mir zu und meinte, dass er mir die Austrittserklärung am nächsten Tag
schicken würde und auch mit seinen Eltern über dieses Thema reden müsste. Ich fragte
ihn: „Natürlich sollst du das mit deinen Eltern besprechen? Du hast auch die
Verantwortung, ihnen zu erklären, wie wichtig es ist, aus der KPC auszutreten. Aber
musst du es nicht auch mit anderen sprechen und gleichzeitig dir gegenüber
verantwortlich sein?“ Er antwortete mir, dass gerade jemand ins Zimmer käme und er
nicht mehr weiter rede könne, er würde mich am nächsten Tag kontaktieren. Ich hoffe
inständig, dass die meisten Menschen, die unter diesem rücksichtslosen KPC Regime
leben, die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei lesen können. Das Lesen
der Neun Kommentare wäre ein starkes Mittel gegen das Gift, das die KPC verbreitet.
Ich sage jedem von euch, der an der Verfolgung Falun Gong-Praktizierender beteiligt
ist, der direkt oder indirekt Hassliteratur zu den Staatsoberhäuptern schickt und
sonstwie Falun Gong verleumdet, dass das himmlische Prinzip und das Gesetz euch
bestrafen wird. Eure einzige Rettung ist, umgehend aufzuhören, Verbrechen zu
begehen und eure schlechten, vergangenen Taten wieder gutzumachen.
Minghui Einblicke • 2. Ausgabe • April 2006
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Medienberichte und öffentliche Meinung
Das Geständnis eines Direktors des „Büro 610“
Ich bin der Leiter des „Büro 610“ einer Kreisstadt. Ich bedauere, was ich früher getan
habe. Früher lies ich mir von der Jiang Bande schmeicheln und war angelockt von
Ruhm und Reichtum und ich beging viele Verbrechen bei der Verfolgung der Falun
Dafa-Praktizierenden. Häufig überkamen mich Angstgefühle nach den Geschehnissen.
Nach langfristigem Kontakt zu Praktizierenden verstand ich schließlich, dass sie sehr
gute Menschen sind, die nicht zurückschlagen, wenn sie geschlagen werden und auch
keine frechen Antworten geben, wenn sie beleidigt werden. Sie haben unschuldig
Ungerechtigkeit erlitten und bestanden darauf, die wahren Geschehnisse aufzuklären,
um die Menschen aufzuwecken, die von der Propaganda gegen Falun Gong in die Irre
geführt worden sind.
Zur Zeit sage ich immer wieder im Stillen „Falun Dafa ist gut“, und das jeden Tag. Die
Praktizierenden haben mich unermüdlich über die wahren Umstände aufgeklärt. Wenn
ich meine Taten nicht bereut und meine bösen Gedanken nicht geändert hätte und
immer noch Dafa-Praktizierende verfolgen würde, hätte ich wahrscheinlich eine
schwere Strafe erlitten und würde nun nicht die Möglichkeit haben, zu gestehen.
Ich verkünde feierlich, dass ich mich nie wieder an der Verfolgung von Falun DafaPraktizierenden beteiligen werde. Ich rate den Beamten im „Büro 610“ und den
Polizeistationen, die immer noch Praktizierende verfolgen, aufzuhören Böses zu tun
und über ihre eigene Zukunft nachzudenken und über die ihrer Familie, damit sie nichts
machen was dazu führt, dass ihnen ihre Übeltaten vergolten werden.
Anmerkung: Um die Sicherheit dieses Direktors des „Büro 610“ zu gewährleisten, der
entschlossen ist mit seiner Vergangenheit zu brechen, haben wir hier seinen wahren
Namen geheim gehalten. Nachdem Praktizierende ihm die Wahrheit über Dafa erklärt
haben, hat er vollkommen bereut. Er wird die Praktizierenden vor jeglicher Gefahr
warnen, sobald es ihm möglich ist. Außerdem tat er sein Bestes, um die Strafen von
Praktizierenden, die in Arbeitslager oder Gefängnisse gebracht worden sind, zu mildern
oder sie gegen Kaution bereits vorher zu entlassen.
Die örtlichen Praktizierenden sagten ihm einmal: „Wenn du immer noch nicht bereust,
werden die Praktizierenden, die von dir verfolgt worden sind und immer noch
Ungerechtigkeit erleiden, und auch die Familien-Angehörigen derjenigen, die zu Tode
verfolgt worden sind, dich beim Internationalen Gerichtshof verklagen. Ohne die
Zurückhaltung des Dafa und der Anleitung durch die Prinzipien Wahrhaftigkeit,
Barmherzigkeit und Nachsicht wirst du und deine Familie endlos leiden, egal wo ihr
seid. Das ist keine Drohung. Jetzt, da du die Konsequenzen kennst, musst du für dein
böses Verhalten bezahlen - außer du bereust. Die Praktizierenden und ihre Familien
behandeln dich mit Gnade. So wie das alte Sprichwort sagt: ‚Gut oder böse sein beruht
auf nur einem Gedanken und Glück oder Unglück werden folgen.
Minghui Einblicke • 2. Ausgabe • April 2006
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Medienberichte und öffentliche Meinung
Stimmen der Gerechtigkeit
Minghui Einblicke • 2. Ausgabe • April 2006
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Medienberichte und öffentliche Meinung
Türkei: Das Menschenrechtsuntersuchungskomitee der Großen
Nationalversammlung der Türkei verurteilt die Verbrechen des
Kommunistischen Regimes in China
Im Namen aller türkischen Falun Gong-Praktizierenden schickte der Falun Gong Verein
vor kurzem eine Petition an das Menschenrechtsuntersuchungskomitee der Großen
Nationalversammlung der Türkei, um die Verbrechen des chinesischen
kommunistischen Regimes in den mehr als 30 Konzentrationslagern offenzulegen. In
der Petition wurden die türkischen Behörden aufgerufen, dabei zu helfen, die seit
sieben Jahren währende grausame Verfolgung und das Morden von Falun GongPraktizierenden in China zu beenden.
Am 4. April 2006 unterschrieb Herr Mehmet Elkatmis, Mitglied des TGNA und
Vorsitzender
des
Menschenrechtsuntersuchungskomitees
der
Großen
Nationalversammlung der Türkei persönlich das Antwortschreiben, um der Haltung des
Komitees Ausdruck zu verleihen, dass sie die Verbrechen des Kommunistischen
Regimes verurteilen.
Brief des Menschenrechtsuntersuchungskomitees der Großen Nationalversammlung
der Türkei
Datum: 4. April 2006
Sehr geehrte Frau Goldring und Herr Kocman des Falun Gong-Vereins,
was Ihr Schreiben an das Komitee anbelangt, in dem sie erklärten, dass Falun Gong in
China unrechtmäßig verboten ist und dass die Praktizierenden in China grausam
gefoltert und verfolgt werden, wurde das vom Komitee besprochen und geprüft.
Laut der Internationalen Menschenrechtskonvention sind Folter und Missbrauch absolut
verboten; solche unmenschlichen Taten sind absolut inakzeptabel. Wo auch immer in
der Welt solche grausamen Folterungen und Missbräuche begangen werden, stellen sie
Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar. Das Komitee verurteilt dieses Verhalten
grausamer Folterungen und Missbräuche gegen die Falun Gong-Praktizierenden aufs
Schärfste.
Mit freundlichen Grüßen,
Mehmet Elkatmis
Vorsitzender des Menschenrechtsuntersuchungskomitee der Großen
Nationalversammlung der Türkei in der Stadt Nevsehir
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Medienberichte und öffentliche Meinung
Medienberichte und öffentliche Meinung
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Medienberichte und öffentliche Meinung
AFP: Die Vereinigten Staaten drängen China auf eine Untersuchung
der Klage bezüglich der „Organ-Ernte“ bei Falun GongPraktizierenden
Am Freitag forderten die Vereinigten Staaten China auf, eine Untersuchung der Klagen
seitens der spirituellen Gruppe Falun Gong vorzunehmen, deren Mitpraktizierende zu
Tausenden in chinesischen Konzentrationslagern getötet werden, um ihnen ihre Organe
zu entnehmen und diese zu verkaufen.
Der Sprecher des stellvertretenden Staatssekretärs, Adam Ereli, sagte: „China hat die
Anschuldigungen öffentlich dementiert. Wir haben beschlossen, dass eine weitere
Untersuchung hilfreich sein würde. Wir bestehen darauf.“
Er führte aus: „Jeder derartige Bericht, der nun öffentlich wird, wird von uns ernst
genommen. Wir waren bislang nicht in der Lage, dies zu bestätigen und haben
diesbezüglich Kontakt mit der chinesischen Regierung aufgenommen.“
Auf die Frage, ob die Vereinigten Staaten eine internationale Ermittlung vorgeschlagen
hätten, antwortete er: „Nein, wir hatten dies bei den Chinesen angeregt und drängten
sie, dies zu untersuchen.“
Die spirituelle Bewegung Falun Gong erklärte, dass 6.000 Mitpraktizierende in einem
staatlichen Konzentrationslager im Norden der chinesischen Stadt Shenyang des
Landkreises Sujiatun gefangen gehalten worden seien. Mindestens 75 Prozent von
ihnen seien bei lebendigem Leib die Organe entnommen und anschließend verbrannt
worden.
In der Erklärung vom Freitag gibt die Falun Gong-Bewegung an, dass „ein ehemaliger
Arzt, der in der militärischen Zone von Shenyang gedient hatte“, offen legte, dass es
dort 36 ähnliche Lager gibt, und dass „das Ausmaß des Problems bei weitem übertrifft,
was man sich bisher vorgestellt hat.“
Dem größten Lager mit dem Code-Namen „672-S“ wird nachgesagt, dass dort 120.000
Menschen, unter ihnen Falun Gong Praktizierende und andere „politische Häftlinge“,
gefangen gehalten werden.
Es gibt keine unabhängige Bestätigung dieser Berichterstattung von Falun GongPraktizierenden.
Laut rechter Gruppen betrachtet die kommunistische Führung Chinas das Wachstum
der Falun Gong-Bewegung als eine Massenbewegung und als Bedrohung ihrer Macht.
Seit dem Verbot von Falun Gong 1999, befindet sich, gemäß den Schätzungen der
Anhänger, die Anzahl von Falun Gong-Praktizierenden, die in Haft durch Folter,
Missbrauch und Verwahrlosung zu Tode kamen, bei bis zu mehreren Tausend. Dies
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Medienberichte und öffentliche Meinung
entspricht auch dem staatlichen Ressort für jährliche Menschenrechtsberichte, die
Anfang März veröffentlicht wurden.
Es besagt, dass zusätzlich zum Urteil der „Umerziehung durch das Lager“, einige Falun
Gong-Praktizierende in Haftanstalten gebracht werden, die speziell für die
„Rehabilitierung der Praktizierenden“ eingerichtet wurden, die die freiwillige Widerrufung
ihres Glaubens verweigert hatten, nachdem sie aus dem Lager frei kamen.
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Medienberichte und öffentliche Meinung
Reuters: U.N. Gesandter untersucht Behauptungen über die Folter
von Falun Gong-Übenden
Der Ermittler der Vereinten Nationen sagte am Donnerstag, dass er die Behauptungen
der Falun Gong Gruppe untersuchen würde, dass Tausende Mitglieder der Bewegung
in einem chinesischen „Konzentrationslager“ gefangen gehalten werden und einige von
ihnen getötet worden waren.
Die in China verbotene spirituelle Bewegung behauptete diesen Monat, dass bis zu
6.000 von ihnen in einem staatlichen Lager festgehalten und einige von ihnen getötet
und ihre Organe verkauft wurden.
„Die Behauptung lautet, dass Falun Gong Praktizierende für den Verkauf von Organen
und menschlichem Gewebe missbraucht werden… Es heißt, dass bislang niemand aus
diesem Konzentrationslager heraus gekommen ist“, sagte Manfred Nowak, U.N.
Sonderberichterstatter für Folter und andere grausame, unmenschliche oder
erniedrigende Behandlungen oder Bestrafungen.
„Ich bin gegenwärtig noch bei der Untersuchung dieser Behauptungen… Wenn ich zu
dem Schluss komme, dass dies eine ernstzunehmende und wohlbegründete
Behauptung ist, werde ich es bei der chinesischen Regierung vorbringen“, sagte er auf
einer Pressekonferenz.
Nowak, der nach einem Jahrzehnt Verhandlungen, China Ende letzten Jahres besucht
hatte, berichtete letzte Woche, dass er Folter weit verbreitet im Land, mit der weltweit
größten Zahl von Häftlingen, vorgefunden hat.
[...]
Falun Gong sagt, dass die Behauptungen auf „Zeugenaussagen eines Insiders und
Journalisten aus China“ basierten, die auch aussagten, dass sich in dem Lager ein
Krematorium und viele Ärzte befänden.
Nowak, ein österreichischer Juraprofessor, sagte, dass wenn sich die Behauptungen
als wahr erweisen, dies eine ernste Übertretung vieler grundlegender Menschenrechte
wäre, einschließlich des Rechts auf Leben und des Rechts, nicht gefoltert oder
misshandelt zu werden.
In seinem Bericht der letzten Woche rief er China auf, sein System der „Umerziehung
durch Arbeit“ abzuschaffen. Er drängte die Autoritäten, alle politischen Häftlinge und
Personen freizulassen, die wegen der Ausübung ihres Rechts auf Redefreiheit,
Versammlungsfreiheit und Religionsfreiheit, inhaftiert waren.
Dies schließt auch die inhaftierten Praktizierenden von Falun Gong ein, welches im Jahr
1999 [durch das Kommunistische Regime] verboten worden war.
Minghui Einblicke • 2. Ausgabe • April 2006
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Medienberichte und öffentliche Meinung
New Zealand Herald: Falun Gong steht im Brennpunkt der Medien
Während des Staatsbesuches von Wen Jiabao in Neuseeland am 5. April 2006 stand
der Protest der Falun Gong-Praktizierenden im Brennpunkt der Medien. Ein Journalist
der Zeitung New Zealand Herald hat dafür in Artikeln recherchiert, um den Lesern die
Basis-Informationen über Falun Gong zu liefern.
Die neuseeländischen Falun Gong-Praktizierenden
zeigen ein Transparent zum Protestieren
Es wurde berichtet, dass die Verfolgung von Falun Gong in China während des
Besuches des Premierministers der KPC, Wen Jiabao, der Minister und Beamten sowie
der Delegation in Neuseeland im Brennpunkt stand. Hierbei wird die HintergrundInformation über Falun Gong vorgestellt.
1. Was ist Falun Gong?
Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, ist ein chinesischer Kultivierungsweg für Körper
und Geist. Er wurde 1992 von Herrn Li Hongzhi in der Öffentlichkeit vorgestellt und hat
seitdem viele Menschen erreicht, sich zu kultivieren.
Laut der Webseite Falundafa.org.nz beinhaltet Falun Gong „langsame und fließende
Übungsbewegungen und Meditation“. Die Prinzipien von Falun Gong sind
„Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht“. Die Falun Gong-Praktizierenden
stehen in keiner Mitgliederliste und es gibt keine Hierarchie. Laut dem Bericht
praktizieren Millionen von Menschen in über 40 Ländern Falun Gong. Davon haben
viele keine chinesische Abstammung. (Anmerkung des Übersetzers: Falun Gong ist in
über 70 Ländern verbreitet; 100 Millionen Menschen praktizieren Falun Gong.)
2. Die spirituelle Bewegung Falun Gong als Bestandteil in Neuseeland
Die meisten Falun Gong-Praktizierenden in Neuseeland sind chinesischer Herkunft.
Manche haben jedoch keine chinesische Abstammung. Sie können wohl gesehen
haben, dass sie auf der Queen Straße die in New York herausgegebene Zeitung Epoch
Times verteilen. Sie können auch gesehen haben, dass die Praktizierenden in Penrose
(Industriegebiet in Oakland, Neuseeland) vor dem chinesischen Konsulat auf der Great
South Straße oder vor der chinesische Botschaft in Wellington in friedlicher Meditation
gegen die Verfolgung protestieren. Oft praktizieren sie die Übungen in der
Öffentlichkeit, wie etwa im Cornwall Park.
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Medienberichte und öffentliche Meinung
3. Warum protestierten die Falun Gong-Praktizierenden
Staatsbesuches des Premierministers der KPC, Wen Jiabao?
während
des
Die Falun Gong-Praktizierenden fordern, dass das chinesische kommunistische Regime
für seine Verfolgung und die Folter an Praktizierenden in China zur Verantwortung
gezogen wird. Die Praktizierenden haben mehrere Klagen erhoben und fordern, dass
die Verbrecher, die für die Verfolgung verantwortlich sind, nach dem Gesetz bestraft
werden.
4. Was sagen die Regierungen anderer Länder?
Dem Bericht zufolge sei die Menschenrechtslage der Kommunistischen Partei Chinas
unfassbar. Neuseeland sowie einige andere Länder brachten gegenüber den Beamten
der KPC oft das Thema Menschenrechte zur Sprache. Unter den chinesischen Falun
Gong-Praktizierenden in Neuseeland gibt es einige, die wegen der Verfolgung einen
Asyl-Status erhalten haben. Eine genaue Anzahl würde die Behörde jedoch nicht
veröffentlichen.
Zum Schluss wurde berichtet, dass der UNO-Spezialist zur Untersuchung von Folter,
Manfred Nowak, einen Bericht über die Tatsachen in China nach eigenen
Untersuchungen vor Ort veröffentlicht habe. In diesem Bericht heißt es, dass die Falun
Gong-Praktizierenden von der Behörde zur „Umerziehung durch Arbeit“ verurteilt
werden und dass die Anwendung von Folter üblich ist. Das Ziel der Folter ist es, „die
Gefangenen zur Aufgabe ihrer Persönlichkeit zu zwingen, und sogar ihren Willen völlig
zu brechen.“
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Persönliche Erfahrungen der Falun Gong-Praktizierenden
Persönliche Erfahrungen der Falun-Gong
Praktizierenden
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Persönliche Erfahrungen der Falun Gong-Praktizierenden
Durch das Praktizieren von Falun Gong gewann ich an der Schwelle zum
Tode mein Leben zurück
Im Frühjahr des Jahres 2000 wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert. Ich unterzog mich
an dem angegliederten Chengde Krankenhaus einer Operation. Nachdem ich wieder
nach Hause zurückgekehrt war, litt ich an allen möglichen Gesundheitsproblemen. Die
Schmerzen und das Leiden waren so intensiv, dass es mir schwer fiel, auch nur meine
normalen Aufgaben auszuführen, geschweige die Arbeit um meinen Lebensunterhalt zu
verdienen.
Im August 2002 fing ich bei meinem Schwiegervater an, Falun Gong zu lernen. Jedoch
kultivierte ich mich ohne meine Eigensinne aufzugeben, sodass sich mein
Gesundheitszustand täglich verschlechterte. Im Jahre 2005 konnte ich es nicht mehr
länger aushalten, weshalb ich zur Untersuchung in ein Krankenhaus ging. Die Ärzte
berichteten mir, meine Knochen seien übermäßig schwach geworden. Wir
beabsichtigten, für weitere Untersuchungen und eine Behandlung nach Chengde zu
gehen.
Damals sagte mein Schwiegervater: „Es nützt nichts, dorthin zu gehen. Das ist nur
Geldverschwendung. Du bleibst besser zu Hause und lernst in Ruhe die Lehren von
Falun Gong”. Darüber dachte ich sorgfältig nach. Zu dieser Zeit begann ich, die Lehren
von Falun Gong aufrichtig zu lernen. In der Zwischenzeit unterstützten mich meine
Mitpraktizierenden durch Aussenden der aufrichtigen Gedanken und halfen mir, die
schlechten Elemente in anderen Räumen zu beseitigen.
Damals war mein ganzer Körper geschwollen. Ich hatte heftige Atembeschwerden und
einen schweren Husten. Ich konnte mich weder richtig aufsetzen noch richtig liegen.
Nach drei Monaten verlor mein Gesicht seine normale Farbe. Alle Leute um mich herum
dachten, ich müsste sterben! Meine Mutter machte sich Gedanken über die
Vorbereitungen für meine Beerdigung. Meine Schwestern kamen zu Besuch und
weinten. Auch meine Verwandten kamen, um mir ein letztes „Auf Wiedersehen“ zu
sagen.
Zu diesem Zeitpunkt sagte ich: „Ihr braucht mir nichts zu bringen. Bitte helft mir, meine
Arbeit für Falun Dafa zu bewältigen. Wenn Ihr mich bei der Verteilung von Materialien
zur Aufdeckung der Verfolgung unterstützt, wird dies von großem Nutzen sein.“
Ich unterstützte meinen Vater, aus der Kommunistischen Partei Chinas auszutreten und
mein Kind beim Austritt aus der kommunistischen Pionierliga und verteilte viele
Materialien, um Menschen eine Chance zu geben, die Wahrheit über das Praktizieren
und die Verfolgung zu erfahren. Ich wusste tief im Inneren, wenn ich einen starken
Glauben an Falun Dafa und den Begründer von Falun Gong, Herrn Meister Li Hongzhi
habe, konnte sich alles auflösen. Ich bat den Meister, mir Kraft zu geben.
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Persönliche Erfahrungen der Falun Gong-Praktizierenden
Tatsächlich kümmerte sich der Meister um mich! Mein Gesundheitszustand verbesserte
sich auf wunderbare Weise und ich kann nun für mich selbst sorgen!
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Glossar
Glossar
Falun Gong (auch Falun Dafa genannt) ist ein traditionelles Qigong; eine Praxis zur
Veredelung von Körper und Geist durch eine spezielle Übungsserie und Meditation. Wie
Tai Chi ist Qigong ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens in Asien; fast jeder
Park in China ist in der Morgendämmerung voller Menschen, die diese Übungen
praktizieren.
Nur wenige Jahre nach seiner Einführung im Jahr 1992 war Falun Dafa schnell zum
beliebtesten Qigong in der chinesischen Geschichte geworden. Der hauptsächliche
Grund dafür ist, dass Falun Dafa sich von anderen Qigong-Arten unterscheidet, indem
es nicht nur die körperliche Kultivierung betont, sondern auch die Verbesserung des
moralischen Charakters im täglichen Leben gemäß höheren Grundsätzen, die von
Herrn Li Hongzhi, dem Gründer von Falun Dafa, gelehrt werden. Die Praxis besteht aus
langsamen, sanften Übungen und Meditation. Es ist einfach zu erlernen, die Übungen
machen Freude und es ist kostenlos. Seine Prinzipien basieren auf Wahrhaftigkeit,
Barmherzigkeit und Nachsicht. Falun Gong wird von mehr als 100 Millionen Menschen
in 60 Ländern praktiziert. Das Hauptwerk von Falun Gong ist in über 30 Sprachen
erhältlich.
Zhuan Falun: Dieses Buch umfasst die tiefgründige Lehre von Falun Dafa.
"Appell am 25. April": Der Appell am 25. April 1999in Peking kam deshalb zustande,
weil Praktizierende der Stadt Tianjin in der Nähe Pekings grundlos und ungesetzlich
festgenommen wurden. Die Praktizierenden machten von ihrem Petitionsrecht
Gebrauch und forderten friedlich die Freilassung ihrer Mitpraktizierenden. Nachdem
einige Praktizierende mit dem ehemaligen Premier Zhu Rongji sprechen konnten,
gingen sie wieder nach Hause.
Die wahren Umstände erklären: Aufgrund der zahlreichen Verleumdungsversuche
und der Propaganda des Jiang Zemin Regimes, sind viele Chinesen in China und
weltweit durch die Lügen der chinesischen Staatspropaganda getäuscht worden. Viele
stellen sich gleichgültig gegenüber den Verbrechen der eigenen Regierung und viele
wurden sogar unwissend zu Mittätern. Um die Verfolgung zu stoppen, haben die
Praktizierenden weltweit damit angefangen die tatsächlichen Begebenheiten
darzulegen, so dass viele Chinesen sich mittlerweile gegen die Verbrechen der
Regierung auflehnen und die Wahrheit weitergeben und den Praktizierenden helfen.
Totenbett-Folter: Die Arme und Beine des Praktizierenden werden ausgestreckt an
den 4 Ecken eines eiskalten Metallbettes festgebunden. Der Praktizierende kann sich
nicht mehr bewegen, er darf nicht aufstehen, um zu essen, zu trinken oder zur Toilette
zu gehen. Die Dauer liegt zwischen mehreren Stunden und 12 Tagen. Diese Art
grausamer Folterung fügt dem Opfer schwere körperliche und geistige Verletzungen
zu.
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Glossar
Das “Büro 610”: Das „Büro 610“ ist ein staatliches Organ, das eigens für die
systematische Verfolgung von Falun Gong geschaffen wurde. Es untersteht direkt dem
Komitee für Politik und Recht des Zentralkomitees der KP Chinas und besitzt
uneingeschränkte Vollmacht gegenüber allen Verwaltungsbehörden und Justizorganen.
Gesetzwidrig verhaftet: Im Gegensatz dazu, was der ehemalige chinesische Führer
Jiang Zemin, der die Verfolgung initiiert hatte, und die Kommunistische Partei China die
Welt glauben lassen wollen, ist das Praktizieren von Falun Gong in China NICHT
gesetzwidrig. Obwohl das Öffentliche Sicherheitsbüro zu Beginn der Verfolgung im
Jahre 1999 der Praxis eine ganze Reihe von verfassungswidrigen Einschränkungen
auferlegt hat, wurden keine Gesetze von den Gesetzgebern und dem Volkskongress in
China verabschiedet, die Falun Gong verbieten und die Polizei dazu emächtigen, Falun
Gong-Praktizierende zu verhaften, weil sie Übungen praktizieren oder Flyer verteilen.
Neun Kommentare über die Kommunistische Partei: Dies ist eine Serie von
analytischen Abhandlungen, die Ende 2004 veröffentlicht wurde und die wahre Natur
der Kommunistischen Partei entlarvt. Die Neun Kommentare haben dazu geführt, dass
Millionen von Menschen aus der Chinesischen Kommunistischen Partei (KPC)
ausgetreten sind. Es ist “ein Buch, dass die Chinesen in der ganzen Welt schockiert
hat.
Ein
Buch,
dass
die
Kommunistische
Partei
auflöst."
(http://www.dieneueepoche.com/neun-kommentare--ber-die-kommunistische-partei.html)
“Umerziehung”: “Umerziehung" ist eine oft verwendete Formulierung für Folter und
Misshandlung, eine übliche Taktik im Versuch Falun Gong Praktizierende dazu zu
bringen, ihren Glauben zu widerrufen.
Drei Erklärungen: Praktizierende werden unter Gehirnwäsche und Folter gezwungen,
diese Erklärungen als Bestätigung zu schreiben, dass sie ihren Glauben aufgegeben
haben. Die „drei Erklärungen“ hat sich das „Büro 610“ ausgedacht und sie bestehen
aus einem Reuebekenntnis, einer Garantieerklärung, niemals wieder Falun Gong zu
praktizieren und dem Anfertigen einer Namens- und Adressliste aller Familienmitglieder,
Freunde und Bekannter, die ebenfalls Praktizierende sind.
Tigerbank: Die Praktizierenden werden gezwungen auf einer kleinen, ca. 20 cm großen
Metallbank zu sitzen. Die Knie werden den Opfern dabei gefesselt und der Betroffene
muss sehr lange regungslos in dieser Haltung verharren. Oftmals werden noch kleine
harte Objekte unter das Gesäß oder zwischen die Unterschenkel oder Knöchel gelegt,
um es schwieriger zu machen die Schmerzen durchzustehen. Eine Zeichnung finden
Sie unter:
http://www.clearwisdom.net/emh/articles/2001/11/24/16156.html.
Yuan: ist die chinesische Währungseinheit. Das durchschnittliche Monatseinkommen
eines Stadtarbeiters in China beträgt ca. 500 Yuan.
Minghui Einblicke • 2. Ausgabe • April 2006
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