Ausführlicher Unterrichts-entwurf

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Gliederung
1.
Bedingungsanalyse --------------------------------------------------------------------------------- 2
1.1
Die Schule ------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 2
1.2. Die Klasse --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 3
2.
Sachanalyse ------------------------------------------------------------------------------------------ 4
3.
Auswahl des Themas ------------------------------------------------------------------------------- 5
4.
3.1
Vor- und Nachbereitung der Stunde im Unterricht ------------------------------------------------------------- 5
3.2
Begründung des Themas -------------------------------------------------------------------------------------------- 5
Unterrichtsziele -------------------------------------------------------------------------------------- 6
4.1. Zentrales Anliegen der Stunde --------------------------------------------------------------------------------------- 6
4.2 Fachliche Teilziele ------------------------------------------------------------------------------------------------------ 6
4.3 Überfachliche Ziele ----------------------------------------------------------------------------------------------------- 7
5.
Didaktische Analyse -------------------------------------------------------------------------------- 7
6.
Methodische Überlegungen und Begründungen ---------------------------------------------- 8
6.1
Motivationsphase ----------------------------------------------------------------------------------------------------- 8
6.2
Worteinführung, Erarbeitungsphase ------------------------------------------------------------------------------- 9
6.3
Wortschatzsicherung, Übungsphase ----------------------------------------------------------------------------- 10
6.4
Ergebnissicherung, Transfer -------------------------------------------------------------------------------------- 11
7.
Medien ----------------------------------------------------------------------------------------------- 11
8.
Verlaufsplanung ------------------------------------------------------------------------------------ 12
9.
Literatur --------------------------------------------------------------------------------------------- 13
10. Anhang ---------------------------------------------------------------------------------------------- 13
1. Bedingungsanalyse
1.1 Die Schule
Die Realschule Triberg liegt im unteren Stadtgebiet der Stadt Triberg im Schwarzwald in
einer abgelegenen Seitenstraße, so dass vom Durchgangsverkehr nichts zu bemerken ist.
Triberg liegt in einem engen Schwarzwaldtal, das zur Bebauung nicht viel Platz bietet. Für die
Realschule zeigt dies Auswirkungen in der Raumsituation. Sie liegt an einem steilen Hang,
das Gebäude ist langgestreckt und schmal; lange Wege lassen sich so nicht immer vermeiden.
Auch der Raum vor der Schule ist knapp bemessen, den Schülern steht ein nur sehr kleiner
Pausenhof zur Verfügung.
Die Realschule Triberg hat 440 Schüler, das Kollegium umfasst 31 Lehrkräfte. Die
Schülerinnen und Schüler stammen sowohl aus Triberg und den Ortsteilen Gremmelsbach
und Nußbach als auch aus den umliegenden Gemeinden Schonach und Schönwald sowie aus
der Stadt Hornberg mit ihren Ortsteilen. Dieses große Einzugsgebiet ist Ursache für den
hohen Anteil an Schülern, die täglich mit Bus und Bahn in die Schule kommen (70%). Die
Unterrichtszeiten sind demzufolge auf die Abfahrtszeiten der wichtigsten Buslinien
abgestimmt. Insbesondere ist ein pünktlicher Unterrichtsbeginn der 6. Stunde praktisch
unmöglich, da ihr keine 5-Minutenpause vorausgeht.
Die Unterrichtsräume haben eine durchschnittliche Größe. Jede Klasse hat einen Raum für
sich, für dessen Dekoration sie verantwortlich zeichnet. Es ist deshalb auch gut möglich,
Plakate, Wandzeitungen etc. aufzuhängen und in späteren Stunden wieder zu verwenden.
Probleme gibt es hier höchstens bei gemischten Lerngruppen aus mehreren Parallelklassen,
wenn die Gesamtklasse die Arbeitsergebnisse ihrer Mitschüler nicht akzeptiert.
Die mediale Ausstattung der Schule ist sehr unterschiedlich. Pro Stockwerk steht ein
fahrbares Videogerät zur Verfügung, dessen Verwendung im Kollegium abgesprochen
werden muss. Für den Audio-Bereich gibt es insgesamt 5 tragbare CD-Spieler und
Kassettenrecorder unterschiedlicher Qualität. Die Menge reicht in der Regel aus, es kommt
selten zu Engpässen.
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Als Französischlehrwerk ist „Réalité“ aus dem Cornelsenverlag vorhanden. Pro Jahrgang gibt
es jeweils einen Klassensatz Schülerbücher, Carnets d’exercices, grammatische Beihefte, ein
Lehrerhandbuch, eine MC, ein Heft mit Vorschlägen zur Leistungsmessung und den Ordner
mit den Folien zum Lehrwerk.
Darüber hinaus gibt es einen gut eingerichteten Multimedia-Raum mit 14 Schüler - PCs und
Internetanschluss, so dass die Neuen Medien auch im Fremdsprachenunterricht genutzt
werden können.
1.2. Die Klasse
Es handelt sich um eine aus drei Parallelklassen zusammengesetzte Klasse der siebten
Jahrgangsstufe mit 12 Schülerinnen und 7 Schülern (6 Schülerinnen und Schüler aus der 7a, 6
aus der 7b und 7 Schülerinnen und Schüler aus der 7c). Französisch ist Wahlpflichtfach im
ersten Lernjahr, also ein neues Fach.
Die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler ist unterschiedlich weit fortgeschritten. Die
meisten sind noch recht kindlich und haben viel Spaß am spielerischen Umgang mit Sprache
und Wortschatz, andere sind schon etwas ruhiger in dieser Hinsicht und entwickeln
zunehmend andere Interessen.
Die Schülerinnen und Schüler kennen sich untereinander zwar, die Sitzordnung spiegelt
dennoch die Herkunft der Schülerinnen und Schüler aus den unterschiedlichen Klassen wider.
Die Arbeitsatmosphäre ist jedoch gut, es finden sich immer wieder Arbeitsgruppen
zusammen, die „klassenübergreifend“ besetzt sind, auch bei Wettspielen ist keine scharfe
Trennung nach Herkunftsklassen zu beobachten.
Eine Schülerin ist seit diesem Schuljahr neu an der Schule. Sie ist Spätaussiedlerin und hat
einige Jahre in den Neuen Bundesländern gelebt, bevor sie nach Triberg kam. Sie ist zwei
Jahre älter als ihre Mitschüler und integriert sich nur schwer in die vorhandenen Strukturen.
Mit der deutschen Sprache hat sie keine Probleme und auch im Fach Französisch ist sie hoch
motiviert
und
bringt
bereits
etliche
Vorkenntnisse
mit.
Bei
methodischen
und
arbeitsorganisatorischen Fragen hat sie dagegen oft Verständnisschwierigkeiten und versteht
die Aufgabenstellung nicht. Sie ist in ihrer eigentlichen Klasse eine Außenseiterin und dies
zeichnet sich auch in der Lerngruppe Französisch ab. Ich versuche deshalb, sie bei Partneroder Gruppenarbeiten von Beginn an mit einzubeziehen, indem ich die Gruppeneinteilungen
überwache und gegebenenfalls korrigiere. Denn die Klasse hat insgesamt Probleme, sich
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alleine zu kleineren Gruppen zusammenzufinden; die Gruppeneinteilung in Dreier- oder
Vierergruppen bereitet öfter Schwierigkeiten.
Bei einem Schüler lässt die Aufmerksamkeit während der Stunde recht schnell nach, er träumt
dann vor sich hin oder beschäftigt sich mit anderen Dingen. Ermahnungen halten meist nicht
lange vor, man muss ihn ständig im Auge haben. Ich nehme ihn deshalb häufiger mal dran,
um ihn inhaltlich zu beschäftigen. Auch in selbstständigen Arbeitsphasen lässt er sich leicht
ablenken.
Die Lerngruppe ist insgesamt sehr motiviert und nach wie vor neugierig auf die neue Sprache.
Die Schülerinnen und Schüler haben unterschiedliche Motive genannt, warum sie
Französischals Wahlpflichtfach gewählt haben; viele wollen sich den Weg zu einem höheren
Abschluss offenhalten, andere haben Geschwister, die Französisch lernen oder waren mit der
Familie öfter in Frankreich. Sie bringen unterschiedliches Vorwissen mit, das sich aber auf
einige Wörter und Satzstrukturen beschränkt.
Die heutige Stunde ist für die Schüler eine „Sonderstunde“, da sie normalerweise freitags
keinen Französischunterricht haben. Den Unterricht, den sie dadurch versäumen, müssen sie
eigenständig nachholen. Das könnte sich unter Umständen bei einigen Schülerinnen und
Schülern negativ auf die Motivation auswirken.
2. Sachanalyse
Im Mittelpunkt der Stunde steht die Wortschatzerarbeitung des Wortfeldes „Möbel“ sowie die
Präpositionen sur, sous und dans. Die Auswahl der Wörter des Wortfeldes erfolgte im
Hinblick auf die folgende Lektion 2A des Lehrwerks, in der die Vokabeln la chaise, la table,
l’armoire, le lit und le bureau vorkommen. Dies sind auch die wichtigsten Möbelstücke eines
Zimmers, wie es ein Jugendlicher im Durchschnitt bewohnt, so dass dieser Wortschatz auch
den Lerninteressen der Schülerinnen und Schüler entgegenkommt. Den bestimmten Artikel
hat die Klasse bereits kennengelernt, ebenso die Variante „l‘ “ vor anlautendem Vokal. Auch
der unbestimmte Artikel wurde bereits durchgenommen, so dass bei armoire auch une
verwendet werden kann, um das grammatikalische Geschlecht zu vermitteln.
Die oben genannten Präpositionen werden ebenso in der folgenden Lektion thematisiert. Die
Worte sur und sous sind einander recht ähnlich und müssen daher ausführlich geübt werden,
um Verwechslungen auszuschließen. Besonders die unterschiedliche Aussprache ist hier zu
beachten. Trotz der Gefahr einer Ähnlichkeitshemmung ist eine gleichzeitige Einführung
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sicher sinnvoll, da diese Präpositionen auch häufig in denselben Zusammenhängen verwendet
werden und so auch im alltäglichen Sprachgebrauch bewusst voneinander abgegrenzt werden
müssen. Als dritte Präposition kommt dans hinzu, ein Wort, das oft gebraucht wird, auch in
anderen Zusammenhängen, und daher sinnvoll bereits in diesem Lernstadium einzuführen ist.
Die ebenfalls hierher passenden Präpositionen derrière und devant sind nicht so häufig und
können ebensogut später eingeführt werden, um eine Überfrachtung mit einander ähnlichen
Strukturen zu vermeiden. (Dies ist auch im Lehrwerk so vorgesehen; derrière und devant
werden hier erst in Unité 7B eingeführt.)
Die zu erlernende und anzuwendende Struktur Nomen + est + Präposition + Nomen setzt die
Kenntnis der dritten Person Singular des Verbs être voraus. Diese haben die Schülerinnen und
Schüler in der Verbindung c’est bereits kennengelernt und sie kennen auch die Struktur il est
und elle est bereits. Hier dürften sich daher kaum Probleme zeigen.
Der zusätzliche Wortschatz aus dem Wortfeld „Schulmaterial“ ist den Schülerinnen und
Schülern bereits bekannt und soll am Beginn der Stunde lediglich nochmals reaktiviert
werden. Größere Irritationen oder Schwierigkeiten sind hier ebenfalls nicht zu erwarten.
3. Auswahl des Themas
3.1 Vor- und Nachbereitung der Stunde im Unterricht
Die Stunde dient der Vorentlastung der lexikalischen und grammatischen Strukturen der
nächsten Einheit. Die Schülerinnen und Schüler haben in der vorausgehenden Doppelstunde
voraussichtlich die Unité 1 des Lehrwerks abgeschlossen. In der Unité 2 geht es lexikalisch
um die Beschreibung einer Wohnung mit den Zimmern und Möbelstücken sowie
grammatikalisch um die Präpositionen sur, sous und dans, um die Lage eines Gegenstandes
näher zu bestimmen. Inhaltlich wird in der Einheit die Geschichte um eine französische
Familie und die deutsche Austauschpartnerin fortgesetzt.
3.2 Begründung des Themas
Ich habe mich zur Vorentlastung des Wortschatzes und der grammatikalischen Strukturen
entschlossen, um den Schülerinnen und Schülern die Aufnahme des inhaltlichen Aspektes des
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eigentlichen Lektionstextes zu erleichtern. In der ersten Lehrbucheinheit wurden die
beteiligten Personen vorgestellt und die Austauschpartnerin vom Bahnhof abgeholt. Jetzt wird
die Geschichte weitergeführt und die Schülerinnen und Schüler sollen sich auf die
inhaltlichen Aspekte konzentrieren können. Des Weiteren ist mir eine klare Erarbeitung der
grammatikalischen Struktur der Präpositionen wichtig, um Verwechslungen auszuschließen.
Dazu möchte ich diese Struktur ausführlich mit der Klasse üben und diesen Übungen
genügend Raum geben. Das Vokabular des Wortfeldes „Möbel“ ist dazu sehr gut geeignet
und wird deswegen mit in die Vorentlastung einbezogen.
4. Unterrichtsziele
4.1. Zentrales Anliegen der Stunde
Die Schülerinnen und Schüler sollen die dargebotenen Vokabeln bezüglich Aussprache,
Schriftbild und Semantik kennenlernen, und selbst in festen Übungsstrukturen mündlich wie
schriftlich anwenden können.
Sie sollen die Bedeutung der Präpositionen sur, sous und dans kennenlernen und ihre
Anwendung zur Bezeichnung der Lage eines Gegenstandes üben. Dazu sollen sie die
grammatikalische Struktur Artikel+Nomen + 3. Pers. Sing. von être + Präposition +
Artikel+Nomen kennenlernen, rezeptiv verstehen und aktiv mündlich wie schriftlich
anwenden können. Der Transfer auf Situationen außerhalb der vorgegebenen Struktur bleibt
Folgestunden vorbehalten.
4.2 Fachliche Teilziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Strukturen und den Wortschatz mündlich und
schriftlich anwenden und sich so aktiv auf französisch äußern und betätigen. Sie sollen das
Hörverstehen trainieren und Angaben in der Fremdsprache in adäquate Handlungen umsetzen.
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4.3 Überfachliche Ziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen bei Übungen im Klassenverband gegenseitige
Rücksichtnahme üben und erfahren, dass ein Erreichen des Übungsziel auch von der
gemeinsamen Anstrengung abhängig sein kann. Sie sollen in Gruppen- und Partnerarbeit auf
das Lern- und Arbeitstempo des oder der Anderen eingehen und ein gemeinsames Ergebnis
erarbeiten.
Das Wettspiel in gemischten Gruppen soll den Gruppenzusammenhalt fördern und eventuelle
feste Gruppenbildung nach Ausgangsklassen verhindern helfen.
5. Didaktische Analyse
Die Schülerinnen und Schüler der Lerngruppe sind hoch motiviert und neugierig auf die neue
Sprache. Sie nehmen neuen Wortschatz bereitwillig auf und sind begierig, ihn auch selbst
anzuwenden. Das Wortfeld „Möbel“ hat eine recht hohe Alltagsbedeutung. Man wird täglich
mit diesen Gegenständen konfrontiert, zu Hause im persönlichen Umfeld und auch in der
Schule.
Zumindest Tisch, Stuhl und Schrank sind in jedem Klassenzimmer vorhanden,
bezeichnet man das Lehrerpult nicht als normalen Tisch, ist auch das Wort le bureau im
Schulalltag anzuwenden. Die Schülerinnen und Schüler sind daran interessiert, ihre direkte
Umwelt in der neuen Sprache bezeichnen zu können, das beweisen immer wieder
Zwischenfragen nach entsprechendem Vokabular, die mir im Unterricht und auch in den
Pausen von den Schülerinnen und Schülern gestellt werden. Insofern hat der thematisierte
Wortschatz bereits in der Gegenwart eine gewisse Bedeutung für die Lernenden.
Geht man in die fernere Zukunft und bedenkt eventuelle Aufenthalte im Zielland Frankreich,
ist auch hier die Bedeutung des Wortschatzes und der behandelten Struktur klar ersichtlich.
Im Alltag kommt es oft vor, dass man die Lage eines Gegenstandes näher bezeichnen muss.
Sollten die Schülerinnen und Schüler in näheren Kontakt zu einer französischen Familie
kommen, werden sie einer entsprechenden Situation früher oder später bestimmt begegnen.
Dem Vorwissen der Schülerinnen und Schüler wird insofern Rechnung getragen, als ich mich
bei den Gegenständen auf bereits bekannten Wortschatz aus dem Wortfeld „Schulmaterial“
beschränke und hier kein neues Vokabular zusätzlich mehr einführe.
Das Wortfeld an sich dürfte keine übermäßig großen Schwierigkeiten für die Schülerinnen
und Schüler mitbringen. Die Artikel sind sowohl in der bestimmten als auch in der
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unbestimmten Form bereits bekannt und auch die elidierte Form des bestimmten Artikels vor
anlautendem Vokal wurde bereits behandelt. Hier ist ein erneuter Hinweis auf diese
„Ausnahme“ sicher dennoch angebracht, da den Schülern diese Form bisher nur zweimal
begegnet ist. Um das Geschlecht des Wortes armoire eindeutig zu klären und den
Schülerinnen und Schülern gleichzeitig eine Lernhilfe an die Hand zu geben, soll dieses Wort
zunächst mit dem unbestimmten Artikel eingeführt werden, der bestimmte Artikel wird bei
der Festigung des Wortes und bei der Darbietung des Schriftbildes jedoch ebenfalls
berücksichtigt.
Ausspracheschwierigkeiten sind am Anfang auf jeden Fall zu gewärtigen, da die Schülerinnen
und Schüler mit der Aussprache des Französischen noch nicht so vertraut sind und auch noch
keine „Übertragungsregeln“ für den Transfer vom Schriftlichen zum Mündlichen gebildet
haben. Hier ist genügend Zeit für Ausspracheübungen einzuplanen.
Sätze mit den Präpositionen dans, sur und sous sind die erste etwas komplexere
grammatikalische Struktur, die die Schülerinnen und Schüler in der neuen Fremdsprache
lernen. Da die anderen Teile eines Satzes nach dem Muster Artikel+Nomen + 3. Pers. Sing.
von être + Präposition + Artikel+Nomen bereits bekannt sind, geht es nun darum, die
Präpositionen semantisch zu unterscheiden und die unterschiedliche Aussprache zu üben und
zu festigen, um Verwechslungen zu vermeiden. Im weiteren Verlauf der Stunde kommt dann
das Schriftbild hinzu.
Die Anwendung der neuen Struktur wird zunächst mündlich geübt und als Abschluss der
Stunde auch die schriftliche Form gefestigt.
6. Methodische Überlegungen und Begründungen
6.1 Motivationsphase
Zu Beginn der Stunde soll der Wortschatz zum Wortfeld „Schulmaterial“ wiederholt und
reaktiviert werden, damit er für das Folgende zur Verfügung steht. Da die Schülerinnen und
Schüler viel Spaß an Wettspielen aller Art haben und das entsprechende Vokabular gut
bekannt ist, habe ich die Form des Dalli Klick gewählt: Ein Bildimpuls zu einer Vokabel liegt
als Folie auf und wird stückchenweise den Schülern sichtbar gemacht. Die Klasse ist in zwei
Mannschaften geteilt, in denen gegenseitige Unterstützung (flüsternde Beratung der
Mitglieder) erwünscht ist. Die Mannschaft, deren „Schlangenkopf“ das Wort als erstes richtig
nennt, mit dem korrekten Artikel und der richtigen Aussprache, bekommt einen Punkt. Wird
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eines der drei Kriterien nicht richtig genannt, bekommt die andere Mannschaft eine Chance.
Jeder Schüler kommt dabei einmal an die Reihe, (einer zweimal, da die Gruppen
unterschiedlich groß sind) und das soziale Lernen in der Gruppe wird gefördert.
Zu Beginn des Spiels ist eine unterstützende Erklärung der Regeln auf Deutsch vermutlich
nicht zu umgehen, um Unklarheiten während des Spielablaufs zu vermeiden. Die
Gruppeneinteilung ist den Schülern bereits vertraut und kann deshalb in der Zielsprache
erfolgen, unterstützt von einem Bildimpuls.
6.2 Worteinführung, Erarbeitungsphase
Anhand eines Plakates mit dem Grundriss einer Zimmereinrichtung möchte ich den
Schülerinnen und Schülern den neuen Wortschatz vermitteln. Über die optische Hilfestellung
wird gleichzeitig der Rahmen für das Wortfeld gezogen, die Lernenden können die neuen
Vokabeln von Anfang an thematisch einordnen.
Zur Vermittlung des neuen Wortschatzes verwende ich eine Handpuppe, die den Schülerinnen
und Schülern bereits bekannt ist und zu Beginn des Schuljahres von ihnen auf den Namen
„Purzel“ getauft wurde. Ich habe diesen Namen frei ins Französische übertragen, das
Wildschwein heißt jetzt „Culbut“. Diese Handpuppe kommt besonders dann zum Einsatz,
wenn neuer Wortschatz oder neue Strukturen auf französisch vermittelt werden. Sie
signalisiert den Schülerinnen und Schülern, dass nun etwas Neues kommt, worauf es
besonders zu achten gilt.
Das Wildschwein „Culbut“ stellt sein Zimmer vor, besonders die darin vorhandenen Möbel.
Dabei verwendet es den unbestimmten und den bestimmten Artikel, die Schülerinnen und
Schüler sollen beim Nachsprechen des neuen Wortes beide Formen benutzen, um sich die
unterschiedlichen Lautfolgen einzuprägen. Besonders wichtig ist dies beim Wort armoire, um
das Geschlecht durch den unbestimmten Artikel eindeutig zu bestimmen.
Nach der mündlichen Einübung des Wortschatzes schreibe ich die Vokabeln an die
entsprechende Stelle auf dem Plakat, die Schülerinnen und Schüler sollen dabei die Wörter
erneut sprechen, um die Aussprache auch in Kombination mit dem Schriftbild zu festigen. Für
ein Plakat anstatt eines Tafelbildes habe ich mich entschieden, um davon auch später noch
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Gebrauch machen zu können, wenn der Wortschatz um Bezeichnungen für Zimmer und
Räume erweitert wird.
Bei der Vermittlung der Präpositionen sur, sous und dans bediene ich mich der im
Klassenzimmer vorhandenen Realien. Auch hier werden die einführenden Sätze und
Redemittel von der Handpuppe übernommen, die Schülerinnen und Schüler sprechen nach.
Die Präpositionen werden ebenfalls an entsprechenden Stellen auf dem Plakat festgehalten;
auch hier ist an eine spätere Erweiterung mit „derrière“ und „devant“ gedacht.
In dieser Phase ist einsprachiger Unterricht gut möglich, da sich der Wortschatz gut
visualisieren lässt und die französischen Anweisungen zum Nachsprechen den Schülern
entweder schon bekannt sind, oder gut gestisch gegeben werden können.
6.3. Wortschatzsicherung, Übungsphase
Nun sollen die neuen Strukturen gefestigt werden. Um eine kontinuierliche Progression der
Übungen sicherzustellen, werden die einzelnen Übungssätze von mir vorgegeben. Zunächst
sollen die Schülerinnen und Schüler die Sätze rezeptiv hörend verstehen und die darin
vorgegebenen Situationen durch entsprechende Handlungen umsetzen. Bsp.: „Le livre est
sous la chaise“  die Schülerinnen und Schüler sollen ihr Buch unter den Stuhl legen. Die
Einführung und „Erklärung“ der Übung soll möglichst rein französisch erfolgen, unterstützt
von Gesten.
Um etwas Abwechslung und Bewegung in die Übung zu bringen und die Semantik der
Präpositionen auch körperlich erfahrbar zu machen, sollen die Schülerinnen und Schüler auch
selbst auf ihre Stühle klettern bzw. unter die Tische kriechen. Auf das Wort „lit“ muss bei
dieser Übung verzichtet werden, ein Schrank ist im Klassenraum aber vorhanden.
Im weiteren Verlauf sollen die Lernenden auch die Rolle des Lehrers übernehmen und die
Handlungsanweisungen für die Klassenkameraden erteilen, d.h. die Strukturen auch selbst
bilden. Um hierbei eine Hilfestellung zu geben und die Abwechslung zu gewährleisten, habe
ich Kärtchen vorbereitet, auf denen jeweils eine Situation skizziert ist, die die Schülerinnen
und Schüler versprachlichen sollen. Die Mitschüler setzen wieder in Handlung um. Jeder
Schüler kommt dabei einmal an die Reihe. Ich möchte mich in dieser Phase als Lehrerin
möglichst zurücknehmen und höchstens bezüglich der Aussprache korrigierend einschreiten.
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6.4 Ergebnissicherung, Transfer
Dieser etwas turbulenteren Phase folgt als Abschluss der Stunde eine Partnerarbeit mit einer
Tandemübung. Hier sollen die erlernten Strukturen zunächst schriftlich und im Anschluss
nochmals mündlich angewendet werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten pro
Zweiergruppe je zwei Arbeitsbögen, auf denen dieselbe Tabelle mit je einer anderen
Markierung abgedruckt ist. (s. Anhang). Die Schülerinnen und Schüler sollen durch Befragen
des Partners die Lage eines Gegenstandes in einem imaginären Zimmer in Erfahrung bringen.
Dabei sind die zu stellenden Fragen zeichnerisch dargestellt und sollen zunächst in einem
Lückentext schriftlich festgehalten werden, bevor sie der Partner beantwortet. Nach einem
kompletten Durchgang kann mit dem Bogen des Nachbarn das Ergebnis kontrolliert werden.
Die richtige Schreibung der einzusetzenden Wörter kann mit Hilfe des Plakates überprüft
werden.
Als Hausaufgabe sollen die Schülerinnen und Schüler einen Grundriss ihres eigenen Zimmers
zeichnen und die Möbel entsprechend beschriften. Dabei sollen sie die neuen Vokabeln auch
in ihr Vokabelheft übertragen. Als Vorlage kann das Wörterverzeichnis des Lehrbuchs
dienen. Die Zeichnung kann dann in der Folgestunde um die anderen Zimmer einer Wohnung
noch ergänzt werden.
7. Medien
An Medien verwende ich viele Bildimpulse in Form von Karten, Folien oder als Zeichnung
auf dem Plakat. Diese Art der Visualisierung bietet sich bei dem zu behandelnden Wortschatz
an, da nicht alle Wörter mit im Klassenzimmer vorhandenen Realien, erklärt werden können.
Auf das Lehrbuch habe ich bei dieser Vorentlastung bewusst verzichtet, da die Bilder, die in
der dort vorgesehenen Bildergeschichte abgedruckt sind, mir nicht aussagekräftig genug
erschienen.
Den Tandembogen habe ich der Grundkonzeption nach aus dem „côte à côte“ – Heft zu
Réalités 1 entnommen, ihn aber modifiziert, um die Struktur auch schriftlich zu üben.
Die Handpuppe „Culbut“ kommt regelmäßig zum Einsatz und ist den Schülerinnen und
Schülern in den oben erwähnten Zusammenhängen auch bereits vertraut.
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8. Verlaufsplanung
Fach: Französisch
Klasse: 7
Datum: Fr, 20.10.2000 11h20-12h05
Thema: Wortfeld „Möbel“, Präpositionen dans, sur, sous
Zeit
Lehreraktivität
Ca.10‘‘ Einstieg, Wortwiederholung
Dalli Klick Spiel mit
Klassenvokabular
Schüleraktivität
S nennen Wörter
zum Bild
SF / Sonstiges
Medien
Folien
Ca.10‘‘ Worteinführung I :
Plakat mit Zimmergrundriss
L : C’est la chambre de Culbut. Il
L-S
raconte: Voilà, c’est la table, c’est S sprechen jeweils
une chaise – et là, c’est le lit – et nach, in Gruppen
là, c’est une armoire, et là, c’est le und einzeln
bureau.
Ca. 5‘‘
L schreibt die Wörter an die Tafel, S sprechen mit
Plakat
(Plakat) in Form eines
Zimmergrundrisses
L deutet auf die Gegenstände
S wiederholen die
Wörter
Worteinführung II: Präpositionen
L. /Culbut: Regardez: Le stylo est S sprechen jeweils
sur la table. La trousse est sous la nach, in Gruppen L-S
table
und einzeln
Le stylo est dans la trousse.
S sprechen VokaL schreibt Präposition auf Plakat
bular
ca. 10‘‘ Wortschatzsicherung:
L sagt Situationen an:
Le livre est sous la chaise.
La gomme est sur le classeur.
Le stylo est dans la trousse....
La classe est sur la chaise
La classe est sous la table...
S handeln
entsprechend
A vous maintenant:
S übernimmt Rolle des L :
Situationen werden per Kärtchen
vorgegeben.
L-S
S-S
Situatio
nskärtch
en
12
S in zwei
Mannschaften,
genannt werden
müssen die
Wörter mit
Artikel
ca. 10‘‘ Ergebnissicherung:
L erklärt Double Übung, teilt
Arbeitsblätter aus. L geht rum,
kontrolliert Aussprache
S-S
PA, S füllen die
Arbeitsblätter aus,
HA: Zimmer zeichnen und
beschriften
Vokabelheft-Eintrag.
Die Aufgaben
eigenen sich zur
Selbstkontrolle.
Während der
Bearbeitung
muss nur die
Aussprache
kontrolliert
werden.
9. Literatur
Ministerium für Kultus und Sport Baden-Württemberg: Bildungsplan für die Realschule.
3/1994
Réalités 1. Lehrwerk für den Französischunterricht (2. Fremdsprache als Wahlpflichtfach).
Schülerbuch. Berlin: Cornelsen 1992
Réalités 1. Lehrwerk für den Französischunterricht (2. Fremdsprache als Wahlpflichtfach).
Lehrerhandbuch. Berlin: Cornelsen 1993
Réalités 1. Lehrwerk für den Französischunterricht (2. Fremdsprache als Wahlpflichtfach).
Côte à côte. Partnerübungen und Lerntechniken. Berlin: Cornelsen 1996
10.
Anhang

Dalli-Klick – Bilder

Plakat mit Zimmergrundriss

Karten mit skizzierten Gegenständen

Tandembögen
13
Ausführlicher Unterrichtsentwurf
zum 2. beratenden Unterrichtsbesuch
„Le livre est sous la chaise“
Wortschatzerarbeitung: Wortfeld „Möbel“ sowie die Präpositionen
dans, sur, sous.
Fach: Französisch
Klasse: 7 abc
Realschule Triberg
Datum: Freitag, der 20.10.2000
Zeit: 5. Stunde (11h20 - 12h05)
Schule:
Betreuende Lehrerin: Frau Müller
Lehrbeauftragte: Frau Schwoerer
Vorgelegt von: Dorothea Körsgen
Hauptstr. 17
78098 Triberg
15
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