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26 000-Einwohner-Gemeinde in Belgien Hier lagern
Hunderttausende fertige Corona-Impfdosen
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Quelle: BILD, Pfizer Inc.
veröffentlicht am 18.10.2020 - 15:03 Uhr
Der Ort heißt Puurs (sprich: Pürs) und liegt im Westen von Belgien. In der
Gemeinde Puurs-Sint-Amands mit gerade einmal 25 900 Einwohnern
betreibt der US-Pharmakonzern Pfizer ein wichtiges Werk. Dort lagern
Hunderttausende fertige Dosen eines Corona-Impfstoffs!
Der Name des Mittels: BNT162b2. Laut „Mail on Sunday“ steht das Vakzin bereit, um
weltweit eingeführt zu werden. Aber: Die klinischen Studien sind noch nicht
abgeschlossen, es fehlt die Zulassung. Und wenn es dann soweit ist, sind die USA und
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Großbritannien wohl als Erstes dran. Beide Länder hatten schnell Verträge mit Pfizer
gemacht. Die EU-Kommission hingegen hat vor Kurzem gerade mal die
Sondierungsgespräche mit dem Konzern abgeschlossen.
400 Millionen Einheiten können pro Jahr allein in dem belgischen Werk hergestellt werdenFoto:
Pfizer
Entwickelt hat Pfizer den Wirkstoff zusammen mit der Mainzer Firma Biontech. Die
beiden Unternehmen starteten Ende Juli die Zulassungsstudie. Sie sollte ursprünglich
bis zu 30 000 Probanden im Alter von 18 bis 85 Jahren umfassen, wurde aber auf rund
44 000 Teilnehmer ausgeweitet, um mehr Daten zu bekommen. Die USGesundheitsbehörde FDA gab kürzlich grünes Licht, dass an ihr auch Jugendliche ab
zwölf Jahren teilnehmen können.
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Exklusive Investitions-Liste DAS kostet das Rennen um den
Impfstoff
Auf keinem anderen Feld wird derzeit so viel geforscht und investiert, wie um den
weltweiten Wettlauf, einen Corona-Impfstoff zu finden.
Pfizer und Biontech kündigten an, sie könnten Ende Oktober wissen, ob
der Impfstoff wirke. In der dritten Novemberwoche könnten genügend
Daten zur Sicherheit vorliegen. Dann soll eine Notfallgenehmigung in den
USA beantragt werden.
Es handelt sich um einen sogenannten mRNA-Impfstoff: Dafür werden Zellen mit
ausgewählten genetischen Informationen des Virus codiert, die dann gespritzt werden.
Der Körper soll daraufhin selbst ein Protein bilden, das gegen das Virus ankämpft.
Das belgische Werk mit seinen 2500 Mitarbeitern hat laut Pfizer-Website Kapazitäten
für 400 Millionen Einheiten. Biontech und Pfizer haben auch in Deutschland Standorte.
Ob auch hierzulande bereits Impfstoff-Dosen im großen Stil eingelagert werden, ist
nicht bekannt. Es hieß aber, dass auch in Mainz und Idar-Oberstein Corona-Impfstoff
hergestellt werde.
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Der Impfstoff wird nicht nur in Belgien produziert, sondern u.a. in den US-Bundesstaaten
Massachusetts, Missouri und MichiganFoto: Pfizer
Pfizer hofft, noch in diesem Jahr 100 Millionen Dosen zur Verfügung
stellen zu können, von denen laut „Mail on Sunday“ 40 Millionen für
Großbritannien bestimmt sind. 2021 will das Unternehmen dann 1,3
Milliarden Impfungen herstellen.
Weltweit läuft die Forschung nach dem Covid-19-Impfstoff bei vielen Firmen. Auch das
Mittel von der Oxford-Universität und AstraZeneca Life Science ist bereits in Phase 3
der Entwicklung. Ein anderer Konzern, Moderna, plant ebenfalls, am 25. November
eine beschleunigte US-Zulassung zu beantragen. Das würde bedeuten, dass Ende des
Jahres in den USA zwei Impfstoffe vorliegen könnten. Präsident Donald Trump hatte
auf die Zulassung eines Impfstoffs noch vor der Präsidentschaftswahl am 3. November
gehofft. Daraus wird nun offenbar nichts mehr.
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geschlossen. Wann die Mittel dann kommen ist offen! Die EU-Kommission erklärt: „Alle
Mitgliedstaaten werden gleichzeitig auf Impfstoffe gegen COVID-19 zugreifen können,
und zwar abhängig von ihrer Bevölkerungsgröße. Zu Beginn der Bereitstellung und bis
die Produktion aufgestockt werden kann, wird die Gesamtzahl der Impfstoffdosen
jedoch begrenzt sein.“ Medizinisches Personal, Alte und Kranke sollen zuerst geimpft
werden.
(ska)
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